Hauptansicht Gaswarngerät EASYCON GW und TOPAX MC 40900001_6 - TOPAX MC Mehrkanalregler - Lutz-Jesco

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Hauptansicht Gaswarngerät EASYCON GW und TOPAX MC 40900001_6 - TOPAX MC Mehrkanalregler - Lutz-Jesco
nsicht Gaswarngerät EASYCON GW und TOP

                               40900001_6

                                                                             Mehrkanalregler
                                                                                   TOPAX® MC
                                                                                 Betriebsanleitung

                               Betriebsanleitung lesen!
                               Bei Installations- oder Bedienfehlern haftet der Betreiber!

   Originalbetriebsanleitung               BA-46020-01-V05
   © Lutz-Jesco GmbH 2021
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Mehrkanalregler TOPAX® MC                                                                                                                                                     Betriebsanleitung

 Inhaltsverzeichnis
 1 Hinweise für den Leser.......................................................4                    11 Betrieb...............................................................................31
   1.1 Allgemeine Gleichbehandlung................................................... 4                 11.1 Eine Meldung quittieren........................................................31
   1.2 Erläuterung der Signalwörter..................................................... 4              11.2 Logbuch...............................................................................31
   1.3 Erläuterung der Warnzeichen.................................................... 4                11.3 Trendanzeige konfigurieren...................................................31
   1.4 Kennzeichnung der Warnhinweise............................................. 4                    11.4 Sprache ändern....................................................................32
   1.5 Kennzeichnung der Handlungsanweisungen............................. 4                            11.5 Manuellbetrieb.....................................................................32
                                                                                                        11.6 Justieren..............................................................................32
 2 Sicherheit............................................................................5              11.7 Sollwerte und Sollwertsätze..................................................37
   2.1 Allgemeine Warnhinweise......................................................... 5               11.8 Via Netzwerk zugreifen.........................................................39
   2.2 Gefahren bei Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise............... 5
   2.3 Sicherheitsbewusstes Arbeiten................................................. 5              12 Wartung.............................................................................40
   2.4 Personalqualifikation................................................................ 5          12.1 Wartungsintervalle................................................................40
                                                                                                        12.2 Logbuch führen....................................................................40
 3 Bestimmungsgemäße Verwendung...................................7                                     12.3 Software updaten.................................................................40
   3.1 Hinweise zur Produkthaftung.................................................... 7                12.4 Batterie................................................................................40
   3.2 Verwendungszweck.................................................................. 7             12.5 Sicherung austauschen.........................................................41
   3.3 Vorhersehbare Fehlanwendungen............................................. 7                     12.6 Einstellungen zurücksetzen...................................................41
                                                                                                        12.7 Abschluss der Wartung..........................................................42
 4 Produktbeschreibung.........................................................8
   4.1 Lieferumfang............................................................................ 8    13 Störungsanalyse TOPAX® MC...........................................43
   4.2 Typenschild Mehrkanalregler TOPAX® MC.................................. 8
                                                                                                     14 Modbus-Adressen TOPAX® MC.........................................44
 5 Funktion..............................................................................9
   5.1 Erläuterung der Regler.............................................................. 9        15 EU-Konformitätserklärung...............................................50

 6 Technische Daten..............................................................13                  16 Gewährleistungsantrag....................................................51
   6.1 Messeingänge........................................................................13
   6.2 Ausgangsmodule....................................................................13          17 Index..................................................................................52

 7 Abmessungen...................................................................14
   7.1 Äußere Abmessungen.............................................................14
   7.2 Abmessungen der Bohrungen.................................................14

 8 Installation........................................................................15
   8.1 Grundlagen.............................................................................15
   8.2 Montage an der Wand.............................................................15
   8.3 Elektrisch installieren..............................................................15
   8.4 Klemmenbelegung..................................................................16
   8.5 Sensoren anschließen.............................................................17
   8.6 Aktoren anschließen...............................................................18
   8.7 Digitaleingänge......................................................................20
   8.8 RC-Schutz für Relais...............................................................20
   8.9 Ethernet anschließen..............................................................20
   8.10 RS485-Schnittstelle..............................................................21

 9 Erste Schritte....................................................................22
   9.1 Passwortschutz......................................................................23
   9.2 Netzwerkeinstellungen...........................................................23

 10 Konfiguration....................................................................24
    10.1 Eingänge..............................................................................24
    10.2 Ausgänge.............................................................................26
    10.3 Übersichten..........................................................................29
    10.4 Konfiguration speichern........................................................30

© Lutz-Jesco GmbH 2021                                                                    BA-46020-01-V05                                                               Inhaltsverzeichnis
Technische Änderungen vorbehalten                                                                                                                                                               3
210811
Mehrkanalregler TOPAX® MC                                                                                                                     Betriebsanleitung

1 Hinweise für den Leser
Diese Betriebsanleitung enthält Informationen und Verhaltensregeln für             1.3 Erläuterung der Warnzeichen
das sichere und bestimmungsgemäße Betreiben des Mehrkanalreglers
TOPAX® MC                                                                          Warnzeichen symbolisieren die Art und Quelle einer drohenden Gefahr:

Beachten Sie die folgenden Grundsätze:                                               Warnzeichen                Art der Gefahr

n Lesen Sie sich die Betriebsanleitung vor Inbetriebnahme des Gerätes
  vollständig durch.                                                                                            Allgemeine Gefahr
n Stellen Sie sicher, dass jeder, der mit oder an dem Gerät arbeitet, die
  Betriebsanleitung gelesen hat und den Anweisungen Folge leistet.
n Bewahren Sie die Betriebsanleitung während der Lebensdauer des                                                Gefahr durch elektrische Spannung
  Gerätes auf.
n Geben Sie die Betriebsanleitung an jeden nachfolgenden Besitzer des
  Gerätes weiter.                                                                                               Gefahr durch giftige Stoffe

1.1 Allgemeine Gleichbehandlung
                                                                                                                Gefahr von Maschinenschaden oder Funktions-
In dieser Betriebsanleitung wird, wenn die Grammatik eine geschlechtli-
                                                                                                                beeinträchtigung
che Zuordnung ermöglicht, immer die einfache Form verwendet. Dies
dient dazu, den Text leichter lesbar zu halten. Leser*innen werden immer           Tab. 2: Erläuterung der Warnzeichen
in gleicher Weise angesprochen.
                                                                                   1.4 Kennzeichnung der Warnhinweise
1.2 Erläuterung der Signalwörter
                                                                                   Warnhinweise sollen Ihnen helfen, Gefährdungen zu erkennen und nach-
In dieser Betriebsanleitung werden unterschiedliche Signalwörter in                teilige Folgen zu vermeiden.
Kombination mit Warnzeichen verwendet. Signalwörter verdeutlichen die
Schwere der möglichen Verletzungen bei Missachten der Gefahr:                      So ist ein Warnhinweis gekennzeichnet:

  Signalwort                Bedeutung                                               Warnzeichen                            SIGNALWORT
                            Bezeichnet eine unmittelbar drohende Gefahr. Bei
  GEFAHR                    Nichtbeachtung des Hinweises drohen Tod oder             Beschreibung der Gefahr.
                            schwerste Verletzungen.                                  Konsequenzen bei Nichtbeachtung.

                            Bezeichnet eine möglicherweise gefährliche               ð Der Pfeil kennzeichnet eine Vorsichtsmaßnahme, die Sie treffen
                            Situation. Bei Nichtbeachtung des Hinweises                     müssen, um die Gefährdung abzuwenden.
  WARNUNG
                            können Tod oder schwerste Verletzungen
                            eintreten.
                                                                                   1.5 Kennzeichnung der Handlungsanweisungen
                            Bezeichnet eine möglicherweise gefährliche
                            Situation. Bei Nichtbeachtung des Hinweises            So sind Handlungsvoraussetzungen gekennzeichnet:
  VORSICHT
                            können leichte Verletzungen eintreten oder             ü    Eine Handlungsvoraussetzung, die erfüllt sein muss, bevor Sie mit
                            Sachschäden die Folge sein.                                 den Handlungsschritten beginnen dürfen.
                            Bezeichnet eine Gefährdung, deren Nichtbeach-          @ Ein Betriebsmittel wie z. B.Werkzeug oder Hilfsstoffe, das erforderlich
  HINWEIS                   tung Gefahren für die Maschine und deren                    ist, um die Handlungsanweisung durchzuführen.
                            Funktion hervorrufen kann.
                                                                                   So sind Handlungsanweisungen gekennzeichnet:
Tab. 1: Erläuterung der Signalwörter

                                                                                   è Einzelner Handlungsschritt, dem keine weiteren Handlungsschritte
                                                                                        folgen.
                                                                                   1. Erster Handlungsschritt in einer Handlungsfolge.
                                                                                   2. Zweiter Handlungsschritt in einer Handlungsfolge.
                                                                                   4 Resultat des vorangegangenen Handlungsschritts.
                                                                                   ü        Die Handlung ist abgeschlossen, das Ziel ist erreicht.

