Qualitätsbericht 2017 der FOM Hochschule für Oekonomie & Management
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IMPRESSUM IMPRESSUM Titel Qualitätsbericht 2017 der FOM Hochschule für Oekonomie & Management Herausgeber und Redaktion FOM Hochschule für Oekonomie & Management Autoren Bernhard Minke Prof. Dr. Frank P. Schulte Nina Haisch Dr. Gina Mende Kai Wang‐Dösch Erschienen im November 2017 ©FOM Hochschule für Oekonomie & Management, Essen 2017 Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, nur mit vorheriger Genehmigung. 2 FOM QUALITÄTSBERICHT 2017
LEGENDE
Die in den Diagrammen des Qualitätsberichts abgebildeten Piktogramme
veranschaulichen die verschiedenen Perspektiven, aus denen die im Quali‐
tätsbericht behandelten Qualitätsmerkmale bewertet werden.
Ergebnisse aus der Studierendenbe‐
fragung
Ergebnisse aus der Absolventenbe‐
fragung
Ergebnisse aus der Lehrendenbefra‐
gung
Daten aus den
Verwaltungssystemen der FOM
Besondere Projekte zur Qualitätsent‐
wicklungINHALTSVERZEICHNIS
Vorwort................................................................................................................................................................................................................................................... 7
1. FOM 2017: Zahlen, Daten, Fakten .................................................................................................................................................................................................. 8
1.1. Studiengangsangebot der FOM .............................................................................................................................................................................................. 8
1.2. Studierende und Absolventen .............................................................................................................................................................................................. 11
1.3. Wissenschaftliches Personal................................................................................................................................................................................................. 12
1.4. Forschungsstruktur und Forschungseinrichtungen der FOM ...............................................................................................................................................16
1.5. Kooperationen ...................................................................................................................................................................................................................... 16
2. Qualitätsmanagement an der FOM .............................................................................................................................................................................................. 18
2.1. Qualitätsmanagement mit System ....................................................................................................................................................................................... 18
2.2. Qualitätskultur und Qualitätsverantwortung ....................................................................................................................................................................... 21
2.3. Weiterentwicklung des QM‐Systems ................................................................................................................................................................................... 24
3. Qualität an der FOM ..................................................................................................................................................................................................................... 27
3.1. Das Qualitätsverständnis der FOM ....................................................................................................................................................................................... 27
3.2. Gute Lehre und Erfolgreiches Studium................................................................................................................................................................................. 29
3.3. Beste Rahmenbedingungen.................................................................................................................................................................................................. 42
3.4. Angewandte Forschung ........................................................................................................................................................................................................ 50
3.5. Vielfalt und Internationalität ................................................................................................................................................................................................ 52
3.6. Verantwortung und Integrität .............................................................................................................................................................................................. 58
4. Ausblick 2018 ................................................................................................................................................................................................................................ 60INHALTSVERZEICHNIS ABBILDUNGSVERZEICHNIS Abbildung 1: Hochschulbereiche der FOM ............................................................................................................................................................................................. 8 Abbildung 2: Entwicklung der Studierendenzahlen an der FOM ......................................................................................................................................................... 11 Abbildung 3: Forschungsstruktur der FOM .......................................................................................................................................................................................... 16 Abbildung 4: Der PDCA‐Zyklus an der FOM .......................................................................................................................................................................................... 18 Abbildung 5: Evaluationen an der FOM ............................................................................................................................................................................................... 19 Abbildung 6: Poster‐Kampagne zur Studierendenbefragung............................................................................................................................................................... 21 Abbildung 7: Die sieben Maxime der FOM........................................................................................................................................................................................... 27 Abbildung 8: Handlungsfelder für Lehr‐ & Studienerfolg in der Lehrstrategie der FOM ..................................................................................................................... 28 Abbildung 9: Verteilung der Abschlussnoten ....................................................................................................................................................................................... 30 Abbildung 10: Möglichkeit, die Studienanforderungen in der Zeit zu erfüllen ....................................................................................................................................31 Abbildung 11: Stoffvermittlung durch Lehrende.................................................................................................................................................................................. 32 Abbildung 12: Fachliche Qualität der Lehre ......................................................................................................................................................................................... 32 Abbildung 13: Qualität der Unterlagen ................................................................................................................................................................................................ 33 Abbildung 14: Verfügbarkeit von beruflich stark geforderten Kompetenzen......................................................................................................................................35 Abbildung 15: Veränderungen im Umfang der Budget‐ und Umsatzverantwortung .......................................................................................................................... 36 Abbildung 16: Einkommen in der derzeitigen Beschäftigung .............................................................................................................................................................. 36 Abbildung 17: Praxisbezogene Lehrinhalte .......................................................................................................................................................................................... 38 Abbildung 18: Lehrende aus der Praxis ................................................................................................................................................................................................ 38 Abbildung 19: Urkunde eines Studiengangs nach erfolgreicher Evaluation durch die EKS ................................................................................................................. 39 Abbildung 20: Gesamtzufriedenheit mit der Lehre .............................................................................................................................................................................. 41 Abbildung 21: Weiterempfehlung des Studiums an der FOM ............................................................................................................................................................. 41 Abbildung 22: Studienorganisation ...................................................................................................................................................................................................... 42 Abbildung 23: Bewertung des Online‐Campus ..................................................................................................................................................................................... 42 Abbildung 24:Terminplanung der Vorlesungen und Klausuren ........................................................................................................................................................... 43 Abbildung 25: Absolventenbewertung der zeitlichen Koordination der Lehrveranstaltungen ........................................................................................................... 43 Abbildung 26: Ausstattung der Lehr‐ und Lernräume .......................................................................................................................................................................... 44 Abbildung 27: Impressionen des neuen Hochschulzentrums in Düsseldorf ........................................................................................................................................44 Abbildung 28: Beratung durch Zentrale Studienberatung ................................................................................................................................................................... 46 FOM QUALITÄTSBERICHT 2017 5
INHALTSVERZEICHNIS Abbildung 29: Beratung durch die Regionale Studienberatung ........................................................................................................................................................... 46 Abbildung 30: Individuelle Beratung im Studiengang .......................................................................................................................................................................... 47 Abbildung 31: Geschwindigkeit der Anliegenbearbeitung ................................................................................................................................................................... 47 Abbildung 32: Abstimmung der Lehrenden untereinander ................................................................................................................................................................. 48 Abbildung 33: Unterstützung durch die Modulleitung ........................................................................................................................................................................ 48 Abbildung 34: Service und Betreuung der Lehrenden am Hochschulzentrum ....................................................................................................................................49 Abbildung 35: Internationalisierung an der FOM ................................................................................................................................................................................. 53 TABELLENVERZEICHNIS Tabelle 1: Angebotene FOM‐Bachelorstudiengänge WS 16/17 und SS 17 ............................................................................................................................................ 9 Tabelle 2: Angebotene FOM‐Masterstudiengänge WS 16/17 und SS 17 .................................................................................................................................................10 Tabelle 3: Studierendenzahlen an der FOM ......................................................................................................................................................................................... 11 Tabelle 4: Übersicht zu durchgeführten Weiterbildungsveranstaltungen ...........................................................................................................................................13 Tabelle 5: Aufgabenverteilung zwischen zentraler und dezentraler Verantwortung in der Lehre ...................................................................................................... 14 Tabelle 6: Die Qualitätsteams der FOM ............................................................................................................................................................................................... 20 Tabelle 7: Erasmusprogramme der FOM 2016/2017 ........................................................................................................................................................................... 54 Tabelle 8: Master‐Auslandsprogramme der FOM 2015‐2017.............................................................................................................................................................. 55 6 FOM QUALITÄTSBERICHT 2017
Wurde in den vergangenen Jahren die stabile FOM auf oberster strategischer Ebene, inwie‐
VORWORT Basis für die bestehende Qualitätskultur gelegt, weit die hohen Qualitätsziele erreicht wurden.
