IHK.Die Weiterbildung - Geprüfter Wirtschaftsfachwirt IHK/ Geprüfte Wirtschaftsfachwirtin IHK Rahmenlehrplan mit Lernzielen
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IHK.Die Weiterbildung Geprüfter Wirtschaftsfachwirt IHK/ Geprüfte Wirtschaftsfachwirtin IHK Rahmenlehrplan mit Lernzielen
Inhaltsverzeichnis
Seite
Vorwort 3
Taxonomie der Lernziele 4
Fachgebiete und Stundenverteilung
Lern- und Arbeitsmethodik 6 UStd. 5
Wirtschaftliche Basisqualifikationen 260 UStd.
1. Volkswirtschaftslehre 40 UStd. 7
2. Betriebswirtschaftslehre 140 UStd. 12
3. Recht und Steuern 80 UStd. 22
Betriebliche Handlungsqualifikationen 240 UStd.
4. Betriebliche Organisation und Unternehmensführung/
Personalmanagement 120 UStd. 29
5. Rechnungswesen 80 UStd. 39
6. Datenverarbeitung/Informations- und
Kommunikationstechniken 40 UStd. 44
Crashkurs „Prüfungsvorbereitung“ 18 UStd.
________
Gesamtdauer 524 UStd.
Anhang:
Besondere Rechtsvorschriften der IHK Offenbach am Main
für die Fortbildung zum/zur Geprüften Wirtschaftsfachwirt/
Geprüften Wirtschaftsfachwirtin (IHK) vom 14. Juni 2006
2Vorwort
Zum Thema
Eine Weiterbildung zum Fachwirt vermittelt vertieftes Fachwissen und organisatorisch-
methodische sowie dispositive Kenntnisse, die auf einen bestimmten Wirtschaftszweig
bezogen sind. Ein Fachwirt ist somit ein qualifizierter Branchenspezialist. Anders beim
Wirtschaftsfachwirt: Er ist nicht auf einen speziellen Wirtschaftszweig ausgerichtet, sondern
berücksichtigt die Besonderheiten von Handel, Industrie und Dienstleistungsunternehmen in
gleicher Weise. Er ist somit Generalist und kann in allen Branchen eingesetzt werden.
Ziel
Erwerb vertiefter betriebswirtschaftlicher, rechtlicher, steuerlicher und fachübergreifender
Qualifikationen, die dazu befähigen, betriebliche Abläufe in ihrem Gesamtzusammenhang zu
erkennen und unternehmerische Entscheidungen mitverantwortlich zu treffen und adäquat in
die betriebliche Praxis umzusetzen.
Zielgruppe
Damen und Herren, die eine solide und umfassende berufliche Qualifikation mit
anerkanntem Abschluss anstreben, ohne sich zu sehr spezialisieren zu wollen.
Voraussetzungen
Eine mit Erfolg abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten kaufmännischen
oder verwaltenden Beruf und eine weitere betriebliche Praxis von zwei Jahren oder eine
mindestens fünfjährige Tätigkeit im kaufmännischen Bereich.
3Taxonomie der Lernziele
Wissen (Kenntnisse):
Einblick: in Ausschnitte eines Wissensgebietes
Überblick: in den Zusammenhang wichtiger Teile
Kenntnis: verlangt stärkere Differenzierung der Inhalte und Betonung der
Zusammenhänge
Vertrautheit: bedeutet sicheres und selbstständiges Verfügen über
möglichst viele Teilinformationen und Zusammenhänge
Können (Handlungen):
Fähigkeit: bezeichnet allgemein das Können, das ein Handeln nach
Regeln ermöglicht
Fertigkeit: verlangt eingeschliffenes, müheloses Können
Beherrschung: bedeutet sicheres und selbstständiges Verfügen über die
eingeübten Handlungsweisen
Erkennen (Probleme):
Bewusstsein: die Problemlage wird in ihren wichtigen Aspekten erfasst
Einsicht: eine Lösung des Problems wird erfasst bzw. ausgearbeitet
Verständnis: eine Lösung des Problems wird überprüft und ggf. anerkannt
4Lern- und Arbeitsmethodik
Diese Lehrgangseinheit, die nicht Gegenstand der Prüfung ist, gibt praktische Hilfen für die
Organisation des Lernens, da eine zielgerechte Planung den ersten Schritt zum Erfolg
darstellt.
Ausgehend von den individuellen Lernvoraussetzungen werden Strategien und Methoden
behandelt, die Möglichkeiten aufzeigen, den Lernprozess erfolgreich und ökonomisch zu
gestalten.
Dazu zählen Methoden für die Vor- und Nachbereitung der vermittelten Lerninhalte sowie für
die Mitarbeit im Lehrgang. Im Hinblick auf eine effiziente Prüfungsvorbereitung werden
Instrumente vorgestellt, die eine mittel- und langfristige Lernerfolgsplanung unterstützen, wie
z. B. das Strukturieren und Aufbereiten fachlicher Inhalte sowie persönliche
Lernerfolgskontrollen.
Insgesamt stellt dieses Kapitel bewährte Möglichkeiten dar, wie die Teilnehmer ihren
Lernerfolg mit gezielt angewandten Lern- und Arbeitsmethoden optimieren können. Auf diese
Weise steigt die persönliche Zufriedenheit, die auch zu mehr Sicherheit in der
Prüfungsphase führen kann.
Lernziel Lerninhalte Hinweise
Einsicht, das Arbeitsmethodik 0.1 Die Arbeitsmethodik in ihrer Bedeutung
Hilfe ist für das Lernen des für das „Lernen zu lernen“
Lernens
Fähigkeit den Lernstoff zu 0.2 Sammeln, verarbeiten und vermitteln von
verarbeiten Informationen
- Lerntechniken
- Zeitplanung
- Lesestrategien
- Gedächtnistraining
Überblick über Quellen zur
Materialsammlung sowie über
Ordnungskriterien
Überblick über verschiedene 0.3 Protokoll- und Berichtstechniken
Protokollarten zur Wiedergabe
eines Sachverhalts
Kenntnis der 0.4 Darstellungs- und Gliederungstechniken
Gliederungstechnik und
Fähigkeit Material zu sichten
und zu selektieren
Einsicht, dass die 0.5 Hauptprobleme der Gruppendynamik und
Gruppenarbeit wesentlicher Methodik der Gruppenarbeit
Bestandteilerwachsenengerech
ten Lernens ist,
Kenntnis der Rollenfunktionen
und Kommunikationsregeln in
einer Gruppe sowie
Überblick über
gruppendynamische Prozesse
5Lernziel Lerninhalte Hinweise
Einblick in Methoden der 0.6 Methoden der Problemanalyse und
Problemanalyse und der Entscheidungsfindung
Entscheidungsfindung
Einsicht, dass Rhetorik 0.7 Grundlagen der Sprech- und Redetechnik
„Handwerkszeug“ der
Kommunikation ist
Überblick über Atemtechnik 0.7.1 Atemübungen
und Aussprachetechnik
0.7.2 Artikulationsübungen
0.7.3 Resonanzübungen
0.7.4 Sprechgestaltung
Fähigkeit einen Stoff zu 0.7.5 Vorbereitung einer Rede
gliedern und
0.7.6 Psychologische Faktoren
0.7.7 Vortragstechnik
Einblick in Diskussions- und 0.7.8 Diskussionstechnik
Verhandlungstechniken
Überblick über das Angebot 0.8 Neue Medien
neuer Medien und deren - Computerunterstützte Lernprogramme
Anwendung im Lehrgang (CBT)
- Planspiele
- Audio-/Videocassetten
6Wirtschaftliche Basisqualifikation
1. Volkswirtschaftslehre
Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre bilden zusammen die
Wirtschaftswissenschaften. Beide befassen sich mit ökonomischen Fragen. Die
Volkswirtschaftslehre umfasst die Bereiche Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik.
Die Teilnehmer sollen erkennen, dass sich wirtschaftliche Entscheidungen auf den
ökonomischen Umgang mit knappen Ressourcen beziehen. Dabei sollen auch Zielkonflikte
zwischen Entscheidungen auf betrieblicher und gesamtwirtschaftlicher Ebene deutlich
werden.
Dem Staat kommt in der sozialen Marktwirtschaft ein besonderer Status bei der Gestaltung
des Wettbewerbes und der Schaffung des sozialen Ausgleichs zu. Die Einsicht in diese
Zusammenhänge erfordern von den Teilnehmern/innen Kenntnisse über die Funktionsweise
der Marktwirtschaft sowie Verständnis für die Rolle des Preismechanismus und des
Wettbewerbs.
