PROGRAMMPRÄSENTATION EINE VORSCHAU AUF DAS PROGRAMM DER VIENNALE 22. OKTOBER-1. NOVEMBER 2020

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PROGRAMMPRÄSENTATION EINE VORSCHAU AUF DAS PROGRAMM DER VIENNALE 22. OKTOBER-1. NOVEMBER 2020
PROGRAMMPRÄSENTATION
EINE VORSCHAU AUF DAS PROGRAMM DER VIENNALE
22. OKTOBER – 1. NOVEMBER 2020
PROGRAMMPRÄSENTATION EINE VORSCHAU AUF DAS PROGRAMM DER VIENNALE 22. OKTOBER-1. NOVEMBER 2020
VIENNALE PRESSEBÜRO

press@viennale.at
01/526 59 47

Fredi Themel DW 30
Sadia Walizade DW 20 (Akkreditierungen)
akkreditierung@viennale.at

FESTIVAL-PRESSEBÜRO IM INTERCONTINENTAL VIENNA
Während des Festivals befindet sich das Pressebüro im Zimmer 903 des Festivalhotels der Viennale,
dem Hotel InterContinental Vienna (Johannesgasse 28, 1030 Wien).
Das Büro ist am 22. Oktober von 12 bis 18 Uhr, von 23. Oktober bis 31. Oktober täglich von 10 bis 19 Uhr
und am 1. November von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

Pressematerial, Filmclips, Filmstills und Festivalfotos zum Download unter viennale.at/de/presse.

VIENNALE – Vienna International Film Festival
Siebensterngasse 2
A-1070 Wien

                                                                                        printed by
PROGRAMMPRÄSENTATION EINE VORSCHAU AUF DAS PROGRAMM DER VIENNALE 22. OKTOBER-1. NOVEMBER 2020
VIENNALE 2020
22. OKTOBER BIS 1. NOVEMBER

DAS FESTIVAL

MONOGRAFIEN
SAY GOODBYE TO THE STORY
Passagen durch das filmische Werk von Christoph Schlingensief

DIE STADT DER KINDER
Drei Arbeiten von Isabel Pagliai

KINEMATOGRAFIEN
ŽELIMIR ŽILNIK
Der Geist des Zusammenhalts

AUSTRIAN AUTEURS
Die 70er – Eine Filmdekade im Aufbruch

KOLLEKTION DIAGONALE’20 – DIE UNVOLLENDETE

ÖSTERREICHISCHE FILME

RETROSPEKTIVE
RECYCLED CINEMA

TEXTUR #2 – KELLY REICHARDT

GÄSTE DER VIENNALE 2020

Viennale Circuit
Filmpreise
Die Viennale und COVID-19
Ticketinfos
Medienpartner
Förderer und Sponsoren
PROGRAMMPRÄSENTATION EINE VORSCHAU AUF DAS PROGRAMM DER VIENNALE 22. OKTOBER-1. NOVEMBER 2020
VIENNALE 2020
Wir haben darauf bestanden, die Viennale als Präsenzveranstaltung zu organisieren, da unser Festival vor allem
eines für das Publikum und die Stadt ist. Ein Virus hat die Art und Weise umgekrempelt, wie wir miteinander
umgehen und kommunizieren, insbesondere wie wir unsere Räume beleben und wie wir in diesen Räumen leben.
Doch das Konzept der sozialen Distanz ist irreführend; zwar mag aus gesundheitlichen Gründen ein interpersonaler
Abstand empfehlenswert sein, ganz sicher nicht aber eine Zunahme der Diskrepanzen in unserer Gemeinschaft.
Also haben wir ein Protokoll entwickelt, das den Zugang zu den Vorführungen unter Einhaltung der Sicherheits-
                                            maßnahmen erlaubt, und wir haben uns auf das Wesentliche des Festi-
                                            vals konzentriert: die Filme.
                                               Auf dass es uns möglich sei, beisammen zu sein, das Erlebnis Kino
                                            miteinander zu teilen und den Filmen und ihren Autor*innen zu applau-
                                            dieren – auch wenn all dies diesmal ganz anders als sonst ablaufen mag.
                                            Anstatt uns von der Situation zunehmende Distanzierung aufzwingen
                                            zu lassen, werden wir auf der Wichtigkeit von geteilten Räumen, von
                                            Beziehungen und von Zusammenleben bestehen. Auch mit dem Virus.
DRUK
                                            Deshalb erweitert die Viennale V’20 ihr Format mit mehr Kollabora-
                                            teur*innen und neuen Synergien. Sie öffnet neue Türen anstatt sie zu
                                            schließen. Mit Respekt und mit Vorsicht, und mit der gebotenen Auf-
                                            merksamkeit gegenüber den Anderen und gegenüber dem Raum. Ein
                                            Raum, der nicht nur gedacht werden kann, sondern gelebt werden muss,
                                            um ein geistiger Raum zu werden. Wie der unendliche Raum des Kinos.
                                               Wir haben in den vergangenen Wochen und Monaten gelernt, flexi-
                                            bel zu sein, und das ist möglicherweise auch eine gute Lehre für die
                                            Zukunft. Mobilität beispielsweise ist problematisch geworden und stän-
NOMADLAND
                                           digem Wandel unterworfen. Aber, obwohl es kompliziert ist, von Hier
                                           nach Da zu gelangen, empfängt die Viennale jene ihrer Gäste, die reisen
                                           können, vor Ort und wird viele andere, die fern bleiben mussten, via
                                           technischer und digitaler Hilfsmittel direkt im Kinosaal willkommen
                                           heißen.
                                               Das Programm ist – die Fliegenpilze haben es bereits angekündigt –
                                           eine großartige Herbst-Kollektion aus neugierig Erwartetem und
                                           Überraschungen. Es umfasst die aktuellen Werke von großen zeitge-
                                           nössischen Autor*innen wie Frederick Wiseman, Kelly Reichardt, Gian-
                                           franco Rosi, Miranda July, Viktor Kossakovsky, Jasmila Žbanič, Philippe
LOS CONDUCTOS                              Garrel, Tsai Ming-liang, Eliza Hittman, Thomas Vinterberg, Lav Diaz
                                           und Andrei Konchalovsky.
   Neben vielen anderen prämierten werden die Gewinnerfilme beider wichtiger A-Festivals, die heuer stattfinden
konnten, zu sehen sein: SHEYTAN VOJUD NADARAD von Mohammad Rasoulof (Goldener Bär, Berlin) und
NOMADLAND von Chloé Zhao (Goldener Löwe, Venedig). Aber auch weniger Bekanntes wird zu sehen sein, wie
PING JING von Song Fang, der tiefgehende Emotionen erkundet, oder SHIRLEY von Josephine Decker, in dem die
seelischen Qualen erforscht werden, die die unkonventionellen Protagonist*innen einander zufügen. Außerdem
gibt es einige Entdeckungen zu machen, wie MA MA HE QI TIAN DE SHI JIAN von Li Dongmei, der den Raum
der Erinnerungen sondiert, oder LOS CONDUCTOS von Camilo Restrepo, in dem die Vergangenheit Gespenster
hervorbringt, oder MY MEXICAN BRETZEL von Nuria Giménez, der eine Verknüpfung mit Themen und Formen
der diesjährigen Retrospektive herstellt.
   All dies sind Filme, die sich der Vergangenheit gewiss sind und die in die Zukunft weisen. Mit ihren Zielsetzun-
gen, ihren (politischen) Implikationen und ihren Formen.
   Den Abschluss bildet THE TRUFFLE HUNTERS von Michael Dweck und Gregory Kershaw, das außerordentli-
che und einfühlsame Porträt einer Zeit, die sich verändert, und einer Integrität, die dem (noch) widersteht. Damit
wollen wir allen radikalen Geistern und allen nicht klassifizierbaren Organismen unseren Tribut zollen.
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MONOGRAFIE SAY GOODBYE TO THE STORY
                   Passagen durch das filmische Werk von Christoph Schlingensief

                                                                    „In erster Linie bin ich Filmemacher.“ So Christoph Schlingensief
                                                                    2006 im Gespräch mit Alexander Kluge. Es war eine zu diesem
                                                                    Zeitpunkt scheinbar anachronistische Anmerkung: Längst war
                                                                    der einstige Trash-Filmer (DAS DEUTSCHE KETTENSÄGEN-
                                                                    MASSAKER, TERROR 2000) zur Kultfigur der Berliner Volks-
                                                                    bühne avanciert, hatte Elfriede Jelineks „Bambiland“ auf die
                                                                    Bühne des Burgtheaters gewuchtet und mit seinem „Parsifal“ in
                                                                    Bayreuth Furore gemacht. Dennoch: Doppelbelichtung, Filmriss,
                                                                    der Drehort als Mikrobiotop begleiteten manifest auch seine thea-
                                                                    tralische Arbeit – bis hin zum Animatografen, einer reisenden
                                                                    Drehbühne, auf der der Betrachter „ins eigene (Film-)Bild treten“
                                                                    konnte. Zehn Jahre nach dem Tod Schlingensiefs gibt die Vien-
                                                                    nale die Gelegenheit zur Neusichtung: Kindheitsfilme, B-Pictures
                                                                    mit Klassikerstatus sowie bisher im Kino nie gezeigte Theater-
                                                                    filme, gipfelnd in Werken mit beredten Titeln wie FREMD-
© INGO PERTRAMER

                                                                    VERSTÜMMELUNG.

