Kurier - Cafés erweitern Angebot Betrügerische Anrufe

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Kurier - Cafés erweitern Angebot Betrügerische Anrufe
Kurier

          Cafés erweitern Angebot   Betrügerische Anrufe
09/2021

          Bundestagswahl 2021       Gemeinsam mehr wissen
          Fiesta Mexikana
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                                                                 Inhalt im September
                                                                 Editorial

                                                                 03   Auf ein Wort

                                                                 Nachrichten und Berichte

                                                                 04   Fiesta Mexikana in der Tagespflege
                                                                 07   Super-Omas aus der Tagespflege
                                                                 08   Geselligkeit am Abend im Erikaweg
                                                                 09   Die 3. Impfung gegen Corona
                                                                 10   Cafés bieten wieder Kaffee und
                                                                      Kuchen an

                                                                 Gemeinsam statt einsam

                                                                 12   Gemeinsam mehr wissen
                                                                 13   Klönen und Spielen

                                                                 Service

                                                                 14   Betrügerische Anrufe
                                                                 16   Elektrogeräte auf dem Prüfstand
                                                                 18   Umgang mit Lebensmitteln
                                                                 20   Bundestagswahl 2021

                                                                 Unvergessen

                                                                 31   Nachrufe
IMPRESSUM

Herausgeber: Seniorendienste Stadt Hilden gGmbH,                 Menschen
Erikaweg 9, 40723 Hilden, Telefon: 02103 / 8902-0

Der KURIER ist politisch unabhängig und dient zur Information    32   Was macht eigentlich … Reinhold
der Bewohner*innen, Angehörigen, Besucher*innen,                      Posthum?
Nachbar*innen, Freund*innen, Förder*innen und Partner
der Einrichtungen am Erikaweg, Fliederweg und in der             35   Geburtstage
Hummelsterstraße.                                                36   Liebesgeschichte: Heute wird
Chefredaktion: Beate Linz-Eßer (Leitung, v.i.S.d.P.),                 geheiratet
Erikaweg 9, 40723 Hilden
Anzeigenverkauf: Bernd Düster,
b.düster@seniorendienste-hilden.de, 02103 / 8902-27              Buntes
Auflage: ca. 2.000 Exemplare
Erscheinungsweise: monatlich                                     38   Rätsel: Ausflug in die Welt der Tiere
Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen.
Für die namentlich gekennzeichneten Beiträge übernimmt
die Redaktion lediglich die presserechtliche Verantwortung.      Service
Eine Haftung für die Richtigkeit der Veröffentlichungen kann
trotz sorgfältiger Prüfung durch die Redaktion vom Herausgeber
nicht übernommen werden. Die Haftung für mittelbare Schäden      39   Kontakte
oder entgangenen Gewinn ist ausgeschlossen. Alle verwendeten
Bilder sind Eigentum der Seniorendienste Stadt Hilden gGmbH
oder wurden legal erworben. Alle Urheber-, Nutzungs- und
Verlagsrechte sind vorbehalten.
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Auf ein Wort
Liebe Leserinnen und Leser,

als ich vor dreieinhalb Jahren die
Geschäftsführung der Seniorendienste
Stadt Hilden übernommen habe, war ei-
ner der häufigsten Wünsche, die an mich
herangetragen wurden, doch bitte die
Cafés auch nachmittags wieder zu öffnen
und nicht nur warmen Mittagstisch, son-
dern auch Kaffee und Kuchen anzubie-
ten. Schnell wurden mir die Cafés daher
zu einer Herzensangelegenheit, auch
weil ich den Wunsch sehr gut verstehen
konnte. Es ist einfach deutlich schöner,
wenn man seine Mahlzeiten in Gesell-
schaft einnehmen kann.

Und die Cafés bieten einen attraktiven
Treffpunkt nicht nur für die Menschen
aus unseren Einrichtungen, so dass die
Bewohner*innen sich mit ihren Besu-
cher*innen außerhalb ihres Zimmers zu
Kaffee und Kuchen treffen können. Son-
dern sie stehen allen Bürgerinnen und
Bürgern in den angrenzenden Quartieren
offen. Sie tragen damit dazu bei, die
Hemmschwelle vor einer Pflegeeinrich-
tung zu reduzieren und den Kontakt
zwischen unseren Bewohner*innen und
ihrer Umgebung zu intensivieren. Leider
hat es durch die Corona-Pandemie deut-
lich länger gedauert als geplant.

Doch ab September ist es nun endlich
wieder soweit. Unsere Cafés bieten
Ihnen nun täglich von 11.00 Uhr bzw.
12.00 Uhr bis 17.00 Uhr leckere Speisen
und Getränke zu moderaten Preisen.
Bitte kommen Sie zahlreich und sagen
Sie es weiter! Denn nur bei einer ausrei-
chenden Nachfrage können wir das An-
gebot auch langfristig aufrecht erhalten.
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    Fiesta Mexikana in der Tagespflege
    Hossa, hossa, endlich war es soweit! Un-     Neben pandemiebedingten Sicherheits-
    ser alljährliches Sommersfest konnte         vorkehrungen und daraus folgenden
    stattfinden. Dieses Jahr hatte es wirklich   Änderungen unserer Abläufe in letzter
    in sich. Nachdem wir seit Anfang Juli wie-   Minute, meinte auch noch das Wetter,
                                                 wenig mexikanisch werden zu müssen.
                                                 Aber unser „Reiseziel“ war Mexiko und
                                                 daran konnte uns auch das Wetter nicht
                                                 hindern.

                                                 Vorbereitungen mit allen Gästen

                                                 Wie bei jeder „Reise“ haben wir uns
                                                 bereits Wochen vorher intensiv mit unse-
                                                 rem Reiseziel beschäftigt. Unsere Gäste
                                                 waren unermüdlich. Und mit vielen
                                                 helfenden Händen ist eine ganz wunder-
                                                 bare mexikanische Dekoration entstan-
                                                 den. Aus einer Poolnudel wurde ein ganz
                                                 prächtiger „Kaktus“, Erika Herbke hat im
                                                 Laufe eines Nachmittags dafür knapp 900
                                                 Zahnstocher kreativ verbaut. Hut ab, eh
                                                 nein, Sombrero ab vor dieser Leistung.

                                                 Brigitte Jaxa hat ein Lama aus Gips be-
    der ganztags und in voller Gruppenstärke     malt, an zwei Nachmittagen ist ein
    unsere Tagespflege-Gäste um uns haben,       Prachtexemplar entstanden. In schwarz-
    war ein Sommerfest mehr als nur ver-         weiß ist leider nicht zu erkennen, welch
    dient, zu dem wir auch die Angehörigen       farbenfrohes Kunstwerk es geworden ist.
    eingeladen hatten.
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Kleine Flaschen mit Ponchos aus mexika-
nischen Stoffen wurden zu Vasen der
besonderen Art, Bilder wurden gemalt
und auch gekaufte Dekoration wurde
wirkungsvoll in Szene gesetzt.

Buen apetito

So richtig mexikanisch wurde es jedoch
erst durch das richtige Essen und Trinken.
Vielen Dank an unsere Köche! Nathanael
Felix-Echavaria hat mit seinen Tacos
allen gezeigt, dass mexikanisch nicht un-
bedingt unerträglich scharf, sondern ein-
fach nur lecker sein kann. Und Marcel
Montabon hat alle notwendigen Sonder-
wünsche erfüllt, sodass alles im „mexican    einer kleinen Ansprache haben wir uns
style“ vorbereitet war.                      erst einmal über das köstliche Essen her-
                                             gemacht. Statt für Tequila haben wir uns
Partytime                                    für eine köstliche Limetten-Limonade
                                             entschieden, denn Limetten scheinen in
An zwei verschiedenen Tagen hatten wir       Mexiko einfach überall dazuzugehören.
eingeladen und unser ganzes Team war         Abgerundet wurde das Mittagessen mit
einfach gerührt vor Glück, endlich wieder    einem bunten Fruchtspieß.
in dieser Runde zueinanderfinden zu
können. Das Team hatte sich mexikanisch      Und so gesättigt fühlte es sich erst ein-
gekleidet und die von diesem Anblick         mal nach Siesta statt Fiesta an. Doch nach
überraschten Gäste empfangen. Nach           sehr netten und fröhlichen Gesprächen
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                                                 „El Loteria“ zu rufen. Die 16 bunten Moti-
                                                 ve sind auf Spanisch mit dazugehörenden
                                                 Begriffen beschriftet. Natürlich haben wir
                                                 es uns nicht nehmen lassen, die Begriffe
                                                 in Landessprache auszurufen (die deut-
                                                 sche Übersetzung und eine Beschreibung
                                                 der Begriffe gab es natürlich gratis dazu).
                                                 In der Mitte der Tische hatten wir Schüs-
                                                 seln mit ganz vielen Kronkorken ausge-
                                                 teilt, sodass genannte Begriffe mit dem
                                                 Kronkorken bedeckt werden konnten.

