Ivan Alboresi - Theater Nordhausen

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Ivan Alboresi - Theater Nordhausen
Ivan Alboresi

                Ballett
Ivan Alboresi - Theater Nordhausen
Ivan Alboresi
                                                           WINTERREISE
                                                               oder
                                                       Stationen einer Flucht

                                                                  Musik von
                                                     Franz Schubert und Davidson Jaconello

                                                               Spielzeit 2020/2021

Hannah Law, Alfonso López González, Philipp Franke
Ivan Alboresi - Theater Nordhausen
BESETZUNG

Choreografie			             Ivan Alboresi                                        Bariton                                                              Philipp Franke
Bühne			                    Wolfgang Kurima Rauschning                           Klavier                                                              Youngrang Kim
Kostüme		                   Birte Wallbaum

Ballett TN LOS!
1. Gute Nacht               Otylia Gony, Urko Fernandez Marzana,
                            Thibaut Lucas Nury, Eleonora Peperoni
2. Die Wetterfahne          Camilla Matteucci, Luca Scaduto                      Dramaturgie			                                                       Juliane Hirschmann
3. Gefrorne Tränen          Otylia Gony                                          Trainingsleitung und Assistenz		                                     Ilka von Häfen
4. Erstarrung               Hannah Law, Eleonora Peperoni, Joshua Raimond        Ballettrepetition				                                                Nivia Hillerin-Filges
                            Lowe, Kino Luque, Thibaut Lucas Nury, Luca Scaduto   Inspizienz				                                                       Annette Franzke
5. Der Lindenbaum           Martina Pedrini, Hannah Law, Alfonso López
                            González, Joshua Raimond Lowe
6. Wasserflut               Ayako Kikuchi, Alfonso López González, Urko          Technische Leitung			                                                Jürgen Bley/Kerstin Bayer
                            Fernandez Marzana                                    Technische Einrichtung			                                            Ines Schöffl
7. Auf dem Flusse           Urko Fernandez Marzana, Hannah Law, Camilla          Beleuchtung			                                                       Mario Kofend
                            Matteucci, Eleonora Peperoni, Kino Luque, Thibaut    Ton			                                                               Jörg Wiegleb
                            Lucas Nury, Luca Scaduto
8. Rückblick                Otylia Gony, Alfonso López González
9. Irrlicht                 Kino Luque
10. Rast                    Luca Scaduto
11. Frühlingstraum          Ensemble
12. Einsamkeit              Ensemble
13. Die Post                Otylia Gony, Ayako Kikuchi, Hannah Law, Camilla
                            Matteucci, Martina Pedrini, Eleonora Peperoni
14. Der greise Kopf         Alfonso López González, Kino Luque
15. Die Krähe               Urko Fernandez Marzana
16. Letzte Hoffnung         Ayako Kikuchi, Urko Fernandez Marzana
17. Im Dorfe                Hannah Law, Eleonora Peperoni, Thibaut Lucas Nury
18. Der stürmische Morgen   Otylia Gony, Kino Luque, Luca Scaduto
19. Täuschung               Otylia Gony, Kino Luque, Luca Scaduto
20. Der Wegweiser           Alfonso López González, Kino Luque                   Uraufführung am 23. Oktober 2020, Theater Nordhausen
21. Das Wirtshaus           Martina Pedrini, Joshua Raimond Lowe
22. Mut                     Otylia Gony, Ayako Kikuchi, Hannah Law,
                            Eleonora Peperoni, Joshua Raymond Lowe,
                            Kino Luque, Luca Scaduto
23. Die Nebensonnen         Camilla Matteucci, Alfonso López González,
                            Urko Fernandez Marzana, Thibaut Lucas Nury           Herstellung der Dekorationen und Kostüme in den Werkstätten der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH:
24. Der Leiermann           Ensemble                                             Werkstattleiter Jonny Wilken, Gewandmeisterei/Damenschneiderei Doris Gunkel, Herrenschneiderei Angela Kretschmer, Tischlerei
                                                                                 Jens Grabe, Malsaal Carsten Stürmer, Schlosserei Uwe Bräuer, Dekorationsabteilung Dörte Oeftiger, Theaterplastik Jeannine Heymann
                                                                                 Bitte schalten Sie vor Beginn der Vorstellung Ihre Mobiltelefone und die Stundensignale an Armbanduhren aus. Bild- und Tonauf-
                                                                                 nahmen während der Vorstellung können wir aus urheberrechtlichen Gründen nicht gestatten.

