Labyrinthe WS16/17 - FG Borrego Collaborative Design Laboratory - Architekturdarstellung und Gestaltung - TU Berlin
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Labyrinthe
WS16/17 - FG Borrego
Collaborative Design Laboratory
Architekturdarstellung und GestaltungWir sind
CoLab ist ein gemeinschaftliches Design-Labor, das den Transfer von
Design-Strategien und neuen Design-Prozessen auf die heutige Produktion
und Industrie untersucht. Zwischen Designern bzw. Architekten und
den herstellenden Gewerken existiert leider immernoch ein Mangel an
Kommunikation und Interaktion. Die Person, die plant, ist selten die
gleiche, die die Planung ausführt. Es sind sehr viele Personen beteiligt, die
voneinander nicht wissen, was genau der andere tut.
Um diesen Abstand zu überbrücken und eine gute Zusammenarbeit
zu fördern, werden Entwurfspraxis, Architekturdarstellung und
Produktionsprozesse in Projekte einbezogen, deren Erfolg auf dem
gemeinsamen Arbeiten beruht.
CoLab Berlin ist Teil eines Netzwerks, das auch Madrid umfasst, wo
es 2009 entstanden ist. CoLab Berlin hat seinen Sitz im Fachgebiet
Architekturdarstellung und Gestaltung an der Technischen Universität
Berlin.
Collaborative Design Laboratory Leitung Prof. Dr. Ignacio Borrego borrego@tu-berlin.de
www.colab.tu-berlin.de
Mitarbeiter Gabriela Barrera gabriela.barrera@tu-berlin.de
Katja Müller katja.mueller@tu-berlin.de
Tutoren Ann-Kathrin Salich
Technische Universität Berlin Annelene Stielau
Fak. VI - Institut für Architektur Elisabeth von Hausen
FG Architekturdarstellung und Gestaltung Mirza Vranjakovic
Ömer Acar
Sekr. A28, Raum A812 Ruven Rotzinger tutoren@colab.tu-berlin.de
T: +49 [0] 30-314-72730
Straße des 17. Juni 152, 10623 Berlin Sekretariat Katrin Krampe katrin.krampe@tu-berlin.de
FG Borrego - TU Berlin
02-03
Titelbild: Supermachine Studio: 10 Cal Tower - Bangkok, Thailand - 2014 Architekturdarstellung und GestaltungLabyrinthe
Labyrinthe sind ausgeklügelte Strukturen mit einer verschachtelten Das Labyrinth wird einen würfelförmigen Raum von 12,5m Kantenlänge
Kombination von Wegen oder Gängen, in denen es schwierig ist, seinen umfassen – klein und kompakt genug, um den Eingriff einzugrenzen, aber
Weg zu finden oder den Ausgang zu erreichen. groß genug, um mehrere Ebenen zu beinhalten und dreidimensionale
Dieses räumliche Konzept hat zu vielen metaphorischen Interpretationen Vielfalt zu erzeugen.
geführt und diese Bedeutung hat im Laufe der Geschichte einen speziellen Um es sowohl in zwei- als auch in dreidimensionalen Formaten darstellen
Charakter der Typologie von Labyrinthen hervorgebracht. zu können, werden wir im Maßstab 1:50 arbeiten, sodass nicht nur das
Modell, sondern auch Schnitte, Grundrisse und Axonometrien in sinnvoller
Ursprünglich hatten Labyrinthe nur einen einzigen Weg zum Zentrum. Es Größe hergestellt werden können.
war nicht schwierig, sich darin zurecht zu finden, weil es ausreichte, diesem
einen Weg bis zum Ende zu folgen. Neben den klassischen Labyrinthen gibt Jedes Labyrinth von jedem Studenten-Team wird ein Fragment eines
es Irrgärten, in denen die Wege sich verzweigen und komplizierter werden. größeren Labyrinths sein, das durch die Kombination aller Labyrinthe der
Durch verschiedene Möglichkeiten der Durchwegung wird der Besucher Erstsemesterstudenten geformt wird. Die Position jedes einzelnen Moduls
mehr und mehr verwirrt und verliert die Orientierung. Dieses räumliche wird vorgegeben sein, die Verbindung zwischen den einzelnen Einheiten
Konzept kann auch auf die dritte Dimension ausgeweitet werden und und die exakte Position dieser Verbindung in jeder Richtung wird von den
sogar noch in eine vierte Dimension, wenn beispielsweise die Wände und jeweils benachbarten Teams verhandelt werden.
Grenzen, die das Labyrinth ausmachen, sich mit der Zeit verändern können.
