RUSSISCHER THEATERFRÜHLING 2018 - DEUTSCHES THEATER UND THEATER AUFBAU KREUZBERG MEDIAOST EVENTS & KOMMUNIKATION GMBH ANNA SARRE FJM LAW UND ...

Die Seite wird erstellt Arno Bauer
 
WEITER LESEN
RUSSISCHER THEATERFRÜHLING 2018 - DEUTSCHES THEATER UND THEATER AUFBAU KREUZBERG MEDIAOST EVENTS & KOMMUNIKATION GMBH ANNA SARRE FJM LAW UND ...
RUSSISCHER THEATERFRÜHLING 2018

                 17.11.-25.11.2018
DEUTSCHES THEATER UND THEATER AUFBAU KREUZBERG

               VERANSTALTET VON
    MEDIAOST EVENTS & KOMMUNIKATION GMBH

             KURATORISCHE LEITUNG
                 ANNA SARRE

                GEFÖRDERT DURCH
       FJM LAW UND NAVICELLA FOUNDATION
RUSSISCHER THEATERFRÜHLING 2018 - DEUTSCHES THEATER UND THEATER AUFBAU KREUZBERG MEDIAOST EVENTS & KOMMUNIKATION GMBH ANNA SARRE FJM LAW UND ...
INHALT

Konzept, Daten und Fakten    3

Programm                          4

Theaterstücke                5

Rahmenprogramm                    10

Theaterhäuser                13

Veranstalter und Spielorte        14

Förderer und Partner         15

Kontaktdaten                      16

	
                                     2	
  
RUSSISCHER THEATERFRÜHLING 2018 - DEUTSCHES THEATER UND THEATER AUFBAU KREUZBERG MEDIAOST EVENTS & KOMMUNIKATION GMBH ANNA SARRE FJM LAW UND ...
KONZEPT, DATEN UND FAKTEN
Das Festival Russischer Theaterfrühling, das erstmals 2015 in Berlin statt fand, präsentiert
vom 17. – 25. November 2018 zum Thema „Neues, zeitgenössisches Theater Russlands“
sieben Aufführungen von Theaterregisseuren aus Moskau im Deutschen Theater und Theater
Aufbau Kreuzberg. Die Themen der Aufführungen sind so vielfältig wie ihre ästhetische
Verkörperung. Die teilnehmenden Theatergruppen gehören zu den besten und lebendigsten
Kollektiven Russlands: Theater.DOC, Theater der Interaktion, Theater Praktika und Generic
Space.

Das Festival eröffnet neue Perspektiven für universelle und aktuelle Probleme trotz
verschiedener Erfahrungen und Sprachbarrieren. Der „Russische Theaterfrühling” schafft
neue kulturelle Brücken für eine moderne Welt, die zunehmend in rivalisierende Lager
zerbricht. Heutzutage sieht der Westen in Russland keinen passenden Partner mehr, der über
die gleichen Probleme spricht und eine ähnliche Rhetorik verwendet. Doch durch das Theater
können Russland und der Westen doch verbunden werden. Denn das Theater reagiert auf
alles, was in der Gesellschaft geschieht. Es denkt und bringt andere zum nachdenken, es hat
eine klare Aufgabe – das Theater verarbeitet unaufhaltsam ein soziales Anliegen. Ein Stück
dient hier als Spiegel – verzerrt oder wahrheitsgetreu – und der Regisseur bringt die
Zuschauer dazu in diesen zu schauen. Im Spiegel des Festivals werden wir ein modernes
Russland zeigen, ohne dabei verbreitete Klischees zu bedienen. Durch die Darstellung der
Theatergruppen wird deutlich, was in der russischen Gesellschaft passiert, was sie krank
macht und was sie durchmacht. Die Theaterstücke dienen dem kulturellen Austausch durch
kreative sowie aufrichtige Interaktion.

Das Theaterfestival soll als Plattform für einen solchen ehrlichen Dialog über akute politische
sowie soziale Themen dienen. In diesem Jahr ist das Plakat des Festivals schwarz-weiß, weil
im Vorfeld mehrere tragische Ereignisse geschehen sind: Kirill Serebrennikow wird seit mehr
als einem Jahr strafrechtlich verfolgt und in diesem Jahr sind Künstlern Elena Gremina,
Direktorin von Theater.DOC, Regisseur Michail Ugarow, künstlerischer Leiter von
Theater.DOC, sowie Dmitrij Brusnikin, Leiter des Zentrums für experimentelles Theater des
neuen Dramas verstorben. Wir möchten diesen fantastischen Künstlern Tribut zollen und
deshalb ist das Festival sowohl als Erinnerung für die Toten, als auch als Hoffnung für die
Lebenden gedacht.

