FEUERWEHR JAHRES-BERICHT 2015 - GVZ

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FEUERWEHR JAHRES-BERICHT 2015 - GVZ
FEUERWEHR
JAHRES-
BERICHT 2015
FEUERWEHR JAHRES-BERICHT 2015 - GVZ
FEUERWEHR JAHRES-BERICHT 2015 - GVZ
FEUERWEHR
JAHRESBERICHT 2015

              4   Vorwort
              6   Feuerwehr 2020
             10   Mobiler Gaswäscher
             12   Beschaffungen
             14   Materialsupport
             17   Personelles
             18   Kurse und Ausbildung
             23   Jugendfeuerwehr
             24   Alarmierung
             26   Feuerwehrstatistik 2015
             28   Inspektionen 2015
             31   Impressum

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FEUERWEHR JAHRES-BERICHT 2015 - GVZ
VORWORT

              ENTSCHEIDENDE
              OPTIMIERUNGSSCHRITTE

                                       Die GVZ Gebäudeversicherung          einer hohen Belastung, muss auch beruflich einen
                                       Kanton Zürich hat ein erfreu­        Nutzen generieren. Nicht zuletzt auch, um weiterhin
                                       liches Jahr hinter sich. So blieb    auf die Unterstützung der Arbeitgeber zählen zu
                                       sie von Naturereignissen             können. In Zusammenarbeit mit privaten Manage­
                                       weitgehend verschont und             mentschulen bieten wir dazu zivile Ausbildungs­
                                       erzielte trotz einigen Turbulen­     module mit Themen wie Führung und Management
                                       zen an den Finanzmärkten ein         an, die sich auch für die berufliche Laufbahn eignen.
                                       beachtliches Ergebnis. Nebst der     Damit sind wir auf dem richtigen Weg. Aus unserer
                                       einwandfreien Erfüllung des          Sicht ist es aber nicht immer notwendig, dass bei
                                       Kernauftrags «Sichern &              jedem Einsatz ein Offizier die Funktion als Einsatzlei­
                                       Versichern» erfolgten im             ter übernehmen muss. Wir haben genügend fähige
                                       Rahmen der Strategieumsetzung        Unteroffiziere und Soldaten – nutzen Sie dieses
                                       planmässig entscheidende             Potenzial vermehrt.
                                       Optimierungsschritte. Eines der
                                       strategischen Ziele der GVZ          Wir von der GVZ wollen unsere Leistungen gezielt
                                       lautet: «Die hohe Qualität der       weiterentwickeln. Mit dem Ausbau des Material­
                                       Feuerwehren wird mit einem           supports im Ausbildungszentrum Andelfingen, der
                                       effizienten, angemessenen            Erweiterung des Logistikzentrums Bachenbülach
                                       Mitteleinsatz gesichert.» Mit        für ausserkantonale Kunden und einem neuen
                 dem Vorhaben vor Augen, die hohe Einsatzbereit­            Kursangebot für Unternehmen ab 2016 gehen wir
                 schaft der Feuerwehrorganisationen weiter zu               unseren bewährten Weg weiter.
                 optimieren, fanden im Berichtsjahr Gespräche einer
                 GVZ-Delegation unter der Leitung von Kurt Steiner          Persönlich bereichernd ist für mich der Austausch im
                 mit allen Gemeinden statt. Aus diesen Lagebeur­            Rahmen meiner Kursbesuche. Ich bin vom Engage­
                 teilungen entstanden zahlreiche Massnahmen wie die         ment und den Leistungen immer wieder von neuem
                 indivi­duelle Festlegung des Minimalbestandes.             beeindruckt und weiss, dass Sie auch in ausser­
                                                                            ordentlichen Lagen für die Menschen im Kanton
                 Die Gespräche haben einmal mehr verdeutlicht, dass         Zürich da sind. Dafür danke ich Ihnen herzlich.
                 es bei den geleisteten Einsätzen und auch bei der
                 Teilnahme an Übungen grosse Unterschiede gibt.
                 Auffällig ist das grosse Gefälle zwischen Offizieren
                 und Soldaten. So leisten viele Feuerwehroffiziere jähr­-
                 lich über 40 Einsätze, während ein Gros der Mann­
                 schaft weniger als 12 beziehungsweise keine Einsätze       Conrad Gossweiler
                 haben. Die Gründe für die fehlende Praxis sind viel­-      Direktor
                 fältig; hier Lösungen zu finden ist unabdingbar, um
                 die hohe Qualität der Einsätze halten zu können. Ein
                 Ansatzpunkt ist es, die Offiziere zu entlasten, deren
                 Funktion für den Erfolg der Feuerwehren entschei­
                 dend ist. Das Engagement in einer Feuerwehr, mit

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FEUERWEHR JAHRES-BERICHT 2015 - GVZ
VORWORT

EINSATZBEREITSCHAFT UND
EINSATZQUALITÄT

                       Die Zürcher Feuerwehren wurden       Die Gespräche waren von den Gemeinden durchwegs
                       im Jahr 2015 zu 15′683 Einsätzen     gut vorbereitet und verliefen sehr konstruktiv.
                       (davon 2′752 für Dienstleistungen)   Die Konzepte überzeugten mit guten Ideen. Nach
                       aufgeboten, wobei insgesamt          Auswertung aller Gespräche kann der minimale
                       167′128 Einsatzstunden (davon        Mannschaftbestand sämtlicher Feuerwehrorganisa­
                       25′399 für Dienstleistungen)         tionen von 8′100 AdF neu auf 6′500 AdF reduziert
                       geleistet wurden. Im Vergleich zu    werden, dies ohne Einbusse der Einsatzbereitschaft
                       den Vorjahren war das Berichts­      und ohne Verlust der Einsatzqualität.
                       jahr kein aussergewöhnliches
                       Feuerwehrjahr. Bei den Brand­        Auch in anderen Themen sind wir auf sehr gutem
                       einsätzen sank die Anzahl der von    Weg: Ein durchwegs guter Zustand des bestehenden
                       der GVZ Gebäudeversicherung          Fahrzeugparks macht Ersatzbeschaffungen in den
                       Kanton Zürich versicherten           Gemeinden bis 2020 nur punktuell notwendig. Die
                       Feuerschäden von 1′233 (2014) auf    Administrationssoftware LODUR wird zunehmend
                       1′218 (2015). Hingegen stieg die     eingesetzt. Und auch die Zusammenarbeit mit
                       abgeschätzte Summe der Feuer­-       den Partnerorganisationen kann als gut bezeichnet
                       schäden von 39,0 (2014) auf          werden, obwohl oftmals mögliche Synergien in der
                       42,5 Mio. Franken (2015).            Zusammenarbeit oder beim Material noch nicht
                                                            ausgereizt sind.
   Gegenüber dem Vorjahr blieb die Anzahl Grossbrände
   (Brandschadensumme grösser als 1,0 Mio. Franken)         In den nächsten Jahren gilt es nun, die festgesetzten
   stabil. Wie 2014 waren im vergangenen Jahr wieder­       Ziele und Ideen des Programmes «Feuerwehr 2020»
   um deren acht Grossbrände zu verzeichnen. Der            umzusetzen. Dies gelingt uns nur mit einem gemein­
   grösste Einzelschaden ereignete sich in Winterthur,      samen Engagement.
   wobei die Schadensumme mit rund 2,2 Mio. Franken
   abgeschätzt wurde.                                       Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Erfolg des
                                                            Feuerwehrwesens im Kanton Zürich beitragen.
   Ein Schwerpunkt war die Weiterführung des Pro­
   gramms «Feuerwehr 2020». Nachdem die Gemeinden
   bis Ende 2014 mögliche Optimierungen ihrer Feuer­
   wehr überprüft hatten, wurden im Lauf des Jahres
   2015 die Resultate und das weitere Vorgehen bespro­
   chen. Bei den Gesprächen ging es primär um               Kurt Steiner
   folgende Themen:                                         Leiter Feuerwehr
   •	Überprüfen und Festlegen des minimalen Mann­
      schaftsbestandes, individuell auf die Gefahren­
      analyse der jeweiligen Gemeinde/-n
   • Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen 2016 – 2020
   • Administrationssoftware LODUR
   •	Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen

                                                                                                                    5
FEUERWEHR JAHRES-BERICHT 2015 - GVZ
FEUERWEHR 2020

               PROGRAMM «FEUERWEHR 2020»
               «Feuerwehr 2020» zielt auf eine Qualitätssteigerung in Kombination mit effizientem
               Mitteleinsatz ab. Die Chancen, dies zu erreichen, stehen sehr gut.

