Pfarr magazin - ICH BIN DER ICH-BIN-DA - Pastoralverbund Hessisches ...
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Ostern 2021 Vol. 1 pfarrmagazin Pfarreiengemeinschaft Eiterfeld - Großentaft - Rasdorf - Ufhausen - Wölf ICH BIN DER ICH-BIN-DA
INHALT
ERST
KOMMUNION
04 KIRCHWEIH
ST. GEORG 24 2020
OSTERN
10
FIRMUNG
2020 32 @HOME
Liebe Leserinnen und Leser,
DIE was verbinden wir nicht alles mit der Wüste,
ANDERE
14 WALLFAHRT 38 RENOVATION
mit dem Ort, wo es lebensfeindlich und tro-
cken ist, mit dem Ort der sengenden Sonne
oder der eiskalten Nacht? Was kommt uns in
den Sinn, wenn wir das Titelbild dieses Ge-
meindebriefes betrachten. Ich stelle mir vor,
wie sich Mose über seine Prüfungsmomente
18 44
unmittelbar vor dem großen Aufbruch mit
UNSER 2020 GOTTESDIENSTE dem Volk Israel aus Ägypten gefühlt haben
muss, als er vor dem brennenden Dornbusch
niederkniete.
Der „Gott mit uns“, hat ihn beauftragt aufzu-
VORBILD
brechen, allen Mut zusammenzunehmen, da-
IM GLAUBEN
22 ABT SAUER 50 KONTAKT
mit er so die Menschen hinaus in die Freiheit
führen konnte.
Auf die Wüstenzeit des vergangenen Jah-
res wollen wir mit diesem Heft gemeinsam
schauen. Wir wollen den Momenten des bren-
nenden Dornbusches oder des brennenden
Impressum Herzens nachspüren. Lassen Sie sich einladen
nachzudenken, inne zu halten und vor allem
pfarrmagazin mutig voraus zu blicken auf das Land der Ver-
Pfarreiengemeinschaft Eiterfeld, Ufhausen, Großentaft, Rasdorf und Wölf. heißung, das uns gezeigt werden sollte. Ich bin
PRESENT. Ich bin der: Ich-bin-da. Ostern 2021: Auflage 3500 mir ganz sicher: „Gott ist da!“ Und er sucht
Alle Angaben ohne Gewähr.
Herausgeber: Katholisches Pfarramt St. Georg Eiterfeld, Pfarrer Markus Blümel
PRESENT jeden einzelnen von uns für den Weg aus der
Enge in die Freiheit, aus der Dunkelheit in sein
Redaktion: Pfarrer Markus Blümel, Gemeindereferentin Maria-Martina Fischer, ICH BIN DER Licht. Ein brennendes Lagerfeuer wärmt für
den weiteren Weg. In diesem Sinne wünsche
Gemeindereferent Stefan Arnreich
Wüstenseite Titel/ Innenseite: Pfarrer Markus Blümel
ICH-BIN-DA ich uns Kraftquellen über das gedankliche
Verweilen an den Feuern dieser Zeit.
Ihr Pfr. Markus BlümelW
ir preisen dich, Herr, unser Gott,
wir rühmen deine unsagbare Güte.
Denn in vielen Bildern schauen wir
auf das Geheimnis des Altares. So heißt es im
Weihegebet, das unser Bischof am 4. Advents-
sonntag in der Eiterfelder Pfarrkirche gesun-
gen hat.
Ein besonderes Bild ist mir dabei vor Augen:
Die fünf kleinen Feuer, die an den Ecken und
in der Mitte des neuen Altares entzündet
wurden. Zusammen mit dem Weihrauch ver-
brannten die Dochte und ließen einen sicht-
baren Rauch und einen Wohlgeruch zurück.
Feuer und Rauch, aufsteigende Gebetsbitte
in Richtung des Himmels, dem wir diesen Ort,
die Kirche, anvertraut haben.
Weiter heißt es im Weihegebet: „Dieser Al-
KIRCHWEIH tar sei uns ein Bild des Herrn Jesus Christus,
aus dessen geöffneter Seite im Wasser und
im Blut die Sakramente der Kirche hervor-
gehen. Dieser Altar sei die festliche Tafel, um
ST. GEORG EITERFELD
die sich die Tischgenossen Christi freudig ver-
sammeln. Mögen sie hier ihre Sorgen auf dich
werfen und neue Kraft schöpfen für den Weg,
auf dem du sie führen willst. Dieser Altar sei
am 20. Dezember 2020 mit Bischof Dr. Michael Gerber ein Ort des vertrauten Umgangs mit dir und
eine Stätte des Friedens.“ Immer, wenn wir uns
diesem Altar oder den anderen Altären unse-
rer Kirche nähern, mögen wir jene Tröstungen
empfangen, die das Weihegebet verspricht.
Fotos: Winfried Möller,
Karl-Josef Gruber Text: Pfarrer Markus Blümel
4 pfarrmagazin März 2021 pfarrmagazin März 2021 5ALTARWEIHE
Oben links
Segnung des Weihwassers am Taufbrunnen
Oben rechts
Einsetzung der Reliquien
Mitte
Versiegelung des Reliquienkästchens
Unten
Altarweihe mit Heiligem Öl
6 pfarrmagazin März 2021IN DIE FÜLLE DEINER
AUFGABEN UND
IN DIE LEERE DEINER
GESCHÄFTIGKEIT,
IN DIE VIELZAHL DEINER
FÄHIGKEITEN UND
IN DIE GRENZEN DEINER
BEGABUNG
LEGE ICH MEINE
ZUSAGE:
ICH BIN DA.
Oben
Entzünden des Ewigen Lichtes
Mitte links PAUL WEISMANTEL
Übergabe der Weiheurkunde an die Pfarrgemein-
de und Verlesen durch Frau Ulrike Richter, Verwal-
tungsleiterin
Mitte rechts
Dankesworte durch Frau Andrea Budde, Sprecherin
Pfarrgemeinderat
8 pfarrmagazin März 2021 pfarrmagazin März 2021 18Hintergrund kam während dieser Zeit be-
sonders den Firmbegleiterinnen und Firm-
begleitern eine wichtige Bedeutung zu. Sie
waren mit ihrem offenen Ohr und ihrem Glau-
bens- und Lebenszeugnis für die Anliegen der
Jugendlichen in Form von Telefongesprächen
FIRMUNG und vereinzelten Kleingruppentreffen für die
Firmbewerber/innen da.
