Umwelterklärung AN DEN STANDORTEN MITTERNDORF UND ST. ÄGIDI - Caritas Oberösterreich

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Umwelterklärung AN DEN STANDORTEN MITTERNDORF UND ST. ÄGIDI - Caritas Oberösterreich
Umwelterklärung
AN DEN STANDORTEN MITTERNDORF UND ST. ÄGIDI

Erstellt von Cornelia Osterberger, Martin Samhaber, Stefan Mittermaier, Helga Steininger,
Marco Wappler, Gerda Emmer, Karl Schneeberger (ehm. Lisa Schaufler, Karl Lauss)

Stand: November 2019

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                             Seite 0
Umwelterklärung AN DEN STANDORTEN MITTERNDORF UND ST. ÄGIDI - Caritas Oberösterreich
Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort der Leitung .......................................................................................................................... 2
2. Umweltleitbild Caritas OÖ ............................................................................................................... 3
3. Beschreibung Caritas invita ............................................................................................................ 4
   3.1 Beschreibung Wohnhaus Mitterndorf ............................................................................................ 5
   3.2 Beschreibung Pamingerhof ........................................................................................................... 5
5. Bisherige Aktivitäten im Umweltbereich........................................................................................ 6
   5.1 Bisherige Aktivitäten im Umweltbereich Mitterndorf ...................................................................... 6
   5.2 Bisherige Aktivitäten im Umweltbereich Pamingerhof ................................................................... 7
6. Umweltmanagementbeauftragte, Organigramm und Organisation .......................................... 8
   6.1 Organigramm Mitterndorf .............................................................................................................. 8
   6.2 Organigramm Pamingerhof ........................................................................................................... 9
   6.3 Aufgabenbeschreibung/Organisation Mitterndorf und Pamingerhof ........................................... 10
7. Umweltkennzahlen und Beschreibung........................................................................................ 12
   7.1 Umweltkennzahlen und Beschreibung Mitterndorf ...................................................................... 12
   7.2 Umweltkennzahlen und Beschreibung Pamingerhof .................................................................. 19
8. Portfolioanalyse (Bewertung der Umweltaspekte) .................................................................... 30
   8.1 Portfolioanalyse Mitterndorf ......................................................................................................... 30
   8.2 Portfolioanalyse Pamingerhof...................................................................................................... 31
9. Umweltprogramm 2016-2020 ....................................................................................................... 32
   9.1 Umweltprogramm Mitterndorf ...................................................................................................... 32
   9.2 Umweltprogramm Pamingerhof ................................................................................................... 33
Schlußworte ......................................................................................................................................... 35

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1. Vorwort der Leitung

Als Einrichtung, welche Menschen im Leben Unterstützung gibt, ist es uns wichtig, auch am
Umweltschutz aktiv mitzuarbeiten. Wir gehen davon aus, dass eine gesündere Umwelt
bessere Voraussetzungen für ein gutes und gesundes Leben bringt.

Dies wiederum unterstützt uns bei unserem eigentlichen Betreuungsauftrag.

Da die dafür zur Verfügung stehenden Ressourcen auch bei uns schonend und gezielt
einzusetzen sind, haben wir uns darauf geeinigt, beginnend nur zwei unserer Wohnhäuser bei
invita zertifizieren zu lassen.

Aus diesen beiden "Projektgruppen" wollen wir unsere Erfahrungen nutzen, um den Prozess
zu optimieren, um dann in Folge auch weitere Standorte auf diesen Standard bringen zu
können.

Für das Wohnhaus Mitterndorf konnten die Mitarbeiter Martin Samhaber und Stefan
Mittermaier als Umweltmanagementbeauftragte gewonnen werden. Für den Pamingerhof
konnte Hausleiterin Gerda Emmer als Umweltmanagementbeauftragte gewonnen werden.
Mitglieder im Umweltteam sind zudem Marco Wappler und Karl Schneeberger.

                                                                      August Hinterberger
                                                                     Leitung Caritas invita

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2. Umweltleitbild Caritas OÖ

        Entscheidend ist es, ganzheitliche Lösungen zu suchen, welche die Wechselwirkungen
           der Natursysteme untereinander und mit den Sozialsystemen berücksichtigen. Es
           gibt nicht zwei Krisen nebeneinander, eine der Umwelt und eine der Gesellschaft,
          sondern eine einzige und komplexe sozio-ökologische Krise. Die Wege zur Lösung
                erfordern einen ganzheitlichen Zugang, um die Armut zu bekämpfen, den
           Ausgeschlossenen ihre Würde zurückzugeben und sich zugleich um die Natur zu
                   kümmern. (Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus, Juni 2015)

        Wir setzen uns für ein ökologisch, sozial sowie marktwirtschaftlich nachhaltiges
         Wirtschaftssystem ein.
        Wir achten im Einkauf auf eine regionale, ökologische, faire und soziale
         Wertschöpfungskette           von     der     Produktion       bis      zum   Endverbraucher/zur
         Endverbraucherin.
        Wir führen in unseren Einrichtungen einen Umweltmanagementprozess ein und
         arbeiten an der kontinuierlichen Verbesserung unserer Umweltauswirkungen. Absolute
         Mindestanforderung ist die gesetzlichen Normen einzuhalten.
        Bei unseren Dienstfahrten geben wir wo immer möglich dem öffentlichen Verkehr den
         Vorzug und setzen Maßnahmen, um diesen Anteil zu steigern. Wir ermutigen unsere
         MitarbeiterInnen, öffentlich, per Rad oder zu Fuß in die Arbeit zu fahren.
        Interne und öffentliche Veranstaltungen folgen dem Caritas OÖ-FairJubeln-Leitfaden.
        Wir kommunizieren unser ökologisches Handeln nach innen und außen in jenen
         Feldern, wo uns Umsetzungsschritte gelungen sind, und ermutigen, selbst aktiv zu
         werden.
        Wir entwickeln Messinstrumente, die unser Handeln auch nachvollziehbar machen.

Nachhaltigkeit heißt für die Caritas in Oberösterreich ökologische, soziale und wirtschaftliche
zukunftsfähige Entwicklung. Der Konsum nachhaltig produzierter Lebensmittel, die Nutzung
von erneuerbaren Energien oder die Verwendung von Produkten aus öko-fairen
Produktionsverhältnissen tragen dazu bei, den globalen Hunger zu vermeiden und
entsprechen daher dem Handeln, das es in einer sozialen und gerechten Welt braucht1.

1
 Siehe Umweltleitbild der Caritas in Oberösterreich, Quelle: Caritas MA Portal
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3. Beschreibung Caritas invita

Der Begriff „invita“ kann aus dem Lateinischen von zwei Wortstämmen abgeleitet werden.
Einerseits von „invito“, das „ich lade ein“ und von „in vita“, das „im Leben“ bedeutet.

Diese beiden Bedeutungen drücken sehr schön die Kernaufgaben der Arbeit von invita aus
und spiegeln sich auch in den Leitsätzen von invita wider2.

                               „INVITA: Wir laden Menschen ins Leben ein, Menschen die sonst
                            nicht mehr eingeladen werden, bzw. viele Stationen des Ausladens,
                                   des Abbrechens, des Nicht-Mehr-Duldens hinter sich haben3.“

invita ist eine Einrichtung der Caritas für Menschen mit Behinderungen und bietet an mehreren
Standorten     in   ganz     Oberösterreich      vollbetreute   und   teilbetreute   Wohnformen,
fähigkeitsorientierte Aktivität und mobile Betreuung an. Die Einrichtung besteht seit 1997 und
wird von August Hinterberger geleitet.

Die vollbetreuten Wohnformen bieten Menschen (diese Personen werden nachstehend als
BewohnerInnen       bezeichnet),    die   an    verschiedenen    psychischen    Krankheiten     und
Beeinträchtigungen leiden und somit einen erhöhten Pflegebedarf haben, eine rund um die
Uhr Betreuung. In der Teilbetreuung finden Menschen, die keine 24-Stunden Betreuung
benötigen, jedoch trotzdem einen Betreuungsbedarf haben, eine Wohnform.

Die Fähigkeitsorientierte Aktivität bietet sowohl BewohnerInnen von invita als auch anderen
Menschen mit psychischer Beeinträchtigung (diese Personen werden nachstehend als
KundInnen bezeichnet) aus der Region eine Möglichkeit zur Mitarbeit in verschiedenen
Arbeitsbereichen.