                   FILME
                   100 Jahre Adolf Hitler – Die letzte Stunde im Führerbunker Christoph Schlingensief, BRD 1988/89
                   Die 120 Tage von Bottrop Christoph Schlingensief, Deutschland 1997
                   The African Twintowers Christoph Schlingensief, Deutschland 2005–2008
                   Bye Bye Thomas Göttermann, Katrin Köster, Eckhard W., Christoph Schlingensief u.a., BRD 1985
                   Das deutsche Kettensägenmassaker. Die erste Stunde der Wiedervereinigung Christoph Schlingensief, Deutschland
                   1990
                   Egomania – Insel ohne Hoffnung Christoph Schlingensief, BRD 1986
                   Für Elise Christoph Schlingensief, BRD 1982
                   Krise Christoph Schlingensief, Deutschland/Namibia 2005
                   Mein 1. Film Christoph Schlingensief, BRD 1968
                   Mensch, Mami, wir dreh’n ’nen Film Christoph Schlingensief, BRD 1977
                   Menu Total Christoph Schlingensief, BRD 1985
                   Mutters Maske Christoph Schlingensief, BRD 1987/88
                   My Wife in 5 Thomas Göttemann, Katrin Köster, Eckhard W., Christoph Schlingensief u.a., BRD 1985
                   Say Goodbye to the Story (ATT 1/11) Christoph Schlingensief, Deutschland 2005–2011
                   Die Schulklasse Christoph Schlingensief, BRD 1969
                   Terror 2000 – Intensivstation Deutschland Christoph Schlingensief, Deutschland 1992
                   Tunguska – Die Kisten sind da Christoph Schlingensief, BRD 1983/84
                   United Trash Christoph Schlingensief, Deutschland 1994/95
                   What Happened to Magdalena Jung? Die Macht der Unschuld Christoph Schlingensief, BRD 1983
                   ZAK – Nazis vom Mars Thomas Menke, Christoph Schlingensief, Deutschland 1991
                   Kurzfilmprogramm: „Die Filme nach den Film-Filmen: Theaterfilme“ Deutschland 2004–2010

                   Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien Bettina Böhler, Deutschland 2020
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MONOGRAFIE DIE STADT DER KINDER
Drei Arbeiten von Isabel Pagliai

                                     Isabel Pagliais Arbeiten sind beseelt von der Sehnsucht, wieder Kind zu sein.
                                     Die aus dem Département Haute-Savoie stammende französische Filmema-
                                     cherin filmt junge Menschen nicht nur an konkreten Orten wie einem Wohn-
                                     block oder einem Teich, sie taucht vielmehr mit hypnotischen und soziolo-
                                     gisch interessierten Bildern förmlich ein in deren entrückte Welten des
                                     Spiels und der Zeitlosigkeit. Es geht um das Hier und Jetzt, ein Sich-Verges-
                                     sen.
                                        Bereits im Studium beschäftigte sich Pagliai mit der Rolle von Kindern in
                                     Kunst und Gesellschaft. In den meist frontal und immer mit Respekt gefilm-
                                     ten, würdevollen Gesichtern findet sie eine Offenheit, die schwieriger
                                     Umstände zum Trotz oftmals von einem lyrisch überhöhten Widerstand
gegen die Mechanismen der Welt erzählt. Mit ISABELLA MORRA und ORFEO drehte Pagliai zwar Arbeiten mit
mythologischem respektive historischem Hintergrund, viel mehr als das Narrative faszinieren die Filmemacherin
aber die Schwellen des Lebens: zwischen Dunkelheit und Licht, Land und Wasser, oder eben zwischen Jugend und
Erwachsenenalter. Die Geschichten lässt sie ihre Protagonist*innen erzählen. So entwickelt sich ein surrealer Dia-
log zwischen den gefilmten Orten, der Fantasie und der Wahrnehmung.
In Anwesenheit von Isabel Pagliai.

FILME
Isabella Morra Isabel Pagliai, Frankreich 2015
Orfeo Isabel Pagliai, Frankreich 2017
Tendre Isabel Pagliai, Frankreich 2020

ISABELLA MORRA

ORFEO
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KINEMATOGRAFIE ŽELIMIR ŽILNIK
                 Der Geist des Zusammenhalts

                 Želimir Žilnik zählt zu den bedeutendsten, politisch engagierten Filmemachern Europas. Im Umfeld der Studenten-
                 proteste in Belgrad 1968 radikalisiert, wurde der 1942 Geborene zu einem der zentralen Protagonisten der „Schwar-
                 zen Welle“ Jugoslawiens, die Werke hervorbrachte, in denen die Missstände der sozialistischen Gesellschaft nicht
                                                              ausgeklammert wurden. Žilniks Spielfilmdebüt RANI RADOVI (Berli-
                                                              nale-Gewinner 1969) zählt zu den Schlüsselwerken des politischen
                                                              Films und zeigt eindrücklich, wie Ideologien an Realitäten scheitern.
                                                              Seither hat das Schaffen des Regisseurs viele Phasen durchlaufen, sei-
                                                              ner angriffslustigen und unabhängigen Praxis hat das keinen Abbruch
                                                              getan. Ob er sich nun mit den Schattenseiten Jugoslawiens, den
© KARPO GODINA

                                                              Arbeitsbedingungen für Migranten in Deutschland oder mit den Aus-
                                                              wirkungen des globalen Kapitalismus in Serbien befasst, immer küm-
                                                              mert Žilnik sich um jene, die in den herrschenden Diskursen außen vor
                 bleiben. Dabei setzt er in seiner Annäherung an die Marginalisierten nicht auf ästhetische oder emotionale Gemein-
                 plätze, er wagt vielmehr den ungeschönten Blick, der zugleich sein eigenes Denken hinterfragt.
                 In Anwesenheit von Želimir Žilnik.

                 In Zusammenarbeit mit Kunsthalle Wien.
                 Die Kunsthalle Wien zeigt ab 24. Oktober die Ausstellung „Shadow Citizens“ zu Želimir Žilniks filmischem Werk.

                 FILME
                 Gde je dve godine bio Kenedi Želimir Žilnik, Serbien und Montenegro 2005
                 Rani radovi Želimir Žilnik, Jugoslawien 1969
                 Stara škola kapitalizma Želimir Žilnik, Serbien 2009
                 Tako se kalio čelik Želimir Žilnik, Jugoslawien 1988
                 Tito po drugi put među Srbima Želimir Žilnik, Bundesrepublik Jugoslawien 1994
                 Tvrđava Evropa Želimir Žilnik, Slowenien 2000

                 RANI RADOVI                                             TITO PO DRUGI PUT MED
                                                                                             - U SRBIMA
PROGRAMMPRÄSENTATION EINE VORSCHAU AUF DAS PROGRAMM DER VIENNALE 22. OKTOBER-1. NOVEMBER 2020
KINEMATOGRAFIE AUSTRIAN AUTEURS
Die 70er – Eine Filmdekade im Aufbruch

Das Jahr 1980 markiert einen der wesentlichsten Umbrüche in der österreichischen Filmgeschichte: Zehn Jahre
nachdem es erstmals angekündigt wurde, tritt endlich ein Filmförderungsgesetz in Kraft, das bis heute die Grund-
lagen schafft, auf denen heimisches Kino gedeiht. Ein Jubiläum, das Grund genug ist, einen Blick auf die Dekade
zuvor zu werfen, in der sich die österreichische Filmlandschaft zu organisieren und zu professionalisieren beginnt.
    Die 70er zählen nicht umsonst zu den freisten, mutigsten und experimentierfreudigsten Jahren unserer Film-
geschichte – zumindest am Papier: Denn die meisten Filme und Filmemacher*innen dieser Zeit sind längst in Ver-
gessenheit geraten. Es ist eine Dekade, in der das kommerzielle Kino kaum mehr eine Rolle spielt und eine junge
Generation sich anschickt, einen echten Neustart zu wagen. Ihre Arbeiten entstehen häufig aus der Symbiose mit
anderen Künsten – Literatur, Malerei, Theater, Musik. Die Budgets sind klein, und gedreht wird unter selbstausbeu-
terischen Bedingungen. Von Aufbrüchen und Umbrüchen erzählen auch die Filme, in teils radikalen Weltentwürfen,
die sich keinem gängigen Regelwerk unterwerfen.
    Im Rahmen der Viennale präsentiert das Filmarchiv Austria fünf der insgesamt 15 Programme umfassenden
Schau. Zahlreiche Mitwirkende werden bei den Vorstellungen anwesend sein.

