INFOBLATT VOLENDAM - Cooperativa Volendam Paraguay

Die Seite wird erstellt Johannes Büttner
 
WEITER LESEN
INFOBLATT VOLENDAM - Cooperativa Volendam Paraguay
INFOBLATT
                             VOLENDAM
                       Jahrgang 29   November 2021   Nr. 11
Informieren & bilden
INFOBLATT VOLENDAM - Cooperativa Volendam Paraguay
Editorial                                          Inhalt
                                                    Besinnung                            S. 3
  Werte Leser!
  Die Zeit bleibt nicht stehen, und das 75-         Worte des Oberschulzen               S. 4
  jährige Jubiläum rückt immer näher. In der        Kooperativstagung 2021               S. 5
  ganzen Kolonie sieht man Vorbereitungen           Supermarkt                           S. 8
  für dieses große Fest. Auch das historische
                                                    Minerale und Mineralsalz in der      S. 9
  Museum von         Volendam macht Fort-           Viehzucht
  schritte.
  In diesem Infoblatt finden Sie wieder             Schule                               S. 10
  interessante Artikel zu verschiedenen             Museum                               S. 12
  Themen. Ob Bauer, Viehzüchter, Ge-                Jubiläum                             S. 13
  schäftsmann, Hausfrau, Sekretärin usw, ein
                                                    Traditionen                          S. 14
  jeder kann in dieser Info-Ausgabe etwas
  Interessantes lesen. Auch in der Besinnung        Gesundheit                           S. 17
  findet man Gedanken, die uns im Alltag            Fauna                                S. 18
  begleiten und trösten.                            Vorstellung der Abteilungen          S. 19
  P.S.: In der nächsten Info-Ausgabe darf
  jeder Bürger der Kolonie Volendam eine            Studententreffen                     S. 20
  Werbung veröffentlichen. Weitere Informa-         NLL                                  S. 21
  tionen beim Infoblatt-Team.                       Jahrbuch für Geschichte und Kultur   S. 23
  Nun wünschen wir Ihnen auch diesmal
                                                    Rezept                               S. 25
  wieder eine angenehme Lektüre.
                                                    Kinderecke                           S. 26
                          Das Infoblatt-Team        Fotoecke                             S. 28

Herausgeber:
Herausgeber:
→ Die Verwaltung der Kolonie Volendam              Beiträge:
                                                   → Per Post:
Mitarbeiter:
Mitarbeiter:                                          Volendam Info - Colonia Volendam
→ Jennifer Lucia Janzen                               c.d.c. 166 Asunción, Paraguay.
→ Celia Klassen                                       Tel: 0451 - 320130
→ Doris Bärg                                       → oder E-mail:
                                                      volendaminfo@gmail.com
Einsendeschluss:
Einsendeschluss:
→ 15. des jeweiligen Monats                        Nachdruck und Vervielfältigung - auch
                                                   auszugsweise - nur mit Genehmigung des
Erscheint:
Erscheint:                                         Herausgebers. Für unverlangt eingesende-
→ Jeden Monat
          zweiten Monat                            te Artikel und Bilder wird keine Haftung
                                                   übernommen. Die Beiträge geben nicht in
Druck:
Druck:                                             jedem Fall die Meinung der Redaktion
→ Zamphiropolos S.A. Asunción                      oder der Verwaltung wieder.
                                                   Die Redaktion behält sich das Recht auf
Online zugänglichunter:
Online zugänglich unter:                           redaktionelle Änderungen und Kürzungen
→ www.volendam.com.py                              vor.

S. 2                               November 2021
INFOBLATT VOLENDAM - Cooperativa Volendam Paraguay
Die törichte Schnecke

Wenn neulich auf meinem Spaziergang die Schnecke auf dem Wege hätte reden
können, würde sie ganz sicher gesagt haben: ,,Furchtbar, dass dieser große
Mensch mich so beiseiteschiebt! Warum lässt er mich nicht ruhig liegen, warum
lässt er mich nicht meinen Weg gehen, warum stört er mich?´´
Wenn die Schnecke aber gewusst hätte, was geschah, würde sie nur dankbar
gewesen sein. Sie lag mitten auf einem vielbegangenen Fußweg. Es war dunkel.
Die meisten Fußgänger konnten sie nicht oder kaum erkennen. Es bestand also
große Gefahr, dass sie schon in der nächsten Minute zertreten wurde. Da habe ich
sie vorsichtig mit einem kleinen Stock in das Gras am Rande des Weges
geschoben, wo sie vor dem Zertreten sicher war. Wie aber hat sie sich gekrümmt
und gewehrt! Dabei wurde ihr nur geholfen, und sie wurde vor dem fast sicheren
Tode bewahrt.
Wenn wir doch davon lernen möchten! Bisweilen greift eine höhere Hand in
unser Leben ein. Wir denken: jetzt geht alles schief; wir krümmen und wehren
uns. In Wirklichkeit meint diese höhere Hand, meint Gott es nur gut mit uns. Er
will uns vor falschen Wegen bewahren, er will uns vor dem ewigen Tode retten.
So steht es schon bei Jesaja:

Meine Gedanken sind höher als eure Gedanken.
                                                                       Jes. 55,9
Quelle: Andachtsbuch, Nimm dir einen Augenblick Zeit

                             November 2021                                S. 3
INFOBLATT VOLENDAM - Cooperativa Volendam Paraguay
Worte des Oberschulzen

                           Werte Volendamer!
Das Jahr 2021 geht dem Ende zu. Wenn wir daran denken, wie schnell die Zeit
verläuft, ist es gut, einmal ,,Halt´´ zu machen, Rückschau zu halten, und eine
Bilanz der verflossenen Monate zu machen. In den meisten Fällen ist uns wieder
erlaubt worden, den normalen Arbeitsrythmus einzuhalten, sozusagen, ein
freieres Leben zu führen. Das war schon notwendig und tut uns allen sehr gut.
Die politische Lage in Paraguay hat sich etwas beruhigt. Die Munizipalwahlen
sind durchgeführt worden. Für uns als Kolonie ist jetzt die Herausforderung und
ein groβer Wunsch, eine gute und effektive Zusammenarbeit mit unserem Distrikt
und der Munizipalität San José del Rosario zu entwickeln.
Von ACOMEPA (Asociación de Cooperativas Menonitas del Paraguay) wurde
eine Kooperativstagung geplant und im Departament San Pedro durchgeführt. An
den Tagen vom 22. bis 25. September wurden die Kolonien und Kooperativen
Friesland und Volendam besucht und besichtigt. Auch besuchten wir die Kolonien
Rio Verde und Durango, wo einige Familienunternehmen besichtigt wurden, so
wie auch die Fabriken ,,CODIPSA´´ in Nueva Germania und ,,INPASA´´ im
Barrio San Pedro. Es war eine gelungene und gut organisierte Tagung.
Aus Volendam nahmen sechs Personen daran teil.
Ende   September    und    im   Oktober    hatten   wir     schönes    Regenwetter.
Die Ackerbauer und Viehzüchter sind froh und dankbar. Die Viehtränken füllen
sich mit Wasser, Weiden grünen und wachsen wieder. Der Bauer ist mit der
Sojaaussaat beschäftigt und hat keine Langeweile. In Allem sehen und spüren wir
immer, dass wir von der Führung und Allmacht Gottes abhängig sind. – In diesem
Sinne möchte ich jedem Volendamer und alle, die dieses Infoblatt lesen, Gottes
Beistand, Kraft und Gesundheit wünschen!
                                                                      Ronald Baerg
                                                                       Oberschulze

