SERVICE Stadtwerke Marburg

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SERVICE Stadtwerke Marburg
SERVICE               Nr. 03.2021

                                                         Ma g a z i n

Innovatives Angebot            MVZ Diagnostikzentrum   MEG-Gartenbauseminar
MieterTicket                   Modellprojekt           Grüne Oasen
SERVICE Stadtwerke Marburg
EDITORIAL                                                     INHALT
                                                              03 Aktuell
                                                                   Webinar: E-Mobilität im Alltag
                                                                   Qualität mit Brief und Siegel
                                                                   Sicherheit in der Wärmeversorgung

                                                              04 Energiemarathon
                                                                   Das MVZ Diagnostikzentrum

                                                              06 Cleverer Kreislauf
                                                                   Das Radiologiezentrum als Modellprojekt

Liebe Kundinnen und Kunden,                                   07 Hessens erstes MieterTicket
                                                                   Gut für Umwelt und Geldbeutel
im Sommer dieses Jahres hat der neue Weltklimabericht
noch einmal bestätigt, dass die Erderwärmung men-
schengemacht ist und die kritische Grenzmarke von             08 Riesiges Potenzial
1,5 Grad Erderwärmung voraussichtlich bereits im Jahr              Sonnenenergie nutzen
2030 erreicht sein wird.
Klimaneutralität bis 2030 – das ist das definierte Ziel der
Universitätsstadt Marburg, und schon sehr früh wurden         10 Wasser für Marburg
hier vor Ort die Weichen für den Klima- und Umwelt-                Investitionen in eine sichere Versorgung
schutz gestellt. So haben die Stadtwerke Marburg zum
Beispiel bereits 1993 die erste Photovoltaikanlage ge-
baut. Mittlerweile gibt es über 1.000 installierte Solar-     12 Grüne Oasen
anlagen im Netz der Stadtwerke Marburg, die Bür-                   Neue Ausgabe des MEG-Gartenbauseminars
gerinnen und Bürger, Institutionen, Unternehmen oder
auch die Stadtwerke selbst in den letzten Jahrzehnten er-
richteten. Mit einem „Wattbewerb“ soll jetzt die Photo-
                                                              14 Gigabitgeschwindigkeit für Schulen
voltaik-Leistung von aktuell rund 20 Megawatt in                   Anschluss an das Breitbandnetz der Stadtwerke
Marburg auf das Doppelte erhöht werden. Wie einfach
es mittlerweile geworden ist, selbst Solarstrom zu erzeu-
gen, und wie viele Fördermöglichkeiten es allein in Mar-
                                                              16 Gewinnspiel
burg gibt, darüber berichten wir in diesem Heft.
Klimaschutz – das ist aber auch und vor allem eine
Gemeinschaftsaufgabe und das Zusammenspiel aller
Akteure vor Ort. Ein Leuchtturmprojekt der ökologischen,
urbanen Energiegewinnung und des Klimaschutzes ist
das MVZ Diagnostikzentrum in der Bahnhofstraße 30.
Es sind Menschen wie Professor Dr. Siegfried Bien,            IMPRESSUM: Service Magazin
die mit ihrem persönlichen Engagement einen Beitrag
                                                              Stadtwerke Marburg GmbH, Am Krekel 55, 35039 Marburg,
zum Klimaschutz leisten. Wir widmen ihm und seinem
                                                              Telefon (06421) 205-0, Fax (06421) 205-550, www.stadtwerke-
„Energiemarathon“ die Titelgeschichte unseres aktuellen
                                                              marburg.de HERAUSGEBER Holger Armbrüster REDAKTION Karin
Service Magazins.                                             Brahms (verantw.), Jonas Becker, Monika Mross FOTOS Karin
                                                              Brahms, Georg Kronenberg LAYOUT/SATZ Nadine Schrey, Mar-
Mit besten Wünschen                                           buch Verlag, 35039 Marburg DRUCK Evers & Evers GmbH & Co.
                                                              KG, 25704 Meldorf (Niederlassung Alzey)
Holger Armbrüster und Dr. Bernhard Müller
                                                                                        EVERS
                                                                                        ReForest
                                                                                        Mehr Bäume. Weniger CO2.

02 EDITORIAL
SERVICE Stadtwerke Marburg
Webinar: E-Mobilität im Alltag
Die Automobilindustrie ist in einem   an öffentlichen Elektrotankstellen    Wer an dem Webinar teilnehmen
tiefgreifenden Wandel hin zur         erläutert. Außerdem werden Lade-      will, meldet sich per E-Mail unter
Elektromobilität. Doch worauf         einrichtungen für zuhause vor-        vertrieb@swmr.de an.
muss im Alltag beim Betrieb eines     gestellt – und welche technischen     Weitere Infos zur Elektromobilität
E-Autos geachtet werden? Das be-      Vorbereitungen für die Montage        auf der Website der Stadtwerke:
antwortet das Webinar „E-Mobili-      nötig sind.
tät“ der Stadtwerke Marburg am        Die Vorträge dauern insgesamt
4. November um 19 Uhr.                rund eine Stunde. Danach gibt es
In dem Online-Livestream mit meh-     eine 20-minütige Fragerunde, bei
reren Fachleuten gibt es wich-        der die Teilnehmerinnen und Teil-
tige Hinweise zum Laden eines         nehmer ihre Anliegen vorbringen        www.stadtwerke-marburg.de/
E-Autos. So wird der Ladevorgang      können.                                 produkte/elektromobilitaet

                                                                                                                       Im Webinar
                                                                                                                  gibt es Hinweise
                                                                                                                  zum Laden eines

Qualität mit Brief und Siegel                                                                                              E-Autos.
                                                                                                                   (Foto: Michael Arlt)

Die Marburger Entsorgungs-            Organisation unter Beweis ge-         Marburg anfallenden Restmülls,
GmbH (MEG) und Marburger              stellt. „Die MEG und die MKG          Altpapiers, Bioabfalls und des
Kommunalentsorgungs-GmbH              verstehen die jährlichen Audits       Sperrmülls. Die MEG ist Entsor-
(MKG) wurden 2021 wieder er-          immer als Ansporn, um alle            gungsdienstleisterin im Bereich
folgreich zum Entsorgungsfach-        Prozesse im Sinne ihrer Kundin-       des Containerdiensts für gewerb-
betrieb zertifiziert. Im Rahmen       nen und Kunden stetig zu verbes-      liche und private Kundinnen und
des jährlichen Audits haben die       sern“, unterstreicht Stadtwerke-Ge-   Kunden und betreibt unter ande-
beiden Stadtwerke-Tochtergesell-      schäftsführer Holger Armbrüster.      rem die Kompostierungs- und Bio-
schaften erneut ihre Zuverlässig-     Die MKG organisiert die Samm-         gasanlage in Cyriaxweimar.
keit, Fachkunde sowie ihre gute       lung und den Abtransport des in

