Nur der Anfang Über den schwierigen Weg zur Endlagerung des Atommülls - Einblicke

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Nur der Anfang Über den schwierigen Weg zur Endlagerung des Atommülls - Einblicke
Einblicke
                                                    Nr. 12 /Dezember 2021

            Das Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung

 Ausstieg aus der Kernenergie

Nur der Anfang
vom Ende
 Über den schwierigen Weg zur Endlagerung des Atommülls
Nur der Anfang Über den schwierigen Weg zur Endlagerung des Atommülls - Einblicke
Momentaufnahme

    Bis zu 10 000 Kilometer mit einer „Tankfüllung“ – das war der Traum von William Clay Ford
    (im Bild), dem Enkel des Automobilpioniers Henry Ford. Doch nicht mit Benzin sollte der
    1958 als Modell vorgestellte Ford Nucleon fahren, sondern mit billiger Atomkraft. Die
    durch Kernspaltung in einem Miniaturreaktor erzeugte Wärme sollte über eine Dampf­
    turbine das Fahrzeug antreiben. Die Idee passte in die Zeit – umgesetzt wurde sie zum
    Glück nie.

    TITELBILD: Das Kernkraftwerk Philippsburg ging Ende 2019 vom Netz.
    Am 14. Mai 2020 wurden die beiden Kühltürme gesprengt

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Nur der Anfang Über den schwierigen Weg zur Endlagerung des Atommülls - Einblicke
Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Idee von William Clay Ford (Bild links) war damals zum Schei­
tern verurteilt und wäre es auch heute. Die Endlagerung der radio­
aktiven Abfälle aus der kommerziellen Nutzung der Kernkraft ­bereitet
wahrlich genug Kopfzerbrechen.
       Denn Ende 2022 ist es so weit, dann geht Deutschlands letztes
Kernkraftwerk vom Netz. Einige Jahre danach werden die letzten Brenn­
stäbe in Castoren verpackt und – vorerst jedenfalls – in ober­irdischen
Zwischenlagern deponiert. So lange, bis ein unterirdisches Endlager
gefunden ist, in dem die hochradioaktiven Abfälle mindestens eine
Million Jahre lang sicher lagern. Nach dem Aus für Gorleben soll die­
ses Endlager bis Ende 2031 gefunden sein.
       Ungleich viel größer ist die Menge der schwach- und mittelradio­
aktiven Abfälle, die im Rahmen des Rückbaus der Kernkraftwerke
anfallen werden. Einige Abfälle lagern heute schon unterirdisch. Im
Endlager Morsleben etwa, das wohl ab 2028 stillgelegt wird. Das End­
lager Konrad soll im Jahr 2027 seinen Betrieb aufnehmen. Und dann
ist da noch das alte Salzbergwerk Asse, in dem in den 1960er- und
1970er-Jahren schwach- und mittelradioaktive Abfälle eingelagert
wurden – bis es sich aus geologischer Sicht als ungeeignet erwies. Dort
muss alles wieder raus.
       Auf den folgenden Seiten wollen wir Ihnen zeigen, welche Auf­
gaben nach dem Ausstieg aus der Kernenergie auf uns warten, der im
wahrsten Sinne des Wortes nur der Anfang vom Ende ist.

                                                   Ihr Einblicke-Team

                                                                          3
Nur der Anfang Über den schwierigen Weg zur Endlagerung des Atommülls - Einblicke
Der Ausstieg
Ende 2022 geht das              Von Judith Jenner
letzte Kernkraftwerk            Die Autorin arbeitet als freie Journalistin
                                in Berlin. Sie schreibt für verschiedene
vom Netz. Dann beginnt          Medien über Bauen, Wirtschaft und
der Rückbau – dabei             Gesellschaft

                                I
fallen große Mengen
                                   n keinem Rückblick auf Angela Merkels       zugleich den erbitterten Protest der Anti-­
radioaktiver Abfälle an.           Amtszeit darf er fehlen: der „Fukushima-­   Atomkraft-Bewegung provozierten, werden
Sie sollen so schnell              Moment“ der Kanzlerin. „­Fukushima          bis spätestens Ende 2022 abgeschaltet.
                                   hat meine Haltung zur Kernenergie ver­      Doch ist dies erst der Anfang vom Ende,
wie möglich in sichere          ändert.“ Mit diesem Satz vollendete sie im     denn es wird noch viele Jahre und Jahr­
Endlager kommen                 März 2011 als Reaktion auf die Reaktor­        zehnte dauern, bis alle Kraftwerke zurück­
                                katastrophe in Japan den Atomausstieg in       gebaut und die Abfälle endgelagert sind.
                                Deutschland. Viel früher als ursprünglich             Trotzdem sitzt Deutschland nicht
                                geplant.                                       im Dunkeln. Die Energieversorgung spei­
                                        Der Prozess, den die Bundesregie­      sen zunehmend nachhaltige Quellen. Fast
                                rung damals anstieß, ist bis heute in vollem   die Hälfte des Stroms kommt inzwischen
                                Gange. Nach und nach gehen alle Atom­          aus erneuerbaren Energien. Auch diese
                                meiler vom Netz. Kernkraftwerke, die einst     Entwicklung schreitet deutlich schneller
                                als Inbegriff des Fortschritts galten und      voran, als viele dachten.

