RAUS AUS DER ANGST - IMPULSE AUS DEM LEBENSZENTRUM - Lebenszentrum Adelshofen

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RAUS AUS DER ANGST - IMPULSE AUS DEM LEBENSZENTRUM - Lebenszentrum Adelshofen
59. Jahrgang | Ausgabe 1/2021

                                             IMPULSE AUS DEM LEBENSZENTRUM

                                RAUS AUS
                                DER ANGST
                                		Wie wir wieder
                                		 auf die Füße kommen
RAUS AUS DER ANGST - IMPULSE AUS DEM LEBENSZENTRUM - Lebenszentrum Adelshofen
INHALT
                                                                                                               I
IMPRESSUM                                                                                                       st es Ihnen auch so gegangen, als Ihr Blick auf das Cover mit der herzlich
ERSCHEINUNGSWEISE
Unsere Impulse aus dem Lebenszentrum Adelshofen
werden viermal jährlich versandt.
                                                       6                                                        lachenden jungen Frau fiel, dass Sie sich fragten: „Von wem kommt denn
                                                                                                                diese Zeitschrift?“ „Lachen beim Thema Angst? Hat sich der Grafiker da
                                                                                                               vertan?“
HERAUSGEBER                                            LEITARTIKEL
Kommunität Adelshofen e.V.
                                                       Raus aus der Angst                                      Nein, keineswegs! Mit unserem neuen LZA-Journal, das wie bisher Impulse
REDAKTION UND LEKTORAT
Detlef Eigenbrodt, Kerstin Pletsch, Sr. Meike Walch,
                                                       Siggi Waldmann                                          zu aktuellen Fragen und Berichte aus unserem Erleben enthält, stellen wir
Br. Hubert Weiler                                                                                              uns nicht nur dem Thema Angst, sondern nennen konkrete Schritte, mit der
ANSCHRIFT                                                                                                      Angst gut umzugehen und das Leben bewusst mutig zu gestalten.
Lebenszentrum Adelshofen,
75031 Eppingen, Wartbergstraße 13,
Telefon: 07262/608-0,
Fax: 07262/608-50                                      PERSÖNLICH                                     4
DIGITAL
                                                       Wertgeachtet | Sr. Angelika Kaiser
info@lza.de, www.lza.de
www.facebook.com/adelshofen                            Ich bin bei dir | Karsten Basel
www.soundcloud.com/lebenszentrum-adelshofen            Still sein | Nino Güting                                Im Leitartikel beleuchtet Siggi Waldmann das Thema Angst aus biblischer
GESTALTUNG                                             Nicht allein versuchen | Paula Otterbach                und erlebnispädagogischer Perspektive. Im Umfeld dieses Artikels finden Sie
be · Dieter Betz, Design-Kommunikation, Friolzheim                                                             sehr persönlich gehaltene Erfahrungsberichte und ergänzende Darstellun-
BILDNACHWEIS                                           TITELTHEMA                                    10        gen zum Thema. Christen aus allen Bereichen des Lebenszentrums sprechen
Cover: Peopleimages/Adobe Stock                        Was mir heute keine Angst
Wenn nicht anders vermerkt, privat                                                                             offen über ihre Ängste und berichten, wie sie lernen, damit umzugehen.
                                                       mehr macht | Birgit Currlin
DRUCK                                                                                                          Selbst am Theologischen Seminar gehört diese Thematik in den Bereich der
Kepnerdruck, Eppingen
                                                       KOMMUNITÄT                                    12        Kompetenzvermittlung, wie Alexander Stavnichuk darstellt.
Das Lebenszentrum Adelshofen ist ein freies Mis-       Rein ins Miteinander | Sr. Martina Luschnat             Der gute Umgang mit der Angst umfasst auch die bewusste Gestaltung der
sionswerk innerhalb der Evangelischen Landes-

                                                                                                          14
                                                                                                               zwischenmenschlichen - durchaus von Angst besetzten - Beziehungen. Daher
kirche. Wir bekennen uns zu den Grundsätzen der        THEOLOGISCHES SEMINAR                         14
Evangelischen Allianz, einer weltweiten Bruder-
                                                       Wir vermitteln Kompetenz und fördern                    geht es nicht nur um das Thema „Raus aus der Angst“, sondern auch um das
schaft christusgläubiger Menschen. Wir unterstellen                                                            Thema „Rein ins Miteinander“, wie Sr. Martina Luschnat meint. Ihre Überzeu-
uns der Autorität der Heiligen Schrift und bekennen
                                                       Wachstum,
uns zur Bibel als dem inspirierten Wort Gottes.        Dr. Alexander Stavnichuk                                gung: „Unsere Beziehungen sind so kostbar, deshalb lohnt es sich, Angstsitu-
Als Glaubenswerk sind wir finanziell unabhängig,       Angst ist auch keine Lösung,                            ationen nicht zu verdrängen, sondern entschlossen anzugehen“.
unser Dienst wird durch Spenden ermöglicht.            Joachim Klein
Wenn Sie für Ihre Spende einen Überweisungsträger      Angebote Akademisches Aufbaustudium                     Auch in dieser Ausgabe des LZA-Journals berichten Mitarbeiter aus ihrem
wünschen, schicken wir ihn gerne zu. Sollten für                                                               Tätigkeitsbereich und geben Einblick, was sie bewegt. Im Service-Teil finden
einen bestimmten Zweck mehr Spenden eingehen
                                                       JAHRESTEAM                                    17        Sie eine Zusammenstellung der aktuellen Renovierungsprojekte und Dienst-
als benötigt, werden wir diese satzungsgemäß an
anderer Stelle einsetzen.

BANKVERBINDUNG LZA
                                                       Damit ihr kriegt, was ihr braucht,
                                                       Br. Stefan Heidorn
                                                       Ich hatte dringend Anleitung nötig,
                                                                                                          17   termine. Danke, wenn Sie für die Verantwortlichen und die Teilnehmer beten.

                                                                                                               Besonders laden wir Sie zu unserem nächsten Unterstützertag am Samstag,
Kreissparkasse Heilbronn                               Colin Pluns                                             17. April 2021 ein, an dem wir über aktuelle Entwicklungen und Anliegen des
IBAN: DE12 6205 0000 0020 1735 84                                                                              Werkes berichten.
BIC: HEISDE66XXX
                                                       MITARBEITER                                   18
Volksbank Kraichgau eG                                                                                         Seien Sie herzlich gegrüßt aus Adelshofen
                                                       Auf Gott hören, flexibel sein und
IBAN: DE86 6729 2200 0151 5485 04
                                                       Gaben einbringen | Bernhard Fiebich

                                                                                                          18
BIC: GENODE61WIE
                                                       Wunderbar, was alles möglich war                        Ihr Br. Matthias Böker
Evangelische Kreditgenossenschaft
                                                       Silke und Joachim Klein                                 Leiter der Kommunität und des Lebenszentrums
IBAN: DE97 5206 0410 0005 010152
BIC: GENODEF1EK1
                                                       WIR AKTIV                                     20
KONTEN FÖRDERSTIFTUNG
SPENDEN
                                                       Ein Rückblick in Bildern
Volksbank Kraichgau eG
IBAN: DE80 6729 2200 0011 5485 12
BIC: GENODE61WIE

ZUSTIFTUNGEN
Evangelische Kreditgenossenschaft
IBAN: DE18 5206 0410 0005 0114 77
                                                       22
BIC: GENODEF1EK1
                                                       SERVICE
                                                       Veranstaltungen
       @TheologischesSeminarAdelshofen
       @Lebenszentrum Adelshofen                       Gebetsanliegen
                                                       Projekte
       @lzadelshofen                                   Buchladen

2                                                                                                                                                                                             3
RAUS AUS DER ANGST - IMPULSE AUS DEM LEBENSZENTRUM - Lebenszentrum Adelshofen
PERSÖNLICH

Nicht allein versuchen                                                                    Paula Otterbach
                                                                                                                                                                               Ich bin bei dir
                                                                                          TSA
Prüfungsangst und Zukunftsangst – diese zwei Arten der Angst sind mir schon                                                                                                     Klopf, Klopf. Nein, nicht vorsichtig oder zu-
mehr als einmal in meinen doch jungen Jahren begegnet. Jedoch gibt es natür-
lich noch viele weitere Ängste, die einem – oder mir – begegnen können. Wie
ich damit umgehe? Ich versuche zu analysieren, wie sehr ich die Situation, vor
der ich Angst habe, beeinflussen kann. Beispiel Prüfungsangst: Alles, was
                                                                                                                                 Still sein
                                                                                                                                 Angst ist etwas Alltägliches. Man hat
                                                                                                                                                                                rückhaltend höflich klopft sie bei mir an, die
                                                                                                                                                                                Angst. Entweder sie überfällt mich plötzlich
                                                                                                                                                                                und massiv oder sie baut sich fies Stück um
                                                                                                                                                                                Stück, scheinbar unaufhaltsam, in mir auf.
                                                                                                                                                                                Sei es die Angst um das Leben eines meiner
ich tun kann, ist, mich so gut es geht, vorzubereiten und zu lernen. Ande-
re Faktoren, wie die Fragestellungen oder die Gemütslage des Prüfers                                                             Angst vor kleinen und großen Dingen.           Kinder, eine kritische Diagnose, Schmerzen
kann ich nicht beeinflussen. So gebe ich mein Bestes in der Vorberei-                                                            Kleine lassen sich meist leicht überwin-       in Krankheitszeiten, Furcht vor dem mobben-
tung, aber bei den anderen Faktoren versuche ich Gott zu vertrauen,                                                              den: hat man zum Beispiel Angst, im            den Vorgesetzten oder irgendeiner unlösba-
immer wieder aufs Neue. Und das ist definitiv leichter gesagt als ge-                                                            Dunkeln zu sein, muss man meist nur das        ren Aufgabe angesichts meiner Grenzen ...
tan. Jedoch tut es mir gut, wenn ich mir das immer wieder vor Augen                                                              Licht einschalten. Aber was ist mit einer      das nimmt mir dann die Luft zum Atmen.
halte. Sei es dadurch, dass ich Gottes Zusprüche in der Bibel (z. B. Jo-                                                         größeren und erdrückenderen Angst,
sua 1,9) lese oder es mir von anderen Mitmenschen zusprechen lasse.                                                              die sich nicht durch einen Schalter be-        Toll wäre, wenn ich so ein „richtiger“ Glau-
                                                                                                                                 seitigen lässt? Ich persönlich suche dann      bensheld wäre, der sofort und unanfechtbar
Das ist mein kleiner Tipp: Die Angst nicht verstecken, nicht versuchen,                                                          die Stille. Stille, an der nur Gott und ich    mit einem Gebet und auf den Knien alles Ne-
alleine damit klarzukommen. Sondern sich Gott, beispielsweise im Gebet,                                                          teilhaben. Meistens gehe ich dafür nach        gative vertreiben könnte. So funktioniert das
und anderen Menschen anzuvertrauen. Dies sind meine beiden Faktoren,                                                             draußen. Ein ausgedehnter Spaziergang,         bei mir nicht. Aber: es geschieht immer wie-
die mir in Situationen der Angst weiterhelfen.                                                                                   am liebsten im Dunkeln, wenn kaum ein          der, dass jemand unerwartet etwas sagt, das
                                                                                                                                 anderer unterwegs ist. Einerseits, weil ich    mich ermutigt, ein Musikstück zu mir spricht
                                                                                                                                 dann das Gefühl habe, Gott am nächsten         und vor allem, dass Gott (nur) dieses Eine
                                                                                                                                 zu sein und andererseits, weil mich dort       sagt: „Ich bin bei dir“. Nicht „alles wird gut“
                                                                                                                                 nichts ablenkt. Einfach runterkommen           oder „es wird nicht so schlimm“.

