"This Tent Kills Fascists" - Norient

 
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"This Tent Kills Fascists" - Norient
«This Tent Kills Fascists» | norient.com                               3 Dec 2021 22:06:07

    «This Tent Kills Fascists»
    by Barbara Mürdter

    «This tent kills fascists» stand bei Occupy Oakland Ende
    2011 auf einem Zelt geschrieben, das als Symbol der
    Bewegung durch die Strassen getragen wurde. Dieser Slogan
    ist eine Reminiszenz an einen Vorkämpfer: an den politischen
    Protestsänger Woody Guthrie, der Anfang der 1940er auf
    seine Gitarre geschrieben hatte: «This machine kills
    fascists». Aber warum bringt die US-amerikanische
    Jugendkultur heute keine neuen Woody Guthries hervor? Bis
    in die 1970er gab es einen Soundtrack zu sozialen
    Bewegungen – wo ist der Soundtrack von Occupy? Aus dem
    Norient-Buch Out of the Absurdity of Life (hier bestellbar).
    Als die Occupy-Bewegung im vergangenen Jahr entstand, wurden in den USA
    Erinnerungen wach. Allerdings nicht an die letzte grosse linksorientierte
    Bewegung, die hunderttausende US-Amerikanerinnen und Amerikaner auf die
    Strasse brachte, die Anti-Nuklear-Bewegung der 1970er und 80er. Man fühlte

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    sich vor allem an die 1960er erinnert, an die Anti-Vietnamproteste, an die
    Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner. Tom Morello – Gitarrist der
    linksradikalen Rockband Rage Against the Machine und solo als
    Folkprotestsänger unter dem Namen The Nightwatchman unterwegs –
    begründete diese Assoziation damit, dass es damals mehr um eine reale
    Bedrohung des eigenen Lebens ging: junge Männer sollten in den Krieg
    ziehen, andere kämpften um ihr Recht, als gleichwertige Staatsbürger
    anerkannt zu werden. Heute steht eine ganze Generation gut ausgebildeter
    junger Menschen vor einer chancenlosen Zukunft.

    Der radikale Zeitgeist der 30er und 40er Jahre in den USA

    Tom Morello gab auf diversen Occupy-Demos ein Stelldichein und betätigte
    sich auch als politischer Kommentator. Mehr noch als auf die 60er referiert er
    dabei auf eine Zeit, die aufgrund der ökonomischen Lage der jetzigen noch
    ähnlicher war, aber im kollektiven Gedächtnis der US-Amerikaner verdrängt
    ist: die 1930er und frühen 40er Jahre, die Zeit der «Great Depression», der
    US-amerikanischen Ausformung der Weltwirtschaftskrise. Die weltweite
    Rezession, die Ende 2007 begann, ist die seither schwerste und wird deshalb
    auch die «Great Recession» genannt. Anfang der 30er waren bis zu 25% der
    US-Amerikaner arbeitslos. Der neu gewählte, bis heute symbolisch für eine
    soziale Politik stehende Präsident Franklin D. Roosevelt konnte die
    ökonomische und soziale Katastrophe nur mit einem radikalen, umfassenden
    Programm – dem New Deal – lindern, welcher die US-amerikanische
    Gesellschaft entscheidend veränderte. Roosevelt führte u.a. gleich zu Beginn
    seiner Amtszeit eine recht effektive verschärfte Bankenkontrolle ein
    (Emergency Banking Act), organisierte ein gewaltiges staatliches
    Arbeitsbeschaffungsprojekt (WPA), das auch Künstler/innen und
    Intellektuelle förderte, und führte ein landesweites staatliches
    Sozialversicherungssystem ein, was es bis dahin nur rudimentär auf Ebene
    der Bundesstaaten gegeben hatte.

