April - Juni 2015 Programm - Ibero-Amerikanisches Institut
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Programm
April – Juni
2015Inhaltsverzeichnis
WORT Doris Bachmann-Medick:
Modelle kultureller Übersetzung 18
Vortrag
Gisela Cánepa:
Dawid Danilo Bartelt: Del Archivo al Internet: Nuevos usos culturales de fotografías
Brasilien, eine Mittelschichtsgesellschaft? 6 históricas del Perú 19
Noni Benegas: Juan Echeverri:
Poesía de la diáspora argentina hoy 8 Biodiversidad como educación sexual:
sales vegetales y afectos corporales 21
René Juan Mujica Cantelar:
Kuba und die UNO 9 Klaus Meschkat:
Geraten progressive Regierungen in Südamerika
Miguel D. Mena: in die Sackgasse? 27
Pedro Henríquez Ureña –
Pensador de la identidad latinoamericana 14
Gespräch / Diskussion
Roman Rhode:
Kuba unter Raúl Castro – Aktualisierung des Sozialismus? 15 Globalización desde abajo: los mercados informales
de la Salada (Buenos Aires) y Tepito (México, D.F) 26
Orlando Albornoz:
La reforma de la universidad en América Latina y el Caribe: Justicia, Poesía e Identidad. La búsqueda de la palabra
un siglo de desencuentros 16 en los juicios de derechos humanos en Argentina 30
2Lesung KONZERT
Sobre bombardeos de poemas y traducir al revés 7 Coro Fundación de los Ferrocarriles Españoles:
Hommage an Iberoamerika 13
Berlín – ciudad hispanohablante 12
AUSSTELLUNG
Tagung
Globalisierung von unten: die informellen Märkte
50 Jahre ADLAF 28 von La Salada (Buenos Aires) und Tepito (México DF) 24
FILM
VI. Kurzfilmfestival ALBA – TCP
anlässlich des Tags der Arbeit 10
Buchpaten gesucht!
Weitere Informationen finden Sie
auf den Seiten 38 - 39
3Das Ibero-Amerikanische Institut (IAI)
Das Ibero-Amerikanische Institut ist eine interdisziplinär orientierte Einrichtung des wissenschaftlichen und kulturellen Austausches mit
Lateinamerika, der Karibik, Spanien und Portugal. Es beherbergt die größte europäische Spezialbibliothek für den ibero-amerikanischen
Kulturraum. Mit einer Vielzahl an wissenschaftlichen Veranstaltungen, Publikationen und Kooperationsprojekten ist es zudem ein Zentrum
der außeruniversitären Forschung und der wissenschaftlichen Reflexion. Gleichzeitig ist das IAI ein Kulturzentrum, das eine große Vielfalt
kultureller Veranstaltungen realisiert. In dieser einzigartigen Verbindung aus Informations-, Forschungs- und Kulturzentrum fungiert das
Institut als Koordinationsplattform für Kooperationen und als Katalysator für interkulturelle Dialoge. Es spielt so eine zentrale Vermittlerrolle
zwischen den Welten. Das Ibero-Amerikanische Institut wurde 1930 gegründet; seit 1962 ist es Teil der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
© IAI
4Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), eine der weltweit größten Kultur- und Forschungseinrichtungen, wird vom Bund und von allen
Ländern getragen. Sie besteht aus den fünfzehn Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatsbibliothek zu Berlin, dem Geheimen Staatsarchiv,
dem Staatlichen Institut für Musikforschung und dem Ibero-Amerikanischen Institut. In ihrer spartenübergreifenden Vielfalt ist die Stiftung
gleichermaßen traditionsverbunden wie zukunftsweisend. Eines der herausragenden Merkmale der Stiftung ist die Verbindung von Wissen-
schaft und Wissensarchiven sowie von Wissenschaft und Kultur. Weitere Informationen finden Sie unter www.preussischer-kulturbesitz.de.
© IAI
5Vortrag / Diskussion April
Dawid Danilo Bartelt
Brasilien, eine Mittelschichtsgesellschaft?
Dienstag, 21. 4. 2015 Es kann wohl kaum eine größere Genugtuung geben für einen sozialdemokratischen
19.00 Uhr Präsidenten, als nach zwei Amtszeiten sagen zu können: "Ich habe aus meinem Land eine
Simón-Bolívar-Saal
Mittelklassegesellschaft gemacht". Unter der Regierung von Lula da Silva haben mehr als 30
Deutsch Millionen Brasilianer die Armut verlassen und sind in eine "neue Mittelklasse" aufgestiegen.
Sie wird vor allem über Einkommen und Konsum definiert. Aber erscheint es sinnvoll, diese
Eine Veranstaltung der Freunde des IAI Menschen als Angehörige der Mittelklasse zu bezeichnen? Für welches gesellschaftliche
und des Ibero-Amerikanischen Instituts
in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Potential, welche Risiken stehen sie?
Dr. Dawid Bartelt, Leiter des Brasilien-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung, analysiert am
Beispiel Brasiliens die Problematik neuer Mittelschichtsgesellschaften.
Moderation: Peter B. Schumann (Freunde des IAI)
© Privat
6Lesung / Gespräch April
Luis Chaves, Julio Carrasco
Sobre bombardeos de poemas
y traducir al revés
"¿De dónde surge un poema y dónde comienza una novela?" será uno de los temas de la Freitag, 24. 4. 2015
charla con los escritores Luis Chaves (San José, 1969) y Julio Carrasco (Santiago de Chile, 19.00 Uhr
Simón-Bolívar-Saal
1969). Los dos son reconocidos poetas, sin embargo sorprendieron en el 2014 con su
primera novela. Ambos se encuentran actualmente en Berlín y reciben allí nuevos impulsos Spanisch / Español
para su obra. Luis Chaves ha llegado hace poco a la ciudad invitado por el DAAD en su
programa de residencias para artistas. Julio Carrasco está vinculado a Berlín ya desde In Zusammenarbeit mit alba.lateinamerika lesen e.V.
hace el año 2010, cuando participó en un proyecto llamado "bombardeo de poemas".
Después de la charla habrá una lectura y Marcelo Falcão (Rio de Janeiro) ofrecerá final-
mente un cierre musical con guitarra.
Moderación: María Ignacia Schulz (alba.lateinamerika lesen e.V.)
