Vorstellung der AG Bio am VZ-Lb - Biologischer Obst- und Weinbau

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Vorstellung der AG Bio am VZ-Lb - Biologischer Obst- und Weinbau
Biologischer Obst- und Weinbau

Vorstellung der AG Bio am VZ-Lb
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Vorstellung der AG Bio am VZ-Lb - Biologischer Obst- und Weinbau
Zu meiner Person:

     • Markus.Kelderer@laimburg.it, 327- 4444813

     • Tramin Südtirol Italien
     • Studium: Facoltá di Agraria Padova, Boku Wien (PhD)
     • 4 Jahr Entwicklungszusammenarbeit in Venezuela (MLAL)
     • Seit 1991 am VZ-Laimburg, 1993 Arbeitsgruppe Ökoanbau
              1996 Leiter des Fachbereichs Obstbau
     • Seit Bestehen des Agrarstudiengangs an der UniBz (Obstbau und Ökologischer
       Anbau)
     • Bioobst & Weinbaubetrieb
     • Beratung verschiedener Verbände im Bereich des Pflanzenschutzes und
       Düngung im Bioanbau (Naturland)
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Vorstellung der AG Bio am VZ-Lb - Biologischer Obst- und Weinbau
Vorstellung Arbeitsgruppe Ökologischer Anbau

Seit 1993 an der Laimburg aktiv

Leitung:
• Markus Kelderer

Fixe Mitarbeiter:
• Claudio Casera
• Ewald Lardschneider
• Josef Telfser
• Anne Topp (halbtägig)

Hilfskraft
• Gazmend Arslani

extern finanzierte Mitarbeiter:
• Thomas Holz
• Alfredo Vargas Mora

Diverse Praktikanten
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Vorstellung der AG Bio am VZ-Lb - Biologischer Obst- und Weinbau
Tätigkeiten

  • Versuchsplanung und Durchführung

  • (Nationale, internationale Lobby)

  • Schulung und Beratung

  • Betreuung von Praktikanten und Studenten

  • Ökologische Bewirtschaftung von ca. 3,5 ha
    Versuchsfläche

  • Anwerbung von Drittmitteln

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Versuche 2021 (1)
    Thematik          Tätigkeitsbereich                  Tätigkeit             Varianten Orte Techniker
                                              Biodiversität
                                                       Test Einsaaten
                           Botanik                                                2      1      J. Telfser
                                                (funktionelle Biodiversität)
                                                   Schädlinge/Nützlinge
    Biodiversität        Entomologie                                              2      1      J. Telfser
                                                (funktionelle Biodiversität)
                            Botanik                Test Fahrgassenpflege          4      1      J. Telfser
                        lokales Saatgut        Sammlung und Vermehrung            -      2      J. Telfser
                       Projektbegleitung      Ökologisierung Praxisbetriebe       -      1      J. Telfser
                                           Baumstreifenpflege
                       Mechanisierung              Tests neuer Verfahren          1      1       J. Telfser
 Baumstreifenpflege      Begrünungen                 Tests Untersaaten            4      1        A. Topp
                      Bodenabdeckungen     Test "sprühbare" Bodenabdeckungen      4      2   E. Lardschneider
                                                 Boden
                           Düngung            Charakterisierung org. Dünger       10     -       A. Topp
                           Düngung                    Feldversuche                12     2       A. Topp
       Boden
                        Bodenmüdigkeit                Feldversuche                 8     1       A. Topp
                            Biochar             Tests Bodenverbesserer             -     -       A. Topp

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Versuche 2021 (2)
   Thematik            Tätigkeitsbereich                          Tätigkeit                 Varianten Orte Techniker
                                                           Sorten
                                                                                                              J. Telfser/
                              Sorten                     Tests Bio/IP/Low/Input i.F.           60     2
                                                                                                          E. Lardschneider
      Sorten
                             Sorten                   Umveredelung Golden => Natyra            4      1        J. Telfser
                            Unterlagen                     Tests Eigenschaften                 2      2   E. Lardschneider
                                              Pflanzenschutz Pilzkrankheiten
                            Apfelschorf                     Behandlungen i.F.                  12     1      C. Casera
                            Rußtaupilze                    Behandlungen i.F.                   6      1      C. Casera
  Pflanzenschutz                                           Behandlungen i.F.,
  Pilzkrankheiten           Gleosporium                                                        12     1      C. Casera
                                                   Warmwasserbehanlungen nach der Ernte
                               Mehltau                      Behandlungen i.F.                  4      1      C. Casera
                    Schorf, Rußtau, Gloeosporium        Regenschutzabdeckungen                 2      1      C. Casera
                                                   Pflanzenschutz Insekten
                           Miniermotten                     Behandlungen i.F.                  4      1      J. Telfser
                             Maikäfer               Behandlungen i.F., mech.Bearbeitung        6      2   E.Lardschneider
                           Apfelwickler                            Netze                       2      1      C. Casera
  Pflanzenschutz          Cacopsylla picta                         Netze                       2      1   E.Lardschneider
      Insekten                                                                                             A.M. Vargas/
                              Wanzen                      Behandlungen i.F., Netze             2      1
                                                                                                             C. Casera
                                                    Behandlungen, Schnitt, Wurzelschnitt,                     J. Telfser/
                              Blutlaus                                                         4      2
                                                      Anfälligkeiten Unterlagen Sorten                    E. Lardschneider
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Vorstellung der AG Bio am VZ-Lb - Biologischer Obst- und Weinbau
Versuche 2021 (3)
   Thematik      Tätigkeitsbereich                        Tätigkeit                  Varianten Orte Techniker
                                               Ausdünnung
                                                                                                    Kelderer M./
                      Maschinen                    Tests Darwin / Floris                12     2
                                                                                                   C. Andergassen
                                                                                                    Kelderer M./
   Ausdünnung          Modelle                          Blühmodell Rim                  2      1
                                                                                                   C. Andergassen
                                                                                                    Kelderer M./
                       Timming                         Blüte +1+2+3 Tage                4      1
                                                                                                   C. Andergassen
                                                 Weinbau
                   Beerenausdünnung                 Test mech. Bürste                   6      1   E.Lardschneider
    Weinbau        Applikation P.S.M.               Test mech. Bürste                   6      1   E.Lardschneider
                Regenschutzabdeckungen             Peronospora, Oidium                  2      1   E.Lardschneider
                                                Netzwerke
                                           Identifizierung von Wissenslücken und
   Netzwerke      Projekt Biofruitnet                                                               A. M. Vargas
                                         "best practises" im ökologischen Obstabau

