KATH. KIRCHE DORTMUND-NORDOST - FRANZISKUS-GEMEINDE, SCHARNHORST
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2 VORWORT Alle Jahre wieder - oder doch nicht? „Alle Jahre wieder“, so heißt mit uns den Weg des Lebens. es in einem bekannten Weih- Wir müssen ihn aber auch in nachtslied. Aber können wir unser Leben lassen. Diese Ent- das dieses Jahr überhaupt sin- scheidung liegt ganz bei uns. gen? So wie in all den Jahren Will ich Gott in mein Leben wird Weihnachten nicht wer- lassen, muss ich mich für ihn den. Das große Familienfest öffnen. Dann kann ich in man- mit Großeltern, Tanten und chem Augenblick seine Nähe, Onkeln wird wohl nicht so üp- seine Begleitung oder auch sei- pig und ausgelassen ausfallen nen Rat spüren und entdecken. wie sonst. Die Weihnachts- Das ist das größte Geschenk, märkte finden auch nicht das wir Weihnachten bekom- statt. Dieses Jahr wird einmal men. Gott schenkt uns sich alles anders. Auch in der Kir- selbst, macht sich klein, damit che. Da fallen auch liebgewon- wir ihm begegnen können. nene Traditionen weg und die Vielleicht hat es sogar etwas Gottesdienste müssen auf Ab- Gutes, dass dieses Jahr der stand gefeiert werden. Ist das ganze Weihnachtstrubel aus- denn weihnachtlich? Ja, das setzt, der uns zwar lieb ist, ist es! Auch wenn viele Traditi- aber auch manchen Stress mit onen nicht möglich sind, ist ei- sich bringt. Vielleicht können nes gewiss: „Alle Jahre wieder wir dadurch das große Ge- kommt das Christuskind.“ Egal schenk Gottes viel besser ob wir ausgelassen feiern oder wahrnehmen und wertschät- nicht - an dem Wunder von zen. Jesus ist auch in der Stil- Weihnachten ändert sich le des Stalls geboren und nicht nichts. Es will Weihnachten in auf einem umtriebigen und lau- unserer Welt werden, jetzt ten Marktplatz. Das ganz Gro- vielleicht noch mehr als sonst. ße und Kostbare geschieht im Gott wird Mensch und geht Stillen.
VORWORT 3 Hoffentlich finden Sie in die- Im Namen des Pastoralteams sem Jahr einen guten Weg, wünsche ich Ihnen eine besinn- Weihnachten zu feiern und liche und ruhige Adventszeit Weihnachten in ihrem Leben und frohe und gesegnete ankommen zu lassen. Sehen Sie Weihnachtstage. nicht nur all das, worauf wir verzichten müssen. Versuchen Alexander Steinhausen und Sie, auch wenn es vielleicht die Mitglieder des Pastoralteams schwerfällt, die Chance zu se- Reinhard Bürger hen, Weihnachten einmal an- Johannes Brägelmann ders zu erleben als sonst. Stephanie Diekmann Auch wenn etwas aus der Not Julia Kettler geboren ist, so kann auch dar- Manfred Morfeld aus etwas Gutes erwachsen. Gregor Orlowski Und wer weiß vielleicht werden Hans-Dieter Schwilski in diesem Jahr ganz neue Manfred Wacker Weihnachtstraditionen ge- Stefan Wallek gründet.
4 AUS DEM PASTORALEN RAUM
Gottesdienste zu Weihnachten
„Bis Weihnachten, bis Weihnachten ist nicht mehr weit“, so singen wir es in einem Ad-
ventslied. Zeit also, Vorbereitungen zu treffen. Wir haben das im Pastoralen Raum be-
reits getan. Das Wichtigste im Überblick:
• Der Platz in den Kirchen ist auch an Weihnachten begrenzt.
• Es werden daher mehr Gottesdienste als üblich angeboten.
• Für die Weihnachtsgottesdienste ist unbedingt eine vorherige Anmeldung erfor-
derlich.
• Zusagen werden nicht verschickt. Sollte bei einem Gottesdienst bereits die maxi-
male Besucherzahl erreicht sein, wird ein Hinweis auf Gottesdienste mit freien
Plätzen gegeben.
• Alle Gottesdienste an den Tagen 24.-27.12.2020 sind gleichwertige Weihnachts-
gottesdienste.
• Die Wortgottesdienste sind besonders für Familien und Kinder gestaltet.
• Stimmen Sie sich in den Familien ab, wenn sie gemeinschaftlich Gottesdienste
besuchen wollen, melden sich aber nach Haushalten getrennt möglichst zeitgleich
an.
Liebe Mitchristen,
Weihnachten zu feiern wird in diesem Jahr, selbst wenn die Corona-Zahlen wieder zu-
rückgehen sollten, zu einer echten Herausforderung – in den Familien, aber auch in den
Gemeinden. Gerade als Kirchengemeinden wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen
und halten daher die Hygiene- und Abstands- und Maskenregeln ein.
Das bedeutet aber, dass der Platz in unseren Kirchen weiterhin begrenzt ist. Wir weiten
daher an Weihnachten das Gottesdienstangebot aus, einschließlich der Feier eines Open
Air-Gottesdienstes (s. dazu Plan auf den folgenden Seiten).
In einigen Gemeinden wird die Möglichkeit bestehen, eine Anmeldung nach den Gottes-
diensten am 1. Advent vorzunehmen. Ansonsten melden Sie sich bitte (empfohlen) ab
dem 30. November über die Internetseite https://www.kirche-dortmund-nordost.de/
weihnachtsgottesdienste an. Bitte melden sie alle Teilnehmer aus einem Haushalt zu-
sammen an. Wenden Sie sich ggf. auch persönlich an eines der Gemeindebüros.AUS DEM PASTORALEN RAUM 5
Mit den Anmeldungen behalten wir den Überblick über die Auslastung der Gottesdienste,
die an allen Tagen gleichwertig sind.
Für die Open Air-Gottesdienste sind keine Anmeldungen erforderlich.
Zusagen werden wir wegen des damit verbundenen Aufwandes nicht verschicken kön-
nen. Falls ein Gottesdienst „ausgebucht“ ist, werden wir uns aber auf jeden Fall mit ei-
nem Hinweis auf Gottesdienste mit freien Plätzen melden. Kommt kein Hinweis, waren
genügend Plätze frei.
Fragen beantworten Ihnen gerne die Mitglieder des Gesamtpfarrgemeinderates, das
Pastoralteam, die Mitglieder der Gemeindeausschüsse sowie die Gemeindebüros.
Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Gemeinsam schaf-
fen wir das.
