DEZEMBER 2019 BIS FEBRUAR 2020 - DIGITALISIERUNG MIT DER EC-KARTE OPFERN - Evangelische ...
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DEZEMBER 2019 BIS FEBRUAR 2020 DIGITALISIERUNG KIRCHENGEMEINDERAT KOOPERATION MIT DER EC-KARTE OPFERN RÜCKBLICK JUNGBLÄSERAUSBILDUNG Seite 6 Seite 7 Seite 17
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Pfarramt Hohenhaslach:
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Pfarrer Wanner ist telefonisch auch
außerhalb der Bürozeiten erreichbar.
Kirchenpflegerin Carola Schmid Telefon: 07147-12982
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2. Vorsitzender des Kirchengemeinderats
Reinhard Baumgärtner Telefon: 07147-6298
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Evang. Gemeindehaus
Schießmauerstraße 6
Hausmeisterin Suse Kizler Telefon: 07147- 6610
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1. Vorstand:
Dr. Matthias Ulmer Telefon: 07147-900099
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2. Vorstand Telefon: 07147-12982
Hellmut Schmid hellmut@cvjm-hohenhaslach.de
Vermietung Jugendhaus Telefon: 07147-12982
Carola Schmid carolaschmid@gmx.net
Impressum:
Redaktionsschluss für Ausgabe 1/2020: 2. Februar 2020
Der Gemeindebrief erscheint viermal im Jahr und wird kostenlos an alle evang. Haushalte
verteilt. Verantwortlich im Sinne des Presserechts (ViSdP) ist Pfarrer Michael Wanner.
Redaktionsteam:Pfarrer Michael Wanner, Andrea Kenk, Antonia Kämmerer,
Michaela Glemser, Julia Essich-Föll, Esther C. Baumgärtner (Layout)
Bildernachweis: Privat; Seite 4: Weitblickweg e. V.; Seite 5: Evang. Medienhaus;
Seite 12, 20, 23: pixabay; Seite 6,9,14: pixelio; Seite 18: ICEJ; Seite 21: Adelshofen
Druck: www.wir-machen-druck.de, Auflage: 1.000 Stück
Kontoverbindung
Evang. Kirchengemeinde Hohenhaslach
VR-Bank Neckar-Enz eG
IBAN DE66 6049 1430 0075 3880 06
2EDITORIAL
Liebe Gemeindeglieder,
d
as Himmelstor beim Weitblickweg wurde in kurzer wird in der Bibel in Bilder gefasst. Sie gleicht einem herr-
Zeit zu einem beliebten Fotomotiv: Vorne das Tor lichen Bauwerk, das vollendet wurde und in dem Gott
mit dem Kreuz, dahinter die herrliche Landschaft wohnt. Sie gleicht einer herrlichen Stadt, in der es viele
mit Weinbergen, bewaldeten Hügeln und dem wei- Wohnungen gibt. Sie gleicht einem herrlichen Garten,
ten Blick ins Land. in dem alle leben. Sie gleicht einem Körper mit seinen
unterschiedlichen Gliedern und Organen, bei dem Jesus
Der Weg auf der „Himmelstreppe“ hinauf zum Christus der Kopf ist. Sie gleicht einer Ehe zwischen Jesus
Himmelstor ist oft mühsam. Ab und zu halten wir Christus, dem Bräutigam und seiner Braut, den Men-
beim Aufstieg an und werden durch schöne Blicke schen, die mit ihm verbunden sind. Sie gleicht einer gro-
in die Weinberge oder in die Weite belohnt. So ist es auch ßen Familie, in der Gott der Vater aller ist.
in unserem Leben. Auch unser Lebensweg ist oft müh-
sam, nicht immer leicht, manchmal sogar schwer und Diese Hoffnung auf den Himmel gibt uns Kraft und
unverständlich. Natürlich gibt es auch schöne Momente. Mut, vor allem in den dunklen Tagen des Novembers,
Wir halten inne und freuen uns des Lebens. Oben ange- wenn wir etwa am Totensonntag traurig an den Gräbern
kommen, können wir erleichtert zurückblicken auf den stehen und so der Totensonntag zum Ewigkeitssonntag
zurückgelegten Weg. Wir sehen den ganzen Weg vor uns. wird.
Wir wissen es jetzt, alles hat sich gelohnt. Wir verstehen,
dass das der Weg war, um ans Ziel zu kommen. So ähnlich Die wichtigste Frage wäre jetzt: „Darf ich einmal durch
wird es einmal sein, wenn Menschen, die im Vertrauen das Himmelstor in den Himmel eintreten? Wie kann
auf Jesus Christus ihren Weg gingen, einmal alles von der ich in den Himmel kommen?“ Es wird nicht ohne Jesus
höheren Warte aus betrachten können. Vieles wird dann Christus gehen, der sagt: „Ich bin die Tür zum Himmel.“
verständlich, was bisher unverständlich blieb. Sie erken- „Ich habe den Schlüssel zum Himmel.“ „Ich bin der Weg
nen: Alles musste so sein. Alles hatte seinen Sinn. Es war dorthin.“ „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er
genau der richtige Weg, der hierher ans Ziel führte. Und seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn
dann der Ausblick von da oben aus: Der völlige Über- glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben
blick! Der herrliche Ausblick! Welch großartige Aussich- haben“ (Johannes 3,16). „Wer’s glaubt, wird selig.“
ten!
Martin Luther hat seinen Glauben, der ihn in den Him-
Wenn in der Bibel der Himmel beschrieben wird, dann mel bringt, einmal so beschrieben: „Mir ist es bisher
wird zuerst einmal gesagt, was es dort nicht mehr geben wegen angeborener Bosheit und Schwachheit unmöglich
wird. Dann wird alles, was hier großartig ist, ins uner- gewesen, den Forderungen Gottes zu genügen. Wenn ich
messliche gesteigert. Es ist schöner, reicher und lebendi- nicht glauben darf, dass Gott mir um Christi willen dies
ger als hier. Schließlich wird der Himmel in der Heiligen täglich beweinte Zurückbleiben vergebe, so ist‘s aus mit
Schrift als ein Leben mit tiefen Beziehungen und in voll- mir. Ich muss verzweifeln. Aber das lass ich bleiben. Wie
endeter Harmonie beschrieben. Dort im Himmel gibt es Judas an den Baum mich hängen, das tu ich nicht. Ich
keinen Tod mehr, kein Leid mehr. Es wird kein Geschrei, hänge mich an den Hals oder Fuß Christi wie die Sünde-
keine Krankheit und keine Schmerzen mehr geben. Das rin. Ob ich auch noch schlechter bin als diese, ich halte
was war, wird der Vergangenheit angehören. Alles wird meinen Herrn fest. Dann spricht er zum Vater: Dieses
neu werden (Offenbarung 21,4). Alles, was hier großartig Anhängsel muss auch durch. Es hat zwar nichts gehalten
ist, wird dort im Himmel noch viel großartiger sein. Alles und alle deine Gebote übertreten. Vater, aber er hängt
Schöne wird noch schöner sein. Die Tore sind wie über- sich an mich. Was will‘s! Ich starb für ihn. Lass ihn durch-
dimensionale Perlen, die Mauern sind aus Edelsteinen schlupfen. Das soll mein Glaube sein.“
gebaut und die Straßen sind mit Gold belegt. Alles, was
hier reichlich vorhanden ist, wird dort noch viel mehr
im Überfluss vorhanden sein. Flüsse fließen, Bäche plät- Mit herzlichen Grüßen,
schern und die Bäume bringen zwölfmal im Jahr Früchte. Ihr Gemeindepfarrer
Alles, was hier voller Leben ist, wird dort noch viel leben-
diger sein. Alles, was hier lebendig ist, wird dort noch
lebendiger sein. Das Leben in der Herrlichkeit Gottes
hat Festcharakter. Es gleicht einem Fest ohne Ende. Das
Leben im Himmel ist geprägt von vollendeter Harmonie
in Gemeinschaft mit Jesus Christus und allen, die zu ihm
gehören, mit seinem Volk Israel und mit seiner Gemeinde
aus den Völkern der Erde. Diese vollendete Harmonie
3GEMEINDE: KULTUR
weiter blicken,
besser leben.
Der Weitblickweg mit seinen sechs Stationen und den jeweiligen
begehbaren Kunstwerken werden in dieser und den nächsten
Ausgaben des Gemeindebriefs vorgestellt.