Sr. Angelika Kaiser
Kommunität
                                             Wertgeachtet                                                                        und in Ruhe nachdenken.

                                                                                                                                 Einen neuen Blickwinkel gewinnen und
                                                                                                                                 die Möglichkeit, Gott zu mir sprechen zu
                                                                                                                                                                                Aber ich erlebe, dass dieses „Ich bin bei dir“
                                                                                                                                                                                mir völlig reicht, auch wenn es Zeit braucht
                                                                                                                                                                                und ich immer wieder frage: „Warum ich?
                                                                                                                                 lassen. Vielleicht verschwindet die Angst      Kann es nicht mal genug sein? Warum das?
                                                   Schon seit frühester Kindheit verfolgt und plagt mich die Angst, nicht ge     nicht sofort, aber ich gewinne die Kont-       Wozu das?“ Ich kann dann – nein, Gott lässt
                                                   wollt und abgelehnt zu sein. Ich weiß natürlich längst, woher das kommt       rolle darüber zurück.                          mich dann – aus all den Erfahrungen meiner
                                                   und wie die Zusammenhänge sind. Meine Mutter hat mich nie gewollt, die                                                       Tiefen schöpfen, wo diese Zusage mir schon
                                                   Zuwendung und das Angenommensein, die ein Säugling normalerweise                                                             seinen Frieden gegeben und er Wort gehal-
                                                   erfährt, blieb aus. Mit sechs Wochen kam ich zu meinen Großeltern und                                                        ten hat. Und das nehme ich mit in die Zu-
                                                   wuchs dann dort auf. Auch ihnen ist es zu verdanken, dass ich noch lebe!                                                     kunft, wie immer sie auch aussehen mag.
                                                                                                                                 Nino Güting
                                                   Sie gaben mir so etwas wie ein behütetes Heim, wenn es ihnen auch nicht                                                      Gott sei Dank!
                                                   gelang in Gesten auszudrücken, dass sie mich lieb hatten.                     Jahresteam
                                                   Diese Urangst vor Ablehnung ist immer noch ein steter Begleiter, ich kann
                                                   sie einfach nicht abschütteln. Wenn zum Beispiel jemand an mir vorbei
                                                   geht und mich nicht anschaut oder grüßt, dann habe ich sofort den Ver-                                                                        Karsten Basel
                                                   dacht, dass ich etwas falsch gemacht habe. Das war die Methode meiner
                                                   Tante damals, um mich zu bestrafen: nicht mit mir reden, mich nicht an-                                                                       EDV
                                                   schauen, mich ignorieren.

                                                   Heute reiße ich mich zusammen, das dauert manchmal ein paar Tage, aber
                                                   ich gebe meine „Rückzugsstrategie“ auf und frage die Person, ob mein Ein-
                                                   druck stimmt. In aller Regel stimmt er nicht und ich finde zurück zur Ruhe.
                                                   Dabei hilft mir auch ein Wort Jesajas, das mir erst in jüngster Zeit jemand
                                                   zusprach: „Du bist geliebt und wertgeachtet in den Augen Gottes“. Dieses
                                                   Wissen erobert immer häufiger auch mein Herz!

                                                                                                                                                                                                                                  5
RAUS AUS DER ANGST - IMPULSE AUS DEM LEBENSZENTRUM - Lebenszentrum Adelshofen
THEMA

RAUS                                                                                                          R
                                                                                                                        ückblick in unseren Urlaub im Zillertal, wo wir einen
                                                                                                                        Ausflug zum Klettersteig am herrlichen Talbachwas-
                                                                                                                        serfall gemacht haben. Mit meinen Töchtern Annika
                                                                                                                        (damals 10) und Elisa (9) ging es in die Höhe. Eine be-
                                                                                                                        sondere Herausforderung war die Flussüberquerung,          In Lukas 22 wird beschrieben, dass Jesus im Garten Gethsemane

AUS DER ANGST!
                                                                                                              balancierend auf einem 20 Meter langen Stahlseil. Kein Pap-          Angst hatte. Auch er kannte Angst. Doch wie gelingt es, dass wir
                                                                                                              penstiel, auch wenn man sich mit den Händen an Seilen fest-          nicht von Angst beherrscht werden, sondern wieder auf festen
                                                                                                              halten konnte und gesichert war.                                     Füßen stehen können?

                                                                                                              Da kam Angst auf – sichtbar in den Augen von Annika, die
                                                                                                              mehrfach zu mir zurückschaute und den ersten Versuch ab-              BLICKWECHSEL
                                                                                                              brach. Dann fasste sich Elisa ein Herz. Schritt für Schritt balan-    Ich lade Sie ein, aus zwei Perspektiven auf den Umgang mit
                                                                                                              cierte sie über die Schlucht. Beeindruckend. Später erzählte sie,     Angst  zu schauen: zum einen der Blick in die Bibel und damit
Angst. Jeder kennt sie – keiner will sie. Die Frage ist ja nicht, ob wir                                      dass auch sie am Anfang Angst hatte. Aber sie hatte, für uns          auf Gott. Und zum zweiten, welche Chance außerordentliche
in Situationen kommen, die uns Angst machen. Viel interessanter                                               durch das Wasserrauschen nicht hörbar, ihre Angst überlistet.         Erlebnisse bieten, wie wir sie bei uns im LZA im Erlebnisgarten
                                                                                                              „Es kann nix passieren. Gott passt auf                                                       nutzen. Deutlich wird bei beidem: verän-
ist doch, was wir daraus machen. Ein heißer Tipp von Siggi Waldmann:                                          mich auf!“ So hatte sie immer wieder                                                         dernder Glaube braucht mehr als theo-
es hat entscheidende Wirkung, worauf wir unseren Blick richten.                                               vor sich hergesagt. Sie können sich die           „Dabei ist Angst zunächst                  retische Überlegungen und Diskussio-
                                                                                                              Freude vorstellen, die ich hatte, als sie                                                    nen. Die Menschen der Bibel haben Gott
                                                                                                              mir das erzählte. Durch Elisa angespornt,
                                                                                                                                                                 einmal     nichts,  was   auto-           handfest in den Stürmen des Lebens
                                                                                                              ließ Annika sich beim zweiten Versuch           matisch als Zeichen eigener erlebt. Dort haben sie Entscheidendes
                                                                                                              nicht von ihrer Angst aufhalten und hat                                                      gelernt.
                                                                                                              die Schlucht ebenfalls überwunden.
                                                                                                                                                             Schwäche         oder mangelnden
                                                                                                                                                           Gottvertrauens gebrandmarkt
                                                                                                              Beeindruckend! Angst. Jeder kennt sie –              werden kann“.                           BLICK IN DIE BIBEL
                                                                                                              keiner will sie. Doch was können wir aus                                                       Blicken wir auf den Durchzug Israels
                                                                                                              Situationen, die uns erschrecken, ma-                                                          durchs Schilfmeer (2. Mose 14). Faszinie-
                                                                                                              chen? Annika und Elisa haben, davon bin ich überzeugt, durch         rend, wie Gott Israel führt und ihnen neben der Freiheit auch
                                                                                                              die Überwindung ihrer Angst etwas gelernt. Und wie gehen wir         eine hilfreiche Lektion schenkt. Israel ist gerade der Sklaverei
                                                                                                              mit Angst um?                                                        entkommen. Doch dann die rätselhafte Anweisung an Mose:
                                                                                                                                                                                   Israel soll einen Umweg gehen und in der Nähe des Schilfmee-
                                                                                                                                                                                   res sein Lager aufschlagen (V. 2). Gott bringt Israel tatsächlich in
                                                                                                              BLICK AUF DIE REALITÄT                                               die Sackgasse vor dem Schilfmeer. Nicht, weil er es nicht besser
                                                                                                              Welche Ängste kennen Sie? Es gibt Ängste, die sich auf den           weiß, sondern um Israel und Ägypten zu zeigen, wer der Chef im
                                                                                                              Verlust von Beziehungen richten. Verlustängste, meist aus der        Ring ist, der in allen Situationen die Kontrolle hat (V. 4). Bedroh-
                                                                                                              Kindheit, können eine lebenslange Last darstellen. Die Auf-          liche Situationen als Chance, dass Gottes Macht sichtbar und
                                                                                                              arbeitung braucht oft professionelle Hilfe. Andererseits gibt es     das Vertrauen in ihn gestärkt wird. Wie kann das heute, in einer
                                                                                                              Ängste vor schwer greifbaren Unsicherheiten. Reicht das Geld         Situation, die Sie in Angst versetzt, geschehen und so Ihr Glaube
                                                                                                              langfristig? Werden die eigenen Kinder eine gute Zukunft ha-         nachhaltig Wachstum erleben?
                                                                                                              ben? Diese oder andere Fragen können in Zukunftsangst mün-
                                                                                                              den. Dazu kommt Angst in Extremsituationen, die überfallartig        Zunächst einmal so viel: es ist nicht richtig zu sagen, dass Gott
                                                                                                              in unser Leben kommen kann. Und natürlich, ganz aktuell, ele-        jede schwere Situation zulässt oder sogar selbst inszeniert, um
                                                                                                              mentare Angst um die Gesundheit oder sogar das eigene Le-            uns etwas beizubringen. Wir sind nicht in der Lage, Gottes Wege
                                                                           Foto: Christian Burri / unsplash