    Mit dem so genannten «Wagner Act» (National Labor Relations Act) von
    1935, der die freie Wahl der gewerkschaftlichen Vertretung garantierte,
    ermöglichte die Roosevelt-Regierung die Herausbildung des radikalen
    Industriegewerkschafts-Dachverbands CIO (Congress of Industrial
    Organizations), der bald äusserst populär wurde und mächtige Streiks
    organisierte, die das ganze Land erschütterten. An vorderster Front waren die
    Kommunisten, die in grösseren Bevölkerungsteilen mehr Sympathien
    genossen als man heute glauben mag. Angesichts des sozialen Elends der
    Depression und vor Bekanntwerden der stalinistischen Verbrechen schien
    ihnen die Idee des Sozialismus, der gerade in der Sowjetunion entstanden
    war, eine ganz taugliche Alternative.

    An diesen radikalen Zeitgeist von damals, der den kämpferischen Willen zur
    wirklichen sozialen und ökonomischen Veränderungen in sich trug, versuchte
    Morello anzuknüpfen, als er von Occupy-Camp zu Occupy-Camp zog und den

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    Besetzern Songs auf der akustischen Gitarre vorspielte. Besonders einer war
    immer wieder zu hören: «This Land Is Your Land», ein Song, den alle aus der
    Schule kennen und der von der Linken bis zur Tea Party gern gesungen wird –
    eine alternative US-amerikanische Nationalhymne. Morello klärte seinen
    jungen Zuhörerinnen und Zuhörern aber über die politische Bedeutung des
    Songs – den er als «Zeitbombe des radikalen Protests» bezeichnete –auf und
    stiess politische Diskussionen an: «Als ich es [das Lied] zum ersten Mal in der
    3. Klasse lernte, war mir nicht klar, was für eine revolutionäre
    Klassenkampfhymne es war, weil sie alle Strophen herauszensiert hatten, die
    das zeigen würden.»

    One bright sunny morning in the shadow of the steeple
    By the Relief Office I saw my people –
    As they stood hungry, I stood there wondering if
    This land was made for you and me.
    […]
    Was a high wall there that tried to stop me
    A sign was painted said: Private Property,
    But on the back side it didn’t say nothing –
    This land is your land, this land is my land
    This land was made for you and me.

    In diesen Zeilen, die nicht in den Schulbüchern stehen, geht es um Menschen,
    die im reichsten Land der Welt in Suppenküchen anstehen müssen. Es greift
    sogar die Grundfesten der US-Gesellschaft an, indem es Privateigentum in
    Frage stellt. Keck stellt der Protagonist fest, dass die leere Rückseite eines
    Schildes, das ein Grundstück als Privatbesitz ausweist, doch eigentlich
    bedeute, dass der Rest des Landes dem ganzen Volk gehöre. Genauso ist
    auch der Refrain gemeint: «Dieses Land ist mein Land, dieses Land ist dein
    Land – dieses Land gehört uns allen.»

    Woody Guthrie, Bob Dylan und der politische Folk
    «This Land Is Your Land» hatte der Musiker Woody Guthrie im Februar 1940
    in einem billigen, kalten New Yorker Hotelzimmer geschrieben. Erst zwei
    Jahre zuvor waren dem damals 27-jährigen die Augen aufgegangen über das
    soziale Elend und die politische Ungerechtigkeit in seinem Land. Er war zu
    einem radikalen Protestsänger geworden, der sich als Stimme des einfachen
    Menschen sah: er sang für die Kommunistische Partei und die
    Gewerkschaften, über die Leiden des Volkes in der Wirtschaftskrise und über
    das Versagen der Politik und den Kampf für eine bessere Welt. Er wandte sich
    gegen ausbeuterische Bosse, verräterische Streikbrecher und klagte auch

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    Rassismus an in einer Zeit, als dieser noch relativ unhinterfragt von der
    weissen Bevölkerungsmehrheit zum «normalen» Alltag gehörte. Ebenso stritt
    er für die Gleichberechtigung von Frauen.