Die FOM Hochschule zeichnet sich seit ihrer wurden im Berichtszeitraum nun insbesondere Durch die Identifikation von Best Practices und
Gründung im Jahr 1991 durch die Dualität von Transparenz und zielgruppenorientierte Infor‐ den kritischen Diskurs zu Handlungsfeldern wird
Theorie und Praxis aus. Die Studiengänge der mationsflüsse weiterentwickelt. Hierfür wurden auch auf Ebene der gesamten Hochschule so der
FOM verbinden die Berufswelt der Studierenden u.a. für Funktionsträger Scorecards entwickelt, Regelkreis geschlossen.
und die akademischen Ausbildungsangebote die einen noch schnelleren und detaillierteren
durch praxisorientierte Lehre, Unterstützung Überblick über relevante Kennzahlen ermögli‐ Als eine der ersten Hochschulen in Deutschland
beim Transfer der erlernten akademischen In‐ chen und damit zeitnah und systematisch Infor‐ wird die FOM sich bereits 2018 der Re‐Sys‐
halte in die Berufspraxis, praxiserfahrene Leh‐ mationen zur Qualität in Studiengängen, Modu‐ temakkreditierung stellen. Das etablierte Quali‐
rende und angewandte studiengangsbezogene len und an Studienzentren vermitteln. Diese Er‐ tätsmanagementsystem der FOM und die aus‐
Forschung. Evaluationen und Feedback, ein ent‐ kenntnisse initiieren dann z.B. in den Regional‐ geprägte Qualitätskultur der Hochschule sind
wicklungsorientierter Diskurs in allen Bereichen konferenzen bundesweit abgestimmte Quali‐ hervorragende Ausgangspunkte für einen er‐
der Hochschule und Projekte zur Qualitätsver‐ tätssteuerungsprozesse. In diesen Entwicklun‐ folgreichen Abschluss dieser externen Zertifizie‐
besserung und Zukunftssicherung, an denen gen manifestiert sich der hohe Qualitätsan‐ rung nach den Standards des deutschen Akkre‐
Vertretungen aller Statusgruppen der Hoch‐ spruch der FOM Hochschule. ditierungsrats.
schule partizipativ mitwirken, prägen und entwi‐
ckeln die Qualitätskultur der FOM seit vielen Ein exzellentes Qualitätsmanagement mit adä‐
Jahren. Das professionelle Hochschulmanage‐ quaten Instrumenten und Prozessen ermöglicht
ment unterstützt dabei die Lehr‐ und For‐ Transparenz und stetige Qualitätsentwicklung,
schungsbereiche auf allen Ebenen und begrün‐ die das Wachstum in Studierendenzahlen, Hoch‐
det damit u.a. das besondere Format der Hoch‐ schulbereichen und Studiengängen in den letz‐
schule. Mit der erfolgreichen Systemakkreditie‐ ten Jahren erfolgreich ermöglicht haben. Die Ab‐
rung 2012 und der erfolgreichen Institutionellen sicherung und Weiterentwicklung der Qualität
Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat in allen Leistungen der FOM war ein zentrales
2016 wurde die Wirksamkeit dieses Systems Ziel der Hochschulentwicklung in den vergange‐
durch externe Expertinnen und Experten mehr‐ nen Jahren und ist auch im Leitbild reflektiert. Im Prof. Dr. Burghard Hermeier Bernhard Minke M.A.
Rektor Qualitätsmanagementbeauftragter
fach bestätigt. Rahmen des Qualitätsberichts resümiert dieFOM 2017: ZAHLEN, DATEN, FAKTEN
1. FOM 2017: ZAHLEN, DATEN, FAK‐
TEN
1.1. STUDIENGANGSANGEBOT Die Hochschulbereiche „Wirtschaft & Manage‐ gänge und 16 Master‐Studiengänge an 28 Hoch‐
Die von der FOM Hochschule angebotenen Stu‐ ment“, „Wirtschaft & Psychologie“, „Wirtschaft schulzentren angeboten. Die FOM hat ihr Studi‐
diengänge sind acht Hochschulbereichen, basie‐ & Recht“, „Ingenieurwesen“, „IT Management“ engangsportfolio zum Wintersemester
rend auf ihrem thematischen Inhalt und der Or‐ sowie „Gesundheit & Soziales“ sind konsequent 2016/2017 um drei Studiengänge erweitert:
ganisationsstruktur, zugordnet (vgl. Abbildung auf berufsbegleitende Studiengänge ausgerich‐ Marketing & Digitale Medien (B.A.), Taxation
1). Dies ermöglicht Studieninteressenten einen tet. Im Hochschulbereich „Duales Studium“ wer‐ (LL.M.) sowie Business Administration Internati‐
strukturierten Überblick über das Studienange‐ den Angebote zusammengefasst, die in beson‐ onal (B.A.). Darüber hinaus wurden zum Som‐
bot der FOM. derem Maße auf Studierende ausgerichtet sind, mersemester 2017 viele Masterstudiengänge in
die zeitlich parallel und inhaltlich verzahnt eine weiterentwickelter Form angeboten.
akademische sowie eine berufliche Erstqualifi‐
kation anstreben. Der Hochschulbereich „Of‐ In Tabelle 1 und Tabelle 2 werden die im Be‐
fene Hochschule“ richtet sich an Studieninteres‐ richtszeitraum angebotenen Bachelor‐ und Mas‐
sentinen und ‐interessenten, die ihre berufli‐ terstudiengänge aufgeführt. Neben der Bezeich‐
chen Fortbildungen anrechnen lassen möchten. nung und dem Abschlussgrad sind dort auch An‐
Neben den berufs‐ bzw. ausbildungsbegleiten‐ gaben zu der Regelstudienzeit (RSZ), zu den zu
den FOM Studiengängen werden an der eufom erwerbenden CreditPoints (CP, nach dem Euro‐
Business School und an der German‐Sino School pean Credit Transfer System), dem Studien‐
of Business & Technology an ausgewählten gangs‐Profil und dem Zeitpunkt der letzten Be‐
Hochschulzentren Vollzeitstudiengänge angebo‐ gutachtung durch die Evaluierungskommission
ten. Studiengang (vgl. Kapitel 3.2.4) gelistet.
