Perspektiven für Finanz- und Kapitalmärkte 1. Quartal 2022 - Zürich, im Januar 2022
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
Perspektiven für Finanz- und
Kapitalmärkte
1. Quartal 2022
Zürich, im Januar 2022Vorwort
Das vergangene Jahr kann man als durchaus Ein weiterer Einflussfaktor für die Aktien-
herausfordernd bezeichnen. Auch 2022 wird märkte dürfte die Entwicklung des monetären
von vielen Risiken aber auch Chancen ge- Verhaltens der Zentralbanken sein. Für Ame-
prägt sein. Auf alle Fälle erwarten wir eine rika ist das «Zurückfahren» der Anleihen-
deutlich erhöhte Volatilität, die der Anleger Käufe durch die Fed im ersten Quartal zu er-
hinnehmen, aber auch nutzen kann. warten. Für das laufende Jahr werden im
Markt bereits bis zu drei Zinsschritte einge-
Folgende Faktoren sehen wir für das erste preist. Im Rest der entwickelten Welt erwar-
Quartal 2022 auf uns zukommen: ten wir wenig bis keine nachhaltige Änderung
der Geldmarktpolitik.
Covid-19 wir das Geschehen der Märkte auch
2022 weiter beeinflussen. Negative Nachrich- Wir wünschen den Lesern ein erfolgreiches
ten über neue Mutationen belasten vor allem Jahr 2022.
die Reise- und Freizeitwerte sowie typisch
zyklische Sektoren. Eine Eindämmung der
Pandemie wird sich in diesen Sektoren posi-
tiv auswirken. Bank von Roll AG
Bleicherweg 37
In den kommenden Monaten wird das Augen- CH-8027 Zürich
merk hauptsächlich auf die Inflation gerichtet
sein. Im vergangenen Jahr gingen die führen-
den Zentralbanken noch von einem transitori-
schen Anstieg aus. Mittlerweile beurteilen ei-
nige Fachleute die Inflation jedoch als
nachhaltiger als erwartet. Monetäre Reaktio-
nen der Zentralbanken sind somit zur Ein-
dämmung der Inflation zu erwarten.
Falls sich die Probleme der Lieferketten
durch weitere Covid-19 Einschränkungen
nicht lösen, werden die zyklischen Sektoren
weiter mit Lieferengpässen zu kämpfen ha-
ben. Damit einher gehen dann eine schwä-
chere Wirtschaftsentwicklung und gegebe-
nenfalls ein weiteres Anziehen der Inflation.
Auch politische Krisen sehen wir für nächstes
Jahr als Marktbeeinflussend. Die Uneinigkeit
in der EU nimmt zu, Machtspiele Russlands
an der ukrainischen Grenze dürften weiterge-
hen und die Situation im südchinesischen
Meer zwischen Taiwan und China schwelt
weiter. Auch hier sehen wir kurz- bis mittel-
fristige Schwankungen an den Märkten.
Vorwort 2Strategische Eckpunkte – Q1 2022
Für das 1. Quartal 2022 orientieren wir uns in unserer Anlagepolitik an folgenden Eckpunkten:
Wir gehen von einem anhaltenden globalen Wirtschaftswachstum bei einer geringeren
Dynamik gegenüber dem Jahr 2021 aus. In den Schwellenländern und in Europa sehen
wir das grösste Wachstumspotential. Der Verlauf der konjunkturellen Entwicklung wird
Wirtschaft
volatil sein und je nach Entwicklung der Pandemie, bei den Lieferketten, der Energie-
preise, der Inflation, der geldpolitischen Entscheide, dem Effekt der Investitionspro-
gramme sowie der Geopolitik kann es zu grösseren Marktschwankungen kommen.
Die Notenbanken bleiben trotz einer über der Zielgrösse von 2% liegenden Inflation
Geldpolitik
noch expansiv, wobei die Unterstützung sukzessive reduziert wird. Wir rechnen in den
USA mit einem ersten vorsichtigen Zinsschritt. Die Märkte gehen derzeit von bis zu drei
Leitzinserhöhungen aus. In Europa und der Schweiz sollten Zinserhöhungen im Jahr
2022 kein Thema sein.
Die Notenbanken mussten eingestehen, dass die Inflation höher und nachhaltiger ist.
Aktuell gehen wir davon aus, dass die Inflationsspitze nun erreicht sein könnte. Dies
Inflation
ändert aber nichts an unserer Annahme, dass wir im Jahr 2022 mit einer deutlich über
der 2% Marke liegenden Inflationsrate rechnen. Je nach Entwicklung der Inflationser-
wartungen könnte sich ein Abbau bestehender Positionen in inflationsgeschützten Ob-
ligationen anbieten.