Station 5: Blickwechsel
B
eim Aussichtspunkt „Luginsland“ wurden verschafft einen wohltuenden Weitblick. Oft
drei Tische mit gegenüberliegenden Bänken betrachten wir eine Situation in unserem Le-
aufgestellt. Auf den Tischen befinden sich ben immer vom gleichen Standpunkt aus. Diese
Sanduhren. Die Besucher dieser Station wer- Station lädt Sie ein zu überlegen, ob für Sie ein
den eingeladen, Platz zu nehmen, die Sand- Blickwechsel in der einen oder anderen Ange-
uhr zu drehen und dann ganz bewusst in die legenheit zu einem erfüllteren Leben beitragen
eine oder andere Richtung zu sehen. Im einen kann. Wenn man einen Konflikt hat, ist es gut,
Fall geht der Blick in den Wald im anderen Fall
in die Weite mit dem Weitblick auf das
Land über Dörfer, Städte, Täler und
Höhen vom Scharzwald bis fast zur
Schwäbischen Alb. Nach einer vorher
abgestimmten Zeit kommt es zum Sei-
tenwechsel. Die Besucher setzen sich
auf die gegenüberliegende Bank und
nehmen nun die andere Perspektive
wahr. Danach kann ein Gespräch über
die unterschiedlichen Perspektiven
stattfinden.
Der Blickwechsel bewirkt eine große
Veränderung. Der Blick in den Wald
ist eher eng, kann aber auch Geborgen-
heit vermitteln. Der Blick in die Weite
4GEMEINDE: KULTUR
wenn man sich in den anderen versetzt und überlegt, was In der Bibel wird ein Blickwechsel, der im Leben zu ei-
er denkt und warum etwas jetzt nicht gut läuft. Ist es viel- nem neuen und weiten Horizont führt, im Blick auf Gott
leicht hilfreich, sich einmal bewusst auf die Seite des ande- mit den Worten beschrieben: „Meine Augen blicken im-
ren zu begeben, versuchen, alles aus seinem Blickwinkel mer zum HERRN; er wird meine Füße aus dem Fang-
zu betrachten, um ihn besser zu verstehen und dann viel- netz ziehen.“ „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“
leicht mit dieser Erkenntnis den eigenen Standpunkt zu (Psalm 25,15; Psalm 31,9). Oft ist unser Blickfeld be-
überdenken oder den eigenen Horizont zu überdenken. grenzt. Wir glauben nur das, was wir sehen und rechnen
Das könnte etwa bei Meinungsverschiedenheiten oder so- allein mit unseren eigenen Möglichkeiten. Manchmal ver-
gar in einem Ehekonflikt weiterhelfen. stricken wir uns in das Netz unserer eigenen Gedanken,
hängen fest und kommen nicht mehr voran. Wir sehen
Noch ein anderer Gedanke, der bei dieser Station kom- den Wald vor lauter Bäume nicht mehr.
men kann: Wenn eine Gruppe zum Vesper dort oben an-
kommt, gehen Verteilungskämpfe los. Wer sitzt so, dass Deshalb ist es so wichtig, einmal die Perspektive zu
er den Weitblick hat? Deshalb die Sanduhr. Wenn sie ab- wechseln. Schauen Sie weg von sich selbst, von ihrem
gelaufen ist, kann man einen Blickwechsel vornehmen. eigenen Leben mit allem, was sie einengt und begrenzt
Viele Menschen haben tief in sich einen Sinn für Gerech- und schauen Sie hin auf Gott und den weiten Raum sei-
tigkeit. An diesen Tischen können wir mit den Sanduh- ner grenzenlosen Möglichkeiten. Wenn Sie versuchen, die
ren für eine gewisse Zeit eine überprüfbare Gerechtigkeit Welt und die Mitmenschen mit Gottes Augen zu sehen,
herstellen. Vielleicht lässt sich das auch im alltäglichen wird sich ihr Blickwinkel ändern. Sie bekommen ein
Leben machen. weites Herz und einen weiten Horizont.
Michael Wanner
5GEMEINDE: KIRCHE
Bitte geben Sie Ihre PIN ein!
Kollekte kann jetzt auch digital bezahlt werden
A
uch an den Kirchen geht die Digitalisierung Beispielsweise als vor einiger Zeit im Gottes-
nicht spurlos vorbei. Seit kurzem läuft in dienst bekannt gegeben wurde, dass die Mis-
der Hohenhaslacher Kirche ein Testlauf, sionsstation von Hanna Weiberle in Kamerun
bei dem die Kollekte auch per EC-Karte von der islamischen Terrorgruppe Boko Haram
bezahlt werden kann. Das ist in der Region angegriffen worden war. Spontan wurde im
ein einzigartiges Projekt. Münzen und Gottesdienst zu einer Spende aufgerufen.
Scheine können die Kirchgänger aber immer Doch diese sollte nicht im Opferstock landen,
noch in den Opferstock werfen. sondern überwiesen werden. „Da hätten viele
gerne spontan gespendet, einfach aus dem Im-
Seit wenigen Wochen steht das EC-Karten-Ge- puls heraus, schnell zu helfen“, so Alexander
rät im Foyer der Kirche. Noch ist die Akzep- Wohak. Doch dieser Effekt sei rasch verpufft.
tanz bei den Gottesdienstbesuchern zurück- „Hätten wir schon damals die digitale Kollekte
haltend. An die neue Technik müssen sich die gehabt, hätten einige mehr Gemeindemitglieder
Hohenhaslacher erst noch gewöhnen. „Wir gespendet.“
reagieren damit auf den Wunsch vieler Gemein-
demitglieder, eine Spendenbescheinigung über Auch für die Kirchengemeinde wäre eine kom-
das Gottesdienstopfer zu bekommen“, sagt Ale- plette Umstellung auf die digitale Kollekte von
xander Wohak vom Kirchengemeinderat. Denn Vorteil. Dann könne vor allem einiges an Zeit
wer sein Bargeld in den Opferstock wirft, der eingespart werden. Schließlich will das Geld aus
tut das anonym. Eine Quittung fürs Finanzamt dem Klingelbeutel (der übrigens im Jahr 1528
bekommt er nicht. Beim Bezahlen per EC-Karte zum ersten Mal in einer Kirchenordnung Er-
kann die Buchung auf dem Kontoauszug beim wähnung findet) gezählt und zur Bank getragen
Finanzamt geltend gemacht werden. Dahinter werden. Dort wiederum muss jemand das Geld
steckt natürlich auch die Hoffnung, das Spen- in Empfang nehmen und erneut zählen.
denaufkommen langfristig zu erhöhen.
Doch eine komplette Umstellung auf die digi-
Die VR-Bank Neckar-Enz hat das EC-Karten- tale Kollekte wird es in Hohenhaslach sicher
Gerät für die Testphase zunächst einmal kosten- nicht so schnell geben. „Nach wie vor kann
los zur Verfügung gestellt. Auch für die Bank man sein Geld in den Opferstock werfen“, be-
ist das ein bislang völlig neues Feld. „Wir wissen tont Alexander Wohak. Denn manch einem sei
von keiner anderen Kirchengemeinde hier in das Anonyme auch ganz angenehm. Nicht jeder
der Region, die das macht“, sagt Jochen Kehle wolle, dass seine Sonntagsspende auf einem
von der VR-Bank. Dennoch ist das kein völlig Kontoauszug nachvollziehbar ist.
neues Angebot. Die Idee, eine digitale Kollekte
einzuführen, hat der ehemalige Hohenhaslacher Nicht zuletzt ist es möglicherweise auch eine
CVJM-Vorstand Markus Scheerle mitgebracht. Generationsfrage. In einer Zeit, in der immer
Er war beruflich in England tätig, wo ein digi- öfter per Karte oder Smartphone bezahlt und
taler Klingelbeutel durch die Kirchenbänke ge- über die Abschaffung des Bargelds diskutiert
reicht wird. Auch Kirchengemeinden in Berlin wird, mag das Bezahlen mit Münzen und Schei-
und Duisburg bieten ihren Gottesdienstbe- nen bald ein Anachronismus sein.
suchern diese Bezahlmöglichkeit an.