FILME
Die ersten Tage Herbert Holba, Österreich 1971
Die glücklichen Minuten des Georg Hauser Mansur Madavi, Österreich 1974
Jesus von Ottakring Wilhelm Pellert, Österreich 1975
Schwitzkasten John Cook, Österreich 1978
Zechmeister Angela Summereder, Österreich 1981

ZECHMEISTER                                                    JESUS VON OTTAKRING
PROGRAMMPRÄSENTATION EINE VORSCHAU AUF DAS PROGRAMM DER VIENNALE 22. OKTOBER-1. NOVEMBER 2020
KINEMATOGRAFIE KOLLEKTION DIAGONALE’20 –
DIE UNVOLLENDETE

„Kollektion Diagonale’20 – Die Unvollendete“ versammelt sechs Lang- und acht Kurzfilmpositionen, die im
Wettbewerbdes Festivals des österreichischen Films – das im März COVID-19-bedingt abgesagt werden musste –
ihre Österreichpremieren gefeiert hätten.
   Die Auswahl zeugt von der inhaltlichen wie formalen Vielfalt des heimischen Films: entschleunigte, präzise
Beobachtung hier, investigativer Aufruf zum zivilen Ungehorsam da. Groteskes Roadmovie, reflexive
Leinwandträumerei, genresprengender Theater-, Spiel- und Dokumentarfilmhybrid … Mit Raphaela Schmid,
Constanze Ruhm und Sandra Wollner sind zudem gleich drei bei der Diagonale ausgezeichnete Regisseurinnen
im Programm vertreten.

Alle Vorführungen finden in Anwesenheit der Filmemacher*innen statt.

FILME
Gli appunti di Anna Azzori/Uno specchio che viaggia nel tempo Constanze Ruhm, Österreich/Deutschland/
Frankreich 2020
Jetzt oder morgen Lisa Weber, Österreich 2020
Ordinary Creatures Thomas Marschall, Österreich 2020
Die Revolution frisst ihre Kinder! Jan-Christoph Gockel, Burkina Faso/Österreich 2020
The Trouble with Being Born Sandra Wollner, Österreich/Deutschland 2020
Wood Ebba Sinzinger, Michaela Kirst, Monica Lăzurean-Gorgan

Kurzfilmprogramm „A Proposal to Project“
A Proposal to Project in Scope Viktoria Schmid, Österreich/Litauen 2020
Elite Friedl vom Gröller, Österreich/Argentinien 2019
Fische Raphaela Schmid, Österreich 2020
Lololol Kurdwin Ayub, Österreich 2020
Pomp Katrina Daschner, Österreich 2020
pretty-pretty Kurdwin Ayub, Österreich 2020
sen. Friedl vom Gröller, Österreich 2019
This Makes Me Want to Predict the Past Cana Bilir-Meier, Deutschland/Österreich 2019

Mit freundlicher Unterstützung des Österreichischen Filminstituts.

DIE REVOLUTION FRISST IHRE KINDER!                             THE TROUBLE WITH BEING BORN
PROGRAMMPRÄSENTATION EINE VORSCHAU AUF DAS PROGRAMM DER VIENNALE 22. OKTOBER-1. NOVEMBER 2020
ÖSTERREICHISCHE FILME.
Unser Kino ohne Grenzen.

In diesem Jahr, das für alle ziemlich schwierig ist, besonders auch für die Filmwirtschaft, haben wir in unser Pro-
gramm eine Auswahl von Filmen aufgenommen, die eigentlich im März hätten gezeigt werden sollen – im Rahmen
der dann abgesagten Diagonale. Auf diese Weise bringen wir diese Filme doch noch in die Säle und bekräftigen
damit die Bedeutung der Leinwand für die Kunstform Kino.

Abgesehen von diesem Spezialprogramm bieten wir auch in der offiziellen Auswahl eine Reihe von nationalen Pre-
mieren österreichischer Produktionen, die in großartiger Weise für die Vielfältigkeit des heimischen Filmschaf-
fens stehen. Wir sind stolz darauf, Arbeiten gefunden zu haben, die im Rahmen unserer weitgespannten Selektion
                                            gedanklich in Austausch gebracht werden können, und die zugleich die
                                            verschiedenen Formen und Ausdrucksweisen repräsentieren, mit denen
                                            die Filmschaffenden Österreichs experimentieren; folglich Filme, die
                                            sich mit aktuellen Produktionen auf internationaler Ebene messen las-
                                            sen.
                                                Es sind Filme, die Erkenntnisse aus familiärer oder intimer Perspek-
                                            tive vermitteln, die von geteilten oder von freundschaftlichen Erfahrun-
                                            gen erzählen, oder die uns etwas über die Gesellschaft enthüllen, in der
                                            wir leben und in der wir als unterschiedlich empfindende Individuen
HOCHWALD                                    Beziehungen miteinander eingehen.
                                                Filme, die Diskussionen über umfassende Problemlagen anstoßen:
                                            soziale Spannungen, kriegerische Konflikte, geopolitische Ungleichge-
                                            wichte und differierende Interessen. Filme, die unsere Kommunikations-
                                            mittel hinterfragen, ebenso wie sie sich Fragen über unsere Mittel der
                                            Verständigung stellen. Filme, die in die Vergangenheit oder in die Län-
                                            der der Welt reisen – oder gewisse Winkel Wiens aufsuchen, die in ihrer
                                            Art einmalig sind.
                                                Evi Romens Regiedebüt HOCHWALD, der beim Zürich Film Festival
                                            soeben als Bester Film im Fokus Wettbewerb ausgezeichnet wurde, wird
DAVOS                                       zunächst im Gartenbaukino präsentiert und danach in weiteren Festival-
                                            kinos wiederholt; Gleiches gilt für den herausragenden AUFZEICH-
                                            NUNGEN AUS DER UNTERWELT von Tizza Covi und Rainer Frimmel.
                                            Aus Venedig, wo es im Wettbewerb um den Goldenen Löwen konkur-
                                            rierte, kommt QUO VADIS, AIDA?, das jüngste Werk von Jasmila Žba-
                                            nić, eine österreichische Koproduktion. Hubert Sauper wird seinen aktu-
                                            ellen, auf Kuba gedrehten Film EPICENTRO vorstellen, der in Sundance
                                            den Großen Preis der Jury als Bester Dokumentarfilm erhalten hat. Und
                                            ZAHO ZAY von Georg Tiller und Maéva Ranaïvojaona, ausgezeichnet
                                            bei der FIDMarseille, bringt Madagaskar nach Wien.
                                                Weitere Filme, die bereits in den Programmen internationaler Festi-
AUFZEICHNUNGEN AUS DER UNTERWELT            vals standen, deren Weg sodann viral bedingt behindert wurde, und die
                                            nun an unserer ebenso festlichen wie notwendigen V’20 teilnehmen:
                                            BITTE WARTEN von Pavel Cuzuioc, DAVOS von Daniel Hoesl und
Julia Niemann und 3.30 PM von Ludwig Wüst – sie werden mit Spannung erwartet und setzen nach der Viennale
ihre Reise zu den Festivals des Herbstes fort.

Die Viennale steht für ein Kino, das sowohl politische wie ästhetische Risiken auf sich nimmt, das Position bezieht
und Anliegen vertritt; und die österreichische Präsenz bei der V’20 zeichnet sich in dieser Hinsicht aus. Viel hei-
misches Kino ist zudem in der Found Footage gewidmeten Retrospektive „Recycled Cinema“ versammelt, im Verein
mit Autor*innen internationalen Niveaus. Und auch innerhalb der Sektion der Kurzfilme – die nach ihrer Pro-
grammatik, nach ihren Themen oder nach ihren Ausdrucksformen gruppiert sind – trifft nationales auf internatio-
nales Talent.
   In einer feierlichen Geste der Anerkennung des heimischen Filmschaffens lädt die Viennale dazu ein, nach den
Vorführungen mit den Filmemacher*innen zu diskutieren. Nicht nur, um Themen jeweils zu vertiefen, sondern auch
um gemeinsam mit den hiesigen Protagonist*innen dieser Kunstform das Festivalerlebnis zu zelebrieren.

Kurzfilmprogramme

SOMEWHERE IN THIS WORLD – Gemeinsam mit den Stimmen internationaler Filmemacher*innen wie Ben
Rivers, Mary Helena Clark und Halima Ouardiri bilden die der beiden österreichischen Filmkünstler*innen
Antoinette Zwirchmayr und Friedl vom Gröller einen Chor. Er spricht von den Elementen und von den Dingen, ent-
hüllt neue Sichtweisen und verrät differenzierte Aspekte – der Welt.

THE FUTURE WILL TELL versammelt Filme, die über das, was sein wird, nachdenken, indem sie mit den Genres
spielen, mit unseren Erwartungshaltungen und unseren Wahrnehmungsmustern, und die aus der Perspektive der
Gegenwart heraus eine Verbindung zwischen Vergangenheit und
Zukunft herstellen.

