MÄRCHEN! Erzähl keine - doch

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MÄRCHEN! Erzähl keine - doch
Erzähldoch

           keine
         MÄRCHEN!
By Klasse 5 B
MÄRCHEN! Erzähl keine - doch
Vorwort
Es war einmal...ein Arbeitsauftrag von Frau Berlinghof...

Erzähl doch keine Märchen! Oder doch?      weitergegeben werden müssen. In unserer
                                           Klasse haben wir viele liebevoll
Genau darum ging es nämlich in unseren     ausgearbeitete Videos zu den Märchen
Deutschstunden. Wir setzten uns im         angeschaut, die unsere Deutschstunden
Februar 2021 mit dem Thema "Märchen"       bereichert haben.
intensiv auseinander.
Herausgekommen sind tolle, kreative und     Und wenn wir nicht sprachlos geworden
vor allem eigene Märchen, die unbedingt    sind, so erzählen wir noch heute!
MÄRCHEN! Erzähl keine - doch
Inhaltsverzeichnis
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 02                                                                              17
                                                                                Die böse Hexe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Inhaltsverzeichnis. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 03
                                                              .                                                                                       18
                                                                                Das Mädchen mit den Schwefelhölzern .
Volksweisheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 04
                                                                  .             ...                                   20

Die versteckte Truhe . . . . . . . . . . . . . . . . . . .06
                                                           .                    Das vierblättrige Kleeblatt. . . . . . . . . . . . . . . 21
                                                                                .
Die drei Gaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 07
                                                                 .
                                                                                Die elf guten Zwerge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Die Truhe im Boden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 08
                                                           .
                                                                                Das geheimnisvolle Pferd . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Die Zauberkastanien . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10
                                                         .
                                                                                Die drei goldenen Schweifhaare . . . . . . . . 25
Die verzauberten Eier. . . . . . . . . . . . . . . . . . .11
                                                           .                    ...

Das magische Holz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
                                                            .                   Der gute Zwerg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .    26

Die drei Goldmünzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . .15
                                                          .                     Das Einhorn mit dem goldenen Horn . . . . 28
                                                                                ..
Der hässliche Drache . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
                                                         ..
                                                                                Schlussworte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Zitat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .   ..
MÄRCHEN! Erzähl keine - doch
"Märchenstund hat
  Gold im Mund."
      - Volksweisheit
MÄRCHEN! Erzähl keine - doch
Das
  Das vierblättrige
      vierblättrige Kleeblatt
                    Kleeblatt by
                              by
Emma
Emma Meyer
      Meyer und
             und Helene
                  Helene Strauß
                          Strauß
MÄRCHEN! Erzähl keine - doch
Die versteckte Truhe
Eine arme Königsfamilie? Erzähl doch keine Märchen! Oder doch - ich will´s
wissen!

Es war einmal eine königliche                  sie einen Jäger. Dieser jammerte: „Ich finde
Familie, die arm waren, weil ihnen das         den Weg nicht aus dem Wald. Ich bin schon
ganze Geld weggenommen wurde. Die              seit drei Tagen hier, könnt ihr mir
Eltern hatten vier gesunde Töchter. Da         helfen?“ Die zweite Tochter gab dem Jäger
sagte der Vater zu den Kindern: „Nimmt ein     ein Stück Brot und eine Semmel und die
Stück Brot, eine Semmel und das                dritte Tochter zeigte ihm, wie er aus dem
Wasser mit und holt aus dem dunklen            Wald herausfindet. Er bedankte sich und
Wald unsere versteckte Truhe mit Geld.“ Sie    rannte los. Daraufhin gingen die Töchter
nahmen auch noch ihren Glückswürfel und        weiter, bis sie endlich bei der Stelle waren,
gingen los. Da trafen sie eine alte Dame auf   an der die Truhe mit dem Geld versteckt
dem Weg, sie flehte: „Gott! Gib mir doch was    war. Als sie die Truhe gefunden
zum Trinken, ich habe gar nichts               hatten, waren sie glücklich bis ans Ende
mehr, nicht einmal ein Haus, in dem ich        ihres Lebens. Und wenn sie nicht gestorben
schlafen kann.“ Da sprach die erste            sind, dann Leben sie noch heute.
Tochter zu ihr: „Sie können unser Wasser
haben.“ „Dankeschön“, erwiderte die alte       Von Antonia Bauer
Dame. Als sie mitten im Wald waren, trafen
MÄRCHEN! Erzähl keine - doch
Die drei Gaben
Wusstest du, dass die Zahlen 3 und 7 magische Zahlen sind? Deshalb kommen
sie häufig in Märchen vor!
Es lebten einmal drei junge Prinzessinnen in                        Völlig entsetzt schrien alle durcheinander und wollten Recht
dem Königreich Buxhausen. Jede von ihnen hatte andere               haben. Es war Sarina, die alle zur Ruhe ermahnte. “Seid leise,
Stärken. So schön sie auch waren, so wenig konnten sie sich         wir müssen jetzt sachlich nachdenken und zusammenhalten,
leiden. Niemals waren sie sich bei etwas einig, jede dachte,        alleine scha en wir das nicht!” ermahnte Sarina. “Hast du eine
ihre Gabe sei wichtiger.                                            Idee, wo wir derartige Kräuter finden können, Anastasia?”
Die jüngste Prinzessin hieß Carolina. Ihre Stärke war die           fragte Carolina. Zitternd antwortete sie: ”Solche Kräuter gibt
Verteidigungskunst. Ihr Geschick mit Pfeil und Bogen kannten        es nur im Brombachtal, allerdings leben dort auch gefährliche
alle im Königreich. Die mittlere Prinzessin hieß Sarina.            Waldgeister” “Los geht`s”, rief Carolina, ” keine Angst meine
Ihre Stärke war die Weisheit und Klugheit. Kein Rätsel war für      Schwestern, ich verteidige uns!”
sie zu schwer. Die älteste Prinzessin hieß Anastasia. Ihre Stärke
war die Kräuterkunde. Für alle Leiden konnte sie etwas              Nach einer gefühlten Ewigkeit sahen sie vom Weiten den Wald
zubereiten.                                                         vom Brombachtal. Bevor sie weiter gehen konnten, kamen die
Die gute Fee hat schon lange das Gestreite der Prinzessinnen        Waldgeister zum Vorschein. Carolina schoss mit Pfeil und
beobachtet. Ihr gefiel das leider gar nicht, denn die                Bogen die Geister in die Flucht, während Sarina die Menge
Prinzessinnen sollen einst gemeinsam das Königreich                 der benötigten Kräuter errechnete. Schnell wurde Anastasia
regieren. So geschah es, dass an einem sonnigen Nachmittag          fündig und sammelte die notwendigen Kräuter ein.
plötzlich Wolken aufzogen und sich alles verfinsterte. Kurz          Es war schon halb zwölf und sie mussten sich beeilen, um
darauf wurde das Königreich von Wölfen angegri en. Das              noch rechtzeitig nach Buxhausen zurückzukehren.
Rudel wollte das Reich einnehmen. Also legten sie den               Um Mitternacht erschienen die Wölfe und verlangten die
Prinzessinnen eine Schriftrolle mit Aufgaben hin, die sie bis       Kräuter. Die Prinzessinnen gaben ihnen diese. Plötzlich wurde
Mitternacht lösen sollten. Sollten die drei die Aufgaben nicht      es hell und die gute Fee Mira erschien ihnen.
scha en, verfällt das Königreich an die Wölfe. Um                   “Meine lieben Prinzessinnen”, sprach die Fee”, das
sicherzugehen, dass die Prinzessinnen die Aufgaben alleine          war ein Test, um zu sehen, ob ihr auch im Ernstfall
lösen, wurde das restliche Königreich in den Schlaf gelegt.         zusammenhalten würdet. Nun habt ihr auch gesehen, dass
Mit dieser Anweisung verließen die Wölfe das Königreich und         alle Stärken wichtig sind. Das Königreich wird in guten Händen
die Zeit begann, abzulaufen.                                        sein.”
                                                                    Das Königreich erwachte in dem Moment und die Wölfe
Carolina las die Anweisung auf der Schriftrolle:                    verschwanden.

