Mein erster Flug mit dem Karpf-Baby HB-494

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02 / 2011

Informationsblatt des Oldtimer-Club Schänis                                 Auflage 200 Exemplare • erscheint 1-2mal jährlich

  Mein erster Flug mit dem
  Karpf-Baby HB-494
  (oder «eine Umschulung zurück in die alten Zeiten» von Daniel Steffen)

Grau ist jede Theorie. Aber am Pfingst-    gen Ausdauer, ja Hartnäckig­      keit,    der letzten Restauration in einem per-
sonntag, 12. Juni 2011, kam Farbe ins      durchzuziehen». Den Hauptanteil der        fekten Zustand. Das offene Cockpit
Spiel. Nachdem ich schon vieles über       rund 1100 Arbeitsstunden leistete Willy    macht das Baby zum attraktiven «Fun-
das Grunau- respektive Karpf-Baby          Fahrni als Projektleiter. Der OCS war      Flugzeug», über die Gleitzahl von be-
gelesen hatte, durfte ich in Blumberg      während fast drei Jahrzehnten Halter       scheidenen 17 rümpfen nicht wenige
auf das Karpf-Baby, HB-494, des Old-       der HB-494, Eigentümer blieben Jo-         Segelflieger die Nase. Das Baby ist nur
timer Clubs Schänis (OCS) umschulen.       hannes Bucher, Hans Hodel und Alfred       für lokale Flüge geeignet.
Werner Rüegg nahm sich Zeit für mich.      Schulthess. Am 17. Mai 2010 schenk-
                                           ten die drei das Karpf-Baby definitiv      Die wenigen Instrumente sind schnell
Die umfassende Restauration der HB-        dem OCS. Seit Anbeginn ziert das           erklärt. Kein Elektrovariometer, kein
494 in den 80er-Jahren war der erste       Baby als Karikatur das OCS-Logo.           Funk. Den ungewohnten Höhenmes-
Meilenstein in der Geschichte des                                                     ser mit einem Durchgang von 500 Me-
OCS. Der damalige Präsident, Jürg-         Die Baby-Konstruktion stammt aus           tern kenne ich aus anderen OCS-Flug-
Yves Böni, schrieb: «Der OCS hat mit       den frühen 30er-Jahren, gebaut wurde       zeugen. Die kleinen Bremsklappen auf
der Restauration bewiesen, dass er         die HB-494 im Jahre 1945 vom Flug-         der Flügeloberseite vermitteln keinen
imstande ist, ein Vorhaben allen Un-       zeugbau Emil Karpf, Seelmatten bei         wirkungsvollen Eindruck. «Stimmt!»,
kenrufen zum Trotz, nicht nur anzureis-    Bichelsee / Turbenthal ZH. Die HB-494      bestätigt mir Werner. Jetzt verstehe
sen, sondern auch mit der notwendi-        präsentiert sich auch 24 Jahre nach        ich, warum meine Ka-2-Checkflüge
dem hoch angesetzten Flügel besteht          räusch. Es dauert eine Weile, bis ich
                                             kaum Gefahr, mit einem Flügelende das        realisiere, dass 1000 Meter unter mir
                                             Gras zu berühren. Nach dem Abheben           eine Dampflokomotive gepfiffen hat. Im
                                             steige ich auf ca. zwei Meter und greife     offen Cockpit bekommt man mehr mit.
                                             zur schwarzen Klinke. Kein Geräusch,         Es ist schön, die Nase im Wind zu
                                             also war ich hoch genug. Ich muss            haben.
                                             Housi recht geben, das Baby fliegt sich
                                             federleicht.                                 Nach anderthalb Stunden frage ich
                                             Albert schleppt mich konstant mit lang-      mich, ob man den permanenten Wind
                                             samen 80 km/h, sodass ich den langen         von rund 50 km/h nicht auch abstellen
                                             Steuerknüppel nicht bis zum Anschlag         könnte. Ich denke an die Ballonfahrer,
                                             drücken muss. In 1100 Metern über            welche von der absoluten Windstille an
                                             Platz klinke ich aus.                        Bord schwärmen. Und ich beginne zu
                                                                                          erahnen, warum einzelne Segelflug-
                                             Das Baby fliegt sich angenehm und ist        gruppen ihre Babys in den 50er-Jahren
                                             um die Längsachse wendiger, als ich es       mit geschlossenen Hauben nachgerüs-
                                             mir von der Spalinger S 18 her gewohnt       tet haben. Nach zwei Stunden wird das
                                             bin. Ich nehme die Geschwindigkeit auf       Sitzen unbequem und ich friere defi­
beim OCS immer mit einer Glissade            45 km/h zurück und falle nicht vom           nitiv. Dank der guten Thermik sinke ich
enden müssen. Eine kognitive Heraus-         Himmel. Der Schnellflug macht keinen         nie unter 1700 über Meer. Meine