Das Labyrinth soll mit Bezug auf die Realität erdacht werden, daher ist
In diesem Kurs werden wir die Möglichkeiten von Labyrinthen als ein die Wahl der Materialien Teil der Bedingungen seiner Konfiguration.
räumliches System untersuchen, das einem hypothetischen Besucher Wir werden über den Raum nachdenken müssen als eine vollkommene
vielfältige Erfahrungen bieten kann, bei seinem Versuch, hinein oder Erfahrung unterstützt durch Geometrie und Materialität.
hinaus zu gelangen.
Deswegen wird das Labyrinth mit Bezug auf die menschlichen Dimensionen
entworfen werden. Körpergröße, Ergonomie und Begehbarkeit werden
Schlüsselwörter für die Funktionalität des erdachten Raums sein.
WS16/17 FG Borrego - TU Berlin
04-05
Collaborative Design Laboratory Architekturdarstellung und GestaltungGASTRAUM
Formate VORTRAGSRAUM
SHOP
Um das Herangehen an den Entwurf und die Darstellung dieses komplexen
Raums zu organisieren, werden wir nacheinander mit verschiedenen
Formaten arbeiten. Wir werden damit anfangen, Arbeitsmodelle zu
DAUERAUSSTELLUNG
entwickeln, die zuerst konzeptuell und maßstabslos sein können. Am
Ende jedoch werden wir in 2er-Teams einen Teil des Labyrinths als Modell
im Maßstab 1:50 herstellen.
RAU
Danach werden wir das Objekt benutzen, um in Einzelarbeit eine Reihe von
2D-Zeichnungen zu erstellen. Darunter sind Schnitte, Pläne, Ansichten, FOYE
die im gleichen Maßstab wie das Modell gezeichnet werden.
Wenn wir erst einmal die Geometrie und Materialität des Labyrinths GASTRAUM
definiert haben, werden wir seinen Gesamtaufbau beschreiben, indem wir BESPRECHUNGSRAUM
zwei Axonometrien erstellen: Eine von dem gesamten Objekt, eine zweite VORTRAGSRAUM
als Weiterentwicklung der ersten Zeichnung zur Erklärung des räumlichen
Konzepts, beispielsweise mit einem Schnitt oder einer Öffnung in der SHOP
Axonometrie oder durch die Explosion der Elemente des Labyrinths.
Alle Zeichnungen und Fotografien der Modelle werden zum Schluss in
einem Portfolio zusammengestellt, das das Ende des Übungsprogramms HAUSMEISTER
des Wintersemesters darstellt.
DAUERAUSSTELLUNG
Im Sommersemester werden wir einen weiteren Exkurs in verschiedene
Formate unternehmen, aber dieses Mal, um digitale Techniken zur
Darstellung und Herstellung kennenzulernen und zu nutzen. WC
RAUM DER STILLE
KINO
FOYER
WS16/17 FG Borrego - TU Berlin
06-07
Collaborative Design Laboratory Architekturdarstellung und GestaltungMaterialität
Realisierung ist das Ziel unserer Entwürfe. Der Materialisierungs-Prozess
beinhaltet relevante und interessante Bedingungen, die bereits während
der Planungsphase berücksichtigt werden müssen.
Um diesen Aspekt in unser Übungsprogramm zu integrieren, werden
wir vier Material-Kategorien vorgeben, die uns helfen, unterschiedliche
Eigenschaften zu analysieren und zu erfahren. Diese Kategorien beruhen
auf den vier klassischen Elementen: Feuer, Luft, Erde und Wasser.
Die Elemente selbst sind keine Materialien; Ihre Eigenschaften können
aber auf viele, wenn nicht alle Materialien übertragen werden.
Aristoteles hat jedem der vier Elemente zwei von vier mit den Sinnen
wahrnehmbaren Eigenschaften zugeordnet:
Luft: warm und nass Feuer: warm und trocken
Wasser: kalt und nass Erde: kalt und trocken
Wir können diese Liste von Eigenschaften erweitern, um das Potential von
Materialität und Atmosphäre in unserem Labyrinth zu erhöhen:
Luft: heiß, feucht, leicht, transparent, weich,
Wind, Freiraum, Wolke, Brise, Geräusch, Bewegung
Feuer: heiß, trocken, hell, leicht, schmelzen, brennen,
Geruch, Strahlung, Sonnenlicht, Energie
Wasser: kalt, nass, heiß, flüssig, durchsichtig, schwer, weich,
Spiegelung, Lichtbrechung, Tropfen, Bewegung, Fluss
Erde: kalt, trocken, warm, dunkel, graben, schwer, fest, rau,
undurchsichtig, Natur, Energiespeicher
Jedes 2er-Team wird mit einem dieser Elemente arbeiten, um das Labyrinth
zu entwerfen.
