Modulhandbuch Fachbereich Chemie & Biologie Master Wirtschaftschemie

 
Modulhandbuch
                    Fachbereich Chemie & Biologie

                        Master Wirtschaftschemie

Stand: 22.01.2020                1
Inhaltsverzeichnis

Qualitätsmanagement und Projektmanagement .................................................................................................3
Organisation und Personalmanagement .............................................................................................................5
Vertrieb für Naturwissenschaftler ........................................................................................................................7
BWL für Naturwissenschaftler .......................................................................................................................... 10
Ökobilanzen und Chemikalienrecht .................................................................................................................. 12
Unternehmensfinanzierung .............................................................................................................................. 14
Krisenkommunikation ....................................................................................................................................... 18
Planspiel Unternehmensführung ...................................................................................................................... 20
Prozessoptimierung .......................................................................................................................................... 24
Strategische Marktanalyse Chemieindustrie .................................................................................................... 27
Interkulturelles Management ............................................................................................................................ 30
Unternehmensbewertung ................................................................................................................................. 32
Business Development ..................................................................................................................................... 36
Innovation Management ................................................................................................................................... 38
Change Management ....................................................................................................................................... 40
Strategische Entscheidungsfindung ................................................................................................................. 42
Master-Arbeit und Disputation .......................................................................................................................... 44

Stand: 22.01.2020                                                         2
Modulname                  Qualitätsmanagement und Projektmanagement

 Kürzel/ Modulnummer        MWiChe01

 Lehrform/en in Stunden     Vorlesung: 48 Stunden

 ECTS cp                    8

 Arbeitsaufwand             Präsenzstudium: 32 Std., Eigenstudium: 192 Std.

 Semester/ Häufigkeit des   1. Semester, WiSe
 Angebots
 Modulverantwortlicher      Prof. Dr. Stephan Haubold

 Voraussetzungen für die    Empfohlen werden Grundkenntnisse in
 Teilnahme                  Tabellenkalkulationsprogrammen.

 Verwendbarkeit des         Das Modul findet Verwendung im Masterstudiengang
 Moduls                     Wirtschaftschemie.

 a. Verwendbarkeit für
 andere Studiengänge

 Verwendbarkeit des         Das Modul hängt eng zusammen mit dem Modul MWiChe09 und
 Moduls                     MWiChe13.

 b. Zusammenhang mit
 anderen Modulen des
 Studiengangs
 Lernziele/Kompetenzen      Die Teilnehmer können den Prozess der Normung und Festlegung von
                            Standards definieren und den wirtschaftlichen Nutzen erkennen. Sie
                            sind in der Lage, die Begriffe des Qualitätsmanagements, die
                            wichtigsten Normen und deren Nutzen sowie Methoden der
                            Umsetzung im operativen Alltag eines Unternehmens fallorientiert zu
                            identifizieren, differenziert zu bewerten und zielgerichtet einzusetzen.
                            Die Teilnehmer können praxisorientiert den Unterschied zwischen den
                            sichtbaren Artefakten eines Qualitätsmanagements und der
                            dazugehörigen Kultur kritisch beurteilen und die Herausforderungen
                            einer qualitätsorientierten Unternehmenskultur lebendig werden
                            lassen.

                            Die Teilnehmer können den Begriff eines Projekts definieren und
                            verschiedene Themenbezogene Managementformen anwenden. Die
                            Teilnehmer können selbstständig ein Ziel definieren, ein Projekt daraus
                            ableiten, dieses in Grundzügen mittels Projektstrukturplan planen und
                            kontrollieren. Die Teilnehmer besitzen ein vertieftes Verständnis von
                            Tabellenkalkulationsprogrammen im Allgemeinen und im Speziellen
                            von den Möglichkeiten mittels Software ein Projekt zu planen und zu
                            steuern.

 Inhalte                    Qualitätsmanagement
                            1. Zielsetzung von Normung
                            2. Entstehung von Normen
                            3. Wirtschaftlicher Nutzen von Normen

Stand: 22.01.2020                               3
4.   Qualitätsmanagement und Normung
                            5.   QM als Basisaufgabe für den Unternehmenserfolg
                            6.   Qualitätsbezogene Kosten
                            7.   Qualitätsmanagementsysteme
                            8.   Qualitätsorientierte Unternehmenskultur (TQM, EFQM, Unterneh-
                                 menskultur Qualitätskultur)

                            Projektmanagement
                            1. Definition nach DIN 69901
                               1.1 Agiles Projektmanagement
                               1.2 Scrum
                            2. Projektdefinition
                               2.1 P - Ziel
                               2.2 P - Umfeld
                               2.3 Methoden der Umfeldanalyse
                            3. Projektplanung
                               3.1 Projektstrukturplan
                               3.2 Projektkostenplan
                            4. Projektsteuerung
                               4.1 Trendanalysen
                               4.2 Stunden- & Kostenerfassung
                            5. Projektabschluss
                            6. Übung an einem Projekt

 Prüfungsleistung/en        Klausur (120 Minuten)

 (Voraussetzungen für die
 Vergabe von
 Leistungspunkten)

 Literatur                  Projektmanagement
                             Literatur: I. Schels u. U. Seidel, Projektmanagement mit Excel, 2.
                                Auflage, 2016, Hanser Verlag;
                             DIN ISO 69901, Beuth Verlag

                            Qualitätsmanagement
                             Masing Handbuch Qualitätsmanagement, Hanser Verlag 2014;
                             Dokupil-Haubold, Haubold; Qualitätskultur gestalten – ein Leitfa-
                               den, TÜV Media GmbH, https://www.buecher.de/shop/qualitaets-
                               management/qualitaetskultur-gestalten-ein-leitfaden-ebook-
                               pdf/haubold-stephan-dokupil-haubold-stefani/products_pro-
                               ducts/detail/prod_id/45619400/;
                             E. Schein, Organisationskultur. „The Ed Schein Corporate Culture
                               Survival Guide“, EHP 2010;
                             DIN ISO 9001:2015, Beuth Verlag
                             DIN ISO 9004:2017; Beuth Verlag
                             EFQM Excellence Modell 2013, Deutsche Fassung,
                               http://www.saq.ch/de/shop/efqm-broschueren/detail/47/

Stand: 22.01.2020                              4
Modulname                  Organisation und Personalmanagement

 Kürzel/ Modulnummer        MWiChe02

 Lehrform/en in Stunden     Vorlesung: 24 Std.
                            Übungen: 8 Std.

 ECTS cp                    5

 Arbeitsaufwand             Präsenzstudium: 32 Std., Eigenstudium: 118 Std.

 Semester/ Häufigkeit des   1. Semester, WiSe
 Angebots
 Modulverantwortlicher      Prof. Dr. Stephan Haubold

 Voraussetzungen für die    Empfohlen werden Grundkenntnisse und/ oder Interesse an
 Teilnahme                  Wirtschaftswissenschaften; weitere Empfehlung: Englisch B2-Niveau.

 Verwendbarkeit des         Das Modul findet ausschließlich Verwendung im Masterstudiengang
 Moduls                     Wirtschaftschemie.

 a. Verwendbarkeit für
 andere Studiengänge

 Verwendbarkeit des         Das Modul hängt eng zusammen mit den Modulen MWiChe08,
 Moduls                     MWiChe11 und MWiChe13.

 b. Zusammenhang mit
 anderen Modulen des
 Studiengangs
 Lernziele/Kompetenzen      Die Studierenden verstehen die Führungsfunktion in einer Organisation
                            als Teil der Management-Funktionen im Unternehmen. Sie können
                            Prozessanalysen und -optimierungen bearbeiten und bewerten. Die
                            Studierenden können Grundlagen der Personalführung anwenden und
                            beurteilen. Sie verstehen die Vor- und Nachteile verschiedener
                            Organisationsformen,       kennen       die       Prozesse        zur
                            Organisationsgestaltung und -veränderung, die grundlegenden
                            Führungskonzepte und unterstützende Werkzeuge, und können
                            Konzepte und Werkzeuge des Personalmanagements erarbeiten.

