20 Jahre Hospiz Aargau - Hospiz Aargau

 
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20 Jahre Hospiz Aargau

  Hospiz Aargau
20 Jahre Hospiz Aargau - Hospiz Aargau
Präsidium Hospiz Aargau
    Sterben ist Teil des Lebens. Seit es Menschen gibt. Hospize gab es auf den
    Karawanenstrassen und auf den Passübergängen schon vor Barrys Zeiten. Sind
    20 Jahre Hospiz Aargau also Grund zum Feiern? Das überzeugte JA begründet
    sich in einer in der Menschheitsgeschichte einmaligen Situation unserer Ge-
    sellschaft: Wir werden sehr viel älter. Jung sein ist in. Alt und krank sein ist
    marginalisiert, Sterben aus dem Alltag verschwunden. Den eigenen Tod aktiv in
    die Wege zu leiten, wird ethisch immer akzeptierter. In dieser gesellschaftlichen
    Situation die Würde eines leidfreien Sterbeprozesses zu vertreten und zu er-
    möglichen, das Miteinander verbunden sein im Leben und im Sterben, in Freude
    und Trauer täglich umzusetzen, die Ganzheitlichkeit von Leben und Sterben zu
    vertreten und zu verteidigen – das geht gegen den gesellschaftlichen Main Stre-
    am. Den Gründern des Hospiz-Vereins rund um Louise Thut und allen Engagier-
    ten in diesen 20 Jahren gilt deshalb der grosse Dank aller, die würdig sterben
    durften, ihrer Angehörigen und der Gesellschaft. Diesen Dank feiern wir 2014!

    Stimmen zum Jubiläum:

    Pascale Bruderer Wyss, Ständerätin
    Ein unersetzlicher Dienst
    Den Aargauer Hospiz-Verein weiss ich als ausserordentlich wichtige Institution
    in unserem Kanton sehr zu schätzen. Er ist da für schwerkranke Menschen,
    begleitet sie auf ihrem letzten Lebensweg und ermöglicht ein würdiges Sterben
    in vertrauter Umgebung. Mit diesem Angebot erfüllt der Verein einen für die
    Betroffenen und ihre Angehörigen unersetzlichen Dienst und trägt gleichzeitig in
    der gesellschaftlichen Diskussion dazu bei, dass sich die Menschen mit weniger
    Angst und einer gesunden Einstellung den schwierigen Themen rund um das
    Sterben und den Tod nähern können.

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20 Jahre Hospiz Aargau - Hospiz Aargau
Susanne Hochuli, Regierungsrätin, Vorsteherin
Departement Gesundheit und Soziales

Es gibt kein Zurück – zum Glück
«Forschung am Lebensende und in der Palliative Care ist in der Schweiz erst
auf dem Weg, sich besser zu etablieren. Was in anderen Ländern bereits seit
vielen Jahren und mit besonderem Fokus auf die Interdisziplinarität und Inter-
professionalität gut verankert ist, ist hierzulande häufig noch ein Steckenpferd
einzelner Personen.»
Diesen Satz habe ich in der Einladung zum Nationalen Forschungstag Pallia-
tive Care gelesen. Und er hat mich einigermassen schockiert, auch wenn der
Handlungsbedarf in den letzten Jahren durchaus erkannt wurde. Die im Rahmen
der «Nationalen Strategie Palliative Care» etablierten Forschungsplattformen
Palliative Care jedenfalls tragen zur dringend notwendigen Vernetzung der For-
schungsakteure und -interessierten bei. Zudem unterstützt das 2011 lancierte
Nationale Forschungsprogramm (NFP) 67 Projekte zum Thema «Lebensende».
Doch ist das genug, um den im Zug der zunehmenden Alterung unserer Ge-
sellschaft wachsenden Bedarf an Massnahmen zu decken, die das Leiden eines
unheilbar kranken Menschen lindern und ihm so eine bestmögliche Lebensqua-
lität bis zum Ende verschaffen? Und wie sieht es damit im Kanton Aargau aus?
Für mich steht mit Blick auf das Palliative-Care-Konzept Aargau, das derzeit
erarbeitet und in diesem Jahr fertiggestellt wird, fest: Der Kanton will, dass
Palliative Care überall dort angeboten wird, wo Menschen am Ende eines Pflege-
und Betreuungsprozesses sterben – das ist quasi der Grundversorgungsauftrag
für sämtliche ambulanten und stationären Leistungserbringer. Diese Bewegung
ist nicht mehr zu stoppen. Und das ist gut so.
Dass der Aargauer Hospiz-Verein in den vergangenen 20 Jahren Unentbehr-
liches geleistet hat und Unentbehrliches leistet, ist mir dabei sehr bewusst.
Umso mehr danke ich dafür. Denn der Hospiz-Verein war nicht nur Pionier in
der Sterbebegleitung in unserem Kanton, nein, er hat sich seinen Pioniergeist
bis heute erhalten. Und sein Wirken immer wieder mit Kompetenz und Fachwis-
sen, aber auch mit Sensibilität im Umgang mit den ihm anvertrauten Menschen
verbreitert und vertieft. Ich wünsche mir, dass dies auch in Zukunft so bleiben
wird. Es braucht Pioniere (und Pionierinnen vor allem!) in unserer Gesellschaft.
Auch wenn es darum geht, das Sterben zu lernen.

