Ein Sommer in Österreich - EIN REPORT VON ÖSTERREICH FÜR ÖSTERREICHER
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Ein Sommer in Österreich
EIN REPORT VON ÖSTERREICH FÜR ÖSTERREICHER
1 2Vorwort
EIN SOMMER IN ÖSTERREICH
Ein buntes Mosaik an kleinen Eigenheiten und individuellen Vorlieben ist das, was
uns Menschen prägt. Genauso wie Österreich in seiner geografischen, geschicht-
lichen und kulturellen Vielfalt einzigartig ist, so verhält es sich mit Herr und Frau
Österreicher. Sollte man meinen. Aber dennoch gibt es Gemeinsamkeiten, die uns
alle verbinden und zu dem jodelnden lederhosentragenden Bergvolk machen, als
das wir im Ausland nun einmal gerne gesehen werden. Doch was macht uns Öster-
reicher im Grunde wirklich aus? Wie sehen wir uns selber? Was mögen wir?
Der vorliegende Report gibt Antworten auf viele Fragen. Die Ergebnisse sind zum
Teil überraschend, manchmal sogar kurios, aber doch immer unterhaltsam und au-
thentisch. Zusammen ergeben sie ein wirklichkeitsgetreues Abbild von Herrn und
Frau Österreicher. Und ganz so schlecht kann das wohl nicht sein, denn jährlich
besuchen Scharen von Touristen unser schönes Land.
Die Ergebnisse mögen einem nun gefallen oder nicht, aber im Grunde unseres
Herzens wissen wir: So ist es halt.
3 4Inhaltsverzeichnis
EIN SOMMER IN ÖSTERREICH
04
Land
& Leute
01 SEITE 34
Stadt, Land, Fluss – das sind
Heimat die Lieblinge der Österreicher
& Identität Österreich zwischen Klischee
SEITE 08 und Wahrheit – oder ist das
Klischee manchmal doch die
Wahrheit
05
Vereine
& Brauchtum
02 SEITE 42 Was Österreich ausmacht?
Natürlich Musi und Tracht!
Essen Von Kirtagen, Vereinen und
& Trinken unserem Lieblingsgewand
SEITE 16 Kaiserschmarrn und Wiener
Schnitzel sind der wahre
Gaumenkitzel
Eine kleine Geschichte zum Report:
„Ein Sommer in Österreich. Ein Report von Österreich für Österreich“ ist eine Publikation
darüber, wie wir Österreicher ticken und was uns zu dem macht, was wir sind. Von Klischees
über unsere liebsten Speisen, zu unseren heimischen Lieblingsplätzen und unserem
03 Vereinsleben bis hin zu unseren bevorzugten Urlaubszielen.
Den inhaltlichen Kern des Reportes bildet eine österreichweite Umfrage, die im Jahr 2019
Urlaub erstmalig vom Meinungsforschungsinstitut market Institut durchgeführt wurde. Dazu wurden
& Torismus im Zeitraum vom 16. April bis zum 3. Mai 2019 insgesamt 2.005 Österreicherinnen und
SEITE 24 Warum in die Ferne Österreicher mittels eines Online-Interviews befragt. In ihrer Zusammensetzung entspricht die
schweifen, wenn das Gute befragte Stichprobe einem Querschnitt der österreichischen Bevölkerung ab 16 Jahre.
liegt so nah – so macht Aus Gründen der Lesbarkeit wurde auf geschlechtsspezifische Formulierungen weitgehend
Österreich Urlaub verzichtet. Dennoch sei gesagt: ServusTV bekennt sich zur Gleichberechtigung der
Geschlechter.
5 6Heimat &
Identität
Was ist eigentlich Heimat? Eine einheitliche Defini-
tion zu diesem Begriff existiert nicht. Die Vielseitigkeit
und Subjektivität von Heimat macht das nahezu un-
möglich. Insbesondere heutzutage, in einer vollständig
vernetzten Welt, in der Grenzen verschwimmen, wird
es schwieriger den Begriff allgemein zu definieren. Was
bedeutet nun Heimat für den Einzelnen? Für 74 Pro-
zent der Österreicher ist sie jener Ort, an dem man sich
zuhause fühlt. Für andere wiederum ist es der Ort, an
man lebt oder seine Kindheit verbracht hat. Auch das
gesellschaftliche Umfeld spielt eine nicht unwesentliche
Rolle: 15 Prozent geben an, dass Heimat jener Ort ist, an
dem die Freunde leben. Man sieht: Das Heimatgefühl ist
individuell wie wenig sonst. Vielleicht macht gerade das
den Reiz aus.
8Klischees zum Zutaten zum Glück
71 Prozent der Österreicher be-
Verlieben ZUFRIEDENHEIT DER zeichnen sich als zufrieden mit
ÖSTERREICHER ihrem Leben. Auch die Wiener,
die bekanntlich den Ruf des no-
ÜBER BERGMENSCHEN UND torischen „Grantlers“ innehaben,
SKIFAHRER schneiden hier gut ab. Was benöti-
#1 Familie #4 Arbeit
gen die Österreicher, um zufrieden
und glücklich zu sein? An der Spitze
Verlässt man sich auf Klischees, ist der Österreicher stimmen dem Klischee der Skifahrer-Nation zu, was je- steht die Familie, gefolgt von guten
#2 Freunde &
ein Lederhosen tragender, jodelnder Skifahrer, der seine denfalls Peter Schröcksnadel gefallen dürfte. Auch die #5 Religion Beziehungen zu Freunden und Be-
Bekannte
Freizeit am liebsten in den Bergen verbringt. So oder so ausgeprägte Kaffeehauskultur Österreichs wird von den kannten. Platz 3 nimmt die Freizeit
ähnlich wurde die Wahrnehmung Österreichs und sei- Bewohnern so wahrgenommen. Und der Bergmensch ein, in der die Österreicher am liebs-
ner Bewohner im Ausland durch den Film „The Sound of ist ebenso in Österreich heimisch: Immerhin 66 Prozent ten entspannen, fernsehen und Zeit
Music“ geprägt. Ein Film, den die wenigsten Österreicher stimmen dem Stereotyp zu, dass Herr und Frau Öster- #3 Freizeit #6 Politik an der frischen Luft verbringen. Man
auch wirklich kennen. Ganz falsch liegt man jedoch mit reicher im Sommer traditionell gerne in den Bergen merkt, wir brauchen also eigentlich
der verkitschten Einschätzung des Österreichers nicht. wandern. Ein Fünkchen Wahrheit steckt also doch in nicht viel zum Glücklichsein.
Die Bestätigung dazu liefern wir sogar selbst: 84 Prozent jedem Klischee.
„Heimat sind die Menschen, die man kennt und mag.
Unser ganzer Stolz Es lohnt sich, neue kennen zu lernen.
Heimat ist die Schönheit der Landschaft und Architektur.
Vieles davon zerstört, aber immer noch zu finden.
Heimat ist, wenn man etwas von der Heimat weiß.
Nicht nur das Gute, sondern auch die dunklen Seiten.
Sauberes Trinkwasser
Heimat ist, die Kindheit wieder zu finden.
87% Im Schönen wie im Hässlichen.
Heimat ist, wo man sich daheim fühlt.
Landschaftliche Schönheit
Ob im Krätzel der Großstadt oder in der Almhütte der Kindheit.