         Hinweise für den Leser                                           BA-46020-01-V05                                                      © Lutz-Jesco GmbH 2021
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Mehrkanalregler TOPAX® MC                                                                                                               Betriebsanleitung

 2 Sicherheit
 2.1 Allgemeine Warnhinweise                                                     2.2 Gefahren bei Nichtbeachtung der
                                                                                 Sicherheitshinweise
 Die folgenden Warnhinweise sollen Ihnen helfen, Gefährdungen auszu-
 schließen, die während des Umganges mit dem Gerät entstehen können.             Die Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise kann sowohl eine Gefähr-
 Die Maßnahmen zur Abwendung der Gefahren gelten immer, unabhängig               dung für Personen als auch für Umwelt und Geräte zur Folge haben.
 von konkreten Handlungen.
                                                                                 Im Einzelnen kann dies konkret bedeuten:
 Sicherheitshinweise, die vor Gefahren warnen, die bei spezifischen Tätig-
 keiten oder Situationen auftreten können, finden Sie in den jeweiligen          n Versagen wichtiger Funktionen des Gerätes und der Anlage
 Unterkapiteln.                                                                  n Versagen vorgeschriebener Methoden zur Wartung und Instandhal-
                                                                                        tung
                                                                                 n Gefährdung von Personen bei Arbeiten an dem Gerät
                                         GEFAHR
                                                                                 n Gefährdung der Umwelt durch Überdosierung

   Lebensgefahr durch Stromschläge!                                              2.3 Sicherheitsbewusstes Arbeiten
   Falsch angeschlossene, falsch platzierte sowie beschädigte Kabel kön-
   nen Sie zu Verletzungen führen.                                               Neben den in dieser Betriebsanleitung aufgeführten Hinweisen zur
                                                                                 Sicherheit können weitere Sicherheitsbestimmungen gelten. Beachten
   ð Ersetzen Sie beschädigte Kabel unverzüglich.                                Sie immer alle Verordnungen und sicherheitsrelevanten Regelwerke, die
   ð Benutzen Sie keine Verlängerungskabel.                                      am Einsatzort des Produktes gelten. Beachten Sie besonders folgende
                                                                                 Themen:
   ð Graben Sie Kabel nicht ein.
   ð Fixieren Sie Kabel, um eine Beschädigung zu vermeiden.                      n Sicherheitsbestimmungen zum Umgang mit Strom und stromführen-
                                                                                        den Bauteilen
                                                                                 n Sicherheitsbestimmungen zum Umgang mit gefährlichen Stoffen,
                                        WARNUNG                                  n Unfallverhütungsvorschriften
                                                                                 n Sicherheits- und Betriebsbestimmungen

   Erhöhte Unfallgefahr durch mangelnde Personalqualifika-                       n Umweltschutzbestimmungen
   tion!                                                                         n Sonstige geltende Richtlinien und Gesetze

                                                                                 2.4 Personalqualifikation
   Das Gerät darf nur von ausreichend qualifiziertem Personal installiert,
   bedient und gewartet werden. Nicht ausreichende Qualifizierung er-
   höht die Unfallgefahr.                                                        Alle Arbeiten an oder mit dem Gerät setzen spezielle Kenntnisse und Fä-
   ð Stellen Sie sicher, dass alle Tätigkeiten nur durch entsprechend            higkeiten des Personals voraus.
        qualifiziertes Personal durchgeführt werden.
                                                                                 Jeder, der an dem Gerät arbeitet, sollte die folgenden Voraussetzungen
   ð Verhindern Sie, dass unbefugte Personen Zugang zu der Anlage                erfüllen:
        erhalten.
                                                                                 n Teilnahme an allen Schulungen, die vom Betreiber angeboten werden
                                                                                 n Persönlich geeignet für die jeweilige Tätigkeit
                                                                                 n Hinreichend qualifiziert für die jeweilige Tätigkeit
                                         HINWEIS                                 n Eingewiesen in die Handhabung des Gerätes
                                                                                 n Vertraut mit den Sicherheitseinrichtungen und deren Funktionsweise
                                                                                 n Vertraut mit dieser Betriebsanleitung, speziell mit den Sicherheitshin-
   Gerät nicht im Hausmüll entsorgen!                                              weisen und mit den Abschnitten, die für die Tätigkeit relevant sind
   Entsorgen Sie Elektrogeräte nicht über den Hausmüll.                          n Vertraut mit grundlegenden Vorschriften zu Arbeitssicherheit und Un-
                                                                                   fallverhütung
   ð Entsorgen Sie das Gerät und das Verpackungsmaterial nach den
        örtlich geltenden Gesetzen und Bestimmungen.                             Alle Personen müssen eine der folgenden Mindestqualifikationen aufwei-
                                                                                 sen:
   ð Entsorgen Sie unterschiedliche Werkstoffe getrennt und führen Sie
        sie der Wiederverwertung zu.                                             n Ausgebildet zur Fachkraft, um selbstständig Arbeiten an dem Gerät
                                                                                        durchzuführen
                                                                                 n Hinreichende Unterweisung, um unter Aufsicht und Anleitung einer
                                                                                        ausgebildeten Fachkraft Arbeiten an dem Gerät durchzuführen

                                                                                 2.4.1 Fachpersonal
                                                                                 Fachpersonal ist aufgrund seiner fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und
                                                                                 Erfahrung sowie Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen in der Lage,
                                                                                 die ihm übertragenen Arbeiten auszuführen und mögliche Gefahren
                                                                                 selbstständig zu erkennen und zu vermeiden.

© Lutz-Jesco GmbH 2021                                                BA-46020-01-V05                                                      Sicherheit
Technische Änderungen vorbehalten                                                                                                                       5
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2.4.2 Elektrofachkraft
Die Elektrofachkraft ist aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung, Kenntnisse
und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Normen und Bestim-
mungen in der Lage, Arbeiten an elektrischen Anlagen auszuführen und
mögliche Gefahren selbstständig zu erkennen und zu vermeiden.
Sie ist speziell für das Arbeitsumfeld, in dem sie tätig ist, ausgebildet und
kennt die relevanten Normen und Bestimmungen.
Sie muss die Bestimmungen der geltenden gesetzlichen Vorschriften zur
Unfallverhütung erfüllen.

2.4.3 Unterwiesene Person
Die unterwiesene Person wurde in einer Unterweisung durch den Betrei-
ber über die ihr übertragenen Aufgaben und möglichen Gefahren bei
unsachgemäßem Verhalten unterrichtet.
Die unterwiesene Person hat an allen Schulungen teilgenommen, die
vom Betreiber angeboten wurden.

2.4.4 Tätigkeiten des Personals

Der nachfolgenden Tabelle können Sie entnehmen, welche Qualifikation
des Personals Voraussetzung für die entsprechenden Tätigkeiten ist. Nur
Personen, die über die entsprechende Qualifikation verfügen, dürfen
diese Tätigkeiten durchführen!

  Qualifikation                 Tätigkeiten

                                Transportieren
                                Mechanisch installieren
                                In Betrieb nehmen
                                Außer Betrieb nehmen
  Fachpersonal
                                Störungen beheben
                                Warten
                                Reparieren
                                Entsorgen
  Elektrofachkraft              Elektrisch installieren
  Unterwiesene Person           Bedienen
Tab. 3: Personalqualifikation

         Sicherheit                                                      BA-46020-01-V05    © Lutz-Jesco GmbH 2021
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 3 Bestimmungsgemäße Verwendung

 3.1 Hinweise zur Produkthaftung                                             3.3.3 Fehlerhafter Betrieb
                                                                             n Schutzeinrichtungen funktionieren nicht ordnungsgemäß oder wur-
 Durch nicht bestimmungsgemäße Verwendung des Gerätes kann die
 Gerätefunktion und der vorgesehene Schutz beeinträchtigt werden. Dies              den abgebaut
 hat das Erlöschen aller Haftungsansprüche zur Folge!                        n Eigenmächtiger Umbau des Reglers
                                                                             n Ignorieren von Alarm- oder Fehlermeldungen
 Beachten Sie daher, dass in den folgenden Fällen die Haftung auf den        n Beheben von Alarm- oder Fehlermeldungen durch nicht ausreichend
 Betreiber übergeht:                                                                qualifiziertes Personal
 n Das Gerät wird in einer Art und Weise betrieben, die nicht dieser         n Überbrücken der externen Sicherung
   Betriebsanleitung entspricht, insbesondere den Sicherheitshinweisen,      n Bedienung erschwert durch unzureichende Beleuchtung oder
   Handlungsanweisungen und dem Kapitel 3 „Bestimmungsgemäße                   schlechten Zugang zum Gerät
   Verwendung“ auf Seite 7.                                                  n Bedienung nicht möglich durch verschmutztes und schlecht lesbares
 n Die Angaben zu Einsatz- und Umgebungsbedingungen (Kapitel 6                 Display
   „Technische Daten“ auf Seite 13) werden nicht eingehalten.
 n Das Gerät wird von Personen betrieben, die nicht ausreichend für die      3.3.4 Fehlerhafte Wartung
   jeweilige Tätigkeit qualifiziert sind.
                                                                             n Durchführung von Wartungsarbeiten im laufenden Betrieb
 n Am Gerät werden unautorisierte Änderungen vorgenommen.
                                                                             n Keine ausreichende und regelmäßige Kontrolle auf ordnungsgemäße
                                                                                    Funktion
 3.2 Verwendungszweck                                                        n Kein Austausch von beschädigten Teilen oder Kabeln
                                                                             n Kein Schutz gegen Wiedereinschalten während Wartungsarbeiten
 Der Regler überwacht die bei der Wasseraufbereitung vorliegenden
 Messwerte und steuert die zur Wasserbehandlung angeschlossenen              n Verwendung falscher Ersatzteile
 Dosiersysteme. Auf diese Weise sorgt der Regler in verschiedenen
 Anwendungen für konstante Wasserparameter und ist universell einsetz-
 bar. Eine der Hauptanwendungen ist die Wahrung der Wasserqualität in
 Schwimmbädern sowie in industriellen Installationen durch das Auswer-
 ten der Messung von u. a. Chlor-Wert, pH-Wert, Redox-Wert, Gesamtchlor
 sowie Leitfähigkeit und die Steuerung von beispielsweise Chlorgasdo-
 sieranlagen.

