2019 GESCHÄFTS BERICHT - Deutsches Schifffahrtsmuseum
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INHALT
Inhalt
4/ Vorwort
6/ Auftrag
7/ Organisation und Gremien
11 / Highlights 2019
13 / 1.0 / Welt und Meer im Wandel
15 / 2.0 / Sehgewohnheiten im Wandel
16 / 3.0 / Internationalisierung durch Forschungsaufenthalte
17 / 4.0 / Umzugsjahr der Großexponate
18 / 5.0 / Schicksalsjahr der SEUTE DEERN
20 / Zahlen und Fakten
21 / Besucher*innenzahlen 2019
22 / Publikationen von DSM-Mitarbeitenden
29 / Publikationen aus der wissenschaftlichen Redaktion
30 / Publikationen im Raum (Ausstellungen)
31 / Wissenschaftliche Veranstaltungen
32 / Lehre
33 / Kooperationen
34 / Gastaufenthalte
34 / Fachliche Anfragen
35 / Bibliothek
35 / Personal
36 / Finanzen
37 / Impressum
2 3VORWORT VORWORT
Vorwort hergehende Umzug der Großexponate stellen dabei
besondere Herausforderungen dar, um die For-
mien und Institutionen, die unser Haus unterstützen,
insbesondere bei unserem Wissenschaftlichen Bei-
schungs- und Ausstellungsarbeit am DSM zu verbes- rat für die stetige kritisch-konstruktive Begleitung,
sern (Highlight 4). dem Stiftungsrat, unserem Förderverein und dem
Kuratorium zur Förderung des Deutschen Schiff-
Ungeplant wurde das Jahr 2019 zum Schicksals- fahrtsmuseums. Des Weiteren danken wir unseren
jahr der SEUTE DEERN, die als jahrzehntelang sa- Kooperationspartnern für die gute Zusammenarbeit,
nierungsbedürftiges, nach wie vor beliebtes Res- etwa dem Alfred-Wegener-Institut / Helmholtz-Zen-
taurantschiff ins Jahr 2019 gestartet war, deren trum für Polar- und Meeresforschung, der Hochschu-
Die Welt ist im Wandel. Vertraute Ordnungsmus- Geburtstag im Mai nach einem Brand in der Restau- le für Künste in Bremen und dem Polar Museum der
ter ändern sich. Unser Zusammenleben ist davon rantküche jedoch bereits an Land gefeiert werden University of Cambridge, dem Verein Technikmu-
ebenso betroffen wie unser Verhältnis zur Natur und musste und die schließlich infolge eines Wasserein- seum U-Boot WILHELM BAUER, unseren Kommu-
unsere zunehmend virtuelle Welt. Sehgewohnheiten bruches havarierte, anschließend geborgen, begut- nikationspartnern, wie textpr+, Playersjourney, der
und Kommunikationsformen entwickeln und verän- achtet und zum Rückbau vorgesehen wurde. Damit Gruppe für Gestaltung und westermann kulturpro-
dern sich unter dem zunehmenden Eindruck wirk- einher ging eine emotionale Berichterstattung, wie jekte, sowie politischen Akteuren, wie Aktivisten der
mächtiger Bilder. sie zuletzt wohl nur im Zusammenhang mit dem auf- Fridays-for-Future-Bewegung, und nicht zuletzt den
grund mangelnder finanzieller Mittel für die Sanie- Mitgliedern des Bundestages, insbesondere Uwe
Erfahren Sie in diesem Geschäftsbericht, wie das rung verkauften Schnellboot KRANICH 2009 erfolgt Schmidt und Johannes Kahrs, die den Weg für die
Deutsche Schifffahrtsmuseum / Leibniz-Institut für war. Der Verlust der Bark geht mit der Erleichterung Bewilligung von 47,1 Mio. Euro an Bundesmitteln für
Maritime Geschichte (DSM) als Forschungsmuseum darüber einher, dass der Bund erhebliche Mittel für den Museumshafen nach Bremerhaven ebneten.
der Leibniz-Gemeinschaft und eines der größten einen Ersatz zur Verfügung gestellt hat. Zugleich
maritimen Museen in Europa im Jahr 2019 diese und verbindet sich mit dieser Entscheidung auch die Wir wünschen Ihnen mit diesem Geschäftsbericht ei-
weitere Prozesse des Wandels reflektiert und welche Hoffnung, den immensen Sanierungsstau im Muse- nen anregenden Einblick in das facettenreiche Auf-
Beiträge es geleistet hat, um umshafen überwinden zu können. gabenspektrum des DSM und laden Sie herzlich ein,
den konzeptionellen und baulichen Wandel unseres
• Orientierungswissen zum Thema „Mensch & Mit diesem Geschäftsbericht möchten wir Ihnen Ein- Hauses zu einem zukunftsorientierten Leibniz-For-
Meer“ über seine Ausstellungen partizipativ blick in unsere 2019 geleistete Arbeit geben. Fünf schungsmuseum weiterhin zu begleiten. Wir freuen
anzubieten, Schwerpunktthemen verweisen auf das, was das uns auf Ihren Besuch.
Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner • Digitalisierung als neue Form der Wahrnehmung DSM 2019 besonders bewegt hat. Unter „Zahlen und
(Geschäftsführende Direktorin) innovativ zu begreifen und Fakten“ finden Sie eine Übersicht dessen, was das
und Konrad Otten • Internationalisierung durch Forschungsaufent- DSM mit den ihm anvertrauten Ressourcen an Leis- Mit herzlichen Grüßen
(Kaufmännischer Geschäftsführer) halte kooperativ zu leben. tungen erbracht hat.
Ihre
Dabei befindet sich das DSM selbst im Wandel, der Der sichtbare Fortschritt bei der Neuausrichtung Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner
seinen weithin wohl sichtbarsten Ausdruck in der des DSM beruht auf dem höchst engagierten Einsatz Geschäftsführende Direktorin
Kommunikation neuer Themen über das Gebäude und unermüdlichen Mitwirken einer Vielzahl an Per-
erfuhr. Eine das Spitzdach einbeziehende Medien- sonen. Dazu gehört in besonderer Weise das DSM- Ihr
installation hat das im Inneren gezeigte Thema der Team, das die große Bereitschaft besitzt, sich für die Konrad Otten
Sonderausstellung „SEA CHANGES – Welt & Meer Neugestaltung dynamisch und entschlossen einzu- Kaufmännischer Geschäftsführer
im Wandel“ als „Screening Northern Lights“ in den setzen.
langen Winterabenden aufgegriffen. Die Ausstellung
reflektiert die aktuelle Diskussion zum Klimawandel Zu nennen sind weiterhin die den Neuausrichtungs- Für weiterführende Informationen zu unserem For-
und verortet diese historisch. Die Ausstellung „360° kurs des DSM mittragenden Vertreter*innen des schungs- und Ausstellungsprogramm siehe:
POLARSTERN – Eine virtuelle Forschungsexpedi- Stiftungsrates sowie die Zuwendungsgeber (Bund/ www.dsm.museum.
tion“ nutzt dabei neue digitale Möglichkeiten, um Bundesministerium für Bildung und Forschung,
die Besucherinnen und Besucher an einen exklusiven Land/Senatorin für Wissenschaft und Häfen sowie
Ort zu bringen, der anlässlich der weltweit beach- die Seestadt Bremerhaven). Weitere Unterstützung
teten MOSAiC-Expedition große Aufmerksamkeit bietet dankenswerterweise das Bau-Team, darunter
erfährt (siehe Highlight 1). Der Einsatz von VR- und die Projektleitung (Immobilien Bremen), die Projekt-
AR-Technik erzeugt im Museum Sehgewohnheiten steuerung (assmann gruppe), die Architektenbüros
im Wandel (siehe Highlight 2). Grundlage unserer Haslob, Kruse + Partner sowie Architekten Wieden-
Ausstellungen sind wissenschaftliche Erkenntnis- roth und Siebert nebst weiteren Gewerken (Bruns +
se, die u.a. auf internationalen Kooperationen und Partner Ingenieurgesellschaft, KSF GmbH & Co. KG).
weltweiten Forschungsaufenthalten basieren (siehe Weiterhin bedanken wir uns sehr herzlich bei Gre-
Highlight 3). Der bauliche Wandel und der damit ein-
4 5AUFTRAG ORGANISATION UND GREMIEN
Auftrag Organisation
und Gremien
Das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz- Das DSM begreift seine Ausstellung als wissen- Das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) ist eine
Institut für Maritime Geschichte ist eines von acht schaftliches Medium und als Ort für Wissenschafts- rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts und
Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft. Es kommunikation. Maritime Forschung unter dem Titel als Forschungsmuseum Mitglied der Leibniz-Ge-
gibt dem Thema „Mensch & Meer“ durch Forschung „Mensch & Meer“ wird hier sichtbar, greifbar und meinschaft. Es verfügt über zwei Organe, den Stif-
und Kommunikation Wertigkeit und gesellschaftliche erlebbar gemacht. Es entwickelt daher eine neue tungsrat und das Direktorium.