© Carsten Meltendorf, Carola del Río
7Vortrag / Gespräch April
Noni Benegas
Poesía de la diáspora argentina hoy
Mittwoch, 29. 4. 2015 En su conferencia, la escritora y traductora Noni Benegas tratará poemas y poetas argentinos
19.00 Uhr de diversas edades que publicaron sus obras en los últimos 30 años. Lo que los une a
Simón-Bolívar-Saal todos, pese a las diferencias, es el hecho de vivir o haber vivido fuera de la Argentina por
Spanisch / Español largos períodos. Analizará las vivencias de escritores argentinos fuera de su país, su lengua
y su ambiente propio. Asimismo buscará las variables comunes así como la cambiante
Eine Veranstaltung der Freunde des IAI percepción de la identidad nacional a lo largo de tres generaciones.
und des Ibero-Amerikanischen Instituts
Noni Benegas (Buenos Aires, 1947) es conocida sobre todo por sus trabajos sobre la
poesía escrita por mujeres. En 2014 publicó tanto una antología personal (El ángel de lo
subito) como una de poesía argentina actual.
Moderación: Prof. Dr. Thomas Bremer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
© Max Maier
8Vortrag / Diskussion April
René Juan Mujica Cantelar
Kuba und die UNO
Kuba ist Gründungsmitglied und oft zentraler Bestandteil in Debatten der Vereinten Nationen. Donnerstag, 30. 4. 2015
Der Inselstaat erntet einerseits große Anerkennung für sein Engagement im Kampf gegen die 18.30 Uhr
Simón-Bolívar-Saal
Ebola-Epidemie und wird andererseits von der Internationalen Gesellschaft für Menschen-
rechte (IGFM) vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen verklagt. Gleichzeitig er- Deutsch
fährt Kuba in der Generalversammlung große Unterstützung bei der Forderung nach der Auf-
hebung des Embargos. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft
für die Vereinten Nationen,
Wie Kuba die Bedeutung der Vereinten Nationen für die eigene Politik wahrnimmt, erläutert Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.
S. E. René Juan Mujica Cantelar, Botschafter Kubas in Deutschland.
Moderation: Dr. Lutz-Peter Gollnisch (Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen,
Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.)
© DGVN, Lv. Berlin-Brandenburg e.V.
9Film Mai
VI. Kurzfilmfestival ALBA - TCP
anlässlich des Tags der Arbeit
Donnerstag, 7. 5. 2015 Am Ersten Mai feiert die internationale Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung traditionell
19.00 Uhr den Tag der Arbeit. Der Feiertag geht zurück auf einen Generalstreik auf dem Haymarket in
Otto-Braun-Saal
Chicago 1886, der wesentlich zur Durchsetzung eines achtstündigen Arbeitstages beitrug.
In Zusammenarbeit mit der Bolivarischen Allianz für Trotz der Verbesserungen, die seither für viele Arbeitnehmer erreicht werden konnten, gibt
die Völker Unseres Amerika – Handelsvertrag der
es nach wie vor große Missstände. Ein Filmabend möchte das Augenmerk auf die aktuelle
Völker (Botschaften von Bolivien, Ecuador, Kuba,
Nicaragua, Venezuela) Situation der Arbeitnehmer aus der Perspektive lateinamerikanischer Länder lenken.
Fünf Dokumentarfilme aus Bolivien, Ecuador, Kuba, Nicaragua und Venezuela beschäftigen
sich zum einen mit Berufen des traditionellen Handwerks, die immer weniger nachgefragt
sind. Zum anderen zeigen sie die Entfremdung und Vereinsamung, die mit modernen
Gelegenheitsjobs einhergehen.
La Vuelta © Ariagna Fajardo Nuviola
10Organisiert wird die Veranstaltung von ALBA – TCP, der Bolivarischen Allianz für die Völker
Unseres Amerika – Handelsvertrag der Völker (Alianza Bolivariana para los Pueblos de
Nuestra América – Tratado de Comercio de los Pueblos). ALBA – TCP ist ein wirtschaftliches
und politisches Bündnis von derzeit neun Staaten Lateinamerikas und der Karibik.
Die Botschaften von Bolivien, Ecuador, Kuba, Nicaragua und Venezuela, die Teil des Bünd-
nisses sind, veranstalten bereits seit sechs Jahren ein gemeinsames Kurzfilmfestival, um zum
Nachdenken über Themen der Zeit mit Filmproduktionen aus ihren Ländern anzuregen.
Die Filme werden in spanischer Originalversion mit deutschen oder englischen Untertiteln
gezeigt.
Mar Blindado © Gerard Uzcátegui Legado de Hierro © Sergio Estrada Laberinto © Rossana Lacayo Baltazar Ushka, el tiempo congelado
© Igor y José Guayasamín 11Lesung / Gespräch Mai
Berlín – ciudad hispanohablante
Freitag, 8. 5.2015 En los trenes y las calles, en los bares y las universidades – el español es una lengua cada
19.00 Uhr vez más presente en la capital alemana. Una vez más Berlín ha transformado su fisonomía
Simón-Bolívar-Saal
y se ha convertido en una ciudad (también) hispanohablante. La editorial vasca LUPI le ha
Spanisch / Español prestado atención al fenómeno y ha reunido en la antología El tejedor en…Berlín (2015),
coordinada por Ernesto Estrella y Jorge Locane, a quince poetas. Todos son residentes en la
In Zusammenarbeit mit dem Instituto Cervantes ciudad y – sin que importe su origen –, escriben precisamente en español.
En un debate los poetas Johanna Raabe (San Salvador, 1989) y Julio Prieto (Madrid, 1968),
el editor Juan Jesús Sanz (LUPI) y la Prof. Dra. Susanne Klengel (Lateinamerika-Institut der
Freien Universität Berlin) presentarán esta emergente poesía berlinesa y sus actores.
Moderación: Benjamin Loy (Universität zu Köln)
© Juanje Sanz
12Konzert Mai
Coro Fundación de los Ferrocarriles Españoles
Hommage an Iberoamerika
Der Chor der Stiftung der Spanischen Eisenbahn entstand 1996 in Madrid im Rahmen eines Freitag, 15. 5. 2015
Kulturprojekts des Museums der Eisenbahn. Eine Vielzahl von Konzerten führte ihn seither 19.00 Uhr
Otto-Braun-Saal
auch außerhalb Spaniens. So trat der Chor unter anderem in der Kathedrale von Notre
Dame in Paris, dem Petersdom sowie dem Hieronymitenkloster in Lissabon auf. Sein Reper- In Zusammenarbeit mit der Botschaft von Spanien
toire umfasst Werke der Renaissance und des Barock, geistliche und volkstümliche Musik. und der Fundación de los Ferrocarriles Españoles
In seinem Konzert in Berlin möchte der Chor der populären Musik Ibero-Amerikas seine
Ehre erweisen und Stücke interpretieren, die von großen Dichtern der Region inspiriert
wurden, wie beispielsweise Federico García Lorca, Nicolás Guillén, Peteco Carabajal, Gil-
van Chaves und Mario Benedetti.