Sicherheit in der Wärmeversorgung                                                                                Das Zertifikat steht
                                                                                                                  für die Sicherheit
                                                                                                                   und Zuverlässig-
Die Stadtwerke Marburg haben          werke-Geschäftsführer Dr. Bern-       ser bestanden. 2017 folgte eine          keit im Bereich
                                                                                                                       der Wärme-
die Sicherheitsprüfung des Ener-      hard Müller. Im Heizkraftwerk         Zertifizierung für die Sparte Ab-
                                                                                                                        versorgung.
gieeffizienzverbands für Wärme,       Ortenberg produzieren die Stadt-      wasser.                                (Foto: Jonas Becker)
Kälte und Kraft-Wärme-Kopplung        werke Wärmeenergie zur Versor-
e. V. (AGFW) erfolgreich bestan-      gung der Marburger Kernstadt.
den. Geprüft wurde das Tech-          Mit kleineren Anlagen werden
nische Sicherheitsmanagement          weitere Teile der Stadt und des
(TSM) in der Wärmeerzeugung           Kreises versorgt.
und -verteilung. Das Zertifikat ist   Das TSM ist Teil eines Regelwerks
bis Mai 2027 gültig. „Das Ver-        für die Versorgungswirtschaft zur
trauen unserer Kundinnen und          Überprüfung sicherer und effizien-
Kunden ist uns sehr wichtig. Das      ter Abläufe. Die Teilnahme an der
Zertifikat steht für die Sicherheit   Prüfung ist freiwillig. 2015 hatten
und Zuverlässigkeit der Stadt-        die Stadtwerke bereits entspre-
werke Marburg im Bereich der          chende Sicherheitsprüfungen für
Wärmeversorgung“, erklärt Stadt-      die Sparten Strom, Gas und Was-

                                                                                                                       AKTUELL 03
SERVICE Stadtwerke Marburg
Maßgefertigte
Solarmodule
an der Außen-
fassade.
                       Energiemarathon
(Entwurf und Visua-    Solarstrom aus der Fassade, Wärmerückgewinnung und vertikale Gärten: Das
lisierung: Architekt
Hagen Plaehn, Dipl.-   MVZ Diagnostikzentrum am Marburger Bahnhof ist ein Leuchtturmprojekt für
Ing. (TU), a.p.l. –
architekten plaehn     ökologische, urbane Energiegewinnung.
und ludemann,
Hannover)
                       Professor Dr. Siegfried Bien zieht     ger Uniklinikum. „Das hat mich so   aufwendig energetisch saniert
                       den Ökonomie-Klassiker „Die            beeindruckt, ich habe mir den       und nutzt Erdwärme zum Heizen.
                       Grenzen des Wachstums“ aus             Band direkt danach gekauft.“        Das aktuelle Projekt des 68-jähri-
                       seinem Bücherregal: „In der Ein-       Die 1972 veröffentlichte Studie     gen Wissenschaftlers und Ausdau-
                       führungsveranstaltung zu meinem        prognostiziert den Kollaps der      ersportlers, der immer noch
                       Medizinstudium hat unser Dozent        Weltwirtschaft und Weltbevölke-     Marathon läuft und weiß, dass
                       in der damals so fortschrittsgläu-     rung, wenn nicht nachhaltig mit     man einen langen Atem haben
                       bigen Zeit erläutert, dass die Welt    den Ressourcen der Erde umge-       muss, um etwas zu erreichen,
                       nicht beliebig viele Ressourcen        gangen wird. Diese Erkenntnis       geht freilich weit darüber hinaus:
                       hat und auf dieses gerade ver-         habe ihn geprägt, er sei schon      Bien ist Inhaber des MVZ Diag-
                       öffentlichte Buch hingewiesen“,        früh ökologisch bewegt gewesen,     nostikzentrums am Marburger
                       erinnert sich der langjährige Leiter   berichtet Bien. So hat er sein      Hauptbahnhof. Das Radiologie-
                       der Neuroradiologie am Marbur-         Wohnhaus schon vor langer Zeit      zentrum mit seinen hochmoder-

04 MVZ DIAGNOSTIKZENTRUM
SERVICE Stadtwerke Marburg
nen, aber stromintensiven Diag-       für den umtriebigen
nostikgeräten will der „Überzeu-      Medizinprofessor erst
gungstäter“ in Sachen Nachhal-        der Anfang: „Die Rück-
tigkeit zu einem Leuchtturmprojekt    seite des Gebäudes ist
für ökologische, urbane Energie-      hässlich und eignet
gewinnung machen.                     sich nicht für Photovol-
                                      taik. Hier kann ich mir
Architektonisches                     vertikale Gärten über
Schmuckstück                          mehrere Stockwerke vor-
Bei dem deutschlandweit einma-        stellen. Diese Begrünung
ligen Bauvorhaben wird die Ge-        käme auch dem Stadt-
bäudefassade mit maßgefertigten       klima zugute.“ Für Bien
Photovoltaikmodulen in ein archi-     selbstverständlich: Für die Be-
tektonisch schmuckes Solarkraft-      wässerung der Grünflächen wird
werk verwandelt. 120 monokris-        Regenwasser in einer Zisterne ge-
talline PV-Module bilden nun eine     sammelt.                                                                               Kooperations-
„aktive“ Gebäudehülle mit 50 Ki-      Um seine Vision vom nachhalti-                                                           partner des
lowatt Leistung. „Vor über hundert    gen Radiologiezentrum umzuset-                mit einem ausgeklügelten Ge-           Modellprojekts
Jahren definierte das Bauhaus das     zen, arbeitet Bien mit den                    schäftsmodell und einem kom-         auf der Baustelle.
                                                                                                                               (Foto: Georg
Gestaltungsprinzip Form folgt         Stadtwerken Marburg, dem Mar-                 petenten Energiedienstleister vor           Kronenberg)
Funktion“, erklärt Solararchitekt     burger Verein Sonneninitiative,               Ort. Hier kommen die Stadtwerke
Hagen Plaehn. „Wir müssen             dem Solararchitekten Hagen                    Marburg ins Boot. „Mit langfris-
heute, wenn wir den Klimawandel       Plaehn und der Energiegenossen-               tigen Wärme- und Stromverträgen
stoppen wollen, als Architekten       schaft Marburg-Biedenkopf zu-                 geben wir den Investoren Sicher-
diese Herausforderung annehmen        sammen. Die Sonneninitiative                  heit, und gleichzeitig übernehmen
und die energetischen und ästhe-      konnte für das Bürgerbeteiligungs-            wir die gesamte kaufmännische
tischen Potenziale nutzen.“           modell private Investorinnen und              und technische Betriebsführung
Mit einem Pilotsystem wird zudem      Investoren für einzelne Fassaden-             der Solar- und Wärmeanlagen“,
unter wissenschaftlicher Beglei-      Photovoltaikmodule gewinnen.                  erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer
tung getestet, wie gut sich die       Sie erhalten eine garantierte Effek-          Holger Armbrüster. „Das Projekt
Fensterflächen mit speziellen Foli-   tivverzinsung für ihr zwanzigjäh-             und ganz besonders das hohe
enphotovoltaikanlagen zur Strom-      riges Investment. Den erzeugten               persönliche Engagement von Pro-
versorgung eignen. „Bei uns           Solarstrom nehmen die Stadt-                  fessor Dr. Bien haben uns von An-
haben auch die Fenster einen          werke ab. Sonneninitiativen-Ver-              fang an begeistert.“
Stromanschluss“, freut sich Bien.     einsvorsitzender Christian Quast              „Ich hoffe, dass dieses Projekt
Solarmodule auf dem Dach er-          hebt den innovativen Charakter                Schule macht und Vorreiter für an-
gänzen die Anlage.                    der Fassaden-Solaranlage hervor:              dere Radiologiezentren ist“, sagt
Der zweite große Baustein in          „Photovoltaikanlagen auf Dä-                  Siegfried Bien. Für den Ausdauer-
Punkto Nachhaltigkeit soll die        chern gehören heute fast schon                sportler ist sein Energiemarathon
Wärmerückgewinnung sein: Die          zum guten Ton. Mit diesem über                freilich noch lange nicht beendet:
große Menge an Abwärme, die           das Modell der Bürgersonnen-                  „Ich habe schon ein paar nachhal-
hauptsächlich durch den Betrieb       kraftanlage finanzierten Projekt              tige Nachfolgeprojekte im Fokus.“
von drei Magnetresonanztomo-          geht es auch darum, zu zeigen,
graphie-Geräten in dem Diagnos-       was darüber hinaus machbar ist.“
tikzentrum entsteht, soll gespei-     Ein weiterer wichtiger Partner für
chert und mittels Wärmetauscher       das energetische Gesamtkonzept
als Heizenergie genutzt werden.       ist die Energiegenossenschaft
Dieser Wärmekreislauf soll das        Marburg-Biedenkopf. Sie ent-
gesamte Ärztehaus völlig unab-        wickelte das Konzept für die Wär-
hängig von fossiler Energie ma-       merückgewinnungsanlage und
chen, das ist Biens Ziel.             baute die PV-Anlage auf dem
Schließlich soll das Radiologie-      Dach.
zentrum auch buchstäblich grüner      Am Ende des Tages funktioniert
werden: Dachgärten hat Bien be-       das energetische Gesamtprojekt
reits anlegen lassen, aber die sind   in der Bahnhofstraße 30 aber nur