Bedeutung. Handlungsleitend sind die satzungsge- semi-permanente museale Ausstellungskonzeption
mäßen Aufgaben unter besonderer Berücksichtigung und damit verbundene Vermittlungsprogramme, Das DSM wird von einem zweiköpfigen Direkto-
des von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz die neuen Wahrnehmungsformen und veränderten rium geleitet, bestehend aus der Geschäftsführen-
2012 verabschiedeten „Bund-Länder-Eckpunkte- gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung den Direktorin des DSM (Prof. Dr. Sunhild Kleingärt-
papiers zu den Forschungsmuseen“. Wesentliches tragen. ner), die im Rahmen der Gemeinsamen Berufung als
Charakteristikum ist die integrale Verbundenheit von Professorin für Schifffahrtsgeschichte und Maritime
„Forschung – Sammlung – Vermittlung“ (siehe www. Bei allen seinen Tätigkeiten wirkt das Deutsche Archäologie an der Universität Bremen tätig ist, und
dsm.museum/satzung). Schifffahrtsmuseum als Forschungsmuseum der einem seit 2014 ins Direktorium bestellten Kaufmän-
Leibniz-Gemeinschaft nach deren Grundsätzen in nischen Geschäftsführer am DSM (Konrad Otten).
Hauptthema des Leibniz-Forschungsmuseums DSM Forschung und Lehre eng mit Universitäten und
ist die wechselvolle und folgenreiche Beziehung Hochschulen zusammen, insbesondere unter Einbe- Der Stiftungsrat fungiert als Aufsichtsgremium des
zwischen „Mensch & Meer“ am Beispiel maritimer ziehung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie DSM.
Technologien mit einem Schwerpunkt auf Schiffen. nationaler und internationaler Kooperationspart-
Die objektbezogene Forschung des DSM ist interdis- ner*innen sowie Gastwissenschaftler*innen.
ziplinär ausgerichtet und basiert auf internationalem
Austausch. Das wissenschaftliche Handeln folgt dem
Grundsatz kooperativer Wissenschaft auf Basis einer
exzellenten Forschungsinfrastruktur.
Bei der Arbeit im Magazin werden viele Exponate erfasst und katalogisiert. Der Erweiterungsbau des Museums mit dem Schriftzug WANDEL.
6 7ORGANISATION UND GREMIEN ORGANISATION UND GREMIEN
Dem Stiftungsrat gehören nach §7 der Satzung folgende Mitglieder an, die – mit Ausnahme der vom Stif- Der Wissenschaftliche Beirat setzt sich aus folgenden Wissenschaftler*innen zusammen
tungsrat persönlich berufenen Mitglieder – von den entsendenden Institutionen durch Beschluss als Vertre- (Stand: 31.12.2019):
ter*innen benannt sind (Stand: 31.12.2019):
Mitglied Institution Mitglied Institution
Dr. Claudia Schilling (Vorsitz) Senatorin für Wissenschaft und Häfen der Freien Hansestadt Bremen Dr. Patricia Rahemipour (Vorsitz) Institut für Museumsforschung, Staatliche Museen zu Berlin – Preu-
ßischer Kulturbesitz
Dr. Bernhard Klingen (Stellvertretung) Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bonn
Prof. Dr. Michael Flitner ARTEC – BGBM und Universität Bremen
Dr. Andreas Bovenschulte Bürgermeister, Präsident des Senats, Senator für Kultur der Freien (Stellvertretung)
Hansestadt Bremen
Dr. Marie Luisa Allemeyer Georg-August-Universität Göttingen
Susanne Grobien Ausschuss für Wissenschaft, Medien, Datenschutz und
Informationsfreiheit der Bremischen Bürgerschaft Dr. Ronald Bockius Römisch-Germanisches Zentralmuseum, Mainz
Arno Gottschalk Ausschuss für Wissenschaft, Medien, Datenschutz und Prof. Dr. Alexandra Jeberien Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Informationsfreiheit der Bremischen Bürgerschaft
Prof. Dr. Simone Lässig Deutsches Historisches Institut, Institut Washington, D.C.
Michael Frost Stadtrat / Mitglied des Magistrats der Stadt Bremerhaven
Prof. Dr. Karin Lochte Deutsche Allianz Meeresforschung
Susanne Ruser Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Bremerhaven
Drs. M.R. Martijn Manders Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed, Amersfoort
Dr. Manfred Ernst Vorsitzender des Kuratoriums zur Förderung des Deutschen
Schiffahrtsmuseums e.V. Dr. Cornelia Weber Justus-Liebig-Universität Gießen
Dietrich Schütte Vorsitzender des Fördervereins Deutsches Schiffahrtsmuseum e.V.
Dr. Harald Benke Direktor des Deutschen Meeresmuseums Stralsund /
Persönliches Mitglied, vom Stiftungsrat berufen
Dr. Falk Fabich Sozialwissenschaftler und Jurist /
Persönliches Mitglied, vom Stiftungsrat berufen
Prof. Dr. Olaf Köller Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissen-
schaften und Mathematik / Persönliches Mitglied, vom Stiftungsrat
berufen
Der Wissenschaftliche Beirat ist ein unabhängiges beratendes
Gremium. 2019 übernahm die Direktorin des Instituts für Muse-
umsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kul-
turbesitz, Frau Dr. Patricia Rahemipour, den Vorsitz und Prof. Dr.
Michael Flitner den stellvertretenden Vorsitz.
8 9ORGANISATION UND GREMIEN ORGANISATION UND GREMIEN
Die internen Gremien setzen sich wie folgt zusammen
(Stand: 31.12.2019):
Erweitertes Direktorium Gleichstellungsbeauftragte
Tobias Goebel Birte Stüve
(Sprecher Doktorand*innen)
Colleen Lansnicker (Stellvertretung)
Erik Hoops (Wissenschaftlicher
Redakteur)
Thomas Joppig (Pressesprecher)
Diversitätsbeauftragte
Dipl.-Ing. Lothar Kuhlenkamp
Dr. Angela Sommer
(Technischer Dienst)
Dr. Dennis Niewerth
(Wissenschaftlicher Mitarbeiter)
Inklusionsbeauftragte
Prof. Dr. Ruth Schilling
N.N.
(Wissenschaftliche Forschungs- und
Ausstellungskoordinatorin)
Ombudsperson
Betriebsrat Dr. Angela Sommer
Dr. Albrecht Sauer (Vorsitzender) Dr. Lars Kröger (Stellvertretung)
Barbara Siliamova
(stellvertretende Vorsitzende)
Postdoktorand*innen
Elke Kreowski
Dr. Christian Ebhardt
Simon Kursawe
Dr. Martin Weiss (Stellvertretung)
Birgit Schindler
HIGHLIGHTS
Doktorand*innen
Tobias Goebel
Florian Tüchert (Stellvertretung)
2019
10 11HIGHLIGHTS / WELT UND MEER IM WANDEL
1.0 /
Welt und Meer im Wandel
Anlässlich der aktuellen Diskussionen um Klima- Dank der großzügigen Spende eines anonymen Mä-
schutz und Meereswandel haben sich die Ausstellun- zens aus dem Umfeld des Fördervereins sowie der
gen im DSM 2019 – als Teil des Aktionsplanes Leib- Unterstützung durch den verantwortlichen Medien-
niz-Forschungsmuseen – auf Themen zu Welt und techniker (Medientechnik Lang) wurde die Medienin-
Meer im Wandel konzentriert. Diese Themen fanden stallation um drei Wochen verlängert, wofür sich das
ihren dramaturgischen Höhepunkt in einer Kombina- DSM sehr bedankt.
