ANSTALTUNGS- VER- März bis Juli 2019 - Waldorfschule ...

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ANSTALTUNGS- VER- März bis Juli 2019 - Waldorfschule ...
VER-
ANSTALTUNGS-
   PROGRAMM
     März bis Juli 2019

             END lich
     los lassen – zu wenden
zusammen kommen – Mitte bilden
ANSTALTUNGS- VER- März bis Juli 2019 - Waldorfschule ...
»…das endlose Gespräch des Universums.

 Spricht es mit den Dingen und mit uns

 so spricht es mit sich selbst.

 Wir sind seine Sprache und sein Ohr,

 seine Worte und sein Schweigen.«

			                           Octavio Paz
ANSTALTUNGS- VER- März bis Juli 2019 - Waldorfschule ...
Editorial

Liebe LeserInnen,

der Hauptfriedhof in Crailsheim ist der Ort an dem wir dieses Mal unser
Programmthema suchen. Wir stimmen uns ein und jede/r lässt Körper,
Seele und Geist durch den besonderen Ort streifen – schweigend.

Wir sammeln unsere Eindrücke in Beates Wohnzimmer, die neben dem
Friedhof lebt, bei einem wärmenden Tee. Aus dem Schweigen verdichten
sich unsere Gefühle und Gedanken, die wir mitbringen, wie aus Zauber-
hand zu gemeinsamen Impulsen – Metaphern – Begriffen. Einer davon
ist END lich.

Wir lassen sie „stehen“ und in den nächsten Tagen und Wochen kreiert
sich spielerisch tastend, suchend unser Thema:
END lich
los lassen – zu wenden
zusammen kommen – Mitte bilden

Übrigens, END lich hat zwei Seiten:
Endlich geht es los.
Alles ist endlich.

Eigentlich ist er ein DIALOG, dieser Prozess der Programmthemenfin-
dung – und so führt uns unser eigenes, intuitiv - imaginatives Vorgehen
zum inhaltlichen Kernthema unseres Programms.

Auf eine besondere Weise stellt Octavio Paz, der mexikanische Literatur-
nobelpreisträger, diesen Prozess in einen allumfassenden Kontext. Wie
hellsichtig doch seine Worte über das endlose Gespräch des Univer-
sums sind: Wir sind seine Sprache und sein Ohr, seine Worte und sein
Schweigen.

Möge Ihnen allen während der vielfältigen Veranstaltungen, zu denen
wir Jung und Alt willkommen heißen, viele Momente beschert sein, an
denen wir seine Sprache, sein Ohr, seine Worte und sein Schweigen
wahrnehmen und erleben.

Viel Freude mit unserem Programm wünscht Ihnen
das Veranstaltungsteam!

Markus Stettner-Ruff

Termine
März
Fr. 22. 03., 20.00 Uhr        Kleidertausch statt Kaufrausch –
                              Tauschabend für Frauenkleidung
Sa. 23.03., 15.00 Uhr         Klang und der Mensch –
                              Vortrag und Musik mit Refika Scheufele
Fr. 29.03., 20.00 Uhr         Die heilenden Klänge II - Ney, Rebab, Dombra
                              und Oud erzählen von der Erde, der Steppe,
                              dem Wind und dem Leben in Zentralasien
                              Konzert mit Ali und Mehmet Ungan;
                              Orientalische Musikakademie Mannheim
Sa. 30.03., 10.00 – 13.00 Uhr Rebab und Ney - zwei orientalische
                              Instrumente kennen lernen
                              Workshops mit Ali und Mehmet Ungan
Sa. 30.03., 09.30 – 12.00 Uhr Backen mit Kindern zur Osterzeit
                              mit Sigrun Herrmann und Anica Rübel

April
Fr. 05. 04., 19.30 Uhr        „Die Vermessung der Zeit“ – Theaterstück nach
                              dem Roman von Daniel Kehlmann,
                              Theater KORONA
So. 07.04., 13.00 – 17.00 Uhr Frühlingsmarkt
            13.00 – 15.00 Uhr Kindersachenbasar
Di. 09.04., 19.30 Uhr         Die Linde –
                              Geschichte, Geschichten und Gedichte
                              Vortrag von Förster Jörg Brucklacher
Sa. 13.04., 14.00 – 17.00 Uhr Jonglieren - mit Machen erlernen
                              mit Sepp Huber

Mai
Mi. 01.05., 16.00 Uhr        Maienfest - Internationale Tänze und Lieder
                             gemeinsam tanzen und singen
                             mit Sebastian Grohs und Alexandra Jackel
Fr. 03.05., 17.30 Uhr        Buntmalerei für Kinder mit Sylvia Weller
Fr. 03.05., 19.30 Uhr        DIALOG – Miteinander denken
                             Dialogische Kernfähigkeiten und die Bilder
                             von Werner Ratering
                             mit Marie Luise Stiefel und Thomas Waldhubel
Sa. 04.05., 10.00 – 12.00 u. Dialoge praktisch kennen lernen
        14.00 – 16.00 Uhr    Zwei Dialogrunden zum Titel des Veran-
                             staltungsprogramms:
                             los lassen – zu wenden // zusammen kommen
                             – Mitte bilden
Sa. 11.05., 10.00 Uhr        Öffentliche Monatsfeier, Turnhalle Tiefenbach
Fr. 17.05., 19.00 Uhr        Die Düfte des Frühlings – Selber Seifen und
                             Creme herstellen mit Waltraud Baumann
Sa. 18.05., 14.00 Uhr        Einweihungsfeier des neuen Gebäudes
                             unseres Waldorfkindergartens
Sa. 25.05. 9.30 – 12.30 Uhr Maultaschen selber herstellen
                             mit Anica Rübel und Sigrun Herrmann
Fr. 31.05., 19.00 Uhr        Ausstellungseröffnung „Mein Crailsheim“
                             Wolfram Hahn: Fotografien 2017-2019,
                             Stadtmuseum Crailsheim
Juni
Sa. 01.06., 13.30 – 18.00 Uhr Holz-Stele – Die Natur liefert uns das
                              Ausgangsmaterial
                              mit Michael Hildenbrand
Sa. 08. 06., 9.30 – 12.00 Uhr Vater und Kind(er) basteln zusammen
                              mit Wolfgang Gsell
Sa. 29.06., ab 18.30 Uhr      Johannifeuer, Honhardter Demeterhöfe

Juli
So. 14.07., 17.00 Uhr       Waldorf100 Konzert-Tournée –
                            Oberstufenschüler musizieren
                            Laurin Liebert & Joris Heese spielen Klassik,
                            Rock und Pop

Ständige Termine

Mittwochs 20.00 – 21.30 Uhr Tanzkreis für Kreistänze
				Eurythmieraum

Freitags       20.00 Uhr		             Eltern lesen Steiner-Texte
MÄRZ
Freitag 22. März · 20.00 Uhr · Waldorfkindergarten Crailsheim

»Kleidertausch statt Kaufrausch«
Tauschabend für Frauenkleidung
Da es so viel Spaß macht, Sachen
zu tauschen, laden Sie die beiden
Initiatorinnen Hannelore Nawroth
und Monika Schütz, herzlich ein,
mitzumachen.
Getauscht werden kann fast alles,
egal ob Kleider, Bücher oder Schränke
(diese dürfen – natürlich als Bild –
mitgebracht werden).
Wir tauschen entweder gegen etwas
von den anderen TeilnehmerInnen, gegen eine Spende an den Verein
Waldorfpädagogik Crailsheim e.V. oder auch direkt gegen Geld.
In Großstädten hat Sharing Economy bereits Einzug gehalten. Es bringt
nicht nur Menschen zusammen, sondern fördert auch einen nachhaltigen
Lebensstil. Weitergeben statt wegwerfen ist die Devise.

