Svaoe NachrichteN 2-2015 März / april
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Nachrichten
d e r S e g l e r - V e r e i n i g u n g A l t o n a - O e v e l g ö nn e e . v .
93. Jahrgang März / April 2015 Nr. 2
Yachten ohne Crew?
Wird künftig vom Sofa aus navigiert? (Foto: Genthe, Stockmarine)
1SVAOe März / April 2015
«Ich schlief und träumte,
In dieser Ausgabe das Leben sei Freude.
Ich erwachte und sah, das Leben ist Pflicht.
Der Lotse geht von Bord 2 Ich tat meine Pflicht, und siehe da,
Jahresbericht des Vorsitzenden 4 die Pflicht wurde Freude.»
Aus der Jahreshauptversammlung 9 (Rabindranath Tagore,
Dank für Spenden 11 Indischer Philosoph und Nobelpreisträger)
Nachrufe 12
Geburtstagsgrüße 15
Neuaufnahmen 15
Ehrungen 16
Ein Blick zurück
Am Ende eines langen Kielwassers
Eisbeinessen 18
Seglerball auf dem Süllberg 18
Grönland und Bundesliga 20 Nur ein Blick ist möglich. Es ist der Blick zu-
Die SVAOe im Internet 21 rück auf ein langes Log. Auf ein halbes Jahr-
Neues Mitgliederverzeichnis 24 hundert als ehrenamtlicher Redakteur und He-
Frühjahrsregatten 24 rausgeber der Nachrichten der SVAOe. Nun ist
Frühjahrstraining 26 es Zeit zu gehen. Zeit für einen Wachwechsel.
Mini-Fastnet der Modellyachten 27 Vielleicht auch für einen Kurswechsel. Ein Bild
Abaton-Challenge 29 drängt sich mir dabei auf. „Der Lotse geht von
Familiensegeln im Schichtbetrieb 30 Bord“. Ich schreibe dies am 1. April, dem 200.
Aus dem DSV 33 Geburtstag des einstigen Reichskanzlers Otto
Die Maut ist vom Tisch 34 von Bismarck (1815–1898). 1890 trat er zurück.
Seewetter 35 Nicht ganz freiwillig. Die britische Zeitung
Fäkalientsorgung in Schweden 36
„Punch“ brachte damals eine Karikatur, die
Neues aus Eckernförde 38
weltberühmt wurde. Weit davon entfernt, mich
Segeln ohne Crew? 40
mit Bismarck zu vergleichen, gefällt mir die
Ein neuer Stander und noch mehr 40
Zeichnung, durfte ich doch einige Jahrzehnte
Bücher für den Saisonbeginn 41
Das besondere Buch 42
die Geschicke der SVAOe mitbestimmen.
Zu guter Letzt 44 Ich gehe auch nicht unter Druck. Oder doch?
Es ist mein Gesundheitszustand, der mich
Umschlagillustration von Lutz Kessling, SVAOe: zwingt, aus diesem Amt auszuscheiden. Nach
Frühjahrstraining der Optis in Hyères 50 Jahren, einem halben Jahrhundert und
vier Monaten, in denen unsere Leser in 302
Beilagen: Ausgaben auf rund 10.000 Textseiten mit un-
Ausschreibung Otterndorf Regatta zähligen Berichten, Aufsätzen und Storys, mit
Ausschreibung Rallye 2015 Nachrufen, mit Kommentaren und Glossen,
Yachtwerft Lütje Schnurren und Possen, Fotos und Zeichnungen
ernsthaft oder humorvoll unterhalten wurden.
2SVAOe März / April 2015
Neben Familie, Beruf und Segeln war es eine nach dem unerwar-
Lebensaufgabe besonderer Art, die ich voll frü- teten Tod von Rudi
her Begeisterung am 1. Januar 1965, dem Jahr Mager plötzlich
des 60-jährigen Bestehens des SVAOe, aus der zum Vorsitzenden
Hand meines Vorgängers, unseres früh verstor- gewählt. In ein
benen Vereinsmitgliedes Rolf H. Massié über- Ehrenamt, das ich
nommen habe. Nun bin ich auch so weit, sie dann 26 Jahre lang
an meine(n) Nachfolger zu übergeben. ausgeübt habe.
Es schadet nichts, wenn, jedenfalls gegenüber „Nebenbei“ war
den jüngeren Mitgliedern, daran erinnert wird, ich noch 20 Jahre
dass ich, wie vielleicht einige vermuten, weder in der Kreuzer-
ein gelernter Journalist noch – trotz einiger Abteilung und 28
Bücher – ein erfolgreicher Autor bin. In der Jahre im Seglerrat des DSV, sowie 12 Jahre
Schule in Deutsch eher mäßige Leistungen er- lang Zweiter und 16 Jahre Erster Vorsitzender
bringend, wusste ich am Ende der Schulzeit des Hamburger Segler-Verbandes.
kaum den Unterschied zwischen Konjunktiv Ich kann aus Erfahrung nur empfehlen, ein
und Sturmtief. Beide Tiefs – in der Sprache wie Ehrenamt zu übernehmen. Es müssen ja nicht
beim Segeln – habe ich durch die SVAOe genü- gleich mehrere sein. Genug zu tun gibt es im-
gend kennen gelernt. Das eine an den Tasten mer. Wie sagte US-Präsident John F. Kennedy
meiner Schreibmaschine, das andere am Ruder einst: „Frage nicht, was dein Land für dich tun
von Booten. Geschrieben habe ich nicht nur für kann, frage, was du für dein Land tun kannst.“
die SVAOe, sondern nebenbei in allen mögli- Man kann den Begriff „Land“ durchaus berech-
chen Fachpublikationen – nicht ausschließlich tigt durch den Begriff „Verein“ ersetzen.
seglerischen. Normalerweise nennt man so einen abwertend
Es war eine gute Schule, und es hat auch Spaß „Vereinsmeier“ Wer mich näher kennt, und das
gemacht. Ohne das kann man weder einen Be- sind ja eine ganze Menge Leute nicht nur im
ruf ausüben noch erst recht ein Ehrenamt. Zur Segelsport, weiß, dass ich das nicht bin. Aber
Beruhigung: Ich werde weiter schreiben, aber als Produkt der Nachkriegs- und Aufbauzeit
nun weniger und das ohne Druck des Redak- habe ich schnell gemerkt, dass vieles im Argen
tionsschlusses. lag, dass Beiseitestehen und Meckern nichts
In der SVAOe habe ich nicht ausschließlich voranbringt. Wer eine Gemeinschaft aufbaut
deren Zeitung gemacht, seitdem ich Anfang und zusammenhält, tut auch was für den Zu-
1960 im Alter von 27 Jahren von dem dama- stand unserer Gesellschaft.
ligen SVAOe-Vorsitzenden Heinz von Broock So ganz nebenbei habe ich seit 1945 bis in die
erstmals in deren Vorstand shanghait worden Gegenwart, also 70 Jahre lang, eigene und frem-
bin. Über die Gründung und Führung einer de (Segel)boote zwischen 2,50 m und 20,00 m
Juniorenabteilung, einer Zeit als Schriftfüh- geschippert, eine intakte Familie mit zwei
rer und Zweiter Vorsitzender wurde ich 1972 segelnden Kindern und drei Enkelkindern ge-
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gründet, über 40 Jahre einen verantwortungs- Jahresbericht
vollen Beruf ausgeübt sowie mich daneben ein des Vorsitzenden
bisschen um meinen Segelverein gekümmert,
dem ich jetzt 70 Jahre lang angehöre. In die- Durch Ihr/Euer zahlreiches Erscheinen ha-
ser Reihenfolge. Ich habe versucht, was heute ben Sie schon vor den eigentlichen Wahlen
manchmal gern vergessen wird, meine Pflicht mit den Füßen darüber abgestimmt, dass
zu tun. Jetzt schließe ich ein Kapitel ab. Ihnen die SVAOe einiges bedeutet. Zunächst
Der Grund ist schnell erklärt. Es ist die Ge- eine Vorbemerkung zu den schriftlich vorlie-
sundheit, die in weiten Bereichen abhanden genden Berichten der einzelnen Ausschüsse.
