Pfarrbrief - Diözese Linz

 
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Pfarrbrief - Diözese Linz
Pfarrbrief
Sommer 2020        NEUKIRCHEN/VÖCKLA

                         Das Leben ist ein Weg
                         Jeden Tag gehe ich ein Stück weiter.

                         Vieles habe ich erfahren:
                         Schöne Tage,
                         dann war es wie ein Spaziergang
                         durch die Blumenwiese;
                         Traurige Tage,
                         dann war der Weg lang und steil;
                         Langweilige Tage,
                         dann war es ein Weg über einen großen,
                         leeren Platz;
                         Spannende Tage,
                         dann war es wie eine Bergwanderung
                         voller Überraschungen.

                         Ich gehe den Weg nicht alleine.
                         Menschen gehen mit mir.
                         Sie helfen mir,
                         wenn es über Hindernisse geht.
                         Ich möchte den ganzen Weg sehen.
                         Aber ich sehe nur das Stück,
                         das hinter mir liegt
                         Was vor mir ist, liegt im Dunkeln.

                         Gott, schütze meinen Weg.

            Allen Leserinnen und Lesern
  einen schönen Sommer und eine gesegnete Zeit!
Pfarrbrief - Diözese Linz
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Worte des Pfarrers
Liebe Pfarrangehörige!                        Situationen immer wieder Wege finden,
                                              etwas aus dem zu machen, was möglich
„Seid stets bereit, Jedem Rede und            ist.
Antwort zu stehen, der nach der
Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“ (1 Petr            Große Friedensbringer oder
3,16) – so lesen wir im Ersten Petrusbrief.   Nobelpreisträger       können     solche
                                              Hoffnungsträger sein, Menschen, die in
Welche Hoffnung erfüllt uns? -                Kriegen vermitteln, sind Hoffnungsträger.
Diese Frage heute zu stellen, ist             Auch in der Kirche gibt es solche
angesichts der Corona-Pandemie und            Hoffnungsträger, die Zeugnis aus dem
der hoffnungslosen Lage in vielen             Evangelium geben und den Menschen
Krisenherden dieser Welt, nicht leicht zu     Hoffnung und Zuversicht schenken.
beantworten.
                                                      Hoffnungsträgerinnen      und
         Die vergangenen Wochen und           Hoffnungsträger müssen aber nicht
Monate waren für uns alle eine große          nur großartige Menschen sein, die
Herausforderung – auch die kommenden          jeder kennt. Jeder und jede von uns
Wochen und Monate werden noch                 kann auch so ein Hoffnungsträger oder
geprägt sein von Einschränkungen und          eine Hoffnungsträgerin sein. Gerade
Vorsichts- maßnahmen. Nicht nur unser         die vergangenen Monate der Corona-
privates und gesellschaftliches Umfeld,       Pandemie haben uns gezeigt, wie
sondern auch unser kirchliches Leben          Menschen nicht nur privat verstärkt          dann, wenn wir an den Freuden der
war und ist durch die Corona-Pandemie         füreinander da sind, sondern auch            Menschen und an den schönen Dingen
völlig verändert. Auch wenn wir seit 15.      in bestimmten Berufen besonders              des Lebens Anteil nehmen, dann geht
Mai wieder in sehr eingeschränkter Form       gefordert waren und dabei Hoffnung           ebenfalls Hoffnung von uns aus.
öffentlich Gottesdienste feiern können,       und Zuversicht geschenkt haben.
so wird es trotzdem auch weiterhin noch                                                           Durch      unsere     Solidarität
die Zeit der „Hauskirche“ sein.                       Hoffnungsvolle Menschen sind         mit   den     vielen   hoffnungslosen
                                              wir immer dann, wenn wir unser Leben         Menschen, durch unsere materielle
Wenn wir von Hauskirche sprechen,             ernstnehmen, wenn wir etwas aus              oder finanzielle Unterstützung, aber
können wir von der jüdischen Tradition        unserem Leben machen und damit auch          auch durch unser Gebet, können
her lernen: Ein Teil der Liturgie findet      dem Auftrag Gottes gerecht werden.           auch wir zu Hoffnungsträgern und
in der Synagoge statt, ein Teil am            Hoffnungsvolle Menschen sind wir z.B.        Hoffnungsträgerinnen     für       viele
Familientisch. „Jedes Haus, in dem            auch dann, wenn es uns nicht egal ist, wie   Menschen werden.
gebetet wird, ist ein Gottes-Haus, weil       es unseren Mitmenschen geht.
Gott in der realen, konkreten Familie mit                                                           Bitten wir Gott, dass wir immer
all ihren Leiden, ihren Problemen, ihren      Wieviel Hoffnung geht eigentlich von         wieder in der Hoffnung und Zuversicht
Freuden und ihrem täglichen Ringen            unseren Landsleuten aus, wenn man            gestärkt werden. Der Glaube daran, dass
wohnt“, wie Papst Franziskus schreibt.        schaut, was wir durch eine Aktion            Gott uns liebt und uns besonders in
                                              wie „Licht ins Dunkel“, der Aktion           schwierigen Zeiten nicht alleine lässt und
Welche Hoffnung tragen wir in unseren         „Sei so frei“, der Elisabethsammlung,        dass er will, dass unser Leben gelinge,
Herzen? Was würden Sie wohl antworten,        der      Christophorussammlung,       der    möge uns besonders in dieser Zeit
wenn Sie jemand fragen würde nach Ihrer       Sternsingeraktion, usw. auf die Beine        geschenkt sein. Gehen wir mit Hoffnung
Hoffnung, die Sie erfüllt?                    stellen. Wieviel Hoffnung und Zuversicht     und Zuversicht in die kommende Zeit, im
                                              kann durch unsere Spenden an die             Vertrauen auf Gottes Segen!
       Wir alle kennen Menschen,              Caritas, besonders auch jetzt in der
von denen man sagt, dass sie                  Corona-Zeit, geschenkt werden, wenn          Es grüßt Euch herzlich
Hoffnungsträgerinnen            und           Menschen geholfen werden kann, die
Hoffnungsträger    sind: das   sind           durch Kurzarbeit oder den Verlust des
Menschen, die selbst in schwierigen           Arbeitsplatzes in eine schwere finanzielle
                                              Krise geraten sind.                          Euer Pfarrer Wolfgang Schnölzer