Für das leibliche Wohl ist in Form von Snacks und Getränken gesorgt.
Die beiden Initiatorinnen freuen sich auf einen gemütlichen, unterhalt-
samen und „tauschreichen“ Abend.

Samstag 23. März · 15.00 Uhr · FWS Crailsheim, Eurythmieraum

»Klang und der Mensch«
Vortrag und Musik mit Refika Scheufele
Die Schöpfungsgeschichten der
verschiedenen Kulturen sehen den
Klang als Ursprung allen Seins. Dies
finden wir zum Beispiel neben der
Bibel auch in den heiligen Schriften
Indiens („Upanishaden“) und auch
im Glauben der Tibeter. Dort heißt
es, dass die gesamte Schöpfung, das
Universum, der Mensch und die Götter aus Klang entstanden sind:
Nada Brahma – Der Kosmos ist Klang.
Unser Sprachgebrauch macht die Klanggesetze deutlich, sie kommen in
unserer alltäglichen Sprache zum Ausdruck. Beispiele: auf einer anderen
oder der selben Wellenlänge sein; den richtigen Ton treffen; sich im Ton
vergreifen; in Harmonie mit sich selbst sein.
Darüber hinaus ist der Klang oder Ton ein ideales Mittel um eine Har-
monie zwischen der linken und der rechten Gehirnsphäre herzustellen.
Durch dieses Zusammenspiel der linken und rechten Hirnhemisphäre
ist es möglich, effektiv zu lernen, neue Ideen zu entwickeln, schöpferisch
tätig zu sein und vor allem das Leben ganzheitlich wahrzunehmen.
Durch den wirkungsvollen Effekt der Tiefenentspannung durch Klang
kann es vorkommen, dass Stress abgebaut wird, Druck und Schmerzen
gelindert werden und gegebenenfalls können sie sich sogar auflösen.
Bei der Klangreise werden verschiedene Klanginstrumente eingesetzt,
meistens tibetische Klangschalen, unterschiedlich große Gongs und
Zimbeln. Gelegentlich kommen zusätzlich auch noch andere Instrumente
und die menschliche Stimme hinzu. Im Körper werden alle Zellen in
Schwingung gebracht und somit der Energiefluss angeregt. Außerdem
kommt es gleichzeitig zu einer tiefen Entspannung.

An diesem Abend wird Refika Scheufele (Ganzheitliche Gesundheitsbe-
raterin und -Klangtherapeutin) nach ihrem Vortrag die TeilnehmerInnen
auf eine spannende Klangreise mitnehmen.

Mitzubringen sind: eine bequeme Unterlage zum Hinlegen und ein
kleines Kissen. Kostenbeitrag: 10.- €

Anmeldung erforderlich bis Fr. 15.03.
per E-Mail: sigrun.herrmann@waldorfschule-crailsheim.de

Freitag 29. März · 20.00 Uhr · FWS Crailsheim, Eurythmieraum

»Die heilenden Klänge II«
Ney, Rebab, Dombra und Oud erzählen von der Erde, der Steppe,
dem Wind und dem Leben in Zentralasien
Konzert mit Ali und Mehmet Ungan
Orientalische Musikakademie Mannheim (OMM)
Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr bringen zu unserer großen
Freude Ali und Mehmet Ungan erneut ihre „Heilenden Klänge“ nach
Crailsheim.
Traditionelle Völker Zentralasiens glauben an eine bewusste und ewige
Urkraft hinter der sichtbaren Welt. Das pentatonische Tonsystem und
eine Vielzahl verwendeter Tonarten (Maqame) haben unterschiedliche
und spezifische Wirkungen auf Körper, Gefühle und Gedanken.
Diese wird inzwischen europaweit angewendet, erforscht und gelehrt.
Folgt der Zuhörer der Einladung, sich der Musik zu öffnen, so ist das
eine Gelegenheit, die heilsame und balancierende Wirkung zu erleben.
Die beiden außergewöhnlichen Musiker greifen in ihrem Konzert mittels
ihres Spiels mit der Ney, Rebab, Dombra und Oud diese Kräfte auf und
laden ihre ZuhörerInnen in die Welt der heilenden Musik ein. Deren
Klänge erzählen von der Erde, der Steppe, dem Wind und dem Leben in
Zentralasien.
Ali Ungan wurde 1967 in Adana in der Türkei
geboren und kam 1992 nach Deutschland. Er
unterrichtete Deutsch als Fremdsprache und Musik
am Mannheimer Institut für Integration sowie im
Deutsch-Türkischen Kulturhaus in Mannheim. Ali
Ungan ist aktiver Musiker und Mitbegründer der
OMM.
Von 2003 bis 2010 unterrichtete er an der Freien
Interkulturellen Waldorfschule Mannheim als
Fachlehrer „Musik und Bewegung“ und leitete mehrere Schulprojekte,
sowie Alevitische Religion an der Astrid-Lindgren-Schule in Mannheim.
Er führte verschiedene Kooperationsprojekte mit seinem Konzept „In-
terkulturelles Lernen durch Musik und Bewegung“ durch. In der OMM
unterrichtet Ali Ungan die Instrumente Saz, Tanbur, und Rebab.
Mehmet Ungan ist Soziologe mit Studium in Mann-
heim, Musiker, Dozent und Vorstandsvorsitzender
der OMM. Seit über 20 Jahren arbeitet er mit sozial
benachteiligten Jugendlichen mit und ohne Migrati-
onshintergrund, wobei die integrierende Kraft der
Musik dabei eine große Rolle spielt. Aktuell leitet er die
halboffene Jugendarbeit und das Street Working Projekt
mit bulgarischen Jugendlichen innerhalb der OMM.
Als Lehrbeauftragter der Goethe Universität Frank-
furt unterrichtet Mehmet Ungan islamisch-mystische
Musik. An der Hochschule Mannheim hat er einen
Lehrauftrag für transkulturelle Musikangebote in der
sozialen Arbeit.

