SOLVENCY II REVIEW Quantitative Auswirkungen auf die deutsche Lebensversicherung - qx-club Köln, 08. Juni 2021

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SOLVENCY II REVIEW Quantitative Auswirkungen auf die deutsche Lebensversicherung - qx-club Köln, 08. Juni 2021
SOLVENCY II REVIEW
Quantitative Auswirkungen auf die deutsche Lebensversicherung

qx-club Köln, 08. Juni 2021

Dr. Matthias Wolf (DEVK) | Marco Ehlscheid (Oliver Wyman)
EIOPA OPINION ON THE 2020 REVIEW OF SOLVENCY II
17. Dezember 2020

 01 Einführung
 08 Proportionalität

 02 LTG-Maßnahmen und
 Maßnahmen zum Aktenrisiko 09 Gruppenaufsicht

 03 Versicherungstechnische
 Rückstellungen 10 Dienstleistungs- und
 Niederlassungsfreiheit

 04 Eigenmittel
 11 Makroprudentielle Aspekte

 05 SCR-Standardformel
 12 Sanierung und Abwicklung

 06 MCR
 13 Sicherungseinrichtungen

 07 Reporting und
 Berichterstattung 14 Weitere Themen

 * EIOPA, „EIOPA Opinion on the 2020 Review of Solvency II“, 17.12.2020
© Oliver Wyman
© DEVK
 2
EIOPA OPINION ON THE 2020 REVIEW OF SOLVENCY II
Themenfelder im Fokus

 01 Einführung
 08 Proportionalität

 02 LTG-Maßnahmen und
 Maßnahmen zum Aktenrisiko 09 Gruppenaufsicht

 03 Versicherungstechnische
 Rückstellungen 10 Dienstleistungs- und
 Niederlassungsfreiheit

 04 Eigenmittel
 11 Makroprudentielle Aspekte

 05 SCR-Standardformel
 12 Sanierung und Abwicklung

 06 MCR
 13 Sicherungseinrichtungen

 07 Reporting und
 Berichterstattung 14 Weitere Themen

© Oliver Wyman
© DEVK
 3
02 LTG-MAßNAHMEN UND MAßNAHMEN ZUM AKTENRISIKO

 01 08
 2.1. Extrapolation der risikofreien Zinssätze
 Einführung Proportionalität
 2.2. Matching Adjustment

 02 LTG-Maßnahmen und
 Maßnahmen zum Aktenrisiko 2.3. Volatilitätsanpassung (VA) 09 Gruppenaufsicht

 03 10
 2.4. Dyn. Volatilitätsanpassung in Internen Modellen
 Versicherungstechnische Dienstleistungs- und
 Rückstellungen Niederlassungsfreiheit
 Übergangsmaßnahme bei risikofreien Zinssätzen und bei
 2.5.
 versicherungstechnischen Rückstellungen

 04 Eigenmittel
 11
 2.6. Risikomanagement in Bezug auf LTG-Maßnahmen
 Makroprudentielle Aspekte

 2.7. Berichterstattung der Auswirkungen von LTG-Maßnahmen

 05 SCR-Standardformel
 12 Sanierung und Abwicklung
 2.8. Strategische und langfristige Aktieninvestitionen (LTE)

 06 MCR
 13
 2.9. Symmetrischer Anpassungsfaktor für das Aktienrisiko
 Sicherungseinrichtungen

 2.10. Übergangsmaßnahme für das Aktienrisiko

 07 Reporting und
 Berichterstattung 2.11. 14 Weitere
 Verlängerung der Frist zur Wiederherstellung Themen
 gesunder
 Finanzverhältnisse bei Nichtbedeckung der Solvenzkapitalanforderung

 * EIOPA, „EIOPA Opinion on the 2020 Review of Solvency II“, 17.12.2020
 © Oliver Wyman
 © DEVK
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02 LTG-MAßNAHMEN UND MAßNAHMEN ZUM AKTENRISIKO