WS16/17 FG Borrego - TU Berlin
08-09
Collaborative Design Laboratory Architekturdarstellung und GestaltungSemesterplan WS16/17
VORLESUNG ÜBUNG INPUT VORLESUNG ÜBUNG INPUT
Montag 12-14uhr Montag 14-17uhr, A204 (Studio Borrego) Montag 12-14uhr Montag 14-17uhr, A204 (Studio Borrego)
Hörsaal A151 Dienstag 14-17uhr, A204 (Studio Borrego) Hörsaal A151 Dienstag 14-17uhr, A204 (Studio Borrego)
KW 42/ 17.10. 17.10. KW 01/ 02.01. 02.01./03.01. Ausgabe A4
VL 1: Einführung - Ausgabe A1 VL 4: Axonometrie Abgabe A3 UE 4: Axonometrie
KW 43/ 24.10. 24.10./25.10. Ausgabe A2 KW 02/ 09.01. 09.01./10.01.
VL 2: Modelle Abgabe A1 UE 1: Zeichenmaterial - Betreuung A4
KW 44/ 31.10. 31.10./01.11. KW 03/ 16.01. 16.01./17.01. Ausgabe A5
Mo./Di. 10-18uhr, Werkstatt ACK
- Pin-Up A2 VL 5: Perspektive Abgabe A4 UE 5: Perspektive
MODELLBAU-WORKSHOP
KW 45/ 07.11. 07.11./08.11. KW 04/ 23.01. 23.01./24.01.
- Modellbau - Betreuung A5
KW 46/ 14.11. 14.11./15.11. KW 05/ 30.01. 30.01./31.01. Ausgabe Endabgabe
- Modellbau - Abgabe A5 UE 6: Layout
KW 47/ 21.11. 21.11./22.11. KW 06/ 06.02. 06.02./07.02.
Gastvorlesung in ACK Modellbau - Betreuung Darstellung Entwurf
KW 48/ 28.11. 28.11. KW 07/ 13.02. 13.02./14.02.
- Präsentation A2 UE 2: Skizze - Betreuung Darstellung Entwurf
KW 49/ 05.12. 05.12./06.12. Ausgabe A3 KW 08/ 20.02. Beginn Vorlesungsfreie Zeit
VL 3: Projektion Abgabe A2 UE 3: Projektion
KW 50/ 12.12. 12.12./13.12. KW 09/ 27.02. 27.02.
- Betreuung A3 Endabgabe Portfolio
KW 51/ 19.12. Weihnachtsferien
KW 52/ 26.12.
WS16/17 FG Borrego - TU Berlin
10-11
Collaborative Design Laboratory Architekturdarstellung und GestaltungProjekte
Landmarke Lausitzer Seenland Final Wooden House Green Roofed Labyrinth House Mirador Sanchinarro
Stefan Giers Sou Fujimoto Architects Estudio Entresitio MVRDV
Senftenberg, Deutschland - 2008 Kumamoto, Japan - 2008 Madrid, Spanien - 2014 Madrid, Spain - 2005
Jim Ellis Freeway Park Niederländische Botschaft “Labyrinth” House NA
Lawrence Halprin OMA Gijs Van Vaerenbergh Sou Fujimoto Architects
Seattle, Washington - 1976 Berlin, Deutschland - 2003 Genk, Belgien - 2015 Tokio, Japan - 2006
WS16/17 FG Borrego - TU Berlin
12-13
Collaborative Design Laboratory Architekturdarstellung und GestaltungLiteratur
[...] »Hier ist das Labyrinth«, sagte er, wobei er auf einen hohen lackierten gekommen, als daß ein solcher Band zyklisch, kreisförmig angelegt sein
Schreibtisch deutete. müßte. Ein Band, dessen letzte Seite mit der ersten identisch sein müßte,
»Ein Labyrinth aus Elfenbein!« rief ich. »Ein Miniaturlabyrinth?« mit der Möglichkeit, bis ins Unendliche fortzufahren. Ich habe auch an
»Ein Labyrinth aus Symbolen«, stellte er richtig. »Ein unsichtbares jene Nacht gedacht, die in der Mitte von Tausendundeiner Nacht steht,
Labyrinth aus Zeit. Mir, dem englischen Barbaren, war es beschieden, wo die Königin Scheherazade (infolge einer magischen Zerstreutheit
dieses durchscheinende Mysterium zu entschleiern. Nach über hundert des Abschreibers) sich anschickt, wortwörtlich die Geschichte von
Jahren sind die einzelnen Umstände natürlich nicht mehr festzustellen, Tausendundeiner Nacht zu erzählen, so daß sie Gefahr läuft, wieder bei
aber was vorfiel, läßt sich unschwer erraten. Ts’ui Pên dürfte einmal gesagt der Nacht, in der sie sie erzählt, anzukommen, und so immer fort. Ich habe
haben: ›Ich ziehe mich zurück, um ein Buch zu schreiben.‹ Ein andermal: mir auch ein platonisches Werk vorgestellt, das als Erbstück vom Vater
›Ich ziehe mich zurück, um ein Labyrinth zu schaffen.‹ Alle haben an zwei auf den Sohn käme, bei dem jedes neue Individuum ein Kapitel hinzufügen
Werke gedacht. Niemand ahnte, daß Buch und Labyrinth ein einziger oder mit pietätvoller Sorgfalt die Seite der Eltern verbessern würde.