Im Berichtszeitraum (Wintersemester
2016/2017 und Sommersemester 2017) wurden
an der FOM insgesamt 17 Bachelor‐Studien‐
Abbildung 1: Hochschulbereiche der FOM
8 FOM QUALITÄTSBERICHT 2017FOM 2017: ZAHLEN, DATEN, FAKTEN
Tabelle 1: Angebotene FOM‐Bachelorstudiengänge WS 16/17
und SS 17
Letzte Begutachtung durch die Evaluierungs‐
Studiengang Akademischer Grad RSZ CP Profil Status
kommission Studiengang (EKS)
Banking & Finance Bachelor of Arts 7 180 grundständig‐TZ Laufend 19.06.2015
Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie Bachelor of Science 7 180 grundständig‐TZ Laufend 11.09.2015
Business Administration Bachelor of Arts 7 180 grundständig‐TZ Laufend 27.03.2015
Business Administration (International) China Bachelor of Arts 7 180 grundständig‐TZ Laufend 22.07.2016
Elektrotechnik & Informationstechnik Bachelor of Engineering 8 210 grundständig‐TZ Laufend 04.12.2012
European Business & Psychology Bachelor of Science 7 210 grundständig‐VZ Laufend 12.03.2013
European Management Bachelor of Arts 7 210 grundständig‐VZ Laufend 12.03.2013
Gesundheits‐ und Sozialmanagement Bachelor of Arts 7 180 grundständig‐TZ Laufend 11.09.2015
Gesundheitspsychologie & Pflege Bachelor of Arts 7 180 grundständig‐TZ Laufend 25.02.2014
International Management Bachelor of Arts 7 180 grundständig‐TZ Laufend 27.03.2015
Marketing & Digitale Medien Bachelor of Arts 7 180 grundständig‐TZ Laufend 23.05.2016
Maschinenbau Bachelor of Engineering 8 210 grundständig‐TZ Laufend 04.12.2012
Öffentliches Recht Bachelor of Laws 6 210 grundständig‐TZ Laufend 06.05.2014
Steuerrecht Bachelor of Laws 7 180 grundständig‐TZ Laufend 11.09.2015
Wirtschaftsinformatik Bachelor of Science 7 180 grundständig‐TZ Laufend 19.06.2015
Wirtschaftsingenieurwesen Bachelor of Science 8 210 grundständig‐TZ Laufend 11.09.2015
Wirtschaftsrecht Bachelor of Laws 7 180 grundständig‐TZ Laufend 27.03.2015
FOM QUALITÄTSBERICHT 2017 9FOM 2017: ZAHLEN, DATEN, FAKTEN
Tabelle 2: Angebotene FOM‐Masterstudiengänge WS 16/17
und SS 17
Letzte Begutachtung durch die Evaluie‐
Studiengang Akademischer Grad RSZ CP Profil Status
rungs‐kommission Studiengang (EKS)
Business Administration MBA 4 120/90** Master weiterbildend ‐ TZ Laufend 31.03.2017
Finance & Accounting Master of Science 4/5* 120 Master konsekutiv ‐ TZ Laufend 22.07.2016
Human Resource Management Master of Science 4/5* 120 Master konsekutiv ‐ TZ Laufend 23.09.2016
IT‐Management Master of Science 4/5* 120 Master konsekutiv ‐ TZ Laufend 22.07.2016
Logistic & Supply Chain Manage‐ 4/5*
Master of Science 120 Master konsekutiv ‐ TZ Laufend 23.09.2016
ment
Management Master of Arts 4 120/90** Master weiterbildend ‐ TZ Laufend 31.03.2017
Marketing & Communication Master of Science 4/5* 120 Master konsekutiv ‐ TZ Laufend 22.07.2016
Public Health Master of Science 4/5* 120 Master konsekutiv ‐ TZ Laufend 25.11.2016
Risk Management & Treasury Master of Science 4/5* 120 Master konsekutiv ‐ TZ Laufend 23.09.2016
Sales Management Master of Science 4/5* 120 Master konsekutiv ‐ TZ Laufend 22.07.2016
Taxation Master of Laws 5 120 Master konsekutiv ‐ TZ Laufend 23.05.2016
Technologie‐ und Innovationsma‐ 4/5*
Master of Science 120 Master konsekutiv ‐ TZ Laufend 22.07.2016
nagement
Unternehmensrecht, Mergers & Ac‐
Master of Laws 4/5* 120 Master konsekutiv ‐ TZ Laufend 23.09.2016
quisitions
Wirtschaftspsychologie Master of Science 4/5* 120 Master konsekutiv ‐ TZ Laufend 23.09.2016
Accounting & Financial Manage‐ 4
Master of Arts 120 Master nicht‐konsekutiv ‐ VZ Laufend 15.01.2013
ment (englisch/deutsch)
International Marketing 4
Master of Arts 120 Master nicht‐konsekutiv ‐ VZ Laufend 15.01.2013
(deutsch/englisch)
* Studienstart WS16/17: 4 Semester RSZ; Studienstart SS 17: 5 Semester RSZ
** Studienstart WS16/17: 120 CP; Studienstart SS 17: 90 CP
10 FOM QUALITÄTSBERICHT 2017FOM 2017: ZAHLEN, DATEN, FAKTEN
1.2. STUDENTINNEN UND STUDENTEN SOWIE AB‐
SOLVENTINNEN UND ABSOLVENTEN
Zum Ende des Sommersemesters 2017 (dem
Ende des Betrachtungszeitraums) waren insge‐
samt rund 40.000 Studierende in den Studien‐
gängen an der FOM eingeschrieben (vgl. Abbil‐
dung 2). Insgesamt ist der Anteil an weiblichen
und männlichen Studierenden ausgeglichen. In
den Masterstudiengängen zeigt sich ein leicht
höherer Anteil an männlichen Studierenden,
wobei bei den Studienanfängern im Masterbe‐
reich ein ausgeglichenes Verhältnis vorliegt. So‐
wohl in den Masterstudiengängen als auch in
den Bachelorstudiengängen lag der Anteil aus‐
ländischer Studentinnen und Studenten bei 6 %
Abbildung 2: Entwicklung der Studierendenzahlen an der FOM
(vgl. Tabelle 3).