Wir erwarten folgende Entwicklung der Anlageklassen im Jahr 2022:
• Aktien: Insgesamt wird ein Wachstum der Aktienmärkte im Bereich von 5%
erwartet, wobei die erwartete Performance der Schwellenländer und Europa s
diejenige der USA übertrifft. Der chinesische Markt hat Aufholpotential . Der
Märkte
Schweizer Aktienmarkt wird sich zwischen der Performance der europäischen und
der US-Märkte bewegen. Die Volatilität wird zunehmen.
• Obligationen: Sie können zwischenzeitlich zur Stabilisierung eines Portfolios
beitragen, doch ist die mittel- bis langfristige Werthaltigkeit dieser Anlagen
fragwürdig.
• Rohstoffe: Seitwärtsbewegung im Bereich des aktuellen Preisniveaus.
Wir gehen für das Jahr 2022 von einer fortgesetzten Seitwärtsbewegung des Goldprei-
Gold
ses im bekannten Rahmen aus, womit sich eine ähnliche Entwicklung wie an den Ak-
tienmärkten ergibt.
Strategische Eckpunkte – Q1 2022 3Strategische Vermögensallokation
Ausgewogen CHF
Anlageklasse
Liquidität 5%
Obligationen 30%
Unternehmensanleihen BBB 15%
Inflationsgeschützte Staatsanleihen 15%
Hochzinsanleihen 0%
Aktien 50%
Schweiz 15%
Europa 15%
USA 9%
Schwellenländer 5%
Goldminen 6%
Edelmetalle 15%
Währungen
CHF 78%
EUR 12%
USD 6%
Andere Währungen 4%
in Prozent % 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
Unsere Schwerpunkte für das erste Quartal 2022
• Anleger müssen allgemein mit einer erhöhten Volatilität rechnen.
• Obligationen bieten angesichts der tiefen und tendenziell steigenden Zinsen wenig Per-
spektiven, weshalb wir dieses Segment zugunsten von Gold untergewichten. Inflations-
geschützte Obligationen sind noch zu bevorzugen.
• Bei den Aktien sind Qualitätsunternehmen die erste Wahl für ein volatiles Marktgesche-
hen.
• Die Sektorperformance ist stark abhängig von den oben erwähnten Einflussfaktoren. Ent-
sprechend hoch wird die Kadenz von Sektorrotationen sein. Aufgrund dieser Unsicherhei-
ten priorisieren wir in der Selektion weiterhin den Faktor Unternehmensqualität. Im Sektor
Technologie sehen wir steigende regulatorische Risiken und bevorzugen den Subsektor
Cybersecurity. Das Thema «Metaverse» wird an Beliebtheit gewinnen und könnte zu ei-
nem neuen Megatrend werden. Im Segment der Gesundheit könnte nach einem schwie-
rigen Jahr Bio- und Gesundheitstechnologie wieder attraktiv sein. Positive Impulse dürf-
ten Unternehmen mit einer guten ESG-Einstufung erfahren (vice versa). Megatrends
bleiben Themen wie die Digitalisierung, Energietransition oder die E-Mobilität.
• An unserer Übergewichtung in Gold und Goldminenaktien halten wir fest. Gold ist als
Inflationsschutz derzeit zu günstig gepreist. Gold bringt zudem Diversifikationseffekte zur
hohen Aktienallokation und muss im Portfoliokontext als Versicherung betrachtet wer-
den.
Risikofaktoren
• Pandemiegeschehen und deren Auswirkungen auf die Produktionskapazitäten sowie die
Lieferketten
• Wirtschaftlicher Kollaps der Türkei und anschliessende Finanzkrise
• Geopolitische Spannungen (Ukraine-Russland/Taiwan-China)
Strategische Vermögensallokation 4Konjunkturelles Umfeld
Solide Wachstumserwartungen
Konjunktur – Überraschend starkes Jahr 2021 und positive Aussichten für das Jahr 2022
Die wirtschaftliche Entwicklung verlief im führte im zweiten Semester zu einer nachlas-
2021 insbesondere im ersten Semester beein- senden wirtschaftlichen Dynamik. Dies stellt
druckend und weit besser als erwartet. Die unseres Erachtens eine normale Entwicklung
massiven Stützungsmassnahmen der Geld- dar. Die neue Covid-Variante führte gegen
und der Fiskalpolitik entfalteten ihre Wirkung. Ende des Jahres zu Verunsicherungen. Wir er-
Insbesondere die Bekämpfung der kurzfristig achten die direkten Auswirkungen auf die Ge-
hohen Arbeitslosigkeit war von Erfolg gekrönt. samtwirtschaft und die Wachstumserwartun-
Im Jahresverlauf zeigte sich dann aber die gen als limitiert. Je nach Ausgestaltung der
Kehrseite der Medaille. Eine steigende Nach- Massnahmen der einzelnen Länder könnte
frage nach Gütern traf auf weiterhin beein- aber dadurch die Phase hoher Inflation weiter
trächtigte Lieferketten. Dies führte zu Knapp- in die Länge gezogen werden und die Wirt-
heit bei wichtigen Vorprodukten – allen voran schaft indirekt stärker belasten. Die chinesi-
bei den Halbleitern – und entsprechend stark sche Wirtschaft, die mit externen und hausge-
steigenden Preisen. Die Knappheit der Güter machten Problemen zu kämpfen hat,
erfasste immer mehr einfachere Produkte und entwickelte sich im Gegensatz zu den USA
Substitutionsgüter (z.B. Gebraucht- statt Neu- oder Europa überraschend schwach. Für das
wagen). Die Kostensteigerungen bei den Pro- Jahr 2022 gehen wir von einem fortgesetzten
duzenten erreichten ein seit Jahrzehnten nicht globalen Wirtschaftswachstum bei einer ge-
mehr gesehenes Niveau. Inflationsfördernd ringeren Dynamik aus und sehen positives
wirkten dabei auch die anhaltenden geopoliti- Überraschungspotential unter anderem in Eu-
schen Spannungen und Auswirkungen der ropa. Wir gehen davon aus, dass die Schwel-
Energiewende. In Europa stiegen die Energie- lenländer insgesamt resilienter gegenüber ei-
preise (Gas und Strom) sprunghaft an. Bisher ner restriktiveren US-Geldpolitik geworden
gelang es den Unternehmen, die höheren sind und die grössere Herausforderung die re-
Preise weiterzugeben. Dieser Gegenwind lativ tiefen Impfquoten darstellen.