                                                      Ich denke, dass überall dort,
                                              wo wir ein Gespür für die Sorgen und
                                              Nöte unserer Mitmenschen entwickeln,
                                              viel Hoffnung und Zuversicht von uns
                                              ausgehen kann. Genauso aber auch
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Personelle Veränderungen ab September
Leider muss ich bekannt geben,            meinsamen Haushalt und im Zu-            verantwortlich sein. Wie das im
dass mit 1. September 2020 unser          sammenleben konnten wir ein sehr         Konkreten aussehen wird, wird in
Kaplan Daniel Weber von der Diö-          wohlwollendes und freundschaftli-        der kommenden Ausgabe unse-
zese abgezogen wird und in einer          ches Miteinander erleben.                res Pfarrblattes bekannt gegeben.
anderen Pfarre eingesetzt werden                                                   Möglicherweise wird es zu verän-
soll.                                     Mit 1. September wird in der Pfarr-      derten Gottesdienstzeiten kom-
                                          gemeinde     Frankenburg       Mag.      men, da ich dann alleine für die
Diese Nachricht macht mich sehr           Christoph Buchinger (derzeit noch        beiden Pfarren zuständig bin.
traurig. Sind wir doch ein sehr gut       Kaplan in Ried/Innkreis) als Pfarr-      Ich bitte Sie um Ihr Gebet für unse-
eingespieltes Team, das in den ver-       provisor eingesetzt. Zusätzlich wird     re Pfarrgemeinden und für unsere
gangenen Monaten hervorragend             ihm auch die Aufgabe als Pfarrmo-        Seelsorgerinnen und Seelsorger! –
zusammengearbeitet und die Her-           derator von Zipf übertragen.             Danke und Vergelt´s Gott!
ausforderungen in den vier Pfarren,
Vöcklamarkt, Zipf, Neukirchen und         Damit werde ich ab 1. September          Wolfgang Schnölzer
seit November auch Frankenburg,           „nur“ mehr für die beiden Pfar-          Pfarrer
gut gemeistert hat. Auch im ge-           ren Vöcklamarkt und Neukirchen

Am      4.   März      2020    hat    Hannes
Stallinger, als Koordinator, alle Caritas-
Haussammlerinnnen- und sammler zu
Kaffee und Kuchen eingeladen. Bestens
motiviert durch die liebevolle Bewirtung,
den gemeinsamen Austausch, die Klärung
von Fragen und den ausgesprochenen Dank
für die oft langjährige Mithilfe, waren alle
wieder bereit zum Gehen von Tür zu Tür für
die Haussammlung 2020, doch dann kam
CORONA ...
So können wir die übliche Haussammlung
heuer nicht durchführen. Es ist uns aber ein
großes Anliegen, die Arbeit der Caritas zu
unterstützen. Diese ist gerade sehr gefordert,
die steigende Anzahl von Menschen, die in
Not geraten sind, zu unterstützen.
In der Caritas Sozialberatungsstelle in
Vöcklabruck     wird     informiert,   welche
Unterstützungen         es gibt und in            Notlage sind, ermutigen wir Sie dazu, die Sozialberatungsstelle der
Akutsituationen wird geholfen, wie zum            Caritas, in der Parkstraße 1 in Vöcklabruck, aufzusuchen. Sie können dort
Beispiel mit Gutscheinen für Lebensmittel,        jederzeit einen Termin unter 0676/8776-2393 vereinbaren.
Kleidung, Babynahrung, oder mit der               Wir in der Pfarre Neukirchen versuchen ebenfalls Menschen in Not zu
Übernahme von Strom-, Heiz- oder                  unterstützen, oft auch in Zusammenarbeit mit der Caritas. Sie können sich
Mietkosten, um die akute Notlage zu               gerne an Walter Habring (0664/2250669) oder Maria Eicher (0676/8776-
überbrücken. Diese Stelle wird ausschließlich     5507) wenden. Wir behandeln Ihre Anfragen vertraulich und versuchen
über Spendengelder finanziert.                    mit Ihnen zu schauen, was ein nächster Schritt sein könnte.
Wenn Sie die Möglichkeit haben, mittels           Im nächsten Jahr gehen wir, im Namen der Caritas, wieder
beiliegendem Zahlschein, oder per Online-         von Tür zu Tür und kommen persönlich, um Spenden für
Überweisung etwas beizutragen, sind wir           Menschen in Not in Oberösterreich zu sammeln. Für heuer
Ihnen sehr dankbar! Jeder Euro zählt und hilft    danken wir für Ihre Hilfe und wünschen Ihnen
Menschen in Oberösterreich, die in dieser         Gottes Segen!
schweren Zeit in Not geraten sind.
Wenn Sie aber vielleicht selbst in so einer       Maria Eicher, Begleitende Seelsorgerin
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Pfarrhof Räumung mit Flohmarkt
Als bekannt wurde, dass der Pfarrhof der Pfarre
gehört, mussten sich Gedanken über das Gebäu-
de gemacht werden. Es wurde entschieden, den
Pfarrhof gänzlich zu räumen.
Dies war eine große Aufgabe. Michaela Schobes-
berger hat sich dankenswerter Weise bereiter-
klärt, diese Räumung zu koordinieren. Sie wurde
tatkräftig von einem tollen Team aus Freiwilligen
unterstützt.
Es musste alles getrennt werden, einerseits, was
Altpfarrer Karl Kammer und Frau Ingeborg Wol-
kerstorfer noch in die künftige Wohnung mitneh-
men wollten, andererseits waren große Mengen
an Dingen aufgrund des Alters auch zu entsor-
gen und wegzubringen.
Der große Paramentenschrank musste zerlegt
und entwurmt werden und wurde im Pfarrheim
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wieder aufgestellt. Die darin gelagerten Messge-       In Einvernehmen mit Herrn Pfarrer Schnölzer
wänder wurden sorgfältig und vorschriftsmäßig          und einigen Verantwortlichen, wurde der Ent-
umgeräumt.                                             schluss gefasst, einen Flohmarkt zu veranstalten,
Eine große Herausforderung war auch die Pfarr-         da einige erhaltenswerte Gegenstände und Mö-
kanzlei, die einige Stunden und Tage an Arbeit         bel noch vorhanden sind. Der Pfarrbevölkerung
erforderte, um alles ordnungsgemäß zu trennen.         soll die Gelegenheit geboten werden, Dinge die
Bei der Räumung von Stall und Dachböden wur-           sie vielleicht als Erinnerungsstücke oder auch als
den schwere Geräte benötigt. Deshalb war es be-        Ziergegenstände möchten, erwerben zu können.
sonders wichtig, dass große Traktoren mit Kipper       Das Geld, das dabei zusammenkommt, kann au-
und die körperlichen Kräfte einiger Landwirte zur      ßerdem gut für unsere Pfarre verwendet werden.
Verfügung standen.                                     Leider konnte der Flohmarkt im Pfarrhof, auf-
Anfangs durfte auf Pfarrkosten eine Jause beim         grund der momentanen Situation, nicht wie ge-
Spar geholt werden, später hat sich Frau Mari-         plant stattfinden.
anne Streibl vom Böckhiasl um das Wohl aller
fleißigen Helfer gesorgt. An den Räumungstagen         DER NEUE TERMIN IST DER
kam sie mit einer großen Auswahl an Jause, Kaf-
fee und Getränken zum Pfarrhof herüber. Noch-
                                                       11.7.2020 AB 9:00 UHR.
mals vielen herzlichen Dank dafür!                     Für das leibliche Wohl
                                                       wird gesorgt.
Vieles war auch zu schade zum Wegbringen und
Wegwerfen und daher wurde überlegt, was mit            Wir freuen uns auf viele freiwillige Helfer und
diesen vielen Dingen geschehen soll.                   auch natürlich auf viele Flohmarkt-Interessierte.