                                                                                                                                                                                                                     4/5
Ivan Alboresi - Theater Nordhausen
GEDANKEN ZUM BALLETT „WINTERREISE“

              Franz Schuberts Liederzyklus „Winterreise“ hat                        „Aus der ‚Winterreise‘ greife ich in meiner choreo-
              vor allem seit dem 20. Jahrhundert zu einer unge-                  grafischen Interpretation verschiedene Themen auf:
              mein vielseitigen künstlerischen Auseinanderset-                   Das Verblassen von Erinnerungen, es ist, als würden
              zung angeregt. Komponisten haben ihn bearbeitet                die Erinnerungen hineingezogen in ein schwarzes Loch.
              und ihm dabei neue Dimensionen hinzugefügt,                    Die Suche nach dem eigenen Weg. Und Sehnsüchte: die
              etwa Hans Zender mit zusätzlichen Klangeffekten                    Sehnsucht nach Liebe, die Sehnsucht zu Sterben, die
              in „Schuberts Winterreise – eine komponierte                    Sehnsucht nach dem Tod. Speziell die Todessehnsucht
              Interpretation“ für Tenor und kleines Orchester,                  ist ein sehr typisches Thema der Romantik, das auch
              uraufgeführt 1993. Literaten ließen sich inspirie-             bei mir über dem ganzen Abend schwebt. Nicht zuletzt
              ren, darunter Elfride Jelinek zu dem gleichnamigen              geht es um das Thema Verlassen-Werden: Vermutlich
              Theaterstück (2011) oder Peter Härtling zu seinem              kennt fast jeder das Gefühl, wie einem der Boden unter
              Roman „Der Wanderer“. Auch bildende Künstler                   den Füßen weggezogen wird, wenn man verlassen wor-
              schufen Werke auf der Grundlage von Schuberts                    den ist, das Gefühl, alleine zu sein und die Frage, was
              Musik.                                                              man nun mit sich anfangen soll, wie es weitergeht.
              Eine tänzerische Aneignung des Zyklus, zum Teil                 Mit meinen Tänzern spreche ich über jeden einzelnen
              auch unter Verwendung von Hans Zenders Be-                         Text, wir lesen ihn, damit sich jeder bewusst ist, um
              arbeitung, findet in jüngster Zeit verstärktes Inter-                                      was es geht.“ (Ivan Alboresi)
              esse. Obgleich sie weder Tanz- noch Theatermusik
              ist, inspirieren die Themen und die Vertonungen                     „Das zentrale Element in meiner Produktion ist der
              der „Winterreise“ die Choreografen, so auch den                      Mantel. Er symbolisiert für mich Verschiedenes: Er
              Ballettdirektor des Balletts TN LOS! Ivan Alboresi.                   schützt und hält warm, er steht für das Leben, für
                                                                             Geborgenheit in einem Zuhause und bei einem anderen
                 „Wir mussten – jetzt unter den aktuellen Corona-Be-               Menschen. Er wird zu Beginn von den Tänzern an-
                dingungen – Stücke finden, die sich für die Maßgaben           gezogen, als individueller Startpunkt ihrer Reise. Einer
              eignen. Da passt die ‚Winterreise‘ bestens. Die Musik ist       Reise ins Innere, auf der Suche nach dem ‚Warum‘, die
                  tiefsinnig und ergreifend, die Thematik sehr inspirie-     gleichzeitig eine Flucht vor dem ‚Jetzt‘ ist. Wie orientie-
                rend und perfekt für ein Ballett, das überwiegend mit         rungslos irren sie umher, auf der Suche nach Sinn oder
              Soli arbeitet, nicht mit einer durchgehenden Geschichte            Erlösung im Tod. Diese Mäntel begleiten sie auf dem
                      um ein Hauptpaar. In unserem Fall haben wir 12               ganzen Weg, erst zum Ende lassen sie diese los. So,
               Individuen auf der Bühne, jeder ist Solist, erzählt seine          als hinge man nicht mehr an der eigenen Lebensge-
                eigene Geschichte, spielt eine eigene Rolle … Auch die          schichte, an dem Verlassen-Worden-Sein. Ein Zeichen
                 Nachdenklichkeit in der ‚Winterreise‘, die Selbstrefle-      der Offenheit für einen Neuanfang, der Auflösung und
              xion und das Thema Vereinzelung passen so wunderbar                                  Befreiung. Die Begrenzung entfällt.
                                                           in unsere Zeit.    So auch im Bühnenbild: Die Wände begrenzen den Bo-
               Und schließlich sind die Texte sehr metaphorisch, man         den, die zur Verfügung stehende Bewegungsfläche. Die-
                 hat als Choreograf sehr viele Freiheiten der Interpre-        ser Bühnenraum löst sich schließlich auf und verstärkt
                  tation. In unserem Fall war mir wichtig, die Gefühle              so das Gefühl der Vereinsamung.“ (Ivan Alboresi)
              von jedem einzelnen Lied herauszuarbeiten. Was kenn-
                          zeichnet es, was ist mir wichtig zu erzählen?“
                                                         (Ivan Alboresi)

                                                                                                                                     6/7
Otylia Gony
Ivan Alboresi - Theater Nordhausen
DIE MUSIK
von Juliane Hirschmann