 EIOPA

 01 08
 Vorschlag
 2.1. Extrapolation der risikofreien Zinssätze
 Strategische Beteiligungen (22% Schock)
 Einführung Proportionalität
 • Klarstellungen bzgl. zu erbringender
 Nachweise 2.2. Matching Adjustment

 02 09
 • Klarstellung, dass nur Beteiligungen
 LTG-Maßnahmen und
 darunter fallen
 Maßnahmen zum Aktenrisiko 2.3. Volatilitätsanpassung (VA) Gruppenaufsicht
 Langfristige Aktieninvestments (22%

 03 10
 Schock) 2.4. Dyn. Volatilitätsanpassung in Internen Modellen
 •
 Versicherungstechnische
 Abschwächung der Quasi-Ringfencing-
 Dienstleistungs- und
 Rückstellungen
 Anforderung Niederlassungsfreiheit
 Übergangsmaßnahme bei risikofreien Zinssätzen und bei
 2.5.
 – Klare Identifikation der Haltedauer versicherungstechnischen Rückstellungen

 04 11
 gestrichen
 – Eigenmittel
 Bezugnahme auf die Laufzeit der 2.6. Risikomanagement in Bezug auf LTG-Maßnahmen
 Makroprudentielle Aspekte
 korrespondieren vt. Rst. entfällt
 2.7. Berichterstattung der Auswirkungen von LTG-Maßnahmen

 05 12
 – Verbot des Verlustausgleichs aus
 anderen Aktivitäten entfällt
 SCR-Standardformel Sanierung und Abwicklung
 – Entschärfung der
 2.8. Strategische und langfristige Aktieninvestitionen (LTE)
 Mindesthaltedauer von 5 Jahren

 06 13
 – getrennte Verwaltung der
 Vermögenswerte bleibt
 MCR 2.9. Symmetrischer Anpassungsfaktor für das Aktienrisiko
 Sicherungseinrichtungen
 erforderlich
 • 2.10. Übergangsmaßnahme für das Aktienrisiko

 07 14
 Keine Änderung der Beschränkung auf
 Aktien aus dem
 Reporting EWR
 und
 potenzielle Berichterstattung Weitere
 Verlängerung der Frist zur Wiederherstellung Themen
 gesunder
 Auswirkung
 2.11.
 Finanzverhältnisse bei Nichtbedeckung der Solvenzkapitalanforderung
 • Geringfügig

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03 VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN

 01 08
 3.1. Best Estimate
 Einführung Proportionalität

 Vertrags-

 02 09
 grenzen
 LTG-Maßnahmen und • Klarstellung zur Bestimmung der Vertragsgrenzen von LV-Verpflichtungen mit
 Gruppenaufsicht
 Maßnahmen zum Aktenrisiko der Möglichkeit einseitiger Prämienanpassungen (Art. 18 (3) DVO)

 03 10
 • Verpflichtende Verrechnung zwischen verlust- und gewinnträchtigen
 Versicherungstechnische homogenen Risikogruppen bei der Bestimmung des erwarteten Gewinns
 Dienstleistungs- und aus
 Rückstellungen künftigen Prämien (EPIFP) (Art. 260 (4) DVO) Niederlassungsfreiheit
 • Definition des „erwarteten Gewinns aus Service- und Managementkosten

 04 11
 von Fonds“ (Art. 1 DVO)
 Eigenmittel Makroprudentielle Aspekte
 FMA

 05 12
 • Definition von „künftigen Maßnahmen des Managements“ (Art. 1 DVO)
 SCR-Standardformel Sanierung und Abwicklung
 Kosten

 06 13
 • Berücksichtigung der Entscheidungen des Managements in Bezug auf
 MCR Neugeschäft bei der Projektion von Aufwendungen gemäß Art. 31 (4) DVO
 Sicherungseinrichtungen
 (bislang Projektion stets mit Neugeschäft)
 • Auch zukünftige Kosten sind bei der Erfüllung von Versicherungs- und