                                                Rückstände
   Rückstände    Verhinderung Abdrift                     Phosphite                     10     1      C. Casera

                                         Erfolgsquote ?
                                                   7
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Der Weg zum Tätigkeitsprogramm:
  Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis

   interne
   Projekt-
  vorschläge
                                                                                    Jährliches
                   Fachbeirat:
                                                      Wissenschaftlicher Beirat:    Tätigkeits-
                                                      Jährlich zwei Sitzungen
                   7 themenspezifische Sitzungen
                                                      Stellungnahme zu:             Programm
                   mit > 100 Vertretern des lokalen
                                                      - Tätigkeitsprogramm
                   Agrifood-Sektors
                                                      - Strategische Ausrichtung
                                                                                   (ca. 350 Projekte)
externe Projekt-
 vorschläge der
  Stakeholder
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Vorstellung der AG Bio am VZ-Lb - Biologischer Obst- und Weinbau
Informationen

                www.laimburg.it/de/projekte-publikationen/

                https://www.ecofruit.net/proceedings.html

                  Versuchsbegehung im August 20XX

                            9
Vorstellung der AG Bio am VZ-Lb - Biologischer Obst- und Weinbau
Außerdem…
     …Arbeitgruppe Ökoanbau 2010 und 2017 Preisträger des
      Umweltpreis der Regionen Tirol, Südtirol und Trentino

                                   10
EcoOrchard – ein Projekt zur
 funktionellen Biodiversität
    Markus Kelderer-Josef Telfser
              11
EcoOrchard - Projektorganisation

                                   12
http:// coreorganicplus.org/research-projects/ecoorchard

Allgemeine Ziele der Förderung der Biodiversität: Funktionalität, Ökologie, Marketing

Projektziel: Förderung der funktionellen Biodiversität in ökologischen Apfelanlagen durch die Einsaat von
Blütenpflanzen in die Mitte der Fahrgassen

Versuche:
Botanischer Versuch in Block 1 und 12 Laimburg:
Vergleich der Performance zweier unterschiedlichen Saatgutmischungen (einfache und günstiger,
teilweise Zuchtformen vs. komplexere Mischung, Wildformen).

Entomologischer Versuch in Block 25 und 27 Laimburg:
Welchen Einfluss haben in der Mitte der Fahrgasse (ca.50 cm) eingesäte Blühstreifen auf den Befall der
Mehligen Apfelblattlaus und Obstmade?

Versuchsanlagen: Block 1, Block 12, Block 25, Block 27 am Versuchszentrum Laimburg

Pflanzenschutz: normale ökologische Strategie bezüglich Pilzkrankheiten (Einsatz von Kupfer und
Schwefelprodukten), gänzlicher Verzicht von Behandlungen gegenüber Schadinsekten

                                                   13
Ergebnisse WP2 - alle Versuchsstandorte

          Befragung von 118 Landwirten in allen teilnehmenden Ländern

            Rang            Effizienz               Umsetzbarkeit              Innovationsgrad

               1     keine Antwort (n=51) keine Antwort (n=30)               keine Antwort (n=47)
                                                    Alternierendes
               2      Blühstreifen (n=13)                                     Blühstreifen (n=12)
                                                    mulchen (n=27)
               3         Hecken (n=12)             Nistkästen (n=13)       Insekten"Hotels" (n= 11)
                                                                                  kombinierte
               4    Reduktion PSM (n=12)             Hecken (n=12)
                                                                               Tierhaltung (n=11)
                         Alternierendes                                          Alternierendes
               5                                   Blühstreifen (n=8)
                         mulchen (n=7)                                           mulchen (n=6)

        Fernique S., Penvern S., Cardona A., Ahrenfeld E., Grébeau D., Jamar L., Kruczynska D., Matray S., Ozolina-Pole L., Ralle
        B., Sigsgaard L.,Steinemann B., Swiergel W., Telfser J., Warlop F., Herz A. (2016). Organic farmers’ reality to manage
        functional agrobiodiversity in European organic apple orchards. Proceedings of the 17th International Conference on
        Organic Fruit - Growing from February 15th to February 17th, 2016 University of Hohenheim, Germany, 268-269.