Franz Schuberts „Winterreise“                             fragt, ob er etwas zu unserer ‚Winterreise‘ schreiben
Mit der „Winterreise“ schuf Franz Schubert bis zum           könnte. Er hat bereits mit vielen zeitgenössischen
Herbst 1827, das heißt ein Jahr vor seinem frühen Tod,         Choreografen gearbeitet. Seine atmosphärische
einen Liederzyklus, der nicht nur als Höhepunkt sei-        Musik bereitet jene von Schubert vor, ohne mit ihr
nes eigenen Schaffens, sondern als Gipfel des roman-      in Konkurrenz zu treten. Sie unterstreicht Stimmun-
tischen Kunstliedes überhaupt gilt. In den 24 Liedern        gen, schafft Spannungsmomente und die von mir
nach den drei Jahren zuvor erschienenen Gedichten                   gewünschten Irritationen.“ (Ivan Alboresi)
von Wilhelm Müller schildert Schubert das seelische
Erleben eines von der Liebe Enttäuschten, ja mehr         Verbindung zur Gegenwart
noch eines Suchenden, eines Wanderers, der nirgend-       Der kanadische Tänzer und Komponist Davidson
wo zu Hause ist, sich von der Gesellschaft immer wei-     Jaconello schuf zu Ivan Alboresis Ballett „Winter-
ter entfernt. Die Musik nimmt in ergreifender, oftmals    reise“ eine Art Geräuschkulisse, die Schuberts
erschütternder Weise jede Gefühlsregung auf, gibt         Musik unterstützt und weitere Assoziationsräume
Hoffnung, Einsamkeit, Verzweiflung, zunehmender           schafft. Jaconello hat sich als Komponist auf Tanz-
Todessehnsucht einen Ausdruck, dessen Sogkraft sich       und Theaterproduktionen spezialisiert und schöpft
Hörende kaum entziehen können.                            dabei aus seiner langjährigen Erfahrung als Tänzer
                                                          weltweit. Kennzeichnend sind Kompositionen, die
        „Die Musik Schuberts treibt einen nach vorne,     Orchesterfarben mit zeitgenössischen Sound–De-
innerlich, man kann nicht stehen bleiben. So ist auch     signtechniken kombinieren. Er komponierte für
   der Abend konzipiert. Man wird immer von einem         Choreografen wie Jiří Pokorný und Ihsan Rustem
    zum nächsten Lied weitergezogen. Man bekommt          sowie etliche Ballettcompagnien (u. a. National-
 kaum mit, dass das eine beendet ist und das nächste      theater Mannheim, Netherlands Dance Theater 2,
  schon begonnen hat. Der Abend ist wie ein einziger      West Australian Ballet). „Wichtig ist, immer mit Ein-
                                        Gedankenfluss.    fachheit zu beginnen und von dort aus aufzubauen.
     Für mich war klar, dass ich etwas anderes hinzu-     Im Theater wirkt so vieles zusammen. Choreografie,
 fügen möchte. Die Freunde von Schubert waren da-         Inszenierung, Licht, Kostüme, Video, Bühnenbild und
 mals so verstört, als sie die ‚Winterreise‘ zum ersten   Ton fügen sich zusammen, um unsere Welt im Thea-
  Mal gehört haben. Das war etwas außergewöhnlich         ter zu erschaffen. Manchmal braucht es nur einen
Brutales damals, Trauriges, Depressives. Wie können       einfachen Ton. Eine Klanglandschaft, ein Dröhnen,
    wir für unsere Generation im Jahr 2020 diese Ge-      eine Glocke, eine Stimme. Ein andermal braucht es ein
     fühle so wieder hervorrufen? Wie können wir die      Orchester mit 100 Personen. Aber das Einfache darf
   gleiche Spannung finden wie damals? Ich habe den       nicht vergessen oder übersehen werden.“ (Davidson
    kanadischen Komponisten Davidson Jaconello ge-        Jaconello)

                                                                                                                  Philipp Franke
Ivan Alboresi - Theater Nordhausen
Camilla Matteucci, Eleonora Peperoni, Thibaut Lucas Nury, Hannah Law, Joshua Raymond Lowe, Ayako Kikuchi, Philipp Franke   Eleonora Peperoni, Camilla Matteucci, Martina Pedrini, Hannah Law

Urko Fernandez Marzana, Camilla Matteucci, Alfonso López González                                                          Youngrang Kim, Urko Fernandez Marzana
Ivan Alboresi - Theater Nordhausen
DIE SCHÖPFER DES LIEDERZYKLUS
von Juliane Hirschmann