Aufgrund der Pfarrhofräumung veranstalten wir einen

Pfarrhof-
Flohmarkt
am Samstag 11. Juli 2020
von 9.00 – 17.00 Uhr
im Pfarrhof Neukirchen / V.

              für das leibliche Wohl sorgt der
         PGR, KFB, KMB u. KBW im Pfarrheim
      (Kaffee, Kuchen, Leberkäsesemmerl, Getränke)

Gartendeco, Möbel, Geschirr, sakrale Gegenstände,...
(keine Bekleidung)

 Der Erlös kommt der Pfarre Neukirchen zu Gute!
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Osterkerze
Heuer wurde unsere Osterkerze erstmals von Sr. Evelyne, aus dem Mutterhaus der Franziskanerinnen in Vöckla-
bruck, gestaltet. Der bisherige Künstler und Gestalter unzähliger Kerzen für Neukirchen, Herr Wiesinger, ist leider
im Vorjahr verstorben.
Diese Osterkerze wurde von Familie Badergruber, als Dank für all das Gute in der Vergangenheit und als Bitte für
eine gesunde und gesegnete Zukunft, gespendet.
Ein herzliches Danke dafür!

                                Nachruf Willi Nussdorfer
                                Mit Willi ist ein wichtiger Mensch unseres Teams von uns gegangen. Er war für die
                                Pfarre in vielen großen und kleinen Bereichen ein fleißiger und treuer Mitarbeiter
                                und Gönner, der viel Zeit und Können eingebracht hat.
                                Herzlichen Dank dafür. Herr, gib ihm die ewige Ruhe.
                                				                            (FA. Äußeres / Andreas Moosleitner)

                                Neuer Mitarbeiter: Herzlich begrüßen darf ich Herrn Alois Haslinger, der unser
                                Team verstärken wird. Danke für deine Bereitschaft zur Mitarbeit in der Pfarre.

Friedhof
Leider gibt es immer wieder Entsorgungsprobleme am Friedhofs-
gelände. Deshalb bitten wir alle Grabbesitzer eindringlich, Grab-
lichter, Plastik, Glas und Metall in den dafür vorgesehenen
Tonnen zu entsorgen. Große Pflanztassen bitte am Rand
ordentlich stapeln. Die Kränze und Buketts nach einem Todes-
fall, müssen von den Grabeigentümern mit nach Hause genommen
und selbst entsorgt werden. Dies kann man auch vom Totengräber
erledigen lassen. Die Kränze und Buketts dürfen auf keinen Fall in
den Containern für Kompost im Friedhof entsorgt werden, da dort
nur Platz für kompostierbare Abfälle, wie Pflanzen und Erde ist.
Jeder Grabeigentümer sollte mithelfen den Friedhof sauber zu hal-
ten. Bei dieser Gelegenheit erinnern wir daran, dass der Grabbesit-
zer für die ordentliche Befestigung des Grabsteines zuständig ist
und dieser in regelmäßigen Abständen (z.B. nach dem Winter auf
Frostschäden) überprüft werden muss. Auch rund um das eigene
Grab sollte das Unkraut entfernt werden, damit alle Friedhofs-
besucher sehen können, wie würdig in Neukirchen mit den Verstor-
benen umgegangen wird.
Unser Friedhof soll eine schöne Ruhestätte sein, daher ist eine or-
dentliche Grabpflege wünschenswert. Der Kirchenplatz und der
Friedhof sind Aushängeschilder für unsere Pfarre und unsere Ge-
meinde.                                                             „SO WIE IHR MIT EUREN VERSTORBE-
                                                                    NEN UMGEHT, SO LÄSST ES SICH BEI
                                                                    EUCH LEBEN.“
                                                                    Danke für das Verständnis!
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Firmung 2020 Neukirchen
Durch den Lockdown, aufgrund von COVID-19, musste der Termin für die heurige Firmung auf den Herbst ver-
schoben werden. Andere Veranstaltungen in der Firmvorbereitung, wie z.B. die Bußfeier, entfielen leider ganz.
Langsam kehrt, auch im pfarrlichen Leben, wieder Normalität ein und wir freuen uns sehr, dass die Firmung in
Neukirchen am Freitag, den 9. Oktober 2020 um 18 Uhr, mit Abt em. Martin Felhofer vom Stift Schlägl,
stattfinden wird.
Wann davor die Sendungsfeier für die Firmlinge gestaltet wird, in der auch die Firmkarten ausgeteilt werden, wird
noch bekannt gegeben. Aus organisatorischen Gründen ließ sich noch kein Termin dafür festlegen. Die Firmlinge
und ihre Familien, sowie Paten und Patinnen, werden rechtzeitig über die Firmbegleiterinnen informiert werden.
(Martina Fischer, Beauftragte f. Jugendpastoral)