    Guthrie war zu seinen aktiven Zeiten bis Ende der 40er nur in kleinen Kreisen
    populär, wurde jedoch in den 50er Jahren zur Ikone der aufkeimenden
    Folkbewegung in New York. Nachdem sich die schlimmsten Zeiten des
    Antikommunismus unter Senator McCarthy und CIA-Chef J. Edgar Hoover
    dem Ende zuneigten, kamen die Folkies Anfang der 60er auch mit
    sozialkritischen und politischen Songs an die Oberfläche. Ihr grösster Star,
    Bob Dylan, berief sich zum Anfang seines Schaffens fast ausschliesslich auf
    Guthrie, sang gegen Atombomben, Kriegstreiber und unterstützte
    gemeinsam mit Joan Baez die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung, die
    zur grössten sozialen Bewegung der Zeit geworden war. Doch noch bevor er
    zum Entsetzen seiner puristischen Fans 1965 eine elektrische Gitarre auf die
    Bühne brachte, hatte er sich von der Sozialkritik verabschiedet. Andere
    übernahmen diese Aufgabe, besonders afroamerikanische Musiker wie die
    Last Poets, Gil Scott Heron oder später die politischen Rapper – mit anderen
    musikalischen Mitteln. Schon zuvor hatte der Soul die Gospelmusik als
    Soundtrack der Revolution abgelöst, der selten mit explizit politischen
    Texten, sondern vor allem mit neuen Ästhetiken arbeitete, die
    afroamerikanisches Selbstbewusstsein demonstrierten. Geklampft wurde
    immer weniger, und immer seltener mit direkter kritischer Aussage.

    Dass sich jetzt die Occupy-Bewegung so merkwürdig schwer tat mit einem
    eigenen Soundtrack, ist eigentlich nur Symptom eines schon länger
    bekannten Dilemmas: Immer wieder wurde in den letzten Jahren ein neuer
    Sound zum Protest gesucht. Zur Debatte standen genauso
    Klampfensängerinnen und -sänger wie wortloser Techno. Und nichts hat
    richtig funktioniert. Die Songs der wenigen populären politischen Bands wie
    System of a Down oder Rage Against the Machine eignen sich nicht zum
    Singen auf Protestmärschen, weshalb sich Morello auch wieder auf die
    Klampfe besann. Aber obwohl Guthrie und seine Zeitgenossen auf den
    Occupy-Demos eine kleine Renaissance erlebten – zumal am 14. Juli 2012
    Guthries 100. Geburtstag anstand – blieben ihre Songs kaum weniger als eine
    Fussnote: Zumeist ältere Musiker und Musikerinnen, ausserhalb der
    Popkultur positioniert, waren es, die sie wieder aus der Mottenkiste holten.
    Die iPod-Generation blieb aber merkwürdig stumm. Denn der klassische
    Protestsong ist ihnen fremd, ein Relikt einer anderen Zeit – sowohl in der
    Darbietungsform zur Klampfe, als auch in seiner direkten politischen Aussage
    oder sozialkritischen Anklage.

    Direkte Aussagen: unschuldig und banal?

    Und hier stellt sich dann auch die ästhetische Frage: Heute werden
    Botschaften und Geschichten über alle möglichen Medien vermittelt – früher
    war man es gewohnt, den Geschichten der Musikerinnen und Musiker zu

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    lauschen. Man saugte sie begierig auf wie heute ein Filmchen auf YouTube.
    Im Rocksong und in der elektronischen Musik arbeitet man meist nur noch –
    wenn überhaupt – mit assoziativen oder verkürzten Texten, selten mit einer
    offenen gesellschaftspolitischen Message. Zudem hat sich nach all den
    unschuldigen Kämpfen für ein besseres Leben im vergangenen Jahrhundert
    in den 1980er Jahren ein Zynismus eingeschlichen. Das gute, gerechte Leben
    für alle war doch nicht so schnell gekommen, wie man sich noch bis in die
    70er hinein erhofft hatte. So klingt heute jede direkte Botschaft ein wenig
    naiv. Der britische Sänger Billy Bragg stellte bei seiner Beschäftigung mit dem
    Werk Woody Guthries fest, dass dessen Arbeiten jeder Zynismus fehlt, der
    heute auch politisch Engagierten als völlig normal erscheint – zumindest im
    Popkultur-Kosmos. Verlorene Unschuld lässt sich bekanntlich nicht
    zurückholen.