 07 14
 Reporting und Rückversicherungsverpflichtungen zu berücksichtigen
 Weitere Themen
 Berichterstattung 3.2. Risikomarge

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05 SCR-STANDARDFORMEL

 01 08
 5.1. Zinsrisiko
 Einführung Proportionalität

 02 09
 5.2. Spreadrisiko
 LTG-Maßnahmen und
 Gruppenaufsicht
 Maßnahmen zum Aktenrisiko
 5.3. Immobilienrisiko

 03 Versicherungstechnische
 Rückstellungen
 5.4. Korrelationsmatrizen
 10 Dienstleistungs- und
 Niederlassungsfreiheit

 04 Eigenmittel
 5.5. Gegenparteiausfallrisiko 11 Makroprudentielle Aspekte

 05 SCR-Standardformel
 5.6. 12
 Kalibrierung des versicherungstechnischen Risikos
 Sanierung und Abwicklung

 06 MCR 5.7. Risikominderungsmaßnahmen
 13 Sicherungseinrichtungen

 07 Reporting und
 Berichterstattung 14
 5.8. Einschränkungen bei Verwendung externer Ratings
 Weitere Themen

 * EIOPA, „EIOPA Opinion on the 2020 Review of Solvency II“, 17.12.2020
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 7
05 SCR-STANDARDFORMEL

 EIOPA

 01 08
 Vorschlag
 5.1. Zinsrisiko
 • Möglichkeit
 Einführungzur vereinfachten Proportionalität
 Berechnung für den
 Risikominderungseffekt für Derivate,

 02 09
 Rückversicherungsvereinbarungen, 5.2. Spreadrisiko
 LTG-Maßnahmenund
 Zweckgesellschaften und
 Gruppenaufsicht
 Maßnahmen zum Aktenrisiko
 Versicherungsverbriefungen
 5.3. Immobilienrisiko

 03 10
 = ∗; / − ∗
 Versicherungstechnische Dienstleistungs- und
 max 
 Rückstellungen
 = ∙ σ Niederlassungsfreiheit
 = max 
 5.4. Korrelationsmatrizen

 04 11
 • hypothetisches SCR für das Feuer-, See-
 Eigenmittel
 und Luftfahrtrisiko soll auf Basis des Makroprudentielle Aspekte
 größten Nettorisikos bestimmt werden 5.5. Gegenparteiausfallrisiko

 05 12
 • Ausgefallende und notleidendende
 Krediten sollen in das Ausfallrisiko Typ
 SCR-Standardformel Sanierung und Abwicklung
 2 einbezogen werden 5.6. Kalibrierung des versicherungstechnischen Risikos
 • Kein Änderung der Kriterien für

 06 13
 Hypothekendarlehen (1 Mio.€-Grenze)
 MCR 5.7. Risikominderungsmaßnahmen Sicherungseinrichtungen
 potenzielle
 Auswirkung

 07 14
 • Tendenzieller Anstieg des Ausfallrisikos
 Reporting und 5.8. Einschränkungen bei Verwendung externer Ratings
 TypBerichterstattung
 2 aufgrund hohem LGD für Weitere Themen
 ausgefallene und notleidende Kredite

 * EIOPA, „EIOPA Opinion on the 2020 Review of Solvency II“, 17.12.2020
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 8
05 SCR-STANDARDFORMEL

 01 08
 EIOPA
 Vorschlag 5.1. Zinsrisiko
 Einführung Proportionalität
 • Keine Veränderung bei der

 02 09
 Anerkennung von nicht-proportionaler 5.2. Spreadrisiko
 LTG-Maßnahmen
 Rückversicherung und
 bei Nicht-Leben Gruppenaufsicht
 Maßnahmeninzum
 Prämienrisiken Aktenrisiko
 der Standardformel
 • Finanzrückversicherung unverändert 5.3. Immobilienrisiko

