WIENER WOHNEN. Immer besser. Geschäftsbericht
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„Der Zweck der Unternehmung
Stadt Wien – Wiener Wohnen
besteht in der Bereithaltung und
Schaffung von einem modernen
Standard entsprechenden
Mietwohnungen für einkommens-
schwächere, wohnungsbedürftige
Personen und Familien.“
§ 2 Abs. 1 des Statuts für die Unternehmung
„Stadt Wien – Wiener Wohnen“Inhalt
3 Editorial
4 Stadt Wien – Wiener Wohnen im Überblick
6 Die Organisationsstruktur
6 Frontoffice
7 Backoffice
8 Rechtliche Verhältnisse
8 Allgemeines
9 Sitz, Zweck und Umfang
9 Externe Wohnhausverwaltung
10 Kapital(-rücklage)
10 Organe
12 Vertretung
13 Wirtschaftsführung
13 Langfristige Verträge
16 Highlights 2010
18 Ein ereignisreiches Jahr 2010
18 Der Change-Prozess
20 „Willkommensservice“
22 „Wiener Wohnen vor Ort“
23 Videoüberwachung: Sicherheit beruhigt
24 Sanierungsoffensive
25 Beschwerdemanagement
27 Lagebericht
28 Bericht über den Geschäftsverlauf und
die wirtschaftliche Lage
30 Bericht über die zukünftige Entwicklung und Risiken der Unternehmung
32 Risikoberichte
33 Bericht über die Kundendienstzentren
33 Bericht über Forschung und Entwicklung
35 Geschäftstätigkeit von Wiener Wohnen 2010
36 Personal
36 Organisationsentwicklung
37 Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
40 Geschäftsfelder von Wiener Wohnen
46 Tochterunternehmen
48 Jahresabschluss 2010
50 Aktiva
51 Passiva
52 Gewinn- und Verlustrechnung
54 Anhang und Anlagespiegel
65 Impressum
2 Stadt Wien – Wiener WohnenEditorial
Das Jahr 2010 war für Stadt Wien – Wie- WOHNEN. Immer besser.“ begonnen.
ner Wohnen ein arbeitsintensives und Dieser Weg, den wir als Stadt Wien –
auch ein erfolgreiches Jahr. Wir haben Wiener Wohnen beschritten haben, ma-
uns den Herausforderungen des Change- nifestiert sich dabei nicht nur in einer
Prozesses gestellt und vieles von dem, organisatorischen Neuaufstellung ein-
was wir uns vorgenommen hatten, auch zelner Bereiche, sondern auch in einem
geschafft. Das Bausanierungsmanage- neuen, selbstbewussteren Auftreten
ment und die Gartentechnik wurden der Unternehmung Stadt Wien – Wiener
zentralisiert, das Referat Beschwerde- Wohnen. Wir haben die Service- und
management wurde etabliert, Interes- Informationsoffensive „Durchs Reden
sentinnen und Interessenten für eine kommen d´Leut zam“ 2010 erfolgreich
Gemeindewohnung können sich seit weitergeführt. In unserem Positionie-
Sommer 2010 an das neue „Willkom- rungsstatement heißt es unter anderem:
mensservice“ wenden, wir haben zusätz- „Ich wohne im Gemeindebau. Das ist
liche Ordnungsberaterinnen und Ord- leistbar für mich. Die Hausverwaltung
nungsberater aufgenommen, das zen- ist sozial … Ich wohne sicher … Das ist
trale Auftragswesen wurde realisiert, ein mein Grätzl, das ist meine Wohnung –
neues Rechnungsprüfungsprogramm das ist eben Wiener Wohnen …“
– roLReP – vorbereitet, das mittlerwei-
le eingeführt wurde. Und schließlich Stadt Wien – Wiener Wohnen konnte im
wurden Ende des Jahres 2010 die ersten Jahr 2010 den Personalstand auf 687
Stützpunkte von „Wiener Wohnen vor Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhö-
Ort“ fertig gestellt. Sie gehen seit Jänner hen. Auch dies ist ein Zeichen dafür, dass
2011 sukzessive in Betrieb. Vieles wur- wir unsere Aufgabe als Hausverwaltung
de neu organisiert und zum Wohle der der Wiener Gemeindebauten sehr ernst
Mieterinnen und Mieter, aber natürlich nehmen. Denn um die gewohnt gute Be-
auch zur Entlastung der Mitarbeite- treuung und unser umfassendes Service
rinnen und Mitarbeiter in den Kunden- auch weiterhin anbieten zu können,
dienstzentren umgesetzt. An erster Stelle braucht es genügend Mitarbeiterinnen
stehen dabei sicherlich das neue „Will- und Mitarbeiter. Gleichzeitig investie-
kommensservice“ und die neuen Öff- ren wir aber auch kontinuierlich in de-
nungszeiten in den Kundendienstzent- ren Ausbildung. Stadt Wien – Wiener
ren, die seit Jänner 2011 gelten. Wohnen möchte auch dadurch bei den
Mieterinnen und Mietern punkten. Wir
Stadt Wien – Wiener Wohnen ist eine wollen dem zweiten Teil unseres Positi-
der größten Hausverwaltungen Euro- onierungsstatements gerecht werden:
pas – das reicht uns aber nicht. Wir „… Wiener Wohnen, das sind aber auch
wollen vor allem eine moderne Haus- die netten und kompetenten Leute von
verwaltung sein. Nicht um jeden Preis meiner Hausverwaltung, die ich sogar
und selbstverständlich auch nicht über rund um die Uhr per Telefon erreichen
Nacht – wir wollen unser Ziel Schritt kann! Ein toller Service der Stadt Wien.“
für Schritt mit einem hohen Maß an
Professionalität erreichen.
„Kundenzufriedenheit“ hat höchste Pri-
orität und nicht zuletzt deshalb haben
wir nach der großen Mieterinnen- und
Mieterbefragung im Jahr 2008 mit Dr. Daniela Strassl, MBA
dem „Change“ in Richtung „WIENER Direktorin
Stadt Wien – Wiener Wohnen 3Stadt Wien – Wiener Woh 4 Stadt Wien – Wiener Wohnen
nen im Überblick
Theodor-Körner-Hof
Margaretengürtel 68 – 74, 1050 Wien
Baujahr: 1951 bis 1955
Wohnungen: 1.228
Architekten: Hermann Aichinger,
Heinrich Benedikt, Julius Gretzmacher,
Albert Hein, Wolfgang Horak, Albrecht
F. Hrzan, Friedrich (Fritz) Kastner, Ceno
Kosak, Siegfried Mörth, Hans Paar,
Robert Preissecker, Willi Reichel,
Hans Riedl, Fritz Sammer, Friedrich
Schlossberg, Josef Schmelzenbart
Stadt Wien – Wiener Wohnen 5Stadt Wien – Wiener Wohnen im Überblick
Die Organisationsstruktur
Die Unternehmung gliedert sich in eine Dienststelle im Wohnhausanlagen –, als einheitliche Anlaufstelle für
Sinne der Geschäftsordnung des Magistrats – die Di- viele Belange der Mieterinnen und Mieter zu fungieren.
rektion von Wiener Wohnen – und in neun Teildienst-
stellen als Serviceeinrichtungen – die so genannten Im Jahr 2010 wurde allerdings von diesem Prinzip teil-
„Kundendienstzentren“. Drei Referatsleiterinnen bzw. weise abgegangen. Die Bereiche Betreuung von woh-
Referatsleiter leiten die bislang kleinsten operativen nungssuchenden Personen und Familien, die Sanierung
Organisationseinheiten eines Kundendienstzentrums, von Wohnhausanlagen, die Auftragsvergabe und die
die „Gebietseinheiten“, deren Mitarbeiterinnen und Gartentechnik wurden – aufgrund ihrer Spezialisierung
Mitarbeiter sich jeweils aus Kaufleuten, Technike- auch im Hinblick auf die Kundenbetreuung und einen
rinnen bzw. Technikern und Wohnberaterinnen bzw. besseren Personalressourcenausgleich – zentralisiert.
Wohnberatern zusammensetzen. Diese Gebietsein-
heiten werden seit Mitte des Jahres 2003 in jeweils
zwei „Teams“ geteilt. Daneben bestehen noch ein haus-
technisches Referat, ein Servicebereich, der von einem Frontoffice
Servicekoordinator geführt wird, sowie eine Kanzlei.