© Privat
13Vortrag Mai
Miguel D. Mena
Pedro Henríquez Ureña –
Pensador de la identidad latinoamericana
Dienstag, 19. 5. 2015 El escritor dominicano Pedro Henríquez Ureña (1884-1946), al igual que José de San
19.00 Uhr Martín y Simón Bolívar, es un exponente de la utopía de la unidad latinoamericana. Sin
Simón-Bolívar-Saal
embargo, para él representaba no solamente un proyecto político sino sobre todo cultural
Spanisch / Español y filosófico. Con sus escritos y como docente influyó marcadamente en la literatura argen-
tina. Especialmente Jorge Luis Borges y Ernesto Sábato le deben mucho a sus visiones. Pero
Eine Veranstaltung der Freunde des IAI también el mexicano Octavio Paz reconoció en el propio desarrollo de su estética el valor
und des Ibero-Amerikanischen Instituts
in Zusammenarbeit mit der de sus formulaciones. Sin embargo, la significación de Pedro Henríquez Ureña en la historia
Botschaft der Dominikanischen Republik cultural latinoamericana no ha tenido toda la atención necesaria. La publicación de sus
Obras Completas en catorce tomos, editadas por el estudioso Miguel D. Mena (Ediciones
Cielonaranja), puede contribuir finalmente a una necesaria revalorización.
© Privat
14Vortrag Juni
Roman Rhode
Kuba unter Raúl Castro – Aktualisierung des Sozialismus?
1960 bezeichnete das Time Magazine Fidel Castro als das "Herz", Raúl Castro als die Donnerstag, 4. 6. 2015
"Faust" der Revolution. Die Frage nach der spezifischen Arbeitsteilung in der Macht- 19.00 Uhr
Simón-Bolívar-Saal
ausübung stellt sich erneut, seit Raúl die Staatsgeschäfte von seinem Bruder übernommen
hat. Ab 2007 setzte Raúl Castro umfassende Reformen in Gang, die 2011 auf dem Deutsch
VI. Kongress der Kommunistischen Partei als "Aktualisierung des Sozialismus" festgeschrieben
wurden. Inzwischen ist es sogar zu einer historischen Annäherung zwischen Kuba und den
USA gekommen. Was sind die Merkmale von Raúls Reformkurs und worin liegen – innen-
wie außenpolitisch – die Herausforderungen? Diesen Fragen wird der Journalist und Autor
Roman Rhode (Berlin) nachgehen und dabei auch die aktuelle Rolle Fidel Castros im kuba-
nischen Machtgefüge analysieren.
Innenministerium an der Plaza de la Revolución © Privat
15Vortrag Juni
Orlando Albornoz
La reforma de la universidad en América Latina y el Caribe:
un siglo de desencuentros
Mittwoch, 10. 6. 2015 En el 2018 se cumple un siglo del acta fundacional de lo que se conoce como la universi-
19.00 Uhr dad latinoamericana: la Reforma de Córdoba. El sociólogo venezolano Prof. Dr. Orlando
Simón-Bolívar-Saal
Albornoz (Universidad Central de Venezuela) mostrará en su conferencia que en América
Spanisch / Español Latina y el Caribe no existe un modelo único de universidad. Más bien operan diversos
modelos de institución universitaria debido a una serie de "desencuentros" desde 1918.
Coexisten varias opciones y hay casos emblemáticos que explican esta institución, según
predomine el mercado (Chile), el estado (Cuba) o sistemas mixtos (Venezuela). Se ex-
aminarán la operación del modelo docente y el modelo de investigación, vis-à-vis las
mediciones internacionales de calidad. Finalmente, ¿Qué futuro espera a la universidad
en América Latina y el Caribe?
© Privat
16Vortragsreihe der Forschungsabteilung des IAI
Wissensproduktion und Kulturtransfer
im transregionalen Kontext
In den Jahren 2015 bis 2020 konzentriert das IAI seine Forschungsaktivitäten auf die Forschungslinie "Wissensproduktion und Kulturtransfer
im transregionalen Kontext". Wir interessieren uns für die Wissensproduktion in und über Lateinamerika sowie für wechselseitige Vermittlungs-,
Rezeptions- und Austauschprozesse im kulturellen Bereich. Ziel der Forschungslinie ist es, unterschiedliche disziplinäre Perspektiven aufeinan-
der zu beziehen und miteinander in Dialog zu bringen.
Begleitend dazu findet im monatlichen Rhythmus eine interdisziplinäre Vortragsreihe mit WissenschaftlerInnen und GastwissenschaftlerInnen
des IAI sowie weiteren ForscherInnen statt, die sich mit Fragestellungen im Rahmen der Forschungslinie beschäftigen. Jeweils am zweiten Freitag
des Monats um 16 Uhr laden wir alle an den Themen Wissensproduktion und Kulturtransfer Interessierten dazu ein, einen neuen Aspekt der
Forschungslinie kennenzulernen und mit uns zu diskutieren.
Quelle: Wikimedia Commons
17Vortrag Juni
Doris Bachmann-Medick
Modelle kultureller Übersetzung
Vortragsreihe "Wissensproduktion und Kulturtransfer im transregionalen Kontext"
Freitag, 12. 6. 2015 Die brüchigen Verläufe der Globalisierung fordern dazu heraus, Transfervorgänge und
16.00 Uhr Transformationen als Übersetzungsleistungen in den Blick zu nehmen. Die Literatur- und
Simón-Bolívar-Saal
Kulturwissenschaftlerin Dr. Doris Bachmann-Medick (International Graduate Centre for
Deutsch the Study of Culture, Universität Gießen) stellt hierzu Modelle von "Übersetzung" als einer
sozialen/kulturellen Praxis und zentralen Analysekategorie vor, auf die sich die transregio-
nale Forschung beziehen kann (u.a. Hybridisierungs-, Adressaten-, Korridor- oder Spiral-
modell). Jenseits der pauschalen Rede von Transkulturalität, Kulturdialog und Kulturtransfer
sind damit aktive Interaktionsprozesse, Vermittlungsvorgänge, Kontextwechsel, Referenz-
bezüge sichtbar zu machen – mit Verweis auf Felder wie etwa Kunst, Menschenrechte,
Umweltpolitik und Migration.