Gegenstand waren. Der Pavillon der Lauteren Einsamkeit erhob sich Diese Mutmaßungen haben mich zerstreut; keine jedoch schien auch
mitten in einem vielleicht verschlungenen Garten; aus diesem Umstand nur im entferntesten auf die wiedersprüchlichen Kapitel von Ts’ui Pên
mögen die Leute auf ein physisches Labyrinth geschlossen haben. Ts’ui zuzutreffen. In dieser Ratlosigkeit wurde mir von Oxford das Manuskript
Pên starb; niemand in den ausgedehnten Ländereien, die ihm gehörten, übermittelt, das Sie durchgelesen haben. Natürlich bin ich an dem Satz
hat je das Labyrinth gefunden; das Durcheinander des Romans brachte hängengeblieben: ›Ich hinterlasse den verschiedenen Zukünften (nicht
mich auf den Gedanken, daß er das Labyrinth sei. Zwei Umstände haben allen) meinen Garten der Pfade, die sich verzweigen.‹ Fast sofort hatte ich
mir die schlüssige Lösung des Problems geliefert: einmal die sonderbare begriffen; Der Garten der Pfade, die sich verzweigen war der chaotische
Legende, Ts’ui Pên hätte es auf ein Labyrinth abgesehen gehabt, das im Roman. Die Wendung: ›verschiedene Zukünften (nicht allen)‹ brachte mich
strengen Sinne unendlich sein sollte. Zum anderen: ein Bruchstück eines auf das Bild der Verzweigung in der Zeit, nicht im Raum. Die abermalige
Briefes, den ich entdeckt habe.« Gesamtlektüre des Werks hat diese Theorie bestätigt. In allen Fiktionen
Albert stand auf. Für ein paar Augenblicke wandte er mir den Rücken zu; entscheidet sich ein Mensch angesichts verschiedener Möglichkeiten
er zog eine Schublade des goldenschwarzen Schreibtischs auf. Er kam für eine und eliminiert die anderen; im Werk des schier unentwirrbaren
zurück mit einem ehemals karmesinfarbenen, jetzt zu Rosa verblaßten Ts’ui Pên entscheidet er sich – gleichzeitig – für alle. Er erschafft so
Papier, das seidendünn und kariert war. Ts’ui Pêns Ruf als Kalligraph verschiedene Zukünfte, verschiedene Zeiten, die ebenfalls auswuchern
bestand zu Recht. Verständnislos und mit Inbrunst las ich die Worte, die und sich verzweigen. [...]«
ein Mann von meinem Blut mit winzigen Pinselstrichen hingemalt hatte:
»Ich hinterlasse den verschiedenen Zukünften (nicht allen) meinen Garten
der Pfade, die sich verzweigen.« Stillschweigend gab ich das Blatt zurück.
Albert fuhr fort:
Auszug aus:
»Bevor ich diesen Brief ausgrub, hatte ich mich gefragt, auf welche Jorge Luis Borges: Der Garten der Pfade, die sich verzweigen (1941). In: Jorge Luis Borges:
Weise ein Buch unendlich sein kann. Ich bin zu keinem anderen Schluß Fiktionen. Frankfurt am Main, 1994, S. 168-170.
WS16/17 FG Borrego - TU Berlin
14-15
Collaborative Design Laboratory Architekturdarstellung und GestaltungOrganisation
ANMELDUNG MODULBESTANDTEILE
Die Teilnahme an den Übungen des Wintersemesters 2016/17 und des Das Modul 6.1 Darstellen und Gestalten setzt sich aus folgenden
Sommersemesters 2017 ist nur nach vorheriger Anmeldung zum Modul 6.1 Komponenten zusammen:
Darstellen und Gestalten über QISPOS (Qisposnummer 2345489) möglich.
Darstellen und Gestalten I (WiSe 2016/17):
Zusätzlich wird die Teilnahme am Seminar Modellbau A1 (Wahlfach, - Aktive Teilnahme an Vorlesungen und Übungen
2SWS - 3LP) vom FG Modell+Design dringend empfohlen. Hierfür ist eine - Zeichnerische Ausarbeitung aller Arbeitsschritte des Übungsprogramms
separate Anmeldung über Listen erforderlich.