                                                Die hochmodernen MRT-Geräte
                                                sind stromintensiv. (Foto: Georg Kronenberg)
SERVICE Stadtwerke Marburg
Professor Bien
zeigt die große
Abluftanlage,
                  Cleverer Kreislauf
über die die
Abwärme bisher
                  Mit der Abwärme der eigenen MRT-Geräte soll das Marburger Radiologiezen-
ungenutzt nach    trum komplett geheizt werden. Das Modellprojekt wird von den Stadtwerken
außen geleitet
wird.             gebaut und betrieben.
(Foto: Georg
Kronenberg)
                  Sie sind hochkomplexe Diagnose-       haushalte. 80 Prozent des Strom-     gezapfte Abwärme über ein intel-
                  geräte: Durch den Einsatz von         verbrauchs gehen auf die MRT-        ligentes Steuerungssystem geleitet.
                  Magnetfeldern, die ungefähr           Geräte zurück. Außerdem fällt bei    Diese Steuerung sorgt dafür, dass
                  10.000 bis 50.000 Mal stärker         deren Betrieb eine sehr große        die Abwärme jederzeit in dem be-
                  als das Magnetfeld der Erde sind,     Menge an Abwärme an, die bis-        nötigten Umfang in die Heizungs-
                  wird in einem Magnetresonanz-         her ungenutzt über eine Lüftungs-    anlage fließt – der Rest landet
                  tomographie-Gerät (MRT) Schicht       anlage mit zusätzlichem Strom-       in dem Pufferspeicher, wo er bei
                  für Schicht das Körperinnere sicht-   bedarf an die Umgebung abgelei-      Bedarf wieder abgegeben wer-
                  bar gemacht. Damit kann bei-          tet wurde.                           den kann. Das System ist für eine
                  spielsweise das Gehirn, die Or-       Bei dem Modellprojekt, dass von      Jahreswärmenutzung von circa
                  gane oder das Muskel- und Ner-        der Universität Kassel wissen-       150.000 Kilowattstunden aus-
                  vengewebe auf krankhafte Ver-         schaftlich begleitet und ausgewer-   gelegt. Die dafür bisher ein-
                  änderungen hin untersucht werden.     tet wird, soll diese Abwärme nun     gesetzte Gastherme bleibt als
                  Die hochmoderne Diagnose-             das gesamte Ärztehaus heizen.        Reserve für Spitzenverbräuche
                  methode benötigt allerdings sehr      „Das Ziel ist, dass der Betrieb      sowie zur Redundanz erhalten.
                  viel Energie. So müssen die Eletro-   komplett autark wird und wir kein    Das Konzept der Wärmerück-
                  magnete der drei MRT-Geräte, die      Erdgas, keine fossile Energie        gewinnungsanlage entwickelte
                  im MVZ Diagnosezentrum Mar-           mehr benötigen“, erklärt Professor   die Energiegenossenschaft Mar-
                  burg eingesetzt werden, konstant      Siegfried Bien, der Eigner des       burg-Biedenkopf. Die Stadtwerke
                  mit flüssigem Helium auf -230         Diagnostikzentrums.                  Marburg werden die Anlage
                  Grad Celsius tiefgekühlt werden.      Dazu sollen im Keller des fünfstö-   bauen und betreiben. Sie haben
                  Das kostet sehr viel Strom. Rund      ckigen Zentrums große Wärme-         mit dem Gebäudeeigentümer
                  680.000 Kilowatt verbraucht das       speicher installiert werden. In      einen 15-jährigen Wärmeliefer-
                  radiologische Zentrum im Jahr, so     diese wird dann die an der Käl-      vertrag zu Refinanzierung des
                  viel wie etwa 200 Durchschnitts-      teanlage für die MRT-Geräte ab-      Modellprojekts abgeschlossen.