Für den Gesamtpfarrgemeinderat: Georg HeßbrüggeGOTTESDIENSTE
6
St. Bonifatius Franziskus-Gemeinde
Hl. Abend 16.00 Uhr 14.30 Uhr
Wortgottesdienst Wortgottesdienst
18.00 Uhr 16.00 Uhr
Christmette Wortgottesdienst
mit Krippenspiel 17.00 Uhr
Ökumenische Andacht
auf dem Kirchenplatz
22.30 Uhr
Christmette
1. Weihnachtstag 9.30 Uhr 11.00 Uhr
Gottesdienst Gottesdienst
2. Weihnachtstag 9.30 Uhr 11.00 Uhr
Gottesdienst Gottesdienst
Sonntag, 27,.12 9.30 Uhr 11.00 Uhr
Gottesdienst Gottesdienst
15.00 Uhr
Kindersegnung
Sylvester 17.00 Uhr 18.30 Uhr
Jahresschlussmesse Jahresschlussmesse
Neujahr 11.00 Uhr
Gottesdienst
Hl. Drei Könige 19.30 Uhr 18.30 Uhr
Gottesdienst Gottesdienst
Bußgottesdienst und 18.12., 18.00 Uhr 19.12, 17.30 Uhr Beichtgelegenheit
Beichtgelegenheit Bußgottesdienst 20.12., 18.00 Uhr; 21.12., 18.30 Uhr
BußgottesdiensteGOTTESDIENSTE
7
St. Immaculata St. Johannes St. Michael St. Petrus
Baptista Canisius
16.00 Uhr 15.00 Uhr 15.30 Uhr 15.00 Uhr
Wortgottesdienst Christmette Wortgottesdienst Wortgottesdienst
18.00 Uhr 17.00 Uhr 17.00 Uhr 16.30 Uhr
Christmette Christmette Wortgottesdienst Christmette
22.00 Uhr 22.00 Uhr 18.30 Uhr
Christmette Christmette
Christmette
11.00 Uhr 9.30 Uhr 11.00 Uhr 9.30 Uhr
Gottesdienst Gottesdienst Gottesdienst Gottesdienst
11.00 Uhr 9.30 Uhr 11.00 Uhr 9.30 Uhr
Gottesdienst Gottesdienst Gottesdienst Gottesdienst
11.00 Uhr 9.30 Uhr 11.00 Uhr 9.30 Uhr
Gottesdienst Gottesdienst Gottesdienst Gottesdienst
17.00 Uhr 18.00 Uhr 18.00 Uhr 16.30 Uhr
Jahresschlussmesse Jahresschlussmesse Jahresschlussmesse Jahresschlussmesse
17.00 Uhr
Gottesdienst
15.00 Uhr 8.30 Uhr 18.00 Uhr 8.30 Uhr
Gottesdienst Gottesdienst Gottesdienst Gottesdienst
15.12., 19.00 Uhr in Husen in Husen 19.12., 17.00 Uhr
Bußgottesdienst Beichtgelegenheit
22.12., 17-18 Uhr
Beichtgelegenheit für
Kinder u. Jugendliche
18.12., 18.00 Uhr
Bußgottesdienst,
anschl. BeichteGOTTESDIENSTE
11GOTTESDIENSTE 12
AUS DEM PASTORALEN RAUM 13
Adveniat
Aufruf der deutschen Bischöfe ten. Die Kirche lebt die frohe Botschaft Je-
su mit den Armen und für sie.
Liebe Schwestern und Brüder, seit 1961 Mit der Kollekte am Weihnachtsfest kön-
schlägt die Weihnachtskollekte eine Brü- nen wir ein Zeichen der Verbundenheit
cke der Geschwisterlichkeit und Ermuti- setzen. Wir bitten Sie: Bleiben Sie den
gung nach Lateinamerika und in die Kari- Menschen in Lateinamerika und der Kari-
bik. Sie hilft dort, wo die Not am größten ist bik verbunden, nicht zuletzt im Gebet.
und Menschen dringend auf Unterstützung
Fulda, den 24. September 2020
angewiesen sind.
Für das Erzbistum Paderborn
Die Corona-Pandemie trifft die Armen in
Hans-Josef Becker, Erzbischof
Lateinamerika mit großer Härte. Durch
das Zusammenleben in engen Hütten
sind Abstandsregeln nicht einzuhal-
ten. Hygienemaßnahmen sind kaum
umsetzbar. Viele Menschen haben ih-
ren Broterwerb verloren. Hunderttau-
sende leiden Hunger. Selten war die
Weihnachtskollekte von Adveniat so
wichtig wie in diesem Jahr!
Unter dem Motto „ÜberLeben“ stellt
die Adveniat-Aktion Menschen in den
Mittelpunkt, die in ländlichen Gebieten
besonders von der Pandemie betrof-
fen sind. Die kirchlichen Partner vor
Ort sind oft die einzigen, die an ihrer
Seite bleiben und die Bedürftigen un-
terstützen. Sie helfen in akuter Not,
schenken Kranken und Trauernden
Beistand, schaffen Existenzgrundla-
gen und eröffnen Bildungsmöglichkei-14 AUS DEM PASTORALEN RAUM
Advent 2020
Die Gruppe „Geprägte Zeiten“ aus der Ge- net werden, teilweise begleitet durch Live-
meinde St. Johannes Baptista und der Musik.
Franziskus-Gemeinde möchte auch in die- Mit diesen Aktionen und Angeboten hofft
sem Jahr die Adventszeit besonders ge- die Gruppe, dass der Advent gerade in
stalten. Unter dem Thema „Licht-Blicke“ diesem Jahr zu einem Lichtblick für viel
gibt es Impulse in den Gottesdiensten und Menschen wird.
Gemeindenachrichten sowie auf Insta- Für die Gruppe „Geprägte Zeiten“:
gram. Weiterhin wird es ein entsprechen- Manfred Morfeld
des Altarbild geben, und
die Kirchen in Kurl und
Scharnhorst-Ost werden
an den Adventssonnta-
gen von 16. bis 18. Uhr
zum stillen Gebet geöff-
©: pfarrbriefservice.deAUS DEM PASTORALEN RAUM 15
Weihnachtliches Schattenspiel
Hochdeutsch übersetzt und den uri-
gen Charme weitgehendst erhalten.
Begleitet wird die Geschichte von
Klaviermusik und Weihnachtsliedern.
Seien Sie und vor allem Ihre Kinder
bei dieser ungewöhnlichen und schö-
nen Inszenierung dabei. Anmeldun-
gen unter buero@kirche-dortmund-
nordost.de oder Tel. 0157/58241989.
Eine Anmeldung ist wegen der einge-
schränkten Platzzahl (Corona) unbe-
dingt notwendig. Der Eintritt ist frei!
Spenden für die Winterhilfe am „U“
Weihnachten im Coronajahr wird anders und den Jordan-Treff werden erbeten.
als sonst werden. Nicht alle werden einen Weitere Infos und ein Anmeldeformular
Gottesdienst an den Feiertagen (s. S. 6 finden Sie auf unserer Webseite unter:
und 7) mitfeiern können oder wollen. Da- www.kirche-dortmund-nordost.de/offene-
rum bieten wir in diesem Jahr noch ein angebote/jugend-junge -menschen/
besonderes Highlight vor allem für Kinder weihnachtliches-schattenspiel.
und Familien an: „Das Wegg‘taler Kripple“. Manfred Morfeld
Am Dienstag, 22. Dezember, gastiert das
„Theater der Dämmerung“ in unserem
Pastoralen Raum. Am Nachmittag um
15.00 Uhr, um 16.30 Uhr und um 18.00
Uhr wird die Weihnachtsgeschichte als
Schattenspiel in der Turnhalle der Paul-
Dohrmann-Schule, Sanderoth/Flug-
hafenstraße dargeboten.
In mehreren Szenen wird die Geschichte
von damals in Schattenbildern lebendig.
Der Erzähler Friedrich Raad hat die
schwäbische Geschichte liebevoll auf16 AUS DEM PASTORALEN RAUM
Zeitlose Betreuen und beschützen
Weihnachtsgeschenke will uns die Zuneigung
Beschenken und berühren Gottes, der abgelehnt wird.
will uns der Reichtum Bewahren und begleiten
des arm gewordenen will uns die Freundschaft
Gottes. des fürsorglichen Gottes.
Besuchen und be(un)ruhigen Begaben und begnadigen
will uns die Großmut jenes will uns die Großzügigkeit
Gottes, der sich klein macht. Gottes, der liebevoll ist.
Betreffen und bewegen Beherbergen und bergen
will uns das Mitgefühl will uns das Heimweh
des verwundbaren Gottes. des sehnsüchtigen Gottes.
Paul Weismantel
Dank an Hauptamtliche und GPGR-Vorstand
In den Gemeindenachrichten Nr. 21 stand ben gesucht und auch gefunden haben.
ein DANKE an die ehrenamtlichen Mitarbei- Immer unter Einbeziehung der Gremien.
ter der Gemeinden, die auch in diesen Pan- Sie haben in dieser schwierigen und her-
demiezeiten verantwortungsvoll und gewis- ausfordernden Situation besonnen und ak-
senhaft ihren Dienst versehen. Tut gut, dastuell gehandelt. Und sie haben versucht, auf
zu lesen. vielen Kommunikationswegen die Gemein-
Aber ich denke, es ist auch an der Zeit, demitglieder mit auf den Weg zu nehmen,
diesen Dank zurückzugeben. dabei auch immer Verständnis für diejeni-
gen gezeigt, die sich aus guten Gründen
Danke an die Verantwortlichen der Gemein-
zurückgezogen haben.
den, vor allem an die Hauptamtlichen und
den GPGR-Vorstand, die in vielen Treffen, Keine leichte Aufgabe, aber gut gemacht.
ob persönlich oder auf anderen Wegen, DANKE!!!