 Inhalte                    Organisation
                             Einführung in die Organisationsgestaltung
                             Prinzipien der Organisationsgestaltung
                             Organisationstheoretische Ansätze
                             Wirkung von Organisationsstrukturen
                             Prozessmanagement.
                             Organisationsveränderung

                            Personalmanagement
                             Aufgaben und Ziele des Personalwesens
                             Personalbedarfsermittlung
                             Personalbeschaffung
                             Personaleinsatz
                             Personalmotivation und - honorierung

Stand: 22.01.2020                                5
   Personalentwicklung
                               Personalfreistellung

 Prüfungsleistung/en        Klausur, 120 Minuten

 (Voraussetzungen für die
 Vergabe von
 Leistungspunkten)

 Literatur                     Thomas Bartscher, Juliane Stöckl und Thomas Träger, Personal-
                                managment: Grundlagen, Handlungsfelder, Praxis (Pearson, Mün-
                                chen 2012).
                               Jürgen Berthel und Fred. G. Becker, Personalmangement: Grund-
                                züge für Konzeptionen betrieblicher Personalarbeit (Schäffer-Poe-
                                schl, Stuttgart, 10. Auflage 2013).
                               Rolf Bühner, Personalmanagement (Oldenburg Verlag, München,
                                3. Auflage 2005).
                               Rolf Bühner, Organisationslehre (Oldenburg Verlag, München, 10.
                                Auflage 2004).
                               Georg Schreyögg, Grundlagen moderner Organisationsgestaltung
                                (Gabler, Wiesbaden, 5. Auflage 2008).
                               Ruth Stock-Homburg, Personalmanagement (Gabler, Wiesbaden,
                                2. Auflage 2010).
                               Dietmar Vahs, Organisation – ein Lehr- und Managementbuch
                                (Schäffer-Poeschl, Stuttgart, 8. Auflage 2012)

Stand: 22.01.2020                              6
Modulname                  Vertrieb für Naturwissenschaftler

 Kürzel/ Modulnummer        MWiChe03

 Lehrform/en in Stunden     Vorlesung: 32 Stunden

 ECTS cp                    5

 Arbeitsaufwand             Präsenzstudium: 32 Std.; Eigenstudium: 118 Std.

 Semester/ Häufigkeit des   1. Semester, WiSe
 Angebots
 Modulverantwortlicher      Prof. Dr. Stephan Haubold

 Voraussetzungen für die    Empfohlen: Wissen um chemische Wertschöpfungsketten und
 Teilnahme                  Grundlagen des Marketings.
                            Die Teilnahmevoraussetzung werden durch Tests überprüft (online-
                            Vorbereitung; Dauer Tests 30-60 Min.).

 Verwendbarkeit des         Das Modul findet ausschließlich Verwendung im Masterstudiengang
 Moduls                     Wirtschaftschemie.

 a. Verwendbarkeit für
 andere Studiengänge

 Verwendbarkeit des         Das Modul steht nicht in dierektem Zusammenhang mit anderen
 Moduls                     Modulen des Studiengangs.

 b. Zusammenhang mit
 anderen Modulen des
 Studiengangs
 Lernziele/Kompetenzen      Die Studierenden können eine Vertriebsstrategie entwickeln und
                            formulieren. Sie beherrschen die notwendigen Techniken und sind in
                            der Lage aus den gewonnenen Informationen, die Entscheidung für
                            eine Strategie zu begründen.
                            Die Studierenden kennen Grundelementen des strategischen
                            Verkaufens im B2B-Vertrieb von technischen Produkten und sind in der
                            Lage, diese in simulierten Situationen anzuwenden.

                            Die Studierenden kennen Methoden, die in den verschiedenen Phasen
                            eines Verkaufsprozesses benötigt werden und haben diese in
                            simulierten Situationen selbst angewendet. Sie sind in der Lage, aus
                            den vom Kunden gegebenen Informationen, die nächsten
                            Handlungsoptionen zu bestimmen und ihre Wettbewerbsposition im
                            Verkaufsprozess zu erkennen.
                            Die Studierenden sind in der Lage, das Ergebnis Ihrer Analysen
                            schriftlich und mündlich wissenschaftlich korrekt und wirkungsvoll zu
                            präsentieren.

 Inhalte                    1) Entwicklung der Vertriebsstrategie
                             Grundsätzliche vertriebsstrategische Ausrichtungen
                             Elemente der Vertriebsstrategie
                                  o Kunden
                                           Struktur

Stand: 22.01.2020                               7
     Segmentierung
                                                 Kundennutzen
                                                 Kundenbindung
                                                      Kundenzufriedenheit
                                                      Key Account Management
                                Preispositionierung
                                Wettbewerbsvorteile
                                Vertriebswege
                                 o Direkter vs. Indirekter Vertrieb
                                 o Persönlicher vs. Nicht persönlicher Vertrieb
                                 o Vertrieb im Internet
                                Ziele und Ressourcen
                                Markenführung
                                 o Bedeutung der Marke
                                 o Markenanalyse
                                 o Markenmanagement
                                              Kontaktpunktmanagement
                                              Customer Experience Journey

                            2)   Verkaufsprozess („strategisches Verkaufen“)
                                Vergleich B2C und B2B Verkauf
                                Die Struktur des Buying Centers
                                Kundennutzen
                                Kaufhaltungen

                            3) Verkaufen lernen
                             Psychologie des Verkaufens
                               o Kommunikation
                               o Aufbau von Beziehungen
                               o Wirkung auf Andere
                             Organisation
                               o Eigenmanagement
                               o Informationsmanagement
                             Handeln im Verkaufsprozess
                               o Kontaktaufnahme / Akquise
                               o Erstkontakt / Bedarfsermittlung
                               o Präsentation / Angebot
                               o Kaufabschluss / Verhandlung
                               o Beschwerdemanagement

 Prüfungsleistung/en        Seminarvortrag (20 Min.) (Thema: praxisorientierte
                            vertriebsstrategische Aufgabe), Gewichtung 40 %
 (Voraussetzungen für die
 Vergabe von                Projektbericht (5-10 Seiten), Gewichtung 20 %
 Leistungspunkten)
                            Unternehmensspiel (Lösung eines Verkaufsfalles im Rollenspiel; ein
                            Unternehmensspiel kann aus einer Einheit von mindestens 30 bis
                            maximal 120 Minuten oder mehreren Untereinheiten von mindestens
                            5 bis maximal 30 Minuten bestehen), Gewichtung 40 %

 Literatur                      Sales Excellence: Vertriebsmanagement mit System, Christian
                                 Homburg, Heiko Schäfer, Janna Schneider, Gabler Verlag
                                 Wiesbaden; 8. Aufl. 2016

Stand: 22.01.2020                               8
   Marketing: Grundlagen marktorientierter Unternehmensführung.,
                        Konzepte - Instrumente – Praxisbeispiele, von Heribert Meffert,
                        Christoph Burmann und Manfred Kirchgeorg, Gabler Verlag
                        Wiesbaden; 11. Aufl. 2011
                       Wettbewerbsvorteile: Spitzenleistungen erreichen und
                        behaupten., Michael E. Porter, Campus Verlag, Frankfurt; 8. Aufl.
                        2014
                       Markenmanagement: Identitätsorientierte Markenführung und
                        praktische Umsetzung, Heribert Meffert, Christopher Burmann und
                        Martin Koers Hrsg., Springer Gabler; Wiesbaden; 2. Auflage 2005
                       Kundenorientiert verkaufen im technischen Vertrieb, Hans-Peter
                        Rentzsch: Gabler Wiesbaden, 5. Auflage 2013
                       Der Verkäufer in Dir, Dale Carnegie; Fischer Verlag München; 5.
                        Auflage 2012
                       The New Strategic Selling, Robert B. Miller, Stephen E. Heiman;
                        Kogan Page London; 3. Auflage 2013
                       TQS- Total Quality Selling, Ulrich Dietze, GABAL Offenbach; 4
                        Auflage 2014
                       Die Psychologie des Überzeugens, Robert B. Cialdini, Huber
                        Bern; 7. Auflage 2013

Stand: 22.01.2020                      9
Modulname                  BWL für Naturwissenschaftler

 Kürzel/ Modulnummer        MWiChe04

 Lehrform/en in Stunden     Vorlesung: 32 Stunden

 ECTS cp                    5

 Arbeitsaufwand             Präsenzstudium: 32 Std.; Eigenstudium: 118 Std.

 Semester/ Häufigkeit des   1. Semester, WiSe
 Angebots
 Modulverantwortlicher      Prof. Dr. Stephan Haubold

 Voraussetzungen für die    keine
 Teilnahme

 Verwendbarkeit des         Das Modul findet ausschließlich Verwendung im Masterstudiengang
 Moduls                     Wirtschaftschemie.

 a. Verwendbarkeit für
 andere Studiengänge

 Verwendbarkeit des         Das Modul hängt eng zusammen mit den Modulen MWiChe01,
 Moduls                     MWiChe02, MWiChe06, MWiChe08, MWiChe12, MWiChe13 und
                            MWiChe14.
 b. Zusammenhang mit
 anderen Modulen des
 Studiengangs
 Lernziele/Kompetenzen      Die Studierenden kennen grundlegende und weiterführende Begriffe
                            der Betriebswirtschaftslehre und können diese auf konkrete Fälle in der
                            Praxis anwenden.

