Candida-Adhäsion: Pathogenitätsaspekte

 
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ÜBERSICHT

❚    L. Vitkov1, 2, M. Hannig1, W. D. Krautgartner2, J.-E. Otten3

Candida-Adhäsion: Pathogenitätsaspekte

Der Hefepilz Candida verursacht eine klinisch charakteristische                           ten, korreliert mit deren Virulenz im Tiermodell [23, 57].
Schleimhautentzündung (Candidiasis). Eine entscheidende Rol-                              Stämme von C. albicans, die eine verringerte Adhäsionsfä-
le für das Entstehen dieser Entzündung spielt die Adhäsion des                            higkeit haben, sind weniger virulent [9, 11]. Antiserum ge-
Pilzes an Wirts- und artifiziellen Oberflächen in der Mundhöhle.                          gen Adhäsine, welche eine disseminierte Candidiasis im
Die Adhäsion basiert auf der Erkennung der Wirtsrezeptoren                                Tiermodell verhindern [36] und Impfstoff gegen Adhäsine
durch die Pilzadhäsine. Die Bindung der Adhäsine an die Wirts-                            rufen die Produktion von monoklonalen Antikörpern im
rezeptoren bewirkt die Freisetzung proinflammatorischer Zytoki-                           Tiermodell hervor, die gegen Candidiasis schützen [37].
ne, die den Entzündungsprozess einleiten. Auch die Invasion                                   Obwohl viele pathogenetische Aspekte der Candida-Ad-
des Epithels durch die Candidazellen kann erst nach der Adhä-                             häsion noch nicht zur Gänze geklärt sind, wurden diesbe-
sion des Pilzes erfolgen. Die Biofilmbildung durch interzelluläre                         züglich in der letzten Dekade große Fortschritte erzielt [10,
Adhäsion führt zur Steigerung der Pilzresistenz gegen Antimyko-                           12, 15, 57, 73], die das Bild der Candidiasis aus pathogeneti-
tika und Wirtsabwehr. Nichtsekretoren (se-Homozygoten) zei-                               scher Sicht in ein neues Licht stellen.
gen eine erhöhte Anfälligkeit für eine Infektion mit Candida, da
die Speichelblutgruppenantigene, welche die Pilzadhäsion                                  2 Adhäsion
unterbinden, nicht sezerniert werden.
                                                                                          2.1 Die Candida-Adhäsine
Schlüsselwörter: Candida; Adhäsine; Rezeptoren; Zytokine, pro-
inflammatorische; Entzündung                                                              Das Verbleiben von einzelnen planktonischen (einzelne
                                                                                          mikrobielle Zellen, die keine Gruppen bzw. keinen Biofilm
Candida adhesion: Pathogenical aspects. The yeast Candida                                 bilden) Candida-Zellen an den oralen Schleimhäuten – als
causes characteristic mucosa inflammation (candidiasis). The                              erste Voraussetzung für das Überleben des Pilzes unter dem
first and crucial step in the pathogenesis of this inflammation is                        Einfluss des reinigenden Speichelflusses – wird durch die
the yeast adhesion to host and artificial surfaces in the oral cavi-                      Haftung des Pilzes an der Epitheloberfläche gewährleistet.
ty. The adhesion is based on the recognition of host receptors by                         Aufgrund von In-vitro-Untersuchungen [40, 57] wurde längst
adhesins. The host receptors are expressed on the outer cell                              angenommen, dass die Anhaftung von Candida auf einem
membranes and their binding by adhesins results in production                             Prozess der Adhäsion basiert. Die Pilzadhäsion in der Mund-
of proinflammatory cytokines, which induce inflammation. In                               höhle wurde erst vor kurzem bei oraler Candidiasis demon-
addition, the epithelial penetration can occur only if binding of a                       striert [73]. Die Adhäsion basiert grundsätzlich auf der Bin-
yeast via adhesion has taken place in advance. The formation of                           dung der mikrobiellen Lektine (zuckerbindender Proteine)
a biofilm via intercellular adhesion leads to an increase of the                          an den Kohlenhydratanteil von Rezeptormolekülen. Diese
yeast resistance against antimycotics and host defence. Non-se-                           Bindungsreaktion ist der Reaktion zwischen Antigen und
cretors (se homozygotes) have a higher susceptibility to Candi-                           Antikörper sehr ähnlich, wobei die Lektine den Antikörpern
da, for the salivary blood group antigens preventing the yeast                            und die Zuckerreste den Antigenen äquivalent sind. Im
adhesion are not secreted.                                                                Gegensatz zu den Antikörpern zeichnen sich die Lektine
                                                                                          durch eine sehr unterschiedliche biochemische Struktur aus,
Keywords: candida; adhesins; receptors; cytokines, proinflam-                             bis auf die Tatsache, dass sie alle Proteine oder Glycoproteine
matory; inflammation                                                                      sind. Die für die bakterielle bzw. Pilzadhäsion zuständigen