S. 4                         November 2021
INFOBLATT VOLENDAM - Cooperativa Volendam Paraguay
Kooperative

                                Kooperativstagung 2021
Von Mittwoch, den 22. September bis Freitag, den 24. September 2021 fand erneut eine
Kooperativstagung statt. Die Kooperativstagungen werden jährlich von ACOMEPA organisiert,
wobei die Besuchsziele sowohl in Paraguay als auch in den anliegenden Ländern liegen. Die
allgemeinen Ziele der Kooperativstagung sind die
Förderung       des    Austausches         unter    den
deutschsprachigen             Kooperativen          und
Siedlungsgemeinschaften              und             die
Horizonterweiterung anhand der Studienreisen,
Präsentationen und Vorträge zu verschiedenen
Themen, die im Interesse der Teilnehmer liegen.
An der diesjährigen Kooperativstagung haben sich
                                                                   CODIPSA (Oben und unten)
insgesamt 52 Personen aus den Kooperativen und
Kolonien    Chortitzer,        Fernheim,      Neuland,
Volendam,    Friesland,       Sommerfeld,     Bergthal,
La Holanda, Rio Verde und Durango beteiligt.
Besucht wurden bei dieser Gelegenheit einige
Betriebe und Projekte der Kooperativen Friesland
und Volendam, eine Verarbeitungsanlage für
mandioca     und       Mais      „CODIPSA“,         eine
Alkoholfabrik    des    Unternehmens        „INPASA“,
einige Familienunternehmen in der Kolonie Rio Verde, die Kooperativen Zacatecas und
                                            Durango, so wie einige Familienunternehmen in der
                                            Kolonie Durango.
                                            Die Schwerpunkte der Reise waren im Allgemeinen das
                                            Thema Sicherheit, wozu Herr Helmut Adrian, Leiter der
                                            Sicherheitsbrigade Boquerón, einen Vortrag gehalten
                                            hat, und das Thema Nachbarschaftskooperation, zu
                                            welchem sowohl Friesland als auch Volendam ihre
                  INPASA                       Erfahrungen,    Erfolge    und    Herausforderungen
vorgestellt haben. Hervorzuheben ist auch die Teilnahme von Vertretern der Kooperativen

                                                   November 2021                              S. 5
INFOBLATT VOLENDAM - Cooperativa Volendam Paraguay
Kooperative
Sommerfeld, Bergthal, La Holanda und
der Kolonien Rio Verde und Durango.
Ganz bewusst wurde der Austausch unter
Vertretern verschiedener Kooperativen
und Kolonien von den Organisatoren
gefördert, und es gab viele interessante
Unterhaltungen weit über das formelle
Programm hinaus.
Im Namen der Teilnehmer bedanke ich
mich herzlich beim Geschäftsführer von
ACOMEPA, Herrn Gerhard Klassen, der
diese   Tage     gemeinsam        mit     den
Oberschulzen      von            und Organisatoren:
                          Friesland
                                      Geschäftsführer von ACOMEPA:Herr Gerhard
Volendam geplant und organisiert hat! Klassen , Oberschulze von Friesland: Ferdinand Re-
Wir schauen auf drei volle und gehr und Oberschulze von Volendam: Ronald Baerg
abwechslungsreiche Tage zurück, in
denen jeder der Teilnehmer etwas Neues erfahren konnte. Sei es bei den Vorträgen, beim
Einblick, den die Kooperativen Friesland und Volendam uns gewährt haben, beim Besuch der
handwerklich innovativen Familienunternehmen in den Kolonien Rio Verde und Durango oder
während der Fahrten, bei denen es viel Gelegenheit zum Austausch unter Fahrkollegen gab.
Gott der Dank für Bewahrung während der Fahrten, wo teils 15 Fahrzeuge viele Kilometer
zurückgelegt haben.

                                                        Tambo verde (Rio Verde)
    Sattelfabrik– David Neustätter (Rio Verde)

S. 6                                    November 2021
INFOBLATT VOLENDAM - Cooperativa Volendam Paraguay
Kooperative

                                       Supermercado (Friesland)

Cooperativa Zacatecas
     (Durango)

                                                                              Mischfutter-Fabrik
                                                                                  (Friesland)

                                Metalúrgica BBB - Bernhard Bergen Bold
                                              (Rio Verde)
    Silo (Friesland)

                                                       Imprägnieranlage (Volendam)
  Estancia Morotí (Friesland)

      Hafen Mbopicuá (Volendam)                                   Auditorium (Volendam)

                                 November 2021                                             S. 7
INFOBLATT VOLENDAM - Cooperativa Volendam Paraguay
Kooperative

Gruppenfoto der Teilnehmer der diesjährigen Kooperativstagung - Foto wurde auf der Estancia Morotí in Friesland
                                                  gemacht.

                                  Albert Dyck, Geschäftsführer der Asociación Colonia Neuland

                                        Supermarkt
Mal wieder etwas aus dem Supermarkt. Man ist dabei, das Gebäude zu säubern und zu färben.
Auch etliche Reparaturen werden durchgeführt. Die ersten Weihnachtseinkäufe wurden schon
gemacht. Spielzeug,Wäsche, Parfüme und Geschirr sind bestellt und teilweise schon hier.
  Um den Verkauf etwas anzustreben, hilft Gladis Segovia ( Asesoramiento) uns im Verkaufs
- Lagerraum, die Produkte in den Regalen besser einzuordnen und etwas schöner zu gestalten.
Sie kommt zwei Tage im Monat und arbeitet mit unseren Mitarbeitern direkt an den Regalen.
Dadurch kommt es oft vor, dass die Produkte an einer anderen Stelle stehen, und das führt dann
öfters dazu, dass man suchen muss. Man ist bemüht, eine bessere Zusammenarbeit mit unseren
Lieferanten zu erreichen. Wir wollen mehr neue Ware bringen, und Ware, die nach einiger Zeit
nicht verkauft wurde, wieder zurückgeben. Es kommt immer öfter vor, dass man fremde Leute
an unseren Regalen arbeiten sieht. Das sind die Mitarbeiter der Lieferanten. Sie müssen sich für
ihre Ware verantwortlich machen. Damit wird der Verlust durch das Verfallsdatum weniger
werden.

  Das Jubiläum kommt schnell näher. Man hat angefangen, passende Souvenirs zu suchen und
zu bestellen. Es wird ein besonderer Stand im Supermarkt dafür eingerichtet werden.
“75 JAHRE VOLENDAM” Hier soll all die Ware, die einen direkten Zusammenhang mit
dem Jubiläum hat, zum Kauf ausgestellt werden.

                                                                   Etliche neue Produkte.