Alle Aufführungen werden auf Russisch mit deutschen Übertiteln oder einer Simultan-
übersetzung gezeigt.

	
                                                                                           3	
  
RUSSISCHER THEATERFRÜHLING 2018 - DEUTSCHES THEATER UND THEATER AUFBAU KREUZBERG MEDIAOST EVENTS & KOMMUNIKATION GMBH ANNA SARRE FJM LAW UND ...
PROGRAMM

	
         4	
  
RUSSISCHER THEATERFRÜHLING 2018 - DEUTSCHES THEATER UND THEATER AUFBAU KREUZBERG MEDIAOST EVENTS & KOMMUNIKATION GMBH ANNA SARRE FJM LAW UND ...
THEATERSTÜCKE
„ICH SEHE DICH, ICH KENNE DICH“
Kunstlabor Generic Space, 2017

Von Walerij Petscheikin
Regie: Jurij Murawitskij
Video und Bühnenbild: Daniil Suchowskoj, Nino Tugushi
Technische Leitung: Andrej Sosedow
Mit: Kristina Isaikina, Ilja Kiporenko, Tristan Bumm, Patricia Hector
Idee und künstlerische Leitung: Anna Sarre
Projektleitung: Anna Leonenko

Dauer: 110 min
Russisch und Deutsch mit Simultanübersetzung

„Ich sehe Dich, ich kenne Dich“ ist ein einzigartiges Stück über Kunst, Liebe und
Grenzüberwindung, das in Deutschland im Rahmen des Kulturlaboratoriums Generic Space
von einem deutsch-russischen Team entwickelt wurde. Zwei Metropolen, zwei europäische
Kulturhauptstädte – Moskau und Berlin – reflektieren ihre Geschichte und Gegenwart. Sie
sind geprägt von gemeinsamen Kulturräumen und persönlichen Beziehungen, in denen sich
scheinbar erneut unsichtbare Mauern auftürmen, denn nur dabei entstehen einzigartige Werke
der Architektur, des Theaters und der Musik. Berühmte deutsch-russische Zusammenschlüsse
kreativer Art wie Wassily Kandinsky und Hugo Ball sowie Wsewolod Meyerhold und Walter
Gropius oder Liebesbeziehungen wie Asja Lacis und Walter Benjamin haben zu jener Zeit
neue Kulturräume geschaffen, in denen wir auch heute noch leben. Die unsichtbare
Verbindung, die zwischen Russland und Deutschland seit 100 Jahren besteht, das einzigartige
Kulturfeld, das zum Arbeiten und Leben miteinander einlädt, die gemeinsamen künstlerischen
Erfahrungen und das Überwinden von Grenzen – all dies behandelt das Stück. Für die
Entwicklung des Stückes wurden historische Quellen zu den deutsch-russischen Beziehungen
der 1920er Jahre sowie Interviews mit BerlinerInnen aus dem Sommer 2017 verwendet.

Das Stück wird im Rahmen der Moskauer Tage in Berlin gezeigt.

	
                                                                                       5	
  
RUSSISCHER THEATERFRÜHLING 2018 - DEUTSCHES THEATER UND THEATER AUFBAU KREUZBERG MEDIAOST EVENTS & KOMMUNIKATION GMBH ANNA SARRE FJM LAW UND ...
„DER MANN AUS PODOLSK“
Theater.DOC, 2017

Von Dmitrij Danilow
Regie: Michail Ugarow
Licht: Igor Pernikow
Ton: Igor Pernikow
Mit: Darja Gajnullina, Igor Stam, Anton Iljin, Wiktor Kusin, Andronik Chatschijan, Matwej
Kakowin