                            Die Studierenden sind mit dem betrieblichen Rechnungswesen
                            vertraut, insbesondere mit dem Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und
                            Verlustrechnung, Cash-Flow-Rechnungen), und können in der Praxis
                            Analysen von Geschäftsberichten vollziehen sowie strategische
                            Schlussfolgerungen aus diesen Analysen ziehen.

                            Die Studierenden sind mit den wichtigen Kennzahlen zur
                            Unternehmenssteuerung vertraut, können diese anhand geeigneter
                            Quellen selbständig in der Praxis berechnen und analysieren und
                            strategischen Schlüsse daraus entwickeln.

                            Die Studierenden sind mit Investitionsentscheidungen vertraut und
                            können diese in der Praxis anwenden.

                            Die Studierenden sind in der Lage, eine Kostenkalkulation für ein
                            Produkt oder eine Dienstleistung sowohl nachzuvollziehen als auch
                            selber zu erstellen.

 Inhalte                       Begrifflichkeiten in der BWL und ihre praktische AnwendungUnter-
                                nehmensstrategie und Wettbewerbsumfeld
                               Organisation von Unternehmen

Stand: 22.01.2020                             10
   Finanzierung und Arbeiten mit wichtigen Kennzahlen
                               Investitionsentscheidungen und Investitionsrechnung
                               Bewertung von Unternehmen und Fallbeispiele
                               Betriebliches Rechnungswesen als Entscheidungshilfe
                               Aufgaben und Bereiche des betrieblichen Rechnungswesens
                               Externes Rechnungswesen: Buchführung und Jahresabschluss
                               Internes Rechnungswesen: Kostenrechnung
                               Fortgeschrittene Methoden im Betrieblichen Rechnungswesen
                               Betriebs- und Produkterfolgsrechnung
                               Kosten- und erfolgsorientierte Entscheidungen

 Prüfungsleistung/en        Klausur, 90 Minuten

 (Voraussetzungen für die
 Vergabe von
 Leistungspunkten)

 Literatur                     H. Scheck, B. Scheck (2007), Wirtschaftliches Grundwissen für
                                Naturwissenschaftler und Ingenieure, 2. Aufl., Wiley-VCH
                               A. Voegele, L. Sommer (2012), Kosten- und Wirtschaftlichkeits-
                                rechnung für Ingenieure, Carl Hanser Verlag
                               U. Wiehle, M. Diegelmann, H. Deter, P. N. Schömig, M. Rolf
                                (2010), 100 IFRS Kennzahlen / IFRS Financial Ratio Dictionary, 5.
                                Aufl., cometis publishing
                               G. Festel, A. Hassan, J. Leker, P. Bamelis (2001): Betriebswirt-
                                schaftslehre für Chemiker, Springer-Verlag

Stand: 22.01.2020                             11
Modulname                  Ökobilanzen und Chemikalienrecht

 Kürzel/ Modulnummer        MWiChe05

 Lehrform/en in Stunden     Vorlesung: 23 Stunden
                            Übung/en: 9 Stunden

 ECTS cp                    6

 Arbeitsaufwand             Präsenzstudium: 32 Std., Eigenstudium: 148 Std.

 Semester/ Häufigkeit des   2. Semester, SoSe
 Angebots
 Modulverantwortlicher      Prof. Dr. Reinhard Wagener

 Voraussetzungen für die    Empfohlen werden Basiskenntnisse in technischer Chemie sowie
 Teilnahme                  Grundkenntnisse und/ oder Interesse an Wirtschaftswissenschaften.

 Verwendbarkeit des         Das Modul findet ausschließlich Verwendung im Masterstudiengang
 Moduls                     Wirtschaftschemie.

 a. Verwendbarkeit für
 andere Studiengänge

 Verwendbarkeit des         Das Modul zusammen mit den Modulen MWiChe09 und MWiChe14.
 Moduls

 b. Zusammenhang mit
 anderen Modulen des
 Studiengangs
 Lernziele/Kompetenzen      Die Studierenden verstehen, dass Massen- und Energiebilanzen die
                            Basis für die Bewertung jedes Prozesses aus kaufmännisch-
                            betriebswirtschaftlicher, politisch-volkswirtschaftlicher und ökologischer
                            Sicht bilden.

                            Sie können die Präzision und Verlässlichkeit von Massen- und
                            Energiebilanzen als Resultat der Zuverlässigkeit der verwendeten
                            Daten beurteilen. Sie sind in der Lage, Daten aus unterschiedlichen
                            Quellen zielstrebig und angemessen für die Konstruktion und
                            Vervollständigung solcher Bilanzen einzusetzen. Die Studierenden
                            treffen bewertende Aussagen zur Rendite oder Nachhaltigkeit aus der
                            Zuweisung von Kosten- und Nutzenfunktionen zu den Bilanzpositionen.
                            Sie wenden diese Zuweisung fallspezifisch an, um sinnvolle und nicht
                            sinnvolle Projekte oder Prozesse zu diskriminieren.

                            Die Studierenden kennen verschiedene Regelwerke zum Thema
                            Arbeitssicherheit, vor allem im Hinblick auf den Umgang mit
                            Gefahrstoffen. Sie verstehen das Risiko sowie den korrekten Umgang
                            und das Inverkehrbringen von Gefahrstoffen der verschiedenen
                            Kategorien und sind in der Lage darüber in adäquater Fachterminologie
                            zu berichten und bewerten.

 Inhalte                    Massen- und Energiebilanzen

Stand: 22.01.2020                              12
   Erstellung von Massen- und Energiebilanzen für ausgewählte
                                Prozesse aus wissenschaftlichen Publikationen, Patenten und
                                anderen öffentlich zugänglichen Informationsquellen.
                               Materielle und immaterielle Kosten- und Nutzenpositionen in der
                                Bilanz, Internalisierung und Externalisierung von Kosten
                               Life Cycle Assessment und Carbon Footprint als Anwendung von
                                Massen- und Energiebilanzen
                               Material- und Energieflussanalyse, Sankey-Diagramm

                            Gefahrstoffe, Arbeitsschutz und Anlagensicherheit
                             EU-Verordnungen / EU-Richtlinien
                             Arbeitsschutzgesetz
                             Gefahrstoffverordnung
                             Technische Regeln für Gefahrstoffe
                             Bekanntmachungen
                             Europäisches Übereinkommen über die internationale
                               Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße
                             Eigenständige Übungen zu den Themen

 Prüfungsleistung/en        Projektbericht (Erstellung EXCEL-Datei plus max. 3 Seiten; Fallstudie
                            zu Massen- oder Energiebilanzen, Berechnung und schriftliche
 (Voraussetzungen für die   Zusammenfassung), Gewichtung 3/6
 Vergabe von
 Leistungspunkten)          Seminarvortrag (25-60 Min. als Gruppe; über die Ergebnisse der
                            Projektbericht), Gewichtung 1/6

                            Klausur (zum Thema Gefahrstoffe, Arbeitsschutz und
                            Anlagensicherheit), Dauer 60 Minuten, Gewichtung 2/6

 Literatur                     W. Klöpffer, B. Grahl, Ökobilanz (LCA): Ein Leitfaden für
                                Ausbildung und Beruf, 1. Aufl. 2009, Wiley-VCH.
                               M. Schmidt: „Von der Material- und Energieflussanalyse zum
                                Carbon Footprint – Anleihen aus der Kostenrechnung“, Chemie
                                Ingenieur Technik 2011, 83(10), 1541-1552.
                               M. Schmidt: „Der Einsatz von Sankey-Diagrammen im Stoffstrom-
                                management“, Beiträge der Hochschule Pforzheim Nr. 124, Dez.
                                2006
                               E. Heinzle, D. Weirich, F. Brogli, V.H. Hoffmann, G. Koller, M.A.
                                Verduyn, K. Hungerbühler, Ind. Eng. Chem. Res. (1998), 37,
                                3395-3407 (und 3408-3413)
                               P. Saling, A. Kicherer, B. Dittrich-Krämer, R. Wittlinger, W. Zom-
                                bik, I. Schmidt, W.Schrott and S. Schmidt, Int. J. LCA (2002), 7(4)
                                203- 218
                               R. Heijungs, R. Frischknecht: “A Special View on the Nature of the
                                Allocation Problem”, Int. J. Life Cycle Analysis (1998), 3 (5), 321
                                -332
                               M. Eissen, J.O. Metzger, Chem. Eur. J. (2002), 8(16), 3581
                               Andreas Jess et al., „Considerations concerning the Energy
                                Demand and Energy Mix for Global Welfare and Stable
                                Ecosystems“, Chemie Ingenieur Technik 2011, 83(11), 1777–
                                1791.
                               Birgit Stöffler, Sicheres Arbeiten mit Gefahrstoffen, 2. Auflage,
                                ecomed Sicherheit, 2017.