Ehejubiläumsgottesdienst 2020
Der für 19. April 2020 geplante Gottesdienst für unsere Ehejubilare, konnte aufgrund der Corona bedingten Ein-
schränkungen, nicht stattfinden.
Die Pfarre ist bemüht einen Ersatztermin, voraussichtlich im Herbst, zu finden. Der neue Termin wird rechtzeitig
bekannt gegeben und die Jubelpaare werden wieder persönlich verständigt.
Wir gratulieren allen Paaren, die sich heuer über ein Jubiläum freuen durften und dürfen und wünschen ihnen
Gottes Segen!

Pfarre in Zeiten der Corona-Krise
Wir alle erleben im Moment eine Situation, die es zu unseren Lebzeiten in dieser Form noch nie gab. Viele
Maßnahmen mussten in Österreich getroffen werden, damit wir Menschen diese Corona-Krise gut überstehen
können. Auch in den Kirchen galten und gelten viele Vorschriften, welche von den Gottesdienstbesuchern hin-
genommen und vorbildlich umgesetzt werden.
Gott sei Dank durfte ab dem 15. Mai das kirchliche Leben wieder langsam beginnen. Noch nicht ganz so, wie wir
es uns wünschen und es kennen, aber immerhin wurden die Kirchen für Gottesdienste wieder geöffnet.
Ein herzliches „Danke“ den vielen unsichtbaren Helfern in unserer Pfarre -
… Danke für den Willkommensdienst am Eingang, der darauf hinweist, genügend Abstand zu halten, für die Sitz-
plätze, die so schön mit Pickerl „Du bist ein Segen“ gekennzeichnet wurden und auch für den schönen Blumen-
schmuck während der 2-monatigen Gottesdienst-Pause.
Wir wünschen uns, dass uns diese Krise noch stärker miteinander und mit Gott verbindet. Wir haben erfahren,
wie wertvoll, aber auch wie verletzlich das Leben ist und wie sehr wir einander brauchen. So hoffen wir alle, dass
das Pfarrleben langsam, so wie wir es kennen, wieder starten kann und bald in normalen Bahnen verläuft.
Wir ersuchen Euch, in dieser Zeit der Einschränkungen, vermehrt auf die Informationen im Schaukasten bzw. der
Pfarr-Homepage zu achten.
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Corona Zeit
Für viele von uns war heuer der Frühling a „dahoam bleim“ und a „schau auf dich, schau auf mich“. Deshalb ha-
ben wir uns gedacht wir fragen einmal quer durch die Pfarre wie es den verschiedenen Generationen in dieser
besonderen Zeit ergangen ist. Vom Erstkommunionkind bis zu den Großeltern, jeder hat es anders erlebt. Es
ist sehr interessant was andere so Dahoam gemacht und gefühlt haben.
                                          Was hat dir am meisten gefehlt?             Hat diese Zeit deine Gottesbezie-
                                           Am Anfang hat mir wirklich der Kon-        hung verändert / gestärkt?
                                          takte mit den Menschen der Pfarre ge-       Eine der Aufgaben als Priester ist auch
                                          fehlt.                                      Gebet und Lesung. Vor Corona gab es
                                                                                      leicht mal Ausreden, jetzt habe ich die
                                          Hast du etwas gemacht / begon-              Zeit auch genützt um Werke des Au-
                                          nen / erledigt / abgeschlossen in           gustinus zu lesen.
                                          dieser Zeit das du sonst noch auf-
                                          geschoben hättest?                          Wenn ja, wodurch?
                                          Ich wollte mich mehr bewegen und            Ich frag manchmal Gott und Jesus
                                          dazu hatte ich jetzt viel Zeit. Auch habe   auch nach dem „Warum“. Corona war
KAPLAN DANIEL WEBER                       ich viel über Blumen und Pflanzen bei       für mich eine Lehrzeit, auch um Geduld
                                          den vielen Spaziergängen gelernt.           zu lernen.
Was hat sich für dich während der
intensiven Einschränkungen in der         Welche wertvollen Erfahrungen               Welche kirchlichen oder mit Gott
Coronazeit verändert?                     durftet ihr in dieser Zeit machen?          in Beziehung tretenden Aktivitä-
Am Anfang habe ich mich für verschie-     Dass eigentlich nichts selbstverständ-      ten konntet ihr trotz allem erle-
de Projekte (Einkäufe für ältere Perso-   lich ist. Dass weniger Aktivität auch       ben?
nen usw.) gemeldet, komischerweise        einen Wert hat.                             Bei uns in Vöcklamarkt wurde schon
hat sich niemand bei mir gemeldet.                                                    vor Corona der Samstagabendgottes-
Aber dann habe ich die Zeit genutzt,      Welche positiven Erlebnisse hat dir         dienst und die Sonntagsmesse aufge-
auch zusammen mit dem Pfarrer, mei-       diese Zeit ermöglicht?                      nommen. Deshalb konnten Wolfgang
ne Umgebung durch Spaziergänge            Durch die Spaziergänge konnte ich           und ich trotzdem an den Wochenen-
kennenzulernen. Ich empfand die Ent-      auch die Orte besuchen, an denen            den die Liturgien feiern.
schleunigung des Lebens als etwas was     unsere Gläubigen wohnen. Wenn jetzt         Wir trafen uns auch jeden Abend um
man langsam lieben lernen musste.         Jemand sagt, ich wohne in Haid oder         20 Uhr um das Licht der Hoffnung an-
Vielleicht war es dann doch ganz gut,     Weixelbaum, dann weiß ich genau wo          zuzünden und die Glocken zu läuten.
dass sich niemand gemeldet hat.           das ist, weil ich dort schon hingewan-      Das war sehr schön.
                                          dert bin.