Darstellen und Gestalten II (SoSe 2017):
Außerdem werden die Studierenden gebeten, auf der Fachgebiets- - Aktive Teilnahme an Vorlesungen und Übungen
Homepage unter www.colab.tu-berlin.de/registrierung-ws1617 ein - Ausarbeitung aller Arbeitsschritte des Übungsprogramms
Formular auszufüllen, um den Kontakt per Email und die Koordination
während des Semesters zu erleichtern. Kurzfristige Änderungen und Für den erfolgreichen Abschluss des Moduls ist die Teilnahme an
Hinweise zu den aktuellen Lehrveranstaltungen sind ebenfalls auf der beiden Modulteilen in aufeinanderfolgenden Semestern, beginnend im
Homepage unter www.colab.tu-berlin.de zu finden und zu beachten. Wintersemester erforderlich.
Voraussetzung für die Anmeldung und die Betreuung in Übungsgruppen
ist die Immatrikulation im Fach Architektur bzw. Bautechnik/ MODULBEWERTUNG
Bauingenieurtechnik (Lehramtsbezogen) der TU Berlin. Mit der Anmeldung
verpflichten sich die Studierenden zur Teilnahme am kompletten Modul Die Prüfungsleistungen für das Modul 6.1 Darstellen und Gestalten werden
6.1 Darstellen und Gestalten und zur Einhaltung der Termine. Ein Rücktritt in Form einer Portfolioprüfung erbracht.
ist nur innerhalb der von Qispos vorgesehenen Fristen möglich.
Die Modulnote setzt sich aus den Noten der Einzelleistungen zusammen.
Wird eine der Teilleistungen (ohne Attestabgabe) nicht fristgerecht
oder nur unzureichend erbracht, geht diese mit der Note 5,0 in die
Gesamtbewertung ein.
Das Modul 6.1 Darstellen und Gestalten ist erfolgreich abgeschlossen,
wenn die Modulnote mindestens 4,0 beträgt.
WS16/17 FG Borrego - TU Berlin
16-17
Collaborative Design Laboratory Architekturdarstellung und GestaltungArbeitsmaterial
PFLICHTMATERIAL
- TZ-Dreieck mit 180°-Winkelteilung, längste Seite ca. 32cm
- Zeichenkarton Din A3, ca 190g/m²
- TK-Stifte (Fallminenstifte), Härtegrade 2H, HB, ggf. 4B
- Anspitzer für TK-Stifte (z.B. Drehspitzer mit Kunststoffdose)
- Radiergummi (Kunstoff und Kautschuk)
- Radierstift
- Radierschablone
- Zeichenbesen
- Rolle Transparent-Skizzenpapier, Breite 33cm, 22g/m²
- Rolle Klebeband (Feinkrepp)
- Schneidematte, empfohlen Din A1, mind. Din A3
- Schneidelineal, mind. 50cm mit Stahlkante
- Cutter-Messer mit Ersatzklingen (z.B. Olfa, Stanley)
ZUSATZMATERIAL
- Zeichenheft, empfohlen ca. Din A4, mind. Din A5 Collaborative Design Laboratory
- Zeichenschiene ohne Tuschekante, Länge mind. 80cm www.colab.tu-berlin.de
- Zeichenplatte für Zeichenschiene
- Zeichendreiecke ohne Tuschekante,
30°/60° und/oder 45°, längste Seite ca. 40cm
oder verstellbares Winkel-Dreieck
- Dreikantmaßstab mit den Maßstäben 1:20, 1:50, 1:100
- Zirkel mit Verlängerung, Einsatz für TK-Minen
- Reibebrettchen zum Spitzen der Zirkelmine
- Holzleim (z.B. Ponal Express)
- Zeichenmappe, Din A1, Graupappe
WS16/17 FG Borrego - TU Berlin
18-19
Collaborative Design Laboratory Architekturdarstellung und GestaltungAnalyse 1
AUFGABE
Setzen Sie sich mit dem Thema Labyrinthe auseinander.
Was macht ein Labyrinth aus? Welche Formen kann es annehmen?
Wo können wir Labyrinthe finden? Wie sind sie aufgebaut?
Suchen Sie sich ein Beispiel für ein architektonisches Labyrinth. Finden
Sie heraus, wer es entworfen hat, wo es sich befindet, wann es entstanden
ist. Versuchen Sie, sich den labyrinthischen Raum vorzustellen und zu
verstehen. Wie sieht der Weg aus, der durch das Labyrinth führt? Wie ist
die Beschaffenheit des Labyrinths, wodurch entsteht sie?