Zentrale Ansprechpartnerinnen bzw. Ansprechpart-
Die Standorte der Kundendienstzentren wurden so ner für Mieterinnen und Mieter im Servicebereich
gewählt, dass diese möglichst einfach und unkompli- der Kundendienstzentren sind die Wohnberaterinnen
ziert mit den U-Bahn-Linien zu erreichen sind. Zentra- und Wohnberater. Seit die Service-Nummer sämtliche
le Aufgabe der Kundendienstzentren ist es – neben der Telefonate hinsichtlich allgemeiner Auskünfte und
administrativen Verwaltung der ihnen zugeordneten Störungsmeldungen übernimmt, sind die Kunden-
Wiener Wohnen
Kundendienstzentrum
Wiener Wohnen
21., Franz-Jonas-Platz 12 Willkommensservice
S Floridsdorf
Kagran
U
U6 22., Donaustadtstraße 1/
S Ecke Wagramer Straße
Friedensbrücke U1 U-Bahn-Station
9., Alserbachstraße 41 U
17., Elterleinplatz 14 Autobus
Schwedenplatz
16., Opfermanngasse 1/1 9 Stephansplatz U Straßenbahn
Kendlerstraße
U U U Landstraße
Westbahnhof U3 Schnellbahn
Schweglerstraße
U U U4
Niederhofstraße U
12., Ignazgasse 4 U Gasometer
Wiener Wohnen
10., Dieselgasse 1-3/4 Willkommensservice
Enkplatz U 3., Guglgasse 7-9
Bus
Laxenburger 11., Simmeringer
Straße Hauptstraße 108a
U Alterlaa 15A
23., Anton-Baumgartner-Straße 125/1
6 Stadt Wien – Wiener Wohnendienstzentren wesentlich entlastet und die Mitarbei- Organigramm Stadt Wien – Wiener Wohnen
terinnen und Mitarbeiter können sich noch mehr um
die persönliche Betreuung der Kundinnen und Kun-
den bemühen.
Darüber hinaus – als weitere Entlastung für die Kun- Oberste Leitung
dendienstzentren – wird die Betreuung von wohnungs-
suchenden Personen und Familien seit 28. Juni 2010
von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Wien
– Wiener Wohnen Kundenservice GmbH im Wiener
Wohnen „Willkommensservice“ am Standort Wien 3,
Unternehmungen
Guglgasse 7-9/Ecke Paragonstraße, abgewickelt. DION KD
im Eigentum von
Direktion Kundendienstzentren
Wiener Wohnen
Backoffice DION DION
Wiener
Wohnen
Wiener
Wohnen
Stadt Wien – Wiener
Beschwerde- Controlling Wohnen
für den 1., 2., für den
management und Interne Kundenservice GmbH
8., 9., 20. 10. Bezirk
Im kaufmännischen Bereich der jeweiligen Gebiets- Revsion
Bezirk
Anteil 100 %
einheiten werden u.a. Mietverträge abgeschlossen,
geändert oder aufgelöst. Weiters wird der Kontakt zu
Mieterbeiräten hergestellt und es werden Fragen be- DION DION Wiener Wiener Wiener Wohnen
züglich der Hausabrechnung geklärt. Der technische Finanz- Hausbe- Wohnen Wohnen Haus- und Außen-
referat sorgerange- für den 3., 4., für den 5., 6., betreuung GmbH
Bereich innerhalb der jeweiligen Gebietseinheiten be- legenheiten 11. Bezirk 7., 12. Bezirk Anteil 100 %
schäftigt sich überwiegend mit der reaktiven (Gebre-
chensdienst) und präventiven Erhaltung von Wohn-
hausanlagen und von bewohnten Mietobjekten sowie
DION DION Wiener Wiener
Wiener Substanz-
mit der Sanierung von leer gewordenen Mietobjekten. Hausver- Kanzlei Wohnen Wohnen
erhaltung GmbH
waltungs- für den 14., 15., für den 17., 18.,
Anteil 5 %
system 16. Bezirk 19. Bezirk
Sanierungs- und Verbesserungsarbeiten von Wohn-
hausanlagen werden seit 1. April 2010 nicht mehr
von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kun-
Wiener Wiener
DION DION
dendienstzentren, sondern vom Zentralen Bausanie- Ordnungs- Personal-
Wohnen Wohnen
für den für den
rungsmanagement am Standort Wien 11, Guglgasse beratung referat
21. Bezirk 22. Bezirk
15, umgesetzt. Für haustechnische Belange verfügt
jedes Kundendienstzentrum jeweils über eine eigene
Organisationseinheit – das Haustechnikreferat. Zu Wiener
DION DION
Jahresbeginn 2011 wurden die gartentechnischen Be- Projekt- Rechts-
Wohnen
für den
lange von den Kundendienstzentren in die Direktion koordination referat
13., 23. Bezirk
verlagert.
In der Direktion, die in Referate gegliedert ist, werden
DION DION
nur mehr jene Belange bearbeitet, die auf Grund der Geschäfts- Wohnungs-
feldleitung und Lokal-
Bedeutung der Angelegenheit oder der Einheitlichkeit Technik vergabe
bzw. der Ressourcensteuerung eine zentrale Behand-
lung erforderlich machen. Der gesamte technische Be-
reich von Wiener Wohnen ist im Geschäftsfeld „Tech-
nik“ zusammengefasst, dem der Geschäftsfeldleiter
Technik vorsteht.
Stadt Wien – Wiener Wohnen 7Stadt Wien – Wiener Wohnen im Überblick
Rechtliche Verhältnisse
Allgemeines ordnung für den Magistrat der Stadt
Wien wurden durch den Bürgermeister
gemäß § 91 Abs. 4 der WStV mit Ent-
Im Gemeinderat vom 29. April 1999, Pr.Z. schließung vom 4. Juni 1999 auf Grund
58/99-GIF, wurde beschlossen, dass der der Genehmigung des Gemeinderates
Verwaltungszweig Stadt Wien – Wiener vom 2. Juni 1999, Pr.Z. 57/99-GIF, ver-
Wohnen ab 1. Jänner 2000 als Unterneh- fügt und im Amtsblatt der Stadt Wien
mung im Sinne des § 71 der geltenden Nr. 24 vom 17. Juni 1999 kundgemacht.
Fassung der Wiener Stadtverfassung Das Statut für die Unternehmung Stadt
(WStV) geführt wird. Gleichzeitig hat Wien – Wiener Wohnen und die Sonder-
der Gemeinderat die seinerzeitige Zuer- bestimmungen zur Geschäftsordnung
kennung der Betriebseigenschaft an den für den Magistrat der Stadt Wien für
Verwaltungszweig Stadt Wien – Wiener die Unternehmung Stadt Wien – Wiener
Wohnen mit Wirksamkeit vom 31. De- Wohnen traten mit 1. Jänner 2000 in
zember 1999 aufgehoben. Kraft. Im diesem Statut verpflichtet
sich Wiener Wohnen zur Einhaltung der
Die näheren Bestimmungen über das Grundsätze ordnungsgemäßer Buch-
Maß der Selbstständigkeit der Unter- führung und zur Einhaltung der unter-
nehmung Stadt Wien – Wiener Wohnen nehmensrechtlichen Gliederungsvor-
enthält das vom Gemeinderat am 29. schriften gem. § 224 und § 231 UGB.
April 1999, Pr.Z. 58/99-GIF, gemäß § 71
der WStV beschlossene und im Amts- Die Unternehmung Stadt Wien – Wiener
blatt der Stadt Wien Nr. 20 vom 20. Mai Wohnen ist nicht in das Firmenbuch
1999 kundgemachte Statut für die Un- eingetragen. Unternehmer laut UGB ist,
ternehmung Stadt Wien – Wiener Woh- wer ein Unternehmen betreibt. Ein Un-
nen. Die für die Unternehmung Stadt ternehmen ist jede auf Dauer angelegte
Wien – Wiener Wohnen erforderlichen Organisation selbstständiger wirt-
Sonderbestimmungen zur Geschäfts- schaftlicher Tätigkeit, mag sie auch
Chronik
Fertigstellung des Metzleinstalerhofes (252 Wohnungen).
finden sich bereits Sozialeinrichtungen wie Badeanstalt,
Der Metzleinstalerhof ist ein Beispiel für den Übergang
Auf einer Gesamtfläche von 68.581 m2 erstreckt sich
die Gebäude wurden zum Teil noch aus Ersatzstoffen
Gärten, die für die Selbstversorgung angelegt waren,
Das zweite Wohnbauprogramm (30.000 Wohnungen)
monumentalen Wohnhausanlage ein Symbol für das
Einführung der „Wohnbausteuer“ zur Sicherung der
Das erste Wohnbauprogramm der Gemeinde Wien
Wohnanlage des kommunalen Wohnbaus in Wien.
vom „eigennützigen“ zum sozialen Wohnbau – es
Der Reumannhof (480 Wohnungen) wird gebaut.