© Privat
18Vortrag Juni
Gisela Cánepa
Del Archivo al Internet:
Nuevos usos culturales de fotografías históricas
del Perú
Las fotografías en las que el etnógrafo alemán Hans Heinrich Brüning (1848-1928) Montag, 15. 6. 2015
documentó la vida social y la cultura material de los habitantes de la costa norte peruana, 19.00 Uhr
Simón-Bolívar-Saal
se encuentran en los museos etnológicos de Berlín y de Hamburgo. Han sido difundidas a
través de diversas publicaciones peruanas y alemanas. Asimismo han sido analizadas en Spanisch / Español
términos de su contenido etnológico y documental acerca de la cultura muchik.
In Zusammenarbeit mit dem Basisprojekt
Hoy parte de este material circula por internet y es objeto de nuevos usos y discursos. ¿Se Mobile Objekte, Exzellenzcluster Bild Wissen
siguen valorando las fotografías como colección o de forma individual? ¿Cómo afectan Gestaltung und der Alexander von Humboldt-
estos nuevos usos la noción de colección y la colección fotográfica de Brüning en particular? Stiftung
Estas son algunas de las preguntas que tratará la antropóloga Prof. Dra. Gisela Cánepa
(Pontificia Universidad Católica del Perú) en su conferencia.
© Privat
19Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis
für Juan Echeverri
Prof. Dr. Juan Echeverri, Ethnologe und Ethnolinguist an der Universidad Nacional de Colombia, Campus Amazonia, ist mit dem renommierten
Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet worden. In seinen Arbeiten verknüpft er
Ethnolinguistik, Literatur und Ökologie und hat damit die transkulturelle Amazonien-Forschung entscheidend weiterentwickelt. Ein besonderer
Fokus ist die Zusammenarbeit und Förderung der Literatur indigener Autorinnen und Autoren.
Der Wissenschaftler wurde gemeinsam von der Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Susanne Klengel, Lateinamerika-Institut der Freien Universität
Berlin, und Dr. Barbara Göbel, Direktorin des Ibero-Amerikanischen Instituts, für die Prämierung vorgeschlagen. Mit der Ehrung verbunden
ist die Förderung eines Forschungsprojekts im Jahr 2015 an beiden Institutionen. Juan A. Echeverri arbeitet von März an neun Monate lang
an einem Projekt zum Transamazonischen Wissenstransfer und der Materialität von Ethnographie, indigenen Literaturen und Erinnerung.
© Privat
20Vortrag Juni
Juan Echeverri
Biodiversidad como educación sexual:
sales vegetales y afectos corporales
Las especies empleadas por los uitoto de la Amazonia colombiana para elaborar sales Mittwoch, 17. 6. 2015
vegetales son concebidas como sustancias que provienen del Padre creador y como imágenes 19.00 Uhr
Simón-Bolívar-Saal
del cuerpo humano. El discurso indígena sobre estas sales realiza, en palabras y gestos,
una narrativa de afectos y capacidades humanas, por medio de la lectura de índices eco- Spanisch / Español
lógicos, biológicos, culturales y lingüísticos. Este discurso sobre las plantas es un discurso
sobre el control y manejo de afectos y capacidades corporales: una "educación sexual", Eine Veranstaltung der Freien Universität Berlin
und des Ibero-Amerikanischen Instituts
como planteará el antropólogo colombiano Prof. Dr. Juan Echeverri (Universidad Nacional in Zusammenarbeit mit der
de Colombia y premio Friedrich Wilhelm Bessel de la Fundación Alexander von Humboldt) Alexander von Humboldt-Stiftung
en su conferencia.
21Kalender
April Mai Juni
Dienstag, 21. 4. 2015 Donnerstag, 7. 5. 2015 Donnerstag, 4. 6. 2015
Vortrag / Diskussion, 19.00 Uhr, SBS Film, 19.00 Uhr, OBS Vortrag, 19.00 Uhr, SBS
Dawid Danilo Bartelt: VI. Kurzfilmfestival ALBA – TCP Roman Rhode:
Brasilien, eine Mittelschichtsgesellschaft? anlässlich des Tags der Arbeit Kuba unter Raúl Castro –
Aktualisierung des Sozialismus?
Freitag, 24. 4. 2015 Freitag, 8. 5. 2015
Lesung / Gespräch, 19.00 Uhr, SBS Lesung / Gespräch, 19.00 Uhr, SBS Mittwoch, 10. 6. 2015
Luis Chaves, Julio Carrasco: Berlín – ciudad hispanohablante Vortrag, 19.00 Uhr, SBS
Sobre bombardeos de poemas Orlando Albornoz:
y traducir al revés Freitag, 15. 5. 2015 La reforma de la universidad en América
Konzert, 19.00 Uhr, OBS Latina y el Caribe: un siglo de desencuentros
Mittwoch, 29. 4. 2015 Coro Fundación de los Ferrocarriles Españoles:
Vortrag / Gespräch, 19.00 Uhr, SBS Hommage an Iberoamerika Freitag, 12. 6. 2015
Noni Benegas: Vortrag, 16.00 Uhr, SBS
Poesía de la diáspora argentina hoy Dienstag, 19. 5. 2015 Doris Bachmann-Medick:
Vortrag, 19.00 Uhr, SBS Modelle kultureller Übersetzung
Donnerstag, 30. 4. 2015 Miguel D. Mena:
Vortrag / Diskussion, 18.30 Uhr, SBS Pedro Henríquez Ureña – Pensador de la Montag, 15. 6. 2015
René Juan Mujica Cantelar: identidad latinoamericana Vortrag, 19.00 Uhr, SBS
Kuba und die UNO Gisela Cánepa:
Del Archivo al Internet: Nuevos usos
culturales de fotografías históricas del Perú
22Mittwoch, 17. 6. 2015 Donnerstag, 25. 6. 2015 Veranstaltungssäle
Vortrag, 19.00 Uhr, SBS Tagung, 15.00 - 20.00 Uhr, SBS Lesesaal: LS
Juan Echeverri: 50 Jahre ADLAF Simón-Bolívar-Saal: SBS
Biodiversidad como educación sexual: Otto-Braun-Saal: OBS
sales vegetales y afectos corporales Dienstag, 30. 6. 2015
Gespräch, 19.00 Uhr, SBS Eintritt
19. 6. - 5. 9. 2015 Justicia, Poesía e Identidad. La búsqueda de
Der Eintritt zu den Veranstaltungen im Ibero-
Ausstellung, LS la palabra en los juicios de derechos humanos Amerikanischen Institut ist frei (sofern nicht
Mo - Fr 9.00 - 19.00 Uhr, Sa 9.00 - 13.00 Uhr en Argentina anders bei den Ankündigungen angegeben).
