Der Schmerz - Schmerzkongress 2017
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Der Schmerz · Band 31
Band 31 · Supplement 2 · Oktober 2017
Der Schmerz
Organ der Deutschen Schmerzgesellschaft, der Österreichischen Schmerzgesellschaft,
der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Schmerztherapie und
der Schweizerischen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes
Supplement 2 · Oktober 2017
Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen
Deutscher Schmerzgesellschaft e.V. und der Deutschen
Schmerzkongress 2017 Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V.
(DMKG)
Abstracts
In Zusammenarbeit mit:
DGP e.V., DGS e.V., DGPSF e.V., BVSD e.V.,
IGOST e.V.
Indexed in Science Citation Index Expanded and Medline
Deutscher Schmerzkongress 2017
GEMEINSAM
ENTSCHEIDEN
482
0
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Alert, EMBASE and Scopus
Titelbild: © „iloveotto“ www.123rf.com
Zielsetzung der Zeitschrift Aims & Scope
Der Schmerz ist ein international angesehenes Publikationsorgan und wendet sich an Ärzte Der Schmerz is an internationally recognized journal and addresses all scientists, practiti-
aller Fachgebiete sowie an Allgemeinmediziner und Psychologen, die mit der Behandlung oners and psychologists, dealing with the treatment of pain patients or working in pain
von Schmerzpatienten oder in der Schmerzforschung beschäftigt sind. Das Ziel der Zeit- research. The aim of the journal is to enhance the treatment of pain patients in the long run.
schrift ist es, die Versorgung von Schmerzpatienten langfristig zu verbessern. Review articles provide an overview on selected topics and offer the reader a summary
Praxisorientierte Übersichtsarbeiten greifen ausgewählte Themen auf und bieten dem Leser of current findings from all fields of pain research, pain management and pain symptom
eine Zusammenstellung aktueller Erkenntnisse aus allen Bereichen der Schmerzforschung management.
und Symptomkontrolle bei Schmerz. Neben der Vermittlung von relevantem Hintergrund- Freely submitted original papers allow the presentation of important clinical studies and
wissen liegt der Schwerpunkt dabei auf der Bewertung wissenschaftlicher Ergebnisse unter serve the scientific exchange.
Berücksichtigung praktischer Erfahrung. Case reports feature interesting cases and aim at optimizing diagnostic and therapeutic
Frei eingereichte Originalien ermöglichen die Präsentation wichtiger klinischer Studien und strategies.
dienen dem wissenschaftlichen Austausch. Review articles under the rubric “Continuing Medical Education” present verified results of
Kasuistiken zeigen interessante Fallbeispiele und ungewöhnliche Krankheits- bzw. Behand- scientific research and their integration into daily practice.
lungsverläufe. Review: All articles of Der Schmerz are peer reviewed.
Beiträge der Rubrik „CME Zertifizierte Fortbildung“ bieten gesicherte Ergebnisse wissen- Declaration of Helsinki: All manuscripts submitted for publication presenting results from
schaftlicher Forschung und machen ärztliche Erfahrung für die tägliche Praxis nutzbar. studies on probands or patients must comply with the Declaration of Helsinki.
Nach Lektüre der Beiträge kann der Leser sein erworbenes Wissen überprüfen und online Indexed in Science Citation Index Expanded, Medline, Neuroscience Citation Index,
CME-Punkte erhalten. Die Rubrik orientiert sich an der Weiterbildungsordnung des Research Alert, EMBASE and Scopus.
Fachgebiets.
Der Schmerz · Suppl 2 · 2017Abstracts/Kongresse
Schmerz 2017 · 31 (Suppl 2):S1–S72 Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,
https://doi.org/10.1007/s00482-017-0249-3
© Springer Medizin Verlag GmbH 2017 wir laden Sie herzlich zum Schmerzkongress 2017 nach Mannheim ein. Das Motto des
Schmerzkongresses 2017 „Gemeinsam entscheiden“ bildet sich in den Themenschwerpunk-
ten des Kongresses ab. Der Patient als Partner im medizinischen Entscheidungsprozess setzt
einen informierten Patienten und die Vermittlung evidenzbasierter Gesundheitsinformatio-
nen voraus.
Den Festvortrag wird Frau Professor Ina Kopp, Leiterin des AWMF-Instituts für Medizinisches
Wissenschaftlicher Träger Wissensmanagement und Vorsitzende der Guidelines International Network, über „Mehr
Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. Arzt, weniger Medizin – gemeinsam klug entscheiden“ halten. Sie wird die Zusammenhän-
Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. ge zwischen evidenzbasierter Medizin, Leitlinien und partizipativer Entscheidungsfindung
(DMKG) diskutieren und die Relevanz der „Gemeinsam klug entscheiden“ – Initiativen verschiedener
In Zusammenarbeit mit AWMF-Fachgesellschaften für die Schmerzmedizin darstellen.
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e. V. (DGP)
Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e. V. (DGS) Der Kongress richtet sich an alle Gesundheitsberufe (Apotheker, Ärzte aller Gebiete, Psycho-
Deutsche Gesellschaft für Psychologische Schmerz- logen, Pflegeberufe, Pharmazeuten und Funktionstherapeuten) und Grundlagenwissen-
therapie und -forschung (DGPSF) schaftler sowie in einer gesonderten Veranstaltung auch an die Betroffenen und Angehöri-
Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psycho- gen als die gemeinsamen Entscheidungspartner.
therapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in
Deutschland e. V. (BVSD) Die Einbeziehung des klinischen und wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein wichtiges An-
Interdisziplinäre Gesellschaft für orthopädische/unfall-
chirurgische und allgemeine Schmerztherapie e. V.
liegen des deutschen Schmerzkongresses. Wir werden Symposien durchführen, die Grund-
(IGOST) lagenforschung, klinische Forschung und Praxis sowie die verschiedenen Berufsgruppen
zusammenführen.
Kongressort
Congress Center Rosengarten Der Kongress ermöglicht Ihnen, Ihre eigenen Forschungsergebnisse vorzustellen, sich über
Rosengartenplatz 2 neue Entwicklungen zu informieren, sich mit anderen Kongressteilnehmern auszutauschen
68161 Mannheim
und neue Kontakte zu knüpfen.
Mitglieder des Programmkomitees
Dr. Kathrin Bernardy, Bochum
Wir freuen uns auf gemeinsame Gespräche mit Ihnen in Mannheim 2017.
