The Future of Banking - Die vielfältigen Chancen der digitalen Evolution - HubSpot

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The Future of Banking - Die vielfältigen Chancen der digitalen Evolution - HubSpot
The Future
of Banking
Die vielfältigen Chancen
der digitalen Evolution
The Future of Banking - Die vielfältigen Chancen der digitalen Evolution - HubSpot
Executive Summary

Rund 12.000 Fintechs gibt es aktuell weltweit und sie erobern mit ihren digitalen Ge-
schäftsmodellen den Finanzmarkt. Für Banken birgt die Digitalisierung die Möglichkeit,
das eigene Geschäftsmodell zu transformieren. Sie ist aber auch mit erheblichen Risiken
verbunden: Es droht der Verlust von Marktanteilen – und von Relevanz. Um sich die
Position des Gatekeepers zum Kunden zu sichern und die eigenen Produkte weiterhin
erfolgreich am Markt zu positionieren, ist ein Wandel der gesamten Organisation gefor-
dert. Es gilt, das Digital Banking mit einer hervorragenden Customer Experience in ein
Multichannel Banking zu integrieren, das dem Kunden die freie Wahl lässt, über welche
Kanäle er Kontakt mit seiner Bank aufnimmt.

Lassen sich Finanzinstitute auf das – alternativlose – „Wagnis“ der digitalen Transforma-
tion ein, indem sie ihre IT-Strategie auf ein offenes Ökosystem ausrichten, können sie
nur gewinnen: Als Partner für das Everyday Banking monetarisieren sie den wertvollen
Zugang zum Kunden. Dieser ist eher bereit, für ein hervorragendes Banking-Erlebnis,
höhere Gebühren zu zahlen, und Drittanbieter werden es sich etwas kosten lassen, ihre
Produkte über den Distributionskanal des Everyday-Banking-Partners in den Markt zu
steuern. Die Spezialisten mit ihren Bauspar-, Geldanlage- oder Versicherungsprodukten
erschliessen sich ihrerseits neue Umsatzpotenziale.

Auch Technologieunternehmen wie Amazon und Facebook haben den Banking-Markt
längst für sich entdeckt und zeigen, wo Finanzdienstleistungen für die Generation der
Millennials stattfinden muss: mitten im Leben der Kunden, nahtlos integriert in ihr
digitales Ökosystem. CREALOGIX, der Marktführer im Digital Banking mit mehr als 20
Jahren Erfahrung, unterstützt Unternehmen dabei, den Konsumenten diese hervorra-
gende Customer Experience zu bieten.

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The Future of Banking - Die vielfältigen Chancen der digitalen Evolution - HubSpot
Inhalt

Relevant bleiben                                                                   4
Wie Banken gestärkt aus dem digitalen Wandel hervorgehen

GAFA – die neuen Player, auch im Banking                                           6
Wie Google, Amazon, Facebook und Apple das Banking-Erlebnis revolutionieren

Die Commodity-Falle                                                                8
Weshalb in austauschbaren Massenprodukten nicht die Zukunft liegt

Die Bank der Zukunft                                                              10
Wie Banken zu Gatekeepern werden und neue Umsatzpotenziale erschliessen

Bionische Transformation                                                          12
Welche Umsatz- und Kostensenkungspotenziale die Vernetzung von Online- und
Offline-Services bietet

Intelligente Anlageberatung                                                       16
Wie Banken mit AI (Artificial Intelligence) MiFID-II-konform erfolgreiches
Cross- und Upselling betreiben

Open Banking mit CREALOGIX                                                        18
Weshalb Banken bei der digitalen Transformation auf den
CREALOGIX Digital Banking Hub setzen

                                                                                   3
The Future of Banking - Die vielfältigen Chancen der digitalen Evolution - HubSpot
Relevant bleiben
Die klassische Hausbank im digitalen Wandel