                                                                                        Randy Löwen

S. 8                                                 November 2021
INFOBLATT VOLENDAM - Cooperativa Volendam Paraguay
Kooperative

              Minerale und Mineralsalze in der Viehzucht

Die Minerale sind von äuβerster Wichtigkeit in der Tierproduktion und beim Ackerbau. Wenn
der Boden nicht die nötigen Minerale hat, können die Pflanzen, so wie Gräser und
Leguminosen, nicht ihr Produktionspotenzial zeigen. Die Pflanzen können dadurch
Mineralmangel zeigen. In den meisten Fällen werden die weniger fruchtbaren Böden für
Viehzucht genutzt und der fruchtbarere für Ackerbau. In den Niederkämpen sind dann noch
gewisse Minerale in äuβerst hoher bis zu toxischer Menge in Pflanzen vorhanden. Das Rind
frisst wohl Gras, hat aber trotzdem einen Mineralmangel, auch wenn die Gräser verschiedene
Mineralien enthalten. In vielen angepflanzten Weiden haben wir nur eine Sorte Gras, während
in der Naturweide viele Gräser und Kräuter wachsen. Der Körper nimmt die Nährstoffe und
Minerale im Verdauungstrakt auf, und der Körper kann es dann nutzen . Die Minerale werden
aber auch ständig ausgeschieden, sei es über den Kot oder den Urin, die ausgeschiedenen
Minerale müssen ständig neu ersetzt werden, dazu kommen die Minerale, die Kühe über die
Milch in der Laktation abgeben. Werden die Minerale nicht genügend ersetzt, kommen
Mangelerscheinungen zum Vorschein z.B. Milchfieber ( akuter Kalziummangel).
 Die Makrominerale sind folgende: Kalzium, Phosphor, Magnesium, Kalium, Schwefel, Chlor
und Natrium. Die übrigen Minerale gelten als die Mikrominerale, da sie in geringeren Mengen
nur in der Ernährung gebraucht werden.
 Kalzium und Phosphor sind die, die in groβen Mengen im Körper gebraucht werden und für
den Aufbau der Knochen und anderen Funktionen äuβerst wichtig sind. Phosphor ist nicht
genügend in unserm Boden hier vorhanden. Um diesen Mangel zu beheben, werden
Mineralsalze zugefüttert. Um eine gute Aufnahme zu erlangen, ist es sehr wichtig, ein richtiges
Verhältnis der jeweiligen Minerale zu beachten. Äuβerst wichtig ist auch die chemische
Zusammensetzung, denn es gibt Verbindungen, die sehr leicht und gut vom Körper
aufgenommen werden können, andere wieder sind nur schwer verwerdbar. Die Sulfate werden
sehr gut vom Darm aufgenommen, im Gegensatz zu den Oxiden, die nur 20 bis 30%
aufgenommen werden (Bioverfügbarkeit). Daher ist es wichtig, in welcher chemischen
Verbindung die einzelnen Minerale im Mineralsalz beigemengt werden und somit auch für das
Rind leicht verfügbar sind.
 Bei den meisten Mineralsalzen sind es 120 bis 150 gr, die ein groβes Rind täglich aufnehmen
sollte, das wären 4,5 kg monatlich. In den Niederkämpen werden die Rinder diese Mengen
nicht aufnehmen. Da ist es angebracht, etwas gemahlenen Mais dazu mischen, damit die Rinder
die erwünschte Menge Mineralsalz zu sich nehmen. Viele Mineralsalze haben Geschmackstoffe
beigemischt. Dieses ist oft Zitrusschale oder Melassepulver, damit die Rinder das Salz besser
aufnehmen. Es gibt ebenfalls Salze, die Energie und Proteinzusatz beigemischt haben. Da die
Qualität des Futters im Winter sehr niedrig ist, muss man es mit verschiedenen Salzen
ergänzen. Hier sind es höhere Mengen, 300 bis 500 gr, die die Rinder fressen, um dann je nach
Hersteller auch eine Gewichtszunahme zu sichern. Wichtig ist, dass die Rinder ständig Zugang
zum Mineralsalz haben, und dass es nach Möglichkeit vor Regen geschützt ist, um die Qualität
nicht zu beeinträchtigen. Nur mit einer guten Ernährung der Rinder kann ein gutes Wachstum
und eine hohe Trächtigkeit erreicht werden.

                                                                           Dr. Edwin Pätkau

                                   November 2021                                        S. 9
INFOBLATT VOLENDAM - Cooperativa Volendam Paraguay
Asociación

                                  Aus der Schule
Werte Leser und Leserinnen. Wir hatten in der Schule in den letzten Wochen eine ziemlich
hektische Zeit. Die Müdigkeit bei den Schülern (und Lehrern) ist schon anzumerken. Es fehlen
einige Wochen, dann haben wir das Schulschiff Volendam wieder sicher im Hafen ankommen
lassen. Möge Gott uns dabei weiterhin so wunderbar führen. Hier einiges aus dem Schulleben:
                                   Musical 17. + 18. September: Das Musical, „Der
                                   Regenbogenfisch“, wurde vor vielen Zuschauern an zwei
                                   Abenden präsentiert. Die Schüler und Lehrer waren mit
                                   ihren Vorführungen sehr zufrieden. Unser Auditorium
                                   trägt auch dazu bei, dass so eine Vorführung noch mehr
                                   rausleuchtet und besser rüberkommt. Wir sind dankbar für
                                   diese    erstklassige    Einrichtung    und     die  gute
                                   Zusammenarbeit. Ein Glückwunsch an die Lehrer und
                                   Schüler der Grundschule, die sehr viel Zeit und Energie
                                   für diese großartige Präsentation aufgebracht haben.
Tag der Jugend 21. September: Von Seiten der Lehrer
wurde dieser Tag geplant und organisiert. Der zweite Kurs
hat hier tatkräftig mitgewirkt und die
verantwortlichen Lehrer unterstützt. Wir
hatten    als    Sekundarschule      einen
abwechslungsreichen, schönen Vormittag,
den wir auf dem Hof der MBG gestalten
durften. Es gab einen Vortrag, Lieder und
auch Gruppenspiele. Die Lehrer und einige
Mütter hatten auch etwas für den „Brindis“
mitgebracht, und so genossen wir in der Pause einen reich gedeckten Tisch. Die Jugend ist
unsere Zukunft, aber auch unsere Gegenwart, wie ein Kollege sich
ausdrückte.
Studienreise 22.-24. September: Die 7. bis 9. Klasse, mit ihren
Klassenlehrern und dem Direktor, machten an diesen Tagen eine
Studienreise. Am ersten Tag besuchten wir unsere Departements-
Hauptstadt, San Pedro. Hier bekamen wir einen guten Rundgang im
Zentrum, angeleitet von der Abteilung für Tourismus der
„Gobernación“. Auch durften wir den „Gobernador“, Dr. Carlos
Gimenez, persönlich kennenlernen. Weiter besuchten wir Puerto í, ein
gewesenes Haus von Strössner, und Puerto Antequera. Nach dem
Mittagessen ging es weiter bis Pedro Juan Caballero in Amambay.
Am nächsten Tag begaben wir uns ins Gebirge nach Chacurru, einem
wunderschönen Ort, umgeben mit einer üppigen Bewaldung und
einem Bach, der sich durch die Berge schlängelt und kleine Die Kathedrale in San
Wasserfälle bildet. Hier machten wir eine Tour, die über 6                  Pedro.
Hängebrücken und einer Seilbahn von 150m Länge führte. Am
Schluss wurden wir von einem Abhang abgeseilt. Manch ein Schüler kam an seine Grenzen und