Die Teilnehmer sollen in die Lage versetzt werden, wirtschaftspolitische Veröffentlichungen
zu analysieren und die Bedeutung für den eigenen Betrieb herauszuarbeiten. Dabei kommt
der Interpretation wichtiger konjunkturpolitischer Kennzahlen (z. B. BIP, Inflationsrate,
Zinsentwicklung, Außenbeitrag, Einkommensentwicklung und –verteilung, Sparverhalten)
hohe Bedeutung zu. In diesem Zusammenhang benötigen die Teilnehmer/innen auch
Kenntnisse über die wichtigsten wirtschaftspolitischen Zielsetzungen. Sie sollen in der Lage
sein, sich ein begründetes Urteil über verschiedene wirtschaftspolitische Konzeptionen zu
erarbeiten und aktuelle politische Diskussionen im Kontext dieser unterschiedlichen
Konzeptionen einschätzen zu können.
Die Teilnehmer/innen müssen wissen, welche Bedeutung die europäische Integration,
insbesondere die Wirtschafts- und Währungsunion sowie die Globalisierung der Wirtschaft
für den Betrieb hat.
Lernziel Lerninhalte Hinweise
Kenntnis verschiedener 1.1 Bedürfnis - Bedarf - Nachfrage
wirtschaftlicher Grundbegriffe
1.1.1 Begriff „Bedürfnis“
1.1.2 Bedürfnisarten
1.1.3 Begriff „Bedarf“
1.1.4 Begriff „Nachfrage“
1.2 Güterbegriff und Güterarten
1.2.1 Begriff „Güter“
1.2.2 Freie Güter
1.2.3 Knappe Güter
1.2.4 Sachgüter, Dienstleistungen, Rechte
1.2.5 Verbrauchs-, Gebrauchsgüter
1.2.6 Komplementäre und substitutive Güter
1.2.7. Konsum- und Produktivgüter
1.2.8 Homogene und heterogene Güter
Kenntnis über den 1.3 Wirtschaftliches Handeln
Zusammenhang von Ökonomisches Prinzip
Güterknappheit und
Wirtschaften 1.3.1 Wirtschaftliches Handeln
71.3.2 Ökonomisches Prinzip
Lernziel Lerninhalte Hinweise
1.3.2.1 Maximalprinzip
1.3.2.2 Minimalprinzip
Überblick über wesentliche 1.4 Wirtschaftkreislauf
gesamtwirtschaftliche
Zusammenhänge
Bewusstsein schaffen für die 1.4.1 Wirtschaftssubjekte, Wirtschaftssektoren
grundlegenden Beziehungen 1.4.2 Einfacher Wirtschaftskreislauf
zwischen Produzenten und 1.4.3 Erweiterter Wirtschaftskreislauf
Konsumenten 1.4.4 Expandierender und kontrahierender
Wirtschaftskreislauf
1.5 Einzel- und Gesamtwirtschaftliche
Zielsetzungen
1.5.1 Einzelwirtschaftliche Zielsetzungen
1.5.1.1 Nutzenmaximierung der Haushalte
1.5.1.2 Gewinnmaximierung der Unternehmen
1.5.1.3 Gemeinwirtschaftliches Prinzip
1.5.2 Gesamtwirtschaftliche Zielsetzung
Kenntnis über die einzelnen 1.6 Produktionsfaktoren
Produktionsfaktoren
1.6.1 Produktionsprozess
1.6.2 Arten der Produktionsfaktoren
1.6.3 Produktionsfaktor Boden
1.6.4 Produktionsfaktor Arbeit
1.6.4.1 Arten der Arbeit
1.6.4.2 Arbeitsergebnis und -kosten
Bewusstsein schaffen für die 1.6.4.3 Arbeitsteilung
Vor- und Nachteile der 1.6.4.4 Unterbeschäftigung des Faktors Arbeit
Arbeitsteilung 1.6.4.5 Formen der Arbeitslosigkeit
1.6.5 Produktionsfaktor Kapital
1.6.5.1 Begriff „Kapital“
1.6.5.2 Sozialkapital
Bewusstsein schaffen für die 1.6.5.3 Kapitalbindung und Investitionen
gesamtwirtschaftliche
Bedeutung von Investition
1.7 Sozialprodukt und Volkseinkommen
Kenntnis über die Entstehung
des Sozialprodukts 1.7.1 Entstehung des Sozialprodukts
Einblick über die
verschiedenen 1.7.1.1 Begriff „Inlandsprodukt“
Sozialproduktbegriffe 1.7.1.2 Vom Bruttoproduktionswert zum
Inlandsprodukt
1.7.1.3 Vom Inlandsprodukt zum Sozialprodukt
8Kenntnis über die Verteilung 1.7.1.4 Brutto- und Nettosozialprodukt
des Sozialprodukts 1.7.2 Die Verteilung des Sozialprodukts
Lernziel Lerninhalte Hinweise
1.7.2.1 Begriff „Volkseinkommen“
Einblick in die verschiedenen 1.7.2.2 Einkommensarten
Einkommensarten
Bewusstsein für eine gerechte 1.7.2.3 Einkommensverteilung
Verteilung des 1.7.2.4 Einkommen und verfügbares Einkommen
Volkseinkommens schaffen
Kenntnis über die 1.7.3 Die Verwendung des Sozialproduktes
Verwendung des
Sozialprodukts
1.7.4 Sozialprodukt als Wertmaßstab für Wohlfahrt
Einblick in die Bedeutung des
Sozialprodukts als
Wertmaßstab für den
Wohlstand einer
Volkswirtschaft
1.8 Wirtschaftssysteme
Überblick über die einzelnen 1.8.1 Beziehung zwischen Gesellschaftssystem
Wirtschaftssysteme und Wirtschaftssystem
1.8.2 Idealtypische Wirtschaftssysteme
1.8.2.1 Modell: Freie Marktwirtschaft
1.8.2.2 Modell: Zentrale Verwaltungswirtschaft
1.8.3 Soziale Marktwirtschaft
1.8.3.1 Begriff „Soziale Marktwirtschaft“
Überblick über die 1.8.3.2 Wesensmerkmale und Voraussetzungen
Voraussetzungen und 1.8.3.3 Soziale Marktwirtschaft und EU
Wesensmerkmale der Sozialen
Marktwirtschaft
1.9 Markt und Preisbildung
1.9.1 Begriff „Markt“
1.9.2 Begriff Marktarten
Überblick über den Begriff
Markt und die verschiedenen
Marktarten 1.9.3 Markttypen
1.9.3.1 Vollkommener Markt
Überblick über die 1.9.3.2 Unvollkommener Markt
verschiedenen Markttypen 1.9.4 Marktformen
1.9.4.1 Monopol
Überblick über die 1.9.4.2 Oligopol
verschiedenen Marktformen 1.9.4.3 Polypol
1.9.5 Preisbildung auf vollkommenen Märkten
1.9.5.1 Beziehung zwischen Angebot, Nachfrage,
Bewusstsein dafür schaffen, Preis
wie sich auf vollkommenen 1.9.5.2 Entstehung der Gesamtnachfragekurve
Märkten und unvollkommenen 1.9.5.3 Entstehung der Gesamtangebotskurve
Märkten die Preisbildung 1.9.5.4 Nachfrage und Angebotselastizität
vollzieht 1.9.5.5 Gleichgewichtspreis
1.9.6 Preisbildung auf unvollkommenen Märkten
1.9.7 Staatliche Eingriffe in die Preisbildung
1.9.7.1 Indirekte Preisbeeinflussung
1.9.7.2 Direkte Preisbeeinflussung
Überblick über die 1.9.7.2.1 Höchstpreise
verschiedenen Möglichkeiten 1.9.7.2.2 Mindestpreise
9der 1.9.7.2.3 Festpreise
Preisbeeinflussung
Lernziel Lerninhalte Hinweise
Kenntnis über die Bedeutung 1.10 Geld, Währung und Wechselkurse
des Geldes in einer modernen
Marktwirtschaft 1.10.1 Was ist Geld
1.10.1.1 Entwicklung des Geldes
1.10.1.2 Geldarten
1.10.1.3 Währungssysteme
1.10.1.4 Funktionen des Geldes
1.10.1.5 Geldmenge
Überblick über Begriff und 1.10.2 Geldmenge und Europäische Zentralbank
Struktur der Geldmenge
Kenntnis über die Europäische 1.10.2.1 Europäische Währungsunion
Währungsunion
Kenntnis der Aufgaben, Ziele 1.10.2.2 Aufbau der Europäischen Zentralbank
und Instrumente der Aufgaben, Ziele, Instrumente
Europäischen Zentralbank
Kenntnis über die 1.10.3 Geldmenge und Bankensystem
Möglichkeiten der Zentralbank,
die Geldmenge zu beeinflussen
Kenntnis über den Binnen- 1.10.4
und Außenwert des Geldes 1.10.5 Außenwert des Geldes
1.11 Außenwirtschaft
Überblick über die 1.11.1 Grundlagen des Außenhandels
wesentlichen Grundlagen des
Außenhandels einer
Volkswirtschaft
1.11.1.1 Wesen des Außenhandels
Kenntnis über den Begriff 1.11.1.2 Ursachen des Außenhandels