Prof. Dr. Hans-Raimund Casser, Mainz
Herzliche Grüße,
Prof. Dr. Hans-Christoph Diener, Essen
Dr. Anke Diezemann, Mainz Prof. Dr. Winfried Häuser
Dr. Thomas Dresler, Tübingen
Prof. Dr. Dr. Stefan Evers, Münster Prof. Dr. Matthias Keidel
PD Dr. Stefanie Förderreuther, München
PD Dr. Charly Gaul, Königstein
Prof. Dr. Winfried Häuser, Saarbrücken
Prof. Dr. Christiane Hermann, Gießen
Prof. Dr. Michael Hüppe, Lübeck
Thomas Isenberg, Berlin
PD Dr. Tim Jürgens, Rostock
Prof. Dr. Matthias Keidel, Bad Neustadt/Saale
Silke Laubscher, Heidelberg
Kerstin Lüdtke, Hamburg
Prof. Dr. Christian Maihöfner, Fürth
Dr. Volker Malzacher, Reutlingen
Prof. Dr. Martin Marziniak, München
Prof. Dr. Winfried Meissner, Jena
Prof. Dr. Karl Messlinger, Erlangen
Prof. Dr. Carla Nau, Lübeck
Dr. Nadja Nestler, Salzburg/Münster
Prof. Dr. Frank Petzke, Göttingen
Prof. Dr. Esther Pogatzki-Zahn, Münster
Prof. Dr. Michael Schäfer, Berlin
Prof. Dr. Martin Schmelz, Mannheim
Dagmar Seeger, Göttingen
Prof. Dr. Andreas Straube, München
Prof. Dr. Rolf-Detlef Treede, Mannheim
PD Dr. Nurcan Üçeyler, Würzburg
Posterkomission
Prof. Dr. Christian Maihöfner, Fürth
Prof. Dr. A. Ewers, Salzburg (AT)
Prof. Dr. P. Kropp, Rostock
Prof. Dr. A. Leffler, Hannover
PD Dr. Walter Magerl, Mannheim
Prof. Dr. Martin Marziniak, Haar
Der Schmerz · Suppl 2 · 2017 S1Inhalt
Inhaltsverzeichnis
Varia
S13 SY01 – Gemeinsam sind wir stark: ein Schmerzregister für alle?
Prävention
S13 SY02 – Risikomerkmale für postoperative Schmerzen und Schmerz-
chronifizierung identifizieren: eine multidisziplinäre Aufgabe?
Kopfschmerz
S13 SY03 – Wie entstehen Migräneattacken? Neues aus Klinik und Forschung.
Transfer von der Grundlagenforschung in die Klinik
S14 SY04 – Wie kann lokale Kälte Schmerz auslösen aber auch reduzieren?
Psychologische Verfahren
S14 SY05 – Verändern psychische Traumata die Schmerzwahrnehmung?
Ein diskussionsorientiertes Symposium
Arzneimitteltherapiesicherheit in der Schmerzbehandlung
S14 SY06 – Arzneimittelinteraktionen und – Nebenwirkungen in der
Schmerzmedizin
Akutschmerz
S15 SY07 – Aktualisierung der Akutschmerzleitlinie – was kommt, was bleibt,
was geht?
Kopfschmerz
S15 SY08 – Liquordruck: Zu niedrig, zu hoch und Kopfschmerzen
Varia
S15 SY09 – Speed Update
Experimentelle Modelle und Pathophysiologie
S15 SY10 – Modelle der Placeboanalgesie und Nocebohyperalgesie – Der
Einfluss des psychosozialen Kontextes auf die endogene Schmerzmodu-
lation
Gemeinsame (partizipative) Entscheidungsfindung (Arzt-
Patient)
S16 SY11 – Gemeinsame Entscheidungsfindung in der Schmerzmedizin
Akutschmerz
S16 SY12 – 2017 – Global Year Against Pain after Surgery
Der Schmerz · Suppl 2 · 2017 S3Inhalt
Kopfschmerz
S16 SY13 – Update Kopfschmerz
Varia
S17 SY16 – Digitale Revolution in der Behandlung chronischer Schmerzen:
e- und m-Health als Durchbruch?!
Epidemiologie und Genetik
S17 SY17 – Schmerzgenetik – wird jetzt alles klar?
Psychologische Verfahren
S17 SY18 – Psychologische und Umweltfaktoren beim Auslösen von Migrä-
neanfällen
Neuropathischer Schmerz
S18 SY19 – Radikuläre Schmerzen – ein Update zu Klinik und Management
einer komplexen Symptomatik
Pflegewissenschaft
S18 SY20 – Gemeinsame Entscheidungen zwischen Pflegenden und Ärzten –
wo stehen wir?
Tumorschmerz
S18 SY21 – Tumorschmerztherapie und Nebenwirkungen
Experimentelle Modelle und Pathophysiologie
S18 SY22 – Endogene Schmerzkontrolle und Dynamik des nozizeptiven
Systems bei chronischen Schmerzen
Kopfschmerz aus interdisziplinärer Sicht
S19 SY23 – Der Kopfschmerz und das Trauma
Varia
S19 SY24 – BVSD-Symposium: „Cannabis als Medizin – Der lange Weg zur
Therapiefreiheit“
Neuropathischer Schmerz
S19 SY25 – Neuropathische Schmerzen diagnostizieren – Horizonterweite-
rung mit neuen Methoden
Arzneimitteltherapiesicherheit in der Schmerzbehandlung
S20 SY26 – Arzneimitteltherapiesicherheit und Polymedikation in der
Schmerzmedizin
Varia
S20 SY27 – Top Young Science
S4 Der Schmerz · Suppl 2 · 2017Inhalt
Kopfschmerz aus interdisziplinärer Sicht
S20 SY28 – DMKG meets Allgemeinmedizin
Muskuloskelettale Schmerzen
S20 SY29 – Das Rückenschmerz-Symposium: Welchen Nutzen haben neue
diagnostische Methoden und Mechanismen-basierte Therapien in der
klinischen Praxis?
Pflegewissenschaft
S20 SY30 – Entlassungsmanagement – neue Anforderungen, neue Wege?
Kooperation aller Berufsgruppen in der Schmerzmedizin
S21 SY31 – Multimodale Schmerztherapie: wo und wie?
Experimentelle Modelle und Pathophysiologie
S21 SY32 – Sickness Behavior: Immunsystem, Emotionen und Schmerz
Kopfschmerz
S21 SY33 – Kopfschmerz und Sucht
Transfer von der Grundlagenforschung in die Klinik
S21 SY34 – „Warum strahlt der Schmerz“
S22 SY35 – Vom Bauchgefühl zum Bauchschmerz: Interdisziplinäre Ansätze
der translationalen Schmerzforschung und personalisierten Therapie
beim chronischen Viszeralschmerz
Kooperation aller Berufsgruppen in der Schmerzmedizin
S22 SY36 – Kunst(therapie) und Schmerz: vom Mechanismus zur Praxis
Transfer von der Grundlagenforschung in die Klinik
S22 SY37 – Schmerzmodelle und Messmethoden bei Tier und Mensch
Varia
S23 SY38 – Alpträume in der Schmerzmedizin
Muskuloskelettale Schmerzen
S23 SY39 – Myofaszielle Aspekte beim muskuloskelettalen Schmerz – vom
Schmerzmodell zur Klinik
Kooperation aller Berufsgruppen in der Schmerzmedizin
S23 SY40 – Schmerz und Schlaganfall
S23 „Schlaganfall und Schmerz – Therapieoptionen in der funktionellen
Neurorehabilitation“
Schmerz bei Kindern und im Alter
S24 SY41 – Musizieren und Schmerz bei Kindern und Jugendlichen
Der Schmerz · Suppl 2 · 2017 S5Inhalt
Transfer von der Grundlagenforschung in die Klinik
S24 SY42 – Zur Relation zwischen Schmerz und Sprache
Selbstmedikation und Gefahr der Schmerzchronifizierung
S25 SY43 – Aktuelles zur Pharmakotherapie von Kopfschmerzerkrankungen
Muskuloskelettale Schmerzen
S25 SY44 – Schmerz verändert Muskelaktivierung – Anforderungen an Bewe-
gungstherapie und Patienten
Transfer von der Grundlagenforschung in die Klinik
S25 SY45 – Durchblutungsabnormalitäten als schmerzunterhaltender Faktor?