Tabelle 1 – Wachstumsschätzungen (Reales Wachstum, ohne Inflation)
Schätzungen Reales W achs tum BIP
W irts chafts raum 2021 2022 2023
W elt 6.0% 4.9% 3.6%
Indus trieländer 4.9% 4.2% 2.5%
Eurozone 5.1% 4.2% 2.9%
Deutschland 2.8% 4.4% 3.0%
Schweiz 3.1% 3.2% 1.7%
USA 5.5% 3.7% 2.5%
Japan 2.1% 3.1% 1.4%
Schwellenländer 6.8% 5.5% 4.5%
Brasilien 5.1% 1.2% 2.2%
Russland 4.4% 3.0% 2.1%
Indien 9.5% 7.7% 6.0%
China 7.6% 5.4% 5.0%
Quelle: Internationaler Währungsfonds / M.M.Warburg Bank / SECO / EZB / US-Fed / UBS
Konjunkturelles Umfeld 5Geld- und Fiskalpolitik – Geldpolitik am Scheideweg / Verzögerte Wirkung der Fiskalpolitik
Die Notenbanken haben eingestehen müssen, Klimapolitik und damit zusammenhängend ei-
dass die Inflation doch nicht nur ein vorüber- ner steigenden Nachfrage nach Rohstoffen
gehendes Phänomen ist. Eine Meinung, die wir bei gleichzeitig fehlenden Investitionen in tra-
schon seit längerem vertreten. Auch haben ditionelle (fossile) Energieträger, zumindest
sich die Arbeitslosenzahlen nochmals deutlich teilweise Rückführung der disinflationär wir-
verbessern können. Entsprechend wurden in kenden Globalisierung und somit tendenziell
den Dezember-Sitzungen der führenden No- steigenden Kosten bei den Produzenten. Aus
tenbanken die geldpolitischen Massnahmen diesem Blickwinkel betrachtet spricht nichts
für das Jahr 2022 skizziert. Es zeigt sich eine dagegen, dass das Zinstief erreicht wurde und
Entkoppelung an. Die US-Fed beschreitet als die Zinsen steigen müssen. Regierungen se-
erste den Weg der Normalisierung. Für nächs- hen das anders angesichts der aufgehäuften
tes Jahr ist das Ende der Obligationenkäufe Schuldenberge und die Unabhängigkeit der
vorgesehen und die Märkte sowie der «US-Fed Notenbanken muss hinterfragt werden. Es ist
Dot-Plot» sehen derzeit drei Zinserhöhungs- ein zusehends schwieriger Spagat, den die No-
schritte voraus. Die Europäische Zentralbank tenbanken leisten müssen, weshalb das Risiko
(EZB) hat entschieden, die pandemiebeding- geldpolitischer Fehler stetig steigt. Vorerst ist
ten Notkaufprogramme per Ende März einzu- nicht mit einem Überschiessen der Zinsen zu
stellen, hat darüber hinaus aber keine restrikti- rechnen. Doch wie lange die Anleger noch be-
ven Massnahmen kommuniziert. Die reit sind, den Finanzbedarf der Staaten zu ne-
Schweizerische Nationalbank hält vorerst am gativen bzw. kümmerlichen Zinssätzen zu fi-
Leitzins von -0.75% fest. Die chinesische Geld- nanzieren, ist offen.
politik dürfte hingegen lockerer werden.