NOV 2020
Im November letzten Jahres empfingen die
jungen Christen schließlich das Sakrament
der Firmung. Wenngleich auch die Feier der
heiligen Firmung nur in begrenzten Perso-
nenrahmen und für die meisten nicht in ihrer
„Gott steht dir in deinem Leben bei“
Heimatkirche stattfinden konnte, erlebten
— Ein Rückblick auf ungewöhnliche
die Firmlinge mit ihren Angehörigen eine sehr
Firmungen
dichte Atmosphäre. Dazu trug die Musik der
mitwirkenden Chöre, die liebevoll gestaltete
Dekoration und nicht zuletzt die ansprechen-
U
nd los! - Mit diesem Ausruf starten
de Predigt des Firmspenders Domdechant
viele Wettbewerbe, Spiele und Sport-
Prof. Dr. Werner Kathrein bei.
ereignisse - so auch die Firmvorberei-
tung, die im Juli 2020 für ca. 140 Jugendliche Wir hoffen und wünschen in Anlehnung an
aus unserem Pastoralverbund begann. „… und die Worte von Prof. Kathrein allen (Neu-)Ge-
los!“ markiert den Startpunkt für etwas Neu- firmten, dass der Heilige Geist ihnen das gan-
es, für etwas, das lange vor jemandem herge- ze Leben lang mit seiner bedingungslosen und
schoben wurde, für etwas, das in den Hinter- grenzenlosen Liebe spürbar beistehen möge
grund oder sogar in Vergessenheit geraten ist, und dass das Feuer, das in ihnen entzündet
oder für etwas, das mich vor eine Herausfor- wurde, niemals erlischt.
derung stellt.
Über eine Zeit von etwa vier Monaten be-
reiteten sich die jungen Christen anhand von
monatlichen Firmlettern, Videoimpulsen und
zahlreichen Messfeiern auf die heilige Fir-
mung vor. Ein bisher ungewohntes und hohes
Maß an Selbständigkeit stellte damit auch
Text: Stefan Arnreich
die Firmbewerber in der inhaltlichen Ausein- Fotos: Winfried Möller,
andersetzung mit dem christlichen Glauben Stefanie Klee,
neben anderen Bereichen in der Corona-Pan- Bernd Vogt,
Susanne Witzel
demie vor eine Herausforderung. Vor diesem
10 pfarrmagazin März 2021IN DAS SPIEL DEINER
GEFÜHLE UND
IN DEN ERNST DEINER
GEDANKEN,
IN DEN REICHTUM
DEINES SCHWEIGENS
UND IN DIE ARMUT
DEINER SPRACHE
LEGE ICH MEINE
ZUSAGE:
ICH BIN DA.
PAUL WEISMANTEL
12 pfarrmagazin März 2021I
m vergangenen Jahr war auch die Bonifa-
tiuswallfahrt im Juni ein „Opfer“ von Co-
rona. Viele Wallfahrer trauerten, dass die
Wallfahrt nicht in gewohnter Weise statt-
finden konnte. War es trotzdem eine Chan-
ce, es anders zu machen im Jahr 2020?
Ja, für einige von uns war es so. Sie nahmen
sich die Zeit zum Wallfahren entweder zu
Fuß oder auch manche mit dem Fahrrad. Es
war eine neue Erfahrung: ohne die gewohn-
te Gemeinschaft im Gebet, die Impulse auf
dem langen Weg zum Grab des heiligen
Bonifatius, die Gespräche mit den Wallfah-
rern und natürlich auch der mit viel Liebe
zubereitete Kaffee und die Kuchenstücke
in Steinhaus.
Trotzdem haben die Wallfahrer den Herr-
gott erfahren und erleben dürfen. Er nahm
sie an die Hand und führte sie auf dem Weg.
Es lohnt sich zu gehen und zu beten, auf-
zutanken, um ermutigt zu werden. Ja - sich
beschenken zu lassen, Danke zu sagen und
neue Bitten zu formulieren. Sollte 2021
wieder keine gemeinsame Wallfahrt er-
laubt sein, werden wir die Alternative aus
2020 wiederholen, um gemeinsam Zeugnis
abzulegen für unseren Glauben.
Lasst uns deshalb das Gebet des hl. Bonifa-
tius beten:
Ewiger Gott, Zuflucht und Hilfe,
all deiner Kinder,
wir preisen dich für alles,
was du uns gegeben hast,
für alles, was du für uns getan hast,
DIE
für alles, was du für uns bist.
In unserer Schwäche bist du
unsere Kraft;
ANDERE
in unserer Finsternis bist du unser Licht;
in unserem Kummer bist du unser Trost
und unser Friede.
WALLFAHRT
Wir können deine Gnade nicht messen,
Fotos: Karl-Josef Hohmann
wir können deine Liebe nicht loten:
Sei gesegnet für all deinen Segen.
2020
Lasst uns so leben, als seien wir bei dir,
und die Dinge lieben, die du liebst,
und dir in unserem täglichen Leben dienen
durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Text: Karl-Josef Hohmann
14 pfarrmagazin März 2021 pfarrmagazin März 2021 15Gott im Gegenüber begegnen
Gotteserfahrungen sind für mich nichts
Außergewöhnliches. Jeder Moment ist
ein Geschenk Gottes und jeder Moment
ist für mich eine Gotteserfahrung. In jeder
Begegnung, die ich mit den Menschen
habe, erlebe ich die Gegenwart Gottes.
Jeder Mensch, dem wir begegnen, ob es
MIT OMA ein Landsmann ist oder ein Fremder, zeigt
uns die unverwechselbare Seite Gottes.
AUF DEN SPUREN DES Denn im Buch Genesis (Gen 1,27ff) heißt
es: „Der Mensch ist nach dem Bilde Gottes
HEILIGEN BONIFATIUS’ geschaffen.“ Also begegne ich immer auch
Gott in meinem Gegenüber. Mit dieser
Klarheit sollten wir einander begegnen und
annehmen. Das habe ich vielfach erfahren
- gerade auch in der herzlichen Aufnahme
hier in Deutschland. Erleben wir also
jeden Moment der Begegnung mit einem
Menschen auch als eine Begegnung mit Gott.
Verpassen wir dabei nicht zu lächeln, denn so
spiegeln wir am besten diesen großartigen
Augenblick.
Pater Binesh Mangalan
Meine Gedanken am Abend:
Es war eine tolle Wallfahrt
- ohne Nörgeln, Rempeleien,
mit fröhlichen Liedern, freien
Kindergebeten und allem,
was dazugehört - so wurden
die Fähnchen auch mal zu
Piratenflaggen.
Da hat man gespürt:
JESUS IST MITGEGANGEN.