 03 10
 nicht zur Risikominderung bei der SCR-
 Versicherungstechnische Dienstleistungs- und
 Berechnung in der Standardformel
 Rückstellungen Niederlassungsfreiheit
 zugelassen
 5.4. Korrelationsmatrizen

 04 11
 • Verschärfung des Art. 210 DVO zur
 wirksamen Risikoübertragung:
 Eigenmittel Makroprudentielle Aspekte
 effektiver Risikotransfer muss der SCR-
 Reduktion (oder Eigenmittel-Erhöhung) 5.5. Gegenparteiausfallrisiko

 05 12
 entsprechen
 • DieSCR-Standardformel
 EIOPA Leitlinien 1, 2 und 3 zum Sanierung und Abwicklung
 Basisrisiko sollen in der DVO verankert 5.6. Kalibrierung des versicherungstechnischen Risikos
 werden

 06 13
 • Klarstellung, dass Contingent Capital
 MCR
 Instrumente und Convertible Bonds 5.7. Risikominderungsmaßnahmen Sicherungseinrichtungen
 weder in der SF noch in internen

 07 14
 Modellen als Risikominderungstechnik
 Berücksichtigung
 Reporting undfinden dürfen 5.8. Einschränkungen bei Verwendung externer Ratings
 Weitere Themen
 Berichterstattung

 * EIOPA, „EIOPA Opinion on the 2020 Review of Solvency II“, 17.12.2020
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 9
AGENDA DER CASE STUDY

 01
 Alternative Kalibrierung des
 Zinsstresses in der Standardformel +
 Anpassung Korrelationen

 02 Alternative Extrapolation der
 Zinsstrukturkurve

 03 Anpassung der Formel zur Berechnung
 der Risikomarge

 04 Verfeinerung der Methodik zur
 Berechnung der Volatilitätsanpassung

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 10
VORSTELLUNG DES BEISPIELUNTERNEHMENS
Stichtag 31.12.2020

 Asset Allocation Wesentliche KPIs
 1,20% in % der HGB Reserve
 1,09% 5,15%
 5,93%
 Ø-garantierter Zins vor ZZR 2,55 %
 4,60%

 Ø-garantierte Zins nach ZZR 1,69 %

 Schlussüberschussanteilsfonds (SÜAF) 234,85 m€
 82,03%
 festv. Anlage Aktien
 Immoblien Alternative Investments Freie RfB (fRfB) 322,16 m€
 Beteiligungen Fonds
 Produktmix HGB Bilanzsumme 16.640,06 m€
 In % der verdienten Prämien in 2020

 6%
 31% Duration Aktiva 11,1

 Duration Passiva 16,8

 42%
 5%

 16%
 Risiko Renten BU FLV Kapital

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 11
AUSGANGSLAGE ZUM 31.12.2020
Solvabilitätsübersicht mit VA (7bp) ohne Übergangsmaßnahmen

 101%
 Eigenkapital 445

 Ausgleichsreserve 236 EM 1.209

 Überschussfonds 528

 ZÜB 3.444

 Optionen 1 Markt 3.003
 MW Aktiva
 Risikomarge 760
 20. 784
 Latente Steuern 100 Leben 598
 SCR 1.194
 Kranken 605

 LAC TP -1.953
 Garantierte BEL
 15.270 LAC DT -371

 OpRisk 94

 in mEUR

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 12
VERTEILUNG DER NETTO-SCR IN DER AUSGANGSLAGE

 2.500

 708
 2.000
 1.248

 - 177
 94
 1.500 1.471
 194
 - 182
 1.194
 88
 435 - 371
 1.000

 128 0,5
 16 188
 293 122
 500 405 - 78
 139
 - 110
 48 17
 18
 0

 in mEUR

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 13
ALTERNATIVE KALIBRIERUNG DES ZINSSTRESSES IN
 01 02 03 04
01

 DER STANDARDFORMEL + ANPASSUNG
 KORRELATIONEN Zinsrisiko +
 Korrelation
 Extrapolation
 Zinskurve
 Risikomarge VA

 Motivation • Lt. Art. 167 Abs. 2 DVO wird im Zinsrückgangsszenario der SF im Falle negativer risikoloser
 Basiszinssätze kein weiterer Rückgang unterstellt.
 • Die aktuelle Kalibrierung unterschätzt das Zinsrückgangsrisiko signifikant.