Kollekten sind im übrigen keine christliche Er-
„Diese Technik ermöglicht es, findung. Bereits im neunten Jahrhundert vor
auch schnell auf Sonderak- Christus waren die Besucher des salomonischen
tionen zu reagieren“, Tempels in Jerusalem angehalten, Geld in einen
sagt Alexander Kasten zu werfen, heißt es im Zweiten Buch der
Wohak. Könige. Im Jahr 1873 hatte der Prager Stadtrat
die Kollekte untersagt, weil das Geklimper als
eine Störung der Andacht empfunden wurde.
Das kann man von einer digitalen Kollekte nun
wirklich nicht mehr behaupten.
Julia Essich-Föll
6GEMEINDE: KIRCHENGEMEINDERAT
WIR HABEN IMMER
GUTE LÖSUNGEN GEFUNDEN
Sechs Jahre Kirchengemeinderat – Ein Rückblick
E
ine arbeitsintensive Ein großes Thema in dieser Legislaturperiode
und zugleich span- war freilich der Bau des Foyers. „Da gab es
nende Legislaturpe- zwar Vorüberlegungen, aber die konkrete Bau-
riode liegt hinter den planung und -abwicklung waren noch offen.“
Kirchengemeinderäten. Diesen schwierigen Prozess habe der Kirchen-
Sechs Jahre waren sie gemeinderat getragen. Viel Zeit mussten die
im Amt. Sechs Jahre, in Kirchengemeinderäte dafür aufbringen, doch
denen es zahlreiche Ent- am Ende hat sich die Arbeit gelohnt. Das neue
scheidungen zu treffen Foyer wird bereits fleißig genutzt.
und Veränderungspro-
zesse zu begleiten gab. Reinhard Baumgärtner Andere Dinge sind zwar nicht so spektakulär
zieht, stellvertretend für den gesamten Kirchen- wie das neue Foyer, dennoch aber für die Ge-
gemeinderat, Bilanz. meinde wichtig. So wurde beispielsweise die
Männerarbeit in der Gemeinde ausgebaut.
„Eine große Herausforderung war sicherlich die Gab es bis vor einiger Zeit ein einziges Männer-
Entscheidung um die Einsparung von Pfarr- vesper im Jahr, finden nun viermal pro Jahr un-
stellen im Kirchenbezirk“, sagt er. Am Ende terschiedliche Veranstaltungen statt.
habe man für Hohenhaslach eine gute Lösung
gefunden: Die Pfarrstelle bleibt zu 100 Prozent 60 reguläre Sitzungen liegen hinter den Kir-
in Hohenhaslach, doch 25 Prozent der Stelle chengemeinderäten. Hinzu kommen Ausschuss-
wird nach Großsachsenheim abgegeben. sitzungen wie beispielsweise für den Pfarrplan
oder den Bauausschuss. „Wir treffen uns immer
Auch die Kindergartenträgerschaft hat den im Sitzungszimmer im Pfarrhaus“, sagt Rein-
Kirchengemeinderat beschäftigt. „Viele Kirchen- hard Baumgärtner. Da habe jeder seinen ange- Klausur 2015
gemeinden haben diese an den Bezirk abgege- stammten Platz, „und von Eva Wanner werden in Schwäbisch Gmünd
ben“, so Reinhard Baumgärtner. Doch in Ho- wir immer ganz toll
henhaslach habe man sich entschieden, diese bewirtet.“ Wein
weiter in der Verantwortung der eigenen Ge- gibt es auch. „Aber
meinde zu behalten. „Insbesondere wenn es ums erst ab 21 Uhr, das
Personal geht, wollen wir weiterhin selbst ent- ist inzwischen ein
scheiden.“ Mit Marianne Hanna als Leiterin des Ritual geworden.“
Kindergartens haben man eine „sehr gute Situa- Sie seien ein gutes
tion“. Das sei überhaupt eine sehr schöne Sache, Gremium gewesen,
dass derzeit Missionare, die die Gemeinde vor resümiert Rein-
vielen Jahren ausgesandt hat, zurückkommen, hard Baumgärtner.
und hier vor Ort die Gemeinde stärken. Nicht „Es war eine gute
nur Marianne Hanna im Kindergarten, auch Teamarbeit, bei der
Martina und Peter Morris, die „gute Arbeit mit wir uns gegenseitig
den Flüchtlingen“ leisten. unterstützt haben.“
Fraktionsbildung
Die Kirchenbezirksfusion mit Ditzingen hat habe es keine gege-
der Kirchengemeinderat in der Synode begleitet. ben, niemand habe
„Der Pfarrplan wirkt sich zwar nicht so direkt gegen den anderen
auf uns hier in Hohenhaslach aus, aber bei der geschafft. „In der
Jugendarbeit und der Diakonie wird es künftig Regel haben wir
größere Einheiten geben“, erläutert Reinhard immer gute Lösun-
Baumgärtner. gen gefunden.“
Julia Essich-Föll
Der Kirchengemeinderat bei seiner Einsetzung am 19.1.2014
hinten: Franziska Hasenauer, Alexander Wohak, Reinhard Baumgärtner,
Carola Schmid (Kirchenpflegerin), Rolf Schmid
vorne: Esther C. Baumgärtner, Benedikt Peichel, Markus Scheerle 7GEMEINDE: LEITBILD
„GEMEINSCHAFT LEBEN“
In dieser Serie des Gemeindebriefs werden die drei Aspekte aus unserem Gemeindeleitbild
entfaltet. Sie finden die drei Hauptsätze „Gott loben“, „Menschen lieben“ und
„Gemeinschaft leben“ übrigens neuerdings am Eingang unseres Gemeindehauses.
D
er dritte Satz unseres Leitbildes heißt: ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem so.
„Gemeinschaft leben“. Wir gleichen als Da trafen sich Juden und Nichtjuden. Herren
Christen einer Solaranlage, die nach der und Sklaven. Griechisch sprechend und hebrä-
Sonne ausgerichtet ist, dabei Licht und isch sprechend. Frauen und Männer, Alte und
Wärme aufnimmt, in Energie umsetzt und Junge, Zeloten und Zöllner, Widerstandskämp-
weitergibt. Eine Solaranlage kann aber nur fer und Kollaborateure, Gelehrte und Fischer,
Licht und Wärme weitergeben, wenn die Fromme und Huren, Soldaten und Pazifisten,
einzelnen Solarzellen miteinander eng ver- Weiße und Schwarze.
netzt sind und gemeinsam Licht und Wärme auf-
nehmen und in Energie umsetzen und weiterge- Jeder ist in der Gemeinde willkommen. Keiner
ben. soll ausgegrenzt werden. Das muss auch gezeigt
werden und als Willkommenskultur gelebt
1. Gemeinschaft leben bedeutet: werden. Es soll zum Stil gehören, dass wir auf-
Wir sind eine Gemeinschaft von unterschied- einander zugehen und uns an der Vielfalt der
lichen Menschen mit Jesus Christus im Mittel- Gemeinde freuen. In unseren Gottesdiensten
punkt. sind wir in dieser Vielfalt zusammen.
Unsere Gemeinde ist vielfältig. Wir sind offen Wir nehmen einander an, wie Christus uns
für alle Menschen. Jeder ist bei uns willkommen. angenommen hat (Römer 15,7). Was uns ver-
Menschen aus unterschiedlichen Generationen, bindet, ist der gemeinsame Glaube an Christus
mit verschiedener Herkunft oder Prägung bilden (Epheser 4,6f).
eine Gemeinschaft. Die Vielfalt der Gemeinde Was uns in dieser vielfältigen Gemeinschaft
betrachten wir als Bereicherung. der Gemeinde verbindet, ist allein der gemein-
Vor ein paar Jahren habe ich versucht, Ordnung same Glaube an Christus. Würde ich jetzt in
in unseren Schuppen zu bekommen. Ich kaufte unseren Schuppen gehen und anstatt weiterhin
mir ein Schränkchen mit vielen kleinen Schub- alles in passende Schubladen einzuordnen, den
laden und ordnete alle Schrauben mit Zube- Inhalt der einzelnen Schubladen mit den Schrau-
hör nach Holzschrauben und Gewindeschrau- ben, Muttern und Unterlagscheiben auf einen
ben, Schrauben mit Kreuzschlitz und Normal- Tisch leeren, entstünde ein großes Durcheinan-
schlitz. Ich ordnete die Schrauben nach Länge der. Wenn ich dann aber einen Magnet nehme
und Durchmesser. Ich ordnete auch die Mut- und ihn in das Schraubenwirrwar halte, würden
tern und die Unterlagscheiben nach verschiede- alle Schrauben und Teile sich aufeinander zube-
nen Größen. So ähnlich wie in unserem Schup- wegen und am Magnet haften. So ist es in der
pen ist es auch mit der menschlichen Gemein- Gemeinde. Der Magnet Jesus Christus ist es, der
schaft. Wir orientieren uns normalerweise an der uns zusammenbringt und zusammenhält.