06 CLEVERER KREISLAUF
SERVICE Stadtwerke Marburg
Hessens erstes MieterTicket
Gut für Umwelt und Geldbeutel: Die GeWoBau Marburg bietet zusammen
mit dem RMV und den Stadtwerken Marburg vergünstigte ÖPNV-Tickets für
ihre Mieterinnen und Mieter an.
Wer in einer Wohnung der
Gemeinnützigen Wohnungsbau
GmbH Marburg-Lahn (GeWoBau)
wohnt, kann mit dem MieterTicket
15 Prozent beim Kauf einer
Jahreskarte des Rhein-Main-Ver-
kehrsverbunds (RMV) sparen.
5.100 Mieterinnen und Mieter
der städtischen Wohnungsbauge-
sellschaft können das Angebot nut-
zen. Das bedeutet für eine Jahres-
karte nach Frankfurt eine Ersparnis
von rund 400 Euro. Eine Jahres-
karte innerhalb Marburgs redu-
ziert sich um mehr als 70 Euro.
                                                          RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat, GeWoBau-Geschäftsführer Jürgen Rausch, Birgit Stey,
„Hier bringen wir zwei der drän-                          die Geschäftsführerin der Stadtwerke Marburg Consult GmbH, und Marburgs Oberbürgermeister
gendsten Themen unserer Zeit                              Dr. Thomas Spies stellen das neue MieterTicket vor. (Foto: Georg Kronenberg)
zusammen: Wohnen und Mobili-
tät. Das MieterTicket soll vielen
Marburgerinnen und Marburgern         mehr Menschen auf Bus und Bahn             dafür ein, ihren Mieterinnen und
den Zugang zu umweltverträgli-        umsteigen, gehen wir immer wie-            Mietern den Zugang zu klima-
cher und bezahlbarer Mobilität        der neue Wege im Vertrieb“, so             und stadtverträglichen Verkehrs-
öffnen und die Vorzüge des            Ringat. Er hoffe, dass weitere             angeboten zu erleichtern.“
ÖPNV erfahrbar machen“, erklärt       Wohnungsbaugesellschaften dem              Durch die Kooperation entständen
Marburgs Oberbürgermeister Dr.        Marburger Beispiel folgten.                für Mieterinnen und Mieter attrak-
Thomas Spies, der GeWoBau-            GeWoBau-Geschäftsführer Jürgen             tive Preisvorteile, unterstreicht
Aufsichtsratsvorsitzender und RMV-    Rausch betont, dass sein Unter-            Birgit Stey, Geschäftsführerin der
Aufsichtsratsmitglied ist.            nehmen auch über das Wohnen                Stadtwerke Marburg Consult
Im RMV-Gebiet habe schon die          hinaus attraktive Angebote schaf-          GmbH: „Wir freuen uns sehr, dass
Hälfte der Menschen Zugang zu         fen wolle: „Mit dem MieterTicket           wir innerhalb weniger Monate
Flatrate-Angeboten wie JobTicket,     wird uns das bei der wichtigen             gemeinsam mit der GeWoBau
Schülerticket oder Seniorenticket,    Frage der sich wandelnden Mobi-            und dem RMV ein neues und in-
berichtet RMV-Geschäftsführer         litätsbedürfnisse gelingen. Die            novatives Angebot auf den Weg
Prof. Knut Ringat. „Damit noch        GeWoBau Marburg setzt sich                 gebracht haben.“

                                                   MieterTicket beantragen
                                                   Interessierte Mieterinnen und Mieter können das
                                                   Ticket über das Formular auf der GeWoBau-Website
                                                   www.gewobau-marburg.de/kundenservice/mieterticket
                                                   beantragen. Weitere Informationen gibt es auch in der
                                                   Geschäftstelle der GeWoBau Marburg, Pilgrimstein 17,
                                                   Telefon (06421) 9111-44.

                                             Freie Fahrt mit dem MieterTicket.
                                             (Foto: Georg Kronenberg)                                   HESSENS ERSTES MIETERTICKET 07
SERVICE Stadtwerke Marburg
Gemeinsam für
den Ausbau der
Solarenergie.
(Foto: Patricia
                  Riesiges Potenzial
Grähling, Stadt
Marburg)
                  Das Klima schützen und die Energiewende vorantreiben: Der Ausbau von
                  erneuerbaren Energien muss massiv beschleunigt werden. Wie groß das
                  Potenzial allein bei der Sonnenenergie ist, zeigt das hessische Solar-Kataster.
                  18 Prozent des Nettostrombedarfs       in den Ausbau der Photovoltaik        Ziel der Stadtwerke Marburg.
                  in Hessen könnten rechnerisch          bringen“, erläutert Oberbürger-       „Mit unserem Programm Sonnen-
                  durch Solarstrom gedeckt werden,       meister Dr. Thomas Spies, „sie soll   Dach und weiteren Angeboten
                  – wenn nur die Hälfte der geeig-       die Begeisterung für den Klima-       fördern wir den Ausbau von Pho-
                  neten Flächen in unserem Bundes-       schutz wecken, neue Kooperatio-       tovoltaikanlagen. Wir begrüßen
                  land für die Solarenergie genutzt      nen schaffen und den Klimaschutz      den ‚Wattbewerb‘ als einen Bei-
                  würde. Das belegt ein Blick auf        stadtweit als ,Teamsport‘ etab-       trag zu einer nachhaltigen Ener-
                  die Karte des Solar-Katasters,         lieren für ein nachhaltiges und       giewende und unterstützen diesen
                  in der jedes der fünf Millionen        sozial gerechtes Marburg“.            gerne“, erklärt Stadtwerke-Ge-
                  hessischen Dächer und jede Frei-       Der „Wattbewerb“ ist die erste        schäftsfüher Holger Armbrüster.
                  fläche eingezeichnet sind.             große gemeinsame Klimaschutz-
                  Damit es mit dem Ausbau der            Aktion von Stadt, Stadtwerken,
                  Solarenergie vor Ort weiter voran      Philipps-Universität, GeWo-
                  geht, beteiligt sich Marburg           Bau, der Sonneninitiative
                  an der Städte-Challenge „Watt-         e.V. und Klimaschutz-
                  bewerb“. Sieger des bundes-            Gruppen. Der kontinu-
                  weiten Wettbewerbs ist die Kom-        ierliche Ausbau von
                  mune, die ihre Photovoltaikleis-       umweltfreundlicher
                  tung am schnellsten verdoppelt.        Stromerzeugung aus
                  Marburgs ambitionierten Ziel ist,      erneuerbaren Ener-
                  dies bereits 2024 zu erreichen:        gien vor Ort ist seit
                  „Die Aktion soll neuen Schwung         langem ein wichtiges

                                            Beim „SonnenDach“ wird lediglich eine
                                            monatliche Pacht fällig, um den Sonnen-
08 SONNENENERGIE
                                            strom vom eigenen Haus nutzen zu können.
                                            (Foto: Karin Brahms)
SERVICE Stadtwerke Marburg
Wer sich am „Wattbewerb“ be-          Wirtschaftlichkeit der Anlage kal-
teiligen möchte und wissen will,      kulieren.
ob sich eine Immobilie für die
Sonnenenergie-Erzeugung eignet,
kann dies auf der Webseite des
Solar-Katasters schnell und un-
kompliziert herausfinden. Dort
lässt sich mit wenigen Klicks fest-
stellen, welche Fläche sich für       Zur Website des Solar-Katasters:
eine Solaranlage eignet. Außer-        www.energieland.hessen.de/
dem lässt sich auch direkt die                solar-kataster