Auch in der Wirtschaftswelt gibt es Erdbeben. In den letzten Jahren hat sich dafür
der Begriff „Disruption“ eingebürgert, die Zerstörung bestehender Geschäftsmodelle
durch plötzlich auftretende Innovationen. Die Auswirkungen der Digitalisierung sind
im Bankensektor längst angekommen – mit deutlichen Ausschlägen auf der „Rich-
terskala“. So sagte die Unternehmens- und Strategieberatung McKinsey & Company
2016 voraus1, dass im Jahr 2020 fast die Hälfte aller deutschen Bankkunden ein Kon-
to digital eröffnen wird. Start-ups, die den gesamten Finanzsektor aus technologi-
scher Perspektive betrachten, sogenannte Fintechs, machen den klassischen Banken
Marktanteile streitig. Ihre Zahl wird auf rund 12.000 weltweit geschätzt.

Prozentsatz der etablierten Unternehmen, die Teile ihres Geschäfts in Gefahr sehen
Befürchten Sie, innerhalb der nächsten fünf Jahre Teile Ihres Geschäfts an reine Fintech-Unternehmen zu verlieren?

                                                            Europa
          Nordamerika
                                                                                         Asien
                                                         83 %      89 %
          69 %     82 %
                                                                                     80 %      83 %
                                                                                                                           Weltweit

                                                          Afrika                                                                  88 %
                                                                                                                     83 %
                        Lateinamerika

                                                       95 %       88 %
                        91 %       93 %

     2016        2017                                                                                  Quelle: PwC Global Fintech Report 2017

Fast 90 % der Befragten des PwC Global Fintech Report 2017 fürchten um ihre Markt-
anteile. Besonders gefährdet sind die Bereiche Payment (84 %), elektronischer Zah-
lungsverkehr (68 %) und persönliche Finanzen (60 %).

1
    McKinsey & Company: Fintech – Herausforderung und Chance. Wie die Digitalisierung den Finanzsektor verändert. März 2016.

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Einschätzung der etablierten Institute zur Abwicklung von Finanzangelegenheiten mit Fintechs
 Welche finanziellen Aktivitäten wickeln Ihre Kunden Ihrer Meinung nach bereits mit Fintechs ab?

 84 %
                       68 %                  60 %                  58 %
                                                                                          49 %
                                                                                                            38 %                    38 %

Payments          Elektronischer          Persönliche        Private Darlehen      Klassische Einlage-   Versicherungen     Wealth Management
                 Zahlungsverkehr           Finanzen                                 und Sparkonten

                                                                                                          Quelle: PwC Global Fintech Report 2017

 Waren die klassischen Hausbanken mit ihren Kernleistungen Einlagen und Kredite
 bisher fest bei den Privatkunden verankert und konnten ausgehend von dieser star-
 ken Position unterschiedliche Produkte vertreiben, ändert sich die Lage nun. Aktuelle
 Schätzungen gehen davon aus, dass das Gesamtvolumen im deutschen Privatkunden-
 geschäft 2017 erstmals sinkt. In zehn Jahren, so die Analysten, wird nur noch jedes
 zweite Finanzprodukt in einer Filiale verkauft werden. Die klassischen Hausbanken sind
 daher gefordert, neue Ideen zu entwickeln, um relevant zu bleiben, Kunden langfristig
 zu halten und die Rentabilität zu erhöhen. Es empfiehlt sich, den einzelnen Kunden und
 seine Bedürfnisse konsequent ins Zentrum zu rücken und ihn mit einem herausragen-
 den, ganzheitlichen Banking-Erlebnis über alle Kanäle an das Institut zu binden.

 Dazu gilt es, das geschlossene Ökosystem der einzelnen Bank, die weitgehend unab-
 hängig von anderen Akteuren agiert, zu öffnen. Als zukunftsfähig erweisen sich In-
 frastrukturen, in die sich die Angebote Dritter integrieren und die sich ihrerseits an
 das Portfolio anderer Akteure anbinden lassen. Im Rahmen eines offenen Ökosystems
 erschliessen sich Finanzinstitute so die Chancen des digitalen Wandels und Banken
 minimieren das Risiko, zum reinen Produktlieferanten zu werden, der sich die Konditi-
 onen von anderen zentralen Playern diktieren lassen muss. Dabei verfügen die Banken
 über zwei Pfunde, mit denen sie im Wettbewerb mit Technologie-Start-ups wuchern
 können: Sie haben sich als starke und beliebte Marken am Markt etabliert und sie ge-
 niessen das Vertrauen vieler Menschen.