Globalisierung von unten: die informellen
Märkte von La Salada (Buenos Aires) und Hinweise für Rollstuhlfahrer
Tepito (México DF)
Der Simón-Bolívar-Saal liegt im Untergeschoss und ist
Eröffnung 18. 6. 2015, 19.30 Uhr auf direktem Weg nur über eine Treppe zu erreichen.
Besuchen Sie uns auch auf Facebook! RollstuhlfahrerInnen können aber über einen Umweg
Donnerstag, 18. 6. 2015 durch den Lesesaal und das Magazin mit dem Auf-
Diskussion, 19.30 Uhr, LS www.facebook.com/iai.berlin zug zum Saal gelangen. Dazu ist unsere Begleitung
Globalización desde abajo: los mercados nötig. Wir bitten daher um Anmeldung bis einen Tag
im Voraus und um Anwesenheit eine halbe Stunde vor
informales de la Salada (Buenos Aires) der Veranstaltung. Der Otto-Braun-Saal ist durch die
y Tepito (México DF) Künstlergarderobe über eine Rampe zugänglich. Auch
hier bitten wir um vorherige Anmeldung:
Dienstag, 23. 6. 2015 oeffentlichkeitsarbeit@iai.spk-berlin.de /
Vortrag / Diskussion, 19.00 Uhr, SBS Tel.: 030 / 266 45 - 1500
Klaus Meschkat:
Geraten progressive Regierungen
in Südamerika in die Sackgasse?
23Ausstellung Juni
Globalisierung von unten: die informellen Märkte
von La Salada (Buenos Aires) und Tepito (México DF)
19. 6. - 5. 9. 2015 Weltweit erzielen informelle und illegale Märkte beträchtliche Umsätze und werden somit vieler-
Mo - Fr 9.00 - 19.00 Uhr, Sa 9.00 - 13.00 Uhr orts zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Angetrieben durch "Globalisierungsprozesse von
Lesesaal
Eröffnung: 18. 6. 2015, 19.30 Uhr unten", jenseits formaler Regulierung und doch eng verbunden mit staatlichen Politiken breiten
sich wirtschaftliche Aktivitäten aus und ermöglichen einem wachsenden Teil der Erwerbstätigen
In Zusammenarbeit mit dem Internationalen ein Auskommen durch die Teilnahme am transnationalen Handel. Die Ausstellung beschäftigt
Graduiertenkolleg Entre Espacios (Förderung sich mit zwei lateinamerikanischen Beispielen dieses globalen Phänomens und präsentiert zwei
DFG / Conacyt), Lateinamerika-Institut der FU Berlin
Fotoreportagen über die Märkte von La Salada und Tepito.
Der Markt von La Salada in einem Vorort von Buenos Aires gilt mittlerweile als zentraler Bestand-
teil der Bekleidungsindustrie Argentiniens. Der Soziologe Dr. Matías Dewey (Max-Planck-Institut
für Gesellschaftsforschung) und die Fotografin Sarah Pabst arbeiteten sieben Monate lang ge-
© Francisco Mata Rosas
24meinsam am Projekt zu La Salada. Die dabei entstandenen Fotos ermöglichen einen Einblick in
das Innere dieser nahezu unbekannten Welt zwischen Armut und Hoffnung, Schwarzmarkt und
legalem Handel.
Der informelle Markt Tepito nördlich des historischen Zentrums von Mexiko-Stadt ist der größ-
te Umschlagplatz für Konsumgüter in Mexiko. In seiner Forschung untersucht der Soziologe
Prof. Dr. Carlos Alba (El Colegio de México) im Rahmen des Graduiertenkollegs Entre Espacios
und in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Marianne Braig (Lateinamerika-Institut der Freien
Universität Berlin) die Akteure globaler Wirtschaftsbeziehungen im informellen Handel. In seiner
Fotoreportage porträtierte der mexikanische Fotograf Francisco Mata Rosas das Stadtviertel und
seine Protagonisten.
© Francisco Mata Rosas © Sarah Pabst
25Diskussion Juni
Globalización desde abajo: los mercados informales
de la Salada (Buenos Aires) y Tepito (México DF)
Donnerstag, 18. 6. 2015 La globalización desde abajo, ligada a la liberalización de los mercados y las migraciones
19.30 Uhr masivas, está cambiando las ciudades de América Latina. Estos cambios que para algunos
Lesesaal
representan una amenaza al orden político y social urbano, para una población creciente
Spanisch / Español significan una alternativa de sobrevivencia y de acceso al consumo global.
En la mesa redonda los sociólogos Prof. Dra. Marianne Braig (Lateinamerika-Institut der
In Zusammenarbeit mit dem Internationalen
Graduiertenkolleg Entre Espacios (Förderung Freien Universität Berlin), Prof. Dr. Carlos Alba Vega (El Colegio de México) y Dr. Matías
DFG / Conacyt), Lateinamerika-Institut der FU Berlin Dewey (Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung) abordarán los diferentes aspectos
económicos, sociales, políticos y culturales de estos cambios a partir de dos importantes
nodos de la globalización desde abajo: La Salada en Argentina, y Tepito en México.
© Francisco Mata Rosas
26Vortrag / Diskussion Juni
Klaus Meschkat
Geraten progressive Regierungen in Südamerika
in die Sackgasse?
Nicht erst fallende Erdölpreise haben die progressiven Regierungen in den Andenländern in Dienstag, 23. 6. 2015
größte Schwierigkeiten gebracht. Die fortdauernde Abhängigkeit von immer weiter steigenden 19.00 Uhr
Simón-Bolívar-Saal
Rohstoffexporten zeitigte zwangsläufig politische Folgen in Bolivien, Ecuador und Venezuela.
Staatslenker, die auf die natürlichen Reichtümer ihrer Länder unbeschränkten Zugriff er- Deutsch
langten, konnten damit zwar große soziale Verbesserungen bewirken, machten sich aber
zunehmend von den sozialen Bewegungen unabhängig, die sie nach oben getragen hatten. Eine Veranstaltung der Freunde des IAI
und des Ibero-Amerikanischen Instituts
Auch nach der Beseitigung des anfänglichen Widerstands der alten Mächte wird die innere
Entwicklung dieser Länder von scharfen Konflikten bestimmt, deren Gründe der Soziologe
Prof. Dr. Klaus Meschkat (Leibniz Universität Hannover) analysiert.