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Geschichte Hospiz Aargau
    (früher Aargauer Hospiz-Verein zur Begleitung Schwerkranker)

    1989       Luise Thut hat wegen ihrer an Krebs erkrankten Freundin, die ihre
    letzten Tage in einem Hospiz in USA verbringt, die Idee, im Aargau ein Hos-
    piz zu gründen. Sie ist tief beeindruckt von den Betreuungskonzepten in den
    Hospizen, die schon damals in USA anerkannt und vom Staat unterstützt
    werden.

    1990       Anfang der 90er-Jahre absolviert Luise Thut in Florida eine Ausbildung
    als Hospizleiterin. Sie lernt auch Pionierinnen der Hospizbewegung kennen, wie
    Elisabeth Kübler-Ross, die mit ihren Büchern Sterben und Tod zu einem öf-
    fentlichen Thema machte, und Cicely Saunders, die 1967 in London das erste
    moderne Hospiz eröffnete.

    1994       Am 7. Oktober wird ein erster Meilenstein gelegt: Der Aargauer Hos-
    piz-Verein zur Begleitung Schwerkranker wird von Luise Thut zusammen mit
    Gleichgesinnten gegründet. Kranken Menschen soll ermöglicht werden, in ei-
    nem familiären Umfeld ihren letzten Lebensabschnitt möglichst schmerzfrei,
    liebevoll und professionell betreut zu verbringen.
    Diesen Gedanken in der Öffentlichkeit publik zu machen, ist am Anfang äusserst
    schwierig, wurde doch damals Sterbebegleitung mit Sterbehilfe gleichgesetzt.
    Das erste Standbein des Vereins ist die ambulante Sterbebegleitung zu Hause.
    Der Verein baut mit unentgeltlich arbeitenden Freiwilligen ein Angebot zur Be-
    treuung Sterbender und zur Entlastung ihrer Angehörigen auf.

    1998       Zum Zweck der Mittelbeschaffung wird die Luise-Thut-Stiftung ge-
    gründet.
    Die bekannte englische Hospizgründerin Cicely Saunders folgt einer Einladung
    von Luise Thut und nimmt während fünf Tagen an Seminaren im Kursaal Baden
    und in der Paulus Akademie in Zürich teil.
    Das Aarg. Kranken- und Pflegeheim Muri stellt zwei Betten für Sterbende zur
    Verfügung. Die damalige Direktorin, Agatha Wernli, stellt sich hinter die Hospi-
    zidee, der Chefarzt der medizinischen Abteilung des Kreisspitals Muri, Johannes
    Brühwiler, tritt dem Stiftungsrat der Luise-Thut-Stiftung bei.

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1999      Luise Thut erhält von der Freiämter Rotkreuz Sektion den Rotkreuz-Preis
mit Urkunde und dem Betrag von Fr. 5 000. Der Verein hat 124 Aktivmitglieder.
2001      Der erste von vier Offenen Trauertreffs im Aargau für Menschen, die
einen Verlust betrauern, wird in Baden eröffnet. Später folgen weitere in ver-
schiedenen Regionen des Aargaus.
Luise Thut erhält den Sanitas-Frauenpreis vom Aargauischen Katholischen
Frauenbund im Wert von Fr. 25 000. Ein grosser Schritt zur Verankerung in der
Öffentlichkeit.

2002      Der Verein hat bereits über 300 Mitglieder, 35 freiwillige Helferinnen,
2111 ambulant geleistete Einsatzstunden.