S. 10                                       November 2021
Asociación

musste hart an sich selbst arbeiten. Mittagessen
gab es im Shopping China, wo danach auch Zeit
für einen Einkaufsbummel gegeben wurde.
Danach machten die Schüler die Piscina vom
Hotel unsicher und kühlten sich gründlich ab.
Am letzten Tag wollten wir noch einen
historischen Ort besuchen, Cerro Corá. Diesen
Besuch mussten wir leider streichen, weil unser
Bus kaputt ging und uns auf der Ruta Nr. 5, vier
Stunden warten ließ. Auf der Rückreise machten
wir noch einen Stopp in Rio Verde, besuchten den
Tambo Verde, wo sie zurzeit 220 Kühe melken.

                                                           Gruppenfoto in Chacurru.
                                            Auch     schauten
                                            wir kurz bei der
                                            neuen       Schule
                                            „Horizonte,
                                            Nueva Mexico“
                                            rein. Als Letztes
                                            besuchten wir die
                                            Familie Rempel
                                            in ihrer „Fabrica
                                            de        juguetes
                                             Rempel“.      Sie
         Ausrüstung für die Bergtour.        bauen Spielzeug
                                             aus Eisen. Ca.
150 Traktore pro Woche, die alle schon bestellt waren. Danach
ging die Reise wieder los nach Volendam, wo wir halb 9
abends ankamen, alle gesund, und müde von der Reise.
Tag der deutschen Einheit 4. Oktober: Am 3. Oktober wird
jährlich der Tag der deutschen Einheit gefeiert. Da dieser am     In Rio Verde bei Rempels.
Sonntag war, wurde er am Montag, von der Deutschlehrerin,
Frau Norma Quiring, in Zusammenarbeit mit dem dritten Kurs, mit einer schlichten Feier
gestaltet.
Projektwoche 11. – 15. Oktober: Da im nächsten Jahr unser 75-jähriges Jubiläum gefeiert
werden soll, planten wir in der Schule dieses Jahr eine Projektwoche ein, wo wir als
Hauptthema dieses Ereignis hatten. Es gab auch Projekte, die nicht direkt mit dieser Thematik
gearbeitet haben. Beim Schreiben dieses Berichtes, sind wir gerade mitten drin und ich hoffe,
wir können euch in der nächsten Ausgabe mit mehr Details und Fotos darüber informieren.
Etappenschluss: Ob man es glaubt oder nicht, wir sind in der letzten Etappe angekommen. Die
Abschlüsse werden geplant, so wie die letzten Proben usw. Ich wünsche allen Schülern und
Eltern viel Kraft, von zu Hause diese letzten Wochen mit Optimismus und Willenskraft zu
meistern. Gemeinsam schaffen wir es.
                                                                                    Schuleiter
                                                                               Mario Friesen

                                            November 2021                              S. 11
Museum

                                 Museum

Das erste Klavier der MG hat nun auch schon im Museum einen Platz gefunden.

In jedem Dorf hing früher so            Ein Gesangbuch mit Ziffern.
ein Telefon an der Wand. Es
       war die einzige
 Verbindung, die man in den                                    Helene Quiring
       Dörfern hatte.                                           Maria Wiebe

S. 12                          November 2021
Jubiläum

                      Bericht vom Jubiläumskomitee
Datum: 1. 2. und 3. April 2022
Leitvers: Der Herr ist treu! (aus 1. Korinther 1:9)

Das Datum für die Feier unseres Jubiläums rückt schnell
näher. Je nach Größe des jeweiligen Vornehmens ist es
höchste Zeit, damit zu beginnen. Das Grundprogramm für
die Feiertage ist soweit fertig. Details dazu werden später definiert.
Der Verwaltungsrat hat dem Jubiläumskomitee mit der Anfertigung des
Kalenders für 2022 beauftragt. Er ist auf das Jubiläum konzentriert.
Der Kontrast der Fotos soll uns auf die Vergangenheit und zugleich auf
die Gegenwart unserer Kolonie hinweisen. Das Modell ist erstellt und
in Kürze soll der Kalender gedruckt vorliegen.
Der Bau des Denkmals ist für den Monat Dezember eingeplant. Es wird auf dem Hof des
Museums neben den anderen Denkmälern stehen und soll unseren Dank an Gott, an das Land
Paraguay und an unsere Pioniere zum Ausdruck bringen. Ebenso werden Themen, wie unser
Miteinander und unser Umweltbewusstsein dargestellt.
Mit der Schulverwaltung stehen wir in guter Zusammenarbeit. Auf dem Studententreffen am
2. Oktober durfte das Jubiläumskomitee über die Vorbereitungsarbeit in Bezug auf das
Jubiläum informieren. Im Oktober veranstalteten die Schüler und Lehrer die Projektwoche, die
in diesem Jahr unser 75. Jubiläum als Zentralthema hatte.
Des Weiteren wollen wir hiermit unsere Bewohner, wie auch die verantwortlichen Personen
der Koloniesbetriebe ermutigen, die Einrichtungen, seien es Gebäude, Wege, Höfe, Zäune
oder Gärten entsprechend in Ordnung zu bringen bzw. zu halten. Es ist unser Koloniesfest,
und wir wollen alle zusammen dieses Jubiläum feiern.
So wie immer, wenn Sie Gedanken, Anregungen, Tipps oder Fragen zum Thema Jubiläum
haben, dürfen Sie sich gerne persönlich oder auch schriftlich an das Jubiläumskomitee
wenden. Unsere E-Adresse ist volendam75aniversario@gmail.com
Wir bedanken uns für jedes Interesse und jede Mitarbeit auf diesem Gebiet.
                                                                             Werner Baerg

                                    November 2021                                     S. 13
Jubiläum

                           Traditionen der Ansiedler
In dieser Ausgabe haben wir Herrn Bernhard Neufeld und Herrn Franz Pätkau befragt, wie die
Häuser in den Ansiedlungszeiten gebaut wurden. Danke für die Beteiligung. Folgend finden
Sie 2 Fragebogen.

                           Fragebogen: Herr Bernhard Neufeld

1. Wie sahen die ersten Häuser aus, in denen die Ansiedler wohnten?
Unterschiedlich, einige wohnten in kleinen ´´Ranchos´´, einige hatten sich ein Haus aus Palm-
blättern und Ranken geflochten, und wieder andere hatten schon gleich am           Anfang ein
´´Lehmhaus´´ gebaut.