gekommen ist. Mancher wird sich gewundert haben, dass
Ich danke meiner Frau, die ich oft vernach- sich dabei kein Bericht des Obmannes unserer
lässigt habe, und meinen Töchtern für ihr oft Clubanlage in Eckernförde befindet. Der hatte
kopfschüttelndes Verständnis sowie allen, die sich schon kurz nach Saisonbeginn sang- und
mir bei meiner Arbeit immer wieder geholfen klanglos aus seinem Amt verabschiedet. Nie-
haben. Ich danke den vielen, die mit Textbei- mand weiß so recht den Grund. Aber wie es
trägen und Fotos, mit Korrektur und Layout eben in Gemeinschaften, in denen es Menschen
und mit Inseraten zum Gelingen beigetragen miteinander zu tun haben, so ist – es treffen
haben, sowie denen, die ich genervt und ange- unterschiedliche Charaktere und Auffassun-
trieben habe und denen – hoffentlich wenigen gen aufeinander, nicht jeder ist mit allem und
– denen das eine oder andere nicht gefallen hat. jedem einverstanden. Mag sein, dass er diesen
Mögen sie alle der SVAOe, den Nachrichten Umstand unterschätzt und sich in seiner Rolle
und den künftigen Blattmachern erhalten und nicht so recht wohl gefühlt hat. Mag auch sein,
gewogen bleiben. dass er sich nicht hinreichend vom Vorstand
Nur ein Blick zurück? Es war eine schöne Zeit. unterstützt gefühlt hat; wie gesagt, wir haben
Ich hoffe, dass ich trotz meines Alters und mei- es nicht erfahren.
nes Gesundheitszustandes noch ein bisschen Die Gemeinschaft unserer Eckernförde-Segler
an Bord bleiben kann. Wenn auch nicht mehr hat die Ärmel aufgekrempelt und unter der
als Lotse, so doch beratend, so dass ich mei- Führung von Helmut Barthodzie während der
nen Nachfolgern und der SVAOe noch etwas Saison vorzüglich alles Notwendige erledigt:
nützlich sein kann. So komme ich vielleicht So wurden die Stegdienste an den Wochenen-
noch dazu, die angefangene Geschichte unse- den organisiert, der herbstliche Arbeitseinsatz
res Clubhauses sowie des Hamburger Yacht- zur Sicherung der Bojen und ihrer Geschirre
hafens, der im kommenden Jahr 100 Jahre alt in gewohnt professioneller Weise abgewickelt.
wird, zu vollenden. Kurz und gut, die Anlage wurde dank des ge-
Es gibt also genug zu tun – warten wir es ab. meinschaftlichen Einsatzes aller in einem ein-
Euer wandfreien Zustand gehalten. Und nicht nur
Jürgen Chr. Schaper das: Man feiert auch gerne in Eckernförde. So
Kommodore wurde, wenn auch in Unkenntnis der tatsäch-
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lichen Gründungsdaten, ein Jubiläumsstegfest kann, erledigt seit vielen Jahren Thomas Lysse-
gefeiert, an das alle Macher und Gäste noch wski. Nun hat er erklärt, dass er in diesem Jahr
lange mit Vergnügen denken werden. Über die- in die unwiderruflich letzte Runde gehen und
ses denkwürdige Fest hat unser Kommodore somit sein Amt zur Verfügung stellen möchte.
ausführlich berichtet, und es ist nachzulesen Ich freue mich, Thomas, dass Du Dich noch
in unseren Nachrichten und auf unserer Home- einmal für ein Jahr zur Verfügung stellst und
page. Jetzt kann mit Freude berichtet werden, somit einen gleitenden Übergang für Deinen/
dass sich Thomas Schaper bereit erklärt hat, Deine Nachfolger ermöglichst. Vielen Dank
die Aufgaben als Obmann für Eckernförde zu dafür, und ich bin sicher, dass sich auch der
übernehmen. Vielen Dank Thomas dafür, und Dank dieser Vollversammlung nachher in dem
ich wünsche Dir ein glückliches Händchen für Wahlergebnis widerspiegeln wird.
Deine Arbeit. Nun findet im Jollenhafen Alsterufer nicht
Die SVAOe betreibt gemeinsam mit zwei an- nur die Ausbildung Jugendlicher statt, son-
deren Clubs die Anlage Jollenhafen Alsterufer. dern dort ist auch die beste Gelegenheit, neue
Einen Schwerpunkt dieser Arbeit stellt die Aus- erwachsene Mitglieder, zumeist Segelanfänger,
bildung der Kinder auf den vereinseigenen Op- für den Verein zu gewinnen. Sie alle aber, jun-
tis dar. Diesen Job, den man aufgrund seiner ge wie ältere, beklagen die mittelmäßigen sa-
Vielfältigkeit besser als Nebenberuf bezeichnen nitären Verhältnisse dort. Seit langem bemüht
Ist es nicht schön, wenn das Boot wieder schwimmt!
Und die Wellen im Hafen leise unter dem Heck gluckern. Dann ist die Welt für uns Segler doch wieder in
Ordnung. Und die Ausrüstung? Auch alles überholt, gereinigt, geprüft, kontrolliert und ersetzt? Zum Beispiel das
Bordfernglas sollte im Herbst schon gereinigt werden, das Salz muss entfernt werden, sonst leidet die Qualität
der Objektive.
Wenn Sie uns in unserem Geschäft in der Neanderstrasse besuchen würden, könnten wir Ihr Bordglas
prüfen (kostet nichts) und Ihnen vielleicht zeigen, was es Neues gibt. Unsere neuen Ferngläser z.B. von
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5SVAOe März / April 2015
sich die Jollenha- schon in vierter Generation repräsentiert. Wo
fengemeinschaft gibt's das schon? Lars hilft Sabine Lyssewski
darum, das jet- im Sekretariat, unterstützt und trainiert die
zige kleine Häus- Jugendlichen am Alsterufer, kümmert sich um
chen, das besser die Instandhaltung der Boote und ist sozusagen
als Schuppen zu „Mädchen für alles“ im Club. Lars, für Deine
bezeichnen ist, Arbeit möchte ich Dir an dieser Stelle meine
durch ein etwas und sicher auch die Anerkennung unserer Mit-
größeres Club- glieder aussprechen.
heim zu ersetzen. Das FSJ von Lars endet im Sommer dieses
Die Gespräche Jahres. Wir müssen uns schon jetzt zügig um
mit der Behörde die Nachfolge kümmern, wenn wir weiterhin
Andreas Völker
für Stadtentwick- eine/n FSJler/in einsetzen wollen. Alle Mitglie-
lung und Umwelt der sind aufgerufen, sich in unserer Geschäfts-
gestalten sich schleppend. Wir hoffen aber, im stelle zu melden, falls Sie in Ihrem Bekannten-
Laufe dieses Jahres das Projekt voranbringen oder Verwandtenkreise jemanden kennen, der
zu können. Hinzu kommt, dass die Anlage für diese Tätigkeit geeignet sein könnte.
auch von den Plänen des Senates zur Priori- Ein Kernstück der Jugendarbeit in der SVAOe
sierung des Fahrradverkehrs auf der Straße ist seit jeher die Ausbildung auf den Jugend-
Alsterufer betroffen Ist. Deren Maßnahmen wanderkuttern. Der Vorstand möchte dieses
sind im Bereich des Harvestehuder Wegs be- erfolgreiche Konzept auch weiterhin verfolgen.
reits durchgeführt worden und geben einen Konsequenterweise war es daher unerlässlich,
Eindruck davon, in welchem Maße auch am zunächst die dringend renovierungsbedürfti-
Alsterufer Veränderungen erfolgen werden. ge „Neumühlen“ wieder instand zu setzen. Die
Wir hoffen, dass wir die Möglichkeit haben umfangreichen Arbeiten, die unser Jugend
werden, Einfluss auf die Gestaltung des Berei- leiter Sven Becker in seinem Bericht aus-
ches oberhalb unserer Anlage nehmen zu kön- führlich geschildert hat, zogen sich bis in den
nen. Leider sollen erst 2016 die ersten Planun- frühen Sommer hin, so dass die „Neumühlen“
gen vorliegen, auf die wir dann entsprechend nicht an der traditionellen Sommertour teil-
reagieren können. Wir können somit unsere nehmen konnte.