                                                                 14
Botanischer Versuch in Block 1 und Block 12
    Vergleich der Performance von zwei unterschiedlichen Saatgutmischungen (einfache und
    günstiger, teilweise Zuchtformen vs. komplexere Mischung, Wildformen). Auswertungen an drei Terminen.

                                                                                                            Die komplexe
                                                                                                            Mischung aus
                                                                                                            Wildformen zeigte
                                                                                                            bessere
                                                                                                            Etablierungsraten!!

                                                                    15
Auswahl interessanter Pflanzen (FAB)

               Zaun-Wicke             Kümmel                        Rot-Klee
               Vicia sepium                                                                 Wiesen-Flockenblume
                                      Carum carvi                   Trifolium pratense      Centaurea pratensis

           Gewöhnlicher Hornklee                    Wilde Möhre                          Wiesen Schaumkraut
           Lotus corniculatus                       Daucus carota                        Cardamine pratensis

                                   Funktionelle Agro-Biodiversität
                                                             16
Anlage Blühstreifen

       Mehrmalige Bodenbearbeitung (ca. 60 cm) in
       der Mitte der Fahrgasse vor der Aussaat im
       Frühjahr 2015 (Abstand ca. 3 Wochen) =>
       Vorbeugung gegen Verunkrautung
       Endbreite der Blühstreifen ca. 50 cm
       Im Sommer 2015 Bewässerung der
       Blühstreifen notwendig, da teilweise nur
       Tropfberegnung vorhanden

                                                    17
Ergebnisse – Blühstreifen Laimburg
                     verwendete Saatgutmischung
                Achillea millefolium     Wiesen-Schafgarbe
                Ajuga reptans            Kriechender Günsel
                Bellis perennis          Gänseblümchen
                Campanula rotundifolia   Rundblättrige Glockenblume
                Cardamine pratensis      Wiesen-Schaumkraut
                Carum carvi              Kümmel
                Centaurea jacea          Wiesen-Flockenblume
                Daucus carota            Wilde Möhre
                Galium mollugo           Wiesen-Labkraut
                Geranium pyrenaicum      Pyrenäen-Storchschnabel
                Hieracium pilosella      Langhaariges Habichtskraut
      Kräuter

                Hypochaeris radicata     Wiesen-Ferkelkraut
                Lathyrus pratensis       Wiesen-Platterbse
                Leontodon autumnalis     Herbst-Löwenzahn
                Leontodon hispidus       Rauher-Löwenzahn
                Leucanthemum vulgare     Wiesen-Margerite             sehr gute Etablierung
                Lotus corniculatus       Gewöhnlicher Hornklee        gute Etablierung
                Myosotis scorpioides     Sumpf-Vergissmeinnicht       mäßige Etablierung
                Prunella vulgaris        Kleine Brunelle
                                                                      schlechte Etablierung
                Silene dioica            Rote Waldnelke
                Silene flos-cuculi       Kuckucks-Lichtnelke
                Trifolium pratense       Rot Klee kriechend
                Veronica chamaedrys      Gamander-Ehrenpreis
                Vicia sepium             Zaun-Wicke
                Anthoxanthum odoratum Wohlriechendes Ruchgras
                Cynosurus cristatus      Gewöhliches Kammgras
      Gräser

                Festuca guestfalica      Harter Schafschwingel
                Lolium perenne           Englisches Raigras
                Poa nemoralis            Hain-Rispengras
                Poa pratensis            Wiesen-Ripengras
                                                                      18
Laimburg – Ergebnisse 2016-2020

                                  19
Laimburg – Ergebnisse 2016-2020

                                  20
Laimburg – Ergebnisse 2016-2020

                                  21
Laimburg – Ergebnisse 2016-2020

                                  22
Ergebnisse - alle Versuchsstandorte
       Einige generelle Ergebnisse aus dem Projekt (alle 6 Versuchsstandorte)
       Über alle Standorte signifikant mehr Nützlinge in Reihen mit Blühstreifen z.B.:
       ❖ 2016 doppelt so viele Marienkäfer in den Reihen mit Blühstreifen,
       ❖ 2016 ein Drittel mehr Ohrwürmer in den Reihen mit Blühstreifen,
       ❖ 2017 ein Drittel mehr Schwebefliegenlarven in den Reihen mit Blühstreifen

                                                    23
Ergebnisse - alle Versuchsstandorte
    Schädlingsregulierung, Ergebnisse über alle Standorte:
    ❖ Signifikante Reduktion des Ausfalls durch die Mehlige Apfelblattlaus von 7,2 % in den Reihen
      ohne Blühstreifen, auf 5,9 % in den Reihen mit Blühstreifen.
    ❖ Die Anzahl der Larven, von Apfelwicklern (Kartonfallen) ist von 2016 bis 2017 in den
      Blütenstreifenparzellen im Vergleich zu den Kontrollparzellen stärker zurückgegangen, was
      auf einen positiven Bekämpfungseffekt der Blühstreifen hindeutet.
    Veröffentlichungen:
    • Cahenzli, F. et.al. in Journal of Applied Ecology: Perennial flower strips for pest control in organic apple orchards -
      A pan-European study
    • Pfiffner, L. et.al. in Journal of Applied Ecology: Design, implementation and management of perennial flower strips
      to promote functional agrobiodiversity in organic apple orchards- A pan-European study

                                                                       24
Ecoorchard – zusätzliche Versuche
                      Im Rahmen einer Bachelorarbeit wurde die
                      Insektenfauna von Blühstreifen
                      mit jener normal bewachsener Fahrgassen
                      verglichen. In den Blühstreifen
                      wurden deutlich mehr Individuen erhoben
                      welche als Nützlinge oder indifferente
                      Generalisten bezeichnet werden können.