Insgesamt werden derzeit (in allen Betreuungsformen gesamt) rund 330 KundInnen von rund
320 MitarbeiterInnen in Oberösterreich betreut und begleitet.

2
 vgl. Internes Dokument „invita heißt…“ (2009)
3
 vgl. Internes Dokument „invita heißt…“ (2009)
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3.1 Beschreibung Wohnhaus Mitterndorf

Das Wohnhaus Mitterndorf war eine alte Volksschule. Das Gebäude wurde 2007 renoviert und
barrierefrei umgestaltet. Das Haus liegt inmitten einer ländlichen Gegend, die viel Natur und
Ruhe verspricht.

In Mitterndorf haben acht Menschen mit unterschiedlichen psychischen Krankheitsbildern ein
neues Zuhause gefunden. Sie werden dabei von 12-15 MitarbeiterInnen (acht – neun
Personaleinheiten) rund um die Uhr betreut. Individuelle Betreuung sowie Unterstützung und
Begleitung in schwierigen Lebenssituationen und Krisen sind die Schlüsselaufgaben in dieser
Wohngruppe. Die Wohngruppe, die auch Pinu „ich bin ich“ genannt wird, bietet eine familiäre
Gemeinschaft, in der jede/r seine/ihre Stärken und persönlichen Ressourcen ausleben kann.

                                  Bild: Ansichten Wohnhaus Mitterndorf

3.2 Beschreibung Pamingerhof
Der Pamingerhof ist ein biologisch geführter Bauernhof, der 1997 renoviert und nun als Wohn-
und Tagesstruktureinrichtung genutzt wird. Seit Juli 2018 befindet sich der Pamingerhof im
Umbau und es entstand ein großer Zubau. Vor allem die Wohnungen der BewohnerInnen
wurden an die aktuellen Größenstandards angepasst und auf Barriere-freiheit geachtet.

Neben 17 vollbetreuten Wohnplätzen bietet der Pamingerhof 24 Plätze mit unterschiedlichsten
Angeboten der Fähigkeitsorientierten Aktivität (FA) für Menschen mit verschiedenen
psychischen Erkrankungen.

Durch das Leben mit und in der Natur und durch die Unterstützung der BetreuerInnen können
Schritte zur Gesundung erreicht werden.

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Bild: Ansicht Pamingerhof

5. Bisherige Aktivitäten im Umweltbereich

Das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit umweltrelevanten Ressourcen
und die Umsetzung in einigen Bereichen gibt es an beiden Standorten bereits seit der
Eröffnung.

5.1 Bisherige Aktivitäten im Umweltbereich Mitterndorf
Elektrische Energie:

Kaputte Leuchtmittel wurden auf LED Leuchtmittel getauscht.

Abfall:

Laufende Mülltrennung sowie leere Toner werden in Engelhartszell gesammelt und dann an
den Lieferanten zum Recycling zurück geschickt.

Papier:

Ab 2019 wurde das Kopier- und Druckpapier bei Caritas für Menschen mit Behinderungen
invita auf 100% Recycling-Papier umgestellt.

Sicherheit:

Alle zwei Jahre findet eine Begehung des Hauses durch den AN Schutz Verantwortlichen statt.
Die Protokolle liegen im AN-SCHUTZ Ordner auf.

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5.2 Bisherige Aktivitäten im Umweltbereich Pamingerhof
Elektrische Energie

Kaputte Leuchtmittel wurden auf LED Leuchtmittel ausgetauscht (ca. 50% sind bereits
getauscht).    Bei Neuanschaffung         von   elektronischen Geräten     wird   sehr   auf     den
Energieverbrauch geachtet. Seit Ende August 2015 wird das Faxgerät im Büro der
Fähigkeitsorientierten Aktivität am Wochenende ausgeschaltet. Die Computer werden ohnehin
jeden Tag am Abend ausgeschaltet. Teilweise sind im Haus abschaltbare Stromsteckleisten
vorhanden und werden auch verwendet.

Abfall

Laufende Mülltrennung, organische Abfälle werden selber kompostiert und der Mist der Tiere
wird als Dünger für die Felder/Wiesen/Gärten verwendet.

Weiters wird in großen Gebinden und bei regionalen Lieferanten eingekauft, das spart oft die
Verpackung und somit wird Abfall von vornherein vermieden.

Leere Toner werden in Engelhartszell gesammelt und dann an den Lieferanten zum Recycling
zurück geschickt.

Wasser

Zur   Gartenbewässerung        wird   das    Regenwasser      /   Brauchwasser    verwendet.     Die
Toilettenspülungen werden ebenfalls mit dem Brauchwasser versorgt.

Sicherheit

Alle zwei Jahre findet eine Begehung des Hauses durch den AN Schutz Verantwortlichen statt.
Die Protokolle liegen im AN-SCHUTZ Ordner auf. Speziell in den Werkstätten des
Pamingerhofes gibt es immer wieder spezielle Maschinen-/Sicherheitsunterweisungen,
Geräteeinschulungen, Traktorunterweisung, usw. Die Dokumente dazu befinden sich im
Ordner Maschinenunterweisungen im Büro der Fähigkeitsorientierten Aktivität.

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6. Umweltmanagementbeauftragte, Organigramm und Organisation
6.1 Organigramm Mitterndorf Mitterndorf
Umweltmanagementbeauftragte und gleichzeitig das Umweltteam bilden Martin Samhaber und Stefan Mittermaier für das Wohnhaus Mitterndorf.

Die Hausleitung Helga Steininger ist für die komplette Organisation in allen Belangen vor Ort zuständig.

                                               Umweltmanagement-
                                               beauftragte Mitterndorf
                                                                                        Organisation /
                                                                                        Kennzahlen
                                                                                        (invita Zentrale)

          Mitarbeiter/innen             Hausleitung                      AN-Schutz             Brandschutz
          Umweltteam                    Mitterndorf                      Beauftragter          Beauftragter
                        - Elektrische             - Gebäude/Fläche
                        Energie                   - Mitarbeiter/Kunden
                        - Wasser                  - Reinigung
                        - Verkehr
                        - Abfall

              Zuständige/r
              Mitarbeiter/in
                Heizung

               Zuständige/r
             Mitarbeiter/innen
            für Küche/Einkauf
                                                                                                              Bild: Team Mitterndorf

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6.2 Organigramm Pamingerhof
Der Aufbau der Zuständigkeiten des Pamingerhofs stellt sich wie folgt dar. Umweltmanagementbeauftragte und gleichzeitig Hausleiterin ist Emmer
Gerda. Mitarbeiter des Umweltteams sind Wappler Marco (Mitarbeiter Umweltteam Wohnen) und Lauss Karl, Vertretung Schneeberger Karl
(Mitarbeiter Umweltteam FA).

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6.3 Aufgabenbeschreibung/Organisation Mitterndorf und Pamingerhof
In der folgenden Tabelle sind die Aufgabengebiete der relevanten Personen / MitarbeiterInnen
aus beiden Standorten näher erläutert.

 Aufgaben                       Beschreibung

 MitarbeiterInnen               Erfassung der Kennzahlen 1 mal jährlich (bis November)

 KundInnen                      Erfassung der Kennzahlen 1 mal jährlich (bis November)

 Gebäude                        jährliche Begehung (Brandschutz, Instandhaltung) durch die
                                Beauftragten
 Fläche                         -

 Wärmeenergie                   lfd. Wartung, Zählerstand ablesen, Erfassung der Kennzahlen 1 mal
                                jährlich (bis November Folgejahr)
 Elektrische Energie            lfd. Wartung, Zählerstand ablesen, Erfassung der Kennzahlen 1 mal
                                jährlich (bis November Folgejahr)
 Wasser                         Wasserverbrauch ablesen, Wasser testen lassen, Erfassung der
                                Kennzahlen 1 mal jährlich (bis November Folgejahr)
 Papier                         nicht relevant

 Verkehr                        Wartung KFZ, KM Erfassung (1x Monat), Erfassung der Kennzahlen
                                1 mal jährlich (bis November)
 Abfall                         Kontrolle der Abfallströme (Mülltrennung, etc.) und Dokumentation,
                                Erfassung der Kennzahlen 1 mal jährlich (bis November Folgejahr)
 Küche                          Führung der Küche, Kontrolle der Waren, Hygienemaßnahmen,
                                Reinigung, etc.
 Reinigung                      Führung Gefahrstoff-Kataster, Sammlung Sicherheitsdatenblätter

 AN Schutz                      alle 2 Jahre Begehung AN SCHUTZ durch Beauftragten und Dr.
                                Gallistl
 Brandschutz                    jährliche Begehung, etc.