                                                 Zeit vergeht wie im Fluge

                                                 Welch ein Spaß, zumal ich zwischendrin
                                                 angedroht hatte, dass wir den Tag darauf
                                                 einen Vokabeltest über die neu gelernten
                                                 Wörter schreiben werden. Die „El Lote-
                                                 ria“-Gewinner*innen erhielten jeweils et-
                                                 was Süßes als Preis und die Stimmung
                                                 war einfach großartig. Die geplanten drei
                                                 Stunden waren so im Nu verflogen.

                                                 Wie nach jedem schönen Urlaub heißt es
                                                 irgendwann nach Hause fahren und nach
                                                 einem herzlichen „Adios“ bzw. „Hasta
                                                 la vista“ bleiben uns nun die schönen
    an den einzelnen Tischen, konnte es          Erinnerungen an einen gelungenen Nach-
    weitergehen im Programm.                     mittag. Muchas gracias!
                                                 .
    El Loteria
                                                                                  Stella Jurisa
    In Mexiko gibt es seit über 130 Jahren ein
    Spiel, El Loteria, das dort wirklich jeder
    kennt. Es ist so bekannt, wie bei uns
    „Mensch ärgere dich nicht“ und wird in
    Gesellschaft mit Jung und Alt gespielt. Zu
    vergleichen wäre es ein wenig mit Bingo,
    denn auf den ausgeteilten Spieltafeln
    sind 16 Motive zu sehen.

    Nun gilt es, vier Motive in unterschiedli-
    chen Konstellationen auf der eigenen
    Tafel zu finden und dann ganz laut
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Super-Omas aus der Tagespflege
In der Tagespflege sind unsere zwei
Kolleginnen Barbara Gattermann und
Helga Smolinksi nur zwei Wochen nach-
einander zum ersten Mal Oma geworden.
Mit den Gästen haben wir den beiden
eine „Super-Oma“ Urkunde ausgestellt.

Aus voller Überzeugung können wir alle
bestätigen, dass beide folgende Fähigkei-
ten auszeichnen: Sie sind klug und intelli-
gent, attraktiv, stark, fit wie ein Turn-
schuh, voller Ideen, humorvoll und jung
im Herzen.

Wir gratulieren Vincent und Antonia zu
ihren Super-Omas!

 Stella Jurisa
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    Geselligkeit am Abend im Erikaweg
    Abendeulen aufgepasst!                    sind, nach dem Abendessen noch ein
                                              Weilchen wach zu sein und sich über Ge-
    Ab Oktober möchten wir die Bewohner-      sellschaft freuen, können vorbei schauen.
    innen und Bewohner des Erikawegs herz-    Aber auch alle anderen sind herzlich ein-
    lich einladen, das Abendcafé im Gymnas-   geladen und willkommen!
    tikraum zu besuchen. Jeden Montag ab
    18:30 Uhr finden in gemütlicher Atmo-     Gabriele Nachtigall wird das Angebot be-
    sphäre verschiedene Angebote statt. Von   gleiten und steht, ebenfalls wie Michelle
    geselligen Themenabenden zu Vorlesen      Schmidt, für Fragen und Anregungen zur
    von Krimis und Romanen, Spielerunden,     Verfügung.
    bis hin zu gemeinsamen Fernsehabenden
    ist vieles geplant.                       Wir freuen uns auf gemeinsame Montag-
                                              abende mit Ihnen!
    Geselligkeit am Abend
                                                                          Michelle Schmidt
    Das Angebot soll Ihren Abend in nettem
    Beisammensein und in gemütlichem Aus-
    tausch ausklingen lassen. Gerade Bewoh-
    nerinnen und Bewohner, die es gewohnt
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Die 3. Impfung gegen Corona
Unsere Seniorenzentren gehörten zu den      geimpfte Personen sich zwar anstecken
ersten Pflegeeinrichtungen, in denen die    und die Viren dann wiederum auch ande-
Bewohner*innen und Mitarbeitenden ge-       ren nicht geimpfte Personen weitergeben
gen Corona geimpft wurden. Bereits am       können. Eine Übertragung von Geimpften
2. und 23. Januar 2021 haben rund           zu Geimpften ist jedoch äußerst unwahr-
90 Prozent der Bewohner*innen und           scheinlich. Bisher mussten daher keine
rund 80 Prozent der Mitarbeitenden im       geimpften Bewohner*innen in Quarantä-
Rahmen einer groß angelegten Impfakti-      ne, selbst wenn sie von einer*m infizier-
on ihre erste und zweite Impfung bekom-     ten Mitarbeitenden gepflegt wurden.
men. Dies hat wesentlich dazu beigetra-
gen, dass bis heute in unseren Einrich-     3. Impfung bietet Sicherheit
tungen niemand wegen einer Covid-19
Infektion ins Krankenhaus musste oder       Dies gelingt aber natürlich nur, wenn die
gar daran verstorben ist.                   Immunität ausreichend vorhanden ist.
                                            Wir freuen uns daher sehr, dass wir jetzt
Anzahl der Infizierten steigt deutlich an   im September nicht nur allen Bewoh-
                                            ner*innen, sondern auch allen Mitarbei-
Inzwischen steigt nicht nur in der Ge-      tenden ein Angebot für eine Auffri-
samtbevölkerung die wöchentliche Zahl       schungsimpfung machen können, sofern
der Infizierten wieder an. Auch in den      die 2. Impfung mind. 6 Monate zurück-
Pflegeeinrichtungen steigt wieder die       liegt.
Zahl der mit Corona infizierten Bewoh-
ner*innen Dies hängt zum einen mit der      Die Impfungen erfolgt gemäß Impferlass
hohen           Infektiosität      der      der Landes NRW teilweise durch die
Delta-Variante zusammen und zum ande-       behandelnden Hausärzte und teilweise
ren mit der nachlassenden Immunität         durch ein Impfteam. Im Erikaweg findet
insbesondere bei älteren Menschen.          am 4. September die nächste Impfaktion
                                            statt, in der Hummelsterstraße voraus-
Auch unter unseren Mitarbeitenden           sichtlich am 3. Samstag im September.
kommt es vermehrt zu Infektionen, ob-       Wir danken den Ärzten, die diese Impfak-
wohl die allermeisten von ihnen zweifach    tionen erneut möglich machen.
geimpft sind. Einige von ihnen haben                                     Beate Linz-Eßer
auch zumindest ein paar Tage lang mit
deutlichen Symptomen (Fieber, Husten,
Geschmacksverlust) zu kämpfen. Die An-
steckung erfolgt zumeist durch die unge-
impften Kinder oder während einer Reise.

Erfreulicherweise jedoch ist der Impf-
schutz bisher noch so wirkungsvoll, dass
es zu keiner Ansteckung weiterer Perso-
nen bzw. zu einem größeren Ausbruchs-
geschehen gekommen ist. Man geht aktu-
ell auch davon aus, dass zweifach
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 Cafés bieten wieder Kaffee und Kuchen an
 Über ein Jahr lang mussten unser Café            Das Café Hummel ist ab sofort
 Hummel und unser Kniebach-Café wegen                von Montag bis Sonntag
 der Corona-Pandemie komplett geschlos-           zwischen 11.00 und 17.00 Uhr
 sen bleiben. Für unsere Stammgäste                      für Sie geöffnet.
 haben wir die Zeit überbrückt, indem wir
 das Mittagessen zum Mitnehmen angebo-                Das Kniebach-Café ist
 ten haben. Doch Alleinessen aus der                  ab dem 5. September
 Pappschachtel kann ein nett angerichte-          täglich von 12.00 - 17.00 Uhr
 tes Mittagessen in Geselligkeit nicht                   für Sie geöffnet.
 ersetzen.
                                             Mittagessen jetzt auch samstags

                                             Dies bedeutet, dass Sie ab September bei
                                             uns nicht nur täglich, somit auch sams-
                                             tags, zwischen 12.00 und 14.00 Uhr eine
                                             warme Mittagsmahlzeit bekommen und
                                             zwischen zwei verschiedenen, täglich
                                             wechselnden Menüs auswählen können.
                                             Allerdings müssen wir die Preise nach
                                             rund zweieinhalb Jahren ein wenig an die
                                             allgemeine Preisentwicklung anpassen.