Möglichkeiten für ein weiteres Gemeindele- Susanne NeumannRÜCKBLICK 17
Gesamtpfarrgemeinderat
Das Jahr 2020 im Vorstand des pandemi-
Gesamtpfarrgemeinderates - schen Krise
oder: Von der Partizipation an Wert daraufgelegt, dass die Gremien
in Krisenzeiten
der Pastoralen Mitverantwortung einbezo-
Es gibt in unserem Pastoralen Raum eine
gen wurden. Und da das mit dem gesam-
Kooperationsvereinbarung unserer sechs
ten Gremium wegen der Kontaktbeschrän-
Gemeinden. Die umzusetzen ist eine der
kungen und -verbote nicht möglich war,
Aufgaben des Gesamtpfarrgemeinderates
wurden die beiden ehrenamtlichen GPGR-
und damit seines Vorstandes. Allein das
Vorstände einbezogen und haben mitbera-
ist schon ein nicht leichtes Unterfangen.
ten, wie Kirche und Gemeinde unter den
Aber: Es gelingt immer mehr, immer wie-
Pandemiebedingungen gehen kann.
der, immer breiter und tiefer. Die Pastoral
Auch zusammen haben wir sicher nicht
in unserer Kooperation mitzuverantworten
alles richtig gemacht, aber, wie wir mei-
ist die Kernaufgabe des Gesamtpfarrge-
nen, doch eine ganze Menge angescho-
meinderates.
ben, soweit das krisenbedingt möglich
2020 war ein Jahr mit ganz besonderen
war: offene Kirchen, spirituelle Impulse,
Herausforderungen: Das Management
einen Instagram-Kanal, Sonderausgaben
einer Corona-Pandemie auf unserer Welt
von Gemeindenachrichten, Predigten onli-
und damit auch in unserem Pastoralen
ne nachlesbar, Durchführungskonzepte für
Raum und unseren Gemeinden - darauf
Gottesdienste unter Corona-Bedingungen
war niemand vorbereitet. Das hatte noch
und vieles andere mehr.
niemand geübt. Gremienarbeit in Zeiten
Wie oben erwähnt, war diese Einbezie-
von Kontaktverboten - unbekanntes Ter-
hung der Pastoralen Mitverantwortung
rain.
nicht allerorten üblich. Scheinbar sind wir
Aus anderen Pastoralen Räumen wissen
da schon etwas weiter. Und dafür sind wir
wir, dass während der Krisen-Hoch-Zeit
dankbar.
Pastoralteams oder Pfarrer das Heft des
Allen Mitchristen in unserer Kirche-
Handelns völlig an sich gezogen haben.
Dortmund-Nordost wünschen wir trotz
Partizipation, Beteiligung: wenn nicht Fehl-
Corona ein frohes, gesegnetes Weih-
anzeige, dann doch deutlich untergewich-
nachtsfest und einen guten Rutsch in ein
tet.
hoffentlich anderes 2021.
In unserem Pastoralen Raum haben Pfar-
Martina Rohrbeck und Georg Heßbrügge
rer und Pastoralteam vom ersten Tag der18 RÜCKBLICK
Das (Corona-)Jahr 2020 im Pastoralen Raum
Ein alles andere als gewöhnliches Jahr unserer Kirchen sehr gut angenommen
geht langsam zu Ende. Vieles war anders werden. Dann kam der Lockdown. Keine
2020, als wir es gedacht und geplant hat- Gottesdienste mehr, auch keine vom For-
ten. Aber nicht alles fiel aus, nicht alles mat „Benedicat“. Erfreulich, dass im Juni,
war schwierig oder schlecht in diesem als wir wieder starten konnten, die Benedi-
Jahr. cat-Gottesdienste gut besucht wurden,
besonders wieder die, die an anderen
Orten und draußen stattfanden, wie im Juli
in Grevel auf dem Dorfplatz oder im Sep-
tember an der Paul-Dohrmann-Schule.
Benedicat - auch im Coronajahr 2020 eine
Es begann ganz normal und wie
geplant mit den Benedicat-
Gottesdiensten, die z.B. im Januar St. Michael, Februar 2020
im Kurler Krankenhaus und im März
im Wohn- und Pflegezentrum in
Derne stattfanden. Und auch hier
zeigte sich, dass die Orte außerhalb
gesegnete Zeit für viele aus
unseren Gemeinden.
Geplantes wie der Tag der
Gremien oder die Wallfahrt
im Mai mussten coronabe-
Grevel Juli 2020 dingt leider ausfallen. Ostern
konnten wir keine Gottes-RÜCKBLICK 19
dienste feiern, doch es zeigte sich, dass tag mit Aktionen rund um das Thema Fa-
die angebotenen Öffnungen der Kirchen milie und für sie, z.B. mit einer Kinder-
und die angebotenen Ri tual e Mitmach-Oper. Das alles gab es nicht und
(Palmzweige, Osterkerzen, ökumenische wird vielleicht im nächsten Jahr stattfin-
Oster- und Pfingstgrüße, offene Kirchen, den. Unter dem Motto „Kleiner Funke Hoff-
Hausgottesdienste etc.) sehr gut ange- nung“ trafen sich am 13. September auf
nommen und von den Menschen in unse- dem Gelände der Paul-Dohrmann-Schule
rem Pastoralen Raum gesucht wurden. (an dieser Stelle ein herzliches Danke-
Die Erstkommunion im Jahr 2020 konnte schön für die sehr Jahren gute Kooperati-
erst im August und September und unter on) etwa 80 Mitglieder unserer Gemeinden
ungewohnten Umständen gefeiert werden zu Gottesdienst, Mittagessen, Gespräch
- was für viele nicht unbedingt ein Nachteil und Kaffee. Es war ein sehr gelungener
war, sondern oft als sehr schön und wür- und im Sinne des Themas Mut machender
dig empfunden wurde. Tag.
Der Tag des Pastoralen Raumes hinge- Nachdem die Wallfahrt im Mai nach Werl
gen konnte stattfinden, wenn auch anders schon ausfallen musste, hatte der Ge-
als geplant. Gedacht war er als Familien- samtpfarrgemeinderat (GPGR) beschlos-
Tag des PR 2020, Paul-Dohrmann-Schule20 RÜCKBLICK
sen, die für Oktober geplante Wall-
fahrt nach Kevelaer nicht gänzlich zu Wallfahrt Oktober 2020
streichen. Statt einer Fahrt an den
Wallfahrtsort sollte es eine Wallfahrt
daheim geben. Ziel war das Schöp-
fungskreuz im Naturschutzgebiet
„Alte Körne“. Auf zwei Wegen mach-
ten sich am 10. Oktober die Wallfah-
rer auf den Weg. Unterwegs gab es
an drei Stationen Impulse zum Nach-
denken, zum Besinnen und zum Ge-
spräch. Zum Gottesdienst waren es schränkungen und Unsicherheiten im
dann gut 30 Personen, die unter freiem Vorfeld Firmung feiern. 32 junge Men-
Himmel Gottesdienst feierten unter dem schen aus unseren Gemeinden hatten
Leitgedanken „Wir sind zusammen un- sich seit dem Ende der Sommerferien
terwegs“. Nach dieser ersten Wallfahrt kurz, aber intensiv auf den Empfang
daheim waren sich alle einige, dass es dieses Sakramentes vorbereitet. Am 30
sich lohnen würde, so etwas zu wieder- Oktober war es dann soweit: Weihbi-
holen. schof Dominicus Meier aus der Abtei
Ebenfalls im Oktober konnten wir in un- Königsmünster bei Meschede spendete
serem Pastoralen Raum trotz aller Ein- in zwei Gottesdiensten in St. Johannes
Baptista und in der Franziskus-
Gemeinde das Sakrament.
Erstmalig wurde die Firmung in
einem Wortgottesdienst ge-
spendet. Für viele war dies kein
Nachteil, sondern es wurde
eher als Gewinn empfunden:
Reduktion auf das Wesentliche.