16 pfarrmagazin März 2021Ein neuer Blickwinkel
UNSER Die Corona-Krise beherrscht uns nun schon mehr als ein Jahr. In unserer hoch entwickelten Gesell-
schaft hier in Europa konnte man sich nicht wirklich solch eine Pandemie vorstellen. Sie hat unser Le-
2020
Über Herausforderungen
ben grundsätzlich verändert. So mussten wir uns in unserem privaten, kulturellen und sozialen Umfeld,
im Vereinsleben und ganz speziell an unseren Arbeitsplätzen teilweise komplett umstellen. Auch am
kirchlichen Leben geht die Pandemie nicht spurlos vorüber. Nach den Schließungen der Gotteshäuser
im Frühjahr 2020 und dem damit verbundenen „Ausfall“ der öffentlichen Feierlichkeiten zum Hoch-
und das, was Kraft und Hoffnung gibt fest Ostern konnten durch gute Hygienekonzepte im Sommer wieder einige Gottesdienste möglich
gemacht werden. Auch wenn viele Gläubige ungeduldig sind oder von Beginn an mit den Hygiene- und
Schutzmaßnahmen nicht einverstanden sind, müssen wir weiter äußerste Vorsicht walten lassen, zu-
rückhaltend bleiben und hoffen, dass die Schutzimpfungen schnell voran gehen und wir schrittweise
zur Normalität zurückkehren. Mir persönlich fehlen die sozialen Kontakte mit den Bürgerinnen und
Meine Augen schauen stets auf den Herrn;
Bürgern ganz besonders. Ich habe die Zeit genutzt, um noch mehr unsere schöne Natur mit den tollen
denn er befreit meine Füße aus dem Netz (Ps 25.15) Rad- und Wanderwegen zu genießen. Das Leben ist bewusster geworden und viele Dinge, die bisher
selbstverständlich waren, sieht man heute aus einem ganz anderen Blickwinkel.
Das letzte Jahr stellte mich als Leiterin eines Pflegeheimes vor große Herausforderungen. Im März
2020 wurde das Heim für Besucher geschlossen. Es folgten Monate des ständigen Abwägens. Wie
schütze ich die Bewohner, wie die Mitarbeiter? Was ist trotz allem möglich? Wie halten wir die Ver-
Jürgen Hahn,
bindung zu den Angehörigen?
Bürgermeister Rasdorf
Oft habe ich darum gebetet, dass er meine Schritte führt und meinen Geist lenkt. Bewusst auf den
Herrn zu schauen, war vor allem im Pfarrzentrum bei der Anbetung für mich möglich. Ein Ort, der mir
die Kraft gab, ihm zu vertrauen und weiterzumachen. Mit Gottes Hilfe und ganz tollen Mitarbeitern
haben wir das Jahr gut gepackt und dafür bin ich sehr dankbar.
Stefanie Klee
So hatte ich mir mein letztes Jahr in der Kita St. Georg nicht vorgestellt!
Eigentlich wollte ich dieses letzte Jahr genießen! Viele neue Projekte mit den Kindern planen, Feste
vorbereiten und feiern. Doch dann kam Corona. Es hat mich plötzlich getroffen. Nie hätte ich mir
vorstellen können, dass wegen einer Pandemie die Kita geschlossen wird — oder Schulen, Geschäf-
Ich bin zuversichtlich - auch in diesen besonderen Zeiten! te, Gaststätten. Noch weniger wäre mir in den Sinn gekommen, dass Toilettenpapier knapp werden
könnte!
Plötzlich keine Besuche mehr, keine Termine, keine… . Auf einmal viel Zeit – Zeit zum Nachdenken!
Zuversicht — ein Wort, welches in unserem täglichen Sprachgebrauch nicht gar so oft verwandt
Was ist mir wichtig? Zeit für mich selbst! Zeit für Menschen, die mir wichtig sind!
wird, oder? Zuversicht auf was? — Auf das, was „früher“ für uns alle selbstverständlich war? Wie nor-
mal war es, große Familienfeste zu feiern? Wie gerne sind wir alle zu den örtlichen Veranstaltungen Auch der Alltag in der Kita hat sich total verändert. Das Wichtigste ist jetzt, den Kindern, trotz der
gegangen – zur Disco, dem Bockbierabend, zu Konzerten, zum Sportplatz, zum Weihnachtsmarkt, zu vielen Regeln, die Zeit in der Kita fröhlich und unbeschwert zu gestalten! Hygienekonzepte werden
dem mir am Herzen liegenden Karneval – oder auch zu den Gottesdiensten in die Kirche! zur großen Herausforderung. Die Arbeit, wie sie uns vertraut ist, die Feste und Veranstaltungen im
Jahreslauf können nicht in der gewohnten Weise stattfinden. Stattdessen müssen neue Wege ge-
Nichts ist mehr, wie es einmal war. Aus dem Selbstverständlichen ist ein Umstand geworden! Jedem
funden werden. Neue, digitale Medien halten mehr und mehr Einzug in die Arbeit.
von uns, jedoch insbesondere für die Kinder und Jugendlichen wünsche ich mir die Zuversicht auf
ein normales, unbeschwertes Leben – mit der Heiterkeit, mit viel Optimismus, dem Lebensmut, der Corona hat das Leben in allen Bereichen verändert, und doch war nicht alles schlecht, was es mir
uns in dem vergangenen Jahr vielleicht ein wenig abhanden gekommen ist. beschert hat. Ich konnte eine Menge lernen, z. B. wer oder was in meinem Leben besonders wichtig
ist, was mich im Leben trägt oder das Nutzen digitaler Medien in der Arbeit und auch privat. Corona
Sind wir zuversichtlich – zuversichtlich auf ein normales Leben! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen
hat mir auch gezeigt, dass, wenn die gewohnten Wege versperrt sind, sich viele neue, unbekannte
allen frühlingshafte und erfrischende, gesegnete, freudige Ostertage.
Möglichkeiten ergeben. Man muss nur bereit sein, sie vertrauensvoll zu nutzen.
Mathias Herber
Brigitte Kaiser,
seit fast 43 Jahren Leiterin der kath. Kita St. Georg Eiterfeld
18 pfarrmagazin März 2021 pfarrmagazin März 2021 19Erfahrungen, Wissen, Verantwortung
Ein „außergewöhnliches“ Jahr “Pass ´gut auf in der Schule, dass Du was lernst,
dann hast Du`s später leichter im Leben…“
Wie jeder andere Bürger habe ich mir das Jahr 2020 zu Beginn anders vorgestellt und dieses auch
Sätze dieser Art hat bestimmt jeder schon als Kind gehört. Diese begleiten uns durch das Leben, zu-
ganz anders geplant als es letztlich ablief. Die Coronavirus-Pandemie hat eine ganze Welt erschüttert
mindest schaut man oft auf solche Weisheiten zurück. Sie hinterlassen den Eindruck, so müsste das
und uns bewusst vor Augen geführt, dass nichts selbstverständlich ist, auch nicht das Alltägliche.