Stand: 22.01.2020                              13
Modulname                  Unternehmensfinanzierung

 Kürzel/ Modulnummer        MWiChe06

 Lehrform/en in Stunden     Vorlesung: 20 Stunden
                            Übung: 12 Stunden

 ECTS cp                    5

 Arbeitsaufwand             Präsenzstudium: 32 Std., Selbststudium: 118 Std.

 Semester/ Häufigkeit des   2. Semester, SoSe
 Angebots
 Modulverantwortlicher      Prof. Dr. Stephan Haubold

 Voraussetzungen für die    Empfohlen: Wissen um chemische Wertschöpfungsketten            und
 Teilnahme                  Grundlagen des Marketings.

 Verwendbarkeit des         Das Modul findet ausschließlich Verwendung im Masterstudiengang
 Moduls                     Wirtschaftschemie.

 a. Verwendbarkeit für
 andere Studiengänge

 Verwendbarkeit des         Das Modul hängt eng zusammen mit den Modulen MWiChe04,
 Moduls                     MWiChe08, MWiChe12 und MWiChe13.

 b. Zusammenhang mit
 anderen Modulen des
 Studiengangs
 Lernziele/Kompetenzen      Die      Studierenden     kennen        die       Bedeutung  der
                            Unternehmensfinanzierung für den laufenden Betrieb und die
                            Entwicklung des Unternehmens und können die Themen Finanzierung,
                            Strategie und Wettbewerbsfähigkeit sinnvoll synthetisieren.

                            Die Studenten können die Unternehmensfinanzierung als wesentlichen
                            Teil der strategischen Unternehmensplanung einordnen und kennen
                            die verfügbaren Quellen einer Unternehmensfinanzierung sowie die
                            Bedeutung von öffentlichen Quellen für innovative Vorhaben.

                            Sie kennen die Methoden der Unternehmensfinanzierung für die
                            unterschiedlichen Größen von Firmen sowie Formen der
                            Projektfinanzierung. Sie kennen die Finanzierung von Produktions-
                            Anlagen, Umlaufvermögen, Außenständen sowie Methoden zur
                            Einwerbung        von     Eigenkapital.      Sie    können      die
                            Unternehmensfinanzierung als Teil einer ganzheitlichen Betrachtung
                            eines Unternehmens identifizieren und definieren.

 Inhalte                    Die Studierenden werden in die Lage versetzt, erste vertiefende
                            Zusammenhänge der Finanzierung von Unternehmen im Kontext
                            übergreifender Wirtschafts- und Finanzsysteme zu begreifen. Die
                            Anwendung ökonomischer, insbesondere finanzwirtschaftlicher
                            Sachverhalte wird in Übungsaufgaben und in Gruppenarbeit mit
                            anschließender Präsentation erarbeitet.

Stand: 22.01.2020                               14
1  Eigenkapitalfinanzierung
                      Finanzierungsbegriff und Systematik
                       o Finanzierungsphasen
                     Profil der KfW
                    Kennzahlen
                       o Internationale Aktivitäten
                       o Anteilseigner und Organe der KfW
                       o Aufgaben der KfW
                     Venture Capital Financing
                       o Seed-Financing
                       o Start-up-Financing
                       o First-Stage-Financing
                     Middle-Stage-Financing
                       o Growth-Financing
                     Late-Stage-Financing
                       o Finanzierungs-Formen, Anlässe: Buy-out/buy-in, Bridge,
                           Turnaround, Replacement
                     Late-Stage-Financing
                       o IPO, Dual Track, Delisting
                     Übungsaufgaben Venture Capital Financing
                     Übungsaufgaben Growth-Financing

                    2   Fremdkapitalfinanzierung I
                       Fremdkapital und Eigenschaften
                        o Idealtypische Eigenschaften von Eigen- und Fremdkapital
                        o Rechte und Pflichten
                        o Lieferanten- und Kundenkredit
                        o Fremdkapitalfinanzierung: Vorteile, Nachteile
                        o Leverage Effekt
                        o Kontokorrent-Kredit
                        o Geldmarkt, Kapitalmarkt
                        o Euribor

                    3   Fremdkapitalfinanzierung II
                       Bankkredit
                        o Risiken für die Existenz von Unternehmen
                        o Rating als Basis für Kreditvergabe
                        o Risiken in Bezug auf Markt, Personen, Technik, kommerzieller
                            Rahmen, Finanzen, Administration, Gesellschaft, Natur
                        o Ablauf Kreditvergabe
                       No-Go Kriterien für die Kredit-Vergabe
                       Übungsaufgaben: optimaler Verschuldungsgrad
                       Alternativen zum klassischen Bank-Kredit
                        o Schuldschein-Darlehen, Unternehmensanleihen
                        o Unternehmensanleihen: „Entry Standard“, „Scale“

                    4   Mezzanine Finanzierung
                       Entstehung von Mezzanine, Definition Mezzanine
                        o Eigen- und Fremdkapital-Charakter
                        o Kriterien für die Anerkennung von Mezzanine-Kapital
                        o Vergleich Equity – Debt-Mezzanine
                       Markt Mezzanine Anbieter
                        o Equity-Kicker

Stand: 22.01.2020                    15
o Vorteile, Nachteile Mezzanine-Anbieter
                               Übungsaufgaben

                            5   Factoring
                               Factoring Definition
                                o Factoring als Dienstleistung
                                o Factoring als Finanzierungalternative
                                o Ablauf des Factoring I/II
                                o Vorteile von Factoring I/II
                               Factoring Markt und Zielkunden
                               Übungsaufgabe

                            6   Leasing
                               Definition Leasing
                                o Operate Leasing, Financial Leasing
                                o Ablauf Leasing Geschäft
                                o Sale & Lease Back
                                o Leasing Vertragsformen, Objekte
                                o Vorteile, Nachteile
                               PPP – Public Private Partnership
                                o Beschaffungsprozess
                                o Modelltypen E, I, L, M, K, G: Anwendungen
                               Übungsaufgabe: Vergleich Leasing vs. Kreditkauf

                            7   IPO
                               Motive, Ablauf
                                o Erstnotiz, Beispiele
                                o Exitvarianten
                                o Dual-Track Verfahren
                                o Reverse IPO, Going-Private, Delisting
                               Delisting am Beispiel
                                o Argumente, Fehler

                            8   FinTech Financing
                               Definition FinTech
                                o Segmentierung FinTechs
                                o Crowdfunding
                                o Crowd-Investing, -lending
                                o Zahlungsverkehr
                                o Global Player
                                o Markt Prognose
                                o
 Prüfungsleistung/en        Klausur, 60 Minuten

 (Voraussetzungen für die
 Vergabe von
 Leistungspunkten)

 Literatur                     Reichling/Beinert/Henne, Praxishandbuch Finanzierung, Gabler
                                Verlag, 1.Auflage 2005, ISBN 978-3-409-03405-0
                               Eayrs/Ernst/Prexl, Corporate Finance Training, Verlag Schäf-
                                fer+Poeschel, 2.Auflage 2011, ISBN 978-3-7910-3097-5
                               Wöhe/Bilstein/Ernst/Häcker, Grundzüge der Unternehmensfinan-
                                zierung, Verlag Vahlen GmbH, 11.Auflage 2013, ISBN 978-3-
                                8006-4582-4

Stand: 22.01.2020                             16
   Jean-Paul Thommen; Unternehmensfinanzierung; Verlag Versus
                        GmbH, 1. Auflage 2011, ISBN 978-3039091089
                       Bernd Fischl, Alternative Unternehmensfinanzierung für den deut-
                        schen Mittelstand, Verlag Dr. Kovac, 2.Auflage 2011, ISBN 978-3-
                        8300-5404-7
                       Matthias Hauser, Christian Warns, ; Grundlagen der Finanzierung;
                        Pd-Verlag; 4.Auflage 2008, ISBN 978-3-86707-425-4

Stand: 22.01.2020                     17
Modulname                  Krisenkommunikation

 Kürzel/ Modulnummer        MWiChe07

 Lehrform/en in Stunden     Vorlesung: 26 Stunden
                            Übung/en: 6 Stunden

 ECTS cp                    5

 Arbeitsaufwand             Präsenzstudium: 32 Std.; Eigenstudium: 118 Std.

 Semester/ Häufigkeit des   2. Semester, SoSe
 Angebots
 Modulverantwortlicher      Prof. Dr. Stephan Haubold

 Voraussetzungen für die    Empfohlen werden Grundkenntnisse in Chemie und/ oder Interesse an
 Teilnahme                  Wirtschaftswissenschaften.