Dieser Tage ist die Aufmerksamkeit fokussiert auf Möglichkeiten zu
kommunizieren, Erfahrungen und Erinnerungen zu teilen. Doch unver-
brüchlich verschickt das Kino seine Botschaften an und über andere
Welten und Wirklichkeiten, wo auch immer diese sein mögen – SENT
MESSAGES.

Das Kino stellt Zusammenhänge her zwischen physischen und ideellen          THE HUMAN VOICE
Räumen, in denen es möglich ist, auf unterschiedlichste Weise zusam-
menzukommen – sprachlich, intellektuell, emotional, imaginär. Diesen
SHARED SPACES, EMOTIONAL SPACES kommt in diesem histori-
schen Moment menschlicher und geschichtlicher Wert zu.

Einige Kurzfilme sind Langfilmen zur Seite gestellt, wobei jeweils deren
profunde Verbundenheit hinsichtlich ästhetischer wie politischer Ziel-
setzung freigelegt wird. Wie zum Beispiel der futuristisch anmutende
Blick auf einen Landstrich, den IMPERIAL IRRIGATION von Lukas
Marxt und FREM von Viera Čákanyová gemeinsam haben; oder THE                FIGURE MINUS FACT
HUMAN VOICE von Pedro Almodóvar mit the one and only Tilda Swin-
ton, der sich über die Wühlarbeit am menschlichen Gefühlsleben auf
unerwartete Weise mit INTIMATE DISTANCES von Phillip Warnell
assoziieren lässt. EXPLAINING THE LAW TO KWAME des israe-
lischen Künstlers und Regisseurs Roee Rosen wiederum, in dem ein Kör-
per buchstäblich zum politischen wird, ist ein Beispiel für scharfen Sar-
kasmus und heftige Provokation – er eignet sich daher perfekt zur Kom-
bination mit WOHNHAFT ERDGESCHOSS von Jan Soldat.

                                                                            AUTOFICCIÓN
RETROSPEKTIVE

RECYCLED CINEMA
Der Name unserer Retrospektive – Recycled Cinema – ist mehr als eine poetische oder ökologische Zuschreibung.
Found-Footage-Filmemacher*innen hauchen einem bereits existierenden Fundus an Bildmaterial neues Leben ein
und bringen so kommerzielle Produkte und Undergroundkino, Populäres und Obskures, Industrie und Kunst, Fik-
tion und Dokument zusammen. Die Found-Footage-Praxis transformiert ein industrielles Medium in ein Universum
ästhetischer Möglichkeiten – aus Abfall wird Kunst.

Die große Zahl von Künstler*innen, die ihre ganze Laufbahn dem Found-Footage-Film gewidmet haben, zeugt von
der Vielfalt des Genres und seiner bleibenden Wirkung. Wir präsentieren Schlüsselpositionen dieses reichen Felds,
die durch die Bearbeitung von gefundenem Material Diskurse umdeuten, Identitäten herausforden und Geschichte
neu schreiben. Die Found-Footage-Vorgangsweise attackiert und zerlegt gewohnte Zusammenhänge und Plausibili-
täten im Namen der künstlerischen Aneignung, sei es in Bezug auf konventionelles Erzählen, die Darstellung von
Diskriminerung, die Brutalität der politischen Macht oder die Schönheit von ephemeren Filmen: Man könnte es
auch angewandte Film- und Medienkritik nennen.

Zudem enthält Found-Footage-Filmemachen das Versprechen einer allgemein zugänglichen und demokratischen
Kunstform, die unabhängiges Arbeiten auch mit wenigen Mitteln ermöglicht. Auch die große Umwälzung vom ana-
logen, fotochemischen zum digitalen Filmemachen hat die Kraft und Faszination von Found-Footage nicht beein-
trächtigt, die kontinuierliche Weiterentwicklung mit digitalen Methoden wird durch die schiere Menge an Arbeiten
aus den letzten beiden Dekaden belegt.

Recycled Cinema feiert sowohl den globalen Charakter der Found-Footage-Tradition wie auch ihre starke lokale Ver-
ankerung in der Wiener Kunst- und Filmszene. Gefeiert wird damit auch die herausragende kuratorische und unter-
nehmerische Leistung des heimischen Filmverleihs sixpackfilm, der vor dreißig Jahren aus einer Filmschau gebo-
ren wurde, die sich demselben Thema widmete: Found-Footage-Kino.

EIN PROGRAMM VON VIENNALE UND ÖSTERREICHISCHEM FILMMUSEUM
IN ZUSAMMENARBEIT MIT SIXPACKFILM
Kuratiert von Brigitta Burger-Utzer, Michael Loebenstein, Jurij Meden

23. Oktober bis 26. November 2020
Österreichisches Filmmuseum, Augustinerstraße 1, 1010 Wien
Tel. 01/533 70 54 • filmmuseum.at

SODOM                                                FACING FORWARD
TEXTUR #2

KELLY REICHARDT
Als wir Anfang des Jahres beschlossen, TEXTUR #2 Kelly Reichardt zu widmen, war die Welt noch ein sehr anderer
Ort. Obwohl die Würdigung des feinsinnigen, tief humanistischen und visuell fesselnden Werkes einer einzigarti-
gen, kompromisslosen, US-amerikanischen Filmemacherin zu jeder Zeit eine vollkommen sinnvolle Idee wäre,
scheint unsere Entscheidung mit jedem schwierigen Monat, der vorüber geht, nur umso angemessener. Während
sich die USA als gespaltene Nation und inmitten anhaltender Proteste auf eine schwierige Wahl zu bewegen, zeigen
Reichardts Filme eine alternative Vision des Landes, die in diesen unruhigen Zeiten wichtiger ist denn je: Sie zeigen
es als Land, in dem die gemeinhin Randständigen und die üblicherweise Marginalisierten nicht nur sichtbar sind,
sondern auch etwas verändern können; in dem es bei einer Reise weniger um deren Ziel geht als um das, was unter-
wegs passieren kann; in dem die Landschaft es immer noch vermag, Gedanke wie Gefühl zu erregen; und in dem es
immer Raum gibt für Gesten der Freundlichkeit und des Mitgefühls, deren Bedeutung sich nicht an ihrer vermeint-
lichen Geringfügigkeit misst.
    Während in jeder von Reichardts Arbeiten ungeheuer präzise ein bestimmter Raum zu einer bestimmten Zeit
sichtbar gemacht wird, transzendieren die darin zum Ausdruck gebrachten Ideen das jeweils Spezifische von Zeit
und Raum mühelos – und verweisen hartnäckig auf die Gegenwart. Peggy Ahweshs Text zu MEEK‘S CUTOFF
könnte dies kaum pointierter zum Ausdruck bringen: „Heute, da wir in der existenziellen Wildnis des Informations-
flusses umherirren und versuchen, die destruktive Politik unzuverlässiger Führer abzuwehren, kämpfen wir, so wie
jene es 1845 taten, mit unseren Fähigkeiten: Entscheidungen zu treffen, Vertrauen zu haben, einen klaren Kopf zu
bewahren und uns zu den wesentlichen Werten zu bekennen.“

                                                                                   Extract from
                                                                                   “An Active Seeking Out of Things”
                                                                                   Interview with Kelly Reichardt
                                                                                   realized by James Lattimer

                                                                                    Despite being the crime capital of the
                                                                                    country, Miami felt like a boring
                                                                                    place while growing up in the 70’s. I
                                                                                    wasn’t exposed to art of any kind.
                                                                                    I wanted to be around artists but ins-
                                                                                    tead grew up surrounded by cops.
                                                                                    As everyone knows from various TV
                                                                                    shows, crime scene detectives take
                                                                                    pictures at the scene, measure blood
                                                                                    splatter, dust for fingerprints, and
                                                                                    that kind of thing. When I was 12, my
dad got me my first camera, the Pentax K1000. As soon as the film stock in the Dade County Crime Scene Department
refrigerator was out of date, my dad would bring the film rolls home to me. On Sundays, I took a photo class at the Bob
Rich Photo Studios on West Dixie Highway. During the week, I lived with my mom and was stranded out in Broward
County — dirt roads, giant mosquitos, and new houses built on wetlands. I had no idea what to take pictures of. For the
still life assignment for my Bob Rich photo class, I did a series of pictures of a conk shell, placed atop a barstool, that
was set out in a pasture. Later, when I was old enough to drive, I’d photograph the old-timers in the Art Deco district
on Miami Beach. From 7th to 11th grade, a large part of photography was surviving school. If you took someone’s
picture, they’d be less likely to kill you. I could also hide out in the darkroom for a couple of hours a day. Now that
everyone has a camera, I don’t know what kids do to stay alive.
GÄSTE DER VIENNALE 2020
Stand 10. 10. 2020

Schiene                            Name                             Funktion                   Anwesenheit