Leben gelingen.. Doch aus meiner Sicht habe ich das meiste Wissen aus den schwierigen Situationen,
Eine Geburtstagsfeier mit all den Menschen, die einem lieb und teuer sind, die Verkäuferinnen und die ich am eigenen Leibe erfahren habe, erworben. Das Leben hat mich gelehrt, dass egal welche Pro-
Verkäufer, die mir mit ihrem Rat zur Seite stehen, der Besuch bei Oma und Opa, eine Umarmung zur bleme oder Herausforderung anstehen: Man bekommt mit zunehmendem Alter immer mehr „Werk-
Begrüßung- all das und so vieles mehr fehlt und erst jetzt merkt man, wie wichtig soziale Beziehungen zeugen“ durch den Schatz der Erfahrungen und ich gehe davon aus, dass das immer noch so weiter
und Gemeinschaften sind. gehen wird.
Ich wünsche mir, dass durch diese Erfahrungen die Bedeutung unseres Miteinanders wieder einen
Je mehr Verantwortung man übernimmt, in welchem Bereich auch immer, kommt man oft an seine
höheren Stellenwert erhält. Das Gespräch mit dem Nachbarn, die Zeit, die mir eine Freundin oder
Grenzen und man ist stets unbequemen Situationen, Konflikten und Gefahren ausgesetzt oder man
ein Freund schenkt oder die Ware, die ich erhalte, ausreichend schätze und würdige. Wir wissen, was
steht vor existenziellen oder finanziellen Problemen. Trotz aller guten und hilfreichen Erfahrungen,
uns fehlt, was vernachlässigt wurde und daher wünsche ich mir für den Neuanfang, dass wir wieder in
Erkenntnissen, Wissen, Erlebnissen, Gesprächen, gelösten Problemen und Situationen steht für mich
großen Gruppen gemeinsam lachen, singen, freuen, uns umarmen, aber auch trauern können.
neben familiären, beruflichen oder freundschaftlichen „Beratern“ stets auch Gott an meiner Seite, als
mein vertrauter Begleiter Tag für Tag. Im Dialog mit Bitten und Danken ist er für mich da, in jedem
Raum, zu jeder Zeit. Es ist das Vertrauen in das Gute und die innere Stimme, welche durch den ge-
lebten Glauben sowie das Gebet gelenkt und geführt wird. Es geschieht und funktioniert einfach wie
eine gute Partnerschaft im gegenseitigen, grenzenlosen Vertrauen. Für mich ist es sehr wichtig, in
Herrmann-Josef Scheich, einer Gemeinschaft zu Hause zu sein, welche auch den Glauben lebt und sich gegenseitig ergänzt und
Bürgermeister Eiterfeld unterstützt. Nur so werden wir aus meiner Sicht Kraft für unsere Fortentwicklung, Inspiration und
Tradition schöpfen.
Ich hoffe, unsere nachhaltig und in Brüderlichkeit geprägte christliche Haltung wird den nachfolgen-
den Generationen eine im Glauben fruchtbare Zukunft geben.
Offen bleiben im Lockdown
In der Zeit der Corona-Pandemie hat sich mir ein großes Spannungsfeld eröffnet. Einerseits gibt es
Oliver Zentgraf
viel erzwungene Ruhe, viele Dinge sind nicht möglich, das Leben wurde stark entschleunigt. Auf der
anderen Seite sind viele Dinge mit erheblichem Mehraufwand verbunden und führen bei manchen
Menschen zu Überlastung und Erschöpfung.
Da die Einschränkungen nun schon so lange dauern, macht sich vielerorts eine Haltung der Resigna-
tion breit. Doch Resignation führt zu Mutlosigkeit und Stillstand. Was mir aus der resignativen Lock-
down-Falle hilft, ist Hoffnung, ein Festhalten daran, dass es wieder anders werden wird. Gesünder glauben
In der Adventszeit habe ich begriffen, was es bedeutet, wenn im Adventslied „reiß den Himmel auf“ ge-
sungen wird. Die darin zum Ausdruck kommende Sehnsucht, ja Ungeduld, mit der der Retter erwartet
Das Jahr 2020 hat wohl überall Veränderungen bewirkt. Sich einzustellen auf die uns auferlegten
wird, war mir noch nie so nah wie in diesen Pandemie-Zeiten.
Grenzen hat viel Unbehagen erzeugt. Wir waren die Freiheit gewohnt und konnten uns sicherlich
„Alles beginnt mit der Sehnsucht“, schreibt Nelly Sachs. Wenn ich Sehnsucht habe, bin ich wacher und nicht vorstellen, dass diese einmal gefährdet werden könnte. Doch müssen wir teilweise leidvoll er-
aufmerksamer. Ich suche nach Zeichen und Hinweisen, ob das, was ich ersehne, nicht schon wahr- kennen, wie schnell sich die Welt ändern kann und wir neue Wege gehen müssen. Gott hat uns zu
nehmbar ist. keiner Zeit einen bequemen Weg garantiert, aber er hat uns versprochen „alle Zeit bei uns zu sein.“ Es
Ich suche nach hoffnungsvollen Zeichen, nicht in den Nachrichten, der Zeitung oder dem Internet, liegt an uns, auf sein Versprechen zu vertrauen und die vor uns liegende Zeit aus seiner Kraft heraus
sondern im Lächeln, das ich trotz Maske in den Augen meiner Kollegin wahrnehme, einem liebevollen zu leben. Hören wir auf sein Wort, damit auch uns wie den Jüngern von Emmaus „das Herz in der Brust
Blick, dem Zug der Kraniche am Himmel oder den ersten Bienen in den Blütenkelchen der Krokusse. brennt“, wenn wir uns ihm zuwenden.
Ich weiß: Das Leben kommt wieder, jeden Frühling, jedes Osterfest.
Dr. Klaus Isert
Andrea Budde
20 pfarrmagazin März 2021 pfarrmagazin März 2021 21EIN BRENNENDES
HERZ FÜR
DIE VERKÜNDIGUNG
Vorbilder im Glauben und der Verkündigung aus unserer Pfarreiengemeinschaft im Blick-
punkt Abt Bonifaz Sauer
I
n 2020 durften wir zusammen mit dem ehe- beschwerliche Reise dorthin. Nur vier Jahre
maligen Abtprimas Dr. Notker Wolf OSB nach seiner Ankunft wird er dort zum ersten
auf den 70. Todestag von Abtbischof Boni- Abt geweiht. Ähnlich wie seine Vorbilder im
faz Sauer OSB blicken. An zwei berührenden Glauben, Benedikt von Nursia und Bonifatius,
Festtagen gedachte die Heimatgemeinde sei- liegt ihm der Grundsatz „ora et labora“ (bete
nes segensreichen Wirkens in einem riesigen und arbeite) am Herzen. Mit seiner Bischofs-
Missionsgebiet in Korea, in dem er von 1909 weihe am 01. Mai 1921 wird ihm ein riesiges
bis zu seinem Tod in 1950 Zeugnis für Jesus Missionsgebiet anvertraut. Als Oberer einer
Christus ablegen konnte. Mönchsgemeinschaft und als Bischof ist er un-
ermüdlich unterwegs. Er gründet Missionssta-
Abt und Bischof Bonifaz, der mit bürgerlichem tionen, er organisiert die Seelsorge, spendet
Namen Josef hieß, wurde am 10. Januar 1877 Firmungen und ist aufgrund seiner vielfachen
in Oberufhausen geboren. Als Jugendlicher praktischen Begabungen und seiner Kenntnis
entschließt er sich, die Schule bei den Missi- der Landwirtschaft ein gefragter Ratgeber in
onsbenediktinern in St. Ottilien zu besuchen. alltäglichen Dingen. Nach dem zweiten Welt-
Vom Ruf Gottes ergriffen, tritt er in das Klos- krieg verändert sich mit der Besetzung Koreas
ter am Ammersee ein und legt am 04. Februar durch die Kommunisten die vormals blühende
1900 seine feierliche Profess ab. Er erhält da- Missionstätigkeit der Benediktiner/innen.