Heimat muss man schützen .
83% Heimat ist wie Musik.“
F E L I X M I T T E R E R , AU T O R U N D S C H AU S P I E L E R
Hohe Lebensqualität
81%
9 10Weil Schifoan is des Oachkatzlschwoaf
leiwandste… EINFÜHRUNG IN DIE ÖSTERREICHISCHE SPRACHE
…WOS MA SICH NUR VURSTELLN KANN Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und
wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks
oder Handgloves, um Schriften zu testen.
„Hasen die springen, Lerchen die singen werden sicher den Frühling bringen.“
Die österreichische Musikszene schwebt gerade „hoch ternational erfolgreich ist, ist uns Österreichern ja nicht Es gibt das Sprichwort, dass Deutschland und Öster- Österreich spricht jedoch auch für eine gewisse Diversi-
wie nie“ oder zumindest hoch wie schon lange nicht. fremd. 1950 landete Anton Karas mit dem „Harry Lime reich durch die gemeinsame Sprache getrennt sind. tät, die sich der ehemalige Vielvölkerstaat im Sprach-
Quer durch alle Bundesländer entsteht vielfältige Musik Theme“ zum Film „Der dritte Mann“ an der Spitze der Wobei es hierfür gar nicht unsere Lieblingsnachbarn bild bewahrt hat. Die Wurzeln liegen nämlich nicht nur
mit verschiedensten Einflüssen, vertreten durch junge US-Charts. DJ Ötzi schaffte das in Großbritannien mit benötigt, die innerösterrei- im Bairischen, sondern auch
Künstler mit teils international beachtlichem Erfolg. Das „Hey Baby“ 2001. In den 80ern des letzten Jahrhunderts chischen Dialekte würden im Alemannischen und Schwä-
Spektrum reicht von Wiener Erben der Austropop-Gi- erklomm Hans Hölzel – besser bekannt als Falco – mit schon reichen. Wenn der Den sympathischten Dialekt bischen. Im Osten und Süden
ganten Wolfgang Ambros und Georg Danzer (der selbst seinem Song „Rock me Amadeus“ Platz 1 der US-Bill- Vorarlberger Montafoner sprechen die Kärntner. finden sich sogar noch slowe-
nie so bezeichnet werden wollte) über Drum-and-Bass- board-Charts. Übrigens der erste und bisher einzige den Vorarlberger Wälder nische, kroatische und ungari-
Beats von internationalem Format aus der Steiermark, deutschsprachige Hit an der Spitze der amerikanischen trifft, wird es mit der Ver- sche Wurzeln. Vom jiddischen,
hin zu Indierock aus Kärnten. Fragt man Herr und Frau Charts. Falcos Reaktion darauf? „Des schoff i nie wieder!“ ständigung bereits holprig. Trifft Ersterer den Wiener böhmischen und slawischen Einfluss im Wienerischen
Österreicher, welcher Musiker Österreichs Bild im Aus- Der exaltierte Popstar wurde zwar mit „Vienna Calling“ aus Simmering, könnte es bereits scheitern. Käme zu ganz zu schweigen. So hat jede Region ihren eigenen
land derzeit am stärksten beeinflusst, liegt Mozart unan- und „The Sound of Musik“ noch einmal in den Charts dieser illustren Runde noch ein Oststeirer hinzu, wäre Dialekt behalten und entwickelt ihn weiter – und das
gefochten an der Spitze: 70 Prozent setzen ihn auf Platz der USA angeführt, erteilte der Karriere im Land der un- das (sprachliche) Chaos wahrscheinlich komplett. Die über Grenzen hinweg.
1. Und dahinter? Auf Platz 2 liegt auch 21 Jahre nach begrenzten Möglichkeiten jedoch eine Abfuhr mit dem ausgeprägte Vielfalt an Dialekten und Regiolekten in
seinem Tod noch immer Falco – und verweist Andreas berühmten Zitat: „Das Schönste an der amerikanischen
Gabalier damit auf Platz 3. Fahne sind die rot-weiß-roten Streifen“ – und ging zu-
Wie man gute Musik macht und damit auch noch in- rück nach Österreich
Na, Dirndl!
Gi itsche!
70%
Mozart
30% Tirggen (Tirol) = Kukuruz (Kärnten) = Woaz (Steiermark)
fesch (Tirol, Salzburg, Kärnten) = sauba (Kärnten, Oberösterreich, Niederösterreich) = schön (Vorarlberg)
Falco Neuner (Tirol) = Jause (Wien, Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark) = Znuni (Vorarlberg)
Zelten (Vorarlberg, Tiroler Unterland) = Klehen (Salzburg) = Zalta (Tiroler Oberland)
Dirndl (Tirol, Salzburg, Steiermark) = Maike (Vorarlberg) = Madl (Tirol, Wien) = Giitsche (Kärnten) = Mensch (Oberösterreich)
11 12Österreich zieht um
LANDLUFT LÄSST GRÜSSEN
„Juli Sonnenbrand ist gut für Stadt und Land.“
Ein Umzug passiert nicht jeden Tag – schon gar nicht scheinlich auch an der geografischen Nähe liegt. Wien
in ein anderes Bundesland. Sollten die Österreicher hingegen liegt abgeschlagen an vorletzter Stelle: Nur
dennoch einmal umziehen müssen und die Landes- 20 Prozent würden bei einem Umzug in die Hauptstadt
grenzen des eigenen Bundeslandes verlassen, bevor- umsiedeln. Dabei entspricht das Klischee der unverbes-
zugt die Mehrheit der Österreicher Salzburg: 52 Pro- serlichen Stadtmenschen und Großstadt-Grantler nicht
zent geben an, dass sie im Fall des Falles dorthin ziehen der ganzen Wahrheit: Immerhin jeder fünfte Wiener be-
würden. In Oberösterreich und Tirol sind es sogar knapp zeichnet sich als Landmensch. Wien ist eben anders.
70 Prozent, die Salzburg den Vorzug geben, was wahr-
Im ernst?
Land der Berge, Land der Äcker, Land der Titel. In we- geber für den weltberühmten Regisseur Steven Spiel-
nigen anderen Ländern lassen sich so viele Namenszu- berg ist. Seine Familie lebte beim dortigen Grafen, bevor
sätze sammeln wie hierzulande. Stolze 869 Titel gibt es sie in die USA emigrierte.
zu erlangen, was über die Jahrhunderte kuriose Versio-
nen geschaffen hat. Möchte man einen Rektor korrekt
ansprechen, wäre das „Eure Magnifizenz“. Ein Mitglied Trotz „Land der Berge“ waren bisher
des Professorenkollegiums der montanistischen Hoch- ganze 27% der Österreicher noch nie
schule nennt man Bergrat. Die Titelfaszination geht so auf einem Berg.
weit, dass auch das Tierreich davon nicht verschont ge-
blieben ist: Ist ein Lipizzaner mit seiner Ausbildung fer-
tig, wird er mit „Professor“ angesprochen.