                      Veröffentlichung: A. Haug, et. al. (2020). Influence
                      of perennial flowerstrips on the insect population in
                      organic apple orchars in South Tyrol. Proceedings
                      of the 19th International Conference on Organic
                      Fruit - Growing from February 17th to February
                      19th, 2020 University of Hohenheim, Germany,
                      145-148

                        25
EcoOrchard – KnowHow

                   Im Rahmen des Projekts wurde eine
                   Broschüre mit allen relevanten
                   Informationen zur Anlage und Pflege
                   von mehrjährigen Blühstreifen in
                   Obstanlagen für interessierte Landwirte
                   entwickelt.
                   Free Download: www.laimburg.it

                  26
Schlussfolgerungen (1)

 • Blühstreifen fördern die generelle Biodiversität in
   Obstanlagen
 • Sie wirken sich positiv auf das Landschaftbild aus
 • Einflüsse auf die Schädlingsregulierung (funktionelle
   Biodiversität) sind extrem von Intensität und anderen
   Standortfaktoren abhängig!!
 • Für einen Erfolg ist die Auswahl geeigneter Arten ( z.B. FAB
   Pflanzen) essentiell
 • An den gegebenen Standort angepasste Arten
   (=>Wildformen, regionales Saatgut) etablieren sich besser

                                   27
Schlussfolgerungen (2)

• Mehrjährige Blühstreifen erfordern Pflege (zeitgerechtes
  Mähen, mehrmals pro Jahr)
• Angepasste Mechanisierung für die Mahd der
  Seitenstreifen sollte vorhanden sein
• Einschränkungen beim Pflanzenschutz (Verzicht auf
  Insektizide bzw. Mahd der Blühstreifen vor der Ausbringung
  sind erforderlich)
• Augenmerk auf die Entwicklung von „Nager“ Populationen
• Auswirkungen auf Wanzenbefall noch unklar!!

                                   28
3) Alternativen zu Herbiziden im Obstbau

         Einleitung

         Ein Meilenstein zur Bodenpflege im Südtiroler Obstbau:

         Mantinger H., Gasser H., Aichner M. (1995). Bodenpflegeversuche
                    mit unterschiedlicher Streifenbehandlung.

                • Teil 1 – Einleitung, Materialien, Methoden und Voraussetzungen
                  des Bodenpflegeversuches. Obstbau Weinbau 32(4): 102-105.

                • Teil 2 – Einsaaten mit Weißklee bzw. mit einer Mulchmischung.
                  Obstbau Weinbau 32(5): 137-140

                • Teil 3 – Abdecken der Baumstreifen, chemische und mechanische
                  Streifenbehandlung. Obstbau Weinbau 32(4): 173-176.

                                               29
Abdeckung des Baumstreifens

       Matten / Folien             Nadelholzrinde
                              30
Einsaaten

            Weißklee
                  31
Mechanische Bodenbearbeitung

                        Scheibenpflug Spedo
                                    32
Ergebnisse:
Einfluss unterschiedlicher Baumstreifenbehandlungen auf die Ertragsleistung von Golden
Smoothee auf M9, Pflanzenjahr 1990.

                                                   33
3) Alternativen zu Herbiziden im Obstbau
Thermische Unkrautregulierung

Vorteile:
• Keine Rückstände
• Kein Einfluss auf
  Bodenstruktur;
• Keine Wurzelschäden.

Probleme:
• Kurzfristiger
  unkrautregulierender Effekt;
• Hoher Energieaufwand;
• Blatt- und
  Fruchtverbrennung möglich;
                                                 Abflammgerät der Firma Mingozzi (Versuche 2011 am VZ Laimburg).
• Brandgefahr.
         Quelle: Kelderer M., Condin B. (2012). Abflammen – eine alternative Unkrautregulierung im Obst- und Weinbau? Obstbau Weinbau 49(9), 293-295.

                                                                         34
3) Alternativen zum Herbizid

        Bio-Herbizide (OMRI)*
        • Pflanzenöle / -extrakte:
            – WeedZap™ SaferGro® (JH-Biotech, Inc.);
            – Zero Tolerance™ (Natural Garden Solutions, LLC).
        • Organische Säuren:
            – AllDown® (KPT, LLC dba Summerset Products);
            – BioLink® (Westbridge).
        • Herbizide auf Basis von Limonene:
            – GreenMatch Burndown® (Marrone Bio Innovations);
            – Avenger® Weed Killer (Cutting Edge Formulations, Inc.).
        • Seifenherbizide mit Ammonium Nonanoate:
            – AXXE® (BioSafe Systems);
            – Neudorff® H01 (W Neudorff GmbH KG).
        • Natriumchlorid: A.D.I.O.S.™ Selektives Herbizid (HerbaNatur Inc.).
        • Thaxtomin (Phytotoxisches Toxin produziert von Streptomyces spp.):
            – Opportune™ Vor- and Nachauflauf Herbizid (Marrone Bio Innovations).
           * Quelle: Organic Materials Review Institute (OMRI) - Products List 2013