Die Wölfe wollen sprechen bis Mitternacht,                          Und wenn sie nicht gestritten haben, dann leben sie noch
Aber gebt genau bei den Kräutern acht,                              heute.
Geht es daneben kostet es euer Leben.
Handelt mit Bedacht und gebt aufeinander acht.                      Von Sarah Braun
MÄRCHEN! Erzähl keine - doch
Die Truhe im Boden
Von Stiefvätern und Halbschwestern.

Es war einmal ein Mädchen, das hieß Brunhilde.           graben sollte. Als ein großes Loch dort war, stieß
Brunhildes Familie war sehr arm. Eines Tages starb       Brunhilde auf etwas Hartes. Es was eine Truhe! Rasch
ihr Vater, weil die Mutter von Brunhilde die Familie     ö nete das Mädchen die Kiste und als sie hinsah,
nicht alleine versorgen konnte, heiratete sie erneut.    blendete sie der Inhalt. Das Mädchen konnte
Den Mann, den sie heiratete, hatte schon eine            Minuten später erst wieder die Augen ö nen.
Tochter namens Heidi. Brunhilde dachte in dieser         Brunhilde glaubte es einfach nicht, eine ganze Truhe
Zeit sehr viel über den bildhübschen König nach, weil    voll Gold und Silber. Sie wollte nur das Nötigste
Heidi die Stimme von Königs verstorbene Mutter           mitnehmen und überlegte, was sie mit dem Rest
hatte. Nach 13 Tagen aber sagte Heidi zu ihren           machen sollte. Brunhilde kam darauf, dass sie das
Eltern: „Oh Mutter, oh Vater könnt                       Gold und Silber dem König geben möchte. Das
ihr bitte Brunhilde rauswerfen!?“ Und die Eltern taten   Mädchen ging zur Burg und überbrachte dem
es auch. Von da an lebte Brunhilde auf der               Herrscher die Nachricht. Der schickte drei seiner
Straße und sagte: „Ach wäre bloß mein Vater hier.“       Wachen mit. Sie ritten zusammen zur Kiste tief in den
Da erschien er auf einmal vor ihr. Er sprach:            Wald hinein. Langsam zerrten sie die Truhe zurück
„Hab keine Angst, ich bin immer bei dir.“ Und als        und als der König das sah, die Kiste ö nete und
Brunhilde ihn drücken wollte, verschwand                 ganz oben die Kette seiner verstorbener
er. Danach kam sie auf die Idee, in den Wald zu          Mutter entdeckte, war er überglücklich. Danach
gehen. Als Brunhilde dort war, entdeckte die Kleine      fragte er Brunhilde: „Willst du meine Frau werden!?“
einen Pfad. Das Mädchen wollte unbedingt wissen,         und Brunhilde antwortete natürlich:„Ja!“
was sich dort befindet, also ging sie den kleinen Weg     Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie
entlang. Brunhilde hatte Angst, aber als sie an ihren    noch heute!
Vater dachte, war die Angst wieder weg. Nach einem
weiten Fußmarsch sah das arme Mädchen eine               Von Tamara Graf
Münze auf dem Boden, ein Gefühl sagte ihr, dass sie
MÄRCHEN! Erzähl keine - doch
Die
Die Truhe
    Truhe im
          im Boden
             Boden by
                   by Tamara
                      Tamara Graf.
                             Graf.
Die Zauberkastanien
Manchmal musst du genau hinschauen beim Lesen, um den Unterschied
zwischen Erzählung und Märchen zu erkennen!
Es war einmal eine                          Freunde wie aus einem Munde. Kurz          Wucht ihre erst vorhin gesammelten
kleine Eichhörnchenfamilie, die lebte       danach als sie am Zielort                  Kastanien auf den hungrigen
in einem 130 Jahre alten Nussbaum. In       ankamen, sahen sie gleich, wer den Lärm    Angreifer. Die magischen Kastanien
diesem früchtereichen Baum hatten sie       machte. Es war ein kleiner und süßer       konnten sich in alles verwandeln, was sich
immer genügend zu fressen und fühlten       Babyvogel, der ganz laut und               der Besitzer wünschte. Der eine wünschte
sich sehr wohl. Die Kinder                  ängstlich piepte. Er lag am Boden und      sich einen verfaulten Fisch, der andere
der Nagerfamilie hießen: Lia, Fernando      auf seinem rechten Flügel lag ein          eine verschimmelte Tomate und
(aber alle nannten ihn Nando) Adriana       großer und schwerer Ast. Er hatte          Nando wünschte sich ganz viele
und die jüngste und frechste hieß Leticia   schreckliche Angst und versuchte sich      und harte Schneebälle. Alle Freunde
(aber alle nannten sie Leti). Wie an        zu befreien, doch es ging einfach nicht.   warfen die gewünschten Sachen auf die
jedem gewöhnlichen Tag gingen die           Der abgebrochene Ast war viel zu schwer    hungrige Katze. Die Katze sprang hin und