                                                         Die erste Unterkunft von
                                                             J. Pries, Waldeck

 Das erste Haus von V. Pauls
          Waldesruh

2. Ab wann wurden die so genannten ´´Pautze-Häuser´´ gebaut?
Eigentlich gleich, es waren viele, die das kannten.

3. Ist der ´´Erfinder´´ dieser Methode bekannt oder woher kommt die Idee?
Kein eigentlicher Erfinder, manche hatten schon in Russland solche gesehen oder selber
gehabt.

4. Woraus bestehen ´´Pautze´´, was genau ist das?
,,Pautze´´ sind aus roter Erde gemacht worden. Die obere schwarze Erde taugte nicht dafür.
In den roten Lehm mischte man etwas Schilf, welches ganz kurz zerhackt wurde. Gut
vermischt wurde dieser Lehm in eine Ziegelform gegossen und getrocknet. (An der Luft, nicht
im Ofen.)

S. 14                               November 2021
Jubiläum

5. Wer baute diese Häuser in der Kolonie?
Jeder selbst, oder mit gegenseitiger Hilfe.
6. Wie war der Ablauf so einer Konstruktion?
Es wurde kein Fundament gegraben, auf sauberem Boden und mit Lehm. Es dauerte
verschieden lange - ein Dach war das Wichtigste, es mussten auch noch andere Dinge erledigt
werden.

7. Haben die Dorfbewohner sich gegenseitig unterstützt?
Je nach Größe der Familien.
8. Wie wurde das Dach gedeckt und welches Material wurde dazu benutzt?
Das harte Ende der Schilfbüschel wurde in Lehm getaucht und so auf die Latten geklebt.

9. Wie wurde der Fußboden
gemacht?
Mit derselben Mischung Lehm
wie die Ziegeln.
10. Wer machte die Türen und
Fenster?
Manche brauchten das einfache
Rundholz. Andere hatten die
nötigen Geräte und machten
Türen und Fenster mit Brettern.
11. Was kostete so ein Haus?
Damals sprach man nicht von
Kosten, Geld hatte keiner,
Hilfsbereitschaft war gefragt.
12. Ab wann wurden dann die
Ziegelhäuser bekannt?
Mir nicht bekannt, wohl in den 5ziger Jahren - Volendam hatte eine kleine Ziegelscheune -
privat.

____________________________________________________________________________

                             Fragebogen: Herr Franz Pätkau
1. Wie sahen die ersten Häuser aus, in denen die Ansiedler wohnten?
Es waren ´´Ranchos´´. Die Wände waren aus gespalteten Palmstämmen und die Dächer aus
Palmblättern oder Schilf.
2. Ab wann wurden die so genannten ´´Pautze - Häuser´´ gebaut?
Einige bauten schon bald, nach 1-2 Jahren, die meisten erst später.
3. Ist der ´´Erfinder´´ dieser Methode bekannt oder woher kommt die Idee?
Diese Methode kannte und brauchte man schon in Russland.

                                    November 2021                                        S. 15
Jubiläum

4. Woraus bestehen ´´Pautze´´, was genau ist das?
Sie bestehen aus Lehmerde und feingehacktem Schilf. ´´Pautze´´ sind an der Luft getrocknete
Ziegeln. Sie werden nicht im Ziegelofen gebrannt,. Man nannte sie auch Luftziegeln.

5. Wer baute diese Häuser in der Kolonie?
Jeder baute sein eigenes Haus. Meistens baute man in Gruppen.

6. Wurde auch ein Fundament gegraben? Wie wurde es gemacht?
Die meisten haben kein Fundament gegraben. Manche haben ca. 20cm gegraben und die Erde
gestampft . Dann wurde die Wand gemauert.

7. Wie lange dauerte so ein Bau?
Wenn als Gruppe gearbeitet wurde, und mit guten Wetterbedingungen, dann 2 - 3 Wochen.

8. Haben die Dorfbewohner sich gegenseitig unterstützt?
Ja, die Dorfbewohner haben sich gegenseitig unterstützt.

9. Wie wurde das Dach gedeckt und welches Material wurde dazu benutzt?
Das Haus hatte Eckpfosten. Diese Pfosten trugen das Dach. Zum Dach gehörten Balken und
Dachlatten. Gedeckt wurde mit Schilf. Die Schilfgarben wurden an einem Ende ca. 20 - 30cm in
Lehm getaucht und dann auf den Latten angeklebt.

10. Wie wurde der Fußboden gemacht?
Wiederum aus Lehm. Die Bodenfläche wurde gestampft, und dann eine Schicht Lehm mit
Schilf gemischt und auf der gestampften Fläche verteilt.

11. Wer machte die Türen und Fenstern?
Die ersten Ansiedlungshäuser hatten Decken oder irgendwelche Tücher als Türen und Fenster.
Später wurden aus einfachen Brettern Türen und Fensterladen gemacht.

12. Was kostete so ein Haus?
Zeit und Körperkraft. Man baute mit dem, was man hatte und was die Natur bot.

13. Ab wann wurden dann die Ziegelhäuser bekannt?
Die ersten Ziegelhäuser waren wohl die Gemeinschaftshäuser.

Zur Erklärung was ein Gemeinschaftshaus war: Es war das erste Haus eines Dorfes, in dem
die Bewohner zusammen wohnten. Schnell wurden einzelne Häuser gebaut und jeder zog gerne
in sein eigenes Haus. Oft wurden diese Häuser später als Schulen oder Kirchen gebraucht.

                                               In Zusammenarbeit mit dem Infoblatt-team,
                                            Herr Bernhard Neufeld und Herr Franz Pätkau