                                          Was hat sich für dich während der           Welche positiven Erlebnisse hat dir
                                          intensiven Einschränkungen in der           diese Zeit ermöglicht?
                                          Coronazeit verändert?                       Es gab nicht viel Stress und ich hatte
                                          Ich habe meine Freunde nicht treffen        mehr Zeit für mich selbst.
                                          können und es gab keine Verwandt-
                                          schaftsfeiern. Mir wurde bewusst, was       Hat diese Zeit deine Gottesbezie-
                                          im Leben wirklich wichtig ist.              hung verändert / gestärkt?
                                                                                      Es hat mich gestärkt, weil ich daran
                                          Was hat dir am meisten gefehlt?             glaubte, dass alles wieder normal wird.
                                          Am meisten haben mir meine Freunde,
                                          Verwandte und Freizeitaktivitäten wie       Wenn ja, wodurch?
                                          Musikverein gefehlt.                        Ich habe oft mit meiner Familie gere-
                                                                                      det.
                                          Hast du etwas gemacht / begon-
                                          nen / erledigt / abgeschlossen in           Welche kirchlichen oder mit Gott
MADELEINE PICHLER (FIRMLING)              dieser Zeit, das du sonst noch auf-         in Beziehung tretenden Aktivitäten
                                          geschoben hättest?                          konntet ihr trotz allem erleben?
                                          Ich habe mein Zimmer und meinen             Wir konnten beten und durch den Reli-
                                          Kleiderschrank aufgeräumt. Meine            gionsunterricht.
                                          Schulsachen habe ich sortiert.

                                          Welche wertvollen Erfahrungen
                                          durftet ihr in dieser Zeit machen?
                                          Der gute Zusammenhalt meiner Fami-
                                          lie.
Pfarrbrief - Diözese Linz
Seite 9

                                           Einkaufen habe ich mich an die Maske       Welche positiven Erlebnisse hat dir
                                           bereits gewöhnt.                           diese Zeit ermöglicht?
                                           Leider konnte ich mich von einem           Am Anfang war es sehr ruhig auf den
                                           wichtigen Menschen nicht mehr wür-         Straßen, kein Lärm, Natur pur. Mehr
                                           dig verabschieden.                         Zeit für die Familie.

                                           Was hat dir am meisten gefehlt?            Hat diese Zeit deine Gottesbezie-
                                           Die gemeinsamen Gottesdienste, vor         hung verändert / gestärkt?
                                           allem die Hochfeste zu Ostern. Freun-      Nicht wirklich, das Vertrauen zu/auf
                                           de treffen.                                Gott hat sich nicht verändert.

ANDREAS MOOSLEITNER               (PGR     Hast du etwas gemacht / begon-             Welche kirchlichen oder mit Gott
MITGLIED)                                  nen / erledigt / abgeschlossen in          in Beziehung tretenden Aktivitä-
                                           dieser Zeit, das du sonst noch auf-        ten konntet ihr trotz allem erle-
Was hat sich für dich während der          geschoben hättest?                         ben?
intensiven Einschränkungen in der          Für den Fall der Kurzarbeit hätte ich      Die Kirche war immer offen, beten in
Coronazeit verändert?                      schon ein paar Ideen gehabt.               Stille war also immer möglich.
Die Einschränkungen waren und sind                                                    Durch die Übertragung von Messen,
für mich unterschiedlich. Beruflich hat-   Welche wertvollen Erfahrungen              auch aus unserer Umgebung, konnten
te ich (noch) keine Kurzarbeit und ich     durftet ihr in dieser Zeit machen?         wir trotzdem Gottesdienst feiern.
war auch nicht im Homeoffice. Beim         Wie solidarisch und gehorsam wir Ös-
                                           terreicher sind.