Dauer: 100 min
Russisch mit deutschen Übertiteln

Ein Theaterstück über die Merkmale und Frustrationen unserer Zeit. Es basiert auf dem
Drama von Dmitrij Danilow und zählt zum Genre des „dokumentarischen Absurden“. Ein
Mann aus Podolsk wird festgenommen und in einer Polizeistation befragt. Zwischen
Festgenommenem und den Polizisten entspinnt sich eine Unterhaltung, die die modernen
Propagandamechanismen aufzeigt. Die Polizisten sind erstaunlicher Weise keine bösartigen
Gerichtsvertreter, sondern Intellektuelle, die den Festgehaltenen durch manipulative Fragen
nicht nur verwirren, sondern in ihm auch ein akutes Gefühl der Leere und Wertlosigkeit des
eigenen Lebens hervorrufen. Der Zuschauer ist frei, sich auf die eine oder andere Seite zu
stellen: zum beschwichtigenden logischen Konservatismus oder zu einer eigenen Position, die
endlose Diskussionen und Ehrlichkeit mit sich selbst erfordert. Der Mann aus Podolsk zeigt,
dass die in Europa immer beliebter werdenden populistischen Ideen weiterhin dort
indoktrinieren, wo Ängste, Zweifel und Denkfaulheit vorherrschen. Eines der aktuellsten
Stücke der Saison 2017/2018 in Russland.

	
                                                                                          6	
  
RUSSISCHER THEATERFRÜHLING 2018 - DEUTSCHES THEATER UND THEATER AUFBAU KREUZBERG MEDIAOST EVENTS & KOMMUNIKATION GMBH ANNA SARRE FJM LAW UND ...
„DIE HEIDEN“
Theater.DOC, 2012

Von Anna Jablonskaja
Regie: Walerija Surkowa
Licht: Susanna Musaewa
Mit: Elena Nesterowa, Walentin Samochin, Isabel Jojidlen, Tatjana Wladimirowa, Artjom
Grigorjew, Dmitrij Urosow

Dauer: 110 min
Russisch mit deutschen Übertiteln

Ein brutales Drama über die Glaubenskrise des zeitgenössischen Menschen und den Umgang
mit der „neuen Zeit“. Es beschreibt Leben, Fall und die neue Suche nach dem Sinn der
Existenz am Beispiel einer Familie. Diese befindet sich am Rande der Zerstörung und
Dysfunktion als sie von der plötzlichen Wallfahrtsrückkehr der gläubigen Schwiegermutter
überrascht wird. Die Behauptung des Glaubens und dessen Verleugnung, Verwirrung,
Schweigen und Stummheit – alle Stufen der Glaubenssuche sind im Stück präsent.
Jablonskaja begeht eine ehrliche und selbstbewusste Analyse des Aufeinandertreffens von
konservativen und liberalen Gedanken. Sie entwirft am Beispiel des Sozialkosmos Familie ein
Spiegelbild unserer Gesellschaft, die ihren Weg zwischen Fort- und Rückschritt sucht. Die
minimalistische Szenografie unterstreicht die Absicht der Bühnenautoren, die
Aufmerksamkeit des Zuschauers auf die Schauspieler und ihre Dialoge zu lenken.

	
                                                                                       7	
  
RUSSISCHER THEATERFRÜHLING 2018 - DEUTSCHES THEATER UND THEATER AUFBAU KREUZBERG MEDIAOST EVENTS & KOMMUNIKATION GMBH ANNA SARRE FJM LAW UND ...
„DAS MUSEUM DER INTERPLANETAREN INVASION“
Theater der Interaktion, 2016

Von Natalja Borenko
Regie: Ksenia Peretruchina
Licht: Elena Perelman
Ton: Ewgenij Gorjanow
Mit: Matweij Matweew, Aleksandra Suchanowa, Olesja Abramowa, Filipp Gurewitsch,
Michail Efimow, Olga Lapaschina, Ruslan Malikow, Anastasija Patlaj, Aleksej Schemes