 Verwendbarkeit des         Das Modul findet ausschließlich Verwendung im Masterstudiengang
 Moduls                     Wirtschaftschemie.

 a. Verwendbarkeit für
 andere Studiengänge

 Verwendbarkeit des         Das Modul hängt nicht unmittelbar mit anderen Modulen des
 Moduls                     Studiengangs zusammen.

 b. Zusammenhang mit
 anderen Modulen des
 Studiengangs
 Lernziele/Kompetenzen      Die Studierenden kennen die Bedeutung von anschlussfähiger
                            Kommunikation eines betroffenen Unternehmens mit der Öffentlichkeit
                            und Behörden im Fall eines krisenhaften Ereignisses mit Auswirkung
                            auf Nachbarschaft und/oder Umwelt oder Patienten etc. und können
                            verschiedene Kommunikationstechniken anwenden.

                            Die Studierenden kennen Grundzügen der Rechtskonformität sowie
                            des Aufbaus einer Notfallorganisation / Notfallmanagementsystems.
                            Die Studierenden definieren und beurteilen die Grundlagen der
                            Krisenkommunikation sowie deren wichtigste Arbeitsmittel in Theorie
                            und Praxis.

                            Die    Studierenden    wenden      grundlegende      Modelle  der
                            Kommunikationen an und verstehen die Notwendigkeit des
                            Perspektivenwechsels,    um    als    Unternehmensvertreter  eine
                            anschlussfähige Kommunikation hinsichtlich der Zielgruppen
                            anzubieten. Sie kennen die grundlegenden Mechanismen des
                            Medienmarktes, um als Unternehmen eine anschlussfähige Krisen-
                            Kommunikation im Falle eines Ereignisses anzubieten.

 Inhalte                    1) Krisenkommunikation: Ein Kapitel im Rahmen des Notfallma-
                               nagements
                              Krisenarten

Stand: 22.01.2020                             18
   Folgen für Unternehmen bei Themen mit hohem Konflikt-Potential
                                und öffentlichem Interesse
                               Grundlegender rechtlicher Rahmen für die Krisen-Kommunikation
                                / Rechtsfolgen für Unternehmen
                               Einbindung der Krisenkommunikation in die Notfallorganisation
                                (Aufbau- und Ablauforganisation)

                            2) Anschlussfähige (Krisen-) Kommunikation als Basis für Ak-
                               zeptanz und Glaubwürdigkeit
                              Grundlegende Kommunikationsmodelle (Eisbergmodell, 4-Seiten-
                               einer –Nachricht nach Schulz von Thun) und Transfer auf die Er-
                               eigniskommunikation
                              Kompetenz-Profil Krisenkommunikation: Selbsttest/Auswertung
                              Handwerkszeuge der Krisenkommunikation
                                o  Presseinformation
                                o  Durchführung TV oder Hörfunk-Interview
                                o  Durchführung einer Pressekonferenz
                              Umgang mit Fragen und Antworttechniken

                            3) Medienperspektive - Wie der Medienmarkt funktioniert
                              Der Medienmarkt im Überblick: Print, elektronische Medien TV
                               und Hörfunk, Internet, Social Media)
                              Differenzierung zwischen Fach- und Publikumsmedien
                              Arbeitsweisen der Medien inkl. Quellen
                              Arbeitsweise eines Lokaljournalisten am Beispiel des Ereignisses
                               von INEOS in Köln am 17. März 2008

                            4) Auswertung von Großereignissen der chemischen Industrie
                               Explosion bei Bayer in Wuppertal am 8. Juni 1999
                               Shell Rheinlandraffinerie mit diversen Ereignissen
                               Diskussion und Betrachtung von jeweils aktuellen Ereignissen
 Prüfungsleistung/en        Projektbericht (max. 10 Seiten exklusive Anhang)

 (Voraussetzungen für die
 Vergabe von
 Leistungspunkten)

 Literatur                     Kinzler, S.: „Wer „zwitschert“ im Krisenfall? Twitter und soziale
                                Netzwerke in der Krisenkommunikation“, in: Wirtschaftsbild,
                                12/2011
                               Willig, M. „Das ‘Bermudadreieck’ der Kommunikation: Folgen für
                                Wirtschaft, Gesellschaft und Zukunft“, in: Umwelt Wirtschafts-
                                Forum, 04/12/95
                               Baumgärtner, Norbert: Risiko- und Krisenkommunikation.
                                Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren,
                                dargestellt am Beispiel der chemischen Industrie. Verlag Dr. Hut,
                                München, 2005
                               Thun, F. Schulz von: „Miteinander reden, Bd. 1– Miteinander
                                reden. Störungen und Klärungen“, rororo, Reinbek, 1999

Stand: 22.01.2020                             19
Modulname                  Planspiel Unternehmensführung

 Kürzel/ Modulnummer        MWiChe08

 Lehrform/en in Stunden     Vorlesung: 16 Stunden
                            Übung. 16 Stunden

 ECTS cp                    6

 Arbeitsaufwand             Präsenzstudium: 32 Std.; Eigenstudium: 148 Std.

 Semester/ Häufigkeit des   2. Semester, SoSe
 Angebots
 Modulverantwortlicher      Prof. Dr. Stephan Haubold

 Voraussetzungen für die    Basiswissen der Betriebswirtschaftslehre (v.a. Geschäftsplan, Gewinn-
 Teilnahme                  und Verlustrechnung, Rentabilität von Investitionen), wie sie in den
                            Modulen MWiChe04 und MWiChe06 erworben werden.

                            Test (optionaler Selbsttest für Studierende)

 Verwendbarkeit des         Das Modul findet ausschließlich Verwendung im Masterstudiengang
 Moduls                     Wirtschaftschemie.

 a. Verwendbarkeit für
 andere Studiengänge

 Verwendbarkeit des         Das Modul hängt eng zusammen mit den Modulen MWiChe13 und
 Moduls                     MWiChe06.

 b. Zusammenhang mit
 anderen Modulen des
 Studiengangs
 Lernziele/Kompetenzen      Die Studierenden verstehen ein Unternehmen als ganzheitliches
                            System, das über zahlreiche interne und externe Schnittstellen in
                            Wechselwirkung mit sich selbst und seiner Umgebung steht. Sie
                            begreifen und beziehen die Komplexität einzelner Entscheidungen in
                            einem Unternehmen auf das Gesamtsystem.

                            Sie können die Übersetzung unternehmerischer Entscheidungen in
                            markt- und betriebswirtschaftliche Zahlen analysieren, können mit
                            deren Hilfe verschiedene Szenarien bewerten, und zukünftige
                            Chancen und Risiken abschätzen. Darauf aufbauend erkennen sie die
                            Rahmenbedingungen für wirtschaftlichen Erfolg.

                            Sie sind in der Lage, unterschiedliche Strategien (z. B.
                            Kostenführerschaft versus Qualitätsführerschaft) zu erkennen sowie
                            diese vorausschauend betriebswirtschaftlich zu bewerten. Die
                            Studierenden     erkennen      die    Zusammenhänge       zwischen
                            Entscheidungen und ihren ökonomischen Folgen und sind in der Lage,
                            systematische Plan-Ist Abgleiche vorzunehmen.

Stand: 22.01.2020                              20
Sie sind in der Lage, unter Zeitdruck und unvollständiger
                    Informationslage im Rahmen komplexe Entscheidungssituationen in
                    einem arbeitsteiligen Team, Entscheidungen vorzubereiten, im Team
                    zu kommunizieren und Entscheidungen herbeizuführen und deren
                    Auswirkungen auf das Unternehmen zu verstehen.

                    Dabei sind sie mit den Zielkonflikten vertraut, die bei der
                    Zusammenarbeit unterschiedlicher Funktionen im Unternehmen
                    auftreten. Darüber hinaus sind die Teilnehmer auch mit den
                    spieltheoretischen Aspekten eines Unternehmensplanspiels vertraut
                    und können ihre eigenen Entscheidungen kritisch vor diesem
                    Hintergrund durchleuchten.

 Inhalte            Im Rahmen des Moduls lernen die Studierenden anhand einer
                    interaktiven Simulation ausgewählte Aspekte des Managements eines
                    Unternehmens kennen.

                    Sie werden dabei in verschiedene Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe
                    repräsentiert eines der Unternehmen, die in einem gleichen Markt
                    miteinander konkurrieren. Die Gruppen diskutieren getrennt
                    voneinander die Strategie und Vorgehensweise.