 Produktabschlüsse nach Vertriebskanälen

                                      2007                                   2017                            2027

    Filiale                                              88 %                                  75 %                          50 %

  Online1                      7%                                           15 %                                          40 %

 Telefon2                     5%                                         10 %                               10 %

 Quelle: MOONROC Institute of Economic Research; 1 inkl. Mobile; 2 inkl. Videotelefonie

                                                                                                                                           5
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GAFA – die neuen Player,
auch im Banking

                      Google, Amazon, Facebook und Apple haben unsere Art zu kommunizieren, uns zu
                      informieren, Konsumentscheidungen zu treffen und diese letztlich umzusetzen, so
                      radikal verändert, dass ihnen eine eigene Abkürzung gewidmet wurde: GAFA. Mitunter
                      ist sogar vom GAFA-Monopol die Rede. Die Bankenbranche tut gut daran zu prüfen,
                      welche Features dieser digitalen Vorreiter sich in das Banking-Erlebnis integrieren las-
                      sen, und das Treiben von GAFA genau zu beobachten.

                      Nicht von ungefähr kommt PayPal, das mit Abstand grösste Fintech, als ehemalige
                      eBay-Tochter aus diesem Umfeld. Selbstbewusst heisst es in der Unternehmensdarstel-
                      lung: „PayPal (Nasdaq: PYPL) setzt sich für die Demokratisierung von Finanzdienstleis-
                      tungen ein. Damit sollen Menschen und Unternehmen die Möglichkeit bekommen, an
                      der globalen Wirtschaft teilzunehmen und erfolgreich zu sein – basierend auf der Idee,
                      dass der Zugang zu Finanzdienstleistungen Chancen schafft.“2

       Banking für die GAFA-Generation
       Bankgeschäfte so erledigen wie bei Amazon shoppen und auf Facebook chatten

                                                                        Intuitives
       Vernetzung
                                                                        „Look and Feel“

                                                                        Aus der Historie
     Social Trading
                                                                        abgeleitete Vorschläge

                                                                        Personalisierte
          Chatbots
                                                                        Oberfläche

    Chatfunktionen                                                      Offene
                                                                        Marktplätze

                      2
                          https://www.paypal.com/de/webapps/mpp/about

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„Es ist viel einfacher, alles von einer Anwendung aus zu erledigen, mit Blick auf die letz-
                                        ten Transaktionen und mit deiner Identität, sodass du dich nicht jedes Mal umständlich
                                        einloggen musst, als Apps herunterzuladen, die du nie wieder nutzen wirst, und ständig
                                        von einer App in eine andere zu wechseln.“
                                        David Marcus, Vice President Messaging Products, Facebook

Noch alarmierender: Im Jahr 2016 hat sich Facebook eine E-Money-Lizenz der Central
Bank of Ireland gesichert und so den Weg bereitet, den Facebook Messenger zu einem
vollwertigen Payment Tool auszubauen. Die Lizenz gilt für Überweisungen und den
Zahlungsverkehr. Da sie in einem EU-Land ausgestellt wurde, gilt sie für alle EU-Mit-
gliedsstaaten. Erklärtes Ziel von Facebook ist es, den Messenger zu einer „Everything
App“ auszubauen. Dazu Elena Mesropyan, Global Head of Content bei Let’s Talk Pay-
ments: „Der Messenger ist ein Prototyp dafür, wie das Geschäft mit dem Kunden künf-
tig geführt wird und – wahrscheinlich – ‚the next big thing‘, wie gewisse Finanzdienst-
leistungen künftig erbracht werden.“3

Facebook macht also den Banken nicht nur Konkurrenz, sondern integriert das Banking
vielmehr in das eigene Ökosystem – und Banken tun gut daran, dafür zu sorgen, in die-
sem System überhaupt stattzufinden. Die Millennials und Digital Natives gehen nicht
mehr in die Bankfiliale. Also wird es höchste Zeit, dahin zu gehen, wo sie sind. Schaut
man sich die Social-Media-Nutzung der Jüngeren an, wird das nicht zwangsläufig der
Facebook Messenger sein. Aber nicht ohne Grund hat Facebook den Messenger-Dienst
WhatsApp gekauft und es steht fest: Die Zukunft des gesamten Konsums, der Kommu-
nikation und des Bankings wird einen starken digitalen Anteil haben.