                                                                                                              ben. Dabei ist Angst zunächst einmal nichts, was automatisch         umfassend zu beurteilen. Seine Gedanken sind höher als unsere
                                                                                                              als Zeichen eigener Schwäche oder mangelnden Gottvertrau-            (Jesaja 55,9). Außerdem ist festzuhalten, dass Gottes Wille nicht
                                                                                                              ens gebrandmarkt werden kann.                                        das Ängstigende, Böse anstrebt, sondern das Leben (Offenba-
                                                                                                                                                                                   rung 4,11) und die Rettung (1. Timotheus 2,4). Und doch zeigt
                                                                                                                                                                                   der Weg Israels zum Schilfmeer, dass Gott in Situationen führen
                                                                                                                    @TheologischesSeminarAdelshofen
                                                                                                                    @Lebenszentrum Adelshofen

                                                                                                                    @lzadelshofen

6                                                                                                                                                                                                                                                    7
RAUS AUS DER ANGST - IMPULSE AUS DEM LEBENSZENTRUM - Lebenszentrum Adelshofen
THEMA

                                                                                                                                             „Wir dürfen Angst haben,
                                                                                                                                             aber die Angst soll uns nicht haben!“
                                                                                                                                             Hanspeter Royer

kann, die Angst erzeugen. Sie bieten aber auch die Chance, mit
ihm Erfahrungen zu machen und Entscheidendes zu lernen.

BLICK IN DIE HÖHE                                                       Doch es gibt einen, der größer ist. Da können Bibelverse, die
Herausfordernde Situationen, um Entscheidendes zu lernen –              den Blick auf Gott lenken, wie ein Anker im Sturm sein. Ein sol-
dies ist ein Aspekt, den wir auch im Erlebnisgarten nutzen:             cher Anker ist V. 14: „Der Herr wird für euch streiten, und ihr
da steht ein Team vor der 3,80m hohen Teamwand. Die Auf-                werdet stille sein.“ Ein anderer ist die Zusage: „In der Welt habt
gabe der Überquerung nur mit Hilfe der Teammitglieder löst              ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Jo-
bei manchen Menschen Angst aus (übrigens: die Station ist gut           hannes 16, 33)
gesichert …). Und genau da wird es interessant, denn: als Men-
schen lernen wir am besten, wenn wir außerhalb unserer Kom-
fortzone sind. So kommt oft nach dem Bewältigen der Wand              AUFBLICK
die Erkenntnis: es gibt Möglichkeiten, die Angst zu besiegen.         Gott  lädt uns ein, auf ihn zu schauen. Der Bericht vom Durchzug
Im Gespräch über Parallelen zum Leben kann herausgearbei-
tet werden, wie in Herausforderungen
(Gott-)Vertrauen anstelle von Angst um
                                                                      durchs   Schilfmeer schließt mit dem Hinweis: „So sah Israel die
                                                                                                mächtige Hand, mit der der Herr an den
                                                                                                Ägyptern gehandelt hatte.“ (V. 31).
                                                                                                                                                                                                                                                 Info
sich greifen kann. Da außerhalb des nor-            „Und genau da wird es                                                                                                                                 Sie haben Interesse, mit einer
malen Alltags eigene Verhaltensweisen                                                           Israel erlebt die Macht Gottes und lernt                                                                  Gruppe im Erlebnisgarten intensive
zum Teil besser reflektiert werden kön-
                                                         interessant,   denn:                   Vertrauen in ihn. Ein tiefgehendes Er-                                                                    Erfahrungen zu machen?
nen, können solche Erlebnisse eine ech-            als Menschen lernen wir                      lebnis mit der Chance, dass die nächste                                                                   Sprechen Sie mich gern an!
te Hilfe zum Umgang mit Angst werden.                                                           Angst bewältigt werden kann und der
Darauf lässt sich in den Herausforderun-
                                                       am    besten, wenn      wir              Blick frei für Gott bleibt. Das gelang dem                                                                Ich schneide das Programm gern
gen des Lebens gut zurückgreifen!                        außerhalb   unserer                    Volk Israel nicht immer. Die Herausforde-                                                                 genau auf Ihr Team zu – egal ob
                                                        Komfortzone sind“.                      rung, Vertrauen zu Gott zu fassen bleibt                                                                  zum Thema (Gott-)Vertrauen anstatt
                                                                                                auch nach intensiven Erlebnissen be-                                                                      Angst, Teambuilding, Kommunika-
BLICK AUF DAS FUNDAMENT                                                                         stehen. Für Israel – für uns.                                                                             tion, Konfliktbewältigung, oder was
Zurück ans Schilfmeer: als das Volk Israel seine ausweglose Si-                                                                                                                                           auch immer Sie gerade beschäftigt.
tuation begreift, geht der erste Blick nicht zu Gott. Israel schaut   Nochmal zurück in den Sommerurlaub im Zillertal. Am Ende des
auf die Ägypter – und schreit zu Gott. Doch Mose lenkt den Blick      Klettersteiges sagte Elisa zu mir: „Ich habe Gott ja schon vorher                                                                   Siggi Waldmann
des Volkes auf Gott: „Fürchtet euch nicht, stehet fest und sehet      vertraut, aber ich glaube jetzt mache ich es so richtig!“                                                                           E-Mail: erlebnisgarten@lza.de
zu, was für ein Heil der Herr heute an euch tun wird“ (V. 13).                                                                                                                                            Tel.: 07262/608 228
                                                                      So werden herausfordernde Situationen, die zunächst in Angst
Zunächst verstellt das Problem den Blick der Israeliten. Ver-         führen, zur Chance, neu den Blick auf Gott zu richten. Wir sind
ständliche Angst! Doch Mose weist das Volk darauf hin, dass           als ganzes Land mitten in einer solch herausfordernden Situa-
Gott größer und seine Macht ungebrochen ist. Gott lädt auch           tion. Ich wünsche Ihnen und mir, dass uns die momentane Un-
uns ein, unseren Blick auf ihn zu richten. Hanspeter Royer, be-       sicherheit dazu führt, auf Gott zu schauen.
kannter Prediger und Vertreter der Christuszentrierten Erleb-
nispädagogik, schrieb einmal: „Wir dürfen Angst haben, aber
die Angst soll uns nicht haben!“ Mit dem Blick auf Gott werden
die Verhältnisse zurechtgerückt. Ja, es gibt Situationen die ver-

                                                                                                                                                                                                                Foto: Lebenszentrum Adelshofen
ständlicherweise Angst machen.
                                                                        Bibel
                                                                        Zur Vertiefung dieses Beitrages und zum Eigenstudium
                                                                        empfehlen wir Ihnen, selbst noch einmal nachzulesen:
                                                                        2. Mose 14
                                                                        Jesaja 55,9
                                                                        Lukas 22
                                                                                                                                                      Siggi Waldmann ist unter anderem verantwortlich
                                                                        Johannes 16,33
                                                                                                                                                      für den Erlebnisgarten im LZA und liebt es, mit
                                                                        1. Timotheus 2,4                                                              tollen Leuten draußen unterwegs zu sein und dabei
                                                                        Offenbarung 4,11                                                              starke Erfahrungen zu machen.

8                                                                                                                                                                                                                                                       9
RAUS AUS DER ANGST - IMPULSE AUS DEM LEBENSZENTRUM - Lebenszentrum Adelshofen
TITELTHEMA

                                                                                                                                                 „Und diesen Parakleten – meinen Heiligen Geist –
                                                                                                                                                 habe ich an deine Seite gegeben.

WAS MIR HEUTE                                                                                                                                    Für alle Veränderungen, die auf dich zukommen können,
                                                                                                                                                 für jede Situation, die dich ängstet oder überfordert, vertrau mir!

KEINE ANGST                                                                                                                                      Durch ihn werde ich dich Schritt für Schritt hindurchführen“.

MEHR MACHT…!?
Wie ist das: ob man Angst auch überwinden und hinter sich
lassen kann? Ob es schaffbar ist, sie aus dem Weg zu räumen?
So, dass sie keine Macht mehr hat? „Nicht ganz“ meint
Birgit Currlin und nutzt zur Illustration einen alten Kinderreim.
„Schwarz“ bezieht sich dabei übrigens ausschließlich auf
die Farbe der Kleidung.

                                                                                                                                                                                                                                                                             Foto: Engin Akyurt / unsplash
             Birgit Currlin, Gastdozentin am TSA für Seelsorge und Interkulturelle
             Kommunikation (www.beratende-seelsorge.de), Übersetzerin/Lektorin,
             fröhliche (Stief)-Oma im Teilzeiteinsatz.