Tabelle 3: Studierendenzahlen an der FOM
Anzahl Gesamt männlich weiblich inländisch ausländisch
Bachelor‐Studiengänge
Eingeschrieben im SS 17 32163 15919 16244 30148 2015
Studienanfänger im WS 16/17 6792 3313 3479 6298 494
Studienanfänger im SS 17 2258 1069 1189 2108 150
Master‐Studiengänge
Eingeschrieben im SS 17 8552 4524 4028 8074 478
Studienanfänger im WS 16/17 2552 1320 1232 2412 140
Studienanfänger im SS 17 805 398 407 748 57
FOM QUALITÄTSBERICHT 2017 11FOM 2017: ZAHLEN, DATEN, FAKTEN
1.3. WISSENSCHAFTLICHES PERSONAL Der Einsatz von Lehrbeauftragten ist an der FOM Qualifizierung des wissenschaftlichen Personals
1.3.1. HAUPTBERUFLICHE PROFESSORINNEN UND aufgrund des differenzierten Studienangebots durch Weiterbildungen ist daher von zentraler
mit vielen Spezialisierungsmöglichkeiten und Bedeutung. Schwerpunkte der Qualifizierungs‐
PROFESSOREN UND LEHRBEAUFTRAGTE
der didaktischen Besonderheiten von Studien‐ maßnahmen waren zum Beispiel die Stärkung
Die Lehrenden der FOM sind haupt‐ oder neben‐ gängen für Berufstätige besonders wichtig. Um der Medienkompetenz der Lehrenden und die
beruflich an den Studienzentren tätig. Durch die Integration aktueller praxisrelevanter In‐ Integration der Transferdidaktik in die Lehre. Le‐
ihre praktische und wissenschaftliche Expertise halte zu gewährleisten, ist der Einsatz von Spezi‐ benslanges Lernen ermöglicht einen gezielten
sind sie im besonderen Maße dazu geeignet, alistinnen und Spezialisten als nebenberufliche Ausbau von Kompetenzen – in jedem Alter und
Studierende durch anwendungsbezogene Lehre Dozentinnen und Dozenten essentiell. Von den in jeder Position. Die FOM Hochschule legt da‐
auf Fach‐ und Führungsaufgaben in der Praxis Studierenden wird die Mehrzahl der Lehrbeauf‐ her großen Wert auf die intensive fachliche, di‐
vorzubereiten. Sowohl die hauptberuflich als tragten aufgrund ihres hohen Integrationsgra‐ daktische und methodische Weiterbildung ihrer
auch die nebenberuflich Lehrenden verfügen des und wiederholten Einsatzes wie hauptberuf‐ Lehrenden.
über eine enge Anbindung an die Unternehmen‐ liche FOM Lehrende wahrgenommen. Im Som‐
spraxis. mersemester 2017 wurden bundesweit 1.400 Das größte Weiterbildungsformat der FOM, die
Lehrbeauftragte eingesetzt. Mehr als 24 % der 4‐tägigen zentralen Dozententage, fanden im
Hauptberufliche Professorinnen und Professo‐ Lehrbeauftragten lehrten bereits länger als zwei Februar 2017 in Essen mit Thementagen zu For‐
ren übernehmen an der FOM den größten Teil Jahre an der FOM. Durchschnittlich 10 % der schung, Strategie, Prüfung & Lehre sowie Inter‐
der Lehre. Durch ihre hohen wissenschaftlichen Lehrbeauftragten lehren bereits länger als fünf disziplinäres statt. An der Dozentenvollver‐
und praktischen Qualifikationen sind sie in der Jahre an der FOM. Dabei erfüllen regelmäßig sammlung, die unter dem Motto „Lehre & For‐
Lage, das Potenzial der beruflichen Erfahrungs‐ mehr als ein Drittel der Lehrbeauftragten die Be‐ schung – The Next Level“ stand, nahmen über
welt der Studierenden zu nutzen und Lernpro‐ rufungskriterien des Hochschulgesetzes (§ 36 350 Lehrende teil.
zesse am aktuellen Stand der Forschung zu ori‐ HG NRW).
entieren. Im abgeschlossenen Hochschuljahr Das Programm der bundesweiten regionalen
waren insgesamt über 400 hauptberufliche Pro‐ Dozententage ergänzte im Berichtszeitraum das
1.3.2. (WEITER‐) QUALIFIZIERUNG UND ABSTIM‐
fessorinnen und Professoren an der FOM tätig zentrale Programm und griff in bewährter Form
MUNG UNTER DEN LEHRENDEN
und erbrachten im Wintersemester 2016/2017 die Bedarfe der Regionen auf und förderte dar‐
58,0 % und im Sommersemester 2017 60,5 % Die entscheidenden Akteure bei der Sicherung über hinaus den kollegialen Austausch zu The‐
der Lehre. und Fortentwicklung der Qualität in der Lehre men rund um Lehre und Forschung. Die Veran‐
sind die einzelnen Lehrenden. Eine fortlaufende
12 FOM QUALITÄTSBERICHT 2017FOM 2017: ZAHLEN, DATEN, FAKTEN
staltungsorte in diesem Jahr waren die Hoch‐ beginnend mit dem WS 2018/2019, durch die Er‐ Tabelle 4: Übersicht zu durchgeführten Weiterbildungsver‐
anstaltungen
schulzentren Frankfurt, Hamburg, Essen und kenntnisse aus der Evaluierung optimiert, ein
Berlin. Zielgruppe der zentralen und regionalen weiteres Mal durchgeführt werden. Titel der Weiterbildungsveranstaltungen
Dozententage sind nicht nur die hauptberuflich (Auswahl 2017)
Lehrenden, sondern auch die Lehrbeauftragten Methoden quantitativer Forschung – Datenhandlung
der FOM. Hierdurch ergibt sich eine Fülle von und Einstieg in die Analyse mit R
Workshop Einführung in Methoden qualitativer For‐
Möglichkeiten beispielsweise zur Abstimmung
schung
über Forschungsprojekte, Lehrinhalte, Weiter‐ Vielfalt in der Lehre – Herausforderungen im Umgang
entwicklung der Studiengänge und innovative mit heterogenen Gruppen
Lehr‐ und Prüfungsformen. Im vergangenen Jahr Bestimmung von Lehrzielen & Lernergebnissen – Didak‐
wurden rund 80 unterschiedliche zentrale und tische Basisqualifizierung
dezentrale Weiterbildungsveranstaltungen Innovative Lehrprojekte
durchgeführt (vgl. Tabelle 4).
Evaluierung der eigenen Lehrveranstaltung
Die erste Kohorte des 18‐monatigen Formats Achtsamkeitstoolbox: Workshop zur Achtsamkeit im
„Förderprogramm Wissenschaftsmanagement“ Hochschulalltag
Fachlichkeitsworkshops zu Industrie 4.0, Turnaround
(Beginn im WS 2015/2016) konnte im Berichts‐
Management, Gesundheit & Soziales
zeitraum von fast allen Teilnehmenden erfolg‐
Visualisierung: Kreative Gestaltung von Flipcharts
reich absolviert werden. Ziel des Programms war
es, (zukünftigen) Funktionsträgern der Hoch‐ Medienkompetenz mit aktivierenden Lernmethoden –
Tipps & Tricks zum Ausprobieren
schule die für die vorgesehenen Positionen er‐
Leistungsbewertung von Prüfungsleistungen – Didakti‐
forderlichen Fach‐, Sozial‐ und Transferkompe‐ sche Basisqualifizierung
tenzen zu vermitteln. Die meisten Absolventin‐
Betreuung und Bewertung von Abschlussarbeiten
nen und Absolventen des Programms nehmen
bereits Aufgaben im Wissenschaftsmanagement Motivierung von Studierenden
wahr, z.B. als Studienleitungen, Dekane, oder
Schwierige Gesprächssituationen in der Lehre – vonei‐
Modulleitungen. Das Programm wurde abschlie‐ nander Lernen
ßend evaluiert und als gut strukturiert und ziel‐
führend bewertet. Daher wird das Programm
FOM QUALITÄTSBERICHT 2017 13FOM 2017: ZAHLEN, DATEN, FAKTEN
1.3.3. UNTERSTÜTZUNG DER LEHRENDEN DURCH der Wahl von Vertiefungsrichtun‐ Tabelle 5: Aufgabenverteilung zwischen zentraler und dezentraler Verantwortung
in der Lehre
WISSENSCHAFTLICHE FUNKTIONSTRÄGER UND gen oder der Erläuterung von Stu‐
MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER dien‐ und Prüfungsordnungen.
