Artenschutzrechtliche Relevanzuntersuchung (HPA) - zum Bebauungsplan "Auf Jauchen / L 415" - in der Stadt ...

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                                                     Stadt Balingen
                                                          Zollernalbkreis

Artenschutzrechtliche Relevanzuntersuchung (HPA)
zum Bebauungsplan „Auf Jauchen / L 415“

23. März 2020

FRITZ & GROSSMANN        UMWELTPLANUNG GMBH
Wilhelm-Kraut-Str. 60 72336 Balingen
Telefon 07433/930363 Telefax 07433/930364
E-Mail: info@grossmann-umweltplanung.de
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Relevanzuntersuchung / Empfehlung Untersuchungsaufwand
Zur Ermittlung der planungsrelevanten Artengruppen im Vorhabensgebiet wurde eine Relevanz-
untersuchung durchgeführt. In der Relevanzuntersuchung wurden die Habitatpotenziale des Ge-
bietes auf ein Vorkommen von Arten, die unter die Verbotstatbestände des § 44 BNatSchG fallen,
in einer so genannten Habitatpotenzialanalyse (HPA) betrachtet.

Aus der vorliegenden Relevanzuntersuchung gehen die planungsrelevanten Artengruppen und
der weitere Bedarf an tierökologischen Untersuchungen hervor.

Das Bebauungsplangebiet „Auf Jauchen / L 415“ befindet sich am nördlichen Stadtrand von Balin-
gen auf ca. 510 m ü. NN.

Ort:                                 Balingen
Projekt:                             Kreisverkehr „Auf Jauchen / L 415“
Größe Gebiet:                        ca. 0,35 ha
Datum der Übersichtsbege-
hung:                                12.03.2020
Übersichtslageplan:
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Legende: Rote Linie = Geltungsbereich, blaue Flächen = bereits entfernte Gehölze, gelbe Linie = Abgrenzung Bio-
tope/Strukturen, Nr. 1 – 9 = siehe Tabelle 1
Abbildung 1: Lageplan mit hinterlegtem Luftbild (ohne Maßstab)

Zielsetzung: Erkennen und Darstellen der groben Strukturen („Biotoptypen“) und der zu unter-
suchenden Artengruppen.

Tabelle 1: Auflistung der vorhandenen Grobstrukturen, Bereiche, Biotope

 Nr.      Bereiche, Strukturen, Beschreibung                                                       Fotos
          Biotope                                                                                  (Bild-Nr.)
 1a       Straßenbegleitgrün        oft gemähter Grünstreifen mit zwei Bäumen (Rosskasta- 1, 2
 1b                                 nie) und zwei Sträuchern (Feldahorn). Davon wurde je-
                                    weils 1 Strauch bzw. 1 Baum bereits entfernt
 2a       Straße,                   asphaltierte Straße („Auf Jauchen“, L 415) und Wirt-  3, 4
 2b       Wirtschaftsweg            schaftsweg (Zufahrt zum städtischen Erdablagerungsbe-
                                    reich)
 3        Straßeninsel              Straßenbegleitgrün mit einem Baum (vmtl. Eiche), wurde 5
                                    bereits entfernt
 4        Gehölzgruppe              mehrere Bäume im hinteren Bereich (13 Hainbuchen)              6, 7, 8
                                    sowie drei Bäume im vorderen, straßennäheren Bereich
                                    (vmtl. Spitzahorn), die bereits gefällt wurden, dazwi-
                                    schen befindet sich ein kleinräumiges „Gestrüpp“
                                    (Brennnessel, Himbeere)
 5        Straßengraben             schwach ausgeprägter Graben ohne Wasserführung, oft 9
                                    gemähtes Straßenbegleitgrün

                                                                                                                  3
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Nr.       Bereiche, Strukturen, Beschreibung                                          Fotos
          Biotope                                                                     (Bild-Nr.)
6         Baumreihe           kurze Baumreihe bestehend aus drei Rosskastanien, die 10
                              bereits entfernt wurden
7         Mähwiese            eher nährstoffreiche Mähwiese mit hohem Anteil an Lö-   11
                              wenzahn, Klee, Hahnenfuß, Sauerampfer, Gräser u.ä.,
                              weitere Arten sind noch nicht sicher zu bestimmen
8         Hecke               Zaun entlang des Bauhofes                               12, 13, 14