Stellen Sie anschließend die Struktur zeichnerisch dar. Wählen Sie
Darstellungen, mit denen sich die relevanten Prinzipien besonders gut
veranschaulichen lassen. Skizzieren Sie Ihr gewähltes Objekt in mindestens
einer diagrammatischen und einer atmosphärischen Zeichnung. Bringen
Sie zusätzlich ein Bild oder Foto des Objekts mit.
Untersuchen Sie außerdem das Ihnen zugewiesene Element und finden
Sie mindestens zwei neue Begriffe, die Sie ihm zuordnen können. Welches
Material kann diesen Eigenschaften entsprechen? In welcher Art lassen
sich die Eigenschaften übertragen? Finden Sie Materialien, die Sie im
weiteren Prozess verarbeiten können und bringen Sie Proben davon mit.
ABGABE
Gruppe A: Montag, 24.10.2016, 14uhr, Raum A204 (Studio Borrego)
Gruppe B: Dienstag, 25.10.2016, 14uhr, Raum A204 (Studio Borrego)
Tape
- 1 Foto/Bild des gewählten Beispiels, 25cm x 25cm Numen / For Use
mit Angaben zu Autor, Standort, Entstehungsjahr Rotterdam, Niederlande - 2016
- 1 diagrammatische Zeichnung, Zeichenkarton, 25cm x 25cm
- 1 atmosphärische Zeichnung, Zeichenkarton, 25cm x 25cm
- Materialproben
WS16/17 FG Borrego - TU Berlin
20-21
Collaborative Design Laboratory Architekturdarstellung und GestaltungModell 2
AUFGABE
Nutzen Sie Ihre Erkenntnisse aus der Analyse für den Entwurf eines eigenen
Objekts. Bilden Sie eine 2er-Gruppe mit einem anderen Studierenden, der
in Aufgabe 1 das gleiche Element bearbeitet hat wie Sie.
Planen Sie zusammen ein Labyrinth, das einen würfelförmigen Raum mit
einer Kantenlänge von 12,5m ausfüllt. Der Weg innerhalb soll für Menschen
begehbar und zusammenhängend sein. Er kann sich auf unterschiedlichen
Ebenen durch den Raum ziehen - sich verzweigen, verschachteln, verwirren.
Seine Ausläufer sollen die Begrenzung des Raumwürfels in seinen Flächen
berühren. So entstehen Verbindungen zu benachbarten Räumen, die
gemeinsam festgelegt werden müssen, damit ein kontinuierlicher Weg
durch das gesamte Labyrinth entsteht.
Niederländische Botschaft Energy Forest
Zeigen Sie Ihre Überlegungen in Form von möglichst detaillierten
OMA Sou Fujimoto
Zeichnungen und Skizzenmodellen in beliebigem Maßstab.
Berlin, Deutschland - 2003 2013
Bauen Sie anschließend im Rahmen des Modellbau-Workshops ein Modell
Ihres Labyrinths im Maßstab 1:50. Verwenden Sie dafür die Erfahrungen,
die Sie mit Ihren Arbeitsmodellen gemacht haben. Übertragen Sie die zu
Ihrem Element gefundene Materialität auf das Modell.
PIN-UP
Gruppe A: Montag, 31.10.2016, 10uhr, Modellbauwerkstatt ACK
Gruppe B: Dienstag, 01.11.2016, 10uhr, Modellbauwerkstatt ACK
- Skizzenmodelle, bel. Material, bel. Maßstab
- Skizzen/Zeichnungen der Planung, Zeichenkarton, 25cm x 25cm
PRÄSENTATION
Taichung Metropolitan Endless Stair
Opera House dRMM
Gruppe A + B: Montag, 28.11.2016, 10uhr, Modellbauwerkstatt ACK
Toyo Ito - Taichung, Taiwan - 2016 London, Großbritannien - 2013
- 1 Modell des Labyrinths im Maßstab 1:50, 25cm x 25cm x 25cm
WS16/17 FG Borrego - TU Berlin
22-23
Collaborative Design Laboratory Architekturdarstellung und GestaltungProjektion 3
AUFGABE
Projizieren Sie Ihr dreidimensionales Labyrinth auf die zweidimensionale
Zeichenfläche. Nutzen Sie die Formate Grundriss, Schnitt und Ansicht, um
Ihr Objekt umfassend abzubilden.
Zeichnen Sie so präzise wie möglich und wählen Sie geeignete Linienarten
und -stärken, die die Lesbarkeit der Zeichnungen verbessern.
VORGEHEN
Legen Sie für die Grundriss-Zeichnung eine horizontale Schnittebene
auf beliebiger Höhe durch Ihr Objekt. Projizieren Sie orthogonal auf eine
Zeichenebene, die sich unterhalb des Objekts parallel zur Grundfläche des
ursprünglichen Würfels und der Schnittebene befindet.