Die Atmosphäre war sehr ruhig
und feierlich, was nicht nur an
der Art des Weihbischofs und
der guten musikalischen Be-RÜCKBLICK 21 gleitung lag. Insgesamt eine ein- drucksvolle Erfahrung für die Firm- bewerber und die Gemeinden. Im Jahr 2020 konnten auch Projekte wie die neu gestaltete gemeinsame Homepage (www.kirche-dortmund- nordost.de) vorangebracht bzw. um- gesetzt werden. Aus der Not gebo- ren, gab es zu Ostern erstmals einen gemeinsamen Osterbrief, der sehr gut ankam und im Jahr 2021 wieder in dieser Form erscheinen soll. Auch die ständlich geworden sind, und die - zumin- Gemeindenachrichten passten sich vo- dest in der Zeit vor der Krise - stattgefun- rübergehend in der Gestaltung der unge- den haben: unsere Willkommenscafés wohnten Situation an. Und es sind neue und -essen oder die Einkehrtage mit den Kanäle entdeckt und entwickelt worden, Schulen sowie die Gestaltung der Ge- den Menschen in unserem Gemeinde na- prägten Zeiten im Kirchenjahr. All dies he zu sein und Impulse für ihren Glauben zeigt, dass unser Pastoraler Raum leben- und ihr Leben zu geben. Unter anderem dig ist und für die Menschen in unserem gibt es jetzt auch einen Instagram- Umfeld wirkt. Account unseres Pastoralen Raumes Das Jahr 2020 hat uns gezeigt: Nicht alles (https://www.instagram.com/kirche_dort- ist schlecht. So wird zwar der Gesang im mund_nordost/?hl=de), auf dem spirituelle Gottesdienst nach wie vor vermisst, aber Impulse zu finden sind, die nicht nur von die gefundenen Formen, die Gläubigen den Seelsorger*innen kommen, sondern am Geschehen weiter zu beteiligen, finden auch von Menschen aus unseren Gemein- auch Anklang. Ebenso der vielerorts sehr den. viel ruhiger verlaufende Kommunionemp- Vieles andere musste und muss leider in fang. Auch hat sich trotz mancher Proble- ausfallen: Prozessionen, Gemeindefeste, me das Gefühl breit gemacht: Wir lassen Martinsmarkt und Martinszüge, Stunde der uns nicht unterkriegen und wir sind alle Kirchenmusik, Weihnachtsbasare… zusammen unterwegs. Nicht unerwähnt bleiben sollen in diesem Manfred Morfeld Rückblick Dinge, die schon fast selbstver-
22 AUS DER GEMEINDE
Tipps aus der Gemeinde-Bücherei
„Wenn das Schicksal anklopft, mach auf“ –
ein bisschen kitschig lautet so der Titel eines Buches, das die Bücherei kürzlich ange-
schafft hat. Hauptpersonen sind eine junge Frau mit Tourette-Syndrom und eine ältere
Dame mit allerlei Zwangsstörungen, die sich kennen und mögen lernen. Und die Ge-
schichte ist gar nicht kitschig, sondern wird unterhaltsam so erzählt, dass man sich beide
während der Lektüre lebhaft vorstellen und über ihre Unzulänglichkeiten schmunzeln kann.
„Die langen Abende“ – auch ein im Sommer erworbenes Buch, stand ein paar Wochen auf
der Spiegel-Bestseller- Liste und ist die Fortsetzung des viel gelesenen Buches „Mit Blick
aufs Meer“ (auch im Bestand der Bücherei). Beide erzählen einzelne Geschichte aus dem
Leben der Einwohner eines englischen Dorfes. Man muss das erste Buch nicht lesen, um
das zweite zu genießen, aber bestimmt möchte man mehr über diese Menschen wie du
und ich erfahren, wenn man ein Buch kennt.
„Der Gesang der Flusskrebse“ ist eins unserer Bücher, das in der Bestseller-Liste schon
monatelang geführt wird. Wer das Buch (oder den Film) „Ein Mann namens Ove“ kennt,
wird sicher auch den Roman „Stadt der großen Träume“ vom selben Schriftsteller mögen.
Oder besteht größeres Interesse an Roman-Bibliografien z.B. von Coco Chanel oder Edith
Piaf?
So weit nur eine kleine Auswahl aus unserem Bestand. Dieses eklige Virus Corona ver-
schafft einem doch wenigstens Zeit zum Lesen- oder auch zum Vorlesen. Denn Kinderbü-
cher und gerade Bilderbücher haben wir auch eine ganze Menge im Frühjahr neu ange-
schafft. Gesellschaftsspiele wären ebenso eine Möglichkeit, dem Virus mit guter Laune zu
trotzen.
Wir hoffen, dass wir die Bücherei (unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen natürlich) zu
den üblichen Zeiten geöffnet halten können: dienstags von 16 bis 18 Uhr und sonntags
von 10.30 bis 12.30 Uhr. Wir sehen uns dann!
Für das Bücherei-Team:
Ingrid GausmannAUS DER GEMEINDE 23
Caritas
Kein Waffelduft begleitet durch Gesang zog und in den letzten Wochen durch die Ge-
meinde. Geburtstagskinder bekamen kein Ständchen im Brunnen. Die Gottesdienste mit
Krankensalbung konnten leider auch nicht gefeiert werden. Das Motto „Wer mitmacht,
erlebt Gemeinde“ konnte einfach nicht stattfinden. Nur einmal konnten sich die Caritas-
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem gemütlichen Gedankenaustausch treffen. Und
wie es mit der Caritasarbeit in der Gemeinde weitergehen kann, ist noch ungewiss.
Wir hoffen auf ein frohes Wiedersehen im Jahr 2021.
Bleiben Sie alle geduldig und gesund!
C orona hält uns in Atem
A lle Termine abgesagt
R ichtig schade
I rgendwann wird es wieder besser
T rotzen wir mit Abstand, Maske und Verzicht
A ber hoffen wir, dass es 2021 besser wird
S chutzengel mögen uns begleiten
Für die Caritas: Marlies Reyer
© Deutscher Caritasverband24 AUS DER GEMEINDE 30 Jahre Kommunionhelferkreis In einer kleinen Gruppe von Frauen in unserer Gemeinde entstand 1990 der Wunsch, auch bei uns einen Kommunionhelferdienst einzurichten, den es zu der Zeit schon in vielen anderen Gemeinden gab. Ihr Anliegen war es, dass auch Frauen einen Dienst am Altar ausüben dürfen. Der Kreis war aber selbstverständlich von Anfang an offen auch für Männer, die diesen Dienst übernehmen wollten. Nach vielen Gesprächen mit der Gemeindeleitung startete im Advent 1990 unser Dienst mit dem Vikar Andreas Westerbarkei, vor nun genau 30 Jahren. Zum anfänglichen Kommunionhelferkreis gehörten: Bärbel Kate, Mechthild Veit, Christa Mallmann, Gertrud Menke (Sonnhalter), Christa Fromme, Erna Janetzki, Christa Blome, Brunhilde Meisterernst, Rosemarie Düdder und Agnes Schmitz. Kurze Zeit später kamen Paul Wobbe, Manfred Trojanowski und Martin Wienke dazu. Christa Fromme und Erna Janetzki erklärten sich bereit, zusätzlich die Krankenkommuni- on in die Wohnungen zu bringen. Brunhilde Meisterernst ist leider schon nach wenigen Jahren verstorben. Das Besondere war, dass sich diese Gruppe regelmäßig alle zwei Monate traf und von einem Vikar der Gemeinde begleitet wurde. Sie hat sich mit Fragen bezüglich des Diens- tes und mit seinem spirituellen Hintergrund auseinandergesetzt. Zusätzlich zu den regel- mäßigen Treffen gehörten Gruppengottesdienste und Einkehrtage, an denen wir über die Bedeutung der Eucharistie im Zusammenhang mit unserem Dienst gesprochen haben. Auch Glaubensfragen kamen zur Sprache. Wir waren zu Gast bei den Kleinen Schwes- tern in Lütgendortmund, bei den Franziska- nern in Herne und zweimal zu einem Semi- nar unter der Leitung von Andreas Wester- barkei im Kloster Ohrbeck. Später, als die Begleitung durch einen Vikar in unserer Gemeinde wegfiel, haben wir die Treffen reihum in Eigenregie vorbereitet.