9         Parkplatz Bauhof    asphaltierter Parkplatz des Bauhofes                    13

 Foto 1                                              Foto 2

 Foto 3                                              Foto 4

                                                                                                   4
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 Foto 5                                           Foto 6

 Foto 7                                           Foto 8

 Foto 9                                           Foto 10

                                                                                            5
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 Foto 11                                          Foto 12

 Foto 13                                          Foto 14

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Empfehlungen zum erforderlichen Untersuchungsbedarf

Tabelle 2: Mögliches Vorkommen geschützter Arten
(europarechtlich gem. Anhang IV/II, europäische Vogelarten, ggf. wichtige national geschützte Arten)

 Zu untersuchende Ar-       Beurteilung/Bemerkung                          Erhebung                    Hinweise zur Untersu-         Zeiträume / Untersu-
 tengruppen / Arten                                                                                    chungsmethode                 chungsumfang
 Lebensraumtypen
 FFH-Lebensraumtypen        FFH-Lebensraumtypen sind nicht erkennbar.           ja                        Vegetationskundliche Un-      Innerhalb der Vegetati-
                            Der Mähwiesenbereich ist nicht als FFH-             nein                      tersuchungen                  onsperiode
                            Mähwiese kartiert. Die schon zu erkennen-                weitergehende
                            den Pflanzenarten mit ihrem hohen Flächen-               Betrachtung
                            anteil schließen eine FFH-Mähwiese aus.

 Moose, Farn- und Blütenpflanzen
 FFH-Arten (Anh. IV in      Im Untersuchungsbereich sind keine Lebens-          ja                        Ackerstandorte flächen-       Einmalige Begehung
 der Region)                räume für die nebenstehenden Pflanzen vor-          nein                      deckend                       Anfang Juli
     Dicke Trespe           handen.
                                                                                     weitergehende
     Frauenschuh                                                                     Betrachtung          Waldstandorte flächende-      Einmalige Begehung
                                                                                                          ckend                         Ende Mai / Anfang Juni

 Moose (Anh. II)                                                                                                                        Einmalige Begehung
     Grünes Koboldmoos                                                                                                                  Juli bis August

     Grünes Besenmoos                                                                                                                   Einmalige Begehung in
     sonstige                                                                                                                           der Vegetationszeit

 Vögel
 Alle wildlebenden Vo-      Im Untersuchungsbereich sind mehrere Ge-            ja                        Revierkartierung Brutvö-      5 x tagsüber
 gelarten                   hölzgruppen, Einzelbäume und eine Hecke             nein                      gel                           von März bis Juni
 Gilden / Besondere Ar-     vorhanden, die Gehölzbrütern als potenzielle                                                                2 x tagsüber (Spechte)
 ten                        Brutstandorte dienen. Allerdings wurden alle                                                                Februar, März