Der Dichter Wilhelm Müller                               Bibliothek in Dessau. Entfaltung einer umfassenden           französischer Truppen in Wien.                            1819: Vollendung des „Forellenquintetts“
Der romantische Dichter Wilhelm Müller wurde vor         und vielseitigen Publikationstätigkeit. Aufnahme in            1811: Komposition des ersten vollständig              (Klavierquintett A-Dur).
allem bekannt durch seine von Franz Schubert ver-        die Freimaurerloge „Minerva zu den drei Palmen“ in           erhaltenen Liedes „Hagars Klage“.                         1820: Aufführung der Oper „Die Zauberharfe“.
tonten Gedichtzyklen „Die schöne Müllerin“ und           Leipzig.                                                       1812: Musikunterricht bei Antonio Salieri,              1821: Erste Schubertiade als gesellige, musikalisch-
„Die Winterreise“. Weitere Komponisten vertonten           1821: Hochzeit mit Adelheid Basedow; zwei                  hochangesehener Hofkapellmeister in Wien.               literarische Zusammenkunft des Schubert-Kreises.
seine Gedichte, darunter Johannes Brahms, Gia-           Kinder mit ihr, u.a. Friedrich Max, späterer                   1813: Ausbildung zum Lehrer. Komposition der          Metternich wird österreichischer Staatskanzler.
como Meyerbeer und Max Reger. Neu an Müllers             deutscher Sprach- und Religionswissenschaftler.              1. Sinfonie.                                              1822: Fertigstellung der Oper „Alfonso und
Lyrik war zu ihrer Zeit ein von Illusionen freies Mo-    Publikation von 12 Gedichten unter dem Titel                   1814: Schulgehilfe an der Schule des Vaters. Erste    Estrella“. Komposition der „Unvollendeten“.
derne-Bewusstsein, die Reflexion einer Trost- und        „Wanderlieder von Wilhelm Müller. Die Winterrei-             Goethe-Vertonung mit der Ballade „Gretchen am             1823: Komposition des Liederzyklus „Die schöne
Hoffnungslosigkeit. Er arbeitete ferner als Philologe,   se. In 12 Liedern“ im Almanach „Urania“, weitere 10          Spinnrad“.                                              Müllerin“ (Gedichte von Wilhelm Müller). Erste
Essayist, Editor, Übersetzer und Bibliothekar. Er        Gedichte des Zyklus erscheinen in „Deutsche                    1815/1816: Freundschaft mit dem Dichter und           Anzeichen einer Geschlechtskrankheit.
wurde lange als Biedermeierpoet unterschätzt.            Blätter“.                                                    Schauspieler Franz von Schober. Komposition von           1824: Komposition des Streichquartetts „Der Tod
                                                           1824: Ernennung zum Hofrat. Veröffentlichung               fast 250 Liedern, darunter der „Erlkönig“ (Goethe).     und das Mädchen“.
  1794: Geburt am 7. Oktober in Dessau.                  sämtlicher 24 Gedichte der „Winterreise“ in Müllers          2. bis 4. Sinfonie. Ende des Unterrichts bei Salieri.     1825: Entstehung der Sinfonie C-Dur (der
  1812: Beginn eines Philologiestudiums in Berlin.       Sammlung „Gedichte aus den hinterlassenen                      1817: Bekanntschaft mit dem Bariton Johann            „Großen“), darin Erweiterung der klassischen Form.
  1813/1814: Als freiwilliger Gardejäger Teilnahme an    Papieren eines reisenden Waldhornisten“, die                 Michael Vogl, einem der wichtigsten Sänger an der         1827: Komposition des Liederzyklus „Winterreise“.
den antinapoleonischen Befreiungskriegen. 1814           Gedichte sind ein „Reflex grundlegender Fremdheits-          Wiener Hofoper. Er sang Schuberts Lieder und              1828: Entstehung der Lieder, die posthum als
Ernennung zum Leutnant.                                  und Verlorenheitserfahrung“ (Bernd Leistner).                machte sie bekannt. Komposition von rund 60             „Schwanengesang“ veröffentlicht werden. Tod am
  1814: Entstehung von Gedichten als Reflex einer          1826: Erkrankung an Keuchhusten. Regietätigkeit            Liedern.                                                19. November in Wien.
Krisensituation, Fremdlingsmotiv und Vereinzelung        am Herzoglichen Stadttheater Dessau.                           1818: Erste öffentliche Aufführung der „Ouvertüre
als Thema. Rückkehr nach Berlin. Beitritt zur neu          1827: Tod Müllers am 1. Oktober 1827 infolge               im italienischen Stil“.
gegründeten Berlinischen Gesellschaft für deutsche       eines Herzinfarktes.
Sprache.
  Ab 1816: Besuch von literarischen Salons in Berlin,
Bekanntschaft u. a. mit Achim von Arnim, Clemens         Der Komponist Franz Schubert
Brentano und Ludwig Tieck. Herbst 1816/Winter            Franz Schubert gilt als einer der bedeutendsten
1817: Im literarischen Zirkel im Haus des Berliners      romantischen Komponisten. Obwohl er mit 31
Staatsrates von Stägemann entsteht ein geselliges        Jahren früh verstarb, hinterließ er ein umfang-
Liederspiel mit einer schönen Müllerin als               reiches, vielseitiges und einflussreiches Werk,
Mittelpunkt; Müller entwickelt daraus den Zyklus         darunter sieben vollendete und mehrere unvollen-
„Die schöne Müllerin“.                                   dete Sinfonien (u. a. die „Unvollendete“ in h-Moll),
  1817/1818: Bei einem Aufenthalt in Wien Kontakt        geistliche Werke, zehn vollendete Opern, Schau-
zu Exilgriechen. Müllers Parteinahme für deren           spielmusik, Kammermusik, Klavierstücke. Seine
Freiheitsbestrebungen gegen die türkischen               rund 600 Lieder gelten als seine bedeutendsten
Besatzer mündet später in die „Griechenlieder“.          Schöpfungen.
Reise nach Italien.
  1819: Lehrer an der Herzoglichen Gelehrtenschule        1797: 31. Januar, Geburt in Wien-Lichtental als
in Dessau. Beginn der Zusammenarbeit mit dem             Sohn eines Lehrers.
Verleger Brockhaus in Leipzig, Müller arbeitet für        1808: Aufnahme als Hofsängerknabe an das
ihn als Übersetzer, Rezensent, Biograf und               Wiener Stadtkonvikt.
Herausgeber.                                              1809: Clemens Wenzel Fürst Metternich wird
  1820: Ernennung zum Leiter der Herzoglichen            österreichischer Außenminister. Einmarsch