                    In mehreren Spielzyklen sind Entscheidungen über verschiedene
                    unternehmerische Parameter (z.B. Einkauf der Ausgangsmaterialien,
                    Produktionsvolumen, Marketingausgaben, Preisgestaltung der
                    Produkte …) im Team zu treffen und werden einem „Spielleiter“ (z. B.
                    Dozent, Modulverantwortlicher) kommuniziert und von diesem in ein
                    vorgegebenes Berechnungstool innerhalb des Planspiels eingegeben.
                    Die Auswirkungen auf den simulierten Markt und die einzelnen
                    Unternehmen/Teams im Spiel hängen von den Eingaben aller Teams
                    ab. Die Ergebnisse der Spielerentscheidungen werden anschließend
                    den Teams bekannt gegeben und bilden die Ausgangslage für den
                    nächsten Spielzyklus.

                     1. Grundbegriffe und Grundlagen
                    Die Studierenden erlernen die für die Durchführung des Spiels
                    relevanten Kenngrößen anhand eines konkreten Beispiels
                      Grundbegriffe der G&V
                      Cash Flow Planung
                      Investition (Rentabilität)
                      Finanzierung
                      Business-Plan
                      Betriebswirtschaftliche Soll-Ist-Analyse

                    2. Einführung und erste Spielzyklen im Unternehmensplanspiel
                    Die Studierenden wenden die erlernten Techniken auf ein komplexes
                    Unternehmensplanspiel (z. B. TOPSIM-General Management) in
                    mehreren Entscheidungszyklen an, um die Komplexität von
                    betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen zu erleben.

                    Insbesondere werden:
                     Ziele und Strategien in einem dynamischen Marktumfeld festge-
                        legt und verfolgt

Stand: 22.01.2020                     21
   betriebswirtschaftliche Zahlen errechnet, relevante Erfolgsfakto-
                        ren und Trends identifiziert, und daraus praxisbezogene Entschei-
                        dungen umgesetzt.

                    Die Studierenden entwickeln dabei Unternehmens-, Markt- und
                    Produkt-Strategien, setzen diese in Geschäftspläne um und prüfen
                    nach jedem Spielzyklus in einem Plan-Ist-Abgleich deren Machbarkeit.
                    Des     Weiteren    erkennen     sie     Chancen,     Risiken  und
                    Verbesserungspotentiale.

                    Die Studierenden erhalten dafür zunächst einen ersten Einblick in die
                    gruppen- und rundenbasierte Unternehmenssimulation. Sie lernen
                    dabei den realitätsnahen Einsatz der erlernten Fachbegriffe in der
                    Praxis kennen und reflektieren die Erfahrungen der ersten Spielzyklen
                    im Plenum.

                    Erläuterung der Unternehmenssimulation
                     Unternehmen, Markt, Produkt
                     Bildung der Teams
                     Anleitung zum 1. Spielzyklus

                    1. und 2. Spielzyklus
                     Teamarbeiten zur Vorbereitung der unternehmerischen Entschei-
                        dungen
                     Abgabe und Kurzerläuterung jeder Teamentscheidung
                     Auswertung und Erläuterung der Ergebnisse

                    Reflektion der Erfahrungen aus den zwei Spielzyklen
                     Die unterschiedlichen Firmenstrategien und deren Auswirkungen
                        auf das jeweilige betriebswirtschaftliche Ergebnis
                     Abhängigkeit einzelner Firmenstrategien von dem Verhalten der
                        Konkurrenten (inkl. der spieltheoretischen Aspekte)
                     Teamerfahrung

                    3. Analyse und Überarbeitung der Strategie, Durchführung des
                    kompletten Planspiels
                    Basierend auf den Ergebnissen der ersten Spielzyklen überarbeiten
                    und verfeinern die Gruppen ihre Strategien. Auf der Basis der dabei
                    herausgearbeiteten Strategie führen die Teams das komplette
                    Planspiel durch. Der steigende Entscheidungsdruck macht dabei den
                    Einfluss    von    Gruppendynamik      und     Gruppendruck     auf
                    Entscheidungsprozesse erlebbar, so dass die Studierenden lernen,
                    auch in druckvollen Situationen die Übersicht und den Durchblick zu
                    behalten.

                    Überarbeitung und Verfeinerung der Unternehmensstrategien
                    Jedes Team erarbeitet
                     die Kernelemente der jeweiligen Strategie
                     Kennzahlen zur Bewertung von Erfolg/Misserfolg
                     Investitions- und Finanzierungsbedarf

                    Unternehmensplanspiel durchspielen
                     Unter steigendem Zeitdruck werden mehrere Zyklen gespielt und
                       ausgewertet

Stand: 22.01.2020                     22
   Danach präsentiert jedes Team seine jeweiligen Strategien und
                                deren betriebswirtschaftlichen Resultate
                               Diskussion, Bewertung und Schlussfolgerungen aus den unter-
                                schiedlichen Ansätzen

                            Gruppendynamik und Umgang mit Entscheidungsdruck
                             Wie kommt ein Team zu optimalen Entscheidungen?
                             Einfluss von Vorbereitungen (Faktensammlung), Kommunikation
                               im Team und der Entscheidungsfindung
                             Feed Back Runde der einzelnen Teilnehmer innerhalb der Teams

                            4. Schriftliche Zusammenfassung der Ergebnisse
                            Nach Abschluss des Planspiels wird durch eine Analyse der selbst
                            erlebten Entscheidungssituationen für die Studierenden durch eine
                            zusammenfassende Analyse sichtbar, welche Verhaltens- und
                            Kommunikations-Muster bereichsübergreifendes Denken und Handeln
                            fördern, und damit eine optimale Entscheidungsfindung unterstützen.

                            Lernergebnis des Unternehmensplanspiels zusammenfassen
                             In Form eines Protokolls wird zusammengefasst
                               o die Spielsituation, gewählte Strategie und das betriebswirt-
                                    schaftliche Resultat
                               o die „Gewinnerstrategie“ und deren Stärken
                             Erfahrungen aus der Gruppendynamik und Schlussfolgerungen
                                für den Umgang mit komplexen Entscheidungssituationen

 Prüfungsleistung/en        Seminarvortrag (ca. 45 Min.; Darstellung und Reflexion der Ergeb-
                            nisse des Planspiels), Gewichtung 30 %
 (Voraussetzungen für die
 Vergabe von                Projektbericht (max. 25 Seiten exkl. Anhang; Bewertung, Reflexion
 Leistungspunkten)          und Analyse der Ergebnisse des Planspiels), Gewichtung 70 %

 Literatur                     Jagdish Parikh, Managing Your Self: Management by Detached
                                Involvement, 1991, Basil Blackwell Ltd
                               R. Blank, R. Bents: Sich und andere verstehen: Eine dynamische
                                Persönlichkeitstypologie, 2010, Claudius Verlag
                               R. Attems, F. Heimel, Typologie des Managers, Frankfurt/Wien:
                                Redline Wirtschaft bei ueberreuter, 2003

Stand: 22.01.2020                             23
Modulname                  Prozessoptimierung

 Kürzel/ Modulnummer        MWiChe09

 Lehrform/en in Stunden     Vorlesung: 32 Std.

 ECTS cp                    5

 Arbeitsaufwand             Präsenzstudium: 32 Std., Eigenstudium: 118 Std.

 Semester/ Häufigkeit des   3. Semester, WiSe
 Angebots
 Modulverantwortlicher      Prof. Dr. Thorsten Daubenfeld

 Voraussetzungen für die    Empfohlen werden Kenntnisse und Kompetenzen der Mathematik (z.B.
 Teilnahme                  Statistik) und Chemie (z.B. Thermodynamik, Kinetik) auf Bachelor-
                            Niveau.