forderung sind die drei Griffe an ein und    Spass, weil der im Quadrat steigende         hochseetaugliche Henry-Lloyd-Segel-
demselben Ort: Blau für die Bremsklap-       Widerstand das Baby zum Fallschirm           jacke ist zwar in einem Flugzeug nicht
pen, Gelb für die Bugklinke und              werden lässt. Nach 13 Minuten hat            stilecht, aber dank dem gefütterten
Schwarz für die Radklinke. Letztere hat      mich die Erde wieder, Werner bezeich-        Kragen mit Klettverschluss äusserst
Walter erst kürzlich eingebaut, weil der     net meine erste Baby-Landung als ge-         praktisch für die Windstärken zwischen
Start auf der Kufe den schwach motori-       lungen.                                      7 und 12 Beaufort, welche an Bord der
sierten Schleppmaschinen Mühe berei-                                                      HB-494 permanent herrschen.
tet. Der Radabwurf sollte in einer Höhe      Vor meinem nächsten Start muss das
von 2 Metern erfolgen, andernfalls kann      Schleppflugzeug aufgetankt werden.           Nach 2 Stunden und 41 Minuten setze
das hochspringende Rad den Rumpf             Dann wird es auf einen Rundflug ent-         ich das Karpf-Baby ins Gras. Es ist
oder das Höhenleitwerk beschädigen.          führt. In den viel zu warmen Kleidern        angenehm warm am Boden und ich
                                             (Gott sei Dank ohne Schal und Hand-          strahle über das ganze Gesicht. Beim
Zur Baby-Ausrüstung gehören Schal            schuhe) warte ich eine halbe Stunde          Einräumen in den Hangar stellt Werner
und Handschuhe. Ich lehne dankend            angeschnallt im Cockpit. Endlich ist es      fest, dass der schwarze Radabwurf­
ab, das tue ich mir bei dieser Hitze nicht   soweit. Auch der zweite Radabwurf            klinkengriff abgebrochen ist. Ich kann
an. Der hohe, enge Einstieg ins Cockpit      klappt einwandfrei. Diesmal soll ich un-     mich nicht daran erinnern, wie ein Affe
zeigt, dass das Baby für junge, gelen­       ter anderem das Baby bis zum Abkip-          am Hebel gezogen zu haben. Vermut-
kige Piloten gebaut wurde. Die Knie          pen aushungern. Ich kreise mit einer         lich hat Walter das Teil zu schwach
bilden den Querruder­   anschlag. Meine      Geschwindigkeit von weit unter rot,          konstruiert. Am nächsten Tag flickt
Nervosität steigt. Doch das Wissen,          ohne abzukippen. Auftrag nicht erfüllt.      Walter den Schaden (danke!) und Jürg
dass früher Flugschüler ihren ersten         Viel zu hoch gehe ich in den Gegen­          Bär schreibt als Fluglehrer folgenden
Alleinflug auf dem Baby absolviert           anflug, wage es aber nicht, allzu weit       Text in mein Flugbuch: «Einweisung
haben, beruhigt mich. Aus heutiger           über eine Hochspannungs­     leitung hin-    Baby ok». Damit habe ich Lizenz zum
Sicht ist es nicht nachvollziehbar, wie      aus zu fliegen. Mit einer gewaltigen Glis-   offen Fliegen in der Tasche. Ich freue
man einen Flugschüler in einem ihm           sade geht es im Endanflug dem Boden          mich auf meinen nächsten Baby-Flug.
nicht vertrauten Flugzeug auf den ers-       zu. Trotzdem wird die Landung zu lang.
ten Alleinflug schicken konnte. Damals                                                    Drei Wochen später finde ich ein gros-
wollte man die wertvolle doppelsitzige       Der dritte Flugauftrag lautet «Thermik-      ses Kuvert in meinem Briefkasten. René
Schulmaschine nicht riskieren. Hans          flug». Skeptisch schaut Albert in den        Stierli hat einen Film zum Blumberger
Nietlispach hat als Versuchsküken das        Himmel, denn es ist bereits 16.30 Uhr.       Oldtimer-Fliegen 2011 gedreht. In aller
Verfahren positiv erlebt: «Das Baby flog     Dann schleppt er mich in einen runden        Ruhe kann ich zwei meiner Radabwürfe
sich federleicht, es folgte allen Steuer-    Ein-Meter-Schlauch gleich neben dem          studieren. Die gefällige Musik lockt
bewegungen adrett ausgeglichen. Viel         Flugplatz. Schlepppiloten, welche die        meine Ehefrau an. Sie ist von den Bil-
einfacher zu fliegen als die grosse Kiste    Thermik in Windrichtung weitab vom           dern fasziniert und meint trocken:
(Spalinger S 21)».                           Flugplatz suchen, sind bei Baby-Piloten      «Schade, dass die Realität anders aus-
                                             nicht beliebt. Das Karpf-Baby lässt sich     sieht: Auf Flugplätzen ist es heiss und
Die Schleppmaschine rollt heran und          in der Thermik eng und langsam krei-         beim Fliegen wird man luftkrank!»
Erwin montiert am Schleppseil den            sen. Lautlos (im OCS sind piepsende
Spezialring für die Baby-Klinke. Ich bin     Elekrovarios verpönt) gewinne ich an
bereit, die Piper beginnt zu rollen. Bei     Höhe. Plötzlich ein merkwürdiges Ge-
Der OCS-Moswey berichtet aus seinem
zweiten Segelfluglager in Münster im Goms,
aufgezeichnet von Thomas Bircher