Außenhandel und über die
Ursachen des Außenhandels
1.11.1.3 Bedeutung des Außenhandels
Bewusstsein dafür schaffen,
welche Bedeutung der
Außenhandel für eine moderne
Volkswirtschaft einnimmt 1.11.2 Zahlungsbilanz
1.11.2.1 Teilbilanz der Zahlungsbilanz
1.11.2.1.1 Leistungsbilanz
1.11.2.1.2 Kapitalverkehrsbilanz
1.11.2.1.3 Devisenbilanz
1.11.2.2 Ungleichgewichte in der Zahlungsbilanz
1.12 Wirtschaftspolitik und Sozialpolitik
Kenntnis des Begriffs
Wirtschaftspolitik 1.12.1 Wirtschaftspolitik
1.12.1.1 Ziele der Wirtschaftspolitik
Überblick über wesentliche 1.12.1.1.1 Stabilität des Preisniveaus
Ziele der Wirtschaftspolitik 1.12.1.1.2 Vollbeschäftigung
1.12.1.1.3 Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
1.12.1.1.4 Wirtschaftswachstum
101.12.1.1.5 Weitere Ziele
Lernziel Lerninhalte Hinweise
Überblick über mögliche 1.12.1.2 Zielkonflikte
Zielkonflikte 1.12.1.3 Dynamische Wirtschaft
Einblick darüber, dass sich die
Wirtschaft nicht gleichmäßig
entwickelt und dass die
Gewichtung der Einzelziele von
gesellschafts- und
wirtschaftspolitischen
Überlegungen abhängt
Kenntnis über den 1.12.1.3.1 Konjunkturverlauf
Konjunkturverlauf und die 1.12.1.3.2 Konjunkturindikatoren
verschiedenen
Konjunkturindikatoren
Kenntnis der verschiedenen 1.12.1.4 Träger der Wirtschaftspolitik
verantwortlichen Institutionen
für die Durchführung von
notwendigen
wirtschaftspolitischen
Maßnahmen
1.12.1.5 Bereiche und Maßnahmen der
Kenntnis über die Bereiche Wirtschaftspolitik
und Maßnahmen der
Wirtschaftspolitik
1.12.1.5.1 Geld- und Kreditpolitik
Einsicht darüber, dass die 1.12.1.5.2 Fiskalpolitik
Entwicklung der Wirtschaft mit 1.12.1.5.3 Strukturpolitik
entscheidend von der Wahl der 1.12.1.5.4 Außenwirtschaftspolitik
wirtschaftspolitischen
Maßnahmen abhängt
1.12.2 Sozialpolitik
Überblick über wesentliche
Aspekte der Sozialpolitik
112. Betriebswirtschaftslehre
Das Fach Betriebswirtschaftslehre ist ein Kernfach für den Wirtschaftsfachwirt. Es sollen die
Zusammenhänge zwischen den Einsatzfaktoren und den betrieblichen Prozessen aufgezeigt
und erklärt werden. Dem Teilnehmer ist das Wissen, Können und Erkennen über das
Wirtschaften in den Betrieben zu vermitteln, bei dem es sich um die Kombination von
Arbeitskräften, Betriebsmitteln und Werkstoffen zur Erstellung von Leistungen handelt.
Im Rahmen der Betriebswirtschaftslehre werden deshalb Fragen der betrieblichen Struktur
wie Standort, Rechtsform und Faktorkombination, sowie die Organisation des
Betriebsprozesses, wie Einkauf, Fertigung, Investition und Finanzierung behandelt.
Lernziel Lerninhalte Hinweise
2.1 Betriebswirtschaftliche Grundlagen
2.1.1 Rahmenbedingungen der Betriebe
Überblick über die Wirkungen 2.1.1.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
der Rahmenbedingungen - natürliche Rahmenbedingungen
- künstliche Rahmenbedingungen
Überblick über die rechtlichen 2.1.1.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
Rahmenbedingungen, die den - Bürgerliches Recht
Betrieb betreffen und ihren - Handelsrecht
Einfluss auf das wirtschaftliche - Gesellschaftsrecht
Handeln - Wettbewerbsrecht
- Arbeitsrecht
- Harmonisierung innerhalb der EU
- Steuergesetze
Überblick über die 2.1.2 Bildung und Einteilung der Betriebe
verschiedenen - Wirtschaftszweige
Unterscheidungsmerkmale von - Art der Leistungserstellung
Betrieben - Vorherrschender Produktionsfaktor
- Betriebsgröße
- Rechtsform
2.1.3 Betriebswirtschaftliche Produktionsfaktoren
Kenntnis über die - menschliche Arbeitsleistung
Wirkungsweise der - Betriebsmittel
betrieblichen - Werkstoffe
Produktionsfaktoren
2.1.4 Betriebswirtschaftliche Kennziffern
- Wirtschaftlichkeit
Kenntnis der Kennziffern für - Rentabilität
den wirtschaftlichen Erfolg - Produktivität
- Return on investment
2.1.5 Standortwahl
- gebunden/ungebunden
Bewusstsein für die - Spaltung/Verlagerung
grundlegende Frage nach dem - Filialisierung
Standort schaffen
- Materialbeschaffung
- Arbeitskräfte
Kenntnisse der einzelnen - Verkehrverhältnisse
Standortfaktoren - Absatzmarkt
- Subventionen
- Umweltschutz
12Lernziel Lerninhalte Hinweise
Überblick über die wichtigsten 2.1.6 Rechtsformen von Unternehmen
Rechtsbegriffe und
Rechtsformen - Kaufmannsbegriff
- Firmenrecht
- Personengesellschaften
- Kapitalgesellschaften
- Mischformen
Kenntnis der Kriterien für die - Haftung
Wahl einer Rechtsform - Kapitalbeschaffung
- Leitung
- Publizität
- Gewinn- und Verlustbeteiligung
- Steuerliche Belastung
- Kosten der Rechtsform
- Vertragliche Freiheit
- Rechtsformzwang
Kenntnis der Gründe, warum 2.1.7 Kooperation und Konzentration
Betriebe zusammenarbeiten
Kenntnis der Ziele von Vorteile für den einzelnen Betrieb
Kooperation Typische Beispiele für Kooperationen
Kenntnis der Ziele von Formen von
Konzentration Unternehmenszusammenschlüssen
Kenntnis der Formen von - Konsortium
Konzentration - Interessengemeinschaft
- Kartell
- Konzern
- Trust
2.2 Materialwirtschaft und Logistik
2.2.1 Materialwirtschaft im Betriebsablauf
Kenntnis der - Roh-Hilf-Betriebsstoffe
unterschiedlichen Materialien - Unfertige Erzeugnisse
- Fertige Erzeugnisse
- Handelswaren
Kenntnis Ziele der MAWI Niedrige Aufwendungen
Hohe Lieferbereitschaft
Fähigkeit die MAWI nach Anforderungen an die Organisation
verschiedenen - Objektprinzip
Gesichtspunkten zu - Verrichtungsprinzip
organisieren - Zentralisierung/Dezentralisierung
2.2.2 Materialbedarfsplanung
Kenntnis der Abhängigkeiten Abhängigkeit von Fertigung oder Verbrauch
bei der Bedarfsplanung Risiko und Sicherheit
- Bedarf/Vorrat
Kenntnis der - langfristige Verträge
Bereitstellungsprinzipien - Einzelbeschaffung
- just in time
13Lernziel Lerninhalte Hinweise
Fähigkeit die Einflussfaktoren Größen der optimalen
auf optimierte Bestellmengen - Bestellmenge
darzustellen - Bestellkosten
- Lagerkosten
Fertigkeit der termingerechten 2.2.3 Materialbeschaffung
Besorgung des von der
Unternehmung benötigten
Materials nach Art, Menge und
geforderter Qualität
Kenntnis der einzelnen - Lieferantenübersicht/-auswahl
Schritte einer - Inhalt der Bestellung
Materialbeschaffung - Überwachung der Bestellabwicklung
- Wareneingangskontrolle
Vorteile/Nachteile
Bewusstsein schaffen für Vor- Fremdbezug - Eigenfertigung
und Nachteile der Outsourcing
Eigenfertigung bzw. für
Fremdbezug
2.2.4 Materialverwaltung
Kenntnis der Teilaufgaben der - Vorratsplanung
Materialwirtschaft - Lagerplanung
- Lagerstandort
- Gestaltung der Lager
- Ordnungskriterien für Lager incl.