Trainings und Regatten in dieser Saison wie In dieser Saison aber wird dieses Schmuck-
gewohnt durchführen. stück der SVAOe wieder auf Elbe und Ostsee
Auch im vergangenen Jahr ist es uns gelungen, im Einsatz sein, dank der großzügigen Spenden
ein jugendliches Vereinsmitglied für die Unter- unserer Mitglieder und der großartigen Arbeit
stützung unserer Arbeit im Rahmen des frei- von Gerd Wegener und seiner Mitarbeiter.
willigen sozialen Jahres zu gewinnen. Mit Lars Auch ihr Schwesterschiff, die „Teufelsbrück“,
Hauschildt ist ein FSJler seit letztem August im ebenfalls Baujahr 1969, muss dringend über-
Einsatz, der die Seglerfamilie Hauschildt nun holt werden. Inzwischen sind die Arbeiten in
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der Yachtwerft Wegener schon zügig voran- Das Thema ist zugegebenermaßen komplex –
geschritten. Wir sind guter Hoffnung, die „T“ die häufigsten Fragen sind: Auf welchen Booten
in der kommenden Saison in vollem Umfang kann trainiert werden, welche Kosten kommen
einsetzen zu können. Auch hier hoffen wir na- auf die Teilnehmer und den Club zu? Vor allem
türlich auf die Spendenbereitschaft unserer aber: Wer ergreift die Initiative und setzt sich
Mitglieder und Förderer. den Hut auf? Reaktionen darauf waren lange
Über die wie immer sehr professionelle Durch- Fehlanzeige. Darum freue ich mich sehr, dass
führung unserer Regatten hat der Regatta- jetzt Initiativen aus dem Mitgliederkreise kom-
Ausschuss ausführlich berichtet. Allerdings men. Jonas Lyssewski wird die Anmeldeproze-
kommt die Regattaleitung zunehmend in die duren klären und uns sicherlich in Kürze dar-
Situation, nicht genügend Begleitboote zur über berichten können, ob der Club noch, trotz
Verfügung zu haben. Daher möchte ich alle abgelaufener Termine, in diesem Jahr an den
Eigner von Motorbooten bitten, sich für un- Ausscheidungsregatten zur 2. Segel-Bundesliga
sere Vereinsregatten zur Verfügung zu stellen. teilnehmen kann. Ich bin gespannt, was wir in
Wir garantieren Ihnen beste Wetterbedingun- naher Zukunft darüber erfahren werden.
gen und eine fröhliche Preisverteilung, bei der Seit geraumer Zeit treibt uns das Thema der
auch die Eigner der Begleitschiffe nicht zu kurz Sanierung der Ostwand dieses Clubhauses um.
kommen werden. Eduard von Allwörden hat schon vor einiger
Hatten Sie Gelegenheit, an der großen Stand- Zeit ein Konzept zur Sanierung der Wand vor-
fete der Segelvereine auf der hanseboot teil- gelegt, und Gerrit Rampendahl wird gemeinsam
zunehmen? Ein Großteil der Hamburger Seg- mit ihm die notwendigen Arbeiten veranlassen.
lergemeinde war dort vertreten, besuchte die Ich hoffe, wir können hierüber bald Näheres
Stände der Vereine und hatte reichlich Gele- berichten und Sie bald Konkretes betrachten
genheit zum Erfahrungsaustausch und Klön- können. Clubhausbesucher werden mit Freude
schnack bei einem oder mehreren – durchaus bemerkt haben: Die Toiletten wurden saniert,
nicht nur alkoholischen – Getränken. Neben- zum Teil wurden neue Klos installiert und die
bei konnten auf der großen Videowand die ab- besonders schmutzanfälligen Wandbereiche
schließenden Regatten der Segel-Bundesliga gefliest, so dass jetzt alles sauber ist.
verfolgt werden. Die Live-Übertragungen von Der Zustand dieses Hauses erfordert innen und
der Alster waren spektakulär, trotz der schwa- außen regelmäßige Beobachtung und Pflege.
chen Winde. So ist es nicht verwunderlich, dass Diese Arbeiten sind auf Dauer von unseren Eh-
uns immer wieder Mitglieder fragen, warum renamtlichen nicht zu leisten. Wir haben daher
denn die SVAOe – als einer der mitglieder- beschlossen, einen teilzeitbeschäftigten Haus-
stärksten und mit versierten Regattaseglern meister zu beauftragen, der sich um den Zu-
gesegneten Vereine – nicht an der Segel-Bun- stand des Hauses kümmern soll. Jürgen Rad-
desliga teilnimmt. Ich habe diese Frage aufge- datz ist im Gespräch mit einem Kandidaten,
griffen und auf Mitgliederversammlungen und und ich hoffe, dass wir Ihnen auch in dieser
in den Nachrichten thematisiert. Angelegenheit bald Positives melden können.
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sei es als Teilnehmer zu Wasser oder auch als
Besucher zu Lande.
Nach diesem Ausblick auf die kommende Se-
gelsaison erlauben Sie mir ein kleines Resü-
mee des abgelaufenen Jahres. Ein Blick auf
die Statistik beweist es: Auch in diesem Jahr
ist die SVAOe trotz eines leichten Rückganges
der Mitgliederzahl solide und stabil aufgestellt.
Dabei muss festgestellt werden, dass gerade die
Die Vorstand lauscht den Ausführungen der Schatz- nicht besonders mitgliederstarke Gruppe der
meisterin. Von: links: Vorsitzender Andreas Völker, Jugendlichen leider die höchsten Rückgänge
(leerer Platz von Monica Dennert), 2. Vorsitzender bei den Mitgliederzahlen aufweisen. Vielleicht
Gerrit Rampendahl, Obmann Navigation und spielt die Tatsache eine wichtige Rolle, dass
Fahrtensegeln Dr. Stephan Lunau, Jugendleiter Sven durch die Verkürzung der Gymnasialzeit von
Becker, Regattaobmann Jürgen Raddatz, Festlotsin 13 auf 12 Jahre vielen Jugendlichen immer we-
Dörte Stryi und Geschäftsstelle Sabine Lyssewski niger Spielraum bleibt, nachmittags noch am
Segeltraining teilzunehmen. Aber, wie heißt es
doch so schön: Selbst aus schlechten Aussich-
Seit der letzten SVAOe-Rallye sind wieder fünf ten lassen sich noch gute Einsichten gewinnen.