Errichtung der Wohnhausanlage 16., Sandleiten.
Mit 1.587 Wohnungen ist sie damals die größte
Nachkriegszeit und gilt als erster kommunaler
Architekt Hubert Gessner versucht, mit dieser
Wohnsiedlung (150 Siedlungshäuser) gebaut.
Reihenhaus-Wohnbau der Stadt Wien. Es gab
Die Anlage orientiert sich an der Idee der
Wäscherei, Bibliothek und Kindergarten.
Wien und Niederösterreich werden zwei
wird beschlossen (25.000 Wohnungen).
Auf der Schmelz wird die erste größere
Siedlungsbewegung der unmittelbaren
die Anlage über mehrere Straßenzüge.
finanziellen Basis (Objektförderung).
Mieterschutzgesetz tritt in Kraft.
und Betonhohlsteinen errichtet.
selbstständige Bundesländer.
neue Wien zu schaffen.
wird beschlossen.
1919-1920
1924-1926
1924-1928
1919
1922
1923
1924
8 Stadt Wien – Wiener Wohnennicht auf Gewinn gerichtet sein. Die
unternehmensrechtlichen Rechnungs-
Sitz, Zweck und Umfang Soweit die Unternehmung Stadt Wien
– Wiener Wohnen Leistungen anderer
legungsvorschriften sind auf Unter- Dienststellen in Anspruch nimmt, ist
nehmer anzuwenden, die hinsichtlich Der Sitz der Unternehmung ist Wien. dafür ein angemessener Ersatz zu leis-
der einzelnen einheitlichen Betriebe Der Zweck der Unternehmung gem. § 2 ten; soweit die Unternehmung Stadt
jeweils mehr als EUR 400.000,00 Um- des Statuts besteht in der Bereithaltung Wien – Wiener Wohnen Leistungen für
satzerlöse im Geschäftsjahr erzielen. und Schaffung von Mietwohnungen für andere Dienststellen erbringt, gebührt
Gemäß § 189 Abs. 3 UGB ist jedoch das einkommensschwächere, wohnungsbe- ihr angemessener Ersatz. Von der Un-
3. Buch, welches die Rechnungslegung dürftige Personen und Familien, die ternehmung Stadt Wien – Wiener Woh-
regelt, nicht auf Körperschaften öffent- einem modernen Standard entsprechen. nen ist ein angemessener Beitrag zur
lichen Rechts anzuwenden, die rech- Der Zweck beinhaltet daher die Errich- Deckung des Aufwandes für Ruhe- und
nungslegungsrechtliche Sonderbestim- tung, Sanierung und Bewirtschaftung Versorgungsgenüsse nach der Pensi-
mungen haben (dies trifft auf die Stadt der städtischen Wohnhäuser (beste- onsordnung 1995 zu leisten.
Wien zu). hend aus Wohnungen, Geschäftsräum-
lichkeiten einschließlich der sonstigen
Die Unternehmung ist somit Unterneh- Einrichtungen wie Garagen u. dgl.).
mer im Sinne des § 1 UGB, ist jedoch auf- Externe Wohnhaus-
grund der Ausnahmebestimmung des Personalangelegenheiten der Bediens-
§ 189 Abs. 3 UGB nicht verpflichtet, die teten der Unternehmung Stadt Wien – verwaltung
unternehmensrechtlichen Rechnungs- Wiener Wohnen, ausgenommen Perso-
legungsvorschriften anzuwenden. Die nalangelegenheiten von Bediensteten Neben der Objektbetreuung durch die
Unternehmung ist auf unbestimmte der Unternehmung Stadt Wien – Wie- diversen Außenstellen werden städ-
Zeit errichtet. Das Geschäftsjahr ist das ner Wohnen, die mit Tätigkeiten i.S.d. tische Wohnhausanlagen und drei von
Kalenderjahr. Die Unternehmung Stadt §§ 3 und 4 des Hausbesorgergesetzes der Stadt Wien angemietete Wohn-
Wien – Wiener Wohnen besitzt keine betraut sind, werden von den nach der hausanlagen im Auftrag der Stadt
eigene Rechtspersönlichkeit. Ihr Ver- Geschäftseinteilung für den Magistrat Wien auch von privaten Wohnbauträ-
mögen wird vom übrigen Vermögen der der Stadt Wien zuständigen Dienst- gern bzw. Immobilienverwaltungen
Gemeinde gesondert verwaltet. stellen wahrgenommen. verwaltet:
Gartenstadt mit kleinteilig gestalteten Stockwerkhäusern,
verschiedene Wohn- und Gartenhöfe in unterschiedlichen
und Besucher der Werkbundausstellung geöffnet. Ein Teil
umkämpft. Erst nach längerer Zeit des Dauerbeschusses
Eine allgemeine Bauordnung für Wien wird beschlossen.
Siedlung entsteht in Zusammenarbeit mehrerer Künstler
kriegszeit symbolhaften Charakter. Die Wohnhausanlage
Errichtung Rabenhof (1.109 Wohnungen). Es reihen sich
Dies hat für die Wiener Sozialdemokratie der Zwischen-
erworben, die restlichen Modellhäuser werden von der
der Häuser wird von privaten Käuferinnen und Käufern
– zum Teil mit schwerer Artillerie – besiegt Polizei und
entsteht durch die Randverbauung der Eindruck einer
Ständestaat während der Februarkämpfe 1934 heftig
Wohnungen acht Wochen lang für die Besucherinnen
die entlang der Grundstücksgrenze aufgefädelt sind.
Höhen und mit verschiedenen Fassaden aneinander.
1926 bis 1931 errichtet. Sein (ursprünglicher) Name
Der Karl-Marx-Hof (1.353 Wohnungen) wird gebaut.
ist „Gartenstadt Jedlesee“. Auf einer Gesamtfläche
Fertigstellung 1932 sind die vollständig möblierten
Bau des Goethehofs (727 Wohnungen) in Wien 22.
des Widerstandes gegen den austrofaschistischen
Beim George-Washington-Hof (1.085 Wohnungen)
von 25.320 m2 entstehen Wohnungen, Geschäfte,
Errichtung der „Werkbundsiedlung“, Wien 13. Die
des österreichischen Werkbundes in Lainz. Nach
Der Karl-Seitz-Hof (1.146 Wohnungen) wird von
Der Goethehof ist als eine der letzten Bastionen
Armee diese Hochburg der Sozialdemokratie.
Gemeinschaftseinrichtungen und weitläufige
wirkt wie ein Palast bzw. eine Festung.
Gemeinde Wien übernommen.
1925-1928
1927-1930
1927-1931
1928-1932
1930-1932
1929
Grünflächen.