Geschwister nach                            für das kleine Vögelchen. Panik war in     her und versuchte dem Geschoss zu
dem leckeren Mittagessen, dass aus          seinen schwarzen Augen zu                  entfliehen, die Schneebälle konnte sie
Nüssen und roten Waldbeeren                 sehen, aber die Eichhörnchenkinder         noch verkraften, aber als sie eine Ladung
bestand, raus zur großen und                wussten nicht weswegen. Nur einen          fauler Eier ins Gesicht bekam, ergri sie
verwunschenen Kastanie neben dem            Augenblick später hörten sie unter sich    schlagartig die Flucht. Die Freunde waren
kleinen Bach. Dort trafen sie               auf dem Boden ein lautes Fauchen. Die      überglücklich als sie sahen, dass die
sich mit ihren Freunden um magische         Freunde sahen hinunter und erschraken,     Katze sich vom Acker machte. Sie hoben
Kastanien zu sammeln. Diese waren           denn da stand eine große und               alle zusammen den dicken und schweren
die Eichhörnchenkinder vom                  schwarze Wildkatze mit funkelnden,         Ast hoch, so dass der Babyvogel seinen
Nachbarbaum, der kleinen Buche. Als die     hungrigen Augen. Sie pirschte sich immer   Flügel befreien konnte. Nach einiger Zeit
Freunde zusammen in der                     näher an den Verletzten heran und setze    konnte der Vogel wieder fliegen.
großen Kastanie spielten, rief Nando        jeden Augenblick zum Angri ssprung         Der Piepmatz und seine ganze
plötzlich: „Achtung, ich höre da            an. Ängstlich und fragend sahen sich       Vogelfamilie waren über die Rettung so
was!“ „Wo?“, fragte Lia ihren kleineren     die Freunde an, da hatte Lia eine Idee     froh, dass Sie im Wald eine riesen Party
Bruder. „Es hörte sich so                   und rief zu ihnen: „Holt                   mit allen Waldbewohnern feierten. Und
an, als käme es aus der Nähe vom            eure magischen Kastanien                   wer weiß, vielleicht feiern sie auch heute
kleinen                                     aus den Rucksäcken und bewirft damit       noch.
Bach“, antwortete Nando. „Kommt, lasst      die Katze! Wünscht euch die ekligsten
uns mal schauen wer oder was dieses         Sachen!“ Sofort befolgten die kleinen      Von Lia Cáceres Sánchez
laute Geräusch verursacht“, sagten alle     Nager die Anweisung und warfen voller
Die verzauberten Eier
Es war einmal eine Prinzessin, die mit ihrer     sehr aufgeregt und fragte neugierig nach:
Stiefmutter auf einem alten Schloss mit vielen   ,,Was kann denn mir schon Besonderes
Tieren wohnte. Die Stiefmutter war sehr böse     passieren, ich komme ja nicht mal aus dem
zu dem Mädchen und sie musste die ganzen         Schloss, da mich meine Stiefmutter nicht
Tiere versorgen und auch den Haushalt            rauslässt!" Da sagte ein Huhn: ,,Wir haben
machen. Das Einzige was ihr von ihrem            heute drei Zaubereier gelegt. Bitte nimm eines
geliebten Vater blieb, waren ihre drei Hühner    nach dem anderen und schlage sie auf!" Die
und noch viele andere Tiere. Doch die Hühner     Prinzessin gehorchte den Hühnern und nahm
waren etwas ganz Besonderes, denn sie            das erste Ei. Plötzlich lag vor ihr ein schönes
konnten mit der Prinzessin sprechen und sie      Prinzessinnenkleid. Sie traute ihren Augen
konnte ihre Sorgen mit ihnen teilen. Die         nicht und machte die nächsten Eier auf. Auf
Hühner machten ihr immer sehr viel Mut,          einmal stand eine Kutsche mit Pferd und Prinz
denn das Mädchen träumte von einem               vor ich ihr und das ganze Schloss glänzte und
glücklichen Leben mit einem Prinzen und          glitzere und war festlich geschmückt. Die
vielen Kindern und Tieren. An ihrem 16.          beiden verliebten sich ineinander, heirateten
Geburtstag ging das Mädchen wie jeden Tag        und bekamen viele Kinder. Und wenn sie nicht
zu ihrem Federvieh, um sie zu füttern, da        gestorben sind, dann leben sich noch heute.
sagten sie zu ihr: ,,Heute ist dein 16.
Geburtstag und es wird etwas ganz                Von Leni Baumann
Besonderes passieren!" Die Prinzessin war
Die
Die verzauberten
    verzauberten Eier
                 Eier by
                      by Leni
                         Leni Baumann
                              Baumann
Das magische Holz
Viele gute Ideen ergeben ein Gesamtkunstwerk!