Moderation: Peter B. Schumann (Freunde des IAI)
Quelle: Wikimedia Commons
27Tagung Juni
50 Jahre ADLAF
Donnerstag, 25. 6. 2015 Die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerikaforschung (ADLAF) ist ein fachübergreifender
15.00 - 20.00 Uhr Zusammenschluss von Forschungsinstituten und Wissenschaftlern aller Disziplinen, die sich
Simón-Bolívar-Saal
schwerpunktmäßig mit Lateinamerika befassen. Zurzeit hat die ADLAF etwa 30 institutionelle
Deutsch und mehr als 200 persönliche Mitglieder.
Anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums der ADLAF soll ein Rückblick auf ihre Geschichte,
Eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Deutsche
Lateinamerikaforschung in Zusammenarbeit aber auch die zukünftigen Entwicklungen gegeben werden. Wer gründete die ADLAF? Was
mit dem Ibero-Amerikanischen Institut und dem waren die Hintergründe für die Etablierung einer lateinamerikabezogenen Wissenschafts-
Lateinamerika-Institut der FU Berlin organisation? Welche Wandlungen hat die ADLAF durchlaufen? Welchen Beitrag zur deut-
schen Lateinamerikaforschung hat sie geleistet? Welches sind die zukünftigen Herausforde-
rungen an die Lateinamerikaforschung und die ADLAF?
28Programm:
15.00 -16.00 Uhr:
Vorstellung der Studie zur Geschichte der ADLAF, Dr. Andrea Nicklisch, Hamburg
16.00 -17.00 Uhr:
Festvortrag "Deutsche Lateinamerikaforschung im Wandel"
Prof. Dr. Nikolaus Werz, Universität Rostock
17.30 - 19.00 Uhr:
Podiumsdiskussion "Herausforderungen an die Lateinamerikaforschung in
Deutschland", Moderation: Prof. Dr. Susanne Klengel, Freie Universität Berlin
Anschließend findet am 26. und 27.Juni im Lateinamerika-Institut die vierte interdisziplinäre Tagung für Nach-
wuchswissenschaftlerInnen der ADLAF statt. Die Tagung bietet ihnen ein Forum, um ihre Forschungsprojekte
vorzustellen, einen wissenschaftlichen Dialog zu führen und dauerhafte Netzwerke aufzubauen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.adlaf.de
29Gespräch Juni
Justicia, Poesía e Identidad.
La búsqueda de la palabra en los juicios
de derechos humanos en Argentina
Dienstag, 30. 6. 2015 A partir de 2003, con la derogación de las leyes de obediencia debida y de punto final,
19.00 Uhr se inicia en Argentina un proceso que, bajo la consigna de "Memoria, Verdad y Justicia",
Simón-Bolívar-Saal
promovió la apertura de juicios de derechos humanos, donde los crímenes cometidos por
Spanisch / Español la última dictadura militar (1976-1983) empezaron a ser juzgados y sus responsables con-
denados. En esos juicios juegan un rol preponderante los jóvenes abogados, que muchas
veces, además de ser hijos de desaparecidos, son también poetas.
Junto con Prof. Dr. Raúl Zaffaroni (ex juez Corte Suprema de Justicia de la Nación Argentina) los
abogados y poetas Guido Leonardo Croxatto (Viena), Julian Axat (La Plata) y María Ester
Alonso Morales (Hamburgo) van a analizar este cruzamiento entre poesía y derecho, entre
la forma en que se construye (y se recupera) la identidad, y la palabra.
Quelle: Archivo Nacional de la Memoria, República Argentina
30Das Forschungskolloquium des IAI
Um die Vernetzung des IAI mit nationalen und internationalen Wissenschaftsinstitutionen zu fördern und den wissenschaftlichen Austausch
über disziplinäre Grenzen hinweg zu stärken, führt das IAI in regelmäßigen Abständen (ca. alle vierzehn Tage, in der Regel Donnerstags
um 10.15 Uhr) ein Forschungskolloquium durch. Es dient der Präsentation von Forschungsprojekten der GastwissenschaftlerInnen und der
Institutsmitarbeiter/innen sowie dem Ideenaustausch und der Diskussion über theoretische und methodische Fragen.
Vorträge und Diskussionen finden zumeist auf Spanisch statt, gelegentlich auch auf Englisch oder Portugiesisch. Interessierte Wissenschaft-
lerInnen sind zur Teilnahme an der Veranstaltung, die im Konferenzraum des IAI im ersten Stock des Gebäudes stattfindet, willkommen. Die
Termine, ReferentInnen und Themen der nächsten Sitzungen finden Sie auf der Website des IAI:
http://www.iai.spk-berlin.de/forschung/forschungskolloquium.html
© IAI, Fotograf: S.M. Rother
31Forschung und Publikationen
des Ibero-Amerikanischen Instituts
Im IAI arbeiten WissenschaftlerInnen und FachreferentInnen der Altamerikanistik, Ethnologie, Geschichte, Literaturwissenschaft und Kultur-
studien, Sprachwissenschaft, Politikwissenschaft und Bibliothekswissenschaft zusammen. Die interdisziplinär ausgerichtete Forschung kon-
zentriert sich von 2015 bis 2020 auf die Forschungslinie "Wissensproduktion und Kulturtransfer im transregionalen Kontext".
In den Schriftenreihen Bibliotheca Ibero-Americana, Biblioteca Luso-Brasileira und Estudios Indiana werden Arbeiten zu Literatur, Kultur,
Geschichte, Wirtschaft und Politik Lateinamerikas, der Karibik, Spaniens und Portugals veröffentlicht. Die Zeitschrift Iberoamericana. Améri-
ca Latina – España – Portugal widmet sich literarischen, historischen und sozialwissenschaftlichen Themen. Die Zeitschrift Indiana ist der
Erforschung der indigenen Völker und Kulturen Süd- und Mesoamerikas gewidmet. Die Zeitschrift RILI befasst sich mit dem Studium der
iberoamerikanischen Sprachen. Viele unserer Publikationen sind im Open Access zugänglich.
Download des Gesamtverzeichnisses der IAI-Publikationen 2012-2014: www.iai.spk-berlin.de/publikationen.html
© IAI
32Neue Veröffentlichungen:
Göbel, Barbara / Góngora-Mera, Manuel / Ulloa, Astrid (eds.): Desigualdades socioambientales en América Latina. Bogotá / Berlin 2014.