Zusammengehörigkeit. Menschen mit gemein-
samen Interessen treffen sich. Wir Schwaben Viele Bilder werden in der Bibel für diesen
fühlen uns zusammengehörig. Verwandte fühlen Zusammenhalt gebraucht. Es ist das gleiche Fun-
sich verbunden. Menschen mit der gleichen poli- dament, auf das wir unser Leben stellen: Chris-
tischen Einstellung zieht es zueinander. Leute tus. Die Gemeinde ist das Haus. Christus ist
gleichen Alters treffen sich oder einfach diejeni- das Fundament. Es ist der gleiche Kopf, der uns
gen, die sich sympathisch finden. bestimmt: Christus. Die Gemeinde ist der Leib.
Christus ist das Haupt. Es ist die gleiche Liebe,
Doch in der christlichen Gemeinde ist das ganz die uns erfüllt, die starke Liebe zu Christus. Die
anders. Die christliche Gemeinde ist vielfältig. Gemeinde ist die Braut, Christus ist der Bräuti-
Die unterschiedlichsten Menschen finden hier gam. Es ist der gleiche Führer, der vorangeht. Die
zu einer Gemeinschaft zusammen. Es sind Leute, Gemeinde ist die Herde, Christus ist der Hirte.
die unterschiedlicher nicht sein könnten und die Es ist der gleiche Vater, zu dem wir gehören. Wir
nichts miteinander verbindet als ihr gemeinsa- sind seine Kinder und seine Familie. Auf dieser
mer Glaube an Christus. Das war schon in der Basis nehmen wir einander an. Wir lassen den
8GEMEINDE: LEITBILD
anderen stehen. Wir machen Abstriche. Wir zu Hause, dort haben wir unsere sozialen Kon-
halten die Unterschiede aus. Wir lassen uns man- takte und dort bilden wir eine Gemeinde.
ches gefallen. Wir ertragen vieles. Paulus sagt
daher: „In aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Auch Christus ist in der Gemeinde zuhause.
Ertragt einer den andern in Liebe“ (Epheser 4,2). Die Gemeinde ist sein Tempel und er wohnt in
diesem seinem Tempel. Schon David weiß, dass
2. Gemeinschaft leben bedeutet: Gott in seiner Gemeinde wohnt. Deshalb ist er
Wir suchen die Gemeinschaft miteinander und so gerne dort, wo die Gemeinde sich versammelt.
teilen unsere Gaben in Gemeinde und Alltag. Er sagt: „Herr, ich habe lieb die Stätte deines
Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt“
Weil Christus uns miteinander verbindet und in (Psalm 26,8). Wo Christus zu Hause ist, möchte
der Gemeinde zu Hause ist, wollen auch wir in der ich auch zu Hause sein. Dort ist meine geistliche
Gemeinde leben und anderen ein Zuhause geben. Heimat. Die Gemeinde ist mein Nest, so sehen
Gemeinde definiert sich nicht durch Gefühle, es die Sprecher des 84. Psalms: „Der Vogel hat
Sympathie oder Antipathie, sondern durch ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest
Christus, der uns miteinander verbunden hat für ihre Jungen – deine Altäre, HERR Zebaoth,
und zusammengestellt hat. Das einzige, das uns mein König und mein Gott“ (Psalm 84,4).
miteinander verbindet, ist er. Die Gemeinde ist
deshalb auch ein Glaubensartikel. Wir beken- Wir pflegen Gemeinschaft, begleiten und unter-
nen. „Ich glaube an die heilige christliche Kirche, stützen einander in allen Höhen und Tiefen des
Gemeinschaft der Heiligen.“ Wenn wir an Lebens.
Christus glauben, sind wir Gottes Kinder. Wir Gemeinschaft ist eine Lebensaufgabe. Sie muss
sind Gottes Familie. Freunde kann man sich aus- gesucht und gepflegt werden. Im gemeinsamen
suchen, Familie nicht. Wer Gottes Kind gewor- Leben nehmen wir Verantwortung füreinan-
den ist, ist mein Bruder und meine Schwester. der wahr. Wir unterstützen einander, freuen
Gemeinde ist Ortsgemeinde. Im Neuen Testa- uns miteinander und weinen miteinander. Wir
ment sind die Gemeinden immer Ortsgemein- sind eine Familie. Zu meiner Familie gehöre ich.
den. Paulus schreibt an die Gemeinde in Ephe- Meine Familie will ich treffen. Sie sind meine
sus, in Philippi oder in Rom. Da wo wir leben Nächsten. Für sie bin ich mitverantwortlich.
und zu Hause sind, da sind wir auch als Christen Von der ersten Gemeinde in Jerusalem hören
9GEMEINDE: LEITBILD
wir: „Sie waren täglich einmütig beieinander im Sünder. Da kommen nicht lauter Leute zusam-
Tempel und brachen das Brot hier und dort in men, die selbstgerecht sind, die sich nichts
den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude zuschulden kommen lassen und keine Fehler
und lauterem Herzen“ (Apostelgeschichte 2,46). machen. Gemeinde ist ein Haufen von Sündern,
Vor allem die gemeinsamen Mahlzeiten waren die Gnade und Vergebung brauchen.
für sie Orte der Gemeinschaft. Jeder sorgte wie
selbstverständlich für den anderen: „Es war auch Ein treffendes Bild von Gemeinde malt der Evan-
keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wer gelist Lukas einmal. Der Oberzöllner Zachäus
von ihnen Land oder Häuser hatte, verkaufte sie feiert ein Fest. Er freut sich, dass Jesus nicht an
und brachte das Geld für das Verkaufte“ (Apos- ihm vorübergeht oder vor ihm davonläuft, son-
telgeschichte 4,34). dern zu ihm kommen will. Zachäus feiert ein
Fest und lädt zu sich ein. Da sitzen sie jetzt mit-
Bei einer Paralympics Olympiade in den USA einander am Tisch. Alle die Oberzöllner und
vor einigen Jahren bewegte die Zuschauer vor Unterzöllner und noch viele andere problema-
allem der 400 m Endlauf der Männer. Acht tische Typen. Jeder hat seine Geschichte. Jeder
Läufer laufen los. Sie laufen nicht elegant, denn bringt seine belastete Vergangenheit mit. Jesus
jeder läuft mit einem Handicap. Das sieht nicht so nennt sie später „Kranke, die einen Arzt brau-
schön aus und mancher wendet sich erschrocken chen“ (Lukas 5,31). Christliche Gemeinde wird
ab. Doch dann schauen wieder alle hin, als kurz diese Ansammlung von Leuten im Haus von
vor dem Ziel der führende Läufer stürzt. Der Zachäus nicht dadurch, dass sie so fromm sind
zweite rennt nicht vorbei, um sich den Sieg zu und jeder ihnen das auch ansehen kann. Christ-
sichern. Er läuft zu dem Gestürzten, richtet ihn liche Gemeinde wird diese Versammlung allein
mühsam auf, greift unter seine Arme, schleppt durch Christus. Das ist sie dadurch, dass Jesus
ihn mit sich, und zu zweit humpeln sie weiter. sich mit ihnen an einen Tisch setzt und dass sie
Da kommen die anderen auch schon heran, aber zusammen mit Jesus am Tisch sitzen. Aber wenn
auch sie laufen nun nicht an den anderen vorbei, Jesus da ist, dann bleibt nicht alles so, wie es ist.
sondern auf sie zu. Alle greifen sich unter die Vieles verändert sich dann auf einmal von selbst.