Etwas dazu zu schreiben, was mir keine
Angst mehr macht, scheint mir ähnlich
kühn wie die Antwort der Kinder auf den
                                                     die Ängste unseres Herzens kennt und
                                                     nicht verurteilt, mir eine Antwort: Er er-
                                                     innerte mich an seine Zusagen aus den
                                                                                                  gen. Je mehr ich es bedachte, desto mehr
                                                                                                  wuchs der Frieden. „Dass er bei dir sei in
                                                                                                  Ewigkeit…“ – das heißt, da ist ein Reise-
                                                                                                                                                 Weil deine Hand mich hält,
                                                                                                                                                 mein Gott                                                               Info
Ruf: „Wer hat Angst vor‘m schwarzen                  Abschiedsreden in Johannes 14. Denn,         begleiter, der mich nie verlässt – weder       1) Herr, weil mich festhält deine starke Hand, vertrau ich still.
Mann?“ Denn: „Wenn er kommt, dann                    wenn es jemals Verwirrung und Zweifel        im Leben noch im Sterben – noch darü-
                                                                                                                                                 Weil du voll Liebe dich zu mir gewandt, vertrau ich still.
laufen wir davon“, so heißt es im Spiel              gab, Angst vor Verlust, Angst vor Leid,      ber hinaus. Das gibt mir tiefe, ja – ewige
                                                                                                                                                 Du machst mich stark, du gibst mir frohen Mut,
weiter. In meinem Leben gab und gibt                 Angst, Gott nicht mehr zu verstehen und      Sicherheit!
es immer wieder Zeiten, wo mich Ängste               den Boden unter den Füßen zu verlieren,                                                     ich preise dich, dein Wille, Herr, ist gut.
überfallen. Manchmal sind diese Ängste               es nicht zu schaffen, dann damals bei den    Der Angstnehmer
„namenlos“, manchmal haben sie konkrete              Jüngern am Abend vor der Kreuzigung.         Und noch etwas übe ich seither vermehrt:       2) Herr, weil ich weiß, dass du mein Retter bist, vertrau ich still.
Namen, wie „Angst, einen lieben Men-                 In ihre Angst und Verwirrung hinein gibt     Meine Ängste führen häufig dazu, dass          Weil du für mich das Lamm geworden bist, vertrau ich still.
schen zu verlieren oder leiden zu sehen“,            Jesus die Zusage: Und ich will den Vater     ich meine, selbst etwas in die Hand neh-       Weil ich durch dich dem Tod entrissen ward,
„Angst, manche Beziehungsprobleme nie                bitten und er wird euch einen anderen        men zu müssen. Das „Gegenmittel“ – so          präg tief in mich, Herr, deine Lammesart.
lösen zu können und selbst immer wieder              Tröster geben, dass er bei euch sei in       erkenne ich zunehmend – ist ein radika-
an bestimmten Punkten zu scheitern“,                 Ewigkeit: den Geist der Wahrheit […] (Joh    ler Entschluss zur Hingabe und zum Los-                                                                                Die Verfasserin dieses bekannten Liedes hat noch
                                                                                                                                                 3) Herr, weil du jetzt für mich beim Vater flehst, vertrau ich still.
„Angst vor dem Älterwerden“, „Erschre-               14, 16.17).                                  lassen: „Herr, egal, was passiert, egal, wie                                                                           viele weitere Gedichte und Lieder geschrieben.
                                                                                                                                                 Weil du zu meiner Rechten helfend stehst, vertrau ich still.
cken vor dem, dass nichts mehr in unse-                                                           das, wovor ich mich ängste, ausgeht, ich                                                                               Aus hunderten von Texten von Schwester Helga
rem Land und der Welt so ist, wie es noch            Der Reisebegleiter                           gebe mich selbst, andere Menschen und          Droht mir der Feind, so schau ich hin auf dich;                         Winkel (1926-2016) wurde die vorliegende Samm-
vor einem Jahr schien“ und so weiter.                „Und diesen Parakleten – meinen Heili-       Situationen ganz in deine Hand.“ Manch-        ein Bergungsort bist du, o Herr, für mich.                              lung posthum ausgewählt. Sie zeigt eindrücklich,
                                                     gen Geist – habe ich an deine Seite gege-    mal zeigt Gott daraufhin kleine Schritte,                                                                              dass die Aidlinger Diakonisse auch in schweren
Der Trostspender                                     ben. Für alle Veränderungen, die auf dich    die ich gehen soll, manchmal sagt er nur:      4) Ist auch die Zukunft meinem Blick verhüllt, vertrau ich still.       Zeiten und mit chronischen gesundheitlichen Pro-
Vor einiger Zeit erlebte ich an einem                zukommen können, für jede Situation,         „Lass ganz los und vertrau!“ Keine Angst       Seitdem ich weiß, dass sich dein Plan erfüllt, vertrau ich still.       blemen stets Trost bei Gott fand und sich ihm an-
Abend, wie der Feind unserer Seele mich              die dich ängstet oder überfordert, ver-      mehr vor dem „Schwarzen Mann“ also?!           Seh’ ich nicht mehr als nur den nächsten Schritt,                       vertraute.
mit so einem „Angstcocktail“ bedrängte.              trau mir! Durch ihn werde ich dich Schritt   Nein, ganz so weit bin ich noch nicht.         mir ist‘s genug! Mein Herr geht selber mit.
Ich betete, aber fand nicht so recht Trost.          für Schritt hindurchführen.“ So lautete      Doch: Wenn er kommt, weiß ich, wohin                                                                                   Zu beziehen unter: www.scm-shop.de
Doch am nächsten Morgen gab Gott, der                Gottes Trostwort für mich an jenem Mor-      ich laufen kann!                               Text: Sr. Helga Winkel, 1957

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RAUS AUS DER ANGST - IMPULSE AUS DEM LEBENSZENTRUM - Lebenszentrum Adelshofen
KOMMUNITÄT

REIN INS MITEINANDER!                                                                                                                                                                                          „Immer wieder hatte ich schon Angst,
                                                                                                                                                                                                                     wie es wohl wird, wenn ich
Was passiert, wenn Menschen sich in ihr „Angstloch“ zurückziehen?                                                                              Wie oft gehe ich – und vermutlich wir alle
                                                                                                                                               miteinander – einer nötigen Konfronta-                               bestimmte Dinge anspreche.
Wenn Dinge, die gesagt werden müssen, nicht gesagt werden?
                                                                                                                                               tion aus dem Weg aus Angst, den ver-                                  Aber, wenn ich es nicht tue,
Und was, wenn die Qualität einer Beziehung daran gemessen wird,                                                                                meintlichen Frieden zu stören? Sicher
                                                                                                                                               darf man nicht auf Konfrontationskurs
                                                                                                                                                                                                             bleibt dann nicht etwas auf der Strecke?“
wie sehr man einer Meinung ist? Eine sehr persönliche Stellungnahme
                                                                                                                                               fahren. Aber wohin führt es, wenn not-
von Sr. Martina Luschnat.                                                                                                                      wendige Punkte nicht angesprochen
                                                                                                                                               werden? Dann verhaken sich Ansichten             oder abweisend sein könnte, oder die mit     Löcher und Kerben geschlagen, die weh-
                                                                                                                                               und Positionen und die Beziehungen lau-          Gegenargumenten erschlägt. Angst, die        tun oder zumindest unangenehm sind.