Der Ort Spielberg in der Steiermark ist benannt nach
dem Schloss Spielberg, welches wiederum der Namens-
Lipizzaner
Wenn ein Lipizzaner mit seiner
Ausbildung fertig ist, wird er mit
Professor angesprochen
13 14Essen &
Trinken
Berge, Seen - und eine herzhaft-deftige Küche. Ty-
pisch Österreich. Aber Achtung! Die Köche hierzulande
können viel mehr als Schnitzel, Leberkas und Blunzng-
röstl – bei aller Wertschätzung für diese Speisen. Knapp
41.000 Gastronomiebetriebe gibt es in Österreich. Hau-
benküche und internationale Spitzenrestaurants inklu-
sive. Eines davon ist sogar über 1.200 Jahre alt: der St.
Peter Stiftskeller in Salzburg.
Jedes Bundesland hat seine eigene Küche: Von Vor-
arlberger Käsknöpfle, über Salzburger Nockerl – von den
wenigsten Salzburgern tatsächlich regelmäßig gegessen
– bis zu Linzer Torte und Wiener Tafelspitz. Vielfalt pur.
Wobei Wien ohne Weiteres auch das Würstel für sich
sprechen lassen kann. Immerhin 274 Würstelstände gibt
es in Wien – und die können meist viel mehr als nur Bu-
renhaut- oder Käsekrainer. Oft sind sie letzter Zufluchts-
ort in der Nacht, Ursprung skurriler Geschichten und für
manchen sogar Therapie. Elizabeth T. Spiras legendäre
„Alltagsgeschichten“ sprechen hier Bände. Apropos
Würstelstand: Zwar wird dieser Mythos immer noch ge-
pflegt, aber niemand bestellt wirklich die „Eitrige, mit
Bugl und 16er Blech“. Die meisten ordern einfach eine
Käsekrainer mit Scherzel und Ottakringer dazu. Reicht
auch.
16Prost! Mit Senf und Kren?
DIE TRAUBE IM GLAS, TREFFPUNKT WÜRSTELSTAND
DER WEIZEN IM KRUG
„Beim Trinken und Essen wird der Kummer vergessen.“
„Regnet‘s in die Hopfenstecken, wird das nächste Bier nicht schmecken.“
„Ned deppert“ ist für viele in Österreich das Bier. Im- so zutreffend wie hierzulande. Zwar liegen wir hier im Sie sind Orte der Zusammenkunft, der kulinarischen telstände ist. Da kennt unsereins nichts, wenn es um die
merhin sind wir in der Disziplin des Biertrinkens Vize- weltweiten Konsumvergleich „nur“ auf Platz fünf, aber Höhepunkte, der Zuflucht und ein sicherer Hafen auf „Wurscht“ geht. Das wusste auch schon Bruno Kreisky.
europameister. Mit 105 Litern pro Kopf und Jahr liegen wir können auf unseren Wein durchaus stolz sein. Inter- dem Nachhauseweg: die Würstelstände. Gemacht für Der war Stammgast beim ältesten Würstelstand Öster-
wir knapp vor den Deutschen, aber immer noch weit national wird er von Fachleuten geschätzt, in New York jedermann: Ob Arbeiter, Manager, Student, Einheimi- reichs: beim LEO in Wien. Wie oft ihm ein Würstel zu
abgeschlagen hinter Platz eins: Diesen belegen die ist der „Groone“ (Grüner Veltliner) seit Langem vorn scher und Tourist – hier trifft man sich. Unverkennbar in später Stunde den Abend verschönert oder ihn vielleicht
Tschechen mit unglaublichen 138 Litern – Respekt! Ge- dabei und guten Wein bekommt man hierzulande in ihrer Erscheinung und einzigartig in der jeweiligen Auf- sogar gerettet hat, bleibt aber dahingestellt. Und dass
winner der Kategorie „Brauereidichte“ sind wir aber mit jedem noch so versteckten Beisl. Das liegt unter ande- machung, sind sie längst nicht mehr aus dem österrei- jeder seine ein, zwei Geschichten vom Würstelstand auf
Sicherheit: Auf 56.860 Einwohner kommt in Österreich rem daran, dass es auch wirklich in allen Bundesländern chischen Großstadtbild wegzudenken – obwohl sie erst Lager hat, ist gewiss, hat sich die Wurst ja sogar schon
nämlich eine Brauerei. Aber auch abseits des Biers sind Weinbaugebiete gibt. Selbst Wien, wo der G‘spritzte seit den 1960er Jahren als fixe Stände existieren. Sie ge- in der heimischen Kunst verewigt. H. C. Artmanns Würs-
wir dem Flüssigen nicht abgeneigt. Speziell der Wein hat sowieso immer Saison hat, baut beispielsweise auf 637 hören zu Österreich wie Falco, Kaffeehaus und Schnitzel. telretter Zorro aus „Im Schatten der Burenwurst“ spritzt
es uns Österreichern angetan. In vino veritas – selten Hektar Wein an. Michael Häupl gefällt das. Es scheint ja bisweilen so, als hätte jeder „seinen“ jedem noch so aufsässigen Kunden ein Senf-Z auf das
Stand, der sowieso und überhaupt der beste aller Würs- noch so feine Tuch.
Um die Bohne Um die Wurst
Beliebteste
Kaffeesorte
6.088 #1 Cappucino
Kaffeehäuser
in Österreich #2 Melange
#3 Caffee Latte
815 3 Tassen
724 274
/ pro Tag
trinkt der Würstelstände Würstelstände
Kaffeehäuser Österreicher und Imbisse in Wien
in Wien in Österreich
17 18Mahlzeit! Süß VS. Salzig Die Lieblingsspeisen der
Österreicher.
VON A WIE APFELSTRUDEL
BIS Z WIE ZWETSCHKENRÖSTER
„Fällt der Apfel reif ins Maul, dann beiß zu und sei nicht faul.“ Wiener Schnitzel
Hausmannskost
(gefüllte Paprika,
faschierte Laibchen,
Reisfleisch)
Wir Österreicher haben es bekanntermaßen ger- Ranking liegt hier wie erwartet immer noch die klassi-
Süße Speisen
ne deftig. Egal, ob salzig oder süß, im kalorienreichen sche Sachertorte, dicht gefolgt vom Kaiserschmarren.
1. PLATZ Kaiserschmarrn,
Essen machen uns die wenigsten Nationen etwas vor. Aber auch der Fleisch- und Wurstkonsum ist in Öster- 2. PLATZ Apfelstrudel)
Bei durchschnittlich 33 Kilogramm Zuckerkonsum pro reich traditionell hoch: 63 Kilogramm Fleisch verzehren
Kopf im Jahr ist das auch wenig verwunderlich. Apfel- wir pro Kopf im Jahr. Das bedeutet eine Verdoppelung 3. PLATZ
strudel, Kaiserschmarren und Sachertorte bergen eben seit 1960. Einen beträchtlichen Teil macht davon neben
viele Kalorien – und vor allem Zucker. Der Begriff „Zu- Schnitzel, Schweinsbraten und Leberkäse die Extrawurst
ckergoscherl“ beschreibt uns Österreicher demnach aus. Spätestens seit Kommissar Rex am liebsten in einer
recht gut. Unglaubliche 123.000 Tonnen Mehlspeisen, Semmel verzehrt, werden in Österreich jedes Jahr 8.645
wie z. B. Kuchen oder Torten, werden pro Jahr hierzu- Tonnen Extrawurst verkauft – Mahlzeit!