 3.3 Vorhersehbare Fehlanwendungen

 Nachfolgend finden Sie Informationen darüber, welche Anwendungen des
 Gerätes nicht bestimmungsgemäß sind. Dieses Kapitel soll es Ihnen
 ermöglichen, Fehlbedienungen im Vorfeld als solche zu erkennen und zu
 vermeiden.
 Die vorhersehbaren Fehlanwendungen sind den einzelnen Lebensphasen
 des Produktes zugeordnet:

 3.3.1 Fehlerhafte Montage
 n Anschluss der Netzspannung ohne Schutzleiter
 n Nicht abgesicherte oder nicht normgerechte Netzspannung
 n Trennen der Spannungsversorgung nicht sofort bzw. leicht genug
   durchführbar
 n Falsche Anschlussleitungen für Netzspannung
 n Sensoren und Aktoren an falschen Klemmen angeschlossen bzw.
   falsch konfiguriert
 n Entfernen des Schutzleiters

 3.3.2 Fehlerhafte Inbetriebnahme
 n Inbetriebnahme mit beschädigten oder veralteten Sensoren
 n Inbetriebnahme ohne Herstellung aller Schutzmaßnahmen, Befesti-
     gungen etc.

© Lutz-Jesco GmbH 2021                                            BA-46020-01-V05                                Bestimmungsgemäße Verwendung
Technische Änderungen vorbehalten                                                                                                               7
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4 Produktbeschreibung
4.1 Lieferumfang                                                                   4.2 Typenschild Mehrkanalregler TOPAX® MC
Bitte vergleichen Sie den Lieferschein mit dem Lieferumfang. Folgendes             Auf dem Produkt sind Hinweise angebracht, die die Sicherheit oder Funk-
ist im Lieferumfang enthalten:                                                     tionsweise des Produkts betreffen. Sie müssen während der Lebensdau-
n Mehrkanalregler TOPAX® MC                                                        er des Produkts leserlich gehalten werden.
n Betriebsanleitung
                                                                                         1
n Befestigungsset
n Sensoren (optional)
n Kabelverbindung vom Gerät zu den Sensoren (optional)                              2                                                                     7

4.1.1 Funktion des Gerätes
                                                                                                                                                          6
Das stationäre Gerät misst die Wasserparameter mithilfe von Sensoren.               4

Durch die Regelung von Aktoren wie z. B. Dosierpumpen werden die                                                                                          5
                                                                                    3
Wasserparameter auf den gewünschten Sollwert geregelt.

4.1.2 Hauptansicht                                                                 Abb. 2: Typenschild Mehrkanalregler TOPAX® MC

Beim Start des Gerätes oder 5 Minuten nach der letzten Eingabe                       Pos.      Bezeichnung
erscheint die Hauptansicht. In der Hauptansicht zeigt das Gerät die aktu-            1         Produktbezeichnung
ellen Messwerte von bis zu vier Sensoren und weitere Informationen an.
                                                                          2
                                                                                     2         Technische Spezifikationen
 1

                     pH Wert                                 Redox                             Zeichen der Konformität mit den anwendbaren europäischen
  3                                                                       7          3
                                                                                               Richtlinien
                                                                                     4         WEEE-Kennzeichen

                    freies Chlor                          Leitfähigkeit
                                                                                     5         Seriennummer
                                                                                     6         Artikelnummer

 6                                                                                   7         Baumonat/Baujahr
 4                         Redox (2): Max-Alarm                           5        Tab. 5: Positionsnummern Typenschild Mehrkanalregler TOPAX® MC

Abb. 1: Hauptansicht mit drei Sensoren

  Pos.      Funktion
 1          Anmelden/Passworteinstellungen
 2          Datum/Uhrzeit
 3          Messwerte
 4          Hauptmenü
 5          Dateibrowser
 6          Statuszeile für Meldungen
 7          Alarmblinken
Tab. 4: Positionsnummern Hauptansicht mit drei Sensoren

         Produktbeschreibung                                              BA-46020-01-V05                                                            © Lutz-Jesco GmbH 2021
     8
Mehrkanalregler TOPAX® MC                                                                                                                                 Betriebsanleitung

 5 Funktion
 5.2.1 Funktionsschema eines Zweikanalreglers
       Sensoren                            Eingangsmodule                              Regelung                                    Ausgangsmodule                 Aktoren

         freies                                                       pH /                                          Stör-
                                            Strommodul               Temp              Regler 1                     größe               Modul 1
         Chlor
                                                                 Kompensation

      Störgröße

         On/Off                               Digital 1                                Funktion
                                                                                      (Extern Stopp)

                                              Virtuell 1
                                           (Wirksames Chlor)

           pH                                  pH-,                   Temp             Regler 2                                         Modul 2
                                            Redoxmodul
                                                                 Kompensation
 Abb. 3: Funktionsschema eines Zweikanalreglers

   Spalte                           Feld                       Beschreibung

                                    1. Freies Chlor            1. Messung des freien Chlors
   Sensoren                         2. Störgröße               2. Die Störgröße ist eine variable Durchflussmenge, die berücksichtigt werden kann.
                                    3. pH-Wert                 3. Messung des pH-Wertes
                                    1. Strommodul              1. Modul für 4 − 20 mA Signale und Sensoren mit 24 V Spannungsversorgung
                                    2. Digital 1               2. Digitaleingang zur externen Steuerung einer Funktion (hier: Extern Stopp)
   Eingangsmodule
                                    3. Virtuell 1              3. Errechneter Parameter (hier: wirksames Chlor)
                                    4. pH-, Redoxmodul         4. Modul für pH und Redox-Einstabmessketten
                                    1. Regler 1                1. Regelung des freien Chlors inkl. pH/Temperatur-Kompensation und Störgröße
   Regelung
                                    2. Regler 2                2. Regelung des pH-Wertes inkl. Temperatur-Kompensation
                                    1. Modul 1                 1. Modul auf Steckplatz 1 zum Anschluss eines Aktors (hier: MAGDOS LD)
   Ausgangsmodule
                                    2. Modul 2                 2. Modul auf Steckplatz 2 zum Anschluss eines Aktors (hier: MEMDOS LP)
 Tab. 6: Erläuterung Funktionsschema eines Zweikanalreglers

 5.1 Erläuterung der Regler                                                                  Begriff                Definition

 5.1.1 Definitionen                                                                          Regelabwei-            Die Regelabweichung X-W tritt auf, wenn der Istwert X
                                                                                             chung (X-W)            der Messgröße vom eingestellten Sollwert W abweicht.
  Begriff                Definition                                                                                 Aus der Regelabweichung und den eingestellten
                                                                                                                    Regelparametern ergibt sich die Stellgröße Y.
  Istwert (X)            Der Istwert X ist der Messwert, der ständig für den
                                                                                              Stellgröße Y          Die Stellgröße Y einer Regelung ist der Wert, den der
                         jeweiligen Sensor angezeigt wird.
                                                                                                                    Regler entsprechend seiner eingestellten Parameter
  Sollwert (W)           Der Sollwert W einer Regelung ist der Wert, auf den der                                    und der Regelabweichung (X-W) an das Stellglied
                         Regler den Prozess ausregeln und konstant halten soll.                                     abgibt (zwischen 0 % und 100 %).
  Tab. 7: Definitionen                                                                       Tab. 7: Definitionen

© Lutz-Jesco GmbH 2021                                                           BA-46020-01-V05                                                              Funktion
Technische Änderungen vorbehalten                                                                                                                                        9
210811
Mehrkanalregler TOPAX® MC                                                                                                              Betriebsanleitung

5.1.2 Proportional-Regler (P-Regler)                                           Beispiel:
5.1.2.1 Proportionalbereich Xp                                                 Sollwert = 0,8 mg/l

(proportionale Wirkung oder Verstärkung des Reglers)                           Xp-Wert = 0,5 mg/l

Der Proportionalbereich Xp (P-Bereich) eines P-Reglers gibt an, um wel-        Sollwert - Xp-Wert = Istwert bei dem die Stellgröße Y 100 % erreicht
chen Wert die Messgröße X vom Sollwert W abweichen muss, damit die             0,8 mg/l - 0,5 mg/l = 0,3 mg/l
Stellgröße Y = 100 % beträgt. Ist die Regelabweichung geringer, so ist die
Stellgröße prozentual ebenfalls geringer.                                      Bei einem Istwert von 0,3 mg/l ist die Stellgröße Y bei 100 %.