 Umweltmgmtbeauftragte          Treffen 2 mal jährlich, kontinuierliches Verbesserungsmanagement

 Organisation                   Einforderung Kennzahlen, Einberufung Sitzungen,
                                Datenzusammenführung, Teilnahme am 2 mal jährlichen Treffen der
                                Umweltmanagementbeauftragten, etc.

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Folgender Jahreskreislauf soll die Abläufe der Teams/der MitarbeiterInnen über das Jahr
verteilt hinsichtlich EMAS darstellen.

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                                              März 2019              besprechung
                                                                     Thema EMAS
                                           Teambesprechung
                                             Thema EMAS

                                                                      August bis Oktober
              Dezember 2019
                                                                            2019
               Management
              Review (1 Seite)                 EMAS                      Kennzahlen
                                                                          erstellen
                                           Jahreskreislauf
                                                2019

 BewohnerInnen-
 besprechung
 Thema EMAS
                         November 2019                        September 2019
                          internes Audit                      Teambesprechung
                             (jährlich)                         Themas EMAS

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7. Umweltkennzahlen und Beschreibung

Zur   Berechnung       der   Kennzahlen      wurde      für    beide     Standorte    die     Anzahl      der
BewohnerInnen/KundInnen herangezogen, da diese dauerhaft an den beiden Standorten
leben/arbeiten. Die MitarbeiterInnen können als Gäste gesehen werden. Der Hauptverbrauch

jeglicher Ressourcen findet ebenfalls hauptsächlich durch die BewohnerInnen/KundInnen statt
und stellt daher die beste Bezugsgröße dar.

7.1 Umweltkennzahlen und Beschreibung Mitterndorf
Nr.    Kennzahl                                Einheit        Jahr: 2015 Jahr: 2016 Jahr: 2017 Jahr:
                                                                                               2018
               Einrichtungskennzahlen
1      BewohnerInnen                           Anzahl             8,00         8,00            8,00             8,00
       MitarbeiterInnen                        PE                 9,45         9,18            9,34             9,23
2      Flächen
2.1    Grundstück                              m²                1.863        1.863           1.863         1.863
2.2    davon: versiegelte Fläche               m²                  810          810             810           810
2.3    Beheizbare Nutzfläche                   m²                  645          645             645           645
                   Umweltkennzahlen
3      Wärmeenergie
3.1    Energieverbrauch gesamt                 kWh              88.886       89.082          88.690      114.346
3.2    davon aus regenerativen                 kWh              88.886       89.082          88.690      114.346
       Energiequellen
3.3    witterungsbereinigter                   kWh             104.674      102.515          91.892      132.435
       Energieverbrauch (Ges.-Verbr. /
       Klimafaktor)
3.4    bereinigter Verbrauch/Fläche            kWh/m²              162         159              142           205
3.5    bereinigter Verbrauch/Bewohner          kWh/Bew          13.084       12.814          11.486        16.554
4      Elektrische Energie
4.1    Verbrauch gesamt                        kWh              16.544       15.221          17.047        18.144
4.2    davon aus regenerativen                 kWh              16.544       15.221          17.047        18.144
       Energiequellen
4.3    Verbrauch/Fläche                        kWh/m²              26           24              26            28
4.4    Verbrauch/Bewohner                      kWh/Bew           2.068       1.903            2.131        2.268
5      Gesamtenergieverbrauch                  kwh             105.430      104.303         105.737      132.491
5.1    Energieeffizienz                        kWh/Bew          13.179       13.038          13.217       16.561
       (Gesamtenergieverbrauch/Bewohner)
5.2    Anteil regenerativer Energien           %                  100%         100%            100%              100%
6      Wasser
6.1    Verbrauch gesamt                        m³                  700         648             720               615
6.2    Verbrauch/Bewohner                      m³/Bew              88           81             90                 77
7      Papier
7.1    Verbrauch gesamt                        kg                  140         144             110                23
7.2    Anteile
7.3    Verbrauch/Bewohner                      kg                  18           18              14                 3
7.4    Anteil Frischfaser-Papier               %                   27           24              20                -
7.5    Anteil Recycling                        %                   73           76              80               100
8      Verkehr
Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                                             Seite 12
8.1     Dienstreisen gesamt                       km              25.850        25.652           24.591            24.261
8.2     Anteile
8.2.1   Straßenverkehr                            %                  100           100              100               100
8.3     Dienstreisen/Bewohner                     km/Bew           3.231         3.207            3.074             3.033
8.3.1   PKW-Fahrten                               %                  100           100              100               100
9       Abfall
9.1     Abfall gesamt                             t                 1,87           1,99             1,95             1,87
9.2     Anteile
9.2.1   Restmüll (Entsorgung)                     t                 0,31           0,31             0,86             0,31
9.2.2   Papier                                    t                 0,58           0,58             0,58             0,58
9.2.3   Kunststoffe                               t                 0,16           0,16             0,16             0,16
9.2.4   Biomüll                                   t                 0,83           0,95             0,36             0,83
9.2.5   gefährliche Abfälle                       t                     nur in geringen Mengen (Batterien, etc.)
9.3     Abfall/Bewohner                           t/Bew             0,23           0,25             0,24             0,23
10      Versiegelte Fläche
        (als Indikator für Artenvielfalt)
10.1 Versiegelte Fläche / Bewohner                m²/Bew             101           101              101               101
10.2 Versiegelte Fläche / Gesamtfläche            %                   44%           44%              44%               44%
11   CO2
11.1    Emissionen aus Wärme                      t                  3,4            3,4             3,4               4,4
11.2    Emissionen aus Strom                      t                  0,4            0,2             0,3               0,3
11.3    Emissionen aus Dienstreisen               t                  4,5            4,5             4,3               4,2
11.4    Emissionen gesamt                         t                  8,4            8,2             8,0               9,0
11.5    Emissionen gesamt / Bewohner              t/Bew              1,0            1,0             1,0               1,1

* Alle Angaben zu den CO2-Berechnungen wurden von der Homepage des Umweltbundesamt entnommen. Für
die CO2-Berechnung der Dienstreisen wurden die CO2 Werte aus den Typenscheinen verwendet. Ziel ist es in
Zukunft den Treibstoffverbrauch zu erheben und über diesen dann die CO 2-Berechnungen vorzunehmen. Das
war zum jetzigen Zeitpunkt, auf Grund fehlender Aufzeichnungen diesbezüglich, nicht möglich.

MitarbeiterInnen / BewohnerInnen
Im Wohnhaus Mitterndorf leben ganzjährig 8 Personen mit psychischen Erkrankungen. Diese
werden im Haus Mitterndorf BewohnerInnen genannt und werden rund um die Uhr von rund
8-10 Personaleinheiten (12 – 15 MitarbeiterInnen) betreut.

Fläche
Das Wohnhaus Mitterndorf befindet sich in einem Wohngebiet (Wasserschutzgebiet) und war
früher die Schule der Gemeinde. Zum Wohnhaus (471,97 m²) gehören 1863 m² Grundstück,
wobei sich zusätzlich 165m² versiegelte Fläche (Parkplätze, Vorplatz) darstellen. Der 173,45
m² große Turnsaal stellt zusätzlich eine beheizte Fläche dar.