Die Entwicklung der Inflation bleibt der trei- Ein Teil der fiskalpolitischen Massnahmen
bende Faktor für die Geldpolitik. Im Jahr 2022 hatte kurzfristige Effekte. Ein anderer Teil (In-
sollten die Sondereffekte der Pandemie weg- vestitionsprogramme) wird seine volle Wir-
fallen und einen dämpfenden Effekt haben. Es kung erst in ca. 2-3 Jahren zeigen. Deshalb ist
gibt aber eine Reihe von Faktoren, die zu einer für 2022 mit einer insgesamt nachlassenden
längerfristig erhöhten Inflation führen könnte. geld- und fiskalpolitischen Wirkung zu rech-
Darunter fallen: Wachstumsschub und Kos- nen.
tensteigerungen infolge einer geänderten
Abbildung 1 - Inflationsrate in % Abbildung 2 - Arbeitslosenquote in %
8 16
14
6
12
4
10
2 8
6
0
4
-2
2
-4 0
01.01.2000 01.01.2010 01.01.2020 01.01.2000 01.01.2010 01.01.2020
United States Euro Zone United States Euro Zone
Quelle: Refinitiv / Eigene Darstellung Quelle: Refinitiv / Eigene Darstellung
Konjunkturelles Umfeld 6Finanz- und Kapitalmärkte
Zunehmende Volatilität
Zinsen und Obligationen – Flachere Zinsstrukturkurven und sinkende Inflationserwartungen
Die Obligationenmärkte zählen zu den gröss- in eine Phase schwächeren Wirtschafts-
ten Kapitalmärkten und entsprechend hoch wachstums fallen und somit einen zu starken
sind Entwicklungen im Zinsgefüge, den Zins- Bremseffekt auslösen können. Auch im Euro-
strukturkurven und den Kreditrisikoprämien zu raum hat sich die Zinsstrukturkurve verflacht,
werten. Dies gilt trotz des sehr hohen Einflus- während sich diejenige Chinas nicht verän-
ses der Notenbanken immer noch. Die ange- derte und vergleichsweise steil blieb.
kündigten abnehmenden Obligationenkäufe
durch die Notenbanken dürften wieder zu Die Entwicklung der sogenannten «Break-even
mehr Markt und einer verbesserten Qualität Inflation», der in den inflationsgeschützten Ob-
der Signale aus den Obligationenmärkten füh- ligationen eingepreisten Inflationserwartun-
ren und darf als positive Entwicklung gewertet gen, war bemerkenswert. In den USA scheinen
werden. Im vierten Quartal war eine Verfla- die Inflationserwartungen im Verlaufe des Ok-
chung der Zinskurve, insbesondere in den tobers ihre Spitze erreicht zu haben. Seit dem
USA, die wohl wichtigste Entwicklung. Eine fla- Höchststand von 2.75% bei den 10-jährigen
chere Zinskurve indiziert in der Regel eine ab- und 3.3% bei den 5-jährigen Laufzeiten haben
flachende Konjunkturdynamik sowie eine sich die entsprechenden Inflationserwartun-
straffere Notenbankpolitik. Die Zinssteigerun- gen sukzessive auf 2.4% bzw. 2.7% zurückge-
gen erfolgten vor allem im Bereich von eins bis bildet. Die daraus errechneten Realzinsen ver-
zehn Jahren, während die ganz langen und die harren aber weiterhin im negativen Bereich
ganz kurzen Laufzeiten kaum reagierten. Die von -1% für die USA und von rund -1.3% im
vielbeachtete Renditedifferenz zwischen den Euro-Raum. Die Dynamik der Entwicklung ist
zwei- und zehnjährigen US-Staatsanleihen re- für uns ein starkes Signal, dass das Zinstief
duzierte sich von 1.23% auf 0.78%. Die Märkte hinter uns liegt. Von einer materiellen Zins-
scheinen sich Sorgen zu machen, dass die an- wende wollen wir aber noch nicht sprechen.
gekündigten Zinssatzerhöhungen der US-Fed
Abbildung 3 – 10-jährige US Treasury Zinsen Abbildung 4 – Entwicklung Breakeven Inflation 5 Jahre USA
8 4
7 3
6
2
5
1
4
0
3
-1
2
1 -2
0 -3
01.01.2000 01.01.2010 01.01.2020 01.01.2000 01.01.2010 01.01.2020
10y Treasury Yield Break-Even Inflation
Quelle: Refinitiv / Eigene Darstellung Quelle: Refinitiv / Eigene Darstellung
Finanz- und Kapitalmärkte 7Aktien – Kurzfristige Entwicklung im 4. Quartal 2021 als ein Wink mit dem Zaunpfahl
Die Aktienmärkte befinden sich seit Oktober Warnsignale nehmen zu und angesichts sich
2021 in einem Auf-und-Ab und Neuigkeiten zur normalisierender Unternehmensgewinne so-
Pandemie und zur Notenbankpolitik, insbe- wie dem nachlassenden Rückenwind der
sondere der US-Fed, beeinflussen das allge- Geld- und Fiskalpolitik ist in den ersten drei
meine Marktgeschehen und besonders ein- Quartalen wohl mit einer Seitwärtsbewegung
zelne Sektoren stark. Das Sentiment ist in zu rechnen. Die US-Zwischenwahlen im
diesen Marktphasen deshalb auffällig volatil Herbst dürften den Weg für die Aufnahme ei-
und kann sich innert Monatsfrist stark verän- nes neuen Trends eröffnen. Häufige Favori-
dern. Zwischenzeitlich wurde der Technolo- tenwechsel bei Sektoren und Faktoren werden
gie-Sektor als sicherer Hafen aufgesucht, um das Geschehen begleiten.