Die Stellgröße Y eines P-Reglers wird prozentual nur von der Regelabwei-       Nachfolgende Tabelle zeigt die frühere Angabe des Xp-Wertes im TOPAX®
chung (X – W) beeinflusst.                                                     DX als % bei entsprechendem Messbereich und die entsprechende Ein-
                                                                               stellung im TOPAX® MC als fester Wert mit der dazugehörigen Einheits-
Der P-Bereich, der früher in % angegeben wurde, wird beim TOPAX® MC            angabe. Die Tabelle soll helfen bei einer Umrüstung leicht die alten Ein-
in der entsprechenden Einheit der Messgröße direkt angegeben und ist           stellungen umzurechnen. Bitte beachten Sie, dass im TOPAX® MC-Regler
die Abweichung vom Sollwert, ab dem der Stellwert 100 % beträgt.               nur zwei Nachkommastellen dargestellt werden.
Somit wird die Regelabweichung direkt angegeben, da die Eingangselek-
troniken auch keinen festen Endwert besitzen. Umrechnen ist nicht mehr
erforderlich.

                                                     Desinfektion (freies Chlor, Chlordioxid etc.)
                     Xp-Wert in [%]     Xp-Wert in [%]       Xp-Wert in [mg/l]          Stellgröße Y 100 %    Stellgröße Y 50 %     Stellgröße Y 10 %
  Sollwert
                      TOPAX DX (1
                                ®
                                         TOPAX DX (2
                                                ®                                          bei Istwert in       bei Istwert in        bei Istwert in
   [mg/l]                                                       TOPAX® MC
                         mg/l)              mg/l)                                              [mg/l]               [mg/l]                [mg/l]
       0,5                  10,0              5,0                   0,10                       0,40                 0,450                  0,490
       0,5                  15,0              7,5                   0,15                       0,35                 0,425                  0,485
       0,5                  20,0              10,0                  0,20                       0,30                 0,400                  0,480
       0,5                  25,0              12,5                  0,25                       0,25                 0,375                  0,475
       0,5                  30,0              15,0                  0,30                       0,20                 0,350                  0,470
       0,5                  40,0              20,0                  0,40                       0,10                 0,300                  0,460
       0,5                  50,0              25,0                  0,50                       0,00                 0,250                  0,450
 Tab. 8: Xp-Wert Desinfektion

                                                                       pH-Wert
                                        Xp-Wert in [%]        Xp-Wert in [pH]
   Sollwert                                                                             Stellgröße Y 100 %    Stellgröße Y 50 %     Stellgröße Y 10 %
                           Richtung       TOPAX® DX
     [pH]                                                       TOPAX® MC               bei Istwert in [pH]   bei Istwert in [pH]   bei Istwert in [pH]
                                          (0 – 14 pH)
       7,0                  heben             5,0                   0,70                       6,30                  6,65                   6,93
       7,0                  heben             10,0                  1,40                       5,60                  6,30                   6,86
       7,0                  heben             15,0                  2,10                       4,90                  5,95                   6,79
       7,0                  heben             20,0                  2,80                       4,20                  5,60                   6,72
       7,0                  heben             25,0                  3,50                       3,50                  5,25                   6,65
       7,4                  heben             5,0                   0,70                       6,70                  7,05                   7,33
       7,4                  heben             10,0                  1,40                       6,00                  6,70                   7,26
       7,4                 senken             25,0                  3,50                      10,90                  9,15                   7,75
 Tab. 9: Xp-Wert pH-Wert

        Funktion                                                      BA-46020-01-V05                                                    © Lutz-Jesco GmbH 2021
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Mehrkanalregler TOPAX® MC                                                                                                                                        Betriebsanleitung

 5.1.3 Proportional-Integral-(Differential)-Regler (PI-Regler,                            5.1.4 Berechnung der Einstellwerte
 PID Regler)
                                                                                          Damit der Regler, beispielsweise beim Badebetrieb, die Istwerte von frei-
                                                                                          em Chlor und pH-Wert in engen Grenzen auf den Sollwerten halten kann,
 5.1.3.1 Nachstellzeit Tn                                                                 muss der Regler an die Regelstrecke angepasst werden. Dies geschieht
 (integrale Wirkung des PI-Reglers)                                                       durch die Regelparameter Xp für den Proportionalbereich (P), Tn für die
 Die Integralzeit eines PI- oder PID-Reglers wird Nachstellzeit Tn genannt.               Nachstellzeit des Integralbereichs (I) und die Vorhaltzeit Tv für den Diffe-
 Die Integralzeit ist die Zeit, die die Stellgröße Y bei einer konstanten Soll-           rentialbereich (D).
 Ist-Abweichung benötigt, um dieselbe Änderung des Ausgangssignals zu                     Die Ermittlung dieser Einstellwerte kann durch Aufnehmen der Sprun-
 erreichen, welche durch den P-Anteil sofort nach dem Sprung der Soll-                    gantwort der Regelstrecke geschehen. Dazu muss schlagartig das Stell-
 Ist-Abweichung erzeugt wird.                                                             glied von Hand von „ZU“ (0 %) auf „AUF“ (100 %) oder zum Beispiel von
                                                                                          30 % auf 50 % umgestellt werden.
 5.1.3.2 Beispiel zu Proportionalbereich und Nachstellzeit
                                                                                          Folgende Formeln können zur Ermittlung von Richtwerten herangezogen
                Xp = 1,0 mg/l (P-Bereich)                                                 werden:
                Tn = 3 min                                                                               Xp ~ 0,83 · ΔX / Δt · Tu
 (Änderung des Istwertes sprunghaft um 0,10 mg/l)                                                        Tn ~ 3,3 · Tu
 Nach einer sprunghaften Abweichung des Istwertes vom Sollwert um (X-                      Variable         Beschreibung
 W) 0,10 mg/l ändert sich die Stellgröße Y direkt auf 10 %.
                                                                                           Yh               Stellbereich (z. B.Ventil voll auf o. Dosierpumpe 100 %
 Der Stellgrößenzuwachs geht aufgrund des integralen Verhaltens weiter,                                     Leistung)
 solange die Abweichung (X-W) bestehen bleibt, um nach Tn = 3 Minuten                      Xmax             Maximum der Reglergröße bei 100 % Dosierleistung
 abermals 10 % (ergibt dann 20 %) Stellgrößenzuwachs zu erreichen.
                                                                                           ΔX / Δt          Steigung der Messkurve (siehe Abb. 5)
 Dies bedeutet, dass sich alle 3 min der Wert um weitere 10 % erhöht. Die-
                                                                                           to               Zeitpunkt der Veränderung der Stellgröße Y
 se Erhöhung erfolgt linear über die gesamte Zeit, bis Y = 100 % erreicht
 sind.                                                                                     Tu               Verzugszeit (s)
                                                                                           Tab. 11: Berechnung der Einstellwerte
  Stellgröße                                                   Stellwert                  Wird Chlorgas dosiert, ist die Geschwindigkeit des Chlorgasventils zu be-
  X (Istwert)                                                  0,20 mg/l                  rücksichtigen. Der Wert für Xp ist für eine Antriebsgeschwindigkeit von
  W (Sollwert)                                                 0,30 mg/l                  0 % auf 100 % auf 60 Sekunden berechnet. Ein langsamerer Antrieb hat
                                                                                          die gleiche Wirkung wie eine Vergrößerung des Proportionalitätsberei-
  X-W                                                          0,10 mg/l
                                                                                          ches Xp. Um dieses auszugleichen, muss bei langsameren Antrieben der
  Xp (P-Bereich)                                               1,0                        Xp-Wert verkleinert werden und umgekehrt.
  Tn                                                           3 Minuten                  Folgende Formel kann hier herangezogen werden:
  Y (Ausgangsleistung des Reglers sofort)                      10 % durch Xp
                                                                                                         Xp neu = Xp · 60 s /Ty
  Y (Ausgangsleistung des Reglers nach 3 Minuten) 20 % durch Tn
                                                                                                         Ty = Stellzeit des Motors
  Y (Ausgangsleistung des Reglers nach 6 Minuten) 30 % durch Tn
  Tab. 10: Beispiel zu Proportionalbereich und Nachstellzeit                              Da es sich bei der Berechnung um Näherungswerte handelt, kann unter
                                                                                          Umständen durch Verändern des Xp-Wertes nach gewisser Zeit eine Ver-
 5.1.3.3 Vorhaltezeit Tv                                                                  besserung der Regelgröße erzielt werden. Sollte die Regelung zu träge
 (differentiale Wirkung des PID-Regler)                                                   reagieren oder umgekehrt zu schnell durchgeführt werden, so ergibt ein
                                                                                          kleineres Xp als auch ein kleineres Tn ein schnelleres Regelverhalten und
 Mit der Differentialfunktion wird erreicht, dass ein korrigierender Stellein-            ein größeres Xp beziehungsweise Tn ein trägeres Verhalten.
 griff in die Regelstrecke bereits einsetzt, wenn die Regelgröße sich vom
 Sollwert zu entfernen beginnt. Die Stellgröße ist abhängig von der Ge-
 schwindigkeit, mit der die Soll-Ist-Abweichung stattfindet (also nicht von                       Yh
 deren tatsächlicher Abweichung). Wie lange der Korrektureingriff wirkt,
                                                                                          (auf)
                                                                                           (auf) 100%
 wird mit der Vorhaltezeit Tv bestimmt. Wenn sich die Regelgröße nicht
 ändert, also die Änderungsgeschwindigkeit „0“ ist, klingt der vom Diffe-
 rentialanteil bewirkte Stelleneingriff mit der Zeitkonstanten Tv bis auf „0“             (zu) (zu) 0%
 ab (auch wenn der Istwert nicht auf dem Sollwert liegt, sondern konstant                                          t0                                         t
 davon abweicht). Dass die Regelung letztlich den Istwert auf dem Soll-                   Abb. 4: Zustand der Stellgröße, z. B.einer Ventilöffnung oder Dosierleistung einer Pumpe.
 wert führt, wird hauptsächlich vom integralen Anteil des Reglers bewirkt.
 Durch den Differentialanteil wird das Reglerergebnis in vielen Fällen ver-
 bessert, weil bereits die Abweichungstendenzen bekämpft werden.