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                                                  Seite 13
Wärmeenergie
Energieträger für die Heizung sind Pellets. Die Heizanlage (2 Öfen) befindet sich im Keller des
Wohnhauses. Das Fabrikat ist ein Ökofen Pellematik 32, Baujahr 2006 mit einer Leistung von
32 KW. Im Wohnhaus befinden sich 32 (teilweise alte) Heizkörper, welche nicht gut regelbar
sind. Der witterungsbereinigte Verbrauch ist 2017 gegenüber 2015 und 2016 gesunken, was
auf einen wärmeren Winter mit weniger Heizgradtage zurückgeführt werden kann. Im Jahr
2018 ist die witterungsbedingte Wärmemenge allerdings wieder angestiegen. Dies ist darauf
einerseits darauf zurückzuführen, dass der März 2018 sehr kalt war und im Zuge dessen das
fast leere Pelletslager aufgefüllt wurde. Der erhöhte Verbrauch 2018 ist somit auf einen
erhöhten Zukauf von Pellets zurückzuführen.
            kWh

                                 Wärmemenge witterungsbereinigt

        140.000
        130.000
        120.000
        110.000
        100.000
         90.000
         80.000
         70.000
         60.000
         50.000
         40.000
         30.000
         20.000
         10.000
             -
                        Jahr: 2015         Jahr: 2016         Jahr: 2017   Jahr: 2018

Elektrische Energie
Im Turnsaal finden jährlich ca. 10 externe Veranstaltungen statt – der Strom wird allerdings
nicht separat dafür abgerechnet, sondern fließt in die eigenen Kennzahlen mit ein (wurde im
Kaufvertrag so vereinbart). Bei den Veranstaltungen werden große Gastronomie-
Kühlschränke eingesetzt und natürlich auch Leuchtmittel und Musikanlagen. Der Rückgang
der elktrischen Engergie 2016 kann auf die Montage der abschaltbaren Stromsteckleisten, die
Montage der Leuchtkörper zurückgeführt werden. Die Erhöhung der elektrischen Energie im
Jahr 2017 begründet sich darin, dass es 2017 mehrere Gemeindeveranstaltungen gab, die
den Saal im Wohnhaus Mitterndorf für Veranstaltungen nutzen und dafür Starkstrom
benötigen. Eine Erhöhung oder Senkung bei der elektrischen Energie geht auch immer mit
den jeweiligen BewohnerInnenverhalten einher. Wenn bestimmte BewohnerInnen einen
höheren Lichtbedarf (Licht muss über Nacht angeschaltet bleiben) haben oder mehr Wäsche
zu waschen ist, dann wirkt sich dies auf die Kennzahlen aus, so ist auch der erhöhte Bedarf
an elektrischer Energie im Jahr 2017 darauf zurückzuführen. Die Heizperiode 2018 und 2019
(Oktober 2018 – April, Mail 2019) war sehr lange. Das schlägt sich auch im Stromverbrauch
2018 nieder. Aber hauptsächlich verantwortlich für den hohen Stromverbrauch ist ein

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                               Seite 14
Baustellencontainer der für einen Kunden von 10.07.2018 – 19.02.2019 als Wohnraum
umfunktioniert wurde. Dieser Baustellencontainer wurde an den Starkstrom angeschlossen
und damit die Klimaanalge, die Heizung und der Fernseher betrieben. Da der Container kaum
Isolierung vor Wärme und Kälte bietet, war die Klimaanlage und Heizung auch entsprechend
oft in Betrieb.
            kWh

                                         Elektrische Energie

         19.000

         18.000

         17.000

         16.000

         15.000

         14.000

         13.000
                        Jahr: 2015        Jahr: 2016          Jahr: 2017   Jahr: 2018

Wasser
Auf dem Grundstück befindet sich ein Brunnen, mit welchem die gesamte Wasserversorgung
abgedeckt wird.

Im Jahr 2014 gab es im Haus einen Wasserrohrbruch. Dieser könnte eventuell eine Erklärung
für den hohen Wasserverbrauch sein. Da das Haus Mitterndorf ein Wohnhaus ist, wird Wasser
vor allem zum Duschen, für die Toiletten, zum Kochen, Wäsche waschen, Putzen, Trinken etc.
gebraucht. Für den nochmal höheren Wasserverbrauch im Jahr 2015 gibt es bis jetzt noch
keine Erklärung. Im Jahr 2016 liegt der Wasserverbrauch wieder unter bei 700 m3 . 2017 wurde
für die KundInnen mehr Wasser benötigt. Es war notwendig mehr Wäsche zu Wasche und
auch in der Pflege war mehr Wasser notwendig. Auf Grund von persönlichen
BewohnerInnenbedürfnisse wurde auch mehr gebadet anstatt geduscht. Vereinzelt sind auch
die Klospülung in den BewohnerInnenzimmern hängen geblieben und diesem Sachverhalt
konnte nicht immer rechtzeitig entgegengewirkt werden. Im Jahr 2018 konnte der
Wasserverbrauch wieder erheblich reduziert werden, da sich das Problem mit den
hängengebliebenen Klospülungen, dank aufmerksamer Beobachtung im Team, im Jahr 2018
nicht wiederholt hat.

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                               Seite 15
m³
                                      Wasserverbrauch gesamt
          800

          700

          600

          500
                      Jahr: 2015         Jahr: 2016           Jahr: 2017   Jahr: 2018

Papier
Der Papierverbrauch im Haus Mitterndorf beschränkt sich von 2015 - 2017 auf WC-Papier,
Einmalhandtücher für die MitarbeiterInnen und Druck- sowie Kopierpapier*. Bis auf das Druck-
und Kopierpapier handelt es sich dabei um Recycling Papier. Es werden keine Drucksorten /
Broschüren verwendet. Der Papierverbrauch ist 2016 gegenüber zum Vorjahr um 4 kg
gestiegen, was auf einen erhöhten Verbrauch von WC-Papier zurückzuführen ist. 2017 ist der
Verbrauch von Papier zurückgegangen. Zurückzuführen ist das auf eine erhebliche Reduktion
beim Verbrauch an WC-Papier. Bis 2016 waren es noch über 70 kg im Jahr und im Jahr 2017
waren es 42 kg. Auch der Verbrauch an Druck- und Kopierpapier ist 2017 zurückgegangen,
was auf einen bewussteren Umgang bei Ausdrucken und bei der Papierverwertung
zurückzuführen ist. 2018 wurde bei invita von Frischfaserpapier auf 100% Recycling beim
Druck- und Kopierpapier umgestellt. Der erhebliche Rückgang beim Papierverbrauch 2018
begründet sich in der Erhebung von nur mehr Drucker- und Kopierpapier*.
           kg

                                         Papierverbrauch
          160
          150
          140
          130
          120
          110
          100
           90
           80
           70
           60
           50
           40
           30
           20
           10
           -
                      Jahr: 2015        Jahr: 2016            Jahr: 2017   Jahr: 2018

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                               Seite 16
* Der Verbrauch von Druck- und Kopierpapier wurde ab 2016 über die Abrechnung der Kopien von Konica Minolta
erhoben, da die Erfassung des Verbrauchs über die Büromittelliste von 2016 – 2018 keine validen Ergebnisse zu.

**Auf Anraten von Dr. Kanzian beim Zwischen-Audit 2018, soll die Erhebung im Bereich Papier an den Pamingerhof
angelehnt werden. Daher wird ab 2018 nur mehr Druck- und Kopierpapier in die Berechnung ausgenommen.
Allerdings wird beim WC-Papier und den Einmalhandtüchern weiterhin Recycling Papier verwendet.

Verkehr
Im Haus Mitterndorf gibt es ein Dienstauto für die MitarbeiterInnen und BewohnerInnen
gemeinsam. Dies ist ein Auto mit 9 Sitzen. Damit werden Einkäufe erledigt, es wird zu
Veranstaltungen mit den BewohnerInnen gefahren, Ausflüge werden unternommen,
Weiterbildungen besucht, Arztbesuche erledigt, etc. Wenn es nicht möglich ist mit einem
Dienstauto zu fahren, dann wird auch teilweise mit den Privatautos gefahren (Abgeltung mit
dem amtlichen Kilometergeld).

Die Dienstreisen-KM setzen sich aus den Fahrten mit dem Dienstauto und vereinzelten
Fahrten mit den Privatautos der MitarbeiterInnen für dienstliche Zwecke zusammen.

Mit öffentlichen Verkehrsmittel ist das Wohnhaus Mitterndorf nicht zu erreichen. Alle
MitarbeiterInnen kommen mit Privat-PKWs zur Arbeit.