1 Einleitung

Candida ist ein Kommensale, dessen natürliche Umgebung
die Schleimhäute des Menschen sind, die als natürliches Re-
servoir für den Hefepilz dienen [58]. Candida ist ubiquitär
verbreitet und kann eine im klinischen Erscheinungsbild
charakteristische Entzündung in der Mundhöhle – Candidia-
sis (auch als Candidose in der Literatur bekannt) verursachen
(Abb.1). Einer der Faktoren, die für die Candida-Virulenz ver-
antwortlich sind, ist die Candida-Adhäsion. Diese wird als er-
ster und entscheidender Schritt in der Candida-bedingten
Entzündung bezeichnet [73]. Die Fähigkeit der Candida-
Stämme, an humanen Epithelzellen via Adhäsion anzuhaf-

1    Abteilung für Zahnerhaltung und Parodontologie
     (Direktor: Univ.-Prof. Dr. Matthias Hannig), Universitätskliniken des Saarlandes;
2    Abteilung für Elektronenmikroskopie
     (Leiter: O. Rat Dr. Wolf Dietrich Krautgartner), Universität Salzburg, Österreich;   Abbildung 1 Typische kolonieartige, abwischbare weiße Effloreszenzen auf
3    Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie                       der Wangenschleimhaut als klinische Manifestation einer Candidiasis bei
     (Direktor Prof. Dr. Dr. Rainer Schmelzeisen), Universitätsklinikum Freiburg          einem immunsupprimierten Patienten

12                                                     © Deutscher Ärzte-Verlag, Köln              Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift 59 (2004) 1
L. Vitkov et al.: Candida-Adhäsion