2004      In diesem wie auch im nächsten Jahr finden anlässlich des 10-Jahre-
Jubiläums an verschiedenen Orten Konzerte zu Gunsten des Hospiz-Vereins
statt, aber auch Veranstaltungsreihen zum Thema «Im Sterben begleiten» und
«Hospizbegleitung in der letzten Lebensphase».

2005      Ein Traum wird wahr: Am 14. Juni kann mit vier Betten das erste sta-
tionäre Hospiz im Aargau eröffnet werden. Das «Hospiz an der Reuss» befindet
sich in den Räumen des ehemaligen Klosters Gnadenthal in Niederwil.

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Die Erfahrungen der ambulanten Hospizarbeit zeigen, dass es immer wichtiger
    wird, Angehörigen eine Alternative zur Begleitung zu Hause anzubieten. Für
    solche Fälle und auch dort, wo schwerkranke Menschen allein sind, ist der Auf-
    enthalt in einem stationären Hospiz eine gute Lösung.

    2006       Die Ständerätin und Aargauerin Christine Egerszegi übernimmt die
    Schirmherrschaft des Vereins.
    Weiterbildungen, Austausch, Supervision, Persönlichkeitsbildung, gehören zu
    den wichtigen Förderungen der bezahlten wie auch freiwilligen Mitarbeitenden.

    2007       Der Verein erhält von der Krebsliga Aargau den Anerkennungspreis im
    Wert von 10 000 Franken.

    2008       Luise Thut übergibt nach langjährigem und unermüdlichem Einsatz für
    den Verein das Präsidium an einen Nachfolger. Sie wird zur Ehrenpräsidentin
    gewählt.

    2010       Das stationäre Hospiz zieht nach Brugg ins ehemalige Spital und mie-
    tet im 3. Stock Räume, wo es noch heute ist. Die Luise-Thut-Stiftung, die diese
    Räume ausfindig gemacht hat, finanziert den dafür notwendigen Umbau. Das
    Hospiz kann sechs Sterbende aufnehmen.

    2011       Der Aargauische Katholische Frauenbund verleiht dem Hospiz-Verein
    den Frauenpreis im Wert von 20 000 Franken.

    2013       Der Verein hat über 700 Mitglieder, 13 Angestellte im stationären Hos-
    piz sowie rund 70 Freiwillige, die ambulant und stationär tätig sind.
    Die Betten im Hospiz sind praktisch immer ausgelastet.

    2014       Das 20-Jahre-Vereinsjubiläum wird mit verschiedenen Aktivitäten ge-
    feiert, wie z.B. mit einem Jubiläumsfest für Mitarbeitende und Gäste, sowie mit
    einem speziellen Hospiztag für Mitarbeitende. Es wird eine eigens zum Jubiläum
    kreierte Hospiz-Briefmarke erstellt und verkauft.
    Der Trauertreff in Baden wird geschlossen und aufgrund des grossen Regional-
    bedürfnisses in Brugg eröffnet.
    Der Verein ändert seinen Namen in Hospiz Aargau und frischt sein Logo auf.

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Fragen an Luise Thut
Luise Thut, Sie haben 1994 den Hospiz-Verein zur Begleitung Schwerkranker im
Aargau gegründet. Was war Ihre Motivation dazu?
Ich hatte in England und USA schon einige Zeit die Hospiz-Bewegung verfolgt.
Auslöser zum selber Aktivwerden war die Erkrankung meiner Freundin in den
USA. Ich habe diese Aufgabe erhalten, sie erkannt und mich auf den Weg ge-
macht. Alles war bereit für mich. Ich begegnete den relevanten Menschen und
mir wurde immer wieder aufgezeigt, welches die nächsten Schritte waren.
Schon damals wurden die Angebote in den Hospizen in England und Amerika
vom Staat finanziell unterstützt. In der Schweiz ist das ja noch heute nicht der
Fall. Ich war begeistert von den Betreuungskonzepten und konnte mich wäh-
rend acht Jahren kostenfrei in den USA ausbilden.

Nebst dem Verein gibt es auch die Luise-Thut-Stiftung. Warum und wann wurde
diese gegründet?
Geldgeber wollten wegen der Sicherheit ihre Spenden lieber einer Stiftung ge-
ben als einem Verein. Deshalb wurde 1998 die Luise-Thut-Stiftung gegründet,
deren Präsidentin ich bis 2013 war.