bei den Namen unseres Bistumspatrons, des Schwestern und Patres werden verfolgt und
Heiligen Bonifatius (672-754). Nach dem Stu- in Gefängnisse gesperrt. Auch Abtbischof
dium der Theologie und Philosophie wird er Bonifaz Sauer wird deportiert und im Lager
1903 in Dillingen zum Priester geweiht. Nach Pjöngjang festgesetzt. Vollkommen entkräftet
Lehrtätigkeit am dortigen Gymnasium erhält stirbt er dort am 07. Februar 1950. Für ihn
er vom Erzabt den Auftrag, im Missionsgebiet und seine Gefährten wird in 2007 das Selig-
Korea die Benediktiner von Seoul zu unter- sprechungsverfahren eingeleitet.
stützen. 1909 begibt er sich auf die lange und
Text: Markus Blümel
Fotos: Josef Hohmann
22 pfarrmagazin März 2021 pfarrmagazin März 2021 23ERST
KOMMUNION
2020
Im Ungewöhnlichen dem Außergewöhnlichen
- Jesus Christus - begegnen
© Julia Reisinger
pfarrmagazin März 2021 25D
as gab´s noch nie! Mit dem ersten
Lockdown im letzten Frühjahr 2020
sollte alles anders werden, irgendwie
„ungewöhnlich“. Das bedeutete auch, dass die Ich hätte nicht gedacht, dass ich trotz Corona
Erstkommuniongottesdienste in den Sommer eine solch schöne Kommunion habe. Trotz
verschoben werden mussten. der Veränderungen und Umstände kann die
Zu diesem Zeitpunkt konnte allerdings noch Erstkommunion einzigartig werden.
niemand erahnen, dass der Verzicht der Fei-
— Ella Veltum, Erstkommunionkind 2020 und Eltern —
ern am Weißen Sonntag die Kinder in eine
außergewöhnliche Gotteserfahrung führen
sollte.
In der Zeit des Wartens verwandelte sich ihre
erste Trauer in eine tiefe Sehnsucht. Wir er-
lebten betende Kinder, deren Herzen nach
Gott hungerten. Unvergesslich bleiben bis Fotos: Julia Reisinger
heute die Augenblicke, in denen die Kinder mit
geschlossenen Augen nach dem Empfang der
hl. Kommunion um den Altar standen. In ihren
Gesichtern war zu sehen, dass Gott da war und
ihre kleinen Herzen berührt hatte. Spürbar
erfüllte sich das Schriftwort: „Ihr seid in mir
und ich bin in euch!“ (Joh. 14,20). Nichts war
wie vorher. Der Altar wurde zum brennenden
Dornbusch; der gesamte Raum war eingehüllt
in eine geisterfüllte Atmosphäre der Ruhe und
des Friedens. Tränen liefen über die Wangen
aller, die sich von diesen bewegenden Szenen
berühren ließen.
Die Erstkommunionkinder und alle Mitfeiern-
den durften erleben, dass Gott im Überfluss
gibt, was Corona uns nimmt: Begegnung und
Fotos Rasdorf: Julia Reisinger
Nähe in Fülle. Für die Erstkommunionkinder
aus dem letzten Jahr und ihre Familien war die
Pandemie eine Chance, den Außergewöhn-
lichen - nämlich Jesus Christus – im „Unge-
wöhnlichen“ neu zu entdecken und zu lieben.
Eine Erfahrung, die auch uns Zuversicht und
Hoffnung geben sollte.
Text: Maria-Martina Fischer
26 pfarrmagazin März 2021IN DIE ENGE
DEINES ALLTAGS UND
IN DIE WELT
DEINER TRÄUME,
IN DIE SCHWÄCHE DEINES
VERSTANDES UND
IN DIE KRÄFTE
DEINES HERZENS
LEGE ICH MEINE
ZUSAGE:
ICH BIN DA.
PAUL WEISMANTEL
© Julia ReisingerIMPRESSIONEN
KLEINE
ERSTKOMMUNION
EITERFELD
Wenn ich an meine Kommunion
denke, erinnere ich mich an den
Moment, als ich den Leib Christi in
meinen Händen hielt, um ihn zum
ersten Mal zu empfangen.
— Emanuel Dietrich, Erstkommunionkind 2020 —
30 pfarrmagazin März 2021 pfarrmagazin März 2021 31Glaube in der Pandemie bedeutet für mich,
selbst aktiv zu werden, wenn es keine oder nur
eingeschränkte Angebote von außen gibt;
Traditionen auch einmal neu zu denken,
wenn sich Dinge verändern.
— Christiane Nophut, Großentaft —
OSTERN2020
@HOME
Ostern ganz anders - Eindrücke von
unseren Familien und ihrem Osterfest im
Lockdown 2020
OSTERKERZE
BASTELN @HOME pfarrmagazin März 2021 33Um zu Hause am Thema
zu bleiben, haben wir die
Erzählungen aus dem Buch
„Gottes Werke sind wunderbar“
vorgelesen. Aufmerksam wurde
hier wissbegierig zugehört.
— Kerstin Bock, Rasdorf —
A
ls im letzten Jahr klar war, dass auch die
Kirchen an Ostern geschlossen blei-
ben, überlegten wir als Familie, wie wir
„unser Ostern“ gestalten wollen.