                                                                           35
3) Alternativen zum Herbizid
Bio-Herbizide (Versuche am VZ Laimburg)*

Kontaktherbizide:
• 20 getestete Produkte, 68 Varianten (versch. Dosierungen und Mischungen).
• Produkte mit bester Abbrenn- und Dauerwirkung:
       1)   Eugenol (allein, +Sojalezithin)
       2)   Pinienöl (allein, +Mineralöl)
       3)   Essigsäure 12%
       4)   Ameisensäure 12%

Vorauflaufmittel:
• 8 getestete Produkte, 9 Varianten.
• Produkte mit bester Wirkung:
       1) Eugenol
       2) Weinessig
       3) Pinienöl

* Quelle: Kelderer M., Casera C., Lardschneider E. (2006). What can we expect from the commercially available bio-herbicides.
  12th International Conference on Organic Fruit-Growing. Weinsberg. 12, 172-177. (www.foeko.de)
                                                                              36
3) Alternativen zum Herbizid

Bio-Herbizide (Versuche am VZ Laimburg)

                      Behandlung mit Pinienöl 10%

       Nach 3 Tagen                                 Nach 16 Tagen

                                      37
3) Alternativen zum Herbizid

        Bio-Herbizide

        • Keine systemische Wirkung, nur Kontaktwirkung
        • Hoher Mittelaufwand
        • Kurze Dauerwirkung
        • Unkraut möglichst kurz
        • Im Europäischen Bioanbau nicht erlaubt

        Wie unterscheidet der Journalist zwischen einem klassischen
         Herbizidstreifen und einem Bioherbizidstreifen?

                                       38
Alternativen zum Herbizid
Mechanische Streifenbehandlungen

• Fräsen
• Unterschneidegeräte
• Scheibenpflüge
• Kreiseleggen (Krümler)
• Bürsten und Lappengeräte

                                   39
Alternativen zum Herbizid
• Mechanische Geräte – Kriterien der Auswahl

Bodenbeschaffenheit
Hangneigung
Reihen- Pflanzabstand
Bodenbearbeitung ja/nein
Fahrgeschwindigkeit
Wartungsintensität
Dauerwirkung
Preis des Gerätes

                                        40
3) Alternativen zum Herbizid
        Mechanische Streifenbehandlungen

        • Vorteile:
            –   Keine Pestizide;
            –   Erhöhte Stickstoffmineralisation;
            –   Wenigere Mäuse;
            –   Wirkungsdauer je nach Gerät.

        • Probleme:
           – Hohe Anschaffungskosten;
           – Hoher Arbeits- und Energieaufwand;
           – Stamm- und Wurzelschäden möglich;
           – Beschädigung der Bodenstruktur, Humusabbau;
           – Qualität der Arbeit (Grassschopf um den Stamm,
             usw.);
           – Förderung von Ackerunkräutern;
           – Probleme in Hanglagen und steinigen Böden.

                                                    41
3) Alternativen zum Herbizid

     Die zurzeit in Südtirol am meistens verwendeten Geräte zur Bodenbearbeitung:

      ➢ Krümler Ladurner (ca. 40 Einheiten)

      ➢ Kreiselegge Pellenc (ca. 30 Einheiten)

      ➢ Bürstengerät Aedes (ca. 110 Einheiten)

      ➢ Scheibenpflug

      ➢ Bürstengerät Greenmaster (keine Daten)

      ➢ Bürstengerät VIMAS (ca. 35 Einheiten)

                                                 42
Krümler Ladurner
    Mod. 7
  doppelseitig

         43
Vor- und Nachteil der Geräte
Bürsten:                                   Krümler:

Besser bei schwierigen Böden und im Hang   Belüftet den Boden
Höhere Fahrgeschwindigkeit                 Regt die Mineralisierung an
Bessere Qualität um dem Stamm              Einarbeiten von Düngern
Weniger wartungsintensiv                   Hält die Mäuse von den Bäumen
Günstiger im Ankauf                        Dauerwirkung etwas länger

                                           Relativ geringe Fahrgeschwindigkeit
Keine Bodenbearbeitung                     Schäden an Wurzeln
Keine Einarbeiten der Dünger               Qualität der Arbeit um den Stamm
Dauerwirkung etwas geringer                Wartungsintensiv
                                           Probleme in Hang und bei steinigen Böden
                                           Je nach Modell teurer

                                                 44
Vor- und Nachteil der Geräte

            Pflug:

            gute Ergebnisse bei leichten Böden
            hohe Fahrgeschwindigkeit
            gute Dauerwirkung
            keine Wartung
            sehr günstig im Ankauf

            Bodenverschiebungen
            In Kombination mit anderen Geräten
            Gefahr des Freimachens

                                        45
4) Schlussfolgerungen

Wirkungsdauer unterschiedlicher Alternativen zum Herbizid

                                                    Entwicklung des Bedeckungsgrades in einer Apfeljunganlage

                                              100

                                              80
                           % Bedeckungsgrad

                                                                                 2. Behandlung
                                                                                 (Mitte Mai)
                                              60                                                                        Herbizid
                                                                                                                        Pflug

                                                     1. Behandlung
                                                                                                                        Krümler
                                              40
                                                     (Anfang April)                                                     Bürste
                                                                                                                        Abflammgerät
                                              20

                                               0
                                                    1. Auswertung     2. Auswertung   1. Auswertung   2. Auswertung
                                                        14.04             28.04           31.05           16.06

       Quelle: Kelderer M., Condin B. (2012). Abflammen – eine alternative Unkrautregulierung im Obst- und Weinbau? Obstbau Weinbau 49(9), 293-295.