Lagerkontrolle
- Zentrale/dezentrale Lager
- Lagerkapazität/Bestände
- Lagerkennzahlen
- ABC-Analyse
2.2.5 Materialverteilung und Logistik
Logistik umfasst alle mit der
Lagerung und Bewegung von
Waren/Teilen verbundenen
Tätigkeiten - Sicherheit des Warenbezugs
- Schnelligkeit und Flexibilität
Übersicht über die - Störanfälligkeit
Einflussfaktoren bei der - Planung und Einrichtung
Gestaltung von
Logistiksystemen - Transport
- Lagerung
- Kommunikation
Überblick über Bestandteile
eines Logistiksystems
2.3 Produktion
2.3.1 Aufgabe und Stellung der Produktion im
Betrieb
Kenntnis der
betriebswirtschaftlichen
Aufgaben im Rahmen der
14Produktion
Lernziel Lerninhalte Hinweise
Überblick über die wichtigsten - Produktionsprogrammplanung
Einflussfaktoren auf die - Bereitstellungsplanung
Zusammensetzung des - Ablaufplanung
Produktionsprogramms - Produktionssteuerung
Überblick über die 2.3.1.1 Planung des Produktionsprogramms
betrieblichen Faktoren zur - Programmbreite/-tiefe
Leistungserstellung - Herstellungsmengen
- Abstimmung Absatz/Produktion
2.3.1.2 Bereitstellungsplanung
- Betriebsmittel
- Personal
- Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe
Kenntnis der verschiedenen 2.3.1.3 Ablaufplanung
Organisationsformen der - Werkstattfertigung
Fertigung - Fließfertigung
- Gruppenfertigung
- Baustellenfertigung
Kenntnis verschiedener Arten der Fertigungsverfahren
Fertigungsverfahren - Massenfertigung
- Sortenfertigung
- Serienfertigung
- Einzelfertigung
- Partie- und Chargenfertigung
- Kuppelproduktion
Kenntnisse der einzelnen 2.3.1.4 Produktionsprozessplanung
Schritte der Prozessplanung - Planung der Losgröße
- Reihenfolgeplanung
- Terminplanung
2.3.2 Neuere Entwicklungen im Bereich der
Produktion
Überblick über die wichtigsten Soziotechnischer Ansatz
Fragestellungen im Bereich - Job Enlargement
Arbeitsorganisation - Job Rotation
- Job Enrichment
Überblick über die wichtigsten - CAD
Begriffe neuer - CAM
Produktionskonzepte - CAQ
- PPS
2.4 Marketing
2.4.1 Begriffe und Ziele des Marketing
Fähigkeit den modernen - Kundenorientierung
Marketing-Begriff zu definieren - Zieldefinition
- Koordination mit dem Markt
- sektorales Marketing
Fähigkeit Marketingziele zu Zieldefinition in Bezug zu:
definieren - Marketinginstrumenten
15- Märkte/Produktion
- Marktteilnehmer
Lernziel Lerninhalte Hinweise
2.4.2 Marketing-Strategien
Kenntnis der Komponenten - Produkt/Markt-Kombination
einer erfolgreichen - Preis und Qualität
Marketingstrategie - Eintritt in den Markt
- Positionierung
- Globalisierung
Kenntnis der drei Teilbereiche, - Umweltanalyse
in die die Instrumente für - Unternehmensanalyse
Marketingstrategien eingeteilt - Techniken zur Strategiegenerierung
werden
Überblick über die wichtigsten - Branchenstruktur-Analyse
Analysemethoden - Konkurrenten-Analyse
- Lebenszyklus-Analyse
- Erfahrungskurven-Analyse
- Portfolio-Analyse
2.4.3 Marktforschung
Überblick über Formen und Verbraucherforschung
Objekte der Marktforschung - Bedarfsforschung
- Motivforschung
Konkurrenzforschung
Überblick über einige Primärforschung
Methoden der Marktforschung Sekundärforschung
Beispiele für verschiedene
Erhebungsverfahren
2.4.4 Marketingplan
Fähigkeit eine Projektplanung Marketingplanung
im Bereich Marketing - Leitbild
durchzuführen - Strategien
- Maßnahmen
Detaillierte Kenntnisse über Die 4-P Aktionsparameter
die Einsatzmöglichkeiten der - product
verschiedenen - price
Marketinginstrumente - place
- promotion
2.4.4.1 Produkt
Kenntnis der Produktansprüche des Kunden
Marketinginstrumente im - Produktdesign
Bereich Produktpolitik - Produktqualität
- Produktdifferenzierung
- Neue Produkte
- Marken
- Servicepolitik
- Sortiment
16Lernziel Lerninhalte Hinweise
2.4.4.2 Preis
Kenntnis der Bedeutung des Preises
Marketinginstrumente im Preisfindung
Bereich der Preis- und - Marktansatz
Konditionenpolitik - Kostenansatz
Preispolitisches Instrumentarium
- Preisdifferenzierung
- Preisvariation
- Preislinien
- Konditionenpolitik
- Rabatte
2.4.4.3 Logistik(place)
Bestandteile der Logistik
Kenntnis der - Vertriebswegepolitik
Marketinginstrumente im - Direktmarketing
Bereich Distribution - Verkaufsmanagement
- Außendienst
- Marketing-Logistik
2.4.4.4 Kommunikation(promotion)
Instrumente der Kommunikationspolitik
Kenntnis der - Werbung
Marketinginstrumente im - Verkaufsförderung
Bereich der - Public Relation
Kommunikationspolitik - Sponsoring
- persönlicher Verkauf/Gesprächsführung
2.4.5 Kundenbindung
- Kundenbindung als Wettbewerbsvorteil
Bedeutung der - ECR – Efficient Consumer Response
Kundenbindung neben der - Dialog mit Kunden
Kundenneugewinnung
erkennen 2.4.6 Vertriebscontrolling
- Analyse Kundenkreis
- Absatzfelder
Überblick über einige - Größenordnung der Aufträge
Instrumente des - Kundenumsatzanalyse
Vertriebscontrollings
Fähigkeit diese Kennzahlen zu
interpretieren
17Lernziel Lerninhalte Hinweise
2.5 Investitionen
2.5.1 Grundlagen der Investitionsbeurteilung
Der Wirtschaftsfachwirt soll Arten der Investition
die wichtigsten Methoden der - Sachinvestition
Investitionsrechnung kennen - Finanzinvestition
und beherrschen, als - Immaterielle Investition
Grundlage einer soliden
Investitionsentscheidung
Kenntnis der Beurteilungskriterien
Beurteilungskriterien für ein - Steuern
Investitionsobjekt - Timing
- Nutzungsdauer
- Messung Risiko
- langfristige Bindung
- technischer Fortschritt
2.5.2 Finanzmathematische Kriterien
Finanzmathematische Kriterien
Übersicht über die wichtigsten - Kapitalwert
exakten finanzmathematischen - Gewinnannuität
Methoden der - interner Zinsfuß
Investitionsrechnung