                        Eines der fünf strategischen Ziele, die der Verwal­     Dabei wurden folgende Themen besprochen:
                        tungsrat der GVZ Gebäudeversicherung Kanton             •	Festlegen der minimalen Mannschaftsbestände
                        Zürich für den Zeitraum 2012 – 2016 festgelegt hat,        mit jeder einzelnen Organisation auf Grund der
                                               ist, die hohe Qualität der          Selbstanalyse der Ist-Situation
                                               Feuerwehren mit einem effizi­    • Fahrzeugersatzbeschaffungen 2016 – 2020
                                               enten, angemessenen Mittel­      • Nutzung der Administrationssoftware LODUR
                                               einsatz zu sichern. Aus dieser   •	Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen
    Die Gemeinden                              Ziel­setzung heraus ist das         (insbesondere Zivilschutz)
                                               Pro­gramm «Feuerwehr 2020»
    waren grösstenteils                        entstanden.                      Zusammenfassung der Resultate
                                                                                Im Zeitraum von Mai bis Dezember 2015 konnten
    gut auf die Sitzungen                      2013 wurden die Gemeinden        zwischen der GVZ und den Gemeinden insgesamt
                                               des Kantons Zürich in fünf re­   102 Gespräche geführt werden. Die Gemeinden
    vorbereitet.                               gionalen Veranstaltungen über    ­waren grösstenteils auf die Sitzungen vorbereitet.
                                               das Programm «Feuerwehr           Die Sitzungen wiederum waren stets konstruktiv
                                               2020» informiert. Es wurde mit    und wurden mit viel Herzblut geführt.
                                               den Gemeinden vereinbart,
                        dass sie bis Ende 2014 mögliche Optimierungen und
                        Synergien innerhalb der eigenen Organisation sowie         Insgesamt kann ein sehr gutes Bild der Feuer-
                        in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden                 wehren gezeichnet werden. Davon zeugen die be­
                        konzeptionell erarbeiten. Erfreulicherweise betrug         eindruckende Passion und die allgemein äusserst
                        der Rücklauf der Meldungen an die GVZ 98%.                 leistungsfähigen Feuerwehrorganisationen.

                        Zusammenarbeit, Personal- und
                        Materialeinsatz                                         Neuregelung der minimalen Soll-Bestände
                        Am Kommandantenweiterbildungskurs anfangs 2015          Heute sind die Soll-Bestände einheitlich nach Feuer­
                        wurde das weitere Vorgehen hinsichtlich «Feuer­         wehrkategorien und unabhängig von einer Gefahren­
                        wehr 2020» thematisiert. Wesentlicher Schritt auf       analyse in den Vollzugsvorschriften für das Feuer­
                        dem Weg zum Ziel ist der Effizienzgewinn. Dies          wehrwesen festgelegt. Das führt insgesamt zu hohen
                        wird durch eine stärkere Zusammenarbeit zwischen        Beständen in den Feuerwehreinheiten. Ein weiteres
                        Feuer­wehrkorps und einem gezielteren Einsatz der       Hauptziel von «Feuerwehr 2020» ist es, ganz gezielt
                        Feuerwehrleute sowie des Materials erreicht. Das Jahr   auf die Bedürfnisse der Gemeinden einzugehen und
                        2015 wurde vor allem dazu genutzt, mit jeder einzel­    daraus die minimalen Mannschaftsbestände fest­
                        nen ­Organisation die Weiterentwicklung der eigenen     zulegen. Dabei steht folgende gesamtschweizerisch
                        Feuerwehrorganisation und in einer allfälligen Zusam­   geltende Leistungsvorgabe im Vordergrund:
                        menarbeit mit den Nachbargemeinden zu analysieren       Mit dem Ersteinsatz muss die Feuerwehr in der
                        sowie das weitere Vorgehen zu besprechen.               Lage sein, mit zwei voneinander unabhängigen

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FEUERWEHR JAHRES-BERICHT 2015 - GVZ
FEUERWEHR 2020

  Entwicklung Gesamtbestand 205: 7′65 (exkl. 266 Mehrfachfunktionäre)

    8′500

    8′000
                                                                              Gesamtbestand
    7′500

    7′000

                                                                                   Mindestbestand
    6′500

    6′000

                                                                                                                                               Oktober 2015

                                                                                                                                                              November 2015

                                                                                                                                                                              Dezember 2015
                                Februar 2015

                                               März 2015

                                                           April 2015

                                                                        Mai 2015

                                                                                                                              September 2015
                                                                                        Juni 2015

                                                                                                    Juli 2015

                                                                                                                August 2015
                  Januar 2015

Interventionen, die Rettung sowie den Einsatz für die                               Als Gesamtergebnis, das heisst, nach dem Festlegen
Brandbekämpfung spätestens nach 10 Minuten in                                       aller minimalen Mannschaftsbestände mit den
überwiegend dicht besiedeltem und nach 15 Minuten                                   Gemein­den, kann der Mannschaftsbestand für den
in dünn besiedeltem Gebiet ab Alarmierung mit rund                                  Kanton Zürich in den nächsten Jahren von 8′100 auf
10 Angehörigen der Feuerwehr (AdF) durchzuführen.                                   6′500 AdF reduziert werden. Dies ohne Leistungs­
Spätestens 30 Minuten nach der Alarmierung müssen                                   einbusse oder Mehrbelastung einzelner AdF.
30 AdF im Einsatz stehen.

  Mit der Reduktion der Mannschaftsbestände
  entsteht ein zusätzlicher Anreiz für eine noch
  engere Zusammenarbeit.

                                                                                                                                                                                                               7
FEUERWEHR JAHRES-BERICHT 2015 - GVZ
FEUERWEHR 2020

    Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen
    Der Fahrzeugbestand ist in einem sehr guten Zustand,   Übungsbesuch
    was bis 2020 wenig Ersatzbeschaffungen notwendig       Heute besucht jeder achte AdF weniger
    machen wird. Vor diesem Hintergrund wird gerne in      als die Hälfte der Übungen.
    Kauf genommen, dass die geplanten standardisierten
                                                                                                             12%
    Sammelbestellungen durch die GVZ erst zu einem         Erfreulicherweise nehmen rund 66%
    späteren Zeitpunkt in die Hand genommen werden         aller AdF an mehr als 75% der Übungen
    können.                                                teil. Sorgen b
                                                                        ­ ereiten jedoch diejenigen    22%
                                                           12% AdF, die unter 50% Übungsbesuch                      66%
    Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen               liegen. Teilweise ist dies z. B. begründ­
    (Zivilschutz)                                          bar mit Weiter­bildung, Unfall oder
    Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Zivil­       Auslandreisen. Insgesamt muss da der
    schutz funktioniert bei vielen Organisationen sehr     Status quo jedoch verbessert werden.
    gut und ist etabliert. Trotzdem sind viele Synergien                                               > 75%
    noch nicht genutzt, wie beispielsweise gemeinsame                                                  50 – 75%
    Übungen, gegenseitiges Nutzen von Material und                                                     < 50%
    Fahr­zeugen oder Ablösen der Feuerwehr bei langan­
    dauernden Einsätzen.

    Weiteres Vorgehen 2016
                                                           Tagesverfügbarkeit
    Im laufenden Jahr geht es nun hauptsächlich darum,
                                                           Ein besonderes Augenmerk ist auf
    die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Massnah­
                                                           die Verfügbarkeit der AdF tagsüber zu
    men umzusetzen. In rund einem Drittel der Gemein­
                                                           ­richten. Diese liegt bei 36% der AdF.
    den sind in Zusammenarbeit mit der GVZ Pendenzen
    abzuarbeiten. Ausstehend sind zudem noch die
                                                                                                                         36%
    Gespräche mit den 18 Betriebsfeuerwehren.
                                                                                                          64%

                                                                                                       Tagsüber verfügbar
                                                                                                       Tagsüber nicht verfügbar

                                                           Anzahl Atemschutzgeräteträger
                                                           Der Anteil Atemschutzgeräteträger ist
                                                           mit 78% erfreulich hoch.

                                                           Praktisch sämtliche AdF, ausgenommen                     22%
                                                           die reinen Spezialisten wie Sanität
                                                           oder Verkehrsgruppe, sind an den
                                                           Atemschutzgeräten ausgebildet.                  78%
                                                           ­Erfreulich ist dies unter anderem auch
                                                            deshalb, weil die Ausbildung im Atem­
                                                            schutzbereich doch sehr zeitintensiv
                                                            ist und sowohl Anschaffung als auch
                                                            Unterhalt der Geräte teuer sind.           AS-Träger
                                                                                                       Nicht AS-Träger

8
FEUERWEHR JAHRES-BERICHT 2015 - GVZ
FEUERWEHR 2020

Einsatzerfahrung der AdF
Drei Viertel aller AdF haben nicht mehr als                                       Rund 45% aller AdF haben weniger als vier Ernst­
12 Einsätze pro Jahr.                                                             falleinsätze pro Jahr. Dabei steht sicherlich die
                                                                                  Frage im Zentrum, wie die Einsatzerfahrung
                                                                                  entsprechend gesteigert werden könnte. Demge­
                                                                                  genüber stehen viele Kaderangehörige 20, 50 Mal
                                                                                  oder sogar noch häufiger im Einsatz.
AdF

600

500

400

300

200

100

                                                                                                                                                              Ein­
      0

           3

                 6

                      9

                               12

                                    15

                                         18

                                              21

                                                    24

                                                         27

                                                                  30

                                                                       33

                                                                            36

                                                                                  39

                                                                                        42

                                                                                                 45

                                                                                                      48

                                                                                                           51

                                                                                                                 54

                                                                                                                      57

                                                                                                                               60

                                                                                                                                    63

                                                                                                                                         66

                                                                                                                                              69

                                                                                                                                                   72 – 140   sätze

Alterspyramide                                                                    ­­
Trotz der kantonsweiten Reserve an Feuerwehr­                                     gabe, um das wertvolle Milizsystem langfristig er­
leuten bleibt, mit Blick auf die Alterspyramide,                                  halten zu können. Die Alterspyramide in einzelnen
aber auch die Nachfolgeplanung eine Dauerauf-                                     Gemeinden ist nicht optimal.