Weiteres gibt es den sogenannten Shuttle-Dienst für die BewohnerInnen (durch externe Firma
Intefa), welche die BewohnerInnen vom Wohnhaus Mitterndorf zur Arbeit z.B. nach St. Aegidi
/ nach Engelhartszell (und retour) bringt. Mit dem Shuttle-Dienst wird zudem gleichzeitig die
interne Hauspost zwischen den Standorten im Umkreis mitgenommen. Eine Erhebung der
tatsächlich für die BewohnerInnen von Mitterndorf gefahrenen Kilometer ist derzeit aufgrund
von ständigem Routenwechsel noch nicht möglich. Die Erhebung des motorisierten
Pendlerverkehrs wurde nicht durchgeführt. Da der motorisierte Pendlerverkehr eine nicht
beeinflussbare Größe darstellt. Seit 2014 sind die Dienstreisen mit dem Dienstauto sukzessiv
gesunken. Dieser sukzessive Rückgang bis 2018 kann auf einen bewussteren Umgang bei
den Dienstfahren zurückgeführt werden. So werden bewusst Fahrten zusammengelegt. Auch
beim BewohnerInnenurlaub wurden kürzere Distanzen gefahren.

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                                             Seite 17
km
                                           Dienstreisen
         26.000

         25.500

         25.000

         24.500

         24.000

         23.500

         23.000
                             Jahr: 2015    Jahr: 2016          Jahr: 2017    Jahr: 2018

Abfall
Für Restmüll (90 Liter) und Papiermüll (240 Liter) gibt es jeweils zwei Tonnen. Für Restmüll
werden zusätzlich Müllsäcke, aufgrund der Inkontinenzversorgung eines Bewohners,
gebraucht. Dieser verzog jedoch Anfang 2015 in ein Seniorenwohnheim, weshalb der Restmüll
seither erheblich gesunken ist.

Für Plastikmüll gibt es gelbe Säcke, und für Biomüll gibt es Biosäcke.

Die Entsorgung erfolgt einerseits durch regelmäßige Abholung des Mülls durch die Gemeinde,
andererseits findet Entsorgung auch durch die MitarbeiterInnen/BewohnerInnen direkt im
Altstoffsammelzentrum statt. Auch beim Abfall konnte 2017 gegenüber von 2016 ein leichter
Rückgang verzeichnet werden. Insbesondere ist hier der Biomüll zurückgegangen, wogegen
beim Restmüll eine Erhöhung festzustellen ist. 2018 sinkt das Abfallaufkommen weiter.
Entgegen 2017 ist der Restabfall 2018 erheblich zurückgegangen und der Biomüll gestiegen.
                t bzw. m³

                                          Abfallaufkommen
         2,00
         1,98
         1,96
         1,94
         1,92
         1,90
         1,88
         1,86
         1,84
         1,82
         1,80
                            Jahr: 2015    Jahr: 2016          Jahr: 2017    Jahr: 2018

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                                 Seite 18
Einkauf / Beschaffung / Küche
Der Großteil der Nahrungsmittel wird beim Großhandel Transgourmet (ehemals C+C Pfeiffer)
in Wels bestellt und alle drei Wochen im Laufe der Route geliefert. Das Gebäck für das
Frühstück wird dreimal wöchentlich vom Bäcker aus der Umgebung geliefert.

Beim Spar in der Nachbargemeinde werden zusätzlich Lebensmittel eingekauft. Da die
MitarbeiterInnen sowieso mehrmals wöchentlich in die Nachbargemeinde fahren, liegt dieser
Einkauf auf der Strecke.

Bewusstseinsbildung
Aktuell finden keine speziellen bewusstseinsbildenden Maßnahmen statt. Das Thema
Mülltrennung wurde allerdings immer wieder in Teambesprechungen behandelt, weil es nicht
wirklich gut funktioniert.

Weiterbildungen
Es wurde bereits eine relevante Weiterbildung (Schulung zur Einführung von EMAS) durch
das Umweltteam besucht. Auch in Zukunft soll dem Umweltmanagementteam der Besuch von
relevanten Weiterbildungen ermöglicht werden.

Rechtscheck
Es wird sichergestellt, dass alle umweltrelevanten Rechtsvorschriften bekannt sind und in
Mitterndorf eingehalten werden.

7.2 Umweltkennzahlen und Beschreibung Pamingerhof
Nr.     Kennzahl                              Einheit    Jahr: 2015 Jahr: 2016 Jahr: 2017 Jahr: 2018
               Einrichtungskennzahlen
1       KundInnen gesamt                      Plätze              41       41         41              41
        KundInnen Wohnen                      Plätze              17       17         17              17
        KundInnen FA                          Plätze              24       24         24              24
2       MitarbeiterInnen gesamt               PE                  19       18         15              16
        MitarbeiterInnen Wohnen               PE                  11       11         10              10
        MitarbeiterInnen FA                   PE                   8        7          5               6
3       Flächen
3.1     Grundstück                            m²              31500     31500      31500        31500
3.2     davon: versiegelte Fläche             m²               2800      2800       2800         2800
3.3     Beheizbare Nutzfläche                 m²               1104      1104       1104         1104
                  Umweltkennzahlen
4       Wärmeenergie
4.1     Energieverbrauch gesamt               kWh             157112   187616     185771       160679
4.2     davon aus regenerativen               kWh             157112   187616     185771       160679
        Energiequellen
4.3     witterungsbereinigter                 kWh             185018   215908     213785       186097
        Energieverbrauch (Ges.-Verbr. x
        Klimafaktor)
Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                                  Seite 19
4.4      bereinigter Verbrauch/Fläche           kWh/m²             168            196         194             169
4.5      bereinigter Verbrauch/KundIn           kWh/Knd           4513           5266        5214            4539
5        Elektrische Energie
5.1      Verbrauch gesamt                       kWh             36065          30253       36440           36623
5.2      davon aus regenerativen                kWh             36065          30253       36440           36623
         Energiequellen
5.3      Verbrauch/Fläche                       kWh/m²             33             27          33               33
5.4      Verbrauch/KundIn                       kWh/Knd           880            738         889              893
6        Gesamtenergieverbrauch                 kwh            193177         217869      222211           197302
6.1      Energieeffizienz                       kWh/Knd          4712           5314        5420             4812
         (Gesamtenergieverbrauch/Knd)
6.2      Anteil regenerativer Energien          %                100%           100%        100%            100%
7        Wasser
7.1      Verbrauch gesamt                       m³                 607            595         554               923
7.2      Verbrauch/KundIn                       m³/Knd              15             15          14                23
8        Papier
8.1      Verbrauch gesamt                       kg                   78            68          73               75
8.2      Anteile
8.2.1    Büropapier (Kopieren und               %                  100            100         100               100
         Drucken)
8.3      Verbrauch/KundIn                       kg                   2              2           2                 2
8.4      Anteil Frischfaser-Papier              %                  100            100         100               100
8.5      Anteil Recycling                       %                    0              0           0                 0
9        Verkehr
9.1      Dienstreisen gesamt                    km              44898          32165       54528           57312
9.2.     Straßenverkehr                         %                 100            100         100             100
9.3      Dienstreisen/KundIn                    km/Knd           1095            785        1330            1398
9.4      PKW-Fahrten                            %                 100            100         100             100
10       Abfall
10.1     Abfall gesamt                          t                  3,49          3,51        3,11            3,34
10.2     Anteile
10.2.1   Restmüll (Entsorgung)                  t                  1,22          1,22        1,00            1,13
10.2.2   Papier                                 t                  1,56          1,56        1,56            1,68
10.2.3   Kunststoffe                            t                  0,27          0,27        0,27            0,24
10.2.4   Biomüll                                t                  0,44          0,46        0,28            0,30
10.2.5   gefährliche Abfälle                    t             nur in geringen Mengen
                                                                   (Batterien, etc.)
10.3     Abfall/KundIn                          t/Knd              0,09          0,09        0,08            0,08
11       Versiegelte Fläche
         (als Indikator für Artenvielfalt)
11.1     Versiegelte Fläche / KundIn            m²/Knd               68             68          68               68
11.2     Versiegelte Fläche / Gesamtfläche      %                   9%             9%          9%               9%
12       CO2
12.1     Emissionen aus Wärme                   t                 3,45           4,12        4,08            3,53
12.2     Emissionen aus Strom                   t                 0,97           0,48        0,66            0,66
12.3     Emissionen aus Dienstreisen            t                 6,60           4,02        8,11            8,38
12.4     Emissionen gesamt                      t                11,02           8,62       12,84           12,56
12.5     Emissionen gesamt / KundIn             t/Knd              0,3            0,2         0,3             0,3

* Alle Angaben zu den CO2-Berechnungen wurden von der Homepage des Umweltbundesamt entnommen. Für
die CO2-Berechnung der Dienstreisen wurden die CO2 Werte aus den Typenscheinen verwendet. Ziel ist es in

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                                            Seite 20
Zukunft den Treibstoffverbrauch zu erheben und über diesen dann die CO 2-Berechnungen vorzunehmen. Das
war zum jetzigen Zeitpunkt, auf Grund fehlender Aufzeichnungen diesbezüglich, nicht möglich.