                                                                                        46
Tabelle was die

                  47
Projektpartner

 Ctifl
 Centre technique interprofessionel fruits
 legumes (FR)                                                   InHort
                                                                Research institute of horticulture (PO)

                                                               Università delle Marche (IT)

             Hohenheim university (D)
                                                                  Fruit grow institute (BG)
FiBL
Research institute of organic agriculture
(CH)

                                     http://www.domino-coreorganic.eu/
Versuchsziele
Nutzung von Untersaaten
          zur                Evaluation verschiedener   Evaluation von Potential
                            organischer Abfallprodukte und Grenzen physikalischer
Erhöhung der funktionalen
                              als organischer Dünger     Schutzbarrieren in den
Biodiversität in der Anlage
                                                           Anlagen (Pilz- und
    Unkrautregulierung
                                Laborversuch unter      Schädlingsreduktion und
   Bodenverbesserung                                       Reduktion der PPP
                            kontrollierten Bedingungen
 Screening (2018 – 2019)               (2018)               Anwendungen)
 Versuche auf Apfel- und    Feldversuch (2019 – 2021)
Weinanlagen (2018 - 2021)                               Feldversuch 2019 – 2021
Lebend Mulch
                   Welche sind die optimalen Arten für Südtirol?

        Hauptziel: Unerwünschte Beikräuter in den Baumstreifen zu reduzieren
Erwünschte Eigenschaften                    J                           K                    L
          Höhe                            < 45 cm                    46-65 cm              > 65 cm
     Anforderung Licht                     nieder                     mittel                hoch
                                    hohe Samen bzw.             niedere Sammen bzw.    keine Samen bzw.
  reproduktives Potential
                                   Stolonenproduktion            Stolonenproduktion   Stolonenproduktion
   Konkurenz Beikräuter                     hoch                       mittel               nieder
  Konkurenz Apfelbäume                     nieder                      mittel                hoch
  Attraktivität f. Nützlinge     Prädatoren od. Bestäuber               k.A.                nieder
 Attraktivität f. Krankheiten   repellent od. nicht attraktiv           k.A.                 hoch
      Trockenresistenz                      hoch                       mittel               nieder
      Nährstoffbedarf                      nieder                      mittel                hoch

                                                       50
Monitoring und Datenerhebung
                                2019 - 2020
      Boden:                 Ersteinschätzung (Nächste: 2021)
                                       mineralisierter Stickstoff im April, Juni, Oktober
                                       Bodenfeuchte

      Blätter:               Makro- und Mikro-Nährstoffe (Juli)

      Untersaaten:           Braun Blanquet Index
                                       Höhe der Einsaaten
                                                                 G. album während der Ernte 2019

      Obstbäume:             Stammdurchmesser
                                     Produktion (kg/Baum)
                                       Fruchtqualität
Braun Blanquet Index
BBI    coverage in %
 r     < 0,5%
 +     < 1%
 1     1% - 5%
 2     5% - 25%
 3     25 % - 50%
 4     50% - 75%                                        Tesnsiometer im Einsatz: T. repens, A. millefolium, G.
 5     75% - 100%                                       album
                                      51
Ergebnisse

                              Potentilla reptans                                                                 Portulaca oleracea
5                                                                                  5

4
                                                                                   4
3
                                                                                   3
2
                                                                                   2
1

0                                                                                  1

                                                                                   0
                                                                                         1.5.2019         1.6.2019        1.7.2019       1.8.2019          1.9.2019

                         Potentilla reptans           Weed                                                     Portulaca oleracea        Weed

                              Tropaeolum majus                                                                       Galium album
    5                                                                              5

                                                                                   4
    4
                                                                                   3
    3
                                                                                   2
    2
                                                                                   1

    1                                                                              0
                                                                                       1.3.2019     1.4.2019   1.5.2019   1.6.2019   1.7.2019   1.8.2019     1.9.2019
    0
        1.4.2019   1.5.2019     1.6.2019   1.7.2019     1.8.2019   1.9.2019

                          Tropaeolum majus             Weed                                                     Galium mollugo          Weed

                                                                              52
Der Feldversuch fällt für die Einsaaten positiv aus…

      Echinochloa crus-galli                       Achillea millefolium

“eins der schlimmsten Unkräuter der   Auch für die schwächste
Welt”                                 Art besteht Hoffnung!
Sehr invasiv
bis zu 2 m hoch
40000 Samen pro Pflanze
Konkurrenz um Stickstoff mit
Apfelbäumen (CABI, 2019)

                                                                          2.Jahr
                                                                          Screening (2019)

                                                                          99%
                                                                          Bodenbedeckung

                                           53
Zusammenfassung und Ausblick

                Die vielversprechendsten Arten in Apfelanlagen für 2019 waren:

                                         Galium album
                                        Trifolium repens
                   MIX Trifolium repens, Galium album, Achillea millefolium
                                    *Trifolium resupinatum

        Die Auswirkungen von Lebend Mulch auf Blattnährstoffe und Fruchtprduktion
               müssen über die nächsten Jahre noch weiter validiert werden.

