Tätigkeitsbericht - Ostbelgien Live
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Wirtschafts- und Sozialrat der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens (WSR)
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© Wirtschafts- und Sozialrat der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, 2015
Nachdruck, ganz oder auszugsweise, erlaubt mit Vermerk der Quellenangaben.
Seite 2/83INHALTSVERZEICHNIS
Vorwort 5
1 Vorstellung des Wirtschafts- und Sozialrats der DG (WSR) ............................................................ 7
1.1 Entstehung .................................................................................................................................. 7
1.2 Aufgaben ..................................................................................................................................... 7
1.2.1 Gutachten verfassen........................................................................................................ 7
1.2.2 Studien erstellen .............................................................................................................. 7
1.2.3 Handlungsempfehlungen formulieren ............................................................................ 7
1.2.4 Mitarbeit in Arbeitskreisen, Ausschüssen und Gremien .................................................. 7
1.3 Struktur und Funktionsweise ...................................................................................................... 8
1.3.1 Plenum ............................................................................................................................ 8
1.3.2 Geschäftsführender Ausschuss ....................................................................................... 8
1.3.3 Verwaltungszelle ............................................................................................................. 8
2 Arbeitsprogramm 2014 ................................................................................................................... 9
3 Gutachten des Jahres 2014 ........................................................................................................... 11
4 Studien und Projekte des WSR ...................................................................................................... 13
4.1 Der Wirtschaftsstandort DG ...................................................................................................... 13
4.2 Diversität auf dem Arbeitsmarkt als Chance für die Wirtschaft der DG ................................... 13
4.3 Pilotprojekt „DUOday“ in der DG .............................................................................................. 14
4.4 Auswertung der in der lokalen Presse veröffentlichten Stellenanzeigen ................................. 15
4.5 Auswertung der Zahlen zur Kurzarbeit in der DG ..................................................................... 15
4.6 Wirtschafts- und Sozialbericht 2014 ......................................................................................... 16
4.7 Kurzstudien der Veröffentlichungsreihe „POINTIERT!“............................................................... 16
5 Die Mittagskonferenzen des WSR ................................................................................................. 17
6 Arbeitsgruppen, (Projekt-)Begleitausschüsse und sonstige Kooperationen ................................ 19
6.1 Arbeitsgruppe GABB.................................................................................................................. 23
6.2 Strategischer Ausschuss für Berufsausbildung - STAB .............................................................. 23
6.3 Konzertierungsrunde................................................................................................................. 24
6.4 Arbeitsgruppe „Familienzulagen“ ............................................................................................. 25
6.5 Arbeitsgruppe „Justiz“ ............................................................................................................... 25
6.6 Arbeitsgruppe „Gesundheit, Senioren und Psychiatrie“ ........................................................... 25
6.7 Technische Arbeitsgruppe Staatsreform / AG Beschäftigung ................................................... 26
6.8 Arbeitsgruppe „Integration“ des RESI ....................................................................................... 26
6.9 Begleitgremium „Seniorenpolitisches Gesamtkonzept“ ........................................................... 27
6.10 Studienkreis „Schule und Wirtschaft“ ....................................................................................... 27
6.11 WFG-Generalversammlung ....................................................................................................... 28
6.12 Arbeitskreis „Sozialökonomie“ (AKSÖ)...................................................................................... 28
6.13 Strategischer Begleitausschuss „Regionale Wertschöpfungskette –Made in Ostbelgien“ ....... 28
6.14 Rat für Stadtmarketing VoG ...................................................................................................... 29
Seite 3/836.15 Begleitausschuss „Diversität“ .................................................................................................... 29