Sonnenenergie nutzen                                                             Pachtmodelle
Wer mit einer Solaranlage einen       Stadtwerken Marburg. So erhal-        Eine weitere Möglichkeit sind Pachtmodelle:
Beitrag zum Klimaschutz leisten       ten Stromkundinnen und -kunden        So haben die Stadtwerke in einer Koope-
will, hat dazu in Marburg vielfäl-    der Stadtwerke 250 Euro, wenn         ration mit dem Tennisclub Marburg 1912
tige Möglichkeiten.                   sie eine solarthermische Anlage       e.V. auf der Tennishalle des Vereins eine Pho-
Die Stadt Marburg unterstützt Mar-    oder einen Photovoltaiksolarspei-     tovoltaikanlage zusammen mit dem größten
burger Hausbesitzerinnen und          cher mit einer Kapazität zwischen     Stromspeicher Marburgs installiert. Der Strom
-besitzer mit Zuschüssen bis zu       4 und 15 kWh anschaffen.              für die Sportanlage kann nun größtenteils
5.000 Euro für eine Photovol-         Auch, wer in die Eigenstromerzeu-     direkt vor Ort produziert werden.
taikanlage und 500 Euro für die In-   gung einsteigen und selbst Solar-     Ein weiteres Pachtprojekt entstand zwischen
stallation eines Stromspeichers.      strom ernten möchte, aber die         den Stadtwerken Marburg und der Ge-
Mieterinnen und Mieter erhalten       Investitionen oder den Aufwand        meinde Ebsdorfergrund. Hier wurde eine
150 Euro, wenn sie sich eine Mi-      für die Planung, Wartung und Ab-      Photovoltaikanlage auf dem Dach des
krophotovoltaikanlage, beispiels-     rechnung scheut, findet bei den       GrundBads sowie ein Stromspeicher des Au-
weise für den Balkon, anschaffen.     Stadtwerken individuell zuge-         toherstellers Tesla installiert. Diese Anlage ist
Attraktive Förderungen gibt es        schnittenen Lösungen:                 ein Bestandteil der Gemeinde, energieautark
selbstverständlich auch von den                                             zu werden.

    Sparen mit dem „SonnenDach“                                            2019 wurde die
                                                                           PV-Anlage auf dem
Günstige Energie vom eigenen Dach ohne eigene Investition bietet das       Dach des Tennisclubs
Programm „SonnenDach“. Die Voraussetzung ist eine geeignete Dach-          Marburg 1912 e.V.
fläche. Um den Rest kümmern sich die Stadtwerke. Die Kundin oder           installiert.
                                                                           (Foto: Karin Brahms)
der Kunde zahlt für die PV-Anlage einschließlich Montage und War-
tung lediglich eine monatliche Pacht – und nutzt den Sonnenstrom im
eigenen Haus.

                     Mieterstromprojekte
                  In Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen Wohnungsbau GmbH Mar-
                  burg und weiteren Bauträgern haben die Stadtwerke bereits zehn Mieter-
                  stromprojekte realisiert, sieben weitere sind auf den Weg gebracht. Bei
                  den Mieterstromprojekten betreiben die Stadtwerke PV-Anlagen auf den
                  Dächern ihrer Kundschaft. Die Mieterinnen und Mieter können den Strom
                  so direkt vom eigenen Dach und zu günstigen Konditionen nutzen.

    Weitere Informationen:
•   zu den Förderprogrammen der Stadtwerke Marburg im Kundenzentrum
    Am Krekel, Mo–Fr 9–17 Uhr, (06421) 205-505, kundenzentrum@swmr.de
•   zu individuellen Anlagen (SonnenDach, Mieterstromprojekte, Pacht-
    modelle) Telefon (06421) 205-317, alexander.sauer@swmr.de                                              SONNENENERGIE 09
SERVICE Stadtwerke Marburg
Wasser für Marburg
                     Gut gerüstet für die Zukunft: Die Stadtwerke investieren nachhaltig in eine
                     sichere Wasserversorgung, die auch Hitzeperioden trotzen soll.
Knapp 50 Prozent
des Marburger
Trinkwassers
                     Die Folgen des menschengemach-      deutlicher abgezeichnet. Extreme       menkataloge für klimasensitive
fördern die Stadt-   ten Klimawandels haben sich in      Wetterereignisse wie Hitze, Dürre      wasserwirtschaftliche Handlungs-
werke selbst.        den vergangenen Jahren immer        oder auch Starkregen und Über-         felder entwickelt.
(Foto: Georg                                                                                    Auch die Stadtwerke Marburg
Kronenberg)                                                                                     arbeiten an der, wie es im Fach-
                                                                                                jargon heißt, „Härtung“ der Was-
                                                                                                serversorgung. „Wir haben unse-
                           „Als Wasserversorger müssen wir auf die möglichen                    re Investitionen kontinuierlich und
                           Folgen der Klimaveränderung vorbereitet sein                         erheblich gesteigert, um die Was-
                           und schon heute alle wasserwirtschaftlichen Aspekte                  sergewinnungs- und -versorgungs-
                           vorausschauend für die nachfolgenden Generationen                    anlagen zukunftsfähig zu ertüch-
                                                                                                tigen“, erklärt Stadtwerke-Ge-
                           im Blick haben.“
                                                                                                schäftsführer Dr. Bernhard Müller.
                                                                                                „Als Wasserversorger müssen wir
                                                                                                auf die möglichen Folgen der Kli-
                                                                         flutungen nehmen       maveränderung vorbereitet sein
                                                                          zu. Während in        und schon heute alle wasserwirt-
                                                                          diesem    Sommer      schaftlichen Aspekte vorausschau-
                                                                          2021 in Südeuropa     end für die nachfolgenden Ge-
                                                                          extreme Hitze und     nerationen im Blick haben.“
                                                                          Waldbrände ganze      Die heißen, trockenen Sommer
                                                                         Regionen verwüste-     der vergangenen Jahre haben
                                                                        ten, waren es in Tei-   dann die Planungen und Maßnah-
                                                                       len Deutschlands sint-   men für entsprechende Klima-
                                                                     flutartige Regenfälle      anpassungsmaßnahmen noch ein-
                                                                    und Überflutungen.          mal beschleunigt. „Am 26. Juni
                                                                  Die deutsche Wasser-          2019 stieg der Spitzenwasser-
                                                                 wirtschaft beobachtet die      brauch um 35 Prozent und ver-
                                                             Risiken des Klimawandels           zeichnete einen Rekordwert beim
                                                           seit Jahren und hat die entspre-     hessischen Trinkwasserbedarf“,
                                                         chenden Strategien und Maßnah-         berichtet Dr. Bernard Müller.

                     Situation der Wasserversorgung in Marburg
                     Dennoch bleibt Deutschland ein      scher Wasserwerke (ZMW) aus            dann betrachten wir die ganze
                     wasserreiches Land, und auch in     den Wasserwerken Wohratal und          Breite von der Wassergewinnung
                     der Marburger Region gibt es        Stadtallendorf bezogen.                bis zur Verteilung. Wir haben
                     nach wie vor eine stabile Aus-      Die Grundlage einer sicheren und       unsere Verteilungsnetze, Anlagen,
                     gangslage für eine gesicherte öf-   zukunftsfesten Wasserversorgung        Pumpen, Aufbereitungs- und Ge-
                     fentliche Wasserversorgung. Rund    ist, neben einer nachhaltigen          winnungsanlagen komplett auf
                     die Hälfte des Marburger Trink-     Bewirtschaftung der Grundwasser-       den Prüfstand gestellt und ein Was-
                     wassers fördern die Stadtwerke      Ressourcen, der Funktions- und         serversorgungskonzept für die
                     selbst in eigenen Gewinnungs-       Werterhalt der Wasserinfrastruk-       Stadtwerke Marburg erstellt“,
                     anlagen. Die andere Hälfte wird     tur. „Wenn wir von der Härtung         erklärt Stadtwerke-Bereichsleiter
                     vom Zweckverband Mittelhessi-       der Wasserversorgung sprechen,         Michael Gersch.