                                                                                                                                                              7
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 Zu untersuchende Ar-    Beurteilung/Bemerkung                            Erhebung                    Hinweise zur Untersu-        Zeiträume / Untersu-
 tengruppen / Arten                                                                                   chungsmethode                chungsumfang
    Gebäudebrüter        Gehölze im konkreten Eingriffsbereich bereits             weitergehende                                      2 x nachts (Eulenbalz)
    Gehölz-, Stauden-    vor dem 01.03. entfernt, um eine Tötung von               Betrachtung                                        Februar, März
    und Röhrichtbrüter   Vogelindividuen (inkl. Bebrüteter Gelege)        Eine Untersuchung der                                       2 x nachts (Eulen,
                         während der Brutperiode der Vögel auszu-         Vögel ist aus den darge-                                    Jungvögel, Bettelrufe)
    Höhlenbrüter
                         schließen.                                       stellten Aspekten heraus                                    Ende Mai, Juni
    Wiesen- und Offen-
                         Die entfernten Bäume (Spitzahorn, Eiche,         nicht erforderlich.
    landbrüter                                                                                           Habitatbäume              Es befinden sich keine
                         Rosskastanie) mit einem Durchmesser von
    Wassergebundene                                                                                      (Horst- und Höhlen-       Höhlenbäume im geplanten
                         max. 25 -30 cm Durchmesser bilden in dieser
    Vogelarten                                                                                           bäume, Nistkästen)        Kreisverkehrsbereich.
                         Altersklasse normalerweise keine Faulhöhlen
                         aus, Spechthöhlen sind mit nahezu sicherer                                      Zug- und Rastvögel           2 x tagsüber
                         Wahrscheinlichkeit auszuschließen. Eine                                                                      September, Oktober
                         Nutzung durch Höhlenbrüter ist daher auszu-
                                                                                                         Wintergäste (Raubwür-        2 x tagsüber
                         schließen.
                                                                                                         ger)                         Dezember bis Februar
                         Im Nahbereich zur Straße ist nicht mit an-
                         spruchsvollen und störungsempfindlichen Vo-
                         gelarten zu rechnen.
 Fledermäuse
 Alle Arten              Quartierstrukturen sind im Eingriffsbereich          ja                         Raumnutzung                  3 x stationäre Erfas-
                         nicht vorhanden.                                     nein                          Leitlinien                sung Ende Mai, Mitte
                         Die Kleinräumigkeit und Qualität des Jagdha-                                                                 Juni
                                                                                   weitergehende            Jagdgebiet
 Bekanntes Vorkommen     bitats sind zu vernachlässigen.                           Betrachtung                                        2 x Transektbegehung
                                                                                                            Zugrouten
 von Fledermäusen im     Der kurze, bereits entfernte Heckenabschnitt                                                                 Anfang Juni
                                                                          Eine Untersuchung der
 UG/Umgebung:            unterbricht eine potenzielle Leitlinie, aller-                                                               1 x Tansektbegehung
                                                                          Fledermäuse ist vor dem
                         dings bildet der größtenteils verbliebene He-    dargestellten Hintergrund                                   zur Zugzeit im Zugkorri-
     ja
                         ckenabschnitt im Zusammenhang mit den            nicht erforderlich.                                         dor
     nein                Gebäuden ebenfalls Strukturen, die im Sinne
                                                                                                         Quartiernutzung              Gebäudekontrolle
                         einer Leitlinie von Fledermäusen genutzt
                         werden kann.                                                                       Wochenstuben                 Begehung

                                                                                                                                                               8
Artenschutzrechtliche Relevanzuntersuchung (HPA) - zum Bebauungsplan "Auf Jauchen / L 415" - in der Stadt ...
ANLAGE 6 zur Vorlage 2020/174
FRITZ & GROSSMANN / Stadt Balingen, Kreisverkehr „Auf Jauchen“                                                                   Relevanzuntersuchung

 Zu untersuchende Ar-        Beurteilung/Bemerkung                        Erhebung                Hinweise zur Untersu-         Zeiträume / Untersu-
 tengruppen / Arten                                                                               chungsmethode                 chungsumfang
                                                                                                        Männchen / Tages-              Ein-/Ausflug-kon-
                                                                                                        und Balzquartiere              trolle
                                                                                                        Winterquartier             Kontrolle unterirdischer
                                                                                                                                   Hohlräume
                                                                                                                                       Begehung
                                                                                                                                       Ein-/Ausflug-kon-
                                                                                                                                       trolle
                                                                                                                                   Höhlenbäume / Nistkäs-
                                                                                                                                   ten
                                                                                                                                       3 x Kontrolle
                                                                                                                                       Mitte Juni, Mitte
                                                                                                                                       Juli, September
                                                                                                                                       (ggf. Endoskop)
                                                                                                                                       Ein-/Ausflug-kon-
                                                                                                                                       trolle
                                                                                                                                   2 x Transektbegehung
                                                                                                                                   Balzquartiere August,
                                                                                                                                   Anfang September
 Sonstige Säugetiere
 FFH-Arten (Anh. IV in der   Der Untersuchungsbereich bildet keinen Le-      ja                      Haselmaustubes                Aufhängen bis Ende
 Region)                     bensraum für die Haselmaus.                                             Anzahl:                       April, 4 x Kontrolle bis
                                                                             nein
     Haselmaus                                                                                                                     Ende Oktober
                                                                                  weitergehende
     Biber                                                                        Betrachtung        Erfassung Biber:
     sonstige                                                                                           Fraßspuren
                                                                                                        Biberburg
                                                                                                        Raumnutzung