Sinnbild für den raschen
Ausstieg aus der Kernenergie:
ein Notausschalter im Kern­
kraftwerk Gundremmingen
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Nach der Abschaltung

                  Der                                             gebäude entfernt werden können“, erläu­
                                                                  tert Kai Möller. Die je nach Größe des

                  Rückbau
                                                                  Reaktors mehrere Meter langen und nur
                                                                  wenige Dezimeter durchmessenden Brenn­
                                                                  elemente lagern daher einige Jahre in
                                                                  ­großen Pools, den sogenannten Abkling­
                                                                   becken. Dort zerfallen die bei der Kern­
                                                                   spaltung im Reaktor gebildeten, größten­
                  Einfach den Schalter umlegen: Damit ist es       teils kurzlebigen Radionuklide und
                  beim Abschied von der Kernenergie nicht          erzeugen dabei Wärme, die vom Wasser
                  getan. „Die Betreiber, also die Energiever­      aufgenommen wird. Sind Strahlungsinten­
                  sorger, müssen die Anlagen nicht nur still­      sität und Temperatur auf ein bestimmtes
                  legen, sondern auch zurückbauen“, erläu­         Maß abgesunken, kommen die Brenn­
                  tert Kai Möller, Abteilungsleiter Abfalldaten    elemente in die Castorbehälter.
                  und Abrufvorbereitung bei der Bundes­                    Castor steht für „cask for storage
                  gesellschaft für Endlagerung (BGE).              and transport of radioactive material“. Cas­
10 bis 15 Jahre           Der Geoökologe hat sich früher mit
                  dem Abriss von Industriehallen beschäf­
                                                                   toren sind also Behälter für die Lagerung
                                                                   und den Transport radioaktiver Materia­
nach dem          tigt. So ein Atomkraftwerk (AKW) stelle
                  die Verantwortlichen aber vor ganz andere
                                                                   lien. Diese Spezial­container aus Stahl mit
                                                                   einer Wand­stärke von etwa 40 Zentimetern
Rückbau ist       Herausforderungen. „Aufgrund des Strah­
                  lenschutzes dürfen einige Gebäudeteile nur
                                                                   lassen nur noch eine geringe Strahlung
                                                                   durch und sind extrem stabil. In Tests über­
das Gelände       unter hohen Vorsichtsmaßnahmen betre­
                  ten und abgebaut werden“, sagt er. Das gilt
                                                                   standen sie unversehrt Stürze aus neun
                                                                   Metern Höhe und extreme ­Temperaturen
für andere        vor allem auch für die Abfälle, die aus dem
                  Rückbau anfallen, die auf besondere Weise
                                                                   von innen und außen. Denn auch in den
                                                                   Castorbehältern erzeugen die Brennstäbe
Zwecke            behandelt und entsorgt werden müssen.
                  Unterschieden wird zwischen schwach-
                                                                   weiterhin Wärme und sind teilweise über
                                                                   100 Grad Celsius heiß.
nutzbar           und mittelradioaktiven auf der einen und
                  hochradioaktiven Abfällen auf der anderen       200 Muldenkipper Atommüll
                  Seite. Die schwach- und mittelradioaktiven
                  Abfälle machen mengenmäßig 95 Prozent           Ein Atomkraftwerk wird von innen nach
                  aller strahlenden Abfälle aus, geben aber       außen zurückgebaut. Im ersten Schritt neh­
                  nur ein Prozent der gesamten Radioaktivi­       men sich Spezialkräfte den Reak­          tor­
                  tät ab (siehe auch Infografik S.10/11).         druckbehälter vor. Er ist das nukleare Herz
                  Im Umkehrschluss machen hochradioakti­          des Reaktors und besteht aus verschiede­
                  ve Abfälle, zu denen auch Brennstäbe ge­        nen Komponenten. Sie voneinander zu
                  hören, nur 5 Prozent des radioaktiven           trennen, funktioniert am besten unter Was­
                  Abfalls, aber 99 Prozent der Strahlung aus.     ser, weil es kühlt und die Strahlung dämpft.
                                                                  In diesem Bereich kommen auch fern­
                  Rascher Rückbau nach                            gesteuerte Roboter zum Einsatz.
                  der Stilllegung                                         Zeitgleich bauen Spezialkräfte wei­
                                                                  tere radioaktive Bauteile in der Umgebung
                  In Deutschland ist es so, dass Atomkraft­       des Reaktorkerns ab und reinigen ver­
                  werke so schnell wie möglich verschwinden       schmutzte Oberflächen. Wenn sich im Re­
                  und nicht über Jahrzehnte im sogenannten        aktor keine sehr stark strahlenden Bauteile
                  Sicheren Einschluss belassen werden dür­        mehr befinden, beginnt der Abbau der
                  fen. Das hat den Vorteil, dass Mitarbei­        restlichen Bauteile und der Gebäudehülle.
                  ter*innen, die das Kraftwerk aus dem Be­        Dabei fallen dann nur noch schwach- und
                  trieb gut kennen, beim Rückbau helfen           mittelradioaktive Abfälle an, die wenig
                  können und die Technik noch funktioniert.       oder gar keine Wärme entwickeln.
                  Außerdem ist das Gelände nach 10 bis 15                 Alles in allem fallen beim Rückbau
                  Jahren für andere Zwecke nutzbar. Doch          eines Kernkraftwerks im Durchschnitt
                  auch beim direkten Rückbau gehen Jahre          rund 5000 Kubikmeter schwach- und mit­
                  ins Land, bevor der Abriss von außen sicht­     telradioaktive Abfälle an – das entspricht
                  bar wird. So prüfen die Landesbehörden          der Ladung von etwa 200 Muldenkippern.
                  zunächst gründlich das Konzept des Be­          Das klingt nach viel, ist aber verglichen mit
                  treibers zur Stilllegung, bevor sie eine Ge­    dem gesamten Kraftwerksbau verschwin­
                  nehmigung erteilen.                             dend gering. Unabhängig von der Menge:
                          „Die Brennstäbe müssen erst ein­        Der Abfall ist da und muss sicher auf­
                  mal abkühlen, bevor sie aus dem Reaktor­        bewahrt werden.