Lektine sind als Adhäsine bekannt [68 – 70]. Die Adhäsine
sind imstande die Rezeptoren (spezifische Kohlehydratantei-
le eines Wirtsmoleküls) exponiert an der Wirtszellmembran
zu erkennen und zu binden. Die Candida-Adhäsine sind
morphologisch in den sog. Fimbrien integriert. Aufgrund
dessen wird diese Art Adhäsion als fimbrienvermittelte Ad-
häsion bezeichnet [68 – 70]. Fimbrien sind lange, dünne, fa-
denartige Anhängsel an der Zellwandoberfläche (Abb. 2, 3).
Sie bilden eine Extrazellulärschicht, die Glycocalyx [68 – 70].
Die strukturelle Haupteinheit der Fimbrien besteht aus ei-
nem 80 – 85%igen Kohlenhydratanteil (überwiegend D-Man-
nose) und einem 10–15%igen Proteinanteil, so dass die Fim-
brien von Candida den bakteriellen Fimbrien unter struktu-
rellen Aspekten sehr ähnlich sind [75]. Die Adhäsion von
Candida am oralen Epithel erfolgt über rutheniumrot-positi-
ve Fimbrien [73].
    Candida albicans exprimiert eine Vielzahl von unter-
schiedlichen Adhäsinen – zum Epithel, zu Bindegewebema-
trixproteinen, für die interzelluläre Adhäsion sowie zu ande-
ren Mikroorganismen:
    Das hoch glycosylierte Adhäsin Als1p (agglutininähnli-
che Sequenz) von C. albicans bewirkt die Adhäsion an Epi-
thelzellen [29].
    Das Adhäsin Hwp1p ermöglicht die Candida-Adhäsion
                                                                                Abbildung 3 Transmissionselektronenmikroskopie eines Gaumenexzisates
an humanen bukkalen Epithelzellen [61]. Hwp1p wurde nur                         bei Candidiasis. Kontrastierung mit Rutheniumrot-OsO4-Technik [73]. Die Pilz-
bei Hyphen beobachtet [59, 62] und ist für eine feste Bin-                      glycocalyx (die elektronmikroskopisch stark kontrastierte Schicht außerhalb
dung zu den Epithelzellen verantwortlich, die sich erst nach                    der Zellwand) ist aus einer Vielzahl von einzelnen Fimbrien formiert
18 Std. vollständig entwickelt [61]. Die Mutanten, die das Gen
HWP1 verloren haben, zeigen eine verringerte Virulenz [64].
    Auch das Adhäsin Int1p bindet an das Epithel. Stämme                           Das Adhäsin Ala1 ermöglicht die Candida-Adhäsion zu
von C. albicans ohne das Gen INT1 weisen eine verringerte                       Fibronektin, Lamilin und Kollagen Typ IV [31, 32].
Virulenz auf [30]. Außerdem bindet dieses Adhäsin einige
Bindegewebematrixproteine einschließlich Fibronektin, La-                       2.2 Adhäsinrezeptoren
milin sowie Kollagen Typ I und IV [14, 39].
    Das Adhäsin CaMnt1p ermöglicht ebenfalls die Candida-                       Die Candida-Fimbrien reagieren mit den Kohlehydratantei-
Adhäsion zu Epithelzellen [9]. Stämme von C. albicans, die das                  len der Rezeptoren, die an der Epithelzelloberfläche expo-
Gen CaMNT1 verloren haben, zeichnen sich durch eine ver-                        niert sind. Einige der Rezeptormoleküle an der Epithelzell-
ringerte Adhäsionsfähigkeit und eine geringe Virulenz aus [9].                  membran, die von den Candida-Fimbrien erkannt werden,
                                                                                sind die (Histo-)Blutgruppenantigene des ABH- und Lewis-
                                                                                Systems [5, 12, 26, 47]. Die Blutgruppenantigene sind eine
                                                                                Gruppe von Kohlehydratdeterminanten (Oligosacchariden),
                                                                                die kovalent an ein Lipid oder Protein gebunden sind [73].
                                                                                Die erste Form sind Glycolipide, welche an der Außenfläche
                                                                                der Zellmembran der Epithel- [19, 50] sowie anderer Zellen
                                                                                gebunden sind. Die zweite Form sind Glycoproteine, welche
                                                                                in den Gewebeflüssigkeiten und Sekreten einschließlich des
                                                                                Speichels gelöst sind. Der Kohlenhydratanteil macht
                                                                                80 – 85 % des Molekulargewichts der Blutgruppenantigene
                                                                                aus. Die AB sowie Lewis (Lea, Leb, Lex, Ley)-Antigene werden
                                                                                von dem gesamten Vorläufer Antigen H synthetisiert [73].
                                                                                Die Expression der (Histo-)Blutgruppenantigene ABH und
                                                                                Le beim Menschen beruht auf 3 strukturellen genetischen
                                                                                Loci (ABO, Lele und Hh) und wird von einem vierten regula-
                                                                                tiven Gen Se (FUT 2) kontrolliert [42, 46, 73]. Die Begriffe
                                                                                „Sekretor“ und „Nichtsekretor“ beziehen sich auf die Fähig-
                                                                                keit eines Menschen diese Antigene im Speichel zu sezernie-
                                                                                ren oder nicht zu sezernieren [73]. Nichtsekretoren exprimie-
                                                                                ren nur sehr geringe bzw. keine Mengen von A/B, Leb oder
                                                                                Ley [56]. Bei diesen Patienten sind Lea und Lex bei den paraba-
                                                                                salen und spinosen Epithelschichten exprimiert [56].