ihn kurz darauf angesichts der Sorge steigen-
der Zinsen wieder fallen zu lassen. Ein weite- Der Wirtschaftszyklus favorisiert weiter Quali-
rer Faktor für eine schwierige letzte Woche im tätsunternehmen, die sich durch stabile Mar-
November war wohl das sogenannte «tax- gen auch in einem inflationären und kompeti-
loss-selling», d.h. der Verkauf verlusttragender tiven Umfeld auszeichnen. Darauf sollen die
Positionen zur Optimierung der Steuern. Ober- Portfolios entsprechend weiter ausgerichtet
flächlich war das Jahr 2021 ein überraschend werden. Anleger kommen nicht um eine hohe
starkes Aktienjahr. Wenn man genauer hin- Aktienquote herum, müssen aber die damit
schaut zeigt sich, dass sich die Performance einhergehende Volatilität akzeptieren. Die Ak-
auf wenige Sektoren und teilweise wenige Un- tienmärkte sind teuer, erscheinen aber im Ver-
ternehmen konzentriert. Diese mangelnde gleich zu anderen Finanzanlagen, insbeson-
Marktbreite muss als Warnsignal interpretiert dere den Obligationen, weiterhin attraktiv. Mit
werden. Nicht von der Hand zu weisen ist aber, einem breiten Einbruch der Aktienmärkte rech-
dass ohne die massive Liquiditätsversorgung nen wir trotz den ausgedehnten Bewertungen
der Notenbanken und die enormen Fiskalpa- derzeit nicht.
kete der Staaten es keine so rasche Erholung
der Firmengewinne und die daraus resultie-
rende Börsenhausse gegeben hätte. Doch die
Abbildung 5 – Entwicklung S&P 500 Index vs S&P 500 Index gleichgewichtet
170
150
130
110
90
70
50
01.01.2020 01.07.2020 01.01.2021 01.07.2021
S&P 500 Composite S&P 500 Equal-Weighted
Quelle: Refinitiv / Eigene Darstellung
Finanz- und Kapitalmärkte 8Gold – Anhaltende Seitwärtsbewegung
Der Goldpreis blieb auch im vierten Quartal tige Rolle. Angesichts der positiven Aktien-
2021 in einer engen Bandbreite von USD 1’730 märkte und der medialen Präsenz der Kryp-
bis USD 1’830. Ein zwischenzeitlicher Aus- towährungen scheinen diese Anlageklassen
bruch nach oben wurde im Bereich der oberen derzeit eine höhere Attraktivität bei den eher
Widerstandslinie bei USD 1880 gestoppt. Es kurzfristig orientierten Anleger zu geniessen.
fehlt derzeit an Katalysatoren, um den Preis in Das Goldangebot hat sich gegenüber dem
die eine oder andere Richtung aus dem Seit- Vorjahr kaum verändert. Die Minenproduktion
wärtskanal ausbrechen zu lassen. Insgesamt hat beständig zugenommen, wurde aber
hat die Nachfrage nach Gold in den ersten drei durch eine Abnahme beim Recycling-Gold
Monaten des vergangenen Jahres gemäss kompensiert. Aus der Optik von Angebot und
Daten des World Gold Council um rund 9% ge- Nachfrage ist somit die Entwicklung des Gold-
genüber dem Jahr 2020 abgenommen. Die preises im vergangenen Jahr nachvollziehbar.
Nachfrage aus den Segmenten Schmuck und
Technologie konnte auf der Basis des soliden Für das Jahr 2022 erwarten wir eine ähnliche
Wirtschaftswachstums deutliche Zuwächse Angebot-Nachfrage-Dynamik. Weshalb das
verzeichnen und sich von den erreichten Tief- Gold nicht stärker auf die hohen Inflationszah-
ständen im Pandemiejahr 2020 erholen. Die len reagiert muss mit den erwähnten Anlage-
Zentralbanken (vor allem aus den Schwellen- alternativen zusammenhängen. Aus markt-
ländern) bleiben weiterhin Nettokäufer von technischer Sicht dürfte sich die
Gold. Auch die Nachfrage nach physischem Konsolidierung und der Abbau der zuvor stark
Anlagegold wurde nochmals gesteigert und überkauften Situation vorerst noch weiter da-
vor allem die Preisschwäche im Monat August hinziehen. Deshalb gehen wir davon aus, dass
für kräftige Zukäufe genutzt. Alleinverantwort- sich der Goldpreis vorderhand innerhalb der
lich für die reduzierte Nachfrage im Jahr 2021 bekannten Bandbreiten weiterbewegen wird.