Jahre vergangen, und so freuen wir uns auf Das heißt für uns: Verstärkung der Bemühun-
die nächste. Annette und Claus Torstrick waren gen, neue Mitglieder in den jüngeren Jahrgän-
die glücklichen Gewinner der letzten Rallye, gen zu gewinnen. Eine große Herausforderung
die, Sie werden sich erinnern, nach Brejning für unsere Jugendabteilung und für uns alle.
im Vejle-Fjord ging. Mit diesem Sieg haben Mein Dank gilt al-
beide das beneidenswerte Los gezogen, die len Spendern und
diesjährige Rallye ausrichten zu dürfen. Na- Unterstützern,
türlich haben sie uns nicht verraten, was sie im allen Vorstands-
Einzelnen planen, nur soviel: Die Reise wird mitgliedern und
in diesem Jahr zur schönen, alten Hansestadt Beirats- und Aus-
Wismar gehen. Die Rallye findet wie immer in schussmitgliedern
der ersten Woche der Hamburger Sommerfe- für ihren engagier-
rien statt, d. h. in diesem Jahr vom 19. Juli bis ten und erfolgrei-
zum 25. Juli. Am Freitag, dem 24. Juli wird ein chen Einsatz inner-
gemeinsamer Grillabend im Wismarer Hafen halb und außerhalb
gefeiert, und am 25. werden die Sieger der dies- Die Schatzmeisterin der SVAOe, den sie
jährigen Rallye verkündet und die Preise ver- Monica Dennert erläutert zumeist schon seit
geben. Sie alle sind herzlich eingeladen, sich die Jahresabrechnung vielen Jahren leis-
an dieser vergnüglichen Reise zu beteiligen, (Fotos: Katharina Völker) ten, und last not
8SVAOe März / April 2015
least Rolf Pasternak, der lange im Ältestenrat Nicht nur ein Ritual
zur Verfügung stand. Stellvertretend für alle
möchte ich Monica Dennert, unserer Schatz- Auszug aus der Niederschrift über die Jahres-
meisterin, mit einem Blumenstrauß danken hauptversammlung der Segler-Vereinigung
und Dörte Stryi für die fabelhafte Organisa- Altona-Oevelgönne e.V. am Dienstag, den
tion unserer Veranstaltungen im ersten Jahr 24. Februar 2015 im Clubhaus.
ihrer Amtsführung. Jule Lyssewski danke ich
für ihre zuverlässige Arbeit im Sekretariat. Und Es scheint nicht nur ein Ritual zu sein. Es ist
natürlich möchte ich auch Ihnen, unseren Mit- ein Ritual. Ein vom Staat im Bürgerlichen Ge-
gliedern, für das Vertrauen danken, das Sie mir setzbuch seit 1900 vorgeschriebenes. Das kann
in den vergangenen beiden Jahren entgegenge- dazu verführen, es als erstarrte lästige Pflicht-
bracht haben. übung des Vorstandes und der Mitglieder lieb-
Andreas Völker los möglichst schnell abzutun. Ich denke, dass
die Erfahrung vieler Jahre gezeigt hat, dass das
in der SVAOe anders ist.
So sind es stets um die 100 Mitglieder, die all-
jährlich dem Aufruf folgen, Gewesenes noch
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9SVAOe März / April 2015
zu diskutieren. Eine ganz ansehnliche Anzahl, Mitglied seit 1949, Eigner der SY „Ursula“
die bei nicht allen Vereinen selbstverständlich Peter Peters, 8.8.2014, 79 Jahre, Mitglied
ist. Dabei lässt die – ebenfalls weitgehend vor- seit 1971, Eigner der SY „Jonger Fris“
geschriebene – Tagesordnung nicht gerade auf Klaus Lichtenfeld, 10.8.2014, 68 Jahre,
einen stimmungsvollen Abend schließen. Mitglied seit 1977, Eigner der SY „Svelmö“
Hier folgt auszugsweise der Ablauf der Ver- Mathias Meyer, 24.11.2014, 52 Jahre,
sammlung zur Erinnerung für die anwesend Mitglied seit 1978, Eigner der SY „Godewind“
Gewesenen und zur Kenntnis derjenigen, die Horst Steffens, 23.12.2014, 78 Jahre,
– sagen wir es einmal neutral – aus diesem oder Mitglied seit 1979, Eigner der MY „Alk“
jenem Grund verhindert waren. 95 stimmbe-
rechtigte Vollmitglieder sowie zwei Gäste und Verstorbene 2015
mehrere noch nicht stimmberechtigte Jugend- Jens Burmeister, 10.1.2015, 70 Jahre, Mitglied
liche füllten das Clubhaus, um die vorgegebe- seit 2011, Eigner des Kats „Bali-Hei“
nen Punkte „abzuarbeiten“: den Bericht des Jürgen Lindemann, 16.2.2015, 79 Jahre,
Vorsitzenden, die Berichte der Obleute (die Mitglied seit 1964
schriftlich vorlagen), der Schatzmeisterin, Bernt Seyfert, 16.2.2015, 80 Jahre,
der Rechnungsprüfer über das vergangene Mitglied seit 1953, Eigner der MY „Tanit“
Geschäftsjahr. Die Vorlage des Haushaltsvor-
anschlages 2015, Entlastung des Vorstandes, Zu Beginn seines Jahresberichts dankte
Neuwahlen des Vorstandes, des Ältestenrates AndreasVölker den nicht wieder zur Wahl kan-
und eines Rechnungsprüfers, Bestätigung des didierenden Mitgliedern Rolf Pasternak (Ältes-
Obmannes der Jugendabteilung, Festsetzung tenrat), Kay Rothenburg (Motorbootgruppe)
der Mitgliedsbeiträge für 2015, die Genehmi- und Michael Müller (Modellabteilung) für ihre
gung des Haushaltsvoranschlages 2015 sowie langjährige Arbeit und überreichte ihnen Ab-
Verschiedenes. schiedsgeschenke. Er dankte allen Spendern,
Nachdem der Vorsitzende Andreas Völker Vorstands- und Ausschussmitgliedern sowie
die 110. Jahreshauptversammlung mit der Sabine Lyssewski für ihre geleistete Arbeit und
Begrüßung der Mitglieder und Gäste und der überreichte Monica Dennert und Dörte Stryi
Feststellung, dass die Versammlung form- und einen Blumenstrauß.
fristgerecht einberufen und damit beschluss- Zu den Berichten der Obleute wurden Fragen
fähig ist, gedachte er vor Eintritt in die Ta- nicht gestellt. Zum Bericht der Schatzmeiste-
gesordnung der verstorbenen Mitglieder der rin lagen den Anwesenden vor: Gewinn- und
SVAOe: Verlustrechnung, die Bilanz sowie die Club-
hausabrechnung und die Bilanz. Monica Den-
Verstorbene 2014 nert erläuterte die einzelnen Positionen und
Yixin Qian, 23.1.2014, 54 Jahre, beantwortete Fragen von Joachim Müntzel,
Mitglied seit 2009 Andreas Gustafsson , Eduard von Allwörden
Heinz Asmus, 9.4.2014, 84 Jahre, und Norbert Schlöbohm.
10SVAOe März / April 2015
Den Bericht der Rechnungsprüfer erstattete Die Teilnahme der SVAOe an der Segel-Bun-
Inken Lippek. Die Rechnungsprüfung fand desliga wurde diskutiert. Der Vorstand wird
am 23.02.2015 zusammen mit Inken Lippek, das Thema weiter verfolgen.
Michael Hampe, Monica Dennert und Sabine Antje Mohr machte einen Vorschlag zur Ver-
Lyssewski im Clubhaus statt. Sie schlug Ent- besserung der Mikrofonanlage.
lastung hinsichtlich des Rechnungs- und Kas- Der Internetauftritt der SVAOe wurde dis-
senwesens vor. kutiert. Andreas Völker dankte der Internet-
Der Haushaltsvoranschlag für 2015 wurde den Redaktion für ihr Engagement. Es soll in den
Anwesenden schriftlich vorgelegt. Monica Den- Nachrichten (siehe diese Ausgabe) dargestellt
nert erläuterte die einzelnen Etats. werden.
Die Entlastung des Gesamtvorstandes erfolgte Abschließend dankte Andreas Völker dem Vor-
einstimmig. stand für die konstruktive und harmonische
In zwei Wahlgängen wurden in geheimer Wahl Zusammenarbeit im vergangenen Jahr und
zunächst der Vorsitzende und sodann die Vor- beendete die Jahreshauptversammlung um
standsmitglieder, ein Rechnungsprüfer und der 21.30 Uhr.