Anreize und Ideen fanden wir unter anderem
im „Heftchen“ der Pfarreiengemeinschaft des
Hessischen Kegelspiels. Wir bastelten ge-
meinsam Osterkerzen, Osterdeko und gestal- Den Briefkasten des
teten mit Playmobil, Bausteinen und Natur- Pfarrbüros leerten wir täglich
materialien einen Kreuzweg.
und nutzten die Gelegenheit
An Gründonnerstag führten wir die erste in der Kirche eine Kerze
„Aktion“ aus dem Heftchen durch. Als Familie anzuzünden, ein Gebet zu
hielten wir Abendmahl und machten die Fuß-
waschung. Zunächst war das ganze zu Hause sprechen und Gott zu danken,
am Esstisch irgendwie komisch. Aber je mehr dass wir gesund sind.
wir uns darauf einließen, umso mehr fanden Das tat gut und hat uns
wir Gefallen daran. Als wir dann auch noch ein
Foto von Freunden bekamen, bei denen der
gestärkt.
„Abendmahltisch“ ähnlich aussah wie bei uns, — Kerstin Bock, Rasdorf —
war es wie eine Art Gemeinschaft für uns. Ge-
trennt, aber doch irgendwie verbunden. Wei-
ter ging es dann am Karfreitag mit „Klappern
Fotos: Familie Richter Familie Weber, Familie Nophut
zu Hause“ (schön war es, dass auch die Nach-
barn geklappert haben), virtuellem Kreuzweg
und der Liturgie im eigenen Garten.
An Ostersonntag stellten wir extra unseren
Wecker und versammelten uns im Garten um
unser eigenes Osterfeuer. Fehlen durften da-
bei nicht unsere gebastelten Osterkerzen, das
Fotos: Familie Herr, Eiterfeld
Gesangbuch und das „Heftchen“. Als dann die
Glocken läuteten, bekamen wir alle eine Gän-
sehaut.
Wir als Familie sind uns einig, dass es ein sehr
intensives und kreatives Osterfest war, mit
vielen tollen und neuen Erfahrungen.
Text: Tanja Herr, Eiterfeld
34 pfarrmagazin März 2021 pfarrmagazin März 2021 35DER HERR IST
WAHRHAFT
AUFERSTANDEN
GEBETSGRUPPE Am Weg der Hoffnung auf Point Alpha ent-
PER WHATSAPP steht diese besondere Aufnahme. Die Son-
ne durchbricht eindrucksvoll die Balken des
Kreuzes. Natur und Kunstwerk verschmel-
zen und offenbaren das Ostergeheimnis.
Im Familienkreis der Kolpingfamilie Grossen-
taft entsteht eine Whatsapp-Gebetsgruppe:
Da zu diesem Zeitpunkt keine öffentlichen
Gottesdienste stattfanden, trafen sich die
Familien jeden Abend um 19.30 Uhr zum ge-
meinsamen Gebet — jeder für sich alleine zu
Hause, aber im Gebet vereint.
PALMZWEIGE
BINDEN @HOME
In 2020 war das gemeinsame Binden von
Palmzweigen in unseren Pfarreien nicht - wie
gewohnt - möglich. Die Familien wickelten
daher eifrig Zuhause und legten die fertigen
Zweige in den Kirchen aus. Dort wurden die
Palmsträußchen von den Priestern geweiht
und konnten wieder abgeholt werden.
OSTERNACHT
FEIERN PER TV
„Alternative Gottesdienstfeiern in Corona-
zeiten haben wir als Familie sehr intensiv
erlebt.“
Familie Nophut schaute die Osternachtsfeier
der Stadtpfarrkirche Fulda per Livestream. Be-
sonders für ihre Oma war die alternative Got-
tesdienstfeier sehr ergreifend, da sie grund-
sätzlich das Haus zum Gottesdienstbesuch
nicht mehr verlassen kann. Für sie war es ein
Gewinn, im Kreis der Familie zu singen und zu
beten.
Text und Fotos: Christina Nophut,
36 pfarrmagazin März 2021 Kolpingfamilien GroßentaftGenau darum geht es:
Die äußere Renovation
ist mit diesem Tag abgeschlossen.
Aber die innere Renovation - die geht weiter. Sie
wird uns ein Leben lang begleiten.
— Bischof Dr. Michael Gerber —
20.12.2020, Kirchweih St. Georg Eiterfeld
EINEN AUFBRUCH WAGEN.
D
ein Herz ist der alles entscheidende in der Kirche oder im Bistum beantwortet.
Ort, an dem Gott Dir begegnen will. Und sie kann schon gar nicht durch einen
Ein unfassbarer Gedanke! Kein be- anderen Menschen für mich gelöst werden.
stimmter Kirchort und auch kein auf die Mi- Gott ruft und sucht mich - ganz persönlich.
nute getakteter Gottesdienst - einmal in der
Woche. Zuallererst will Gott bei Dir ankom- Unsere Lobpreisgottesdienste leben von
men, in Deinem Herzen. diesem Traum: die Herzen der Menschen
durch intensive Musik und Klänge, durch
Genau davon ist unser Lobpreis-Team fest freies Gebet und eine besondere Atmo-
überzeugt: Im Herzen entscheidet sich die sphäre neu und ganz weit zu öffnen, damit
wirkliche Über-Lebensfrage, nämlich ob ich Gott selbst eintreten darf. Dass genau das
Gott den notwendigen Raum in meinem Le- immer wieder passiert, ist für unser junges
ben gebe - oder eben nicht. Diese Entschei- Team aus Helfern, Betern, Technikern und
dung nimmt mir keine noch so gelungene Musikern ein unbegreifliches Geschenk.
Kirchensanierung ab. Die Frage wird auch Menschen allen Alters und aus verschiede-
nicht durch irgendwelche Strukturreformen nen Orten unserer Gemeinden und darüber
© Steffen Löffler
pfarrmagazin März 2021 39hinaus erfahren Gott - tief im Herzen, ganz
nah. Der Lobpreisabend alle paar Wochen ist
dabei nur eine Art Gipfeltreffen, vielleicht der
Start- oder Zwischenpunkt für ein Leben mit
dem liebenden und mich suchenden Gott. Ihm
antworten darf und muss ich aber jeden Tag
selbst. Im freien und liebevollen Gebet, in der
Stille, in der Herzensbegegnung und im Alltag.
Bislang Ungeahntes und für unmöglich Gehal-
tenes können dadurch entfesselt werden.
Die Schließung der Kirche während der Innen-
sanierung und die andauernde Corona-Pande-
mie haben an unserer Vision der Renovierung
der Herzen nichts geändert. Im Gegenteil, die
innere Renovierung hat dadurch erst eine be-
sondere Dynamik und Weite erfahren. Trotz
Singverbots, Masken- und Abstandsgeboten
hat sich unser Team aufgemacht und die ver-
schiedenen Orte und Menschen in unserem
Pastoralverbund besucht. Von Eiterfeld aus
Richtung Leimbach und Malges nach Ufhau-
sen und Leibolz über Wölf und Großentaft
schließlich nach Rasdorf. Fortsetzung folgt.