                                                                                                                Ensemble
Ivan Alboresi - Theater Nordhausen
„SCHAUERLICHE LIEDER“ – VERSUCH EINER ANNÄHERUNG
von Juliane Hirschmann

Die Lieder des Zyklus                                        sind kompositorische Deutungen des Textes. Häufig
Er gilt als „Klassiker des deutschen Liedes“, als „Lieder-   bildet dabei das Klavier eine Kulisse, vor der sich
fürst“, als Schöpfer des romantischen Kunstliedes,           die Singstimme bewegt. Die Begleitung kann die
dessen „göttlichen Eingebungen“ schon Zeitgenossen           inneren Vorgänge des lyrischen Ichs abbilden, den
zu Tränen rührten: Franz Schubert sprengte in                Text kommentieren, ihm widersprechen und vieles
etlichen seiner rund 600 Liedkompositionen Grenzen,          mehr. In dem berühmten Lied „Der Lindenbaum“ aus
hob die Gattung Lied in eine völlig neue Sphäre.             der „Winterreise“ suggeriert das bewegte Klavier-
Das vorherrschende ästhetische Ideal um 1800 war             vorspiel das Rauschen der Blätter und schafft eine
das einfache Strophenlied. Der deutsche Musik-               Art Szene. Mit dem Einsatz der Singstimme scheint
theoretiker Heinrich Christoph Koch beschrieb es             ein einfaches Strophenlied anzusetzen: Die Gesangs-
im Jahr 1802 in seinem damals weit verbreiteten              melodie ist ebenso schlicht wie die ihr genau folgende
„Musikalischen Lexikon“ als „jedes lyrische Gedicht von      und sie stützende Begleitung. Diese „harmlose“ Musik
mehrern Strophen, welches zum Gesange bestimmt, und          spiegelt die im Text heraufbeschworene Idylle in der
mit einer solchen Melodie verbunden ist, die bey jeder       Vergangenheit. Doch wenig später wird die Einheit
Strophe wiederholt wird, und die zugleich die Eigenschaft    von Singstimme und Begleitung aufgebrochen, die
hat, daß sie von jedem Menschen, der gesunde und nicht       Bassstimme dominant, die Harmonik verdunkelt                 Joshua Raymond Lowe, Martina Pedrini
ganz unbiegsame Gesangsorgane besitzt, ohne Rücksicht        sich. Von der anfänglichen Harmonie ist kaum etwas
auf künstliche Ausbildung derselben, vorgetragen werden      geblieben, in der Gegenwart herrscht, so beschreibt
kann.“ Einfach und schlicht also sollte ein Lied sein,       es der Text, „tiefe Nacht“, die „kalten Winde“ blasen,
leicht singbar für jedermann, mit immer der gleichen         Todessehnsucht wird angedeutet. Schubert folgt dem
Melodie und Begleitung für jede Textstrophe ver-             Textinhalt genau, ein strikt angewendetes Strophen-
sehen, und, so lässt sich ergänzen, mit einer Klavier-       lied wäre den kontrastierenden Gefühlswelten nicht
begleitung, die den Gesang lediglich zu unterstützen         gerecht geworden.
hatte, ohne dabei dem Gedicht eine zusätzliche               Mit hochexpressiven Mitteln gab Schubert der
Ausdrucksebene hinzuzufügen.                                 symbolischen Welt Wilhelm Müllers insgesamt
Dieses noch von Johann Wolfgang von Goethe                   musikalisch Gestalt: Man hört die gefrorenen Tränen,
entscheidend mitbestimmte Liedideal verlor jedoch            die vereisten Flüsse, die aufbrausenden Wetterfahnen
bereits um die Wende zum 19. Jahrhundert an Be-              oder die unruhig flackernden Irrlichter.
deutung, indem Komponisten der Musik bei der                 Die Kunstlieder Schuberts hatten schon auf die
Textinterpretation allmählich mehr Raum gewährten            Zeitgenossen eine besondere Wirkung, mitunter
und damit auch nicht selten die einfache strophische         brachen sie beim Hören in Tränen aus. So berichtet
Gestaltung hinter sich ließen. Schon Ludwig van              der Komponist Ferdinand Hiller, der im März 1827 mit
Beethoven gab einer neuen Entwicklung bedeutende             seinem Lehrer Johann Nepomuk Hummel nach Wien
Impulse, an die nicht nur Schubert, sondern auch             kam: „Eine kurze Weile nachdem man die Mittagstafel
Komponisten wie Robert Schumann und Johannes                 verlassen, setzte sich Schubert ans Klavier, [dem Sänger
Brahms anknüpften.                                           Johann Michael] Vogel zur Seite – wir andern machten
Was sich bei Beethoven bereits abzeichnete, wurde            es uns in dem großen Salon bequem, wo es jedem am
in Schuberts umfangreichem Liedschaffen zum allein           besten schien, und dann begann ein einziges Konzert. [...]
bestimmenden Prinzip: Er folgte keinem abstrakten            Von meiner Rührung, von meinem Enthusiasmus darf ich
Formmodell mehr, sondern leitete die Vertonungen             nicht sprechen – aber mein Meister, der doch schon fast
individuell ganz aus seiner Interpretation des zu-           ein halbes Jahrhundert Musik hinter sich hatte, war so
grundeliegenden Gedichts ab. Seine Liedvertonungen           tief ergriffen, daß Tränen auf seinen Wangen perlten.“