tion von Ausstellung („SEA CHANGES“) im Inne-
ren des Erweiterungsgebäudes und Medieninstal- Die Ausstellung „SEA CHANGES“ reflektiert aktuelle
lation („Screening Northern Lights“) auf Spitzdach Diskussionen zum Klimawandel und verortet die-
und Fassade des Gebäudes. Mittels großformatiger se historisch. Wichtige Kooperationspartner waren
Hochleistungsbeamer wurden das Gebäudeinne- das Alfred-Wegener-Institut / Helmholtz-Zentrum
re, die Fassade und das Spitzdach des Museums zur für Polar- und Meeresforschung, das Thünen-Institut
Leinwand. Das Projekt entstand in Zusammenar- für Seefischerei sowie das Polar Museum der Uni-
beit mit dem Medienkünstler Kurt Laurenz Theinert versity of Cambridge. Ausgehend von historischen
sowie dem Kurator Helmut M. Bien (westermann Objekten aus der Sammlung des DSM zeigt die Aus-
kulturprojekte), der im Rahmen seiner Lichtkunst- stellung anhand von drei exemplarischen Bereichen,
Die Mitarbeiter des Deutschen Schifffahrtmuseums vor dem Neubau projekte u.a. den Kölner Dom 2018 öffentlichkeits- welche Rolle das Meer im globalen Klimawandel
wirksam in neues Licht tauchte. Verwendet wurde spielt, wie sich die Meere verändern und welche öko-
bei der Projektion auf dem Museumsgebäude neben logischen, ökonomischen, sozialen und politischen
historischen Film- und Fotoaufnahmen auch aktuel- Auswirkungen der Meereswandel hat. Besucher*in-
les Bildmaterial. nen erfahren, wie sich die Polarregionen ändern und
was das für die Schifffahrt bedeutet. Dargestellt
Die mediale Installation und die Idee, das Museum wird auch, wie und unter welchen Bedingungen die
als Gesamtkunstwerk zu inszenieren, wurde beglei- Forschungsschifffahrt in einem Zeitraum von über
tet durch ein umfangreiches Führungsprogramm 150 Jahren die Polarregionen untersucht hat und wie
und die Veranstaltungsreihe „Nachts vorm Museum“, sich der Meereswandel auf das marine Ökosystem
verbunden mit der Möglichkeit, die Installation vom sowie nicht zuletzt auf die Menschen auswirkt, die
Richtfunkturm („Radarturm“) aus zu betrachten. am und vom Meer leben.
Links: Einblicke in die Ausstellung „SEA CHANGES – Welt & Meer im Wandel“. /
Oben: Der Bangert-Bau während der Lichtinstallation „POLARWOCHEN – Das Museum leuchtet.“
12 13HIGHLIGHTS / WELT UND MEER IM WANDEL HIGHLIGHTS / SEHGEWOHNHEITEN IM WANDEL
2.0 /
Sehgewohnheiten im Wandel
Einen für das DSM großen und nachhaltigen Erfolg Ansätze finden sich in der Sonderausstellung „360°
stellte 2019 die Entscheidung der Gemeinsamen POLARSTERN – Eine virtuelle Forschungsexpedi-
Wissenschaftskonferenz der Länder (GWK) dar, die tion“ (s.o.), in welcher das digitale Modell eines etwa
den seitens des DSM beantragten „Aufbau einer di- anderthalb Meter langen Schiffsmodells der POLAR-
gitalen Forschungs- und Kommunikationsinfrastruk- STERN zu sehen ist, das zusammen mit der Agen-
tur“ beschloss. Damit gelang eine wesentliche, vor tur Laserscan Berlin im Fotolabor des Museums
allem institutionelle und somit dauerhafte Erhöhung entstand und per Augmented-Reality-Anwendung
der Bund-Länder-Finanzierung um rund eine Million (technische Umsetzung: Playersjourney) auf einem
Euro pro Jahr. Dies stellt nach der Aufnahme des Multi-Touch-Tisch (technische Umsetzung: Robin
DSM auf die „Blaue Liste“ der überregional durch Heß) sowie als 3D-Druck präsentiert wird und zum
den Bund geförderten Institute 1980 und die in den Erkunden des Forschungsschiffes einlädt.
1990er-Jahren erfolgte Überprüfung der überre-
gionalen Förderungswürdigkeit durch den Wissen- Durch den Aufbau einer digitalen Forschungs- und
schaftsrat als Voraussetzung zur Aufnahme in die Kommunikationsinfrastruktur werden die Vorausset-
Leibniz-Gemeinschaft einen wichtigen dritten Mei- zungen geschaffen, um die hausinterne Digitalisie-
lenstein in der Geschichte des Hauses mit Blick auf rungsstrategie mithilfe neun neu geschaffener Stel-
den Ausbau der institutionellen Förderung dar. len mit innovativen Aufgabenprofilen umzusetzen,
Rendezvous der GRÖNLAND und der POLARSTERN auf der Nordsee. darunter die im Rahmen einer Gemeinsamen Beru-
Mit dieser institutionellen Förderung ist die strate- fung mit der Carl von Ossietzky Universität Olden-
gische Erweiterung des Hauses um inhaltsgeleitete burg ausgeschriebene Professur „Wissensprozesse
Darüber hinaus stellt das DSM anlässlich der MOSA- tragen. Die gewonnenen Erfahrungen werden bei Kompetenz verbunden, d.h. die langfristige Ver- und digitale Medien“, die zum nächstmöglichen Zeit-
iC-Expedition das Forschungsschiff POLARSTERN der weiteren Entwicklung der neuen Gesamtausstel- ankerung digitaler Methoden in Forschung, Samm- punkt besetzt werden soll.
unter dem Titel „360° POLARSTERN – Eine virtuelle lung des DSM miteinbezogen werden, die derzeit mit lungsdokumentation und Ausstellungpraxis. Erste
Forschungsexpedition“ ins Zentrum einer Sonder- dem Berliner Kreativbüro chezweitz gestalterische
ausstellung. Besucherinnen und Besucher können Umsetzung erfährt. Unter insgesamt 22 national und
mithilfe von Virtual- und Augmented-Reality-Brillen international renommierten Agenturen setzte sich
erfahren, wie an Bord von Forschungsschiffen ge- chezweitz im Rahmen des im Januar 2019 initiierten
lebt und gearbeitet wird. Zugleich dient die Ausstel- Verhandlungsverfahrens mit dem Teilnahmewettbe-
lung dazu, den Umgang der Museumsgäste mit die- werb „Ausstellungsgestaltung: Beratung, Entwick-
sen Vermittlungsmethoden zu testen. Begleitet wird lung, Planung“ durch.
die Ausstellung von einem reichhaltigen Rahmen-
programm. Unter anderem wurde der Start der MO- Die Jury zeigte sich dabei vor allem von den Ansät-
SAiC-Expedition, der größten jemals durchgeführten zen zur Gestaltung und Nutzung des Raumes sowie
Arktis-Expedition, im DSM live übertragen. der Vorgehensweise, die unterschiedlichen Gebäu-
deteile Scharoun- und Bangert-Bau als eine Einheit
Mit den zuvor genannten beiden Projekten zum For- zu denken, beeindruckt. Seit September 2019 erfolgt
schungsschwerpunkt „Mensch & Meer“ hat das DSM die Zusammenarbeit zwischen DSM-Ausstellungs-
2019 neue Wege der Besucher*innen-Ansprache team und chezweitz, um das Gesamtkonzept des
beschritten. Es wurden aktuelle gesellschaftliche so- Museums zu entwickeln und eine neue Ausstellung
wie wissenschaftliche Themen aus dem Bereich der im Bangert-Bau umzusetzen. Erwartet wird von der
Meeres- und Polarforschung aufgegriffen und über Agentur eine klar erkennbare gestalterische Hand-
den Einsatz neuer medialer Techniken veränderten schrift für das neue Deutsche Schifffahrtsmuseum
Seh- und Vermittlungsgewohnheiten Rechnung ge- als Teil der Leibniz-Gemeinschaft im Sommer 2022.
Einblick in die Ausstellung „360° POLARSTERN – Eine virtuelle Forschungsexpedition“.