                                                                                                             5
Nur der Anfang Über den schwierigen Weg zur Endlagerung des Atommülls - Einblicke
Vor dem Transport ins Zwischenlager

Die ­Konditionierung
In den Kernkraftwerken Brunsbüttel und          Reststoffe werden anschließend gesammelt      dukt ergeben zusammen ein Gebinde, das
Krümmel sind Gabriele Bandt und ihre            und sicher verpackt.                          den Anforderungen der Langzeitsicherheit
Kolleg*innen zuständig für die Entsorgung               Der Abfall wird „konradgängig“        des Endlagers entspricht und auch mög­
dieser schwach- und mittelradioaktiven          gemacht, wie es hier heißt. Denn in Zu­       lichen betrieb­lichen Störfällen wie Brän­
Abfälle. Die Chemikerin ist beim Betreiber      kunft sollen die schwach- und mittelradio­    den standhalten kann, ohne dass eine
Vattenfall Europe Nuclear Energy in Ham­        aktiven Abfälle sämtlicher Kernkraftwerke     Aktivitätsfreisetzung zu befürchten ist“,
burg die atomrechtlich Verantwortliche für      Deutschlands im Endlager Konrad in Salz­      er­k lärt Gabriele Bandt.
die Qualifizierung der radioaktiven A
                                    ­ bfälle    gitter eingelagert werden. Doch das geht                Begleitet wird der Prozess der Ab­
aus beiden Kraftwerken zur Endlagerung.                                                       fallkonditionierung von Prüfungen durch
Den an der Elbe liegenden Siedewasser­                                                        Sachverständige und einer aufwendigen
reaktoren Krümmel und Brunsbüttel wur­
de bereits 2011 mit dem Atomausstiegs­           Jeder Quadrat­                               Dokumentation. Schließlich müssen auch
                                                                                              in Zukunft alle Beteiligten nachvollziehen
gesetz die Betriebserlaubnis entzogen. Nun
wird auf den Kraftwerksgeländen der              zentimeter                                   können, was sich in welchem Gebinde
                                                                                              ­befindet und wie hoch die verbleibende
Müll sortiert. Spezialkräfte bereiten die
schwach- und mittelradioaktiven Abfälle         ­eines ­Reaktor­                               Radioaktivität ist. Ist der Rückbau beendet,
                                                                                               steht nur noch eine abgezäunte Halle mit
für den Transport ins Zwischenlager vor.
Die nicht strahlenden Anteile gehen in den       gebäudes wird                                 den ordentlich verpackten Abfällen auf
                                                                                               dem Kraftwerksgelände, die auf das End­
normalen Wiederverwertungskreislauf
oder auf eine normale Deponie.                   überprüft                                     lager warten. Der Kraftwerksbetreiber hat
                                                                                               damit seine Pflicht erfüllt. Der Transport
        Entschieden wird das beim soge­                                                        der Abfälle aus dem Zwischen- ins End­
nannten Freimessen. Jedes ausgebaute                                                           lager ist Sache des Bundes.
Teil, jeder Quadratzentimeter eines Reak­       erst 2027 in Betrieb, sodass sich derzeit
torgebäudes wird überprüft. Überschreitet       noch die rund 35 Zwischenlager füllen, die
es den jeweiligen Wert aus der Strahlen­        über ganz Deutschland verteilt sind.
schutzverordnung, der aus der Äquivalent­                Vor dem Transport in das Endlager
dosis von 10 Mikrosievert pro Jahr ab­          Konrad werden die konditionierten Ab­
geleitet wird, muss das kontaminierte           fälle in sogenannten Gebinden zusammen­
Material herausgemeißelt und für die Zwi­       gefasst. Das sind Container oder zylin­
schen- und Endlagerung vorbereitet wer­         drische A ­ bfallbehälter unterschiedlicher   Im Entsorgungswerk für Nuklear­
den. Zum Vergleich: In Deutschland liegt        Größe mit für die Endlagerung verarbeite­     anlagen in Lubmin werden
die jährliche natürliche Strahlenbelastung      ten Abfällen. „Verpackung und Abfallpro­      oberflächlich ­kontaminierte
bei durchschnittlich 2100 Mikrosievert.                                                       Stahlteile aus dem rückgebauten
                                                                                              Kraftwerk gereinigt
Nach dem Freimessen geht
der Abfall ins Recycling

Gabriele Bandt hat es mit einem bunten
Potpourri an Abfällen zu tun. Beton und
Stahl machen den weitaus größten Teil aus.
Es fallen aber auch Flüssigkeiten an, un­
zählige Wischlappen, Handschuhe und
Kleidung bis hin zu Folien, Holz, Papier.
Bei Metallteilen entfernen Fachkräfte die
radioaktive Schicht der Bauteile mithilfe
von Sandstrahlern. Ergibt eine erneute
Messung, dass das Material darunter nicht
mehr radioaktiv ist, kann es in Stahlwerken
recycelt werden. Nur die abgetragenen
Schichten werden für die Endlagerung
­sicher verpackt. Wasser, das zum Kühlen
 und für den Betrieb der AKWs notwendig
 war, wird gefiltert und kann dann ebenfalls
 „freigemessen“ werden. „Wir können Flüs­
 sigkeiten aber auch verdampfen oder trock­
 nen“, beschreibt Gabriele Bandt ein weiteres
 Verfahren. Die verbleibenden radioaktiven

6
Nur der Anfang Über den schwierigen Weg zur Endlagerung des Atommülls - Einblicke
Suche nach dem Endlager

Die                                               Josef Klaus, CSU-Mitglied und Bürger­
                                                  meister von Nieder­aichbach in Bayern. Er
                                                                                                  meter entfernte Endlager Konrad transpor­
                                                                                                  tiert (siehe Karte S.10/11). Anhand eines