S26 WS01 – Diagnostische und therapeutische Lokalanästhesie myofaszialer
Triggerpunkte
S26 WS02 – Abrechnung ambulanter Schmerztherapie (Arzt)
S26 WS03 – Sinnvolle Diagnostik und Therapie bei neuropathischen Schmer-
zen – ein Fallseminar
S26 WS04 – Neuroorthopädische Untersuchung für Schmerzmediziner
S27 WS05 – Naturheilkunde in der Schmerztherapie
S27 WS06 – Training interpersoneller Verhaltens- und Steuerungskompetenz
CBASP für Patienten mit chronischem Schmerz
S27 WS07 – Abrechnung ambulanter Schmerztherapie (Psychologie)
S27 WS08 – Biofeedbacktherapie bei Kopfschmerzen und Migräne
S28 WS09 – Physiotherapie korrekt verordnen – Der richtige Umgang mit der
Heilmittelverordnung
S28 WS10 – Palliativ
S28 WS11 – Der schwierige Fall – Ein Videoseminar zum praktischen Umgang
mit Schmerzpatienten
S28 WS12 – Stress & Schmerz: Untersuchung und Biofeedback bei Kopf- und
Gesichtsschmerz
S28 WS13 – Hands on! Manuelle Techniken zur Untersuchung von Schmerz-
patienten
S29 WS14 – Spiegeltherapie 2.0
S29 WS15 – Behandlung schmerzbezogener Angst bei Rücken- und Kopf-
schmerzen
S29 WS16 – Neurologischer Untersuchungskurs für Schmerztherapeuten
S29 WS17 – Schlaglichter der Kinderschmerztherapie – Schmerzentwicklung,
emotionale Belastung, multimodale Schmerztherapie – ein praxisorien-
tierter Workshop
S29 WS18 – „Ich bilde mir den Schmerz doch nicht ein“ – Bio-psycho-soziale
Zusammenhänge von Schmerz erklären – aber wie?
S30 WS19 – Topische Therapieformen bei neuropathischen Schmerzen –
Theorie und Praxis
S30 WS20 – Mindfullness-Based Stress Reduction in der Therapie chronischer
Schmerzen
S30 WS21 – Stellenwert der klinischen Untersuchungen bei muskuloskelet-
talen Schmerzen – Orthopädische Basisuntersuchung bei Rücken- und
Gelenkbeschwerden mit praktischer Demonstration
S31 WS22 – Biofeedback
S31 WS23 – Typische Fehldiagnosen und Möglichkeiten der interdisziplinären
Aufklärung
S31 WS24 – Chronische Schmerzen bewältigen oder akzeptieren?
S31 WS25 – Begutachtung von Schmerzen
S6 Der Schmerz · Suppl 2 · 2017Inhalt
S31 WS26 – Red Flags und Screeningtests bei Schmerzen in der unteren
Extremität – ein Workshop nicht nur für Physiotherapeuten
S32 WS27 – Beyond TENS: Matrixstimulation – von der Neurobiologie, Wirk-
samkeit und Sicherheit eines neuartigen Therapieverfahrens (Neuromo-
dulation)
S32 WS28 – Sonographie – Risikoreduktion für Patient und Therapeut durch
sonographisch-gestütze Interventionen
S32 WS29 – Schmerzdiagnostik mit Skalen und Fragebögen
S32 WS30 – Fahrtauglichkeit/Arbeitsfähigkeit unter Medikamenten
S32 WS31 – „Wenn der Kopf zerbricht“ – Hypnose und Selbsthypnose bei
Kopfschmerzen
S33 WS32 – Metaanalyse für „Ahnungslose“
S33 WS33 – Pragmatische Akupunktur bei Schmerzen – einfache Praxiskon-
zepte, auch für Anfänger
S33 WS34 – Akute Schmerz-Hypnose; chronische Schmerz-Hypnotherapie
Neuropathischer Schmerz
S34 P01.01 – Funktionelle-Laser-Doppler-Flowmetrie (fLDF): Neue Perspek-
tive in der Frühdiagnostik bei Morbus Fabry?
S34 P01.02 – Critical-Illness-Polyneuromyopathie: Eine telefonische Befra-
gung von Langzeitüberlebenden nach Intensivtherapie
S34 P01.03 – Untersuchung der Hautinnervation bei Patienten mit Fibromy-
algie-Syndrom
S35 P01.04 – Untersuchung von Langerhans-Zellen bei Patienten mit
Fibromyalgie-Syndrom mittels cornealer confocaler Mikroskopie
S35 P01.05 – Welche Rolle spielen Entzündungsprozesse bei chronischen
Schmerzpatienten?
S35 P01.06 – Fabry Disease in Small Fibre Neuropathy
S36 P01.07 – The Anchor Dilemma in Cervical Dorsal Root Ganglion (DRG)
Stimulation
S36 P01.08 – Sind klinische Symptome aus Schmerzfragebögen mit den
Ergebnissen in der QST assoziiert? Untersuchung zur Hyperalgesie bei
Patienten mit neuropathischen Schmerzen
S37 P01.09 – Perineural appliziertes Botulinumtoxin A bei Neuralgien nach
peripherer Nervenverletzung – Auswirkungen auf Schmerz und sensori-
sche Profile
S37 P01.10 – Peripherer Kombinierter Neuropathischer und Nozizeptiver
Schmerz: Gegenseitige Wechselwirkungen sowie De-Sensitisierung
durch Lokale Massnahmen – Fallbericht einer Distalen Radius-Fraktur
Akutschmerz
S37 P02.01 – Klinische Studie einer neuen Technologie für die orale, patien-
tengesteuerte Analgesie (PCA) – des PCoA™ Acute-Geräts für Kranken-
hauspatienten mit postoperativen Schmerzen: Offene, randomisierte,
multizentrische, kontrollierte Pilotstudie
S38 P02.02 – Nichtopioidanalgetika zur Therapie akuter und chronischer
Schmerzen: Erfahrungen von 2237 Anästhesisten
Schmerz nach Operationen
S38 P02.03 – Hart im Nehmen? Steigt die Schmerzgrenze mit zunehmendem
Alter?
S39 P02.04 – Prädiktoren des Erfolgs der Operation lumbaler Bandscheiben-
vorfälle bei nur relativer Indikation – Erste Ergebnisse
Der Schmerz · Suppl 2 · 2017 S7Inhalt
S39 P02.05 – PRACTICES FOR MANAGING PAIN AFTER CAESAREAN SECTION –
FINDINGS FROM PAIN OUT
Tumorschmerz und Palliativmedizin
S39 P02.06 – Aktuelle Evidenz zur Opioidrotation in der Tumorschmerzthera-
pie – Ergebnisse einer systematischen Literaturrecherche
Nicht-pharmakologische Therapieverfahren
S40 P02.07 – Therapeutisch-funktionelle Positionierung und ihr Einfluss auf
das Wohlbefinden
Experimentelle Schmerzmodelle (Mensch)
S40 P03.01 – Prädiktoren der Viszerozeption bei gesunden Frauen und Män-
nern – Eine experimentelle Studie zu Geschlechterunterschieden
S40 P03.02 – Veränderungen in der selektiven Aufmerksamkeit während des
Lernens schmerzassoziierter Furcht im viszeralen Schmerzmodell – eine
Pilotstudie
S41 P03.03 – Sensorische Profile von humanen Surrogatmodellen für Dener-
vierung, periphere und zentrale Sensibilisierung: eine multizentrische
Analyse.