2.5.3 Näherungslösungen der Praxis
Approximative Kriterien
Einnahmen und Ausgaben einer Investition
Kenntnis des Unterschieds Gründe für Fehlinvestitionen
von statistischen und Arten von Investitionsrechnungen in der
dynamischen Praxis
Berechnungsverfahren, - Kostenvergleichsrechnung
Fähigkeit der Nutzung von - Gewinnvergleichsrechnung
Näherungslösungen für die - Rentabilitätsvergleich
Praxis - Amortisationsdauer
2.6 Finanzierung
2.6.1 Kapitalstruktur
Optimale Kapitalstruktur
Bewusstsein eines optimalen - Goldene Bankenregel
Verhältnisses zwischen Eigen- - Allgemeine Finanzierungsregeln
und Fremdkapital
2.6.2 Eigenfinanzierung
- Selbstfinanzierung
Überblick über die Wirkung - Finanzierung aus Abschreibungen
verschiedener - Beteiligungsfinanzierung
Eigenfinanzierung
Gesetzliche Regelungen
- Selbstfinanzierung
- Beteiligungsfinanzierung
18Lernziel Lerninhalte Hinweise
2.6.3 Fremdfinanzierung
Überblick über die Wirkung, Risiken des Gläubigers
Risiken und Kosten von - Inflationsrisiko
verschiedenen - Bonitätsrisiko
Fremdfinanzierungsarten
Kapitalkosten für Kredite
Formen des Fremdkapitals
- kurzfristige Kredite
- langfristige Kredite
- Factoring
Überblick über die 2.6.4 Kreditgewährung, Rating der Banken
Vorgehensweise der Banken - Begriff Rating
bei der Kreditgewährung, - Ausgestaltung eines Rating-Systems
Kenntnis der bankenüblichen hard facts
Beurteilungsverfahren - Bilanz-, GuV-, Kennzahlenanalyse
- Ertragslage
- Vermögenslage
- Finanzlage
- Branchenvergleich
- Kontokorrentanalyse
- Sicherheitsanalyse
soft facts
- Qualität des Managements
- ökologische Faktoren (Öko-Audit)
- Branchenentwicklung
- Länderrisiko
Überblick über die wichtigsten 2.6.5 Kennzahlen
Kennzahlen, mit denen der - ROI
Bereich Finanzierung gesteuert - Kapitalumschlag
werden kann und die häufig als - Umschlagshäufigkeit und Umschlagsdauer
Beurteilungskriterien bei der - Betriebsnotwendiges Kapital
Kreditvergabe genutzt werden - Kapitalrenditen
- Cash-Flow
- Ertragskraft und Kreditwürdigkeit
- Vermögensstruktur
- Anlagenintensität
- Liquidität
- Investitionsgrad
- Debitoren
- Gewährleistungen
- Entwicklungstendenzen
2.7 Qualitätsmanagement
Kennenlernen der 2.7.1 Beispiele für ein Total-Quality-Management-
Anforderungen, die einem system (TQM)
Unternehmen aus einem TQM-
System heraus erwachsen Vorteile eines TQM-Systems
- Eindeutige Qualitätsmerkmale
Fähigkeit die - geprüfte Qualitätsstandards
Qualitätselemente zu - verbesserte Kommunikation
benennen und den dazu - Effizienzsteigerung
gehörenden Prozess - verbesserte Ertragskraft
darzustellen - verbessertes Image
19Lernziel Lerninhalte Hinweise
Fähigkeit die
Qualitätselemente von DIN EN DIN EN ISO 9001
ISO9001 darzustellen
4 Qualitätselemente
- Verantwortung der Leitung
- Prozessmanagement
- Ressourcenmanagement
- Messung, Analyse, Verbesserung
Einblick in das 2.7.2 Öko-Audit
Umweltmanagement als
weiteres Managementsystem Eigenverantwortung der Wirtschaft
Erkennen der Wechselwirkung Umwelt-Management-System
von Umwelt- und - nach EU-Verordnung EWG 1836/93
Qualitätsmanagement - nach DIN EN ISO 14001
2.8 Statistik
Der Wirtschaftsfachwirt soll 2.8.1 Aufgaben der Statistik
die Grundlagen der
statistischen Arbeit kennen, - statistische Erhebung
sowie die Methoden um die - statistische Aufbereitung
Ergebnisse der Statistik zu - statistische Analyse
interpretieren
2.8.2 Statistische Institutionen
Fähigkeit, grundlegende
Anwendungen selbst - amtliche Institutionen
durchführen zu können - nicht amtliche Institutionen
2.8.3 Grundzüge der Datenerhebung
Kenntnis verschiedener - Erhebungstechnik
Erhebungstechniken - Voll und Teilerhebung
- Experiment und Beobachtung
- Befragung
- Interview
- Fragebogen
2.8.4 Datenaufbereitung
- Strichlisten
Fähigkeit erhobenes Material - Klassierungen
aufzubereiten - Absolute und relative Häufigkeit
- Tabellen und Graphiken
Mittelwerte
- Modus
Kenntnis grundlegender - Median
Methoden für statistische - Arithmetisches Mittel
Berechnungen - Geometrisches Mittel
- Harmonisches Mittel
20Lernziel Lerninhalte Hinweise
Streuung
- Spannweite
- Quartale
- Varianz
- Standardabweichung
Ballung und Konzentration
Zeitreihen
- Trend
- Zyklus
Verhältniszahlen
- Gliederungszahlen
- Beziehungszahlen
- Indizes
213. Recht und Steuern
Recht
Im Fach „Recht“ soll der Prüfungsteilnehmer nachweisen, dass er die Grundlagen und den
Aufbau der Rechtsordnung überblickt. Er soll zeigen, dass er mit den Grundsätzen des
Zivilrechts, insbesondere des Vertragsrechts vertraut ist und die für die Berufspraxis
wichtigen Fragen des Zustandekommens von Verträgen sowie die Reaktionsmöglichkeiten
bei Leistungsstörungen überblickt.
Des weiteren soll der Prüfungsteilnehmer seine Fähigkeit nachweisen, in diesem
Zusammenhang für die Praxis relevante Kenntnisse unter Einbeziehung der
handelsrechtlichen und wirtschaftsrechtlichen Besonderheiten anzuwenden.
Steuern
Steuern beeinflussen betriebliche Entscheidungen z. B. bei Investitions- und
Finanzierungsentscheidungen oder bei der Rechtsform- oder Standortwahl.
Im Fach „Steuern“ soll der Prüfungsteilnehmer nachweisen, dass er einen Überblick über die
einzelnen Steuerarten besitzt, deren Systematik in Grundzügen kennt und ihm die
Auswirkungen dieser Steuerarten auf das Unternehmen bewusst sind.
Das Prüfungsgebiet erstreckt sich auf die im Prüfungszeitraum geltenden Steuerarten und
Besteuerungsregeln. Der Prüfungsteilnehmer soll daher auch über grundsätzliche
Gesetzesänderungen, die bisher nicht im Rahmenstoffplan aufgenommen sind, Kenntnisse
haben, soweit die Information der allgemein zugänglichen Tagespresse zu entnehmen sind.