Dauer: 110 min
Russisch mit deutschen Übertiteln

Das Theater möchte stets über den gewohnten szenischen Raum hinausgehen und mit
vorgetäuschtem „Realismus“ den Betrachter noch tiefer in seinen Bann ziehen. In Berlin kehrt
das Stück Museum der interplanetaren Invasion, das für nichttheatralische Räume inszeniert
wurde, wieder ins Theater zurück, um dort erneut die geläufigen Grenzen der Blackbox zu
zerstören und die Fiktion jeglicher festen Form aufzuzeigen. Ausgangspunkt der Inszenierung
sind die Ereignisse aus H.G. Wells‘ Roman „Der Krieg der Welten“. Deren Schilderung wird
im Stück jedoch nicht nur den Schauspielern überlassen. Speziell für das Berliner Publikum
werden auch Artefakte aus dem DDR-Alltag in die Erzählung mit einbezogen. Der in ein
Museum verwandelte Theaterraum erzeugt Analogien zu der nicht mehr existierenden
sowjetischen Realität. Ein Ostalgieerlebnis, das die Berliner an die DDR-Vergangenheit
erinnert, die jetzt nur noch als Historie in uns lebt. Das Museum der interplanetaren Invasion
ist eine progressive Mockumentary-Kollaboration führender russischer Bühnenkünstler und -
bildner, die für die Goldene Maske in der Kategorie „Experimentelles Theater“ nominiert
wurde.

	
                                                                                          8	
  
„TSCHAPAJEW UND PUSTOTA“
Theater Praktika, 2017

Von Viktor Pelewin
Regie: Maksim Didenko
Licht: Sergej Wassiliew
Mit: Pjotr Skwortsow, Wasilij Butkewitsch, Aleksej Ljubimow, Wasilij Michailow, Ilja
Barabanow, Andrej Fomin, Marina Wasilewa, Jurij Mezhewitsch, Gladston Machib, Igor
Titow

Dauer: 180 min
Russisch mit deutschen Übertiteln

Die Inszenierung von Maksim Didenko basiert auf dem 1996 erschienen Roman „Buddhas
kleiner Finger“ des russischen, postmodernen Kultautors Viktor Pelewin. Pelewin gehört zu
einer Reihe von Autoren, die in ihren Werken über chaotische Umstände in Russland, das mit
dem Zerfall der Sowjetunion einhergehende neue Lebensgefühl und über die historische
Vergangenheit sowie deren Aufarbeitung schreiben. Das Stück spannt in drei Akten einen
Bogen zwischen den Geburtswehen der Sowjetunion und ihrem Untergang. Pustota, ein
Dichter und Lebenskünstler aus St. Petersburg, flieht im Jahr 1919 vor der Geheimpolizei
nach Moskau. Dort lernt er Tschapajew, ein legendärer Kommandeur der Roten Armee und
Ikone der sowjetischen Geschichte, kennen, der Pustota prompt zu seinem Politkommissar
ernennt. Plötzlich befindet sich Pustota jedoch wie in einem Fiebertraum im Moskau der
Gegenwart. Der Umgang mit lauter „neuen“ Russen lässt ihm keinen anderen Ausweg als die
Flucht in eine Irrenanstalt.
Viktor Pelewin beschreibt mit unglaublicher Fantasie und zugleich analytischer Schärfe eine
Gesellschaft, die sich im Umbruch befindet und verzweifelt auf der Suche nach einem Sinn
ist. Maksim Didenko greift als einer der spannendsten jungen Regisseure Russlands diese
komplexe Thematik auf und inszeniert einen dynamischen und höchst vielseitigen Ritt durch
die russische Vergangenheit und Gegenwart. Hin- und hergerissen zwischen alten Mythen
und neuen Märchen, Europa und Asien sowie Realität und Wahnsinn suchen Tschapajew und
Pustota in Maksim Didenkos Inszenierung Zuflucht in revolutionären Posen und in der Ruhe
der Natur, in Religion und Leibesübungen und nicht zuletzt in bewusstseinserweiternden
Substanzen.

	
                                                                                       9	
  
RAHMENPROGRAMM

PERFORMANCE

20.11.2018 um 19:00 Uhr im Sprechsaal.
Berlin-Premiere der Performance „Носитель Избранное“

Zur Eröffnung des Festivalclubs gibt es die Berlin-Premiere der Performance „Носитель
Избранное“ (Nositel Isbrannoe) des Darstellers/Regisseurs Aleksej Judnikow von
Theater.DOC.

ORT
Sprechsaal
Marienstraße 26
10117 Berlin

AUSSTELLUNG

20.11.2018 20.30 Uhr im Sprechsaal
Ausstellungseröffnung „Heute in einer Woche“

Eröffnung der Ausstellung "Heute in einer Woche" von Wladimir Kotow. Das Projekt handelt
von jungen Teilnehmern im modernen russischen Theater, die trotz aller Umstände derzeit
weiter arbeiten, offen sprechen, glauben und weitermachen.