                                                                                2.3 Interzelluläre Adhäsion, Biofilm

Abbildung 2 Transmissionselektronenmikroskopie eines Gaumenexzisates            Der mikrobielle Biofilm ist keine einfache Ansammlung von
bei Candidiasis. Kontrastierung mit Rutheniumrot-OsO4-Technik. Einzelne
Fimbrien haften an der Epithelmembran. Die Abbildung ist reproduziert von
                                                                                Mikroorganismen, sondern eine komplexe mikrobielle Ge-
Vitkov, L. et al. Candida attachment to oral epithelium. Oral Microbiol Immu-   meinschaft, die durch Eigenschaften charakterisiert ist, die
nol 17, 60 (2002) mit der Erlaubnis von Blackwell Publishing                    bei planktonischen Mikroorganismen nicht vorkommen:

Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift 59 (2004) 1                                                                                                           13
L. Vitkov et al.: Candida-Adhäsion

eine primitive Homöostasis und metabolische Kooperativität        viert [74]. Da die Adhäsin-Adhäsinrezeptor-Interaktion die
[17], die Signal-Transduktion von Zelle zu Zelle (quorum          Produktion der proinflammatorischen Zytokine veranlasst,
sensing) [22] sowie ein primitives Zirkulationssystem [17].       kann die Fimbrien-vermittelte Adhäsion der Candida als pri-
Charakteristisch für den Pilzbiofilm ist eine bis zu 50fach ge-   märer Faktor für die Entstehung der Candida-bedingten Ent-
steigerte Antimykotikaresistenz [38, 41] sowie die Dissemi-       zündung betrachtet werden.
nationsfähigkeit. Die Formierung von Candida-Biofilmen                Eine Candida-bedingte Mucosaentzündung (Abb. 1) kann
auf Stimm- und Zahnprothesen ist gut dokumentiert. Dies           in zwei histopathologischen Grundformen beobachtet wer-
ist ein wichtiger [8, 72] pathogenetischer Faktor beim Men-       den: nichtinvasive und invasive. Bei der ersten Form befindet
schen. In der Mundhöhle ist häufig ein Biofilm bestehend          sich eine erhöhte Keimzahl an der Epitheloberfläche, meis-
aus Bakterien und Pilzen [13, 25, 28, 65, 66, 70] vorzufinden,    tens Blastosporen. Bei der zweiten Form ist die Bildung von
wobei die Frage der Antimykotikaresistenz bei solchen             Hyphen charakteristisch [73], welche die zytoplasmatische
„Mischbiofilmen“ bisher nicht geklärt ist. Der entscheidende      Membran der Epithelzellen durchdringen (Abb. 4, 5). Die
Unterschied zwischen planktonischen Zellen und Biofilm            Epithelzellen können von Blastosporen nicht durchgedrun-
besteht im Vorhandensein von extrazellulärem Material             gen werden, sondern nur durch die wachsenden Hyphenspit-
beim Biofilm [15], das wie ein Gerüst funktioniert, worin alle    zen [40, 73]. Die Haftung mittels Glycocalyx an der Zellmem-
Pilzzellen eingebettet sind. Das extrazelluläre Material wird     bran sichert die mechanische Verankerung der Hyphe und
als Matrix bezeichnet und ist der Matrix im bakteriellen Bio-     ermöglicht der wachsenden Hyphenspitze das Epithelgewebe
film sehr ähnlich [17, 18, 20]. Die Verbindung zwischen den       zu durchdringen. Folglich kann die Invasion nur dann erfol-
Zellen im Biofilm erfolgt mittels der interzellulären Adhä-       gen, wenn eine Haftung durch Adhäsion bereits besteht.
sion, welche zugleich die Voraussetzung für die Biofilmbil-
dung ist. Die Ultrastruktur der Biofilmmatrix sowohl bei          4 Klinische Relevanz der Candida-Adhäsion
Bakterien als auch bei Pilzen ist noch nicht erforscht. Die
Fimbrien jedoch, durch die die interzelluläre Adhäsion bei        Ein Teil der angeborenen Abwehr gegen die Candida-Ober-
Candida stattfindet, sind rutheniumrot-negativ mit einem          flächenkolonisation stellt die Fähigkeit des Menschen dar,
nicht sulfatierten, karboxylreichen und/oder phosphatierten       die Blutgruppenantigene in den Speichel zu sezernieren [6,
Kohlehydratanteil [43].                                           63]. Diese wasserlöslichen Blutgruppenantigene binden sehr
    Candida-Zellen können in der Mundhöhle auch durch             wahrscheinlich die Candida-Adhäsine und verhindern auf
Pilzanhaftung innerhalb der Prothesen- [13, 28] und der           diese Weise die Candida-Adhäsion. Es besteht ein ausgepräg-
Zahnplaque (des Prothesen- und Zahnbiofilms) [25] residie-        ter Zusammenhang zwischen Nichtsekretion der Blutgrup-
ren. Diese Haftung kann durch die interzelluläre Adhäsion         penantigene und erhöhter Candida-Dichte [1, 4, 6, 7, 21, 63].
zu Bakterien aus dem Biofilm erfolgen, wie z. B. zu Strepto-      Daher hängt die Wirtsempfindlichkeit auf das opportunisti-
coccus salivarius und Actinomyces spp. [51], zu Streptococcus     sche Pathogen Candida in hohem Maße von der Expression
gordonii [49] und zu Fusobacterium spp. [34]. Im Unterschied      der Adhäsinrezeptoren (Blutgruppenantigene) an der zyto-
zu den Bakterien [52], die an vier Stunden alten Pellikeln ad-    plasmatischen Membran und insbesondere von der fehlen-
härieren, wurde bei Candida keine In-vivo-Haftung an einer        den Sekretion der Blutgruppenantigene im Speichel (Nicht-
vier Stunden alten Prothesenpellikel festgestellt [65]. Ein       sekretorstatus) ab. Die häufigere Candidiasis bei Xerostomie
Durchdringen und Durchwachsen der bereits formierten              und bei qualitativen Störungen der Speichelsekretion [6, 16,
bakteriellen Plaque mit Ausbildung eines Myzels geschieht         44, 53] kann auch auf fehlende bzw. verringerte Sekretion der
innerhalb von 48 Stunden [66]. Daher ist die Rolle der Pro-       Blutgruppenantigene im Speichel zurückgeführt werden.
thesen- und Zahnplaque als Candida-Reservoir nur auf Pa-
tienten mit schlechter Mundhygiene begrenzt. In einem
Drittel der Fälle mit schwerer Parodontitis wurde Candida
aus der subgingivalen Plaque isoliert [60, 74]. Dass eine gute
Mundhygiene allein dieses subgingivalen Candida-Reservoir
nicht gänzlich eliminieren kann, ist offensichtlich.