Arme. Den Gestürzten haben sie in der Mitte, Zachäus ergreift die Initiative. Er freut sich über
und so laufen und schleppen sie sich gemeinsam die Vergebung und ordnet sein Leben neu. Er
ins Ziel. Unsere Gemeinden sind ähnlich. Vieles geht auf Jesus zu und verspricht ihm: „Herr, die
läuft nicht so elegant und schneidig, mehr gebro- Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen,
chen und behindert, oft erbärmlich anzuschauen und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe
und eher kümmerlich. Aber der Glanz und die ich es vierfach zurück“ (Lukas 19,8). Das färbt
Schönheit unserer Gemeinden liegt gar nicht in ab, wenn Jesus da ist. Es entsteht ein Verände-
unserem Können, unserer Eleganz und Kompe- rungs- und Wachstumsprozess in der Gemein-
tenz, unserer Superform und bestechenden Cle- schaft, die Jesus unter sich hat, zu dem Paulus
verness, sondern darin, dass wir Gestürzte aufhe- mit den Worten ermutigt: „Lasst uns aber wahr-
ben und Behinderte annehmen, dass wir Schwa- haftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stü-
che tragen und einander helfen und lieben. In der cken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus“
Gemeinde Jesu kommt es nicht darauf an, dass (Epheser 4,16).
einer der Beste und der strahlende Sieger ist, son-
dern dass alle, auch die Schwachen und Kleinen, Die christliche Gemeinde ist Gemeinschaft der
gemeinsam das Ziel erreichen. Der eigentliche Versöhnten. Gemeinde ist nicht nur eine Sünder-
Glanz der Gemeinde ist ihre Liebe. gemeinschaft, sondern auch eine Vergebungsge-
meinschaft. „Auf der Basis der Vergebung durch
3. Gemeinschaft leben bedeutet: Jesus Christus können wir aufeinander zugehen
Auf der Basis der Vergebung durch Jesus Chris- und miteinander offen und ehrlich umgehen.
tus können wir aufeinander zugehen und mitein- Weil Jesus Christus uns vergeben hat, können
ander offen und ehrlich umgehen. auch wir einander vergeben und immer wieder
neu miteinander anfangen.“ In der christlichen
Im gemeinsamen Leben miteinander werden wir Gemeinde sind lauter Leute, denen vergeben
immer wieder aneinander schuldig. Aber weil wurde und die gerne vergeben. In der Gemeinde
Jesus Christus uns vergeben hat, können auch wir sind lauter Gefallene. Aber diese Gefallenen
einander vergeben und immer wieder neu mitein- bleiben nicht am Boden liegen, sondern stehen
ander anfangen. wieder auf. Salomo sagt: „Ein Gerechter fällt sie-
Ist Ihnen schon aufgefallen, dass im Glaubens- benmal und steht wieder auf“ (Sprüche 24,16).
bekenntnis die „Vergebung der Sünden“ direkt In der Gemeinde sind lauter Leute, die einander
nach der „Gemeinschaft der Heiligen“ kommt? wieder auf die Füße helfen. Dazu noch einmal
Wir bekennen: „Ich glaube an die heilige christ- Salomo: „Fällt einer von ihnen, so hilft ihm
liche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen.“ Die sein Gesell auf“ (Prediger 4,10). So wollen wir
christliche Gemeinde ist eine Gemeinschaft der Gemeinschaft leben.
Michael Wanner
10GEMEINDE: MISSION
Es kommt manchmal anders
Gemeinschaft leben an einem Feiertag:
Einen Einblick von Petra Scheerle, Mikronesien
zember verstarb. Durch den
verjährten Todestag kom-
men ganz viele Erinnerun-
gen auf, und vieles muss
ganz neu verarbeitet wer-
den. Ich frage sie, wie es ihr
geht, stelle fest, sie ist nicht
abgeneigt was Gemeinschaft
und ein offenes Ohr angeht.
Somit packen wir die Gele-
genheit des Feiertages beim
Schopfe und beschließen
ein gemeinsames Mittages-
sen. Zwischendurch musste
Ken zur Arbeit gehen, Am-
rida kümmert sich um ihre
H
Gemeinschaft mit Milain, Amrida Hausaufgaben, Inoki und
ich trinken einfach Kaffee und reden. Später
eute ist ein Feiertag. Seit dem ich Mitte nimmt Amrida den Wasserfarbenkasten her,
August nach Pohnpei zurückgekommen und setzt sich mit dazu …
bin, habe ich das Gefühl endlich mal ei-
nen Tag zu haben, an dem ich ein klein Erst um 21.30 Uhr fahren sie wieder nach
wenig durchschnaufen, sowie Dinge auf- Hause. Wieder einmal war es so ein ganz an-
arbeiten kann. Am Morgen hatte ich noch so derer Tag als geplant oder gewünscht. Und
eine große Wunschliste… trotzdem fühlte es sich total richtig an. Ich
bin dankbar für die geschenkte Flexibilität
Nachdem mein Kindle mir Mühe mit dem und Gnade meiner „verrückten“ family hier.
Herunterladen machte, war die „Stille Zeit“ Petra Scheerle
am Morgen dahin, denn Amrida’s Vater kam
mit einer Schachtel Eiscreme, als nachträgli-
ches Geburtstaggeschenk von gestern. Amri-
da (14) die gerade aufgewacht ist, genießt eine
gute Portion Eis zum Frühstück, was ihren
Vater glücklich zu machen scheint.
In dem Zusammenhang ist Ken auch aufge-
wacht. Mit ihm habe ich noch ein Hühnchen
zu rupfen, da er gestern am Abend etwas an-
geschwippst nach Hause kam. Das ist in Mo-
naten nicht mehr passiert. Was ist los? So ha-
ben wir ein gutes Gespräch. Ihm gegenüber
auf dem Stuhl sitzend, fühle ich mich ein
klein wenig wie ein Therapeut/Psychologe.
Inzwischen war der Morgen schon fast vorü- Gemeinschaft mit Inoki
ber, Inoki rief an. Sie hat ihren Mann letztes
Jahr um diese Zeit für einen Monat im Kran-
kenhaus gepflegt, ehe er dann Anfang De- Schließlich sage ich euch allen: Seid euch in der gleichen Gesinnung
einig, habt Mitgefühl füreinander und begegnet euch in geschwister-
licher Liebe! Seid barmherzig und demütig! 1. Petrus 3,8
1112
GEMEINDE: JUGENDLICHE
Gott hautnah erleben
WoGeLe: 17 junge Menschen zwischen 13 und 18 Jahren
verbringen eine Woche gemeinsam im Jugendhaus
„I
ch bin so begeistert von dieser Woche des Jesus Christus geben könne, denn dies sei sein
Gemeinsamen Lebens (WoGeLe) und war großer Wunsch. „Dies war so schön für mich,
so unfassbar gerne dabei. Jesus Christus war zu sehen, wie dieser junge Mann sein Leben neu
während dieser Woche so erfahrbar unter an Jesus übergeben hat, nachdem wir eine Weile
uns und hat uns reich beschenkt“, schwärmt spazieren gegangen waren und intensiv mitein-
Elias Esslinger. Er war Betreuer bei der diesjäh- ander geredet hatten. Wir haben zu zweit gebe-
rigen WoGeLe vom 22. bis 28. September im tet und geweint. Anschließend durften wir als
CVJM-Jugendhaus in den Weinbergen von Ho- reich beschenkte Kinder Gottes zurück in den
henhaslach. Insgesamt 17 Jugendliche zwischen Alltag kehren“, berichtet Elias Esslinger.
13 und 18 Jahren aus Hohenhaslach und ande-
ren Gemeinden haben in dieser Woche gemein- Ein besonderer Höhepunkt war zudem die Ge-
sam ihren Alltag miteinander verbracht. betsnacht, bei der die Jugendlichen Stunde für
„Es war ganz spannend diese bunte Mischung Stunde Zeit mit Gott und Jesus Christus ver-
unter einem Dach zu haben, denn die jun- bracht haben und sich dabei immer ablösten.
gen Menschen führen ganz unterschiedliche „Wir hatten einen Raum umgestaltet und mit
Leben. Die einen sind Schüler an Realschu- Lichterketten und einem Holzkreuz ganz ge-
len oder Gymnasien, die anderen lernen an Be- mütlich dekoriert. Jeder konnte für die Zeit-
rufsschulen oder stecken mitten in der Ausbil- spanne von einer Stunde ganz entspannt mit
dung. Dies alles miteinander zu kombinieren, Gott reden. Gerade in unserer heutigen, sehr
war eine große Aufgabe“, betont Elias Esslin- schnelllebigen Zeit und dem turbulenten Alltag,
ger. Obwohl die Jugendlichen allesamt ihr nor- den jeder von uns hat, ganz bewusst eine Stunde
males „Wochenprogramm“ mit Fußballtraining, nur auf Gott zu schauen, war eine sehr geseg-
dem Üben von Musikinstrumenten oder auch nete Zeit“, betont der begeisterte „WoGeLe“-Be-
dem Lernen für die Schulaufgaben während der treuer, der selbst viele Jahre Teilnehmer als Ju-
„WoGeLe“ fortsetzten, war es dennoch wich- gendlicher war. In dieser Gebetsnacht sei Gott
tig, dass sie die Mahlzeiten und den größten Teilwirklich fühl- und so richtig erlebbar gewesen.