ORT
Sprechsaal
Marienstraße 26
10117 Berlin

FILMVORFÜHRUNGEN

22.11.2018 19:00 Uhr im Sprechsaal
Filmvorführung „Casting“ von Igor Stam

Der Film "Casting" hat beim Festival "Amur Autumn" 2018 den Hauptpreis gewonnen. Das
Casting bestimmt die Auswahl unter den Bewerbern, die für den Plan der Produzenten am
relevantesten sind. Es ist bekannt, dass im Kino- und Showbusiness diese Methode für die
Auswahl von Schauspielern oder Models genutzt wird. Manchmal ist es wie ein soziales Sieb,
durch das auch gewöhnliche Personen durch Zufall an die Spitze der Gesellschaft gewählt
werden. Dabei stellt sich die Frage: Wonach suchen die Produzenten überhaupt? Wer ist heute
ein moderner Held? Wie ist die Beziehung zwischen konformen Fernsehstars und
Gegenkultur? Und welche Rolle wird demjenigen, der das Casting durchführt,
zugeschrieben?
Der Film wird auf Russisch ohne Untertitel gezeigt.

	
                                                                                      10	
  
24.11.2018 19:00 Uhr im Sprechsaal
Filmvorführung „Разбор“ (Rasbor) von Jurij Murawitskij

Was ist ein Theater? Woraus besteht es? Wie sieht sein Inneres aus? Wie ist es, sich im
modernen Theater zu engagieren? Ist es einfach, ein Experiment zu machen und was kostet
es? Die Autoren des Films "Разбор" (Rasbor) diskutieren diese Fragen. Der Film ist ein
Gemeinschaftsprojekt des Neuen Raums des Theaters der Nationen, der Moskauer Schule des
Neuen Kinos und des Sound Design Institute.
Der Film wird auf Russisch mit englischen Untertiteln gezeigt.

ORT
Sprechsaal
Marienstraße 26
10117 Berlin

VORTRÄGE

21.11.2018 18:00 Uhr im Sprechsaal
Vortrag von Michail Durnenkow

Zum Thema "Theater der Zukunft" erzählt Michail Durnenkow, eine Ikone des Russischen
Theaters, etwas zum Thema Drama im postdramatischen Raum, das Stück und die moderne
Kunst, Ablehnung von dramatischer Manipulation sowie über die Mutation des Berufs eines
Dramatikers.
Der Vortrag ist auf Russisch. Es gibt eine konsekutive Übersetzung für die deutschen
Zuhörer.

23.11.2018 19:00 Uhr im Sprechsaal
Vortrag von Ksenia Peretruchina

Einen interessanten Vortrag hält auch Ksenia Peretruchina zum Thema "Zwischen Tatlin und
Beuys. Notwendiges Theater.". Die Künstlern, die an der Schnittstelle von Theater und
moderner Kunst arbeitet, wird ihre Sicht auf die Struktur des gegenwärtigen Theaters, seine
Möglichkeiten und Entwicklungstrends erzählen. Warum brauchen wir das Theater? Dient
das Theater als Werkzeug, um soziales Vertrauen aufzubauen? Oder doch Theater als eine
Gelegenheit? Es geht aber auch um Theater und Geld sowie um die materielle Haftung des
Künstlers.
Der Vortrag ist auf Russisch. Es gibt eine konsekutive Übersetzung für die deutschen
Zuhörer.

ORT
Sprechsaal
Marienstraße 26
10117 Berlin

	
                                                                                      11	
  
PODIUMSDISKUSSION

25.11.2018 11.00 Uhr im Deutschen Theater
Podiumsdiskussion

Im Rahmen des Festivals findet eine interessante Diskussion zum Thema “Probleme des
zeitgenössischen, unabhängigen Theaters in Russland” statt. Bei der Diskussion wird es um
aktuelle Probleme des zeitgenössischen russischen Theaters im Kontext der heutigen
staatlichen Kulturpolitik, Zensur und des äußerlichen Einflusses auf die theatrale Sprache
gehen.