    Hinzu kommt die Angst jener Musikerinnen und Musiker, die von ihrem
    künstlerischen Schaffen leben wollen, dass sie sich über politische Songs zu
    sehr festlegen und ihre Verkaufschancen einschränken. Selbst ein Superstar
    wie Bruce Springsteen hat sich erst spät, mit dem zweiten Irakkrieg, zu seinen
    politischen Neigungen bekannt, indem er Barack Obamas Wahlkampf
    unterstütze und mit Pete Seeger arbeitete – einem bekennenden
    Kommunisten und Weggefährten von Woody Guthrie. Springsteen hatte sich
    für das Konzert zur Amtseinführung von Obama Anfang 2009 von Seeger
    sogar überzeugen lassen, die Textzeilen aus «This Land is Your Land» zu
    singen, die das Privateigentum in Frage stellen – darauf hatte er zuvor
    verzichtet, möglicherweise, um seinen Wunschpräsidenten nicht in
    Schwierigkeiten zu bringen. In diesem Jahr erklärte er das Lied in einer
    Keynote-Rede zur Musikmesse SXSW zu dem vielleicht eingehendsten Song
    der US-Geschichte, das alle politischen Lager, alle Klassen, alle Ethnien und
    Glaubensansichten einige. Er spielte dazu kommentarlos ein paar Zeilen an:
    die fehlenden zu «Private Property».

    Gegen politische Radikalität und Klassenkampf

    Gegen die politische Aufmüpfigkeit der 30er und 40er, welche die USA fast in
    die Richtung Sozialismus brachte, gingen die Mächtigen auch schon vor
    Beginn des finstersten McCarthyismus rigoros vor. Als nach dem Krieg die
    mächtigen Arbeiterproteste wieder aufflammten (mit den politischen
    Sängern und Sängerinnen an vorderster Front), wurde 1947 der bis heute
    gültige Taft-Hartley-Act verabschiedet. Durch diesen Zusatz zu dem von
    Roosevelt 1935 eingeführten Gesetz wurden die Gewerkschaften von
    Kommunisten und anderen Radikalen «gesäubert». Sogar der dezidiert
    antikommunistische Präsident Truman sah darin eine Einschränkung der
    Meinungsfreiheit. Aber nicht nur der Antikommunismus, der innerhalb der
    USA bis in die frühen 60er zu massenhaften Quasi-Berufsverboten führte,
    veränderten den Zeitgeist. Mit dem Ende des 2. Weltkriegs, vor allem aber
    mit der Atombombe, hielt der Nihilismus in der Jugendkultur Einzug. Hipster
    und Beats lebten in den Tag hinein und kämpften nicht mehr für eine bessere

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    Zukunft, die jeden Tag durch einen dritten, finalen Weltkrieg ausgelöscht
    werden konnte. Zudem fiel die Masse des Volkes als Träger einer Bewegung
    weg, denn im Gegensatz zur Depressionszeit ging es ihnen jetzt gut –
    Konsum und sozialer Aufstieg waren angesagt, Sozialismus nur eine
    Bedrohung des neuen Wohlstandes.

    Das Thema Klassenkampf war vom Tisch. Im Kampf gegen Rassismus,
    Atomkraft und imperialistische Stellvertreterkriege, für Feminismus und
    Umweltschutz ist das System nie wieder als solches in Frage gestellt worden.
    Sozialismus und Kommunismus sind als zutiefst unamerikanisch im
    kollektiven Gedächtnis verankert, wodurch eigene sozialistische,
    anarchistische und kommunistische Traditionen verdrängt werden. Ein
    kleines Comeback erlebte das Thema Klassenkampf nun mit Occupy. Durch
    die Hintertür: Man stellte die 99% des Volkes gegen die 1%, die
    unverhältnismässig viel Besitz und Macht haben. Noch immer wehrt sich aber
    die breite Masse gegen den zutiefst verpönten Begriff «class war».