 ­
Anzahl
Personen

300

250

200

150

100

 50

                                                                                                                                              Alter
      18
           20
                22
                     24

                                              34

                                                        38
                                                             40
                          26
                               28
                                    30
                                         32

                                                   36

                                                                  42
                                                                       44
                                                                            46
                                                                                 48
                                                                                       50
                                                                                            52
                                                                                                 54
                                                                                                      56
                                                                                                           58
                                                                                                                60
                                                                                                                     62
                                                                                                                          64
                                                                                                                               66
                                                                                                                                    68
                                                                                                                                         70

                                                                                                                                                                                       9
FEUERWEHR JAHRES-BERICHT 2015 - GVZ
MOBILER GA SWÄ SCHER

                  MOBILER GASWÄSCHER
                  IM UMPUMPPIKETT
                  Ab sofort lassen sich selbst mehrere 10′000 ppm Ammoniak innert Kürze
                  auf einen ungefährlichen Wert reduzieren.

                                Das Umpumppikett der GVZ konnte Mitte 2015 ein
                                weiteres Spezialeinsatzmittel erfolgreich in Betrieb
                                nehmen. Dabei handelt es sich um den mobilen
                                Gaswäscher für die Absorption grösserer Mengen
                                                      an Gasen, primär Ammoniak.
                                                      Dieses Einsatzmittel ist nicht
                                                      nur innerhalb des Kantons
     Dieses Einsatzmittel                             Zürich einmalig, sondern sorgt
                                                      in seiner Dimensionierung
     sorgt landesweit für                             auch landesweit für eine posi­
                                                      tive Resonanz!
     positive Resonanz.
                                                       Aber nicht nur der mobile        Das ABC-Wechselladefahrzeug mit dem Gaswäscher-Container.

                                                       Gaswäscher, auch Wärme- und
                                                       Kälteanlagen sind nach wie vor   einen geschlossenen Raum kann infolge der Giftigkeit
                                hoch im Kurs. Dabei stehen Schlagworte wie Minergie,    nicht einfach durch einen simplen Lüftungsprozess
                                Energierückgewinnung und Effizienz im Vordergrund.      bewältigt werden.
                                Eine besondere Funktion kommt dabei dem Kältmit­
                                tel Ammoniak zuteil. Ammoniak wird nicht mehr nur       Bisherige Gaswaschmethoden der Einsatzkräfte
                                bei grossen Eishallen und Lebensmittelverarbeitern      ­basierten zwar auf dem Auerlüfter und einer Typ2-
                                eingesetzt, sondern überall dort, wo Wärme- und          Motorspritze. Doch dies funktionierte eher be­helfs­
                                Kälteanlagen notwendig sind (z. B. Energiezentralen      mässig und führte ausserdem zu grösseren Verun­
                                und Serverräume). Neben den für diesen Einsatzbe­        reinigungen. Darüber hinaus war die Waschleistung
                                reich guten Eigenschaften ist Ammoniak vor allem         sehr beschränkt und das verwendete Material wurde
                                aber giftig – und in hohen Konzentrationen sogar         durch das korrosive Ammoniak bzw. Neutralisations­
                                zündfähig. Der Austritt einer grösseren Menge in         mittel angegriffen.

                                                                                        Doch das gehört der Vergangenheit an, denn mit dem
                                                                                        neuen mobilen Gaswäscher besteht nun die Möglich­
                                                                                        keit, selbst mehrere 10′000 ppm Ammoniak innert
                                                                                        Kürze auf einen ungefährlichen Wert herunter zu krie­
                                                                                        gen. Und dies relativ einfach, dafür höchst effizient.
                                                                                        Für die Neutralisation wird Zitronensäure verwendet,
                                                                                        die in flüssiger Form auf den Schadensplatz gebracht
                                                                                        wird. Das Ganze geschieht in einem geschlossenen
                                                                                        System, nur die gereinigte Abluft wird freigesetzt,
                                                                                        oder je nach Konzentration, zwecks Kreislauf, wieder
             Der Gaswäscher
           im «scharfen» Test
                                                                                        in den Raum geblasen. Die Luftmenge/Saugleistung
              mit Ammoniak.                                                             kann am Wäscher stufenlos variiert werden, ebenso

10
MOBILER GA SWÄ SCHER

die Umwälzmenge des Neutralisationsmittels, das
wiederum unterschiedlich konzentriert werden kann.
Damit kann der Neutralisationsprozess durch diverse
Faktoren professionell, individuell und sauber gesteuert
werden.

Und «mobil» bedeutet in diesem Fall, dass der mobile
Gaswäscher auf einem Schwerlastenauszug in einem
Abrollcontainer verstaut ist. Die belastete Zuluft wird
mittels Auersauglutten in den Gaswäscher gebracht
und mit Drucklutten, aufgehängt an einem Kran (Ka­
mineffekt), abgeführt. Bereits heute gibt es im Kanton
Zürich mehrere stationäre Ansaugstellen an Räumen,
die eine Ammoniakanlage enthalten. Solche Vorrich­
tungen werden in Zukunft vermehrt anzutreffen sein,
gesteuert durch den Brandschutz, die Störfallvor­
sorge und die Feuerwehren selbst. Bei Räumen ohne
stationäre Ansaugstelle wird stets genügend Material
mitgeführt, um eine solche behelfsmässig bauen zu
können.

Sämtliche Test- und Material-Optimierungsrunden
wurden durchgeführt sowie die Taktik angepasst. Das
Umpumppikett ist somit für die kommenden Einsätze
mit dem mobilen Gaswäscher bereit und wird die dar­
aus gewonnenen Erkenntnisse auch in Zukunft wieder
in Test- und Material-Optimierungsrunden einfliessen
lassen.                                                    Die Anlage wird für den Test mit Ammoniak vorbereitet.

                                                                           von verschiedenen Berufs-, Chemie- sowie Betriebsfeuer­
                                                                           wehren und wird von teils ausserkantonalen Fachkräften
                                                                           (Industrie, Schienenbereich) verstärkt. Das Umpumppikett
                                                                           kommt überall dort zum Einsatz, wo grössere Mengen an
                                                                           Chemikalien und Flüssiggas umzupumpen respektive abzusau­
                                                                           gen sind. Dabei handelt es sich zumeist um Tank- beziehungs­
                                                                           weise Kesselwagen. Kleinmengen handelsüblicher Transportge­
                                                                           binde (bis zu 2′000 Liter pro Gebinde) kann jede Chemiewehr
                                                                           unabhängig vom Umpumppikett mit bescheidenen Mitteln
                                                                           umpumpen. Bei grösseren Umpumpaktionen nehmen nicht
                                                                           nur der Bedarf an Spezialmaterial sowie der Ausbildungsauf­
                                                                           wand zu, auch die Organisation eines Ersatzgebindes (Reser­
                                                                           vist) dauert in den meisten Fällen relativ lange und ist eine
                                                                           Herausforderung. Bis der Reservist am Ort des Geschehens
    Informationen Umpumppikett                                             eintrifft, ist auch ein dezentrales Umpumppikett längstens am
                                                                           Einsatz­ort angekommen. Fünf Mal pro Jahr übt das Umpump­
    Das Umpumppikett ist eine Weiterentwicklung des ehemaligen             pikett, davon an vier Tagesübungen, jeweils scharf mit richtiger
    Flüssiggaspiketts, das bereits seit 2001 operativ tätig ist. Das       Chemie. Das Aufgebot erfolgt über die Einsatzleitzentrale.
    Umpumppikett setzt sich zusammen aus über 50 Spe­zialis­ten

                                                                                                                                                11
BESCHAFFUNGEN

               BESCHAFFUNG VON FAHRZEUGEN
               UND MATERIAL
               Zustandsbericht für jedes Fahrzeug vor Ersatzbeschaffung. Umsatzsteigerung im
               ­Neuwarenlager bei externen Kunden. Erneuerung der zentralen Beschaffungsplattform
               «Abashop».