Bei dem Gespräch werden spannende Festivalteilnehmer dabei sein:
   • Boris Mesdritsch - Leiter des Theaters Praktika und ehemaliger Direktor des
       Nowosibirsker Schauspielhauses, der wegen seiner Inszenierung der Oper
       "Tannhäuser" von seinem Posten gefeuert wurde. Vor einem Monat ist er zum
       Direktor des Theaters Praktika ernannt worden.
   • Ekaterina Troepolskaja - Leiterin der theatralen Werkstatt von Dmitrij Brusnikin,
       Drehbuchautorin.
   • Andrej Rodionow - einer der bekanntesten, zeitgenössischen Autoren Russlands.
       Seine Stücke werden unter anderem von Theater.DOC gezeigt.
   • Walerij Petscheikin - als Stammautor des Moskauer Gogol-Zentrums gehört Walerij
       Petscheikin zu den führenden Dramaturgen des zeitgenössischen russischen Theaters.
       Zu seinen Arbeiten zählen Texte und Stücke zu Aufführungen von Kirill
       Serebrennikow – wie z.B. “Metamorphosen”, “Ein Sommernachtstraum”, “Idioten”
       nach dem Film von Lars von Trier oder auch “Kafka”.
   • Michail Durnenkow - Pädagoge, Theater- sowie Drehbuchautor. Seine Stücke wurden
       u. a. am Moskauer Künstlertheater, am Alexandrinski-Theater in St. Petersburg und
       von der Royal Shakespeare Company gespielt. Er ist regelmäßiger Teilnehmer an den
       Festivals „Baltiski Dom“ in St. Petersburg und „Neues Drama“ in Moskau. Er arbeitet
       als Dozent an der Pädagogischen Universität in Moskau und gibt Seminare über
       dokumentarisches Theater. Er ist einer der Organisatoren des Festivals des jungen
       Dramas "Ljubimowka" und Mitbegründer des Festivals des modernen ausländischen
       Dramas "Perepost".
   • Jurij Murawitskij - berühmter russischer Theaterregisseur, Dramaturg, Schauspieler
       und Pädagoge. Für sein Stück “Light My Fire” mit Theater.DOC erhielt er die
       begehrte Auszeichnung “Goldene Maske”. Für sein Stück “Die unglaublichen
       Abenteuer von Julia und Natascha”, in Zusammenarbeit mit dem Regisseur German
       Grekov, wurde er im Rahmen des Internationalen Dramaturgen-Wettbewerbs “Eurasia
       2011” ausgezeichnet. Ebenfalls wurde er als Regisseur der Performance Riot
       Days (Pussy Riot) dieses Jahr mit dem „Herald Angels Award“ und dem „Total
       Theatre Award“ in der Kategorie „Innovation, Experimentation & Playing with Form“
       beim Edinburgh International Fringe Festival ausgezeichnet.
   • Ksenia Peretruchina - Regisseurin, Autorin und Bühnenbildnerin, führende russische
       Künstlerin und Preisträgerin der Goldenen Maske. Sie erhielt Nominierungen für den
       Kunstpreis “Schwarzes Quadrat” sowie den Kandinsky-Preis.
   • Timojew Musatow - Unterstützer des Festivals, Unternehmensinhaber von FjM.

ORT
Deutsches Theater
Schumannstraße 13
10117 Berlin

	
                                                                                     12	
  
THEATERHÄUSER
Generic Space
Im Rahmen eines zehntägigen Theaterlabors, das im September 2017 auf dem Schloss Bröllin
in Mecklenburg-Vorpommern stattfand, entwickelten die Produzentinnen des „Russischen
Theaterfrühlings“ mit Regisseuren, Dramaturgen, Schauspielern, Bühnenbildnern und
Videokünstlern gemeinsam eine Bühnenperformance zum 25. Jubiläum der Partnerschaft von
Moskau und Berlin. Dabei erfuhren die Projektteilnehmer aus Berlin und Moskau aus erster
Hand, wie gemeinsame Verständigung in der Praxis funktioniert und worin kulturelle
Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten bestehen. Das Ergebnis dieses Kreativlabors ist das
Stück „Ich sehe dich, ich kenne dich“.

Theater.DOC
Das Theater.DOC ist ein Dokumentardramentheater aus Moskau. Die meisten Stücke basieren
auf realen Geschichten und sprechen akute soziale und politische Fragen kritisch an.
Infolgedessen war es genötigt, seit seiner Gründung im Jahr 2002, bereits vier Mal seinen
Spielort zu wechseln. Nach dem Tod der beiden Gründer und Leiter in diesem Jahr droht ihm
die Schließung.