Weitere wissenschaftliche Mitar‐
Die bundesweit tätigen Modulleitungen sind in beiterinnen und Mitarbeiter unter‐
der Regel nicht nur fachlich ausgewiesene Leh‐ stützen die Bereiche strategische
rende, sondern ebenfalls Wissenschaftsmana‐ Hochschulentwicklung, wissen‐
gerinnen und ‐manager, die sowohl mit der be‐ schaftliche Dienste, Unterneh‐
sonderen Studierendenstruktur als auch den mensorganisation, Personal, Kom‐
FOM‐Besonderheiten hinsichtlich Organisation, munikation & Marketing sowie Fi‐
Verwaltung und Studiengangskonzeption ver‐ nanzen & Infrastruktur.
traut sind. Dies ermöglicht u. a. ein umfassendes
und qualitätsgesichertes Zusammenspiel zentra‐
ler und dezentraler Lehrverantwortlichkeiten
zwischen Modulleitungen und Lehrenden. Zu‐
gleich führen diese und weitere digitale Unter‐
stützungsprozesse zu einer Entlastung der FOM
Lehrenden (vgl. u.a. Tabelle 1). Insbesondere
das zentral zur Verfügung gestellte Lehr‐/Lern‐
material wird in den nächsten Semestern syste‐
matisch evaluiert und im Sinne der Qualitätssi‐
cherung als fester Bestandteil in die Lehre inte‐
griert.
Zahlreiche wissenschaftliche Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter sind an den Hochschulzentren
und in der Zentralen Studienberatung tätig. Sie
unterstützen die Lehre u.a. durch die Beratung
in lehr‐ und standortbezogenen Fragen, wie z.B.
14 FOM QUALITÄTSBERICHT 2017FOM 2017: ZAHLEN, DATEN, FAKTEN
15 Jahre FOM Frauen‐Foren: Erfolgreiche Unterstützung für weibliche Karrieren
Im Jahr 2002 ging das Veranstaltungsformat der FOM Frauen‐Foren in Essen, damals noch unter dem Titel „Infotag für Frauen“, an den Start. In den vergan‐
genen 15 Jahren wurden inzwischen über 60 Frauen‐Foren in 17 verschiedenen Städten durchgeführt. Zielsetzung des Formats ist es, Frauen auf ihrem indi‐
viduellen Karriereweg zu unterstützen. So geht es an den Abenden beispielsweise um Hilfestellungen für das Netzwerken oder Ansätze zur Entwicklung eines
starken Selbstmarketings, es werden beispielhafte Vorbilder vorgestellt und Diskussionen über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf initiiert. Das lokal
ausgerichtete Konzept soll die Teilnehmerinnen insbesondere dabei unterstützen, ihre beruflichen Ambitionen zu festigen und vor Ort neue Kontakte zu
knüpfen. Aus diesem Grund wurde in den letzten Jahren systematisch die Netzwerklounge etabliert, die es unmittelbar im Anschluss an die jeweiligen inhalt‐
lichen Impulse ermöglicht, sich zum Thema auszutauschen und das Gelernte direkt anzuwenden. Um das Format kontinuierlich zu verbessern, wurde im Jahr
2014 ein Evaluationsbogen konzipiert, der mithilfe 12 standardisierter Fragen erhebt, wie die Teilnehmerinnen die einzelnen Veranstaltungen beurteilen.
Durch die Evaluation wurden bisher über 30 Veranstaltungen erfasst, wobei von insgesamt 2775 Teilnehmerinnen (und wenigen Männern) in diesem Zeitraum
rund 1160 den Fragebogen ausgefüllt haben. Die Teilnehmerinnen der Frauen‐Foren kommen in der Regel, um „etwas Neues [zu] lernen“, das ist mit 77 %
die häufigste Erwartung an die Veranstaltung. Knapp 43 % erwarten außerdem, die „Karriereplanung voranzubringen“ und „neue Kontakte zu knüpfen“.
Diese Erwartungen werden bei über 35 % der befragten Teilnehmerinnen voll und ganz erfüllt. Insgesamt geben sogar
über 80 % der Frauen an, dass die Erwartungen an die Veranstaltung mindestens erfüllt (bzw. voll und ganz erfüllt und
erfüllt) wurden. Weiterhin wird erfragt, wie die Veranstaltung den Frauen insgesamt und hinsichtlich verschiedener
Teilaspekte gefallen hat. So erfolgt bspw. eine Bewertung der Vorträge/ Workshops, der Möglichkeit des Netzwer‐
kens, der Location etc. auf einer Skala von „voll und ganz“ bis „gar nicht“. Sämtliche Aspekte erhalten dabei eine
positive Bewertung von mindestens 70 %. Das erfolgreiche Format wird daher fortgeführt und perspektivisch auf wei‐
tere FOM Hochschulzentren ausgeweitet.
FOM QUALITÄTSBERICHT 2017 15FOM 2017: ZAHLEN, DATEN, FAKTEN
1.4. FORSCHUNGSSTRUKTUR UND FORSCHUNGSEIN‐ Eigeninitiativ oder auf Basis einer Initiierung wurde das ifid Institut für IT‐Management & Di‐
RICHTUNGEN durch die Hochschule wird den Forschenden die gitalisierung unter der wissenschaftlichen Lei‐
Um institutionell auch den durch den Wissen‐ Gelegenheit zum fachlichen Austausch im Rah‐ tung von Prof. Dr. Uwe Kern gegründet. Als Kom‐
schaftsrat formulierten forschungsbezogenen men von sogenannten Round‐Tables gegeben. petenzCentren wurden das KCQ Kompetenz‐
Anforderungen des Mastersektors zu entspre‐ Zur stärkeren formellen Ausgestaltung eines Centrum für industrielle Forschung & Qualifika‐
chen, wurden die Forschungsaktivitäten in den Forschungsfeldes können Forschungsteams aus tion sowie das KCN KompetenzCentrum für
entsprechenden wissenschaftlichen Fachgebie‐ einem Round‐Table heraus gemeinsame For‐ nachhaltige Entwicklung neu gegründet. Mit
ten erhöht. Im Zuge der Umsetzung der master‐ schungsaktivitäten (Publikationen, Ausrichtung dem KCBT KompetenzCentrum for Business &
kongruenten Forschungsprofilierung zielt die von und Teilnahme an Konferenzen, Einwerben Technology befindet sich erstmals eine aus‐
FOM Hochschule auf eine systematische Institu‐ von Drittmitteln etc.) entwickeln und umsetzen. schließlich international ausgerichtete For‐
tionalisierung von strategisch relevanten For‐ Nachhaltig erfolgreiche Forschungsteams kön‐ schungseinrichtung der FOM Hochschule in
schungsfeldern sowie auf die Verbesserung von nen bei der Hochschulleitung die Gründung ei‐ Gründung.