                                             Zukünftig erhalten Sie bei uns ein
                                             3-Gänge-Menü zu folgenden Preisen:

                                             Montag - Freitag
                                             Menü mit Fleisch/Fisch        6,40 €
                                             Menü ohne Fleisch/Fisch       5,50 €

 Öffnungszeiten der Cafés werden aus-        Samstag (2 Gänge)
 geweitet                                    Eintopf                       5,00 €

 Um so größer war die Freude, als wir im     Sonntag
 Mai die Cafés wieder öffnen durften. Erst   Menü mit Fleisch/Fisch        7,10 €
 war nur der Besuch der Außengastrono-       Menü ohne Fleisch/Fisch       6,20 €
 mie gestattet und nur für Geimpfte, Ge-
 nesene oder Getestete erlaubt. Nach und     Alle weiteren Preise (zum Beispiel nur
 nach wurden die Regeln gelockert und        Suppe oder Hauptspeise) entnehmen Sie
 wir konnten auch drinnen wieder unsere      bitte den Preistafeln in den Cafés.
 Gäste an sechs Tagen in der Woche mit
 unserem warmen Mittagstisch erfreuen.       Geselligkeit bei Kaffee und Kuchen

 Nun wollen wir unser Angebot noch mehr      Uns ist es außerdem ein Anliegen, Ihnen
 erweitern:                                  auch am Nachmittag eine Möglichkeit zu
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bieten, sich mit Ihrer Familie, Ihren       Selbstverständlich können Sie unsere
Freund*innen oder Ihren Besucher*innen      Cafés auch für Geburtstagsfeiern oder
in gemütlicher Atmosphäre treffen und       Beerdigungsgesellschaften nutzen, bei
miteinander plaudern zu können. Die Ca-     Bedarf auch außerhalb unserer regulären
fés bleiben daher täglich bis 17.00 Uhr     Öffnungszeiten. Bitte sprechen Sie bei
geöffnet und bieten ab 14.00 Uhr leckere    Interesse unsere Caféleitungen an. Sie
Sahnetorten und frischen Kuchen sowie       besprechen mit Ihnen gerne die Details
verschiedene Heiß- und Kaltgetränke zu      und unterbreiten Ihnen ein individuelles
moderaten Preisen an.                       Angebot. Ihre Ansprechpartnerinnen:

Kaffee oder Tee                 1,60 €      Café Hummel
Cappuccino oder Schokokaffee    1,90 €      Nicolé Beck
Schokoccino oder Kakao          1,90 €      Tel. 02103 - 96069-0
Latte Macchiato (Café Hummel)   2,10 €      n.beck@seniorendienste-hilden.de

Obstkuchen                  ab 2,00 €       Kniebach-Café
Sahnetorte                  ab 2,50 €       Birgit Miller
                                            Tel.: 02103 - 8902-60
Cafés bieten allen Bürgerinnen und Bür-     b.miller@seniorendienste-hilden.de
gern Raum für Feiern und Beerdigungen
                                            Übrigens: Unsere wöchentliche Speise-
Diese Angebote richten sich nicht nur an    karte mit den Mittagsmenüs finden Sie
die Bewohner*innen, Mitarbeitenden und      auf unserer Homepage unter dem Kartei-
Gäste unserer Seniorenzentren, sondern      reiter „Aktuelles“.
stehen allen Bürgerinnen und Bürgern zur
Verfügung. Auch Kinder sind herzlich        Wir freuen uns über Ihren zahlreichen
willkommen. Wegen Corona dürfen wir         Besuch und wünsche Ihnen einen guten
derzeit jedoch leider nur Geimpfte, Gene-   Appetit!
sene und Getestete empfangen.                                           Beate Linz-Eßer
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 Gemeinsam mehr wissen
 Ab September starten wir im Senioren-        Wir freuen uns, Sie
 zentrum Hummelsterstraße mit der Reihe
 „Gemeinsam mehr wissen“.                       am Mittwoch, 1.Septemer 2021 um
                                                   15.00 Uhr im Café Hummel
 Wir laden an jedem ersten Mittwoch im
 Monat um 15.00 Uhr Experten zu ver-          begrüßen zu dürfen.
 schiedenen Themen in unsere Einrichtung
 ein. Wir beginnen mit Frau Jeromin. Frau     Pandemiebedingt müssen wir Sie bitten
 Jeromin ist eine langjährige Fachkraft der   sich anzumelden. Dies können Sie ent-
 Hospizarbeit in Hilden und somit unsere      weder über die Rezeption des Senioren-
 erste Expertin.                              zentrum Hummelsterstrasse tun unter
                                              Telefon 02103-960690 oder per Mail
 Mit ihr können Sie gemeinsam im              unter k.veit@seniorendienste-hilden.de
 Gespräch die Möglichkeiten der Hospiz-       .
 arbeit besprechen.                                                  Karen Veit-Koschwitz
13
14

 Warnung vor betrügerischen Anrufen
 Das Thema ist nicht neu: Ältere Menschen     der Bewohnerin schwer an Corona
 werden gezielt, in betrügerischer Absicht,   erkrankt sei und teure Medikamente be-
 angerufen oder aufgesucht mit dem Ziel       nötige. Die Bewohnerin solle das Geld zur
 Geld zu erbeuten.                            Verfügung stellen oder wenn sie es nicht
                                              habe, solle sie es besorgen. Die Bewoh-
                                              nerin reagierte richtig, sie beendete das
                                              Telefonat schnell, ohne auf den Anrufer
                                              einzugehen. Sie informierte ihre Angehö-
                                              rigen und das Personal und noch am
                                              selben Tag wurde der Vorfall der Polizei
                                              gemeldet und zeitnah zur Anzeige ge-
                                              bracht.

                                              Betrüger*innen geben sich als Angehöri-
                                              ge oder Bekannte von Angehörigen aus.

                                              Solche Betrugsversuche kommen leider
                                              immer wieder vor, das bestätigte uns
                                              auch die Polizei. Dabei kann es, wie oben
                                              beschrieben, sein, dass der*die Anru-
 Corona wird zur Betrugsmasche                fer*innen berichten, dass nahe Angehöri-
                                              ge in Not seien. Oder sie geben sich
 Zuletzt gab es einen Fall von versuchtem     selbst als Angehörige aus, zum Beispiel
 Betrug in einer unserer Einrichtungen:       als Enkel etc. Es ist dabei nicht unüblich,
 Eine Bewohnerin erhielt einen Anruf und      dass die Anrufer*innen die Senioren un-
 der Anrufer behauptete, dass der Sohn        ter Druck setzen, indem sie wiederholt
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anrufen oder an die Verschwiegenheit
appellieren.

Die Kriminalpolizei gibt Ratschläge

Die Polizei gibt hierfür folgende Ratschlä-
ge:
 Sich am Telefon nicht unter Druck
  setzen lassen.
 Auflegen, wenn irgendetwas merkwür-
  dig erscheint!
 Am Telefon nie über die persönlichen
  und finanziellen Verhältnisse sprechen.
 Nie Geld oder wertvolle Dinge an
  unbekannte Personen übergeben.
 Es gibt Betrüger*innen, die sich am Te-
  lefon als Polizist*innen ausgeben. Die
  Polizei fragt niemals am Telefon, wie
  viel Geld vorhanden ist oder wo es auf-
  bewahrt wird.

Bleiben Sie wachsam!

Wir hoffen natürlich, dass so etwas in
nächster Zeit nicht wieder vorkommt,
möchten Sie aber für dieses Thema sensi-
bilisieren.

Die Polizei hat uns Informationsmaterial
zur Verfügung gestellt, dieses haben wir
an die Bewohner*innen weitergeleitet. In
der nahen Zukunft sind außerdem zur
Prävention Informationsveranstaltungen
zusammen mit der Polizei geplant.

Sollten Sie als Bewohner*in einen
solchen Anruf erhalten oder eine ähnliche
Erfahrung machen, sprechen Sie das
Personal an, wir helfen Ihnen, den Kon-
takt zur Polizei herzustellen.

Bleiben Sie vorsichtig!