A
                                                                                                                                               fen Gefahr, sich abzukühlen. Wir gehen           sich ausdrückt, wenn dem Anderen eine        Ist es aber wirklich immer nur tragisch,
       ls ich bei der Vorbereitung für die-          Was ich empfinde                               in denen ich dachte: „Habe ich da nicht
                                                                                                                                               – bewusst oder unbewusst – auf Distanz.          wichtigere oder höhere Stellung einge-       wenn zwei Eisberge mal zusammenfah-
       sen Artikel nach passenden Zita-              Das Journal hat den Titel „Raus aus der        Angst vor der Konfrontation gehabt?“
                                                                                                                                               Bleiben wir aber damit nicht unserer Ge-         räumt wird, eng verbunden mit dem Ein-       ren? Wenn diese Situation mal ausgehal-
       ten suchte, stieß ich auf eines von           Angst“. Das heißt für mich auch, mein          Angst vor der Aussprache, Angst vor der
                                                                                                                                               meinschaft und unserem Glauben etwas             druck, die eigene Meinung zähle ja nicht.    ten werden muss?
Anthony de Mello: „Angst liegt nie in den            Herz in beide Hände zu nehmen, und             Auseinandersetzung?
                                                                                                                                               schuldig? Ein Seelsorger sagte mir ein-          Angst vor den Reaktionen, wenn man
Dingen selbst, sondern darin, wie man sie            mich „rein ins Miteinander“ zu stürzen.
                                                                                                                                               mal: „Wer aus der Angst heraus, beim             mal eine ganz andere Sichtweise vertritt     Der erste Schritt ist vielleicht die Ent-
betrachtet.“ Dabei geht es ihm nicht dar-            Mein Eindruck ist, dass es uns nicht im-       Dies kenne ich von mir selbst gut genug,
                                                                                                                                               Schwimmen unterzugehen, es gar nicht             als erwartet, und schon das „So haben wir    scheidung, die Angst wirklich überwin-
um, dass wir vor bestimmten Situationen              mer leicht fällt, offen und ehrlich über un-   gerade auch in der Leitungsposition. Im-
                                                                                                                                               erst lernen will, trifft sicher keine hilfrei-   das noch nie gemacht, das ist nicht unser    den zu wollen, sie nicht im Leben zur
und Dingen keine Angst haben sollen.                 sere Ängste zu sprechen, und da schließe       mer wieder hatte ich schon Angst, wie es
                                                                                                                                               che Entscheidung.“ Das beschreibt mein           Weg, das passt nicht zu uns“ hören kann.     bestimmenden Kraft werden zu lassen.
Eine viel befahrene Straße macht an sich             ich mich mit ein. Im kleinen Kreis, wo ich     wohl wird, wenn ich bestimmte Dinge
                                                                                                                                               Empfinden ganz gut und ich meine, es ist         Angst, eine konträre Einstellung und Mei-    Wenn ich mich bei einem Konflikt nicht
keine Angst; möchte man sie aber über-               mich angenommen fühle und Beziehun-            anspreche. Aber tue ich es nicht, bleibt
                                                                                                                                               sehr lohnend, sich der Angst zu stellen.         nung könnten gar die Beziehung gefähr-       zurückziehe, sondern nachfrage (ja, mit
queren, sieht es anders aus: die Lage muss           gen gewachsen sind, ist es relativ einfach,    dann nicht etwas auf der Strecke? Etwas,
                                                                                                    das man als wichtige Wachstumsmög-                                                          den, Angst vor einer falschen Entschei-      Angst vielleicht) und klären möchte,
neu beurteilt werden und da kommt die                über Sorgen und Ängste zu sprechen. In
                                                                                                    lichkeit sehen könnte? Wachstum hin zu
                                                                                                                                               Wovor haben wir Angst?                           dung, und die Angst, in der „negativen“      zeigt dies der anderen Person, dass ich
Angst hinzu. Bei besagter Straße schützt             einer großen Gemeinschaft mit 29 unter-
                                                                                                                                               Hinsichtlich der Zukunft gibt es durch-          Schublade zu landen.                         interessiert an ihr bin. Durch mein Inte-
die Angst unter Umständen unser Leben,               schiedlichen Kommunitätsgeschwistern           mehr Miteinander? Wachstum, das unser
                                                                                                                                               aus begründete Fragen und Ängste: „Was                                                        resse mache ich es dem Anderen auch
sie kann also lebenswichtig sein. Aber               ist das nur bedingt möglich. Mir stehen        Vertrauen und Zutrauen im Miteinander
                                                                                                                                               wird aus dem TSA, wenn nicht genügend            Wir gehen einer nötigen Konfrontation        leichter und unsere Beziehung kann sich
wenn Angst das Leben blockiert oder die              eine Reihe von Situationen vor Augen,          stärken könnte?
                                                                                                                                               Studierende kommen?“ „Werden genug               aus dem Weg in der Angst, Frieden zu         durch die Aussprache entwickeln. Darin
Entfaltung hindert und einschränkt, dann
                                                                                                                                               Spenden eingehen, um die verschiede-             stören. Auch unseren eigenen Seelenfrie-     kann die Chance liegen, das Gegenüber
bekommt sie eine negative Dimension.
                                                                                                                                               nen Werksprojekte dauerhaft und solide           den; denn wer mag schon friedlose Ge-        von einer ganz anderen Seite kennenzu-
                                                                                                                                               zu finanzieren?“ „Was ist mit der Alters-        fühle? Die Angst des Heute ist dabei eng     lernen. Ist dies nicht der Weg zum Bauen
                                                                                                                                               versorgung unserer Gemeinschaft? Wird            verbunden mit dem Blick zurück, den Er-      von Beziehungen? Denn wir wollen ja
                                                                                                                                               es auch dafür noch reichen?“ „Bleiben            fahrungen des Gestern. Was habe ich als      nicht nur zusammen leben, sondern mit-
                                                                                                                                               Werk und Kommunität theologisch auf              Kind erlebt? Wo, wie und von wem wurde       einander leben.
                                                                                                                                               dem rechten Kurs?“ „Wie kann es im LZA           ich verletzt? Wann habe ich mich in einer
                                                                                                                                               konstruktiv und perspektivisch weiter-           Diskussion als Verlierer gefühlt? Ich muss   Ich bin viele Male gescheitert und ins
                                                                                                                                               gehen, selbst wenn wir als Gemeinschaft          feststellen: Es sind viele Ängste um uns     „Angstloch“ gefallen, aber da, wo ich mu-
                                                                                                                                               nicht weiterwachsen?“ „Werde ich als             herum. Und ich meine, manche davon           tige Schritte trotz ängstlichem Herzen
                                                                                                                                               letzte Person übrigbleiben, die das Licht        könnten wir gemeinsam gut überwinden.        gewagt habe, ergab sich in vielen Fällen
                                                                                                                                               ausknipst?“ „Wer versorgt mich im Alter?“                                                     auch eine tiefere Beziehung zueinander.
                                                                                                                                               Dies sind Ängste, die bei uns vorkommen          Und nun?                                     Dazu möchte ich Sie und uns ermutigen.
                                                                                                                                               und die, wie ich finde, ihre Berechtigung        Angst voreinander, das klingt im Blick       Unsere Beziehungen sind so kostbar! Un-
                                                                                                                                               haben. Wir können und dürfen diese Fra-          auf eine christliche Lebensgemeinschaft      ser Miteinander so wertvoll! Es lohnt sich,
                                                                                                                                               gen nicht ignorieren und müssen uns ih-          vielleicht befremdlich. Aber ähnelt nicht    dafür Angst zu überwinden! Es ist das,
                  Sr. Martina Luschnat ist Teil des                                                                                            nen stellen, um gute und befriedigende           auch unser Alltag oft dem Bild zweier auf-   was uns bisher zu dem gemacht hat, was
                  Leitungsteams des Lebenszentrums,
                  liebt ihren Beruf als Schreinerin, mag                                                                                       Antworten zu finden.                             einander zutreibender Eisberge – ein we-     wir sind, und es ist so tragfähig, dass wir
                  schnelle Autos und liest gern Thomas Härry.                                                                                                                                   nig ist sichtbar, doch der weitaus größere   gelassen darauf aufbauen können.
                                                                                                                                               Aber ich erlebe auch Ängste in der               Teil liegt unter der Wasseroberfläche ver-
                                                                                                                                               menschlichen Beziehung, fast will ich sa-        borgen. Und während sie so aufeinander       Und auch nach 58 Jahren gemeinsamen
                                                                                                                                               gen: Angst voreinander. Wir scheinen             zutreiben, weichen sie sich unwillkürlich    Lebens – das ist unsere Bilanz als Kom-
                                                                                                                                               Mühe zu haben offen anzusprechen, was            aus, um ein Kollidieren zu vermeiden.        munität – gibt es immer noch etwas
                                                                                                                                               wir fühlen und denken. Angst, die eige-          Geht es – von oben gesehen – ohne Zu-        Neues zu entdecken. Es fordert zwar Ent-
                                                                                                                                               nen Bedürfnisse auszusprechen, vermut-           sammenstoß ab, mag man den Eindruck          schlossenheit, Mut, Kraft, Zeit und ein
                                                                                                                                               lich aus der Furcht heraus, als egoistisch       haben, es sei noch einmal gut gegangen.      gerütteltes Maß an Frustrationstoleranz.
                                                                                                                                               eingestuft zu werden. Angst auch vor             Aber unter der Wasseroberfläche? Da gibt     Aber wir können mit der Hilfe Gottes
                                                                                                                                               der Reaktion des Anderen, die emotional          es sicher Zusammenstöße und es werden        rechnen!

                                                                                                                                                                                                                                                                                    13
RAUS AUS DER ANGST - IMPULSE AUS DEM LEBENSZENTRUM - Lebenszentrum Adelshofen
THEOLOGISCHES SEMINAR

KOMPETENZ                                                         Lehrhilfe sah der Apostel Paulus seine wichtigen Hirten-
                                                                  kompetenzen: „Wir lehren alle Menschen in aller Weisheit,               ANGST IST AUCH
& WACHSTUM                                                                                                                                KEINE LÖSUNG
                                                                  damit wir einen jeden Menschen in Christus vollkommen
                                                                  machen.“ (Kol 1, 28) Jeden Menschen in Christus stark zu
                                                                  machen, die Kunst des Lebens aus der inneren Stärke in
                                                                  Christus vermitteln zu können, – das ist eine gemeinde-
                                                                  pädagogische Kompetenz.

                                                                  CHRISTUS PFLANZEN
Alexander Stavnichuk weiß, was nötig ist, um                      Diese gemeindepädagogische Kompetenz wird von den                       „Wir bereiten hier keine furchtlosen Helden vor,
im Dienst am Menschen eine Stütze zu sein                         Hauptamtlichen in der Kirche heute mehr denn je erwar-
                                                                                                                                          aber auch keine Angsthasen“, sagt Joachim Klein
                                                                  tet. Und zwar nicht erst Christus als einen wohltuenden
und erklärt, welche Rolle dabei die Vermittlung                   „Balsam“ für unsere Stresssituationen zu verkündigen,                   und antwortet damit auf die Frage, ob das Studium
gemeindepädagogischer Fähigkeiten im                              wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, son-                 am TSA helfen kann, eigener Angst und der der
                                                                  dern Christus in die Herzen der Christen und Suchen-
Umgang mit der Angst spielt.                                      den zu pflanzen. Das geschieht kontinuierlich durch alle                Menschen im späteren Dienst hilfreich zu begegnen.
                                                                  Wachstumsphasen, ununterbrochen, durch Lehre, Praxis

                                                                                                                                          A
                                                                  und persönliches Vorleben.
                                                                  Diese gemeindepädagogische Kompetenz des Christus-                             ngst! „Na, darauf könnten wir wirk-    reichen Funktion gibt es auch die andere          „In mir ist es finster,
                                                                  Pflanzens wird am Theologischen Seminar Adelshofen                             lich gut verzichten“, denkt der        Seite: Angst lähmt. Sie macht handlungs-          aber bei dir ist das Licht.