© Lutz-Jesco GmbH 2021                                                         BA-46020-01-V05                                                                       Funktion
Technische Änderungen vorbehalten                                                                                                                                                 11
210811
Mehrkanalregler TOPAX® MC                                                                                                                          Betriebsanleitung

Danach ergibt sich folgendes Diagramm für die Regelgröße X über die
                                                                                                    Alle Regelparameter, die im Auslieferungszustand voreinge-
Zeit t:                                                                                        i    stellt sind, müssen vor Ort geprüft und angepasst werden.

      X
                                                                                           5.1.6 Regelrichtung
  X max
                                                                                           Für jeden Regler kann die Regelrichtung definiert werden. Möglich sind:
                                                                                           n Wert heben: Anzeige Pfeil nach oben
                                        X
                                                                                           n Wert senken: Anzeige Pfeil nach unten
                                   t                                                       n 2-Seiten-Regelung: nur pH-Wert
                     t0     Tu                               t                             Für eine 1-Seiten-Regelung wird unabhängig vom Heben oder Senken
                                                                                           das obere Relais der Ausgangsbaugruppe (X.1, Klemme 3 und 4) verwen-
Abb. 5: Sprungantwort eines Reglers auf eine Stellgrößenveränderung Y.
(X = Istwert; z. B.Desinfektion oder pH-Wert)                                              det, für eine 2-Seiten-Regelung wird das obere Relais (X.1, Klemme 3
                                                                                           und 4) zum Heben und das untere Relais (X.2, Klemme 1 und 2) zum Sen-
Die Regelparameter können im TOPAX® MC automatisch auf den jeweili-                        ken verwendet.
gen Zustand errechnet werden.
                                                                                           ACHTUNG: Bei der 2-Seiten-Regelung müssen 2 Sollwerte eingegeben
Besser werden die Einstellwerte im Betrieb optimiert, um eine repräsen-                    werden. Diese sind möglichst gering voneinander zu wählen, beispiels-
tative Belastung für die Regelung zu berücksichtigen. Dabei hat sich die                   weise bei pH = 0,05, es sei denn der Prozess erfordert größere Werte.
Dimensionierung durch Probieren (Empirisches Einstellen) bewährt.
Praktische Methode ohne viel Rechnerei und Hilfsmittel nach den be-                        5.1.7 Grundlastdosierung
kanntesten Einstellregeln von Ziegler/Nichols, dem Faustformelverfahren.
                                                                                           Außerhalb des Regelbereiches kann eine Grundlastdosierung eingestellt
Einstellung nach der Schwingungsmethode:                                                   werden. Diese Dosierung findet dann grundsätzlich statt, auch wenn der
       Istwert                                                                             PID-Regler Ausgang 0 % anfordert. Ist eine Grundlast eingestellt wird die-
                                                                                           ser Wert im Anzeigebildschirm in der Y-Anzeige blau dargestellt. Die Y-An-
                                                                                           zeige der automatischen Regelung wird grün dargestellt. In der Statusan-
                                                                                           zeige wird dieser Zustand mit einem „+“ hinter der Y-Anzeige
                                                                                           gekennzeichnet. Es ist zu beachten, dass diese Grundlast immer wirksam
                                                                                           ist und unabhängig von der Regelung ein bestimmter Prozentsatz vom
                                                                                           Stellglied immer geöffnet ist, obwohl der Regler keine Dosierung anfor-
                                                                                           dert. Die Grundlast ist getrennt für jeden Ausgang einstellbar bis maximal
                                                                                           20 % des Regelbereiches.
                                   Schwingung
Abb. 6: Einstellung nach Schwingungsmethode

Dieses Verfahren kann sehr gut auf Strecken angewendet werden, die
auch zum Schwingen gebracht werden können.
Einstellen durch Probieren:
Man fängt mit einer unkritischen Einstellung (Xp groß, Tn = 0, Tv = 0) an
und verringert langsam den Proportionalitätsfaktor Xp, dann nimmt man
allmählich den Integralanteil hinzu, erhöht ihn in Schritten und probiert so
lange, bis das Ergebnis annähernd eine Regelung mit geringer Schwin-
gung erreicht.

5.1.5 Reglerparameter
Für die Eingänge Desinfektion, pH-Wert, gebundenes Chlor und Leitfähig-
keit können die Parameter eingestellt werden:

 Regler                   Xp -Wert             Tn-Wert               Tv-Wert
 P                        0,01 – 99999         -
 PI                       0,01 – 99999         1 – 200 min
 PD                       0,01 – 99999                               1 – 1200 s
 PID                      0,01 – 99999         1 – 200 min           1 – 1200 s
 Tab. 12: Reglerparameter

          Funktion                                                                BA-46020-01-V05                                                   © Lutz-Jesco GmbH 2021
  12
Mehrkanalregler TOPAX® MC                                                                                                                Betriebsanleitung

 6 Technische Daten
  TOPAX® MC
  Gehäuseabmessungen (B x H x T)                                         mm                                  302 x 240 x 107
  Spannungsversorgung                                                                                   100 – 240 V AC, 50/60 Hz
  Leistungsaufnahme                                                      W                                       max. 20
  Analogausgänge zur Fernübertragung                                                               4 x 0/4 – 20 mA, Bürde max. 500 Ω
  Störgrößeneingang                                                      mA                                      0/4 – 20
  Alarmrelais (Wechsler)                                                                              250 V AC, 10 A (ohmsche Last)
  Schnittstellen                                                                            Ethernet TCP/IP oder RS485 Modbus RTU (optional)
  Schutzart                                                                                                        IP65
  Umgebungstemperatur                                                    °C                   -5 bis +45, keine direkte Sonneneinstrahlung
                                                                                                      P-, PI-, PID- oder PD-Verhalten,
  Regelcharakteristik                                                                       Regelrichtung wählbar mit Störgrößenaufschaltung,
                                                                                                        2-Seiten-Regelung wählbar
 Tab. 6: Technische Daten Mehrkanalregler TOPAX® MC

 6.1 Messeingänge
 Alle Messeingänge bestehen aus einem Eingang für die Temperaturmessung mittels Pt100 und einem zweiten Eingang zur Messung eines weiteren
 Wasserparameters. Bei einigen Messeingängen kann dieser Eingang mehrere unterschiedliche Parameter messen.

  Messeingänge (je nach Ausführung)
  Anzahl Messeingänge                                                                                            bis zu 4*
                   Amperometrische 3-Elektroden-Messzelle
                                                                        mg/l                   0 – 15 (abhängig von der Messzellensteilheit)
                   mit Potentiostat (DMZ3.1)
  Freies Chlor     Chlorüberschuss-Messzelle CS120                      mg/l                   0 – 10 (abhängig von der Messzellensteilheit)
                             Membranbedeckte Messzelle                  mg/l                   0 – 2 oder 0 – 10 (abhängig von der Messzelle)
                             Amperometrische 3-Elektroden-Messzelle                   0 – 15 (abhängig vom Messeingang und der Messzellensteilheit)
                                                                        mg/l
                             mit Potentiostat (DMZ3.1)                                 0 – 2 (abhängig vom Messeingang und der Messzellensteilheit)
  Chlordioxid                Chlorüberschuss-Messzelle CS120            mg/l                    0 – 10 (abhängig von der Messzellensteilheit)
                             Membranbedeckte Messzelle                  mg/l                        0 – 2 (abhängig von der Messzelle)
  Gesamtchlor                Membranbedeckte Messzelle                  mg/l                       0 – 10 (abhängig von der Messzelle)
  pH-Wert                    pH-Einstabmesskette                         pH                    0 – 14 (abhängig von der Einstabmesskette)
  Redox-Wert                 Redox-Einstabmesskette                      mV                   0 – 1000 (abhängig von der Einstabmesskette)
                             Konduktive Leitfähigkeitsmesszelle inkl.            0 – 2, 0 – 20, 0 – 100 (abhängig von der Konfiguration, entspricht ca. 0 –
  Leitfähigkeit                                                         mS/cm
                             Temperaturfühler Pt100, (k=1)                                             1 % oder 0 – 5 % Salzgehalt.)
  Temperatur                 Pt100                                       °C                                    -10 bis +90
 Tab. 7: Messeingänge Mehrkanalregler TOPAX® MC

 * Pro Messeingang kann ein Temperatursensor zusätzlich angeschlossen werden.