3 Einleitung der Entzündung durch Botenstoffe,
  Epithelpenetration

Die Erkennung eines Wirtsrezeptors durch ein Adhäsin be-
wirkt eine schwache, nicht kovalente Bindung [55]. Deren
Folgen sind einerseits die Haftung des Pilzes an der Wirts-
membranoberfläche, andererseits eine Änderung des Zu-
standes des Wirtsrezeptors. Diese Änderung wird von der be-
troffenen Wirtszelle erkannt und resultiert in der Freiset-
zung von proinflammatorischen Zytokinen. Ein Adhäsin-
bestandeil, das „Supernatant“ der Mannoproteinfraktion
(MP-F2), ruft eine stark verzögerte Hypersensibilitätsreak-
tion, Th1- und Th2-Zytokinproduktion sowie einen Anti-
Candida-Schutz bei der Maus hervor [48]. Ein anderer Be-
standteil der Glycocalyx, die β-1,2-Verbindungen der Oligo-
mannosidreste von Candida albicans, wirkt als Adhäsin zu
den Makrophagen und veranlasst sie zur Zytokinproduktion
[27]. Mannan von Candida albicans verursacht die Produktion
des IL-2, IL-4 und Gammainterferon von Maussplenozyten            Abbildung 4 Transmissionselektronenmikroskopie eines Gaumenexzisates
[45]. Außerdem sind die Mannoserezeptoren der Makropha-           bei Candidiasis. Kontrastierung mit Rutheniumrot-OsO4-Technik [73]. Gelo-
gen in die IL-1β-, IL-6- und GMCSF-Zytokinantworten invol-        ckerte Epithelzellen mit extra- und intrazellulär lokalisierten Pilzzellen