14 15HIGHLIGHTS / INTERNATIONALISIERUNG DURCH FORSCHUNGSAUFENTHALTE HIGHLIGHTS / UMZUGSJAHR DER GROSSEXPONATE
3.0 / 4.0 /
Internationalisierung durch Umzugsjahr der Großexponate
Forschungsaufenthalte
Das Jahr 2019 bedeutete eine Intensivierung der Zu- war eine zweiwöchige Ausfahrt auf dem Fischerei- Am 6. November 2019 wurde im Rahmen einer fei- zur Fertigstellung des neuen Forschungsdepots
sammenarbeit zwischen dem DSM und der Univer- forschungsschiff WALTHER HERWIG des Thünen-In- erlichen Zeremonie der Grundstein für den Neubau untergebracht sind. In vielen Fällen wurden objekt-
sity of Cambridge durch mehrere Forschungsauf- stituts für Seefischerei. Dr. Hanin Hannouch aus dem des Forschungsdepots in der Eichstraße im Bremer- spezifische Verpackungen hergestellt, so für die
enthalte. Eine Brückenfunktion nimmt dabei Prof. Libanon forschte zum fotografischen Werk Hanns havener Fischereihafen gelegt. Zahlreiche Gäste zahlreichen Schiffsmodelle Hunderte hölzerne Trans-
Dr. William O’Reilly von der University of Cambridge Tschiras, das im Archiv des DSM bewahrt wird und aus Politik, Wissenschaft und Kultur sowie Projekt- portkisten, die von der hausinternen Tischlerei ei-
ein, der über einen „Leibniz-Chair“ mit dem DSM in- für die Bildwissenschaften von großem Interesse ist. beteiligte und DSM-Mitarbeitende nahmen an der gens angefertigt wurden.
stitutionell verbunden ist. Der Titel „Leibniz-Chair“ Die US-amerikanische Restauratorin Davina Kuh-Ja- Zeremonie teil. Bis Frühjahr 2021 entsteht ein For-
wird an herausragende Forschungspersönlichkeiten cobi konnte wertvolle Hinweise zur Objektsicherung schungsdepot mit einer Grundfläche von rund 2.300 Zu den größten Herausforderungen gehörte das
verliehen und honoriert die enge Bindung des jewei- bei der Vorbereitung der neuen Ausstellung geben. Quadratmetern, in dem erstmals in der Geschichte Verbringen des Kleinst-U-Bootes vom Typ Seehund
ligen Forschers an eine bestimmte Leibniz-Einrich- Die Promotionsstudentin Sara Caputo von der Uni- des Hauses Archivalien, Objekte, eine Studienzone und der Galionsfiguren HERTHA, ELISABETH und
tung. versität Cambridge war eng eingebunden in das für Wissenschaftler*innen und Studierende sowie GERMANIA. Für ihren Transport aus dem ersten
vom BMBF finanzierte Drittmittelprojekt „Karten – Mitarbeitendenbüros an einem Ort zusammenge- Obergeschoss ins Parterre musste die große nach
Prof. Dr. Ruth Schilling (DSM) erfuhr die große Ehre, Meere“ und forschte mit der Kartensammlung des führt werden. Damit werden die Studienbedingun- Norden gerichtete, aus mehreren Teilen bestehende
zum Visiting Fellow von Trinity Hall ernannt zu wer- DSM aus dem 18. Jahrhundert. gen der Sammlung sowie deren Lagerungsbedin- Fensterfront ausgebaut werden, um die großforma-
den, und konnte mehrere Forschungsaufenthalte an gungen deutlich verbessert. tigen und schweren Objekte über den Außenraum
dem renommierten und traditionsreichen College Auch 2020 wird das DSM in einem kompetitiven Ver- per Kran zu transportieren. Der mehrere Stunden
verbringen. Dr. Charlotte Colding Smith und Dr. Mar- fahren Gastwissenschaftler*innen für Forschungs- Um die Einlagerung der Objekte in das neue For- in Anspruch nehmende Umzug des „fliegenden“
tin Weiss (beide DSM) bewarben sich erfolgreich um aufenthalte am DSM im Rahmen des Fellowship-Pro- schungsdepot planen zu können, wurden 2019 die U-Bootes wurde von vielen Schaulustigen auf dem
ein „Cambridge-Leibniz Museum & Collection Fel- gramms einladen. im Scharoun-Gebäude gelagerten Objekte in einer Deich begleitet.
lowship“, die der Leibniz-Forschungsverbund „His- elektronischen Datenbank erfasst. Anschließend
torische Authentizität“ auslobte. Martin Weiss erhielt wurden sie fachgerecht verpackt und in ein Inte- Im Sommer 2020 feiert das DSM das Richtfest sei-
dieses Stipendium gemeinsam mit der Kuratorin des rimsdepot im Fischereihafen verbracht, wo sie bis nes Forschungsdepots.
Polar Museum in Cambridge, Charlotte Connelly.
Ihre gemeinsame Arbeit prägte wesentlich das Kon-
zept der Sonderausstellung „SEA CHANGES“ (s.o.).
Mit der Smithsonian Institution in Washington, D.C.
wurde die Zusammenarbeit insbesondere im Rah-
men des „Transatlantic Seminar for Museum Cu-
rators and Educators“ vertieft, einer Kooperation
zwischen Fulbright Academy und Leibniz-Gemein-
schaft. Am Ausbau dieses von der Leibniz-Gemein-
schaft koordinierten Kooperationsformats der acht
Leibniz-Forschungsmuseen wird sich das DSM in Zu-
kunft weiter integral beteiligen.
Das DSM hat weiterhin im Rahmen seines Fellow-
ship-Programms in einem kompetitiven Verfahren
vier Gastwissenschaftler*innen nach Bremerhaven
eingeladen, um über Objekte und Themen seiner
Sammlung zu forschen.
Oben: An zwei Kränen schwebend wurde das Kleinst-U-Boot
Érica de Abreu Gonçalves aus Brasilien kreierte über SEEHUND für die Sanierung eine Etage tiefer verlegt. / Rechts:
drei Monate hinweg Filmmaterial zur Fischerei, das Bei der Grundsteinlegung für das Forschungsdepot wurde eine
in der zukünftigen Ausstellung des Museums gezeigt Zeitkapsel in die Mauer eingelassen.
Eine Seekarte der Tonga-Tiefe aus dem Drittmittelprojekt „Karten
werden soll. Höhepunkt ihrer Recherchearbeiten
Meere“, das vom BMBF finanziert wird.
16 17HIGHLIGHTS / SCHICKSALSJAHR DER SEUTE DEERN HIGHLIGHTS / SCHICKSALSJAHR DER SEUTE DEERN
5.0 /
Schicksalsjahr der SEUTE DEERN
Das Jahr 2019 wurde zum Schicksalsjahr der SEUTE Gutachten zeigen, dass die über das letzte halbe taillierten Finanzierungsplan zu erstellen – auch für Die Bark bekam Schlagseite und sackte etwa zwei
DEERN, dem einzigen Vollholzschiff im Museums- Jahrhundert hindurch ausgeführten Reparaturen den zukünftigen Erhalt des Schiffes. Unter anderem Meter tief ab, bis sie im Schlick steckenblieb. Auf-
hafen. Der Segler wurde dem DSM durch die Stadt aufgrund fehlender finanzieller Mittel kompromiss- wurden Überlegungen zu einer Sanierung des Schif- grund von Gefahr im Verzug wurde der Segler ge-
Bremerhaven anlässlich des Gründungsaktes des behaftet ausgeführt wurden. Hinzu kommt, dass fes in einer für Besucher zugänglichen Erlebniswerft borgen. Auf Grundlage zweier Gutachten, die dem
Museums geschenkt und ist, wie auch die anderen Schiffe aus Holz nicht dafür vorgesehen sind, älter im Museumshafen angestellt. In der Zeit bis zur Sa- gesamten Schiff Pilz- und Holzfäulebefall beschei-
Museumsschiffe, durch die Stiftungsurkunde juris- als 20 bis 30 Jahre zu werden. Vor diesem Hinter- nierung hätte ein Lecksegel die Leckagen verringern nigten, entschied der Stiftungsrat in einer Sonder-
tisch verfügt, Teil des Stiftungskapitals, zu dessen grund ist es bemerkenswert, dass das Schiff 100 sollen. sitzung am 23. Oktober 2019 einstimmig, das Schiff
Erhaltung sich zwei der Stifter (Land Bremen und Jahre lang überdauerte, bis im Februar 2019 im Be- rückzubauen.