Ältestenrat mit überwältigenden Mehrheiten Diesem Auszug lag das von Andreas Völker und
gewählt: Zum Vorsitzenden auf die Dauer Sabine Lyssewski unterzeichnete Original der
von zwei Jahren Andreas Völker. Für ein Jahr Niederschrift zugrunde. Dessen vollständiger
wurden gewählt: Monica E. Dennert (Schatz- Text kann in der Geschäftsstelle eingesehen
meisterin), Obmann des Regattaausschusses: werden. JCS
Jürgen Raddatz, Obmann der Jüngstengruppe:
Thomas Lyssewski, Obmann des Ausschusses
für Navigation und Fahrtensegeln: Dr. Stephan
Lunau, Obfrau des Geselligkeitsausschusses: Dank für Spenden 2014
Dörte Stryi, Rechnungsprüfer: Michael Hampe,
Ältestenrat: Jutta Behl, Sabine Diercks, Jörn In jedem Jahr helfen uns zahlreiche Mitglieder
Groth, Hans-Jürgen Heise, Peter Mendt, Pe- sowie befreundete Personen und Unternehmen
ter Stamp und Peter Zösch. Die Position eines mit kleinen und großen Spenden, manche
Obmannes der Modellabteilung bleibt zur Zeit überraschend und daher nicht eingeplant auf-
unbesetzt. tretende dringende Aufgaben zu finanzieren.
Alle Gewählten nahmen die Wahl an. Im Geschäftsjahr 2014 überstieg die Gesamt-
Monica Dennert machte den Vorschlag, die summe der Geldspenden mit € 40.191,30 die
Mitgliedsbeiträge unverändert zu lassen. Dies der Vorjahre erheblich. Dazu kamen auch wie-
und der Haushaltsvoranschlag wurden ein- der erhebliche Sachspenden.
stimmig beschlossen. Wer Geld für eine Sache gibt, die er für gut
Zum Punkt „Verschiedenes“ wurde die Frage von hält, fühlt sich dieser Sache auch verbunden
Eduard von Allwörden zur Messebeteiligung der und hat das Recht zu erfahren, was mit seiner
SVAOe von Andreas Völker beantwortet. Spende geschieht. Unsere Schatzmeisterin
11SVAOe März / April 2015
Monika Dennert hat in der Jahreshauptver-
sammlung dargelegt, wofür das Geld im Ein-
zelnen verwendet worden ist. Darüber hin-
aus informieren Sie die Medien der SVAOe,
die Nachrichten und das Internet. Fragen
werden auf den Vereinszusammenkünften
beantwortet.
Wir möchten den nachstehenden Spendern
für ihre Geld- und Sachspenden sehr herzlich
danken und alle bitten, in ihrer Bereitschaft,
die Jugendarbeit der SVAOe durch Spenden
zu fördern, nicht nachzulassen.
Jens-Ingo Bartels, Harald Baum, Berend Beil-
ken, Marcus Julius Boehlich, Maria-Luise
Boehlich, Axel Brand, Jens Cornelsen GmbH,
Kay Dennert, Jan Garbers, Arthur Wilhelm
Hauschildt, Jan Hauschildt, Johann-Peter
Huhn, IBB Institut für berufliche Bildung Bernt K. G. Seyfert – Aquarellskizze von
AG, Jan Douglas Jaufmann, Lutz-Matthias Marlies Schaper.
Keßling, Jürgen Kluth, Ulrich Körner, Ursula
Kröger, Dr. Gerd Lau, Günter Lehfeldt, Tho- Bernt K. G. Seyfert
mas und Sabine Lyssewski, Michael Meyn, Träger der Goldenen Ehrennadel der SVAOe
Hans-Otto Noack, Hans Paulmann, Hart- 9. Januar 1935–16. Februar 2015
mut Pflughaupt, Hans-Helmut Pohle, Ralf-
Dieter Preuß, Hans Rahmann, Reimund C. Die meisten kennen Bernt Seyfert von seinem
Reich Stiftung, Birgit Rothe, Daniel Rüter, und seiner Frau Elkes Lebenswerk, der von
Michael Rüter, Jürgen und Marlies Schaper, ihnen am Oevelgönner Strand vor dem Schul-
Michael Schultz, Klaus und Anke Stichling, berg 35 Jahre betriebenen „Strandperle“. Als
Heiko Tornow, Thomas Waller, Gerd Wege- sie 1973 alles, was sie besaßen und alle Kraft
ner, Hans-Werner Weisser, Axel Zeumer und in den Ankauf und nachfolgenden Ausbau der
Peter Zösch. von Eva Lührs bisher betriebenen einfachen
Zusätzlich kamen die Ergebnisse von Kaffeeklappe an einem total verlotterten
Spendensammlungen beim Helferessen Strandabschnitt investierten, ahnte wohl nie-
und Herbstfest der Junioren-, Jugend- und mand, am wenigsten sie selbst, dass sich der
Jüngstenabteilung mit ihren Fahrzeugen bescheidene Getränkeausschank trotz Rück-
zugute. schlägen durch Sturmfluten im Laufe weniger
Jürgen Schaper Jahre zu einem der bekanntesten Treffpunkte
Kommodore Hamburgs entwickeln sollte.
12SVAOe März / April 2015
Die „Strandperle“ wurde zu einem festen Be- allein ist nicht richtige Seefahrt. Bernts Berufs-
griff für fast jeden Hamburger und zum Vorbild wünsche, nach einer abgeschlossenen Lehre als
aller Beachclubs an der Elbe. Wer, besonders Klempner und Installateur zur See zu fahren,
an Wochenenden und schönen Sommeraben- Patente zu machen und danach bei der Was-
den auch werktags, keinen Stuhl bekam, setzte serschutzpolizei anzuheuern, ließen sich aus
sich einfach in den Sand, wo es selbst bei auf- gesundheitlichen Gründen nicht verwirklichen.
laufender Flut manchmal zu Engpässen kam. Seinem Traum von Seefahrt kam er lediglich
Der Ausblick auf den Strom, das einmalige als Schiffssteward bei der HAPAG, deren Kom-
Ambiente und ein eigenartiges Klima mensch- bischiffe damals noch Passagiere beförderten,
licher Verbundenheit führten dazu, dass sich ein bisschen näher. Es folgten schwere Jah-
wildfremde Menschen spontan duzten und re, in denen er die Familie als Taxifahrer und
dass Freundschaften und Verbindungen ent- Fahrlehrer ernähren musste; immer unruhig
standen. Bernt und Elke waren großzügig und auf der Suche nach einem Hafen, in dem er
freigiebig und, unterstützt von Tochter Annette berufliche Befriedigung finden konnte.
und einem bisweilen exotischen Personal, mit Da wirkte es wie ein nach langer Dunkelheit
Engelsgeduld um ihre Gäste besorgt. Für jeden auftauchendes Leuchtfeuer, als ihm die einfa-
hatten sie ein freundliches Wort und lachten che Kaffeeklappe am Strand angeboten wur-
mit den Fröhlichen und trösteten die Kummer- de. Von dort konnte er wenigstens das Wasser,
vollen und Bedrückten. die Elbe und die Schiffe sehen. Es wurde be-
Wie mag es dazu gekommen sein? Schließlich kanntlich weit mehr – eine Institution. 2001
waren weder Bernt noch Elke gelernte Gast wurde Bernt durch die Verleihung des „Gastro
ronomen. Im Gegenteil, Bernt drängte es aufs Ehrenaward“, der höchsten Auszeichnung der
Wasser. Diesem Drang hatte er schon während deutschen Gastronomie und Hotellerie, geehrt!
seiner Lehrzeit nachgegeben. Er baute selbst Erst mit über 70 Jahren übergab er sein Le-
den Piraten „Scalar“ (Beil 832), mit dem er 1953 benswerk 2007 an würdige Nachfolger.
Mitglied der SVAOe wurde, der er am Ende 62 Bald fielen ihm auch seine Hobbys schwer.
Jahre lang angehören sollte. Doch Jollensegeln Das Haus auf Ibiza und die kleine Motoryacht
13SVAOe März / April 2015
„Tanit“ an der Schlei wurden zur Belastung.