Mehmet Ungan ist Mitbegründer der Sufigemeinschaft Gayanshala.
Mit seiner Sufimusik-Gruppe Hosh Neva gastiert er bei interkulturellen
und interreligiösen Veranstaltungen in ganz Europa. Die Virtuosität auf
seinen Instrumenten Ud und Ney verdankt er seinen beiden Lehrern
Necati Çelik und Ömer Erdogdular (Schüler des legendären Ney Meisters
Niyazi Sayin). Als Gastmusiker und Sänger wirkt er mit bei „Salto! Sing!
Dance! Till Heaven graces the Earth“ von L’Arpeggiata / Christina Pluhar.
Die Produktion war ein Programmschwerpunkt der Ruhrtriennale 2011.
In der Akademie vermittelt Mehmet Ungan die Musik und Spieltechnik
der Instrumente Ney und Ud. Außerdem leitet er Instrumentenbaukurse
für die Sufi-Flöte Ney.
Der Eintritt ist frei – wir bitten um Spenden.

Samstag 30. März · 10.00 – 13.00 Uhr · FWS Crailsheim, Eurythmieraum

»Unsere Sinne schaffen eine Verbindung
zwischen Innen- und Außenwelt«
Rebab und Ney - zwei orientalische Instrumente kennen lernen
Ali und Mehmet Ungan bieten zwei Workshops parallel an

Eines der ältesten Streichinstrumente – Rebab-Workshop mit Ali Ungan
Die kleine Kniegeige Rebab ist eines der ältesten Streichinstrumente
und kam von Zentralasien nach Anato-
lien. Schon im 13. Jahrhundert spielte
der große Sufi-Mystiker Mevlana
Rumi die Rebab. Sie ist ein wichtiges
Instrument in der Altorientalischen
Musiktherapie, wie sie von dem kürz-
lich verstorbenen Sufi-Meister und
Musiktherapeuten Dr. Oruç Güvenç
gelehrt wurde. Die TeilnehmerInnen
werden im Workshop Lieder aus verschiedenen zentralasiatischen
Kulturen kennen lernen und sich auch mit der meditativen Seite des
Instruments befassen.
„Der verlängerte Atem Gottes“ – Ney-Workshop mit Mehmet Ungan
Die Ney hat neun Bambusabschnitte. Die inneren Membranen
dazwischen müssen durchstoßen werden, um das Instru-
ment zu reinigen. Das Entfernen der inneren Verhol-
zungsringe führt zur inneren Leere. Die Ney hat sieben
Spiellöcher, die den sieben Sinnesöffnungen des
Menschen entsprechen: zwei Ohren, zwei Augen,
zwei Nasenlöcher und der Mund. Diese Sin-
nesöffnungen ermöglichen dem Menschen,
die Welt um ihn herum aufzunehmen,
den Sinn und das Wesen seines Lebens
zu erkennen. Unsere Sinne schaffen
eine Verbindung zwischen Innen- und
Außenwelt.
Die Ney spielt heute sowohl in der klassischen Musik der genannten
Kulturkreise als auch in der modernen „pan-arabischen“ Popmusik eine
wichtige Rolle. Ihre Existenz ist bis in das 3. Jahrhundert v. Chr. im
ägyptischen Kulturraum, für den assyrischen bis in das 5. Jahrhundert
v. Chr. nachgewiesen.
Ihr Klang, je nach Oktav-Lage warm bis durchdringend, wird meist als
klagend oder sehnsuchtsvoll empfunden. So wie das Rohr aus seiner
„Heimat“, dem Röhricht geschnitten wurde, symbolisiert sein Klang
die Sehnsucht der von der Alleinheit getrennten Seele des spirituell
suchenden Menschen nach ihrer ursprünglichen Heimat. In der Musik,
hauptsächlich der türkischen Sufi-Orden (Tariqas), nimmt sie eine zent-
rale Rolle ein. Sie wird von den Sufis daher auch „der verlängerte Atem
Gottes“ genannt.
Treffpunkt für beide Workshops: Eurythmieraum

Die beiden parallel stattfindenden Workshops wenden sich an Jugendliche
und Erwachsene. Es wird keinerlei musikalische Vorkenntnis vorausge-
setzt, einzig die Freude am Mitmachen zählt.
Kosten je Workshop: 50,- €

Samstag 30. März · 09.30 – 12.00 Uhr · FWS Crailsheim, Speisesaal

»Backen mit Kindern zur Osterzeit«
Mit Sigrun Hermann und Anica Rübel
Hhmmm….. der Duft von leckeren Osterplätzchen weht durchs Haus!
Die Kinderbackstube von Anica und Sigrun
ist wieder geöffnet. Die Vorfreude von
Kinder und Eltern auf das Osterbacken ist
groß, denn es macht riesigen Spaß zusam-
men zu backen und die „Guts’le“ die aus
dem Backofen kommen schmecken soooo
lecker. Wer eigene Oster-Ausstecherle hat,
darf gerne ein paar mitbringen. Alles ande-
re besorgen die beiden Osterbäckerinnen.
Der Kostenbeitrag für Zutaten und Material
beträgt 5,- €
Anmeldung bis Do. 22. 03. per
E-Mail: sigrun.herrmann@waldorfschule-
crailsheim.de
APRIL
Freitag 5. April · 19.30 Uhr · FWS Crailsheim, Eurythmieraum

»Die Vermessung der Welt«
Theaterstück nach dem Roman von Daniel Kehlmann
Mit dem Theater KORONA
Gegen Ende des 18.
Jahrhunderts machen sich
zwei junge Deutsche an
die Vermessung der Welt.
Der eine, Alexander von
Humboldt, kämpft sich
durch Urwald und Steppe,
befährt den Orinoko,
erprobt Gifte im Selbstver-
such, zählt die Kopfläuse
der Eingeborenen, kriecht
in Erdlöcher und besteigt
Vulkane. Der andere,
Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gauss, der zu gerne zu Hause
bleibt und sein Leben nicht ohne Frauen verbringen kann – er beweist
auch im heimischen Göttingen, dass der Raum sich krümmt. Alt, berühmt
und ein wenig sonderbar geworden, begegnen sich die beiden 1828 in
Berlin.
Frei nach dem Roman von Daniel Kehlmann erzählen Frank Schenke und
Ralf Kiekhöfer vom Theater KORONA in ihrem Figurentheater-Stück das
Leben dieser beiden Wissenschaftler.

Theater mit Figuren
Ein reizvolles Thema des Romans ist die Brüchigkeit und Vieldeutigkeit
der Realität. Die Welt ist nicht mehr die gleiche, nachdem sie vermessen
wurde. Immer wieder bricht Geheimnisvolles oder Irrationales in die
vermeintlich zuverlässige Realität ein. Theater mit Figuren bietet einen
besonderen Raum für Fantastisches und Abgründiges in Bühnenbild
und Darstellung. Die Bilder, die KORONA zum Beispiel für den Aufstieg
zum Gipfel des Chimborazo oder für die Erscheinung von Humboldts
verstorbener Mutter gefunden haben, zeigen diese große Vielfalt auf.
Charakteristisch für das Medium Figurentheater sind auch Begegnun-
gen von Schauspieler und Theaterfigur sowie das Spiel mit Illusion und
ihrer ironischen Brechung. Das Stilmittel, um diesen Roman überhaupt
schreiben zu können, sagte Daniel Kehlmann, wäre die indirekte Rede
gewesen. Die ironische Distanz des Autors zu seinen Figuren spiegelt
sich in der Distanz des Puppenspielers zu seiner Figur.