Und als der Termin der Kirchenöffnung ver-
schoben werden musste, feierten wir genau an
diesem Tag einen der bislang schönsten Lob-
preisgottesdienste inmitten der Eiterfelder
Kirchenbaustelle - zwischen Gerüststangen,
Farbeimern, in Staub und Dreck. Warum? Weil
Gott unsere Herzen erobern, renovieren und
verwandeln will. Ganz gleich wo, wann und
wie, selbst in einer heruntergekommenen und
— im doppelten Sinne — am Boden liegenden
Kirche.
Die Renovierung geht auch nach 2020/21
weiter. Sie dauert wohl ein Leben lang. Umso
mehr freuen wir uns auf die Zukunft, auf das,
was Gott mit uns, in unserer Gemeinde und
mit all den verschiedenen Menschen wirken
und wagen will: Einen neuen Aufbruch. Wir
sind dankbar für alle, Junge und jung Geblie-
bene, die sich von dieser Vision entzünden
und begeistern lassen. Für eine Renovierung
unserer Herzen, unserer Gemeinden und un-
serer Kirche. Renovation!
Fotos: Steffen Löffler,
Jakob Sons
40 pfarrmagazin März 2021INFOS & TERMINE
www.renovation-lobpreis.de
pfarrmagazin März 2021 43GOTTESDIENSTE
ANMELDUNG
ZU DEN GOTTESDIENSTEN
SAMSTAG
Wir laden Sie herzlich zur Mitfeier der Eucharistie ein. 17.00 Uhr HEILIGE MESSE Rasdorf
27. MÄRZ
Aufgrund der Infektionsschutzmaßnahmen gibt es bei den Gottesdiensten im Pastoralverbund 18.30 Uhr HEILIGE MESSE Ufhausen
Teilnahmekontingente. Für die Gottesdienste ist daher eine verbindliche Anmeldung notwendig,
bei der Sie laut Verfügung der hessischen Landesregierung Ihren Namen, Ihre Telefonnummer
und Ihre Anschrift angeben müssen. SONNTAG
28. MÄRZ 9.00 Uhr HEILIGE MESSE Eiterfeld
Es besteht die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes bzw.
PALMSONNTAG 9.00 Uhr HEILIGE MESSE Ufhausen
einer FFP2-Maske beim Gottesdienst. Bitte halten Sie bei allen Zusammenkünften im Rahmen
der Liturgien und der übrigen Veranstaltungen in den Gemeinden den nötigen Mindestabstand
ein. 10.30 Uhr HEILIGE MESSE Eiterfeld
10.30 Uhr HEILIGE MESSE Rasdorf
16.30 Uhr KINDERANDACHT Treischfeld
ZUGANG ZU DEN MESSFEIERN zum Palmsonntag
Online-Anmeldung per 17.00 Uhr HEILIGE MESSE Rasdorf
www.pastoralverbund-hessisches-kegelspiel.de 18.30 Uhr HEILIGE MESSE Leibolz
Melden Sie sich und auch andere Personen, die in Ihrem Haushalt leben, bequem
auf der Internetseite der Pastoralverbundes — www.pastoralverbund-hessisches-
MONTAG
kegelspiel.de — über den Button „Gottesdienstanmeldung“ an. 19.30 Uhr HEILIGE MESSE Eiterfeld
29. MÄRZ
Bitte machen Sie davon regen Gebrauch, um unsere Pfarrämter zu entlasten!
DIENSTAG
30. MÄRZ 6.00 Uhr HEILIGE MESSE Eiterfeld
Per Telefon
18.00 Uhr ANTONIUSANDACHT Großentaft
Sollte Ihnen oder Ihren Verwandten eine Online-Anmeldung nicht möglich sein,
können Sie sich auch telefonisch zur Teilnahme an der Feier der Eucharistie anmel- 19.00 Uhr HEILIGE MESSE Ufhausen
den. Melden Sie sich bitte für jeden Sonntag nur für einen Gottesdienst an.
19.00 Uhr HEILIGE MESSE Setzelbach
Bitte berücksichtigen Sie die Öffnungszeiten im Pfarrbüro:
Pfarrbüro Eiterfeld: Messen in Eiterfeld, Leibolz, Leimbach, Malges 19.00 Uhr KREUZWEGANDACHT Grüsselbach
Pfarrbüro Ufhausen: Messen in Ufhausen
19.30 Uhr KREUZWEGANDACHT Eiterfeld
Pfarrbüros Rasdorf und Großentaft: Messen in Rasdorf und Großentaft
Zu den Werktagsmessen bedarf es keiner Anmeldung. Bitte bringen Sie Ihre Kontaktdaten in
schriftlicher Form mit. In den Kirchen liegen Vorlagen zum Mitnehmen aus. MITTWOCH
31. MÄRZ 6.00 Uhr HEILIGE MESSE Eiterfeld
[Ausgenommen sind Soisorf — Anmeldung bei Fam. G. Wiegand (T 06676 / 433): Di/Mi/Do 9-12 19.00 Uhr HEILIGE MESSE Leibolz
Uhr sowie Treischfeld — Anmeldung bei Herrn H. Hohmann (T 06676 / 8323)]
19.00 Uhr HEILIGE MESSE Treischfeld
44 pfarrmagazin März 2021 pfarrmagazin März 2021 45DONNERSTAG SAMSTAG
17.00 Uhr ABENDMAHLSFEIER Eiterfeld 3. APRIL 8.30 Uhr TRAUERMETTE Eiterfeld
1. APRIL
GRÜNDONNERSTAG KARSAMSTAG 21.00 Uhr OSTERNACHTSFEIER Leibolz
17.00 Uhr ABENDMAHLSFEIER Großentaft
anschl. Ölbergstunde
21.00 Uhr OSTERNACHTSFEIER Rasdorf
17.00 Uhr ABENDMAHLSFEIER Ufhausen
anschl. Ölbergstunde 21.00 Uhr OSTERNACHTSFEIER Ufhausen
18.30 Uhr ABENDMAHLSFEIER Eiterfeld
anschl. Ölbergstunde SONNTAG
4. APRIL 5.30 Uhr OSTERNACHTSFEIER Eiterfeld
18.30 Uhr ABENDMAHLSFEIER Rasdorf
HOCHFEST 5.30 Uhr OSTERNACHTSFEIER Großentaft
anschl. Ölbergstunde
DER
19.30 Uhr KREUZWEG Ufhausen AUFERSTEHUNG 5.30 Uhr OSTERNACHTSFEIER Malges
in der Kirche, DES HERRN
anstatt Fackelkreuzweg 9.00 Uhr FESTHOCHAMT Eiterfeld
9.00 Uhr FESTHOCHAMT Ufhausen
FREITAG
9.30 Uhr KREUZWEGANDACHT Eiterfeld 10.30 Uhr FESTHOCHAMT Eiterfeld
2. APRIL
KARFREITAG 9.30 Uhr KREUZWEGANDACHT Leibolz 10.30 Uhr FESTHOCHAMT Rasdorf
FAST- UND 9.30 Uhr KREUZWEGANDACHT Leimbach 17.00 Uhr FESTHOCHAMT Rasdorf
ABSTINENZTAG
9.30 Uhr KREUZWEGANDACHT Malges 18.30 Uhr FESTHOCHAMT Leimbach
10.00 Uhr KREUZWEGANDACHT Großentaft
MONTAG
10.00 Uhr KREUZWEGANDACHT Soisdorf 9.00 Uhr HEILIGE MESSE Eiterfeld
5. APRIL
10.00 Uhr KREUZWEGANDACHT Treischfeld OSTERMONTAG 9.00 Uhr HEILIGE MESSE Ufhausen
10.00 Uhr KREUZWEGANDACHT Rasdorf 10.00 Uhr HEILIGE MESSE Gehilfersberg
Eröffnung des Wallfahrtsjahres
10.00 Uhr KREUZWEGANDACHT Grüsselbach
10.30 Uhr HEILIGE MESSE Eiterfeld
10.00 Uhr KREUZWEGANDACHT Setzelbach
11.30 Uhr EV. GOTTESDIENST Rasdorf
11.00 Uhr KINDERKREUZWEG Ufhausen
gestaltet von den Erstkommuni- 17.00 Uhr HEILIGE MESSE Großentaft
onkindern - Bitte Fastenopferkäst-
chen mitbringen!