6.16 Begleitausschuss „DUOday“ ...................................................................................................... 29
6.17 Arbeitsgemeinschaft DGstat...................................................................................................... 30
6.18 Interregionale Arbeitsmarktbeobachtungsstelle (IBA).............................................................. 31
6.19 Begleitausschuss der HIVA-Studie ............................................................................................. 31
6.20 Wirtschafts- und Sozialrat der Euregio Maas-Rhein (WSR EMR) .............................................. 32
6.21 Wirtschafts- und Sozialausschuss der Großregion (WSAGR).................................................... 32
6.22 Sonderausschuss des CESW....................................................................................................... 33
6.23 Die übrigen Wirtschafts- und Sozialräte Belgiens ..................................................................... 33
6.24 Zentraler Wirtschaftsrat/Nationaler Arbeitsrat (CCE/CNT) ....................................................... 34
6.25 ESF-Projektauswahlkomitee, -Begleitausschuss und AG Bewertung ........................................ 34
6.26 INTERREG–BA der DG ................................................................................................................ 34
6.27 Bewertungsausschuss ERASMUS+............................................................................................. 35
6.28 Lokale Aktionsgruppe (LAG) „100 Dörfer – 1 Zukunft“ ............................................................. 35
6.29 Externe Projekt-Begleitausschüsse............................................................................................ 36
7 Besondere Aktivitäten ................................................................................................................... 39
8 Bilanz und Perspektiven ................................................................................................................ 41
8.1 Bilanz des Jahres 2014 ............................................................................................................... 41
8.2 Perspektiven – Ein kurzer Ausblick auf das Jahr 2015… ............................................................ 44
9 Haushalt ......................................................................................................................................... 47
10 Anlagen ...................................................................................................................................... 49
Seite 4/83VORWORT
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
2014 stand für den WSR unter dem Zeichen der Wahlen, in unserem Fall insbesondere der
Gemeinschaftswahl. So verwundert es weniger, dass wir im Geschäftsjahr 2014 nur zwei
Gutachtenanfragen hatten. Konkret im März und April, einmal zur Ideensammlung für das REK II und
einmal, wie jedes Jahr, zum Jahresbericht des ADG zu den Ausbildungsbeihilfen für Arbeitnehmer in
Unternehmen. Danach standen für unsere Regierung die Zeichen auf Wahlkampf und anschließend
auf Regierungsbildung und der Entwicklung eines neuen Arbeitsprogramms.
Wie Sie vorliegendem Jahresbericht entnehmen können, haben die Sozialpartner im WSR sich daher
verstärkt den anderen Aufgabenbereichen gewidmet. Auch hat der WSR seinem Auftrag
entsprechend in einer großen Anzahl von Begleitausschüssen und Arbeitsgruppen mitgewirkt. Aus
diesen vielfältigen Tätigkeiten möchte ich zwei besonders hervorheben: unsere ESF-Studie
„Diversität auf dem Arbeitsmarkt als Chance für die Wirtschaft der DG“, die letztlich zur Organisation
des ersten DUOday in der DG geführt hat, sowie unsere Mitarbeit in den themenbezogenen
Arbeitsgruppen im Rahmen der 6. Staatsreform.
Für unsere durch den Europäischen Sozialfonds geförderte Diversitätsstudie haben wir mehrere
zielgruppenbezogene Workshops organisiert. In diesen Workshops trafen sich Arbeitgeber,
Projektträger und Experten, um über die hiesige Situation zu beraten und Lösungswege zu finden.
Die Resultate sind eins zu eins in die Studie eingeflossen. An dieser Stelle möchte ich mich für den
Einsatz und die zielorientierte Arbeit der Teilnehmer bedanken.
Letztlich hat uns die Arbeit an dieser Studie dazu geführt, erstmalig im Dezember 2014, in
Kooperation mit der Dienststelle für Personen mit Behinderung, einen DUOday in der DG zu
veranstalten. Wir hatten für diese Premiere 7 Arbeitgeber und 8 Duos. In 2015 nehmen wir durch
diesen Erfolg ermutigt am 26. März am Nationalen DUOday teil und haben bisher bereits 22
Praktikumsangebote. Dies liegt je Einwohner deutlich über dem Landesdurchschnitt.
Die Mitglieder des WSR haben sich, wie in den letzten Jahren, in den verschiedenen Arbeitsgruppen
zur Umsetzung der 6. Staatsreform eingebracht. Ich danke der Regierung, dass sie der Forderung der
Sozialpartner, aktiv an der Gestaltung der Zukunft der DG teilzunehmen, gefolgt ist und ich danke
den Mitgliedern des WSR für ihren unermüdlichen Einsatz in dieser komplizierten Materie.
Da alle Mitglieder des WSR ihre Mandate ehrenamtlich ausüben, wäre alles dies ohne den
ambitionierten Einsatz unseres Personals nicht möglich.
Ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre
Bernd Despineux
Präsident des WSR
Seite 5/831 Vorstellung des Wirtschafts- und Sozialrats der DG (WSR)
1.1 Entstehung
Der Wirtschafts- und Sozialrat der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, kurz WSR genannt, ist
das Konzertierungsgremium der Sozialpartner in der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG1). Hier
erarbeiten Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter gemeinsam Gutachten und Empfehlungen zu
Dekret- und Erlassentwürfen oder zu politischen Maßnahmen in der DG. Seinen Ursprung hat der
WSR in dem 1990 gegründeten Subregionalen Ausschuss für Berufsausbildung und
Arbeitsbeschaffung (SABA). Der SABA wurde nach Übertragung der Ausübung der Kompetenz
Beschäftigung von der Wallonischen Region an die Deutschsprachige Gemeinschaft im Jahr 2000
umgewandelt in den Wirtschafts- und Sozialrat der DG, wodurch der Sozialdialog ein noch stärkeres
Fundament bekommen sollte.
1.2 Aufgaben
Die Aufgaben des WSR sind in dessen Gründungsdekret vom 26. Juni 2000 (s. Anlage 2) verankert
und umfassen folgende Bereiche:
1.2.1 Gutachten verfassen
Der WSR verfasst Gutachten zu Fragen der Ausbildung und Beschäftigung in der DG sowie zu Dekret-
und Erlassentwürfen, die Ausbildungs- und Beschäftigungsangelegenheiten betreffen. Dies geschieht
auf Anfrage der Regierung, des Parlamentes oder anderer Einrichtungen der DG oder aber aus
Eigeninitiative.
1.2.2 Studien erstellen
Es gehört auch zur Aufgabe des WSR, die Entwicklung der Ausbildung und der Beschäftigung in der
DG zu untersuchen. Zu diesem Zweck führt der WSR Studien und Projekte zu aktuellen Themen und
Fragestellungen durch. Als einer der Partner der Arbeitsgemeinschaft DGstat (s.S.30) arbeitet der
WSR zudem an der Erhebung, der Veröffentlichung und der Weiterentwicklung von Grunddaten und
Indikatorensets mit.
1.2.3 Handlungsempfehlungen formulieren
Mittels der vorerwähnten Untersuchungen und Begutachtungen formuliert der WSR
Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und/oder Zivilgesellschaft. Diese Empfehlungen sind
folglich in formelle Dokumente eingebunden. Darüber hinaus bringen die Ratsmitglieder ihre
Vorschläge, Bedenken und Anregungen aber auch in den verschiedenen externen Gremien und
Arbeitsgruppen ein.
1.2.4 Mitarbeit in Arbeitskreisen, Ausschüssen und Gremien
Dass der WSR gleichermaßen die Ansichten von Gewerkschaften und Arbeitgebern vertritt, stellt
nicht nur für die eigenen Projekt-Begleitausschüsse eine Bereicherung dar, sondern auch für externe
Arbeitsgruppen, Ausschüsse und Gremien. Daher arbeiten die Ratsmitglieder ebenfalls in den
unterschiedlichsten externen Gremien mit (s.S.19ff).
1
s. Abkürzungsverzeichnis in Anlage 1
Seite 7/83Die Untersuchungen, Gutachten und Handlungsempfehlungen des WSR greifen insbesondere
Aspekte der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik, der Sozialkonzertierung, des Unterrichtswesens,
des technologischen Wandels, der nationalen und internationalen Politik, der Sozialpolitik und der
umweltgerechten nachhaltigen Entwicklung auf, wenn diese für die Entwicklung der Ausbildung und
Beschäftigung in der DG von Bedeutung sind.
1.3 Struktur und Funktionsweise
1.3.1 Plenum
Der Wirtschafts- und Sozialrat der Deutschsprachigen Gemeinschaft setzt sich zusammen aus 7
Arbeitnehmervertretern, 7 Arbeitgebervertretern, 2 Delegierten der Regierung der DG und 1
Präsidenten (s. Anlage 3). Die Mitglieder werden für die Dauer von fünf Jahren gewählt und per
Erlass der Regierung der DG eingesetzt.