14                                                                                   Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift 59 (2004) 1
L. Vitkov et al.: Candida-Adhäsion

                                                                                    Literatur

                                                                                     1. Aly, F. Z., Blackwell, C. C., MacKenzie, D. A., Weir, D. M., Elton, R. A., Cumming,
                                                                                        C. G., Sofaer, J. A., Clarke, B. F.: Chronic atrophic oral candidiasis among pa-
                                                                                        tients with diabetes mellitus – role of secretor status. Epidemiol Infect 106,
                                                                                        355 (1991).
                                                                                     2. Aly, F. Z., Blackwell, C. C., Mackenzie, D. A., Weir, D. M., Clarke, B. F.: Factors
                                                                                        influencing oral carriage of yeasts among individuals with diabetes mellitus.
                                                                                        Epidemiol Infect 109, 507 (1992).
                                                                                     3. Blackwell, C. C., Aly, F. Z., James, V. S., Weir, D. M., Collier, A., Patrick, A. W.,
                                                                                        Cumming, C. G., Wray, D., Clarke, B. F.: Blood group, secretor status and oral
                                                                                        carriage of yeasts among patients with diabetes mellitus. Diabetes Res 12, 101
                                                                                        (1989).
                                                                                     4. Ben-Aryeh, H., Blumfield, E., Szargel, R., Laufer, D., Berdicevsk, I.: Oral Candi-
                                                                                        da carriage and blood group antigen secretor status. Mycoses 38, 355 (1995).
                                                                                     5. Brassart, D., Woltz, A., Golliard, M., Neeser, J. R.: In vitro inhibition of adhesion
                                                                                        of Candida albicans clinical isolates to human buccal epithelial cells by Fuc al-
                                                                                        pha 1 – 2Gal beta-bearing complex carbohydrates. Infect Immun 59, 1605
                                                                                        (1991).
                                                                                     6. Burford-Mason, A. P., Willoughby, J. M., Weber, J. C.: Association between gas-
                                                                                        trointestinal tract carriage of Candida, blood group O, and nonsecretion of
                                                                                        blood group antigens in patients with peptic ulcer. Dig Dis Sci 38, 1453
                                                                                        (1993).
                                                                                     7. Burford-Mason, A. P., Weber, J. C., Willoughby, J. M.: Oral carriage of Candida
                                                                                        albicans, ABO blood group and secretor status in healthy subjects. J Med Vet
                                                                                        Mycol 26, 49 (1988).
                                                                                     8. Busscher, H. J., Geertsema-Doornbusch, G. I., van der Mei, H. C.: Adhesion to
                                                                                        silicone rubber of yeast and bacteria isolated from voice prostheses: influence
                                                                                        of salivary conditioning films. J Biomed Mater Res 34, 201 (1997).
                                                                                     9. Buurman, E. T., Westwater, C., Hube, B., Brown, A. J., Odds, F. C., Gow, N. A.:
                                                                                        Molecular analysis of CaMnt1p, a mannosyl transferase important for adhe-