 EIOPA Vorschlag • Einführung des Shift-Ansatzes
 • Grundidee: Verschiebung des aktuellen Zinsniveaus nach oben, relativer Stress auf dem
 verschobenen Zinsniveau und anschließend die Verschiebung zurück auf das tatsächliche
 Zinsniveau.
 3,00%

 2,50%

 2,00%

 1,50%

 1,00%

 0,50%

 0,00%
 1 4 7 10 13 16 19 22 25 28 31 34 37 40 43 46 49 52 55 58 61 64 67 70 73 76 79 82 85 88 91 94 97 100
 -0,50%

 -1,00%

 -1,50%

 BE Kurve YE 2020 Zinsrückgang aktuell Zinsrückgang Shift-Ansatz

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 14
ALTERNATIVE KALIBRIERUNG DES ZINSSTRESSES IN
 01 02 03 04
01

 DER STANDARDFORMEL + ANPASSUNG
 KORRELATIONEN Zinsrisiko +
 Korrelation
 Extrapolation
 Zinskurve
 Risikomarge VA

 EIOPA Vorschlag • Einführung eines Floors bei -1,25%.
 • Verringerung der Korrelation zwischen Zinsrückgang- und Spreadrisiko von 50% auf 25%
 • Einführung eines linearen Phase-In der Änderungen beim Zinsrückgangs-Szenario über fünf
 Jahre ab Anwendungsbeginn des Reviews:
 3,00%

 2,50%

 2,00%

 1,50%

 1,00%

 0,50%

 0,00%

 34

 85
 1
 4
 7
 10
 13
 16
 19
 22
 25
 28
 31

 37
 40
 43
 46
 49
 52
 55
 58
 61
 64
 67
 70
 73
 76
 79
 82

 88
 91
 94
 97
 100
 -0,50%

 -1,00%

 -1,50%

 BE Kurve YE 2020 Zinsrückgang aktuell Zinsrückgang Shift-Ansatz Jahr 5
 Zinsrückgang Shift-Ansatz Jahr 1 Zinsrückgang Shift-Ansatz Jahr 2 Zinsrückgang Shift-Ansatz Jahr 3
 Zinsrückgang Shift-Ansatz Jahr 4

 Auswirkung • Deutlicher Anstieg des Zinsrückgangsrisikos bei vollständiger Anwendung (Details siehe
 nächste Folien)
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 15
01 AUSWIRKUNG BEI VOLLSTÄNDIGER UMSETZUNG (ERSTANWENDUNG 2022 UND
 VOLLSTÄNDIGE ANWENDUNG 2026)

 Ausgangslage Neues Zinsrisiko &
 Marktrisikokorrelation

 EM 1.209
 101% EM 1.209
 85%
 Markt 3.003 Markt 3.498

 Leben 598 Leben 598
 SCR 1.194 SCR 1.429
 Kranken 605 Kranken 605
 LAC TP -1.953 LAC TP -2.143
 LAC DT -371 LAC DT -428
 OpRisk 94 OpRisk 94

 in mEUR

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 16
01 VERLAUF DER QUOTE BEIM PHASE-IN MIT ERSTANWENDUNG ZUM YE 2022 UND
 VOLLSTÄNDIGER UMSETZUNG ZUM YE 2026

 110%

 101% 100%
 2.000 97% 100%

 93%
 89%
 90%
 1.500 85%

 80%

 1.000

 70%

 500
 60%

 0 50%
 2020 2022 2023 2024 2025 2026

 EM SCR SII-Quote

 in mEUR

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 17
ALTERNATIVE EXTRAPOLATION DER
 01 02 03 04
02

 ZINSSTRUKTURKURVE
 Zinsrisiko + Extrapolation Risikomarge VA
 Korrelation Zinskurve

 Motivation • In momentaner Niedrigzinsphase ist die Differenz zwischen Swapzinssätzen und UFR
 (aktuell 3,75%) hoch.
 • Dadurch kann die derzeitige Extrapolation zu einer Unterschätzung der Rückstellungen
 unter Solvency II führen.