Süßes Österreich
lande hergestellt. Apropos Mehlspeisen: Ganz vorne im
Die typischen Süß- und Mehlspeißen
pro Bundesland: Niederösterreich
Wien
Marillenknödel &
Sacher Torte
„Die Geschichte Österreichs ist von unglaublich vielen kulturellen Apfelstrudel
Einflüssen geprägt, die sich auch in unserer Küche widerspiegeln. Oberösterreich
Diese kulinarische Vielfalt sorgt außerdem für konstante Linzer Torte &
Apfelstrudel
Veränderung und wechselnde Ansprüche bei den Menschen:
Nachhaltigkeit und Regionalität setzen sich immer mehr durch Tirol Salzburg
und der Trend zum Eigenanbau sowie zur Eigenproduktion steigt. Kaiserschmarrn Salzburger Nockerl
Kein Wunder also, dass unsere lokalen Spezialitäten bei den
Menschen so beliebt sind. Wir kommen diesem Wunsch nach
Regionalität mit unserer Genusswerkstatt schon lange nach – auch,
weil Österreich dafür den perfekten Boden bietet.“
KARL J. REITER, PIONIER DES WELLNESSHOTELS
Burgenland
REITERS RESERVE
Apfelstrudel
sowie Nockerl &
Vorarlberg Torten aller Art
Apfelstrudel Kärnten Steiermark
Kärntner Reindling Apfelstrudel
19 20Das Menü der Österreicher
Wenn Sie in einem Lokal je drei Gerichte für Vor-, Haupt- und Nachspeise zur
Auswahl haben – welche Gerichte würden Sie bestellen?
Suppen Alkoholisch
1. PLATZ……………Frittatensuppe 1. PLATZ……………Bier
2. PLATZ……………Leberknödelsuppe 2. PLATZ……………Wein
3. PLATZ……………Gemüsesuppe 3. PLATZ……………Schnaps
Hauptspeisen Anti - Alkoholisch
1. PLATZ……………Wiener Schnitzel 1. PLATZ……………Wasser
2. PLATZ……………Schweinsbraten 2. PLATZ……………Fruchtsaft
3. PLATZ……………Marillenknödel 3. PLATZ……………Limonade
Süßspeisen
1. PLATZ……………Kaiserschmarrn
2. PLATZ……………Apfelstrudel
3. PLATZ……………Germknödel
Eissorten
1. PLATZ……………Vanille
2. PLATZ……………Schokolade
3. PLATZ……………Erdberre
21 22Urlaub &
Tourismus
Von Reisen in ferne Länder konnten viele Österreicher
bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts nur
träumen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Mittel-
stand von der Reiselust gepackt. Kannte davor fast aus-
schließlich der Adel so etwas wie Urlaub, fuhr plötzlich
auch der Bankbeamte auf Sommerfrische. Das bedeu-
tete damals selbstverständlich Österreich als Urlaubs-
destination, wobei insbesondere das Salzkammergut
sehr beliebt war – Kaiser Franz Joseph lässt grüßen. Die
Weiterentwicklung der gesellschaftlichen Sommerfri-
sche bei Zaunerstollen und Nieselregen in Bad Ischl hieß
italienische Riviera. Damals ging es aber zumindest vor-
dergründig nicht um Entspannung am Meer, sondern
um Prestigegewinn. Hinzu kamen mit der Zeit auch die
Bildungsreisen nach Frankreich, Spanien und Italien. Vor
allem in der Nachkriegszeit, die von Neugier und einem
gewissen Aufschwung geprägt war, wurden Nachbar-
länder erkundet. Mit dem Aufkommen der Fluglinien-
konkurrenz stiegen in den 80er und 90er Jahren die Fle-
xibilität und Wahlmöglichkeiten: Fernreisen nahmen zu.
Ab jetzt galt: schneller, höher und vor allem weiter. Ver-
längertes Wochenende in Südamerika? Kein Problem.
Wie „urlauben“ wir heutzutage? Die Österreicher lie-
ben zwar weiterhin Reisen in ferne Länder, der Inlands-
urlaub nimmt jedoch seit Jahren kontinuierlich zu.
24Eingekuschelt Von Hamburg bis Palermo
GUT AUFGEHOBEN IN ÖSTERREICHS BETTEN HERR UND FRAU ÖSTERREICHER AUF REISEN
„Blitzt und donnert es mit Schauern, kriecht das Vieh ins Bett zum Bauern!“ „Ist die Viehzucht aufgegeben, heißt es von Touristen leben.“
Dass Österreich ein beliebtes Urlaubsland ist und jedes entfallen auf das westliche Bundesland. Abgeschlagener Die Österreicher verreisen gerne: 17 Urlaubstage pro burg als Präferenz an. Und die Hauptstadt? Die liegt nur
Jahr Millionen Touristen anlockt, ist allgemein bekannt. Zweiter ist Salzburg mit 30 Millionen. Das Burgenland Jahr verbringen wir im Schnitt im Inland, 16 Tage im Aus- auf Platz 4, noch hinter Innsbruck und Graz: Nur knapp
Knapp 25 Milliarden Euro Umsatz macht der Tourismus mit seinem pannonischen Klima kann im Gegensatz land. Letzteres bevorzugt bei unseren südlichen Nach- ein Viertel der Österreicher möchte einen Städterlaub in
pro Jahr, wovon knapp 20 Milliarden auf den interna- dazu „nur“ 3 Millionen Nächtigungen verzeichnen. Das barn: 47 Prozent geben an, dass sie am liebsten auf ita- Wien verbringen.
tionalen Reiseverkehr entfallen. Hierzu zählen selbstver- liegt weniger am (verständlichen) Reiz von Lederhose, lienischen Stränden entspannen. Auf Platz 2 liegt nicht
ständlich auch die Nächtigungen in den jeweiligen Bun- Gamshut und Jodeln, als viel mehr daran, dass der Win- etwa Kroatien oder Griechenland, sondern Deutschland:
desländern. Wer sind nun die größten „Beherberger“? tertourismus in Österreich schlichtweg „stärker“ ist als 37 Prozent verbringen ihren Urlaub gerne bei unseren „Salzburger verbringen 19
Fast schon einsam an der Spitze liegt hier das bergigste jener des Sommers. Im Burgenland gibt es tatsächlich Lieblingsnachbarn. Erst dann folgt Kroatien. Wenn wir Urlaubstage in Österreich.“
Land im Land der Berge: Tirol. 22.400 Beherbergungs- nur zwei bewirtschaftete Hütten. Skifahren kann man einen Städteurlaub in Österreich planen, dann übrigens
betriebe mit fast 50 Millionen Nächtigungen pro Jahr dort natürlich trotzdem. am liebsten in der Mozartstadt: 38 Prozent geben Salz-
Verteilung pro Bundesland 2018
(Nächtigungen in 1.000):
Tirol 49.625
Salzburg 29.510
Wien
Kärnten
16.483
13.332
Winter
Steiermark 13.060
71,9 Mio.
Vorarlberg 9.173 Sommer Nächtigungen
Oberösterreich 8.167
76,7 Mio.