Stadt Bremerhaven) mit dem Gründungsakt schrift- reich der Restaurantküche ein Schwelbrand aus- Der Förderverein hatte die erforderlichen Mittel frei-
lich verpflichtet haben. 1919 vom Stapel gelaufen, brach, infolgedessen das Schiff für den Besuchsver- gegeben, Studierende der Hochschule Bremerha- Am 14. November beschloss der Haushaltsausschuss
war der Segler seit seinem Umbau 1946 nicht mehr kehr geschlossen wurde. ven hatten im Sommer den Rumpf des Schiffes mit des Deutschen Bundestages, zusammen mit dem
in seiner ursprünglichen Bestimmung als Transport- einem Tauchroboter untersucht. Die Unterwasserbil- bereits 2018 bewilligten Geldern insgesamt bis zu 46
schiff im Einsatz. Stattdessen beherbergte das Schiff Im Mai 2019, kurz vor den Jubiläumsfeierlichkeiten der sollten dabei helfen, dieses Vorhaben zu planen. Millionen Euro für den Neubau der SEUTE DEERN
während zwei Dritteln seiner Lebenszeit freizeitori- zum 100. Geburtstag des Schiffes, bewilligten das Dies erwies sich aufgrund der Größe des Schiffes, sowie 1,1 Millionen Euro für die Sanierung der ELBE
entierte Übernachtungs- und Gastronomiebetriebe, Land Bremen und die Stadt Bremerhaven 1,4 Mio. der Vielzahl kleiner Leckagen und der scharfkanti- III zu bewilligen.
z.B. ein Hotel, eine Jugendherberge und schließlich Euro als Komplementäranteil im Jahr zuvor seitens gen Stellen am Rumpf als äußerst komplex. Die Pla-
ein Restaurant. des Bundes zugesagter Mittel, die zweckgebunden nungen hierfür liefen jedoch bereits, als sich am 30.
für die Prüfung verschiedener Sanierungsvarian- August ein weiterer tragischer Vorfall ereignete: Aus
Der Erhalt des Schiffes stellte alle Vorbesitzer, ein- ten der SEUTE DEERN eingesetzt werden sollten. noch ungeklärter Ursache war eine der sechs Lenz-
schließlich der Stadt Bremerhaven, vor große fi- Vorgesehen war, Planungsgrundlagen zu schaffen, pumpen an Bord ausgefallen, was binnen kurzer Zeit
nanzielle Herausforderungen. Jüngst eingeholte technische Möglichkeiten zu ermitteln und einen de- zu einem massiven Wassereinbruch geführt hatte.
Links: Die SEUTE DEERN im Museumshafen. Das Foto entstand
im Rahmen eines Fotowettbewerbs zum 100-jährigen Jubiläum. /
Mitte: Im Februar 2019 geriet die Dreimastbark in Brand. / Rechts:
Im September 2019 wurde der hölzerne Segler nach der Havarie
mit Hebesäcken geborgen.
18 19ZAHLEN UND FAKTEN / BESUCHER*INNENZAHLEN 2019
Besucher*innenzahlen 2019
weniger als 5.000
5.000 bis 10.000
mehr als 10.000
J F M A M J J A S O N D
Aufgrund umfangreicher Umbaumaßnahmen stand um für ÖPNV-Nutzer*innen nur noch über Umwege
ein großer Teil der Ausstellungsflächen 2019 erst- erreichbar ist.
mals in der Geschichte des Hauses ein komplettes
Jahr lang nicht für Besichtigungen zur Verfügung. Umso ermutigender ist es für unser Haus, dass wir
Erfahrungen aus anderen Museen zeigen, dass Um- die Besucher*innenzahlen – trotz dieser äußerst
baumaßnahmen zu einem deutlichen Rückgang der schwierigen Rahmenbedingungen – mit mehr als
ZAHLEN
Besucher*innenzahlen führen. Für einen Standort 64.000 Personen auf einem gehobenen fünfstel-
wie die Havenwelten in Bremerhaven gilt dieses Risi- ligen Niveau halten konnten. Möglich wurde dies
ko umso mehr, da die Gäste hier mit Klimahaus, Aus- zum einen durch die Ausstellung „360° POLAR-
wandererhaus und Zoo am Meer gleich drei alterna- STERN – Eine virtuelle Forschungsexpedition“, die
UND FAKTEN
tive Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer fußläufiger mithilfe von Virtual-Reality-Brillen Einblicke in das
Entfernung vorfinden. Fahren, Forschen und Leben an Bord des weltbe-
rühmten Eisbrechers ermöglicht, zum anderen aber
Zu berücksichtigen ist auch, dass es sich beim Vor- auch durch die Ausstellung „SEA CHANGES – Welt
jahr 2018 für das DSM aus zwei Gründen um ein & Meer im Wandel“ sowie die Medieninstallation
außergewöhnlich besuchsstarkes Jahr handelte: In „Screening Northern Lights“, die viele Interessierte
der ersten Jahreshälfte hatten die Gäste Gelegen- vor und ins Museum lockte.
heit, Abschied von der alten Ausstellung zu nehmen,
und in der zweiten Jahreshälfte konnten die verblei- Zu diesen Aktivitäten wurde jeweils ein umfang-
benden Ausstellungsbereiche (Neubau, Kogge-Hal- reiches Rahmenprogramm angeboten. Auch die
le und Schiffe) kostenfrei besichtigt werden. Diese digitalen Angebote des DSM werden sehr gut an-
Möglichkeit bestand 2019 nur noch in den ersten genommen: Unser neu eingeführter Newsletter lie-
zweieinhalb Monaten bis zum Start der Sommer- fert inzwischen mehr als 2.000 Empfänger*innen
saison am 15. März. Nach dem Absinken der SEUTE Geschichten und Veranstaltungshinweise aus dem
DEERN am 30. August 2019 kam erschwerend hin- DSM, die Zahl der Follower der DSM-Website auf
zu, dass das Gelände vor dem Museum weiträumig Facebook konnte dank verstärkter Social-Media-Ak-
abgesperrt werden musste; seit Dezember ist zu- tivitäten binnen eines Jahres um mehr als 50 Prozent
dem der direkte Weg von der Haltestelle Deutsches auf fast 1.300 Personen gesteigert werden und die
Schifffahrtsmuseum/Stadttheater für den Abriss neu gestaltete DSM-Website wurde im vergangenen
eines Brückenkopfes abgesperrt, so dass das Muse- Jahr mehr als 100.000-mal aufgerufen.
20 21ZAHLEN UND FAKTEN / PUBLIKATIONEN ZAHLEN UND FAKTEN / PUBLIKATIONEN
Publikationen MONOGRAPHIEN / 6
PEER-
REVIEWED
ENG-
LISCH
Brüning, Hendrikje: Implementierung und Umsetzung von Verwertungsprozes- 0 0
sen digitaler Inhalte (Handreichung, Teil II). In: Projekt NAVI – Neue Ansätze der
Verwertung und Wissenskommunikation für Forschungsmuseen (Hrsg.): Verwer-
tung digitaler Inhalte an Museen, Berlin 2019
PUBLIKATIONEN VON DSM-MITARBEITENDEN
Brüning, Hendrikje: Handreichung (Teil II): Projektergebnisse des Deutschen 0 0
Anzahl der Veröffentlichungen 2019. Im Druck befindliche Veröffentlichungen sind Schifffahrtsmuseums, Teilprojekt Kultur (Dokumentation, Teil IV). In: Projekt
in Klammern angegeben, referierte Beiträge sind gesondert gekennzeichnet. NAVI – Neue Ansätze der Verwertung und Wissenskommunikation für For-
schungsmuseen (Hrsg.): Verwertung digitaler Inhalte an Museen, Berlin 2019
Veröffentlichung 2019 Meyer-Friese, Boye und Sauer, Albrecht: J ohan Månssons Seebuch der Ostsee 1 0
von 1644. Eine – fast vergessene – Erfolgsgeschichte. Schriften des Deutschen
Monographien 4 (2) (davon 1 (1) peer-reviewed)
Schifffahrtsmuseums Bd. 73, Bremerhaven & Wiefelstede (im Druck)
Herausgeberschaft 5 (davon 2 peer-reviewed, 1
(Sammelwerke) open access) Ostersehlte, Christian: Eisbrecher vor Reval: Die Flotte des Revaler Börsenkomi- 0 0
tees. In: Schriften der Baltischen Historischen Kommission 23; Veröffentlichun-
Herausgeberschaft im 5 (davon 1 peer-reviewed) gen der Aue-Stiftung 41, Berlin (im Druck)
Selbstverlag
Parak, Gisela: Der Freiberger Bergbau um 1900. Arbeit, Alltag und Technik im 0 0
Beiträge 7 (1) (davon 5 (1) peer-re-
Spiegel der Fotografie, Münster 2019
in Fachzeitschriften viewed, 5 open access)
Beiträge 16 (11) (davon 3 (5) peer-re- Weiss, Martin: Showcasing Science. A History of Teylers Museum in the Nine- 1 1
in Sammelwerken viewed, teenth Century, Amsterdam 2019
4 (3) open access)
Populärwissenschaft- 10 (davon 1 open access)
liche Publikationen
PEER- ENG-
Rezensionen 5 HERAUSGEBERSCHAFT (SAMMELWERKE) / 5 REVIEWED LISCH
Sonstige 5 (1) (davon 1 peer-reviewed, 3 Binder, Beate, Bischoff, Christine, Endter, Cordula, Hess, Sabine, Kienitz, Sabine 0 1
open access) und Bergmann, Sven (Hrsg.): C are: Praktiken und Politiken der Fürsorge. Ethno-
graphische und geschlechtertheoretische Perspektiven, Leverkusen 2019
Gesamt 57 (15) davon 13 (7) peer-re-
viewed, 14 (3) open
Mehler, Natascha, Gardiner, Mark und Elvestad, Endre (Hrsg.): German Trade 1 1
access)
in the North Atlantic c. 1400-1700. Interdisciplinary Perspectives. AmS-Skrifter,
Stavanger 2019
Insgesamt blieb die Anzahl an Veröffentlichungen gegenüber 2018
Mendelsohn, J. Andrew, Kinzelbach, Annemarie und Schilling, Ruth (Hrsg.): 1 1
mit 46 (+22 im Druck) in 2018 zu 57 (+15 im Druck) in 2019 in etwa
Civic Medicine: Physician, Polity and Pen in Early Modern Europe, London 2019
gleich. Auch der Anteil an Publikationen, die über das Peer-review-
Verfahren qualitätsgesichert wurden, blieb mit 28 % auf einem
Parak, Gisela (Hrsg.): Bilder aus den Bergwerks- und Hüttenbetrieben. Auf- 0 0
ähnlichen Niveau wie in den beiden vorangegangenen Jahren. Die
tragskontexte fotografischer Repräsentationsalben 1890–1920, Halle 2019
Anzahl der OA-Publikationen blieb ebenfalls mit 14 gegenüber 17
in 2018 in etwa gleich.