­Lagerung
                                                  steht dem Bündnis ASKETA vor, in dem            Modells erläutert Lohse Besucher*innen,
                                                  sich die Gemeinden zusammengeschlos­            wie die schwach- und mittelradioaktiven
                                                  sen haben, in denen jetzt ein Zwischen­         Abfälle über einen Schacht in Tiefen von
                                                  lager steht. Sie möchten stärker in die         800 bis 850 Metern einfahren.
                                                  Entscheidungen einbezogen – und vor                      Dass es nur noch wenige Jahre dau­
                                                  allem nicht vergessen werden. Denn bei          ert bis zur Fertigstellung, freut den Sozio­
Sein halbes Leben kämpft Raimund Kamm             ihnen stehen sowohl hoch- als auch              logen Lohse. Schließlich dauert die Debat­
nun schon gegen die Atomkraft. Anfangs            schwach- und mittelradioaktive Abfälle          te um das Endlager Konrad schon so lange
galt sein Protest der Stationierung von           oberirdisch in Hallen.                          an, wie er auf der Welt ist – und sie ist
Pershing-II-Raketen in Deutschland und                    Am Rande der niederbayerischen
der atomaren Aufrüstung im Kalten Krieg.          Gemeinde lieferte einst das Kernkraftwerk
Doch auch den Ausbau von Kernkraft­
werken als Stromlieferanten begleitete er
                                                  Isar I Strom. 2017 begann der Rückbau,
                                                  neben den schwach- und mittelradioakti­         „Wir befürchten,
kritisch. Das liegt auch daran, dass Rai­
mund Kamm ein solches Kraftwerk quasi
                                                  ven Abfällen lagern auch hochradioaktive
                                                  Brennstäbe auf dem Gelände. „Es ist schon       dass aus
vor der Haustür hat. 1984 wurde das Atom­
kraftwerk Gundremmingen an der Donau
                                                  ein komisches Gefühl, neben den giganti­
                                                  schen Castorbehältern zu stehen“, sagt          unserem
mit der Inbetriebnahme von zwei neuen
Siedewasserreaktoren Deutschlands größ­
                                                  Josef Klaus, der mit dem Gemeinderat
                                                  dem Zwischenlager kürzlich einen Besuch         Zwischenlager
tes Atomkraftwerk. Es liegt nur 40 Kilo­
meter von Kamms Wohnort Augsburg
                                                  abgestattet hat.
                                                                                                  ein Endlager
entfernt.
        Als grüner Abgeordneter für Baye­
                                                  Das Endlager bedeutet einen
                                                  großen Sicherheitsgewinn                        wird“
risch-Schwaben gehörte die Atomanlage
                                                                                                            Josef Klaus, Bürgermeister
von 1986 bis 1997 zu seinem Aufgaben­             Aus Angst, dass es noch mehr werden
bereich im Landtag. Heute ist er Vorstand         könnten, zum Beispiel durch Atommüll                             von Niederaichbach
der Bürgerinitiative „FORUM – Gemein­             aus Wiederaufarbeitungsanlagen in Frank­
sam gegen das Zwischenlager und für eine          reich, sammelte Josef Klaus 2019 mehr als
verantwortbare Energiepolitik e. V.“, enga­       50 000 Unterschriften und füllte bei Info­      immer noch nicht abgeschlossen. Erst im
giert sich für die Windenergie und den            veranstaltungen die Aichbachhalle. „Wir         September dieses Jahres überreichte ein
Naturschutz. „Die Vorstellung, dass wir           befürchten, dass aus unserem Zwischen­          Bündnis aus Gewerkschaften, Bürgeriniti­
jetzt hochradioaktive Abfälle produzieren,        lager ein Endlager wird“, sagt er. Die Unter­   ativen und Umweltverbänden 20 000 Unter­
die noch 35 000 Generationen nach uns             bringung in einem Endlager unter Tage           schriften an Niedersachsens Umweltminis­
lebensgefährlich sein werden, hat mich            wird in seinen Augen einen großen Sicher­       ter Olaf Lies (SPD), verbunden mit der
aufgebracht. Zum Vergleich: Seit Christi          heitsgewinn für die Kommune bringen.            Forderung, den Ausbau von Schacht Kon­
Geburt haben ungefähr 80 Generationen             Aufmerksam verfolgt Josef Klaus daher die       rad zu stoppen.
auf der Erde gelebt“, sagt er.                    fortschreitenden Bauarbeiten am Endlager
                                                  Konrad sowie die Suche nach einem End­          Endlager Konrad: günstige Geologie
Es darf kein neuer Atommüll                       lager für hochradioaktive Abfälle.
produziert werden                                         Zumindest für die schwach- und          Ein Blick zurück zeigt, wie der Schacht
                                                  mittelradioaktiven Abfälle gibt es bei Salz­    Konrad zum Lager für schwach- und
Angesichts dieser Dimensionen sei es mit          gitter ein Endlager. Die Abfälle stammen        mittel­radioaktive Abfälle wurde. Bereits im
einem warmen Geldregen für die Kommu­             vor allem aus dem Rückbau der stillgeleg­       19. Jahrhundert begann der Abbau von
nen, die ein solches Kraftwerk oder die           ten Atomkraftwerke. Aber auch Abfälle           Eisenerz im Revier Salzgitter in mehreren
Abfälle daraus bei sich dulden, nicht getan.      aus der Forschung und Medizin sowie aus         Bergwerken. Er wurde in den 1930er-­
„Davon wird dann eine Mehrzweckhalle              dem laufenden Betrieb der Atomkraftwer­         Jahren intensiviert und zunehmend vom
gebaut, die vielleicht 50 Jahre steht, der To­    ke gehören dazu.                                ­T­age- in den Tiefbau überführt. Als beson­
desmüll bleibt uns jedoch über eine Million               „Dieser Abfall ist zwar strahlend“,      ders tiefes Bergwerk entstand Konrad in
Jahre erhalten“, erklärt der Umweltschüt­         sagt Michael Lohse, Leiter der Infostelle        den 1950er-­Jahren. Eine Besonderheit ist
zer. „Die Lagerung in tiefen Erdschichten         Konrad. „Er ist aber bei Weitem nicht so         seine Lage in einem gesonderten Lager­
ist nach heutigem Wissen der einzige Weg          brisant wie die hochradioaktiven Brenn­          stättenteil, dem sogenannten Gifhorner
zur Atommüllbeseitigung“, unterstreicht er.       stäbe.“ Rund 125 000 Kubikmeter davon            Trog. Dieser tiefe Lagerstättenteil liegt in
Außerdem dürfe ab sofort kein neuer Atom­         stehen derzeit in etwa 35 oberirdischen          weiten Bereichen unter einer dicken
müll mehr produziert werden. Denn schon           Zwischenlagern über die ganze Republik           Schicht aus Ton. Mitte der 1970er-Jahre
im regulären Betrieb werden um die 70 Ki­         verteilt. Von dort sollen sie zum größten        fielen die Preise auf dem Weltmarkt, sodass
logramm hochradio­aktiver Abfall erzeugt –        Teil nach und nach per Bahn oder Lkw             das Bergwerk wieder schließen musste.
und zwar an jedem Betriebstag.                    zunächst in das geplante Logistikzentrum                  Um die Arbeitsplätze zu retten,
        Mit den für uns Menschen unvor­           Konrad gehen. Dort werden die Gebinde            ergriff der Betriebsrat zusammen mit dem
stellbar langen Zeiträumen hadert auch            vorsortiert und auf Züge ins rund 80 Kilo­       damaligen Oberbürgermeister von Salz­