                       Subventionierung von Feuerwehrfahrzeugen                die Pflichtausrüstung einer Feuerwehr hinausgehen,
                       Bei der Fahrzeugersatzbeschaffung ist jeweils der       werden anteilsmässig subventioniert.
                       Zustand des zu ersetzenden Fahrzeugs zu berücksich­
                       tigen. Oftmals sind die Feuerwehrfahrzeuge, einer­-
                                                                                  Statistik Fahrzeugbeschaffungen
                       seits dank der sehr guten Wartung durch die Material­
                       verantwortlichen, andererseits wegen der wenig
                                                                                  2015 wurden durch Feuerwehrorganisationen
                       ­gefahrenen Kilometer, in einem sehr guten Zustand.
                                                                                  und die GVZ (Kurswesen) folgende Fahrzeuge
                        Die Fahrzeuge können mit normalen Servicekosten
                                                                                  beschafft:
                        in der Regel noch mehrere Jahre über die minimale
                        Betriebsdauer im Einsatz bleiben.
                                                                                  • 4 Öl-/Wasserwehrfahrzeuge
                                                                                  • 4 Mehrzweckfahrzeuge
                       Die Feuerwehrfahrzeuge sind vor dem Ersatz einer
                                                                                  •	2 Personentransportfahrzeuge
                       Prüfung in einer Fachgarage nach Wahl der Gemeinden
                                                                                     mit Atemschutz
                       respektive Betriebe zu unterziehen. Ist der Weiterbe­
                                                                                  •	4 Personentransportfahrzeuge
                       trieb des Fahrzeugs nur mit einem unverhältnismässig
                                                                                     mit Sanitätsmaterial
                       grossen Kostenaufwand verbunden, kann die Ersatzbe­
                                                                                  • 1 Verkehrsgruppenfahrzeug
                       schaffung bei der GVZ beantragt werden.
                                                                                  • 1 Ersteinsatzfahrzeug
                                                                                  • 2 Tanklöschfahrzeuge
                       Die GVZ versendet jedes Jahr ein Rundschreiben an die
                       Gemeinden, worin der Ablauf für die Fahrzeugersatzbe­
                       schaffungen beschrieben ist. Wird eine Ersatzbeschaf­
                       fung notwendig, ist diese der GVZ entsprechend den      Neuwarenlager auf Erfolgskurs
                       Terminen zu melden und die notwendigen Unterlagen       In den letzten Jahren sind die Mannschaftsbestände
                       sind mit entsprechenden Zustandsbericht einzusenden.    der Feuerwehren gesunken, dazu kommt eine vermehr­
                                                                               te Zusammenarbeit unter Feuerwehrorganisationen.
                       Damit die Submissionen fristgerecht durchgeführt        Diese Entwicklung wird auch in absehbarer Zeit noch
                       werden können, muss der Terminplan zwingend ein-        weitergehen und durch «Feuerwehr 2020» von der GVZ
                       gehalten werden. Zu spät eingereichte Ersatzbe­         auch aktiv gefördert werden. Das daraus resultierende
                       schaffungsanträge müssen allenfalls auf das Folgejahr   kleinere Marktvolumen von Feuerwehrmate­rial inner­
                       verschoben werden.                                      halb des Kantons Zürich wirkt sich folglich auch auf
                                                                               den Umsatz in dieser Kundengruppe negativ aus.
                       Die Arbeitsgruppe Technik erarbeitet und unterhält im
                       Auftrag der GVZ für jedes Fahrzeug ein Pflichtenheft    Damit das Neuwarenlager auch für die kommenden
                       über Bau und Ausrüstung. Die Einhaltung des Pflich­     Jahre gut aufgestellt ist, wurde diese Einkaufsmöglich­
                       tenheftes ist Bedingung, damit der Subventionsanteil    keit vor rund zwei Jahren offiziell für Partnerorgani­
                       zugesichert werden kann. Fahrzeuge, die das Pflich­     sationen und ausserkantonale Feuerwehren geöffnet.
                       tenheft nicht erfüllen, können nicht subventioniert     ­Diese Öffnung bringt insbesondere den Vorteil, dass
                       werden. Fahrzeuge, die das Pflichtenheft erfüllen,       das Umsatzvolumen beibehalten werden kann,
                       jedoch mit Optionen ausgerüstet werden, die über         wodurch weiterhin attraktive Einkaufspreise erzielt

12
BESCHAFFUNGEN

werden können. Dadurch profitieren die Gemeinden,
aber auch die GVZ (Subventionsanteil).                    Onlineshop «Abashop» wird um- und ausgebaut

Die Strategie funktioniert. Der ausserkantonale Um­       Abashop, die zentrale Beschaffungsplattform des Logistikzentrums
satzanteil am Totalumsatz von rund 6 Mio. Franken         Bachenbülach, wird derzeit überarbeitet. Verschiedene Updates bieten den
pro Jahr ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. Im   Usern Verbesserungen im Umgang mit dieser Seite:
Jahr 2013 betrug dieser Anteil lediglich 4,7%, im Jahr
2015 ­bereits 27,2%. Dadurch ist auch weiterhin ein       • Übersichtlichere Menüführung
interessan­tes Produktangebot ab Lager erhältlich, das    • Mehr technische (Hintergrund-) Informationen zum angebotenen Material
im Notfall auch jederzeit für Einsätze zur Verfügung      •	Möglichkeit, mehrere Dokumente bzw. Bilder aufzuschalten (bisher nur
steht.                                                      ein Dokument möglich), wie z. B. Wartungspläne und Gebrauchsan­
                                                            weisungen
Im Jahr 2015 wurden über 72′500 Artikel über das Neu-     • Drop-down-Funktion, wie z. B. für Konfektionsgrössen
warenlager im Logistikzentrum Bachenbülach ver­
trieben. Am meisten Umsatz wird nach wie vor in der       Damit die Feuerwehren bereits jetzt schon von den neuen Funktionali­
Produktgruppe der persönlichen Schutzausrüstung           täten profitieren können, werden die Wartungsarbeiten im laufenden
gemacht.                                                  Betrieb durchgeführt. Vorab werden noch die Qualität der Fotos, die
                                                          Darstellung der Beschriebe etc. überarbeitet.

   Anteil Umsatz externe Kunden

  30
                                        27,2%

   25

                           19,3%
  20

   15

   10

              4,7%
    5
                                                          Reinschauen lohnt sich:
   0
                                                          https://gvz.abacuscity.ch/de/home
              2013         2014         2015

                                                          Dieser Onlineshop steht zürcherischen und ausserkantonalen Feuerwehr-
                                                          und Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes zur Verfügung. Priva­
Eine Kundenumfrage, die durch einen Studenten im          te haben lediglich eine «Read only»-Möglichkeit und erhalten kein Login.
Rahmen einer Bachelorarbeit durchgeführt wurde,
bestätigte eine hohe Kundenzufriedenheit und brachte
wertvolle Inputs, wo noch besser auf die Kunden­
wünsche eingegangen werden kann. Die daraus resul-
tierenden Massnahmen ergeben einen Ausblick auf
das Jahr 2016: Umbau und Ausbau des Onlineshops
(siehe Kasten), Ressourcenanpassung sowie Prüfung
der ­Anwendung von Social Media sind einige Punkte
davon. Das gut bestückte Neuwarenlager steht auch in
Zukunft für kanto­nale und ausserkantonale Feuerwehr-
und Partnerorganisationen zur Verfügung.

                                                                                                                                      13
M ATERIAL SUPPORT

                  «MATERIALSUPPORT» IST ETABLIERT
                  Mit der Reorganisation der Abteilung Feuerwehr im Jahr 2014 wurde der Bereich
                  Materialsupport geschaffen, der seither nach und nach ausgebaut wurde. Auch der
                  Neudefinition der Schnittstellen zu anderen Bereichen wurde Beachtung geschenkt.

                                Die Bereichsleitung Materialsupport hat Robert       Ausbildungsmaterial
                                Schneider inne. Er wird in seinem Verantwortungs-    Die GVZ verfügt nicht nur über Infrastruktur und
                                bereich von vier Mitarbeitern unterstützt:           Ausbildungsmaterial im Ausbildungszentrum
                                •	Daniel Schroiff und Manuel Theiler,               Andelfingen (AZA), sondern auch im Logistikzentrum
                                   technische Mitarbeiter im LZB                     Bachenbülach (LZB). Die Zuständigkeiten dafür
                                •	Patrick Bürgin (bis Ende März 2016) und           wurden nun mit dem Bereich Ausbildung bereinigt.
                                   Benjamin Keller, technische Mitarbeiter im AZA
                                                                                     Der Materialsupport ist zuständig für sämtliches
                                Ein wichtiger Meilenstein im Jahr 2015 war die       Ausbildungsmaterial, das «nicht niet- und nagelfest»
                                Etablierung des Materialsupports im Ausbildungs­     ist. Die Betreuung der Brandhäuser, der IBULA und
                                zentrum Andelfingen (AZA). Dazu wurden bauliche      der Dortmund-Container (Betrieb und Unterhalt)
                                Massnahmen vorgenommen, wie etwa die Erstellung      obliegt den Mitarbeitenden des Bereichs Ausbildung,
                                einer Werkstatt mit Ausgabetheke und von zwei        wie auch die mobilen Brandstationen und der
                                Büroarbeitsplätzen. Die dazu nötige personelle       Unterhalt der Handfeuerlöscher sowie die Bewirt­
                                Auf­stockung erfolgte bereits im Jahr 2014; wir      schaftung der Ausbildungs-Brandschutzbekleidung,
                                berichteten darüber.                                 da diese in direktem Zusammenhang mit den
                                                                                     Brandübungen stehen.
                                Da dieser Bereich sehr nahe bei den Feuerwehren
      Die neue Werkstatt mit
 Ausgabetheke im Ausbildungs-
                                steht, sollen die verschiedenen Aufgaben in diesem   Der Materialsupport kümmert sich um Betrieb und
        zentrum Andelfingen.    Bericht näher erläutert werden.                      Unterhalt der nachfolgenden Infrastruktur. Die
                                                                                     fachkompetenten Mitarbeiter können Material so
                                                                                     noch während eines Kurses instandstellen, so dass es
                                                                                     umgehend wieder zur Verfügung steht, sofern es
                                                                                     nicht ausdrücklich durch den Hersteller repariert
                                                                                     werden muss (Haftungsfragen).