AUS DER GEMEINDE 25
Inzwischen werden bei den Treffen nur Termine abgesprochen bzw. Fragen bezüglich
des Dienstes erörtert.
Heinz Pflug und Ellen Golz, die jahrelang diesen Dienst ausgeübt haben, wohnen inzwi-
schen in einem Seniorenheim.
In der letzten Zeit verstarben Paul Wobbe und Erna Janetzki.
Aktuell gehören zum Kommunionhelferkreis:
Christa Blome, Klaudia und Leo Bögershausen, Mairanne Buhl, Bärbel Czarkowski, Bär-
bel Kate, Margret Kleff, Petra Kleinz, Günter Klink, Ingrid Löher, Christa Mallmann, Klaus
Priebeler, Gertrud Sonnhalter, Maria-Luise Staudinger und Mechthild Veit
Herzlichen Dank an alle, die sich jahrelang in diesem Dienst engagiert haben und dies
auch weiterhin tun wollen.
Gertrud Sonnhalter
Gefährliche Erinnerung
In der franziskanischen Tradition gibt es eine Geschichte, an die zu
erinnern in diesen Corona-Zeiten politisch nicht korrekt scheint: die
Begegnung mit dem Aussätzigen.
Der lebte vor der Stadt in lebenslanger Quarantäne. Höchstes Infek-
tionsrisiko! Franziskus umarmt ihn - ohne Mund-Nasen-Bedeckung.
Dabei erfährt er die entscheidende Wende seines Lebens.
Diese Erzählung als Handlungsanweisung für heute zu lesen, wäre
unverantwortlich. Sie aber plötzlich totzuschweigen, nachdem sie
franziskanische Menschen über Jahrhunderte inspiriert hat, ist un-
ehrlich. Sie zeigt mir jedenfalls, dass Kontaktverbote, Social Distan-
cing und Risikovermeidung um jeden Preis als Koordinaten nicht aus-
reichen, um darin christliche Gotteserfahrung einzuzeichnen.
Cornelius Bohl ofm, in Franziskaner-Mission 3/20;
Auszug aus dem Artikel: Corona, Kirchen und der liebe Gott;
mit Genehmigung des Autors26 AUS DER GEMEINDE
Pfadfinder
Einander so richtig im echten Leben sehen zu können, ist viel wert. Selbst bei eigentlich
so kleinen Dingen wie einer Gruppenstunde. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
lebt vom persönlichen Austausch. Umso schmerzlicher ist es, dass wir uns sehr lange
nicht oder nur auf einem Bildschirm gesehen haben.
Ich denke, wir müssen nicht zum dreiundzwölfzigsten Mal die Entbehrungen und Verluste
beschreiben, die auch wir durchgemacht haben. Nur so viel: Digitale Gruppenstunden
sind eine nette Abwechslung, aber kein Ersatz, und Fangen spielen macht mit Mund-
schutz und ohne Anschlagen nicht so richtig viel Spaß. Natürlich sind auch alle unsere
Aktionen ins Wasser gefallen. Kein Pfingstlager, keine Wochenendfahrt, kein Sommerla-
ger.
Umso ermutigender ist es, dass in der kurzen Phase seit den Sommerferien wieder
Gruppenstunden in Präsenz möglich und alle wieder mit dabei waren! Leider wars das
dann jetzt auch erst einmal wieder, mindestens bis Dezember. Als Pfadfinder allzeit be-
reit zu sein heißt, sich auch immer neuen Situationen mutig entgegenzustellen und stets
das Beste daraus zu machen.
„Optimismus ist eine Form des Mutes, die Vertrauen in andere gibt und zum Erfolg
führt.“ (Lord Robert Baden-Powell)
In diesem Sinne: Achtet aufeinander, vertraut einander, seid allzeit für andere und euch
bereit und immer optimistisch bleiben.
Eine schöne Adventszeit, ein schönes Weihnachtsfest und gut Pfad!
Die Pfadfinder der DPSG Stamm Franziskus Dortmund-Scharnhorst
Stefan SteinmannAUS DER GEMEINDE 27
„Am Brunnen“
Ein gutes Jahr ist es jetzt her, dass ich den Betrieb der Gemeinde-
Gast-Stätte „Am Brunnen“ übernehmen durfte.
Ein Übergang kann holprig sein - und war es natürlich auch - aber
der Betrieb blieb mit dem Brunnen-Team gut in Fahrt. Ich fühlte mich
gut aufgenommen und fühle mich auch wohl mit dem „Brunnen“ im
Franziskus-Zentrum.
Dann kam Corona, und auch der Brunnen musste in den Lock-Down. Zweimal. Im Früh-
jahr und nun im November noch einmal. Hoffentlich geht es im Dezember weiter.
Das ist natürlich auch für einen Betrieb wie den „Brunnen“ ein Überlebenskampf. Gott sei
Dank unterstützen mich meine Gäste und auch die Gemeinde sehr.
So danke ich allen, die ich mit meinem Team im Jahr 2020 bei den abendlichen Öff-
nungszeiten, bei Frühstücken und dem Frühschoppen, bei Familienfeiern und Grillaben-
den bewirten durfte.
Was die Öffnungszeiten im Dezember und zum Jahreswechsel angeht, achten Sie bitte
auf tagesaktuelle Ankündigungen.
Ich freue mich darauf, auch 2021 wieder für Sie da zu sein, sofern Corona es möglich
macht, und wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue
Jahr.
Der Brunnen-Wirt: Gert Arnolds28 AUS DER GEMEINDE Familienzentrum Kindertageseinrichtung Franziskus Unser Jahr 2020 - ein besonderes Jahr für uns alle. Zuversicht „In der Zuversicht des neuen Morgens liegt die Kraft“ (Monika Minder) Gar nicht so einfach: Das Kindergartenjahr war geprägt von langer Schließung für den Großteil der Kinder, es gab abgesperrte Spielbereiche auf dem Außengelände, eingeschränkte Bewegungsfrei- heit in den Räumlichkeiten, weniger soziale Kontakte, Eltern können noch immer nicht ins Haus. Die Elterngespräche mit den neuen Familien fanden im Garten statt. Bei der Eingewöh- nung waren großer Abstand und Maske tragen Pflicht. Traditionelle Veranstaltungen mussten ganz ausfallen oder fanden nur in kleinem Rah- men statt. Seit den Sommerferien gibt es glücklicherweise zumindest für alle Kinder wie- der mehr „Normalität“. Aber uns allen fehlen die gemeinsamen Familienaktionen wie das Kennenlernfest, Got- tesdienste, Eltern- Kind-Basteln, gemeinsame Morgen- und Singkreise, das „Reinkommen“ der Eltern und „mit-dabei-sein“….- wir verstehen uns schon sehr lange als Institution für die ganze Familie, die Kinder und ihre Eltern. Und so haben wir immer versucht, voller Zuversicht das Beste daraus zu machen und die „Highlights im Alltag zu finden. Aktuell: Transparenz der Arbeit: Damit Eltern wissen, was bei uns passiert, gibt es die „Erzählfenster“. Wir hängen dort Fotos, Gemaltes, Gebasteltes und Informationen unse- res Angebots aus. Dieses regt außerdem die Kinder zum Erzählen ihres Alltags an. Im Herbst haben wir uns mit der Geschichte von der Maus Frederick beschäftigt. Fre- derick und seine Freunde nutzen im Herbst die Gelegenheit, Vorräte für den Winter und die dunkle Jahreszeit anzulegen. Frederick sammelt aber nicht nur Früchte, sondern auch bunte Farben und Wörter für den dunklen und kalten Winter. Dies lässt sich auch auf die Corona- Zeit und ihre Einschränkungen übertragen. Wir haben versucht, es Fre- derick gleich zu tun, voller Zuversicht auf einen Frühling und ein Ende der Pandemie.