Stadt Wien – Wiener Wohnen 9Stadt Wien – Wiener Wohnen im Überblick
• GESIBA Gemeinnützige Siedlungs-
und Bauaktiengesellschaft,
Organe § 88 Abs. 1 lit. e WStV übersteigt;
6. die Prüfung und Genehmigung des
1010 Wien, Eßlinggasse 8–10 Gemäß § 3 des Statuts der Unterneh- Jahresabschlusses.
• Gemeinnützige Siedlungs-Genossen- mung Stadt Wien – Wiener Wohnen
schaft Altmannsdorf und Hetzendorf sind für die Unternehmung Stadt Wien
reg. Gen.m.b.H., 1120 Wien, Altmanns- – Wiener Wohnen nachstehende Organe Stadtsenat
dorfer Straße 74 zuständig: Dem Stadtsenat obliegt die Vorberatung
• Gemeinnützige Wohnungs- und der in den Wirkungskreis des Gemein-
Siedlungsgenossenschaft Siedlungs- Gemeinderat derates fallenden Angelegenheiten (sie-
Union reg. Gen.m.b.H., 1220 Wien, Dem Gemeinderat obliegt die Oberauf- he oben) sowie die Ausübung der ihm
Straßmayergasse 70 sicht über die Unternehmung Stadt nach § 98 WStV zukommenden Befug-
• ARWAG-Gebäudeverwaltung Wien – Wiener Wohnen. Ihm sind vor- nisse, wobei die Vorberatung des Wirt-
Ges.m.b.H., 1030 Wien, behalten: schaftsplans und des Jahresabschlus-
Würtzlerstraße 15 1. die Aberkennung der Eigenschaft ses in gemeinsamer Sitzung mit dem
• Dr. Gerhard Stingl Immobilien- der Unternehmung; Finanzausschuss zu erfolgen hat.
management, 1100 Wien, 2. die Abänderung des Statuts der
Laxenburger Straße 60 Unternehmung Stadt Wien –
• AREALIS Liegenschaftsmanagement Wiener Wohnen; Gemeinderatsausschuss
GmbH, 1020 Wien, Aspernbrücken- 3. die Festsetzung des Dienstposten- (Unterausschuss)
gasse 2 plans, welcher einen Teil des vom Die Unternehmung Stadt Wien – Wiener
• Dr. W. Donath Immobilienverwaltung Gemeinderat gemäß § 88 Abs. 1 Wohnen und deren Aufgabe untersteht
GmbH, 1020 Wien, Leopold-Moses- lit. c WStV festzusetzenden Dienst- einem Gemeinderatsausschuss (Un-
Gasse 4 postenplans darstellt; terausschuss). In den Wirkungsbereich
4. die Prüfung und Genehmigung des des Ausschusses fallen:
jährlichen Wirtschaftsplans; 1. die Vorberatung aller an den Stadt-
5. die Bewilligung der Erhöhung der senat und den Gemeinderat gerichte-
Kapital(-rücklage) im Wirtschaftsplan vorgesehenen ten Anträge;
Gesamtsumme des Aufwands oder 2. die Entgegennahme der vierteljähr-
Zur Erfüllung der oben angeführten Auf- der Investitionen oder Darlehensauf- lichen Berichte der Direktorin bzw.
gaben wurden der Unternehmung Stadt nahmen oder -rückzahlungen, sofern des Direktors der Unternehmung
Wien – Wiener Wohnen die bis zu diesem zur Abdeckung oder Rückzahlung Stadt Wien – Wiener Wohnen;
Zeitpunkt in Verwaltung des Betriebes keine höheren Erträge herangezogen 3. die Bewilligung der Erhöhung der
MA 17 stehenden Wohnhäuser, Garagen- werden können, es sich um keine Um- im Wirtschaftsplan vorgesehenen
und Parkplätze sowie die Betriebsmittel schuldung handelt und die Erhöhung Gesamtsumme des Aufwands, der
mit 1. Jänner 2000 übertragen. das Hundertfache des Wertes nach Investitionen, der Darlehensaufnah-
Ab Februar stagniert die Wohnbautätigkeit. Bis dahin sind
städtische Wohnhochhaus errichtet. Mit 20 Stockwerken
schwedischen Regierung im Rahmen eines großzügigen
in Wien für eine Viertelmillion Menschen (ein Achtel der
50.000ste Wohnung seit Ende des Zweiten Weltkrieges
5., Matzleinsdorfer Platz: Als Symbol für den Aufbruch
damaligen Bevölkerung) Wohnungen mit öffentlichem
Produktion der ersten Betonfertigteilelemente für den
Badezimmer, Zentralheizung, Lastenaufzug und Müll-
dem Zweiten Weltkrieg. Die zur Errichtung notwendi-
Die Per-Albin-Hansson-Siedlung West wird das erste
Baubeginn „Hugo-Breitner-Hof“ (1.132 Wohnungen).
schächte machen aus dem Haus etwas Besonderes.
gen Maschinen, mit denen man aus Bauschutt neue
und insgesamt 108 Wohnungen soll es das Zentrum
nach dem Zweiten Weltkrieg wird das erste Wiener
große Wohnbauvorhaben der Gemeinde Wien nach
Ziegelsteine produzieren konnte, wurden von der
der Wohnhausanlage Theodor-Körner-Hof bilden.
100.000ste Wohnung seit 1923 ist fertiggestellt.
Hilfsprogramms gespendet (1.033 Wohnungen).
Einrichtung des Wohnhauswiederaufbaufonds.
Wohnbauförderungsgesetz 1954 tritt in Kraft.
Zinsliste wird erstmals automatisiert erstellt.
Vergaberecht geschaffen worden.
Wiener Gemeindebau.
ist fertiggestellt.
1954-1957
1934
1947
1949
1951
1954
1956
1962
1964
10 Stadt Wien – Wiener Wohnen1968
Das Wohnbauförderungsgesetz 1968 (Subjektförderung)
tritt auf Bundesebene in Kraft, der Wohnbaufonds auf
Landesebene.
1969
Wohnungsverbesserungsgesetz tritt in Kraft.
100.000ste Wohnung seit Ende des Zweiten Weltkrieges
wird fertiggestellt.
1969
Wohnungswerberdatei (Auswahlprogramm und
statistische Darstellungen) wird eingerichtet.
1970
Wohnbauförderungsmittel werden im Wohnbau-
förderungsgesetz 1968 zusammengefasst und ver-
einheitlicht. Ab sofort sind bei Gemeindewohnungen
Eigenmittelleistungen vorgesehen.
Aufgabe.
1972
Start der automatisierten Mietzinsverrechnung.
1973
Der automatisierte Mieteneinzug startet.
Abs. 1 lit. e WStV übersteigt;
1975
Wohnhausanlage 12., Am Schöpfwerk (990 Wohnungen)
men oder -rückzahlungen, sofern
zur Abdeckung oder Rückzahlung
4. die Beschlussfassung über Betei-
Wien – Wiener Wohnen und deren
das Fünfzigfache, nicht jedoch das
ligungen der Unternehmung Stadt
Hundertfache des Wertes nach § 88
wird fertiggestellt. Das Großprojekt wurde in verschie-
keine höheren Erträge herangezogen
werden können, es sich um keine Um-
schuldung handelt und die Erhöhung
dene Bauphasen unterteilt, die Schöpfwerk-Siedlung
ist in Ringen organisiert.
1976
Das Wohnungsberatungszentrum in 1., Doblhoffgasse
wird eröffnet.
Befugnisse zu.
Die erste Form der Mitbestimmung für Mieterinnen-
Bürgermeister
und Mieter: Projekt „Dachterrasse 16., Haberlgasse“.
1978
Bürgermeisterin bzw.
Installation eines Terminalauskunftssystems für
die Mietzinsverrechnung.
1979
Das kommunales Wohnbauprogramm 1978-1982
steht ihr bzw. ihm die Ausübung der ihr
Stadt Wien – Wiener Wohnen
bzw. ihm nach § 92 WStV zukommenden
des Magistratsdirektors zu. Weiters
Stadt Wien – Wiener Wohnen auf An-
oder des Direktors der Unternehmung
auch die Bestellung der Direktorin
tete untergeordnet. Ihr bzw. ihm steht
Magistratsdirektorin bzw. der Magis-
– Wiener Wohnen sowie deren Bediens-
Direktor der Unternehmung Stadt Wien
tratsdirektor, die Direktorin bzw. der
bzw. der amtsführende Stadtrat, die
zuständige amtsführende Stadträtin
nehmung Stadt Wien – Wiener Wohnen
meister sind die bzw. der für die Unter-
Der Bürgermeisterin bzw. dem Bürger-
trag der Magistratsdirektorin bzw.
wird beschlossen.
11Stadt Wien – Wiener Wohnen im Überblick
Amtsführende Stadträtin bzw. Unternehmung Stadt Wien – Wiener und Betriebsführung der Unterneh-
amtsführender Stadtrat Wohnen eine Änderung des Dienst- mung Stadt Wien – Wiener Wohnen, so-
Die zuständige amtsführende Stadt- postenplans vornehmen kann; weit diese nicht nach dem Statut einem
rätin bzw. der zuständige amtsfüh- • in welchem Ausmaß von der der oben angeführten Organe zugewie-
rende Stadtrat für die Unternehmung Direktorin bzw. vom Direktor der sen ist.