 Verwendbarkeit des         Das Modul findet auschließlich Verwendung im Masterstudiengang
 Moduls                     Wirtschaftschemie.

 a. Verwendbarkeit für
 andere Studiengänge

 Verwendbarkeit des         Das Modul hängt zusammen mit dem Modul MWiChe15.
 Moduls

 b. Zusammenhang mit
 anderen Modulen des
 Studiengangs
 Lernziele/Kompetenzen      Die Studierenden sind in der Lage:

                            -   Prozessmodelle in unterschiedlichen Prozessebenen und
                                Auflösungen zu visualisieren und anhand von Zustandsgrößen,
                                Prozessgrößen und Störgrößen eindeutig zu beschreiben;
                            -   systematisch potentielle Einflussfaktoren anhand von Ursache-
                                Wirkungsbetrachtungen,      Fehlerarten     sowie    elementaren
                                statistischen Kenndaten und Mustern zu identifizieren;
                            -   problem- und lösungsspezifische Kriterienkataloge und
                                mathematische Zielgleichungen zur reproduzierbaren Bewertung
                                von Chancen und Risiken abzuleiten und anzuwenden sowie ein
                                aufgabenspezifisch geeignetes Faktor- und Kriteriendesign und
                                Vorgehensmodell im Team zu entwickeln;
                            -   die Aktions-, Entwicklungs- und Qualitätssicherungsfelder zur
                                Lösung einer Prozessoptimierung abzuleiten sowie ein
                                zielgerichtetes und nachhaltiges Maßnahmenportfolio zu
                                definieren;
                            -   statistische Versuchspläne (Design of Experiments) und Testpläne
                                für Prozessfähigkeitsstudien zu erstellen, deren Durchführung zu
                                koordinieren und Ergebnisse auszuwerten;
                            -   bestehende Organisationsformen der Aufbau- und Ablauforganisation im
                                Umfeld   der   Prozessoptimierungsaufgabe     zu   erkennen     und

Stand: 22.01.2020                             24
situationsbezogen für die Organisation von Optimierungsprojekten
                        anzuwenden;
                    -   Vorgehensmodelle sowie Methoden und Werkzeuge des Total Quality
                        Managements, Lean Managements / Six-Sigma und des Quality-by-
                        Design lösungsorientiert anzuwenden.
 Inhalte               Der Prozess-, Qualitäts- und Optimierungsbegriff
                           o Darstellen von Wertketten u. Prozessen
                           o Analysieren u. Definieren von Prozessen
                           o Verstehen von Prozesskennzahlen (Faktoren, Einfluss- u.
                               Störgrößen, Identifikationsgrößen, Zielgrößen)
                           o Beschreiben von Prozessgrößen (Gutbereich, zulässiger
                               und unzulässiger Fehlbereich)
                           o Identifizieren von Treibern und Gaps

                       Übersicht Qualitätsmanagementsysteme u. –methoden
                           o Relevante QM-Systeme der Prozessindustrie (EFQM, DIN
                               ISO 9000, GMP),
                           o Zugrundeliegende Konzepte und Methoden (Business
                               Process Reeingineering, Quality-by-Design, (Lean) Six
                               Sigma, Kaizen, Balanced Score Card)
                           o Gegenüberstellung und Bewertung von Systemen und
                               Methoden
                           o Total Quality Management als unternehmerische Aufgabe

                       Elemente zum Strukturieren von Projekten
                           o Gegenstand, Ziel, Zweck, Geltungsbereich
                           o Visualisieren, Identifizieren, Analysieren und Bewerten
                           o DMAIC und DMADV

                       Mathematisches Handwerkszeug der Prozessoptimierung
                           o Einordnen von Anwendungen der deskriptiven und
                              analytischen Statistik
                           o Auswerten und Beurteilen von Stichproben
                           o Kennen von Wahrscheinlichkeits- und
                              Verteilungsfunktionen,
                           o Überprüfen von Hypothesen
                           o Berechnen von Fehlergrößen und –fortpflanzung
                           o Durchführen von Korrelationsanalysen

                       Die gute Praxis für Experimente, Tests und Prüfungen
                            o Beurteilen von Messergebnissen (Genauigkeit,
                               Richtigkeit, Signifikanz, Toleranz)
                            o Planen, Protokollieren, Berichten

                       Ein Werkzeugkasten für die Prozessoptimierung
                            o Definieren von Zielen (Quality Function Deployment, QfD
                            o Erkennen         /    Beschreiben        von      Ursache-
                               Wirkungsbeziehungen (Fishbone / Pareto)
                            o Identifizieren, Bewerten und Sichern von Chancen und
                               Risiken (Fehlerbaumanalyse (FTA) ./. Fehler-Möglichkeits-
                               und Einflussanalyse (FMEA))
                            o Untersuchen und Bewerten von Prozessen (cpk-Studies)
                            o Optimieren      von   Prozessen      mittels   statistischer
                               Versuchsplanung (faktoriell, quadratisch, deterministisch,
                               Shainin, Taguchi)

Stand: 22.01.2020                     25
o   Weitere Techniken (wie GRFLB, 5S-Workshops und
                                        TIMWOOD)

                               Die Organisation des Qualitätsmanagements
                                    o Erkennen der Funktionen u. Verantwortlichkeiten (Aufbau-
                                       / Ablauforganisation)
                                    o Etablieren eines kontinuierlichen
                                       Verbesserungsprozesses in einem KMU
                                    o Starten, Planen u. Steuern eines Optimierungsprojektes.
                            
 Prüfungsleistung/en        Projektbericht (ca. 60 Seiten)

 (Voraussetzungen für die
 Vergabe von
 Leistungspunkten)

 Literatur                  Lunau, S. (Hrsg.): Six Sigma+Lean Toolset: Verbesserungsprojekte
                            erfolgreich durchführen. 3. Aufl. Springer-Gabler, 2012.
                            Bornhöft, F.: Lean Six Sigma erfolgreich implementieren. 2. Aufl. Frankfurt
                            School Verlag, 2010.
                            Hering, Ekbert, Triemel, Jürgen (et al.): Qualitätsmanagement für Ingenieure.
                            Springer-Verlag Berlin Heidelberg.
                            Bhote, Keki R.: Qualität – Der Weg zur Weltspitze. Inst. für
                            Qualitätsmanagement, 1990.
                            Ullmann's Modeling and Simulation. Wiley-VCH

Stand: 22.01.2020                               26
Modulname                  Strategische Marktanalyse Chemieindustrie

 Kürzel/ Modulnummer        MWiChe10

 Lehrform/en in Stunden     Vorlesung: 32 Stunden

 ECTS cp                    8

 Arbeitsaufwand             Präsenzstudium: 32 Std., Eigenstudium: 208 Std.

 Semester/ Häufigkeit des   3. Semester, WiSe
 Angebots
 Modulverantwortlicher      Prof. Dr. Stephan Haubold

 Voraussetzungen für die    Empfohlen werden Grundkenntnisse Chemie auf Bachelor-Niveau
 Teilnahme                  sowie      Grundkenntnisse und/     oder    Interesse    an
                            Wirtschaftswissenschaften.

 Verwendbarkeit des         Das Modul findet ausschließlich Verwendung im Masterstudiengang
 Moduls                     Wirtschaftschemie.

 a. Verwendbarkeit für
 andere Studiengänge

 Verwendbarkeit des         Das Modul hängt eng zusammen mit dem Modul MWiChe04,
 Moduls                     MWiChe08, MWiChe12 und MWiChe13.

 b. Zusammenhang mit
 anderen Modulen des
 Studiengangs
 Lernziele/Kompetenzen      Die Studierenden beherrschen unterschiedliche Techniken der
                            Analyse von Markt- und Wettbewerbsumfeld sowie die Einordnung der
                            Wettbewerbsposition des Unternehmens in diesem Umfeld und
                            wenden die erlernten Techniken auf konkrete Praxisfälle, bevorzugt
                            aus dem Bereich Start-up und KMU (Kleine und mittelständische
                            Unternehmen) und aus der Perspektive des entscheidenden
                            Unternehmers an.

                            Die Studierenden sind mit der Durchführung einer Marktanalyse
                            vertraut und sind in der Lage, die Begriffe „Wertschöpfungskette“,
                            „Zielkunden“, „Kundennutzen“, „Innovation“, „Invention“, „Top-Down-
                            und Bottom-Up-Analyse“, „B2B (Business to Business)“, „B2C
                            (Business to Customer)“, „POS (Point of Sale)“, „Value Proposition
                            (Wertversprechen)“ und „Produkt“ zu verstehen, zu unterscheiden
                            sowie in der Praxis zielgerichtet anzuwenden. Die Studierenden sind
                            weiterhin in der Lage, einen Markt abzugrenzen (Marktdefinition), zu
                            segmentieren (Marktsegmentierung), die relevanten Wettbewerber zu
                            identifizieren sowie Erfolgsfaktoren (First-Mover- versus Follow-Up-
                            Chancen, Preisgestaltung, besonderer Kundennutzen, besonderes
                            Wertversprechen etc.) und Trends eines Marktes zu erkennen.

                            Die Studierenden sind mit Techniken vertraut, mittels derer sie die
                            Wettbewerbsposition eines Unternehmens oder bestimmter Teile eines
                            Unternehmens (z.B. ein ausgewähltes Produkt) im jeweiligen

Stand: 22.01.2020                            27
Marktumfeld durchführen können (z.B. Produktlebenszyklus,
                            Erweiterte SWOT-Analyse, Vergleichsmatrix der Wettbewerber).

                            Die Studierenden können die erworbenen Erkenntnisse in den
                            Gesamtprozess der Strategiefindung eines Unternehmens einordnen
                            und eine Handlungsempfehlung aus ihrer Analyse ableiten.

                            Die Studierenden sind in der Lage, die Ergebnisse ihrer Analysen in
                            schriftlicher Form wissenschaftlich korrekt zu dokumentieren und
                            verständlich zu präsentieren.