Zugangsmöglichkeiten zu den Forschungsein‐ nes KompetenzCentrums (KC) beantragen, in
richtungen ab (vgl. Abbildung 3). dem es den Forschenden u.a. möglich ist eine ei‐ 1.5. KOOPERATIONEN
gene thematische Schriftenreihe zu publizieren Als Hochschule der Wirtschaft legt die FOM tra‐
und die erbrachte Forschungsleistung auf der ditionell besonderen Wert auf einen hohen Pra‐
FOM Homepage zu präsentieren. Sobald sich KC xisbezug in ihren Studiengängen und arbeitet
nachhaltig profiliert haben, können diese zu In‐ dazu eng mit verschiedenen Partnern aus der
Instituten der FOM Hochschule weiterentwi‐ Wirtschaft zusammen. Der Grad der Koopera‐
ckelt werden. Diese tragen durch Drittmittelpro‐ tion reicht dabei von der reinen Finanzierung
jekte, Veröffentlichungen, Netzwerkaktivitäten einzelner Studienplätze durch den Arbeitgeber
etc. umfassend zur Stärkung des thematischen bis hin zu gemeinsam entwickelten Studiengän‐
Forschungsschwerpunkts bei. Da die For‐ gen, die an den spezifischen Bedarfen der Wirt‐
schungsleistungen der Institute für die FOM schaft ausgerichtet sind. Zahlreiche internatio‐
Hochschule eine besonders große Multiplikati‐ nal tätige Konzerne und mittelständische Unter‐
ons‐ und Außenwirkung haben, wird von Institu‐ nehmen haben die Potenziale eines Studiums
ten ein stetiger Output erwartet. Zum Berichts‐ neben dem Beruf bereits erkannt. Darunter sind
zeitpunkt verfügt die FOM über 12 Kompetenz‐ namhafte Unternehmen wie Aldi, Allianz, Ber‐
Abbildung 3: Forschungsstruktur der FOM
Centren und 10 Institute. Im Berichtszeitraum
16 FOM QUALITÄTSBERICHT 2017FOM 2017: ZAHLEN, DATEN, FAKTEN telsmann, Deutsche Telekom, Peek & Cloppen‐ burg und Siemens. Dank dieser vielfältigen Zu‐ sammenarbeit erhält die FOM wichtige Impulse für die Einrichtung neuer Hochschulzentren, die Entwicklung neuer Studiengänge und das Ange‐ bot standortspezifischer Zeitmodelle. FOM QUALITÄTSBERICHT 2017 17
QUALITÄTSMANAGEMENT AN DER FOM
2. QUALITÄTSMANAGEMENT AN DER Die FOM setzt sich darüber hinaus selbst weitere Leistungsfähigkeit auf, reagiert auf Entwick‐
Qualitätsziele, die über formale Standards hin‐ lungspotentiale und erhöht dadurch nachhaltig
FOM ausgehen und in der Qualitätskultur der Hoch‐ die Qualität ihrer Leistungen.
2.1. QUALITÄTSMANAGEMENT MIT SYSTEM schule verankert sind. Im Rahmen des QM‐Sys‐
Die vier Schritte des Regelkreises (PDCA‐Zyklus: tems übernehmen alle Mitarbeiterinnen und
Plan‐Do‐Check‐Act) bilden die grundlegende Mitarbeiter der FOM Qualitätsverantwortung in
Systematik des Qualitätsmanagements an der ihren jeweiligen Aufgabenbereichen.
FOM (vgl. Abbildung 4). Die Orientierung am
PDCA‐Zyklus findet bei der Konzeptionierung Innerhalb ihrer Prozesse orientiert sich die FOM
und Entwicklung neuer Strategien, Studien‐ am PDCA‐Zyklus und setzt sich neue Ziele, baut
gänge oder Prozesse Anwendung. Der Regel‐ Wissen über ihre Zielgruppen und die eigene
kreis lässt sich aber auch auf bestehende Pro‐
zesse und Leistungen anwenden. Ein Regelkreis
funktioniert erst dann richtig, wenn er geschlos‐
sen ist. Im Sinne der kontinuierlichen Verbesse‐
rung beginnt er nach dem Durchlaufen aller
Schritte auf einem höheren Qualitätsniveau er‐
neut.
Das QM‐System umfasst die gesamte Hoch‐
schule und alle Standorte. Es orientiert sich ins‐
besondere an den „Standards and Guidelines for
Quality Assurance in the European Higher Edu‐
cation Area“, an den Beschlüssen der Kultusmi‐
nisterkonferenz und an den Regeln des Akkredi‐
tierungsrats. Studierende, Lehrende, For‐
schende, die Verwaltung und die Vertretung der
Berufspraxis sind in das systematische Qualitäts‐
Abbildung 4: Der PDCA‐Zyklus an der FOM
management eingebunden.
18 FOM QUALITÄTSBERICHT 2017QUALITÄTSMANAGEMENT AN DER FOM
2.1.1. EVALUATIONEN
Im Rahmen des QM‐Systems werden zur daten‐
basierten Analyse der Leistungsbereiche der
FOM regelmäßig und anlassbezogen Evaluatio‐
nen durchgeführt (vgl. Abbildung 5). Evaluation
bezeichnet hierbei die systematische Untersu‐
chung von Qualität oder Nutzen eines Evaluati‐
onsgegenstands. Hierfür werden Daten aus den
Informationssystemen der Hochschule herange‐
zogen und zahlreiche regelmäßige Befragungen
der Stakeholder‐Gruppen (z.B. Studierende, Ab‐
Abbildung 5: Evaluationen an der FOM
solventinnen und Absolventen, Lehrende, Peers
und Unternehmen) durchgeführt. Bei Bedarf 2.1.2. AUDITS Wenn in einem Audit größere Weiterentwick‐
entwickelt das Evaluationsbüro anlassbezogen lungspotentiale festgestellt werden, wird in der
Das Auditwesen orientiert sich schwerpunktmä‐
weitere Evaluationen und unterzieht die regel‐ Regel ein Qualitätsgewinnprojekt initiiert und
ßig am Hochschulprozessmodell der FOM und
mäßigen Evaluationen einer wissenschaftlichen von den Prozessverantwortlichen oder der
an den dort definierten Führungs‐, Ausführungs‐
Prüfung und Wirkungsanalyse. Die Evaluations‐ Stabsstelle Qualitätsmanagement geleitet. Bei
und Unterstützungsprozessen. Das Auditwesen
aktivitäten der FOM Hochschule orientieren sich der Besetzung der Projektgruppen wird stets die
wird sukzessive ausgebaut und eng mit der Ab‐
an ihrem Leitbild, an der FOM Charta Partner‐ Beteiligung der Fachabteilung sowie des wissen‐
teilung Prozessmanagement abgestimmt. In der
schaft für Lehre und Lernen und an den beson‐ schaftlichen und nichtwissenschaftlichen Be‐
Regel werden Audits mit einem Bericht für die
deren Bedarfen ihrer Stakeholder. Die Details reichs berücksichtigt.