Hinsichtlich der Vermittlungstiefe ist zu beachten, dass dem Prüfungsteilnehmer aufgrund
seines Tätigkeitsprofils und seines betrieblichen Einsatzbereichs keine vertieften Kenntnisse
im Fach Steuern, sondern nur Grundzüge und ein Bewusstsein für die
Besteuerungsproblematik zu vermitteln sind
Lernziel Lerninhalte Hinweise
3.1 Grundlagen der Rechtsordnung
Überblick über die
Rechtsgrundlagen und den 3.1.1 Wesen und Ziel der Rechtsordnung
Aufbau der Rechtsordnung
3.1.2 Einteilung der Rechtsnormen
3.1.2.1 Unterscheidung Privatrecht / öffentliches
Recht
3.1.2.2 Normenhierarchie
3.1.2.3 Grundrechte und Verfassungsprinzipien
3.1.2.4 Bedeutung des Europarechts
3.2 Das Rechtsgeschäft
Kenntnisse der Grundsätze
des Vertragsrechts 3.2.1 Zustandekommen eines Rechtsgeschäfts
3.2.2 Die Willenserklärung
3.2.2.1 Abgabe einer Willenserklärung
- Abgrenzung zur Invitatio ad offerendum
- Scherzerklärung
3.2.2.2 Form der Willenserklärung
3.2.2.3 Nichtigkeit
- Verstoß gegen die guten Sitten
- Verstoß gegen Gesetze
- Verstoß gegen Formvorschriften
22Lernziel Lerninhalte Hinweise
3.2.2.4 Anfechtung
- Erklärungsirrtum
- Inhaltsirrtum
- Drohung und arglistige Täuschung
3.2.3 Die Rechts- und Geschäftsfähigkeit
Überblick über die 3.2.4 Fristen
wesentlichen Regelungen zu
Fristen und Verjährung 3.2.5 Verjährung
3.3 Allgemeines zu Schuldverhältnissen
Kenntnis der Bestimmungen
des allgemeinen Schuldrechts 3.3.1 Entstehung eines Schuldverhältnisses
3.3.2 Inhalt von Schuldverhältnissen
Überblick über die 3.3.3 Allgemeine Geschäftsbedingungen
wesentlichen unzulässigen 3.3.3.1 Begriffsdefinition
Bedingungen 3.3.3.2 Einbeziehung
3.3.3.3 Anwendungsbereich
3.3.4. Erfüllung – Leistungsort und Leistungszeit
3.3.5 Aufrechnung und Rücktritt
Überblick über die Systematik 3.3.6 Leistungsstörungen
der Leistungsstörungen
Vertrautheit mit den einzelnen 3.3.6.1 Unmöglichkeit der Leistung
Leistungsstörungen 3.3.6.2 Verzug des Schuldners
3.3.6.3 Verzug des Gläubigers
3.3.6.4 Positive Vertragsverletzung
3.4 Vertragliche Schuldverhältnisse
Kenntnis ausgewählter
Bestimmungen des 3.4.1 Kaufvertrag
besonderen Schuldrechts 3.4.1.1 Gewährleistungsrechte
3.4.1.2 Verjährungsfristen
3.4.2 Sonderformen des Kaufes
3.4.3 Dienstvertrag
3.4.4 Werkvertrag und Werklieferungsvertrag
3.4.4.1 Abnahme
3.4.4.2 Gewährleistungsrechte
3.4.5 Mietvertrag
3.4.6 Leasingvertrag
3.4.7 Pachtvertrag
3.4.8 Leihvertrag
3.4.9 Darlehensvertrag
3.4.10 Bürgschaftsvertrag
Überblick über Deliktshaftung 3.4.11 Deliktsrecht
3.4.11.1 Unerlaubte Handlungen
3.4.11.2 Gefährdungshaftung
3.4.11.3 Produkthaftung
3.4.11.4 Umwelthaftung
23Lernziel Lerninhalte Hinweise
3.5 Sachenrecht
Kenntnis ausgewählter
Bestimmungen des 3.5.1 Grundsätzliches
Sachenrechts 3.5.2 Besitz und Eigentum
3.5.3 Eigentumserwerb
3.5.4 Pfandrecht
3.5.5 Sicherungsübereignung
3.5.6 Grundschuld und Hypothek
3.6 Handels-, Gesellschafts- und
Wertpapierrecht
3.6.1 Handelsrecht
Überblick über die 3.6.1.1 Kaufmannsbegriff
Rechtsformen sowie 3.6.1.2 Handelsregister
Kenntnis der Vorschriften über 3.6.1.3 Handelsfirma
die Handelskaufleute und 3.6.1.4 Prokura
Handelsgeschäfte 3.6.1.5 Handelsvollmacht
3.6.1.6 Handelsvertreter und Kommissionär
3.6.1.7 Handelsgeschäfte und Handelsklauseln
3.6.2 Gesellschaftsrecht
Überblick über die Formen der 3.6.2.1 verschiedene Unternehmensformen
Gesellschaften 3.6.2.2 Haftungstatbestände
3.6.3 Rechtsnormen des Wertpapierrechts
Überblick über das
Wertpapierrecht
3.7 Gerichtsverfahren
Überblick über das Mahn- und 3.7.1 Gerichtlicher Mahnbescheid
Klageverfahren 3.7.2 Klage
3.8 Der notleidende Betrieb
Einblick in die Grundlagen des 3.8.1 Außergerichtliche Sanierung
Insolvenzrechts 3.8.2 Insolvenzrecht
3.9 Wettbewerbsrecht
Einblick in das 3.9.1 Gesetze gegen den unlauteren Wettbewerb
Wettbewerbsrecht 3.9.2 Rabatte und Zugaben
3.10 Individualarbeitsrecht
Kenntnisse des 3.10.1 Zustandekommen eines Arbeitsvertrages
Individualarbeitsrechts 3.10.2 Tarifvertragliche Regelungsmöglichkeiten
3.10.3 Lohnarten und Entgeldfortzahlung
3.10.4 Bundesurlaubsgesetz
3.10.5 Schutzgesetze (MuSchuG, SchwbG,
JarbSchG)
3.10.6 Beendigung von Arbeitsverhältnissen
3.10.6.1 Befristung
3.10.6.2 Kündigungsrecht
3.10.6.3 Kündigungsschutz
3.10.6.4 Aufhebungsverträge
3.10.6.5 Sozialversicherungsrechtliche
Konsequenzen
3.10.7 Arbeitszeugnis
24Lernziel Lerninhalte Hinweise
3.11 Kollektives Arbeitsrecht
Überblick über die Mitwirkung
des Betriebsrates 3.11.1 Zielsetzung des BetrVG
3.11.2 Mitbestimmungsrechte
3.11.3 Mitwirkungsrechte
3.12 Sozialversicherungsrecht
Überblick über das
Sozialversicherungsrecht 3.12.1 Rentenversicherung
3.12.2 Unfallversicherung
3.12.3 Kranken- und Pflegeversicherung
3.12.4 Arbeitslosenversicherung
3.13 Allgemeines Steuerrecht
Einblick in die steuerlichen 3.13.1 Grundbegriffe
Begriffsbestimmungen - Abgaben
- Beiträge
- Gebühren
- Steuern
Überblick über wesentliche 3.13.2 Besteuerungsgrundsätze
Besteuerungsgrundsätze - Gleichmäßigkeit
- Gesetzmäßigkeit
- Mitwirkungspflichten
- Leistungsfähigkeitsprinzip
Einblick 3.13.3 Steuereinteilung
- direkte und indirekte Steuern
- nach dem Gegenstand der Besteuerung
- nach der Ertragshoheit
Einblick 3.13.4 Steueraufkommen und -verteilung
Einblick in Ermittlungs-, 3.13.5 Durchführung der Besteuerung
Festsetzungs- und
Erhebungsverfahren
Überblick über Möglichkeiten 3.13.6 Rechtsbehelfe
und Voraussetzungen eines - Einspruch
Einspruchs, Einblick über - Klage
weiteres Vorgehen nach
erfolglosem Einspruch
Einblick 3.13.7 Außenprüfung
3.14 Einkommensteuer
Kenntnis der unbeschränkten 3.14.1 Steuerpflicht
Steuerpflicht
- unbeschränkte Einkommensteuerpflicht
Einblick in die beschränkte - beschränkte Einkommensteuerpflicht
Steuerpflicht
Kenntnis 3.14.2 Begriffe
- Einnahmen/Werbungskosten
- Betriebseinnahmen/Betriebsausgaben
- Gewinneinkünfte/Überschusseinkünfte
25Lernziel Lerninhalte Hinweise
Fertigkeit, das zu 3.14.3 Ermittlung des zu versteuernden
versteuernde Einkommen Einkommens
anhand eines einfachen Falls - Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft
zu ermitteln - Einkünfte aus Gewerbebetrieb
- Einkünfte aus selbstständiger Arbeit
- Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit
- Einkünfte aus Kapitalvermögen
- Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
- Sonstige Einkünfte
- Sonderausgaben
- Außergewöhnliche Belastungen
- Kindergeld/Kinderfreibetrag
3.14.4 Veranlagung
Überblick über Auswirkung der - Einzelveranlagung
Zusammenveranlagung und - Zusammenveranlagung von Ehegatten
Durchführung des - Veranlagung von Arbeitnehmern
Lohnsteuerabzugs (Lohnsteuerabzug)
3.14.5 Einkommensteuertarif
Einblick in den Aufbau des
Einkommensteuertarifs
3.15 Körperschaftsteuer
3.15.1 Steuerpflicht