Dann ging alles ganz schnell. Im Krankenhaus
Am 16. Februar 2015
erlebte er noch seinen 80. Geburtstag, bevor er
verstarb unser langjähriges Mitglied
im Kreis seiner Familie seinen letzten Hafen
anlief. Seine vielen Freunde werden ihn nicht
vergessen. Seiner Frau Elke und Tochter Petra-
Jürgen Reiner Lindemann
Annette gilt unsere Anteilnahme.
Mitglied seit 1964
Jürgen Chr. Schaper
Träger der Goldenen Ehrenadel der SVAOe
im Alter von 78 Jahren
Mit seiner Familie trauern wir um ein
langjähriges Mitglied, dem wir ein
ehrendes Andenken bewahren werden.
Mitglieder, Vorstand und Ältestenrat der
Segler-Vereinigung Altona-Oevelgönne
Tuschezeichnung von Hans Peter Bodendieck (1961).
Die Elbe im Blick ging unser Freund
Hans Peter Bodendieck Karin Margarethe Burrlein
07.12.1934–28.03.2015
Mitglied der SVAOe seit 1980
Träger der Silbernen Ehrennadel
Sie wurde zwar nie Mitglied,
Eigner der Kapitänsgig „Kronprinzessin Ute“
war aber an der Seite ihres Ehemannes
nach langer, geduldig ertragener Krankheit
Volker über mehr als drei Jahrzehnte
am 25. März 2015 für die SVAOe engagiert – sieben Jahre
im Alter von 77 Jahren im Festausschuss und 28 Jahre als
inmitten seiner Familie „Stegmutter“ unserer Optisegler
auf seine letzte Reise. im Jollenhafen an der Alster.
Seiner Frau Ute, seinen Kindern und Enkeln
Karin Burrlein gilt unser Dank und ihren
gilt unsere besondere Anteilnahme.
Angehörigen unser herzliches Beileid.
Wir betrauern den Verlust eines Freundes.
Mitglieder, Vorstand und Ältestenrat der Mitglieder, Vorstand und Ältestenrat der
Segler-Vereinigung Altona-Oevelgönne Segler-Vereinigung Altona-Oevelgönne
14SVAOe März / April 2015
Herzliche Glückwünsche!
Unsere Grüße und Glückwünsche gehen an alle
diejenigen Mitglieder, die im Frühling ihren
Geburtstag feiern.
Besondere Grüße gehen wie immer an die-
jenigen unserer Mitglieder, die einen runden
Geburtstag haben. Wir wünschen allen ein ge-
sundes neues Lebens- und Segeljahr.
Geburtstage Mai Juni 2015
03.05. Monica Lee 60 Jahre
08.05. Birgit Borelbach 50 Jahre
10.05. Frank Haamann 65 Jahre
22.05. Philipp Giradet 50 Jahre
23.05. Johannes Rüter 55 Jahre
24.05. Michael Evensen 60 Jahre
26.05. Kornelia Radde 65 Jahre
28.05. Albert Benthien 50 Jahre
29.05. Wolfgang Balasus 65 Jahre
31.05. Jens-Hagen Rubien 65 Jahre
02.06. Joachim Seeland 65 Jahre
06.06. Manfred Krefis 80 Jahre
09.06. René Schneiders 50 Jahre
11.06. Ulf Stetter 65 Jahre
13.06. Jens Thomsen 80 Jahre
15.06. Marianne Brügge 85 Jahre
16.06. Rosemarie Grams-Hamann 75 Jahre
17.06. Rasmus Thönnessen 30 Jahre
19.06. Frauke op de Hipt 50 Jahre
20.06. Horst Moltzau 75 Jahre
23.06. Ullrich Swoboda 65 Jahre
24.06. Thomas Körner 50 Jahre
27.06. Eggert Thode 70 Jahre
27.06. Sabine Lyssewski 50 Jahre
15SVAOe März / April 2015
Die mit „Silber“ geehrten Mitglieder. Von links: Christian Matthiessen, Daniel Rüter, Ulrike Körner,
Thomas Körner, Inka Peschke, Michael Schüler, Martin Merlitz, Jan-Peter Behnke, Dietmar Schmidt und
Arne Schmidt. (Fotos: Annemarie Stamp)
Ehrungen
Auf der diesjährigen Jubilarehrung am Mit der Silbernen Ehrennadel
27. März wurden für ihre langjährige Mit- für 25-jährige Mitgliedschaft
gliedschaft in der SVAOe geehrt: Jan-Peter Behnke, Kristine Böse,
Andreas Boldt, Thomas Körner,
Mit der Goldenen Ehrennadel Ulrike Körner, Christian Matthiessen,
für 50-jährige Mitgliedschaft Keike Mendt, Rieke Mendt, Martin Merlitz,
Elimar Heinz Beilcke, Ulrich Dahm, Inka Peschke, Daniel Rüter, Arne Schmidt,
Heinz-Herbert Lindenau, Jürgen Raddatz, Dietmar Schmidt, Michael Schüler,
Jørg Schildt, Bernd-Günter Schwartz, Kersten Weichbrodt.
Ole Sperber, Michael Thönnessen.
Den an der Ehrung verhinderten SVAOe-
Heinz Albert hatte seine Ehrenadel bereits Mitgliedern Peter König (Seychellen),
erhalten. Karl-Heinz Streber war durch Er- Prof. Dietmar Segner, Klaus Willig,
krankung leider verhindert. Karsten Witt, Dr. Torsten Ziehr wird die
Ehrennadel zu einem späteren Zeitpunkt
überreicht werden.
16SVAOe März / April 2015
Die mit „Gold“ geehrten Mitglieder. Von links: Bernd Schwartz, Elimar Heinz Beilcke, Michael Thönnessen,
Jürgen Raddatz, Ole Sperber, Ulrich Dahm, Heinz-Herbert Lindenau und Jørg Schildt.
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17SVAOe März / April 2015
«So manches aus dem bayerischen se vor Jahren schon liberaler. Nachdem sich
Brauchtum erreicht Weltgeltung.» getrennte Essen für Damen und Herren nicht
(Egbert Niessler zum Aschermittwoch bewährt hatten, isst man gemeinsam. Der Wi-
im „Hamburger Abendblatt“) derstand gegen partnerschaftliche Geselligkeit
ist aber offenbar nie ganz erloschen. Einge-
Gute Stimmung weihte deuten vertraulich an, dass im Verbor-
Gemeinschaftliches Eisbeinessen genen gewissermaßen ein Parallelessen ohne
Damen stattfindet. Doch diese Information ist
Niessler meint in seiner Kolumne zum ohne Gewähr.
Aschermittwoche zwar nicht das Auto mit Das gemeinschaftliche Eisbeinessen findet
dem weiß-blauen Markenzeichen und auch nach anfänglichem Schwächeln mit jährlich
nicht eine bestimmte Joghurtmarke, sondern zunehmender Beteiligung, erfreulicherweise
das Oktoberfest, besonders dessen Trink- und auch jüngerer Jahrgänge, seit vielen Jahren im
Essgebräuche: „Bier aus Gläsern im Format rustikalen „Gröninger Brauhaus“ am Zippel-
kleiner Garteneimer“, so Niessler, zu Tellern haus*) statt. Erstmals füllten wir den üblichen
mit Bergen gewaltiger Eisbeine oder Haxen Saal gänzlich aus, was sich zusätzlich positiv
auf blau-weiß gedeckten, derben Tischen. auf die Stimmung auswirkte. Als besonders
Auch in der SVAOe hat dieser fremdartige erfreulich wurde auch die organisatorische
Brauch seine Anhänger. Und das schon, wie Mitwirkung unserer Festlotsin Dörte Stryi
in alten Ausgaben der Clubzeitung nachzulesen empfunden.
ist, seit den frühen Jahren unserer Vereinigung. *) Die Straße am Zollkanal neben der St.