Es war einmal ein armes Mädchen, das von ihren Eltern      mein Gift gegen alle Menschen in der
in den Wald geschickt wurde, um Holz zu holen. Sie         Fantasiewelt! Hahaha!’’ Die Hexe drehte dem Mädchen
sammelte viel Holz und als sie den letzten Zweig           den Rücken zu und ging Wasser kochen. Allerdings
aufheben wollte, spürte das Mädchen                        vergaß sie die Tür hinter sich zu schließen. So schnell
ein leichtes Kribbeln im Finger. Plötzlich umhüllte sie    sie konnte, rannte das Mädchen hinaaus.
ein grell weißer Lichtstrahl. Als das Mädchen wieder zur   Das Einhorn, das sie hergebracht hatte, stand immer
Besinnung kam, lag sie in einem hohen, verlassenen         noch vor der Tür. Sie sprang auf das
Turm. Da fing der Turm an zu sprechen:,,Hohoho, Guten       Einhorn und entdeckte einen Zettel im Maul, auf
Tag, ich bin Turti! Willkommen in unserer                  dem stand:,, Simsalabim Hexer schwind geh zurück ins
Fantasiewelt!’’ Das Mädchen entdeckte eine Tür und         arme Land, dim dim ‘’las das Mädchen aus
rannte hinaus. Sie ging viele                              weiter Entfernung.,, Ist das ein Zauberspruch, wie ich
Treppenstufen hinunter, bis das Mädchen schließlich        zurück nach Hause komme?’’, fragte das Mädchen. Das
unten auf einer grünen Wiese stand. Dort erblickte sie     Einhorn wieherte nur zur Antwort. Es blieb auf einen
ein wunderschönes Einhorn, das schon auf sie wartete.      Ruck stehen als das Mädchen bemerkte, dass das
Also stieg das Mädchen auf und das Einhorn setzte          magische Holz schon vor ihr lag sprang sie ab. Sie
sich in Gang. Gemeinsam ritten sie in Richtung             hatte den halben Spruch aufgesagt. Doch gerade in
Hexenhaus. Aus dem Hexenhaus schritten drei Trolle,        diesem Moment ritt ein bildschöner Prinz an ihr vorbei,
diese überzeugten das Mädchen mit ihnen zu kommen.         er brüllte: ,,Stopp, rede nicht weiter!’’ Das Mädchen hielt
Sie betraten zusammen das Hexenhaus und die Trolle         inne und erzählte dem Prinzen die ganze Geschichte.
zeigten dem Mädchen ein Zimmer                             Sie ritten gemeinsam zur Hexe, die verzweifelt nach
zum Übernachten. Das Mädchen war so müde und               dem Mädchen suchte. Die Wachen des Prinzen führten
schlief sofort ein. Als sie am nächsten Tag aus dem        die alte Hexe ab und ließen sie einsperren. Der Prinz
Zimmer gehen wollte, bekam sie einen riesen Schreck,       und das junge Mädchen heirateten und lebten
denn sie war eingesperrt. Das Fräulein schrie und          glücklich bis an ihr Lebensende. Und wenn sie nicht
hämmerte gegen die Tür. Da hörte sie Schritte, die         gestorben sind, dann leben sie noch heute.
immer näher kamen. Auf einmal stand eine alte,
runzlige Hexe im Zimmer. Die Hexe drohte: ,,Rotes          Von Anna Frank, Linn Gangauf, Janna Hampe und
Blut, weiße Zähne und stra e Haut, perfekt für             Olivia Hegedüs
Das
Das magische
    magische Holz
             Holz by
                  by Olivia
                     Olivia Hegedüs
                            Hegedüs
Die drei Goldmünzen
Gegensätze sind die Magie in Märchen!

Es war einmal eine                  es weiter, bis die Mitteilung       Bub die Kiste und sprach, dass
steinreiche Familie, die lebte in   schließlich zur Königsfamilie       jeder eine Goldmünze haben
einem Schloss                       kam. Die Wachen von der             darf und einen Wunsch frei
und war die Königsfamilie. Es       Königsfamilie würden                hat. Das Mädchen wünschte
gab aber auch eine                  Geld bekommen, wenn sie die         sich ganz viel Geld, der Bub
arme Familie, die lebte in einer    Kiste finden, deswegen               wünschte sich, dass sie im
kleinen Hütte. Eines Tages          machten sie sich umgehend           Schloss leben und keiner mehr
sagte der Vater zu den              auf den Weg                         arm sein muss, und
zwei Kindern:,, Im Wald gibt es     und schliefen vor dem Wald.         der Vater wünschte sich, dass
eine goldene Schatzkiste mit        Am                                  sie in einem anderem
drei Goldmünzen,                    nächsten Morgen marschierte         Dorf leben, ganz weit weg. Und
morgen suchen wir sie, und          auch die arme Familie los. Am       wie könnte es anders sein? Alle
jetzt geht noch schön draußen       Wald angekommen, sahen sie          ihre Wünsche gingen in
spielen!" Die Kinder gingen         die Ritter und schlichen leise in   Erfüllung.
spielen mit den Freunden. Der       den Wald. Da stand auf einmal       Und wenn sie nicht gestorben
Bub meinte: ,,Unser Vater hat       die Kiste hinter einem krummen      sind, dann leben sie noch
gemeint, dass es im Wald eine       Baum und sie nahmen sie und         heute.
Truhe mit drei goldenen             rannten weg. Die Ritter
Münzen geben soll. Aber             erblickten die vier und rannten     Von Paulina Aller und Sarah
nicht weiter sagen!" Natürlich      hinterher, aber sie konnten sie     Ganser
konnten die Kinder das nicht        nicht erwischen. Bei der armen
geheim halten und erzählten         Familie daheim, ö nete der
Der hässliche Drache
Mut wird belohnt.