                                                                                     Kursfahrzeuge im AZA
                                                                                     •	Bereitstellung für die einzelnen Kurse gemäss
                                                                                        Bestellung der Kursleiter
                                                                                     •	Unterhalt, Instandstellung und Prüfung, d. h.
                                                                                        Mithilfe bei externen Service- und Unterhalts-
                                                                                        arbeiten bzw. Ausführung kleinerer Reparatur-
                                                                                        arbeiten vor Ort
                                                                                     •	Überführung in eine Fachgarage bei Bedarf resp.
                                                                                        Rückführung ins AZA
                                                                                     •	Koordination der periodischen Motorfahrzeugkont­
                                                                                        rolle beim Strassenverkehrsamt
                                                                                     •	Durchführung einer jährlichen Inventur der
                                                                                        Fahrzeugbeladung

14
M ATERIAL SUPPORT

                                                               Leitung Feuerwehr

             Inspektoren                           Stab                             Sekretariat

              Ausbildung                     Materialsupport                       Neuwarenlager             Grundlagen + Entwicklung

                                         Bereichsleitung
                                         Robert Schneider

                                              Stützpunkt-, Berufs-, Orts- und Betriebsfeuerwehren

Atemschutzmaterial                                          Vor allem das Schlauchmaterial muss häufig während
•	Bereitstellung für die einzelnen Kurse (Teilnehmer       des laufenden Kursbetriebs repariert werden. Aus
   und Instruktoren) gemäss Bestellung der Kursleiter       diesem Grund ist es wichtig, festgestellte Mängel
•	Unterhalt und Instandstellung nach jeder Ausbil­         sofort dem Materialsupport zu melden, beziehungs­
   dungseinheit                                             weise das defekte Material umgehend in der Werk­
•	Statische Prüfung des ganzen Atemschutzgerätes           statt abzugeben.
   nach jeder Reparatur
•	Jahresprüfung der Atemschutzgeräte, in Zusam­
   menarbeit mit dem Hersteller                             Materialsupport im LZB
•	Koordination der wiederkehrenden Prüfung der             Das LZB ist der Standort des Bereichs Materialsupport.
   Druckflaschen beim zuständigen Institut                  Dort kümmert sich das Team nicht nur um Ausbil­
•	Unterhaltsarbeiten an Grundeinheit und Druck­            dungs- und Leihmaterial, sondern auch um das
   flaschen                                                 ­­ge­samte Stützpunktmaterial inklusive Fahrzeuge und
                                                            leistet Pikettdienst zur Abdeckung von Notfällen im
Die Mitarbeiter sind allesamt ausgebildete Atem­            Materialbereich. Dazu gehören auch Beratungs- und
schutzgeräte-Mechaniker, d. h. sie sind befugt und          Ausbildungsaufgaben. Grundsätzlich sind die Mit-
kompetent, die meisten Unterhaltsarbeiten auszufüh­         ar­beiter des Materialsupports Ansprechpartner bei
ren, die über die normale Retablierung (durch die           allen Fragen und Problemen bezüglich Wartung,
Kursteilnehmer) hinausgehen.                                Betrieb und Unterhalt von Feuerwehrmaterial und
                                                            -fahrzeugen.
Übriges Kursmaterial
•	Bereitstellung für die einzelnen Kurse (Teilnehmer
   und Instruktoren) gemäss Bestellung der Kursleiter
•	Unterhalt, Instandstellung und Prüfung

                                                                                                                                              15
M ATERIAL SUPPORT

                                   Das gesamte Spektrum dieser verantwortungsvollen Aufgabe wird in folgenden Punkten aufgelistet:

                                       Fahrzeuge im Eigentum der GVZ                         Instruktorenbekleidung
                                       (Firmen- und Stützpunktfahrzeuge)                     •	Einkleidung von Instruktoren und Fachausbildern
                                       •	Durchführung sämtlicher Unterhaltsarbeiten,           sowie Umrüstung der persönlichen Bekleidung
                                          die nicht extern vergeben werden müssen
                                          (Herstellervorschriften)                           Notfallpikett
                                       •	Koordination von Unterhalt, Service und Repara­    •	Sicherstellung der Materiallieferung bei Ernstfall-
                                          turen in Fachgaragen                                  einsätzen (vor allem Grosseinsätze) rund um die
                                       •	Koordination des Jahresservices                       Uhr, d. h. Ersatz von defektem Material, Ergänzung
                                                                                                von fehlendem Material aus den Beständen des
                                       Neufahrzeuge aller Feuerwehrorganisationen               LZB, wie z. B. Pumpen bei grossflächigen Elemen­
                                       •	Koordination der Beladung, d. h. Aufnahme             tarereignissen
                                          des bestehenden und Bereitstellung des             •	Unterstützung von Partnerorganisationen gemäss
                                          ergänzenden Materials                                 bestehenden Verträgen, wie z. B. die Kantonspoli­
                                       •	Abnahme der Beladung                                  zei (Führungszelte) und das Veterinäramt (Material
                                       •	Prüfung der eingebauten Maschinenteile                gegen Seuchenfälle)
                                          (z. B. Pumpen und Generatoren) sowie Erstellung
                                          eines Prüfprotokolls                               Die Notfallnummer (044 872 14 44) ist permanent
                                                                                             auf die ELZ-118 umgeleitet. Bei Grossereignissen, bei
                                       Neumaterial im LZB                                    denen der Materialsupport involviert ist, wird diese
                                       •	Prüfung von Geräten und Maschinen, die ins         Nummer direkt auf den zuständigen Mitarbeiter, der
                                          Neuwarenlager aufgenommen werden bzw. für          Pikett hat, aufgeschaltet.
                                          die GVZ angeschafft wurden
                                                                                             Aus- und Weiterbildung von Materialwarten
                                       Ausleihe Ausbildungsmaterial                          der Feuerwehr
                                       •	Unterhalt und Instandstellung des Leihmaterials    •	Durchführung von Grund- und Weiter-
                                          für Feuerwehrorganisationen, wie Kleinlösch-          bildungskursen
                                          geräte, Sanitätsmaterial, hydraulische Rettungs-   •	Leitung von zwei Rapporten für Stützpunkt-
                                          geräte und Zelte                                      Materialwarte
                                       •	Koordination der Ausleihe (Ausgabe und             •	Weiterbildungskurse für Stützpunkt-Material­
                                          Rücknahme samt Kontrolle)                             warte (bei Bedarf)
                                                                                             •	Ausbildung der Feuerwehren vor Herausgabe
                                                                                                von neuem Material

                                                                                             Materialsupport für die Jugendfeuerwehr
                                                                                             Ein kleiner, aber feiner Bereich ist der Bereich Jugend­
                                                                                             feuerwehr. Dazu gehören die folgenden Aufgaben:
                                                                                             •	Unterhalt und Lagerung der Bekleidung und des
                                                                                                Kursmaterials
                                                                                             •	Einkleidung der neu eingetretenen AdJF
                                                                                             •	Umrüstung bzw. Ersatz abgegebener Bekleidung
                                                                                             •	Koordination des Kursmaterials, insbesondere für
                                                                                                den Jugendfeuerwehr-Wettkampf

     Weiterbildung der Materialwarte zum neuen LODUR-Modul «Material».

16
PERSONELLES

PERSONELLE MITTEILUNGEN
Neue Gesichter

MITARBEITER GVZ
Neueintritt
                     Seit dem 1. November 2015
                     verstärkt Christian Nüssli
                     als Supporter LODUR und
                     Technik (100%) den Bereich
                     Grundlagen und Entwicklung.

Austritt
Patrick Bürgin, technischer Mitarbeiter im Bereich Mate­
rialsupport, verlässt die GVZ per 31. März 2016. Er nimmt
eine andere Herausforderung an.