Ruppenthal, Jens, Schilling, Ruth und Weiss, Martin (Hrsg.): Von Flaschenpost 0 0
bis Fischreklame – Die Wahrnehmung des Meeres im 19. und 20. Jahrhundert,
Köln 2019
22 23ZAHLEN UND FAKTEN / PUBLIKATIONEN ZAHLEN UND FAKTEN / PUBLIKATIONEN
PEER- ENG- PEER- ENG-
HERAUSGEBERSCHAFT IM SELBSTVERLAG / 5 REVIEWED LISCH BEITRÄGE IN SAMMELWERKEN / 27 REVIEWED LISCH
Hoops, Erik (Hrsg.): POLARSTERN. Traumschiff der Forschung, DSM-Booklets 0 0 von Bargen, Marleen: Anna Siemsen – Politikerin und Reformerin, in: Filter, Dag- 0 0
Bd. 4, Bremerhaven 2019 mar und Reich, Jana (Hrsg.): Respekt! Frauen verändern Wissenschaft an der
Universität Hamburg (Forum GenderWissen, Bd. 9), Norderstedt 2019, S. 55–57
Hoops, Erik (Hrsg.): SEUTE DEERN. Wahrzeichen mit bewegter Geschichte. 0 0
DSM-Booklets. Bd. 5, Bremerhaven 2019 Becker, Cornelia, Benecke, Norbert, Küchelmann, Hans Christian und 0 1
Suhrbier, Stefan: Finding the Woolly Sheep: Meta-Analyses of Archaeozoological
Hoops, Erik (Hrsg.): Deutsche Schiffahrt 41.1, 2019 0 0 Data from Southwestern Asia and Southeastern Europe, in: Schier, Wolfram und
Pollock, Susan (Hrsg.): Proceedings of the Topoi-Workshop “The Competition of
Hoops, Erik (Hrsg.): Deutsche Schiffahrt 41.2, 2019 0 0 Fibres”, March 2017, Oxford (im Druck)
Hoops, Erik (Hrsg.): Deutsches Schiffahrtsarchiv, Wissenschaftliches Jahrbuch 1 Abstracts Bergmann, Sven: Die Sorge um verwickelte Dinge von Belang: Plastik im Ozean 0 0
des Deutschen Schifffahrtsmuseums, Bd. 40, 2017, Bremerhaven & Wiefelstede und im Alltag, in: Binder, Beate, Bischoff, Christine, Endter, Cordula, Hess, Sabi-
2019 ne, Kienitz, Sabine und Bergmann, Sven (Hrsg.): Care: Praktiken und Politiken
der Fürsorge. Ethnographische und geschlechtertheoretische Perspektiven, Le-
verkusen 2019, S. 247–261
Bergmann, Sven: Schleimige Assoziationen im Meer – die Plastisphäre, in: Ge- 0 0
PEER- ENG-
sing, Friederike, Knecht, Michi, Flitner, Michael und Amelang, Katrin (Hrsg.): Na-
BEITRÄGE IN FACHZEITSCHRIFTEN / 8 REVIEWED LISCH
turenKulturen. Denkräume und Werkzeuge für neue politische Ökologien, Biele-
feld 2019, S. 353–384
Belasus, Mike: The Ships that Headed North – An Archaeological Perspective, in: 1 1
AmS-Skrifter 27, 2019, S. 175–186
Bongardt, Eva-Maria: Die malerische Ausstattung im Hauptchor von St. Maria 1 0
zur Höhe in Soest: die Anordnung der Bilder im Raum und daraus resultierenden
Koolstra, Franciscus Johannes, Küchelmann, Hans Christian, Cakirlar, Canan: 1 1
Wechselwirkungen der malerischen Ausstattung zur Liturgie und zum Betrach-
Comparative Osteology and Osteometry of the Coracoideum, Humerus, and Fe-
ter, in: Heinrichs, Ulrike und Pick, Pick (Hrsg.): Neue Forschungen zur Wandmale-
mur of the Green Turtle (Chelonia mydas) and the Loggerhead Turtle (Caretta
rei des Mittelalters, Regensburg 2019, S. 109–122
caretta), in: International Journal of Osteoarchaeology 29(5), 2019, S. 683–695
Colson, Amandine: »La 3D comme outil de suivi des bateaux en bois, issus du 0 frz.
Küchelmann, Hans Christian: Hanseatic Fish Trade in the North Atlantic: The Evi- 1 1
contexte archéologique«, Actes du Colloque »Journées Nationales des Restaura-
dence of Fish Remains from Hanse Cities in Germany, in: AmS-Skrifter 27, 2019,
teurs en archéologie«, Paris (im Druck)
S. 75–92
Dirks, Florian: Streitschlichtung ohne Gericht? Zu Konfliktlösungsstrategien in 1 0
Küchelmann, Hans Christian: A Set of Middle Bronze to Early Iron-Age Bone- 1 1
Fehden zwischen Stadt und Adel auf Tagfahrten im Hanseraum des 14. und 15.
tools from Eastern Germany, in: Zooarchaeology 3 (im Druck)
Jahrhunderts, in: Amend-Traut, Anja, Bongartz, J., Denzler, A., Franke, E. und
Stodolkowitz, S.A. (Hrsg.): Unter der Linde und vor dem Kaiser. Neue Perspekti-
Gardiner, Mark und Mehler, Natascha: Introduction: German Trade in the North 1
ven auf Gerichtsvielfalt und Gerichtslandschaften im Heiligen Römischen Reich,
Atlantic, in: AmS-Skrifter 27, 2019, S. 9–24
Göttingen, S. 145–162 (im Druck)
Mehler, Natascha, Ólafsson, G., Holterman, Bart, Coolen, J., Edvardsson, R. und 1 1
Kröger, Lars: The Development of Pre-industrial Ship Construction at the River 0 1
Brorsson, T.: Gautavík – A Trading Site in Iceland Re-examined, in: AmS-Skrifter
Rhine (im Druck)
27, 2019, S. 259–275
Niewerth, Dennis: Virtuelle Museen, in: Kasprowicz Dawid und Rieger Stefan 0 0
Niewerth, Dennis: Wir sind immer virtuell gewesen. Plädoyer für ein Ende des 0 0
(Hrsg.): Handbuch Virtualität, Wiesbaden (im Druck)
Ausnahmezustands, in: museums:zeit – Mitteilungsblatt Neue Folge 76, 2019,
S. 17–18
Niewerth, Dennis: Objekte der Begierde. Wie man eine digitale Aura erzeugt 0 0
(und wie besser nicht), in: Bienert, Andreas, Börner, Anko, Emenlauer-Blömers,
Ostersehlte, Christian: Flussschifffahrt und Verkehrspolitik. Der Norddeutsche 1 0
Eva und Hemsley, James (Hrsg.): EVA Berlin 2019 Proceedings, Berlin 2019,
Lloyd und sein Engagement auf der Mittel- und Oberweser, in: Deutsches Schiff-
S. 38–43
fahrtsarchiv 40, 2017 (2019), S. 9–116
24 25ZAHLEN UND FAKTEN / PUBLIKATIONEN ZAHLEN UND FAKTEN / PUBLIKATIONEN
PEER- ENG- PEER- ENG-
REVIEWED LISCH REVIEWED LISCH
Parak, Gisela: Can Man Survive? Eine multimediale Fotoausstellung des Jahres 0 0 Schilling, Ruth und Niewerth, Dennis: Das Virtuelle zum Quadrat: Die seltsame 0 0
1969, in: Ziehe, Irene und Hägele, Ulrich (Hrsg.): Populäre Präsentationen. Foto- Geschichte des Walfängers RAU IX, seines Werftmodells und des Digitalen im
grafie und Film als Medien musealer Aneignungsprozesse (Schriftenreihe Stu- Museum, in: Lehnert, Gertrud und Weilandt, Maria (Hrsg.): Materielle Miniaturen.