Stadt Wien – Wiener Wohnen hat die Unternehmung Stadt Wien –
Geschäftsführung der Unternehmung Wiener Wohnen Nebengebühren
Stadt Wien – Wiener Wohnen zu über- (z.B. Personal-, Bau-, Sonder-,
wachen und ist zu diesem Zweck über Außendienst-, Kassierzulagen, Vertretung
alle wichtigen Angelegenheiten zu un- Überstundenvergütungen) und
terrichten. Alle Berichte und Anträge Entschädigungen gemäß Die Unternehmung Stadt Wien –
an die zur Entscheidung berufenen § 10 Abs. 2 der Reisegebühren- Wiener Wohnen wird jeweils selbst-
Organe sind ihr bzw. ihm vorzulegen. vorschrift der Stadt Wien ständig von der Bürgermeisterin
zuerkannt werden können; bzw. vom Bürgermeister, von der zu-
• unter welchen Voraussetzungen die ständigen amtsführenden Stadträtin
Magistratsdirektorin bzw. Direktorin bzw. der Direktor der Un- bzw. vom zuständigen amtsführen-
Magistratsdirektor ternehmung Stadt Wien – Wiener den Stadtrat, von der Direktorin bzw.
Der Magistratsdirektorin bzw. dem Ma- Wohnen die Versetzung von Bediens- vom Direktor und von den nach der
gistratsdirektor obliegen die Leitung teten innerhalb der Unternehmung Organisation der Unternehmung Stadt
des inneren Dienstes und die Besor- vornehmen kann; Wien – Wiener Wohnen zuständigen
gung der ihr bzw. ihm entsprechend der • unter welchen Voraussetzungen leitenden Bediensteten, von diesen
Geschäftseinteilung für den Magistrat und in welchem Ausmaß die jeweils innerhalb ihres Aufgaben-
der Stadt Wien vorbehaltenen Aufga- Direktorin bzw. der Direktor kreises, nach außen vertreten. Weiters
ben. Hinsichtlich der ihr bzw. ihm zu- der Unternehmung Stadt Wien – sind die Vorgenannten auch zur Un-
kommenden Aufgaben kann die Magis- Wiener Wohnen den Bediensteten terfertigung von Schriftstücken be-
tratsdirektorin bzw. der Magistratsdi- einen Sonderurlaub mit Bezügen fugt. Bei Urkunden, auf Grund deren
rektor insbesondere festlegen, gewähren kann. eine grundbücherliche Eintragung er-
• bei welchen Verwendungsgruppen folgen soll, haben nur die Bürgermeis-
der Bediensteten der Direktorin bzw. terin bzw. der Bürgermeister, die zu-
dem Direktor der Unternehmung Direktorin bzw. Direktor der ständige amtsführende Stadträtin
Stadt Wien – Wiener Wohnen die Unternehmung Stadt Wien – bzw. der zuständige amtsführende
Dienstaufsicht zukommt; Wiener Wohnen Stadtrat und die Direktorin bzw. der
• unter welchen Voraussetzungen Der Direktorin bzw. dem Direktor der Direktor der Unternehmung Stadt
und in welchem Ausmaß die Unternehmung Stadt Wien – Wiener Wien – Wiener Wohnen die Zeich-
Direktorin bzw. der Direktor der Wohnen obliegt die Geschäftsleitung nungsberechtigung.
Fertigstellung der ersten mit Sonnenenergie beheizten
Wohnhausanlage in Wien: 23., Johann-Gottek-Gasse.
Die „kleine Mieterinnen- und Mietermitbestimmung“
Die 200.000ste Gemeindewohnung wird übergeben.
Objektabrechnung in der Mietzinsverrechnung wird
wird eingeführt: Mieterinnen und Mieter werden zu
Betrieb„Magistratsabteilung 17 – Wiener Wohnen“
und gemäß § 72 Wiener Stadtverfassung wird der
die Gemeinde Wien erlässt das „Mieterinnen- und
Das Wohnbauförderungsgesetz 1984 tritt in Kraft.
Das Wiener Wohnbauförderungs- und Wohnhaus-
Gründung des Wiener Bodenbereitstellungs- und
Magistratsabteilungen werden zusammengelegt
Erstmals wird ein Erhaltungsbeitrag laut neuem
Die Mietrechtsgesetznovelle 1994 tritt in Kraft.
sanierungsgesetz – WWFSG 1989 tritt in Kraft,
Teilbereichen ihrer Wohnhausanlagen befragt.
1.000ster nachträglicher Aufzugseinbau wird
Das Mietrechtsgesetz 1981 und die Wiener
Das Niedrigenergiehaus 22., Am Hirschfeld
Wohnbauförderung 1981 treten in Kraft.
Stadterneuerungsfonds (WBSF).
Mietermitbestimmungsstatut“.
Mietrechtsgesetz eingehoben.
wird fertiggestellt.
durchgeführt.
geschaffen.
umgesetzt.
1980
1981
1982
1984
1989
1993
1994
1997
12 Stadt Wien – Wiener WohnenWirtschaftsführung Hausbetreuungs GmbH ge-
gründet, um die Betreuung der
Die Unternehmung Stadt Wien – Wie- Außenanlagen gewährleisten
ner Wohnen ist nach wirtschaftlichen zu können. Per Vertrag vom
Grundsätzen unter Berücksichtigung 1. September 2009 wurde die
des Unternehmenszweckes zu führen. Stadt Wien – Wiener Wohnen
Es ist jährlich ein Wirtschaftsplan Hausbetreuungs GmbH mit
so zu erstellen, dass langfristig die der Stadt Wien – Wiener Woh-
Aufwände durch die Erträge gedeckt nen Außenbetreuungs GmbH
sind. Die Mieten und Entgelte sind (als übertragende Gesellschaft)
im Rahmen der gesetzlichen Möglich- verschmolzen. Seither firmiert
keiten so festzusetzen, dass dieser Ziel- sie unter Wiener Wohnen Haus- &
setzung entsprochen wird. Außenbetreuung GmbH.
Zwischen der Unternehmung Stadt
Wien – Wiener Wohnen und der Wie-
Langfristige Verträge ner Wohnen Haus- & Außenbetreuung
GmbH besteht eine Vereinbarung, in
Wiener Wohnen Haus- & der nachstehende Punkte enthalten
Außenbetreuung GmbH sind: Die Wiener Wohnen Haus- &
Im Jahr 2002 wurde die Stadt Wien – Außenbetreuung GmbH ist eine Unter-
Wiener Wohnen Hausbetreuungs GmbH nehmung mit beschränkter Haftung,
mit dem Zweck gegründet, den Mie- die im Alleineigentum der Stadt Wien,
terinnen und Mietern einerseits auch Eigentümervertreter Stadt Wien –
künftig eine hausbesorgerähnliche Be- Wiener Wohnen, steht. Sie erbringt für
treuungsform anbieten zu können, und Wiener Wohnen hausbesorgerähnliche
andererseits, um der im Mietrechtsge- Leistungen wie etwa die Hausbetreu-
setz geforderten „Angemessenheit der ung (Reinigung, Beaufsichtigung) und
Hausbetreuungskosten“ gerecht wer- Instandhaltung (Kleinreparaturen) in
den zu können. den Gemeindebauten.
Die Stadt Wien – Wiener Wohnen Außen- Der Vertrag wurde am 17. Oktober 2002
betreuungs GmbH wurde im Jahr 2005 auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.
als hundertprozentige Tochter der da- Am 9. Dezember 2005 wurde ein Zu-
maligen Stadt Wien – Wiener Wohnen satzvertrag über die Betreuung der
dezentralen Stützpunkten direkt in den Gemeindebauten.
Cashpooling und Electronic Banking werden eingeführt.
Außenbetreuungs GmbH“ mit der „Stadt Wien – Wiener
Die Betreuung von Interessentinnen und Interessenten
„Gartentechnik“ und „Auftragswesen“ werden zentra-
Das „Mieterinnen- und Mietermitbestimmungsstatut“
Der „Elektronische Auftragsschein“ (e-procurement),
bündelt, die Bereiche „Bausanierungsmanagement“,
ihre Anliegen deponieren und ein Ansuchen für eine
lisiert. Wiener Wohnen startet als Ergänzung zu den
wird im „Wiener Wohnen Willkommensservice“ ge-
„Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung GmbH“.