                                                                                                                                            7
Endlager Konrad:
Hier, am sogenannten
Füllort in 850 Metern Tiefe,
sollen die Abfallbehälter
                               gitter und Regionalpolitiker*innen die Ini­
                               tiative und schlug der Bundesregierung den    Natürlich
in Empfang genommen
werden. Auf speziellen
                               Standort als Endlager für radioaktive
                               Abfälle vor. Das Bergwerk eignet sich vor     geht nur
Fahrzeugen gelangen sie
dann in die Einlagerungs­
                               allem deshalb auf den ersten Blick als End­
                               lager, weil es außergewöhnlich trocken ist.   ein sicheres
kammern                        Das grundlegende geowissenschaftliche
                               Gutachten fiel 1982 positiv aus.              Endlager
                               20 Jahre, in denen geprüft,                   in Betrieb
                               erkundet und beraten wurde

                               Mit dem Planfeststellungsbeschluss, der
                               „Baugenehmigung“, machten es sich die
                               Verantwortlichen nicht leicht. Beim nieder­
                               sächsischen Umweltministerium beantrag­
                               te die damals noch verantwortliche Physi­
                               kalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
                               als Vorgängerin der BGE, das Endlager
                               Konrad errichten und betreiben zu dürfen.
                               Sie musste darlegen, dass das Endlager
                               sowohl im Betrieb als auch in der Nach­
                               betriebsphase sicher ist.