                       *T. resupinatum funktionierte bis Mitte Juli gut, nach der Blüte jedoch verschwand die Art. Der
                       freigewordene Platz wurde schnell und fast vollständig von Plantago bedeckt, was einer
                       Ausbreitung von Echinocloa crus galli entgegenwirkte.
November 2019                                       54
lebender Mulch im Project Domino

                          55
Unsere Pflanzen

                  56
Incubation trial of 2018

Net Nmin = Nmin with the fertilizer – Nmin of unfertilized microcosms
58
Versuche mit verschiedenen Abdeckungen bei
Dauerkulturen einschließlich Carbon Foot Print

M. Kelderer, C.Casera, T. Holz, Boschiero M.
Versuche zur Apfelwicklerbekämpfung 2008 - 2021
 Einzelreiheneinnetzung vs. Einnetzung der ganzen Anlage

                        Wanzen !!
Versuche Apfelwicklerbekämpfung
      Anlage 1: Einzelreihe vs. Einnetzung der gesamten Anlage
Ausdünnungseffekt: 2010-2016

                                                                          Früchte /   Ø FG
      Jahr           Sorte                    Variante         ADW in %
                                                                           100 BB     in g

                                Netz schwarz / vor der Blüte     46,5       63,4        -

      2010         GoldRush     Netz schwarz / Vollblüte         25,1       88,9        -

                                Kontrolle                          -        119,0       -

                                Netz schwarz / vor der Blüte     35,4       84,7      181,0

      2011        Golden Del.   Netz schwarz / Vollblüte         21,4       103,0     179,0

                                Kontrolle                          -        131,0     147,0

                                Netz schwarz / vor der Blüte     29,9       66,6      212,0

      2014           Kanzi      Netz schwarz / Vollblüte          5,0       90,2      195,0

                                Kontrolle                          -        94,9      174,0

      2015               Fuji   Keep in Touch® vor der Blüte     65,0         -         -

      2016               Fuji   Keep in Touch® vor der Blüte     60,0*        -         -

    * geschätzter Wert
Nebeneffekte der Einzelreiheneinnetzung

         Blutlaus an Fuji auf M9 mit Einzelreiheneinnetzung
Keep in Touch®: Die Zukunft des Obstbaus in
Südtirol?

Versuche an Äpfeln, Trauben, Aprikosen,
und Kirschen seit 2015
Keep In Touch®

        •   Kombiniertes Regen- und Insektenschutznetz der Firma Boscato Reti –
            Malo (VI)

        •   Ansprechpartner: Mario Tonioni

             – Oberteil des Netzes (Regenschutz):
               Regenschutznetz aus zwei vernähten Netzen, aus weißem Säure- und
               UV- beständigem Garn ( Ø 0.22 mm) vernäht, Gewicht 480 gr/m2,
               Reisfestigkeit 18t/m2, Maschenweite: ca. 3 x 3 micron

             _   Seitlicher Teil des Netzes (Insektenschutz):
                 Insektenschutznetz aus weißem Garn ( Ø 0.31 mm) Säure- und UV-
                 beständig, Gewicht 0.70 gr/m2, Maschenweite 4 mm x 2.3 mm.

        •   Kosten pro ha incl. Stützgerüst: Regenschutz 180 cm + Insektenschutz
            300cm+300cm; Betonsäulen 9 X 9 cm, 7m in der Reihe; Reihenabstand: 3.20
            m; Höhe 2.80 m; = Kosten / lm 18 €; Kosten / ha e costo 55.800 €
            (Materialkosten Netze incl. Säulen, Drähte, etc.)
        •   Kosten / LM ohne Säulen (180 + 300 + 300): 11,0 Euro
Primärschorfversuche 2016: Fuji, Anlage 41 (IP)

                   % befallene Äpfel am 30.06.2016
30,0

25,0

20,0

15,0

10,0

 5,0

  ,0
PSV 2016: Fuji, Anlage 41,Marssonina
PSV 2016: Fuji, Anlage 41, Raubmilben
Gloeosporiumversuch 2017: Fäulnisse nach
   Auslagerung und shelf-life, Evelina bl. 1

                    Evelina Bl. 1: % Fäulnis bei der Auslagerung und nach der shelf life
                                                   Periode
             90,0

             80,0

             70,0

             60,0
% bef. Fr.

             50,0

             40,0

             30,0

             20,0

             10,0

              0,0
                      Boni protect           Keep in touch           Poltiglia disp. +          Ulmasud               Kontrolle
                                                                       Laminarin

                                              % Fäulnis bei der Ausl.        % Fäulnis nach der SL

                                 Reifeparameter bei der Ernte am 07.09.2017
                                     Erntedatum   Penetrom. Kg/cm²      Säure g/l    Refraktometer °Brix   Stärke (0-5)
                                     07.09.2017         6,6 0              4,70              13,6               4,3
Probleme mit der Windstabilität 2016
Regulierung von Pilzkrankheiten im Weinbau
                                                                 Anbringung der Netze am 04/03/2016

                In Zusammenarbeit mit G. Innerebner, Ch. Roschatt und A. Schmid
Carbon Footprint: Methodik