                                                           Payment als eine Funktion von vielen: der Facebook Messenger

                                                           Quelle: https://fbnewsroomus.files.wordpress.com/2016/01/messenger2016.png

3
    https://letstalkpayments.com/why-facebook-is-a-dark-horse-in-the-financial-services-industry                                        7
Die Commodity-Falle

                      Mit austauschbaren Produkten, die sich nicht rechnen und womöglich nur noch im
                      Rahmen eines aggressiven Preiskampfs in den Markt gedrückt werden, wie etwa
                      Krediten, können sich die Banken gegenüber Fintechs und GAFA nicht positionie-
                      ren. Laut einer Umfrage von Accenture 4 sieht über die Hälfte der Befragten die Zu-
                      kunft darin, sich über Mehrwerte zu positionieren. Jeweils 8 % gehen davon aus, dass
                      Finanzdienstleistungen mit geringeren Margen angeboten werden müssen und Ban-
                      ken Marktanteile verlieren werden. 4 % haben sich bereits damit auseinandergesetzt,
                      dass Unternehmen, die nicht aus dem Banking kommen, in das Kerngeschäft von
                      Finanzdienstleistern einsteigen.

                      Werfen wir einen Blick auf die weltweite Verbreitung von Fintechs (siehe Grafik auf
                      Seite 9): Im Durchschnitt nutzen 33 % der digital affinen Konsumenten deren Servi-
                      ces. In Großbritannien sind es mit 42 % überdurchschnittlich viele, während die USA
                      (33 %) und Deutschland (35 %) fast gleichauf sind. Um sich gegen diesen Trend zu
                      behaupten, genügt es nicht, sich mit dem aus wirtschaftlicher Sicht unattraktiven
                      „Grundnahrungsmittel“ Girokonto die Loyalität der Kunden zu sichern und sie mit
                      einzelnen „App“-etithäppchen zu umwerben. Wer nicht in die Commodity-Falle tap-
                      pen will, ist vielmehr gefordert, die gesamte Organisation zu digitalisieren – strate-
                      gisch, ganzheitlich und technologisch.

    Die hypothetische Zukunft des Bankings

                          8%
                                                        Banken verlieren Marktanteile

                                                        Banken werden disaggregiert
                                 20 %
            56 %                                        Die Margen für Finanzdienstleistungen sinken

                                                        Zentrale Bankenservices werden in branchenfremde Angebote integriert
                                   8%
                                                        Etablierte Banken akquirieren ihre Herausforderer
                                 4%
                                                        Alle Marktteilnehmer positionieren sich mit Mehrwerten
                               4%
                                                    Anzahl der Befragten = 25

                                   Quelle: Accenture: The Future of Fintech and Banking: Digitally disrupted or reimagined? 2015

                      4
                          Accenture: The Future of Fintech and Banking: Digitally disrupted or reimagined? 2015

8
„Das Stichwort lautet: Multibanking. Damit bieten Banken ihren Kunden die Möglich-
                                    keit, über einen einzigen Online- oder Mobile-Banking-Zugang sämtliche Bankverbin-
                                    dungen bequem zu bedienen. Alle Konten und Umsätze auf einen Blick – da freut sich
                                    der Kunde, der im Schnitt zwei Bankverbindungen hat.“
                                    Tobias Baumgarten, Spezialist für Multichannel-Banking

Nicht die einzelnen Produkte, sondern offene Ökosysteme als Ausdruck einer ganz-
heitlichen Digitalstrategie sichern die Zukunftsfähigkeit der Bank. Damit gelingt es
den Finanzinstituten, sich zu Open-Banking-Organisationen zu wandeln und idea-
lerweise die Schnittstelle des Kunden zu seinen verschiedenen Finanzpartnern zu
besetzen. Sie werden zu Enablern des Multibankings und befähigen die Anwender,
über einen Online- oder Mobile-Banking-Zugang auf sämtliche Finanzinformationen
zuzugreifen sowie alle Arten von Transaktionen durchzuführen.