 EIOPA Vorschlag • Einführung eines alternativen Extrapolationsverfahrens
 • Definition eines First Smoothing Point FSP ≈ LLP beträgt 20 (gem. Residual Bond Criterium)
 • Einführung einer Last Liquid Forward Rate auf Basis der am Markt beobachteten
 Forwardrates und gewichtet mit der entsprechenden Liquidität der Swaps:

 • Anschließend Mischung aus LLFR und UFR (mit a=10%):
 B(a,h)
 1

 0,5 B(10%,h)
 B(20%,h)

 0

 57
 1
 8
 15
 22
 29
 36
 43
 50

 64
 71
 78
 85
 92
 99
 © Oliver Wyman
 © DEVK
 18
ALTERNATIVE EXTRAPOLATION DER
 01 02 03 04
02

 ZINSSTRUKTURKURVE
 Zinsrisiko + Extrapolation Risikomarge VA
 Korrelation Zinskurve

 EIOPA Vorschlag • Einführung eines zinsabhängigen Ausgleichsmechanismus auf Basis des 10-Jahres-
 Swapsatzes über den Parameter a und lineares Phasing-Out bis 2032:
 Parameter a Zinskurven
 25% 3,00%
 20% 2,50%

 15% … 2,00%
 1,50%
 10%
 1,00%
 5%
 0,50%
 0%
 0,00%
 -0,50%
 -0,45%
 -0,40%
 -0,35%
 -0,30%
 -0,25%
 -0,20%
 -0,15%
 -0,10%
 -0,05%
 0,00%
 0,05%
 0,10%
 0,15%
 0,20%
 0,25%
 0,30%
 0,35%
 0,40%
 0,45%
 0,50%

 21
 1
 6
 11
 16

 26
 31
 36
 41
 46
 51
 56
 61
 66
 71
 76
 81
 86
 91
 96
 -0,50%
 -1,00%
 2022 2023 2024
 YE 2020 IST Neu mit a = 10% Neu mit a = 20%
 2025 2026 2032

 Auswirkung • Tatsächlich ergeben sich zum YE 2020 ein Parameter a= 15% und somit folgende Kurven:
 3,00%
 2,50%
 2,00%
 1,50%
 1,00%
 0,50%
 0,00%
 -0,50% 1 5 9 13 17 21 25 29 33 37 41 45 49 53 57 61 65 69 73 77 81 85 89 93 97

 -1,00%
 Altern. Extrapolation SII IST
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 19
AUSWIRKUNG BEI VOLLSTÄNDIGER UMSETZUNG (ERSTANWENDUNG 2022 UND
VOLLSTÄNDIGE ANWENDUNG 2032)

 Ausgangslage Alternative Extrapolation

 EM 1.209
 101% OF 920
 68%
 Markt 3.003 Markt 2.909

 Leben 598 Leben 792
 SCR 1.194 SCR 1.357
 Kranken 605 Kranken 612

 LAC TP -1.953 LAC TP -1.755

 LAC DT -371 LAC DT -410

 OpRisk 94 OpRisk 95

 in mEUR

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 20
VERLAUF DER QUOTE MIT ERSTANWENDUNG ZUM YE 2022 UND VOLLSTÄNDIGER
UMSETZUNG ZUM YE 2032