 D
                                                                  (TSA) vermittelt. Die Studierenden lernen durch ihre                           eine oder andere in dieser ange-       unfähig, wenn wir keine guten Wege des
            ass Christus seinen Nachfolgerinnen und Nach-                                                                                 spannten Lage, sie ist nicht angenehm.        Umgangs finden. Im Bereich unserer Be-
                                                                                                                                                                                                                                          Ich bin einsam,
                                                                  persönliche Glaubenspraxis und die geistliche Beglei-
            folgern nie ein komfortables Leben versprochen                                                                                Aber Angst hat auch eine ganz wesent-         ratungsmodule lernen Studierende, was             aber du verlässt mich nicht.
                                                                  tung, was das bedeutet, am inneren Menschen stark zu
            hat, wussten wir Christen immer. In den Zeiten                                                                                liche Aufgabe und Funktion: Warnen und        es heißt, wenn Angst krank macht und
                                                                  werden. Bereichert durch die theologischen Fächer und                                                                                                                   Ich bin kleinmütig,
     des Friedens und relativ abgesicherten Lebens kommt                                                                                  Schützen. Und damit hat der Schöpfer          welche Bewältigungsangebote auch die
                                                                  eigene Praxiseinsätze in den Gemeinden gewinnen sie                                                                                                                     aber bei dir ist die Hilfe.
     uns dann die Warnung Jesu vor der Leidenszeit der Welt                                                                               eine gute Alarmanlage in uns Menschen         christliche Gemeinde geben kann.
                                                                  die Kompetenz, andere Menschen zur Glaubensreife und
     wie ein Relikt aus dunkler Vergangenheit vor. Und nun                                                                                eingebaut. Sie erhöht die Aufmerksam-                                                           Ich bin unruhig,
                                                                  zum Starksein in Christus zu begleiten.
     sind plötzlich andere Zeiten da. Angst und Unsicherheit                                                                              keit und fokussiert uns auf das, was le-      Guter Rat gefragt                                 aber bei dir ist der Friede.
     sind wieder ein beherrschendes Thema. Da gewinnen die                                                                                bensnotwendig ist. Solche Systeme ken-        Neben Hilfen aus der Bibel zeigen wir
     Worte Jesu „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost,                                                                           nen- und damit hilfreich umgehen zu ler-      auch, wie das ermutigende Gespräch mit
                                                                                                                                                                                                                                          In mir ist Bitterkeit,
     ich habe die Welt überwunden“ (Joh 16, 33b) wieder eine                                                                              nen, das ist nur eine der Aufgaben unse-      anderen Glaubenden oder ein gemeinsa-             aber bei dir ist die Geduld.
     Bedeutung für uns. Gegen die Unsicherheit und die Angst                                                                              res sozialwissenschaftlichen Bereichs, die    mes Gebet zur Hilfe wird. Wir sprechen
     der Welt wirkt der Frieden und die Freude Christi.
                                                                                                                                                                                                                                          Ich verstehe deine Wege nicht,
                                                                                                                                          unsere Studierenden bei uns bearbeiten.       darüber, wie die Konfrontation mit der
                                                                                                                                          Denn zu einer guten Bewältigung der           eigenen Angst und unterstützende Be-
                                                                                                                                                                                                                                          aber du weißt den Weg für mich.“
     UMKÄMPFTER FRIEDEN                                                                                                                   Angst gehört zunächst einmal, sie über-       gleitung als Ansatzpunkt gut tun können           Dietrich Bonhoeffer
     Jedoch geht es hier nicht um den Seelenfrieden und                                                                                   haupt wahrzunehmen und sich damit aus-        und zeigen auf, wo und wie weiterfüh-
     das Gefühl der Heiterkeit, die Gott uns schenkt. Es geht                                                                             einanderzusetzen. Hier werden nicht nur       rende Hilfe nötig wird, manchmal auch
     darum, neu zum Frieden Christi zu gelangen. Es ist kein                                                                              Grundlagen für den seelsorgerlichen           eine Therapie. Hier zu unterscheiden und
     Zufall, dass Jesus seinen Frieden als einen Sieg im Kampf-                                                                           Dienst gelegt, sondern auch ein Zugang        Menschen zur Hilfe zu werden, beginnt
     Kontext proklamiert hat. Es ist ein umkämpfter und er-                                                                               zu eigenen Ängsten und einer konstruk-        mit der eigenen Person: mich mir selbst
     kämpfter Frieden! Auch die Freude Christi fließt durch                                                                               tiven Bewältigung geschaffen.                 zu stellen, mich einschätzen zu lernen
     die Tränen des Leides. „Eure Traurigkeit soll in Freude                                                                                                                            und gewiss zu sein, aus welcher Mitte
     verwandelt werden“, lehrte Jesus (Joh 16, 20). Aus Trau-                                                                             Keine Angst vor der Angst                     heraus ich handle. Gott hat uns zur Aus-
     rigkeit lässt sich Freude schöpfen, aus Angst der Frieden                                                                            Wir lernen ja gerade in dieser Zeit des       rüstung einen Geist gegeben, der unsere
     Christi. Diese übernatürliche Verwandlung geschieht                                                                                  Umbruchs und neuer Wege in der Pan-           Lebensrealität umkrempelt: ein Geist, der
     dank unserer inneren Stärke in Christus.                                                                                             demie, dass eine hybride Vorgehenswei-        nicht Ängstlichkeit umfasst, sondern ge-
     Diese Stärke hatte Paulus im Blick, als er betete: „Der
     rechte Vater gebe euch Kraft nach dem Reichtum seiner
     Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem
                                                                                                                                          se Prozesse zumeist unterstützt und Lö-
                                                                                                                                          sungen schafft. Auch hier: Angst braucht
                                                                                                                                                                                        rade in Kraft, Liebe und überlegtem Han-
                                                                                                                                                                                        deln (2. Tim 1, 7) besteht. Diese Grund-
                                                                                                                                                                                        lage kann anregen zu neuer Lebens- und
                                                                                                                                                                                                                                          Zum Lesen
     inwendigen Menschen.“ (Eph 3, 16)

     HIRTENKOMPETENZ
                                                                                         Dr. Alexander Stavnichuk ist Rektor am TSA,
                                                                                         Weltentdecker, Theologe aus Leidenschaft,
                                                                                         schätzt kreatives Denken, liebt Urlaub am Meer
                                                                                                                                          Raum und gleichzeitig darf sie nicht
                                                                                                                                          den Raum einnehmen. Das heißt, sie in
                                                                                                                                          einem geschützten Raum zum Ausdruck
                                                                                                                                                                                        Glaubenslust. Angst ist kein guter Berater
                                                                                                                                                                                        – aber das Thema verdeutlicht, wie hilf-
                                                                                                                                                                                                                                          und Bedenken
                                                                                                                                                                                                                                           2. Kor 1, 8-11
                                                                                         und wird von seinem kleinen Hund Bailey ins      zu bringen. Es muss und darf darüber          reich es sein kann, sich gute Berater an
     Jedoch, um diese Stärke zu gewinnen, müssen wir uns                                 Büro begleitet.                                  gesprochen werden. Aussprechen „ent-          die Seite zu holen, um neu handlungsfä-            2. Kor 4, 7-18
     auf einen bewussten Lern- und Reifungsprozess in unse-                                                                               ängstet“ die Angst und nimmt manch-           hig zu werden.                                     Ps 34, 5
     rem Leben einlassen. Christus soll zunehmen! Aber das                                      Besuchen Sie uns auf Facebook unter:      mal auch die Angst vor der Angst. Und
     konkrete Leben aus dem Reichtum Christi, das geschieht                                     Theologisches Seminar Adelshofen
                                                                                                                                          gleichzeitig gilt „Vorsicht“, sich nicht in   		       Joachim Klein ist Studienleiter und
     nicht automatisch. Diese Lebenspraxis ist uns nicht von                                                                              einen Angstzustand geradezu „hinein-          		       Dozent am TSA, genießt gute Gespräche
                                                                                                                                                                                        		       und die gemeinsamen Seminar- und
     Natur angeboren. Wir sind auf die Unterweisung und                                                                                   zureden“. Hier ist es wichtig, dass Angst     		       Beratungseinheiten für Teilnehmende
     lehrende Hilfestellung von außen angewiesen. In dieser                                                                               auch begrenzt wird. Denn neben der hilf-      		       und Ratsuchende mit seiner Frau.

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RAUS AUS DER ANGST - IMPULSE AUS DEM LEBENSZENTRUM - Lebenszentrum Adelshofen
THEOLOGISCHES SEMINAR                                                                                                                                                                                                                                                   JAHRESTEAM