Welche Rolle spielt heute die Luise-Thut-Stiftung?
Der Stiftungsrat ist nicht im operativen Geschäft tätig, steht aber dem Ver-
einsvorstand auf Anfragen zur Verfügung. Er versucht das Stiftungsvermögen
zu vermehren, um Projekte oder nachhaltige Investitionen des Hospiz-Vereins
finanziell zu unterstützen.

Mit welchem Gefühl blicken Sie auf die 20 Jahre Hospiz-Verein zurück?
Mit Freude und grosser Dankbarkeit an alle Menschen, die durch ihre grosse
Hilfe und Unterstützung das Projekt zu realisieren ermöglichten.

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Was war das Schönste?
    Das Schönste war, dass ich nie den Mut verloren und immer daran geglaubt
    habe, dass wir unsere Ziele erreichen werden. Und wir haben sie erreicht.

    Was hat Sie in dieser Zeit am meisten geprägt?
    Spiritualität, die Überzeugung, dass da «jemand» ist, der hilft.

    Wenn Sie Ihr Lebenswerk Hospiz betrachten, würden Sie heute etwas anders
    machen?
    Nein! Ich bin überzeugt, es war der richtige Weg.

    Woher nahmen Sie die Kraft, dieses Projekt oder diesen Lebenswunsch über die
    Jahrzehnte trotz Widerständen zu verfolgen?
    Die Kraft und die Energie wurden mir gegeben.

    Vor fünf Jahren haben Sie das Präsidium des Vereins abgegeben. War das Los-
    lassen einfach?
    Ich hatte immer die Absicht, mit 80 Jahren aufzuhören und den Verein jüngeren
    Menschen anzuvertrauen. So richtig loslassen konnte ich aber erst, als das
    Hospizschiffchen nach unruhigen Zeiten wieder in ruhigen Gewässern segelte.

    Welche Herausforderungen und Aufgaben werden Ihrer Meinung nach in naher
    und ferner Zukunft auf den Hospiz-Verein zukommen?
    Finanzielle Herausforderungen und die Anerkennung der Hospizarbeit durch das
    kantonale Gesundheitsdepartement.

    Haben Sie Wünsche an den Verein?
    Ich habe den Wunsch, dass es dem Hospiz-Verein gut geht und er die An-
    erkennung erhält, die im zusteht. Vor allem auch, dass er endlich staatliche
    Unterstützung erhält.

    Luise Thut, herzlichen Dank für Ihr grosses Engagement und für die Bereit-
    schaft, dieses Gespräch zu führen.

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Ziele und Angebote Hospiz Aargau
Es ist unser Ziel, die verbleibende Lebenszeit schwerkranker Menschen würdig
mitzugestalten und ihnen das Sterben in liebevoller und kompetenter Umsor­
gung zu Hause oder im Hospiz zu ermöglichen. Patientinnen und Patienten
bleiben im stationären Hospiz bis zum Tode.

Die Angebote:
• Ambulante Begleitung von Sterbenden daheim und in Pflegeinstitutionen.
• Stationäres Hospiz für sterbende Menschen, deren Pflege daheim nicht mehr
  möglich ist, oder die es vorziehen, an einem neutralen Ort zu sterben.
• Offene Trauertreffs für Menschen, die einen Verlust betrauern.

Unsere Einzigartigkeit:
• Kompetente, liebevolle und persönliche Unterstützung für selbstbestimmtes
  Leben bis zum Übergang in den Tod.
• Einziges Hospiz in der Nordwestschweiz.
• Wünsche, Bedürfnisse und Wohlbefinden des sterbenden Menschen stehen
  im Mittelpunkt.
• Der Gestaltung der Umgebung und dem Einbezug der gewünschten Personen
  beim Abschied wird sorgfältige Aufmerksamkeit geschenkt.
• Konfessionelle und politische Neutralität sowie Abgrenzung zur aktiven Ster-
  behilfe.

«Eine erfüllende Herausforderung…»
Warum ich Trauerbegleiterin bin
Ich empfinde es als persönliche Bereicherung und Erfüllung, trauernde Men-
schen auf ihrer «Reise durch die Trauerlandschaft» zu begleiten und sie beim
Entwickeln ihrer eigenen Ressourcen und in ihrem seelischen Wachstumspro-
zess zu unterstützen. Ich freue mich, wenn sie die Kostbarkeit des Lebens im
Hier und Jetzt wieder neu entdecken und ihr Leben hoffnungsfroh wieder neu
ausrichten können.