Wohnen Hausbetreuungs GmbH“, Umbenennung in
Die „Stadt Wien – Wiener Wohnen Hausbetreuungs
Kundendienstzentren „Wiener Wohnen vor Ort“ mit
Wiener Wohnen geht mit einer Internetseite online.
GmbH“, Tochter der „Stadt Wien – Wiener Wohnen
Verschmelzung der „Stadt Wien – Wiener Wohnen
Besucherinnen und Besucher der Website können
Der „Elektronische Akt“ für die Wohnungsvergabe
„Stadt Wien – Wiener Wohnen Außenbetreuungs
GmbH“ und die „Stadt Wien – Wiener Wohnen
Wiener Wohnen wird gemäß § 71 der Wiener
Kundenservice GmbH“ werden gegründet.
Hausbetreuungs GmbH“ wird gegründet.
Stadtverfassung zur Unternehmung.
Wiener Wohnen stellt auf SAP um.
Gemeindewohnung stellen.
wird neu aufgelegt.
wird eingeführt.
1998
2000
2001
2002
2005
2006
2009
2010
Stadt Wien – Wiener Wohnen 13Stadt Wien – Wiener Wohnen im Überblick
Außenanlagen unterzeichnet. Dieser
Zusatzvertrag verpflichtet die Wiener
Wohnen Haus- & Außenbetreuung
GmbH zur Erbringung folgender Leis-
tungen:
• Säuberung/Kehrung der
befestigten und unbefestigten
Anlagen
• Säuberung von Wildwuchs und
Pflege der Grünanlagen
• Entleerung der Abfallsammel-
behälter
• Schneeräumung und Streuung
Stadt Wien – Wiener Wohnen
Kundenservice GmbH
Die Stadt Wien – Wiener Wohnen Kun-
denservice GmbH ist eine Unterneh-
mung mit beschränkter Haftung, die im
Hundert-Prozent-Eigentum der Stadt
Wien steht: als Eigentümervertreter
fungiert die Unternehmung Stadt Wien
– Wiener Wohnen. Unternehmensgegen-
stand ist die Erbringung oder Beschaf-
fung von Callservice- sowie persön-
lichen Dienstleistungen (inklusive der
Zurverfügungstellung der zur Erfüllung
dieser Dienstleistungen benötigten tech-
nischen Infrastruktur) und Dienstleis-
tungen im Bereich der automatischen
Datenverarbeitung und Informations-
technik für die Unternehmung Stadt
Wien – Wiener Wohnen sowie auch für
andere Einrichtungen der Stadt, und die
Erbringung oder Beschaffung des Mar-
ketings. Zwischen der Unternehmung
Stadt Wien – Wiener Wohnen und der
Stadt Wien – Wiener Wohnen Kunden-
service GmbH besteht eine Vereinba-
rung, die nachstehende Punkte enthält.
14 Stadt Wien – Wiener WohnenWiener Wohnen bezahlt monatlich an trag mit der Wiener Städtischen wur-
die Wiener Wohnen Kundenservice de für einen Zeitraum von zehn Jahren
GmbH: abgeschlossen und ist seitens Wiener
• für die Servicierung der Telefon- Wohnen jährlich kündbar.
anrufe, E-Mails und den Broschüren-
versand jene Ausgaben, welche die
Kundenservice GmbH zu leisten hat, Feuerversicherung
sowie den Aufwand aus dem Bereich Versichert sind sämtliche Gebäude
Marketing, der notwendigen IKT- zum Neubauwert inkl. Grund- und Kel-
Infrastruktur und den Honoraren lermauern (Gebäudeneuwertversiche-
für Prokuristinnen bzw. Prokuristen; rung). Zusätzlich 5 Prozent (mindes-
• für den Ausbau der Video- tens jedoch EUR 363.000,00/maximal
überwachung; EUR 3.633.000,00) der Gebäudeversi-
• die Kosten für die Abwicklung cherungssumme für Aufräumungs-,
des Geschäftsprozesses der Abbruch-, Feuerlöschkosten sowie für
Wohnwerberaufnahme Mehrkosten durch Behandlung von
(„Willkommensservice“); gefährlichem Abfall, Problemstoffen
• den Firmenaufwand der Kunden- und/oder kontaminiertem Erdreich.
service GmbH für anfallende Zusätzlich 1 Prozent (mindestens je-
Planungstätigkeiten, die doch EUR 36.300,00/maximal EUR
Beschaffung und Administration 363.000,00) der Gebäudeversicherungs-
der oben angeführten Dienst- summe für Mehrkosten aufgrund von
leistungen für Wiener Wohnen. Behördenauflagen. Die Versicherungs-
summen bzw. die Bewertung der Ge-
bäude basieren auf einer von Wiener
Versicherungsschutz Wohnen gelieferten Aufstellung aller
Im Jahr 2001 gab es eine europaweite Objekte (Risikoorte).
Ausschreibung für alle Hausversiche-
rungen von Wiener Wohnen. Den Zu-
schlag erhielt die Wiener Städtische Haftpflichtversicherung
Allgemeine Versicherungs AG (i.d.F. Eine Pauschalversicherungssumme in
Wiener Städtische) auf Basis des An- Höhe von EUR 1.500.000,00 pro Risiko-
gebotes vom 3. September 2001. Der ort wurde vereinbart. Zusätzlich EUR
Antrag auf die Bündelversicherung 150.000,00 für Umweltstörungen pro
(Feuer- und Haftpflichtversicherung) Risikoort. Als Vertragsgrundlagen die-
zum 1. Jänner 2002 wurde am 29. No- nen das VersVG 1958 in der Fassung der
vember 2001 gestellt. Wiener Wohnen Novelle 1994 (BGBl. 1994/509), die ABS,
wird bei der Wiener Städtischen unter Fassung 1995, die AFB, Fassung 1998,
zwei Kundennummern geführt, da zwi- die Zusatzbedingungen für die Feuer-
schen selbst- und fremdverwalteten versicherung von Wohngebäuden so-
Objekten unterschieden wird. Der Ver- wie die AHVB 1995 und die EHVB 1995.
Stadt Wien – Wiener Wohnen 15Highlights 2010 16 Stadt Wien – Wiener Wohnen
Stadt Wien – Wiener Wohnen 17
Hightlights 2010
Ein ereignisreiches
Jahr 2010
Das Jahr 2010 war für die Unternehmung
Stadt Wien – Wiener Wohnen in vielerlei
Hinsicht ereignisreich. Vor allem die Projekte
und Lösungen, die im Rahmen des Change-
Prozesses gestartet wurden und mehr-
heitlich auch schon umgesetzt sind, haben
viele Neuerungen und Verbesserungen
für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
von Wiener Wohnen, vor allem aber auch
für die Bewohnerinnen und Bewohner
der Gemeindebauten mit sich gebracht.
Highlights gab es einige. Die umfangreichsten
Herausforderungen waren „Wiener Wohnen
vor Ort“, das „Willkommensservice“, die
gezielte Ausweitung der Videoüberwachung,
das zentrale Beschwerdemanagement
sowie die Umstrukturierungen als Folge
der Sanierungsoffensive mit dem zentra-
len Bausanierungsmanagement. Ganz im
Sinne des Wiener Wohnen-Claims „WIENER
WOHNEN. Immer besser.“ wurde 2010
versucht, Geplantes zu realisieren und
Begonnenes zu finalisieren. Der Change-Prozess
Mehr Aufmerksamkeit für die Unternehmung
Stadt Wien – Wiener Wohnen zu erreichen, die
Möglichkeit, bei massiven Regelverletzungen
durchgreifen zu können, sowie die zahlreicher
gewordenen Sanierungsvorhaben durchzuführen,
und dies mit ausreichend Personal – das ist ein
Teil der Aufgaben, die sich aufgrund des Ergeb-
nisses der Mieterinnen- und Mieterbefragung
im Jahr 2008 als Herausforderung für Wiener
Wohnen gestellt haben und die im Change-Pro-
zess in Angriff genommen werden sollten. Nach
umfangreichen Planungs- und Prüfungsprozes-
sen – wie etwa der Frage, welche Aufgaben von
18 Stadt Wien – Wiener WohnenWiener Wohnen an die Tochterunternehmen über- und Lokalvergabe“ umbenannt und der Bereich
geben werden könnten (z. B. „Willkommensservice“) Lokalvergabe integriert. Die Anzahl der Ordnungs-
– wurde eine Personalressourcenplanung an die zu- beraterinnen und Ordnungsberater wurde auf-
ständige Magistratsdirektion übermittelt. Gleich- gestockt, ein zentrales Auftragswesen realisiert,
zeitig konnten erste Planungen für die Zentrali- die Direktion Technik (Haustechnik, Bautechnik,
sierung einiger Bereiche abgeschlossen werden. Gartentechnik) ausgebaut und dem Geschäftsfeld
2010 schließlich ging es in die Realisierungsphase: Technik zugeordnet. Schließlich wurden die Kun-
Das „Willkommensservice“ – hier informieren dendienstzentren durch die Zentralisierung des
sich Interessentinnen und Interessenten über die Bausanierungsmanagements entlastet. Die Eröff-
Vergabe von Gemeindewohnungen – wurde im nung der „Wiener Wohnen vor Ort“-Stützpunkte
Sommer 2010 eröffnet; es wird von der Wiener und die damit einhergehenden Änderungen der
Wohnen Kundenservice GmbH betrieben. Die Öffnungszeiten sowie die Möglichkeit für Termin-
Gartentechnik wurde zentralisiert und wechselte, vereinbarungen im Kundendienstzentrum brin-
ebenso wie das zentrale Beschwerdemanagement, gen die Mieterinnen und Mieter von Gemeinde-
in den Aufgabenbereich der Direktion. Das „Referat wohnungen seit Jänner 2011 noch näher zu Wiener
für Marketing“ wurde in „Referat für Wohnungs- Wohnen.