                                                                                                     69 %

                                                                                                                          52 %

                        Fintech-Akzeptanzrate in 20 Märkten
                                                                                                                                                      %
                                                                                                                                                 42
                                                                                           13 %

                                                                                                                                 ien

                                                                                                                                                                     %
                                                                                                     China

                                                                                                                                                                40
                                                                          14

                                                                                                                 en

                                                                                                                               nn
                                                                                            BE &
                                                                                            LUX
                                                                              %

                                                                                                                              ita
                                                                                                                Indi

                                                         18
                                                                                                                          br
                                                                                    Ja

                                                                                                                         oß
                                                                                                 *

                                                              %
                                                                                    pa

                                                                                                                       Gr

                                                                  Ka
                                                                                       n

                                                                                                                                             n
                                                                      na                                                                 ilie
                                                                              da                                                    as                                   37 %
                                              23 %                                                                               Br
                                                         Sing                              Fintech-Akzeptanz                                          en
                                                                  apu                                                                            trali
                                                                          r                                                              Aus
                                                                                              auf einen Blick
                                          26 %               Irland                                                                       Spanien                         37 %

                                                                                                                                     Mex
                                                                  nde                                                                           iko
                                                              erla
                                                     Nied
                                            27 %                                                                               De                                    36 %
                                                                          e   ich                                                   ut
                                                                                                                                      sc
                                                                       kr                                                                  hl
                                                                     an                                                                         an
                                                                Fr                                                                                d
                                                                                                                       Sü
                                                                                     eiz

                                                                                                                          d
                                                                                   hw

                                                         %
                                                                                                                          afr
                                                                                                                USA
                                                                                              a

                                                    27
                                                                                                     Hongkong

                                                                                                                                                           35
                                                                                             kore
                                                                               Sc

                                                                                                                              ika

                                                                                                                                                                %
                                                                                            Süd
                                                                  %

                                                                                                                                           35
                                                               30

                                                                                                                                                %
                                                                                     32 %

                                                                                                                       33 %
                                                                                                      32 %

Quelle: EY Fintech Adoption Index 2017.
                                                                                                                                    Durchschnittliche Akzeptanz
Die Abbildung zeigt den Anteil der Fintech-Nutzer
                                                                                                                                    33 %
innerhalb der digital aktiven Bevölkerungsgruppe.
*Belgien und Luxemburg.
                                                                                                                                                                                 9
Die Bank der Zukunft

       Sympathisch, modern und hoch profitabel
       Konsumenten erwarten heute einen hohen digitalen und mobilen Banking-Komfort,
       umfassende Kompetenz in Finanzthemen und einen modernen, einheitlichen Marken-
       auftritt. Welche Produkte sich dahinter im Einzelnen verbergen, ist für sie erst auf den
       zweiten Blick interessant. Da Girokonten im Prinzip austauschbar sind, gewinnt die
       Usability an Bedeutung: Wer seinen Kunden ein nutzerfreundliches und emotional an-
       sprechendes Digital Banking bietet, hat gute Chancen, sich die Position des zentralen
       Ansprechpartners in Finanzfragen zu sichern. Das User Interface entscheidet darüber,
       mit welchem Dienstleister der Kunde das Everyday Banking abwickelt – nicht die Kon-
       toführungsgebühr.