S. 16                              November 2021
Gesundheit

                         Beckenboden - Inkontinenz
Der Beckenboden ist, wie sein Name schon sagt, der Boden von unserem Becken und
damit auch der Boden und die Ausgangstür unseres Oberkörpers. Er ist eine Zusammen-
stellung aus verschiedenen Muskeln, deren Funktion zum Teil, das Öffnen und
Schlieβen der Harnröhre, des Anus und der Vagina bei Frauen ist. Der Beckenboden
formt eine Art Hängematte und ist somit auch eine Stütze für die inneren Organe beim
aufrecht Gehen. Da beim Heben schwerer Lasten, beim Husten oder beim Niesen ein
Druck in der Bauchhöhle entsteht, muss der Beckenboden auch hier Widerstand leisten.
Wenn also Probleme des Beckenbodens auftauchen, heiβt es nicht unbedingt, dass es
alte Frauen sind, die darunter leiden. Oder dass es der Preis vom Mutter sein ist. Denn
wenn ein zentraler Muskel wie dieser, seine wichtigste Funktion nicht erfüllen kann,
weil er zu schlapp oder in den meisten Fällen zu angespannt ist, dann haben nicht nur
Mütter oder ältere Frauen Probleme mit Inkontinez, sondern auch die hochtrainierten
Sportler, Frauen ohne Kinder und sogar Männer leiden darunter.
Die Bauchmuskulatur, der Zwerchfellmuskel und Teil der Rückenmuskulatur gehören
zum Kasten, dessen Boden der Beckenboden ist. Wenn nun also einer dieser 3
Kameraden nicht richtig funktioniert, zu schlapp und schwabelig oder zu angespannt
und hart trainiert ist, vergrössert sich der Druck in der Bauchhöhle, und somit vergröβert
sich auch das Zwerchfell als auch der Beckenboden ganz eng befreundete Kollegen sind
und bei jeder Gelegenheit zusammenarbeiten. Wenn nun also das Zwerchfell sich beim
Einatmen der Luft senkt, senkt sich im normalen Zustand auch der Beckenboden. Wenn
sich aber das Zwerchfell beim Ausatmen der Luft hebt, sollte auch der Beckenboden
sich entspannen und heben. Folgendermassen aktiviert sich unser Beckenboden auch vor
jedem Schritt den wir machen, und viel mehr beim Joggen oder Sporten. Wenn wir nun
all dieses wissen, können wir den Rat, gegen Inkontinenz nicht Sport zu machen oder
nicht zu laufen, fast nicht annehmen, denn dann frustriert man sich mehr denn je mit
dem schon vorhandenen Problem des Urinsystems und zudem der Verbot von aktiver
Bewegung.
Aber zu jedem Problem gibt es eine Lösung. Da zu unserem zentralen Kasten die
Bauchmuskeln gehören, müssen Übungen für diese gemacht werden, um den Druck auf
dem Beckenboden zu lindern. Die Rückenmuskulatur kann mit verschiedenen Übungen
hervorragend trainiert werden und bildet somit eine stabile Stütze. Und vor jedem
schweren Heben die Muskulatur zwischen den Beinen zumindest anspannen oder sie mit
dem Gehirn aktivieren, ist eine Hilfe. Um die Beckenbodenmuskulatur zu aktivieren,
kann man schon beim Sitzen suchen, ob man die Verbindung zwischen Gehirn und
Hängematte findet. Und wenn wir uns in einer korrekten Körperposition hinstellen,
kriegen wir durch konzentriertes, langsames und bewusstes Bauchatmen den
Beckenboden entspannt. Vielleicht ist diese kurze Erklärung eine Hilfe für den Alltag
des Urinsystems.

                                                             Lic. Ms. Irina de Schubert

                                 November 2021                                     S. 17
Fauna

                                        Vogelarten
Name: Zwergnachtschwalbe
Spanischer Name: Atajacaminos chico
Wissenschaftlicher Name: Setopagis parvula

Erhaltungszustand: Nicht gefährdet.
Lebensraum: Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Wälder und offene baum- und buschbestandene
Lebensräume, Savannen und Dickichte.
Eigenschaften: Die Zwergnachtschwalbe ist 19–21 cm groß, das Männchen wiegt 25 bis 42 g,
das Weibchen 30 bis 47 g. Die Oberseite ist graubraun schwarzbraun gestreift mit breitem
braunem Scheitel und schmalem rotbraunem Nackenband. Die Kehle ist beim Männchen weiß,
beim Weibchen cremefarben.
Ernährung: Die Nahrung besteht aus Nachtfaltern und Käfern.
Brutzeit: Die Brutzeit liegt im August in Bolivien, zwischen Oktober und November in
Paraguay, im November in Uruguay und ab September in Brasilien.
Verbreitungsgebiet: Sie kommt in Argentiniens Norden, Bolivien, Brasilien (Amazonasbecken),
Paraguay, im Osten Perus und in Uruguay vor.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Zwergnachtschwalbe

                                                                       Fotograf: Marko Fast

S. 18                                 November 2021
Abteilungen der Kooperative und Asociación werden vorgestellt

                               Verwaltungsabteilung
Die Verwaltungsabteilung der Kooperative Volendam Ltda. besteht aus verschiedenen Arbeits-
                                                       bereichen unter der Leitung des
                                                       Präsidenten und des Geschäftsführers.
                                                       Auf dem Foto sehen wir Rita Kliewer,
                                                       Arnold       Ens       (Geschäftsführer),
                                                       Melanie Ens, Jessica Ens, Rebeka
                                                       Flaskamp, Manfred Klassen, Werner
                                                       Baerg, Liz Caballero, Marvin Breul,
                                                       Alyne      Rempel,     Arwid       Loewen,
                                                       Eduard      Kliewer,      Doris     Baerg,
                                                       Gabriela    Alarcon,      Ronald     Baerg
                                                       (Oberschulze),         Silvia      Fischer,
Matthias Balzer, Henriette Pätkau, Angelika Neufelnd und Natasha Gostomelsky.

                        Agrochemikalien (Agroquímicos)

Die Abteilung ´´Agroquímicos¨ der
Kooperative       Volendam       ist
verantwortlich,   den    Mitgliedern
und Kunden die besten Optionen
für   landwirtschaftliche   Produkte
anzubieten.
Auf dem Foto sehen wir:
Robert Klassen, Antonio Castillo,
Pedro Viveros, Herbert Baerg und
Ronald Fast.

                                       November 2021                                       S. 19
Allgemeines

                             Studententreffen 2021

 Am 03. Oktober fand das Studententreffen 2021 in der Churrasquería ´´Paulista
 Grill‘‘ (Asunción) statt. Es war eine kleine, aber tolle Gruppe. Ein jeder Student, der
 teilnehmen wollte, durfte sich anmelden, um so alles besser zu organisieren. Auch die
 Studenten, die im Moment online von Volendam aus studieren, hatten die Möglichkeit,
 mitzufahren.
 Dieses Treffen begann ca. 11 Uhr mit einer Begrüßung vom Oberschulzen, Herr Ronald
 Bärg. Er hat uns über die Herausforderungen, die die Kolonie hat, erzählt. Aber auch, dass
 immer mehr über unsere (kleine) Kolonie positiv gesprochen wird. Zumal die Arbeit mit den
 Nachbarschaftsgemeinschaften begonnen hat.
 Danach haben wir eine kurze Besinnung von der Schulrätin Frau Marisa Friesen gehört.
 Es ging darum, dass wir unsere schwere Last zu Gott bringen können, und er wird uns helfen.
 Außerdem berichtete uns Herr Werner Bärg über das 75-jährige Jubiläum. 2022 wird ein
 besonderes Jahr für unsere Kolonie. Durch die Mühe und Hingabe unserer Vorfahren können
 wir heute diese wunderschöne Kolonie genießen.
 Der Geschäftsführer, Herr Arnold Ens, informierte uns einiges über die Kooperative und
 Asociación Volendam.
 Nicht zu vergessen ist die Schule. Der Direktor, Herr Mario Friesen, erzählte uns über die
 vorige und aktuelle Situation in der Schule. Es war schön, einiges von der Schule zu erfahren.
 Denn wenn man einmal draußen ist, kriegt man schon fast nichts mehr mit.
 Anschließend durfte jeder Student etwas über sein Studium erzählen. Einige Studenten
 beenden bald ihr Studium. Andere haben noch einen langen Weg vor sich. Ich hoffe, dass wir
 im nächsten Jahr eine größere Gruppe sein können.
 Und zum Abschluss durften wir ein leckeres Mittagessen genießen.
 Es war eine schöne und segensreiche Zeit.
                                                                                 Evelyn Klassen

S. 20                                November 2021
Allgemeines

                   NextLevel Leadership - Modul 4
        Wir sind dankbar, dass wir in diesem Jahr wieder Modul 4 von NextLevel Leadership
anbieten konnten. Vom 29.
September bis zum 2. Oktober
wurde es im Mennonitenheim
durchgeführt. 26 Frauen nahmen
daran teil und konnten somit
NextLevel Leadership, bestehend
aus 4 Modulen, abschlieβen. Die
Gemeinschaft hat allen sehr gut
getan.
        Der Auftrag von NLL
besteht darin, Frauen zu helfen,
ganzheiltich zu wachsen. In
Modul 4 geht es spezifisch um
Veränderungen:          Bewusste
Veränderungen, die wir in
Angriff nehmen müssen, und
solche, die das Leben uns stellt.