dien und Materialen zur Visuellen Kultur), Münster 2019, S. 121–136 Zur Ästhetik der Verkleinerung, Würzburg 2019
Parak, Gisela: Bilder aus den Bergwerks- und Hüttenbetrieben. Auftragskontex- 0 0 Schilling, Ruth, Colson, Amandine und Kuh Jakobi, Davina: Communication 0 1
te fotografischer Repräsentationsalben (1890–1920) – Einführung, in: Parak, Gi- Conservation Challenges in Exhibitions at the German Maritime Museum (...), in:
sela (Hrsg.): Bilder aus den Bergwerks- und Hüttenbetrieben. Auftragskontexte Problemy Muzéow Zwiazane z Zachowaniem i Konserwacha Zbiorów. VIII Mied-
fotografischer Repräsentationsalben 1890–1920, Halle 2019, S. 9–19 zynaradowa Konferencja Jonserwatorska Szenriawa 10-12 padzdziernika 2018.
Problems Connected with Keeping and Conservation of Collections in Museums.
Ruppenthal, Jens: „Aus dem Meer! Aus der Dose!“ Konservierte Wahrnehmung 0 0 8th Conservation Conference Szreniawa, 10th–12th of October 2018, 2019,
der Nahrungsquelle Meer, in: Ruppenthal, Jens, Schilling, Ruth und Weiss, Mar- S. 45–56
tin P.M. (Hrsg.): Von Flaschenpost bis Fischreklame – Die Wahrnehmung des
Meeres im 19. und 20. Jahrhundert, Köln 2019, S. 129–150 Schilling, Ruth, Ruppenthal, Jens und Weiss, Martin: Das Meer wahrnehmen. 0 0
Kontinuität und Wandel im 19. und 20. Jahrhundert, in: Ruppenthal, Jens, Schil-
Sauer, Albrecht: Negotiating Northern Waters: Navigating from Germany to the 1 1 ling, Ruth und Weiss, Martin P.M. (Hrsg.): Von Flaschenpost bis Fischreklame –
North Atlantic Islands (im Druck) Die Wahrnehmung des Meeres im 19. und 20. Jahrhundert, Köln 2019, S. 9–23
Sauer, Albrecht: Navigation in Estuaries (im Druck) 1 1 Weiss, Martin: Die friedliche Eroberung der Ozeane. Meeresforschung in der 0 0
DDR-Zeitschrift „Urania“, in: Ruppenthal, Jens, Schilling, Ruth und Weiss, Mar-
Sauer, Albrecht: Marine Charting by Germany, in: The History of Cartography, 1 1 tin P.M. (Hrsg.): Von Flaschenpost bis Fischreklame – Die Wahrnehmung des
Vol. 5: Cartography in the Nineteenth Century, Chicago (im Druck) Meeres im 19. und 20. Jahrhundert, Köln 2019, S. 173–190
Schilling, Ruth: Physical City: A Royal Physician’s Warsaw, in: Mendelsohn, J. An- 1 1 Weiss, Martin: The Lorentz Transformation of a Museum, in: Dijksterhuis, Fokko 1 1
drew, Kinzelbach, Annemarie und Schilling, Ruth (Hrsg.): Civic Medicine: Physici- Jan, Weber, Andreas und Zuidervaart, Huib (Hrsg.): Locations of Knowledge in
an, Polity and Pen in Early Modern Europe, London 2019 Dutch Contexts, Leiden & New York 2019, S. 232–261
Schilling, Ruth: Von klein zu groß. Schiffsmodelle und historische Erkenntnis- 0 0
prozesse, in: Kammel, Frank (Hrsg.): Nachdenken über Modelle, Nürnberg (im
Druck)
PEER- ENG-
POPULÄRWISSENSCHAFTLICHE PUBLIKATIONEN / 10 REVIEWED LISCH
Schilling, Ruth: Fragile Gemeinschaft. Geistliche, Ratsherren und Stadtgemein- 0 0
de in Bremen, Hamburg und Lübeck um 1600, in: Auffarth, Christoph und Van de
Brüning, Hendrikje und Warnke, Ursula: Digitalisiert ist noch lange nicht transfe- 0 0
Kamp, Jan (Hrsg.): Die andere Reformation im Nordwesten: Bremen und West-
riert, in: Museumskunde, Bd. 84, 2019
europa, Bremen (im Druck)
Hollmeier, Niels: 360° POLARSTERN. Das Forschungsschiff der Superlative als 0 0
Schilling, Ruth: Die Macht der Objekte. Ordnung und Widerspruch im Museum, in: 1 0
Virtual-Reality-Erlebnis im Deutschen Schifffahrtsmuseum, in: Deutsche Schiff-
Warnke, Ingo (u.a.) (Hrsg.): Macht im Widerspruch, Wiesbaden (im Druck)
fahrt 41.1, 2019, S. 19–25
Schilling, Ruth: Reisende Objekte, statische Sammlungen – zirkulierendes Wis- 0 0
Hollmeier, Niels und Weiss, Martin: Virtuelle Forschungsarbeit im Deutschen 0 0
sen?, in: Hierholzer, Vera (Hrsg.): Knotenpunkte. Universitätssammlungen und
Schifffahrtsmuseum, in: Magazin Museum.de, Nr. 38, 2019, S. 14-22
ihre Netzwerke. 10. Sammlungstagung, 7. Jahrestagung der Gesellschaft für Uni-
versitätssammlungen e.V., 13.–15. September 2018, Johannes Gutenberg-Univer-
Hoops, Erik: Neue Sorgen um eine „alte Dame“. Ursache und Schadensausmaß 0 0
sität Mainz, Mainz 2019, S. 25–27
nach Schwelbrand auf der SEUTE DEERN noch unbekannt, in: Deutsche Schiff-
fahrt 41.1, 2019, S. 2–4
Schilling, Ruth: Das Meer ausstellen: Das Museum für Meereskunde und die 0 0
Wahrnehmung des Meeres um 1900, in: Ruppenthal, Jens, Schilling, Ruth und
Hoops, Erik: Notizen aus dem DSM. In: Deutsche Schiffahrt 41.1, 2019, S. 30–32 0 0
Weiss, Martin P.M. (Hrsg.): Von Flaschenpost bis Fischreklame – Die Wahrneh-
mung des Meeres im 19. und 20. Jahrhundert, Köln 2019, S. 111–128
Hoops, Erik: Notizen aus dem DSM. In: Deutsche Schiffahrt 41.2, 2019, S. 30–32 0 0
26 27ZAHLEN UND FAKTEN / PUBLIKATIONEN ZAHLEN UND FAKTEN / PUBLIKATIONEN
PEER- ENG- PEER- ENG-
REVIEWED LISCH SONSTIGE / 6 REVIEWED LISCH
Kiel, Susanne: „Meistbietend gegen bar“. Ein Forschungsprojekt zum Umgang 0 0 Grabundzija, Ana, Küchelmann, Hans Christian, Park, Martin und Schoch, 0 1
mit Übersiedlungsgut jüdischer Emigranten, in: Deutsche Schiffahrt 41.2, 2019, Chiara: Rezension zu Val Dufeu: The Textile Revolution, Online Database
S. 21–23 Repository, Edition Topoi, Berlin, 2019, URL: http://repository.edition-topoi.org/
collection/WOLL
Kleingärtner, Sunhild, Schilling, Ruth, von Bargen, Marleen, Ebhardt, Chris- 0 0
tian, Ruppenthal, Jens, Schütz, Simon, Törün, Talip, Theis, Frederic und Weiss, Kröger, Lars: Between Industrial Wasteland and Touristic Destination. The Hand- 0 1
Martin: Ein Gang durch das künftige Deutsche Schifffahrtsmuseum, in: Deutsche ling of Old Harbours on Example of Bremerhaven, in: Portus 37, 2019
Schiffahrt 41.1, 2019, S. 13–18
Mehler, Natascha, Gardiner, Mark und Elvestad, Endre: Preface in: Mehler, 1 1
Ostersehlte, Christian: Ein Seefahrtsbuch und ein Zeugnisheft eines Kohlenzie- 0 0 Natascha, Gardiner, Mark und Elvestad, Endre (Hrsg.): German Trade in the