DAS AKADEMISCHE                                                                                                                                 DAMIT IHR KRIEGT,
AUFBAUSTUDIUM                                                                                          r
                                                                                                         Wir s
                                                                                                         a l
                                                                                                                  trebe rse
                                                                                                                      ser
                                                                                                             le un ltungen a
                                                                                                                            e
                                                                                                                             n
                                                                                                                              Ku           n!
                                                                                                                                                WAS IHR BRAUCHT!
Mit unseren Angeboten schaffen wir die großartige Möglichkeit,                                     f ü
                                                                                                                ra  n  s t a
                                                                                                                                      m -i e    Ein freiwillig missionarisches Jahr im Jahresteam des
                                                                                                        nzve                   ande
Lebensfelder und unterschiedliche theologische Denkansätze                                      Präse dies aus p n nicht                        Lebenszentrums ist eine klasse Sache, findet nicht nur
                                                                                                                                  e
                                                                                                  Sollte ten Gründ rden
zu verknüpfen. Das Ergebnis sind kreative Ideen zum Leben und                                      be   d i n g               n , w e           Br. Stefan, der das Team leitet, sondern auch Colin Pluns.
                                                                                                                l i c h  sei           id
Handeln als Christen. Das ist nicht nur für die interessant, die den                                     mög                     hybr           Seine Geschichte erzählen wir im nächsten Journal.
                                                                                                                      K urse
                                                                                                               d i e              üh t!
                                                                                                                                      r
Erwerb eines Master-Abschlusses anstreben, sondern auch als                                                                 hgef                Für heute gilt: bitte lesen, empfehlen, beten und anmelden!
                                                                                                                   durc
Weiterbildung für hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter
in Gemeinden bestens geeignet und sehr zu empfehlen!
                                                                                                                                                Bruder Stefan, du kümmerst dich jetzt          Ist das Ganze eher was für Jungs?              muss, dann kommt das weg. Und, Gott
Hier eine Auswahl der demnächst stattfindenden Kurse:                                                                                           schon seit mehr als 10 Jahren um die           Nicht bei uns – wir sind bunt gemischt,        sei Dank, beim Aufbauen sind sie ebenso
                                                                                                                                                Begleitung des Jahresteams. Erzähl             so wie es die Aufgaben und Arbeitsberei-       gut wie beim Einreißen!
                                                                                                                                                mal, was haben die jungen Frauen und           che auch sind! Die Mädels zum Beispiel
                                                                                                                                                                                               machen hier Dinge, die sie vorher nie ir-      Also ist Abwechslung angesagt! Was
      TOP-Empfehlung!                                                         TOP-Empfehlung!                                                   Männer davon, wenn sie da mitma-
                                                                                                                                                chen?                                          gendwo gemacht haben. Und da meine             für Voraussetzungen müssen die Jah-
                                                                                                                                                Als ich vor 17 Jahren meinen Einsatz hier      ich nicht, dass sie auch schon mal für 500     resteamler erfüllen?
                          25. - 26. März 2021                                                  25. - 26. Juni 2021                                                                             Leute kochen, nein, die stehen voll drauf,     Keine großen. Es schadet sicher nicht,
                                                                                                                                                gemacht habe, hat mich das super weiter-
                          GEMEINDEENTWICKLUNG                                                  OHNE FRAUEN IST DIE KIRCHE NUR                                                                  im Garten zu arbeiten und mit dem Tre-         wenn sie mit ihren Händen was anzufan-
                                                                                                                                                gebracht: persönlich, im Glauben, selbst
                          IN SÄKULAREM KONTEXT                                                 HALB – UND OHNE MÄNNER AUCH                                                                     cker unterwegs zu sein.                        gen wissen, aber das, was sie noch nicht
                                                                                                                                                für die Berufswahl habe ich hier meine
                          Mit Alexander Garth haben wir einen                                  Die Vita liest sich lang und interessant –                                                                                                     können, bringen wir ihnen bei. Sie sollten
                                                                                                                                                Impulse bekommen …
                          Referenten gewonnen, der es in sich                                  auch wenn sie nicht vollständig ist.                                                            Wie sieht das so aus? Macht man das            Lust auf Gemeinschaft haben, darauf, ein
                          hat. Als Pfarrer der St. Marienkirche in                             Margret Schäfer-Krebs lehrt katholische                                                         ganze Jahr über dieselbe Arbeit?               ganzes Jahr intensiv miteinander zu tei-
                                                                                                                                                Du meinst, Bruder zu werden und dich
                          Wittenberg weiß er aus der Praxis                                    Theologie in Tübingen, ist Referentin für                                                       Wir haben vier große Bereiche, und durch       len. Da gibt’s sehr viel zu lernen – auch
Alexander Garth                                                        Margret Schäfer-Krebs                                                    der Kommunität anzuschließen?
Pfarrer                   bestens Bescheid. „Wir bewegen uns           Dipl. Theologin         Liturgie und Ökumene im bischöflichen                                                           die wird rotiert: Küche, Garten, Hauswirt-     über sich selbst.
                                                                                                                                                Nein, nein, das kam erst später. Ich bin
                          zwischen Konservativ und Progressiv“,                                Ordinariat Rottenburg und Autorin bei                                                           schaft und das Bauteam, da gehen die
                                                                                                                                                Kaufmann im ersten Beruf und habe mich
                          meint Garth, stellt sein Modell einer                                www.kath-frauenpredigten.de.                                                                    Jungs gut drauf ab. Gib denen ’ne Hilti        Gibt es neben den klassischen Arbeits-
                                                                                                                                                dann hier entschieden, zunächst am TSA
                          dynamischen Gemeindebaulehre vor                                     In unserem Kurs schärft sie den Blick für                                                       in die Hand und sage ihnen, was weg            bereichen denn auch Specials?
                                                                                                                                                zu studieren und dann an der Hochschule
                          und begründet sie theologisch und                                    eine ganzheitliche Kirche, in der neben                                                                                                        Ja, wir freuen uns sehr, wenn wir auch
                                                                                                                                                in Ludwigsburg den Abschluss als Diakon
                          religionssoziologisch.                                               Männern auch Frauen etwas zu sagen                                                                                                             Teilnehmer bekommen, die sich mit Fo-
                                                                                                                                                dranzuhängen …
                                                                                               haben.                                                                                                                                         tografie, Videoschnitt und -technik aus-
                                                              te
                                                      ngebo                                                                                     Okay, also was haben „die Jungen“                                                             kennen, die kleine Clips fürs Web, Instag-
        Außerdem                               Alle A
                                                     Sie je
                                             finden ll unter
                                                            d erzeit
                                                                                                                                                nun davon, wenn sie ihren Freiwilligen-                                                       ram oder Facebook produzieren können,
                                                 aktue                                                                                          dienst hier im Jahresteam machen?                                                             EDV- und IT-Affine, „junge Wilde“, die das,
                  23. - 24. April 2021
                  Einfach von Gott reden
                                                   www
                                                         .lza.d

                  Mit Vollmacht, praxisnah und zeitgemäß Predigen
                                                                 e
                                                                                  Info                                                          Ich denke, es ist die unglaubliche Vielfalt,
                                                                                                                                                die so bestechend ist und die mich voll
                                                                                                                                                begeistert. Wir leben zusammen, wir ar-
                                                                                                                                                                                                                                              was sie können, gern bei uns einbringen.

                                                                                                                                                                                                                                              Das klingt gut. Wann und wie muss
                                                                                                                                                                                                  Da ich mich Anfang des Jahres 2020
                  im 3. Jahrtausend.                                        Ein Studium am TSA eröffnet großartige Möglichkeiten.               beiten zusammen und wir lernen zusam-                                                         man sich anmelden?
                                                                                                                                                                                                bekehrt hatte, war es ein großer Wunsch
                  Mit Pfr. Christian Lehmann                                Im ersten Jahr am Berufskolleg werden wesentliche                   men. Das Jahresteam nimmt an manchen                                                          Am Besten zwischen März und April. Das
                                                                                                                                                                                                   von mir, ein FSJ in einer christlichen
                                                                            Grundlage gelegt, die in den folgenden drei Jahren                  Unterrichtseinheiten am TSA teil und hat                                                      ist für „die Jungen“ dann zwar manchmal
                                                                                                                                                                                                          Einrichtung zu machen.
                  07. - 08. Mai 2021                                        an der Fachschule vertieft und deutlich ausgeweitet                 auch seine eignen Themen. Jüngerschaft                                                        noch sehr weit bis zum Start des Einsat-
                                                                                                                                                                                               Über das LZA hörte ich zwar nur durch das
                  Pastorale Selbstkompetenz                                 werden. Danach steht den Absolventen die Welt der                   steht dabei ganz vorne, da wollen wir                                                         zes, aber es hilft uns enorm gut und so-
                                                                                                                                                                                                Internet, aber als ich hier zur Vorstellung
                  Zwischen kirchlicher Seelsorge und professio-             Gemeinden, Kirchen und Missionswerke und Koopera-                   uns entwickeln und „den Jungen“ helfen,                                                       lide zu planen. Und wer sich erst ab Mai
                                                                                                                                                                                               war, habe ich gemerkt, wie gesegnet dieser
                  neller Therapie.                                          tionspartner weit offen. Zum Beispiel unser gemeinsam               weiterzukommen.                                                                               bewirbt, klar, den laden wir natürlich
                                                                                                                                                                                                 Ort ist! Der letztlich ausschlaggebende
                  Mit Dr. med. Gabriele Hilgenstock                         mit der Universität von Südafrika (UNISA) durchgeführtes            Viele sind ja so um die Zwanzig oder jün-                                                     auch zum Kennenlernen ein, wenn noch
                                                                                                                                                                                                Punkt hierher zu gehen war der, dass ich
                                                                            akademisches Aufbaustudium mit Master-Abschluss.                    ger, wenn sie herkommen und ohnehin                                                           Plätze frei sind.
                                                                                                                                                                                                dringend Anleitung nötig hatte. Sowohl
                  11. - 12. Juni 2021                                                                                                           mittendrin in Entwicklungsprozessen und        im praktischen als auch im geistlichen und
                  Christen und Europäische Gemeinschaft                     Alle Infos zum Studium am TSA unter                                 dabei, die Spur für ihre Zukunft zu legen.                                                    Br. Stefan Heidorn ist Kaufmann im Einzelhandel,
                                                                                                                                                                                               seelischen Bereich. Und die bekam ich hier,    Diakon und liebt es in die geistliche und mensch-
                  Eine biblisch fundierte Reich-Gottes-Theologie,           www.TSAdelshofen.de                                                 Da sind wir gern an ihrer Seite.                  zusammen mit einer neuen Familie.           liche Entwicklung junger Menschen zu investieren.
                  pro-aktiv und dialogfähig.                                                                                                                                                                    Colin Pluns                   Das Gespräch führte Detlef Eigenbrodt.
                  Mit Dr. Raymond Pfister

                                                                                                                                                                                                       ANMELDUNGEN UNTER
                          INFORMIEREN – EMPFEHLEN – ANMELDEN                                                                                                                                             Jahresteam@lza.de

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RAUS AUS DER ANGST - IMPULSE AUS DEM LEBENSZENTRUM - Lebenszentrum Adelshofen
MITARBEITER

AUF GOTT HÖREN,                                                                                                                                WUNDERBAR,
FLEXIBEL SEIN UND                                                                                                                              WAS ALLES
GABEN EINBRINGEN                                                                                                                               MÖGLICH WAR
                                                                                             Bernhard Fiebich, ist verheiratet mit Sigrid                                                                                                    Joachim, Studienleiter am TSA,
                                                                                             und Vater von zwei Töchtern, selfmade Gärtner,                                                                                                  Dozent und Lehrcoach und
                                                                                             spielt gern Tischtennis und hat die Bibelschule                                                                                                 Silke Klein, Diplom-Sozialpädagogin,
                                                                                             Brake absolviert.                                                                                                                               Gastdozentin und Mentorin.