12.00 Uhr EV. GOTTESDIENST Rasdorf DIENSTAG
6. APRIL 6.00 Uhr HEILIGE MESSE Eiterfeld
15.00 Uhr KARFREITAGSLITURGIE Eiterfeld 19.00 Uhr HEILIGE MESSE Ufhausen
15.00 Uhr KARFREITAGSLITURGIE Ufhausen 19.00 Uhr HEILIGE MESSE Grüsselbach
15.00 Uhr KARFREITAGSLITURGIE Großentaft
17.00 Uhr KARFREITAGSLITURGIE Eiterfeld MITTWOCH
7. APRIL 6.00 Uhr HEILIGE MESSE Eiterfeld
17.00 Uhr KARFREITAGSLITURGIE Rasdorf
19.00 Uhr HEILIGE MESSE Großentaft
46 pfarrmagazin März 2021 pfarrmagazin März 2021 47DONNERSTAG
8. APRIL 7.00 Uhr HEILIGE MESSE Eiterfeld
9.00 Uhr HEILIGE MESSE Ufhausen
18.30 Uhr ROSENKRANZGEBET Rasdorf
19.00 Uhr HEILIGE MESSE Rasdorf
FREITAG
9. APRIL 9.00 Uhr HEILIGE MESSE Eiterfeld
19.00 Uhr HEILIGE MESSE Soisdorf
SAMSTAG
10. APRIL 8.00 Uhr HEILIGE MESSE Gehilfersberg
17.00 Uhr HEILIGE MESSE Rasdorf
18.30 Uhr HEILIGE MESSE Ufhausen
Auf den Spuren Jesu
im Heiligen Land
Pilgerreise
Information und Vormerkung über
Katholische Kirchengemeinde St. Georg Eiterfeld
Marktstraße 4, 36132 Eiterfeld
Telefon: 06672 243
pfarramt@sankt-georg-eiterfeld.de
1. Pilgerreise: 14.03.–23.03.2022, Reise-Nr.: 705022
2. Pilgerreise: 14.11.–23.11.2022, Reise-Nr.: 706922
48 pfarrmagazin März 2021
Der detaillierte Anmeldebeginn und
die Reisekosten werden noch benannt.WIR SIND
FÜR SIE DA
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf oder sprechen Sie uns gerne an.
Wir freuen uns auf Sie!
PFARRBÜROS
SEELSORGETEAM Katholisches Pfarramt St. Georg, Eiterfeld Katholisches Pfarramt
mit Pfarrkuratie Pauli Bekehrung Wölf St. Joseph, Großentaft
Marktstraße 4 Eusebius-Breitung-Platz 2
36132 Eiterfeld 36132 Eiterfeld-Großentaft
T 06672 / 243 T 06672 / 388
F 06672 91 97 69 F 06672 / 91 99 73
pfarramt@sankt-georg-eiterfeld.de sankt-joseph-grossentaft
@pfarrei.bistum-fulda.de
Öffnungszeiten
Mo 9-12 und 15.30-18 Uhr Öffnungszeiten
Pfarrer Subsidiar Subsidiar Mi 9-12 Uhr Mi 9.30-12.30
Markus Blümel Pater Binesh Mangalan Pfarrer Stefan Ott Fr 9.30-12.30
Ihre Ansprechpartnerin
T 06672 / 243 T 06672 / 243 T 0171 / 5544184 Frau Ilona Trost Ihre Ansprechpartnerin
Frau Susanne Witzel
Katholisches Pfarramt
Katholisches Pfarramt St. Johannes der Täufer und
Pastorale St. Laurentius, Ufhausen St. Cäcilia Rasdorf
Rufbereitschaft Vor dem Tor 34 Am Anger 28
T 06651 - 591
36132 Eiterfeld - Ufhausen 36169 Rasdorf
Über diese Nummer er- T 06676 / 318 T 06651 / 417
reichen Sie in dringenden F 06676 / 918 0051 F 06651 / 590
seelsorglischen Notfällen sankt-laurentius.ufhausen sankt-johannes-rasdorf@
einen Priester aus dem @pfarrei.bistum-fulda.de pfarrei.bistum-fulda.de
Gemeindereferentin Gemeindereferent Pastoralverbund. Die Ruf-
Maria-Martina Fischer Stefan Arnreich umleitung verbindet Sie Öffnungszeiten: Öffnungszeiten:
Mobil 0152 / 289 406 80 Telefon 06672 / 692 30 36 mit einem Handy von un- Mo 9.45-11 Uhr Di 9-12 Uhr
maria-martina.fischer Mobil 0176 / 417 838 90 seren Priestern! oder nach Vereinbarung Do 9-12 Uhr
@bistum-fulda.de stefan.arnreich@bistum-fulda.de
Ihre Ansprechpartnerin Ihre Ansprechpartnerin
Frau Andrea Wiegand Frau Kerstin Bock
0151 21 55 55 57
50 pfarrmagazin März 2021 pfarrmagazin März 2021 51IN DIE LICHTBLICKE
DEINER HOFFNUNG
UND IN DIE SCHAT TEN
DEINER ANGST;
IN DIE ENT TÄUSCHUNG
DEINES LEBENS
UND IN DAS GESCHENK
DEINES ZUTRAUENS
LEGE ICH MEINE ZUSAGE:
ICH BIN DA.
PAUL WEISMANTELSie können auch lesen