8
sicherheitstechnischen Anforderungen des       gerollt. Die Kriterien für die Sicherheit
                                                 Endlagers Konrad nach dem Stand von            stehen vor der Suche fest. Der Prozess
                                                 Wissenschaft und Technik“, Expert*innen,       verläuft trans­parent.
                                                 ob das Endlager heutigen Sicherheitsstan­              Ausgehend von einer weißen Land­
                                                 dards gerecht wird. Das ist ein Sicherheits­   karte sucht die Bundesgesellschaft für End­
                                                 check, ins Leben gerufen vom Betreiber         lagerung nach dem am besten geeigneten
                                                 des Endlagers.                                 Ort für ein Endlager in Deutschland. Das
                                                         Aus diesem Verfahren ergeben sich      bedeutet, dass sie von vornherein keinen
                                                 tatsächlich immer wieder relevante Arbeits­    Standort bevorzugt oder ausschließt. Orte,
                                                 aufträge. So gaben die Expert*innen der        die beispielsweise aufgrund von Vulkanis­
                                                 BGE den Hinweis, dass die Modellierung         mus oder Gesteinsbewegungen im Unter­
                                                 des Transports gasförmiger radioaktiver        grund nicht infrage kommen, scheiden aus.
                                                 Stoffe in der Nachbetriebsphase heute          An allen anderen wird weiter geforscht.
                                                 einer genaueren Überprüfung bedarf. Hier       Möglicherweise geeignete Regionen wer­
                                                 aktualisiert die BGE nun die Sicherheits­      den erst oberirdisch mit seismischen Mes­
                                                 analysen. Bevor das Endlager 2027 aber         sungen und anderen Techniken, dann auch
                                                 tatsächlich in Betrieb geht, steht noch eine   unter Tage erkundet. An allen Entschei­
                                                 finale Abnahme durch das Bundesamt für         dungen wird die Öffentlichkeit beteiligt.
                                                 die Sicherheit der nuklearen Entsorgung        Nach einer Prüfung durch das BASE ent­
                                                 (BASE) an, also der Endlageraufsicht des       scheidet der Deutsche Bundestag, welche
                                                 Bundes. Erst wenn das BASE das finale Go       Orte weitergehend erkundet werden. Der
                                                 gibt, dürfen die ersten Container in das       Bundesgesetzgeber entscheidet letztlich
                                                 End­lager.                                     auch über den Standort für ein Endlager.
                                                         Aus der Vergangenheit hat man                  Dieses komplexe Vorgehen ist der
                                                 gelernt: Anstatt in bereits bestehenden ehe­   Grund, warum dieser Prozess sehr lange
                                                 maligen Abbaukammern sollen die Con­           dauert. Bis 2031 soll die Entscheidung für
                                                 tainer mit Abfällen in eigens angelegten       einen Endlagerstandort fallen. Fertig ge­
                                                 Bereichen lagern. Mehrere Jahrzehnte           baut wäre das Endlager dann voraussicht­
                                                 wird es dauern, bis die Abfälle aus Deutsch­   lich 2050.
                                                 lands Zwischenlagern im Endlager Konrad                Mit dem Zwischenbericht Teil­
                                                 verstaut sind. Der Rückbau der Atomkraft­      gebiete ist der erste wichtige Schritt bei der
                                                 werke ist dann Geschichte und der Abfall       Suche nach einem Endlager für hochradio­
                                                 sicher untergebracht.                          aktive Abfälle getan. Im September 2020
                                                         Perspektivisch fällt immer weniger     übergab die BGE die Ergebnisse ihrer
                                                 Atommüll an, da ab Ende 2022 in Deutsch­       Arbeit an das BASE. In einem zweiten
                                                 land keine Kernkraftwerke mehr in Betrieb      Schritt untersucht sie nun auf der Basis
                                                 sein werden. Es gilt allerdings noch einige    bereits vorhandener geologischer Daten
                                                 Altlasten zu verstauen. Für die geborgenen     die im Zwischenbericht ausgewiesenen
                                                 Abfälle aus dem maroden Bergwerk Asse II       Teilgebiete. Interessierte Bürger*innen
                                                 im Landkreis Wolfenbüttel sowie die Ab­        konnten sich in der Fachkonferenz Teil­
                                                 fälle aus der Urananreicherung wird ein        gebiete an der Diskussion um den End­
                                                 weiteres Endlager für schwach- und mittel­     lagerstandort beteiligen. Mit sogenannten
                                                 radioaktive Abfälle gesucht.                   Fachforen soll diese Beteiligung fortgesetzt
20 Jahre, in denen geprüft, erkundet und                                                        werden. So entsteht eine lebendige Debat­
beraten wurde, gingen ins Land, bis 2002         Suche nach einem Endlager                      te über den endgültigen Verbleib des deut­
der Planfeststellungsbeschluss erging. „Die      wird vollkommen neu aufgerollt                 schen Atommülls. Die wird auch noch
558 Neben­   bestimmungen da­     rin zeugen                                                    dann anhalten, wenn längst kein Meiler
davon, dass die Behörde den Antrag sorg­         Während die Endlagerung für die Hälfte         mehr am Netz ist und mancherorts nichts
fältig geprüft hat“, erläutert Michael L
                                       ­ ohse.   der schwach- und mittelradioaktiven Ab­        mehr daran erinnern wird, dass dort ein­
In Störfallanalysen wurde durchgespielt, ob      fälle weitgehend klar ist, hat die Suche       mal ein Atomkraftwerk gestanden hat.
bei dem Absturz eines Behälters mit Atom­        nach einem Endlager für hochradioaktive
müll beim Umladen oder anderen Störfäl­          Stoffe gerade erst begonnen. Mehrere Jahr­
len gefähr­liche Strahlung in die Umwelt         zehnte lang war dafür der Salzstock Gor­
gelangen kann. All diese Untersuchungen          leben vorgesehen – bis die BGE im Sep­
fielen negativ aus, sodass der Planfeststel­     tember 2020 das Aus für den Standort
lungs­beschluss 2007 rechtskräftig wurde.        verkündete. Denn geologische Erkennt­
         Doch ist das Endlager auch nach         nisse zeigten, dass es bessere Standorte in
dem heutigen Stand von Wissenschaft und          Deutschland gebe, betonte Umweltstaats­
Technik noch sicher? Für Michael Lohse           sekretär Jochen Flasbarth in der Presse­
steht außer Frage: „Natürlich geht nur ein       konferenz zur Schließung des Bergwerks
sicheres Endlager in den Betrieb. So wird        ein Jahr später.
nach den aktuellen Vorschriften gebaut,                  Aus den Auseinandersetzungen
zum Beispiel wenn es um das Thema Erd­           zwischen Politik und Zivilgesellschaft um      Mehr über das Endlager
bebensicherheit geht.“                           den Standort Gorleben haben die Verant­        Konrad finden Sie hier:
         Überdies kontrollieren im Rahmen        wortlichen viel gelernt. Die Suche nach
der ÜsiKo, kurz für „Überprüfung der             einem End­lager wird vollkommen neu auf­       www.einblicke.de/11

                                                                                                                                           9
Vom Kraftwerk ins Endlager
 Der größte Teil der radioaktiven Abfälle
 stammt aus Kernkraftwerken und
 Forschungsreaktoren. Ein Überblick                                                                                                              • Kernkraftwerk (Betrieb)
                                                                                                                                                 • Forschungsreaktoren

                                                                                         Greifswald/Rubenow
                                                 Brokdorf                                      (Lubmin)
                              Brunsbüttel
                                                        Geesthacht

                                               Stade
                           Unterweser/                      Krümmel
                           Esenshamm
                                                                                       Rheinsberg
                                                                     Gorleben
                  Lingen                                Munster

                                                                                                                           ZWISCHENLAGER
                                         Leese                     Braun­                       Berlin
                                                                   schweig
                  Gronau
                                                                                                                          Noch befinden sich die
                                                   Endlager                                                               Abfälle in Zwischenlagern
          Ahaus                            Grohnde Konrad
                                                          Endlager
                                                          Morsleben
                      Hamm-­
                      Uentrop Würgassen Logistik­ Asse II
                                        zentrum
                                        Konrad

                                                                                                    Rossendorf/Dresden

Jülich

                 Mülheim-     Ebsdorfer­
                  Kärlich       grund

                                Hanau
                                    Karlstein          Grafen­                    Mitterteich
                                                       rheinfeld

          Ellweiler           Biblis

                                                                                                                                                           lle
                                    Obrigheim                                                                                                             bfä
    Elm-Derlen                                                                                                               bis zu 1900 Behälter,
                                                                                                                                                        eA