        Folgendes berichten Teilnehmerinnen:
        „Ich möchte kurz zwei Dinge erwähnen, die mich besonders angesprochen haben. Im
ersten Teil des Kurses ging es um Veränderung. Ich kann positive Veränderung als Chance
sehen, um in Ehe, Familie und Gemeinde zu wachsen, um zu dienen, wobei ich mich durch
Gottes Geist im Gebet leiten lasse und so meine Gedanken auf das Positive richte. Dadurch
kann Gott mich im Bau seiner Gemeinde brauchen. Im zweiten Teil wurde mir das
systemische Denken bewusst. Ein System funktioniert, wenn wir zusammen mit anderen an
einem Werk arbeiten. Da haben dann auch Emotionen ihren Platz. Wir brauchen nicht perfekt
zu sein, sondern sind als Begnadigte alle zusammen am Bau des Reiches Gottes beteiligt.“

        „Einige Eindrücke die mir neu wichtig wurden: Veränderung bedeutet etwas zu
transformieren. Es muss etwas geschehen, etwas umgewandelt und umgestaltet werden. Jede
Veränderung modifiziert alles.
        Damit Veränderung geschieht, ist es wichtig, eine Vision zu haben und ein
realistisches Ziel anzustreben. Transformiert werden tut weh. Veränderung fängt als erstes
bei mir selber an.
        Veränderung, besonders in einer Organisation, braucht Vertrauen, Kompetenz,
Beziehungen und Charakter.“

        „Leiterschaft heißt Einfluss nehmen und bezieht sich darauf, dass ich als Frau, egal
ob im Beruf oder in meiner Familie, Einfluss habe. Jeder beeinflusst die Menschen um sich
herum. Auch lernt man neue Leute kennen und trifft gerne die aus den vorangegangenen
Kursen. Die Lehrerinnen sind qualifiziert und gut vorbereitet. Es hat mir viel Spass gemacht,
diese 4 Kurse zu besuchen und ich empfehle sie jeder Frau.“

                                  November 2021                                        S. 21
Allgemeines

       Zitat:"Wenn die Winde der Veränderung wehen, bauen die einen Mauern und die
anderen Windmühlen." Veränderungen erleben wir tagtäglich, z.B. im Beruf, in der Wirtschaft,
im Haushalt usw. Wenn von Veränderung die Rede ist, befällt uns oft ein unsicheres Gefühl
oder aber eine freudige Erwartung auf das, was geschehen wird. Wir dürfen bei
Veränderungen mitwirken und dabei die Vielfalt von Ressourcen, Gaben usw. nutzen. Wichtig
ist dabei, dass wir unser Ziel oder unsere Vision nicht aus den Augen verlieren und nicht
vergessen, dass wir von Gottes Gnade abhängig sind und selber gnädig sind im Miteinander.
Für mich persönlich war dieses Modul herausfordernd, motivierend und interessant.

       Persönliche Eindrücke
   Leiter sind alle Menschen, die Einfluss auf andere Menschen haben, nicht nur, wer eine
       Leiterposition hat.
   Toulbox: Unser Werkkasten, der uns hilft, einen Überblick über die Realität zu haben. Sie
       gibt uns Ressourcen, die wir in unserem Umkreis anwenden können.
   Kommunikation ist ein Grundstein in aller Leiterschaft. Wo Kommunikation fehlt, kann ein
       Projekt scheitern.
   Polaritäten und Gegensätze sind nicht Probleme, sondern Situationen, die gemanagt
       werden können.
   Wichtig ist, sich selbst zu kennen, die Vergangenheit, unser wahres ICH, wie wir denken,
       unsere Stärken.
Soweit die Zeugnisse einiger Teilnehmerinnen.

Vom 17. – 19. Januar 2022 möchten wir wieder Modul 1 anbieten. Mehr Informationen dazu
folgen später.

                                                                       Waltraud Siemens
                                                              Teamleiterin NLL Paraguay

S. 22                               November 2021
Allgemeines

  Buchbesprechung - Jahrbuch für Geschichte und Kultur der
                 Mennoniten in Paraguay

500 Jahre Täuferbewegung: Eine gewagte Herausforderung I
 – Täuferspuren bis Paraguay. Das Leben gemeinsam wagen
       in Gleichheit, Verantwortung und Autonomie.

Im Jahr 2025 wird weltweit unter den Mennoniten das 500-
jährige Jubiläum der ersten täuferischen Glaubenstaufe gefeiert.
Aus diesem Grund hat der mennonitische Geschichtsverein in
Paraguay entschieden, sich während der nächsten fünf Jahre auf
diese Thematik zu konzentrieren. In der ersten Ausgabe dieser
fünfjährigen Serie beziehen wir uns auf die Täuferspuren in
Paraguay mit Betonung auf die Anfänge des Täufertums,
mennonitische Gemeinden in Paraguay und Missionsgemeinden.
Inhaltlich teilt sich das Jahrbuch in vier Hauptbereiche auf mit sechs Aufsätzen zur gestellten
Thematik, vier Beiträge warum „ich Mennonit/in bin“, dem kulturellen Bereich und einigen
Buchvorstellungen.
Der erste Aufsatz von John Roth bezieht sich auf „Reflexionen über die täuferischen
Ursprünge – 500 Jahre später“. Inhaltlich setzt er sich mit vier theologischen Spannungen der
täuferisch-mennonitischen Kirche auseinander wie z. B. die Erlösung und Taufe, Differenzen
in den Grundsätzen der Bibelauslegung, der kirchliche Status unserer Gemeinden und die
Meinungsverschiedenheiten über Rituale. Herausfordernde Themen mit ungelösten Fragen die
zum Weiterdenken anregen.
Im zweiten Aufsatz „Martin Luther: Der ungewollte Aufstand gegen die katholische Kirche“,
fragt Sergej Friesen, wie wir mit dem Erbe dieses einflussreichen Mannes seiner Zeit
umgehen. Es wird auf Luthers Vermächtnis im Bereich der Bibelübersetzung, Bildung,
Arbeitsverständnis, Politik, Außenseiter, Juden und Täufer eingegangen. Es wird festgestellt,
dass die Welt nach Luther eine andere war, als vor seinem Auftreten.                     Prof.
Dr. René Krüger behauptet in seinem Aufsatz „500 Jahre deutsche Lutherbibel: 1521 –
2021“, dass die Sola Scriptura der Reformation ein Beben ausgelöst hat, dass uns seit 500
Jahren bewegt und es auch weiterhin tun wird. Ein ausgezeichneter Kenner der Lutherbibeln