                                                                                                                                                              9
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 Zu untersuchende Ar-        Beurteilung/Bemerkung                          Erhebung                Hinweise zur Untersu-        Zeiträume / Untersu-
 tengruppen / Arten                                                                                 chungsmethode                chungsumfang
 Reptilien
 FFH-Arten (Anh. IV in der   Die Saumstrukturen entlang der Hecke stel-        ja                      Sichtbegehungen              Auslegen der KV bis
 Region)                     len einen potenziellen Lebensraum für Repti-                                                           Ende März, mehrmalige
                                                                               nein                    Künstliche Verstecke
     Zauneidechse            lien dar. Allerdings fehlen wichtige                                      Anzahl:                      Kontrollen
                                                                                    weitergehende
     Schlingnatter           Habitatrequisiten wie Überwinterungsstruktu-                                                           3 x Kartierungen im
                                                                                    Betrachtung
                             ren, ungestörte Sonn- und Eiablageplätze.                                                              Ende März/Anfang Ap-
     Mauereidechse
                             Darüber hinaus sprechen die dicht befahrene                                                            ril, Mai, Juni
                             Straße und der Betrieb auf dem Bauhof ge-                                                              1 x Kartierungen im
     Weitere Arten:          gen ein Vorkommen von relevanten Anhang                                                                Spätsommer (Jung-
     Ringelnatter            IV-Arten.                                                                                              tiere)

 Amphibien
 FFH-Arten (Anh. IV in der   Der Untersuchungsbereich bietet Amphi-            ja                      Laichgewässer                3 x Sichtkontrolle
 Region)                                                                                                                            März, April, Mai
                             bien keine Laichgewässer; auch Kleinst-           nein                       stehendes (Klein)
     Kammmolch               gewässer (bspw. nach starkem Regen)                                          Gewässer, auch tem-       2 x nächtl. Verhören
                                                                                    weitergehende
     Gelbbauchunke           sind – selbst im Straßengraben - nicht zu              Betrachtung           porär                     Mai, Juni
     Kreuzkröte              erwarten.                                        spätere Beurteilung         Fließgewässer             Keschern / Reusenfang
     Laubfrosch                                                                                        Raumnutzung                  Amphibienzaun
                                                                                                          Wanderstrecken
     sonstige                                                                                             Landlebensraum
     Feuersalamander
     Grasfrosch
     Erdkröte

                                                                                                                                                           10
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 Zu untersuchende Ar-        Beurteilung/Bemerkung                         Erhebung                 Hinweise zur Untersu-         Zeiträume / Untersu-
 tengruppen / Arten                                                                                 chungsmethode                 chungsumfang
 Schmetterlinge
 FFH-Arten (Anh. IV in der   Ein relevantes Vorkommen von Nahrungs-           ja                       Sichtbegehungen Falter     Begehungen
 Region)                     pflanzen der beiden Ameisen-Bläulinge (Thy-                               ggf. Keschern
                                                                              nein                                                   2. Hälfte Juni
     Thymian-Ameisen-        mian, Großer-Wiesenknopf) und des                                         Fraßspuren von Raupen         (TAB, NKS)
                                                                                   weitergehende
     Bläuling (TAB)          Nachtkerzenschwärmer (Weidenröschen und
                                                                                   Betrachtung         Eiersuche                     Juli (TAB, DWAB; NKS,
     Dunkler Wiesen-         Nachtkerzen) ist nicht zu erwarten.
                                                                              spätere Beurteilung                                    SF)
     knopf-Ameisen-
                                                                                                                                     August
     Bläuling (DWAB)
                                                                                                                                     (DWAB, SF)
     Nachtkerzen-
                                                                                                                                     Anfang September
     schwärmer (NKS)
                                                                                                                                     (SF)

 Anhang II und sonstige
     Spanische Fahne
     (SF)
     Weitere Arten:
 Käfer
 FFH-Arten (Anh. IV in der   Kein Lebensraum für Anhang IV-Arten              ja                       Mulm-Untersuchung          Einmalige Erfassung wäh-
 Region)                                                                                                                          rend der relevanten Zeiten
                                                                              nein                     Sichtkontrolle (Schwärm-
     Eremit                                                                                            zeit)
                                                                                   weitergehende
     Alpenbock                                                                     Betrachtung

 Sonstige
     Hirschkäfer, Totholz-
     käfer
     Laufkäfer

                                                                                                                                                          11
ANLAGE 6 zur Vorlage 2020/174
FRITZ & GROSSMANN / Stadt Balingen, Kreisverkehr „Auf Jauchen“                                                                   Relevanzuntersuchung