Stammt diese Art urwüchsiger, gemeinschaft- Katharinenkirche heißt nach einem früher dort
licher Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme stehenden Speicher, in dem Zwiebeln (hambur-
etwa gar nicht von den Ufern der Donau und gisch: „Zippeln“) lagerten. JCS
ihrer Nebenflüsse? Handelt es sich vielleicht
gar um eine Erfindung der Altonaer Elbsegler?
Oder eher der Hamburger Schiffsmakler, zu de-
ren jährlichem Essen viele Schweine ihr Leben
lassen müssen, um annähernd 5000 Männer Tanz auf dem Süllberg
und neuerdings auch Damen zu sättigen! statt Tanz auf den Wellen!
Ich möchte diese revolutionären Gedanken
hier nicht weiterspinnen, um mir nicht die Einmal im Jahr tanzt der Hamburger Segler
Feindschaft süddeutscher Genießer zuzuzie- mal nicht auf den Wellen: An diesem Abend
hen. Doch man sieht, das Fremdartige hat zieht er das Tanzparkett den Schiffsplanken
nicht nur bei Seglern eine lange Tradition. vor und tauscht die Schwimm- gegen die An-
Früher jahrzehntelang unangefochten ein zugweste. Am 14. Februar 2015 war es wieder
reines „Herrenessen“, wurde die gemeinsame soweit – sechs Hamburger Segelvereine luden
Mahlzeit im Zuge weiblicher Machtzuwäch- zum Hamburger Seglerball XL.
18SVAOe März / April 2015
Im zauberhaften Ambiente des großen Ballsaa- Zeit“, sagte Marcus Boehlich von der Segler-
les des Süllbergs hieß es für die rund 350 Gäste Vereinigung Altona-Oevelgönne, der auch als
„Auf in die Saison 2015“ zu einem rundum rau- Moderator durch den Abend führte. „Bis drei
schenden Galaabend. An liebevoll dekorierten Uhr morgens amüsierten sich die Gäste präch-
und edel eingedeckten Tischen ließen sich die tig auf der Tanzfläche“, so Boehlich weiter.
Seglerinnen und Segler das Drei-Gänge-Menü Oliver Fude vom Segel-Club Unterelbe freut
des Sternekochs Karlheinz Hauser schmecken. sich als Organisator über die Unterstützung
Danach nahmen die Gäste Kurs auf die Tanzflä- aus der Wirtschaft: „Ohne verlässliche Partner,
che und schwangen zu den Klängen von „Max wie die Internationale Bootsmesse hanseboot,
& Friends“ Tanzbein und Hüfte. Die „Band in den Versicherungsmakler Wehring & Wolfes,
Nadelstreifen“ startete mit Walzer & Co. vom den Segelmacher Tommy Sails, das Autohaus
Feinsten und überzeugte am späteren Abend Krüll und natürlich auch Marinepool als größ-
mit ihrem abwechslungsreichen Repertoire aus ten Bekleidungspartner von internationalen
Pop, Rock, vor allem aber R&B und Soul. Segel-Events wäre auch diese kleine exklusive
„Es war eine große, fantastische Veranstaltung, Veranstaltung nicht auf die Beine zu stellen.“
die ihrem XL-Anspruch in allen Belangen ge- Die Organisatoren danken allen Gästen und
recht wurde. Mit anderen Vereinen zusammen Partnern und freuen sich schon heute auf den
etwas zu organisieren, trifft genau den Puls der 10. Hamburger Seglerball 2016! MJB
ung
k
19SVAOe März / April 2015
Grönland und Bundesliga
Spannendes Programm im Clubhaus
Was hat die Segel-Bundesliga mit einem Rei-
sebericht der „Dagmar Aaen" von Arved Fuchs
nach Grönland zu tun? Eigentlich nichts.
Umso erfreulicher also, dass der Einladung zu
unserer Mitgliederversammlung am 24. März, die
unter diesen beiden Themen stand, knapp 90 Mit-
glieder und Gäste folgten. Doch der Reihe nach:
Astrid Rampendahl, Frau unseres 2. Vorsitzen-
den, hatte im vergangenen Sommer von Mann
und Familie einige Zeit „frei bekommen“, um
auf der „Dagmar Aaen" an einer Forschungsrei-
Astrid Rampendahl
se zur Ostküste Grönlands teilzunehmen. Astrid
berichtete von dieser ungewöhnlichen Reise lo- beschäftigt ist, bot sich an, uns mit den fehlen-
cker und humorvoll. Die wundervollen Farbbilder den Informationen zu versorgen, und das tat sie
und einige Filmsequenzen zeigten eindrucksvoll, dann im Anschluss an den Grönland-Vortrag.
unter welch schwierigen Bedingungen diese Rei- Ausführlich stellte sie die Rahmenbedingungen
se durchgeführt wurde. Die Kälte und schweres zur Teilnahme dar und informierte auch über die
Wetter in diesem weitgehend noch unkartierten Kosten, die vermutlich auf Club und Teilnehmer
Revier machten die Fahrt zu einer wahren Her- zukommen würden. Die anschließende Diskus
ausforderung für das Schiff und besonders die sion ergab eine große Bereitschaft, in diesem Jahr
Crew, die dafür mit eindrucksvollen Erlebnissen die Teilnahme vorzubereiten. Und so sieht der
an Land und mit den Einwohnern Grönlands geplante Ablauf aus:
belohnt wurde. Der lang anhaltende Beifall des Im Oktober dieses Jahres werden die Relegations-
Publikums zeigte Astrid, dass der 1½ Stunden Regatten stattfinden, in denen wir uns zur Teil-
lange Vortrag gern länger hätte dauern können. nahme an der Zweiten Bundesliga im kommenden
Aber da war ja auch noch die Sache mit der Segel- Jahr qualifizieren wollen. Ein Team um Jonas Lys-
Bundesliga. sewski wird im Laufe dieses Sommers alle organi-
Auf unserer Jahreshauptversammlung im Fe- satorischen Maßnahmen dafür treffen, insbeson-
bruar wurde darüber diskutiert, ob der Club dere die interessierten Segler zusammenbringen
nicht auch an der Bundesliga, die jetzt in die und die Trainingsmaßnahmen organisieren. Wir
dritte Saison geht, teilnehmen sollte. Allerdings fordern deshalb alle ambitionierten Regattasegler
konnte die Frage aufgrund mangelnder Zeit und in der SVAOe auf, sich mit Jonas in Verbindung
fehlender Informationen nicht abschließend be- zu setzen. Sie erreichen ihn unter 0151-17393939.
antwortet werden. Unser Mitglied Laura Hatje, Wer die bisherigen Regatten verfolgt hat, weiß,
die im Organisations-Team der Segel-Bundesliga dass nicht nur Jugendliche in den beiden Ligen
20SVAOe März / April 2015
der Bundesliga segeln. Insofern geht das Teil- an Eigenständigkeit der Beiträge, mangelte es
nahme-Angebot an alle SVAOer, die in diesem unserem Auftritt.
Sommer Lust und Zeit haben, an den Trainings- Als auf Veranlassung der damaligen, so genann-
einheiten auf geeigneten Jollen (z.B. unserer ten „Zukunftskommission“ im November 2006
vereinseigenen C55) teilzunehmen. Fortsetzung repräsentativ ausgewählte SVAOe-Mitglieder in
folgt. Andreas Völker mehreren Arbeitsgruppen erarbeiten sollten, wie
das Clubleben verbessert werden könne, verlie-
fen die Diskussionsbeiträge immer wieder in
die Richtung Internet. Der Wunsch, die Home-
Unsere Netzwerker page besucherfreundlicher, interessanter und
Wie entsteht die SVAOe-website? aktueller zu gestalten, wurde formuliert. Eine
Mitgliederumfrage bestätigte diesen Wunsch.