KO*RO*NA
Im Januar 2018 haben Frank Schenke vom Theater Fingerhut in Leipzig
und Ralf Kiekhöfer vom Theater Töfte in Halle (Westfalen) KO*RO*NA
ins Leben gerufen.
KO*RO*NA steht in der Astronomie für den Strahlenkranz um die Sonne,
der bei einer totalen Sonnenfinsternis zu sehen ist. Umgangssprachlich
beschreibt das Wort eine Gruppe von Menschen, die gemeinsam etwas
unternehmen, zum Beispiel Theater spielen.

Der Eintritt ist frei. Über Spenden für das Honorar der KünstlerInnen
freuen wir uns.
Sonntag 7. April · 13.00 – 17.00 Uhr · FWS Crailsheim

»Frühlingsmarkt mit Kindersachenbasar«

Die Eltern, Kinder und MitarbeiterInnen des Vereins Waldorfpädagogik
Crailsheim e.V. laden zu ihrem Frühlingsmarkt ein. Die BesucherInnen
können die Arbeit des Vereins, des Kindergartens, der Schule und der
Kinderkrippe kennenlernen. Es erwartet die Gäste allerhand Kulinarisches,
auch Einblicke in Unterrichtsräume und -konzepte werden geboten. Wäh-
rend die Erwachsenen bei einem Kaffee entspannen, können die Kinder
jeden Alters an den vielen Bastel- und Spielmöglichkeiten teilnehmen.

Zum Verkauf stehen herrliche Bastelarbeiten unserer Eltern sowie
Kunsthandwerk von Künstlern aus der Region. Das „Kinderlädle und
KinderCafé“ wird an diesem Tag nur für die „Kleinen“ geöffnet sein.
Traditionell veranstaltet der Verein Waldorfpädagogik Crailsheim e.V.
parallel von 13 – 15 Uhr einen nach Größen sortierten Kindersachen-
basar. Es werden Kinderkleidung bis circa Größe 176, Umstandsmode,
Spielsachen und alles andere was Kinder brauchen können, angeboten.
Frühlingsmarkt und Basar finden in den Räumen des Kindergartens
und der Freien Waldorfschule statt. Im Speisesaal wird während des
Verkaufs Kaffee und Kuchen serviert.

Dienstag 09. April · 19.30 Uhr · FWS Crailsheim, Eurythmieraum

»Die Linde«
Geschichte, Geschichten und Gedichte
Vortrag mit dem Förster Jörg Brucklacher
In unserem Programm ist er gesetzt.
Durch seine Vorträge bei uns hat er auch
in Crailsheim schon einen Fan-Kreis. Im
Anschluss an seinen Apfelbaumvortrag
wurde er sogar für Vorträge im Rahmen
der Ausstellung Äpfel und Birnen und an-
deres Gemüse – Die Obstbilder von Korbi-
nian Aigner im Dialog mit der Sammlung
Würth engagiert. Zum aktuellen Veran-
staltungsprogramm „END lich“: zusammen
kommen – Mitte bilden passend, wählten
wir die „Linde“ aus.
Schon durch ihr schieres Alter graben sich manche Lindenbäume tief in
unsere kollektive Erinnerung ein. So ist allein die Vorstellung unglaublich
faszinierend, dass sich bis zu 30 Generationen von Menschen unter ein
und derselben Dorflinde die Hand reichen.
Menschen, die geboren werden, sich verlieben, Kinder großziehen, große
oder kleine Geschichte schreiben und schließlich mehr oder weniger
spurlos von diesem Planeten verschwinden, während der Baum einfach
bleibt und lebt – und lebt – und lebt.
Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Linde eine besondere Stellung
im gemeinsamen kulturellen Gedächtnis, im Brauchtum, in der Mytholo-
gie und in der Dichtung einnimmt.
Diesem Vermächtnis will Jörg Brucklacher auf den Grund gehen und
neben botanischen und nutzungshistorischen Fakten auch Geschichten
und Gedichte rund um die Linde ausgraben und versuchen, ein wenig
von der sommerlichen Wärme eines Junitages in den Vortragsabend
hineinzutragen.

Jörg Brucklacher, der Baumfreund und
kulturhistorische Dilettant, wie er sich selber
nennt, ist 52 Jahre alt, verheiratet und Vater
von zwei Kindern. Durch seine Vorträge und
sein Engagement für die Waldkindergärten ist
der sympathische Förster und leidenschaftliche
Klavierspieler, im Landkreis Schwäbisch Hall
inzwischen bekannt und seine einzigartigen
Vortragsabende zu unterschiedlichen Bäumen
ein Erlebnis, mit denen er viele Menschen fasziniert.

Samstag, 13. April · 14.00 – 17.00 Uhr · FWS Crailsheim, Eurythmieraum

»Jonglieren - mit Machen erlernen«
Mit Sepp Huber

Als Rehoruli-Trainer wird Sepp Huber die Teil-
nehmer über kurzweilige 1- und 2-Ballübungen
spielerisch und humorvoll zu Erfolgserlebnissen
führen, damit Vertrauen und Motivation entsteht,
den dritten Ball in die Hand zu nehmen, ihn zu
werfen und zu fangen: Der Beginn der 3-Ball-
jonglage.

Immer wieder kommen die TeilnehmerInnen
bei diesem Lernprozess zu Anspannung und
Entspannung. Der Kreislauf kommt in Schwung,
Hitze entsteht, Emotionen werden frei, und es darf gelacht werden.
Ein konzentrierter Workshop für Einsteiger ab 14 Jahre.

Bitte genügend zum Trinken, lockere Kleidung und Schuhe,
eventuell eine Isomatte für die Lernpausen mitbringen.

Anmeldungen für den Workshop bis spätestens 06. April an:
sigrun.herrmann@waldorfschule-crailsheim.de
MAI
Mittwoch 01. Mai · 16.00 Uhr · FWS Crailsheim,
Eurythmieraum u. Schulhof

»Maienfest«
Internationale Kreistänze und Lieder gemeinsam tanzen und singen
Mit Sebastian Grohs und Alexandra Jackel
Das Singen ist zuerst der innere Tanz des Atems, der Seele, aber es kann
auch unsere Körper aus jeglicher Erstarrung ins Tanzen befreien
und uns den Rhythmus des Lebens lehren.                  Yehudi Menuhin

Gemeinsam ein Maienfest feiern – tanzen, singen, fröhlich sein! Unter
der Anleitung von Alexandra Jackel und Sebastian Grohs tanzen die
Festgäste gemeinsam internationale Tänze und singen internationale
Lieder. Jede/r kann ohne Vorkenntnisse, ohne auf eine Partnerin oder
einen Partner angewiesen zu sein, tanzen. Und singen können wir so-
wieso alle! Lassen wir uns den Rhythmus des Lebens lehren.
Wenn jeder etwas Kleines zum Essen und Trinken für ein Festbuffet mit-
bringt, werden wir uns in den Pausen gemeinsam an den Köstlichkeiten
laben.