                                                                                                                          Urko Fernandez Marzana, Otylia Gony
Ivan Alboresi - Theater Nordhausen
Für seine „Winterreise“ fand Schubert in Wilhelm           verlorenen, vereinsamten Liebhabers. Einsamkeit
                                     Müllers Gedichtzyklus „Die Winterreise“ eine literari-     und Fremdheit, eine zunehmende Distanz zu den
                                     sche Vorlage, die selbst schon von einer ergreifenden      Menschen und dem Leben gegenüber sind allgegen-
                                     Expressivität beherrscht ist. Der 1794 in Dessau           wärtige Gefühle auf der Wanderschaft. Glück gibt
                                     geborene Dichter, der als Freiwilliger am anti-napo-       es nur in der Vergangenheit, die Gegenwart ist
                                     leonischen Befreiungskrieg teilnahm und sich für           geprägt von Kälte.
                                     den Unabhängigkeitskampf der Griechen gegen die            Diese Dialektik wird von Beginn an entfaltet. Das
                                     türkischen Besatzer einsetzte, schrieb zahlreiche          erste Lied „Gute Nacht“ entlässt den von der
                                     verdeckt gesellschaftskritische Gedichte. Die ersten       Geliebten Verlassenen sogleich in die unwirtliche
                                     zwölf Gedichte der „Winterreise“ veröffentlichte Mül-      Gegenwart, die ihn im Weiteren immer wieder
                                     ler 1823, im Jahr darauf erschien der komplette Zyklus     einholt, wenn er sich an einstiges Glück zu erinnern
                                     mit 24 Gedichten. Schubert entdeckte den ersten            versucht. Neben dem „Lindenbaum“ beschreibt
                                     Teil im Februar 1827 in der Bibliothek seine Freundes      unter anderem das Lied „Rückblick“ die Unver-
                                     Franz von Schober und setzte sie wenig später in           einbarkeit von schöner Erinnerung und kalter
                                     Musik. Noch im selben Jahr fielen ihm die restlichen       Gegenwart. Der Versuch, in den Traum zu fliehen,
                                     zwölf Gedichte in die Hände, die er vermutlich im          scheitert („Frühlingstraum“). Im zweiten Teil des
                                     Spätsommer vertonte. So entstanden zwei deutlich           Zyklus wird das Streben hin zum Tod immer be-
                                     voneinander unterschiedene Teile mit jeweils zwölf         deutender. „Eine Straße muss ich gehen, die noch
                                     Liedern. Schubert war bereits unheilbar krank, als er      keiner ging zurück“ heißt es im „Wegweiser“
Kino Luque, Alfonso López González
                                     sich an die Vertonung der finsteren Gedichte machte.       (Nr. 20). Die „Winterreise“ schließt mit dem Lied
                                     Letzte Korrekturen nahm er im November 1828 auf            „Der Leiermann“. Dieser steht „drüben hinterm
                                     dem Sterbebett vor.                                        Dorfe“, ist also wie der Wanderer ein Außenseiter.
                                     Die „Winterreise“ ist oft mit Schuberts Biografie in       Immerfort sind die gleichen leeren Quinten und
                                     Verbindung gebracht worden. Seit 1823 wusste der           Drehbewegungen im Klavier zu hören, die Melodie
                                     Komponist von seiner schweren Erkrankung, wahr-            ist extrem schlicht, fast monoton. Hier sprechen
                                     scheinlich der Syphilis, die ihn mental veränderte.        Einsamkeit, Leere, Trostlosigkeit, Stillstand.
                                     Sein Freund Johann Mayrhofer berichtete, Schubert          Der „Winter“ ist in der deutschen Lyrik bekannt als
                                     sei „lange und schwer krank gewesen, er hatte nieder-      Metapher für Einsamkeit, für Altern, Depression
                                     schlagende Erfahrungen gemacht, dem Leben war die          und Tod, auch als ein Spiegel der Beziehung des
                                     Rosenfarbe abgestreift; für ihn war Winter eingetreten.“   Einzelnen zu seiner gesellschaftlichen Umwelt. Die
                                                                                                Kälte, die unwirtliche winterliche Natur entspricht
                                     Die Themen                                                 dem Zustand der Seele desjenigen, der jenseits
                                     Schubert hat eine ganze Reihe von Gedichten                der Gesellschaft steht. Die „Winterreise“ ist auch
                                     vertont, die das Thema „Wandern“ in den Mittel-            gedeutet worden als Reaktion auf die Bedingungen
                                     punkt stellen. Seine Wanderer-Kompositionen                im Metternich’schen System von Verfolgung und
                                     kulminieren in den Zyklen „Die schöne Müllerin“            Unterdrückung.
                                     und „Winterreise“ nach Gedichten von Wilhelm
                                     Müller. In der „Winterreise“ wird ein zurückgewie-             „Die ziellose Reise des Wanderers in einer undurch-
                                     sener Liebhaber zum Wanderer, zum Heimatlosen.                 dringlichen Landschaft, das heißt: einer inkommen-
                                     Er verlässt die Stadt der Geliebten und begibt sich             surablen Welt, die beherrscht ist von machtvollen,
                                     auf eine ziellose Reise durch eine von Kälte und Eis          unpersönlichen, anonymen Institutionen und wo der
                                     durchzogene, unwirtliche Winterlandschaft. Die                Tod herrscht – diese Reise repräsentiert die Situation
                                     Natur ist menschenleer und wird als abweisend               des nach Freiheit und Selbstverwirklichung verlangen-
                                     empfunden. Todessehnsucht wächst: Schuberts                 den Individuums innerhalb der repressiven Machtaus-
                                     Liederzyklus entfaltet in 24 Momentaufnahmen                 übung des Staates der Metternich-Ära. Weit über die
                                     die Stimmungslagen eines enttäuschten, eines                 gern herangezogene privat-biografische Lesart hinaus