Wir heissen Christian Nüssli im Feuerwehrteam der
GVZ herzlich willkommen. Wir danken Patrick Bürgin für      Die frisch brevetierten Instruktoren mit ihren Ausbildern (Ueli Müller und André Herrmann) sowie
                                                            den Vertretern der GVZ (Direktor Conrad Gossweiler, Leiter Feuerwehr Kurt Steiner, Feuerwehrins­
seine Tätigkeit und wünschen ihm für seine berufliche       pektor Werner Balmer) vor der Fahne der Ostschweizer Feuerwehrinspektoren-Konferenz OSFIK.
wie auch persönliche Zukunft alles Gute.

Verabschiedung Lehrkörper
Am 6. Januar 2016 wurden im Restaurant «Winzer­
                                                            BREVETIERUNG
haus» in Weiningen 13 Mitglieder des Feuerwehr-­            INSTRUKTOREN
Lehrkörpers der GVZ feierlich verabschiedet.
                                                            Neue Gesichter, neue Aufgaben, neue Verantwor­
Kursleiter                                                  tungsbereiche. Wir gratulieren herzlich. Folgende
• Rolf Müller                                               Anwärter konnten in einem feierlichen Akt durch den
                                                            Direktor der GVZ, Conrad Gossweiler, und den Leiter
Instruktoren                                                Feuerwehr, Kurt Steiner, zu Feuerwehrinstruktoren
• Maurizio Lomartire          • Paul Ruffiner               befördert werden:
• Stefan Lustenberger                                       •	Jürg Bachmann, Lostorf
                                                            •	Marcel Bachmann, Rüschlikon
Fachausbilder/-innen                                        •	Sacha Besançon, Zürich
• Daniela Aerne               •   Marianne Wullschleger     •	Severin Debrunner, Uster
• Antonio Barrera             •   Stephan Wyss              •	Marcel Isliker, Adlikon
• Urs Mohler                  •   Christian Meili           •	Roman Jost, Bachenbülach
• Christoph Schaaf            •   Andreas Desponds          •	Martin Mettler, Illnau
• Beat Stocker                                              •	Olaf Pfeiffer, Benken
                                                            •	Marco Ritz, Horgen
Die GVZ dankt allen Verabschiedeten für ihre                •	Patrick Schwitz, Niederglatt
langjährige nebenamtliche Tätigkeit und wünscht             •	Roland Tribelhorn, Seuzach
ihnen für ihre Zukunft alles Gute.                          •	Daniel Vogler, Bassersdorf

                                                                                                                                                               17
KURSE UND AUSBILDUNG

                     KURSE UND AUSBILDUNG
                     Näher beleuchtet werden unter anderem der Gesundheitsschutz,
                     LODUR sowie Kommandanten- und Leadership-Kurse. Ebenso Angebote
                     für Nicht-Feuerwehrleute, wie etwa der Brandschutzkurs.

                                     KOMMANDANTENKURS 2015
                                     Der Kommandantenkurs 2015 legte den Fokus auf                     Schulhauses) und mit Angehörigen anderer Feuer­
                                     «Horizonterweiterung und grenzüberschreitende                     wehren (Buchs, Sevelen, Vaduz) eins zu eins stattfand.
                                     Zusammenarbeit». Geografisch war der Kurs zu Gast
                                     bei den Feuerwehren Buchs und Sevelen im St. Galler               Inhaltlich wichen die Kommandantenkurse der letzten
                                     Rheintal, einer Grenzregion zum Fürstentum Liechten­              Jahre nur geringfügig voneinander ab. So stehen nicht
                                     stein und zu Österreich. Die auffallend grosse                    nur «harte» Themen wie taktisches Schnelldenken,
                                     Gastfreundschaft und das vorbildliche Engagement                  Kaderübungen oder Repräsenta­tionstechnik auf der
                                     beider Feuerwehren mit ihren Chefs Marcel Senn und                Traktandenliste, sondern auch immer wieder
                                     Peter Hanselmann waren Grundlage für eine einma­                  «weichere» wie Personalführung oder Delegation
                                     lige Trainingswoche unserer angehenden Komman­                    von Aufgaben.
                                     danten von Feuerwehr sowie Zivilschutz.
                                                                                                       Der letzte Teil des Kurses konzentrierte sich voll und
                                     Die 23 angehenden Feuerwehr- und 10 Zivilschutz­                  ganz auf die Schadenplatzorganisation sowie auf den
                                     kommandanten arbeiteten die ganze Woche über eng                  Beginn grösserer und grosser Ereignisse. Als Ausbilder
                                     zusammen. Die meisten Übungen konnten sogar so                    für diesen Part waren – eigens zu diesem Zweck –
                                     angelegt werden, dass die beiden Partner des                      die Controller des Kantons Zürich, die bei Gross­
                                     Bevölkerungsschutzes ihre Aufgabe auf der gleichen                ereignissen als Kantonale Einsatzleiter agieren, vor
                                     Bühne meistern konnten. Die Faszination des Echten                Ort. Als Quintessenz aus diesem Kurs konnte man ein
                                     war immer dann zu spüren, wenn die Zusammenar­                    paar Wochen später feststellen, dass die Bühnen des
                                     beit mit zivilen Personen (z. B. Evakuation eines                 Kommandantenkurses den zweitägigen Beförde­
                                                                                                       rungskurs für Stützpunktkommandanten hinfällig
                                                                                                       werden lassen und dieser vorerst nicht mehr separat
                                                                                                       angeboten wird.

                                                                                                       Insgesamt ist man davon überzeugt, dass dieser auf-
                                                                                                       wän­dige Kurs auf einem erfolgreichen Konzept basiert
                                                                                                       und weiterhin in dieser Art umgesetzt werden sollte.
                                                                                                       Die grosse Herausforderung an Stab und Teilnehmen­
                                                                                                       de ist immer dieselbe: «Man kann das Ross zur Tränke
                                                                                                       führen, aber saufen muss es selbst!» Was bedeutet,
                                                                                                       dass sich die Teilnehmenden bei dieser Art von Kursen
                                                                                                       nach jeder Sequenz Rechenschaft darüber ablegen
                                                                                                       müssen, was sie aus dem eben Erlebten für ihre
                                                                                                       künftige Funktion mitnehmen können.

     Gruppenbild ganzer Kurs mit FW-Inspektor Günther Hoch (FL) und Instruktoren FL (links im Bild).

18
KURSE UND AUSBILDUNG

RÜCKBLICK AUF DIE ÄRZTLICHEN
REIHENUNTERSUCHUNGEN IN GVZ-KURSEN
Seit Januar 2015 führt die GVZ zu Beginn eines Grund-    Bestimmung der Arbeitsleistung und der individuellen
und Weiterbildungskurses für Soldaten ärztliche          Dauerleistungsgrenze mit Definition der Trainings­
Reihenuntersuchungen – auf Basis von Atem- und           bereiche.
Velo-Leistungstests – durch. Vonseiten Feuerwehr­
kommandanten sind einige Fragen zu diesen Tests          Zu diesem Leistungstest bekommen alle Teilnehmenden
aufgetaucht, welche die GVZ veranlassen, Umfang und      eine individuelle Trainingsberatung durch eine/n
Inhalt dieses Leistungstests näher zu erläutern.         Sportwissenschaftler/-in mit anschliessender schriftli­
                                                         cher Testauswertung. Der zuständige Arzt bespricht das
Als Grundlage für die Untersuchungen gelten die          Gesamtergebnis mit jedem Probanden und entlässt sie/
aktuellen «Richtlinien für die ärztliche Untersuchung    ihn mit dem Formular «Ärztliches Zeugnis».
von Feuerwehrleuten» des Schweizerischen Feuer­
wehrverbandes (SFV). Die Richtlinien gelten als Mini-    Die Feuerwehrkommandanten sind für das Einfordern
malstandard. Aus der Erkenntnis heraus, dass Feuer­      und die Erfassung der Resultate selbst zuständig.
wehreinsätze von unserem Körper Spitzenleistungen        Aufgrund der langjährigen und breiten Erfahrung des
abverlangen, werden standardisierte Leistungstests für   GVZ-Vertragspartners, der diese Dienstleistung zu
Herz/Lunge als aussagekräftige sowie wertvolle           Gunsten der Frontleute und letztlich der Gemeinden
Ergänzung und Basis zur medizinischen Beurteilung der    erbringt, haben rund 5% der Testpersonen eine
körperlichen Feuerwehrtauglichkeit erachtet.             einschränkende oder negative Bemerkung im Zeugnis.
                                                         Wenn es aus medizinischen Gründen nicht vertretbar
Die Spiroergometrie (Lungenfunktionstest) umfasst        ist, den Kurs regulär zu beenden, wird das Kurskom­
beispielsweise die Messung des Lungenvolumens, die       mando darüber in Kenntnis gesetzt und der Proband
Analyse der Lungenfunktion und die Interpretation der    entlassen.
erreichten Werte. Die ergonomische Leistungsdiagnos­
tik beinhaltet unter anderem eine Analyse von Laktat,    Generell darf festgehalten werden, dass die kostspieli­
Blutdruck (Ruhe/Belastung) und Herzfrequenz, ein         gen und aufwändigen Tests mehrheitlich auf äusserst
EKG-Screening, eine Erfassung der Leistungsfähigkeit     positive Resonanz stossen und der persönliche
des kardiopulmonalen Systems, eine Atemgasmessung        Mehrwert dankend erkannt wird.
(ventilatorische Funktion unter Belastung) sowie

E-LEARNING IN GVZ-KURSEN
Mit jeder Einladung bekommen unsere Kursteilneh­         Im Kanton Zürich sind derzeit drei E-Learning-
menden Links zur fachlichen Vorbereitung oder            Programme aufgeschaltet: Basiswissen, Methodik und
Auffrischung wesentlicher Inhalte aus FKS-Reglemen­      Einsatzführung.
ten. Die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung
betreibt diese professionell aufgebauten E-Learning-
Plattformen seit einigen Jahren und verfügt in diesem
Ausbildungsbereich über ein beachtliches Know-how.