Seit Jahren wird die Arbeit im LZA auf vielfältige Weise von einem                                                                             Wer zurückschaut, entscheidet oft selbst, was er sieht: das, wofür er
Mitarbeiterteam unterstützt. Bernhard Fiebich ist einer davon und                                                                              dankbar ist und was glücklich stimmt. So jedenfalls gewichten Silke
erzählt, was ihn und seine Familie in den letzten Wochen und                                                                                   und Joachim Klein ihren ganz persönlichen Rückblick auf die letzten
Monaten besonders beschäftigt und manchmal auch geängstigt hat.                                                                                Monate und meinen: erstaunlich und schön!

14 Jahre bin ich nun schon als Mitarbeiter im Lebenszentrum        Bernhard, was gefällt dir an deinen Aufgaben                                „Und das macht ihr als Ehepaar gemeinsam? – Wow, das ist be-       Austausch über die Bildschirme. So wurde Joachims Büro zum
und hauptsächlich im Garten und immer wieder auch im Hand-         im Lebenszentrum?                                                           sonders!“ Das hören wir immer wieder in Rückmeldungen. Ja,         Seminarraum und Fernsehstudio und wir konnten per Digital-
werk tätig. Meine Frau Sigrid hat 2001 das TSA absolviert und      Sie sind abwechslungsreich, ich habe mit Menschen zu tun, Stär-             das ist ein Vorrecht, dass wir gemeinsam im Dienst stehen. Und     raum viele gute, auch persönliche Stunden mit Mitarbeitern in
über diese Verbindung kamen wir ins LZA.                           ken und Schwächen werden offensichtlich, man unterstützt sich               dabei können wir neben der Begleitung von Menschen in der Be-      Gemeinden gestalten.
                                                                   und erfährt Unterstützung. Außerdem kann ich den jungen Leu-                ratung auch einen Lehranteil im TSA-Unterricht gemeinsam im
Wir haben zwei Töchter, Katharina (12 Jahre) und Sa-                         ten unseres Jahresteams Einiges beibringen und wei-               Teamteaching umsetzen. Inzwischen sind es bereits über zehn        Besonders wertvoll
rah (11 Jahre). In meiner Freizeit fahre ich ger-                                  tergeben. Mir gefällt, dass ich im Garten an der            Jahre, die wir in Lehre und Beratung in den Bereichen Pädagogik,   Neben den Seminaren investierten wir uns auch in Einzelcoa-
ne Fahrrad und spiele Tischtennis. In der                                               frischen Luft bin. Meine Arbeit bietet mir             Praktische Theologie und Psychologie einbringen konnten.           chings oder Beratungen von Pastoren, Paaren oder im Format
Gemeinde habe ich meinen Platz im                                                           auch ein geistliches Zuhause.                                                                                         der Supervision, damit Menschen neu Klarheit bekamen oder
Kindergottesdienstteam gefunden.                                                                                                               Neue Formate                                                       sich wieder handlungsfähig erlebten. Besonders wertvoll erfuh-
Die größte Aufgabe in der jün-                                                                  Ihr als Familie ward gerade                    Besonders die Pandemie hat noch einmal gezeigt, wie wichtig        ren wir für uns ganz persönlich das Kontaktnetz weltweit. Das
geren Vergangenheit war wohl                                                                      in der Coronazeit besonders                  es ist, Mitarbeiter im In- und Ausland mit wesentlichen Inhalten   ist ein bedeutender Schatz, mit anderen unterwegs zu sein und
unser Hausbau als Familie.                                                                         betroffen …                                 zu stärken. Hier haben wir Gemeinden mit Kursen zu Mentoring       durch die Verbindung auch viele Einblicke in andere Bereiche zu
Durch die Unterstützung mei-                                                                         Ja, es ist bei uns, wie bei vielen        und Gemeindeentwicklung mit frischen digitalen Formaten            bekommen. Gerade die Vernetzung mit Coaches und anderen
ner Schwiegereltern war es                                                                            anderen ja auch. Aber sehr nah           unterstützt. Dabei haben wir versucht, Ermutigung in der Co-       Menschen, die nicht sofort einen Schritt ins LZA setzen würden.
uns möglich, dieses große                                                                              kam uns das alles, als mein             ronakrise und Veränderungs- und Innovations-Management zu          Daneben ist Silke nach wie vor als Sozialpädagogin in einer sta-
Projekt anzugehen.                                                                                    Schwiegervater im Oktober                verbinden. Wir sind dankbar für alles gelungene Jonglieren und     tionären Jugendlichen-Wohngruppe der Jugendhilfe tätig. Das
Bei der Planung, den Ab-                                                                              verstarb und ein Besuch am               Umstellen vom direkten, persönlichen Seminar zum digitalen         gibt eine gute Kombination von der Praxis hin zur Theorie. Am
sprachen und der Eigenar-                                                                             Sterbebett nicht erlaubt war.                                                                               TSA unterrichtet sie neben der Einführung in dem Modul Päda-
beit war es enorm wichtig,                                                                            Das hat uns ziemlich zuge-                                                                                  gogik auch Gruppenpädagogik, das im letzten Semester mit den
immer wieder aufeinander zu                                                                         setzt und diese Pandemie doch                                                                                 Studierenden viel Spaß gemacht hat.
hören, zu warten und einen                                                                          sehr persönlich gemacht.
gemeinsamen Weg zu finden.

Das klingt jetzt so harmonisch, ist
                                                                                                 Da liegt Schönes und Schweres
                                                                                               dicht beisammen. Welche persön-
                                                                                                                                                Das ist ein bedeutender Schatz,mit anderen
aber in der Realität nicht einfach.                                                         lichen Ziele strebst du nun für die                unterwegs zu sein und durch die Verbindung
                                                                                        Zukunft an?
Manchmal standen wir auf der gleichen
Seite und zogen in eine Richtung, manchmal                                         Ich will auf Gott hören, mich verändern lassen
                                                                                                                                               auch viele Einblicke in andere
war es aber auch eher ein Tauziehen und jeder ver-
suchte, den anderen ein bisschen mehr auf seine Seite zu krie-
                                                                            und flexibel bleiben. Ein Sprachrohr Gottes sein ins Le-
                                                                   ben anderer, sie weiterbringen – im Leben und in der Beziehung
                                                                                                                                               Bereiche zu bekommen.
gen. Nun wohnen wir seit Herbst 2020 in unserem eigenen Haus       zu Gott. Ich möchte meine praktischen Gaben einbringen, damit
und es ist wie Hudson Taylor sagte: „Erst ist es unmöglich, dann   der LZA-Garten für den Dienst für Gott brauchbar ist und hier
ist es schwierig, dann ist es da.“                                 Begegnungen zwischen Menschen untereinander und mit Gott
                                                                   stattfinden.

                                       Erst ist es unmoglich,
                               dann ist es schwierig,dann ist es da.
                                                           Hudson Taylor

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GALLERY

                            Wir
                                 aktiv
                Am 22. November 2020 fand die Kommunitätsfeier
                 Corona-konform in sehr kleinem Kreis statt, einige
                    hundert Gäste waren aber im Livestream dabei.
     Besonders gefeiert wurde das 10-jährige Jubiläum von Sr. Sonja
                                                                                                        @TheologischesSeminarAdelshofen
                                                                                                        @Lebenszentrum Adelshofen

                                                                                                        @lzadelshofen

                                                                                                                                            Der Winter hat selbst uns in Adelshofen immer mal
                                                                                                                                            wieder eine Ladung Schnee gebracht. Was die Stu-
                                                                                                                                            dierenden unter anderem auch zu zünftigen Schnee-
                                                                                                                                            ballschlachten nutzten
                                                                                                                                                                                                                                                Gemeinsam mit der Ortsge-
                                                                                                                                                                                                                                                meinde Adelshofen bereiten
                                                                                                                                                                                                                                                wir die Prochrist Übertragun-
                                                                                                                                                                                                                                                gen im November 2021 vor.
                                                                                                                                                                                                                                                Br. Matthias, Bruder Hubert
                                                                                                                                                                                                                                                und Anette Gomer besprechen
                                                                                                                                                                                                                                                sich dazu regelmäßig.
                                                                                                                                                                                                                                                Mehr Infos unter:
                                                                                                                                                                                                                                                Hoffnungsfest.eu

                                                                                                                                                                                                      Wir müssen immer wieder ran: seien es die im Dezember ab-
                                                                                                                                                                                                      geschlossenen Renovierungen von Büros im Brüderhaus oder
                                                                                                                                                                                                      die im Januar gestartete Grundsanierung der WC-Anlage auf
                                                                                                                                                                                                      der Ebene des Speisesaals

                                                                      Am 24. Oktober 2020 hatten wir Eric Wehrlin mit dem
                                                                      Schauspiel „Veronica“ zu Gast. Rund 80 Gäste konnten
                                                                      Corona-bedingt den Abend in der Halle genießen

                                                                                                                                          Das Arbeiten auf digitalen Plattformen ist in den letzten
                                                                                                                                          Monaten längst zur Gewohnheit geworden.
                                                                                                                                          Davon betroffen sind auch viele unserer Angebote, zum
                                                                                                                                          Beispiel die „Churchnight“ oder die Jugendleiterschulung
                                                                                                                                          „Update“
                In der Weihnachts- und Klausurzeit findet sich
                immer wieder auch viel Gelegenheit zum Feiern,
                Spielen und gemeinsamen Abenden mit
                außergewöhnlichen Mahlzeiten

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