Stellen Sie geschnittene Elemente mit einer starken geschlossenen
Kontur und einer gleichmäßigen Schraffur innerhalb der Kontur dar.
Ansichtskanten werden mit einer dünneren Linie gezeichnet. Verdeckte
Kanten unterhalb der Schnittebene werden durch gleichmäßig gestrichelte
Linien repräsentiert, Linien oberhalb der Schnittebene durch Punktlinien.
BETREUUNG
Gruppe A: Montag, 12.12.2016, 14uhr, Raum A204 (Studio Borrego)
Gruppe B: Dienstag, 13.12.2016, 14uhr, Raum A204 (Studio Borrego)
ABGABE
Gruppe A: Montag, 02.01.2017, 14uhr, Raum A204 (Studio Borrego)
Gruppe B: Dienstag, 03.01.2017, 14uhr, Raum A204 (Studio Borrego)
- pro Student (Einzelarbeit):
1 Grundriss, 1 Schnitt, 2 Ansichten und 1 Dachaufsicht des Labyrinths Schnitt
- alle Zeichnungen im Maßstab 1:50, Zeichenkarton, 25cm x 25cm Pedro Pitarch - Master Thesis (ETSA Madrid)
WS16/17 FG Borrego - TU Berlin
24-25
Collaborative Design Laboratory Architekturdarstellung und GestaltungAxonometrie 4
AUFGABE
Zeichnen Sie mit Hilfe der zuvor erstellten Risse aus Aufgabe 3 insgesamt
zwei Axonometrien von Ihrem Objekt: eine Grundrissaxonometrie und eine
darauf basierende Durchsichts-, Schnitt- oder Explosionsaxonometrie.
Nutzen Sie Linienarten und -stärken geeignet, sodass die Art der grafischen
Aufbereitung Ihre Zeichnungen und deren Lesbarkeit unterstützt.
VORGEHEN
Zum Zeichnen der Grundrissaxonometrie verkleinern Sie den Grundriss
Ihres Projektes auf den Maßstab M1:125. Drehen Sie ihn nun im Ursprung
um 30° zur Horizontalen und platzieren ihn auf Ihrem Zeichenpapier. Die
vertikalen Kanten werden vom Grundriss aus ebenfalls in M1:125 senkrecht
eingezeichnet, die Längen können aus Grundriss, Schnitt oder Ansichten
entnommen werden. Stellen Sie sichtbare und verdeckte Kanten dar.
Wählen Sie anschließend aus Durchsichts-, Schnitt- und Explosions-
axonometrie die für Ihr Projekt am besten geeignete Darstellungsart.
Nutzen Sie die Darstellung, um das System Ihres Labyrinths zu erklären.
BETREUUNG
Gruppe A: Montag, 09.01.2017, 14uhr, Raum A204 (Studio Borrego)
Gruppe B: Dienstag, 10.01.2017, 14uhr, Raum A204 (Studio Borrego)
ABGABE
Gruppe A: Montag, 16.01.2017, 14uhr, Raum A204 (Studio Borrego) The City of the Captive Globe
Gruppe B: Dienstag, 17.01.2017, 14uhr, Raum A204 (Studio Borrego) Rem Koolhaas mit Zoe Zenghelis - 1972
- 1 Grundrissaxonometrie (isometrisch), Zeichenkarton, 25cm x 25cm
- 1 Durchsichts-/Schnitt-/Explosionsaxonometrie (isometrisch),
Zeichenkarton, 25cm x 25cm
WS16/17 FG Borrego - TU Berlin
26-27
Collaborative Design Laboratory Architekturdarstellung und GestaltungPerspektive 5
AUFGABE
Konstruieren Sie mit Hilfe der Riss-Zeichnungen aus Aufgabe 3 und der
Axonometrien aus Aufgabe 4 eine Zentralperspektive von Ihrem Labyrinth.
Beleben Sie Ihre Zeichnung mit insgesamt 12 Staffage-Elementen, die
unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten zeigen. Wählen Sie Linienarten
und -stärken geeignet, um die Lesbarkeit der Zeichnung zu unterstützen.
VORGEHEN
Für die Konstruktion der Zentralperspektive verkleinern Sie einen Grundriss
Ihres Projektes (wie schon für Aufgabe 4) auf den Maßstab M1:125.
Platzieren Sie den Grundriss gemäß der vorgegebenen Blattaufteilung und
nutzen Sie ihn zum Erstellen einer Über-Eck-Perspektive. Die vertikalen
Kanten bleiben in der Darstellung senkrecht, ihre Längen können
aus Schnitten oder Ansichten entnommen und an geeigneten Stellen
eingemessen werden. Zeichnen Sie sichtbare und verdeckte Kanten ein.