ihrer Freizeit miteinander erlebten. „Wir haben Die „WoGeLe“ war damit für alle Beteilig-
viele Brettspiele oder draußen Basketball ge- ten, ob Teilnehmer oder Betreuer, wieder ein-
spielt, gemeinsam am Lagerfeuer gesungen und mal ein großer Gewinn für ihr Leben. „Die jun-
rund um das Jugendhaus Ordnung geschaffen. gen Menschen in ihrem Alltag zu begleiten,
Natürlich haben wir auch jeden Abend Andacht für sie da zu sein, mit ihnen Gespräche zu füh-
gehalten. Das Gehörte wurde anschließend in ren, Tipps und Motivation zu geben, dies war
Kleingruppen vertieft“, erzählt Elias Esslinger. eine einzigartige Erfahrung. Ich durfte so un-
heimlich viel von diesen jungen Menschen ler-
Thema in diesem Jahr war „Weisheit in der nen, ihre Sorgen und Probleme verstehen und
Bibel“. Die Jugendlichen haben unterschiedliche konnte Dinge nachvollziehen, die sie und ihr
Bibelverse auf ihr eigenes Leben bezogen und Glaubenslebens belasten“, macht Elias Esslin-
von ihren persönlichen Erfahrungen sowie Er- ger deutlich. Auch wenn es manchmal nur vier
lebnissen erzählt. „Ich habe immer wieder ver- Stunden Schlaf in der Nacht gab, haben sich alle
sucht, mit Hilfe meines Lebens zu zeigen, wie Mühen und Vorbereitungen gelohnt, um den
ich Gott erfahren und erlebt habe. Den Aus- Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, in die-
tausch mit den jungen Teilnehmerinnen und ser Woche Gott wirklich greifen und erleben zu
Teilnehmern empfand ich als sehr besonders“, können.
schildert Elias Esslinger, der sich vor allem an Michaela Glemser
ein Erlebnis während der „WoGeLe“ gerne zu-
rückerinnert. Ein junger Mensch hat ihn ange-
sprochen und gefragt, wie er denn sein Leben
13GEMEINDE: KONFI
Kleiner Kader –
Großer Erfolg
KonfiCup in Kleinsachsenheim
A
m 25. September um 14.30 Uhr war es wie- Bester Torschütze der Hohenhaslacher war das
der mal soweit: Unsere Konfirmanden Stürmertalent Silas Wirth, der ebenfalls einen
machten sich mit dem Fahrrad auf den Weg Profivertrag bei der Spielgemeinschaft Freuden-
nach Kleinsachsenheim, wo der alljährli- tal/Hohenhaslach hat. Er hat während des ge-
che KonfiCup stattfand. 15 Mannschaften samten Turniers 24 (!) Tore für Hohenhaslach
aus dem ganzen Kirchenbezirk Vaihingen/ geschossen und beim höchsten Sieg der Mann-
Enz traten in diesem Jahr an, um schon zum 16. schaft, 5:0, gleich alle Buden selbst gemacht.
Mal ihren Fussball-Bezirksmeister zu ermitteln. Fünf Tore in zehn Minuten – das haben selbst
Zunächst gab es eine Gruppenphase mit jeweils in der Weltspitze noch nicht viele geschafft …
fünf Mannschaften pro Gruppe, in der jeder Hinten im Tor hat der als Hockeytorwart er-
gegen jeden spielen musste. Die acht besten fahrene Robert Kraus nur wenige Gegentref-
Teams dieser Vorrunde kamen weiter ins Vier- fer zugelassen, auch dank einer stabilen Abwehr
telfinale. Ab hier wurden dann die beiden Final- der beiden Innenverteidiger Jacob Baumgärt-
teilnehmer im K.-o.-Prinzip ermittelt. Und um ner und Lisa Hofer. Josua Bachmann sorgte –
es gleich vorwegzunehmen: Die Hohenhasla- zusammen mit dem Freudentaler Zuwachs –
cher Konfis konnten – dank einer geschlossenen im Mittelfeld für die wichtigen Steilpässe nach
Mannschaftsleistung – bis ins Finale vordringen! vorne ins Sturmzentrum. Komplettiert wurde
Dabei sah es zunächst so aus, als könnte Hohen- der Kader durch Lukas Schwarz und Philipp
haslach gar nicht am Turnier teilnehmen, weil Volz. Bei durchwachsenem Wetter musste sich
die erforderliche Mindestanzahl von zwei weib- das Hohenhaslacher Team dann erst im Finale
lichen Spielern in jedem Spiel nicht erfüllt wer- mit einer knappen Niederlage von 1:2 geschla-
den konnte: Zur 8-köpfigen Konfigruppe gehö- gen geben. Der diesjährige Pokal ging an die
ren nämlich überhaupt nur zwei Mädchen, aber siegreiche Mannschaft aus Sersheim. Wirklich
Melina Maier fiel leider krankheitsbedingt aus. schade war, dass alle anderen Teilnehmer nach
Das Team wurde dann aber durch Helen Scheer ihrem Ausscheiden das Turnier bereits verlassen
aus Freudental ergänzt, was sich durchaus nicht hatten, so dass das Finale gegen 18.30 Uhr vor
als nachteilig erwies, da sie bei der Fussball- fast leeren Zuschauerrängen ausgetragen wurde
Spielgemeinschaft SV Freudental/SC Hohenhas- – was der Intensität und Spannung des letzten
lach unter Vertrag steht. Matchs allerdings überhaupt keinen Abbruch
tat!
Die Hohenhaslacher hatten sich im Vorfeld bei
einem mehrstündigen Trainingslager am CVJM- Das gute Abschneiden der Hohenhaslacher er-
Jugendhaus unter der sportlichen Leitung von klärt sich der Kapitän damit, dass alle SpielerIn-
Co-Trainer Kevin Wolf intensiv auf das Tur- nen begeistert dabei waren und auch außerhalb
nier vorbereitet und sich für eine offensive Aus- des Spielfeldes ein toller Teamgeist herrscht.
richtung entschieden. Im Turnier selbst wurde Diese erfolgreiche Einheit wird nun im nächs-
das Team von Trainer Michael Wanner vom ten Jahr am 18. April beim KonfiCup-Landesfi-
Kapitän Jacob Baumgärtner in schwarzen Tri- nale in Stuttgart antreten. Mal sehen, ob sie es
kots aufs Spielfeld geführt, das so groß war wie dann wieder bis ins Finale schaffen. Wir dürfen
das Drittel eines normalen Fußballfeldes. Da jedenfalls schon jetzt sehr gespannt sein, denn
immer sechs Spieler(innen) auf dem Feld ste- zuzutrauen ist dieser Mannschaft – wenn sich
hen mussten, saßen bei einem Kader von acht keiner verletzt – auch der ganz große Erfolg.
Konfis lediglich zwei Auswechselspieler auf der Und bis dahin können sie ja auch noch jede
Bank, wobei die beiden Mädchen als Stamm- Menge „Trainingseinheiten“ mit ihrem Pfarrer
spielerinnen ja sowieso jedes Mal voll zum Ein- absolvieren …
satz kamen. Und das bei insgesamt sieben Spie- Antonia Kämmerer
len von jeweils zehn Minuten Dauer bis zum
Finale.