Es war einmal ein armes             laut ,,Hilfe!“, sodass der Drache es       Kuss wurde es ganz hell und es
Mädchen, das bei ihrer              mitbekam und sich umdrehte. Er             blendete Sissi in den Augen. Der
Stiefmutter lebte. Das Mädchen      flüsterte: ,,Sei leiser, sonst              hässliche Drache brüllte, doch
hieß Sissi und musste den ganzen    bekommt jemand mit, dass du                nach fünf Minuten hörte alles auf.
Tag schuften.                       hier                                       Sissi machte ihre Augen auf und
Beim Arbeiten hörte sie ein         bist!“ Sissi fragte: ,,Wer bist du?“ Der   sah einen wunderschönen
seltsames Geräusch aus dem           Drache antwortete: „Ich weiß              Prinzen. Sie verliebten sich auf
Wald kommen. Sie ging schon eine    nicht, ob du das verstehen wirst,          den ersten Blick
Weile tief in den Wald hinein und   aber ich bin ein Prinz. Sie rief:          ineinander. Fünf Monate später
hörte immer wieder das gleiche      „Waaasss!“ „Küss mich, dann werde          heirateten sie und
Geräusch. Plötzlich sah sie eine    ich wieder zum Prinzen. Sie ekelte         bekamen zwei Kinder.
große Steinhöhle aus der etwas      sich so sehr und lief                      Und wenn sie nicht gestorben
Oranges herausragte, was sie        nach Hause. Einen Tag später               sind dann, leben sie noch heute
noch nicht erkennen konnte. Sissi   rannte sie wieder zur Höhle                glücklich und zufrieden!
ging noch etwas näher heran und     und sah den Drachen traurig in
erspähte einen großen orangenen     der Höhle sitzen. Sissi atmete             Von Kristin Jaster, Sarah Jakob
hässlichen Drachen. Sie erschrak    noch einmal tief durch und küsste          und Hannah Kienast
so sehr und schrie                  ihn schließlich doch! Nach dem
"Märchen sind mehr als wahr.
Nicht, weil sie uns sagen, dass
es Drachen gibt. Sondern weil
 sie uns sagen, dass Drachen
   besiegt werden können."
           – G. K. Chesterton
Die böse Hexe
Hast du schon einmal darüber nachgedacht, was sich hinter einem Stein
verbirgt?

Es war einmal eine Zauberin, die hatte zwei      findest du deine Töchter.“ Ohne zu zögern,
Töchter. Die Familie war arm und lebte im        ging sie zu der Stelle, an der die beiden
Wald, in dem es sehr dunkel war. Eines Tages     Steine waren. Dort traf sie die Hexe, die sie
sagte die Mutter: “Holt Beeren, dann             auch gleich in einen Stein verwandeln
können wir sie verkaufen!" Sie gab               wollte, nur wusste die Hexe nicht, dass die
den Töchtern zwei Körbe. Am nächsten             Mutter ebenfalls eine Zauberin war. Nun
Tag gingen sie los. Eine von                     zauberte die Zauberin die Hexe in ein
ihnen entdeckte schließlich Beeren. Auf          einsames Tal zu einem Brunnen, der in eine
einmal hörte sie hinter sich irgendetwas         andere Welt führte. Nach diesem Zauber
Rascheln. Sie drehte sich blitzschnell um,       verwandelten sich die Steine wieder zu
sah aber nichts. Plötzlich kamen Schritte        Menschen. Die Zauberin umarmte ihre
näher, und eine Hexe verwandelte sie zu          Töchter. Die Schwestern erzählten der
Stein. Als dann die Schwester dazu kam,          Mutter, was passiert war. Dann gingen sie
wurde auch sie verhext.                          mit den gesammelten Beeren nach
Am nächsten Tag suchte die Mutter überall        Hause und verkauften sie. So lebten sie
nach ihren Töchtern, aber sie konnte sie         glücklich zusammen und wenn sie nicht
nicht finden. Da hatte sie plötzlich eine Idee.   gestorben sind, dann leben sie noch
Sie befragte ihren sprechenden Spiegel.          heute.
Dort sah sie aber nur zwei Steine. Der
Spiegel antwortete ihr: “Geh in diesen           Von Johanna Heß
Zauberwald zu den beiden Steinen, dort
Hast du eine Idee,
um welches
Märchen es sich bei
diesen Bildern
handelt?

Aschenputtel by Johanna Heß
Das Mädchen mit den
                  Schwefelhölzern
  Muss es immer ein Happy-End geben?

Es war einmal ein kleines armes     welche. Alle waren achtlos an      stand ein großer Baum. Die
Mädchen das an der                  ihr vorbei gelaufen. Hungrig       Flamme erlosch und es war nur
Silvesternacht allein auf die       und verfroren schleppte sich       noch die Mauer zu sehen. Sie
Straße ging. In dieser Kälte und    die arme Kleine weiter. In einem   zündete erneut eins an und vor
Dunkelheit hatte sie viel zu        Winkel zwischen zwei Häusern       ihr stand die Großmutter, die
dünne Kleider an und keine          setzte sich das Kind hin. Mit      schon gestorben ist. Sie nahm
Mütze. Der frostige Wind stach      ihren Armen umschlang sie ihre     die Kleine in den Arm und sie
ihr bis auf die Haut und ihre       Beine, um sich zu wärmen, aber     schwebten gemeinsam in den
nackten Füße waren blau             es half nichts . Ach wie gut       Himmel hinauf. Am nächsten
gefroren in dem nassen              würde ein Schwefelholz tun . Sie   Morgen fand man das
Schnee. Als sie von zu Hause        zündete eins an und die Mauer      Mädchen auf dem Boden
fort ging, hatte sie noch           verschwand und sie sah einen       liegen. Sie war tot- erfroren am
Schuhe an. Aber, weil sie ihr zu    Herd, der warm war. Also           letzten Tag des Jahres mit
groß waren, verlor sie diese. So    beschloss das Mädchen das          einem Lächeln auf dem Gesicht.
musste das Mädchen barfuß           Schwefelholz auszupusten, da       Von nun an lebte sie bei ihrer
weitergehen. In ihrer alten         verschwand der Herd und es         Großmutter im Himmel.
Schürze trug sie einen Menge        war nur noch die kalte Mauer
Schwefelhölzer, die sie an Leute,   sichtbar. Sie                      Nach einer Sage von Hans
die vorbei gingen, verkaufen        zündete noch eins an und die       Christian Andersen
wollte. Doch niemand kaufte         Mauer verschwand. Vor ihr          (Nacherzählt von Sarah Glasel)