                                                                                                                                                     16/17
Luca Scaduto
Ivan Alboresi - Theater Nordhausen
ZUM WEITERLESEN UND -HÖREN
                                                                                                                             Die Nordhäuser Stadtbibliothek „Rudolf Hagelstange“ hält folgende
                                                                                                                             Medien zur „Winterreise“ für Sie bereit:
      könnte die solcherart gedachte und erfahrene politische          „Im Laufe meiner Arbeit an der ‚Winterreise‘ habe
           Dimension der ‚Winterreise‘-Fabel auch Schuberts          ich mich mehr und mehr in sie verliebt. Im Moment
        extrem psychische und physische Belastung während        sind ‚Wasserflut‘ und ‚Die Krähe‘ meine Favoriten. Das
                    der Komposition neu verstehbar machen.“        Zögerliche, Verharrende sowie das wunderbar fragile
                                      (Reinhold Brinkmann)        musikalische Motiv der Klavierbegleitung der ‚Wasser-      Literatur:
                                                                 flut‘ berühren mich sehr. Die Musik klingt für mich wie     Harry Goldschmidt, Franz Schubert, ein Lebensbild, Leipzig 1986. (365 Seiten), mit Illustrationen
      Schuberts „Winterreise“ wirkte verstörend auf             ein surrealer Totentanz. ‚Die Krähe‘ interpretiere ich als
      seine Freunde, als er sie ihnen erstmals vorstell-        Vorboten des Todes. Das Tier ist für mich die Metapher       Karla Höcker, „Die schöne unvergessliche Zeit“. Franz Schubert in seiner Welt, Berlin 1978. (245 Seiten),
      te. Das bezeugt der Bericht des Freundes und                  einer Krankheit, die uns befällt, und in uns die Sehn-   mit zeitgenössischen Abbildungen.
      Förderers Joseph von Spaun: „Schubert wurde durch                     sucht nach dem Tod weckt.“ (Ivan Alboresi)
      einige Zeit düster gestimmt und schien angegriffen. Auf                                                                Michael Raeburn und Alan Kendall (Hrsg.), Geschichte der Musik, Bd. 2: Beethoven und das Zeitalter
      meine Frage, was in ihm vorgehe, sagte er nur, ‚nun,      Die Krähe                                                    der Romantik, München 1993. (376 Seiten), mit Abbildungen (enthält u. a. Beitrag zu Franz Schubert)
      ihr werdet es bald hören und begreifen.‘ Eines Tages      Eine Krähe war mit mir
      sagte er zu mir, ‚komm heute zu Schober, ich werde        aus der Stadt gezogen,                                       Marcel Reich-Ranicki (Hrsg.), 1000 Deutsche Gedichte und ihre Interpretationen, Bd. 3: Von Friedrich von
      euch einen Zyklus schauerlicher Lieder vorsingen. Ich     ist bis heute für und für                                    Schiller bis Joseph von Eichendorff, Leipzig 1996. (511 Seiten) (enthält u. a. Gedichte von Wilhelm Müller)
      bin neugierig, was ihr dazu sagt. Sie haben mich mehr     um mein Haupt geflogen.
      angegriffen, als dieses je bei anderen Liedern der Fall                                                                Klaus Günzel, Die deutschen Romantiker. 125 Lebensläufe. Ein Personenlexikon, Düsseldorf 2008.
                                                                Krähe, wunderliches Tier,
      war.‘ Er sang uns nun mit bewegter Stimme die ganze                                                                    (398 Seiten), mit Illustrationen (enthält u. a. Biografie Wilhelm Müller)
                                                                willst mich nicht verlassen?
      ‚Winterreise‘ durch. Wir waren über die düstere Stim-
                                                                Meinst wohl bald als Beute hier
      mung dieser Lieder ganz verblüfft, und Schober sagte,                                                                  Heinz-Georg Held, Romantik. Literatur, Kunst und Musik 1790–1840, Köln 2003. (190 Seiten), mit Illustrationen
                                                                meinen Leib zu fassen?
      es habe ihm nur ein Lied, ‚Der Lindenbaum‘, gefallen.
      Schubert sagte hierauf nur, ‚mir gefallen diese Lieder    Nun, es wird nicht weit mehr gehen                           CD:
      mehr als alle, und sie werden euch auch noch gefallen‘;   an dem Wanderstabe.                                          Franz Schubert, Die Winterreise. Rudolf Knoll, Bariton, Pilz 1991. (1 CD)
      und er hatte recht, bald waren wir begeistert von dem     Krähe, lass mich endlich sehn
      Eindruck der wehmütigen Lieder, die Vogel meisterhaft     Treue bis zum Grabe!                                         Franz Schubert, Franz Schubert und die Frühromantik. Musik von Franz Schubert, Felix Mendelssohn
      vortrug.“                                                 (Wilhelm Müller/Franz Schubert, „Winterreise“)               Bartholdy, Verlag Das Beste GmbH 2000. (3 CDs + Beiheft)