10 WASSER FÜR MARBURG
Ein Ergebnis ist, mit einer Investi-      sen zweiten Bypass als Redun-
    tion von mehreren Millionen Euro,         danz in unserem Verbundnetz
    der geplante Neubau des Wasser-           zum ZMW“, erklärt Bereichsleiter
    werks Wehrda. Im Zuge dieser              Michael Gersch. Immer im Blick
    Baumaßnahme werden zudem die              dabei: Die Energieeffizienz, denn
    umliegenden Brunnenanlagen sa-            auch die Verteilung, Förderung
    niert. Sie erhalten unter anderem         und Aufbereitung des Trinkwas-
    effizientere Pumpen, neue Fassun-         sers schlägt mit rund einer Kilo-
    gen und Verbindungsleitungen.             wattstunde Strom pro Kubikmeter
    Auch für die anderen Brunnen im           Wasser zu Buche. So ist es nur
    Versorgungsgebiet sind entspre-           konsequent, dass die dortige neue
    chende Ertüchtigungsmaßnahmen             Pumpanlage auch als Turbine ge-
    in der Planung. Und natürlich in-         nutzt werden kann und bei einer
    vestieren die Stadtwerke Marburg          täglichen Betriebszeit von fünf          tionen
    weiterhin kontinuierlich in die Er-       Stunden mit 200 Kubikmeter Was-          zu schützen.
    haltung der Wasserleitungsinfra-          ser jährlich rund 40.000 Kilowatt-       „In Michelbach                            Schön anzu-
    struktur.                                 stunden Strom erzeugen kann.             zum Beispiel arbeiten wir                 sehen ist die
    Ein weiterer wichtiger Baustein für       Neben der Überprüfung sämtli-            seit über 20 Jahren mit der Land-           nicht mehr
    mehr Versorgungssicherheit ist die        cher Wasserverteilungs- und Ge-          wirtschaft zusammen“, erläutert               genutzte
                                                                                                                                Wassergewin-
    neue, 1,8 Kilometer lange Trink-          winnungsanlagen auf Effizienz            Stadtwerke-Geschäftsführer Dr.
                                                                                                                                 nungsanlage
    wasserleitung zwischen dem                und Versorgungssicherheit gehört         Bernhard Müller. Ziel dieser Ko-           in Wehrda.
    Hochbehälter Weintrautseiche              es zum Selbstverständnis der             operation ist es, durch entspre-      (Foto: Walter Christ)
    und dem Hochbehälter Sonnen-              Stadtwerke Marburg, die Qualität         chende Bepflanzung und Be-
    blick, die eine weitere Million           und die Mengen der Wasserres-            wirtschaftung der landwirtschaftli-
    Euro kostet. „Wir brauchen die-           sourcen auch für künftige Genera-        chen Flächen das Grundwasser
                                                                                       zu schützen.
                                                                                       Wunderschön anzusehen ist auch
                                                                                       ein Renaturierungsprojekt: Die
                                                                                       Goldbornquelle im Wehrdaer Kal-
                                                                                       tebachtal wurde 1888 für die
                                                                                       Marburger Wasserversorgung er-
                                                                                       schlossen. Nachdem sie nicht
                                                                                       mehr für die Wassergewinnung
                                                                                       gebraucht wurde, nutzte die Un-
                                                                                       tere Naturschutzbehörde der
                                                                                       Stadt Marburg in Kooperation
                                                                                       mit den Stadtwerken Marburg die
                                                                                       Chance, die Quelle wieder zu
                                                                                       renaturieren. Dabei wurde unter
                                                                                       anderem der obere Beton-Brun-
                                                                                       nenkopf entfernt und 600 Meter
                                                                                       Rohrleitungen stillgelegt. So darf
                                                                                       sich der „Kaltebach“ wieder na-
                                                                                       türlich entfalten und sich dabei,
Probebohrung im Bereich „Heiliger Born“ bei Schröck: Gutachten weisen                  wie es in dem Renaturierungs-
auf ein größeres Grundwasservorkommen im Marburger Land hin. Ob                        konzept heißt, seinen Lauf selbst
und wie das Wasser nachhaltig gewonnen werden kann, sollen Probe-                      suchen.
bohrungen und ein Pumpversuch der Stadtwerke Marburg zeigen.                           „Wasser ist unser Lebensmittel
Sowohl bei der Probebohrung als auch bei einer möglichen Grundwas-                     Nummer Eins, und wir betrachten
serentnahme gelten, nach den Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes                      das gesamte Spektrum von der
und des Hessischen Wassergesetzes, strenge Regeln der Ordnungsbehör-                   Wassergewinnung und -verteilung,
den. Die umweltverträgliche und effiziente Bewirtschaftung der wertvollen              der Qualitätssicherung bis zum
Grundwasserressourcen muss im Hinblick auf Menge und Güte sicher-                      Ressourenschutz“, erklärt Stadt-
gestellt sein. Dabei stellt ein kontinuierliches Monitoring sicher, dass das           werke-Geschäftsführer Dr. Müller.
Grundwasser ohne eine nachteilige Veränderung seines mengenmäßigen
und chemischen Zustands bewirtschaftet wird.                   (Foto: Walter Christ)

                                                                                                                    WASSER FÜR MARBURG 11
Grüne Oasen
                   Wie lässt sich ein Garten pflegeleicht in eine grüne Wohlfühloase verwandeln?
                   Welche Alternativen gibt es für den Einsatz von Torf? Diese Themen stehen
                             bei der neuen Ausgabe des beliebten Gartenbauseminars der
                                     Marburger Entsorgung-GmbH (MEG) auf dem Programm.