Eine SVAOe-Homepage gibt es bereits seit Ende Im Frühjahr 2008 bildete sich dann eine In-
der 1990er Jahre. Sie wurde von einer freiwil- ternet-Arbeitsgruppe unter Leitung von Peter
ligen Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die das Mendt. Schnell wurde klar: Es muss eine ganz
veröffentlichte, was ihnen vom Redakteur der neue „Plattform“ gefunden werden. Aber geht
Nachrichten zugesandt wurde. Die SVAOe war das noch mit eigenen Kräften, mit Amateuren?
damit früh an die neue Technologie herange- Achim Müntzel entwarf das neue „Gesicht“ der
gangen, jedoch musste man erst lernen, damit Homepage. Ralph Lembcke forschte nach einem
umzugehen. An Aktualität, der wichtigsten geeigneten, zeitgemäßen technischen Arbeits-
Eigenschaft des Mediums Internet, und auch mittel und wurde mit der frei verfügbaren Platt-
21SVAOe März / April 2015 form „Joomla“ fündig. Das Gerüst des Hauptme- Hartmut Pflughaupt verfolgt die meist von jün- nüs entstand, und plötzlich war allen klar: „Wir geren Mitgliedern betriebenen und besuchten machen das selbst. Wir brauchen keine externe Internetmedien wie facebook oder verschiede- Hilfe.“ Das war gewohnter SVAOe-Stil. ne Blogs und schöpft so Informationen ab, die Die neue website ging im Februar 2009 in die auch auf der SVAOe-Homepage von anderen In- Öffentlichkeit. Mit geringen optischen Verbesse- teressierten gelesen werden können. Außerdem rungen ist seitdem alles gleich geblieben (bis auf bringt er Beiträge aus seinem Fachbereich, den die Beiträge; sie wechseln nach aktuellem Ge- elektronischen Navigationsgeräten, ein. schehen). Das Interesse ist offensichtlich groß, Andreas Völker stellt die Jahresberichte des Vor- wie sich aus den Klickzahlen schließen lässt. stands, die aktuellen Zahlen des Vereins und die Häufig sind 20 bis 50 Besucher gleichzeitig auf jeweils neueste Ausgabe der SVAOe-Nachrichten unseren Seiten unterwegs. Mit „Spiegel-online“ online. Er pflegt auch den Veranstaltungskalender. können wir nicht mithalten, aber gut gefragt ist Götz-Anders Nietsch berichtet Neues aus dem unsere Homepage dennoch. Führerschein- und Rechtswesen und aus dem Wer sind nun die „Macher“ im täglichen Ge- DSV. Er veröffentlicht auch die Regatta-Aus- schäft? Hinter unserem Internet-Auftritt steht schreibungen und -ergebnisse. Weiterhin ver- eine Webredaktion, eine recht kleine Gruppe von folgt er die Fahrtenaktivitäten der Mitglieder. SVAOe-Mitgliedern, die ständig auf der Suche Mark-Anton Wilke beobachtet ebenfalls, was nach interessanten Beiträgen und Bildern sind. auf Facebook und in Blogs in unserem Namen Sie redigieren, layouten, verfassen auch selbst, geschieht und übernimmt Neuigkeiten auf die um dann das zu Veröffentlichende in das Me- Homepage. Klaus Lorenzen und Olaf Fleisch- nüschema einzuordnen und hochzuladen. Die hauer pflegen die Fotogalerie, ordnen die Bilder Techniken dazu sind leicht zu erlernen. und halten sie aktuell. In der Webredaktion gibt es keinen Chef und Schließlich, aber nicht zuletzt, ist Ralph Lembcke keine Rangordnung, allerdings eine gewisse Ar- hinter den Kulissen tätig. Er ist „Administrator beitsteilung. In diesem Rahmen arbeitet jeder des Webservers“, also kein Redakteur, sondern selbständig. Ja, Sie haben richtig gelesen. Da er hält den Server am Laufen und löst fachliche steht „jeder“ arbeitet selbständig. Leider hat Probleme. Ohne ihn könnten wir den Betrieb sich noch keine Frau gefunden, die mitarbei- einstellen. Aber er ist zur Stelle, wenn er ge- ten möchte. Wir hoffen, das ändert sich bald. braucht wird. Zur Zeit stellt er unser Arbeitsge- Peter Mendt ist Protokollführer, Mentor und rüst „Joomla“ auf eine neue Version um. moralische Institution in der Webredaktion. Er Ja, und dann hat noch einer ein aufmerksames beruft etwa alle Vierteljahr eine Redaktionskon- Auge auf unsere Homepage, ohne dass man ihn ferenz ein, auf der meist grundlegende Dinge bemerkt. Das ist Achim Müntzel, Gestalter der diskutiert, Verfahrensweisen festgelegt und sichtbaren Oberfläche und Ratgeber in Kommuni- besondere Aufgaben zugewiesen werden. Auch kationsfragen. Er wacht, sozusagen „von außen“, wird ständig geprüft, wo und wie unser Auftritt über Stil, Erscheinungsbild und Wirkung dessen, verbesserungswürdig ist. was die Redakteure verzapfen und manchmal aus 22
SVAOe März / April 2015
ihrer unmittelbaren Nähe nicht sehen. Sein Ein-
fluss sollte nicht unterschätzt werden.
Unsere Homepage ist schon gut aufgestellt, aber
vieles kann noch verbessert werden. An erster
Stelle fehlt ein Regatta-Redakteur (oder besser,
wie gesagt, eine Redakteurin), der/die die SVAOe- Ihr Vorteil …
Regatten verfolgt und über sie berichtet. Auch die
vielfältigen Aktivitäten unserer Regattasegler und
-seglerinnen auf fremden Revieren könnten viel
... beim Spezialisten für
umfassender dargestellt werden. Das sind Aufga- Yachtversicherungen zu sein!
ben, die sich auch mehrere teilen könnten. Verständlich, fair und
transparent. Mehr als 80.000
Der SVAOe-Twitter-Account ist seit dem Tod des Eigner vertrauen uns bereits.
Betreuers verwaist und läuft derzeit nur auto-
matisch, was kein befriedigender Zustand ist.
Auch hier wäre Hilfe willkommen. ... wirklich verstanden zu
werden!
Wir wünschen uns auch, dass aus dem Mitglie- Persönliche Beratung durch
Versicherungsexperten aus
derkreis häufiger Beiträge über Fahrten und
der Wassersportbranche.
Erlebnisse eingehen. Glauben Sie nicht, dass
andere sich nicht dafür interessieren. Die Klick-
zahlen beweisen das Gegenteil. ... finanziell auf der sicheren
Man könnte fragen, warum Nachrichtenblatt Seite zu sein!
Jederzeit Gewissheit, welchen
und Homepage nebeneinander herlaufen, wo Wert Sie im Fall eines
Totalverlusts erhalten.
sie doch eigentlich dasselbe wollen: über das
Geschehen in der SVAOe Auskunft geben und
es gleichzeitig für die Nachwelt festhalten. Das
... im Notfall niemals allein
ist richtig, aber auch nicht ganz richtig. In bei- zu sein!
den Medien steht nicht immer dasselbe. Unser Wir sind da. Unsere
Schadenexperten erreichen
Nachrichtenheft erreicht fast ausschließlich die Sie rund um die Uhr.
Mitglieder, bleibt weitgehend „en famille“, die
Homepage richtet sich an die Welt. Sie trägt
dazu bei, unsere SVAOe bei den Wassersport-
Interessierten noch bekannter zu machen, sie
zu profilieren und neue Mitglieder zu gewinnen.
Schon daher gibt es Unterschiede in den The-
men und in der Darstellung. Aber was in beide Deutschland · Großbritannien · Monaco · Dänemark
Österreich · Spanien · Schweden · USA · Australien
Medien passt, steht auch in beiden. Aber im
pantaenius.de
Internet steht’s zuerst. Dafür sorgen wir Netz-
werker. Webredaktion
23Sie können auch lesen