Theater der Interaktion
Das Theater der Interaktion wurde 2016 gegründet und vereinigt Künstler und Produzenten,
deren kreatives Schaffen die innovativsten Stücke der Theaterszene und der zeitgenössischen
Kunst hervorbringt. Das Theater möchte stets über den gewohnten szenischen Raum
hinausgehen und mit vorgetäuschtem „Realismus“ den Betrachter noch tiefer in seinen Bann
ziehen.

Theater Praktika
Das experimentelle Theater Praktika wurde auf Initiative des Regisseurs Eduard Bojakow
gegründet. Im Theater werden ausschließlich Werke zeitgenössischer Autoren inszeniert
sowie verschiedenste Kunstprojekte realisiert: ein Kinoclub, Ausstellungen, Performances
und Diskussionsrunden mit bekannten Kulturschaffenden prägen die Atmosphäre dieses
dynamischen Theaterortes. Das Theater Praktika ist mittlerweile auch außerhalb der Grenzen
Moskaus und Russlands für seine experimentellen, innovativen und gesellschaftskritischen
Inszenierungen bekannt.

	
                                                                                      13	
  
VERANSTALTER UND SPIELORTE

Das Festival „Russischer Theaterfrühling“ wird von Mediaost Events & Kommunikation
GmbH organisiert und realisiert. Mediaost ist auf die Organisation, das Marketing und die PR
von Kulturveranstaltungen und Bildungsprojekten, vornehmlich aus dem osteuropäischen
Raum, spezialisiert. Veranstaltungen und Events, bei denen sich Länder, Regionen und Städte
wechselseitig repräsentieren und besser kennenlernen können, gehören zum Schlüsselkonzept
der Agentur. Das Projekt wird vom Unternehmen FjM law und der Navicella Foundation
gefördert und in Zusammenarbeit mit den Spielorten Deutsches Theater und Theater Aufbau
Kreuzberg realisiert.

Die Kuratorin des Festivals, Anna Sarre, ist Expertin für zeitgenössische Kunst und Theater
und verfügt über ein breites Netzwerk in der gesamten russischen Kunstszene. Geboren in
einer Moskauer Künstlerfamilie, begann sie ihre Karriere als Restauratorin von Gemälden,
später war sie für die Gestaltung von verschiedenen Ausstellungen für das
Russische Kulturministerium sowie für private Museen, wie das erfolgreiche Projekt
„Bulgakow-Haus“ in Moskau, verantwortlich. Inzwischen kuratiert Anna Sarre regelmäßig
Ausstellungen im Rahmen der Kunstmessen Art Moscow und Red Dot Miami. Unter anderem
arbeitet sie für bekannte Künstler wie Andrej Bartenew, Aleksander Sacharow, Aleksej
Kostroma und andere. Seit 2011 ist sie Mitorganisatorin der russischen Künstlervereinigung
Igra3000 und führt als solche die Projekte des Kunstlabors “Der Mensch” in Moskau, Susdal
und Berlin durch, in deren Rahmen unter anderem außergewöhnliche Videokunst,
Kurzfilmexperimente, Theaterperformances und beeindruckende Installationen entstehen.

       SPIELORTE                              TICKETS

       TAK – Theater Aufbau Kreuzberg
                                              Tickets: 15€/ermäßigt 10€
       Prinzenstrasse 85 F Eingang über den
                                              Bestellung unter:
       Prinzenhof
                                              http://tak-berlin.de/tickets
       10969 Berlin

       Deutsches Theater
                                              Tickets: 25€/ermäßigt 9€
       Schumannstraße 13
                                              Bestellung unter:
       10117 Berlin
                                              https://www.deutschestheater.de/karten/

	
                                                                                       14	
  
FÖRDERER UND PARTNER

GEFÖRDERT DURCH

PARTNER

	
                     15	
  
KONTAKT

ANNA SARRE
Kuratorische Leitung
Mobil: +49 176 415 28903
sarreberlin@gmail.com

ANNA LEONENKO
Projekt- & Programmleitung
Mobil: +49 160 955 22009
leonenko@mediaost.de

KLARA JUNKES
Projektkoordinatorin
Mobil: +49 177 280 2281
junkes@mediaost.de

	
                                16	
  
Sie können auch lesen