                                                        auch Tipps, welche Gewächse            Die MEG gehe gemeinsam mit
                                                        mit den zunehmenden Wetter-            dem Humus und Erden Kontor be-
                                                          extremen in Deutschland bes-         reits seit fast 20 Jahren mit den
                                                           ser zurecht kommen und wie          „Oberhessischen Erden“ einen
                                                             sich Pflanzen beispielsweise      zukunftsweisenden Weg in diese
                                                               gegen Blattläuse stärken        Richtung. Sie stellt in ihrem Vor-
                                                                lassen.                        trag den gegenwärtigen Sach-
                                                                 „Torfersatz in Blumen-        stand beim Torfersatz vor und
                                                                  erden und Kultursubstra-     erläutert die Hindernisse auf dem
                                                                   ten: Hintergründe, Mög-     Weg in Richtung „torffrei“.
                                                                   lichkeiten,    Grenzen,
                                                                    Perspektiven“, ist das
                                                                    Thema von Referentin       Termin & Teilnahme
                                                                   Marion Bieker vom           Das Gartenbauseminar findet am
                                                                   Humus und Erden Kon-        Mittwoch, 27. Oktober, ab 18 im
                                                                  tor. Denn Blumenerden        Technologie- und Tagungszentrum
                                                                 und Kultursubstrate für       (TTZ) statt. Die Teilnahme ist per
                                                                den Gartenbau bestehen         Online-Livestream sowie vor Ort
                                                              in Deutschland leider immer      möglich. Letzteres unter Beach-
                                                             noch größtenteils aus Torf.       tung der aktuell gültigen Hygiene-
                                                           Um Ressourcen, Natur und            und Sicherheitsregeln.
                                                         Klima zu schützen, ist der Ver-       Um Anmeldung bis zum 20. Ok-
                                                        zicht auf Torf aber sehr wichtig:      tober wird gebeten per E-Mail an
                                                        Die wertvollen Moore, aus denen        vertrieb@swmr.de. Alle Informa-
                                                 Ein    der Torf abgebaut wird, gehören        tionen zur Veranstaltung unter:
                                               natur-   zu den größten natürlichen CO2-
                                          naher und     Speichern. „Das Ersetzen von Torf
Marburger                         bienenfreundlicher    in Erden und Substraten durch
Gartenidylle.      Garten muss nicht viel Arbeit ma-    Kompost ist dazu ein wichtiger
(Foto: Katharina   chen. „Es kommt ganz darauf an,      Beitrag“, sagt Diplom-Ingenieurin
Deppe)
                   wie ein Garten angelegt wird“,       Marion Bieker.
                   berichtet die Marburger Natur-                                                www.entsorger-marburg.de
                   pädagogin und Staudengärtnerin
                   Sadhana Kraus von Flower
                   Power. In ihrem Vortrag „Insekten-             Marion Bieker spricht über
                   freundlicher Garten – Wie Sie                  Torfersatz in Blumenerden.
                                                                  (Foto: Miriam Merkel)
                   pflegeleicht ihren Garten zum
                   Leben erwecken … und ihn
                   gleichzeitig in eine Wohlfühloase
                   für sich entwickeln“ erläutert
                   sie beim Gartenbauseminar,
                   wie Hobbygärtnerinnen und
                   -gärtner einen „lebendigen
                   Garten“ planen und genie-
                   ßen können. Dabei gibt sie

                                                                                                        Sadhana Kraus referiert über
12 GRÜNE OASEN
                                                                                                         insektenfreundliche Gärten.
                                                                                                                  (Foto: eva-fotografiert)
Eine Kooperation der Stadtwerke Marburg und
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Gigabitgeschwindigkeit für Schulen
                       Gerüstet für die digitalen Herausforderungen: Die Stadtwerke haben die
                       Astrid-Lindgren-Schule und die Richtsberg-Gesamtschule an ihr Breitbandnetz
                       angeschlossen.
                                                                                                             Schnelleres Internet für guten und
                                                                                                             modernen Unterricht: Darüber ver-
                                                                                                             fügen seit kurzem auch die Astrid-
                                                                                                             Lindgren-Schule (ALS) sowie die
                                                                                                             Richtsberg-Gesamtschule (RGS)
                                                                                                             in Marburg. Die Stadtwerke Mar-
                                                                                                             burg haben beide Schulen an
                                                                                                             ihr Breitbandnetz angeschlossen.
                                                                                                             „Das vergangene Jahr hat uns ge-
                                                                                                             zeigt, wie wichtig infrastrukturelle
                                                                                                             Voraussetzungen sind, um ele-
                                                                                                             mentare Bestandteile der Schul-
                                                                                                             landschaft verlässlich nutzbar zu
                                                                                                             machen“, sagt Stadträtin und
                                                                                                             Schuldezernentin Kirsten Dinne-
                                                                                                             bier. Der Breitbandausbau ermög-
                                                                                                             liche etwa, dass Klassen zur
                                                Investition in die digitale Infrastruktur. (Foto: Pixabay)   gleichen Zeit in parallelen Lern-

                                                    AUS DER GESCHÄFTSWELT
                              Das Bildungszentrum der Bauwirtschaft in                   Tiefbau, rund 40 Auszubildende im ersten
                              Marburg widmet sich dem überbetrieblichen                  Lehrjahr.
                              Teil der Ausbildung in den Bauberufen, erläu-              Der Bautarifvertrag ermöglicht dabei eine
                              tert Ausbildungsleiter Joachim Buhro: „Wir                 Finanzierung über ein Umlagesystem. „Für
                              sind eine der wenigen Branchen, die über-                  die Zeit, in der die Auszubildenden im Zen-
                              betriebliche Ausbildungsinhalte in der Ausbil-             trum sind, entstehen somit für die Firmen keine
                              dungsordnung stehen hat.“                                  Kosten. Das ist ein besonderes System, das
                              Im Bildungszentrum in Marburg sind das die                 es nur in der Bauwirtschaft gibt”, erklärt
                              Ausbildungsberufe Maurer, Zimmerer, Fliesen-               Joachim Buhro.
                              leger, Straßenbauer sowie bei den Facharbei-               Das Bildungszentrum ist eine Gemeinschafts-
                              terausbildungen die Bereiche Hochbau, Aus-                 einrichtung der Innungen des Baugewerbes
(Foto: Michael Arlt)
                              bau und Tiefbau. „Im ersten Ausbildungsjahr                und der Zimmerer-Innungen Biedenkopf, Mar-
                              muss jeder Auszubildende, egal welchen                     burg und Schwalm-Eder sowie des Bildungs-
                              Beruf er oder sie lernt, die Grundlagen des                werks BAU Hessen-Thüringen e.V. Unter dem
                              Mauerns erlernen, die des Betonbaus, Kanal-,               Namen „Zukunft Bauen e.V.“ haben sich die
   Zukunft                    Gräben- und Straßenbaus und so weiter“,                    Innungen und Verantwortlichen bereits 1977
  Bauen e.V.                  sagt Buhro. Da das gerade kleinere Betriebe
                              nicht leisten können, gibt es die Ausbildungs-
                                                                                         zum Verein zusammengeschlossen.
 Bildungszentrum der          zentren. „In Hessen sind das 14 Stück“, be-                Zukunft Bauen e.V.
     Bauwirtschaft            richtet der Diplom-Ingenieur.                              Bildungszentrum
                              Aktuell unterrichten im Marburger Bildungs-                Afföllerstraße 61
                              zentrum zwei Ausbildungsmeister, jeweils                   35039 Marburg
                              einer für den Hochbau und einer für den                    (06421) 68506-0