Kenntnis der unbeschränkten - unbeschränkte Steuerpflicht
Steuerpflicht - beschränkte Steuerpflicht
- Steuerbefreiungen
Einblick in beschränkte
Steuerpflicht und
Steuerbefreiung 3.15.2 Ermittlung des zu versteuernden
Einkommens
Überblick über die BMG - Bemessungsgrundlage
- verdeckte Gewinnausschüttung
Bewusstsein für verdeckte
Gewinnausschüttung 3.15.3 Steuersatz und Halbeinkünfteverfahren
Kenntnis des Steuersatzes
Fähigkeit, die Besteuerung auf
Gesellschafts- und
Gesellschafterebene an einem
einfachen Beispiel aufzuzeigen 3.16 Gewerbesteuer
3.16.1 Steuergegenstand, Befreiung
Überblick über Erhebung,
Steuergegenstand und
Einblick in die Befreiung 3.16.2 Steuerschuldner, Steuergläubiger und
Hebeberechtigung
Einblick in den Begriff
Steuerschuldner
Überblick über
Zusammenwirken von
Finanzamt und
hebeberechtigter Gemeinde
26Lernziel Lerninhalte Hinweise
Kenntnis der wesentlichen 3.16.3 Besteuerungsgrundlage
Hinzurechnungen und - Gewinn aus Gewerbebetrieb
Kürzungen - Hinzurechnungen
- Kürzungen
Fähigkeit, den Gewerbeertrag
an einem einfachen Beispiel zu
ermitteln
Fähigkeit, den 3.16.4 Gewerbesteuermessbetrag
Gewerbesteuermessbetrag für - Freibetrag
Personen- und - Steuermesszahl
Kapitalgesellschaften zu - Hebesatz
ermitteln und die
Gewerbesteuer zu berechnen
3.16.5 Gewerbesteuerrückstellung
Überblick über die 5/6-
Methode
3.17 Umsatzsteuer
3.17.1 Umsatzsteuersystem
Überblick über das deutsche
Umsatzsteuersystem
3.17.2 Umsatzarten
Überblick über die - steuerbare Umsätze
Umsatzarten - steuerfreie Umsätze
- Umsätze über die Grenze
Kenntnis der Hauptumsatzart, - Einfuhr/Ausfuhr
Lieferung und sonstige - innergemeinschaftliche Lieferung
Leistungen gegen Entgeld - bzw. Erwerb
Überblick über das System bei
Umsätzen über die Grenze
3.17.3 Bemessungsgrundlage und Steuersätze
Überblick über die BMG
Kenntnis der Steuersätze
3.17.4 Vorsteuerabzug und Optionsmöglichkeiten
Überblick über den
Vorsteuerabzug
Kenntnis der
Optionsmöglichkeit bei
Grundstücksvermietung 3.17.5 Besteuerungsverfahren
- Voranmeldungszeitraum
Überblick über - Zahllast
Voranmeldungszeitraum - Vorsteuerüberhang
Fähigkeit, die
Zahllast/Vorsteuerüberhang an
einem einfachen Beispiel zu
ermitteln 3.18 Grundsteuer
- Messbetrag
Überblick - Steuermesszahl
- Hebesatz
27Lernziel Lerninhalte Hinweise
3.19 Bedeutung und Wirkung der Steuern im
Unternehmen
Bewusstsein über die Wirkung
der wesentlichen Steuerarten, - Wirkung der Est, KSt, GewSt, USt
die Bedeutung der Steuern für - Steuern und Rechtsformwahl
Personen- und - Steuern und Standortwahl
Kapitalgesellschaften und die
Bedeutung der Steuern für die
Standortwahl
28Betriebliche Handlungsqualifikation
4. Betriebliche Organisation und Unternehmensführung/Personalmanagement
Die betriebliche Organisation und Unternehmensführung wirken grundlegend und nachhaltig
in allen Funktionen und Bereichen eines Unternehmens.
In diesem Stoffgebiet sind den Teilnehmern die notwendigen Kenntnisse, das erforderliche
Problembewusstsein und ausreichende Handlungsmöglichkeiten darzustellen bzw. zu
vermitteln, um Auswirkungen der Organisation und Unternehmensführung auf die
Leistungserstellung des Unternehmens abschätzen und beurteilen zu können.
Der Wirtschaftsfachwirt/die Wirtschaftsfachwirtin benötigt umfassendes Wissen im Bereich
der Personalwirtschaft, um damit in konkreten Situationen die weiteren betrieblichen
Funktionsbereiche sinnvoll miteinander verknüpfen zu können. Im Zusammenhang mit
Mitarbeitern muss der Wirtschaftsfachwirt/die Wirtschaftsfachwirtin betriebliche
Problemstellungen situativ erkennen, erfassen, beurteilen und lösen können.
Lernziel Lerninhalte Hinweise
4.1 Unternehmen
Überblick über den
Zusammenhang von Leitbild,
Markt und Umwelt im Hinblick 4.1.1 Das Leitbild des Unternehmens, Corporate
auf die Zielfindung des Identity
Unternehmens
4.1.2 Unternehmenspotential
4.1.3 Markt- und Umweltpotential
4.1.4 Unternehmensziele
4.2 Grundlagen der Planung und
Organisation
4.2.1 Planung
Einsicht in die Bedeutung der
Planung als Interesse der
Unternehmensführung
4.2.2 Planungsstruktur
Kenntnis - Gesamtplan
- Teilpläne
4.2.3 Planungsprozesse
Überblick - Planungsprinzipien
- Planungsfristigkeiten
4.2.4 Aufbau, Steuerung und Kontrolle der
Einsicht in die Notwendigkeit Planung
der laufenden Anpassung der
Planung an veränderte
Situationen und methodischer
Planungskontrolle 4.3 Organisation
Allgemeine Grundlagen über Zielfindungs-
Vertrautheit mit den Begriffen und Entscheidungsprozesse im
und Zusammenhängen der Unternehmen
Organisation, Disposition und - Organisation, Disposition, Improvisation
Improvisation - Soziales, ökonomisches und technisches
System im Wandel
29Lernziel Lerninhalte Hinweise
Einblick 4.3.1 Organisationslehre
- Elemente Mensch und Sachmittel
- Informationsbeziehungen
- Umwelteinflüsse
- Anpassungsprozesse
- Anforderungen des Qualitätsmanagements
4.3.2 Aufbauorganisation, Ablauforganisation und
Projektmanagement
4.3.2.1 Aufbauorganisation
Überblick
Bildung und Gliederung von
Organisationseinheiten
- Stelle, Instanz, Hierarchie
- Zentralisierung, Dezentralisierung
Kenntnis der klassischen 4.3.2.2 Organisationsformen
Organisationsformen und - Linienorganisation
deren wesentliche - Divisionalisierung
Unterschiede - Matrixorganisation
- Projektorganisation
4.3.2.3 Arbeitsablauforganisation
Kenntnis - Teilaufgaben
- Formen
4.3.2.4 Darstellung von Arbeitsorganisationen
Fähigkeit zur Darstellung von - Aufgabenanalyse
Arbeitsabläufen mit geeigneten - Flussdiagramm
Techniken, Einsicht in die - Arbeitsablaufdiagramm
Zusammenhänge - Netzplan
4.3.2.5 Phasen und Methoden des Organisierens
Überblick - Initiierung
- Grobplanung
- Systemplanung
- Systemrealisierung
- Systemeinführung
- Systemüberprüfung
4.3.2.6 Projektmanagement
Kenntnis über Begriff, - Definition Projekt und Projektmanagement
Zielsetzung und - Begründung für den Einsatz von
Einflussfaktoren von Projektmanagement
Projektmanagement - Rahmenbedingungen
4.3.2.7 Einsatz der EDV
- Möglichkeiten
Einblick in den Einsatz der - Zielsetzung
DV bei der Projektplanung und
-steuerung 4.3.2.8 Projektorganisation
- Aufbauorganisation
Kenntnis - Ablauforganisation
4.3.2.9 Phasen und Methoden des
Projektmanagements
Kenntnis Situationserfassung
- Problemanalyse
- Projektauftragsfestlegung
- Projektstrukturplanung
- Terminplanung
- Kostenplanung
30Lernziel Lerninhalte Hinweise
Einsicht in die Abwicklung, 4.3.2.10 Projektsteuerung und –kontrolle
Fertigkeit der Steuerung von - Grundsätze der Projektsteuerung
überschaubaren Projekten - Durchführung der Projektsteuerung
- Kontrollmerkmale der Projektsteuerung
Bewusstsein über Einflüsse 4.3.2.11 Auswirkungen des Projektmanagements
und Auswirkungen - Auswirkung von Projektarbeit auf die