       Provisionen statt Preiskampf
       Dabei ist jedes Finanzinstitut gefordert, die eigene Rolle zu überdenken und für sich zu
       definieren. So muss beispielsweise der Anbieter des Everyday Bankings nicht zwangs-
       läufig die kontoführende Bank sein. Durch den wertvollen Zugang zum Kunden über
       das Frontend steigt die Profitabilität. Die Bank muss nicht länger mit den besten
       Konditionen um die Gunst der Kunden für die eigenen Produkte werben, sondern
       kann zum Marktplatz für Drittprodukte werden – und diese Funktion „über Lead- und
       Sale-Provisionen monetarisieren“5. Auch die kostenintensive Leistung „Girokonto“
       kann sich in dieser Konstellation endlich wieder rechnen: zum einen durch das gerade
       angesprochene Cross-Selling, aber auch, weil die Kunden den Mehrwert einer gut
       gemachten Multibank erkennen und dafür zu zahlen bereit sind.

       Kostensenkungspotenziale heben
       Nicht für jede Bank bietet sich der Amazon-Weg an, der Weg zum kompetenten Pro-
       duktlieferanten, der dem Kunden ein herausragendes Banking-Erlebnis bietet. Auf der
       anderen Seite schlägt heute die Stunde der Spezialisten, die ihre Produkte über die
       Open-Banking-Plattformen des Everyday-Banking-Partners anbieten. Mit der Digitali-
       sierung öffnen sich ihnen neue Distributionskanäle und sie können Prozesskosten sen-
       ken.

       5
           https://www.it-finanzmagazin.de/psd2-das-girokonto-und-die-banken-schulterzucken-55253

10
Da sein, wo der Kunde ist
Intelligente virtuelle Assistenten lassen sich zudem in die gewohnte Kommunikations-
umgebung des Kunden wie etwa den Facebook Messenger oder WhatsApp integrie-
ren. Ob über Sprache gesteuert oder per Text-Chat: Wenn das Finanzinstitut auf diese
Weise die Kundenbeziehung intensiviert, verbessert das nicht nur die Customer Expe-
rience, sondern es trägt auch dazu bei, dass Angebote mitten im Leben des Kunden
platziert werden – genau dann, wenn sie für den Kunden relevant sind, mit entspre-
chend hoher Konversionswahrscheinlichkeit.

Die Digital Bank als Gatekeeper

• Girokonto                            • Private Altersvorsorge
• Geldanlagen                          • Versicherungsprodukte
• Baufinanzierung
• Weitere Kredite

                                                                                 11
Bionische Transformation
Hybride Ansätze für das Banking von morgen

Keine Frage: Online und Mobile Banking bieten Kunden einen hohen Komfort und er-
öffnen Banken ganz neue Umsatzpotenziale. Dennoch werden etablierte Banken ihren
Kunden weiterhin die freie Wahl lassen, über welchen Kanal sie mit ihrer Bank in Kon-
takt treten wollen. Die Boston Consulting Group spricht in diesem Zusammenhang von
einer „bionischen Transformation“6 und stellt fest, dass die Mitarbeiterzahl pro Fili-
ale im Vergleich zu 2015 um 3 % gesunken ist, während die Kundenzahl um 3 % ge-
stiegen ist.7

6
    The Boston Consulting Group: Global Retail Banking 2017: Accellerating Bionic Transformation. Juli 2017.
7
    https://www.it-finanzmagazin.de/bcg-studie-mensch-maschine-vernetzung-entscheidet-ueber-die-zukunft-des-privatkundengeschaefts-54715

12
„Die bionische Transformation – das effiziente, intelligente und kundenzentrierte Zusammenspiel
von persönlicher Beratung und digitalen Produkten und Services – ist […] entscheidend für den
langfristigen Erfolg auf dem Markt.“
Holger Sachse, Partner und Experte für Retail Banking, The Boston Consulting Group

                         In drei Bereichen, so die Unternehmensberatung, vollzieht sich die bionische Transfor-
                         mation8:

                         Customer Journey
                         Die Boston Consulting Group geht davon aus, dass sich mit digitalen Kundenschnitt-
                         stellen die Umsätze bis zu einem Fünftel steigern lassen. „Künstliche Intelligenz, Ro-
                         botik und andere digitale Serviceunterstützer können helfen, den Service effizienter
                         zu machen. Zugleich sollten die Kapazitäten von Customer Relationship Managern
                         erhöht werden. Durch schnellere Bearbeitungszeiten und präzisere Entscheidungs-
                         findung können die Kosten um 10 bis 25 % gesenkt werden“, heisst es in der Studie.