                                           Welche wertvollen Erfahrungen              HANNES STARLINGER AUS SICHT
                                           durftet ihr in dieser Zeit machen?         EINES ALTENFACHBETREUERS
                                           Ruhe und inneren Frieden erleben
                                           durch stark reduzierte Aktivitäten,        Was hat dir am meisten gefehlt?
                                           Dankbarkeit für kleine alltägliche Din-    Niemand darf zu den Bewohnern der
                                           ge, Wertschätzung der regionalen Le-       Altenheime kommen, mit Ausnahme
                                           bensmittel                                 von zeitlich begrenzten Besuchen über
                                                                                      den Gartenzaun, bzw. mit Abstand hin-
                                           Welche positiven Erlebnisse hat dir        ter einer Glasscheibe.
                                           diese Zeit ermöglicht?                     Somit fehlt aus meiner Sicht am meis-
                                           Viel Zeit zum Lesen, lange Spaziergän-     ten der persönliche Kontakt zwischen
ULLI UND ALFONS HANGLER AUS                ge, ausführliche Gespräche miteinan-       Angehörigen und Bewohnern (Gesprä-
DER SICHT ALS GROSSELTERN                  der, Verlangsamung des Lebenstem-          che, Nähe, Berührungen, ...)
                                           pos, Beschränkung aufs Wesentliche         Man darf dieses dringende Bedürfnis
Was hat sich für dich während der                                                     nach persönlichen Kontakten der al-
intensiven Einschränkungen in der          Hat diese Zeit deine Gottesbezie-          ten Menschen mit ihren Angehörigen
Coronazeit verändert?                      hung verändert / gestärkt?                 nicht ignorieren. Meiner Meinung nach
Stark eingeschränkte Sozialkontakte,       Gott ist mein Halt im Wirbel des Le-       verschlechtert die Vereinsamung bei
teilweise Verunsicherung (auch bezüg-      bens. Er ist nicht nur spürbar in kirch-   einigen Bewohnern ihren Gesundheits-
lich der strengen Maßnahmen), keine        lichen Feiern, sondern in jedem Men-       zustand.
Termine                                    schen. Gott ist mein guter Hirte, er
                                           trägt mich gerade auch in schwierigen
Was hat dir am meisten gefehlt?            Zeiten.
Der Kontakt zu Enkelkindern und            Die Frage: „Wäre ich bereit jetzt zu
Freunden, Stammtisch, Fußballbewer-        sterben?“ hat uns längere Zeit berührt
be, Gebetskreisgemeinschaft, kirchli-      und bewegt.
che Feiern
                                           Welche kirchlichen oder mit Gott
Hast du etwas gemacht / begon-             in Beziehung tretenden Aktivitä-
nen / erledigt / abgeschlossen in          ten konntet ihr trotz allem erle-
dieser Zeit, das du sonst noch auf-        ben?
geschoben hättest?                         Fernsehgottesdienste, Meditationen in
Früher Beginn der Gartenarbeit, Auf-       der Natur, tägliche gemeinsame Ge-
räumen des Dachbodens, gründlicher         betszeit nach dem Frühstück, christli-
Hausputz, Intervallfasten, Sammeln         che Literatur
vieler Frühlingskräuter, Backen von
Brot, Lebkuchen und Mehlspeisen
(auch auf Vorrat)
Pfarrbrief - Diözese Linz
Seite 10

Corona Zeit
                                           Timna: Ich fand es sehr traurig, dass      wenn man sie länger nicht sehen darf.
                                           wir unsere Großeltern nicht besuchen
                                           durften. Außerdem hat mir die Schule       Welche positiven Erlebnisse hat dir
                                           gefehlt, vor allem meine Freunde und       diese Zeit ermöglicht?
                                           Freundinnen und meine Lehrerin.            Timna: Viel Zeit mit meiner Familie. Toll
                                                                                      fand ich auch, dass ich nicht immer so
                                           Hast du etwas gemacht / begon-             bald zu Bett gehen musste, weil ich am
                                           nen / erledigt / abgeschlossen in          nächsten Tag nicht so früh aufstehen
                                           dieser Zeit, das du sonst noch auf-        musste.
                                           geschoben hättest?
                                           Marianne: So manche Erledigung im          Hat diese Zeit deine Gottesbezie-
                                           Haus, die ich schon lange machen           hung verändert / gestärkt?
                                           wollte, ist endlich abgeschlossen, aber    Marianne: Gestärkt – ja! Durch mein
                                           eigentlich hätte ich gedacht, dass mir     Gottvertrauen habe ich immer fest dar-
                                           viel mehr Zeit für solche Sachen bleibt.   an geglaubt, dass meine Familie, meine
TIMNA (8 JAHRE)                            Da ich aber immer ganz normal in der       Freunde und alle die mir wichtig sind,
UND MARIANNE MUSS                          Arbeit war und außerdem alle Kinder        diese Krise gut und gesund überstehen
                                           daheim waren, war der Tag mit Arbeit,      werden. Meine Gedanken und Gebete
Was hat sich für dich während der          Hausarbeit und Homeschooling wirk-         waren aber immer bei allen, die diese
intensiven Einschränkungen in der          lich ausgefüllt.                           Krise hart getroffen hat. Viele Men-
Coronazeit verändert?                                                                 schen mussten sterben oder waren
Marianne: Meine Kinder waren alle          Timna: Einmal habe ich mein Zimmer         schwer krank, andere Menschen haben
daheim, da Schule und Studium via          richtig schön aufgeräumt und ich habe      ihre Arbeit verloren – wir müssen un-
Homeschooling gemacht wurden. Ei-          viele schöne Zeichnungen gemalt und        bedingt weiterhin für diese Menschen
gentlich war es für uns als Familie eine   auch Briefe an meine Großeltern ge-        beten und Gott bitten ihnen beizuste-
sehr intensive gemeinsame Zeit, die        schrieben. Aber am Vormittag hatte ich     hen.
wir so wohl nie erlebt hätten.             wirklich genug für die Schule zu tun.
Alle Termine, die man sonst immer un-                                                 Welche kirchlichen oder mit Gott
ter einen Hut bringen musste, sind fast    Welche wertvollen Erfahrungen              in Beziehung tretenden Aktivitä-
gänzlich weggefallen – das war eigent-     durftet ihr in dieser Zeit machen?         ten konntet ihr trotz allem erle-
lich recht erholsam. Trotzdem habe ich     Marianne: Da wir im Verwandten- und        ben?
es vermisst, Freunde und Familie zu        Freundeskreis zum Glück keine Coro-        Marianne: Timna und ich haben oft für
treffen und am Wochenende auch ein-        na-Infizierten hatten, auch keine Be-      die Corona-Kranken gebetet.
mal etwas zu unternehmen.                  troffenen kannten, empfand ich, als        Einmal haben wir vom Familienteam,
                                           Mutter, diese Wochen eigentlich als        nur für uns, eine sehr schöne Maian-
Timna: Meine Mama und meine zwei           eine wertvolle gemeinsame Familien-        dacht in der Kirche gemeinsam ge-
Schwestern haben mit mir zu Hause al-      zeit. Keiner hatte Termine, aber jeder     feiert. Dazu haben wir unser Dirndl
les für die Schule gemacht – eigentlich    hatte trotzdem genug zu tun (Arbeit,       angezogen, Lieder gesungen und uns
haben wir uns auch sehr schnell daran      Schule, Haushalt). Mahlzeiten wurden       schöne Texte vorgelesen – das hat uns
gewöhnt. Es war schön für mich, dass       gemeinsam eingenommen und am               allen sehr gutgetan.
plötzlich alle viel mehr Zeit für mich     Nachmittag blieb einmal Zeit für ein
hatten und wir sehr oft gemeinsam et-      Spiel oder einen gemütlichen gemein-
was gespielt und gemeinsam zu Mittag       samen Kaffee. Die täglichen Nachrich-
gegessen haben.                            ten und die erschreckenden Zahlen der
                                           Corona-Kranken oder Verstorbenen
Was hat dir am meisten gefehlt?            machten uns alle aber sehr traurig und
Marianne: Die Besuche bei Eltern, Fa-      tief betroffen.
milie und Freunden, einfach spontan        Ich persönlich fand es auch sehr be-
etwas zu unternehmen (wie ein Aus-         eindruckend, dass sich ein Großteil der
flug, Kino oder Essengehen), der Be-       Menschen in unserem Land wirklich so
such in der Kirche am Sonntag              vorbildlich an die Vorgaben der Regie-
                                           rung gehalten hat und dass man dabei
                                           gesehen hat, dass in so einer Krise alle
                                           an einem Strang ziehen müssen.