Niederösterreich 7.419 Nächtigungen
Burgenland 3.050
Österreich Gesamt: 149.819
25 26Raus aus dem Altag
Für jede Urlaubsart ein passendes Bundesland:
WIE DER ÖSTERREICHER SEINEN URLAUB VERBRINGT
„Ferien auf dem Bauernhof finden nicht nur Kühe doof.“ Wanderurlaub
Steiermark 48 %
Tirol 43 %
Salzburg 39 %
Nicht für jeden bedeutet Urlaub das Gleiche. Manche falls: Beim Auslandsurlaub liegt der Verwandtenbesuch
genießen Sommer, Sonne, Sonnenschein am liebsten knapp gefolgt von der Entspannung, an der Spitze. Im
am Strand in Italien – Ristretto und Tramezzino inklusi- Inland sieht das ganz anders aus. Hier favorisieren die
ve. Andere können damit wenig anfangen, für sie zählt Österreicher vermehrt den Aktivurlaub, welcher den
nur der Aktivurlaub in den Bergen. Und manche bleiben Besuch bei Tante und Onkel nur haarscharf hinter sich
sowieso nur auf Balkonien. Wie „urlauben“ die Österrei- lässt. Man sieht, Urlaub bedeutet nicht für jeden das-
cher? Die Präferenz geht hier in Richtung Wanderurlaub selbe. Dass verreist wird, steht jedoch für den Großteil
in den Bergen, am liebsten in der Steiermark. Darauf außer Frage: Knapp 88 Prozent werden diesen Sommer
folgt der Urlaub in Thermenregionen, wo Entspannung wieder auf Urlaub fahren.
angesagt ist. Die Reisemotive unterscheiden sich eben-
„Wenn man sagen kann, bei der Arbeit habe man immer das
Gefühl, auf Urlaub zu sein, dann wäre das ein schönes Gefühl.
Aber das kommt ja eigentlich nicht vor. Zum Glück, denn sonst
würde man die Urlaubsbetriebe, viele Bereiche des Tourismus
und der Gastronomie nur in geringem Maße brauchen. Viele
Menschen wären arbeitslos. Allein schon aus diesen Gründen ist Badeurlaub
es wichtig, die Arbeit immer so zu gestalten, dass dabei nie das Kärnten 70 %
Gefühl aufkommt, auf Urlaub zu sein.“
Oberösterreich 29 %
P E T E R B L A I K N E R , AU T O R U N D K A B A R E T T I S T Salzburg 23 %
Radurlaub
Burgenland 47 %
Niederösterreich 32 %
Steiermark 21 %
27 28Deutschland Österreich
Die Deutschen rangieren nur auf Platz 5 der 28% Prozent der Österreicher bezeichnen ihre Heimat als „sehr
Lieblingstouristen. Dafür holen sie sich Platz 2 im Ranking gastfreundlich“. In Wien stufen nur 20% die Österreicher als „sehr
der beliebtesten Urlaubsziele – noch vor Kroatien auf gastfreundlich“ ein.In Summe bezeichnen 91% der Österreicher sich
Platz 3. selbst als „sehr gastfreundlich“ oder „gastfreundlich“.!
Tourismus Gastfreundschaft
35% der Wiener sind Touristen gerne
29% der Salzburger und 23% der Tiroler würden sich im Alltag behilflich und liegen damit auf
über weniger Touristen freuen. Ganz im Gegensatz Platz 2. Nur die Burgenländer sind noch
zu Kärnten: Dort geben 45% an, sich mehr Urlauber hilfsbereiter: 38% geben an, Urlaubern
gerne im Alltag zu helfen.
im eigenen Bundesland zu wünschen.
52% der Österreicher haben am
liebsten Österreicher zu Gast
Italien
Die Holländer sind unsere Lieblingstouristen,
dicht gefolgt von unseren südlichen Nachbarn,
den Italienern.
Bella Italia: Mit 47% liegt Italien an der Spitze
der beliebtesten Reisedestinationen.
29 30Im ernst?
Sie halten sich hartnäckig: die Postkarten. Noch im-
mer werden jährlich Millionen verschickt, um Freunden
oder Familie einen persönlichen Gruß zu schicken –
trotz WhatsApp, Facebook oder E-Mail. Die wenigsten
wissen jedoch, dass die Postkarte in Österreich erfun-
den wurde: 1869 regte Emanuel Herrmann erstmals die-
ses neue Format an, 1872 ist die offizielle Geburtsstunde
der Postkarte. Seither wurden Milliarden der Ansichts-
karten verschickt und kein Ende in Sicht.
Wer hätte das gedacht? Die Warntafeln für Geister-
fahrer werden durch Werbungen auf der Rückseite der-
selben finanziert.
Sie können mittlerweile auf eine lange Geschichte zu-
rückblicken und gehören zum Kultigsten, das Österreich
zu bieten hat. Die Rede ist von den PEZ-Zuckerl. Erfun-
den wurden sie als Pfefferminz-Bonbon, das Rauchern
bei der Entwöhnung helfen sollte. Deswegen waren die
ersten Exemplare der berühmten PEZ-Spender auch in
Feuerzeug-Optik gehalten. Im Laufe der Zeit hat sich die
Legende gebildet, dass Ebay-Gründer Pierre Omidyar
seine Plattform gründete, um seiner Frau einen Markt-
platz zu bieten, auf dem sie ihre PEZ-Sammlung ver-
größern kann. Kann man glauben, muss man aber nicht.
31 32Land &
Leute
„Land der Berge, Land am Strome, Land der Äcker,
Land der Dome, Land der Hämmer, zukunftsreich“ – so
beschreibt die Nationalhymne die äußerlichen Eigen-
schaften Österreichs. Wie steht es aber um die Inne-
ren? Genauer gefragt: Wie ticken wir Österreicher denn
eigentlich?
Wir sind jedenfalls sehr stolz darauf, Österreicher zu
sein. 88 Prozent geben an „sehr stolz“ oder zumindest
„eher stolz“ darauf zu sein, aus Österreich zu kommen.
Ein Ergebnis, dass quer durch alle Altersschichten ähn-
lich aussieht. Ein kleiner Unterschied besteht zwischen
der ländlichen und der urbanen Umgebung: Am Land
ist man tendenziell ein wenig „stolzer“ auf Österreich.
Geht es um den Lokalstolz, sticht Tirol besonders her-
vor. Dort geben immerhin 60 Prozent der Bevölkerung
an „sehr stolz“ auf Tirol zu sein. Dieses Ergebnis steht
auch in Einklang mit der Wahrnehmung, die die ande-
ren Bundesländer von Tirol haben: 69 Prozent der Ös-
terreicher gehen davon aus, dass die dortigen Einwoh-
ner ihre eigene Heimat am allermeisten schätzen. Die
Tiroler selbst denken das übrigens auch: Auf die Frage
in welchem Bundesland die Einwohner besonders stolz
auf ihr Bundesland sind, gaben knapp 80 Prozent Tirol an.