                         Filialnetz
                         Da das Filialnetz mehr als ein Viertel der Gesamtbetriebskosten ausmacht (25 bis
                         30 %), empfiehlt Boston Consulting, „vielfältige Filialformate“ zu schaffen: „Smarte
                         Datenanalysen helfen, Veränderungen im Kundenverhalten, im Produktmix und in der
                         Profitabilität vorherzusagen und so Standortwahl und -angebot optimal zu bestim-
                         men. Das verspricht Umsatzgewinne von 5 bis 15 % und ermöglicht Steigerungen der
                         Kundenzufriedenheit von 10 bis 15 %.“

                         Preisbildung
                         Online- und Offline-Services sollten miteinander vernetzt sein und ein organisches
                         Banking-Erlebnis bieten, das alle Kundenanforderungen abdeckt. Mit einer „wert-
                         orientierten Preisbildung“, so die Analysten, lässt sich die Kundenzufriedenheit erhö-
                         hen – der Umsatz kann über einen Zeitraum von einem halben bis zu einem Jahr um
                         bis zu 15 % zulegen.

                         8
                             Vgl. für die folgenden Punkte ebd.

                                                                                                            13
Kunden nutzen zunehmend digitale
und hybride Kanäle

                                         Die Zahl der digitalen und hybriden Kunden ist
                                         seit 2015 signifikant gestiegen

                                            %

                                         100

                                          80
                                                                                            Hybrid

                                          60

                                          40
                                                                                            Digital

                                          20

                                                                                            F2F (Face to Face)

                                           0
                                                   2015                            2017

            Quelle: BCG Retail Customer Survey unter 42.000 Befragten in 16 Ländern von Dezember 2016 bis Januar 2017
14
„Gerade in entwickelten Ländern und insbesondere in Deutschland müssen Retail-Banken
          jetzt handeln und massiv in den Ausbau von intelligenten Mensch-Maschine-Interaktionen
          investieren. Die smarte Vernetzung von neuen Finanzprodukten mit einer individuellen
          digitalen Kundenbetreuung wird zum eindeutigen Wettbewerbsvorteil im Privatkunden-
          geschäft.“
          Holger Sachse, Partner und Experte für Retail Banking, The Boston Consulting Group

                                     Hybride Kunden bilden in vielen Märkten die Mehrheit

                                     China 5 %             15 %                                         80 %

               Vereinigte Arabische Emirate         13 %          11 %                                   76 %

                                  Russland         7%               30 %                                        64 %

                                Kolumbien                   29 %              11 %                              60 %

                                   Spanien           16 %                  25 %                                  59 %

                                     Italien            20 %                  28 %                                 52 %

                                       USA           16 %                     34 %                                     51 %

                                    Kanada          13 %                      41 %                                      46 %

                                 Frankreich         13 %                          46 %                                    41 %

                                 Österreich        11 %                            51 %                                       38 %

                            Großbritannien          14 %                            47 %                                      38 %

                                     Japan                        38 %                           24 %                      38 %

                                    Belgien        7%                             56 %                                     38 %

                               Deutschland          13 %                           50 %                                       37 %

                                 Australien        8%                             55 %                                        36 %

                               Niederlande 6 %                                            76 %                                       18 %

                                               0                                                 50                                         100
                                                                                                                         Befragte in Prozent

                                                                                          F2F (Face to Face)            Digital        Hybrid

Quelle: BCG Retail Customer Survey unter 42.000 Befragten in 16 Ländern von Dezember 2016 bis Januar 2017

                                                                                                                                                  15
Intelligente Anlageberatung

       Nicht nur im Retail Banking, sondern auch in der Anlageberatung bietet die Digita-
       lisierung und die damit verbundene bionische Transformation grosse Potenziale. Im
       Januar 2018 tritt die Richtlinie MiFID II in Kraft, die Banken im EU- und EWR-Raum
       im Rahmen des Anlegerschutzes verpflichtet, vom Kunden telefonisch erteilte Aufträge
       aufzuzeichnen und diese Aufzeichnung auf Wunsch zur Verfügung zu stellen. Wirt-
       schaftlich umsetzen lässt sich MiFID II mit Artificial-Intelligence-Technologien (AI), die
       die gesprochene Sprache analysieren und semantisch korrekt transkribieren.