AUS DER GEMEINDE 29
St. Martin - ein sehr wichtiges Fest im Herbst: Auch wenn es nicht so sein konnte wie ge-
wohnt, bastelte jedes Kind seine individuelle Laterne. Jedes noch so kleine Licht macht
das Dunkel hell. Das Thema „Teilen und einander helfen“ ist auch gerade in dieser
schweren Zeit mehr als aktuell. Unsere Familien haben die Gemeindeaktion mit Gaben
für den „Jordan- Treff“ unterstützt.
Advent: Die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest gestaltet sich wie jedes Jahr stim-
mungsvoll und voller Vorfreude. Die Erzieher spielen diesmal ein Weihnachtsspiel für die
Kinder. Die traditionelle Weihnachtsfeier und der Gottesdienst mit den Familien fallen lei-
der aus. Wir planen aber voller Zuversicht eine Krippenfeier am 6. Januar.
Wir wünschen allen Menschen unserer Gemeinde viel Gesundheit, Hoffnung und
eine gesegnete, besinnliche Weihnachtszeit.
Nach vielen schönen Jahren in der Kindertageseinrichtung Franziskus als Erzieherin und
Leiterin werde ich am 1. Januar eine neue Herausforderung und Tätigkeit annehmen. Ich
fühle mich der Franziskus- Gemeinde sehr verbunden, und es war mir immer eine große
Freude, hier zu arbeiten.
Ich bedanke mich recht herzlich für die gute Zusammenarbeit, das entgegengebrachte
Vertrauen, für jedes nette Wort, den Zusammenhalt….
Regina Herder30 AUS DER GEMEINDE
Kooperation mit der Paul-Dohrmann-Schule
Es ist mittlerweile eine gute und bereichernde Tradition geworden, dass Schüler und Leh-
rer der Paul-Dohrmann-Schule an Einkehrtagen teilnehmen. Diese werden organisiert und
durchgeführt von dem Gemeindereferenten und Gemeindeassistenten in den Räumen der
Franziskus-Gemeinde.
Auch im letzten Schuljahr waren solche Einkehrtage geplant, dann kam Corona, und eini-
ge dieser geplanten Tage mussten ausfallen.
Doch in diesem Schuljahr geht es weiter, und alle 12 Klassen haben Termine bekommen.
Den Anfang machten am 30.10.2020 unsere Kleinsten, die Klasse 1-2-3, mit dem Thema:
Gemeinschaft.
Anhand einer Geschichte sowie Spielen und Übungen erfuhren sie, dass eine gute Ge-
meinschaft, in der jeder seine eigenen Stärken einbringen kann, stark macht.
Am Ende haben alle zusammen eine bunte Gemeinschaftsfahne für den Klassenraum
gestaltet. Diese wurde nach der Rückkehr in die Schule sofort im Klassenraum aufge-
hängt, unter dem Motto: „Zusammen sind wir stark“.
Und auch wenn die Novembertermine nun leider ausfallen mussten, sie sind nur verscho-
ben: denn es geht weiter, und darauf freuen wir uns.
Susanne Neumann, KonrektorinAUS DER GEMEINDE 31
Dann feiern wir Advent
Wenn unsere Kerze brennt, dann feiern wir Advent.
Es sagt das Licht mit seinem Schein:
Gott wird stets bei uns sein.
Rolf Krenzer
Foto: Georg Heßbrügge32 AUS DER GEMEINDE Nachrichten aus Bacabal/Brasilien GUT, DASS WIR AUF EUCH ZÄHLEN KÖNNEN! Menschenrechte, Umweltschutz und Demokratie haben 2020 in Brasilien unter der Regierung des rechtsextremen Präsidenten Bolsonaro extrem gelitten. Die Folgen sind gravierend - vor allem für Kinder und Jugendliche. Dazu traurige Schlagzeilen über brennende Regenwälder, Gewalt in den Armenvierteln und gegen Minderheiten. Und schließlich der menschenverachtende Umgang des Präsidenten mit der Ausbreitung der Corona-Pandemie und den weit über 150 Tausend Opfern. Umso wichtiger wird in diesen Zeiten die Projektarbeit von VAMOS! in Bacabal. Sie hat das Ziel, Kinder- und Jugendliche zu stärken, damit sie das „gemeinsame Haus“ der Schöpfung schützen und das gute Leben aller unter demokratischen Bedingungen fördern können. Ende Oktober schreiben uns die Projektverantwortlichen: Liebe Freundinnen und Freunde der Franziskus-Gemeinde! Ein Jahr geht dem Ende zu, das für uns alle eine große Herausforderung war. Wie ihr wisst, erle- ben wir in unserem Land eine perverse Politik, die in ihren Folgen durch die Pandemie vor allem für die Ärmsten der Armen noch verstärkt wird. Weit über 150.000 Todesopfer durch Covid-19, noch immer ansteigende Infektionszahlen - damit wachsen auch Unsicherheit und Angst. Heute möchten wir ein paar Schlaglichter auf unsere Arbeit 2020 werfen: • Um die negativen Folgen der Pandemie abzumildern, konnte VAMOS! über 180 besonders betroffene Familien über mehrere Monate hinweg regelmäßig mit Lebensmittel- und Hygiene- paketen versorgen. Dafür haben wir ca. 30.000 € aus einem brasilianischen Hilfsfonds einge- worben. Die Mutter eines Projektkindes meint dazu: „Wir waren in echte Not geraten, weil mein Mann schon vor drei Monaten seine Arbeit verloren hat. Nur die Lebensmittelpakete haben dann unser Überleben gesichert. Darüber bin ich sehr glücklich und dankbar!" • Die Schulen sind seit April bis zum Ende des Jahres geschlossen. Auch die Projekttreffen kön- nen derzeit noch nicht wieder stattfinden. Darum mussten wir unsere Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen buchstäblich neu erfinden. Wir treffen uns jetzt mit den Kindern und Jugend- lichen „online“ und nutzen dazu alle zur Verfügung stehenden sozialen Medien. • Familien, die kein Handy oder Internet zur Verfügung haben, werden über Nachbarn versorgt und von den Projektmitarbeiterinnen einmal wöchentlich besucht - natürlich unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Oder sie kommen in die Projetzentren und holen sich dort regelmäßig Informations- und Aufgabenblätter ab, die die Kinder dann zuhause bearbeiten. • In der „Woche der Umwelt“ wurden die Kinder zum Beispiel angeregt, zuhause einen kleinen Kräutergarten anzulegen und zu pflegen. Zum Thema „Sexuelle Gewalt“ haben die Kinder kurze Aufklärungsvideos für Gleichaltrige produziert und verbreitet.
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34 AUS DER GEMEINDE
Nachrichten aus Bacabal/Brasilien
• Wöchentlich treffen sich die Projektkinder zu gemeinsamen Online-Konferenzen, um sich aus-
zutauschen und gemeinsam zu lernen. Auch der Musikunterricht für die Jugendlichen ist jetzt
per Handy möglich.
• Die regelmäßige Planungs- und Auswertungstreffen der pädagogischen Teams, der Projektko-
ordination und der Vereinsleitung von VAMOS! finden „online“ statt. Gleiches gilt für unsere
Fortbildungen mit den Sozialerzieherinnen. Der Capoeiralehrer bekennt: „Das war alles neu für
mich, weil ich mit Technik nicht sonderlich vertraut war. Heute nehme ich die Capoeirastunden
per Handy auf und verteile sie mit konkreten Aufgaben an die Kinder, die dann zuhause damit
üben können."
• Im Oktober haben die Projektkinder in einer Konferenzschaltung mit Gracinete in Deutschland
einen Workshop „Pflanzenfarben“ realisiert und sind jetzt MultiplikatorInnen für diese farbige
und kreative Technik.
• Wir haben auch externe Angebote für die Projektarbeit genutzt: Die Jugendlichen haben an
einem Online-Kurs zum Thema „Umgang mit sozialen Medien“ teilgenommen, das pädagogi-
sche Team an verschiedenen Fernkursen zu Bildungs- und Erziehungsfragen, die Projektkoor-
dination an Schulungen zu den Themen „Fundraising“ und „Organisationsentwicklung“.