FEATURES
3.30 PM                            Ludwig Wüst                       Director                  25.-1.
A metamorfose dos pássaros         Catarina Vasconcelos              Director                  30.-1.
Anunciaron tormenta                Javier Fernandez Vazquez          Director                  30.-1.
Atarrabi et Mikelats               Eugene Green                      Director                  24.-27.
Aufzeichnungen aus der Unterwelt   Tizza Covi                        Director                  22.-27.; 29.-1.
Aufzeichnungen aus der Unterwelt   Rainer Frimmel                    Director                  22.-27.; 29.-1.
Bitte Warten                       Pavel Cuzuioc                     Director                  22.-1.
Bitte Warten                       Samira Gharehmani                 Editor                    22.-1.
ColOZio                            Edwarda Gurrola                   Actress                   22.-1.
Davos                              Daniel Hoesl                      Director                  22.-26.
Davos                              Julia Niemann                     Director                  22.-26.
Die Letzte Stadt                   Heinz Emigholz                    Director                  23.-28.
Die Letzte Stadt                   Frieder Schlaich                  Producer                  23.-26.
Die Letzte Stadt                   Irene von Alberti                 Producer                  23.-26.
El año del descubrimient           Luis Carrasco                     Director                  30.-1.
Epicentro                          Hubert Sauper                     Director                  24.-27.
Epicentro                          Paolo Calamita                    Producer                  22.-1.
Epicentro                          Gabriele Kranzelbinder            Producer                  22.-1.
Frem                               Viera Čákanyová                  Director                  23.-26.
Gunda                              Viktor Kossakovsky                Director                  30.-1.
Her Name was Europe                Anja Dornieden                    Director                  23.-25.
Her Name was Europe                Juan David Gonzalez Monroy        Co-Director               23.-25.
Hochwald                           Evi Romen                         Director                  22.-1.
Hochwald                           Martin Gschlacht                  Director of Photography   22.-1.
Hochwald                           Bady Minck                        Producer                  22.-1.
Hochwald                           Alexander Dumreicher-Ivanceanu    Producer                  22.-1.
Hopper/Welles                      Filip Jan Rymsza                  Producer                  23.-26
Los Conductos                      Camilo Restrepo                   Director                  22.-25.
Miss Marx                          Susanna Nicchiarelli              Director                  22.-25.
Miss Marx                          Alessio Lazzareschi               Producer                  22.-25.
My Mexican Bretzel                 Nuria Giménez                     Director                  27.-30.
Nackte Tiere                       Melanie Waelde                    Director                  22.-27.
Notturno                           Gianfranco Rosi                   Director                  25.-01.
Orphea                             Lilith Stangenberg                Actress                   22.-25.
Quo Vadis, Aida?                   Jasmila Zbanic                    Director                  23.-26.
Quo Vadis, Aida?                   Antonin Svoboda                   Producer                  22.-1.
Quo Vadis, Aida?                   Martin Gschlacht                  Director of Photography   22.-1.
Seize Printemps                    Suzanne Lindon                    Director                  28.-30.
Si c’était de l’amour              Patric Chiha                      Director                  23.-27.
Siberia                            Abel Ferrara                      Director                  25.-28.
The Lobby                          Heinz Emigholz                    Director                  23.-28.
The Works and Days                 Anders Edström                    Director                  22.-1.
The Works and Days                 C.W. Winter                       Director                  22.-1.
Tipografic Majuscul                Radu Jude                         Director                  30.-1.
Was bleibt                         Clarissa Thieme                   Director                  22.-25.
Wohnhaft Erdgeschoß                Jan Soldat                       Director                   22.-1.
Zabij to i wyjedz z tego miasta    Mariusz Wilczyński               Director                  29.-31.
Zaho Zay                           Thomas Lambert                   Producer                   25.-28.
Zaho Zay                           Georg Tiller                     Director                   23.-1.
Zeus Machine                       Nadia Ranocchi                    Director                  30.-1.
Zeus Machine                       David Zamgni                      Director                  30.-1.
Zeus Machine                       Monaldo Moretti                   DOP                       30.-1.
Schiene                            Name                       Funktion                  Anwesenheit

KURZFILME
Imperial Irrigation                Lukas Marxt                Director                  23.-26.
Leonardo                           Friedl vom Gröller         Director                  22.-1.
Oceano Mare                        Antoinette Zwirchmayr      Director                  22.-1.
Point and Line to Plane            Sofia Bohdanowicz          Director                  24.-27.
Sacrificio per la sirena           Friedl vom Gröller         Director                  22.-1.
Spring will not be televised       Michael Heindl             Director                  22.-1.

MONOGRAFIE: CHRISTOPH SCHLINGENSIEF
                                 Claus Philipp                Curator                   22.-1.
African Twin Towers              Frieder Schlaich             Producer                  23.-26.
Schlingensief – In das Schweigen
hineinschreien                   Bettina Böhler               Director                  23.-25.
Schlingensief – In das Schweigen
hineinschreien                   Irene von Alberti            Producer                  23.-26.
Schlingensief – In das Schweigen
hineinschreien                   Frieder Schlaich             Producer                  23.-26.

MONOGRAFIE: ISABEL PAGLIAI
                                   Isabel Pagliai             Director                  29.-1.

KINEMATOGRAFIE: ŽELIMIR ŽILNIK
                                   Želimir Žilnik             Director

KINEMATOGRAFIE: KOLLEKTION DIAGONALE’20 – DIE UNVOLLENDETE
Die Revolution frisst ihre Kinder! Jan-Christoph Gockel    Director                     24.-1.
Elite                              Friedl vom Gröller      Director                     22.-1.
Fische                             Raphaela Schmid         Director                     22.-1.
Gli Appunti di Anna Azzori         Constanze Ruhm          Director                     26.-1.
Jetzt oder Morgen                  Lisa Weber              Director                     22.-1.
Jetzt oder Morgen                  Carolina Steinbrecher   Director of Photography      22.-1.
Lololol                            Kurdwin Ayub            Director                     22.-1.
Ordinary Creatures                 Thomas Marschall        Director                     22.-1.
Ordinary Creatures                 Anna Mendelssohn        Actress                      22.-1.
Ordinary Creatures                 Daniela Praher          Producer                     22.-1.
pretty-pretty                      Kurdwin Ayub            Director                     22.-1.
sen.                               Friedl vom Gröller      Director                     22.-1.
The Trouble with being born        Sandra Wollner          Director                     22.-23; 26.-1.
The Trouble with being born        Lixi Frank              Producer                     22.-1.
The Trouble with being born        David Bohun             Producer                     22.-1.
Wood                               Ebba Sinzinger          Co-Director                  25.-1.
Wood                               Michaela Kirst          Director                     25.-28.

KINEMATOGRAFIE: AUSTRIAN AUTEURS
Die ersten Tage                Xaver Schwarzenberger          Director of Photography   22.-1.
Die ersten Tage                Wilhelm Pellert                Assistant Director        22.-1.
Jesus von Ottakring            Wilhelm Pellert                Director                  22.-1.
Zechmeister                    Angela Summereder              Director                  22.-1.

RETROSPEKTIVE – RECYCLED CINEMA
                              Cécile Fontaine                 Director                  23.-26.
                              Johann Lurf                     Director                  22.-1.
                              Peter Tscherkassky              Director                  22.-1.
                              Eve Heller                      Director                  22.-1.
Viennale                    Circuit
Aufgrund der geltenden COVID-19-Bestimmungen sind die verfügbaren Sitzplätze in den Kinos stark reduziert.
Um dennoch möglichst vielen Besucher*innen ein filmisches Angebot machen zu können und erstmalig bis zu
vier Wiederholungen der Viennale-Filme anzubieten, wurden fünf Wiener Kinoinstitutionen eingeladen,
Teil des Viennale Circuits zu werden: Mit jeweils zwei Viennale-Vorführungen täglich begleiten die Kinos
das Festival und ermöglichen so, das Viennale-Erlebnis auf weitere Teile der Stadt auszudehnen.
Wir danken unseren Circuit Kinos sehr herzlich für diese schöne neue Partnerschaft. Ebenso danken wir unseren
fünf wunderbaren Viennale Kinos (Gartenbaukino, Stadtkino im Künstlerhaus, Urania, Österreichisches
Filmmuseum und Metro Kinokulturhaus) für viele Jahre der Treue und engen Zusammenarbeit.