S41 P03.04 – Beeinflusst die Trainingshäufigkeit die reduzierte zentrale
Verarbeitung nozizeptiver Stimulation in Antizipation eines 2-h-Ausdau-
erlaufes?
S41 P03.05 – Kommt Schmerz im Darm schlägt das Hirn Alarm: Unterschiede
in der neuralen Aktivierung auf prädiktive Hinweisreize für viszerale und
somatische Schmerzen
S42 P03.06 – Strukturelle und funktionelle Plastizität in neuralen Korrelaten
viszeraler schmerzassoziierter Furcht bei gesunden Frauen und Männern
S42 P03.08 – Akute und langdauernde Veränderungen im somatosensori-
schen Profil (QST) nach Anwendung eines hochkonzentrierten Capsaicin-
Pflasters (Qutenza, 8 %) in behaarter und unbehaarter Haut
Nicht-pharmakologische Therapieverfahren
S43 P03.09 – Chronischer Schmerz und seine „Begleiter“ im Kontext proin-
flammatorischer Zytokine und der systemisch antiinflammatorischen
Wirkung körperlicher Aktivierung
Schmerz bei Kindern
S43 P04.01 – Stressverarbeitung, Selbstwirksamkeitserwartung und Schmerz
in der frühen Adoleszenz: Ein Vergleich von Kindern und Jugendlichen
mit chronischen Schmerzerkrankungen, Juveniler Idiopathischer Arthritis
und Gesunden
S44 P04.02 – Chronische Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen: Lebens-
ereignisse, Auslöser und Umgang mit Schmerzen aus Sicht der Betroffe-
nen und deren Eltern
S44 P04.03 – Erfassung der Beeinträchtigung bei Jugendlichen mit chroni-
schen Schmerzen – Vergleichbarkeit zweier Messinstrumente
S45 P04.04 – Klettertherapie: ein aktivierendes Therapiemodul für Kopf-
schmerzkinder
S45 P04.05 – Entspannungstherapie als Teil eines ambulantes multimodalen
Therapieprogrammes für Kopfschmerzkinder
S46 P05.01 – Predictors of healthcare costs among patients with migraine in
a commercial claims database
S8 Der Schmerz · Suppl 2 · 2017Inhalt
S46 P05.02 – Leitsymptom Kopfschmerz in der neurologischen Notfallambu-
lanz – Epidemiologie, Patientenprofile und diagnostische Algorithmen
S46 P05.03 – Diagnostik und klinische Eigenschaften von akuten Kopf-
schmerzen in der Schwangerschaft
Kopfschmerz
S47 P05.04 – Prävalenz von Kopfschmerzen assoziiert mit sexueller Aktivität –
eine Querschnittsstudie
S47 P05.05 – Die Erfassung von Triggerempfindlichkeit und -vermeidung –
Entwicklung einer deutschen Version des Headache Triggers Sensitivity
and Avoidance Questionnaire (HTSAQ-G)
S47 P05.06 – „Thorakale Migräne“ bei einer 41-jährigen Frau als atypische
Manifestation einer Migräne
Experimentelle Schmerzmodelle (Tiermodelle)
S48 P06.01 – Analyse der zerebralen Resting state Aktivität in einem Tier-
modell für postoperative Schmerzen unter Modulation des spinalen
GABAergen Systems
S48 P06.02 – Ein Proteinfingerabdruck postoperativer Schmerzen in der Maus
S49 P06.03 – In an animal model of low back pain physical therapy by swim-
ming abolished the sensitization process of spinal dorsal horn neurons.
S49 P06.04 – Rolle der Neutrophilen Granulozyten für den Bewegungs-
evozierten- und nicht-evozierten Schmerz nach plantarer Inzision in der
Maus
S50 P06.05 – Veränderungen der funktionellen Konnektivität durch chro-
nische neuropathischen Schmerzen ausgelöst durch Chronic Nerve
Constriction Injury (CCI) im Mausmodell
S50 P06.06 – Proteomics – ein vielversprechender Weg zur Charakterisierung
neuer „Schmerzkandidaten“
S50 P06.07 – Wiederholt auftretende schmerzhafte Ereignisse induzieren
Veränderungen in somatosensorischen und assoziativen Regionen im
Rattenhirn
Multimodale Therapieverfahren
S51 P07.01 – Erfassung sozialer Wirkfaktoren der multimodalen Schmerzthe-
rapie mit der Methode der Sozialen Netzwerkanalyse
S51 P07.02 – Unterschiede in der Lebensqualität chronischer Schmerzpatien-
ten – Untersuchung hinsichtlich des physischen und psychischen Wohl-
befindens, der Alltagsfunktionsfähigkeit und der sozialen Integration, an
der Schmerztagesklinik Coburg
S52 P07.03 – Wirkungen der multimodalen Schmerztherapie auf die Akzep-
tanz bei chronischen Schmerzpatienten
S52 P07.04 – Einfluss der Therapiedauer auf den mittelfristigen Erfolg einer
multimodalen Schmerztherapie
S52 P07.05 – Depressivität und kognitive Leistungsfähigkeit bei chronischen
Schmerzpatienten am UniversitätsSchmerzCentrum Dresden
S53 P07.06 – Kognitive Flexibilität und Coping bei chronischen Schmerzpati-
enten am UniversitätsSchmerzCentrum
S53 P07.07 – Effektivität einer interdisziplinären multimodalen Schmerzthe-
rapie – Vergleich verschiedener methodischer Ansätze mit Wartegrup-
pendesigns
S54 P07.08 – Systematischer Review: Auswahl, Berichtsqualität und psycho-
metrische Gütekriterien von eindimensionalen Schmerzintensitätsskalen
im Rahmen der Multimodalen Schmerztherapie
Der Schmerz · Suppl 2 · 2017 S9Inhalt
Rückenschmerz und Bewegungsapparat
S54 P08.01 – Strukturelle Veränderungen im Gehirn chronischer Schmerzpa-
tienten 6 Monate nach Bandscheibenoperation im Zusammenhang mit
Schmerzkatastrophisieren: eine VBM- Studie
S54 P08.02 – Strukturelle Veränderungen im Gehirn chronischer Schmerzpa-
tienten im Zusammenhang mit der Unterdrückung von Schmerzgedan-
ken: Eine VBM-Studie
S55 P08.03 – After effects of neck muscle vibration on sensorimotor function
and pain in neck pain patients and healthy controls – a case-control
study
S55 P08.04 – Eine isometrische Kontraktion der Rückenmuskulatur nach
Biering-Sörensen führt zu kurzfristiger Hypoalgesie: eine Pilotstudie
S55 P08.05 – Chronischer Nackenschmerz: weniger aber auch weniger funkti-
onsgerechte Muskelspannung
S56 P08.06 – VIREP – Virtual Reality for Chronic Backpain
Multimodale Therapieverfahren
S56 P09.01 – Eine neue Klassifikation chronischer Schmerzen für ICD-11
S56 P09.02 – Pilotstudie zur Evaluation der neuen Klassifikation chronischer
Schmerzen für ICD-11
S57 P09.03 – Evaluation einer multimodalen stationären Therapie bei Migrä-
ne: Wirksamkeit und Prädiktoren des Therapieerfolgs
S57 P09.04 – Änderungssensitivität von Skalen zur Effektivitätsmessung in
der interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie
S57 P09.05 – Profitieren Patienten mit anhaltender somatoformer Schmerz-
störung von einem tagesklinisch durchgeführten multimodalen Thera-
pieprogramm?