Die Programme sind bewusst einfach und benutzer­
freundlich aufgebaut. Man verzichtet auf reisserische
Aufmachungen oder Perfektionismus. Die Produzenten
arbeiten eng mit den Machern von der Feuerwehrfront
zusammen, damit keine unnötigen «Luftballone»
entstehen. So treffen sich die Nutzer und Partner, zu
denen auch der Kanton Zürich gehört, zum regelmässi­
gen Austausch und zwecks «Marktforschung».

                                                                                                                                          19
KURSE UND AUSBILDUNG

                                    HYGIENEKONZEPT

                                    Das Ausbildungsjahr 2016 steht insbesondere im
                                    Zeichen des Gesundheitsschutzes aller im Ausbil­
                                    dungszentrum Andelfingen (AZA) tätigen Personen.
                                    Damit gemeint sind nicht nur Instruktionspersonal
                                    und Kursteilnehmende, sondern auch Angestellte.

                                    Einige Details dazu sind bereits gut etabliert,
                                    weitere Massnahmen sind in Einführung oder
                                    geplant. Im Zentrum steht die Sensibilisierung auf
                                    «sauber/dreckig».

                                    Folgende Massnahmen kommen dabei zur
                                    Anwendung:

                                    Informationen
                                    •	Bewusstseinsbildung/Schulung der Lehrkräfte.
                                    •	Einführung von «Spielregeln» und Sicherheitskon­
                                       zepten bei Übungsanlagen mit realem (= drecki­
                                       gem) Rauch.
                                                                                          Persönliche Trinkflasche.

                                                                                          Persönliche Massnahmen
                                                                                          •	Abgabe professionell gewaschener Übungsunifor­
                                                                                             men für jeden Kurs (sowohl Teilnehmende als auch
                                                                                             Ausbilder).
                                                                                          •	Abgabe von Hygienehauben für Übungen mit
                                                                                             realem Rauchszenario zum Schutz der Haut vor
                                                                                             Verunreinigungen.
                                                                                          •	Abgabe von persönlichen Trinkflaschen zum
                                                                                             Auffüllen an Wasserstationen.
                                                                                          •	Stiefelwaschanlage für das einfache Reinigen vor
                                                                                             Betreten eines sauberen Raumes.
                                                                                          •	Externe Depot-Station für persönliches Material der
                                                                                             Ausbilder (z. B. Helm, Handschuhe, Stiefel).

                                                                                          Massnahmen Übungsmaterial
                                                                                          •	Zentralisierte Materialausgabe und -rücknahme.
                                                                                          •	Konsequente Grobreinigung der Atemschutzgeräte
                                                                                             nach Echt-Brand-Einsätzen vor Betreten eines
                                                                                             sauberen Raumes.

     Russbildung beim Abluftgitter der Tiefgaragen-Übungsanlage.

20
KURSE UND AUSBILDUNG

KURSE FÜR
NICHT-FEUERWEHRLEUTE
Die Einführung öffentlich zugänglicher Brandschutz­
kurse entspricht aus Sicht politischer Vertreter im
Kanton Zürich dem Bedürfnis einer breiten Öffentlich­
keit. Die GVZ kann dank ihrer speziellen Infrastruktur
und ihrem Know-how aus Einsätzen mit neutralem
und professionellem Hintergrund einen wirkungs­
vollen Beitrag zur Sicherheit unserer Bürgerinnen und
Bürger leisten.

Durch den Umstand, dass Kurse im speziell für Ein­-
                                                                                               BRAND-
satz­kräfte der Notfallorganisationen ausgelegten
                                                                                               BEKÄMPFUNG
Ausbildungszentrum Andelfingen (AZA) durchgeführt
                                                                                               Praxisnaher Kurs für
werden sollen, ermöglicht man den Teilnehmenden
                                                                                               Unternehmen und Private
spannende Einblicke in die wertvolle Arbeit der Feuer­-
wehr. Was wiederum die Rekrutierung von neuen AdF
vorantreiben und vereinfachen soll.

Der GVZ-Kurs soll sich von anderen Anbietern abheben,
indem Erlebnisse und praxisorientiertes Handeln im
Vordergrund stehen. Eine limitierte Kursgrösse, Schutz-
ausrüstung für die Teilnehmenden und qualifizierte
Ausbilder gewährleisten einen hohen Schutzgrad der
Teilnehmenden – bei den realitätsnahen Übungen in
den Anlagen des Ausbildungszentrums.                      Die neugestaltete Broschüre, die für die Kurse wirbt, ist im LZB
                                                          erhältlich.

LEADERSHIP-KURSE
Den Feuerwehrkadern soll eine praxisorientierte           Abschluss mit einem «Leadership-Zertifikat SIB»
Führungsausbildung ermöglicht werden, die auch für        ausgezeichnet werden.
deren Arbeitgeber einen anerkannten Vorteil bringt.
Wir freuen uns deshalb, das Schweizerische Institut       SIB-Module
für Betriebsökonomie SIB und die KV Zürich Business       1: Führungsworkshop für neue Führungskräfte
School als wertvolle Partner begrüssen zu dürfen.         2: Führungsworkshop für erfahrene Führungskräfte
                                                          3: Kommunizieren und Gewinnen für Führungskräfte
Die beiden gestarteten Pilotkurse im SIB «Führungs­       4: Konfliktmanagement für Führungskräfte
workshop für erfahrene Führungskräfte» sowie              5: Teamführung – Teamleitung – Teampower
«Teamführung – Teamentwicklung – Teampower»
wurden plangemäss mit je zwei Teilnehmenden abge-         Der zweite Pilotversuch, ein halbjähriger Leadership-
wickelt. Anschliessend wurden die Kurse detailliert       Lehrgang in Kooperation mit der KV Zürich Business
ausgewertet und mit den Verantwortlichen in eine          School, ist im Herbst 2015 mit fünf Feuerwehroffizie­
passende Lösung überführt.                                ren gestartet und endet nach erfolgreich bestande­-
                                                          ner Prüfung im März 2016 mit dem Zertifikat «Leader­
In Kooperation mit dem SIB wird aktiven Feuerwehr­        ship SVF».
offizieren des Kantons Zürich ein Zertifikatskurs
angeboten. Aus möglichen fünf Modulen können              Anmeldeformalitäten für alle Leadership-Kurse sind
deren drei ausgewählt werden, die nach erfolgreichem      auf LODUR unter dem Kurzzeichen «F-LS» hinterlegt.

                                                                                                                                                    21
KURSE UND AUSBILDUNG

                            KURSENTSCHÄDIGUNG                                       EIN BLICK IN DIE ZUKUNFT
                            UND KURSBESCHEINIGUNG
                            VIA LODUR                                               Nach den positiven Erfahrungen 2013/2014 und dem
                                                                                    ausgewiesenen Bedürfnis nach regelmässiger
                                                                                    «Heissausbildung» folgt 2017/2018 wieder eine neue
                            Die Abwicklung der Ausbildungskursentschädigung         Kursserie «Einsatztraining für Feuerwehr (F-EF)».
                            wird zunehmend anspruchsvoller (z. B. durch unles­
                            bare Schrift, falsche Kursnummern). Damit steigt der    Damit jede Feuerwehr ihren Platz sichern kann und
                            interne Arbeitsaufwand für die GVZ unverhältnis­        die Kurse gleichmässig auf zwei Kursjahre verteilt
                            mässig stark.                                           ­werden können, werden die 108 Kurse per April 2016
                                                                                     publiziert.
                            Ein weiterer Dauerbrenner ist das Bedürfnis nach
                            einer Kursbescheinigung. Fachleute aus den Bereichen    Die Organisation gleicht der ersten Serie, also maxi­-
                            Kursadministration, GVZ-Buchhaltung und LODUR           mal 48 Teilnehmende, 1 Materialwart, 1 Maschinist.
                            haben nun die Abwicklungen auf Anfang 2016              Das Kursmaterial (Fahrzeuge, Atemschutz) wird von
                            optimiert.                                              der GVZ gestellt und die Feuerwehrorganisation
                                                                                    organisiert die Abdeckung ihres Einsatzgebietes
                            Sobald die Meldung der Kursleitung über alle effekti­   selbständig.
                            ven namentlichen Bestände am Kurs in der Feuerwehr-
                            Administrationssoftware LODUR erfasst ist, ist der      Aus Kapazitätsgründen werden in diesen beiden
                            Kurs systemmässig abgeschlossen. Nach Abschluss         Jahren nur die Weiterbildungskurse 2 für Soldaten
                            können autorisierte Benutzer Folgendes ausdrucken:      (GW-S2) angeboten. 2019 finden dann wieder
                                                                                    Weiterbildungskurse für Offiziere und für Unter-
                            1. Kursbescheinigung                                    offiziere (NEU: im gleichen Jahr) statt.
                            2. Formular Ausbildungskursentschädigung

                            Der weitere Verlauf bleibt wie bis anhin gleich. Das
                            heisst, der Arbeitgeber schickt das Formular an die
                            GVZ, Abteilung Feuerwehr, zur Auszahlung.