• Der Carbon footprint ist eine Meßgröße, welche die direkten und indirekten
  Emissionen von klimaverändernden Gasen eines Produkts in CO2
  Äquivalenten angibt, und das klimaverändernde Potential eines Produkts
  ausdrückt (Min. Ambiente e della Tutela e Salute del Territorio e del Mare).
• Die Analyse wurde mit Hilfe der Software SIMAPRO 8 durchgeführt.
• Die meisten Daten wurden empirisch im Feld oder durch
  Lieferanteninterviews erhoben. Waren keine Daten verfügbar wurde auf
  spezifische Datenbanken zurückgegriffen (ECOINVENT v3).
• Für jeden Prozess wurden Input und Output auf die Bezugsgröße 1 ha
  gerechnet.
• Die Methodik zur Berechnung der klimaverändernden Gase, ausgedrückt
  in kg CO2 Äquivalenten folgt dem Vorschlag der IPCC (IPCC 2007;
  International Panel of Climate Change).
Carbon footprint
               Pflanzenschutz BIO
      Behandlungen GALA                               Behandlungen BRAEBURN
Annahme 1ha, Jahr 2016
20 Behandlungen gesamt:                               Annahme 1ha, Jahr 2016
                                                      22 Behandlungen gesamt:
          Produkt               Menge    Pathogen          Produkt           Menge     Pathogen
    Kupfersulfat (kg/ha)         8.33     Schorf      Kupfersulfat (kg/ha)    9.52    Ticchiolatura
                                                       Schwefel (kg/ha)      13.97        Oidio
                                          Mehltau,    Schwefelkalkbrühe
      Schwefel (kg/ha)          11.16                                        78.89    Ticchiolatura
                                           Schorf            (l/ha)
  Schwefelkalkbrühe (l/ha)      106.76     Schorf                                      San José
                                                        Paraffinöl (l/ha)    17.89
                                         San José                                      Schildlaus
      Paraffinöl (l/ha)         17.89                  Natriumbikarbonat
                                         Schildlaus                          12.744     Mehltau
     Azadiractin (l/ha)          2.15      Läuse             (kg/ha)
     Granulovirus (l/ha)         0.07     Wickler      Azadiractin (l/ha)     2.15       Läuse
Bacillus Thuringensis (kg/ha)    1.33     Wickler      Granulovirus (l/ha)    0.07      Wickler

  Für Azadiractin, Granulovirus, Bacillus thuringensis waren keine Daten in der Datenbank
  verfügbar (Ecoinvent database v3), deshalb wurden sie in der Analyse nicht berücksichtigt.
Carbon footprint : vorläufige Ergebnisse
     Emissionen di CO2e (Kg CO2e/ha pro Jahr)

                                  Analysierte Prozesse   Braeburn    Gala
                                      Ausbringung         270.08    245.52
                             Produktion:
Eine Behandlung von 1 ha,             Kupfersulfat          3.51      3.07
mit Traktor und Sprühgerät               Schwefel           6.15      4.91
mit einer Geschwindigkeit
von 7km/h und einem                Schwefelkalkbrühe        5.13      6.95
Dieselverbrauch von                     Paraffinöl         12.15     12.15
2.67l/ha, verursacht
Emissionen von                     Natriumbikarbonat       13.40        -
12.3 kgCO2eq/ha.                         Gesamt           310.43    276.61
Carbon footprint: bewertete
                  Systeme

 Hagelnetz        Hagelnetz       Hagelnetz       KeepInTouch®
 Standard         Blocksystem     Einzelreihe     (Anti-Regen
 (Maschenweite    (Maschenweite   (Maschenweite   doppellagig,
 3x8mm)           3x8mm)          3x8mm)          Anti-Insekten:
                                                  Maschenweite
✓ Produktion Ausgangsmaterial                     2.3x4mm)
✓ Auf und Abbau
✓ Jährliche Wartung                 Annahme:

✓ ohne Entsorgung                   ✓ Lebensdauer: 15 Jahre
Risultati
                          Emissionen in CO2e (Kg CO2eq/ha pro Jahr)
                               Hagelnetz    Hagelnetz       Hagelnetz    KeepInTouch® (Wasser
                               Standard    Blocksystem   Einzelreihensy. und Insektenschutz)
  Analysierte Prozesse

    Tragende Strukturen
(Betonsäulen, Erstellung und     696.5        696.5          696.5              696.5
  Rodung, Transport, etc.)

            Netz                 90.13       104.31          224.16            640.39

        Plastikteile
   (Säulenabdeckungen,           63.74        65.32          48.79               7.89
      Plaketten, etc.)
 Metallteile (Seile, Drähte,
                                153.91       171.45          280.78            477.51
       Stützen, etc.)

     Aufbau u. Abbau             14.74        15.47          15.47              17.02

  Jährliche Instandhaltung       83.73        87.92          87.92              96.65

          Gesamt                1,102.79     1,141.01       1,353.66           1,935.98
Schlußfolgerungen:

               (+)

               - Verminderung von Pflanzenschutzmaßnahmen?
               - Ernteregulierung usw.
               - Nebeneffekte (Berostung, Sonnenbrand etc.)

               (-)

               - negative Effekte (Blutlaus, Ausfärbung..)
               - hohe Kosten
               - erschwerte Mechanisierung und Bearbeitung
               - Ökobilanz (Carbon Footprint)

               (?)

               - Fruchtqualität
               - Wirtschaftlichkeit
               - Landschaftsbild (Südtirol !!)
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