14GEMEINDE: KONFI
15GEMEINDE:JUGEND
Abenteuerland
ist wieder gestartet
ANPASSUNG: Das Programm beginnt
jetzt mit dem großen Plenum um 16:30 Uhr
A
m 14. November dieses Jahres konnte das gruppe das Gehörte mit kreativen und spiele-
„Abenteuerland“ am Donnerstagnachmit- rischen Angeboten. „Elemente der bisherigen
tag im Evangelischen Gemeindehaus endlich Spielstraße sind damit jetzt in die Kleingruppen
nach den Sommerferien wieder starten. Aus integriert worden. Neues Ende des 'Abenteuer-
persönlichen und familiären Gründen pausieren lands' ist bereits um 17:45 Uhr und nicht wie bis-
einige Mitarbeiter oder sind ganz ausgeschieden. her um 18 Uhr“, erklärt Cornelia Steger. Mit die-
Nachfolger zu finden, war für das verantwortli- ser neuen zeitlichen Konzeption kann so, trotz
che Team rund um Cornelia Steger nicht ganz weniger, zur Verfügung stehenden Mitarbeitern,
einfach. „Wir freuen uns riesig über alle Mitar- das beliebte „Abenteuerland“-Angebot aufrecht
beiter, die neu dazugekommen sind, aber auch erhalten werden. Zudem kann aufgrund der in-
über unsere bewährte Betreuergruppe. Wir hof- tensiveren Kleingruppenarbeit ein Thema auch
fen, dass sich alle schnell wohlfühlen und zusam- einmal wirklich vertieft und ausführlich behan-
menwachsen“, betont Cornelia Steger. delt werden.
Die Struktur des „Abenteuerland-Programms“ Es gibt eine Kindergartengruppe ab fünf Jahren,
hat sich etwas verändert. Die bekannte „Spiel- eine Gruppe für Mädchen in der ersten Klasse,
straße“, bei der zu Beginn die Kinder aller Alters- eine für Mädchen in der zweiten und dritten
gruppen gemeinsam toben, basteln und malen Klasse sowie eine für Mädchen in der vierten
konnten, entfällt. Das „Abenteuerland“ beginnt Klasse. Die Jungs wiederum treffen sich in einer
jetzt ab 16:15 Uhr mit der Anmeldung der Kin- Gruppe für die erste und zweite Klasse. Neue
der. Gleich anschließend um 16:30 Uhr treffen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind natürlich
sich alle zum großen Plenum mit Geschichten weiterhin jederzeit beim „Abenteuerland“ will-
und Impulsen aus der Bibel. Von 17 bis 17:45 kommen.
Uhr vertiefen die Kinder jeweils in ihrer Klein- Michaela Glemser
Männerforum:
Wurstherstellung auf dem Kirbachhof
16GEMEINDE: BILDUNG
Posaunenchor und Musikschule
machen gemeinsame Sache
Erfolgreiche Zusammenarbeit startet im März in die zweite Runde
D
er Hohenhaslacher Posaunenchor ist
eine starke Truppe. Ganze 31 aktive
Bläser umfasst der Chor, der sich mit
seiner hohen Qualität einen guten Ruf
erspielt hat. Das ist nicht zuletzt auch
einer guten Ausbildungsarbeit geschul-
det, bei der bereits Kinder an das künftige
Spiel herangeführt werden. Derzeit zählt
der Chor zwölf Jungbläser, eine neue Aus-
bildungsgruppe soll im März kommenden
Jahres starten.
„Wir hatten schon immer eine eigene
Nachwuchsarbeit“, sagt Posaunenchorlei-
ter Christoph Baumgärtner. Wohl kaum
würde der Chor heute so dastehen, hätte man sich nie um Aktuelle Jungbläser bei der Infoveranstaltung
den Nachwuchs gekümmert. Doch seit gut einem Jahr
kooperiert der Hohenhaslacher Posaunenchor mit der startet die Chorintegration. Die Jungen kommen mit
Musikschule Bietigheim. Damit geht auch ein neues Aus- einem Niveau in den Chor, mit dem sie gut mitmachen
bildungskonzept einher. „In der Vergangenheit hatten können.“
aktive Bläser die wichtige Nachwuchsarbeit übernom-
men“, erklärt Christoph Baumgärtner. Diese hatten eine Dort erleben sie eine „gute Gemeinschaft“, wie der Chor-
spezielle Ausbildung beim Dachverband, dem Evangeli- leiter sagt. „Unsere Bläser sind von sieben bis 70 Jahre
schen Jugendwerk (EJW), absolviert und die Jugend eh- alt.“ Das zeichne den Chor aus, dass er das Altersspekt-
renamtlich in einer großen Gruppe unterrichtet. rum der Gemeinde abbilde. Patenschaften von älteren Blä-
sern für jüngere schafften überdies Bezugspunkte und tue
Nun hat das EJW eine Initiative gestartet, bei der Ausbil- beiden Seiten gut.
dung von Jungbläsern verstärkt auf die Kooperation von
Posaunenchören und Musikschulen zu setzen. „Wir sind Im März 2020 soll nun also die zweite Jungbläsergruppe
auf den Zug aufgesprungen und haben das Gespräch mit nach diesem Konzept starten. Im Oktober fand eine In-
der Musikschule Bietigheim gesucht, weil uns die profes- formationsveranstaltung statt, bei der auch Instrumen-
sionelle Ausbildung unserer Jungbläser am Herzen liegt.“ te ausprobiert werden konnten. „Wir haben schon eine
Bei Musikschulleiter Reimund Schiffer hat der Chorleiter Handvoll Zusagen“, freut sich Christoph Baumgärtner.
offene Türen eingetreten. Schiffer unterrichtet selbst Po- Und zwar sowohl von Jungs als auch von Mädchen. Jung-
saune, und war sofort kooperationsbereit. bläser sollten mindestens sieben Jahre alt sein. Die Kosten
für den Ensembleunterricht übernimmt der Posaunen-
Nach einem ersten Informationsabend, bei dem die po- chor. Auch für ein Leihinstrument oder für Noten fallen
tenziellen Jungbläser die verschiedenen Blechblasinstru- für die Jungbläser keine Kosten an. Bezahlt werden muss
mente beschnuppern konnten, startete im März 2018 eine lediglich die Unterrichtszeit durch die Musikschule.
Gruppe von zwölf Jungbläsern. Diese wurden zunächst in
Zweiergruppen unterrichtet. Der Schwerpunkt lag dabei In rund 950 Posaunenchören in Württemberg und Baden
auf Haltung, Atmung und dem Vertrautmachen mit dem spielen rund 23.000 Bläserinnen und Bläser. Gotteslob
Instrument. Wöchentlich entsendet die Musikschule drei und Verkündigung des Evangeliums bilden den Kernauf-
Lehrer nach Hohenhaslach, die diesen Individualunter- trag. Glaube, Gemeinschaft und Musik sind demzufolge
richt abdecken. Ein halbes Jahr später startete ergänzend die drei Säulen der Posaunenarbeit.
der Ensembleunterricht, welcher von fünf ehrenamtli- Julia Essich-Föll
chen Bläsern aus dem Chor geleitet wird. „Das ist immer
14-tägig und nur für die Jungbläser“, so Christoph Baum- Info: Wer Interesse an der Jungbläser-Ausbildung hat, wendet
gärtner. Dabei geht es um das chorische Lernen sowie sich an Christoph Baumgärtner, Telefon (0 71 47) 27 68 42.
um das Gemeinschaftserlebnis. „Nach eineinhalb Jahren Anmeldeschluss für den Start im März 2020 ist am 31.12.2019.
17GEMEINDE: WEIHNACHTSPROJEKT
Unsere Projekte
I
n diesem Jahr wollen wir zwei Projekte von Al Mas- Die ICEJ wurde 1980 von Christen verschiedenster
sira und der Internationalen christlichen Botschaft Länder gegründet, um den 3000 Jahre alten Anspruch
Jerusalem (ICEJ) unterstützen. des jüdischen Volkes auf Jerusalem und seine beson-
dere Verbindung zur Stadt Davids zu bekräftigen.
Al Massira ist ein Netzwerk von Menschen, die zu den Heute vertritt die ICEJ Millionen von Christen aus
unterschiedlichsten Gemeinden, Kirchen und Werken über 125 Ländern weltweit, die Israel und dem jüdi-
gehören. Sie vereint die Leidenschaft, insbesonders schen Volk in Liebe und Solidarität verbunden sind.
Menschen aus dem orientalischen Kulturkreis die Die ICEJ ist die größte christlich-zionistische Orga-
gute Botschaft von der Liebe Gottes mitzuteilen. Han- nisation mit aktiven Zweigstellen in über 90 Nationen.
na Weiberle gehört zu diesem Netzwerk und bildet Al Debora Wanner arbeitet im Haifa-Heim als Physio-
Massira Kursleiter in Afrika aus. therapeutin, in dem Holocaust-Überlebenden betreut
werden.