Hier spricht
Moswey
HB-374 …
Ich habe mich riesig gefreut wieder in     Viele Stoffkameraden sind auch unter-      wir sonst nicht so viel vom modernen
die Berge zu gehen zu dürfen; warum        wegs, heute ist etwas los am Himmel!       «Elektronik-Zeugs» halten, das die mo-
denn muss ich nun aber im finstern         Vier von diesen Gleitschirmen sehe ich     dernen Flugzeug-Rümpfe ausfüllt, bis
Hangar resignieren?                        beim Grimselsee in ungefähr 1 km Ab-       man kaum mehr Platz hat zum
                                           stand vor mir, und alle fliegen gerade     Sitzen …
Aha, es soll am Wetter liegen! Willy       aus...
Waiblinger war schon eine Woche in         Also hopp, hinterher und siehe da, es      He, aber warum muss ich jetzt, nach
Münster und ging dann aber zwischen-       steigt im Geradeausflug von 2900m bis      diesem tollen Flug über die Walliser
durch wegen des schlechten Wetters         auf 3400m mit toller Sicht auf die Glet-   Alpen, schon wieder in die Blech-
heim ins Unterland.                        scherwelt. Aber was soll ich mehr sch-     schachtel?
Als er mich dann aber montiert im Han-     reiben, die Kamera hat mich gefilmt,       Aha, das schlechte Wetter plagt
gar vorfand, schleppten wir doch noch      schaut Euch diesen Film selber an. An      scheinbar nicht nur uns Flieger im
ans Galmihorn.                             der nächsten GV im März 2012 wird          Obergoms – nein, weil es wieder so
Viel mehr als ein Gleitflug lag aber we-   Rumi ihn zeigen.                           stark regnen wird am Freitag, und das
gen einer neuen Wolkenabdeckung                                                       Open-Air Rockfestival von Kaja in
schon nicht mehr drin...                   Willy und Walti verlassen das Lager,       Münster in den Hangar verlegt werden
                                           ich fühle mich einsam und bin froh,        muss, müssen wir Flieger uns ein biss-
Am 29.Juli, endlich, wird das Wetter       dass Andrea Schlapbach, mit mir luft-      chen schmal machen!
besser, die Basis ist aber noch tief, so   wandeln will. Andrea, einer jener Pilo-    Es wurde übrigens ein friedliches und
bleiben wir im Goms.                       ten, welche das wichtigste Instrument      nettes Fest, und so überstanden mein
1. August: Da darf es schon etwas          der letzten Jahre geschaffen haben:        Anhänger und ich die Festival-Nacht
Spezielles sein. In 4 1/2 Stunden fliege   das FLARM, ein Kollisionswarngerät         ohne Schaden.
ich mit Rumi, meinem Piloten, mein         für Segelflugzeuge.
erstes FAI - Dreieck: Grimsel, Goppen-     Ja, für dieses Gerät sind auch wir Ol-
stein, Binntal, Grimsel.                   dies sehr, sehr dankbar – auch wenn