                                                                                ...Sage oder Märchen?
Das vierblättrige Kleeblatt
Es war einmal ein Mädchen deren Eltern        schon ein paar Stunden im Wald
verstorben waren, deshalb lebte sie bei       herumirrte, war ihr ganz Elend zumute und
einem alten armen Holzfäller im Wald. Da      sie sagte: „Ach, wenn ich doch nur wieder
sie so arm waren, mussten sie oft in den      bei meinem alten Holzfäller wäre!“ Plötzlich
Wald gehen um Beeren oder Pilze zu            fiel eines der vier Kleeblättchen ab und
pflücken. Der Holzfäller mahnte das            sie stand wieder im Wald direkt neben dem
Mädchen immer wieder: „Gehe nicht zu tief     alten Holzfäller. Beide freuten sich
in den Wald!“ Doch eines Tages war die        sehr, dass das Mädchen wieder zuhause
Neugierde zu groß und es lief in den Wald.    war. Das Mädchen erzählte dem Holzfäller,
Auf einmal hörte sie furchterregende          was sie alles erlebt hatte.
Geräusche hinter den Bäumen!. Es              Daraufhin wünschte sie sich mit den
dämmerte schon, da entdeckte das              anderen drei Kleeblättchen: „Bitte lass uns
Mädchen eine mit Moos und Sträuchern          beide nie wieder hungern“, „immer genug
bewachsene Höhle. Müde, aber auch sehr        Geld zum Leben haben“ „und ein dichtes
verängstigt, legte sie sich hin und schlief   Dach über den Kopf.“ Auch diese drei
kurz darauf auch schon ein.                   Wünsche gingen in Erfüllung. Von da an
Am darau olgenden Morgen wollte sie sich      lebten der Holzfäller und das Mädchen
gerade auf den Weg zum Holzfäller             wunschlos glücklich bis ans Ende ihres
machen, da sah sie ein vierblättriges         Tages. Und wenn sie nicht gestorben
Kleeblatt. Weil das Mädchen dachte, dass      sind, dann leben sie noch heute.
es ihr glückbringen könnte, den Weg
zurück zu finden, nahm sie es mit. Als sie     Von Emma Meyer und Helene Strauß