Freitag 03. Mai · 17.30 Uhr · FWS Crailsheim

»Buntmalerei für Kinder«
Kleine Künstler schaffen große Werke
Mit Sylvia Weller
Je nach Jahreszeit schenkt uns die
Natur Blüten, Blätter, Rinden, Erden,
Wurzeln. Daraus stellen wir uns Farben,
Pinsel und Unterlagen fürs kreative Ma-
len her. Wir stellen gemeinsam Farben
her. Zum Beispiel, hämmern wir Steine
klein und mörsern diese bis sie als Pul-
ver weiterverarbeitet werden können.
Wir rühren Farben an aus Erden und
Pflanzen. Wir stellen uns aus Zweigen
und Pflanzen unsere eigenen Pinsel her. Und dann geht‘s los. Wir malen,
auf was wir Lust und an was wir Freude haben.

Kinder bringt bitte mit: Schlamperklamotten, was zum Trinken und zur
Stärkung in der Schaffenspause, Freude am Gestalten.

Freitag 03. Mai · 19.30 Uhr · FWS Crailsheim

»Miteinander denken –
der DIALOG nach David Bohm I«
Dialogische Kernfähigkeiten und die Bilder von Werner Ratering
Mit Marie Luise Stiefel und Thomas Waldhubel
„Wir kommen der Wahrheit nicht durch Meinungen näher; sie muss aus etwas
anderem zum Vorschein kommen – vielleicht aus einer freieren Bewegung des
still schweigenden Geistes. Wir müssen bereit sein, alte Vorstellungen und Ab-
sichten fallen zu lassen und, wenn nötig, zu etwas anderem fortzuschreiten.“
So beschreibt David Bohm, der Quantenphysiker und Zeitgenosse
von Albert Einstein und Niels Bohr, seine grundlegende Erkenntnis.
Schon früh, versucht er die Einsichten der
Quantenphysik auf das alltägliche Leben
zu übertragen. Welche Bedeutung die phy-
sikalischen Prinzipien der Ganzheitlichkeit
und Prozesshaftigkeit für die Gewinnung
neuer Erkenntnisse haben könnten, fragt
er sich. Und in der Folge: Kann es dem
Menschen möglich sein, zu einer vollstän-
digen geistigen Freiheit zu gelangen? Wenn
es durch diese radikale Unvoreingenom-
menheit gelingt, die Grenzen des sich selbst
beschränkenden Denkens zu überschreiten,
dann befindet man sich im Kern von Bohms
DIALOG. Gemeint ist eine Form und Haltung
des Miteinandersprechens, die die Frag-
mentierung unseres Denkens überwindet
und einen Raum erschafft, in dem Neues
sich zeigen kann.

David Bohms Anliegen war es herauszu-
finden, was es an Kernqualitäten braucht
DIALOG fähig zu werden? Er entwickelte
„zehn Gebote des Dialogs“.
Einer der sich intensiv mit diesen Kernqua-
litäten auseinandergesetzt hat, war der im
November 2017 verstorbene Künstler und
Bildhauer Werner Ratering. Er lebte am
Ende seines Schaffens in der Gemeinschaft
Schloss Tempelhof.
Werner Ratering hat 1998 in dem Buch
Miteinander denken zu den dort beschrieben
dialogischen Kernfähigkeiten Bilder gestal-
tet, „die dazu einladen, den eigenen Assoziationen nachzusinnen und
sich durch Wort und Bild neue Perspektiven zu erschließen“.
Nico Ratering, sein Sohn, unterstützt die Veranstaltung und stellt die
Bilder seines Vaters zur Verfügung – auch für eine Veröffentlichung im
Programmheft und für einen Artikel in der Zeitschrift QUARZ. Für dieses
spontane und große Vertrauen sind wir Nico Ratering dankbar.

Dr. Marie Luise Stiefel, 1951, Sozialwissen-
schaftlerin (Armuts- und Altersforschung), u.a.
15 Jahre Leitung der Planungsabteilung einer
großstädtischen Sozialverwaltung, selbständig
in der Team- und Organisationsentwicklung,
Erwachsenenbildung, Dialogausbildung bei
Mandl, Lüthi und Partner, Wien, rund 20 Jahre
Erfahrung mit Dialog in kleineren und größeren
Organisationen und vielen Gruppen, seit 2010
Mitglied der Gemeinschaft Schloss Tempelhof
mit den Wirkungsschwerpunkten Prozessmo-
deration, Strukturentwicklung, Schulgründung,
gemeinschaftsbildende Kurse, Öffentlichkeitsarbeit.
Thomas Waldhubel, 1950 geboren in Hagenow/
Mecklenburg, 1 Sohn; Psychologiestudium FU
Berlin, wissenschaftlicher Assistent, Forschung
und Lehre zur menschlichen Arbeit, Erwach-
senenbildung, Gestaltungsprojekte „Huma-
nisierung der Arbeit“, individual- und grup-
pentherapeutische Ausbildung, selbständiger
Prozeßbegleiter mit Kernkompetenz „Supervi-
sion“, vielfältige Erfahrungen mit Gruppen- und
Großgruppenformaten, seit Herbst 2010 beim
Aufbau der Gemeinschaft Schloss Tempelhof
engagiert, nunmehr auf dem Weg in‘s „terza età“

Samstag, 04. Mai · 10.00 – 12.00 und 14.00 – 16.00 Uhr · FWS Crailsheim

»Miteinander denken –
der DIALOG nach David Bohm II«
Dialoge praktisch kennen lernen
Zwei Dialogrunden zum Titel des Veranstaltungsprogramms:
END lich: los lassen – zu wenden // zusammen kommen – Mitte bilden
Moderation: Markus Stettner-Ruff
Bei wem durch die Veranstaltung am Freitagabend Interesse am Dialog
geweckt wurde, für den ist am Samstag die Möglichkeit geboten, ge-
danklich-sinnlich wie praktisch tiefer in den Dialog-Prozess einzusteigen.
Beispielhaft zum Kennenlernen werden Dialogfelder aufgemacht und
unter Anleitung von Markus Stettner-Ruff über die Assoziationen des
Programmtitels los lassen / zu wenden sowie zusammen kommen / Mitte
bilden in zwei Dialogrunden gesprochen.
Aber auch ohne dass man die Einführungsveranstaltung am Freitag-
abend besucht hat, kann jede/r an einer oder beiden Dialogrunden
teilnehmen. Es braucht außer Offenheit für den DIALOG-Prozess und
Akzeptanz seiner Grundregeln keinerlei Vorbedingungen.