     AGenda 2012
                                                                                                 Rest. «Hirschen»,
      Generalversammlung                        Samstag, 24. März 2012
                                                                                                 Schänis
      Anfliegen                             Freitag – Sonntag,
                                                                                                 Flugplatz Schänis
      (mit Apero am Samstag, 31. März 2012) 30. März – 1. April 2012
      Frühlings-Segelfluglager Nötsch
                                                Donnerstag – Samstag,
      bisher sind Interessen angemeldet                                                          Nötsch (Kärnten, A)
                                                26. April – 12. Mai 2012
      für Ka 6 und Moswey
                                                Samstag – Sonntag,
      Oldtimerwoche Blumberg                                                                     Blumberg (D)
                                                26. Mai – 3. Juni 2012
      OSV-Treffen                               Freitag – Sonntag,
                                                                                                 Blumberg (D)
      (Schweizer Oldtimertreffen)               1. Juni – 3. Juni 2012
Das Internationale Vintage-Glid

                        Werner Rüegg         gen hatte, und Elisabeth und ich san-       Römerstadt, in der Kaiser Marc Aurel
                                             gen zu seinem Gedenken eines seiner         mehrere Jahre residierte. Wir flogen
                                             Lieblingslieder: «Wenn wir erklimmen        über die Hundsheimer Höhe und den
Haupttreffen Spitzerberg                     schwindelnde Höhen ...» Das Lied von        Spitzerberg, Ausläufer der Karpaten,
Wer gedacht hatte, die Spitzerberger         den Bergvagabunden. Zu seinem               wo ein vorzüglicher «Heuriger» wächst
wären nicht in der Lage, ein internatio-     Nachfolger wurde Nick Newton aus            und schliesslich über die riesige Ebene,
nales Oldtimertreffen mit 100 Flugzeu-       England gewählt.                            in der aus der Ferne der Neusiedlersee
gen und ca. 350 Teilnehmern zu orga-         Durch die nahen, grossen Flughäfen          glitzerte.
nisieren, hat sich gründlich getäuscht.      Wien und Bratislava war man fliege-
Ein vorbildlich organisierter Flugbetrieb,
der kaum Wartezeiten verursachte,
überraschte uns. Viele Helfer mit Fahr-
zeugen standen bereit, um die gelan-
deten Segler wieder an den Startplatz
oder zu den Hangars und zu den Ab-
stellplätzen zu bringen. Im ausgeräum-
ten Hangar war viel Platz für Briefings,
Abendanlässe (Internationaler Abend,
Oesterreichischer Abend etc.), sowie für
die ausgiebig genutzte Festwirtschaft.