                       Hast du schon einmal ein vierblättriges Kleeblatt gefunden?
Das
Das vierblättrige
    vierblättrige Kleeblatt
                  Kleeblatt by
                            by Emma
                               Emma Meyer
                                      Meyer
                         und
                         und Helene
                               Helene Strauß
                                      Strauß
Die elf guten Zwerge
Es war einmal vor langer Zeit,    Angst, wir helfen                  letzte Aufgabe ist es mir sieben
da lebte ein armes Mädchen        dir bei der Suche.“ Die Zwerge     Fische aus dem See zu bringen,
namens Frida. Ihre                und Frida wanderten den Berg       sagte Augustus. Frida und die
Mutter sagte:“ Geh in den Wald    hinauf und pflückten die drei       Zwerge fütterten die Fische,
und sammle Pilze!“ Daraufhin      Edelweiß.                          weil diese sehr gefräßig waren,
ging Frida in den Wald. Sie       Danach ging Frida wieder dort      fiel es ihnen leicht, sie schnell
begegnete einen kleinem,          hin, wo sie den kleinen Zwerg      zu fangen. "Alle deine Aufgaben
gemeinem Zwerg namens             das erste Mal gesehen hatte        sind erfüllt, nun lass mich
Augustus. Da schrie der           und gab ihm die geforderten        gehen!", forderte das Mädchen,
Zwerg: “Wenn du nicht drei        Edelweiß. Die elf Zwerge           aber Augustus wollte das
Aufgaben für mich erfüllst,       versteckten sich.                  Mädchen trotzdem verzaubern.
verhexe ich dich in einen         Der Zwerg sprach: „Deine 2.        Doch als er die elf guten
Stein, deine 1. Aufgabe ist es    Aufgabe ist es drei goldene        Zwerge sah, rannte er
drei Edelweiß zu finden, das ist   Ringe zu finden.“                   schreiend davon.
eine Blume.“ Das Mädchen          Die elf Zwerge und Frida teilten   Und wenn sie nicht gestorben
machte sich auf den Weg. Auf      sich auf, so fanden sie die        sind, dann leben sie noch
ihrem Weg traf sie auf elf        Ringe sehr schnell.                heute.
weitere Zwerge. Frida erschrak    Das Mädchen übergab den
und schrie: „Geht weg!“ Der       Zwerg kurze Zeit später die        Von Magdalena Schießl, Laura
größere Zwerg sagte:“ Keine       geforderten Ringe. Deine           Schneider und Dana Schwenk
Das geheimnissvolle Pferd
Es war einmal ein armes Mädchen. Ihre Eltern        überqueren kann. Rechts gab es einen kleinen
sind an einer unheilbaren Krankheit verstorben.     Wald und fünf Wege. Am Ende der Wiese gab es
Es lebte im Wald und versuchte jeden Tag neues      noch einen kleinen Berg, indem sich viele
Holz für ihr kleines selbstgebautes Häuschen zu     Vorräte befanden. Aus dem
sammeln. Es gab im Wald nur                         Wald kam eine Herde angelaufen . Die
wenige Beerensträucher. Das Mädchen                 Pferde stoppten vor ihnen. Da kamen vom Wald
hungerte sehr. Eines Tages ging sie auf die Suche   auch noch Feen und ganz
am Waldrand nach einem Beerenstrauch. Als sie       verschiedene Tierarten. Ein weißes Pferd und eine
am Waldrand angekommen war, stand                   weiße große Fee kamen nach vorne. Da sagte die
dort ein pechschwarzes Pferd. Das Kind ging         Fee: “Hallo, ich bin Leila die Fee, herzlich
langsam, aber voller Mut zu dem Pferd. Das Pferd    Willkommen in unserem Ort der Wunder.” Das
schnupperte an ihrer Hand und legte sich auf        kleine Mädchen stieg von dem schwarzen Pferd
das grüne Gras, so dass das                         ab und sagte leise: ""o bin ich hier? Im Ort der
Mädchen aufsteigen konnte. Sie überlegte kurz       Wunder?” Da kam das weiße Pferd auf sie zu und
und setzte sich behutsam auf denn Rücken            sagte behutsam: “Hier geschehen Wunder und
des Pferdes. Der schwarze Hengst brachte sie zu     Träume werden wahr.” Das Mädchen
einem kleinem Berg. Er stampfte mit seinem Huf      wusste hier, wo Feen existieren, und Tiere
auf einen Stein, der neben dem Berg lag und         sprechen können, wird ihr Zuhause werden. Und
plötzlich schiebt sich der Berg in zwei Teile, so   wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie
dass in der Mitte ein Weg entstand. Das kleine      noch
Mädchen war sprachlos, das Pferd trabte fröhlich    heute.
mit ihr hinein. Am Ende des Weges tauchte eine
große Wiese auf und links ein breiter Fluss, den    Von Anna Wolf
man auf einer wunderschönen Brücke
Die drei goldenen
Schweifhaare
                                                                      g
     Es war einmal eine Mutter, die hatte drei Töchter. Die         aber ich bin nicht über das Moor gekommen!“ Da wurde
     Mutter hatte von einem Pferd gehört, das drei goldene           die Mutter wütend und rief: „Dann muss ich wohl dich,
Schweifhaare besitzt. Wenn man die abschneidet, wird man               meine jüngste Tochter losschicken, aber wenn DU den
bildschön und bekommt lauter schöne Kleider. Außerdem               Prinzen heiratest, will ich nie wieder etwas mit dir zu tun
wird man den Prinzen heiraten. Sie schickte also ihre größte         haben!!!“ Die Tochter ging los, als sie an das Moor kam,
  Tochter los und sagte: „Gehe los und schneide dem Pferd            baute sie sich aus herabgefallenen Ästen ein kleines Boot
         seine drei schweifhaare ab, so wirst du den Prinzen     zusammen, mit dem sie über das Moor fuhr. Als sie auf eine
    heiraten!“. Als die Tochter jedoch nach einigen Wochen            schöne Wiese kam, graste dort das Pferd. Das Mädchen
   zurückkam, hatte sie keine Schweifhaare dabei, sie sagte:      schnitt ihm die drei goldenen Schweifhaare ab, sie heiratete
„Da war ein Moor, über das ich nicht gekommen bin!“. Da            den Prinzen, und die beiden führten ein glückliches leben.
      schickte die Mutter ihre zweite Tochter los und sagte:         Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch
     „Gehe los und schneide dem Pferd seine drei goldenen                                                             heute. :-)
Schweifhaare ab, so wirst du den Prinzen heiraten!“ Als die
   Tochter jedoch nach einigen Wochen wieder zurückkam,                                                       Von Sarah Fuchs
  sagte sie: „Es tut mir leid, dass ich dich enttäuschen muss,
Der gute Zwerg
Es war einmal eine kleine                   Mit einem Mal hörte man ein lautes         Wie aus dem Nichts, versperrte uns
Familie mit einem kleinen Mädchen. Sie      Trampeln. Das Mädchen erschrak und         plötzlich die Hexe den Rückweg. „Na,
wohnten abseits hinter den roten            die Hexe verschwand urplötzlich. Das       wohin so schnell des Weges?“, fragte sie
Bergen in einem kleinen Häuschen in         Trampeln kam immer näher und wurde         drohend. Der Zwerg erwiderte sofort:
einem dunklen Wäldchen. Ihre Eltern         immer lauter. Nun fürchtete sich das       “Ach Hexe, ich wollte dir nur Arbeit
hatten ihr verboten, weit vom Haus und      Mädchen so sehr, dass sie sich nicht       abnehmen und das Mädchen schon