Stadt Wien – Wiener Wohnen 19Hightlights 2010
„Willkommensservice“
Seit Sommer 2010 werden
wohnungssuchende Wienerinnen
und Wiener, die an einer Gemeinde-
wohnung interessiert sind, im Wiener
Wohnen „Willkommensservice“ in
der Guglgasse im 3. Bezirk betreut.
Im „Willkommensservice“ werden alle
Fragen rund um die begehrten Gemein-
dewohnungen beantwortet. Seit Juni
2010 sind interessierte Wienerinnen
und Wiener eingeladen, am neuen, zent-
ralen Standort des „Willkommensser-
vice“ in Wien 3, Guglgasse 7–9, Ecke
Paragonstraße, Beratung und Informa-
tion einzuholen sowie einen Antrag auf
eine Gemeindewohnung (unter Beach-
tung der Voraussetzungen) zu stellen.
Bei der Gestaltung des „Willkommens-
service“ wurde großer Wert auf das
Thema „Kundenfreundlichkeit“ gelegt.
Deshalb wurden in der Planung neben
großzügigen öffentlichen Bereichen
auch Beratungsbüros für Kundenge-
spräche vorgesehen. Diese sind zwar
verglast, halbtransparente Aufkleber
sorgen aber für die notwendige Privat-
sphäre beim Gespräch mit einer Berate-
rin bzw. einem Berater.
Der gesamte Kundenbereich umfasst et-
wa 930 Quadratmeter. Erste Anlaufstel-
le im „Willkommensservice“ für Kun-
dinnen und Kunden ist die Information.
Hier melden sich die Interessentinnen
und Interessenten für die Beratungs-
gespräche an, erhalten die notwen-
digen Formulare sowie auch weitere
Auskünfte und Broschüren. Sind die
ersten Formalitäten erledigt, warten die
Interessentinnen und Interessenten im
Wartebereich, bis sie von der zuständi-
gen Wohnberaterin oder vom zuständi-
20 Stadt Wien – Wiener Wohnengen Wohnberater abgeholt werden. Die
durchschnittliche Wartezeit von etwa
fünf Minuten für Terminkundinnen und
-kunden bzw. durchschnittlich 22 Mi-
nuten für Laufkundinnen und -kunden
verbringen die Interessentinnen und
Interessenten auf den roten Bänken,
von wo aus sie entweder ihre Kinder im
Kinderbereich beobachten oder die In-
formationen auf der Videowall konsu-
mieren können. Die durchschnittliche
Dauer eines Beratungsgespräches lag
in den ersten sechs Monaten bei rund 17
Minuten.
Um möglichst schnell zu erfahren, wie
das neue „Willkommensservice“ von den
Wohnungssuchenden angenommen wird,
wurde bereits nach einem halben Jahr Be-
trieb im November 2010 eine Befragung
unter den Kundinnen und Kunden durch-
geführt. Die Ergebnisse waren mehr als
erfreulich: 57 Prozent der 150 befragten
Besucherinnen bzw. Besucher beurteilten
die Servicequalität als „sehr gut“, weitere
28 Prozent hielten sie für „gut“. Noch bes- Die Aufgaben des
ser waren die Werte bei der Gesamtzufrie- „Willkommensservice“
denheit: Fast 90 Prozent hielten das Ser-
vice für „sehr gut“ oder „gut“. Höchstno-
• Erstberatung von Interessentinnen und
ten gab es für die Beraterinnen und Bera- Interessenten für Gemeindewohnungen
ter im „Willkommensservice“: 94 Prozent
• Antragstellung (persönlich und per Internet)
der Befragten empfanden die Mitarbeite- sowie Genehmigung oder Ablehnung des Antrags
rinnen und Mitarbeiter im Wiener Woh- bei folgenden Vormerkgründen: Jungwienerin
nen Willkommensservice als „sehr be- oder Jungwiener, Überbelag, krankheits- bzw.
müht“ oder „bemüht“. altersbedingter Wohnungsbedarf, getrennter
Haushalt, Gesundheitsschädlichkeit der privaten
Wohnung, unverschuldete Aufgabe einer privaten
Um alle Beteiligten über das „Willkom- Dienstwohnung, Wohnung für behinderte Personen,
mensservice“ rechtzeitig und umfas- Aktion Studierende, Jungarbeitnehmerinnen und
send informieren zu können, waren Jungarbeitnehmer, Wohnungswechsel (groß auf
bereits 2009 entsprechende Marketing- klein, billig auf teuer …)
Aktivitäten und Kommunikationsmaß- • Wenn notwendig: Wohnungserhebungen
nahmen geplant worden. Am 28. Juni • Bearbeitung von „Interessentinnen- und
öffnete das „Willkommensservice“ im Interessentenbeschwerden“ (telefonisch,
E-Mail, Post, persönlich) rund um die
3. Bezirk nach einem zweiwöchigen
Vormerkung unter Einhaltung der Vorgaben zur
Demo-Betrieb offiziell seine Pforten. Beschwerdebearbeitung
Im November 2010 folgte bereits die • Bearbeitung von telefonischen und schriftlichen
erste Erweiterung: Die Beratung von Anfragen von Interessentinnen und Interessenten
Personen aus Drittstaaten wurde vom rund um die Vormerkung
Wohnservice Wien übernommen.
Stadt Wien – Wiener Wohnen 21Hightlights 2010
„Wiener Wohnen vor Ort“
2010 hat „Wiener Wohnen vor Ort“ das Projekt
„Wiener Wohnen unterwegs“ abgelöst.
Vor Ort erledigt 2010 absolvierte das Erfolgsprojekt und einer Technikerin oder einem Tech-
„Wiener Wohnen unterwegs“ seine niker besetzt. Gerade bei technischen
zweite Saison. Zwei „Wiener Wohnen Fragen ist es so einfacher, Antworten
Mit „Wiener Wohnen vor Ort“ ist Wiener
Wohnen zweimal im Monat direkt bei unterwegs“-Busse waren vom 3. Mai bis zu geben. Jedem Kundendienstzentrum
den Mieterinnen und Mietern. Erledigen 29. Oktober 2010 in 360 Wohnhausanla- sind – entsprechend dem Einzugsgebiet
können die Bewohnerinnen und Bewohner gen unterwegs und betreuten im Rah- – zwei bis vier Stützpunkte zugeordnet.