Führungs- und Unternehmenskultur
- Projektteam und Projektleiter
- Personalpolitische Aspekte
- Umsetzung von Projektergebnissen
4.4 Führungstechniken
Überblick über den 4.4.1 Unternehmensziele
Zusammenhang von Leitbild, - Das Leitbild des Unternehmens
Markt und Umwelt im Hinblick - Unternehmenspotential
auf die Zielfindung des - Markt- und Umweltpotential
Unternehmens - Unternehmensziel
4.4.2 Zeitgemäßes Führungsverhalten
Überblick mit neuen - Flache Hierarchie
Anforderungen im - Delegation von Verantwortung
Führungsverhalten - Mitarbeiterförderung
- Potentialeinschätzung
4.4.2.1 Führungsverhalten
- Erkennen des eigenen Führungsverhaltens
Fähigkeit (Werte und Normen)
- Auseinandersetzung mit Selbstbild und
Fremdbild
4.4.2.2 Gruppenpsychologie
- Gruppenstrukturen und -merkmale (Rolle,
Überblick Status, Normen)
- Gruppendynamik
- Gruppenbildung
- Gruppenbeziehungen und Gruppenverhal-
ten in und zwischen betrieblichen Gruppen
Mitarbeiterführung
4.4.2.3 - Das Menschenbild als Basis des Führens
- Führungskultur
Kenntnis der Prinzipien und - Umgang mit Macht und Autorität
Anforderungen an eine - Führungsstile
zeitgemäße Mitarbeiterführung Führungsaufgaben und -instrumente
4.4.2.4 - Mitarbeiterauswahl
- Zielvereinbarung
Vertrautheit mit den - Übertragen von Aufgaben, Kompetenzen
wichtigsten mitarbeiter- und und Verantwortung
unternehmensbezogenen - Förderungs- und Entwicklungsgespräche
Führungsaufgaben und - - Kontrollieren/Überprüfen der
instrumente Arbeitsausführung
4.4.2.5 Gruppenbezogene Führungsaufgaben
und -instrumente
- Teamarbeit/Gruppenarbeit (Zielsetzung,
Vertrautheit mit den Prinzipien, Voraussetzungen,
wichtigsten gruppen-(team-) Anwendungsbeispiele)
bezogenen Führungsaufgaben - Formen und Vorgehensweise bei der
und -instrumenten Verbesserung von betrieblichen Abläufen,
Zusammenarbeit und Qualitätsstandards
31Lernziel Lerninhalte Hinweise
Einsicht 4.4.2.6 Information und Kommunikation im
Unternehmen
- Notwendigkeit, Ziele, Wege betrieblicher
Kommunikation
- Formen mündlicher und schriftlicher
Kommunikation
- Formelle und informelle Kommunikations-
wege
4.4.3 Moderation von Gesprächen und
Besprechungen
Fertigkeit, Gespräche mit 4.4.3.1 Gesprächsführung und Rhetorik
Mitarbeitern zielgerichtet führen - Aktives Zuhören
zu können - Schwieriges Gespräch (Kritik-,
Konfliktgespräche)
- Gruppengespräche
- Diskussionsverhalten
- Sprachstil
Fähigkeit, Sich überzeugend, 4.4.3.2 Argumentationstechniken
verständlich und sicher - Persönliche Überzeugungskraft
darzustellen - Argumentationsverhalten
Fähigkeit, eine Gruppe zu 4.4.3.3 Moderationstraining
moderieren - Grundlagen der Moderation
- Einsatz der Moderation
- Ziele, Aufbau und Ablauf der Moderation
Fähigkeit, analytische und 4.4.3.4 Problemlösungsmethoden
kreative Problemlösungs- - Phasen der Problemlösung
methoden einzusetzen - Systematische und kreative
Problemlösungsmethoden
Fähigkeit, adressatengerechte 4.4.3.5 Präsentation von Arbeitsergebnissen
Arbeitsergebnisse - Auswählen und verdichten von
aufzubereiten und zu Informationen
präsentieren - Gestaltungselemente, Visualisierung
und Einsatz von Medien
- Präsentation von Arbeitsergebnissen
4.5 Planungsmethoden
4.5.1 Planungsgrundlagen
Faktoren der Planung
Einsicht - Einflussfaktoren auf die strategische und
operative Planung
4.5.2 Planungsinstrumente
Überblick - Strategische Instrumente
Fähigkeit, sie zur Lösung - Operative Instrumente
betrieblicher Fragestellungen
einzusetzen
4.5.3 Darstellungsformen
Kenntnis - Tabellen
Fähigkeit, graphische - Graphische Darstellungen
Darstellung zu interpretieren
32Lernziel Lerninhalte Hinweise
Kenntnis der Aufgabe 4.6 Wertanalyse
4.6.1 Begriff und Anwendungsgebiet
4.6.2 Arbeitsplan nach DIN 69910
Fähigkeit, eine Wertanalyse 4.6.3 Grundschritte
durchzuführen - Vorbereitende Maßnahmen
- Ermitteln und Prüfen des Ist-Zustandes
- Lösungsvorschläge prüfen
- Verwirklichung einer Lösung
4.7 Controlling
Kenntnis über die Funktion 4.7.1 Aufgaben des Controlling
des Controlling als
übergreifendes
Führungsinstrument und Mittel
der Unternehmenssteuerung
Überblick über 4.7.1.1 Ziele der Unternehmung
betriebswirtschaftliche
Zielsysteme
4.7.1.2 Elemente des Controlling
Bewusstsein, dass im - Planung
Controllingprozess letztendlich - Kontrolle
erst durch die Vernetzung von - Steuerung
Planung und Kontrolle und bei
Planabweichungen durch die
Steuerung eine Zielerreichung
ermöglicht werden kann
4.7.2 Planung
4.7.2.1 Grundlagen der Unternehmensplanung
Einblick in die Ziele, Aufgaben
und die Bedeutung der
Unternehmensplanung im
Sinne einer auf die Gegenwart
und insbesondere die Zukunft
bezogenen Sicherung des
Unternehmens
4.7.2.2 Gestaltung des Planungsprozesses
Kenntnis, des - kurz, mittel und langfristige Planung
Planungshorizontes - Gesamtplanungssystem, Teilpläne
4.7.3 Kontrolle
4.7.3.1 Funktion der Kontrolle im Controllingprozess
Einblick, dass eine
zielgerichtete
Unternehmensführung
(Kontrolle) der Planrealisierung
voraussetzt
4.7.3.2 Soll/Ist-Vergleich
Bewusstsein, dass der
Soll/Ist-Vergleich als das
dominierende
Kontrollinstrument des
Controllers anzusehen ist
33Lernziel Lerninhalte Hinweise
Kenntnis, dass aufbauend auf 4.7.3.3 Abweichungs-, Ursachen- und
dem Soll/Ist-Vergleich Schwachstellenanalyse
Gegenlenkungsmaßnahmen
oder auch Maßnahmen der
Zielanpassung durchgeführt
werden können
Fähigkeit den individuellen 4.7.4 Steuerung
Handlungsbedarf zu erkennen
und eine wirksame
Gegensteuerung einzuleiten
4.7.4.1 Einleitung und Durchführung von
Gegenlenkungsmaßnahmen
4.7.4.2 Lokalisieren und Beheben von
Engpasssituationen
4.8 Personalmanagement
Verständnis haben für die 4.8.1 Bedeutung betrieblicher Personalwirtschaft
Bedeutung des der Unternehmenspolitik
Personalwesens im
Unternehmen
4.8.1.1 Zielsetzung, Aufgabenstellung und
Überblick über die wichtigsten organisatorische Einordnung der
Ziele und Aufgabenbereiche betrieblichen Personalwirtschaft
des Personalwesens
Fähigkeit personalpolitische
Grundsätze und Ziele mit
eigenen Worten zu
beschreiben 4.8.2 Personalplanung
4.8.2.1 Ziele, Bedeutung und Aufgaben der
Personalplanung
Einsicht erlangen in die
Aufgaben und Ziele der
Personalplanung sowie der
sich daraus ergebenden
Vorteile
Verständnis erlangen, dass
sich die Personalplanung von
den Unternehmenszielen
ableiten sollen
Einsicht erlangen in die
praktische Einsatzmöglichkeit
der Personalplanung 4.8.2.2 Hilfsmittel der Personalplanung
Überblick über die Hilfsmittel 4.8.2.3 Arbeitsplatzbeschreibung
der Personalplanung
Fähigkeit, eine 4.8.2.4 Personalbedarfsanalyse
Arbeitsplatzbeschreibung zu
erstellen
Fähigkeit, eine einfache
Personalbedarfsanalyse
durchführen zu können
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