Ein ständig besetztes Büro bot Hilfe für
alle erdenklichen Auskünfte. Sehr gute       Bergfalke über Litauen, Pociunai            Aalen Elchingen: Warten im Regen
Touristikangebote in die geschichts-
trächtige Umgebung standen zur Ver-          risch etwas eingeengt. Streckenflüge        Vortreffen Aalen/Elchingen
fügung und wurden auch rege benutzt.         waren praktisch unmöglich. Die An-          Vor dem Haupttreffen in Spitzerberg
Die Rally-Atmosphäre war dement-             sprüche mit Transponder, Durchflugs-        fand das familiäre «Rendez-vous» in
sprechend freundlich, gelöst und sehr        bewilligungen, Funk und Voice waren         Aalen/Elchingen statt, vortrefflich orga-
herzlich.                                    für uns Oldtimer nicht wirklich zu erfül-   nisiert von Peter Ocker und seinem
Zu Beginn des Anlasses gedachten             len. Wir flogen also ausgiebig, bei recht   Team.
wir in einer würdigen Feier unseres          ansprechendem Wetter, im freien Sek-        Anfänglich war Geduld gefragt: War-
Gründers, Chris Wills, der im vergan-        tor über der interessanten Landschaft       ten, warten ... bei nasskaltem Wetter,
genen Mai verstorben war. In unserem         am Donauknie. Unter uns lag die unter       doch dann folgten zwei sehr gute Tage
Schweizer-Beitrag erinnerten wir daran,      Schutz stehende Auenlandschaft.             mit herrlichen Flügen. Bei hoher Basis
dass Chris jeweilen sehr gerne gesun-         «Carnuntum» hiess die einstige grosse      ging es über die Alb, bis zum Hornberg
er-Rally mit Ausblick auf 2012

                                             Der traditionelle Schweizertisch am Internationalen Abend

                                             Richtung Stuttgart, über den riesigen        Stapfer. Glücklicherweise waren da
                                             Meteoritenkrater «Nördlinger Ries», und      auch noch die Ehefrauen, Gallikers und
                                             für die eher lokal fliegenden Old­timer      als Gäste Margrit und Max Räz. So
                                             zur Abtei Neresheim mit der riesigen         präsentierten wir noch recht gut am
                                             Klosterkirche.                               Internationalen Abend. Aber wenn man
                                                                                          zurückdenkt an die Zeiten, als allein
                                             Die Schweizer, wo sind sie                   der OCS mit drei oder einmal auch mit
                                             geblieben?                                   allen vier Flugzeugen dabei war, als da
                                             Am Vortreffen waren zwei Schweizer           die «Amis Romands» aus dem Welsch-
                                             Segelflugzeuge, in Spitzerberg deren         land und die Ostschweizer noch dabei
                                             drei mit vier Piloten: Lilly Grundbacher,    waren, überfällt einen beinahe etwas
 Aalen Elchingen: Warten im Regen            Beat Huber, Werner Rüegg und Kurt            Wehmut…

  Ausblick: Nächstes Jahr geht es nach Polen und Litauen !
  Schauen wir doch bereits heute etwas voraus. Dies umso mehr, weil wir für das kommende Ralley in Polen und Litauen
  wirklich ein neues Land betreten werden! Nichts von «déjà vue» ..., ein Blick in die unten aufgeführten Homepages wird es
  zeigen!
  Das Vortreffen ist in Nordpolen, in den touristisch sehr attraktiven Masuren, auf dem Flugplatz Olsztyn (23. bis 28. Juli 2012)
  www.zabytkoweszybowce.pl
  Das Haupttreffen findet statt in Pociunai, Litauen, bekannt als Austragungsort von internationalen Segelflugwettbewerben
  (30. Juli bis 9. August 2012) http://vgc2012.pociunai.lt
  Im Anschluss an das Rally wird Harald Kämper eine Reise nach Rossitten im russischen Teil der Kurischen Nehrung organi­
  sieren (10. bis 12. August). Hier wurde in der Pionierzeit des motorlosen Fluges im Rahmen der Rhön-Rossitten Gesell-
  schaft Segelfluggeschichte geschrieben. Es sollen an der Ostseeküste, an historischer Stelle, mit einem Grunau Baby
  Gummiseilstarts gemacht werden. Man wird zweimal in einem Hotel übernachten. Zur Reise gehört eine Besichtigung von
  Königsberg (Kaliningrad).
  Ein einzigartiges Erlebnis lockt !
  Wer weitere Informationen möchte oder sich heute schon zur aktiven Beteiligung an diesem sicher speziellen Rally entscheiden
  kann, heute schon Interesse hat, möge sich bitte umgehend bei unserem Kontaktmann zum VGC melden: Werner Rüegg,
  Uf Rüti, Ried Gibswil.
Gummiseilwochenende 2011
Mauborget                                       von Walter Schmid