S58 P09.06 – Selbstfürsorge in der Multimodalen Schmerztherapie- psycho-
metrische Eigenschaften des Five Factor Wellness Inventory
S58 P09.07 – Schmerztherapie bei Bruxisten mit Biofeedback-Zahnschiene
Nicht-pharmakologische Therapieverfahren
S58 P09.08 – Eine Kortisonstoßtherapie normalisiert die Gewebesauerstoff-
extraktion beim CRPS
Psychologie und Psychotherapie des Schmerzes
S59 P10.01 – Dankbarkeit erklärt Lebensqualitätsunterschiede zwischen
Fibromyalgiepatienten und gesunden Kontrollpersonen
S59 P10.02 – Eine veränderte Zeitwahrnehmung ist mit Krankheitssympto-
men und Lebensqualität bei Patientinnen mit Fibromyalgie assoziiert
S60 P10.03 – Ärgerliches Grübeln bei FibromyalgiepatientInnen hat einen
negativen Effekt auf die Gesundheit
S60 P10.04 – Assoziation reduzierter exzitatorischer Neurotransmitterkon-
zentration der anterioren Insula mit somatischer Symptombelastung und
kognitiver Schmerzbewältigung bei Frauen mit Reizdarmsyndrom
S60 P10.05 – Milde Depressionen bei Rückenschmerz: Erhöht Stress den
dysfunktionalen Charakter von Gedankenunterdrückung?
S61 P10.06 – Die Schmerzverarbeitung beeinflusst die Schmerzintensität,
körperliche Beeinträchtigung und körperliche Aktivität von Athleten mit
Rückenschmerz
S61 P10.07 – Review: Wirkung von Oxytocin auf das menschliche Schmerzer-
leben
S62 P10.08 – Welche Rolle spielt aversives und appetitives Lernen bei der
Entwicklung chronischer Schmerzen?
S10 Der Schmerz · Suppl 2 · 2017Inhalt
Psychologie und Psychotherapie des Schmerzes
S62 P10.09 – Sind Sie bereit? – Einfluss eines Interdisziplinären Schmerzas-
sessments auf Therapiemotivation und Belastungsfaktoren bei Patienten
mit chronischen Schmerzen
Aus- und Weiterbildung
S62 P11.01 – Schmerztherapeutische Versorgung in Deutschland – was un-
terscheidet ambulante und stationäre Patienten zu Behandlungsbeginn?
Eine Auswertung auf Basis des KEDOQ-Schmerz-Datensatzes
S63 P11.02 – Der „Hauptschmerz“ bei Patienten unterschiedlicher Behand-
lungssektoren. Eine Auswertung auf Basis von Daten aus KEDOQ-
Schmerz
S63 P11.03 – Medikamentenmissbrauch an der Universität Mainz und die
Untersuchung des Antwortverhaltens der Teilnehmer bei Parameterver-
änderung des Unrelated-Question-Models
Pharmakologische Therapie des Schmerzes
S64 P12.01 – Patient-Reported Outcomes in Patients with Chronic Migraine
Receiving Placebo or Erenumab
S64 P12.02 – Phase 1, Randomized, Parallel-Group, Double-Blind, Placebo-
Controlled Trial to Evaluate the Effects of Erenumab (AMG 334) and
Concomitant Sumatriptan on Blood Pressure in Healthy Subjects
S64 P12.03 – Treatment failure subgroup analysis from a chronic migraine
study of erenumab
S65 P12.04 – Early Onset of Efficacy in a Phase 2 Clinical Trial of Erenumab in
Patients with Chronic Migraine
S65 P12.05 – Evaluating the Efficacy and Safety of Erenumab (AMG 334) In
Chronic Migraine Prevention in a Phase 2 Randomized, Double-Blind,
Placebo-Controlled Study
S65 P12.06 – A Multicenter, Open-label, Pharmacokinetic Drug Interaction
Study of Erenumab (AMG 334) and a Combined Oral Contraceptive in
Healthy Female Subjects
S66 P12.07 – Chronic Migraine Treatment with Erenumab: Responder Rates
S66 P12.08 – Efficacy of erenumab for the treatment of patients with chronic
migraine in presence of medication overuse
S66 P12.09 – Langzeiteffektivität von topisch appliziertem Capsaicin und
Botulinumtoxin-A
S67 P12.10 – Akzeptanztest eines kosmetischen Mundgels bei Patienten mit
Mundtrockenheit
Kopfschmerz II
S67 P13.01 – Medikamentenadhärenz bei Patienten mit Clusterkopfschmerz
S68 P13.02 – Persistenz von Nachbildern bei Migräne mit und ohne Aura
S68 P13.03 – Kopfschmerzen auf der Palliativstation –
Ein unterschätztes Symptom?
S68 P13.04 – Functional transcranial Doppler (fTCD) for cold-induced pain in
the oral cavity and ice cream headache
S68 P13.05 – Prävalenz und Charakteristika von Kopfschmerzen nach Ingesti-
on oder Inhalation eines Kaltstimulus (HICS) – Eiscremekopfschmerz
S69 P13.06 – Depression und Angsterkrankungen sind keine Risikofaktoren
für Kopfschmerzen bei Patienten mit mitochondrialen Erkrankungen
Der Schmerz · Suppl 2 · 2017 S11Varia Prävention
SY01 – Gemeinsam sind wir stark: ein Schmerzregister für alle? SY02 – Risikomerkmale für postoperative Schmerzen und
Esther Pogatzki-Zahn¹, Winfried Meissner², Ulrike Kaiser³ Schmerzchronifizierung identifizieren: eine multidisziplinäre
¹Universitätsklinikum Münster, Münster, Deutschland, ²Universitätsklinikum Aufgabe?
Jena, Jena, Deutschland, ³Universitätsklinikum Dresden, Dresden, Michael Hüppe¹, Ulrike Stamer², Axel Schäfer³, Alexander Schnabel⁴
Deutschland ¹Universität zu Lübeck, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin,
Die Entwicklung von chronischen Schmerzen hängt von vielen Variab- Lübeck, Deutschland, ²Universität Bern, Klinik für Anästhesiologie und
len ab wie z. B. patienten-assoziierte, psychosoziale als auch therapie-as- Schmerztherapie, Bern, Schweiz, ³Fakultät Gesellschaftswissenschaften,
soziierte Faktoren. Wegen ihrer Komplexität sind diese Abhängigkeiten Hochschule Bremen, Bremen, Deutschland, ⁴Universitätsklinikum Würzburg,
in klassischen RCTs nur eingeschränkt analysierbar, und viele dieser As- Würzburg, Deutschland
pekte sind in ihrer Kausalität umstritten. Dies betrifft insbesondere die Die interindividuelle Variabilität von Schmerzen nach Operationen ist
Bedeutung des Behandlungsverlaufes beim Übergang von akuten zu groß. Immer gibt es Patienten, die postoperativ geringe Schmerzen ange-
chronischen Schmerzen. Eine Identifizierung von sowohl positiv als auch ben und solche mit sehr starken Schmerzen. Starke Schmerzen behindern
negativ auf den Behandlungserfolg einwirkenden Therapieaspekten so- nicht nur den Genesungsverlauf, sie begünstigen auch die Entwicklung
wie die Bedeutung der Anpassung von Behandlungspfaden abhängig von dauerhafter Schmerzen. Es wäre deshalb sinnvoll, gefährdete Patienten
patienten-assoziierten Faktoren erscheint aber sehr sinnvoll. Die Chroni- schon vor einer Operation identifizieren zu können, um ihnen Behand-
fizierung akuter postoperativer Schmerzen dient als gutes und vor allem lungsangebote zukommen zu lassen, um damit die Schmerzentstehung
gut zu untersuchendes Beispiel; das schmerzauslösende Trauma ist zeit- und Generierung chronischer Schmerzen zu verhindern. Ist hier die Zu-
lich identifizierbar und anhand von Vor- und Nachbefunden sowie Ver- sammenarbeit von Psychologie, Medizin und Physiotherapie gefordert?