 6.2 Ausgangsmodule

  Ausgangsmodule (je nach Ausführung)
                                                                                                    2 x 230 V AC, 5 A (ohmsche Last)
  Stellantrieb Relais
                                                                         kΩ                        Potentiometer-Rückmeldung: 1 – 10
                                                                                                      Stetiger 0/4 – 20 mA-Ausgang
  Stellantrieb 20 mA
                                                                                                   Stellmotor mit 20 mA-Rückmeldung
  Relais                                                                                            2 x 230 V AC, 5 A (ohmsche Last)
  Relais High Current                                                                               2 x 230 V AC, 8 A (ohmsche Last)
  Optokoppler                                                                                               2 x 80 V DC, 5 mA
 Tab. 8: Ausgangsmodule Mehrkanalregler TOPAX® MC

© Lutz-Jesco GmbH 2021                                                  BA-46020-01-V05                                               Technische Daten
Technische Änderungen vorbehalten                                                                                                                        13
210811
Mehrkanalregler TOPAX® MC                                   Betriebsanleitung

7 Abmessungen
Alle Maße in mm.

7.1 Äußere Abmessungen

                             302
                                    240

Abb. 7: Äußere Abmessungen

7.2 Abmessungen der Bohrungen

                          267
                                    171

Abb. 8: Abmessungen der Bohrungen

        Abmessungen                       BA-46020-01-V05    © Lutz-Jesco GmbH 2021
  14
Mehrkanalregler TOPAX® MC                                                                                                                Betriebsanleitung

                   8 Installation
                   8.1 Grundlagen
                                                                                                                                               GEFAHR
                   Stellen Sie sicher, dass der Installationsort folgende Anforderungen
                   erfüllt:
                                                                                                   Lebensgefahr durch Stromschläge!
                   n Das Display sollte gut erreichbar und sichtbar sein.
                                                                                                   Nicht fachgerechte Installation oder beschädigte Bauteile der Elektro-
                   n Planen Sie unter dem Gerät Freiraum für die Verlegung der Kabel ein.
                                                                                                   installation können zu Verletzungen führen.
                     Sie müssen die Kabel ohne Knicke oder Beschädigungen verlegen
                     können.                                                                       ð Stellen Sie sicher, dass Arbeiten an der elektrischen Installation nur
                   n Verschiedene Leitungen (z. B.Spannungsversorgung, Datenkabel und
                                                                                                        durch eine Elektrofachkraft ausgeführt werden.
                     sensitive Leitungen für Messzwecke) müssen separiert verlegt                  ð Stellen Sie sicher, dass Arbeiten an der elektrischen Installation nur
                     werden. Die unterschiedlichen Leitungen sollten sich dabei nur im                  im spannungsfreien Zustand ausgeführt werden.
                     90° Winkel kreuzen, um Beeinflussungen zu verhindern.
                                                                                                   ð Stellen Sie sicher, dass die Stromversorgung mit einem Fehler-
                   n Elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder beeinflus-                  strom-Schutzschalter gesichert ist.
                     sen die Signalübertragung und können elektronische Geräte stören.
                                                                                                   ð Ersetzen Sie beschädigte Kabel oder Bauteile unverzüglich.
                   n Die zulässigen Umgebungstemperaturen werden eingehalten (siehe
                     Kapitel 6 „Technische Daten“ auf Seite 13).
                                                                                                 Führen Sie folgende Handlungsschritte durch:
                   8.2 Montage an der Wand
                                                                                                 1. Bringen Sie Aderendhülsen an den Kabelenden an, wenn das Versor-
                   Benötigte Betriebsmittel:
                                                                                                    gungskabel noch nicht mit Aderendhülsen versehen wurde.
                   @ Montageset                                                                  2. Öffnen Sie das Gehäuse des Gerätes.
                   @ Bohrer                                                                      3. Führen Sie das Versorgungskabel durch eine Kabelverschraubung an
                   @ Schlitzschraubendreher                                                         der Unterseite des Gerätes.
                                                                                                 4. Drehen Sie so lange an der Überwurfmutter der Kabelverschraubung,
                   Führen Sie folgende Handlungsschritte durch:                                     bis die Leitung fest in der Verschraubung sitzt, sodass die Verschrau-
              1. Bohren Sie die vier Löcher zur Befestigung des Gerätes in die Wand.                bung der Zugentlastung dienen kann. Achten Sie darauf, dass das
                 Die genauen Abmessungen finden Sie im Kapitel 7 „Abmessungen“                      Versorgungskabel locker verlegt ist.
 10 11121314151617181920
                 auf Seite 14.                                                                   5. Schließen Sie die Spannungsversorgung an die Klemmen 44 − 52
                   2. Lösen Sie die Schraube auf der rechten Seite des Gerätes und ziehen           an. Beachten Sie dabei die Einteilung in Schutzleiter (PE, grün-gelb*),
                      Sie den Rundstab heraus.                                                      Neutralleiter (N, blau*) und Phase (L, braun*) auf der Platine.
                   4 Sie können das Gerät nun öffnen.
              3. Öffnen Sie das Gerät und benutzen Sie die Schrauben zur Wandmon-
5262728 2930313233343536
                 tage. Achten Sie darauf, das Gerät fest an der Wand zu befestigen.
                                                                            41 42 43                               44 45 46          47 48 49     50 51 52
              4. Schließen Sie das Gerät wieder mithilfe des Rundstabes.

                   ü      Gerät an der Wand montiert.
                                                                                                                         PE               N             L
                   8.3 Elektrisch installieren                                                   Abb. 9: Anschließen der Spannungsversorgung

                   Die Spannungsversorgung Ihres Gerätes kann über einen normalen
                                                                                                 *Gilt für Adernfarben von Kabeln des Herstellers. Für Kabel anderer Her-
                   Schutz-Kontakt-Stecker oder über einen Schaltschrank erfolgen. Führen
                                                                                                 steller wird keine Haftung übernommen.
                   Sie bei Geräten ohne vormontierten Schutz-Kontakt-Stecker dieses
                   Kapitel durch.
                                                                                                 ü      Elektrisch installiert.
                   Handlungsvoraussetzungen:
                                                                                                            Für den Anschluss der Spannungsversorgung werden nur 3
                   ü     Das Gerät wurde nach Kapitel 8.2 „Montage an der Wand“ auf Sei-                i   von 9 Klemmen benötigt. Sie können die freien Klemmen nut-
                         te 15 montiert.                                                                    zen, um weitere Geräte mit Spannung zu versorgen. Die Kon-
                   ü     Eine Spannungsversorgung mit 100 − 240 V AC (50/60 Hz) steht zur                   taktbelastbarkeit beträgt max. 4 A.
                         Verfügung.
                   ü     Die Spannungsversorgung ist vor Beginn deaktiviert und vor Wieder-
                         einschalten gesichert.
                   ü     Das Gehäuse ist geöffnet.

                   Benötigte Betriebsmittel:
                   @ Schutz-Kontakt-Stecker
                   @ Aderendhülsen 0,75 − 2,5 mm²

                  © Lutz-Jesco GmbH 2021                                              BA-46020-01-V05                                                       Installation
                  Technische Änderungen vorbehalten                                                                                                                        15
                  210811
Mehrkanalregler TOPAX® MC                                                                                                                                       Betriebsanleitung

8.4 Klemmenbelegung

                                                               Eingang 1
                                                                                                             Ausgang 1

                                                               Eingang 2

                                                                                                             Ausgang 2
                                                               Eingang 3

                                                               Eingang 4
                                                                                                             Ausgang 3

                                        USB   LED-Ausgänge 0/4 – 20 mA
                                               1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11121314151617181920                     Ausgang 4

                           Ethernet                       Digitaleingänge
                            37383940              A B 2122232425262728 2930313233343536
                                                                                                            Alarmrelais
                                                                                                               41 42 43        44 45 46   47 48 49   50 51 52

                                       RS485                                                                                          Spannung
Abb. 10: Übersicht Klemmenbelegung

 Klemme        Funktion                                                                                   Beschreibung
 1             LED-Ausgang 1 (rot)                                                         +
 2             LED-Ausgang 1 (grün)                                                        +
 3             LED-Ausgang 2 (rot)                                                         +
 4             LED-Ausgang 2 (grün)                                                        +
                                                                                                          5 V mit 220 Ω Vorwiderstand für LEDs der Messwassertafeln
 5             LED-Ausgang 3 (rot)                                                         +
 6             LED-Ausgang 3 (grün)                                                        +
 7             LED-Ausgang 4 (rot)                                                         +
 8             LED-Ausgang 4 (grün)                                                        +
 9 − 10        LED-Ausgang GND                                                             -              Masse für die LEDs
 11                                                                                        +
               Störgrößeneingang                                                                          0/4 − 20 mA
 12                                                                                        -
 13                                                                                        +
               Analogausgang 1
 14                                                                                        -
 15                                                                                        +
               Analogausgang 2
 16                                                                                        -
                                                                                                          0/4 − 20 mA, Bürde max. 500 Ω
 17                                                                                        +
               Analogausgang 3
 18                                                                                        -
 19                                                                                        +
               Analogausgang 4
 20                                                                                        -
                                                                                           + (ungerade)
 21 − 36       Digitaleingänge 1 − 8                                                                      Funktion konfigurierbar
                                                                                           - (gerade)
 37 − 40       Anschluss Ethernet
                                                                                                          Klemmen 41 + 42 normal on
 41 − 43       Alarmrelais
                                                                                                          Klemmen 42 + 43 normal off
 44 − 46                                                                                                  Schutzleiter (PE)
 47 − 49       Anschluss Versorgungsspannung                                                              Nullleiter (N)
 50 − 52                                                                                                  Phase (L)
Tab. 13: Klemmenbelegung

        Installation                                                                 BA-46020-01-V05                                                             © Lutz-Jesco GmbH 2021
  16
Mehrkanalregler TOPAX® MC                                                                                                                          Betriebsanleitung

 8.5 Sensoren anschließen
                                                                                 Klemme         Funktion                               Sensoren

                                                                                 1              Temperatureingang                      Widerstandsthermometer
                                               GEFAHR
                                                                                 2              Temperatureingang                      TE110/Pt100

   Lebensgefahr durch Stromschläge!                                              3              - (Ader mit Ø 1,5 mm)                  pH-Einstabmesskette
   Spannungsführende Teile können zu tödlichen Verletzungen führen.                                                                    PE110/Redox-Einstabmess-
                                                                                 4              + (Ader mit Ø 2 mm)                    kette ME110
   ð Trennen Sie die externe Stromversorgung, bevor Sie den TOPAX®
        MC-Regler öffnen.                                                       Tab. 14: Klemmenbelegung Eingangsplatine pH- und Redoxmodul

   ð Sichern Sie den TOPAX® MC-Regler gegen Wiedereinschalten.                                                          Ø2
                                                                                                                                   Mittelleiter

                                                                                                                        Ø 1,5
 Das Gerät kann mit bis zu vier Eingangsmodulen bestückt werden. Mit                                                               Schirm
 jedem Modul kann ein Wasserparameter und zusätzlich die Temperatur             Abb. 12: Kabel von pH- oder Redox-Einstabmesskette richtig anschließen
 gemessen werden.