ist demzufolge das von börsengehandelten Angesichts des Ausblicks auf längerfristig ne-
Fonds (ETFs, ETPs) und ähnlichen Produkten gative Realrenditen erwarten wir aber den
gehaltene Gold (sogenanntes «Papiergold»). Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung in Rich-
Die Zu- und Abflüsse in «Papiergold» sind vola- tung USD 2’000 – 2’400.
til. Anlagealternativen spielen dabei eine wich-
Abbildung 6 - Gold in $/Unze
2000
1950
1900
1850
1800
1750
1700
1650
1600
Quelle: Refinitiv / Eigene Darstellung
Finanz- und Kapitalmärkte 9Rohstoffe – Die Preissteigerungen müssen verdaut werden
Im Verlauf des vierten Quartals 2021 zeigten komplexen Umfeld der Rohstoffe. Im Weiteren
die vor allem von China ergriffenen Massnah- hat dieses Jahr aufgedeckt, dass das Wetter
men und die aufkommenden Konjunktursor- einen zunehmenden Einfluss auf die Energie-
gen ihre Wirkung an den globalen Rohstoff- produktion als auch -nachfrage hat. Das Jahr
märkten. Erstmals im laufenden Jahr 2021 war ein eher schwieriges Wetterjahr und
korrigierten die Preise nachhaltiger. Der für Eu- hat gezeigt, dass die Energiewende ein steini-
ropa relevante Ölpreis «Brent» sank um rund ger Weg wird. Bis – wenn überhaupt – ein voll-
17%. Dasselbe Bild sieht man auch bei den ständiger Verzicht auf fossile Energieträger
Kohlepreisen. Problematisch bleiben hinge- möglich ist, wird es noch Jahre dauern. Die
gen die stark erhöhten Preise für Gas und Gefahr besteht, dass Investitionen in bekannte
Strom in Europa, die sich immer noch nahe fossile Energieträger zurückgehalten werden
den Höchstpreisen bewegen. In diesem Zu- und somit das Angebot dieser Rohstoffe über
sammenhang ist auch das Uran zu nennen, da die Zeit schneller schrumpfen wird, als es die
die Kernenergie als Energiealternative wieder Nachfrage tut. Dies wird sich preissteigernd
salonfähiger wird und ein Fonds in Kanada auswirken, weshalb wir gerade beim Erdöl für
dank Zuflüssen einen wesentlichen Bestand die nächsten Jahre nicht damit rechnen, grös-
an physischem Uran aufbaute. Nach einer sere Preiseinbrüche zu sehen. Gleichzeitig
Schwächephase zeigten die Holzpreise wieder macht das aber die erneuerbaren Energiefor-
Stärke, während die meisten konjunktursensi- men wie Wind und Sonne immer kompetitiver
tiven Industriemetalle an Wert einbüssten. und dürfte die Energiewende somit unterstüt-
Das für die Energiewende wichtige Kupfer zen. Für das Jahr 2022 rechnen wir mit relativ
konnte sich dem Negativtrend anderer Metalle stabilen Preisen bei den Rohstoffen. Es könnte
entziehen und notiert seit bald drei Quartalen ein Übergangsjahr werden, bevor sich die Fis-
seitwärts. Die Energiepreise müssen beson- kal- und Investitionspakete, die in praktisch al-
ders beachtet werden, da nebst der sehr kurz- len grossen Wirtschaftsräumen gefasst wur-
fristig wirkenden direkten Effekte auf die Infla- den, sich in einer steigenden Nachfrage
tion auch indirekte Effekte zum Beispiel über widerspiegeln.
die Preisentwicklung von Metallen (aufgrund
des hohen Energiebedarfs für die Produktion)
und Nahrungsmitteln (Erdgas als Basis für be-
stimmte Düngerarten) zum Tragen kommen.
Energie ist die wichtigste Komponente im
Abbildung 7 – Bloomberg Commodity Index
145
125
105
85
65
45
25
01.01.2010 01.01.2013 01.01.2016 01.01.2019
Bloomberg Commodity Index
Quelle: Refinitiv / Eigene Darstellung
Finanz- und Kapitalmärkte 10Währungen / Andere Anlageklassen
Die Inflation und die Zinsen bestimmen die weitreichende Konsequenzen auf die europäi-
Entwicklungen an den Devisenmärkten mass- sche Wirtschaft. Insgesamt gehen wir davon
geblich. Entgegen der allgemeinen Marktmei- aus, dass die für Schweizer und Europäer
nung zu Beginn des Jahres 2021 zeigte sich wichtigen Währungspaare sich in relativ en-
der USD von seiner freundlichen Seite. Er gen Bandbreiten um die aktuellen Kurse bewe-
scheint den Bonus derjenigen Notenbank zu gen werden.