                                                                                                                             Stadtbibliothek „Rudolf Hagelstange“: Nikolaiplatz 1, Tel. (0 36 31) 69 62 67

                                                                                                                             Textnachweise:
                                                                                                                             „Die Schöpfer des Zyklus“, Zusammenstellung von Juliane Hirschmann unter Verwendung von: Maria-Verena Leistner, „Zeittafel“ sowie Bernd Leist-
                                                                                                                             ner „Biographischer Essay: Dichter, Literator, Philologe“, auf: wilhelm-mueller-gesellschaft.de; Ernst Hilmar, Franz Schubert, Reinbek bei Hamburg
                                                                                                                             2008 (6. Aufl.), Elisabeth Schmierer, Komponisten-Portraits. Bilder und Daten, Stuttgart 2003; Zitat Reinhold Brinkmann, aus: Ders., Musikalische
                                                                                                                             Lyrik, politische Allegorie und die „heilʼge Kunst“: Zur Landschaft von Schuberts „Winterreise“, in: Archiv für Musikwissenschaft, 62/2, 2005, S.
                                                                                                                             75–97; Zitat Peter Härtling, aus: Ders., Der Wanderer (Roman), Darmstadt 1988.
                                                                                                                             Die Ausführungen von Ivan Alboresi entstanden für dieses Programmheft. Der Artikel von Juliane Hirschmann ist ein Originalbeitrag für dieses
                                                                                                                             Programmheft.

                                                                                                                             Die Probenbilder von Marco Kneise entstanden wenige Tage vor der Premiere.

                                                                                                                                                                                                                                                                           18/19
Ensemble
„Ich werde euch einen Zyklus schauerlicher Lieder vorsingen.
Ich bin begierig zu sehen, was Ihr dazu sagt.
Sie haben mich mehr angegriffen, als das bei anderen Liedern der Fall war.“
(Franz Schubert)

                    Impressum:
                    Herausgeber: Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH
                    Intendant: Daniel Klajner, Käthe-Kollwitz-Straße 15, 99734 Nordhausen,
                    Tel: (0 36 31) 62 60-0
                    Programmheft Nr. 5 der Spielzeit 2020/2021
                    Premiere: 23. Oktober 2020
                    Redaktion und Gestaltung: Dr. Juliane Hirschmann
                    Satz und Layout: Ralph Haas, Abteilung Kommunikation und Marketing des
                    Theaters Nordhausen
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