Folgendes: men dieses mobilen Kundenservices Die Stützpunkte decken ihrerseits aus-
von Wiener Wohnen rund 300.000 Ge- gewählte Wohnhausanlagen in ihrem
• Allgemeine Informationen einholen meindemieterinnen und -mieter. jeweiligen Umfeld ab.
und Folder mitnehmen
• Termine mit einer Mitarbeiterin oder Im Jänner 2011 löste „Wiener Wohnen Die neuen Stützpunkte von „Wiener
einem Mitarbeiter im KD vereinbaren vor Ort“ das Projekt „Wiener Wohnen Wohnen vor Ort“ sollen die Kommunika-
• Unterlagen und Ansuchen abgeben unterwegs“ ab. Die ersten Stützpunkte tion mit den Mieterinnen und Mietern
• Schäden oder Beschwerden melden sind seit Jänner 2011 in Betrieb. Bis nicht nur erleichtern, sondern diese auch
• Auskünfte über Mietzinshöhe und Jahresende 2010 wurden 18 Stützpunk- einladen, ihre Anliegen rund ums Woh-
-rückstand erfragen te gebaut, adaptiert bzw. eingerichtet. nen im Gemeindebau mit Expertinnen
• Angelegenheiten rund um die Um Ressourcen zu sparen, wurde ent- und Experten unbürokratisch – eben
Hausbesorgerinnen und schieden, neben eigenen Büros auch aus- „vor Ort“ – persönlich zu besprechen. Bis
Hausbesorger regeln
gewählte Standorte der wohnpartner Ende Dezember 2010 waren die ersten 18
• Fragen zu Mieterbeiräten stellen
und einen Standort der Haus- & Außen- Stützpunkte fertig – am 11. Jänner 2011
• Wohnung, Garage etc. kündigen
betreuung GmbH mitzubenutzen. Mit eröffneten zehn „Wiener Wohnen vor
„Wiener Wohnen vor Ort“ rückt Wiener Ort“-Lokale, am 18. Jänner acht weitere.
Wohnen näher an die Mieterinnen und Im Laufe des 1. Halbjahres 2011 wurden
Mieter heran und erspart ihnen in vielen noch 18 weitere „Wiener Wohnen vor
Fällen den Weg ins Kundendienstzent- Ort“-Stützpunkte in Betrieb genommen,
rum. Die Stützpunkte sind jeweils von bis Ende 2011 werden noch fünf weitere
einer Kauffrau oder einem Kaufmann Stützpunkte folgen.
22 Stadt Wien – Wiener WohnenVideoüberwachung: Sicherheit beruhigt
Bereits im Jahr 2008 startete in acht ausgewählten Wiener
Gemeindebauten ein Pilotversuch: In Garagen, Müllräumen
und Aufzügen wurden Videokameras installiert, um diese
meist schlecht einsehbaren Orte besser vor Verunreinigungen
und Beschädigungen schützen zu können.
2009 wurden die Erfahrungsberichte aus dem Pilotprojekt der Da-
tenschutzkommission vorgelegt – Ende 2009 erfolgte die Genehmi-
gung und Erweiterung für den Dauerbetrieb in jenen acht Gemein-
debauten, die während der Projektphase bereits überwacht worden
waren. Gleichzeitig wurden Überwachungsanlagen in weiteren
15 Wohnhausanlagen für den Betrieb freigegeben.
Vor Beginn der Bau- und Installationsarbeiten im September 2010
in den ausgewählten Wohnhausanlagen wurden die Mieterinnen
und Mieter, die Mieterbeiräte, die Hausbesorgerinnen und Hausbe-
sorger sowie die Haus- & Außenbetreuung GmbH via Hausaushang
und/oder Direct Mailing informiert. Es gab Besprechungen und
Begehungen mit Mietervertreterinnen und Mietervertretern, Haus-
besorgerinnen und Hausbesorgern etc., um für die Kameras nicht
nur die richtigen Plätze zu finden, sondern auch, um die Videoüber-
wachung transparent und nachvollziehbar zu gestalten. Es wurden
darüber hinaus auch alle Beteiligten darüber aufgeklärt, welche
Orte in der jeweiligen Wohnhausanlage künftig mit Kameras über-
wacht werden. Diese Orte wurden bzw. werden mit einem für alle
sichtbaren Schild gekennzeichnet.
Ende 2010 nahmen die ersten neuen Videoüberwachungssysteme
ihren Betrieb auf. Folgende Wohnhausanlagen aus dem Pilotbe-
trieb 2008 wurden noch 2010 auf das neue System umgestellt, die
notwendigen Überwachungsbereiche eingestellt bzw. ausgeweitet:
• 1030 Wien, Lechnerstraße 2–4 (Keller, Müllräume, Garage)
• 1110 Wien, Rosa-Jochmann-Ring 3 (Garage)
• 1110 Wien, Am Hofgartel 3–7 (Garage)
• 1110 Wien, Am Hofgartel 8–10
(Keller, Müllräume, Garage)
• 1150 Wien, Weiglgasse 6–10
(Aufzüge, Keller, Müllräume, Garage)
• 1220 Wien, Markgraf-Gerold-Gasse 18 (Garage)
• 1220 Wien, Langobardenstraße 128
(Keller, Müllräume, Garage)
• Ende 2010 noch in Umsetzung: 1220 Wien, Rennbahnweg 27
(Aufzüge, Keller, Garage, Müllräume)
Die Videoüberwachung in der ersten der 15 Ende 2009 zusätzlich
genehmigten Wohnhausanlagen, im Dr.-Franz-Koch-Hof in Wien
21, wurde ebenfalls Ende 2010 technisch fertig gestellt. Überwacht
werden dort Keller, Müllräume und Garage.
Stadt Wien – Wiener Wohnen 23Hightlights 2010
Sanierungsoffensive „Die Anliegen der Gemeinde-
mieterinnen und -mieter sind
Im Jahr 2008 startete Wiener Wohnen mit
einer Sanierungsoffensive, deren Ziel es ist, für uns ein klarer Handlungsauf-
die umfassende Revitalisierung von trag. Ein Auftrag, den wir in den
Gemeindebauten zu forcieren. vergangenen Jahren verstärkt
und intensiv angenommen und
umgesetzt haben.“
2010 wurde in der Guglgasse im 11. Bezirk das Zentra-
le Bausanierungsmanagement eingerichtet, wo sich Dr. Michael Ludwig
Expertinnen und Experten von Wiener Wohnen aus-
schließlich um die Vorbereitung und Durchführung von
Sanierungen kümmern. Für die Mieterinnen und Mieter
bringt dies viele Vorteile:
• Steigerung der Wohnqualität
• gesteigerte Leistungen durch Bündelung der Ressour-
cen in einem zentralen Sanierungsmanagement
• Reihung nach Dringlichkeit, entsprechend den bau-
lichen Voraussetzungen
• deutliche Steigerung der Sanierungstätigkeit mit dem
Schwerpunkt thermisch-energetische Sanierungen, die
eine massive Verringerung des Heizverbrauchs und der
Heizkosten bewirken
Wurde im Jahr 2008 für die Sanierung von Gemeinde-
bauten mit rund 6.200 Wohnungen ein Gesamtinvestiti-
onsvolumen von EUR 130 Mio. aufgewendet, erhöhte sich
das Investitionsvolumen im Jahr 2009 bereits auf EUR
183 Mio. für rund 8.500 Wohnungen. Im Jahr 2010 waren
87 Wohnhausanlagen mit rund 19.960 Wohnungen und
geplanten Gesamtkosten von mehr als EUR 495 Mio. in
Sanierung, Planung bzw. Fertigstellung.
Bis Mai 2011 haben sich 101 Wohnhausanlagen mit ins-
gesamt 19.403 Wohnungen und geplanten Gesamtkosten
von mehr als EUR 562 Mio. in Sanierung, Planung bzw.
Fertigstellung befunden. Für 2012 und die Folgejahre
sind bereits Sanierungsvorhaben für weitere 155 Wohn-
hausanlagen mit insgesamt mehr als 17.400 Wohnungen
und veranschlagten Gesamtkosten von EUR als 515 Mio.
in Planung.
Für die mittelfristige Planungsperiode im Zeitraum 2011
bis 2015 sollen damit 256 Wohnhausanlagen mit rund
36.800 Wohnungen und Kosten von rund einer Milliarde
Euro (Preisbasis 2011) einer umfassenden – der Fokus
liegt auf thermisch-energetischen Maßnahmen – Sanie-
rung unterzogen werden. Alle diese Investitionen und
Aufwendungen werden eine entsprechende Wertstei-
gerung sowie mittelfristig auch höhere Erträge – jedoch
ohne Auswirkungen auf die aktuellen Mietverhältnisse –
bringen. Die Rentabilität der Immobilien ist damit lang-
fristig sichergestellt.
24 Stadt Wien – Wiener WohnenSie können auch lesen