                                                                                       schöner Cumuli über der Jurakrete
                                                                                       konnte keines der verschiedenen Flug-
                                                                                       geräte die Höhe halten. Nach 15, 20
                                                                                       Minuten landeten alle, weit verstreut, in
                                                                                       der riesigen Landewiese.
                                                                                       Für einen zweiten Start war es dann zu
                                                                                       spät. Nachdem alle Flugzeuge in den
                                                                                       Anhängern verstaut waren, war es Zeit
                                                                                       zum Nachtessen. Es war heiss und der
                                                                                       Durst entsprechend gross.

                                                                                       Am Samstag, Briefing am Startplatz.
                                                                                       Flucht vor dem einsetzenden Regen
                                                                                       unter die Buchen am Waldrand. Nächs-
                                                                                       ter Fixpunkt: Um vier Uhr, Apero im
Willy Waiblinger bei den letzten Anpassungen vor dem Start…                            Restaurant beim Gleitschirmstartplatz.
                                                                                       Ein gutes Nachtessen wurde serviert.
Die Wetterprognose für das Wochen-           platz. Einige Autos und zwei Anhänger,
ende vom 16. bis 18. Sept. 2011 in           unter meiner Führung, verirrten sich in   Den welschen Kollegen wurde, mit viel
Mauborget versprach nichts Gutes….           den Wäldern. Am Startplatz angekom-       Applaus, die gute Organisation ver-
Also wurde umdisponiert – eine Meister­      men, wurde schon fleissig montiert. Da    dankt. Als Bhaltis gab’s eine dunkel-
leistung, die sich ausbezahlt machen         waren eine Olympia Meise, ein Spatz,      blaue Montageschürze mit aufgenäh-
sollte…                                      ein Moswey, vier Grunau Babys und         tem Mauborget Logo. Vielen Dank.
                                             drei Archäopteryx mit eigener Startvor-   Auch der Küchenchef wurde be-
Am Freitag Besammlung bei der grünen         richtung.                                 schenkt.
Scheune am Dorfeingang von Cham-                                                       In der Nacht auf Sonntag ab und zu
pagne. Landeplatzbesichtigung. Dann,         Leider war die Obergrenze der Inver­      Blitz und Donner. Die Heimreise dann
statt Flachlandtraining, direkt zum Start­   sion etwa auf Startplatzhöhe. Trotz       im Dauerregen.

                 Alt und neu beisammen – zwei Generationen treffen sich am
                      Gummiseilwochenende der Oldtimer-Segelflieger:

Karpf Baby Baujahr 1944                                             Archäopterix ca. Baujahr 2010,
Leergewicht 160 kg                                                  Leergewicht 60 kg
Spannweite13,6 m, beste Gleitzahl 17                                Spannweite 13,6 m, beste Gleitzahl 28
Treffen in Amlikon
Kurzbericht über das Treffen der Schweizerischen Oldtimer Segelflugvereinigung (OSV) Schweiz in Amlikon von Willy Waiblinger

Am Freitag war es unglaublich heiss
und stabil, das Fliegen war kein Ver-
gnügen, die Thermik marginal. Erste
Aussenlandung von Silvio Polla mit
Baby neben dem Flugplatz, weil zu viel
Leeabwind vor dem Eindrehen in den
Queranflug (immerhin ist die Thur da-
zwischen...).
Apéro gestiftet von Werni Roth, toll;
Nachtessen Spagetti mit Saucen zu
Fr. 10.– à discrétion — super.