Hochschulleitung und die jeweiligen Prozessei‐
des Evaluationssystems sind in der durch die De‐ gentümer abgeschlossen. Der Auditbericht um‐
legiertenversammlung beschlossenen Evalua‐ fasst die Feststellungen des Audits sowie Emp‐
tionsordnung der FOM festgehalten. fehlungen zu Optimierungsmöglichkeiten, deren
systematische Umsetzung im Rahmen des Maß‐
nahmenmanagements durch die Stabsstelle
Qualitätsmanagement nachverfolgt wird.
FOM QUALITÄTSBERICHT 2017 19QUALITÄTSMANAGEMENT AN DER FOM
Tabelle 6: Die Qualitätsteams der FOM
2.1.3. QUALITÄTSTEAMS
Qualitätsteam Arbeitsbereich „Talente finden Lösungen – Genies erkennen
Probleme“ unter diesem Slogan arbeiten die
Lehr‐ und Prüfungsgestaltung Qualitätsteams der FOM. Die Qualitätsteams
Studien‐ / Seminarprogrammen entwickeln Vorschläge für Innovations‐ und Ver‐
Qualitätsteam Lehre Integration von Forschung besserungsmaßnahmen. Sie sind thematisch in
Services für Lehrende
drei Teams unterteilt (Lehre, Kundendialog, Stu‐
Lehr‐ / lernbezogene Ausstattung
dienservice) und setzen sich aus Mitarbeiterin‐
nen und Mitarbeitern der Verwaltung, Lehren‐
Immatrikulation/Exmatrikulation
den und Studierenden zusammen (vgl. Tabelle
Rechnungsstellung
Qualitätsteam Studienservice Semester‐/Stundenplanung 6).
Prüfungsorganisation/Zeugnisse/Zertifikate
Dienstleistungen (OC, Apps,..) Die Stabsstelle Qualitätsmanagement koordi‐
niert die Teams und unterstützt die Teamleitun‐
Interessentenberatung gen bei ihren Qualitätsgewinnprojekten. Im Be‐
Studien‐/Teilnehmerbetreuung richtszeitraum wurden die Themenbereiche der
Qualitätsteam Kundendialog Alumni
Qualitätsteams weiterentwickelt. Das Qualitäts‐
Social Media / Internetauftritte
Messe‐ / Sonderveranstaltungen
team Lehre kümmert sich nun auch um Fragen
der lehr‐ und lernbezogenen Ausstattung sowie
die Prüfungsgestaltung, das Qualitätsteam Kun‐
dendialog hat sein Portfolio um die Themen
Alumni und Social Media erweitert und das Qua‐
litätsteam Studienservice hat sein Profil auf die
studiennahen Dienstleistungen geschärft.
20 FOM QUALITÄTSBERICHT 2017QUALITÄTSMANAGEMENT AN DER FOM
2.2. QUALITÄTSKULTUR UND QUALITÄTSVERANT‐ hohe Vertrauen in die Qualität der FOM weiter
WORTUNG auszubauen.
Eine Grundvoraussetzung für ein funktionieren‐
des Qualitätsmanagementsystem ist das Be‐ Partizipation in Qualitätsgremien sowie Beteili‐
wusstsein für die gemeinsame Qualitätsverant‐ gung an Befragungen spielen ebenfalls eine
wortung. Im Sinne der Charta „Partnerschaft für große Rolle. So wurden im Sommer 2017 die
Lehre und Lernen“ setzen sich Lehrende, Studie‐ Vertreterinnen und Vertreter der Studierenden‐
rende und Lehrkoordination gemeinsam für die schaft in der EKS, den Qualitätsteams, sowie
kontinuierliche Optimierung von Zielen und Er‐ zahlreichen weiteren hochschulischen Gremien
gebnissen, Prozessen, und Rahmenbedingungen neu gewählt. Im gleichen Zeitraum wurden
im jeweiligen Umfeld ein (vgl. Abbildung 6). Die durch eine Informationskampagne Studierende
Qualitätskultur an der FOM ist geprägt durch und Lehrende auf die anstehenden Befragungen
qualitätsorientierte Dialoge unter Lehrenden, für das Qualitätsmanagement hingewiesen. Die
Studierenden und der Lehrkoordination, einen Rücklaufquoten konnten dadurch gesteigert
offenen Umgang mit Herausforderungen und werden und liegen nun bei rund 30 %. Somit sind
konstruktive Feedbackschleifen mit dem Ziel, repräsentative Ergebnisse ermöglicht worden
gemeinsam an der Weiterentwicklung der Hoch‐ und die Nutzbarkeit der Befragungsergebnisse
schule zu arbeiten. Die Qualitätskultur zeichnet ist gewährleistet (vgl. Abbildung 6). Die Ergeb‐
sich auch durch ein hohes Maß an dezentralen nisse der Studierendenbefragung können durch
Freiräumen im Sinne der Subsidiarität aus. Hier‐ die Lehrenden veranstaltungsbezogen den Stu‐
bei wird durch das Steuerungssystem der FOM dierenden über den Online‐Campus zur Verfü‐
ein hochschulweiter Standard gesetzt, der aus gung gestellt werden. Rund ein Drittel aller Leh‐
den vielfältigen Erfahrungen in den Studiengän‐ renden nutzt bereits diese Möglichkeit zur Abbildung 6: Poster‐Kampagne zur Studierendenbefragung
gen und an den Hochschulzentren gespeist wird. Transparenzerhöhung. Die Qualitätskultur der
Dieser Rahmen wird vor Ort an den Hochschul‐ FOM zeigt sich in besonderem Maße in den zahl‐
zentren, in den einzelnen Studiengängen bis hin reichen Diskursen zur Qualität in Lehre und
zu Vorlesungen und Prüfungen mit Leben ge‐
füllt. So tragen alle Beteiligten dazu bei, das
FOM QUALITÄTSBERICHT 2017 21QUALITÄTSMANAGEMENT AN DER FOM
Studium an der FOM. In Semestersprechertref‐
fen tauschen sich an den Hochschulzentren Stu‐ Vier Fragen an die Vorsitzenden des FOM‐Studierendenparlaments
dien‐ und Geschäftsleitungen mit der Studieren‐
denvertretung über aktuelle Herausforderun‐ Das Studierendenparlament (StuPa) der FOM ist das höchste beschlussfassende Wahlgremium der Stu‐
gen im Studium aus. Dekane, Modulleitungen dierendenschaft der FOM. Die Semestersprecherinnen und Semestersprecher der einzelnen Studien‐
und Lehrende stimmen sich regelmäßig dazu ab, gangskohorten eines jeden FOM‐Studienzentrums konstituieren das Studierendenparlament. Dieses
wie Studiengänge und Module weiterentwickelt wählt wiederum einen Vorsitz und einen stellvertretenden Vorsitz.