                                 Philipps­
                                 burg                                                                                      je nach Behältertyp
                                                                                                                                                     tiv

                                                                                                                         ­beispielsweise rund
                                                                                                                                                     ak

                        Karlsruhe
                                                                                                                                  27 000 m3
                                                                                                                                                 io

                                       Neckarwestheim
                                                                                Isar
                                                                                                                                                 d
                                                                                                                                              ra

                                                       Gundremmingen
                                                                                                                                            ch
                                                                                                                                         ho

                                                                        Garching/Neuherberg

                        Lagerorte für              schwach- und mittel­
                   ­hochradioaktive und             radioaktive Abfälle
                       schwach- und
                 ­mittelradio­aktive Abfälle
                                                                                                                                       Ein Endlager­
                                                                                                                                       standort soll bis 2031
                                                                                                                                       gefunden werden

  10
Uranabfälle            Kernkraftwerk                                      Industrie        Wissen­            Medizin
aus der                (Rückbau)                                                           schaft
Brennelemente­
produktion

                                                                                                                            HOCHRADIOAKTIVE                        SCHWACH- UND
                                                                                                                                ABFÄLLE                      MITTELRADIO­A KTIVE ABFÄLLE

                                                                                                                          Volumen:        Aktivität:         Volumen:            Aktivität:
                                                                                                                          rund 27 500 m3  etwa 99 %          bis zu 620 000 m3   etwa 1 %
                                                                                                                          Kernbrennstoffe
                                                                                                                          (das endgültige
                                                                                                                          Volumen ist
                                                                                                                          abhängig von den
                                                                                                                          Behältertypen)

 Schachtanlage Asse II:
 47 000 m³ schwach-
                                                                                                                                                                     Endlager Morsleben:
 und mittel­radio­aktive
                                                                                                                                                                     fast 37 000 m³ ­schwach-
 Abfälle sollen aus dem
                                                                                                                                                                     und mitte­l­radioaktive
 Bergwerk geborgen
                      Uranab

                                                                                                                                                                     Abfälle, die von 1971 bis
 werden, weil Wasser in
                                                                                                                                                                     1991 und von 1994 bis
 das Bergwerk fließt
                                                                     Für den Fall,        Ke                                                                         1998 endgelagert
                                                                                            rn
                            fälle aus der Brenne

                                                                     dass eine weitere        k                                                                      wurden. Das Endlager
                                                                                                                                                                     soll stillgelegt werden
                                                                                              ra

                                                                     Verwertung nicht
                                                                                                 ftw

                                                                                                                                   Ind

                                                                     erfolgt, wird aus der
                                                                                                    er
                                     zuzüglich

  125 787 Abfallbehälter,
                                                                                                                                       u
                                                                                                     k(

                                                                     Urananreicherung
                                                                                                                                      str
                                                                                                       Be

 175 000 bis 220 000 m³
                                                                                                                                         ie,

                                                                     mit bis zu 100 000 m³
                                                                                                         tri

                                                                                                                            Ke

 konditionierte Abfälle
                                                                                                                                             W
                                                                                                            eb

                                                                     Abfallbehälter­
                                                                                                                              rn

                                                                                                                                            iss
                                                                                                              ), F

                                                                                                                                kra

                                                                    volumen ab­
                                               Abfä

                                                                                                                                               en
                                                                                                                  ors
                                                leme

                                                                                                                                   ftw

                                                                    gereichertem Uran
                                                                                                                                                 sch
                                                                                                                     ch
                                                   lle a

                                                                                                                                      erk

                                                                   gerechnet
                                                                                                                                                    aft,
                                                                                                                   un
                                                     nte

                                                                                                                     gsr

                                                                                                                                      (Rü
                                                        us

                                                         p

                                                                                                                                                    Me
                                                          r

                                                                                                                        ea k
                                                           o
                                                            d

                                                                                                                                         ckb
                                                             du

                                                                                                                                                       diz
                                                             er

                                                                                                                           tore
                                                                kti
                                                                As

                                                                                                                                            au)

                                                                                                                                                       in
                                                                    on
                                                                    se

                                                                                                                               n

                                                                                                                                                                 Endlager Konrad:
                                                                                                                                                                 maximal 303 000 m³
                                               Die Abfälle werden im
                                                                                                                                                                 schwach- und mittel­
                                               Rahmen der Endlager­
                                                                                                                                                                 radioaktive Abfälle.
                                               suche für hochradioaktive
                                                                                                                                                                 Das Endlager soll
                                               Abfälle mitbetrachtet
                                                                                                                                                                 2027 in Betrieb gehen

                                                                                                                                                                                              11
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                                                                                                                                                                         Dann schreiben Sie uns:

              T
                                                                                                                                                                          dialog@einblicke.de