laufsbeobachtungen longitudinal zu untersuchen. Die Erhebung von da- Untersuchungen zu psychologischen Prädiktoren zeigen die große Bedeu-
für notwendigen sektorenübergreifenden Verlaufsdaten in der Versorgung tung von präoperativer Schmerzerwartung und vorbestehenden Schmer-
zur Beobachtung von Heilungsverläufen gestaltet sich allerdings bisher zen auf. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn vorbestehende Schmer-
schwierig. Meist sind Projekte und Datenerhebungen punktuell organi- zen für Patienten zu schmerzbedingten Beeinträchtigungen führen.
siert und nicht systematisch verknüpft. Dies wäre aber wünschenswert, Von den medizinischen Faktoren erscheint die präoperative Opioidein-
damit Risikopatient früh identifiziert und Therapieangebote individuell nahme besonders bedeutungsvoll.
angepasst und gesteuert werden können. Viele Patienten werden vor einem elektiven Eingriff physiotherapeutisch
Der Einsatz von Registern ist ein probates Mittel, größere Datenmengen behandelt, wie etwa bei Knie- oder Hüftarthrose. Im Rahmen der physio-
in verschiedenen Populationen, Sektoren der Gesundheitsversorgung therapeutischen Diagnostik können Merkmale erhoben werden, die auf
und durch verschiedene Interessenvertreter (z. Bsp. Kliniken, Kostenträ- starke, langanhaltende postoperative Schmerzen hindeuten. Patienten mit
ger etc.) zu verknüpfen, und ist in vielen Gebieten der Medizin längst üb- einem solchen bestehenden Risiko können im Rahmen einer interdiszi-
lich. Dieses Vorgehen erlaubt valide Schlussfolgerungen und kann damit plinären OP Vorbereitung (Prehabilitation), bestehend u. a. aus Informati-
maßgeblich zu einer Verbesserung der medizinischen Versorgung der be- on, Edukation, Übungstherapie, Kraft- und Ausdauertraining und Ernäh-
troffenen Patienten führen. Ein echtes „Schmerzregister“ gibt es bislang rungsberatung, gezielte Maßnahmen in Anspruch nehmen.
aber nicht. Im Bereich akuter postoperativer Schmerzen bestehen der- Im Symposium werden neue Daten und Kenntnisse zu psychologischen,
zeit Erfahrungen mit registerähnlichen Datenerhebungen sowohl natio- physiotherapeutischen und medizinischen Prädiktoren für postoperativen
nal (QUIPS) als auch international (PAIN OUT). KEDOQ Schmerz ist Schmerz und Schmerzchronifizierung vorgestellt und daraus entwickelte
eine von der Deutschen Schmerzgesellschaft entwickelte Kerndokumen- psychologische und somatische Risikoscores diskutiert. Das Symposium
tation zur Qualitätssicherung in der Behandlung des chronischen Schmer- ist damit ein Update des multidisziplinären Kenntnisstandes der Prädikti-
zes. Die Adhoc Kommission „Versorgungsforschung und Register“ entwi- on postoperativer Schmerzen und der Schmerzchronifizierung.
ckelt gerade ein Konzept zu einer Registerbildung für akute und subakute
Schmerzen, das auf bestehenden Datensammlungen aufbauen (QUIPS,
KEDOQ-Schmerz), die Chronifizierung beeinflussende Faktoren unter-
suchen will; auch die Verknüpfungen mit sekundären Daten von Kosten- Kopfschmerz
trägern ist vorgesehen.
In diesem Symposium wollen wir ein Übersicht über die Bedeutung von SY03 – Wie entstehen Migräneattacken? Neues aus Klinik und
Registern geben, nationale und internationale Schmerzprojekte, die gewis-
Forschung.
se Ähnlichkeit zu Registern haben, vorstellen, neueste wissenschaftliche
Daten aus diesen Projekten vorstellen und Ideen generieren, wie man aus Laura H. Schulte¹, Barbara Namer², Tim P. Jürgens³
diesen Projekten möglicherweise ein (gemeinsames?) Schmerzregister in ¹Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Deutschland,
Deutschland generieren kann. ²Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Mannheim,
Deutschland, ³Universitätsmedizin Rostock, Rostock, Deutschland
Die pathophysiologischen Mechanismen der Entstehung von Migräneat-
tacken sind eines der wichtigsten Themen, wenn es um das Verständnis
der Erkrankung Migräne geht. Ausgehend von der klassischen klinischen
Präsentation einer Migräne mit ihren typischen Prodromalsymptomen wie
Appetitänderungen, Gähnen, Stimmungsschwankungen, Fatigue u. a. ist
davon auszugehen, dass bestimmte körperliche und sensorische Funktio-
nen bereits vor Beginn des eigentlichen Migränekopfschmerzes verändert
sind. Diese Hypothese wird durch zahlreiche neuere Studien gestützt: zum
einen konnten spezifische Änderungen sensorischer Schwellen sowie auch
der kortikalen Erregbarkeit unmittelbar vor Beginn eines Migränekopf-
schmerzes beobachtet werden, zum anderen haben jüngste Bildgebungs-
studien sowohl Aktivitätssteigerungen u. a. im Hypothalamus als auch Kon-
Der Schmerz · Suppl 2 · 2017 S13Abstracts/Kongresse
nektivitätsänderungen dieser Hirnregion und des dopaminergen Systems Ausbreitung chronischer Schmerzen diskutiert (Tesarz et al. 2015; Häuser
noch vor Kopfschmerzbeginn bei Migränepatienten gezeigt. Das vorgestell- et al. 2013; Leisner et al. 2014). Bisherige Studienergebnisse zeigen, dass
te Symposium soll, ausgehend von der klinischen Präsentation des Krnak- psychische Traumata im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für
heitsbildes Migräne über neue elektrophysiologische Daten bis hin zu den chronische Rückenschmerzen stehen (vgl. Tesarz et al. 2015); gleiches gilt
jüngsten Bildgebungsstudien, den aktuellen Kenntnisstand zu Änderungen für Fibromyalgie-Patienten hinsichtlich körperlichem und/oder sexuellem
physiologischer Funktionen im Vorfeld des Migränekopfschmerzes und Missbrauch (Häuser et al. 2013). Vorhandene traumatische Erlebnisse bzw.
insbesondere zur Attackengeneration bei Migräne beleuchten. eine PTBS können eine existente Schmerzerkrankung erheblich kompli-
zieren und beeinträchtigen (Morasco et al. 2013, Häuser et al. 2013), der
zugrunde liegende Mechanismus ist aber bis dato unklar.
In den bisherigen Untersuchungen, welche die Schmerzwahrnehmung
Transfer von der Grundlagenforschung in die Klinik experimentell bei traumatisierten Schmerzpatienten erheben, zeigten
sich zum einen zwar generalisierte Hyperalgesien und reduzierte Druck-
SY04 – Wie kann lokale Kälte Schmerz auslösen aber auch schmerzschwellen (z. B. Tesarz et al. 2015, Möller-Bertram et al. 2014),
reduzieren? zum anderen aber auch gegensätzliche Befunde (z. B. Defrin et al. 2008),
sodass die Datenlage insgesamt als divergent bezeichnet werden kann.