Umbau Pamingerhof 2018 - 2020
Von Juli 2018 bis vorraussichtlich März 2020 wird der Pamingerhof umgebaut. Dieser Umbau
wird sich auch in den Kennzahlen dieser Jahre niederschlagen. Aus diesem Grund wird
weitgehend auf eine Interpretation der Kennzahlen verzichtet, da es sich um nicht realistische
Vergleichsgrößen handelt und keine Rückschlüsse oder Bezüge zu den Vorjahren zulässt.

Es ist erfreulich, dass trotz des Umbaus die CO2 Emissionen 2018 im Bereich Wärme und
Strom gegenüber dem Vorjahr gesunken oder gleichbleibend sind. Lediglich die CO2
Emissionen im Bereich Dienstfahrten haben sich erhöht, was u.a. auch auf vermehrte Ausflüge
mit den BewohnerInnen zurückzuführen ist, um die psychische Stabilität der BewohnerInnen
währende der Umbauphase einigermaßen zu erhalten.

MitarbeiterInnen / BewohnerInnen bzw. KundInnen
Der Pamingerhof bietet 17 Menschen mit einer psychischen Erkrankung einen rund-um-die
Uhr betreuten Langzeitwohnplatz. Betreut werden sie von 9-11 Personaleinheiten sowie von
PraktikantInnen und Zivildienern.

Zusätzlich bietet der Pamingerhof eine Fähigkeitsorientierte Aktivität (FA) mit 24 Plätzen
an. Da nicht alle KundInnen jeden Tag kommen, teilen sich die ca. 35-40 Personen die 24
Plätze. Davon wohnen 14 KundInnen direkt am Pamingerhof, die restlichen kommen von
extern in die Tagesstruktur am Pamingerhof. Betreut werden diese KundInnen von rund 7 - 8
Personaleinheiten sowie PraktikantInnen und Zivildienern.

Fläche /Landwirtschaft
Der Pamingerhof ist ein Bauernhof mit einer beheizbaren Fläche von
1.104 m² in St.Ägidi im Innviertel.

Der Pamingerhof wird biologisch bewirtschaftet.

Seit 30.12.1998 werden die tierischen und pflanzlichen Produkte am
landwirtschaftlichen Betrieb nach den Richtlinien der österreichischen
Bioverordnung erzeugt und die dazugehörigen Aufzeichnungen von der
BIO- AUSTRIA GARANTIE einmal jährlich kontrolliert.

Seit 1.1.2002 hat der Pamingerhof die volle Anerkennung als BIO- AUSTRIA Betrieb und ist
damit berechtigt, die erzeugten Produkte mit dem BIO- AUSTRIA Logo zu kennzeichnen.

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                                        Seite 21
Der Pamingerhof bewirtschaftet dabei 3 Hektar Grünland, Ackerfläche und Gartenbau. Derzeit
gibt es am Hof (Stand August 2017) 8 Mutterschafe plus Nachzucht, 2 Ziegen, 2
Freilandschweine und 30 Hühner.

Die Erträge werden am Hof verarbeitet.

Am Grünland befinden sich die Weidekoppeln für die Tiere. Auf der Ackerfläche werden Klee,
Sonnenblumen, Körnermais und Ackerbohnen für die Tiere angebaut.

Zusätzlich werden Speisekartoffeln und Gemüse für die eigene Küche auf 0,15 Hektar im
Garten und in zwei Gewächshäusern angebaut.

Wärmeenergie
Die Wärmeenergie am Pamingerhof wird aus einer im Kellerraum befindlichen, seit 2008
bestehenden Hackschnitzelheizung gewonnen. Diese ersetzt die davor laufende Ölheizung
und   wurde     aus    ökologischen     sowie    preislichen   Gesichtspunkten   eingebaut.    Alle
BewohnerInnenzimmer, die gesamten öffentlichen Räume, die Büros als auch die im
Erdgeschoss befindlichen Werkstatträume werden mit dieser Hackschnitzelheizung erwärmt.

Neben der Heizung befindet sich ein separat abgeschlossener Raum, welcher zur Lagerung
der Hackschnitzel dient. Es können ca. 10 Tonnen eingelagert werden, und je nach Jahreszeit
und Bedarf wird dieser neu befüllt.

Zur    Unterstützung      der     Warmwasser        Aufbereitung   gibt   es     am   Hof     zwei
Solarkollektorenkreisläufe mit je ca. 20 m² Volumen und den dazu gehörigen Boilern mit je
1.000 Liter Fassungsvermögen. Diese dienen ausschließlich zur Warmwassergewinnung,
nicht zur Heizungsunterstützung, sparen aber auch einige Tonnen an Hackschnitzel pro Jahr.

Weiterhin gibt es die Möglichkeit einzelne Heizkreise getrennt über den bestehenden
Heizungscomputer anzusteuern, um somit in den Werkstätten und Wohnräumen zeitlich
verschiedene Heizzeiten anbieten zu können. (Tag – Nacht + Absenkung).

Von 2016 auf 2017 konnte eine Verringerung der witterungsbedingten Wärmemenge
verzeichnet werden. Dies ist auf die Vorverlegung der Nachtabsenkung ab dem Jahr 2017 um
eine Stunde zurückzuführen.

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                                   Seite 22
kWh
                                     Wärmemenge witterungsbereinigt

         220000
         215000
         210000
         205000
         200000
         195000
         190000
         185000
         180000
         175000
         170000
         165000
                        Jahr: 2015          Jahr: 2016        Jahr: 2017   Jahr: 2018

Elektrische Energie
Um Energie kostengünstig sowie umweltfreundlich zu nutzen, ist es unser Anliegen alle
vorhandenen Leuchtkörper und Glühlampen durch verbrauchsgünstigere LED Lampen zu
ersetzen. Um dies im vollen Umfang zu gewährleisten, müssen zusätzlich alte Leuchten auf
Grund von fehlendem Platz bzw. der fehlenden Übereinstimmung modernerer LED Lampen
ersetzt werden. Rund 50% der Lampen sind bereits getauscht worden. Der erhöhte Verbrauch
im Jahr 2016 kann einerseits auf die mangelhafte Qualität der Hackschnitzel zurückgeführt
werden (je schlechter die Qualität desto höher der Verbrauch) und andererseits auf Probleme
mit den Heizkörpern und Thermostat.

Für Neuanschaffungen gibt es einen zuständigen Hauselektriker, welcher als Spezialist für
jegliche Fragen herangezogen wird. Angebote werden miteinander verglichen.

2017 ist der Verbrauch an elektrischer Energie wieder gestiegen. Speziell 2016 gab es hier
einen großen Sprung. Wobei der auffallend niedrige Verbrauch der Wärmeenergie 2016
darauf zurückzuführen ist, dass die Tischlerei nur sehr eingeschränkt in Betrieb war. Bis 2017
wurde, bis auf vereinzelte Leuchtstoffröhren und Nachttischlampen, am gesamten
Pamingerhof auf LED umgestellt. Der Anstieg an Verbrauch von elektrischer Energie 2017 ist
gänzlich auf die Bedarf bzw. das Verhalten der BewohnerInnen zurückzuführen. So musste
2017 wieder mehr Wäsche gewaschen werden, vereinzelt war das Schlafen nur mit Licht
möglich. Zudem wurden für die BewohnerInnen drei neue Kühlschränke und ein
Tiefkühlschrank angeschafft. Auch die Küche wurde wieder viel mehr genutzt, d.h. es wurde
vielmehr gekocht gegenüber den Vorjahr, um das selbstbestimmte Leben der BewohnerInnen
positiv zu forcieren.

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                               Seite 23
kWh
                                         Elektrische Energie

           38000
           36000
           34000
           32000
           30000
           28000
           26000
           24000
           22000
           20000
                      Jahr: 2015         Jahr: 2016           Jahr: 2017   Jahr: 2018

Wasser
Da der Pamingerhof ein Wohnhaus (mit integrierter Arbeitsstelle/Fähigkeitsorientierter
Aktivität) ist, wird Wasser vor allem zum Duschen, für die Toiletten, zum Kochen, Wäsche
waschen, Putzen, Trinken, etc. gebraucht.