geniessen, die als erste eine Normalisierung in
der Geldpolitik einleitet und wohl auch als Andere Anlageklassen: Die geschaffenen
erste der grossen Wirtschaftsräume die Leit- Geldmengen machen sich in exotischen Märk-
zinsen erhöhen wird. Nur wenige Währungen ten bemerkbar. So hat zum Beispiel der «Art
konnten sich gegenüber dem USD behaupten, Market Index» (Kunstmarkt) per Ende Novem-
so der Schweizer Franken und der chinesische
ber um 48% zulegen können. Auch Uhren der
Renminbi. Die Kursentwicklung des EUR war
Marken Rolex und Patek Philip verzeichneten
enttäuschend. Hauptgründe sind die hohe In-
Wertsteigerungen von bis zu 40% (Quelle:
flationsrate und deutlich höheren Energie-
watchcharts.com). Die wichtigsten Kryp-
preise im Euroraum im Vergleich zu anderen
towährungen, Bitcoin und Ethereum, liegen
Wirtschaftsräumen sowie eine weiterhin ab-
trotz Preiskorrekturen seit November mit Zu-
wartende EZB. Die gegenwärtige schwache
wächsen von rund 70% bzw. 444% weiterhin
Entwicklung des Euros gegenüber dem USD
sehr deutlich im Plus. Etwas störend ist, dass
erscheint uns übertrieben; wir gehen von ei-
die Preisentwicklung bei den Kryptowährun-
nem wieder anziehenden EUR aus. Angesichts
der relativen Entwicklung der Inflation und der gen sich immer stärker im Gleichschritt zu den
Realzinsen wäre ein noch stärkerer Franken Bewegungen an den traditionellen Finanz- und
gegenüber dem USD und dem EUR im Jahr Kapitalmärkten entwickelt. Dies lässt die
2022 nicht verwunderlich. Die unorthodoxe Frage aufkommen, wie unkorreliert diese
Geldpolitik in der Türkei führte zu Kurskaprio- junge Anlageklasse wirklich ist. Bei den Immo-
len und einer Halbierung der Türkischen Lira. bilien ist bisher noch keine Trendwende zu er-
Die Ziele der sich ganz in der Hand der Politik kennen. Trotz Überhitzungserscheinungen er-
befindenden Notenbank sind unklar. Eine freuen sich auch diese Realwerte anhaltender
Währungskrise, die sich in eine tiefe Finanz- Beliebtheit. Steigende Zinsen könnten aber
und Wirtschaftskrise entwickelt, wäre nicht eine Korrekturgefahr hervorrufen.
nur für die Türkei fatal, sondern hätte auch
Abbildung 8 – EUR/CHF Wechselkurs Abbildung 9 – Ethereum in USD
1.12 5000
1.1 4000
1.08
3000
1.06
2000
1.04
1000
1.02
1 0
01.01.2020 01.01.2021 01.01.2020 01.01.2021
EUR/CHF Ethereum in USD
Quelle: Refinitiv / Eigene Darstellung Quelle: Refinitiv / Eigene Darstellung
Finanz- und Kapitalmärkte 11Marktübersicht 2021
Quelle: Reuters per 31.12.2021/ A ktienmärkte in Lo kalwährung
Volkswirtschaftliche Grössen per Stand Stand Vj. YTD
US Ko nsumentenvertrauen Universität M ichigan 31.12.2021 70.6 80.7 -10.1
ISM Verarbeitendes Gewerbe 31.12.2021 58.7 60.5 -1.8
ISM Nicht-verarbeitendes Gewerbe 31.12.2021 62.0 57.7 4.3
US Leading Indicato r Index 30.11.2021 119.9 109.6 10.3
ZEW Ko njunkturerwartungen Euro zo ne 31.12.2021 26.8 54.4 -27.6
IFO Geschäftsklimaindex 31.12.2021 92.6 94.0 -1.4
Case-Shiller Index Hauspreise USA 31.10.2021 279.5 240.9 38.6
Währungen gg. CHF per Stand Stand Vj. YTD
EUR 31.12.2021 1.0369 1.0807 -4.1%
USD 31.12.2021 0.9122 0.8851 +3.1%
GB P 31.12.2021 1.2323 1.2102 +1.8%