 101%
 100%
 2.000

 83%
 78%
 80%
 71%
 1.500 68%

 60%

 1.000

 40%

 500
 20%

 0 0%
 2020 2022 2026 2030 2032

 EM SCR SII-Quote
 in mEUR

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© DEVK
 21
ANPASSUNG DER FORMEL ZUR BERECHNUNG DER
 01 02 03 04
03

 RISIKOMARGE
 Zinsrisiko + Extrapolation Risikomarge VA
 Korrelation Zinskurve

 Motivation • Die aktuelle Methodik zur Fortschreibung der Risikomarge berücksichtigt keine
 Verringerung der zukünftigen SCR durch die Realisation von Risiken innerhalb der
 Projektion
 EIOPA Vorschlag • Zusätzlicher Reduktionsfaktor bei der Fortschreibung des für die Risikomarge relevanten
 SCR in jedem Projektionsjahr t in Höhe von:
 ( , % ; %)

 Auswirkung • Die Auswirkung hängt maßgeblich von dem Ablaufpattern des für die Risikomarge
 relevanten SCR ab:
 Relative Risikomargenreduktion in Abhängikeit der
 Duration des Ablaufpatterns
 40%
 35%
 30%
 25%
 20%
 15%
 10%
 5%
 0%
 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23
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 © DEVK
 22
AUSWIRKUNG DER ANPASSUNG DER FORMEL ZUR BERECHNUNG DER RISIKOMARGE

 Ausgangslage Anpassung der Risikomarge

 EM 1.209
 101% EM 1.360
 114%
 Markt 3.003 Markt 3.003

 Leben 598 Leben 598
 SCR 1.194 SCR 1.194
 Kranken 605 Kranken 605

 LAC TP -1.953 LAC TP -1.953

 LAC DT -371 LAC DT -371

 OpRisk 94 OpRisk 94

 in mEUR

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© DEVK
 23
VERFEINERUNG DER METHODIK ZUR BERECHNUNG
 01 02 03 04
04

 DER VOLATILITÄTSANPASSUNG
 Zinsrisiko + Extrapolation Risikomarge VA
 Korrelation Zinskurve

 Motivation • Abhängig von den Volumina und den Durationen der FI und des BE kann bei der aktuelle
 Methodik der Übertrag der FI-Spreads auf die Bewertung der Verpflichtungen zu einer
 Überschätzung führen
 • Das Vorgehen impliziert zudem ein hohes Maß an Illiquidität der Passiva
 • Bisher: = 65% ∙ 

 EIOPA Vorschlag
 Erhöhung des VA da
 Erhöhung des Gewichte der Gov. Bonds Verhältnis Base Point Value von FI zu
 pauschalen und Corp. Bonds in Summe BE zur Vermeidung von Over-/Under-
 Faktors
VERFEINERUNG DER METHODIK ZUR BERECHNUNG
 01 02 03 04
04

 DER VOLATILITÄTSANPASSUNG
 Zinsrisiko + Extrapolation Risikomarge VA
 Korrelation Zinskurve

 Motivation • Abhängig von den Volumina und den Durationen der FI und des BE kann bei der aktuelle
 Methodik der Übertrag der FI-Spreads auf die Bewertung der Verpflichtungen zu einer
 Überschätzung führen
 • Das Vorgehen impliziert zudem ein hohes Maß an Illiquidität der Passiva
 • Bisher: = 65% ∙ 

 EIOPA Vorschlag

 1 
 = 85% ∙ ∙ ∙ min ;1
 + 

 1 ∗100%+ 2 ∗75%+ 3 ∗60%
 ∙ max(min ; 100% 60%)
 1 + 2 + 3

 Gruppe 1: Gruppe 2: Gruppe 3:
 • Keine Storno- oder Rückkaufoptionen enthalten Nur Geringes Storno- Schaden/
 bzw. enthaltene Storno- oder Rückkaufoptionen und Sterblichkeitsrisiko, Unfall und
 führen nicht zu Eigenmittelverlusten. aber nicht Gruppe 1 Rest
 • Geringes Storno- und Sterblichkeitsrisiko erfüllt.