                             Annika Weidinger
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 Elektrogeräte auf dem Prüfstand
 In den Häusern der Seniorendienste hat       Um Gefahren von vornherein zu vermei-
 jede*r Bewohner*in die Möglichkeit,          den, sichtet die Haustechnik bei einem
 seine persönlichen Möbel, Elektrogeräte      Neueinzug die Elektrogeräte. Eine kurze
 und andere Utensilien mitzubringen, die      Sichtprüfung kann oftmals schon reichen,
 ihr*ihm das Wohnen und Leben in unse-        um ein blankes Kabel oder einen offen-
 ren Häusern so angenehm gestalten wie        sichtlichen Defekt zu erkennen. Mit die-
 nur möglich.                                 ser Sichtprüfung versuchen wir - zum
                                              Schutze aller - sichtbare Gefahrenquellen
 Oft sind diese Geräte oder Möbel älteren     direkt auszumerzen. Denn es wäre nicht
 Jahrgangs. Niemand kauft wegen eines         das erste Mal, dass ein alter Fernseher
 Umzuges alles neu. Die alten Geräte          oder ein blankes Kabel ein Feuer entfacht
 gefallen vielleicht besser, man kommt mit    oder einen Menschen verletzt. Rein statis-
 der Bedienung gut zurecht, sie waren         tisch sind Defekte an Elektrogeräten die
 vielleicht teuer oder sie haben einen ganz   häufigste Ursache für einen Brand. Dies
 persönlichen Wert und sollen daher in        ist zum Glück noch nie bei uns passiert
 der neuen Wohnumgebung nicht fehlen.         und dabei wollen wir es auch belassen.
                                              Aber auch Sie als Bewohner*in, Angehöri-
 Eigene Elektrogeräte sind willkommen         ger oder Mitarbeiter*in können helfen
                                              und sich und andere schützen. Dazu be-
 Wir teilen diesen Gedanken und begrü-        darf es keiner besonderen Schulung oder
 ßen es, wenn die Zimmer mit einer            fundiertem Fachwissen in Elektrotechnik.
 persönlichen Note des Bewohners bzw.         Es reicht gesunder Menschenverstand.
 der Bewohnerin versehen werden. Den-
 noch müssen wir auch auf die Sicherheit      Geräte vor jeder Benutzung auf sichtba-
 achten. Und da kommt die Elektrogerä-        re Schäden prüfen
 teprüfung ins Spiel. Denn besonders
 Geräte aus vergangenen Tagen sind            Vor jeder Benutzung fremder Geräte soll-
 anfälliger und bedürfen immer mal wie-       ten Sie das Gerät einer kurzen Prüfung
 der eines prüfenden Blickes.                 unterziehen: Sind Kabel blank oder
17

irgendwelche Teile des Gerätes abgebro-       bekommt man heute noch etwas um-
chen oder brüchig? Sollte dies der Fall       sonst? Da die meisten von Ihnen aller-
sein, benutzen Sie das Gerät bitte nicht      dings technisch auf recht neuem Stand
und melden Sie sich bei der Haustechnik.      sind, gehen wir auch dieses Jahr wieder
                                              von einem positiven Ergebnis mit weni-
Neben dieser Regelung und weiteren Hin-       gen Defekten aus. Denn zum aktuellen
weisen, lassen wir jedes Jahr möglichst       Zeitpunkt sollte die Prüfung in unseren
viele Geräte durch ein externes Unter-        Häusern noch anstehen bzw. in vollem
nehmen prüfen. Die Geräte werden dann         Gange sein.
nach den gesetzlichen Anforderungen ge-
prüft. In Deutschland ist diese Prüfung
Pflicht und mittlerweile fester Bestandteil
im Sicherheitskonzept der meisten Fir-
men. Die Prüfung von ortsveränderlichen
elektrischen Betriebsmitteln erfolgt ge-
mäß DGUV Vorschrift 3. Vielen ist sie
noch als E-Check oder BGV A3-Prüfung
geläufig. Ob Kaffeemaschine, Fernseher
oder Handbohrmaschine – grob gesagt
muss alles, was einen Stecker hat, geprüft
werden. Und an diese Pflicht halten wir
uns.
                                              Auch Pflegehilfsmittel werden über-
Kosten für die jährlichen verpflichten-       prüft
den Prüfungen übernehmen die Senio-
rendienste                                    Neben privaten Geräten werden aber
                                              auch die Pflegehilfsmittel des Hauses
Bestehen die Geräte die Prüfung, bekom-       kontrolliert, die Ihnen und natürlich dem
men sie ein Prüfsiegel. Sollte dies nicht     Personal das Leben leichter machen sol-
der Fall sein, ziehen wir das betroffene      len. Gerade diese Geräte werden kritisch
Gerät in Zusammenarbeit mit dem Prüf-         von den Prüfern beäugt. Aber auch hier
unternehmen aus dem Verkehr. Sollte           sind bisher nie mehr als kleine Reparatu-
sich der Defekt durch eine Reparatur be-      ren nötig gewesen. Dies ist sicher auch
heben lassen, empfehlen wir der*m Besit-      auf das regelmäßige Intervall der Prüfun-
zer*in, dies durch eine Elektrofachkraft      gen zurückzuführen. Nach wie vor sind
tun zu lassen. Ist eine Reparatur nicht ge-   wir bestrebt, unseren hohen Sicherheits-
wünscht, wird das Gerät mit ihrer/ seiner     standard zu halten und nach Möglichkeit
Zustimmung von uns entsorgt. Die anfal-       immer zu optimieren.
lenden Kosten für die Prüfung durch die
externe Firma werden selbstverständlich       Sollten Sie dazu noch Fragen haben, kön-
durch uns getragen. Auch wenn wir Ihre        nen Sie mich dazu gerne jederzeit an-
„privaten“ Geräte prüfen lassen, entste-      sprechen. In diesem Sinne wünsche Ihnen
hen für Sie keinerlei Kosten. Ist das nicht   einen schönen und sicheren Tag.
schön? Sicherheit zum Nulltarif. Wo                                          Corell Müller
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 Umgang mit mitgebrachten Lebensmitteln
 Unter bestimmten Einflüssen, wie zum       wir gewisse Vorsichtsmaßnahmen einhal-
 Beispiel bei sommerlichen Temperaturen,    ten:
 können Speisen sich verändern und
 dadurch der Gesundheit des Menschen           Bringen Sie keine Speisen mit, die un-
 Schaden zufügen. Eine Süßspeise oder           ter Verwendung von rohen Eiern her-
 selbst hergestellte Mayonnaise mit rohen       gestellt wurden. Sind Eier nicht durch-
 Eiern bergen zum Beispiel die Gefahr,          erhitzt oder durchgebacken, können
 dass die Eier mit Salmonellen infiziert        sich schädliche Keime ungehindert
 waren und so eine Lebensmittelvergif-          vermehren. Deshalb sollten Sie auf
 tung auslösen können.                          Speisen mit rohen Eiern unbedingt
                                                verzichten.
 Gerade alte Menschen reagieren auf ver-       Verzichten Sie auf frisches Mett, Tatar
 dorbene Lebensmittel besonders anfällig,       oder ähnliche Fleischzubereitungen.
 da ihr Organismus häufig geschwächt ist.       Rohes Fleisch kann ebenfalls mit
                                                Salmonellen oder einem genauso ge-
                                                fährlichen Keim, dem Campylobacter,
                                                belastet sein.
                                               Verzichten Sie auf Rohmilch, da sie bei
                                                immungeschwächten Menschen zu
                                                einer Infektion mit unter Umständen
                                                tödlichen Folgen führen kann.
                                               Bringen Sie nur Produkte mit, die ein
                                                ausreichendes      Mindesthaltbarkeits-
                                                datum aufweisen.
                                               Speisen, die grundsätzlich im Kühl-
                                                schrank lagern, müssen auch gekühlt
                                                transportiert werden. Dazu zählen u.a.
                                                Joghurt, Pudding, Kuchen mit einer
                                                Füllung, die nicht mitgebacken wurde,
                                                Feinkostsalate, Wurst, Käse und auch
                                                alle gegarten Speisen, egal ob Fleisch,
                                                Gemüse, Nudeln oder Reis. Eine
                                                konsequente Kühlung hindert Kleinst-
                                                lebewesen an ihrer Vermehrung.

                                            Amt für Verbraucherschutz verbietet
                                            Einlagerung von mitgebrachten Lebens-
                                            mitteln im Gemeinschaftsflächen

 Einhaltung von Regeln hilft Lebensmit-     Auf Empfehlung des Amtes für Verbrau-
 telvergiftungen zu vermeiden               cherschutz (Lebensmittelüberwachung)
                                            haben wir vor einigen Jahren im Interesse
 Wir alle können dazu beitragen, Lebens-    der Gesundheit aller Bewohner*innen
 mittelvergiftungen zu verhindern, indem    entschieden, die Lagerung sämtlicher
19

mitgebrachter Lebensmittel in den          Wir achten stets darauf, dass unser ge-
Wohnbereichs-Kühlschränken zu unter-       samtes Speisenangebot vom Frühstück
sagen.                                     bis hin zum Abendessen abwechslungs-
                                           reich und ausgewogen ist, um möglichst
Viele Angehörige oder Bekannte bringen     allen Bewohner*innen gerecht zu wer-
Bewohner*innen gerne deren Lieblings-      den. Bitte haben Sie Verständnis dafür,
speisen mit. Darauf müssen Sie auch in     dass es allerdings nicht immer machbar
Zukunft nicht verzichten, wenn Sie die     ist, den Geschmack von 125 bzw. 93
oben genannten Regeln beherzigen.          Bewohner*innen gleichzeitig zu treffen.
                                           Es gibt Menschen, die ihr ganzes Leben
Von Ihnen selbst zubereitete Speisen       lang nichts als jungen Gouda oder Leber-
können Sie also mitbringen und sofort      wurst essen, andere wiederum lieben die
verzehren. Unseren Mitarbeiter*innen ist   tägliche Abwechslung. Unsere Küchen
es jedoch nicht gestattet, mitgebrachte    versuchen, beides hinzukriegen.
Lebensmittel zu einem späteren Zeit-
punkt auszugeben.                          Für Rückfragen stehen Ihnen im Erikaweg
                                           Marcel Montabon sowie Nathanael Felix
Viele Menschen, viele Wünsche              Echavarria in der Hummelsterstraße ger-
                                           ne zur Verfügung.
Damit Sie, liebe Bewohner*innen, nicht                               Daniela Mantegna
auf Gewohntes verzichten müssen,
möchte ich Sie ermuntern, am regelmäßig
stattfindenden „Wünsch- Dir Was“ teilzu-
nehmen. Unsere Küchen erfragen hier
Ihre konkreten Wünsche und Vorlieben
und bemühen sich - sofern es sich nicht
um Kaviar oder ähnlich hochpreisige
Produkte handelt - diese zu erfüllen.
20