14 GIGABITGESCHWINDIGKEIT
gruppen arbeiten könnten und das
datenintensive Nutzen von Videos
für den Unterricht möglich sei.
„Schnelles Internet ist für einen
zeitgemäßen Schulbetrieb uner-
lässlich“, betont auch Stadtwerke-
Geschäftsführer Holger Armbrüs-
ter. „Daher freuen wir uns als
Stadtwerke sehr, dass wir mit der
Richtsberg-Gesamtschule und der
Astrid-Lindgren-Schule zwei wei-
tere Schulen an das Glasfasernetz
angeschlossen haben.“ Insgesamt
haben die Stadtwerke damit bis-
her 23 Schulen mit 27 Standorten
im Stadtgebiet an ihr Breitband-
netz angeschlossen.                      Freuen sich über das schnelle Internet am Richtsberg: Stadträtin Kirsten Dinnebier (v. M.), Claudia Herweg (v. l.),
Der neue Anschluss an der RGS            Schulleiterin der Astrid-Lindgren-Schule, Thomas C. Ferber, Schulleiter der Richtsberg-Gesamtschule, Markus Scholz
hat sich aus Sicht von Schulleiter       und Norbert Kraus von den Stadtwerken, Armin Schriever von der Richtsberg-Gesamtschule sowie Zbigniew
                                         Kopiniak und Nico Anastasio vom Medienzentrum der Stadt Marburg. (Foto: Freya S. Altmüller, i. A. d. Stadt Marburg)
Thomas C. Ferber bereits positiv
bemerkbar gemacht: „Die Up-
load- und Downloadgeschwin-           Rund sechs Kilometer Glasfaser-             trasse des kommunalen Unterneh-
digkeit ist gut“, sagte Ferber.       kabel haben die Stadtwerke von              mens hat zudem den Vorteil, dass
Auch ALS-Schulleiterin Claudia        ihrem Gebäude Am Krekel bis zu              an sie weitere städtische Einrich-
Herwig lobte die schnelle Internet-   den beiden Schulen am Richts-               tungen am Richtsberg angeschlos-
verbindung.                           berg verlegt. Die neue Glasfaser-           sen werden können.

                              DER ENTSORGUNGSTIPP
   Bei Wind und Wetter sind die Müllwerker der         Wichtig ist zudem, die Tonnen am Abfuhrtag
   Marburg Kommunalentsorgungs-GmbH (MKG)              gut sichtbar am Straßenrand zu platzieren.
   im Einsatz. Früh morgens fahren sie raus und        Gerade im Winter, in der dunklen Jahreszeit,                       Tipps zur
   leeren die Restmüll-, Papier-, Bio- und Gelben      sollten die Tonnen nicht hinter Sträuchern, Bäu-
   Tonnen. Und dabei ist die Position der bereit-      men und Mauern gestellt werden. Besonders                         Mülltonnen-
   gestellten Tonnen wichtig, wie die Disponen-        wichtig ist es auch, die Mülleimer nicht zu
   ten der MKG erklären.                               überladen. Verdichteter Abfall löst sich schwe-                     Position
   Eine richtig positionierte Tonne erleichtert die    rer, und der Arbeitsschutz verbietet es, ihn zu
   Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter         lockern. Außerdem sind überladene Behälter
   wesentlich. Kein Wunder, denn sie ziehen            schwerer zu bewegen, und die Schüttvorrich-
   täglich bis 1.000 Mülltonnen zum Wagen              tung kann sie nicht mehr heben. Beim Kipp-
   und hängen diese zum Leeren an die Vorrich-         vorgang kann ein überladener Behälter auch
   tung. „Wir empfehlen daher, die Behälter rich-      aus der Halterung rutschen oder der Behälter-
   tig an den Straßenrand zu stellen: das heißt        kamm brechen und die Tonne verschwindet
   mit den Rollen und der Griffleiste in Richtung      im Müllfahrzeug. Besonders gefährdet sind
   Straße. Das spart Kraft und Zeit“, sagt An-         hier die Biotonnen.
   dreas Born von der MKG.                             Mit der Beachtung dieser Empfehlungen kann
   Neue Behälter erhalten zukünftig einen Auf-         jeder helfen, die Arbeit der MKG-Mitarbeiter-
   kleber, der mittels Pfeilrichtung zeigt, wie der    innen und -Mitarbeiter zu erleichtern.
   Müllbehälter richtig aufgestellt werden sollte.                                                                                   So stehen die
   Auch vereinzelte, bereits ausgelieferte Müll-           Weitere Informationen gibt es unter                                  Mülltonnen richtig.
   tonnen bekommen einen Aufkleber, wenn die           www.entsorger-marburg.de oder telefonisch                                (Foto: Frank Mandler/
   MKG dies für erforderlich hält.                     im Abfallservicebüro unter (06421) 205-850.                                     Angelika Euker)

                                                                                                                GIGABITGESCHWINDIGKEIT 15
e l n S i e m i t !
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                                                                                                              1. Preis: ein marburgGUTSCHEIN im Wert von 200 Euro
                                                                                                              2. Preis: ein marburgGUTSCHEIN im Wert von 100 Euro
                                                                                                              3.– 5. Preis: je ein marburgGUTSCHEIN im Wert von 50 Euro

                                                                                                                                                             Einsendeschluss: 31.10.2021
       1           2            3           4            5           6           7            8           9          10

 Lösen Sie das Kreuzworträtsel und schicken Sie eine frankierte Postkarte oder eine E-Mail mit Ihrem Absender, Ihrer Altersangabe sowie
 dem Lösungswort an: Stadtwerke Marburg GmbH, Abteilung Kundenservice, Vertrieb und Handel, Am Krekel 55, 35039 Marburg;
 E-Mail: servicemagazin@swmr.de
 Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahme ab 18 Jahren und nur für Personen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Marburg dürfen nicht teilnehmen.
 Persönliche Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel verwendet, nicht an Dritte weitergegeben und nach Ziehung der Gewinner gelöscht. Die Informationspflichten gemäß Artikel 13 Datenschutz-Grund-
 verordnung finden Sie unter: https://www.stadtwerke-marburg.de/fileadmin/Datenschutz/Infopflichten_Gewinnspiel.pdf

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 Strom, Erdgas, Wärme, Wasser,                   Abfallservicebüro                         MEG – Marburger Entsorgungs-GmbH
 Abwasser, Nahverkehr, Parkraum,                 (06421) 205-850                           Am Krekel 55, 35039 Marburg
 Immobilien, Veranstaltungen,                    Entstörungsdienst                         Gewerbeabfall: (06421) 205-700
 Entsorgung, DSL-Internetzugänge,                (06421) 205-0                             Kompostierungsanlage: (06421) 93090
 Glasfaser                                                                                 www.entsorger-marburg.de
                                                 Mobilitätszentrale
 Kundenzentrum Am Krekel                         Weidenhäuser Straße 7                     Technologie- und Tagungszentrum
 Am Krekel 55, 35039 Marburg                     35037 Marburg                             Softwarecenter 3
 Mo – Fr 9 –17 Uhr                               Mo – Fr 9 – 18 Uhr                        35037 Marburg
 (06421) 205-505                                 (06421) 205-228                           Veranstaltungsservice: (06421) 205-160
 www.stadtwerke-marburg.de                       (06421) 205-205 (AST)                     www.ttz-marburg.de
 kundenzentrum@swmr.de                           mobilitaetszentrale@swmr.de               veranstaltungen@swmr.de
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