Open Access: www.iai.spk-berlin.de/publikationen/ausser-der-reihe.html
Zhouri, Andréa: Mapping Environmental Inequalities in Brazil. Mining, Environmental Conflicts and Impasses of Mediation. desiguALdades.net Working Paper
No. 75, 2014. Open Access: www.iai.spk-berlin.de/publikationen/desigualdadesnet.html
Zeitschrift Iberoamericana. América Latina – España – Portugal, Vol. XIV, núm 56 (2014) mit dem Dossier "Los intelectuales españoles y el tema de África: desde
el colonialismo en Marruecos hasta la Primavera Árabe", koordiniert von Christian v. Tschilschke und Jan-Henrik Witthaus. Open Access: www.iberoamericana.de
Zeitschrift Indiana, Heft 31 (2014) mit dem Dossier: "Cruces y entrecruzamientos en los caminos de los orichas: tradiciones en conflicto".
Open Access: www.indiana-revista.de
Zeitschrift Revista Internacional de Lingüística Iberoamericana (RILI), Vol. XII, núm. 24 (2014), Sección temática dedicada a "Demografía, economía y política
del español"
© IAI
33Die Freunde des IAI
seit 2000 erfolgreich für das "Ibero"
Seit fünfzehn Jahren sind die Freunde für das IAI tätig:
• sie bereichern mit zahlreichen Aktivitäten das Kulturprogramm des Instituts
• sie unterstützen den Erwerb von Nachlässen
• sie kaufen seltene Bücher an, wie z.B. El Taller de Gráfica Popular: Doce años de obra artística colectiva, México (1949)
• sie beteiligen sich an den Druckkosten wichtiger Publikationen
• sie sorgen für die Vorfinanzierung größerer Projekte
• sie helfen beim Aufbau der großen Filmsammlung des IAI
Das alles schaffen die Freunde des IAI mit Hilfe der Beiträge ihrer Mitglieder.
Werden auch Sie Mitglied!
Für einen Jahresbeitrag von 35 Euro (15 Euro für Studierende), den Sie als Spende steuerlich geltend machen können.
Schicken Sie uns eine E-Mail: Freunde@iai.spk-berlin.de
oder rufen Sie an, wenn Sie unsere Unterlagen erhalten möchten: Tel: +49 (0)30 266 45 1500
34Neue Servicezeiten der Sondersammlungen des IAI
Phonothek | Filmsammlung | Kartensammlung | Grafiksammlung | Plakatsammlung | Zeitungsausschnittsammlung
Montag: 13.00 - 17.00 Uhr
Dienstag - Freitag: 10.00 - 12.00 Uhr
Nachlässe | Fotothek | Archive von Institutionen
Montag, Donnerstag, Freitag: 14.00 - 18.00 Uhr
Dienstag, Mittwoch: 11.00 - 12.00 und 13.00 - 16.00 Uhr
Terminvereinbarungen außerhalb der Servicezeiten sind möglich.
Weitere Informationen finden Sie unter: http://sondersammlungen.iai.spk-berlin.de/
35Die Bibliothek des Ibero-Amerikanischen Instituts Das IAI beherbergt die größte europäische Spezialbibliothek für den ibero-amerikanischen Kulturraum. Die Bestände des IAI umfassen: • 920.000 Bücher (Schwerpunkte: u.a. Sozial- und Geisteswissenschaften, Geografie, Wirtschaftswissenschaften und Jura) • 80.000 E-Books • das DFG-Sondersammelgebiet "Ibero-Amerika" mit den Schwerpunkten Recht, Parlamentaria, Zeitungen sowie Latino Studies • 42.000 Zeitschriften (davon 4.500 laufende Abonnements) • umfangreiche Textsammlungen auf Mikrofiches, Mikrofilmen und Online-Datenbanken • eine Kartensammlung mit 73.600 Landkarten • die Phonothek mit 40.850 Tonträgern sowie eine Filmsammlung mit 5.900 Videos und DVDs • Fotothek mit 36.000 Dias und 60.000 Fotografien • eine Plakatsammlung mit 4.000 Plakaten und Postern • eine Grafiksammlung mit über 800 Grafiken • ein Zeitungsausschnittssammlung mit ca. 350.000 Zeitungsausschnitten • 300 Nachlässe mit Dokumenten und Materialien; u.a. aus den Gebieten Ethnologie, Archäologie, Geografie, Geschichte und Literatur • 15 Konvolute mit Archiven von Institutionen (Arbeitsgemeinschaften, Forschungseinrichtungen, Schulen, Stiftungen, Vereine, Verlage) • 6.800 Medien (Bücher, Zeitschriften, Fotografien, Glasplatten, Autographen) in den Digitalen Sammlungen (www.digital.iai.spk-berlin.de) Die Bibliotheksbestände sowie Teile der Sondersammlungen können nahezu vollständig unter www.iaicat.de recherchiert werden. 36
Öffnungszeiten der Bibliothek:
Montag - Freitag: 9.00 - 19.00 Uhr
Samstag: 9.00 - 13.00 Uhr
Bestellung zur Ausleihe am selben Tag:
Montag - Freitag bis 17.00, Samstag bis 12.00 Uhr
Information:
Telefon: + 49 (0)30 266 45 2210
E-Mail: info@iai.spk-berlin.de
Leihfristverlängerung:
E-Mail: info@iai.spk-berlin.de
Fax: + 49 (0)30 266 35 2222
© IAI
37Geben Sie der Vergangenheit eine Zukunft:
Werden Sie Buchpate!
Seit der Gründung des Ibero-Amerikanischen Instituts im Jahre 1930 sammelt die Bibliothek des IAI kontinuierlich Bücher, Zeitschriften
und andere Medien aus und über Lateinamerika, die Karibik, Spanien und Portugal. Obwohl der Schwerpunkt der Sammlung auf dem
20. Jahrhundert liegt, besitzt das IAI auch eine beachtliche Zahl von einzigartigen Publikationen aus den vorangegangenen Jahrhunderten.
Ein Teil dieser historisch wertvollen Werke ist jedoch bereits so stark geschädigt, dass eine Benutzung nicht mehr oder nur noch einge-
schränkt möglich ist.