Mit der Smartphone Banking-App
AL MASSIRA FÜR AFRIKA einscannen und spenden
in Zusammenarbeit mit Sahel life
Al
Massira ist arabisch und bedeutet «die Reise». Al Massira möchte die Mög-
lichkeit geben, vom Alten Testament ausgehend, die wahre Identität des
Messias zu entdecken. Auf dem Weg nach Emmaus nahm Jesus seine
Freunde mit auf die Reise, um anhand der Zeichen der Propheten auf ihre
Fragen zu antworten. In ähnlicher Weise möchte Al Massira kleine Gruppen
von Freunden auf die Reise mitnehmen und ihnen helfen, Antworten zu finden.
SAHEL LIFE unterstützt Al Massira Kursleiter-Schulungen personell und finanziell, insbe-
sondere in französischsprachigen Ländern Afrikas, sowie die geplante Übersetzung des
gesamten Al Massira-Materials in Fulfulde (Adamawa) und die Synchronisierung der Filme.
Danke für Ihren Beitrag, dass afrikanische Christen Schulung erhalten, um Al Massira Kurs-
leiter zu werden, und dass sie auf anschauliche und kulturangepasste Weise ihren Freun-
den und Nachbarn das Evangelium weitergeben können. Weitere Informationen zu Al Massira erhalten Sie unter www.
almassira.de und www.almassira.org
HIFLE FÜR DAS HAIFA-HEIM
Projekt von ICEJ
D
as Altenheim gilt als viel beachtetes Modellprojekt in Israel im
Umgang mit dem drängenden Problem der Verarmung vieler Ho-
locaustüberlebender. Die Bewohner des Altenheimes erhalten
Unterkunft, Verpflegung und Betreuung ohne viel dafür bezahlen zu
müssen. Das stellt eine absolute Ausnahme im israelischen System
dar, wo jedes Altenheim kostenpflichtig ist. Holocaustüberlebenden,
die nicht in dem Altenheim wohnen, wird ein kostenloses Tagesessen
angeboten. Außerdem dient dieses Heim als Begegnungszentrum für Überlebende
aus dem Großraum Haifa. Da neben der Armut vielen die Einsamkeit am meisten
zu schaffen macht, bietet ihnen dieses Begegnungszentrum eine willkommene
Möglichkeit Gemeinschaft zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen. Außerdem
die Teilnahme an Konzerten, Gesellschaftsspiele und beschäftigungstherapeutische Maßnahmen.
Ihre Hilfe wird gebraucht. Gemeinsam können wir noch mehr Holocaust-Überlebenden einen würdigen Lebens-
abend ermöglichen! Die Zeit drängt, da die Überlebenden schon sehr alt sind. Weitere Informationen zu diesem
Projekt finden Sie unter www.de.icej.org/haifa-heim-für-holocaust-überlebende.
Dstimmten
as Opfer über die Weihnachtsfeiertage soll diesen Projekten zugute kommen. Bei einer Überweisung geben
Sie bitte im Feld Verwendungszweck „Weihnachtsprojekt 2019“ an. Möchten Sie Ihre Spende einem be-
Projekt zukommen lassen, so geben Sie zusätzlich bitte noch Al Massira oder Haifa-Heim an.
Kontoverbindung:
Evang. Kirchengemeinde Hohenhaslach, VR-Bank Neckar-Enz eG .
IBAN DE66 6049 1430 0075 3880 06
18GEMEINDE: VERANSTALTUNG
Spannende Reise
zu Moses ins Alte Testament
„ATLive-Seminar“: „Tour durch die Bibel“-Bewegung
macht am 18. Januar 2020 Station in Hohenhaslach
„E
ine Reise ist ein Trunk aus der Quelle des Lebens“, gen die wichtigsten Akteure, Namen, Orte und Ereignisse
wusste einst schon der deutsche Lyriker Friedrich im Alten Testament aus einer völlig neue Perspektive be-
Hebel. Zu solch einer bereichernden Reise mit vie- leuchten.
len wertvollen Erfahrungen für das eigene Leben
sind alle Gemeindemitglieder auch am Samstag, Die Teilnehmer sind dabei zum Mitmachen aufgefordert,
18. Januar 2020 von 9:30 bis 16:30 Uhr eingeladen. Aber still sitzen und zuschauen lautet bei dieser außergewöhn-
dafür muss niemand in Bus, Bahn oder Auto steigen, lichen Reise auf keinen Fall die Devise. Jeder Besucher
keine Sehenswürdigkeiten bestaunen oder fremde Kultu- kann in einem Begleitheft mit Skizzen, Grafiken und Ta-
ren kennenlernen. Nein, im Evangelischen Gemeindehaus bellen die wichtigsten Wegpunkte seiner Reise nachvoll-
in Hohenhaslach wird diese informative Tour stattfinden, ziehen und sich individuelle Notizen machen. Die Teil-
die durch die Fülle der biblischen Geschichten des Alten nahmegebühr beträgt 20 Euro pro Person (inklusive der
Testaments führt. umfangreichen Arbeitsmappe).
Die „Tour durch die Bibel“-Bewe-
Ob der Auszug der Israeliten aus Ägyp- gung unterstützt die diakonische
ten unter der Führung Moses, ob der und evangelischen Afrika-Initia-
Marsch durch die Wüste oder die unter- tive „Liebe und Reis für Gambia“
schiedlichen Gesetze: „Das ATLive-Semi- von Hannelore und Walter Krug,
nar“ bringt Struktur und Ordnung in die die in dem kleinsten Land Afri-
wichtigsten Geschichten und deren Per- kas den Menschen die Liebe von
sonen. Aber dies geschieht nicht mit lan- Jesus Christus näher bringen und
gen Vorträgen und einer erdrückenden vor allem Jugendlichen, die in der
Fülle von Daten und Fakten, sondern mit Regel ohne Ausbildung und Ar-
viel Humor, markanten Bewegungen, ori- beit sind, neue Lebensperspek-
ginellen Gesten und einprägsamen Über- tiven bieten will. Anmeldungen
schriften. Dass sich die Teilnehmer am zum „ATLive-Seminar“ sind im
Ende des Seminars noch an nahezu alles erinnern können Evangelischen Pfarramt in Hohenhaslach möglich. Unter
und sich dieses dauerhaft merken, zeigen die vielen posi- www.tourdurchdiebibel.de gibt es mehr Informationen
tiven Stimmen der bisherigen Besucher von „ATLive“. und ein Video-Clip zum Seminar im Internet.
Über 10 000 Christen in Deutschland, Österreich und der Michaela Glemser
Schweiz waren inzwischen bei dieser belebenden Reise
durch das Alte, aber auch durch das Neue Testament mit
von der Partie. Neben „ATLive-“ gibt es auch „NTLi-
ve-Seminare“, deren Ziel es ist Zusammenhänge und Hin-
tergründe des Neuen Testaments besser zu verstehen und
den berühmten „roten Faden“ zu gewinnen.
Gründer dieser Seminare und der „Tour durch die Bi-
Bibelseminar 2020 zu den Psalmen
bel“-Bewegung ist Pastor Thomas Brinkmann aus Geis- INFO: Am Donnerstag, 23. Januar ab 20 Uhr be-
lingen an der Steige. Er hat während seines Studienaufent- ginnt auch das diesjährige Bibelseminar, das sich
halts in den USA die amerikanische Originalversion des um die „Psalmen – Das Gebetbuch der Bibel“ dreht.
Projekts „Walk thru the Bible“ kennengelernt und nach An zehn Abenden bis zum 2. April 2020 erfahren
seiner Rückkehr im Jahr 1989 als Evangelist und Leh-
die Teilnehmer von Pfarrer Michael Wanner Wissen-
rer an der Bibelschule Bergstraße den deutschen Zweig
„Tour durch die Bibel“ aus der Taufe gehoben. Aus der wertes zu speziell ausgewählten Psalmen und ler-
Bibelschule ging das BibelStudienKolleg Stuttgart hervor, nen vor allem diese biblischen Worte auf ihren All-
und Pastor Brinkmann ist seit 1993 im Gemeindedienst tag zu beziehen. „Es gibt keine Lebenssituation, die
der Evangelisch-Methodistischen Kirche tätig und tourt nicht in den Psalmen angesprochen und mit Lob,
zudem mit seinen Seminaren durch das Land. Am Sams- Dank, Bitte, Fürbitte oder auch Klage vor Gott ge-
tag, 18. Januar 2020 kommt Pastor Brinkmann nach Ho- bracht wird“, betont Pfarrer Wanner.
henhaslach und wird auch mit pantomimischen Einla-
19Sie können auch lesen