 Inhalte                    1) Einführung in die Marktanalyse
                               Einsatzfelder einer Marktanalyse
                               Inhalte einer Marktanalyse
                               Einbettung der Marktanalyse in den strategischen Entscheidungs-
                                prozess eines Unternehmens
                               Fallbeispiele

                            2) Techniken der Marktanalyse
                               Überblick über die Werkzeuge der Marktanalyse (z.B. Erweiterte
                                SWOT, Porter Five Forces, Businessmodeling)
                               Strukturierung der Vorgehensweise bei einer Marktanalyse
                               Datenquellen und Datenauswertung

                            3) Durchführung einer Marktanalyse
                               Analyse des Marktes eines ausgewählten Produktes oder einer
                                Dienstleistung aus der Praxis, bevorzugt eines Start-up oder KMU
                                in Gruppen
                               Präsentation der Ergebnisse der Marktanalyse
                               Dokumentation der Marktanalyse in schriftlicher Form

                            4) Präsentation von Marktanalysen
                               Pyramidenprinzip der Kommunikation
                               Grafische und konzeptionelle Aufbereitung von Marktanalysen
                               Präsentationstechniken

                            5) Spezielle Aspekte der Marktanalyse
                               Der Prozess der Strategiefindung
                               Aktuelle Aspekte der Marktanalyse

 Prüfungsleistung/en        Projektbericht (max. 30 Seiten exkl. Anhang), Gewichtung 50%

 (Voraussetzungen für die   Seminarvortrag (ca. 30 Min. als Gruppe; über Ergebnisse des
 Vergabe von                Projektberichts), Gewichtung 50%
 Leistungspunkten)

Stand: 22.01.2020                               28
Literatur             Porter, M. E. (2008): Wettbewerbsstrategie – Methoden zur Ana-
                        lyse von Branchen und Konkurrenten, 11. Aufl., Campus Verlag.
                       Minto, B. (2005): Das Prinzip der Pyramide: Ideen klar, verständ-
                        lich und erfolgreich kommunizieren, 1. Aufl., Addison-Wesley-Ver-
                        lag.
                       G. Zelazny, C. Delker (2005):Wie aus Zahlen Bilder werden: Der
                        Weg zur visuellen Kommunikation, 6. Aufl., Gabler
                       P. Stähler (2017): Das Richtige Gründen, Werkzeugkasten für Un-
                        ternehmer, 1. Aufl., Murmann

Stand: 22.01.2020                     29
Modulname                  Interkulturelles Management

 Kürzel/ Modulnummer        MWiChe11

 Lehrform/en in Stunden     Vorlesung: 48 Stunden

 ECTS cp                    5

 Arbeitsaufwand             Präsenzstudium: 32 Std.; Eigenstudium: 102 Std.

 Semester/ Häufigkeit des   3. Semester, WiSe
 Angebots
 Modulverantwortlicher      Prof. Dr. Thorsten Daubenfeld

 Voraussetzungen für die    Empfohlen wird Interesse an interkulturellen Fragestellungen im
 Teilnahme                  beruflichen Kontext.

 Verwendbarkeit des         Das Modul findet auschließlich Verwendung im Masterstudiengang
 Moduls                     Wirtschaftschemie.

 a. Verwendbarkeit für
 andere Studiengänge

 Verwendbarkeit des         Das Modul greift auf Inhalte der Module MWiChe02, MWiChe03 und
 Moduls                     MWiChe07 zurück. Es bereitet in Teilen das Modul MWiChe15 vor.

 b. Zusammenhang mit
 anderen Modulen des
 Studiengangs
 Lernziele/Kompetenzen      Die Teilnehmer können den Begriff „Kultur“ im geographischen und
                            wirtschaftlichen Kontext definieren und abstrahieren.

                            Sie können den Einfluss kultureller Gemeinsamkeiten und
                            Unterschiede in konkreten geschäftsrelevanten Situationen verstehen
                            und beurteilen. Sie sind in der Lage, Verhaltensweisen abzuleiten, die
                            kulturelle Unterschiede nutzen, um erfolgreich Geschäftsprozesse zu
                            steuern und komplexe Situationen zu meistern.

 Inhalte                    1. Grundlagen des Interkulturellen Managements
                             Notwendigkeit und Herausforderungen des interkulturellen
                                Managements in der chemischen Industrie
                             Begriffsklärung: Was ist eigentlich Kultur?
                             Wie können kulturelle Unterschiede "gemessen" werden?

                            2. Einfluss der Kultur in wirtschaftlichen Organisationen
                             Interkulturelles Arbeiten - was ist das eigentlich?
                             Management im internationalen Kontext
                             Interkulturelle Kommunikation

                            3. Die Kultur in Deutschland
                             Der Blick von innen: Wer sind wir? Und wie wirkt sich das auf
                                unser Arbeiten aus?
                             Der Blick von außen: Wie werden wir wahrgenommen? Und wie
                                beeinflusst das unser Verhältnis zu anderen Kulturen?

Stand: 22.01.2020                             30
4. Erfolgreiches Arbeiten zwischen Kulturen
                             Schlüsselfaktoren für ein erfolgreiches Arbeiten zwischen Kulturen
                             Fallstricke im Management internationaler Organisationen

                            5. Fallbeispiele und Übungen

 Prüfungsleistung/en        2 Seminarvorträge (jeweils 10-15 Min.), Gewichtung jeweils 30 %

 (Voraussetzungen für die   Projektbericht (max. 30 Seiten exkl. Anhang), Gewichtung 40 %
 Vergabe von
 Leistungspunkten)

 Literatur                     Richard D. Lewis, “When Cultures Collide”, Nicholas Brearley
                                Publishing, 2005
                               G. Hofstede: "Cultures and Organizations", McGraw-Hill, 2. Aufl.,
                                2005.
                               F. Luthans, J. P. Doh, "International Management", McGraw-Hill,
                                7. Aufl., 2009.
                               F. Trompenaars: "Riding the Waves of Culture", McGraw-Hill, 2.
                                Aufl., 1998.

Stand: 22.01.2020                             31
Modulname                  Unternehmensbewertung

 Kürzel/ Modulnummer        MWiChe12

 Lehrform/en in Stunden     Vorlesung: 16 Stunden
                            Übung: 16 Stunden

 ECTS cp                    5

 Arbeitsaufwand             Präsenzstudium: 32 Std., Selbststudium: 118 Std.

 Semester/ Häufigkeit des   3. Semester, WiSe
 Angebots
 Modulverantwortlicher      Prof. Dr. Stephan Haubold

 Voraussetzungen für die    Empfohlen werden Grundkenntnisse der Chemie auf Bachelor-Niveau
 Teilnahme                  sowie      Grundkenntnisse   und/     oder     Interesse     an
                            Wirtschaftswissenschaften.

 Verwendbarkeit des         Das Modul findet ausschließlich Verwendung im Master-Studiengang
 Moduls                     Wirtschaftschemie.

 a. Verwendbarkeit für
 andere Studiengänge

 Verwendbarkeit des         Das Modul hängt eng zusammen mit den Modulen MWiChe04,
 Moduls                     MWiChe06, MWiChe10 und MWiChe13.

 b. Zusammenhang mit
 anderen Modulen des
 Studiengangs
 Lernziele/Kompetenzen      Die Studierenden kennen die Bedeutung der Unternehmensbewertung
                            für die Führung eines Unternehmens und Sicherung der
                            Zukunftsfähigkeit.   Sie   sind    mit    den    unterschiedlichen
                            wissenschaftlichen Bewertungsansätzen und deren Bedeutung für die
                            Praxis vertraut und können verschiedene Vorgehensweisen zur
                            Bewertung eines Unternehmens vornehmen.

                            Sie können die geschichtliche Entwicklung der Bewertungsansätze und
                            deren Verknüpfung mit betriebswirtschaftlichen Grundlagen einordnen.
                            Die Studenten verstehen die Entwicklung des Unternehmenswertes als
                            den       entscheidenden         Faktor        der      erfolgreichen
                            Unternehmensentwicklung.

                            Sie kennen Zielsetzung und Struktur der Due Diligence als zentrales
                            Informations-Instrumentarium für die Unternehmensbewertung im Zuge
                            einer M&A-Transaktion sowie die dafür erforderlichen internen und
                            externen Ressourcen. Sie können interne und externe Datenquellen für
                            eine Unternehmensbewertung hinzuziehen, bewerten und analysieren.

                            Sie können Methoden anwenden, um die wirtschaftliche Ertragskraft
                            eines    Unternehmens      mit  mathematischen    Methoden     in
                            betriebswirtschaftlichen Bewertungen auszudrücken und deren
                            Ausprägung zu interpretieren.

Stand: 22.01.2020                               32
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