34Kleinste Gemeinde Österreichs Größte Gemeinde Österreichs
Gramais im Tiroler Lechtl
Fläche: 32,44 km 2
Sölden in Tirol
Fläche: 466,88 km2
Lieblinge der Superlative
Einwohner: 41 (Stand 01.01.2019) Einwohner: 3.130 (Stand01.01.2019) VOM GROSSGLOCKNER BIS ZUR DONAU
VS. „Sind im Jänner die Flüsse klein,
gibs im Herbst einen guten Wein.“
Kleinste Stadt Österreichs Größte Stadt Österreichs
Hardegg in Niederösterreich Wien
Fläche: 825,84 ha Fläche: 414,953 km2 Die Donau: Jener Fluss der sich 350 km durch Ös- heitsskala. Das gleiche Bild gibt die Steiermark ab: Die
Einwohner: 85 (Stand 01.01.2019) Einwohner: 1.898.000 (Stand 01.01.2019) terreich zieht fungiert ist nicht nur Namensgeber des Mur holt hier souverän Platz 1. Donauwalzer hin oder
berühmten Walzers „An der schönen blauen Donau“ her, der eigene Fluss ist einem dann offensichtlich doch
von Johann Strauss, zu dem ganz Österreich zu Silves- der nächste.
ter schunkelt. Sie ist zudem auch der Lieblingsfluss der Wie sieht es bei den Bergen aus? Fragt man die Öster-
Unsere Seenswürdigkeiten Österreicher: 39 Prozent setzen sie auf Platz 1. In den reicher nach den prägendsten Gipfeln im Land der Ber-
einzelnen Bundesländern zeichnet sich ein anderes Bild ge, liegt der Großglockner unangefochten an der Spitze:
VOM BODENSEE ZUM NEUSIEDLERSEE ab: In Tirol liegt beispielsweise der Inn mit 88 Prozent Mit 58 Prozent der Stimmen ist er der österreichische
der Stimmen klar auf Platz 1. Auch bei den Salzburgern Berg Nummer eins. Da stimmen (ausnahmsweise) alle
„Springende Fische bringen Gewitterfrische.“ steht „ihr“ Fluss, die Salzach, ganz oben auf der Beliebt- Bundesländer überein.
Sommer, Sonne, Badeseen – Ein Sommer ohne See ist beheimatet: 36 Prozent votierten für den Wörthersee als
für die meisten Österreicher kaum vorstellbar. Glitzern- ihre bevorzugte Badestelle.
des, kühles, türkisblaues Nass und eine Kugel Vanilleeis Aber welches Bundesland hat den Größten? Das
in der Hand – da könnte man fast vergessen, dass wir kommt ganz auf die Perspektive an: Der Bodensee im
in einem Binnenland ohne Meer leben. Und da wir Ös- Ländle erreicht eine erstaunliche Größe von rund 538,5 „Österreichs Lieblingsflüsse:
terreicher mit unseren Seen so eine Freude haben, sind km2, allerdings liegen davon nur 58,6 km2 in Österreich. Donau, Inn, Salzach und Mur
wir bei der Größe auch etwas großzügiger – obwohl es Beim Neusiedlersee sind Österreich und Ungarn noch sind für alle eine Freude pur.“
darauf nicht ankommt. Insgesamt gibt es in Österreich vereint: 77 Prozent der insgesamt 285 km2 liegen im
rund 25.000 stehende Gewässer, davon sind 62 Seen als sonnigen Burgenland. Der größte und zur Gänze in Ös-
„große Seen“ mit einer Fläche von über 50 ha ausge- terreich liegende See ist der Attersee mit 45,9 km2 in
wiesen. Der Lieblingssee der Österreicher ist in Kärnten Oberösterreich.
Die Donau
Seichtester See: Wärmster Badesee:
1,8m 27°C
Neusiedler See Salza Stausee in St. Martin
in der Steiermark seit Juli 2018
350 km
in Österreich
Tiefster See: Kältester Badesee:
254m 15°C
Bodensee Körbersee in Vorarlberg
Rinnensee in Tirol
35 36Klettersteige Bekannteste Alpenpflanze
Gipfelsiege Vorarlberg
Tirol
25
143
Edelweiß
Wien 1
(streng geschützt)
SKURRILITÄTEN OBERHALB DER BAUMGRENZEN Salzburg 47
Oberösterreich 52
„Trägt der Dachstein einen Hut, wird das Wetter wieder gut. Niederösterreich 44
Trägt der Dachstein einen Sabel, wird das Wetter miserabel.“ Steiermark 69
Kärnten 40
Burgenland 0
Österreich ist bekanntlich das Land der Berge. Be-
ginnend mit dem knapp an der 4.000er-Marke vorbei-
schrammenden Großglockner (3.798 Meter) im Natio-
nalpark Hohe Tauern bis hin zum nur 121 Meter hohen
Burg im burgenländischen Seewinkel, welcher nur sechs
Meter über dem Neusiedlersee liegt. Von Bergsteigen
bis Spazierengehen ist also alles möglich. Bei der Be-
nennung waren unsere Vorfahren besonders kreativ:
der Misthaufen in Vorarlberg, der Haarige Rücken oder
etwa die Fleischbank in Tirol sind einige wenige Beispie-
le skurriler Namensgebung. Wer würde hier zuerst an
einen Berg denken?
Misthaufen, 2436m
Berg in Vorarlberg
Auf Wandertag
VIELE WEGE FÜHREN NACH OBEN
Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust, auch wir kann man auf dem Gipfel so manche Überraschung er-
Höhenstufen der Alpen
Österreicher lieben es. Und dabei haben wir unzählige leben. So findet man am kleinen Gilfert im Karwendel-
Möglichkeiten uns zu verirren: 25.416 abwechslungs- gebirge in Tirol ein im Alpenraum einzigartiges Gipfel-
Tiere in den Alpen 2.500m
Schnee und Eis
30.000
reiche Wanderungen stehen hierzulande zur Auswahl. kreuz: Fünf Meter ragt es in die Höhe, in der Mitte ein
Allein in Tirol sind es insgesamt 8.888. Wer viel Zeit hat, Phönix, umgeben von christlichen Symbolen. Rund um Polsterpflanzen
kann in 63 Tagen auf dem Arnoweg einmal rund um das Kreuz finden sich auf drei kunstvollen Tafeln die verschiedene Tierarten 2.000m
Zwergsträucher und
Salzburg wandern. Knappe 1.200 Kilometer und 80.000 neun Weltreligionen dargestellt. Es soll ein Zeichen für in dem Alpenbogen von
Gräser
Höhenmeter legt man dabei zurück. Integration, Toleranz und Frieden sein und wurde von Österreich nach Frankreich
Aber auch Berge verlocken zu Wanderungen. Dabei Inhaftierten in der Schlosserei der nahegelegenen Jus- Krummholz
1.800m
tizanstalt geplant und gebaut.
Nadelwald
Laubwald
37 38Im ernst?
Der Planet Erde ist eine Kugel. Möchte man das auf ei- reich aber nicht gleich Tiergarten. Ein wenig Geschichte
gene Faust nachprüfen, benötigt es jedoch keinen Flug sollte er schon in sich tragen. Doch welcher Zoo ist der
zum Mond. Eine Autofahrt zum Bodensee reicht völlig älteste Österreichs, Europas oder gar der Welt? Mit die-
aus: Stellt man sich ans Ufer in Bregenz und blickt nach sem Titel darf sich der Tiergarten Schönbrunn in Wien
Nordwesten, sollte man eigentlich Konstanz sehen. schmücken: seit 1452 stehen seine Pforten offen.