hers aus dem Jahr 1914. Neuerwerbungen erweitern den Bestand des DSM-Ar- North Atlantic c. 1400-1700. Interdisciplinary Perspectives. Proceedings of the
chivs, in: Deutsche Schiffahrt 41.2, 2019, S. 24–26 Conference in Avaldsnes, Norway, September 2012, AmS-Skrifter 27, 2019, S. 3–4
Ostersehlte, Christian: Kleinod an der Ostsee: Das Windjammer-Museum in 0 0 Mehler, Natascha: Hanse Archaeology (2nd revised edition) – Beitrag in einer 0 1
Barth bei Stralsund, in: Deutsche Schiffahrt 41.2, 2019, S. 27–29 Enzyklopädie (im Druck)
Schönbauer, Sarah und Bergmann, Sven: Microplastics by Other Means? How 0 1
Microplastics can be a Tool for Inter/trans-disciplinary Engagement, in: Marine
Coastal Cultures, 2019, URL: https://marinecoastalcultures.com/2019/06/12/
PEER- ENG-
microplastics-by-other-means-how-microplastics-can-be-a-tool-for-inter-
REZENSIONEN / 5 REVIEWED LISCH
trans-disciplinary-engagement/
Küchelmann, Hans Christian: Rezension zu Val Dufeu: Fish Trade in Medieval 0 1
Tüchert, Florian, Schürmann, Felix und Theis, Frederic: Tagungsbericht zur 0 1
North Atlantic Societies – An Interdisciplinary Approach to Human Ecodynamics,
International Conference on the History of Cartography – Themenschwerpunkt
in: Primitive Tider 21, 2019
„Maps and Water“, Amsterdam, 14. – 19.07.2019
Parak, Gisela: Die Zeitschrift „Fotografie“ als Sammelbecken eines fotografi- 0 0
schen Neubeginns. Zur Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe Ham-
burg, in: Rundbrief Fotografie, Bd. 26, 2019, Nr. 4, S. 40–46
Parak, Gisela: Rezension zu LVR-Industriemuseum und Ludwiggalerie Schloss 0 0 PUBLIKATIONEN AUS DER WISSENSCHAFTLICHEN REDAKTION
Oberhausen (Hrsg.): Stoffwechsel. Die Ruhrchemie in der Fotografie, in: Forum
Ruhrgeschichte 1/2019, S. 93–94
Im Institut herausgegebene Fachzeitschriften (referiert) 1
Parak, Gisela: Neues aus dem Osten, Rezension zu „Christian Philipsen, Thomas 0 0
Bauer-Friedrich (Hrsg.): Ins Offene. Fotokunst im Osten Deutschlands seit 1990“, Anzahl der im Institut herausgegebenen Fachzeitschriften 2
in: Fotogeschichte 151 (2019) (nicht referiert)
Weiss, Martin: Rezension zu A.D. Morrison-Low, Sara J. Schechner und Paolo 0 1 Monografien 2
Brenni (Hrsg.): How Scientific Instruments Have Changed Hands, in: Isis, Bd. 110,
2019, H. 2, S. 410–411 Working Papers / Reports 1
Beiträge in Fachzeitschriften (referiert) 9
Beiträge in Fachzeitschriften (nicht referiert) 15
Publikationen im Open Access 59
– davon zweitveröffentlichte Zeitschriftenbeiträge (referiert) 57
28 29ZAHLEN UND FAKTEN / PUBLIKATIONEN ZAHLEN UND FAKTEN / WISSENSCHAFTLICHE VERANSTALTUNGEN
Publikationen im Raum (Ausstellungen) Wissenschaftliche Veranstaltungen
Sechs neue Ausstellungen wurden 2019 im DSM bzw. unter Mitwirkung unserer Mitarbeiter*innen des DSM haben 2019 zwei (populär-)wissenschaftliche Vor-
Mitarbeiter*innen eröffnet. tragsreihen mit zusammen 14 Einzelveranstaltungen sowie neun wissenschaft-
liche Workshops, Tagungen, Diskussionsveranstaltungen oder Netzwerktreffen
durchgeführt bzw. mitorganisiert. Alle Veranstaltungen wurden öffentlich be-
Frühjahr 2019 „Gezeiten“, Teaser-Ausstellung im Foyer des Bangert-Baus
kanntgegeben und standen einem interessierten Publikum offen.
seit 26.01.2019 online „Stadt, Land, Exponat – Auf den Spuren frühneuzeitlicher Kolonien“
28.02. – 01.03.2019 Die Maritime Wirtschaft in der modernen Wirt- Tagung national
17.05.2019 – 31.12.2020 „360° POLARSTERN – Eine virtuelle Forschungsexpedition“
schafts- und Unternehmensgeschichte; Veran-
staltungsort: Haus der Wissenschaft, Bremen; in
14.11.2019 – 27.01.2020 „Schaufenster Wissenschaft – Highlights der Bremer Forschung“, im Haus der
Kooperation mit der Gesellschaft für Unternehmens-
Wissenschaft, Bremen
geschichte (GUG) sowie dem Institut für Bank- und
Finanzgeschichte e.V. (IBF)
15.11.2019 – 27.01.2020 „Screening Northern Lights“
10. – 11.03.2019 Northern Seas Maritime Museums Network Netzwerk- international
15.11.2019 – 31.12.2020 „SEA CHANGES – Welt & Meer im Wandel“
treffen
10.04.2019 Internationaler Tag der Provenienzforschung Diskussi- national
onsveran-
Fünf weitere Ausstellungen, die im DSM bzw. unter Mitwirkung unserer Mitarbeiter*innen
staltung
an anderen Orten zuvor erstellt wurden, waren auch noch 2019 zu sehen.
01.06.2019 Post Colonial Oceans Tagung national
seit März 2017 „Band der Schiffsmodelle“
15. – 16.06.2019 4. Koggethon in Kooperation mit der Hochschule Hackathon national
seit März 2017 „Kogge, Mensch & Meer“ Bremerhaven
10.12.2017 – 24.11.2019 „Segel, Salz und Silberlinge“, Wanderausstellung 25.06.2019 Wissen schafft Stadt (Orte des Dialogs) Diskussi- national
onsveran-
06.05.2018 – 16.01.2020 „Gegen den Strom. Flussschifffahrt im Mittelalter“, Wanderausstellung staltung
13.06.2018 – 06.01.2019 „Europa und das Meer“ im Deutschen Historischen Museum, Berlin 23. – 24.10.2019 Vernetzung der Forschungsmuseen Netzwerk- national
treffen
14. – 16.11.2019 U Bremen Research Alliance Conference on Media Tagung national
Insgesamt 156 Führungen fanden im Jahr 2019 im DSM statt, davon 67 gebuch- and the Sea
te Führungen für Erwachsene, 54 für Schulklassen, 6 für Kindergartengruppen,
14 im Rahmen von Kindergeburtstagen und 15 öffentliche Führungen. Ergänzt 27.11.2019 Hands-on-Modelle Workshop national
wurde dieses Angebot um weitere Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und
Familien, Ferienkurse und Familienaktionen sowie eine Info-Veranstaltung für monatlich Schätze aus unserer Sammlung Vortrags- national
Lehrer*innen. reihe
Mitarbeiter*innen des DSM waren auch auf wissenschaftlichen Tagungen und
Kongressen aktiv, die von anderen Einrichtungen organisiert wurden: Sie betei-
ligten sich an diesen mit 64 Vorträgen (davon 17 vor internationalem Publikum)
und einem Poster.
30 31Sie können auch lesen