Martin Schmelz¹, Gunnar Wasner², Frank Birklein³ Vor diesem Hintergrund sollen in diesem diskussionsorientierten Sympo-
¹Klinik für Anästhesiologie Mannheim, Universität Heidelberg, Mannheim, sium zunächst kurz psychophysiologische Befunde von Personen mit un-
Deutschland, ²Neurologische Praxis, Kiel, Deutschland, ³Universitätsmedizin terschiedlichen Stresserfahrungen und traumatischen Erlebnissen in der
der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz, Deutschland Vorgeschichte präsentiert werden, um anhand dieser gemeinsam mit dem
Bei akuten entzündlichen Schmerzen führt lokale Kälte zu einer Schmerz- Auditorium sowohl mögliche Mechanismen als auch aktuelle Unklarhei-
reduktion während bei chronisch entzündlichen Schmerzen auch eine ten und Widersprüche zu diskutieren.
lokale Wärmebehandlung analgetisch sein kann. Im Gegensatz dazu Hierfür sollen im Vortrag von K. Thieme zunächst die akuten Effekte von
wird Kälte von Patienten mit neuropathischem Schmerz, aber auch bei Stress auf das somatosensorische Empfinden dargestellt werden. Individu-
schmerzlosen Neuropathien als unangenehm empfunden oder führt so- alspezifische Stressreaktivitätsmuster geben Hinweise auf äthiopathogene-
gar zur Kälteallodynie. Lokale Kälte unterbricht dagegen klassischerweise tische Zusammenhänge von Krankheit und Stress. Deren psychosozialen
Schmerzattacken bei Patienten mit Erythromelalgie, aber nicht bei paro- Charakteristika sind von diagnostischer Relevanz.
xysmaler extremer Schmerzerkrankung (PEPD), obwohl beide Erkran- Daran anknüpfend soll im Vortrag von K. Bernardy somatosensorische
kungen auf Mutationen des Natriumsubtyps NaV1.7 beruhen. Die Gabe Profile von traumatisierten und nicht-traumatisierten CRPS-Patienten re-
von Chemotherapeutika wiederum führt akut bei nahezu allen Patienten feriert werden.
zu einer Kälteüberempfindlichkeit und im Verlauf bei einem kleinen Teil Im weiteren soll im Vortrag von J. Tesarz untersucht werden, wie sich das
zu klassischem neuropathischen Schmerz evtl. mit Kälteallodynie. somatosensorische Empfinden durch die psychotherapeutischen Bear-
Insgesamt ergibt sich demnach ein sehr verwirrendes Bild mit teilweise beitung zurückliegender traumatischer Ereignisse und früher Misshand-
gegensätzlichen bzw. scheinbar widersprüchlichen Effekten. lungserlebnisse verändern lässt.
In diesem Symposium sollen die unterschiedlichen Mechanismen dargestellt Das Symposium schließt mit einer Diskussion über mögliche Implikatio-
werden, wie Temperaturänderungen die Erregbarkeit von Nervenfasern ver- nen für die Behandlung.
ändern. Dazu gehören einerseits die bekannten temperaturempfindlichen
TRP Kanäle. Allerdings existieren darüber hinaus noch wichtige rezep-
torunabhängige Temperatureffekte: so werden Natriumkanäle durch Kälte Arzneimitteltherapiesicherheit in der
zwar gehemmt, aber auch zur repetitiven Entladung („resurgent currents“)
angeregt. Kälteabhängig werden zudem Kaliumkanäle geschlossen, was zu Schmerzbehandlung
einer Erhöhung des Membranwiderstandes führt: dies ist beim Gesunden
kein Problem, aber Nervenzellen werden bei höherem Membranwiderstand SY06 – Arzneimittelinteraktionen und – Nebenwirkungen in der
durch geringere Ströme erregt, sodass bei Patienten mit neuronaler Überer- Schmerzmedizin
regbarkeit die Abkühlung Schmerzen ausgelösen kann. Schließlich führt Ab-
kühlung zu einer unspezifischen Depolarisierung von Nozizeptoren durch Ulrike Stamer¹, Holger Petri², Thomas Stammschulte³,
die Hemmung der Natrium/Kalium-Pumpe. Je nach Ausgangslage kann die- Andreas Sandner-Kiesling⁴
se Depolarisation sowohl analgetisch wirken oder aber Schmerz auslösen. ¹Universität Bern, Inselspital, Bern, Schweiz, ²Wemer-Wicker-Klinik, Bad
Insgesamt soll in diesem Symposium herausgearbeitet werden, welche di- Wildungen, Deutschland, ³Arzneimittelkommission der Deutschen
agnostischen und therapeutischen Schlussfolgerungen aus einer Kälte-ab- Ärzteschaft, Berlin, Deutschland, ⁴Klinische Abteilung für Allgemeine
hängiger Verschlechterung bzw. Analgesie gezogen werden können. Anästhesiologie, Notfall- und Intensivmedizin, Graz, Österreich
Medikamente sind in der Akutschmerztherapie und bei der Therapie
der meisten chronischen Schmerzsyndrome unverzichtbar. Die in der
Psychologische Verfahren Schmerzmedizin verwendeten Medikamente können jedoch auch zu
schwerwiegenden, in seltenen Fällen tödlichen, Nebenwirkungen, alleine
oder in Kombination mit anderen Medikamenten führen. Das Symposi-
SY05 – Verändern psychische Traumata die um will praxisnah Arzneimittelinteraktionen und – Nebenwirkungen, die
Schmerzwahrnehmung? Ein diskussionsorientiertes Symposium jeder Schmerztherapeut kennen sollte, darstellen. Es werden Maßnahmen
Jonas Tesarz¹, Kathrin Bernardy², Kati Thieme³ vorgestellt, mit denen Arzneimittelinteraktionen erfasst und vermieden
¹Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik, werden können.
Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg, Deutschland, Herr Petri wird die biochemischen Grundlagen und Fallbeispiele von
²Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH, schwerwiegenden Arzneimittelinteraktionen von Schmerzmitteln dar-
Bochum, Deutschland, ³Institut für Medizinische Psychologie der Philipps stellen.
Universität, Marburg, Deutschland Herr Stammschulte wird einen Überblick über Verdachtsmeldungen von
Nebenwirkungen durch Schmerzmittel in der Datenbank des deutschen
Traumatische Ereignisse und frühe Misshandlungserlebnisse werden in Spontanmeldesystems geben und Fallbeispiele von schwer verlaufenden
den letzten Jahren zunehmend als Risikofaktoren für die Entstehung und Reaktionen darstellen.
S14 Der Schmerz · Suppl 2 · 2017Herr Sandner-Kiesling wird Tools zur Erfassung von potentiellen Medi- Kopfschmerz
kamenteninteraktionen in der Akutschmerztherapie und deren Praktika-
bilität anhand von Fallbeispielen vorstellen.
SY08 – Liquordruck: Zu niedrig, zu hoch und Kopfschmerzen
Andreas Straube¹, Christoph Schankin², Jan Hoffmann³
¹Universität München Klinikum Großhadern, München, Deutschland,
Akutschmerz ²Inselspital, Universitätsspital Bern, Bern, Schweiz, ³Universitätsklinikum
Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Deutschland
SY07 – Aktualisierung der Akutschmerzleitlinie – was kommt, was
Abstrakt: Chronische tägliche Kopfschmerzen betreffen etwa 2–4 % der
bleibt, was geht?