    DIY als politischer Widerstand

    Kritische Musiker und Musikerinnen besinnen sich mehr denn je auf Do It
    Yourself, sie nutzen die neuen technischen Möglichkeiten, schliessen sich im
    besten Fall in kleinen Communitys zusammen und arbeiten unter dem Radar.
    Manchmal einigt man sich auf politische Anliegen – so schlossen sich unter
    dem Namen «Sound Strike» auch bekanntere Bands und Musiker zusammen,
    die gegen die aus ihrer Sicht rassistischen neuen Einwanderungsgesetze in
    Arizona wandten. Möglicherweise war dies die grösste musikalische
    Protestaktion seit den «No Nukes»-Konzerten der späten 1970er, doch mit
    diesen im Umfang und Erhalt an medialer Aufmerksamkeit nicht im
    Geringsten vergleichbar. Es ist sicher kein Zufall, dass ausgerechnet in
    Portland, derzeit ein Mekka der DIY-Musik, ein Musiker als «Woody Guthrie
    der Occupy-Bewegung» ausgemacht wurde. Genauso wenig wie es Zufall ist,
    dass ihn keiner kennt: David Rovics. Der artikulierte linke Folksänger und
    Songschreiber, der von Amy Goodman als «musikalische Version von
    Democracy Now!» bezeichnet wurde, verfasste mit «Sing for Your Supper»
    einen DIY-Guide zur Selbstvermarktung als Musikerin oder Musiker. Aber
    anders als die meisten seiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter ist er nicht nur
    explizit politisch und gibt seine Musik neben dem Verkauf kostenlos zum
    Download frei, sondern fordert die Leute auch direkt auf, seine Songs auf den
    Demos zu singen.

    Er und vielen anderen Mitgliedern der DIY-Szene wollen gar nicht im Sinne
    des kapitalistischen Starsystems berühmt zu werden. Wie zu Woody Guthries
    Zeiten geht es ihnen um die Sache selbst und um ein glückliches Leben mit
    Gleichgesinnten jenseits des derzeitigen Systems, gepaart mit dem Wunsch
    nach einer menschlicheren Gesellschaft. Leute wie Rovics sind es auch, die
    von den Medien kaum bis gar nicht bemerkt in den Occupy-Camps und auf
    anderen Veranstaltungen immer wieder mit ihren Songs auftauchen, in ihren

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    eigenen Kreisen spielen, eingeladen werden und immer neue Menschen
    anregen. Der Haken daran ist, dass dies immer eine Nischenbewegung bleiben
    wird, die zwar eine Alternative zum Mainstream anbietet und wichtige Fragen
    stellt, aber ohne Massenbasis wohl kaum den Kampf gegen den militärisch-
    industriellen Komplex und dessen medialer, ökonomischer und politischer
    Macht aufnehmen kann.

    Dieser Text wurde zuerst publiziert im ersten Norient Buch «Out of the
    Absurdity of Life».

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    Out of the Absurdity of Life
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    Das erste Norient-Buch diskutiert Zeitfragen und Trends im globalisierten Musikschaffen
    zwischen Europa, Afrika, Lateinamerika, Asien und den USA.

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    → Published on December 04, 2014

    → Last updated on December 03, 2020

    Die Soziologin und Anglistin Barbara Mürdter beschäftigt sich seit längerem intensiv
    mit verschiedenen Aspekten der US-amerikanischen Kultur im 20. Jahrhundert. Als
    freie Journalistin schreibt sie vor allem zu Musikthemen, gestaltet Radiosendungen
    und betreibt die Website Popkontex.de.

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    Out of the Absurdity of
    Life

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