Bücher aus den Beständen des IAI © Staatsbibliothek zu Berlin
38Aus diesem Grund suchen wir Sie als Buchpaten! Mit Ihrer Unterstützung können einige der gefährdeten Bücher aus den Bereichen Geo-
graphie und Reisen restauriert und zusätzlich digitalisiert werden. Eine Auswahl von Titeln, die dringend einen Paten brauchen, finden Sie
auf unserer Homepage unter www.iai.spk-berlin.de/buchpatenschaften. Dort können Sie auch den neuen Informations-Flyer zu dem
Projekt herunterladen.
Dank der bislang eingegangenen Spenden konnten bereits elf Bücher restauriert werden.
Gerne stehen wir Ihnen für weitere Auskünfte zu unserem Patenschaftsprojekt zur Verfügung und bedanken uns bereits jetzt für Ihre Unter-
stützung, das Wissen Lateinamerikas und der Iberischen Halbinsel auch für die Zukunft zu sichern!
Ricarda Musser
Tel: +49 (0)30 266 45 2100
Wiebke Kunstreich
Tel: +49 (0)30 266 45 4310
E-Mail: buchpatenschaften@iai.spk-berlin.de
www.iai.spk-berlin.de/buchpatenschaften
39Einblicke in die Arbeit des IAI Die Digitalen Sammlungen des IAI Die Digitalisierung ermöglicht es Bibliotheken, besonders relevante und unikale Sammlungen auch über das Internet bereitzustellen. WissenschaftlerInnen und interessierte NutzerInnen können dann unabhängig von Zeit und Ort direkt auf die Materialien zugreifen und inhaltlich mit ihnen arbeiten. Diese Dienstleistung bietet das IAI bereits seit Anfang 2014 mit den Digitalen Sammlungen an, die nun in einer überarbeiteten und verbes- serten Version zur Verfügung stehen. Unter digital.iai.spk-berlin.de werden wichtige Bibliotheksbestände und einzigartige Sondersammlungen digital zugänglich gemacht. Es handelt sich dabei um die Ergebnisse drittmittelfinanzierter Erschließungs- und Digitalisierungsprojekte (z.B. Förderung durch den Bundesbeauftragten für Kultur und Medien oder die Deutsche Forschungsgemeinschaft). So werden neben argen- tinischen Theater- und Romanzeitschriften und lateinamerikanischen Kulturzeitschriften auch die Digitalisate von Glasplatten-Fotografien, einzelne Nachlässe und in Kürze auch Landkarten online präsentiert. Darüberhinaus werden im laufenden Betrieb des IAI kontinuierlich Digitalisate erstellt. 40
digital.iai.spk-berlin.de Um die Verwendbarkeit der Materialien stetig zu verbessern, haben die NutzerInnen der Digitalen Sammlungen die Möglichkeit, die Suchergebnisse in eigenen virtuellen Bücherregalen nach den jeweiligen spezifischen Bedarfen zu organisieren und anderen zur Verfügung zu stellen. Außerdem können sie auch selbst direkt an der inhaltlichen Erschließung der Materialien mit Kommentaren zum Inhalt und hinzugefügten Informationen mitwirken. Standardschnittstellen erlauben eine Nachnutzung der Digitalen Objekte, z.B. in virtuellen Forschungsumgebungen der Digital Humanities. © IAI 41
Wir möchten folgenden Institutionen für ihre Unterstützung und Kooperation im zweiten Quartal 2015 danken:
alba.lateinamerika lesen e.V., Berlin Botschaft von Spanien, Berlin
Alexander von Humboldt-Stiftung, Bonn Botschaft von Venezuela, Berlin
Alianza Bolivariana para los Pueblos de Nuestra América – Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Landesverband Berlin-
Tratado de Comercio de los Pueblos Brandenburg e.V.
Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerikaforschung, Hamburg Freie Universität Berlin
Basisprojekt Mobile Objekte, Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung Freunde des Ibero-Amerikanischen Instituts e.V., Berlin
Botschaft von Bolivien Heinrich-Böll-Stiftung e.V., Berlin
Botschaft der Dominikanischen Republik, Berlin Instituto Cervantes, Berlin
Botschaft von Ecuador, Berlin Internationales Graduiertenkolleg Entre Espacios (Förderung DFG / Conacyt),
Lateinamerika-Institut der FU Berlin
Botschaft von Kuba, Berlin
Botschaft von Nicaragua, Berlin
42Anreise Fotonachweis Cover
Sie erreichen das IAI mit folgenden öffentlichen Verkehrsmitteln: Bildleiste Foto links: © IAI
• Bus: M 48 oder M 85: Haltestelle "Kulturforum", M 29: "Potsdamer Brücke" Bildleiste Foto Mitte: © Sarah Papst
• U-Bahn / S-Bahn: Haltestelle "Potsdamer Platz" (U2, S1, S2) oder "Mendelssohn Bartholdy Park" (U2) Foto rechts: Quelle: Archivo Nacional de la
Memoria, República Argentina
Detaillierte Informationen zur Anfahrt finden Sie unter www.iai.spk-berlin.de (rechts im Menü unter "Anfahrt")
Impressum
Hinweise für Rollstuhlfahrer Redaktion:
Der Simón-Bolívar-Saal liegt im Untergeschoss und ist auf direktem Weg nur über eine Treppe zu erreichen. Carolina Ritter, Diana v. Römer
RollstuhlfahrerInnen können aber über einen Umweg durch den Lesesaal und das Magazin mit dem Aufzug zum Layout: Diana v. Römer
Saal gelangen. Dazu ist unsere Begleitung nötig. Wir bitten daher um Anmeldung bis einen Tag im Voraus und
Referat Öffentlichkeitsarbeit und Kulturmanagement
um Anwesenheit eine halbe Stunde vor der Veranstaltung.
Der Otto-Braun-Saal ist durch die Künstlergarderobe über eine Rampe zugänglich. Auch hier bitten wir um vor- Ibero-Amerikanisches Institut
herige Anmeldung: oeffentlichkeitsarbeit@iai.spk-berlin.de / Tel.: 030 / 266 45 - 1500 Potsdamer Str. 37, 10785 Berlin
oeffentlichkeitsarbeit@iai.spk-berlin.de
www.iai.spk-berlin.de
Eintritt
www.facebook.com/iai.berlin
Der Eintritt zu den Veranstaltungen im Ibero-Amerikanischen Institut ist
– soweit bei den Ankündigungen nicht anders angegeben – frei. Druck: Motivoffset
© IAI 2015
43Potsdamer Straße 37 Telefon: +49 (0)30 266 45 1500
10785 Berlin E-Mail: iai@iai.spk-berlin.de
www.iai.spk-berlin.de | www.facebook.com/iai.berlinSie können auch lesen