Zeigen Sie außerdem verschiedene Nutzungen oder Möglichkeiten der
Durchwegung des Labyrinths durch die geschickte Positionierung von
Personen oder Objekten.
BETREUUNG
Gruppe A: Montag, 23.01.2017, 14uhr, Raum A204 (Studio Borrego)
Gruppe B: Dienstag, 24.01.2017, 14uhr, Raum A204 (Studio Borrego)
ABGABE
Gruppe A: Montag, 30.01.2017, 14uhr, Raum A204 (Studio Borrego)
Gruppe B: Dienstag, 31.01.2017, 14uhr, Raum A204 (Studio Borrego)
- 1 Zentralperspektive mit 12 Staffage-Elementen, Shibaura House
Zeichenkarton, 25cm x 25cm SANAA - Tokio, Japan - 2011
WS16/17 FG Borrego - TU Berlin
28-29
Collaborative Design Laboratory Architekturdarstellung und GestaltungPortfolio 6
AUFGABE INHALT PORTFOLIO
Erstellen Sie aus Ihrer Semesterarbeit insgesamt zwei Zeichenmappen: 2 Modell
ein sauberes Portfolio und eine Arbeitsmappe. 2 Fotos des Endmodells, 25cm x 25cm
z.B. Modell von außen, von innen, offen/geschlossen, Detail etc.
Das Portfolio enthält nach vorgegebenem Layout alle Endergebnisse der 3 Projektion
Aufgaben 2 bis 5. Die Originalzeichnungen sollen aus dem Portfolio einzeln 1 Grundriss
entnommen werden können, dürfen also NICHT fest mit dem Trägerpapier 1 Schnitt
verklebt werden. Die Beschriftung der Arbeitsschritte soll einheitlich 2 Ansichten
und gut lesbar sein. Die Abgabe des vollständigen Portfolios erfolgt in 1 Dachaufsicht des Labyrinths, jeweils im Maßstab 1:50
gebundener Form, so, dass alle Seiten gut aufklappbar sind. 4 Axonometrie
In der Arbeitsmappe sind alle Zeichnungen des Arbeitsprozesses aus 1 Grundrissaxonometrie
diesem Semester geordnet zusammenzustellen. Sie umfasst neben 1 Durchsichts-/Schnitt-/Explosionsaxonometrie (ggf. verkleinert)
Skizzen und älteren Zeichnungsversionen insbesondere die Herleitung 5 Perspektive
und Konstruktion der einzelnen Arbeitsschritte sowie die Aufgabe 1. 1 Über-Eck-Perspektive mit 12 Staffage-Elementen
Die Abgabe erfolgt gesammelt in einer geeigneten Mappe (max. A3). Die
Bindung der Zeichnungen ist hier nicht notwendig. INHALT ARBEITSMAPPE
Beide Zeichenmappen sind einzeln von jedem Studenten anzufertigen. 1 Analyse
Idealerweise haben Gruppenpartner unterschiedliche Darstellungsweisen 1 Foto/Bild des gewählten Beispiels, 25cm x 25cm
bzw. -seiten für das gemeinsame Labyrinth gewählt. Die Zeichnungen mit Angaben zu Autor, Standort, Entstehungsjahr
sind jeweils auf Zeichenkarton im Format 25cm x 25cm anzufertigen und 1 diagrammatische Zeichnung des Beispiels
unabhängig von der Einbindung in eine Mappe an unauffälliger Stelle mit 1 atmosphärische Zeichnung des Beispiels
dem vollständigen Namen zu beschriften. Materialproben oder Fotos davon
Zusätzlich ist das Endmodell aus Aufgabe 2 im Original abzugeben. 2 Modell
Skizzen und Fotos der Arbeitsmodelle
ENDABGABE 3 Projektion
Skizzen und ältere Versionen der Riss-Zeichnungen
Montag, 27.02.2017, 10-16uhr in Raum A811 (Fachgebiet im 8.OG) 4 Axonometrie
Skizzen und Probezeichnungen der Axonometrie
- 1 Portfolio mit den Endergebnissen der Aufgaben 2-5 ggf. Durchsichts-/Schnitt-/Explosionsaxonometrie in Originalgröße
- 1 Arbeitsmappe mit allen Zeichnungen des Arbeitsprozesses 5 Perspektive
- 1 Endmodell des Labyrinths im Maßstab 1:50, 25cm x 25cm x 25cm 1 Konstruktionsblatt der Perspektivzeichnung
WS16/17 FG Borrego - TU Berlin
30-31
Collaborative Design Laboratory Architekturdarstellung und GestaltungSie können auch lesen