                                                                                     Temperatursturz auf Samstag: Faser-
                                                                                     pelz­­
                                                                                         jacke und lange Hose zwingend
                                                                                     nötig, ans Fliegen nicht zu denken.
                                                                                     Wetterprognose: daneben geraten, auf
                                                                                     Nachmittag Besserung versprochen,
                                                                                     dafür pro gelesenem Krimi-Kapitel ein-
                                                                                     mal Regen und einmal Sonnenschein…
                                                                                     Nachtessen zu Fr. 16.50 toll: Ge-
                                                                                     schnetzeltes, Teigwaren, Gemüse aus-
                                                                                     gesprochen gut. Ansprachen und
                                                                                     Geschenkeverteilen nach dem Essen
                                                                                     nicht im Freien, weil zu kalt...

Sonntag: Gutes Flugwetter, Willy
«peitscht» unsere Piloten erfolgreich
immer wieder zum Start, und sorgt da-
mit dafür, dass die OCS-Flieger mög-
lichst alle immer in der Luft sind.
Man kann am Seerücken von Kreuzlin-
gen bis Stein am Rhein gut fliegen!
Die Ka-2 berichtet über das Schluss­
fliegen vom 24.9 - 25.9 in Schänis
erlauscht von Rumi (Thomas Bircher)

Was für eine herrliche Sonne, und erst noch kein Nebel dazu!
Jetzt kann’s losgehen oder ist heute tatsächlich das OSC
Schlussfliegen am Saisonende?
Beim Montieren haben sie mir wie gewöhnlich mit dem
Gummihammer auf die Bolzen gehauen, aber nun bin ich
startbereit. Oh, heute ist ja noch Schulung angesagt, da werde
ich wohl einiges zu sehen und zu hören bekommen – aber wir
wollen diskret bleiben, ich schweige darüber...

Auch unser hübscher Mösel, unser attraktives Cabriolet, das Baby, und die           Am Sonntagabend werden dann aber
rassige Ka6 sagten mir aus der Luft HALLO… Das ist eine Stimmung wirklich,        allen OCS-Fliegern die Batterien weg-
gemütlich und harmonisch!                                                           genommen leider ein untrügliches
Baby und Moswey dürfen diese Nacht sogar im Hangar unterschlüpfen danke liebe       Zeichen, dass es eben doch Saison-
SG Lägern! Ich darf am Pistenrand nochmals im Pyjama im Freien übernachten.         schluss ist, und nicht Frühlingsanfang…
Die Ka6 muss sich leider sich schon heute in den Anhänger und in den Winter
verabschieden zu wenige Piloten wollen am Sonntag nochmals in die Luft.

Die Ecke des Kassiers
                                                                 Willy Waiblinger

 OCS-Stimmbeteiligung 2011:                                                         Impressum

 99.37% ....!                                                                       REDAKTION
                                                                                    Vorstand OCS
                                                                                    Jürg Baer, Stuketenstrasse 14
 Alle Mitglieder haben ihren Beitrag an den OCS im Jahre 2011 geleistet, alle       8332 Russikon
 – das wären doch 100%?
                                                                                    GESTALTUNG
 Leider ist Ende 2010 aber ein Gönner verstorben; die Mitteilung über seinen        Trois Mots
 Tod erreichte uns erst im Frühling 2011, sodass sein Beitrag in der Statistik      Barbara Berger
                                                                                    Grubenstrasse 45, 8045 Zürich
 2011 nicht mehr erscheinen kann.
                                                                                    DRUCK
 Der Kassier dankt allen Aktiven, Passiven und Gönnern herzlich für                 Ritschard & Schwarzenbach AG
 ihren Betrag 2011. Möge es 2012 gleich sein..!                                     Forchstrasse 30, Postfach, 8032 Zürich
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