 Zu untersuchende Ar-        Beurteilung/Bemerkung                           Erhebung                Hinweise zur Untersu-       Zeiträume / Untersu-
 tengruppen / Arten                                                                                  chungsmethode               chungsumfang
 Heuschrecken
 Keine FFH-Arten             Die Bewirtschaftungsweise der Mähwiese so-         ja                      Sichtbegehungen / Ver-   Einmalige Begehung Mitte
     Wanstschrecke           wie der kleinräumige Eingriff in die Mähwiese      nein                    hören                    Juni
                             lassen ein Vorkommen der Wanstschrecke                                     Lautaufnahmen
                                                                                     weitergehende
                             und eine erhebliche Beeinträchtigung ziem-
     Weitere Arten:                                                                  Betrachtung
                             lich sicher ausschließen.
 Libellen
 FFH-Arten (Anh. IV in der   Kein Lebensraum für Anhang IV-Arten                ja                      Sichtbegehung            Einmalige Begehung zur
 Region)                                                                                                                         Hauptflugzeit der Art
                                                                                nein
     Große Moosjungfer
                                                                                     weitergehende
     Grüne Keiljungfer                                                               Betrachtung
     Weitere Arten

 Schnecken, Muscheln, Fische, Krebse
 FFH-Arten (Anh. IV in der   Ein Vorkommen der nebenstehenden An-               ja                      Sichtbegehung            Einmalige Erfassung wäh-
 Region)                     hang IV-Arten kann aufgrund des Fehlens                                                             rend der relevanten Zeiten
                                                                                nein                    Probennahme
     Schmale Windel-         entsprechender Gewässerbereiche sicher
                                                                                     weitergehende
     schnecke                ausgeschlossen werden.
                                                                                     Betrachtung
     Kleine Teichmuschel
                                                                               spätere Beurteilung
     Groppe
     Steinkrebs

     Sonstige

                                                                                                                                                          12
ANLAGE 6 zur Vorlage 2020/174
FRITZ & GROSSMANN / Stadt Balingen, Kreisverkehr „Auf Jauchen“     Relevanzuntersuchung

Natura 2000-Vorprüfung

Das FFH-Gebiet „Kleiner Heuberg und Albvorland bei Balingen“ (Schutzgebiets-Nr. 7718341)
und das Vogelschutzgebiet "Wiesenlandschaft bei Balingen" (Schutzgebiets-Nr. 7718441) be-
findet sich in ca. 750 m Entfernung in nordwestlicher Richtung.

Erhebliche Beeinträchtigungen der Natura 2000-Gebiete können sicher ausgeschlossen wer-
den:
                              Ja

                              Nein

Eine Natura 2000-Vorprüfung ist nicht erforderlich.

Zusammenfassung

Die verbliebenen Strukturen im Untersuchungsraum legen keine Erhebung der Vögel nahe,
da bereits alle Gehölze im direkten Eingriffsbereich vor dem 01.03.2020 entfernt wurden. An
vorkommenden Vogelarten sind allgemein häufige und wenig störungsanfällige Vogelarten der
Siedlungsbereiche zu erwarten. Die entfernten Bäume (vmtl. Rosskastanien, Spitzahorn und
Eiche - wie in der Umgebung) weisen normalerweise bei einem Baumdurchmesser von max.
25 – 30 cm keine Baumhöhlen auf, sodass eine vormalige Nutzung durch Höhlenbrüter sehr
unwahrscheinlich ist.
Die genannte Entfernung von Gehölzen besitzt für potenziell vorkommende Fledermausarten
keine hervorgehobene Relevanz, da Quartierstrukturen nicht vorhanden sind und die Klein-
räumigkeit des wegfallenden Nahrungshabitats keine erhebliche Beeinträchtigung für Fleder-
mäuse darstellt. Die Hecke kann als Leitlinie für strukturgebundene Arten angesehen werden,
allerdings schließt die Lage direkt an der vielbefahrenen Straße sowie die Dauerbeleuchtung
in diesem Bereich diese Nutzung mit hoher Wahrscheinlichkeit aus.
Für Reptilien, speziell für Zauneidechsen, sind die notwendigen Habitatelemente (Verstecke
und Überwinterungsstrukturen, Nahrungshabitat, geeignete Sonnplätze, Eiablageplätze) gar
nicht oder nur rudimentär ausgebildet, sodass ein Vorkommen ziemlich sicher auszuschließen
ist.

Balingen, den 23. März 2020

i.A. Hans-Martin Weisshap

                                                                                        13
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