werden können und wie Herausforderungen in
der Durchführung der Lehre gelöst werden kön‐
nen. Auch die Studienleitungen tauschen sich zu
Qualitätsthemen in den Regionen und bundes‐
weit aus. Im Rahmen der jährlichen Tagung der
Studienleitungen wurden im Mai 2017 in Zusam‐
menarbeit des Prorektorats Lehre und der
Alexander Potthoff Cemil Cayli
Stabsstelle Qualitätsmanagement zahlreiche
4. Semester M.Sc. Wirtschaftspsychologie 5. Semester B.A. Business Administration
Qualitätsthemen in World Cafés intensiv disku‐ (Vorsitz des StuPa) (stellv. Vorsitz des StuPa)
tiert und bearbeitet.
Was macht aus Ihrer Sicht die Qualität der FOM aus?
Die FOM zeichnet sich aus unserer Sicht durch die Dualität von Praxis und Theorie aus: die Studiengänge
der FOM sind so gestaltet, dass der Transfer von akademischem Wissen in die Praxis besonders unter‐
stützt wird. Das ist der Schlüssel zu einer hohen Lerneffizienz und zu einem hohen Lernerfolg. Die ideale
Unterstützung durch das praxisorientierte Studium schätzen wir Studierende als eine Chance der per‐
sönlichen Entfaltung sowohl auf der beruflichen als auch auf der wissenschaftlichen Ebene. Zudem zei‐
gen Erfahrungsberichte, dass die FOM in der Wirtschaft und Industrie ein hohes Ansehen genießt und
dass FOM Absolventinnen und Absolventen ‐ genauso wie Absolventinnen und Absolventen eines Voll‐
zeitstudiums ‐ Arbeitsplätze bei angesehenen Unternehmen besetzen. Ein Studienabschluss an der FOM
ist ein wertvoller Karrierebaustein. Darüber hinaus weiß jeder, der ein berufsbegleitendes Studium ab‐
solviert hat, was er zu leisten im Stande ist. Und das wissen auch die Arbeitgeber.
22 FOM QUALITÄTSBERICHT 2017QUALITÄTSMANAGEMENT AN DER FOM Welche Angebote der FOM sind für die Studierenden besonders wichtig? Insgesamt zeigt sich an deutschen Hochschulen seit geraumer Zeit eine sinkende Beurteilung der Qualität in den Vorlesungen. Ein möglicher Erklärungsgrund könnten die veränderten Erwartungen der Studierenden sein, die mittlerweile über Frontal‐Vorlesungen hinausgehen. Wir sehen, dass die FOM stetig an der Weiterentwicklung der Studiengänge und der Veranstaltungsformate arbeitet. Durch kleinere Lehrveranstaltungen an der FOM, ein interaktives Lehrformat und flexible Prüfungsformen wird auf den besonderen Bedarf der Studierenden eingegangen. Dies ist aus unserer Sicht auch nötig, da wir praxisrelevante und aktuelle Studienkonzepte ebenso erwarten, wie attraktive Lehrformate und die Unterstützung des Selbststudiums. Die Lehrenden der FOM bieten eine hoch‐ wertige Lehre, gute unterstützende Medien für die Selbstlernphasen und gut organisierte fachliche Betreuung an. Dabei gehen sie auf den Bedarf der Studie‐ renden ein. Sie nutzen ihren beruflichen Erfahrungsschatz und binden diesen im interaktiven Dialog in die Lehre mit ein. Für uns Studierende ist es wichtig, neben den Vorlesungen auch gute Rahmenbedingungen für eine optimale Vor‐ und Nachbereitung der Inhalte unserer Studienfächer zu haben. Neben dem jederzeit zugreifbaren Online‐Campus und der Studienberatung, welche sich durch Ihre hohe Erreichbarkeit auszeichnet, ist uns der stetige Ausbau der Infra‐ struktur sehr wichtig. Die vielfältigen weiteren Angebote, wie z.B. Forschungsforen oder die lange Nacht der Hausarbeiten werden von den Studierenden sehr geschätzt. Wie bewerten Sie die Möglichkeiten zur Beteiligung der Studierenden am Qualitätsmanagement der FOM? Durch regelmäßige Evaluationen am Ende jedes Semesters haben alle Studierenden die Möglichkeit Themenbereiche wie z.B. Lehre, Rahmenbedingungen und Beratung zu bewerten. Studierende können zusätzlich bei Lehrenden und Studienleitungen direktes Feedback äußern. Zudem bietet die Rolle der Semester‐ sprecherinnen und Semestersprecher als Schnittstelle zwischen Studierenden und Lehrenden sowie Studienleitungen vor allem in regelmäßigen Semester‐ sprechertreffen die Möglichkeit des indirekten Feedbacks. Aus Sicht der Studierendenvertretung wird Feedback an der FOM konstruktiv aufgenommen und wenn möglich in Verbesserungen übersetzt. Studierende haben die Möglichkeit in verschiedenen Gremien unserer Hochschule aktiv mitzuwirken und so ihre Themen einzubringen. Gremien sind unter anderem das Studierendenparlament, einzelne Studiengangsfachgruppen, die Evaluierungskommission Studien‐ gang (EKS) sowie die Qualitätsteams. In den einzelnen Studiengangsfachgruppen zum Beispiel können die Studierenden gemeinsam mit Dekanen und Lehren‐ den bei der Weiterentwicklung von Studiengängen mitwirken. Welche wichtigen Handlungsfelder sehen Sie für die Zukunft? Die Weiterentwicklung der Didaktik sowie die schnelle Integration von neuen Trends und Innovationsthemen in einzelne Module und die Entwicklung innova‐ tiver Studiengänge gehören unseres Erachtens zu den Kernaufgaben einer zukunftsweisenden Hochschule. Die optimale Unterstützung des Transfers zwischen Theorie und Praxis (z.B. durch nebenberuflich Lehrende als Experten aus der Wirtschaft) soll auch zukünftig einen hohen Stellenwert an der FOM haben. Die Einbindung von studentischen Vertreterinnen und Vertretern in wichtige Entwicklungsprozesse ist in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt worden. Wir wünschen uns, dass studentische Interessen an der FOM auch weiterhin bei der Weiterentwicklung der Hochschule berücksichtigt werden. FOM QUALITÄTSBERICHT 2017 23
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