                                                                                        sion and virulence of Candida albicans. Proc Natl Acad Sci USA 95, 7670
Abbildung 5 Transmissionselektronenmikroskopie eines Gaumenexzisates                    (1998).
bei Candidiasis. Kontrastierung mit Rutheniumrot-OsO4-Technik. Penetration          10. Calderone, R. A., Fonzi, W. A.: Virulence factors of Candida albicans. Trends Mi-
einer Epithelzelle von einer Hyphe (Querschnitt). Glycocalyx wird an der Zell-          crobiol 9, 327 (2001).
wand nur außerhalb der Epithelzelle ausgebildet. Die Abbildung ist reprodu-         11. Calderone, R. A., Braun, P. C.: Adherence and receptor relationships of Candi-
                                                                                        da albicans. Microbiol Rev 55, 1 (1991).
ziert von Vitkov, L. et al. Candida attachment to oral epithelium. Oral Microbiol   12. Cameron, B. J., Douglas, L. J.: Blood group glycolipids as epithelial cell recep-
Immunol 17, 60 (2002) mit der Erlaubnis von Blackwell Publishing                        tors for Candida albicans. Infect Immun 64, 891 (1996).
                                                                                    13. Catalan, A., Herrera, R., Martinez, A.: Denture plaque and palatal mucosa in
                                                                                        denture stomatitis: Scanning electron microscopic and microbiologic study. J
    Über die orale Candidiasis als begleitende Erkrankung                               Prosthet Dent 57, 581 (1987).
bei Diabetes mellitus wurde oft berichtet [24, 33, 35, 54, 67,                      14. Chaffin, W. L., Lopez-Ribot, J. L., Casanova, M., Gozalbo, D., Martinez, J. P.:
                                                                                        Cell wall and secreted proteins of Candida albicans: identification, function,
71]. Es besteht ein ausgeprägter Zusammenhang zwischen                                  and expression. Microbiol Mol Biol Rev 62, 130 (1998).
erhöhter Candida-Dichte und fehlender Sekretion von Blut-                           15. Chandra, J., Kuhn, D. M., Mukherjee, P. K., Hoyer, L. L., McCormick, T., Ghan-
gruppenantigenen im Speichel (Nichtsekretorstatus) beim                                 noum, M. A.: Biofilm formation by the fungal pathogen Candida albicans: de-
                                                                                        velopment, architecture, and drug resistance. J Bacteriol 183, 5385 (2001).
Typ 2-Diabetes [1 – 3]. Diese Korrelation wird auf genetische                       16. Chilgren, R. A., Meuwissen, H. J., Quie, P. G., Good, R. A., Hong, R.: The cellu-
Zusammenhänge zurückgeführt [54].                                                       lar immune defect in chronic mucocutaneous candidiasis. Lancet 28, 1286
                                                                                        (1969).
                                                                                    17. Costerton, J. W., Lewandowski, Z., Caldwell, D. E., Korber, D. R., Lappin-Scott,
5 Schlussfolgerung                                                                      H. M.: Microbial biofilms. Annu Rev Microbiol 49, 711 (1995).
                                                                                    18. Cramton, S. E., Gerke, C., Schnell, N. F., Nichols, W. W., Gotz, F.: The intercellu-
                                                                                        lar adhesion (ica) locus is present in Staphylococcus aureus and is required
Candida besiedelt die Mundhöhle des Menschen als opportu-                               for biofilm formation. Infect Immun 67, 5427 (1999).
nistisches Pathogen, wobei sich ein Gleichgewicht zwischen                          19. Dabelsteen, E., Gron, B., Mandel, U., Mackenzie, I.: Altered expression of epi-
der Pilzbesiedelung und dem Wirt etabliert. Wenn aber die                               thelial cell surface glycoconjugates and intermediate filaments at the margins
                                                                                        of mucosal wounds. J Invest Dermatol 111, 592 (1998).
Wirtsabwehr beeinträchtigt ist, kann dieses Gleichgewicht                           20. Danese, P. N., Pratt, L. A., Kolter, R.: Exopolysaccharide production is required
verschoben werden und zur Entwicklung einer Candidiasis                                 for development of Escherichia coli K-12 Biofilm Architecture. J Bacteriol 182,
führen. Häufig handelt sich dabei um eine Beeinträchtigung                              3593 (2000).
                                                                                    21. Darwazeh, A. M., Lamey, P. J., Samaranayake, L. P., MacFarlane, T. W., Fisher,