 Bundestagswahl 2021
 Am 26. September findet die nächste          2017 lebe ich in Mettmann und arbeite
 Bundestagswahl statt. Um Ihnen die Ent-      als Realschullehrerin. Durch meinen Be-
 scheidung etwas zu erleichtern, wo Sie       ruf sind mir die Chancen- und Bildungs-
 Ihr Kreuzchen machen wollen, haben wir       gerechtigkeit aller Kinder ein Herzensan-
 alle zehn Direktkandidat*innen für den       liegen. Nicht der familiäre oder finanziel-
 Wahlkreis Mettmann Süd angeschrieben,        le Hintergrund darf über Bildung, indivi-
 sie um ein Foto, einen kurzen Text zu        duelle Lebenschancen und den Lebens-
 Ihrer Person und um die Beantwortung         weg entscheiden
 von drei Fragen gebeten. Neun der Kandi-
 dat*innen haben uns geantwortet. Hier        Roland Schüren (Die Grünen)
 zunächst die persönliche Vorstellung der
 Kandidat*innen:                              Ich bin in Haan aufgewachsen, arbeite in
                                              Hilden und wohne mit meiner Frau und
 Dr. Klaus Wiener (CDU)                       meinen zwei Töchtern in Essen. Als
                                              selbstständiger Bäckermeister versorge
 Ich bin seit 25 Jahren verheiratet und       ich täglich zusammen mit meinem Team
 habe mit meiner Frau zwei erwachsene         die Region mit Backwaren, was mich mit
 Kinder. Mich prägt ein christliches          dem Kreis Mettmann eng verbindet.
 Menschenbild. In meinem Wertekompass         Außerdem betreibe ich den aktuell
 stehen Familie und Generationengerech-       größten      Elektroauto-Schnell-Ladepark
 tigkeit ganz oben, aber auch Sicherheit.     Deutschlands am Autobahnkreuz Hilden.
 Als Volkswirt habe ich 30 Jahre Erfahrung    Radsport ist mein Hobby.
 in der Privatwirtschaft gesammelt. Dieses
 Wissen möchte ich jetzt in den Bundes-       Lutz Gallasch (Die Linke)
 tag einbringen.
                                              54 Jahre, verheiratet, 2 Kinder
 Christian Steinacker (SPD)                   Direktkandidat von Die Linke für den
                                              Wahlkreis 104 (Kreis Mettmann Süd)
 Ich bin 45 Jahre alt, verheiratet und lebe   Sprecher im Kreisverband Mettmann Die
 seit sieben Jahren im malerischen Baum-      Linke, Mitarbeiter bei der Rheinbahn AG
 berg. Ich war als Zeitsoldat bei Bundes-     Düsseldorf, Mitarbeit im Vorstand bei der
 wehr und NATO und habe Jura und Sozi-        NahVG (NahVerkehrsGewerkschaft), Orts-
 alwissenschaften studiert. Derzeit bin ich   gruppe Düsseldorf, Sachkundiger Bürger
 als Integrationshelfer tätig. Ich möchte     in der Fraktion Die Linke, Stadtteilbeirat
 gerne als Teil der SPD dazu beitragen,       im Quartiersmanagement Sandheide.
 unsere Gesellschaft wieder gerechter
 und sozialer zu machen, damit so viele       Mathias Huning (Freie Wähler)
 Menschen wie möglich eine Chance
 haben, voranzukommen.                        Ich bin am 25.06.1969 in Mettmann ge-
                                              boren und lebe seitdem eigentlich dauer-
 Nicole Marie Burda (FDP)                     haft in Wülfrath . Ich bin mit einer Ärztin
                                              verheiratet und Vater einer 10jährigen
 Ich bin in Moers geboren und aufgewach-      Tochter. Am Gymnasium Wülfrath unter-
 sen. Seit meinem zweiten Staatsexamen        richte ich Sport und Philosophie. Als
21

Tennissportler war ich recht erfolgreich      ter vielen Seniorengruppen aus Wohnhei-
(10 Jahre 1. Bundesliga, Wimbledonteil-       men.
nahme, 8-facher Seniorenweltmeister).
Diesen Ehrgeiz und das Durchsetzungs-         Thorsten Klimczak (Einzelbewerber)
vermögen möchte ich gerne in meine
politische Tätigkeit einbringen. Als Lehrer   48 Jahre. Geboren in Hilden.
und Vater ist die Schul- und Familienpoli-    Letztes Jahr Bürgermeister Kandidat der
tik mein Schwerpunkt. Aber auch Gesund-       Stadt Hilden. Arbeite in der Gastronomie.
heits- und Sozialpolitik interessieren        Habe dem wunderschönen Kreis nie den
mich sehr.                                    Rücken gekehrt. Ich liebe den Kreis Mett-
                                              mann. Das ist auch ein Grund, mich für
Marc Gutknecht (Die Basis)                    die Vertretung des Kreises im Bundestag
                                              zu bewerben. Der Kreis soll weiterhin
Keine persönliche Vorstellung erhalten.       lebens- und liebenswert bleiben. Dazu
                                              müssen natürlich ein paar Punkte geän-
Bernd Herrmann (Unabhängig)                   dert bzw. verbessert werden. Dafür setze
                                              ich mich ein. Für die Bürgerinnen und
1967 wurde ich in Düsseldorf geboren          Bürger unseres Kreis Mettmann.
und lebe seit 1974 in Erkrath, wo ich bür-
gerschaftlich aktiv bin. Während meiner       Auf den folgenden Seiten finden Sie dann
ersten Berufstätigkeit war ich Vertrauens-    jeweils die Beantwortung der Fragen. Ich
mann meiner Abteilung und Mitglied der        wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und
Vertreterversammlung der IG Metall Düs-       dann eine gute Wahl!
seldorf. Seit 2000 bin ich selbstständiger                                 Beate Linz-Eßer
Reisebusunternehmer und fahre Touren
mit verschiedenen Reisegruppen, darun-
22

 Dr. Klaus Wiener (CDU)
                                             Investoren und Hedgefonds liegen, deren
                                             vorrangiges Ziel eine möglichst hohe Ren-
                                             dite ist und nicht eine würdige Pflege?

                                             Grundvoraussetzung für eine gute Pflege
                                             ist die Orientierung an den Bedürfnissen
                                             der Menschen. Sie muss immer an erster
                                             Stelle stehen! Hieran müssen sich alle
                                             Betreiber von Pflegeeinrichtungen halten.
                                             Um dies zu gewährleisten, braucht es ei-
                                             ne regelmäßige und effektive Kontrolle.

                                             Wie wollen Sie sicherstellen, dass es wieder
                                             mehr bezahlbaren und barrierefreien
                                             Wohnraum für Senior*innen und Men-
                                             schen mit Behinderung gibt und auch Pfle-
                                             gekräfte bezahlbaren Wohnraum finden?