                                                 RICARDO PEDRO OLIVEIRA MIRANDA
                                                 27.03.1996

                                                 GRUNDKURS
                                                 SOLDAT

                                                 
                                                 
                                                 

                                                Gebäudeversicherung Kanton Zürich

                            Die Kursbescheinigung.

22
JUGENDFEUERWEHR

JUGENDFEUERWEHR-WETTKAMPF 2015
IN WINTERTHUR
Mit viel Leidenschaft und Engagement kämpften die Jugendlichen mit
ihren Teams um den ersten Platz.

Bei über 30 Grad, blauem Himmel und prächtigem
Sonnenschein haben sich am frühen Morgen des
29. August 2015 19 Jugendfeuerwehr-Gruppen aus
zehn verschiedenen Bezirken des Kantons Zürich auf
dem Firmengelände der Maschinenfabrik Rieter AG
in Winterthur zum 19. Kantonalen Jugendfeuerwehr-
Wettkampf versammelt.

Die jungen Feuerwehrfrauen und -männer kamen in
den Genuss vieler spannender Disziplinen. Dabei
wurden sie nicht nur in verschiedener Weise an den
Feuerwehralltag herangeführt, sondern mussten
auch gleich damit zusammenhängende Teamauf­
gaben bewältigen. Die Jugendlichen zeigten dabei
einen enormen Teamgeist und überzeugendes
Können. Mit grosser Motivation und Disziplin             Die Siegermannschaft Uster 2.

beeindruckten sie sowohl Schiedsrichter als auch
Zuschauer.                                                   Rangliste Jugendfeuerwehr-Wettkampf 2015

Doch wie es bei Wettkämpfen nun mal so ist,                  1          Uster                Uster 2
gewinnen kann nur einer. Als Titelverteidiger gestar­        2          Hinwil & Pfäffikon   Oberländerschlüüch
tet und mit einer erneut hervorragenden Leistung,            3          Uster                Uster 1
holte sich die Gruppe «Uster 2» den verdienten               4          Zürich-Dietikon      Zürich 1
Siegerpokal ein weiteres Mal! Herzliche Gratulation.         5          Meilen               Die Geilä vo Meile
Auf dem zweiten Rang konnte sich die Gruppe                  6          Zürich-Dietikon      Dietikon
«Oberländerschlüüch» aus dem Bezirk Hinwil &                 7          Dielsdorf            Powerschlüch
Pfäffikon platzieren. Den dritten Podestplatz sicherte       8          Horgen               Füürwehrschlüüch
sich das Team «Uster 1».                                     9          Winterthur           Wintifighters 1
                                                             10         Bülach               Büli-Füür 2
Ein Highlight waren unter anderem die Rangverkün­            11         Bülach               Büli-Füür 1
digung und Übergabe von Pokalen und Medaillen                12         Dielsdorf            d′Wehntaler
durch Gastreferentin Sandra Boner (Fernsehmodera­            13         Affoltern a. A.      Affoltern 1
torin «SF Meteo»).                                           14         Andelfingen          Weinland 1
                                                             15         Winterthur           Wintifighters 2
                                                             16         Affoltern a. A.      Affoltern 2
                                                             17         Horgen               Stromerfüürwehr
                                                             18         Hinwil & Pfäffikon   Wetziker Firefighter
                                                             19         Andelfingen          Weinland 2

                                                                                                                                      23
AL ARMIERUNG

                ALARMDISPOSITIV OPTIMIERT?
                Wie man die Kosten im Rahmen hält und Personalressourcen
                nicht unnötig beansprucht.

                        Seit nunmehr drei Jahren ist die neue Einsatzleitzent­   haben die Feuerwehren die Dispositive und Hinterle­
                        rale (ELZ) beim Flughafen Zürich-Kloten in Betrieb.      gungen nach bestem Wissen und Gewissen festge­
                        Nach der aufwendigen Umstellung auf die neue             legt. Im Verlauf der letzten drei Jahre kamen immer
                        Einsatzleitzentrale werden nun die Alarmdispositive,     wieder Feuerwehren auf die ELZ oder GVZ zu und
                                               ebenso die Hinterlegungen der     wollten ihre Dispositive und Hinterlegungen anpas­
                                               Feuerwehren, optimiert.           sen, da Optimierungspotenzial festgestellt wurde.

     Optimierungspotenzial                      Alleine die entsprechenden       Und Optimierungspotenzial gibt es immer wieder, ist
                                                Vorbereitungsarbeiten waren      doch das Aufgebot einer Feuerwehr einem stetigen
     gibt es immer                              enorm. Doch es hat sich          Spannungsfeld unterworfen. Zum einen müssen mit
                                                ge­lohnt, denn seither werden    dem Aufgebot das Ereignis bewältigt und die
     wieder, ist doch das                       die Feuerwehren im Kanton        Leistungsvorgaben eingehalten werden können. Zum
                                                Zürich von einer zentralen       anderen treiben zu grosse Aufgebote die Kosten in die
     Aufgebot einer                             Stelle aus disponiert – und      Höhe und die AdF fehlen – unnötig – zu Hause oder
                                                nicht mehr von zwei Standor­     am Arbeitsplatz. Wichtig ist es auch, dass die Last der
     Feuerwehr einem                            ten. Dass dieser Schritt das     Einsätze auf möglichst viele AdF verteilt werden, um
                                                einzig Richtige war, zeigt die   ein breites Einsatzerfahrungsniveau zu gewährleisten.
     stetigen Spannungs­                        Tatsache, dass eine einzige      Die Alarmierung ist vor allem bei Milizfeuerwehren
                                                Stelle den Gesamtüberblick       eine Gratwanderung, wobei die Ereignisbewältigung
     feld unterworfen.                          über das Einsatzgeschehen        klar im Vordergrund stehen muss. Mit der Erstalarmie­
                                                sowie die disponierten Mittel    rung sollen lediglich die Leistungsvorgaben erfüllt
                                                hat. Speziell für Schutz &       werden. Erfordert der Einsatz mehr Mittel, kann
                        Rettung Zürich, welche die Einsatzleitzentrale im        nachalarmiert werden.
                        Auftrag der GVZ und anderen Auftraggebern betreibt,
                        und die Feuerwehren selber, erforderte dieser Schritt    Bagatellgruppen
                        ein grosses Umdenken. Vor allem deshalb, weil sich       Ein optimiertes Alarmdispositiv kann diese Problema­
                        beide Seiten mit dem neuen System zuerst einmal          tik entschärfen. Hatten früher die Feuerwehren nur
                        vertieft vertraut machen mussten. Bei den Feuerweh­      eine einzige Bagatellgruppe, werden heute in der
                        ren wurden dabei bewährte Abläufe angepasst,             Regel mehrere Bagatellgruppen angewendet. Diese
                        gleichzeitig wurde dem Digitalfunksystem POLYCOM         wiederum werden in Tag/Nacht unterschieden und
                        eine zentrale Rolle in der Kommunikation mit der ELZ     die Gruppen werden nacheinander alarmiert. Dadurch
                        zuteil.                                                  werden die Einsätze auf viele AdF verteilt. Ausserdem
                                                                                 bringt es nichts, wenn tagsüber ein AdF alarmiert
                        Einsatzstichwörter                                       wird, der weit weg vom Einsatzgebiet arbeitet. Mit der
                        Des Weiteren mussten, wie eingangs angetönt, die         Anwendung von mehreren Gruppen werden diese in
                        Feuerwehren ihre Alarmdispositive über die Admini­       der Regel auch kleiner und man gewinnt an Flexibili­
                        strationssoftware LODUR anpassen und zu den              tät, da bei Bedarf mehrere Gruppen aufgeboten
                        Einsatzstichwörtern das Aufgebot festlegen. Auf­         werden können. Auch im Unwetterfall haben sich
                        grund fehlender Erfahrung war jedoch nicht immer         mehrere Bagatellgruppen bereits bewährt. Bei
                        klar, was im Einzelnen tatsächlich gemeint ist. Und so   mehreren, über den Tag verteilten Einsätzen kommen

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