                                                                                              BLICKLE KINO IM BELVEDERE 21
                                                                                              Obwohl sich die mentale Wiener Stadtgrenze nur
                                                                                              langsam über den Gürtel wagt, etabliert sich das
                                                                                              Blickle Kino im Belvedere 21 zur zentralen Spiel-
                                                                                              stätte für die feine und immer wichtiger werdende
                                                                                              Grenze zwischen Film- und Videoarbeiten. Entwor-
                                                                                              fen von Architekt Karl Schwanzer für den Weltaus-
                                                        FOTO : M I C H A E L A E N G L E RT

                                                                                              stellungspavillon 1958, entspricht der Kinosaal
                                                                                              höchsten technischen Standards. Zwischenzeitlich
                                                                                              ein in der Peripherie existierendes Supplement zu
                                                                                              den Programmen des Österreichischen Filmmuse-
                                                                                              ums, etwa in Form von Experimentalfilmschienen,
                                                                                              hat es sich das Blickle Kino heute zur Aufgabe ge-
                                                                                              macht, Synergien zwischen Kunst, Film und Video zu
ADMIRALKINO                                                                                   kreieren. Es geht um den Dialog zwischen Vermitt-
Es riecht nach Leder und Zelluloid im atmosphäri-                                             lung und Praxis. Im Kontext des Museums wird das
schen Foyer des Admiralkinos. Charlie Chaplin                                                 Kino, in dem auch begleitende Serien zu den Aus-
grüßt von der Toilettentür, ein alter Kohleofen, der
lange den Kinosaal beheizte, hält in sympathischer
Nostalgie die Stellung. Dabei wird im 1913 eröffneten
Kino keineswegs rückständig gedacht. Betreiberin
Michaela Englert hat das Kino, in dessen Geschichte
immer wieder Frauen federführend agierten, über die
Jahre trotz schwierigster Umstände modernisiert
und entwickelt neue Konzepte im Windmühlen-
                                                                                                                                                     F O T O : N ATA S C H A U N K A R T

kampf gegen Streamingdienste und pandemische
Einschränkungen. Programmatisch setzt das Kino
auf weibliches Filmschaffen und die intime Begeg-
nung mit Gästen sowie daraus resultierende Diskus-
sionen. Aus einem reinen Nachspielkino hat sich
eine diverse Spielstätte entwickelt, die das Publikum
von heute genauso zu begeistern weiß, wie Arthur                                              stellungen im Belvedere 21 zu sehen sind, als Wider-
Schnitzler, der 1929 in sein Tagebuch über seinen Be-                                         stand verstanden, der mit Bewegtbildern auch auf
such im Admiralkino schrieb. Die Widerstandsfähig-                                            die Umgebung und die wachsenden Viertel um den
keit, mit der diese Spielstätte schon viele Kahl-                                             Hauptbahnhof ausstrahlen soll. Österreichische Ar-
schläge in der Wiener Kinoszene überlebte, ist inspi-                                         beiten werden in internationale Kontexte eingebettet
rierend und Ausdruck einer großen Leidenschaft für                                            und man legt programmatische Schwerpunkte auf
das Kino.                                                                                     junges Film- und Videoschaffen.
7., Burggasse 119 – admiralkino.at                                                            3., Arsenalstraße 1 – belvedere.at
Leinwand gibt es über das Jahr einen französischen
                                                                                          Schwerpunkt, der aber nicht dogmatisch zu verste-
                                                                                          hen ist. Vielmehr interessiert den Spielort ein inte-
                                                                                          grativer Ansatz, der Schnittstellen zwischen Film

                                                           F O T O : M I TJ A K O B A L
                                                                                          und Theater ermöglichen und für ein breites Publi-
                                                                                          kum zugänglich machen will. Es geht um einen Dia-
                                                                                          log zwischen den Künsten. Besondere Programme
                                                                                          für Kinder oder Menschen mit Behinderung zeich-
                                                                                          nen das junge Kino aus. Man wagt Experimente und
FILMCASINO                                                                                arbeitet an mutigen Konzepten mit jungen Künst-
Es gibt wohl kaum ein anderes Kino in Wien, das                                           lern. Dabei versteht man sich als internationalen und
einen so geheimnisvoll durch seine Architektur in                                         toleranten Ort. Die coronabedingten Einschränkun-
andere Welten entführen kann wie das Filmcasino                                           gen treffen LE STUDIO vor allem deshalb, weil man
im 5. Bezirk. Bereits 1911 wurde im Gebäude das                                           sich im zweiten Jahr in einer eigentlich wichtigen
„Margaretner Bürgerkino“ betrieben. Die Namens-                                           Phase für die Etablierung eines Stammpublikums
änderung erfolgte nach dem Ersten Weltkrieg. Nach                                         befindet.
einer krisenbedingten Schließung übernahm 1989                                            9., Liechtensteinstraße 37 – lestudio.at
die Volkshochschule Margareten das Kino, das seit-
her als Fixstern die Wiener Kinoszene bereichert.
Samt dem hauseigenen Polyfilm-Verleih versteht
man sich als Programmkino mit Fokus auf österrei-
chische, europäische und asiatische Filme. In den
letzten Jahren etablierte sich das Filmcasino zusätz-
lich mit spannenden Repertoire-Programmen, Son-
derreihen und begeisterndem Einsatz für all jene
Filme, die aufgrund kulturpolitischer Machtspiele

                                                                                                                                                  F O T O : VA N N I C K S T E E R
sonst keine Kinoauswertung erfahren würden. Den
Kampf gegen Streamingportale nimmt man auch auf
anderen Ebenen auf, etwa indem man das Kino mit
Originalplakaten und dem besonderen Reiz von Fes-
tivalkooperation wie dem SLASH Filmfestival als
Ort stark macht.                                                                          VOTIV KINO
5., Margaretenstraße 78 – filmcasino.at                                                    Lebendiges Treiben beherrscht das Bild vor dem
                                                                                          Eingang des Votivkinos. Direkt an der Währinger
LE STUDIO                                                                                 Straße und in unmittelbarer Nähe zur Hauptuniver-
Film und Bühne c/o Studio Molière                                                         sität gelegen, umgibt dieses Kino trotz seiner langen
Ein Hauch von Paris weht auf den Straßen rund um                                          Geschichte ein junger Charme. 1912 gegründet,
LE STUDIO Film und Bühne. Nicht nur der französi-                                         durchlief das Haus zahlreiche Phasen. Bis in die
sche Name der jungen Kino- und Theaterstätte im 9.                                        1980er ein kleines Bezirkskino mit Nachspielpro-
Bezirk hat damit zu tun, sondern auch die Verbin-                                         gramm, entwickelte sich das Kino nach der Über-
dung mit dem Lycée Français, das den Kinosaal ver-                                        nahme durch den Filmladen 1986 nicht zuletzt auf-
waltet. Schon von 1905 bis 1971 fungierte dieser als                                      grund hoher technischer Standards und einer hohen
„Flieger Kino“ genannte Spielstätte. Auch auf der                                         Wertschätzung von Komfort zum besucherstärksten
                                                                                          Arthouse-Kino in Wien. In drei Sälen deckt das Kino
                                                                                          im regulären Programm ein breites Spektrum dessen
                                                                                          ab, was man unter Programmkino verstehen kann.
                                                                                          Ein besonderes Augenmerk gilt dem österreichi-
                                                                                          schen und dem französischsprachigen Film. Außer-
                                                                                          dem haben Kinderfilme einen hohen Stellenwert. In
                                                                                          Sonderprogrammen wie dem „Festival du Film Fran-
                                                                                          cophone“ oder dem Internationalen Kinderfilmfesti-
                                                        FOTO : E LSA O K A Z A K I

                                                                                          val werden regelmäßig programmatische Glanzlich-
                                                                                          ter gesetzt, die gerade auch in der schwierigen Pan-
                                                                                          demiezeit für relativ gute Besuchszahlen sorgen.
                                                                                          9., Währinger Straße 12 – votivkino.at
Filmpreise

WIENER FILMPREIS
Der Wiener Filmpreis, eine von der Stadt Wien ge-
stiftete und im Rahmen der Viennale vergebene Aus-
zeichnung, gilt einem aktuellen österreichischen
Langfilm, der im vergangenen Jahr zur Aufführung
gelangte. Die Dotierung dieses Preises besteht aus
einem Geldbetrag, der von Seiten der Kulturabtei-
lung der Stadt zur Verfügung gestellt wird, einer mo-
netären Unterstützung vom Hotel The Harmonie
Vienna sowie großzügigen Sachwerten, gestiftet von
den Sponsoren BLAUTÖNE und viennaFX. Beim               und vertritt die professionellen Interessen seiner
Wiener Filmpreis werden zwei Preise vergeben: der       Mitglieder. Die Mitglieder der FIPRESCI kommen
Preis für den besten österreichischen Film und der      aus aller Welt und finden sich in kleinen Jurys auf
Spezialpreis der Jury. Jede der beiden Auszeichnun-     zahlreichen Filmfestivals ein, um den Preis des Inter-
gen ist mit Geldspenden und Sachwerten dotiert.         nationalen Filmkritiker*innenverbandes zu verge-
                                                        ben. Meist wählen sie dabei – wie bei der Viennale –
Jury des Wiener Filmpreises 2020                        aus einer Reihe von Erstlingswerken junger Regis-
Die Wiener Filmpreis Jury ist auch in diesem Jahr       seur*innen.
wieder mit prominenten Mitgliedern der Wiener
Kulturlandschaft besetzt. Sie besteht aus folgenden     STANDARD-VIENNALE-PUBLIKUMSPREIS
Jurorinnen: Rapperin und Poetry-Slammerin Yasmo,        „Der Standard“ organisiert auch dieses Jahr wie-
Journalistin Renata Schmidtkunz (ORF) sowie Kira        der den Preis der Standard-Publikumsjury. Die
Kirsch, künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin    Juror*innen wählen aus den Festivalbeiträgen einen
von brut Wien.                                          Film aus, der noch keinen Verleih in Österreich hat.
   Die Preisverleihung findet im Rahmen der Ab-          Findet der ausgezeichnete Film in der Folge einen
schlussgala im Gartenbaukino am 1. November 2020        Vertrieb, unterstützt „Der Standard“ den Filmstart
statt.                                                  mit kostenlosem Anzeigenraum in der Zeitung.