Am Pamingerhof gibt es zwei voneinander getrennt laufende Wasser;- bzw. Nutzwasser
Systeme. Bei einem spricht man vom Ortswasser, also das als Trinkwasser benötigte System,
und das andere ist das für die Toiletten verwendete Brauchwassersystem.

Das zweite als Brauchwasser deklarierte System ergibt sich aus dem Dachflächenwasser in
Zusammenarbeit mit dem vorhandenen Brunnenwasser, wobei beide in einer Zisterne
zusammengeführt werden und durch eine Druckpumpe an die Hausanlage der Toiletten
abgegeben werden.

Die Trennung bzw. die Nutzung der bestehenden Brauchwasseranlage an den Toiletten sorgt
in einem erheblichen Maß dafür, wertvolles Trinkwasser zu sparen und somit Ressourcen zu
schonen.

Der Wasserverbrauch ist seit 2014 sukzessiv gesunken. Das kann darauf zurückgeführt
werden, dass mit 2017 alle Duschköpfe bereits durch Energiespar-Duschköpfe ersetzt waren.
Auch ist ein Bewohner mit einem extrem hohem Duschverhalten 2017 verzogen. 2018 wurde
ein Wasserrohbruch festgestellt, der den Verbrauch deutlich steigen ließ.

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                               Seite 24
m³
                                        Wasserverbrauch gesamt
            1000
             900
             800
             700
             600
             500
             400
             300
             200
             100
               0
                        Jahr: 2015          Jahr: 2016          Jahr: 2017           Jahr: 2018

Papier
Papier fällt vor allem im Bereich Druck/Kopieren** an. Das Papier ist Frischfaserpapier. Bereits
benutztes Papier wird allerdings als Schmierpapier wiederverwendet und nicht sofort entsorgt.
Im Jahr 2014 ergibt sich auf Grund von Umstrukturierungen / personellen Veränderungen ein
erhöhter Papierbedarf.

Die Menge an Toilettenpapier, Papier-Einmalhandtücher und Servietten konnte nicht zur
Gänze erhoben werden und ist daher in den Kennzahlen nicht enthalten.

Gegenüber 2016 ist der Papierverbrauch 2017 um 5kg gestiegen, allerdings gegenüber 2014
und 2015 gesunken. Was im Rahmen einer normalen Schwankung beim Verbrauch gesehen
werden kann.

**Der Verbrauch von Druck- und Kopierpapier wurde für 2016 bis 2018 über die Abrechnung der Kopien von Canon
erhoben. Die Erfassung des Verbrauchs mittels Büromittelliste lässt für 2016 bis 2018 keine validen Aussagen zu.

                                             Papierverbrauch
               kg

              80
              78
              76
              74
              72
              70
              68
              66
              64
              62
                       Jahr: 2015           Jahr: 2016          Jahr: 2017          Jahr: 2018

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                                               Seite 25
Verkehr
Am      Pamingerhof           gibt    es   zwei   Dienstautos   für    die   MitarbeiterInnen      und
BewohnerInnen/KundInnen gemeinsam. Damit werden Einkäufe erledigt, es wird zu
Veranstaltungen         mit     den    BewohnerInnen/KundInnen        gefahren,   Ausflüge   werden
unternommen, Weiterbildungen besucht, Arztbesuche erledigt, etc. Wenn es nicht möglich ist
mit einem Dienstauto zu fahren, dann wird auch teilweise mit Privatautos gefahren (Abgeltung
mit dem amtlichen Kilometergeld).

Mit öffentlichen Verkehrsmittel ist der Pamingerhof nicht zu erreichen. Alle MitarbeiterInnen
kommen mit den Privat-PKWs zur Arbeit (vereinzelt mit dem Fahrrad, einige in
Fahrgemeinschaften). Am Pamingerhof stehen Fahrräder zur Verfügung, um Besorgungen im
näheren Umkreis zu erledigen bzw. Ausflüge zu machen.

Weiteres gibt es den sogenannten Shuttle-Dienst für BewohnerInnen / KundInnen (durch
externe Firma Intefa), welche die BewohnerInnen / KundInnen von ihren Wohnungen /
Einrichtungen zur Arbeit am Pamingerhof (und retour) bringt. Mit dem Shuttle-Dienst wird
zudem gleichzeitig die interne Hauspost zwischen den Standorten von invita im Umkreis
mitgenommen. Eine Erhebung der tatsächlich für die BewohnerInnen / KundInnen vom
Pamingerhof gefahrenen Kilometer ist derzeit aufgrund von ständigem Routenwechsel noch
nicht möglich.

Für BewohnerInnen / KundInnen, die aus Linz, Wels, Steyr, etc. kommen, gibt es für
Heimfahrten am Wochenende / Urlaub eine Kombination aus Dienstauto und öffentlichen
Verkehrsmitteln.

Die Dienstreise-Kilometer setzen sich aus den Fahrten mit den Dienstautos und vereinzelten
Fahrten mit den Privatautos der MitarbeiterInnen für dienstliche Zwecke zusammen.

Die Erhebung des motorisierten Pendlerverkehrs wurde nicht durchgeführt. Da der
motorisierte Pendlerverkehr eine nicht beeinflussbare Größe darstellt.

Im Bereich der Dienstreisen wird für 2017 und 2018 eine erhebliche Erhöhung der gefahrenen
Kilometer verzeichnet. Dafür sind unterschiedliche Faktoren im Sinne für die BewohnerInnen
und zur Steigerung derer Lebensqualität sowie der Umbau verantwortlich:

-    Zubringer- und Abholdienst für BewohnerInnen: diese fahren seit 2017 wieder vermehrt
     nach Hause
-    Steigerung bei den Out-Door-Aktivitäten (Schneetage, Konzertbesuche, etc.)
-    Durch neue Therapieformen sind die Therapierfahrten gestiegen.
-    Ausflüge mit den BezugsbetreuerInnen wurden eingeführt
-    Auch in der Fähigkeitsorientierten Aktivität wurden mehr Fahrten als gegenüber dem
     Vorjahr getätigt
Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                                       Seite 26
Auch ein erheblicher Anstieg bei den Arztfahrten wird wahrgenommen, was einerseits auf die
demografischen Merkmale der BewohnerInnen zurückzuführen ist (BewohnerInnen werden
älter) aber auch auf eine Veränderung im Gesundheitssystem und dem Termin- und
Überweisungssystem.
            km

                                         Dienstreisen
          70000

          60000

          50000

          40000

          30000

          20000

          10000

                 0
                      Jahr: 2015         Jahr: 2016           Jahr: 2017   Jahr: 2018

Abfall
Die Entsorgung erfolgt einerseits durch regelmäßige Abholung des Mülls durch die Gemeinde,
andererseits findet Entsorgung durch die MitarbeiterInnen / BewohnerInnen / KundInnen direkt
im Altstoffsammelzentrum statt. Organische Abfälle werden selber kompostiert und der Mist
der Tiere wird als Dünger für die Felder/Wiesen/Gärten verwendet. Vor der Abholung wird
noch einmal gezielt von MitarbeiterInnen / Zivildienern auf eine richtige Mülltrennung geachtet.
Darüber hinaus ist im Bereich der Mülltrennung ein eigener Arbeitsbereich für die KundInnen
entstand.

Der Müllverbrauch 2016 ist von 2015 (3,49 t) auf 3,51 t gestiegen. Die Steigerung beim Abfall
kann darauf zurückzuführen sein, dass ein verändertes Kaufverhalten bei den KundInnen
beobachtet wird (vermehrte Einkäufe im Ort) und dass die gekauften Waren wesentlich mehr
Verpackungsmaterial hinterlassen.

2017 ist der Müllverbrauch gegenüber den Vorjahren wieder gesunken. Insbesondere ist der
Rückgang beim Biomüll zu verzeichnen.