der Wirtsabwehr mit der Folge, dass die Pilzadhäsion nicht                              B. M., Macrury, S. M., MacCuish, A. C.: The relationship between colonisation,
mehr unterbunden werden kann. Daher ist die Candidiasis                                 secretor status and in-vitro adhesion of Candida albicans to buccal epithelial
als lokales Geschehen öfter Ausdruck einer generalisierten                              cells from diabetics. J Med Microbiol 33, 43 (1990).
                                                                                    22. Davies, D. G., Parsek, M. R., Pearson, J. P., Iglewski, B. H., Costerton, J. W.,
Abwehrbeeinträchtigung. Da diese in der Regel nicht zu be-                              Greenberg, E. P.: The involvement of cell-to-cell signals in the development of
heben ist, führt eine Behandlung mit Antimykotika nur zu                                a bacterial biofilm. Science 280, 295 (1998).
                                                                                    23. Diez-Orejas, R., Molero, G., Rios-Serrano, I., Vazquez, A., Gil, C., Nombela, C.,
einer vorübergehenden Pilzeliminierung, der eine Wieder-                                Sanchez-Perez, M.: Low virulence of a morphological Candida albicans mu-
besiedlung aus der Umgebung schon nach kurzer Zeit folgt.                               tant. FEMS Microbiol Lett 176, 311 (1999).
Eine Antimykotika-Therapie muss daher bei banalen Erkran-                           24. Dorocka-Bobkowska, B., Budtz-Jörgensen, E., Wloch, S.: Non-insulin-depen-
                                                                                        dent diabetes mellitus as a risk factor for denture stomatitis. J Oral Pathol Med
kungen kritisch gesehen werden. Bei zwingenden Indika-                                  25, 411 (1996).
tionen, z.B. bei immunkompromittierten Patienten oder                               25. Ekstrand, K. R., Bjorndal, L.: Structural analyses of plaque and caries in relation
während einer lokalen Strahlentherapie bei Tumorleiden,                                 to the morphology of the groove-fossa system on erupting mandibular third
                                                                                        molars. Caries Res 31, 336 (1997).
müssen der klinische Verlauf und die Wirksamkeit der medi-                          26. Essery, S. D., Weir, D. M., James, V. S., Blackwell, C. C., Saadi, A. T., Busuttil, A.,
kamentösen Behandlung stetig überprüft werden, da die                                   Tzanakaki, G.: Detection of microbial surface antigens that bind Lewis(a) anti-
wiederholte und langfristige Anwendung von Antimykotika                                 gen. FEMS Immunol Med Microbiol 9, 15 (1994).
                                                                                    27. Fradin, C., Poulain, D., Jouault, T.: Beta-1,2-Linked oligomannosides from Can-
zur Resistenzentwicklung führen kann.                                                   dida albicans bind to a 32-kilodalton macrophage membrane protein homolo-
                                                                                        gous to the mammalian lectin galectin-3. Infect Immun 68, 4391 (2000).
                                                                                    28. Frank, R. M., Steuer P.: Transmission electron microscopy of plaque accumula-
Danksagung                                                                              tion in denture stomatitis. J Prosthet Dent 53, 115 (1985).
                                                                                    29. Fu, Y., Rieg, G., Fonzi, W. A., Belanger, P. H., Edwards, J. E. Jr., Filler, S. G.: Ex-
Diese Studie wurde zum Teil von der Ärztekammer Salzburg                                pression of the Candida albicans gene ALS1 in Saccharomyces cerevisiae in-
                                                                                        duces adherence to endothelial and epithelial cells. Infect Immun 66, 1783
und von der Medizinischen Forschungsgesellschaft Salzburg                               (1998).
unterstützt.

Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift 59 (2004) 1                                                                                                                           15
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51. Nikawa, H., Egusa, H., Makihira, S., Yamashiro, H., Fukushima, H., Jin, C.,
    Nishimura, M., Pudji, R. R., Hamada, T.: Alteration of the coadherence of Can-              Dr. med. dent. Ljubomir Vitkov
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