FIPRESCI-PREIS
FIPRESCI, der Internationale Verband der Filmkriti-     10 JAHRE – Erste Bank MehrWERT-Filmpreis
ker*innen, wurde 1930 gegründet. Der Verband hat        Vermehrt Schönes!
sich der Pflege journalistischer Ethik verschrieben
                                                        Die Erste Bank, langjähriger Hauptsponsor der
                                                        Viennale, vergibt heuer bereits zum 10. Mal den
                                                        MehrWERT-Filmpreis.
                                                           Der MehrWERT-Filmpreis ermöglicht einen Auf-
                                                        enthalt in New York, verbunden mit einer Präsenta-
                                                        tion der Arbeiten im New Yorker Anthology Film
                                                        Archives. Aufgrund der weltweit schwierigen Reise-
                                                        und Aufenthaltsbedingungen wird 2020 der Mehr-
                                                        WERT-Filmpreis als Geldpreis ausgelobt.
                                                           Die Bekanntgabe erfolgt im Rahmen der Ab-
                                                        schlussgala der Viennale.

                                                        Mehr zu den Preisen und den Preisträger*innen
                                                        können Sie auf viennale.at nachlesen.
Die Viennale
und COVID-19

Der Viennale ist ihre Verantwortung als Großver-          Die Kinokassen und der Restticketverkauf im
anstaltung in Zeiten einer Pandemie eindringlich          Gartenbaukino befinden sich vor dem Kino unter der
bewusst, zumal die Natur unseres Festivals in der Ge-     Überdachung im Freien.
meinsamkeit wurzelt – in der Teilnahme an einer öf-
fentlichen Veranstaltung, bei der Film, Filmema-          IN ALLEN FESTIVALLOCATIONS
cher*innen und Besucher*innen zusammenkommen.             An allen Festivallocations muss ein Mund-Nasen-
Um ein möglichst sicheres und angenehmes Festival         Schutz getragen werden. Dies gilt ab Betreten des
für alle gewährleisten zu können, haben wir ein detail-   Gebäudes bis zum Erreichen des Sitzplatzes, sowie
liertes COVID-19 Präventionskonzept erarbeitet, das       beim Verlassen des Platzes. Wir empfehlen aus-
alle aktuell geltenden Maßnahmen berücksichtigt.          drücklich den Mund-Nasen-Schutz während der ge-
    Um den vorgeschriebenen Abstand im Kinosaal           samten Vorstellung zu tragen.
gewährleisten zu können, müssen die Sitzplatzkapa-        Es muss der behördlich vorgeschriebene Abstand
zitäten der Kinos stark reduziert werden. Zum Aus-        von 1 Meter zu anderen Personen eingehalten werden.
gleich wird die Viennale neben ihren fünf klassischen     Bitte vermeiden Sie Stausituationen, insbesondere bei
Spielstätten fünf weitere Kinos – die Circuit Kinos be-   der Kartenabholung, an den Ein- und Ausgängen,
spielen. Vor dem Gartenbaukino wird eine groß-            sowie im Bereich der Sanitäreinrichtungen.
zügige Überdachung die Foyerfläche erweitern und           Sofern möglich, wird der Einlass in den Kinosaal
eine bessere Wartesituation im Freien ermöglichen.        über mehrere Eingänge erfolgen, um einen zügigen
                                                          und sicheren Ablauf zu gewährleisten.
ALLGEMEIN                                                 Bitte nehmen Sie den am Ticket ausgewiesenen
Es gelten die österreichweiten Grundmaßnahmen:            Sitzplatz ein. Die nicht vergebenen Sitze sind abge-
Bitte tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz              sperrt. Der eigene Sitzplatz darf aus Gründen des
(MNS) in allen Bereichen des Kinos.                       Contact Tracings nicht gewechselt werden.
Bitte achten Sie auf Einhaltung des Mindest-          Die Tickets verlieren in diesem Jahr mit Vor-
abstandes von 1 Meter zu anderen Personen.                stellungsbeginn ihre Gültigkeit. Dies bedeutet: Kein
Regelmäßige Handhygiene ist gewährleistet durch       Einlass für Zuspätkommende nach Vorstellungs-
Desinfektionsstationen an allen Festivallocations.        beginn.

Bitte bleiben Sie den Festivallocations fern,             SONSTIGES
wenn Sie COVID-19-Symptome haben oder eine            Die Viennale bietet in diesem Jahr kein Festival-
erfolgte Ansteckung befürchten.                           zentrum als Publikumstreffpunkt an.
wenn Sie Kontakt zu einer an COVID-19 er-             Das Team der Viennale wird im Vorfeld und
krankten Person hatten.                                   während des Festivals regelmäßigen COVID-19-
                                                          Tests unterzogen.
TICKETKAUF                                                Wichtig: Sollten Sie innerhalb von zehn Tagen nach
Es werden ausschließlich zugewiesene Sitzplätze       einem Viennale-Besuch positiv auf COVID-19
als Einzel- oder Doppelsitze angeboten. Zwischen          getestet oder als Verdachtsfall eingestuft werden, so
den Sitzplätzen oder Sitzplatzpaaren bleibt immer         melden Sie sich bitte nicht nur bei der Gesundheits-
ein Platz frei.                                           beratung 1450, sondern teilen Sie uns das ebenfalls
Contact Tracing: Um etwaige Infektionen nach-         umgehend unter covid@viennale.at mit.
vollziehbar zu machen, ersuchen wir alle Besuch-
er*innen beim Kauf der Tickets ihre E-Mail-Adresse        Aktuelle Informationen und Updates finden Sie auf
und Mobilnummer anzugeben.                                viennale.at
Es gibt die Möglichkeit von „Print at home“-
Tickets, um direkte Kontakte zu minimieren.               Für weitere Fragen zu den COVID-19-Maßnahmen
Es wird auch in diesem Jahr eine Abendkassa und       steht Ihnen die Viennale unter covid@viennale.at
die Möglichkeit zum Kauf von Resttickets geben.           zur Verfügung.
Ticketinformationen
Ticketverkauf ab 17. Oktober 2020, 10 Uhr

An folgenden Viennale Kassen können Tickets              TICKETVERKAUF IN DEN FESTIVALKINOS
erworben werden:                                         22. Oktober bis 1. November
                                                         Geöffnet ab einer Stunde vor Beginn der
VORVERKAUFSSTELLEN                                       ersten bis zum Beginn der letzten Vorstellung
(Barzahlung, Bankomat oder Kreditkarte)                  (Barzahlung, Bankomat oder Kreditkarte)
Gartenbaukino                                            Gartenbaukino
17.–21. Oktober, täglich 10 bis 20 Uhr                   Stadtkino im Künstlerhaus
(22. Oktober 10 bis 17 Uhr)                              Urania
                                                         Österreichisches Filmmuseum
Metro Kinokulturhaus                                     Metro Kinokulturhaus
17.–18. Oktober, 10 bis 20 Uhr
                                                         Ab 30 Minuten vor Beginn einer Vorstellung sind aus-
Für alle Kassen werden am 17. Oktober 2020               schließlich Tickets für diese Vorstellung erhältlich.
bei großem Andrang Wartenummern ausgegeben.
                                                         RESTTICKETS
TICKETS IM INTERNET                                      BEI AUSVERKAUFTEN FILMEN
17. Oktober bis 1. November                              30 Minuten vor Vorstellungsbeginn werden
(Bezahlung per Online-Banking oder Kreditkarte)          Wartenummern für Resttickets ausgegeben.
viennale.at
                                                         TICKETVERKAUF FÜR VORSTELLUNGEN IN
Weiters gibt es heuer erstmals die Möglichkeit online    DEN CIRCUIT KINOS
gekaufte Tickets als Ausdruck oder am Display            Tickets für die Vorstellungen in den Circuit Kinos
Ihres Smartphones beim Einlass in den Kinosaal           sind an allen Viennale Kassen sowie online und tele-
vorzuweisen.                                             fonisch ab 17. Oktober bis zum Tag vor der Vorstel-
                                                         lung erhältlich. Am Tag der Vorstellung können
TICKETS PER TELEFON                                      Tickets nur direkt an der Abendkassa des jeweiligen
17. Oktober bis 1. November, täglich 10 bis 20 Uhr       Circuit Kinos gekauft werden.
(Bezahlung nur per Kreditkarte)
01/526 594 769                                           TICKETVERKAUF FÜR DIE RETROSPEKTIVE
                                                         Ab 17. Oktober sind Tickets für die während der
Per Telefon bzw. online gekaufte Tickets sind an         Viennale gezeigten Filme (23. 10.– 1. 11.) an allen
allen Vorverkaufsstellen oder in den Viennale Kinos      Viennale Kassen sowie online und telefonisch er-
abzuholen. Ab 30 Minuten vor Beginn einer Vorstel-       hältlich. Es gelten die Preise der Viennale. Für Mit-
lung sind ausschließlich Tickets für diese Vorstellung   glieder des Filmmuseums gelten die Preise des
erhältlich.                                              Filmmuseums (nicht bei Onlinekauf).