 Handlungsvoraussetzungen:                                                      8.5.2 Eingangsplatine Potentiostatmodul
 ü     Die Spannungsversorgung ist unterbrochen und vor Wiedereinschal-
                                                                                        1
       ten geschützt.                                                                   2
 ü     Das Gehäuse ist geöffnet.                                                        3
                                                                                        4
 Benötigte Betriebsmittel:                                                              5
                                                                                Abb. 13: Eingangsplatine Potentiostat und Potentiostat HD
 @ Sensoren
 @ Anschlusskabel                                                                Klemme         Funktion                               Sensoren

 Führen Sie folgende Handlungsschritte durch:                                    1              Temperatureingang                      Widerstandsthermometer
 1. Führen Sie das Kabel durch eine der Kabelverschraubungen an der              2              Temperatureingang                      TE110/Pt100
    Unterseite ins Innere des Gehäuses.
 2. Schließen Sie die Adern an den Klemmenblock der Eingangsmodule               3              Messelektrode
    an. Beachten Sie dabei die Klemmenpläne in den folgenden Kapiteln.
                                                                                 4              Gegenelektrode                         3-Elektroden-Potentiostat
 ü      Anschluss des Sensors abgeschlossen.
                                                                                 5              Referenzelektrode
                                                                                Tab. 15: Klemmenbelegung Eingangsplatine Potentiostatmodul
                                               HINWEIS

                                                                                8.5.3 Eingangsplatine Strommodul
   Elektrische Beeinflussung der Messergebnisse
                                                                                Einige Sensoren benötigen eine Betriebsspannung für ihre Messung.
   Die fehlerhafte Installation der elektrischen Leitungen kann die Mess-
                                                                                Diese Sensoren werden an das Strommodul angeschlossen und darüber
   ergebnisse beeinflussen. In der Folge kann die Steuerung angeschlos-
                                                                                mit einer 24 V Spannung versorgt.
   sener Geräte fehlerhaft sein.
   ð Verlegen Sie das Anschlusskabel nicht parallel zu Netz- und Steu-                  1
        erverbindungen und immer mit mindestens 15 cm Abstand. Verle-
                                                                                        2
        gen Sie Kreuzungen der Verbindungen in einem Winkel von 90°.
                                                                                        3
                                                                                        4
                                                                                        5
 8.5.1 Eingangsplatine pH- und Redoxmodul                                       Abb. 14: Eingangsplatine Strommodul

         1
                                                                                 Klemme              Funktion                        Sensoren
         2
         3                                                                       1                   Temperatureingang
         4                                                                                                                           Widerstandsthermometer
                                                                                 2                   Temperatureingang               TE110/Pt100
 Abb. 11: Eingangsplatine pH- und Redoxmodul

                                                                                Tab. 16: Klemmenbelegung Eingangsplatine Strommodul

© Lutz-Jesco GmbH 2021                                               BA-46020-01-V05                                                                 Installation
Technische Änderungen vorbehalten                                                                                                                                   17
210811
Mehrkanalregler TOPAX® MC                                                                                                                                 Betriebsanleitung

 Klemme                 Funktion                    Sensoren                              Klemme         Funktion                              Beschreibung

 3              -       -                           Chlorüberschuss-Messzelle                                                                  Das Relais arbeitet an
                                                                                          41 + 42        normal on
                                                    CS120/Leitfähigkeits-Mess-                                                                 diesen Klemmen als Öffner.
                + für CS120**                       zelle
Bild BA Eingangsmodul             Leitfähigkeit 42 + 43 normal off
                                                                                                                                               Das Relais arbeitet an
4                                                                                                                                              diesen Klemmen als
                         Gesamtchlormesszelle GCM/
        TOPAX MC Salzgehalt
      - für 4 − 20 mA
                         Membranbedeckte Messzelle                                                                                             Schließer.

5                   79889_1
      + 24 V DC Ausgang  Cl 4.1/Membranbedeckte
                         Messzelle CD 4 MA*
                                                   Tab. 19: Klemmenbelegung Alarmrelais

Tab. 16: Klemmenbelegung Eingangsplatine Strommodul                                      8.6.2 Ausgangsplatine mit Relais
* Benötigt 24 V Versorgungsmodul
                                                                                                                                     4
** rot: +; blau, violett: -                                                                                                          3
                                                                                                                                     2
8.5.4 Eingangsplatine Leitfähigkeitsmodul konduktiv                                                                                  1

                                                                                         Abb. 17: Ausgangsplatine mit Relais
                               DIP-Schalter*
         1
         2
         3                                                                                Klemme         Funktion                              Beschreibung
         4
                                                                                          1
Abb. 15: Eingangsplatine Leitfähigkeitsmodul konduktiv
                                                                                                         Relais X.2                            Zweiter Digitalausgang
                                                                                          2
* Die Schalterstellung ist auf dem Dip-Schalter durch ein kleines „ON“                    3
gekennzeichnet.                                                                                          Relais X.1                            Erster Digitalausgang
                                                                                          4
 Klemme        Funktion                    Sensoren              Aderfarbe M12-
                                                                 Anschlusskabel          Tab. 20: Klemmenbelegung Ausgangsplatine mit Relais

 1             Temperatureingang                                 Schwarz (SW)
                                                                                          Aktoren                                    Konfiguration
 2             Temperatureingang                                 Blau (BU)
                                           Leitfähigkeits-                                MAGDOS Dosierpumpen                        An/Aus
 3             Messeingang                 messzelle             Braun (BN)
               Leitfähigkeit               konduktiv, K=1                                 MEMDOS Dosierpumpen                        An/Aus
 4             Messeingang                                       Weiß (WH)
                                                                                          MEMDOS SMART Dosierpumpen                  An/Aus
               Leitfähigkeit
Tab. 17: Klemmbelegung Eingangsplatine Leitfähigkeit konduktiv                            Schlauchpumpen                             Impulslänge
                                                                                         Tab. 21: Aktoren und Konfiguration Relais
 Dip Schalter           0 – 2000 μS/cm       0 – 20 mS/cm          0 – 100 mS/cm

                                                                                         8.6.3 Ausgangsplatine Optokoppler
 1                      OFF                  ON                    ON
 2                      OFF                  ON                    ON
 3                      OFF                  OFF                   ON                                                                 4
                                                                                                                                      3
 4                      OFF                  OFF                   ON                                                                 2
Tab. 18: Auswahl Messbereich                                                                                                          1

8.6 Aktoren anschließen                                                                  Abb. 18: Ausgangsplatine mit Optokoppler

Sie haben je nach Ausführung des Gerätes mehrere Möglichkeiten,                           Klemme         Funktion                              Beschreibung
Aktoren wie z. B. Dosierpumpen oder Stellventile anzusteuern.
                                                                                          1       +
                                                                                                         Optokoppler X.2                       Zweiter Digitalausgang
8.6.1 Alarmrelais                                                                         2       -
Das Alarmrelais auf der Hauptplatine dient zur Weiterleitung von Alarmen.
                                                                                          3       +
                                                                                                         Optokoppler X.1                       Erster Digitalausgang
 41 42 43                                                                                 4       -
                                                                                         Tab. 22: Klemmenbelegung Ausgangsplatine mit Optokoppler

Abb. 16: Alarmrelais

         Installation                                                           BA-46020-01-V05                                                             © Lutz-Jesco GmbH 2021
  18
Mehrkanalregler TOPAX® MC                                                                                                                                      Betriebsanleitung

                  Aktoren                                                 Konfiguration                      Klemme         Funktion                                Beschreibung

                  MAGDOS Dosierpumpen                                                                        1              -                                       GND
                  MEMDOS Dosierpumpen                                     Impulsfrequenz                     2              Eingang (Rückmeldung)                   4 − 20 mA
                  MEMDOS SMART Dosierpumpen                                                                  3              Ausgang                                 4 − 20 mA
                 Tab. 23: Aktoren und Konfiguration Optokoppler                                             Tab. 26: Klemmenbelegung Ausgangsplatine mit Stellantrieb 20 mA

                 8.6.4 Ausgangsplatine Stellantrieb Relais                                                   Aktoren                                                Konfiguration