Bevölkerung. Im Allgemeinen stehen die primären Kopfschmerzen da-
Esther Pogatzki-Zahn¹, Joachim Erlenwein², Regine Klinger³ bei im Vordergrund des klinischen Interesses, da sie die überwiegende
¹Universitätsklinikum Münster, Münster, Deutschland, ²Universitätsmedizin Anzahl der Erkrankungen darstellen. Umso wichtiger ist es, sekundäre
Göttingen, Göttingen, Deutschland, ³Universitätsklinikum Hamburg- Kopfschmerzen, die sich klinisch wie chronische tägliche Kopfschmerzen
Eppendorf (UKE), Hamburg, Deutschland präsentieren zu unterscheiden. Eine der häufigeren Differentialdiagnosen
dabei sind die Kopfschmerzerkrankungen, die im Zusammenhang mit
Ende 2017 wird das Abschließen und Erscheinen der aktualisierten S3
Veränderungen der Liquordynamik stehen wie die idiopathische intrakra-
Leitlinie „Behandlung akuter perioperativer und posttraumatischer
nielle Hypotension sowie die idiopathische intrakranielle Hypertension.
Schmerzen“ erwartet; die ursprüngliche erste Version dieser S3-Leitlinie
Beiden Erkrankungen ist gemeinsam, dass sie einen chronischen Verlauf
erschien 2007 und ist damit bereits inhaltlich an vielen Stellen deutlich
nehmen können und dann klinisch eher uncharakteristische Symptome
überholt. In diesem Symposium wollen wir auf drei klinisch wichtige Be-
zeigen. Eine verzögerte Diagnosestellung kann dabei zu irreversiblen
reiche im Rahmen der Akutschmerztherapie eingehen und diese anhand
neurologischen Defiziten führen. Andererseits kann sich gerade die Int-
der aktuellen Literatur so wie der aktualisierten Empfehlungen aus der
rakranielle Hypotension höchst dramatisch manifestieren und durch eine
Leitlinie diskutieren.
Überlagerung durch andere sekundäre Kopfschmerzsyndrome eine Dia-
Das erste Thema wird sich mit der Organisation der Akutschmerzthera-
gnosestellung erschwert werden.
pie auseinandersetzen. Die Akutschmerztherapie in Kliniken stellt heute
ein interprofessionelles und interdisziplinäres Tätigkeitsfeld mit verschie-
densten Therapiekonzepten dar. Aus verschiedensten Gründen ergibt sich
häufig zusätzlich eine schmerzmedizinische Mitbetreuung abteilungs- Varia
übergreifend im Rahmen von Konsil- und Liaisontätigkeit und neben der
reinen Patientenversorgung gewinnen auch informative und edukative As-
pekte einen zunehmenden Stellenwert. Dies erfordert engere Absprachen SY09 – Speed Update
und organisatorische und qualifikatorische Regelungen, die so bislang in Tim P. Jürgens¹, Markus Blankenburg², Shahnaz Christina Azad³,
Leitlinien wenig Raum gefunden haben. Durch die Akutschmerzleitlinie Claudia Sommer⁴, Kai-Uwe Kern⁵, Thomas Dresler⁶, Jan Hoffmann⁷
erhoffen sich viele, dass diese Aspekte dort aufgegriffen und wertvolle Hil- ¹Universitätsmedizin Rostock, Zentrum für Nervenheilkunde, Klinik und
festellungen für den organisatorischen Rahmen der Akutschmerzthera- Poliklinik für Neurologie, Rostock, Deutschland, ²Klinikum Stuttgart,
pie gegeben werden. Dies soll im ersten Vortrag dargestellt und disku- Stuttgart, Deutschland, ³Klinikum der Universität München, München,
tiert werden. Deutschland, ⁴Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg, Deutschland,
Im zweiten Vortrag wird Frau Klinger aufzeigen, welche Neuerungen auf ⁵Praxis für Allgemeinmedizin/ Anästhesiologie, Wiesbaden, Deutschland,
Basis der Evidence in das Update der Leitline innerhalb des Kapitel Pati- ⁶Universität Tübingen, Tübingen, Deutschland, ⁷Universitätsklinikum
enteninformation und -aufklärung aufgenommen wurden. Die Empfeh- Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Deutschland
lungen berücksichtigen noch stärker als zuvor, dass Kommunikation und
Interaktion mit Patienten bei der postoperativen Schmerztherapie Risi- Hier liegt kein Abstract vor
ken und Chancen beinhaltet: Negative Vermittlung von Informationen
zum postoperativen Schmerzgeschehen kann das Schmerzerleben ver-
schlimmern, positive Vermittlung mit den Patienten kann das postopera- Experimentelle Modelle und Pathophysiologie
tive Schmerzerleben erleichtern. In diesem Beitrag soll der Stellenwert der
Informationsvermittlung und die damit einhergehende Interaktion mit
dem Patienten beleuchtet werden und dargestellt werden, SY10 – Modelle der Placeboanalgesie und Nocebohyperalgesie
Der dritte Aspekt widmet sich der Pharmakotherapie. Eine Kombinati- – Der Einfluss des psychosozialen Kontextes auf die endogene
on verschiedener Analgetika wird immer häufiger für die postoperative Schmerzmodulation
Schmerztherapie propagiert; unklar ist dabei, welches Medikament über- Maike Müller¹, Anne-Kathrin Bräscher², Philipp Reicherts³, Nathalie Wrobel⁴
haupt, welches für welche Indikation und für welchen Patienten das rich-
¹Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Würzburg,
tige ist. Metaanalysen zeigen zunehmend den zusätzlichen Effekt ver-
Würzburg, Deutschland, ²Johannes Gutenberg Universität Mainz, Mainz,
schiedener, bisher für die Akutschmerztherapie weniger gebräuchliche
Deutschland, ³Universität Würzburg, Würzburg, Deutschland, ⁴Department
Substanzen in der Therapie auch akuter postoperativer Schmerzen auf.
of Clinical Neuroscience, Karolinska Institutet, Stockholm, Stockholm,
Rechtfertigen diese (klinisch z. T. nur marginal klinisch relevanten) Effek-
Schweden
te aber einen Einsatz, vor allem im Sinne einer generellen Empfehlung.
Nebenwirkungen und Wechselwirkungen im breiten Einsatz sind dabei Die Effektivität von analgetischen Behandlungen im klinischen Alltag wird
z. T. unklar. Auf diese Fragen soll im dritten Teil des Symposiums einge- wesentlich beeinflusst durch psychosoziale Kontextfaktoren wie die Er-
gangen werden. wartung des Patienten an die Behandlung. Um die Wirksamkeit von An-
algetika gezielt zu steigern und unerwünschte Effekte zu reduzieren, ist
eine umfassende Kenntnis der einflussnehmenden psychosozialen Kon-
textfaktoren unabdingbar. Placebo- und Nocebo-Paradigmen gelten als
sehr gute experimentelle Modelle, um den Einfluss des psychosozialen
Kontextes auf Schmerzwahrnehmung und endogene Schmerzmodulation
zu untersuchen. Kontext-bezogene negative Erwartungen und Lernerfah-
Der Schmerz · Suppl 2 · 2017 S15Sie können auch lesen