Doch aufgrund der Erdkrümmung erkennt man auch Apropos Schönbrunn: Hier lebte einst die vornehme
bei allerbester Sicht nichts. Beweis erbracht, wir leben adelige Gesellschaft des alten Österreichs. Nach Kriegs-
auf einer Erdkugel und keiner Erdscheibe. Und wer bei ende musste der Kaiser jedoch von dort ausziehen und
dieser Erkenntnis erst einmal schlucken muss, kann sich auch der Adel verlor eine Vielzahl Privilegien, wie zum
ein Glas Bodenseewasser genehmigen, denn das hat Beispiel das Recht zum Führen seines Titels. Seit 1919
Trinkwasserqualität. müssen österreichische Adelige bis zu 14 Cent Bußgeld
Vom Bodensee ab in den Zoo. Tiergarten ist in Öster- zahlen, wenn sie ihren Adelstitel in der Öffentlichkeit
tragen.
„Man mag es kaum glauben: Im
Land der Berge waren 27 Prozent
der Bevölkerung noch nie auf
einem Berggipfel.“
39 40Vereine &
Brauchtum
Jeden Tag Dirndl, Lederhose und Gamsbart? Ganz so
ist es natürlich auch nicht, denn Tracht hat in Österreich
zwar Tradition, wird allerdings eher selten täglich getra-
gen. 56 Prozent der Österreicher besitzen zwar trachtige
Kleidungsstücke, knapp die Hälfte davon legt sie jedoch
nur ein- bis zweimal im Jahr an.
Aber dennoch: Wir lieben unsere Traditionen, egal ob
als Kleidung oder in anderen Bereichen unseres Lebens.
Vom Schuhplatteln bis zur Goldhaube sind wir von Kopf
bis Fuß auf Bräuche eingestellt. Unser „Lieblingsbrauch“
ist übrigens die Blasmusik, gefolgt vom Volkstanz.
Und warum liegen die Bräuche den Österreichern
so am Herzen? 86 Prozent empfinden Brauchtum als
förderlich für die Gemeinschaft und generationenver-
bindend. Zudem gehört es für einen Großteil der Ös-
terreicher zu ihrer Identität. Erst 2018 hat die UNESCO
14 neue Bräuche in das Verzeichnis des immateriellen
Kulturerbes aufgenommen, das in Österreich nun 117
Eintragungen zählt. Und so sind Bräuche in Österreich
nicht einfach nur Althergebrachtes, sondern gelebte
Tradition – vor allem in der jüngeren Altersgruppe: Die
16-29-jährigen sind in Brauchtumsvereinen doppelt so
stark vertreten wie die Generation 50plus.
42Aufg‘spielt wird! Lebendige Traditionen
MARSCH, DIE MUSI SPIELT WELCHES BRAUCHTUM ÜBERN DIE ÖSTERREICHER SELBST AUS?
„Du singst und weinst und lachst,
schau, dass du viele glücklich machst!“
5% Goldhauben 15% Schützen
Ohne „Musi“, so scheint es, geht heute gar nichts aus Männern bestehend, wurde dieser kurzerhand in
mehr. Die meisten von uns sind entweder selbst Mit- „Männergesangsverein“ umbenannt. Seit 1871 ist er
glied in einem Musikverein, oder kennen jemanden, wieder für beide Geschlechter zugänglich und heißt
der Mitglied ist. In Oberösterreich gibt es gar ein Musik- heute schlicht „Musikverein St. Pölten 1837“.
schulwerk, das dem Land ganz besonders am Herzen
liegt.
Aber wann wurde eigentlich der erste Musikverein „36% der Österreicher sind aktive 8% Musikantenstadl 6% Trachtengruppen
in Österreich gegründet? Die erste musikalische Ver- Mitglieder in der Blasmusik.“
einigung erblickte 1837 in St. Pölten unter dem Namen
„Musikverein“ das Licht der Welt. Zwischenzeitlich nur „86% der Österreicher sind der Meinung , dass
Brauchtum die Gemeinschaft fördert. Für 82 %
verbindet sie die Generationen.“
Aktive Blasmusiker in Österreich
Stand 2017
Stand 2017
Vergiss‘ Cordoba
WARUM ÖSTERREICHS FUSSBALL (TROTZDEM) SPITZE IST
Niederösterreich 25.189
Oberösterreich 24.485 Im europäischen Vergleich liegt Österreichs Fußball-
nationalteam unglücklicherweise nicht im Spitzenfeld. Sportvereine
Steiermark 19.415 Geht es aber um die Anzahl der Sportvereine, können
uns die wenigsten das Wasser reichen: 1.313.471 der
Tirol 16.274 Fußball 2.021
Männer in Österreich und 789.517 der Frauen sind Mit- Eis- und Stocksport 1.615
Salzburg 7.810 glieder in Sportvereinen. Am beliebtesten ist hier der Tennis 1.605
Volkssport Nummer eins: der Fußball. 2.201 Fußballver- Pferdesport 1.421
Vorarlberg 5.288
eine gibt es, in denen die Alabas der Zukunft dem run- Skilauf 1.131
Kärnten 4.775 den Leder nachjagen. Die legendäre Hans Krankl’sche Schießen 686
Grundregel für dieses Spiel kennen wir alle: „Wir müssen Tischtennis 524
Burgenland 3.969
gewinnen, alles andere ist primär.“ Flugsport 503
Wien Turnen 435
957
Radsport 416
43 44Im Kettenkarussell
WO ROSA ZUCKERWATTENWOLKEN UND
SÜSSER MANDELDUFT REGIEREN
„Ob Ernteball, ob Schützenfest, der Bauer sich nicht lumpen lässt.“
Im Mittelalter, einer Zeit, die eigentlich nicht für Hei- Heutzutage ist von der einst religiösen Bedeutung des
terkeit und Ausgelassenheit bekannt ist, kam er auf: der Kirtages nicht mehr viel übrig. Traditionelle Jahrmärkte
Kirtag. Damals stand nach der Kirchweihe ein Volksfest sind in ganz Österreich verbreitet und man findet sie in
auf dem Programm. Manche heutigen Kirtage haben jeder noch so kleinen Gemeinde. Aber auch in Großstäd-
ihren Ursprung in dieser Zeit, so zum Beispiel der Salz- ten sind sie ausgesprochen beliebt: Beispielsweise der
burger Rupertikirtag. Dieser wird 1331 erstmals erwähnt Neustifter Kirtag in unserer Hauptstadt Wien, auf dem
und ist aus einem noch wesentlich älteren Herbstmarkt man den „echten Wiener“ am entsprechenden Schun-
hervorgegangen. Ebenfalls auf eine lange Tradition kann keln erkennt. Hier stehen guter Wein, Hausmannskost
der Kollmitzberger Kirtag in Niederösterreich zurückbli- und Tanzen im Vordergrund. Was der Wiener dazu sagt?
cken. 1516 scheint er in einem Streiturteil erstmals auf. Ur leiwand.
Ursprünglich wurde der Jahrmarkt in Ardagger Markt
abgehalten. Als der Ort von der Pest heimgesucht wur-
de, verlegte man den Markt auf den Kollmitzberg.