SEK 31.12.2021 10.0900 10.7400 -6.1%
JP Y 31.12.2021 0.7925 0.8571 -7.5%
A UD 31.12.2021 0.6617 0.6806 -2.8%
Währungen gg. EUR YTD
USD 31.12.2021 1.1371 1.2217 -6.9%
CHF 31.12.2021 0.9643 0.9251 +4.2%
GB P 31.12.2021 1.1905 1.1189 +6.4%
SEK 31.12.2021 0.0972 0.0995 -2.3%
JP Y 31.12.2021 0.7641 0.7926 -3.6%
A UD 31.12.2021 0.6391 0.6298 +1.5%
Aktienmärkte in Lokalwährung per Stand Stand Vj. YTD
M SCI Industrialisierte Länder (USD) 31.12.2021 3’ 231.7 2’ 690.0 +20.1%
M SCI Schwellenländer (USD) 31.12.2021 1’ 232.0 1’ 291.3 -4.6%
Do w Jo nes (USD) 31.12.2021 36’ 338.3 30’ 606.5 +18.7%
S&P 500 (USD) 31.12.2021 4’ 766.2 3’ 756.1 +26.9%
Nasdaq Co mpo site (USD) 31.12.2021 15’ 645.0 12’ 888.3 +21.4%
Russell 3000 (USD) 31.12.2021 2’ 788.1 2’ 248.4 +24.0%
B rasilien B OVESP A (B RL) 31.12.2021 103’ 921.6 119’ 017.2 -12.7%
DA X (EUR) 31.12.2021 16’ 020.7 13’ 718.8 +16.8%
Euro Sto xx50 (EUR) 31.12.2021 4’ 298.4 3’ 552.6 +21.0%
IB EX 35 (EUR) 31.12.2021 8’ 761.2 8’ 073.7 +8.5%
SP I (CHF) 31.12.2021 16’ 530.6 13’ 327.9 +24.0%
SM I (CHF) 31.12.2021 12’ 939.2 10’ 703.5 +20.9%
FTSE (GB P ) 31.12.2021 7’ 384.5 6’ 460.5 +14.3%
RTS (USD) 31.12.2021 1’ 622.8 1’ 424.8 +13.9%
Nikkei 225 (JP Y) 31.12.2021 29’ 301.8 27’ 258.4 +7.5%
China Shanghai Co mp. (CYN) 31.12.2021 3’ 639.8 3’ 473.1 +4.8%
Indien B SE 30 (INR) 31.12.2021 58’ 253.8 47’ 751.3 +22.0%
A ustralia S&P /A SX200 (A UD) 31.12.2021 7’ 444.6 6’ 587.1 +13.0%
Zinsen und Rentenmärkte per Stand Stand Vj. YTD
3-M o nats Euribo r 31.12.2021 -0.57% -0.55% -0.03%
10-jährige B unds 31.12.2021 -0.18% -0.58% 0.40%
10-Jahres EUR Swap 31.12.2021 0.30% -0.27% 0.57%
3-M o nats USD-Libo r 31.12.2021 0.21% 0.24% -0.03%
10-jährige Treasuries 31.12.2021 1.51% 0.92% 0.60%
10-Jahres USD Swap 31.12.2021 1.56% 0.92% 0.63%
3-M o nats CHF-Libo r 31.12.2021 -0.75% -0.76% 0.01%
10-jährige Eidgeno ssen 31.12.2021 -0.10% -0.52% 0.42%
10-Jahres CHF Swap 31.12.2021 0.08% -0.29% 0.37%
IB OXX Euro Go vernment 3-5 Jahre 31.12.2021 209.9 212.5 -1.2%
REX P erfo rmance Index (Deutsche Staatsanleihen) 31.12.2021 490.3 499.2 -1.8%
IB OXX Euro Co rpo rates 3-5 Jahre 31.12.2021 241.5 244.2 -1.1%
Swiss B o nd Index A A A -B B B 31.12.2021 142.0 144.8 -2.0%
Emerging M arkets Hard Currency in USD (ETF) 31.12.2021 109.1 115.9 -5.9%
Emerging M arkets Lo cal Currency in USD (ETF) 31.12.2021 39.2 45.3 -13.3%
ICE B o fA US High Yield Index 31.12.2021 1’ 578.8 1’ 498.4 +5.4%
Alternative Anlagen per Stand Stand Vj. YTD
VIX-Index (Vo latilität S&P 500) 31.12.2021 17.2 22.8 -24.3%
RICI Co mmo dity Index (To tal Return, USD) 31.12.2021 247.0 178.3 +38.5%
Go ld in USD/Oz 31.12.2021 1’ 828.4 1’ 896.5 -3.6%
Go ld in CHF/kg 31.12.2021 1’ 667.9 1’ 680.0 -0.7%
Go ld in EUR/Oz 31.12.2021 1’ 607.8 1’ 553.7 +3.5%
Silber in USD/Oz 31.12.2021 23.3 26.4 -11.7%
Ro hö l B rent USD (Future) 31.12.2021 77.8 51.8 +50.2%
Kupfer (Future) 31.12.2021 445.5 351.4 +26.8%
B altic Dry Index 31.12.2021 2’ 285.0 1’ 366.0 +67.3%
HFRX Glo bal Hedge Fund Index (USD) 31.12.2021 1’ 377.9 1’ 292.5 +6.6%
LP X50 (P rivate Equity) 31.12.2021 4’ 746.2 2’ 913.0 +62.9%
Marktübersicht 12Sie können auch lesen