Die neue Situation hat unseren Kontakt mit den Familien noch einmal intensiviert. Wir bekommen
dadurch auch viele Fälle von häuslicher Gewalt mit. Auch bemerken wir bei vielen Kindern und
einigen Müttern Fälle von Depression infolge der Pandemie. Eine Sozialerzieherin dazu: „Wir wer-
den vor allem von den Müttern angefordert, um in schwierigen Alltagssituationen zu helfen. Letzten
Monat bekam ich die Handy-Nachricht von der Mutter einer Jugendlichen: Sie war besorgt, dass
ihre Tochter immer schweigsamer wurde und sich zunehmend isolierte. Ich konnte einen Besuch
bei der Familie machen und angesichts der ernsten Situation die Jugendliche in professionelle
psychologische Begleitung vermitteln. Durch die sozialen Medien sind wir näher bei den Müttern.
Ich habe dadurch viel gelernt."
Ihr Lieben, was uns stärkt und weitergehen lässt ist die Gewissheit, dass wir dabei auf euer Gebet
und eure Hilfe zählen können. Zusammen mit Euch und der Unterstützung lokaler Förderer können
wir den Herausforderungen entgegentreten.
Euer Team von VAMOS! in Bacabal
Mit großem Dank an alle, die die Arbeit von VAMOS! in Brasilien unterstützen, wünschen wir eine
hoffnungsvolle und gesunde Festzeit!
VAMOS! Bleiben wir gemeinsam auf dem Weg!
Gracinete & Meinolf SchröderAUS DER GEMEINDE 35
Feliz Natal
Foto: Georg Heßbrügge36 AUS DER GEMEINDE Bau mein Haus wieder auf Schon lange war die Franziskus-Kapelle, der Nebenraum der Kirche der Franziskus- Gemeinde, „baufällig“. Die Fensterfront hatte den Charme eines Abstellraums (was es ja auch mal war), und der Teppichboden war abgewetzt und verschmutzt. Die Zugangstür war ramponiert und klapperig. Hier war dringender Handlungsbedarf, sollte die Kapelle doch weiterhin als Sakralraum erfahrbar bleiben und genutzt werden. Der Raum erinner- te an ein Schlüsselerlebnis des Patrons Franziskus. Der fühlte sich durch den ramponier- ten Zustand der Kirche San Damiano in Assisi herausgefordert: „Franziskus, bau mein Haus wieder auf!“ Bekanntermaßen blieb es aber nicht bei der Renovierung dieser klei- nen Kirche… Inzwischen ist unsere Franziskus-Kapelle fertiggestellt. Das große Glasfenster ist seit einigen Wochen eingesetzt. Es wurde von der Künstlerin Anja Quaschinski aus Düssel- dorf entworfen und von der Glasfirma Peters in Paderborn hergestellt. In seinen Farben stellt es die Sonne dar, und tagsüber, wenn die Sonne darauf scheint, ist tatsächlich et- was zu spüren von der Großartigkeit der Schöpfung. Für Franziskus weist die Sonne hin auf den großartigen Gott, den Schöpfer des Ganzen. Gedeutet wird das Licht der Sonne im Text des Sonnengesangs, dessen erste Strophe an der Stirnwand aufgemalt
AUS DER GEMEINDE 37 ist, zusammen mit dem TAU, dem Segenszeichen des Franziskus. Diese Arbeit wurde von Dietmar Kreutner aus unserer Gemeinde ausgeführt. Da dieses Fenster jetzt ein wunderbarer Blickfang ist, steht die Tür zu Kapelle meistens auf. Die ersten Gottesdiens- te wurden ebenfalls schon in der Kapelle gefeiert, obwohl wegen der Corona- Einschränkungen zurzeit nur begrenzt kleine gottesdienstliche Feiern dort stattfinden können. Für Franziskus war die Renovierung der kleinen Kirchen in der Umgebung von Assisi aber nur ein Anfang. In einer krisengeschüttelten Zeit des Mittelalters brauchte die ganze Kirche frische Impulse und einen geistlichen Neustart. Das wurde dann sein eigentliches großes Anliegen. Und in einer ähnlichen Situation sind wir auch heute: Massiver Vertrau- ensverlust, Reformstau und Missbrauchsskandale erfordern auch heute eine radikale Neuorientierung in unseren Gemeinden und in der ganzen Kirche. Die Neugestaltung der Kirche ist deshalb mit dem Ende der Arbeiten nicht abgeschlossen, sondern fängt gerade
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Bau mein Haus wieder auf
erst an. Das erneuerte Äußere ist ein starker Impuls, auch die Inhalte des
kirchlichen Lebens neu zu buchstabieren. Da kommt noch was auf uns
zu!!!
Erneuert wurde auch die Gebetsecke. Neben einem neuen Anstrich wird
jetzt das Bild Hl. Franziskus in einer modernen künstlerisch hochwertigen
Glasfassung präsentiert. Die Figur der Maria hat ein neues schlichtes Po-
dest aus Glas bekommen und der Ständer für die Gebetslichter ist aus
Holz neu gebaut. Durch das neue Glasfenster wird die Gebetsecke in
herrliches Licht getaucht. Zukünftig werden dort dann statt der bisherigen
Teelichter kleine Kerzen angeboten, die man in Sand einsetzen kann,
dazu passende kleine Blumenbank. Der Holzkünstler ist Herbert Gaus-
mann aus der Gemeinde.
Neu ist ebenfalls der Gedenkort für die Getauften und Verstorbenen.
An der Hinterwand der Kirche ist der Regenbogen angebracht, der vor
einigen Jahren schon einmal die Glaskrippe geziert hatte. Der Regenbo-
gen als Zeichen des Bundes zwischen Gott und Mensch wölbt sich über
den Gedenkbüchern mit den Namen der Getauften und der Verstorbenen. In der Span-
nung zwischen Geburt und Tod vollzieht sich menschliches Leben im Bund mit Gott. Da-
ran möchte diese Installation erinnern. Damit ergibt sich eine konsequente Linie im Got-
tesdienstraum von hinten nach vorn: vom Regenbogen ausgehend über den Tisch mit
dem Wort Gottes und dem Taufbecken zur Altarinsel, dem Mittelpunkt des Raumes, und
zum Tabernakel, dem Ort der bleibenden Gegenwart Gottes. Wir laden ein, immer wieder
auch in die Gedenkbücher mit den Namen und Bildern der Getauften und den Namen der
Verstorbenen zu schauen. Auch wenn der Weg durch die Kirche etwas weiter ist als bis-
her, sind auch die zusätzlichen Schritte ein Teil des Andenkens und des Gebetes.
Viele waren an der Neugestaltung beteiligt: vor allem der Liturgieausschuss, der Gemein-
deausschuss und der Kirchenvorstand – und natürlich die einzelnen Künstler. Auch viele
Gemeindemitglieder haben finanziell dazu beigetragen. Allen ein herzlicher Dank für die
geleistete Arbeit. - Zu wünschen ist, dass Kirche immer wieder neugestaltet und damit
ansprechend wird - äußerlich und innerlich.
Reinhard BürgerAUS DER GEMEINDE 39
„ER“ kommt
Ich will bei euch wohnen.
Ihr sollt zuhause sein.
Das Leben wird sich lohnen,
wenn wir zusammen wohnen.
Es wird ein Segen sein.