                                           Timna: Wie wichtig Familie und Freun-
                                           de sind und wie sehr sie einem fehlen,
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Corona Zeit
LEONIE UND KAROLINE KIRCHER                            dieser Zeit, das du sonst noch auf-       Freundinnen waren immer sehr lustig.
                                                       geschoben hättest?                        Ich hatte Zeit einige neue Rezepte
Was hat sich für dich während der                      Leonie: Ich habe mit meinem Papa          auszuprobieren. Ich war beim ersten
intensiven Einschränkungen in der                      und meinem Bruder ein Hochbeet aus        Schnitt (Silieren) dabei. Darüber habe
Coronazeit verändert?                                  Omas alter Badewanne gebaut.              ich mich sehr gefreut, denn ohne Co-
Leonie: Meine Mama hat mich am Frei-                   Karoline: Ich habe meinen Kleiderkas-     rona wäre ich da in der Internatsschule
tag, 13. März 2020 von der Schule ab-                  ten ausgemustert und meine Bastelsa-      gewesen.
geholt. Ich wusste, so schnell werden                  chen sortiert. Wir haben unsere Holz-     Karoline: Viele schöne Spaziergänge.
wir in diesem Jahr nicht mehr zur Schu-                terrasse gebaut.                          Eine Arbeitskollegin hat für uns eine
le gehen. Ich hatte für ein paar Wochen                                                          Osterkerze gebastelt und uns kontakt-
nur Kontakt zu meinen Eltern und mei-                  Welche wertvollen Erfahrungen             los vor die Tür gestellt. Ich habe öfter
nem Bruder. Das war noch nie in mei-                   durftet ihr in dieser Zeit machen?        mit der Gitarre gespielt und gesungen.
nem Leben so.                                          Leonie: Es wurde mir so richtig klar,     Ich hatte Zeit, die Gräber meiner Ver-
Karoline: Meine Kinder und ich waren                   dass ich gerne in die Schule gehe. Die    wandten und Bekannten zu besuchen.
für mehrere Wochen die ganze Zeit                      Schule, vor allem der Praxisunterricht    Ich war ein paarmal zum stillen Gebet
(außer beim Einkaufen) zu Hause.                       hat mir gefehlt.                          in der Kirche.
                                                       Ich habe mein Zuhause noch mehr
Was hat dir am meisten gefehlt?                        schätzen gelernt. Unser Haus steht in     Hat diese Zeit deine Gottesbezie-
Leonie: Ich bin Internatsschülerin. Das                freier Natur, da konnte ich mich trotz-   hung verändert / gestärkt?
Internatsleben hat mir sehr gefehlt.                   dem sehr frei bewegen.                    Karoline: Gott hat mich in dieser Zeit
Der Spaß, die Gaudi mit meinen Mit-                    Ich habe beim Spar Masken verteilt, das   gestärkt. Ich war nie ängstlich, ich hatte
schülerinnen und Mitschülern, hat mir                  war eine sehr interessante Erfahrung.     und habe Respekt vor dem Virus, aber
am meisten gefehlt. Außerdem hat                       Die Leute haben sehr unterschiedlich      keine Angst.
mir der Kontakt zu meinen Cousinen                     auf die Maskenpflicht reagiert und sich
gefehlt und die Osterbesuche bei der                   auch darüber geäußert.                    Welche kirchlichen oder mit Gott
Verwandtschaft. Ostern war dieses                      Karoline: Ich bin dankbar, in einem       in Beziehung tretenden Aktivitä-
Jahr ganz anders. Normalerweise hel-                   Land wie Österreich zu wohnen. Das        ten konntet ihr trotz allem erle-
fe ich beim Vorbereiten der Auferste-                  war ich immer schon, aber es ist mir      ben?
hungsfeier der katholischen Jugend                     wieder richtig bewusst geworden. Es       Leonie:Der Palmsonntag war trotz Co-
und singe auch beim Chor. Es gab kei-                  war angenehm keine fixen Termine zu       rona ein besonderer Tag. Mein Onkel
ne Proben, keine Auferstehungsfeier,                   haben. Das Auto startete ich nur ein-     hat uns die Palmbuschen gebracht. Wir
kein gemeinsames Frühstück, das war                    mal in der Woche. Ich hatte weniger       haben mit Sicherheitsabstand im Gar-
komisch.                                               Wäsche zu waschen. Ich hatte mehr         ten geplaudert, das war schon ganz
Karoline: Der Kontakt zu meinen Eltern,                Zeit zum Kochen. Es ist mir wichtig,      besonders. Er hat uns auch gesegnetes
meinen Geschwistern, meinen Freun-                     dass unsere Kinder viel Zeit im Freien    Salz aus seiner Heimatpfarre mitge-
dinnen und Arbeitskolleginnen. Die                     und in der Natur verbringen. Dies war     bracht.
Palmweihe, die Auferstehungsfeier und                  während der Einschränkungen zum           Beim gemeinsamen Tischgebet habe
die Verwandtschaftsbesuche zu Ostern                   Glück uneingeschränkt möglich.            ich öfter ein Gebet aus meinem Reli-
haben mir auch sehr gefehlt.                                                                     gionsheft aus der vierten Klasse NMS
Ein paar freie Stunden, wenn die Kin-                  Welche positiven Erlebnisse hat dir       vorgelesen.
der im Kindergarten oder in der Schule                 diese Zeit ermöglicht?                    Karoline: Ich habe mit meiner Familie
sind.                                                  Leonie:Die Videotelefonate mit meinen     am Palmsonntag und auch zu Ostern
                                                                                                 eine Andacht gefeiert.
Hast du etwas gemacht / begon-                                                                   Mein Sohn hat uns dann gesegnet, das
nen / erledigt / abgeschlossen in                                                                war etwas Besonderes für ihn.
                                                                                                 Am Karsamstag entzündeten wir ein
                                                                                                 Osterfeuer. Das Tischgebet hat an Be-
    Nicht alles ist abgesagt …                                                                   deutung gewonnen. Die Maiandacht
    Die Sonne ist nicht abgesagt                                                                 mit dem Familienteam war etwas Be-
    Der Frühling ist nicht abgesagt                                                              sonderes während der Einschränkun-
    Die Liebe ist nicht abgesagt                                                                 gen.
    Das Lesen ist nicht abgesagt
    Die Zuwendung ist nicht abgesagt
    Die Musik ist nicht abgesagt
    Die Phantasie ist nicht abgesagt
    Die Freundlichkeit ist nicht abgesagt
    Die Gespräche sind nicht abgesagt
    Die Hoffnung ist nicht abgesagt
    Das Beten ist nicht abgesagt …