Für TeilnehmerInnen beider Dialogrunden am Vor- und Nachmittag
bieten wir die Möglichkeit eines kleinen gemeinsamen Mittagsbuffet-
Dialogs. Jede/r bringt etwas mit und wir teilen uns die leckeren Speisen.
Getränke sind vorhanden.
Samstag 11. Mai · 10.00 Uhr · Turnhalle Tiefenbach

»Öffentliche Monatsfeier«
Die Monatsfeiern finden wir in den
Waldorfschulen weltweit in allen
kulturellen Variationen. Dennoch
haben sie ihren gemeinsamen
Kern behalten: Ein farbenfrohes,
klingendes Übungsfeld des echten
Interesses innerhalb jeder Waldorf-
schulgemeinschaft. Eine schmun-
zelnde Rückschau für die Großen,
eine respektvolle Vorschau für die
Kleinen. Und die Eltern sehen, wie
ihre Kinder sich entwickeln und reifen!
Monatsfeiern sind auch eine wunderbare Gelegenheit und ein be-
wusstes Angebot von SchülerInnen und LehrerInnen an Menschen
von außen, Einblicke in Elemente des Waldorfunterrichtes zu nehmen.
Monatsfeiern sind keine Aufführungen im klassischen Sinne sondern
haben Werkstattcharakter, zeigen schlicht Ausschnitte aus dem alltägli-
chen Unterrichtsgeschehen.

Freitag, 17. Mai · 19.00 Uhr · Waldorfkindergarten Crailsheim
»Die Düfte des Frühlings – Selber Seifen und
Creme herstellen«
Der Workshop von Waltraud Baumann ist durch die positive Resonanz
der TeilnehmerInnen schon zu einem Klassiker unseres Programms
geworden. Wieder führt Waltraud
Baumann in die Grundtechniken der
Herstellung von Seifen aus natürli-
chen Rohstoffen ein. Frühlingsdüfte
– klar, dass dieses Mal wieder die
Pflanzen im Mittelpunkt stehen. Die
TeilnehmerInnen stellen zusammen
zwei Seifen her. Am Ende des Abends
wird jede/r TeilnehmerIn zwei duften-
de, selbst hergestellte Seifen mit nach
Hause nehmen.
Als Gießform bitte 2-3 leere Tetra-Pak-Formen mitbringen, da die Seifen
über Nacht ruhen müssen.
Die Materialkosten belaufen sich auf etwa 10 €. Wir bitten außerdem
um eine Spende für den Verein Waldorfpädagogik Crailsheim e.V.

Anmeldung bis zum Fr. 10.05.
per E-Mail: sigrun.herrmann@waldorfschule-crailsheim.de
Samstag 18. Mai · 14.00 Uhr · Friedrich-Bergius-Straße 28

»Einweihungsfeier des neuen Gebäudes
unseres Waldorfkindergartens«

                „Zuhause ist...
                wo Liebe wohnt,
                Erinnerungen geboren werden,
                Freundschaften entstehen
                und jederzeit ein Lächeln auf dich wartet.“
                                          Verfasser unbekannt

Er ist die Keimzelle unserer Gemeinschaft: unser Waldorfkindergarten.
Im Januar 1997 siedelten die Kinder und Eltern zusammen mit den
ErzieherInnen, aus einer Spielgruppe, die in Maulach ihr Zuhause
hatte, in ein Gebäude der Stadt am Fliegerhorst um. Zuvor hatten die
ErzieherInnen zusammen mit den Eltern die Räume renoviert. In diesen
Räumen blieb er bis zum Dezember 2018. Von Anfang an dabei war die
Gründerin und Leiterin des Crailsheimer Waldorfkindergartens Hannelore
Nawroth, die heute die Blumengruppe des mittlerweile dreigruppigen
Kindergartens leitet.

An den Moment, in dem sie die damals neuen Räume betrat, erinnert
sich Hannelore Nawroth noch genau. „Ich ging durch die Räume, und als
ich den großen Garten sah, sagte ich mir, ja, hier machen wir Kinder-
garten“. Was damals mit 16 Kindern begann, wurde nach und nach von
den Crailsheimern angenommen, sodass 2005 eine weitere Gruppe
eröffnet wurde und im Sommer 2018 eine dritte, die vorerst noch im
alten Gebäude untergebracht ist. Sie wird als Naturgruppe auch auf das
neue Gelände, neben dem neuen Kindergartengebäude, ziehen. Wenn
es klappt in eine Jurte.

Das neue Kindergartengebäude mit Platz für zwei Gruppen entstand
direkt neben dem am 15. 03. 2015 eingeweihten Gebäude der Kinderkrip-
pe. Es wurde von unserem Haus- und Hofarchitekten Hansi Lamparter
auf bewährte Weise konzipiert. Wie schon beim Kinderkrippenbau war es
eine äußerst vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Architekturbüro,
Handwerkern und dem Vorstand, vor allem in Person von Bernd Rupp,
der sich in besondere Weise für dieses Gebäude engagierte, sowie Holger
Schilling unserem Technischen Geschäftsführer und Hausmeister.

Wir dürfen gespannt sein, was für ein Programm sich das Kindergarten-
kollegium und die Eltern für die Einweihungsfeier einfallen lassen.
Samstag 25. Mai · 9.30 – 12.30 Uhr · FWS Crailsheim, Schulküche
»Maultaschen selber herstellen«
Anica Rübel und Sigrun Herrmann zeigen Ihnen, wie Maultaschen selbst
hergestellt werden können. Sowohl ein vegetarisches Rezept mit Spinat
als auch eines mit Hackfleisch stehen auf dem Programm. Lassen Sie
sich überraschen!

Die bekannteste Geschichte der Herkunft der Maultaschen besagt, dass
Mönche des Klosters Maulbronn in der Fastenzeit vor Ostern das Fleisch
vor Gott verstecken wollten – „Herrgottsbscheißerle“. Leicht abgewan-
delt erzählt man sich, dass es Protestanten waren, die der ursprünglich
vegetarischen Teigtasche (nur Kräuter und Spinat) heimlich Fleisch
beimischten.

Veranstaltungsempfehlung
31. Mai, 19.00 Uhr · Ausstellungseröffnung, Stadtmuseum Crailsheim
Ausstellungsdauer: 1. Juni bis 22. September 2019

Mein Crailsheim
Wolfram Hahn: Fotografien 2017-2019

In der Ausstellung „Mein Crailsheim“ zeigt der
Berliner Fotograf Wolfram Hahn (1979 geboren und
aufgewachsen in Crailsheim) eine Fotoserie, die aus
der Beschäftigung mit dem ehemaligen Fliegerhorst
Crailsheim, der heutigen Burgbergstraße, entstan-
den ist. Bekannt geworden ist Wolfram Hahn durch
eindrückliche Porträtserien, die in intensiver und
oft langwieriger Auseinandersetzung mit seinen
Sujets entstehen. Seit 2017 porträtiert
er das Lebensumfeld Burgbergstraße.
Dabei richtet er den Blick sowohl auf die
baulichen Spuren der Geschichte der
1936 errichteten Kasernen als auch auf
die fluktuierende Einwohnerschaft, die
neben alteingesessenen Familien und
RentnerInnen auch aus sozial benachtei-
ligten Kontexten stammt.

JUNI
Samstag 1. Juni · 13.30 – 18.00 Uhr · FWS Crailsheim, Werkstatt/Terrasse

»Holz-Stele«
Die Natur liefert uns das Ausgangsmaterial
Mit Michael Hildenbrand
Die Natur liefert uns das Ausgangsmaterial: Treibgut, Holzabschnitte,
Steine, Eisenreste und farbiges Glas. Mit handwerklichen Maßnahmen
wollen wir daraus eine Stele entwickeln. Was wird gelingen?