       Heute sind bereits Lösungen erhältlich, die nicht nur gesprochene Sprache verstehen,
       sondern als selbstlernende Systeme auch Dialekte, Fachsprachen und beispielsweise
       die Produktnamen eines Unternehmens erkennen. Die transkribierten Mitschnitte las-
       sen sich mit Schlüsselwörtern und Tags klassifizieren, um die riesigen Datenmengen aus
       den zahlreichen tagtäglich geführten Gesprächen handhabbar zu machen.

16
Wissensschatz für die Anlageberatung
Binnen Kurzem entsteht so ein riesiger Wissensschatz für ein am Kundenpotenzial
orientiertes Cross- und Upselling. Anhand der Schlagworte weiss der Relationship
Manager beispielsweise, welche Themen für einen bestimmten Kunden relevant sind,
und kann gezielt darauf eingehen. AI-gestützt lässt sich die Beratungsqualität so sys-
tematisch steigern.

                          1   0
                          0   1
                          1   0
                          0   1
                          1   0
                          0   1
                          1   0
                          0   1
                          1   0
                          0   1
                          1   0
                          0   1
                          1   0
                          0   1
                          1   0
                          0   1
                          1   0
                          0   1
                          1   0
                          0   1
                          1   0
                          0   1
                          1   0
                          0   1

                                                                                   17
Open Banking mit CREALOGIX

      Die Zukunft bietet den Banken vielfältige Möglichkeiten, sich zu positionieren,
      und sie sind gefordert, sich auf ihre je eigene Weise unverzicht- und unverwech-
      selbar zu machen. Dabei bildet eine offene Banking-Architektur die Basis sämt-
      licher Transformationsprozesse. Als Marktführer im Digital Banking mit über
      20 Jahren Erfahrung bietet CREALOGIX dazu eine ausgereifte offene und innova-
      tive technologische Grundlage.

      CREALOGIX Digital Banking Hub
      Der CREALOGIX Digital Banking Hub setzt auf einer API-basierten Architektur auf:
      Über Schnittstellen lassen sich Drittsysteme und Anwendungen problemlos integrieren
      und ebenso mühelos gelingt die Einbindung der Software in die Anwendungen von
      Partnern. Die offene API-Architektur genügt dabei höchsten Sicherheitsstandards und
      entspricht allen gültigen Regularien. Multibanking-Module bieten den Finanzinstituten
      einen grossen Gestaltungsspielraum: Sie können sowohl die Rolle des Account- und
      Datenaggregierers einnehmen als auch ihre Finanzprodukte über Partnerbanken, Fin-
      techs und branchenfremde Technologieunternehmen vertreiben.

18
Banking Services

Fintechs                                                                   Drittanbieter/Lifestyle

                                                            ub
                           CRE

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                                                                   Die offene und modulare
                                                                 Architektur für Open Banking

                         Nahtlose User Experience

                                       Kunden

           Wissen sammeln für die Customer Journey
           Über den CREALOGIX Digital Banking Hub können Banken Daten aus unterschiedli-
           chen Quellen sammeln und konsolidieren sowie das Wissen über ihre Kunden immer
           weiter verfeinern. Auf der Basis dieser Informationen gelingt es ihnen, die Customer
           Journey nach den Präferenzen und Anforderungen des einzelnen Kunden zu gestalten:
           über sämtliche Kanäle hinweg mit einer hervorragenden Benutzerführung. Dank einer
           grossen Bandbreite an Möglichkeiten, das User Interface zu gestalten, gelingt es, ein
           unverwechselbares, emotionales Banking-Erlebnis zu schaffen, das selbst anspruchs-
           vollsten Zielgruppen wie den Millennials gerecht wird, die die Bank als Bestandteil
           ihres alltäglichen digitalen Ökosystems wahrnehmen.

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