                                             Die Entwicklung der Hauspreise und der
                                             Mieten sehe ich mit Sorge. Um mehr
Wie wollen Sie sicherstellen, dass pflege-   bezahlbaren und geeigneten Wohnraum
bedürftige Menschen trotz des demografi-     zu schaffen, müssen wir das Angebot
schen Wandels eine würdige und bezahl-       erhöhen. Dazu brauchen wir einen
bare Pflege bekommen?                        Abbau baurechtlicher Vorschriften, weil
                                             diese das Bauen oftmals unnötig teuer
Unser Sozialsystem gehört zu den besten      machen. Und es braucht sehr viel schnel-
der Welt. Als Volkswirt weiß ich, dass wir   lere Genehmigungsverfahren. Zudem
eine starke Wirtschaft brauchen, um          sollten wir die Grunderwerbsteuer sen-
dieses System erhalten zu können, zu         ken. So würde es auch älteren Menschen
dem auch eine exzellente Pflege gehört.      leichter gemacht, in eine lebensphasen-
Der demografische Wandel stellt eine be-     gerechte Wohnung zu ziehen. Mit der
sondere Herausforderung dar. Allerdings      Diakonie Deutschland befinde ich mich
bin ich für die Pflege optimistisch ge-      seit längerem im Austausch über mögli-
stimmt. Die Entwicklung geht wegen des       che Modelle für eine Erweiterung des An-
technologischen Fortschritts immer mehr      gebots an geeigneten Wohnungen.
weg von der Industrie hin zur Dienstleis-
tungsgesellschaft. In diesem Prozess gilt    Die CDU-geführte Landesregierung hat in
es, Arbeitskräfte für die Pflege zu gewin-   NRW bereits vor zwei Jahren die Pflicht
nen. Hierzu braucht es gute Bildungs-        zur Barrierefreiheit deutlich ausgeweitet.
chancen, aber auch eine angemessene          Jede Wohnung, die im Geschosswoh-
Bezahlung.                                   nungsbau errichtet wird, muss barriere-
                                             frei sein – ganz gleich ob öffentlich oder
Wie stehen Sie dazu, dass immer mehr         frei finanziert.
Pflegeeinrichtungen in den Händen von
23

Christian Steinacker (SPD)
Wie wollen Sie sicherstellen, dass pflege-
bedürftige Menschen trotz des demografi-
schen Wandels eine würdige und bezahl-
bare Pflege bekommen?

Wir müssen zuallererst mal wieder die
Wertschätzung und auch die Wichtigkeit
der Berufsbilder in der Pflege verdeutli-
chen, schaffen und stärken. Dazu gehören
die Verbesserungen in der Bezahlung
und bei den Bedingungen, aber auch,
dass Gewinnstreben nicht der maßgeben-
de Faktor in diesem Bereich unserer Ge-
sellschaft sein darf, sondern die Fürsorge.

Wie stehen Sie dazu, dass immer mehr
Pflegeeinrichtungen in den Händen von
Investoren und Hedgefonds liegen, deren
vorrangiges Ziel eine möglichst hohe Ren-
dite ist und nicht eine würdige Pflege?

Aus meiner Sicht sollte es, vor allem in
diesem Bereich um Daseinsfürsorge
gehen und nicht um Gewinnstreben oder
gar Gewinnmaximierung. Zu pflegende
oder die beschäftigten Menschen sind
keine Renditeobjekte und dürfen es auch        Landes-    oder    Bundeswohnungsbau-
nicht werden. Daher sollte es eine stärke-     gesellschaften erreicht werden.
re Aufsicht geben oder nur gemeinnützi-
ge, genossenschaftliche oder staatliche
Organisationen in diesem Segment tätig
sein.

Wie wollen Sie sicherstellen, dass es wieder
mehr bezahlbaren und barrierefreien
Wohnraum für Senior*innen und Men-
schen mit Behinderung gibt und auch Pfle-
gekräfte bezahlbaren Wohnraum finden?

Meiner Ansicht nach sollte der Staat
wieder stärker im Wohnungsmarkt aktiv
werden und diesen Wohnraum sozialkon-
form und frei von Gewinnstreben
schaffen. Dies kann durch kommunale,
24

 Nicole Marie Burda (FDP)
                                             die einzelne Pflegekraft endlich entlastet!

                                             Wie stehen Sie dazu, dass immer mehr
                                             Pflegeeinrichtungen in den Händen von
                                             Investoren und Hedgefonds liegen, deren
                                             vorrangiges Ziel eine möglichst hohe Ren-
                                             dite ist und nicht eine würdige Pflege?

                                             Private Investitionen sind nicht per se
                                             schlecht oder rein an Profitgier orientiert.
                                             Vielmehr brauchen wir private Investitio-
                                             nen, um die großen Herausforderungen,
                                             die vor uns liegen (Dekarbonsierung, Mo-
                                             dernisierung unseres Pflege-/Gesund-
                                             heitssystems oder die Schaffung neuer
                                             Arbeitsplätze), zu stemmen. Solche Inves-
                                             titionen bedürfen jedoch menschenwür-
                                             diger und fairer Bedingungen für alle be-
                                             teiligten Akteure (Pflegekräfte, Pflegebe-
Wie wollen Sie sicherstellen, dass pflege-   dürftige und Träger bzw. Investoren).
bedürftige Menschen trotz des demografi-     .
schen Wandels eine würdige und bezahl-       Wie wollen Sie sicherstellen, dass es wieder
bare Pflege bekommen?                        mehr bezahlbaren und barrierefreien
                                             Wohnraum für Senior*innen und Men-
Der demographische Wandel stellt uns         schen mit Behinderung gibt und auch Pfle-
vor viele Herausforderungen, unter ande-     gekräfte bezahlbaren Wohnraum finden?
rem die Überlastung des Pflegesystems
oder die Überlastung der derzeitig umla-     Wohnungsmangel betrifft uns alle und
genfinazierten Rente. Damit das Renten-      hat deshalb auch höchste Priorität. Für
niveau steigen kann, fordert die FDP zu-     mehr bezahlbaren Wohnraum habe ich
sätzlich eine gesetzliche Aktienrente, die   vier Vorschläge: Wir müssen (1) Baupla-
einen Teil der Rentenbeiträge in einen       nungs- und Genehmigungsverfahren be-
breit diversifizierten Staatsfonds inves-    schleunigen, vereinfachen und digitali-
tiert. Ein solches Modell würde das Ren-     sieren, (2) Baukosten senken, denn wenn
tenniveau besonders von Mittel- und Ge-      die Kosten zum Bauen günstiger werden,
ringverdienenden heben.                      sinken die Mieten ebenfalls, (3) die Ei-
Pflege muss würdevoll gestaltet werden!      gentumsquote durch einen Freibetrag bis
Wir müssen bei der Digitalisierung des       500.000,-€ bei der Grunderwerbessteuer
Pflegesystems anfangen, Pflegekräfte         steigern und (4) Bauen, Bauen, Bauen. Die
sollten sich auf die zu Pflegenden kon-      Miet- und Kaufpreise steigen lediglich so
zentrieren können statt auf einen analo-     stark an, da das Angebot an Wohnraum
gen Bürokratie-Dschungel. Pflegekräfte       knapp ist - Bauen ist somit die pragma-
verdienen die längst überfällige faire Be-   tischste Lösung, um den angespannten
zahlung und einen Personalschlüssel, der     Wohnungsmarkt zu entlasten!
25

Roland Schüren (Grüne)
Wie wollen Sie sicherstellen, dass pflege-
bedürftige Menschen trotz des demografi-
schen Wandels eine würdige und bezahl-
bare Pflege bekommen?

Eine Pflege-Bürgerversicherung wird in
Zukunft alle in die Finanzierung des Ver-
sicherungssystems einbeziehen, auch
Beamte, Selbständige, Unternehmer und
Abgeordnete. Neben Löhnen und Gehäl-
tern sollen Beiträge auf Zins- und Kapital-
erträge erhoben werden.

Durch die doppelte Pflegegarantie wird
der Pflege-Eigenanteil, den Pflegebedürf-
tige monatlich selbst tragen, künftig fest-
geschrieben und begrenzt. Die Pflegever-
sicherung übernimmt alle darüber hinaus
gehenden pflegerischen Kosten für eine
bedarfsgerechte Versorgung. Das bietet
Verlässlichkeit und finanzielle Planbar-      ten. Außerdem ist es nicht sozial gerecht,
keit und mindert das Armutsrisiko im          wenn private Kapitalanleger hohe Gewin-
Alter.                                        ne in einem Bereich erzielen, der über
                                              Beiträge und Steuern finanziert wird. Des-
Bei der Pflege von morgen muss die Wür-       halb ist es notwendig, Renditen in diesem
de des Menschen wieder im Mittelpunkt         Sektor zu deckeln.
stehen. Zu lange waren Optimierungs-
druck und Wirtschaftlichkeit maßgebend        Wie wollen Sie sicherstellen, dass es wieder
– dabei ist Pflege nicht einfach nur ein      mehr bezahlbaren und barrierefreien
weiterer Wirtschaftssektor, sondern Ort       Wohnraum für Senior*innen und Men-
der Begegnung und des Zusammenhalts           schen mit Behinderung gibt und auch Pfle-
                                              gekräfte bezahlbaren Wohnraum finden?
Wie stehen Sie dazu, dass immer mehr
Pflegeeinrichtungen in den Händen von         Wohnen ist ein soziales Grundrecht und
Investoren und Hedgefonds liegen, deren       der Wohnungsmarkt kein Ort für Speku-
vorrangiges Ziel eine möglichst hohe Ren-     lanten. Den steigenden Wohnkosten wol-
dite ist und nicht eine würdige Pflege?       len wir GRÜNEN durch mehr sozialen
                                              Wohnungsbau und bessere Regeln für
Pflege darf nicht zur Ware verkommen,         die Miet- und Immobilienmärkte begeg-
die den Gesetzen des Marktes unterwor-        nen. Barrierefreiheit in allen Bereichen
fen ist. Wenn Pflegeeinrichtungen in ers-     möchten wir sowohl durch gesetzliche
ter Linie dem Profit dienen, geht dies fast   Verpflichtungen als auch durch entspre-
zwangsläufig auf Kosten der Pflegebe-         chende Auflagen bei Förderprogrammen
dürftigen und auch der dort Beschäftig-       forcieren.
26

 Lutz Gallasch (Die Linke)
                                              Das lehnen wir ab. Menschen vor Profite.
                                              Wir wollen das Gesundheitssystem in die
                                              öffentliche Hand zurückführen und soli-
                                              darisieren. Alle sollen in eine Gesund-
                                              heitskasse einbezahlen.