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
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Abfallaufkommen
                    3,60

                    3,50

                    3,40
        t bzw. m³

                    3,30

                    3,20

                    3,10

                    3,00

                    2,90
                           Jahr: 2015   Jahr: 2016            Jahr: 2017   Jahr: 2018

Einkauf / Beschaffung / Küche
Der Pamingerhof-Garten liefert folgende Gemüse- und Obstsorten:

Kartoffeln, Zwiebeln, Blattsalate, Karotten, Pastinaken, Sellerie, Rote Bete, Kohlrabi, Fisolen,
Kraut, Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini,              Auberginen, Neuseeländerspinat, Lauch,
Radieschen, Kürbisse, Küchenkräuter (Schnittlauch, Petersiliengrün, Basilikum, Liebstöckl,
Oregano, usw.), Beeren (Ribisel, Brom-, Erd-, Heidel- und Johannisbeeren, Holunder), Äpfel,
Birnen, Zwetschken.

Im Erdkeller werden lagerfähige Gemüsesorten wie Kartoffeln, Karotten, Pastinaken, Sellerie,
Rote Bete, Lauch für den Winterverzehr eingelagert. Auch Kraut und Kürbisse werden
gelagert. Tomaten, Paprika, Zucchini, Fisolen werden geschnitten, abgepackt und eingefroren.
Ebenso werden alle Beeren, falls kein Sirup oder Marmelade eingekocht wird, eingefroren.
Verdünnungssäfte werden außerdem aus Apfelminze, Zitronenmelisse und Holunderblüten
hergestellt.

Aus Äpfeln wird Apfelmus zubereitet und in Vorratsgläser abgefüllt.

Aus den oben angeführten Küchenkräutern werden schmackhafte Pestos hergestellt, aber
auch teilweise Trocken- und Gefrierkräuter zubereitet.

Verschiedene Kräutertees aus gepflückten und getrockneten Kräutern werden für den
Hausgebrauch gemischt.

Ist oder kann die Obst- oder Gemüseversorgung nicht über das ganze Jahr gewährleistet
werden, wird bei regionalen Lieferanten (teilweise in Bioqualtität) bestellt. Die Lieferung erfolgt
ins Haus.

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                                  Seite 28
Sonstige länger haltbare Lebensmittel werden über den Großhandel bestellt und geliefert.
Gebäck und Brot, Fleisch und Milchprodukte kommen von Bauern und Lieferanten aus der
Umgebung.

Reinigung
Im Dezember 2015 wurde mit der Umstellung der Reinigungsmittel auf Reinigungsmittel der
Firma BULS chem&more begonnen. Die Firma BULS chem&more ist seit 2014 ein zertifizierter
EMAS Betrieb. Grund für die Umstellung war eine Vielzahl an Reinigungsmitteln und
Anbietern.

Bewusstseinsbildung
Bei Bedarf wird das Thema Umwelt(schutz) in einer Teambesprechung (unregelmäßig)
behandelt. MitarbeiterInnen können aber jederzeit Themen einbringen. Aushänge z.B. zum
Thema Mülltrennung, Waschmaschine, etc. gibt es bereits vereinzelt.

Weiterbildungen
Es wurde bereits eine relevante Weiterbildung (Schulung zur Einführung von EMAS) durch
das Umweltteam besucht. Auch in Zukunft soll der Besuch von relevanten Weiterbildungen
dem Umweltmanagementteam ermöglicht werden.

Rechtscheck
Es wird sichergestellt, dass alle umweltrelevanten Rechtsvorschriften bekannt sind und am
Pamingerhof eingehalten werden.

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                         Seite 29
8. Portfolioanalyse (Bewertung der Umweltaspekte)

Zur Bewertung der Umweltaspekte wurde an beiden Standorten die Portfolioanalyse
herangezogen.

8.1 Portfolioanalyse Mitterndorf
Für das Wohnhaus Mitterndorf ergibt sich hinsichtlich der Umweltrelevanz im Verhältnis zur
Umsetzbarkeit bzw. zu ökonomischen Einspareffekten folgendes Bild:
                  hoch

                                                   Elektrische
                            Verkehr                  Energie
 Umweltrelevanz

                                                                  Wärme
                                                                  energie
                                                     Wasser
                  mittel

                                      Abfall                     Bewusstseins
                                                                   bildung
                  niedrig

                                                   Einkauf/
                            Sicher               Beschaffung
                             heit

                              niedrig                mittel                     hoch
                                      Umsetzbarkeit/Einspareffekt

Auf Grund der Darstellung in Form einer Portfolioanalyse ergibt sich ein Handlungsbedarf in
den Bereichen Wärmeenergie, Elektrische Energie, Wasser und Bewusstseinsbildung.

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                              Seite 30
8.2 Portfolioanalyse Pamingerhof

                                                                                      Beschaffung
                                           Verkehr
                  hoch

                                                                       Wärme
                                                                       energie

                                                   Wasser
 Umweltrelevanz

                                                                            Elektrische
                                                                              Energie
                  mittel

                                                                                 Bewusstseins
                                                                                   Bildung
                            Abfall
                  niedrig

                            Sicher
                             heit

                              niedrig                         mittel                      hoch
                                        Umsetzbarkeit/Einspareffekt

Auf Grund der Darstellung in Form einer Portfolioanalyse ergibt sich ein Handlungsbedarf in
den Bereichen Beschaffung, Elektrische Energie, Wärmeenergie, Bewusstseinsbildung,
Verkehr und Wasser. Im Bereich Verkehr sieht das Umweltteam allerdings aufgrund der
geografischen Lage des Pamingerhofs momentan keine Möglichkeiten Maßnahmen zu
setzen.

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für
2018.docx                                                                                  Seite 31
9. Umweltprogramm 2016-2020
9.1 Umweltprogramm Mitterndorf
Aus den in der Portfolioanalyse identifizierten Bereichen mit Handlungsbedarf ergeben sich folgende Ziele für das Wohnhaus Mitterndorf bis zum
Jahr 2020.

 Ziele                         Maßnahmen                                                           Zeitraum      Zuständigkeit            Umsetzung
                               -   Austausch auf energiesparende Leuchtkörper bei Bedarf                                                  Wird lfd. umgesetzt

 Einsparung der elektrischen                                                                       jährlich ab   Samhaber Martin +        Bewebungsmelder: nicht möglich
                               -   Montage von Bewegungsmeldern/Zeitschaltuhr
 Energie                                                                                           2016          alle MA/KundInnen        Zeitschaltuhren wurden montiert

                               -   Montage abschaltbarer Stromsteckleiten (BewohnerInnenzimmer)                                           Umgesetzt

                               -   Effizientes Stoßlüften                                                                                 Umgesetzt
 Einsparung der                                                                                    jährlich ab   Dunzinger Peter + alle
                               -   Beschaffung von Thermostatreglern für Heizkörper                                                       Wird lfd. umgesetzt
 Wärmeenergie                                                                                      2016          MA/KundInnen
                               -   Austausch der komplett alten Heizkörper                                                                Wird lfd. umgesetzt

                               -   Klospülung/Wasseruhr erneuern, Instalteur konsutieren                                                  Wird lfd. umgesetzt
                                                                                                   Jährlich ab   Mitermaier Stefan +
 Einsparung Wasser
                                                                                                   2016          alle MA/KundInnen
                               -   Regelmaßige Aufzeichnungen des Wasserverbrauchs (zur besseren
                                                                                                                                          Wird lfd. umgesetzt
                                   Übersicht über das Jahr)
                               -   Information und Evaluierung 2 mal jährlich im Rahmen der
                                   Teambesprechung und der KundInnenbesprechung                                                           Umgesetzt
 Aufklärung der KundInnen
                               -   Protokoll über die behandelten Themen werden im EMAS Ordner                   Steininger Helga
 und MitarbeiterInnen über
                                   abgelegt                                                        laufend       Samhaber Martin          Umgesetzt
 unweltbewusstes
                                                                                                                 Mittermaier Stefan
 Verhalten/Maßnahmen           -   Aushänge zB „Wassersparplan“/“Licht abdrehen“ werden vermehrt
                                   ausgehängt                                                                                             Umgesetzt

 Bereitstellung von            Aufstellung im Garten:                                                            Steininger Helga
                                                                                                   bis Ende
 Brutplätzen und Habitat für   1 Nistkasten                                                                      Samhaber Martin          Umgesetzt
                                                                                                   2016
 Vögel/Insekten                1 Vogelhaus                                                                       Mittermaier Stefan       Umgesetzt

Umwelterklärung Mitterndorf_Pamingerhof 2019_Kennzahlen für 2018.docx                                                                                                   Seite 32
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