ABHOLUNG VON TICKETS FÜR                                 NUR ZUGEWIESENE SITZPLÄTZE
VORSTELLUNGEN IN DEN CIRCUIT KINOS                       Aufgrund der COVID-19 Abstandsregeln werden bei
Im Internet oder telefonisch gekaufte Tickets für Vor-   allen Vorstellungen ausschließlich zugewiesene
stellungen in den Circuit Kinos können an allen Vor-     Sitzplätze vergeben.
verkaufsstellen und Viennale Kinos bis spätestens
einen Tag vor der jeweiligen Vorstellung abgeholt        KEIN NACHEINLASS NACH BEGINN DER
werden. Am Tag der Vorstellung sind die Tickets aus-     VORSTELLUNG
schließlich im jeweiligen Circuit Kino erhältlich.       Aufgrund von COVID-19 Sicherheitsmaßnahmen ver-
                                                         lieren die Tickets in diesem Jahr mit Vorstellungs-
                                                         beginn ihre Gültigkeit. Dies bedeutet: Kein Einlass
                                                         für Zuspätkommende nach Vorstellungsbeginn.
TICKETPREISE                                                     VIENNALE MERCHANDISING
                                                                 Publikationen und Artikel des Festivals sind an allen
Einzelticket             € 9,50                                  Viennale Vorverkaufsstellen und in den Kinos sowie
Ab 10 Tickets            € 9,—     pro Ticket                    online erhältlich:
Ab 20 Tickets            € 8,30    pro Ticket
                                                                 Festivalkatalog                             € 15,—
                                                                 Textur #2 – Kelly Reichardt                 € 10,—
ERMÄSSIGUNGEN                                                    V’20 Plakate (A1)                           € 3,—
erhältlich mit entsprechendem Nachweis                           Mund-Nasen-Schutz aus Stoff                  € 8,—

Einzelticket             € 9,—
Ab 10 Tickets            € 8,50    pro Ticket
Ab 20 Tickets            € 7,80    pro Ticket

                                           Kunden der

STUDENTS’ DAYTIME TICKET                                € 6,50
Ermäßigte Tickets für Lehrlinge, Student*innen,
Schüler*innen sowie Präsenz- und Zivildiener

Für alle Vorführungen vor 17.30 Uhr erhalten
Student*innen, Schüler*innen, Lehrlinge sowie
Präsenz- und Zivildiener unter 27 Jahren – gegen
Vorweis des entsprechenden Ausweises – ab 1
Stunde vor Vorstellungsbeginn ermäßigte Tickets
um 6,50 Euro an der Kinokassa.

Sollten für eine Vorstellung vor 17.30 Uhr nur noch
Resttickets vorhanden sein, erhalten Student*innen,
Schüler*innen, Lehrlinge sowie Präsenz- und Zivil-
diener diese bei Verfügbarkeit ebenfalls zum er-
mäßigten Preis.

VIENNALE BARRIEREFREI                                            BONUS TRACK 2020
Die Viennale bietet an allen Veranstaltungsorten Zugang für
Rollstuhlfahrer*innen.                                           Sa, 31. Oktober, 14.30 Uhr, Gartenbaukino
Gartenbaukino vier Rollstuhl-Stellplätze und zwei
Behinderten-Parkplätze                                           Der „Bonus Track“ ist zurück!
Stadtkino im Künstlerhaus, Urania jeweils zwei Rollstuhl-        Am zweiten Festivalsamstag zeigt die Viennale
Stellplätze und zwei Behinderten-Parkplätze                      nachmittags im Gartenbaukino einen besonders
Metro Kinokulturhaus zwei Rollstuhl-Stellplätze im               gefragten Film aus dem Programm
Historischen Saal
                                                                 in einer weiteren Vorstellung, um die COVID-19
Österreichisches Filmmuseum zwei Rollstuhl-Stellplätze
                                                                 bedingte Sitzplatzverringerung für zumindest einen
Begleitpersonen haben freien Eintritt und einen Sitzplatz in
                                                                 früh ausverkauften Film auszugleichen.
unmittelbarer Nähe des Rollstuhlplatzes.
Admiralkino ein Rollstuhl-Stellplatz vorhanden
Blickle Kino im Belvedere 21 zwei Rollstuhl-Stellplätze          Der Bonus Track-Film wird Mittwoch, 21. 10.
Filmcasino zwei Rollstuhl-Stellplätze                            online bekannt gegeben.
LE STUDIO Film und Bühne c/o Studio Molière zwei Roll-
                                                                 Tickets sind ab Donnerstag, 22. 10., 10 Uhr
stuhl-Stellplätze
                                                                 verfügbar. Verkaufspreis € 10,—
Votiv Kino zwei Rollstuhl-Stellplätze
Medienpartner
Sonderpublikationen und Formate
Medienpartner aller Sparten begleiten die Viennale und tragen damit zur intensiven Kommunikation
rund um das Festival bei. Einige erstellen zum Festival eigene Publikationen und Formate, die wir hier,
nach Medien geordnet, vorstellen möchten:

                   Viennale-Standard in 4 Ausgaben
                   Die Tageszeitung DER STANDARD produziert begleitend zum diesjährigen Festival vier
                   Sonderbeilagen, in denen tagesaktuell über das Festival und sein Programm berichtet
                   wird. Erscheinungstermine: Sa 17.10., Do 22.10., Sa 24.10., Mi 28.10.
                   Online berichtet die Tageszeitung unter derStandard.at/Viennale ausführlich über das
                   Festival und versorgt die User*innen – ergänzend zur Printausgabe – mit vielen wichtigen
                   Programmtipps.

                   Viennale-Falter
                   In der Falter-Beilage finden sich neben den Kurzbeschreibungen und Terminen sämtli-
                   cher Filme informative Hintergrundberichte zum Festival und zu seinen Gästen.
                   Erscheinungstermin: Mi 14.10.

                   Das celluloid Filmmagazin Viennale Special 2020
                   Sonderausgabe mit vertiefenden Stories zum Programm, Interviews und praktischem
                   Spielplan als Beilage zur Wiener Zeitung. Infos zur Viennale und das Magazin zum Nach-
                   lesen auch online unter celluloid-filmmagazin.com und unter kiosk.at/celluloid

                   ray Filmmagazin und ray-magazin.at
                   In der Oktoberausgabe bringt das ray Filmmagazin einen V’20-Schwerpunkt. Online ver-
                   öffentlichen ray-Autorinnen und Autoren während des Festivals ihre Erlebnisse, Eindrü-
                   cke und Filmkritiken live aus dem Viennale-Geschehen.
                   Täglich unter ray-magazin.at

                   Ö1-Frühstückskino und Berichterstattung auf Ö1
                   Ö1 widmet dem Publikum zwei Frühvorstellungen am Di 27.10. und Do 29.10. jeweils um
                   6.30 Uhr im Gartenbaukino (Infos S. 24). Das Kulturradio Ö1 begleitet das Festival mit um-
                   fassender Berichterstattung im „Morgenjournal“, „Mittagsjournal“ und im „Kulturjournal“.

                   FM4 Festivalradio
                   Viennale-Schwerpunkt in der Berichterstattung von FM4: täglich Specials mit zahlreichen
                   Gästen und Verlosungen, FM4 Homebase Spezial (Mi 28.10., 19–22 Uhr) und online unter
                   fm4.orf.at/viennale. Auch widmet der Sender den Film KAJILLIONAIRE (USA 2020,
                   Regie: Miranda July).

                   Viennale – Berichterstattung im ORF
                   Die Filmredaktion des ORF berichtet sowohl in einer Sondersendung (am 26.10. um
                   23.25 Uhr, ORF 2) und in der „matinee“ wie auch in der „Kulturzeit“ auf 3SAT ausführlich
                   über die Viennale und begleitet das Festivalgeschehen laufend in den verschiedenen Aus-
                   gaben der „ZIB“.

                   ORF Wien
                   Das Landesstudio Wien liefert Viennale-Programmtipps in „Wien Heute“ (täglich
                   19 Uhr, ORF2) sowie laufende Berichterstattung zum Festival – auch on air auf Radio Wien,
                   Frequenz 89.9 | 95.3.
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