                                   November 2021                                         S. 23
Allgemeines

erklärt zudem die Bedeutung Luthers für die Entwicklung der deutschen Sprache.
Im Aufsatz „Die Täufer in der Schweiz: Radikale Umsetzung der neutestamentlichen Lehre“,
erklärt Oliver Duerksen, dass die wahre Reformation vom Worte Gottes ausgeht, und dass
Nachfolge Jesu auch persönliche Konsequenzen mit sich bringt. Erklärt wird dieses am Bruch
zwischen Zwingli und den Radikalen, am Beispiel der verschiedenen Gemeindekonzepte,
Verhältnis von Kirche und Staat und der Tauffrage.
Rodger Toews setzt sich mit dem Thema „Mennonitische Gemeinde in Paraguay: Im
Spannungsfeld zwischen Glauben und Tradition“ auseinander. Er spricht davon, den richtigen
Inhalt für den passenden Krug zu finden mit Spannungsfeldern, wie innergemeindliche
Reibungen vs. fortlaufender Nivellierungsprozess, Absonderung auf Gemeindeebene vs.
Weltoffenheit auf Wirtschaftsebene, Bildung als Bewahrer und auch Bedrohung der Tradition
und Mennonitische Identität vs. kulturelle Globalisierung.
Im letzten Aufsatz fragt Hartwig Eitzen: „Spricht Menno Simons auch Guaraní?“ Das Thema
ist die Täufertheologie und die Pflege des täuferisch-mennonitischen Erbes bei den
spanischsprachigen mennonitischen Gemeinden in Paraguay, und was die Bibelschulen
CEMTA und IBA zur Verbreitung und Erhaltung des Täufererbes in Paraguay beigetragen
haben. Das Ergebnis ist ernüchternd.
Im zweiten Teil des Jahrbuches denken Astrid von Schlachta, als Leiterin des mennonitischen
Geschichtsvereines in Deutschland, Rogelio Duarte, Pastor und Dozent im CEMTA, Heinz Epp
aus Neuland und Christy Janzen aus Friesland darüber nach, „Warum sie Mennoniten“ sind.
Die Überlegungen sind äußerst inhaltsreich und interessant.
Der kulturelle Bereich ist sehr abwechslungsreich ausgefallen. Es wird auf Pest und Pandemie
in der mennonitischen Geschichte eingegangen, auf die Ehrung der Gründungsmitglieder des
mennonitischen Geschichtsvereines in Paraguay, auf Alfred Neufeld (1955 – 2020), als ein
Mann nach dem Herzen Gottes, Rassenvieh für den Chaco, die Landsuche der Mennoniten im
zentralen Chaco vor 100 Jahren, und auf das Hospital Mennonita - KM 81, das 2021 sein 70
jähriges Jubiläum feierte.
Hinzu kommen im Bereich der Buchvorstellungen die Präsentierung von drei Büchern, die
sich mit den Thematiken Luther, den Indianern der Toba Maskoy und Lepra beschäftigen.
Abschließend werden in eigener Sache das Protokoll der Jahresversammlung 2020, der
Jahresbericht des Vorsitzenden des Vereines und Informationen zu Vortragsserien im zentralen
Chaco veröffentlicht.

S. 24                               November 2021
Rezepte

Das Inhaltsverzeichnis mag im Hinblick auf die gesetzte Thematik der Täuferspuren bis
Paraguay manchmal etwas kunterbunt erscheinen. Das Jahrbuch beinhaltet dadurch sehr
interessante Beiträge, die auf verschiedenen Ebenen zum Weiterlesen und -diskutieren anregen
werden, in Gemeinde und Gesellschaft.
                                                                      Hans Theodor Regier

                          Kirschkuchen mit Mandeln
        Zutaten:
    •   Butter und Mehl für die Form
    •   180gr weiche Butter
    •   160gr Zucker
    •   2 EL Vanillezucker
    •   ½ TL geriebene Zitronenschale
    •   3 Eier (einzeln unterrühren)
    •   300gr Mehl
    •   100gr gemahlene Mandeln
    •   2 TL Backpulver
    •   Ca. 140 ml Milch
    •   500gr Kirschen (aus dem Glas)
    •   Puderzucker zum Bestäuben

   Schritte:
1. Butter und Zucker gut mixen, Vanille und die geriebene Schale dazutun.
2. Die Eier einzeln dazumixen.
3. Die trockenen Zutaten sieben und mit der Milch abwechselnd dazurühren.
4. Die Maße in die Form geben und zuletzt die Kirschen obendrauf legen
5. Auf 160°C für 20-30min backen.
6. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.
                                                                 Clivia Weichselberger

                                  November 2021                                      S. 25
Kinderecke

                                           Rätsel
1. Ich habe viele Blätter, und ich bin doch kein Baum.
Wenn du mich aufmachst, gibt es Wörter und Bilder zu schaun.
Was bin ich?
                                                                      ______________________
                                                                                       Antwort

In der Wildnis bin ich so schüchtern und komme nie jemandem in den Weg.
In der Stadt, um Spaziergänger zu schützen, auf der Straße liegen, macht mir keinen Schreck.
                                                                      ______________________
                                                                                       Antwort

Ich bin nicht groß, ich bin wirklich klein , ich werde auch niemals sehr stark sein.
Trotzdem muss ich mein Haus ständig tragen!
Kann man jetzt meinen Namen sagen?
                                                                      ______________________
                                                                                       Antwort

                                                               1. Esel
                                                               2. Delfin
                                                               3. Schlange
                                                               4. Elefant
                                                               5. Tiger
                                                               6. Fisch
                                                               7. Zebra

                                                                     Lösungen der Rätsel
                                                                            Schnecke     3.
                                                                            Zebra        2.
                                                                            Buch         1.

S. 26                                November 2021
Kinderecke

November 2021        S. 27
Fotoecke

Die Kolonie Volendam naht sich dem 75. Geburtstag. Die Einwanderer und Pioniere dieser
Kolonie sind Deutsche, die nach dem 2. Weltkrieg, im Jahre 1947, eine neue Heimat suchten.
Ihr Bestimmungs-ort war Paraguay, wo sie etwa 150km flussauf-wärts von Asunción die
Kolonie Volendam gründeten.
Schon       auf   der    ersten     Bürger-
versammlung am 16. August 1947
einigte man sich, eine Kooperative zu
bilden mit dem Ziel, sich gegenseitig zu
helfen.
Die       laut    Beschluss       Nr.   178
gesetzliche Anerkennung vom Ministe-
rium für Landwirtschaft und Viehzucht
konnte erst nach einigen Auf und Ab
am 24 Juli 1951 erreicht werden.
Die Ziele der Kooperative in den An-
siedlungsjahren      konzentrierten     sich
hauptsächlich auf:
-Die landwirtschaftliche Produktion

                                                              Quelle: Buch 50 Jahre
                                                              Volendam

                                        November 2021                              S. 28
Sie können auch lesen