„43% der Österreicher hört gerne Volksmusik,
vorallem in Kärmten (55% ) und bei älteren
Menschen (56%) ist sie beliebt. “
45 46Dirndl trägt Dirndl
DIE TRACHT: MEHR ALS EINE
MODEERSCHEINUNG
52% 59%
Die traditionelle Trachtenkleidung erlebt derzeit in man in der Steiermark. Dort nennen 73 Prozent eine
der Männer und Frauen besitzen in Österreich eine Renaissance. 56 Prozent der Österrei- oder mehrere Trachten ihr Eigentum. Das traditionelle
Österreich eine oder mehrere Trachten
cher besitzen eine Tracht. Insbesondere die Jungen zei- österreichische Gewand ist aber heute viel mehr als nur
gen sich wieder begeistert von Janker, Lederhose und Bekleidung für traditionelle Feste am Land: Längst ist
Dirndl: 33 Prozent der 16 bis 29-Jährigen verfügen über sie Stilvorgabe auf Motto-Parties, bei Messen, auf Bällen
45% mehrere trachtige Kleidungsstücke. Bemerkenswert ist, oder für Veranstaltungen wie beispielsweise die Wiener
tragen diese aber nur ein bis dass Wien mehr Tracht trägt als Vorarlberg. Neustifter Wiesn. Den Großteil des Jahres verbringt die Tracht je-
zwei Mal pro Jahr
Kirtag, Wiener Wiesn und Altausseer Kirtag (mit eige- doch im Kleiderschrank: 45 Prozent der Trachtbesitzer
nem Tag für die Wiener) hinterlassen eben ihre Spuren. tragen sie nur ein- bis zweimal pro Jahr.
13% Apropos Altaussee: Die meisten Trachtbesitzer findet
zählen Trachtengruppen zu den
typischen Brauchtumsarten Österreichs
„Nur 34% der Vorarlberger besitzen eine oder mehrere Trachten und liegen damit im
österreichweiten Vergleich auf dem letzten Platz.“
Sommerzeit ist Zeltfestzeit
VOM SCHUNKELN UND SCHAUKELN Im ernst?
„Oswaldtag muss trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein“
Eine Gruppe Menschen, die eine Kuh anfeuert, wäh-
rend sie ihr „Geschäft“ erledigt? In Österreich nicht nur
Ein lauer Sommerabend, kühles Bier, Musik und eine Tagen im Jahr dauern darf. Davon dürfen Speisen und Realität, sondern liebevoll gepflegte Tradition. Bei die-
lockere Stimmung – Zeltfeste sind der perfekte Ort, um Getränke lediglich an drei Tagen verkauft werden. An- sem Kuhfladen-Bingo (so die korrekte Bezeichnung)
die warmen Nächte des Sommers zu genießen. Bun- sonsten gilt für einen gemeinnützigen Verein: Eine Be- wird eine Wiese in gleich große Quadrate eingeteilt. Auf
te Armbändchen, die als Zutrittserlaubnis dienen und rechtigung für das Gastgewerbe muss her! Nichtsdesto- dieses Spielfeld wird das Rindvieh getrieben und die Zu-
am nächsten Tag nur schwer vom Handgelenk zu lösen trotz gehören sie längst zur ländlichen DNA: traditionell schauer hoffen, dass ihr Fladen im richtigen Feld landet.
sind, wer kennt sie nicht? Sobald die Temperaturen stei- organisiert von Freiwilliger Feuerwehr, Landjugend oder Wobei das richtige Feld jenes ist, auf das man selbst ge-
gen, finden in nahezu jedem Dorf zahlreiche Zeltfeste ansässigem Sportverein und von Gemeinde zu Gemein- wettet hat. Ein idyllischer Zeitvertreib made in Austria.
statt. Getanzt und gefeiert wird vorwiegend von Ende de unterschiedlich. Sommerzeit ist Zeltfestzeit – und
April bis Ende September. Die wenigsten wissen jedoch, Feste muss man bekanntlich feiern wie sie fallen.
dass ein Zeltfest im Bundesland Salzburg höchstens vier
47 48Heimatleuchten
FREITAGS, 20:15 UHR
14.06 | Huchen, Laberl, Wasserbüffel - Unterwegs in der Wachau
21.06 | Speckrevoluzzer und Striezelkönigin - Das Sarntal
28.06 | Das Kärntner Rosental – Bienen, Büchsen & Pohača
05.07 | Salzburgs verborgene Seenschätze – Die Trumer Seen
12.07 | Der Tennengau
19.07 | Unterwegs mit Conny Bürgler – Kärnten
26.07 | Salzburg - Die Schöne an der Salzach
02.08 | Das Gurktal
09.08 | Brennerpass
16.08 | Das Alpbachtal
23.08 | Herbstln tuats im Salzburger Land
30.08 | Hin über d‘Alm – Tirol
06.09 | Das Mostviertel
13.09 | Das Gegendtal
20.09 | Das Zillertal - Starke Typen, weiche Wolle
49 50Impressum
EIN SOMMER IN ÖSTERREICH
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Quellennachweis:
Infografiken: Heimat & Identität: market Institut: 9 – Europäische Wertestudie der Universität Wien, ‚Interdisziplinäre Werte-
forschung‘: 10 – Universität Salzburg, SFB ‚Deutsch in Österreich‘: 12; Essen & Trinken: Statista: 17/18 – Österreich.at: 17; Urlaub
& Tourismus: WKO: 25 ¬– Statistik Austria: 26; Land & Leute: Gemeinde Gramais Homepage: 35 – www.hardegg.gv.at: 35 – Ge-
meinde Sölden Homepage: 35 – Gemeindebund.at: 35 – Statista: 35 – Kompass.de: 37 – Oe24.at: 35 – 1000things.at: 35 – Ös-
terreich Werbung: 35 – Bergsteigen.com: 38 – Nachrichten.at: 38 – DAV Deutscher Alpenverein Homepage: 38 – Austria.Info:
36 – Bodenseekultur.Info: 35; Vereine & Brauchtum: Statista: 43/44; Texte: Heimat & Identität: Europäische Wertestudie der
Universität Wien, ‚Interdisziplinäre Werteforschung‘: 10 – Wikipedia: 11/13 ¬– Spiegel.de: 11 – Wikimedia: 12 – 1000things.at:
13 – Kontrast.at: 13; Essen & Trinken: WKO: 16 – St. Peter Stiftskulinarium Homepage: 16 – Statista: 16/17/19 – DerStandard.at:
17 – Österreichwein.at: 17 – Austria-Forum.org: 18 – Würstelstand LEO Homepage: 18; Urlaub & Tourismus: Österreich Touris-
mus: 24 – Statista: 25 – Bergwelten.com: 25 – 1000things.at: 32 – Wikipedia: 32 – Unnützes Wissen: 32; Land & Leute: Bundes-
ministerium Nachhaltigkeit und Tourismus: 35 – Statista: 35 – Neusiedlersee.com: 35 – Austria-Forum.org: 35 – Austria.Info:
36 – Kompass.de: 37 – Outdooractive.com (Stand 22.1.2019): 37 – Karwendel-Urlaub.de: 37 – Arnoweg.com: 37 – 1000things.
at: 39 – Staatsweingut Meersburg Homepage: 39; Vereine & Brauchtum: UNESCO.at: 42 – Musikverein St. Pölten 1837 Home-
page: 43 – Statista: 44 – Rupertikirtag Homepage: 46 – Kollmitzberger Kirtag Homepage: 46 – Neustifter Kirtag: 46 – Amt der
Landesregierung Salzburg: 47 – Wikipedia: 48
51 52Sie können auch lesen