                                              Wie wollen Sie sicherstellen, dass es wieder
                                              mehr bezahlbaren und barrierefreien
                                              Wohnraum für Senior*innen und Men-
                                              schen mit Behinderung gibt und auch Pfle-
                                              gekräfte bezahlbaren Wohnraum finden?

                                              Zum Einen brauchen wir einen BUNDES-
                                              WEITEN MIETENDECKEL. Zum Anderen
                                              benötigen wir mehr sozialen und gemein-
                                              nützigen, barrierefreien Wohnungsbau,
                                              den wir mit 25 Milliarden € stärken wol-
                                              len. Einen Rekommunalisierungsfond, um
                                              „Wucherkonzerne“ zu vergesellschaften.

 Wie wollen Sie sicherstellen, dass pflege-
 bedürftige Menschen trotz des demografi-
 schen Wandels eine würdige und bezahl-
 bare Pflege bekommen?

 Wir wollen den Pflegenotstand stoppen.
 Wir wollen 200.000 zusätzliche Pflege-
 kräfte einstellen und die tariflichen Ge-
 hälter um 500 € aufstocken. Wir wollen
 Krankenhäuser und Pflegekonzerne zu-
 rück in die öffentliche Hand rückführen.
 Dafür brauchen wir eine solidarische
 Krankenversicherung, in die ALLE einbe-
 zahlen.

 Wie stehen Sie dazu, dass immer mehr
 Pflegeeinrichtungen in den Händen von
 Investoren und Hedgefonds liegen, deren
 vorrangiges Ziel eine möglichst hohe Ren-
 dite ist und nicht eine würdige Pflege?
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Mathias Huning (Freie Wähler)
Wie wollen Sie sicherstellen, dass pflege-
bedürftige Menschen trotz des demografi-
schen Wandels eine würdige und bezahl-
bare Pflege bekommen?

Da dies nicht ganz mein Thema ist, arbei-
te ich sehr eng mit einem Kandidatenkol-
legen aus Bochum zusammen, der diesen
Themenschwerpunkt hat. Ich habe aber
gerade durch eine Angehörige selbst die
Erfahrung mit dem Pflegsystem gemacht
und weiß jetzt deutlich, dass da Hand-
lungsbedarf ist.

Dies kommt nicht überraschend und hät-
te von den etablierten Parteien längst be-
arbeitet werden müssen. Bevölkerungs-
strukturen kommen ja nicht überra-
schend, das hätte man langfristig erken-
nen und planen können.

Wie stehen Sie dazu, dass immer mehr
Pflegeeinrichtungen in den Händen von
Investoren und Hedgefonds liegen, deren
vorrangiges Ziel eine möglichst hohe Ren-
dite ist und nicht eine würdige Pflege?

Es ist eigentlich skandalös. Pflegebedürf-     klappt leider mit den alten Gehirnen
tige oder die Angehörigen zahlen zu viel,      nicht (damit meine ich die etablierten Po-
Pfleger erhalten zu wenig! Pflege darf         litiker -nicht Ihre Bewohner!)
kein Investitions- und Spekulationsob-
jekt sein. Pflege muss sich am Zustand         Das bezieht sich nicht nur auf Immobilien
des Menschen und nicht am Zustand des          für alte und pflegebedürftige Menschen.
Geldbeutels ausrichten.                        Der ganze Wohnungsmarkt ist in Schief-
                                               lage geraten - auch eine Erfahrung, die
Wie wollen Sie sicherstellen, dass es wieder   ich gerade selbst gemacht habe.
mehr bezahlbaren und barrierefreien
Wohnraum für Senior*innen und Men-
schen mit Behinderung gibt und auch Pfle-
gekräfte bezahlbaren Wohnraum finden?

Das nächste große Problemfeld: der Im-
mobilienmarkt. Städte- und Wohnungs-
bau muss ganz neu gedacht werden. Das-
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 Marc Gutknecht (dieBasis)
                                                Versorgung Vorrang vor Profitinteressen
                                                hat. Lobbyismus im Gesundheitswesen
                                                lehnen wir ab. Die Beratung durch Exper-
                                                ten muss transparent erfolgen. Interes-
                                                senkonflikte müssen offengelegt wer-
                                                den.

                                                Patienten können Behandlungsmetho-
                                                den, Ärzte und Therapeuten frei wählen.
                                                Dazu richten wir unabhängige Beratungs-
                                                stellen ein, bei denen sich Patienten
                                                über verschiedene Heilverfahren infor-
                                                mieren können. Wir lehnen eine Privati-
                                                sierung von Krankenhäusern ab.

                                                Kranken- und Pflegeeinrichtungen sollen
                                                in kommunaler bzw. staatlicher Träger
 Ihre Fragen können wir Ihnen ehrlich           schaft und unter demokratischer Kontrol-
 gesagt jetzt noch nicht konkret beantwor-      le betrieben werden.
 ten. So wichtige Fragestellungen werden
 wir immer mit allen Betroffenen, Experten      dieBasis steht für dezentrale Versor-
 und vor allem unserer Schwarmintelli-          gungsstrukturen, indem sie die dafür not-
 genz erarbeiten. Unser Ziel ist es, die        wendigen wirtschaftlichen Rahmenbedin-
 Maßnahmen in regionale Verantwortun-           gungen schafft.
 gen zu legen, da dort die Situation immer
 besser eingeschätzt werden kann. Nach-         dieBasis steht für ein Gesundheitswesen,
 stehend unser Rahmenprogramm zum               in dem Prävention und die Förderung von
 Thema Gesundheitswesen:                        Gesundheit die primären Ziele sind. Wir
                                                setzen    uns     für   eine    umfassen-
 dieBasis versteht Gesundheit ganzheit-         de Gesundheitsbildung und transparente
 lich als körperliches, psychisches und         Aufklärung ein. Dies gilt auch für Impf-
 soziales Wohlbefinden. Wir setzen uns          entscheidungen; mit uns wird es keine
 für eine ganzheitliche Betrachtung des         direkte oder indirekte Impfpflicht geben.
 Menschen in allen Gesundheitsberufen
 ein. dieBasis steht für ein vielfältiges Ge-   Wir stehen für eine gleichberechtigte An-
 sundheitswesen mit freier Arzt- und The-       erkennung, Anwendung und Erstattung
 rapiewahl, in dem Gesundheit, Präventi-        von alternativen Heilberufen und Ver-
 on, Selbstbestimmung und Eigenverant-          fahren. Wir fördern den Austausch und
 wortung oberste Priorität haben. Profit        die Zusammenarbeit zwischen Vertretern
 darf keine Maßgabe sein.                       verschiedener Heilverfahren in Studium,
                                                Ausbildung und Beruf.
 Wir streben ein kostentransparentes Ver-
 gütungssystem an, in dem die Qualität
 der medizinischen und therapeutischen
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Bernd Herrmann (Unabhängig)
Wie wollen Sie sicherstellen, dass pflege-
bedürftige Menschen trotz des demografi-
schen Wandels eine würdige und bezahl-
bare Pflege bekommen?

Da ich jetzt schon weiß, dass ich im Alter
selbst nicht gerade „auf Rosen gebettet“
leben werde, ist mir an diesem Thema
auch persönlich viel gelegen. Ich würde
mich sehr freuen, im engeren Austausch
mit Ihnen zu bleiben, und im Falle meiner
Wahl von Ihnen zu erfahren, wie Sie, Ihre
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie
Bewohnerinnen und Bewohner z. B. neue
Gesetzesvorlagen bewerten und wie sich
die am 2. Juni im Kabinett beschlossenen
Pflegereform bei Pflegebedürftigen und
Pflegekräften in der Praxis bewährt.