Fritz Baltruweit
Krippendarstellung Franziskus-Gemeinde 2019; Foto: Georg Heßbrügge40 AUS DER GEMEINDE Jahresrückblick aus Sicht des Gemeindeauschusses Wir blicken als Gemeindeausschuss auf ein Jahr zurück, das in keinem Sinne gewöhnlich war und uns an vielen Stellen auch als Gremium immer wieder vor Herausforderungen gestellt hat. Zunächst stand für uns Mitte Februar die alljährliche Klausur an. Bei einer Klausur können wir verschiedene Themen deutlich intensiver in den Blick nehmen als bei den abendlichen Sitzungen, und auch in diesem Jahr war dies wieder einmal ein sehr produktiver Tag zu den Themen Ehrenamt und Pastorale Orte und Gelegenheiten. Das Ergebnis waren viele erste Ideen und Gedanken, welche im laufenden Jahr angegangen werden sollten. Dabei konnte man förmlich den Tatendrang und die Motivation spüren, welche wir aus der Klau- sur mitgenommen hatten. Und dann kam doch alles ganz anders. Bereits vier Wochen später stellte die Corona- Pandemie alles auf den Kopf. Das Osterfest stand vor der Tür, und gleichzeitig konnte die Kommunikation plötzlich fast nur noch digital stattfinden. Eine deutliche Herausforderung für uns als Gremium mit einigen Stolpersteinen, im Rahmen derer vielleicht auch einiges liegengeblieben ist. Aber es zeigte sich auch, dass z. B. das bereits seit Jahren bestehen- de System aus Gruppenansprechpartnern des Gemeindeausschusses zu den einzelnen Gruppen sehr sinnvoll ist, um so zeitnah Informationen in die Gemeinde tragen zu kön- nen. Die Kar- und Ostertage mit dem Angebot der offenen Kir- che, den Zeichen und Ritualen, die angeboten wurden (Palmzweige, Osterkerzen) sowie die teilweise Live-Musik wurden stark angenommen und trugen zusammen mit der ökumenischen Segnung der Osterkerzen dazu bei, dass das Ostern trotzdem ein Fest wurde. Aber es zeigte auch deutlich, was in diesen Tagen vermisst wurde: die ge- meinsame Feier des Osterfestes. Die Wiederaufnahme der Gottesdienste einige Wochen später war dann geprägt von einem neu zu organisieren- den Türdienst, der dafür zu sorgen hatte, dass Abstände eingehalten werden, persönliche Daten der Besucher vor- liegen und die Maximalzahl an Personen nicht überschrit- ten wird. Keine Bedingungen, die man sich für einen Kirchenbesuch als Voraussetzung wünscht.
AUS DER GEMEINDE 41
Auch die Gottesdienste selber ohne Gesang und zunächst sogar ohne Eucharistie waren
gewöhnungsbedürftig. Hier zeigte sich schnell, wie sehr einzelne Elemente unsere Got-
tesdienste prägen und wie sehr man sie vermisst. Umso schöner ist es dann, wenn man
zahlreiche Musiker in der Gemeinde hat, die den Gottesdienst mit vielfältiger Musik unter-
stützen, oder wenn neue spirituelle Texte eingesetzt werden, die in verschiedenen For-
men vorgetragen/gesprochen werden. Auch die ruhige Atmosphäre der Gottesdienste vor
allem auch beim Kommunionempfang wurde als wohltuend empfunden.
In den Sommermonaten konnte dann wieder mit einzelnen Gruppentreffen begonnen
werden, und das Zentrum füllte sich langsam wieder mit Leben. Dies verlief bei allen
Gruppen und Diensten in einem sehr unterschiedlichen Tempo, und in vielen Bereichen
wurden und werden viele langjährige Mitarbeiter noch vermisst. Aber auch wenn sie
schmerzlich vermisst werden, so herrscht in unserer
Gemeinde aus meiner Sicht momentan eine Atmo-
sphäre der großen Akzeptanz für das individuelle Ver-
halten in der aktuellen Situation.
Auch die Erstkommunion- und Firmfeiern im August/
September bzw. Oktober fanden unter gänzlich ande-
ren Rahmenbedingungen statt, als wir es in unserer
Gemeinde gewohnt sind. Dennoch erhielten wir von
vielen Seiten die Rückmeldung, dass es sehr schöne
und würdige Feiern gewesen sind, wo der Fokus noch
einmal stärker auf dem zu spendenden Sakrament
lag.
Insgesamt zeigen also viele Beispiele, dass wir auch
aus diesem ungewohnten Jahr viel für unsere Arbeit in
der Gemeinde in den nächsten Jahren mitnehmen
können. Vor uns liegt nun eine sicherlich andere Advents- und Weihnachtszeit.
So werden wir am ersten Advent schmerzlich unseren Weihnachtsmarkt vermissen, und
auch die Weihnachtsgottesdienste selber werden einen anderen Charakter haben. Aber
mit den Erfahrungen aus den zurückliegenden Monaten wissen wir, dass dies auch eine
Chance ist: Stolpersteine aus dem Weg räumen, Gewohntes nicht als selbstverständlich
nehmen, Neues ausprobieren…
Für den Gemeindeausschuss: Franziska Wishahi42 KINDERSEITE Ein König will Gott sehen Im großen Dschungel lebt der König der Tiere, der Lö- we. Er regiert schon sehr lange. Aber irgendwann be- ginnt er, alt und müde zu werden. Er will sterben. Er hat vom Leben genug. „Schaut her“, sagt er. „Ich habe in meinem Leben alles erlebt, was man erfahren kann. Ich habe viel gesehen und gehört. Nur eines habe ich noch nie getan: Ich habe Gott nie gesehen. Er hat uns Tiere gemacht, den Dschungel, das Wasser, den Himmel und die Sonne. Für die Nacht hat er uns all die Sterne geschenkt, die uns durch das Dunkel leuchten. Das sind alles Dinge, die er gemacht hat. Aber ihn selbst habe ich nie erblickt.“ Deshalb befiehlt er allen seinen Untertanen: „Zeigt mir Gott!“ Die Geparden jagen durch den ganzen Dschungel. Sie finden Gott nicht. Die wei- sen Eulen grübeln und denken nach. Aber ihnen fällt kein Ort ein, wo Gott sein könnte. Alle Vögel fliegen in den Himmel und suchen Gott zwischen den Wolken. Auch dort ist er nicht zu finden. Da kommt eine kleine, graue Maus daher. Sie hat den Befehl des Löwen gehört. Sie verbeugt sich vor seiner königlichen Hoheit, dem Löwen: „Erlaube mir, deinen Wunsch zu erfüllen!“, sagt die Maus. „Gib Acht, kleine Maus! Wenn du mir Gott nicht zeigen kannst, bist du meine Vorspeise!“, antwortet der Löwe ihr hochnäsig. Die Maus führt den Löwen auf einen Hügel. „Sieh in die Sonne!“, fordert sie den Löwen auf und deutet mit ihrer Spitznase auf den gelben Ball. Der Löwe blinzelt in das helle Licht. „Willst du mich blind machen? Das Licht ist für mich viel zu hell!“, sagt er. „Siehst du“, meint das Mäuschen. Du schaffst es nicht, in die Sonne zu sehen. Sie ist nur ein kleiner Feuerball. Weißt du, wie viele es in der Weite des Univer- sums gibt? Und du willst in Gottes Gesicht schauen? Du kannst deine Augen
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nicht einmal ein paar Sekunden in der Sonne offenhalten!“ Der Löwe ist tief beein-
druckt und denkt: „Dieses graue Tierlein, wie schlau es doch ist.“
„Eine kleine Frage hätte ich noch“, antwortet der Löwe. „Wie ist Gott?“
„Wenn du das wissen möchtest, dann musst du die Welt durch die Augen von
Mäusen betrachten. Du als König der Löwen wirst für eine kurze Zeit das sehen,
was wir kleine Tiere gesehen haben.“ Weil das Herz des Königs weich geworden
ist, willigt er ein.
Das Mäuschen befiehlt dem Löwen: „Schließ deine Augen für einen Moment.“ Der
Löwe tut, worum ihn die Maus gebeten hat.
Als der Löwe sie wieder aufmacht, sieht er durch die Augen der Maus einen arm-
seligen Stall. Eine junge Frau legt ein Neugeborenes in die Futterkrippe. Noch ein
zweites Bild kann er sehen. Seine Augen erblicken ein großes, grob gezimmertes
Holzkreuz. Ein Mann wird ans Kreuz geschlagen. Neben ihm hängen zwei Verbre-
cher. Es ist Jesus, der Sohn Gottes, der unschuldig ans Kreuz genagelt wird.
Aus den Augenwinkeln des Löwen purzeln ein paar Tränen. In seinem Herz macht
sich ein Glücksgefühl breit. „Jetzt sehe ich Gott!“, sagt er und lächelt.
Erzählung: Dagmar Kleewein
Der Engel Gabriel sucht einen
Stern, der ganz genau so aus-
sieht wie der auf seinem Plakat.
Kannst du ihm helfen?
Christian Badel, www.kikifax.comSie können auch lesen