Michael Hildenbrand
Schulzeit an der FWS Engelberg. Hier entsteht die Liebe zur Pädagogik,
zum Menschen mit seinem handwerklichen und künstlerischen Geschick.
Interesse an gesellschaftlich-politischen
Themen in der Oberstufe, insbeson-
dere zur Dreigliederung Steiners.
Später Aktivitäten des Unternehmens-
verbandes „Aktion 3. Weg“,
Begegnungen mit Joseph Beuys.
Ausbildung zum Diplom-Heilpäda-
gogen; Begleitung und unterrichtli-
che Tätigkeit beim Aufbau der FWS
Göppingen/Faurndau. Aufbau und
Leitung der Jugend- und Erwachsenen-
bildungsstätte „Forum Teestube“.
Gründung und Führung eines Elektronik-Unternehmens in Göppingen
im Sinne eines Modellunternehmens der Dreigliederung. Es entstanden
so im Rahmen der „Aktion 3. Weg“ weitere Unternehmen.
Studium am Waldorflehrer-Seminar Stuttgart, Klassenlehrer, Handwerk
und Informatik. Unterricht an der FWS Neuwied. Umzug nach Süd-
deutschland, Mithilfe bei der Gründung der FWS Crailsheim und ab 2010
Aufbau des Werkunterrichts und Ausbau der Werkräume.

Bitte robuste Schuhe und Kleidung mitbringen.
Teilnehmerzahl mindestens 4, maximal 8,
Kostenbeitrag inklusive Material: 35,- €

Anmeldungen bis spätestens 24. Mai an:
sigrun.herrmann@waldorfschule-crailsheim.de

Samstag, 08. Juni · 09.30 Uhr – 12.00 Uhr · FWS Crailsheim, Werkraum
»Vater und Kind(er) basteln zusammen«
Mit Wolfgang Gsell
Aus Naturholz können nach Vorlage und
mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad,
verschiedene Motive (Tiere, Rennwagen,
usw.) gebastelt werden.
Das benötigte Material ist teilweise schon
grob vorgefertigt, dadurch können die Kin-
der auch vieles selbständig erledigen. Papa
muss dann vielleicht nur bei den etwas
schwierigen Basteltätigkeiten helfen.
Natürlich kann man auch nach eigenen
Vorstellungen kreativ unterwegs sein.

Wolfgang Gsell ist Berufsschullehrer an der gewerb-
lichen Schule Crailsheim. Seine Tochter besucht die
Freie Waldorfschule Crailsheim und er ist aktiv im
Beitragskreis.
Mitzubringen sind, falls vorhanden: Handbohr-
maschine, verschiedene Holzbohrer, Holzleim und
Heißklebepistole
Kosten: Um eine Spende für die Freie Waldorfschule
Crailsheim wird gebeten!
Teilnehmerzahl: Maximal 10 Vater/Kind(er) Teams sind möglich!

Anmeldung bis zum 31. Mai
per Mail: sigrun.herrmann@waldorfschule-crailsheim.de
Samstag 29. Juni · ab 18.00 Uhr · Hohnhardter Demeterhöfe

»Johannifeuer«
Zu unserem Johannifeuer auf der Wiese der Hohnhardter Demeterhöfe
laden wir alle Interessierten herzlich ein.
Wir wollen zusammen essen und
danach gemeinsam das Holz für das
Johannifeuer aufschichten. Damit wir
unser Fest musikalisch umrahmen kön-
nen, sind die MusikerInnen unter uns
aufgefordert, ihre Instrumente (sofern
möglich) mitzubringen. Bei Einbruch
der Dunkelheit werden wir das Feuer
entzünden und am Feuer singen. Mit der
Nachtwache und gemütlichem Beisam-
mensein werden wir das Johannifest
ausklingen lassen.

Als Fest der Sonne und des Lichtes
wurde die Sommersonnenwende am
21. Juni gefeiert, dem längsten Tag und
der kürzesten Nacht. Die Sonne tritt in
das Tierkreiszeichen Krebs. Auch am
christlichen Johannisfest (24. Juni) richten die Menschen ihren Blick auf
die Sonne und das Licht. Der tiefere Sinn des Johannifestes ist die Suche
nach dem Sonnengeist des Christus. Drei Tage nach der Sommerson-
nenwende feiern wir Johanni, drei Tage nach der Wintersonnenwende
Weihnachten. Im Jahreslauf stehen sich diese beiden Feste direkt
gegenüber. Johannes der Täufer war ein Vorläufer des Jesus Christus.
Er trat mit flammenden Reden unter die Menschen und wollte sie in-
nerlich befeuern. Wir wissen auch heute, 2000 Jahre später, wie schwer
dieser Aufruf zur inneren Verwandlung ist, durch die Stärkung seines
eigenen Ich das Reich der Himmel in sich selber zu suchen. Aber dieser
Besinnungspunkt des Johannisfestes (früher auch Sommerweihnacht)
bereitet uns darauf vor, in der dunklen Winterzeit das Christuslicht als
Himmelslicht im eigenen Innern zu empfangen.

Ansprechpartner und Koordinator des Festes ist Holger Schilling.

JuIi
Sonntag 14. Juli · 17.00 Uhr · FWS Crailsheim, Eurythmieraum

»Waldorf100 Konzert-Tournée«
Laurin Liebert & Joris Heese spielen Klassik, Rock und Pop

Die beiden Oberstufenschüler der Freien Waldorfschule Karlsruhe,
Laurin Liebert und Joris Heese, starteten im Dezember 2018 ein
ambitioniertes Projekt, eine Waldorf100-Tournée durch mehrere
Städte Baden-Württembergs. Die beiden Schüler spielen Klavier und
haben in Karlsruhe schon mehrere Konzerte gegeben. So kamen sie
auf die Idee, im Rahmen der Jubiläumsfeiern zu 100 Jahre Waldorfschule
eine Klavierkonzertreise zu machen.
Auf ihrer Waldorf 100-Tournée
machten die beiden talentierten
Schüler am 07. Dezember 2018
bei uns in Crailsheim schon
einmal Station und begeisterten
ihr Publikum mit einem abwechs-
lungsreichen Konzert. Diese
beiderseitige Begeisterung führte
dazu, dass wir sie am Ende ihrer
Tourneé, zu ihrem letzten Kon-
zert, noch einmal nach Crailsheim
eingeladen haben. Diese Einla-
dung haben sie mit großer Freude
angenommen.

Laurin Liebert (Klavier) und Joris
Heese (Geige) präsentierten –
auswendig gespielt – im ersten
Teil klassische Klavierstücke
wie die Mondscheinsonate von
Beethoven, Stücke von Chopin und Frank Federsel. Nach einer kleinen
Pause überraschten sie mit Filmmusik von Oogway, Harry Potter und
Duel of the fates. Wir sind alle gespannt, welches Programm uns bei
ihrem Sommerkonzert erwartet.