Wie stehen Sie dazu, dass immer mehr
Pflegeeinrichtungen in den Händen von
Investoren und Hedgefonds liegen, deren
vorrangiges Ziel eine möglichst hohe Ren-      Schon jetzt bin ich im Dialog mit beiden
dite ist und nicht eine würdige Pflege?        Seiten wie zum Beispiel dem Unterneh-
                                               men Cattela auf der einen und Senioren-
Unser Sozialsystem lebt von dem be-            zentren wie dem Ihren auf der anderen
scheidenen Wohlstand der Masse der             Seite. Ich höre mir beide Seiten an, damit
Menschen. Wenn aber das Kapital immer          barrierefreies, senioren- und behinderten-
weiter von unten nach oben verteilt wird,      gerechtes Wohnen bezahlbar und ökologi-
ist keine menschenwürdige Pflege mehr          sche Bauweisen bald möglichst zur Regel
möglich. Da diese ohnehin nur über Steu-       werden.
ermittel finanziert werden kann, lehne ich
solche Konstrukte ab, da die Gewinne           Ich kann Ihnen aber nicht „das Blaue vom
von Hedgefonds wiederum aus Steuern            Himmel“ versprechen. Im System der
finanziert werden. Wir brauchen ein Pfle-      Bundesrepublik Deutschland stehen sozi-
gesystem, bei dem nicht Uhr und Rendite        ale Themen leider oft in Konkurrenz zur
den Takt angeben, sondern das Mensch-          Gewinnoptimierung. Letztere hat in den
sein.                                          vergangenen Jahren deutlich zugenom-
                                               men. Ich werde keinem Gesetz zustim-
Wie wollen Sie sicherstellen, dass es wieder   men, das diesen Fakt weiter bevorzugt. Das
mehr bezahlbaren und barrierefreien            heißt auch, dass ich mich für adäquate Be-
Wohnraum für Senior*innen und Men-             zahlung und Arbeitsbedingungen der Pfle-
schen mit Behinderung gibt und auch Pfle-      gekräfte einsetzen werde.
gekräfte bezahlbaren Wohnraum finden?
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 Thorsten Klimczak (Unabhängig)
 Die Ziele für die nächsten Jahre werden
 nicht nur die Ziele sein, die (fast) alle
 Kandidaten auf ihrer Agenda haben. Sau-
 berkeit, Digitalisierung voranschreiten,
 den Grad zwischen besseren Fahrradwe-
 gen und den Autofahrern, bessere Pflege
 der Gehwege (barrierefreier) und Straßen
 sein, sondern das Wichtigste überhaupt -
 versuchen und wieder umzusetzen. Das
 Vertrauen der Bürger in die Regierung
 wiederzugewinnen! Dass der Bürger auch
 merkt, dass seine Belange umgesetzt
 werden.

 Dazu kommt „leider“ auch das Thema,
 weiterhin mit Covid 19 zu leben und dies
 umzusetzen.

 Bezahlbarer seniorengerechter Wohn-
 raum schaffen.... Der Kreis Mettmann hat
 ca. 115000 Senioren ab 65 Jahren. Und
 es werden mehr. Seit Jahren ist nun auch
 schon der Wirtschafts- und Wohnungs-
 bauförderungsausschuss mit diesem
 Thema beschäftigt. Kann dazu „nur“
 meine Meinung wiedergeben oder Ideen
 anmerken. Nach Möglichkeiten leerste-
 hende Büroräume in Wohnräume umzu-
 wandeln oder den Bebauungsplan zu än-
 dern von zum Beispiel 3- (oder 4,5-)
 geschossigen in 4- (5,6)geschossige zu
 erlauben eventuell umzusetzen. Oder bei
 Neubauten eine prozentuale Regelung
 treffen, dass soundso viel Prozent bezahl-
 barer barrierefreier Wohnraum sein muss.
 (Muss aber die Landesbauordnung geän-
 dert werden). Neubauflächen sind wie in
 unserem Ballungsgebiet fast) Mangelwa-
 re.

 Senioren sind keine Last, sondern ein Ge-
 winn für die Gesellschaft. Das Wichtigste
 aber überhaupt: bleiben sie alle gesund!
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Unvergessen - Nachrufe

             Anneliese Krei                          Margaretha Hennecke

Frau Krei hatte viel Sinn für Humor und     Margaretha Hennecke lernten wir als ei-
war eine starke Frau, die eine enge Bin-    ne aufgeschlossene, lebensfrohe Dame
dung zu ihrer Familie hatte. Anfang Juni    kennen. Sie mochte die Geselligkeit
diesen Jahres ist Frau Krei im Senioren-    ebenso wie die Ruhe in ihrem Zimmer.
zentrum Hummelsterstraße eingezogen.        Dort saß sie gerne auf dem Balkon,
Leider konnten wir Frau Krei nur kurz auf   genoss die Sonne und beobachtete das
ihrem Weg begleiten. Gerne hätten wir       Treiben im Bauerngarten. Sie hatte Inte-
mehr von ihrer Zeit in Bremerhaven          resse für viele Dinge und führte mit
gehört und mit Ihr gescherzt. Frau Krei     Vorliebe geistreiche Gespräche.
genoss den Beistand ihrer Familie sehr.     Aufrichtig freute sie sich, wenn ihre
Besonders ihr Mann war immer an ihrer       Tochter zu Besuch kam, was häufig der
Seite. Wir sprechen den Angehörigen         Fall war. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt
 unser Beileid aus.                         ihrer Familie.

      *13.09.1948  14.08.2021                    * 07.01.1929  07.08.2021

               Erika Wolf                              Bernhard Bernhoff

Erika Wolf gehörte lange zu uns. Anfangs    Bernhard Bernhoff war ein herzlicher und
als Mieterin und engagierte ehrenamtli-     fürsorglicher Mensch. Nicht nur seiner
che Mitarbeiterin, später als eine aller-   Frau und Familie gegenüber, auch seinen
seits beliebte und gern gesehene Be-        Mitmenschen. Er hat gerne gelacht und
wohnerin. Noch lange werden wir uns         erzählt und genoss es, in Gesellschaft zu
erinnern, mit welcher Begeisterung und      sein. Selten trafen wir ihn unzufrieden
Glückseligkeit sie getanzt und gesungen     an, denn er war ein dankbarer und zufrie-
hat. Zu jeder Zeit herzlich und mit einem   dener Mensch. Bernhard Bernhoff und
freundlichen Blick auf ihre Mitmenschen.    seine Frau waren unzertrennlich: 68 Jah-
Zu ihren Söhnen und ihrer Familie hatte     re verheiratet und immer füreinander da.
Erika Wolf ein sehr inniges und liebevol-   Er liebte seine Familie innig, genau wie
les Verhältnis. Stets füreinander da. Wir   diese ihn liebte. Unser aufrichtiges
möchten unser herzliches Beileid            Mitgefühl ihnen allen.
aussprechen.
       * 15.01.1942  11.08.2021                  * 17.08.1925  18.08.2021
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 Was macht eigentlich Reinhold Posthum?
 Viele von Ihnen erinnern sich sicher noch    dort auch im Anerkennungsjahr nach Tarif
 an ihn, liebe Leserinnen und Leser. Ein      bezahlt wurde. In dieser Situation ein
 bärtiger, freundlicher Herr, der Sie bzw.    wichtiger Aspekt!
 Ihre Angehörigen durch den Dschungel
 der Heimaufnahmeunterlagen geleitet          Schneller Aufstieg
 hat, Ihnen mit Rat und Tat oft zur Seite
 stand.                                       Zunächst arbeitete er als Altenpfleger,
                                              wurde Bereichsleiter, Pflegedienstleiter
 28 Jahre war er bis zu seinem Rentenein-     (PDL) und machte 1995 die umfangreiche
 tritt im Jahr 2015 bei den Seniorendiens-    Fortbildung PDL und Heimleitung. Ab
 ten in unterschiedlichen Funktionen tä-      2005 wurde er zuständig für die Bele-
 tig. Seine Ausbildung zum Altenpfleger       gung der Seniorenzentren. Wie erfolg-
 begann er mit 34 (!) Jahren. In Düsseldorf   reich er dabei war, zeigt sich an der Re-
 wohnend entschied er sich, das Anerken-      kordzeit, in der er 2006 die 93 Plätze des
 nungsjahr im Seniorenzentrum Erikaweg        neu gebauten Seniorenzentrums Hum-
 zu absolvieren. Ihn zog es an eine städti-   melsterstraße voll belegte, nämlich in nur
 sche Einrichtung, nicht zuletzt auch, weil   sechs Wochen!
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