zu den roten Bergen zu gehen. Doch          mehr bewegen konnte. Sie schloss die       mal für die Zeremonie vorbereiten. Du
eines Tages sah das Mädchen in der          Augen und ho te, dass das Übel an ihr      ruhst dich besser noch etwas davor
Ferne eine lichte Gestalt. Sie war sehr     vorübergehen würde.                        aus, denn es wird nachher noch
neugierig und folgte ihr.                   „Was machst du denn hier, an diesem        anstrengend werden“, beruhigte sie der
Das Mädchen lief und lief und entfernte     kühlen dunklen Ort?“, fragte eine          Zwerg. „Nun gut“, entgegnete die Hexe
sich immer weiter von ihrem Elternhaus.     freundliche Stimme, das verängstigte,      dem Zwerg.
Sie war schon sehr weit aus dem             frierende Mädchen.                         Als sie sich zurückzog, zerrte das kleine
Wäldchen gegangen und befand sich           Das Mädchen, dass immer noch vor           Männchen das verwirrte Mädchen
nun plötzlich vor dem Eingang einer         Schreck die Augen geschlossen hatte,       hinter sich her und sie liefen schnell
Höhle nahe den roten Bergen. Mit            traute sich nun ein wenig zu blinzeln      zum Höhlenausgang.
einem Mal verwandelte sich                  und erkannte ein kleines Männchen. Sie     Dort angekommen sagte das kleine
die Lichtgestalt in eine wunderschöne       antwortete stotternd: „Eine Frau hatte     Mädchen: “Vielen lieben Dank, guter
Hexe und befahl dem Mädchen, in die         mich hierher gelockt, aber wo ist sie      Zwerg, dass du mich vor der bösen
Höhle zu gehen.                             hin?“                                      Hexe gerettet hast!“ Der Zwerg
„Komm liebes Kind, folge mir, ich habe      „Ich kenne diese Frau, sie ist eine böse   entgegnete: “Sehr gerne geschehen,
etwas für dich!“, krächzte die Hexe.        Hexe, die immer wieder Menschen in die     aber nun lauf schnell nach Hause,
Das Neugierde siegte über die Angst         Höhle lockt, um sie später erstarren zu    deine Eltern sorgen sich bestimmt
des Kindes und sie folgte der seltsamen     lassen. Wir müssen schnell weg von         schon."
Frau.                                       diesem Ort!“                               So lief das kleine Mädchen ganz schnell
Immer weiter ging es in die Höhle und       Das Kind hatte immer noch schreckliche     nach Hause und wenn sie nicht
das Mädchen fror fürchterlich, doch die     Angst, aber was blieb ihm anderes          gestorben ist, dann läuft sie
jetzt immer seltsamer wirkende Frau         übrig, als dem kleinen Männchen zu         gelegentlich noch heute!
ging immer weiter. Sie traute sich nicht,   vertrauen. Sie folgte dem Zwerg also
zu widersprechen oder umzukehren.           schnell.                                   Von Katharina Hammer
Maja
Maja und
     und ihre
          ihre Tiere
               Tiere by
                     by Hanna
                        Hanna Fleischer
                              Fleischer
Das Einhorn mit dem
                      goldenen Horn
Es war einmal ein kleines Mädchen namens Lisa. Sie          sie einen verzweifelten Fischer. Sie fragte ihn
hatte keine Eltern mehr und lebte deswegen bei              was los ist. „Ich versuche es schon seit Tagen, aber ich
ihrem Onkel in einem Dorf im Wald.                          fange keine Fische. Das Netz ist immer leer,“ sagte er.
Eines Tages sagte Lisas Onkel: „Wir sind so arm, dass wir   Da fiel Lisas Kette ins Wasser und plötzlich versammelten
nichts mehr zu essen haben! Du, Lisa du musst den           sich lauter Fische um das Amulett. Sie war erstaunt und
langen Weg zum König gehen. Du bist das                     sagte: „Nehme es und behalte es, du brauchst es mehr
einzige Kind hier im Dorf, auf dich wird                    als ich.“ „Wie soll ich dir nur danken?“, sagte der Fischer.
der König hören!“, sagte der Onkel zu dem Mädchen. Lisa     „Sie könnten mich mit ihrem Boot ans andere Ende des
war etwas überrascht, aber gleichzeitig wollte sie          Flusses bringen“, sagte Lisa. Und der Mann erfüllte ihr
natürlich auch gehen und ihr Dorf beschützen. Sie wollte    den Wunsch. Nach einem längeren Fußmarsch kam sie
einfach trotz allem wieder ein glückliches Leben führen.    dann endlich am Schloss des Königs an. Es dauerte nicht
Dann sagte sie: „Ich mach es!“ „Ok, geh den Weg durch       lange, bis sie mit dem König sprechen konnte. Und das
den Wald, der ist kürzer. Und nimm deine Puppe und          Mädchen erzählte ihm, dass sie von weit herkommt und
deine Kette mit“, sagte ihr Onkel. Jetzt nahm sie           ihr Dorf die Schuld nicht bezahlen kann. Da der König
ihre Sachen, zog sich warme Kleider an und nahm das         aber so eingebildet war, schickte er Lisa wieder aus dem
letzte Stück Brot mit. Als sie schon                        Schloss. Das Mädchen konnte sich nicht gegen die
ein Stückchen gegangen war begegnete sie                    Wachen wehren. Jetzt setzte sie sich ins Gras und fing an
einem armen Mann. Er bettelte: „Kind ich bitte dich, gib    bitterlich zu weinen. Plötzlich tauchte aus dem
mir ein Stück Brot!“ Ohne zu zögern sagte                   Abendnebel ein wunderschönes Einhorn auf und sprach
Lisa: „Nehme es und behalte es, du brauchst es mehr als     zu ihr: „Ich habe dich beobachtet und gesehen, dass du
ich.“ Und sie gab ihm das Brot. Als das Mädchen endlich     vielen Menschen geholfen hast. Nun hast du drei
vor sich den Wald sah freute sie sich, da sie schon die     Wünsche frei.“ Lisa wünschte sich Gold, so viel, dass ihr
hälfte des Wegs gescha t hatte. Aber ein                    Dorf nie wieder Schulden bezahlen muss, dass sie ihre
paar Minuten darauf traf sie ein kleines Mädchen, das       Eltern wieder sehen konnte und dass der König gnädiger
dort saß und weinte: „Ich finde meine Puppe nicht mehr!      ist. Da leuchtete ein Strahl auf und sie war wieder im Dorf,
Meine Eltern werden bestimmt wütend sein!“ Lisa             vor ihr standen ihre Eltern und sie hatten riesengroße
antwortete: „Nimm meine Puppe. Nehme sie und behalte        Säcke voller Gold in der Hand. So konnte ihr Dorf ihr
sie, du brauchst sie mehr als ich.“ Und das                 Leben lang die Schulden bezahlen. Und wenn sie nicht
kleine Mädchen freute sich und rannte                       gestorben sind, dann leben sie noch heute.
zurück zu ihrem Zuhause. Als sie dann aus
dem Wald draußen war, kam sie zu einem Fluss. Dort traf     Von Marie Zäch
Die
Die goldene
    goldene Box
            Box by
                by Emilia
                   Emilia Meier
                          Meier..
Das sind wir, die
   Klasse 5 B im
  Schuljahr 2020/
        2021
Wir sind 32 fleißige und motivierte
Schülerinnen, die im Distanzunterricht viel
Spaß an der Schule haben und nicht nur im
Deutschunterricht großartig mitarbeiten.
Unsere Klassenleitung, Franziska Berlinghof
und wir selbst sind von den Ergebnissen
schwer beeindruckt. Mit wie viel Liebe und
eigenem Engagement die Märchen und
Filme dazu geworden sind, ist ein
Meisterwerk.

                                              Foto by Helene Strauß
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