      Johannes Wübbe Weihbischof in Bistum Osanbrück
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            Gottesdienste und Veranstaltungen in unserer Pfarre

       26.06.20          19.30 Uhr        Frauenabend der KFB
       11.07.20         ab 9.00 Uhr Flohmarkt mit Tag der offenen Tür im Pfarrhof
       15.08.20           9.30 Uhr        Kräuterbüscherlweihe der Goldhaubenfrauen
       03.10.20           8.00 Uhr        Fußwallfahrt mit dem KBW nach Gampern
       04.10.20           9.00 Uhr        Erntedankfest
       09.10.20          18.00 Uhr        Firmung durch Abt Martin Felhofer
       17.10.20           8.00 Uhr        Anbetungstag
       18.10.20           9.00 Uhr        Erstkommunion

                        Der Terminüberblick gibt den Stand zum Zeitpunkt der Drucklegung bekannt.
    Bitte beachten Sie für nähere und ausführliche Informationen die Verlautbarungen, Aushänge und unsere Hompage
                                        pfarre-neukirchen-voeckla.dioezese-linz.at

                   Pfarrsekretärin Gerlinde Haidinger                                Pfarrprovisor
                           Tel: 0676-87765248                                   Mag. Wolfgang Schnölzer
                  pfarre.neukirchen.voeckla@diozese-                      wolfgang.schnoelzer@dioezese-linz.at
                                  linz.at
                     Öffnungszeiten Pfarrbüro                               Außerhalb der Öffnungszeiten wenden
                                                                                    Sie sich bitte an das
                     Dienstag 8:30 Uhr – 10:30 Uhr                                Pfarrbüro Vöcklamarkt
                     Freitag 16:00 Uhr – 18:00 Uhr                                      07682/6266
                      Bitte alle kirchlichen Termine an                                 Bestattung Eiterbichler
                pfarre.neukirchen.voeckla@dioezese-linz.at                                   07682/34300
                 mailen, oder im Pfarrbüro bekanntgeben.                                   Bestattung Eckl
                                    Danke!                                                   07672/92826
                         Öffentliche Bücherei                                                  Das katholische
                           der Gemeinde und                                                    Bildungswerk lädt zur
                      Pfarre Neukirchen / Vöckla                                               Fußwallfahrt nach
                             Öffnungszeiten                                                    Gampern, am
                                                                                               Sa. 3.10. 2020,
                   Donnerstag 16.00 Uhr – 18.00 Uhr
                                                                        herzlich ein. Treffpunkt ist um 8.00 Uhr am
                           (außer Feiertag)
                    Sonntag 08.30 Uhr – 11.30 Uhr                       Schulplatz. Die Wallfahrt findet nur bei
                                                                        Schönwetter statt.
              Ein Hut, ein Stock ein Regenschirm …
              … und vorwärts, rückwärts, seitwärts … GO!
              Am 10. Jänner sind ca. 25 Frauen der Einladung zum Gang ins Neue Jahr
              gefolgt und haben damit ihren Platz im pfarrlichen Leben wahrgenommen.
              Dann kam Corona und alles stand still.
              Jetzt geht es aber wieder weiter und so lade ich alle interessierten Frauen
              am Freitag, den 26. Juni um 19:30 Uhr in den Pfarrsaal ein. Wir werden
              entscheiden, welche Angebote im Herbst stattfinden sollen.        Maria Eicher
                                    Impressum: Inh. Herausgeber: Öffentlichkeitsteam der Pfarre Neukirchen
                                     Beiträge für die nächste Ausgabe bitte an pfarrbrief.neukirchen@gmx.at
                                      Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist am 5. November 2020
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