       E R B O
UNS ANGE
­I N FO           s l e t ter suche
               ew            ger                                                                      N      d l a                      e?
                                                                                                                                    such ten
                                                                                                         En                   g e r
                                                                                                      Auf it ist die Ernmdine? Anttwter,
                                                                                                                           la          or
              u c h e–                                                                                                                                                   eint.
          e rs s ?                                                                                                 w  e             T  e          w s l e        r s c h
        g                                                                                                   Wie s neue der Ne                           Jahr
                                                                                                                                                               e
    l a
En d e h t d a                                                                                                 i b t e           e r t          l i m
                                                                                                            G
                                                                                                                       u f l i ef e c h s m a                     ws l e
                                                                                                                                                                         tter
      g                                                                                                           r  a
                                                                                                             ­da is zu s                                        e
 wie ung in daslverfahren
                                                                                                                                                             /n
                                                                                                                                                        e.de
                                                                                                                 e  r b                        w w.bg
                                                                                                               d                      nter
                                                                                                                                           : w
           hr           ah                        2,                                                                                             u
    Einfü ortausw                       u a r 202                                                                        eld           ung
            d                       b r                                                                              Anm
     ­Stan              d 8. Fe
                    u n
              nuar        hr
       11. Ja  - 19.30 U                  ter:
              0                      e un en
        18.0               o n l i n        g
                            ine      ltun
                     re Term eransta
                   e          v
               weit bge.de/                                                                                             ür
               w w w .
                                                                                                              n d ort f r
                                                                                                         St a             fü
                                                                                           c h t den cherheit onrad
                                                                                     ) su            e Si                  K
                                                                                                                    ger
                                                                      b  H  (BGE t­möglich ie Endla eben.
                                                                                      s                          Gor  l
                                                              ng m           e ­be              GE d
                      s                            a  geru e, der di ibt die B ergwerk                                             g.
              r  u  n                      En  d l
                                                            äll              tre              sB                              erun
       übe sellschaft dioaktive ­Außerdem sse II und
                                     f ü r            A b  f             b e             d  a                           l a g
                                                                                                                  En d
Wir           s g e           h r
                                ­ a
                                             iste  t.
                                                              lag  e  A                           s  T  h ema
         unde              oc
                    für h ewährle hachtan                                                  m da
Di e B d l a g e r          g                c                                 r u nd u
                      hre                  S
                                           ­                                n
         n
 ein E illion Ja ­sowie d
                                       ie                           ione
          M            n                                 fo  r mat
  e i n e o rs l e b e                                 n
                                              ere I
          M                             we i t                                                                       nen
   und                    d en  S i e
                                                             rung
                                                                    :                                           atio
                     fi n                              g  e                                              o r m
            tern
                 et                            ndla                                                ­Inf
      Im In                       f  t für E                                          a k t uelle .
                              h a                                                 ir              en
                    e s ellsc                                         i e ten w Ausgab
             des g                                               s b               r                               .de
         Bun bge.de                                  a g azin DFs alle                               e i n b licke
               .                                 M                 P                          ww.
          www                             des               reie
                             e p age arrieref                                   te l l en: w
                      Hom sowie b                                             s
                der                                                     e be
           Auf erichte                                    s e n sätz
                 B                               Klas
            und                     i e a  uch
                            en S
               o r t könn
             D                                                                                                                                     ,
                                                                                                                                             eine lich,
                                                                                                                                       24 P           r
                                                                                                                            5 5 , 312 rank Eh it 94,
                                                                                                                          e             F               b
                                                                                                             e n  s traß ehmer, lt-Moa
                                                                                                           h               D              A
                                                                                                    H, Esc agmar GmbH, e,                                   en;
                                                                                         ng m
                                                                                                  b
                                                                                                         m: D
                                                                                geru licke-Tea CORPO Susanne r. Katrin
                                                                                                                      RATE             Klug          Weid                Hinweis für Menschen
            m                                                                la

       essu
                                                                        n d             b               S            g:              :D
                                                    chaf
                                                                       E
                                                              t für nns; Ein : TEMPU staltun Lektorat s Gilliar ena
                                                                                                                                                  ;
                                                                                                                                                                         mit Sehbehinderung
    mpr
                                                                        a                g               e                            u              r
                                            sells uel Wilm d Verla üring; G i-Yazdi; S/Mark , 8–9: Ve erlags­
I                                    s g  e                              il               h
                             unde . P.: Man Klaus W chim Sc Ebrahim nce/GE pa; S. 6 h- und V
               be   r :  B
                                   .d              fer, Dr. Joa n: Sima ure allia oppe/ ers Buc                            d                                              Dieses Magazin gibt
      usge               V. i. S          a Kie                :                                 t            H
 Hera .bge.de. atharin sleitung redaktio Titel: pic e/Sven ck: Krög                                                                                            nd         es auch als barrierefreies
     w                t,  K                 n                 ild              e:                nc TE Dru                                               ier u
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                              e  d a k t io
                                                 to r ) ;  ­
                                                           B
                                                                     h w e i s
                                                                                     e   a ll ia
                                                                                                     R A                                      A ltpap g
  He lg e                ;  R               e  c
                  rlin (Art Dir n Bildn . 4: pic S COR           a c            t u r            P O                                    v o n           u n              ­PDF-Dokument:
         9 Be                                 e                  ;S                                                            dung Herstell rojekt
   1055 Delaney                      Pauls yImages e/ TEMP
                                                                                  U                                      wen                             p                https://einblicke.de/magazine
       r is                : T  im          t t                   g                                         n te   r Ver durch die aschutz
    Ch ellung                     n s/Ge anne Klu                                                    p ier u al. Die                   Klim
        r s t                 ro                                                                  Pa           t r                e in
     He                Aa 11: Sus                                                              n
                                                                                      ierte klimane estition
                                                                                                             u               in                                   lage
              Slim                –                el                          rtifiz                                                                       /Aus
     S. 2: g; S. 10 H, Wed                                             C-ze uckt und durch In
                                                                                                                v
                                                                                                                                                   ls  Bei-
          ü  n in               m  b                               F S                                                                        h  a           g ,
      Br
                kere
                          iG                          inem en gedr wurden                                                              eitna e Zeitun
       druc                                 auf e                  ff               n                                           int z
                              c k e sind n Rohsto issione                                                           e e rsche llgemein
                    inbli              tbar
                                               e              asem                                               b               rA
          Die E rauffors                           ausg                                                   usga nkfurte
                                                                                                    se A            a
               ie d  e               n  T reibh                                        i e b  : Die ZEIT, Fr n Bahn
           w                    ht e                                                tr               IE               e
                      rsac                                                  1 Ver EGEL, D Deutsch
             veru nsiert.                                            .202              I                r
                   m   p   e                         m    :  29.12 AGESSP üge de
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                 Ersc enden M itung, ta                                                                                                                                  ­zertifiziertem Material
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