                 Dieser Ausgang ist für den Anschluss eines Stellantriebes mit oder ohne                                                                            Stellmotor mit 20 mA/
                                                                                                             C 7700 Chlorgas-Stellventil
                 Rückmeldung über ein Potentiometer von 1 – 10 kΩ geeignet.                                                                                         stetiger Ausgang (20 mA)
                                                                                                             EASYZON Chlordioxidanlage
                                                                                            Bild BA Ausgangsmodul
                                                                                                    MAGDOS Dosierpumpen
                                                                                                                         2 Relais High Current
                                                           6                                3      für EASYCON/TOPAX MC             bis
                                                                                                                              Stetiger    8A (20 mA)
                                                                                                                                       Ausgang
                                                           5
                                                           4
                                                                                            2                       79770_1
                                                                                                    MEMDOS Dosierpumpen

                                                                                             1               MEMDOS SMART Dosierpumpen
                                                                                                            Tab. 27: Aktoren und Konfiguration Stellantrieb 20 mA

                 Abb. 19: Ausgangsplatine mit Stellantrieb Relais
                                                                                                            8.6.6 Ausgangsplatine mit Relais High Current

                  Klemme          Funktion                             Beschreibung
                                                                                                                                                                           4
                  1               Öffnen des Stellventils              Relaisausgang zum Stellventil                                                                       3
                  2               Spannung*                            Relaiseingang                                                                                       2
                                                                                                                                                                           1
Bild BA Ausgangsmodul
           3    Schließen ATE      (20 mA)
                          des Stellventils       mit Rückmeldung
                                           Relaisausgang zum Stellventil
           4          EASYCON   0%                                       Abb. 21: Ausgangsplatine mit Relais High Current

           5            79829_1            Rückmeldung  über Potentio-
                                                                       meter                                 Klemme         Funktion                                Beschreibung
                  6                                    100%
                                                                                                             1                                                      Zweiter Digitalausgang
                 Tab. 24: Klemmenbelegung Ausgangsplatine mit Stellantrieb Relais                                           Relais X.2
                                                                                                             2                                                      max. 8 A (ohmsche Last)
                 * Bei einem Stellventil mit 230 V kann man L und N an der Klemmleiste
                 der Spannungsversorgung abnehmen.                                                           3                                                      Erster Digitalausgang
                                                                                                                            Relais X.1
                                                                                                             4                                                      max. 8 A (ohmsche Last)
                  Aktoren                                           Konfiguration
                                                                                                            Tab. 28: Klemmenbelegung Ausgangsplatine mit Relais
                                                                    Stellmotor mit Potentiometer/
                  C 7700 Chlorgas-Stellventil
                                                                    Stellmotor ohne Potentiometer
                                                                                                                                                             HINWEIS
                 Tab. 25: Aktoren und Konfiguration Stellantrieb Relais

                                                                                                              Beschädigung des Geräts!
                 8.6.5 Ausgangsplatine mit Stellantrieb 20 mA
                                                                                                              Die Netzversorgungsklemmen am TOPAX® MC Eingang (Klemmen
                 Dieser Ausgang dient dem Anschluss eines Stellantriebs mit oder ohne                         44 – 52) dürfen mit maximal 6 A Dauerlast betrieben werden.
                 Rückmeldung.
                                                                                                              ð Bei größeren elektrischen Lasten ist es erforderlich, die Relais auf
                                                                                                                   den Ausgangsplatinen mit einem separaten Kabel anzuschließen
                                                                                                                   und abzusichern!
                                                                                 3
                                                                                 2
                                                                                 1

                 Abb. 20: Ausgangsplatine mit Stellantrieb 20 mA

                © Lutz-Jesco GmbH 2021                                                           BA-46020-01-V05                                                                Installation
                Technische Änderungen vorbehalten                                                                                                                                              19
                210811
Mehrkanalregler TOPAX® MC                                                                                                                Betriebsanleitung

                                                                                   3. Stellen Sie für jeden Analogausgang, der getestet werden soll, einen
 Aktoren                                               Konfiguration                  mA-Wert ein.
 MAGDOS Dosierpumpen                                   An/Aus                      4. Drücken Sie auf „Start“.

 MEMDOS Dosierpumpen                                   An/Aus                      ü        Analoge Ausgänge getestet.
 MEMDOS SMART Dosierpumpen                             An/Aus
 MINIDOS / MIDIDOS Dosierpumpen                        An/Aus                      8.7 Digitaleingänge
 Schlauchpumpen                                        Impulslänge
                                                                                   Sie können bis zu acht Digitaleingänge nutzen, um Schaltzustände
Tab. 29: Aktoren und deren Konfiguration mit High Current Relaisplatine            auszuwerten, als Alarmmeldung zu detektieren und im Logbuch zu doku-
                                                                                   mentieren.
8.6.7 Ausgänge testen
                                                                                   Weitere Informationen zu den Einstellungen der Digitaleingänge finden
Sie können den korrekten Anschluss eines Aktors mithilfe des manuellen             Sie unter Kapitel 10.1.6 „Digitaleingänge“ auf Seite 26.
Betriebes testen.

                                                                                   8.8 RC-Schutz für Relais
Bitte beachten Sie vor einem Test die Alarmkette und informieren Sie
angeschlossene Stellen oder unterbrechen Sie die Alarmkette für den
Zeitraum des Tests.
                                                                                   Beachten Sie beim Anschluss an die Relais, dass induktive Lasten
Angeschlossene Aktoren testen                                                      entstört werden müssen. Wenn das nicht möglich ist, muss der Relais-
                                                                                   Kontakt an der Klemmleiste des Gerätes durch eine RC-Schutzschaltung/
Handlungsvoraussetzungen:                                                          Entstörglied geschützt werden.
ü    Die Aktoren wurden entsprechend Kapitel 8.6 „Aktoren anschließen“
                                                                                   Beim Anschluss von Geräten mit induktiven Lasten ab 1 A Nennstrom an
     auf Seite 18 angeschlossen.
                                                                                   einem Relais kann es zum Verschweißen der Kontakte im Relais
ü    Der Gehäusedeckel des Gerätes ist geschlossen.                                kommen. Das Gerät arbeitet dadurch unkontrolliert. Um im Fall eines
                                                                                   Kurzschlusses im Lastkreis ein Verschweißen zu verhindern, müssen
ü    Die Spannungsversorgung ist hergestellt und das Gerät ist einge-
     schaltet.                                                                     diese separat auf dem maximalen Relaisschaltstrom abgesichert werden.

                                                                                   Handlungsvoraussetzungen:
Führen Sie folgende Handlungsschritte durch:
                                                                                   ü    Sie möchten eine induktive Last an das Relais anklemmen.
1. Gehen Sie in Menü 2 auf „Manuellbetrieb“ (siehe Kapitel 11.5 „Ma-
   nuellbetrieb“ auf Seite 32).                                                    Führen Sie folgende Handlungsschritte durch:
4 Sie sehen nun alle Ausgänge.
                                                                                   1. Schalten Sie das Gerät aus.
2. Wählen Sie den Ausgang, an den Sie den Aktor angeschlossen haben
   und den Sie testen möchten.                                                     2. Klemmen Sie das Entstörglied parallel zur induktiven Last an.
3. Geben Sie nun einen Wert zwischen 0 % und 100 % ein und wählen                  3. Sollte Punkt 2 nicht möglich sein, klemmen Sie das Entstörglied
   Sie „Ein“ aus.                                                                     parallel zum Relaisausgang an.
4 Der Aktor wird getestet.                                                                  RC-Schutz für Relais angeklemmt.
                                                                                   ü
4. Überprüfen Sie, ob der Aktor wie gewünscht reagiert.
5. Beenden Sie den Aktortest entweder indem Sie wieder auf „Aus“
   stellen oder indem Sie einen Timer einstellen, sodass der Test nach             8.9 Ethernet anschließen
   Ablauf der Zeit automatisch gestoppt wird.
ü     Aktor getestet.                                                              Sie können den Ethernetanschluss für die folgenden Aktionen nutzen:
                                                                                   n Lesen/Schreiben via Modbus TCP/IP-Protokoll (SPS oder Computer)
Analoge Ausgänge testen                                                            n Zugriff via Webbrowser
                                                                                   n Zugriff via TFTP-Server
Sie können ebenfalls die Belegung der Klemmen 13 bis 20 testen.                    Das Gerät besitzt einen Netzwerkeingang in Form einer 4-poligen und
                                                                                   D-codierten M12x1-Buchse. Um einen für Ethernet-Netzwerke typischen
Handlungsvoraussetzungen:
                                                                                   RJ-45-Steckeranschluss zu erhalten, bietet die Lutz-Jesco GmbH spezi-
ü    Der Gehäusedeckel des Gerätes ist geschlossen.                                elle Twisted-Pair-Netzwerkkabel in verschiedenen Längen an. Bei Kabeln
                                                                                   von Fremdherstellern ist ein Kabel der Kategorie 5 mit 100 Ω Impedanz
ü    Die Spannungsversorgung ist hergestellt und das Gerät ist einge-
                                                                                   oder besser zu wählen.
     schaltet.

Führen Sie folgende Handlungsschritte durch:

1. Gehen Sie in Menü 2 auf Ausgänge > Analog.
2. Drücken Sie auf „Testsignal“.

         Installation                                                     BA-46020-01-V05                                                 © Lutz-Jesco GmbH 2021
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