 © Oliver Wyman
 © DEVK
 25
VERFEINERUNG DER METHODIK ZUR BERECHNUNG
 01 02 03 04
04

 DER VOLATILITÄTSANPASSUNG
 Zinsrisiko + Extrapolation Risikomarge VA
 Korrelation Zinskurve

 Auswirkung Zum YE 2020:
 • Bisher: = 65% ∙ = 7bp
 • Neu:
 1

 =
 16,37 bp 1,387 1,14

 =
 =

 =
 1 
 = 85% ∙ ∙ ∙ min ;1
 + 

 1 ∗100%+ 2 ∗75%+ 3 ∗60%
 ∙ max(min ; 100% 60%)
 1 + 2 + 3

 93,2%

 = 18bp

 • Eine signifikante Erhöhung des VA gegenüber der aktuellen Kalibrierung

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 26
KOMBINATION DER ÄNDERUNG BEI VOLLSTÄNDIGER UMSETZUNG (SPÄTESTENS YE
2032)

 101%
 2.000 110%

 1.800

 85% 85% 90%
 1.600

 1.400
 66% 70%

 1.200
 55%

 1.000 50%

 800

 30%
 600

 400
 10%

 200

 0 -10%
 Ausgangslage Zinsrisiko + Korrelation Extrapolation Risikomarge VA

 EM SCR SII-Quote
 in mEUR

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DIE BETRACHTETEN ÄNDERUNGEN DES REVIEWS 2020 FÜHREN ERST IM JAHR 2025
ZU EINER VERSCHLECHTERUNG DER BEDECKUNGSSITUATION

 2.000
 114% 120%
 110%
 104%
 1.800 101% 99%
 1.600
 93% 100%

 85%
 1.400
 80%

 1.200

 1.000 60%

 800

 40%
 600

 400
 20%

 200

 0 0%
 2020 2022 2023 2024 2025 2026 2032

 EM SCR SII-Quote
 in mEUR

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WIE VIEL ZEIT BLEIBT DER BRANCHE NOCH?
 EIOPA Vorschlag Auswirkung Regulatorische Grundlage
 Verabschiedung durch die Europäische Kommission für 3Q 2021 geplant

 Alternative Kalibrierung Delegierte

 01 des Zinsstresses in der
 Standardformel +
 -16%-Pkt. Verordnung
 (Umsetzung ab 4Q21
 Anpassung Korrelationen möglich)

 02 -30%-Pkt.
 SII Rahmenrichtlinie
 Alternative Extrapolation
 (Umsetzung nicht vor
 der Zinsstrukturkurve
 2023 zu erwarten)

 03
 Anpassung der Formel zur Delegierte
 Berechnung der
 Risikomarge
 +11%-Pkt. Verordnung
 (Umsetzung ab 4Q21
 möglich)

 04
 Verfeinerung der Methodik
 zur Berechnung der
 Volatilitätsanpassung
 +19%-Pkt. SII Rahmenrichtlinie
 (Umsetzung nicht vor
 2023 zu erwarten)

 Der Review der Standardformel hat gezeigt, dass eine vorzeitige Umsetzung in der DVO nicht
 zwangsläufig mit einer sofortigen Operationalisierung einhergehen muss!
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VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT!

 Marco Ehlscheid OLIVER WYMAN GmbH Dr. Matthias Wolf DEVK Versicherungen

 Breite Straße 32 Riehler Straße 190

 40213 Düsseldorf 50735 Köln

 Marco.Ehlscheid@oliverwyman.com Tel.: +49 211 8987 671 Matthias.Wolf@devk.de Tel.: +49 221 757 1540
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Disclaimer Dieser Vortrag wurde gemeinsam von Marco Ehlscheid (Oliver Wyman) und Dr. Matthias Wolf (DEVK) ausgearbeitet. Oliver
 Wyman und die DEVK Versicherungen sind rechtlich unabhängige Unternehmen. Die hier vorgestellten Inhalte und vertretenen
 Positionen stellen die Meinung der vortragenden Personen dar und sind nicht als Handlungsempfehlung zu verstehen.
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