Die Termine werden individuell und kurzfristig festgelegt
und dann jeweils bekannt gegeben

»Oberstufe erleben – Präsentationen von
Praktika, Projekten, Auslandsaufenthalten«
Zu den Grundpfeilern unseres Oberstufenkonzeptes gehören die
Perioden außerschulischen Lernens in Praktika, Projekten und Aus-
landsreisen. Die Praktika dauern in der Regel drei Wochen und werden
in Epochen, Fachunterrichten und Lernwerkstätten vor- und nachbe-
arbeitet.

Die Oberstufenschüler erstellen nach dem Praktikum auf der Basis der
schriftlichen Aufgabenstellungen ein Portfolio über das Praktikum und
bereiten eine Präsentation vor. Sie sollen gegenseitig wahrnehmen
können, was in der außerschulischen Lernzeit geleistet wurde. Abschlie-
ßend präsentieren sie der Schulgemeinschaft ihre Praktikumserfahrun-
gen. Dazu können – je nach Klassenstufe und Praktikumsart – Menschen
von außen, z.B. PraktikumsbetreuerInnen, Eltern und Freunde, andere
Schulklassen oder die allgemeine Öffentlichkeit eingeladen werden.
Ziel ist es dabei auch, zu lernen, individuell und eigenständig, aber auch
im Team, vor anderen Menschen zu sprechen und die eigene Arbeit
darzustellen.

Betreut werden die Praktika von Wolfgang Hermann-Kautter mit
Unterstützung des Oberstufenkollegiums.
Vorschau
»Besonderes Konzert aus Anlass von 100 Jahre
Waldorf, 10 Jahre La Banda ViWaldi«
Unter dem Motto 100 Jahre Waldorf, 10 Jahre La Banda ViWaldi feiert die
Freie Waldorfschule Crailsheim mit einem Konzert am zweiten Oktober-
wochenende 2019, diese besonderen Jubiläen.
Dieses Konzert wird etwas Besonderes für das Orchester und für die
Freie Waldorfschule Crailsheim sein. Ehemalige SpielerInnen sind zum
Mitspielen eingeladen, ein Spieler der ersten Stunde wird als Solist fun-
gieren und es wird mit dem Stück „Fünf“, des Crailsheimer Waldorflehrers
und Musikers Sebastian Grohs, eine veritable Uraufführung geben. Auch
der Nachwuchs, in Gestalt jüngerer SpielerInnen aus dem Geigenprojekt
der Schule, wird wieder zum Einsatz kommen.
Aus diesem Grund wird die Liebfrauenkapelle, der bisherige Stammort
der Konzerte des Orchesters, zu klein sein und die Suche nach einer Alter-
native ist in vollem Gange.

STÄNDIGE TERMINE
Mittwochs · 20.00 – 21.30 Uhr · FWS Crailsheim, Eurythmieraum

»Tanzkreis für Kreistänze«
Traut Euch zu, Tänzer zu sein! Jeden Mittwoch, 20 Uhr tanzen wir inter-
nationale Tänze. Du kannst Tänzer werden ohne Vorkenntnisse, ohne
auf eine Partnerin oder einen Partner angewiesen zu sein. Es macht
Spaß und macht gesund. Leitung: Sebastian Grohs

Freitags · 20.00 Uhr · FWS Crailsheim

»Lesen von Rudolf Steiner Texten....«
Wir arbeiten seit einiger Zeit an dem Grundlagenwerk „Die Geheim-
wissenschaft im Umriss“. Dieses Buch ist ein wunderbarer Einstieg, um
tieferen Einblick in die Anthroposophie zu erhalten. Wer mit uns lesen,
reden, denken, philosophieren möchte, ist freitags herzlich eingeladen.

Für Fragen steht Carsten Frommke, Tel. 0 98 52/90 83 82, gerne zur
Verfügung.
Anmeldung und Info
Anmeldungen an: sigrun.herrmann@waldorfschule-crailsheim.de
Bitte beachten Sie:
Wir bemühen uns weitgehend unser Angebot kostenfrei beziehungsweise
kostengünstig anzubieten. Trotzdem entstehen uns natürlich Kosten. Für
Veranstaltungen, bei denen wir keinen Eintritt erheben, freuen wir uns
über eine Spende, die wir in der Regel den Künstlern, ReferentInnen oder
KursleiterInnen weitergeben.
Die Anmeldungen zu den Kursen sind verbindlich. Abmeldungen können
bis zum Tag vor Kursbeginn angenommen werden. Bei Nichterscheinen
werden die vollen Kosten erhoben.

IMPRESSUM
Träger des Veranstaltungsprogramms ist der
Verein Waldorfpädagogik Crailsheim e.V.

Erstellt und durchgeführt wird das Programm vom Veranstaltungskreis.
Dem gehören aktuell an: Sigrun Hermann, Beate Gsell und Markus
Stettner-Ruff, unterstützt in der Werbung durch Holger Schilling.
Die grafische Gestaltung des Programmheftes sowie von Plakaten und
Anzeigen liegt in den Händen von Carmen Lechner.

Der Veranstaltungskreis nimmt die Fragen, Interessen und Anliegen, die
in der Gemeinschaft des Vereins leben auf, und gestaltet ein Kulturpro-
gramm mit Vorträgen, Konzerten, Theater, Eurythmie, Tanz, Performance,
Seminaren, Kursen, Workshops und so weiter für die Mitglieder des Ver-
eins, den Stadtteil und die interessierte Öffentlichkeit. Ziel ist es, langsam
zu einem soziokulturellen Stadtteilzentrum zu werden.
Der Veranstaltungskreis freut sich über jedes neue Mitglied. Auch kleine
Unterstützungen, wie Programme und Plakate verteilen, ReferentInnen
abholen, Veranstaltungsräume herrichten, und so weiter helfen viel. Bitte
einfach bei uns melden.
AnsprechpartnerInnen :
Sigrun Herrmann (sigrun.herrmann@waldorfschule-crailsheim.de;
Tel. 07951-962556-0)
Markus Stettner-Ruff (markus.stettner-ruff@waldorfschule-crailsheim.de;
Tel. 07951-962556-14)

Gestaltung: Carmen Lechner
Titelbild: Das Flechtrund stammt von der Klosterkirche Akhtala in Armenien
Druck: Schnelldruckladen & Copy Shop, Michael Klunker
Auflage: 17.000
(das Programm liegt am Freitag, 15. März dem Hohenloher Tagblatt bei)
V.i.S.d.P.: Markus Stettner-Ruff
Freie Waldorfschule
    Burgbergstraße 51 · 74564 Crailsheim
        Telefon 0 79 51 / 96 25 56-0
     www.waldorfschule-crailsheim.de
     info@waldorfschule-crailsheim.de

       Waldorfkindergarten
Friedrich-Bergius-Straße 28 · 74564 Crailsheim
          Telefon 0 79 51 / 9 63 20 85

 Waldorfkrippe „Wurzelstube“
Friedrich-Bergius-Straße 30 · 74564 Crailsheim
          Telefon 0 79 51 / 9 59 68 29

              Spendenkonto:
    Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim
     IBAN: DE35 6225 0030 0000 2179 34
             BIC: SOLADES1SHA
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