Was ich an meiner Arbeit als Trauerbegleiterin schätze
Ich empfinde jede Begegnung mit einem trauernden Menschen als eine erfüllen-
de Herausforderung und wertvolle Begleitung auf meinem eigenen Lebensweg.

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Diese Begegnungen sind ein Geben und ein Nehmen. Die stete Auseinanderset-
     zung mit den Themen Sterben, Tod und Trauer lässt mich wachsen und reifen.
     Meiner Endlichkeit bewusst, lehrt sie mich aber auch das Leben im Hier und
     Jetzt zu geniessen und dankbar, einfühlsam und fröhlich zu bleiben.
     Sibylla Oetiker, Oberrohrdorf, freiwillige Trauerbegleiterin

     «Die Einsätze geben mir sehr viel zurück …»
     Warum ich Sterbebegleiterin bin
     Ich durfte in meinem Leben so viel Glück erleben und traf immer wieder tolle
     Menschen an, die mich ein Stück auf dem Lebensweg begleiteten und von de-
     nen ich viel lernen durfte, dass ich nun nach meiner Pensionierung etwas von
     meiner Zeit «verschenken» möchte an Personen, die auf die Begleitung und
     Betreuung von unentgeltlich arbeitenden Menschen angewiesen sind.

     Was ich an meiner Arbeit als Sterbebegleiterin schätze
     Die Einsätze   bei der ambulanten Begleitung geben mir sehr viel zurück an
     Wertschätzung, Dank, ganz eindrücklichen Gesprächen mit den Familien und
     vor allem auch durch das Erleben, dass sich der Patient einfach nur durch

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mein Dasein beruhigt, dass die Familienangehörigen mir voll vertrauen und eine
Nacht erholsam durchschlafen können.
Marlis Schmid, Herznach, freiwillige Sterbebegleiterin

«Getragen und unterstützt gefühlt …»
«Wir möchten uns herzlichst für all die Liebe, Geduld und Fürsorge bedanken,
die Sie unserer Mutter entgegenbrachten. Was Sie hier leisten, verdient unse-
ren höchsten Respekt und Hochachtung. Auch wir fühlten uns bei Ihnen sehr
gut aufgehoben. Der Abschied von unserer Mutter fällt uns unendlich schwer
– durch die vielen Gespräche, die wir mit Ihnen führen durften, wird es für uns
erträglicher.»

«Das Hospiz hat uns geholfen zu trauern, zu akzeptieren und loszulassen…»

«Durch Ihre fürsorgliche, aufgestellte und menschliche Art, haben Sie uns, trotz
der schwierigen Situation, immer wieder ein Lächeln auf unsere Lippen gezau-
bert und uns Mut gemacht.»

«Im Hospiz hat mein Mann sein letztes Zuhause gefunden. Ich möchte euch
meinen tiefsten Dank aussprechen, für die liebevolle, achtsame und professio-
nelle Betreuung und Begleitung. Ich habe mich getragen und unterstützt gefühlt
in diesem schwierigen und schmerzhaften Prozess des Loslassens. Ihr habt uns
still begleitet, immer wieder da abgeholt, wo jedes von uns gerade stand in
seinem Prozess. Dass mein Mann in seinem Tempo und in Würde gehen konnte,
dass er Ruhe und Frieden ausstrahlte am Schluss, war so tröstlich.»
Ausschnitte aus dem Angehörigenbuch, das im stationären Hospiz aufliegt

«Mit Kompetenz, Fachwissen und Sensibilität …»
«Der Aargauer Hospiz-Verein hat sein Wirken immer wieder mit Kompetenz und
Fachwissen, aber auch mit Sensibilität im Umgang mit den ihm anvertrauten
Menschen verbreitert und vertieft.»
Susanne Hochuli, Regierungsrätin, Vorsteherin Departement Gesundheit
und Soziales

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Hospiz Aargau

Hospiz Aargau
Fröhlichstrasse 7, 5200 Brugg, Tel. 056 462 68 62
Hospiz Stationär Palliative Care: Tel. 056 462 68 60
Hospiz Ambulant und Hospiz Trauertreff:
Einsatzzentrale 079 320 99 15
verein@hospiz-aargau.ch www.hospiz-aargau.ch
Spendenkonto PC 50-71730-8 (steuerbefreit)
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