In den monatlichen Plenarsitzungen werden die Gutachten, Stellungnahmen, Studien- und
Projektarbeiten besprochen, überarbeitet und verabschiedet. Zudem erstatten die Ratsmitglieder
und -mitarbeiter Bericht über die Entwicklung und den Stand der Arbeiten in den verschiedenen
internen und externen Projekten, Arbeitsgruppen, Begleitausschüssen oder sonstigen Gremien, in
denen sie den WSR vertreten. Auch lädt der WSR regelmäßig externe Referenten und
Sachverständige ein, um spezifische Themen oder aktuelle Fragestellungen zu erörtern.
Entscheidungen werden nach demokratischem Grundkonsens gefällt. Der Rat ist beschlussfähig,
wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Die Beschlüsse werden mit absoluter
Stimmenmehrheit gefasst. Die beiden Delegierten und der Präsident sind nicht stimmberechtigt.
1.3.2 Geschäftsführender Ausschuss
Der geschäftsführende Ausschuss (kurz GA) setzt sich zusammen aus dem Präsidenten und jeweils
höchstens 3 Arbeitgeber- und 3 Arbeitnehmervertretern. Es ist Aufgabe des GA, den Präsidenten in
der täglichen Geschäftsführung zu unterstützen und Personal- oder Budgetfragen zu regeln.
Außerdem kann der GA, insbesondere im Dringlichkeitsfall, vorbereitend inhaltliche Fragen
besprechen.
1.3.3 Verwaltungszelle
Die Verwaltungszelle des WSR (s. auch Anlage 4) ist zuständig für die Sekretariats- und
Verwaltungsarbeit, die Projekt- und Dossierbearbeitung sowie die Öffentlichkeitsarbeit des Rates.
Das Personal ist dem Präsidenten unterstellt und für folgende Aufgaben(bereiche) zuständig:
- Stephan Mathieu (Ratssekretär): Leitung der Verwaltungszelle, Unterstützung des Präsidenten,
Vorbereitung der Gutachten, Stellungnahmen und Kurzstudien, inhaltliche Vorbereitung der
Sitzungen, diverse Vertretungen.
- Caroline Mathieu (Studienbeauftragte): Konzipierung und Durchführung der Studien und Projekte,
Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft DGstat, Vertretung der DG und Mitarbeit in der IBA,
Bearbeitung von Statistikinformationsanfragen, diverse Vertretungen.
- Rudi Jost: Buchhaltung und Finanzverwaltung des WSR, Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft
DGstat, Kontenführung und Verwaltung der Verteilerliste von DGstat, Aktualisierung des
Statistikbuches, Bearbeitung von Statistikinformationsanfragen.
- Sandra Janssen: Allgemeine Verwaltungs- und Sekretariatsarbeiten, Redaktion des Jahresberichts,
Encodieren der in der lokalen Presse veröffentlichten Stellenanzeigen, Vertretung des WSR in der
LAG „100 Dörfer-1 Zukunft“.
Seite 8/832 Arbeitsprogramm 2014
Der WSR hat sein Arbeitsprogramm 2014, aufgeteilt in ein Pflicht- und ein Zusatzprogramm, in der
Plenarsitzung vom 10. Dezember 2013 einstimmig verabschiedet:
Pflichtprogramm (“Prioritäten“)
1. Begutachtungen und Verfolgung der Umsetzungen
1.1. Maßnahmen, Projekte, Gesetzesinitiativen,... auf Anfrage der Regierung oder des PDG2
1.2. SABA-Restkompetenz, IAWM Dekret 1991
1.3. Berichte, Untersuchungen und Empfehlungen zu allen Aspekten, die mit der
Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt in Zusammenhang stehen, verfassen.
1.4. Übertragung von Zuständigkeiten an die DG: Umsetzung der 6. Staatsreform und der
Zuständigkeitsübertragungen von der Wallonie an die DG
2. Projekte und Studien (inkl. Nachbearbeitung)
2.1. Studie „Diversität auf dem Arbeitsmarkt als Chance für die Wirtschaft der DG“
2.2. Es werden zusätzlich kürzere Studien verfasst, da diese Vorgehensweise häufigere
Veröffentlichungen erlaubt:
- Im Rahmen der Veröffentlichungsreihe POINTIERT!
- Wirtschafts- und Sozialbericht
- …
3. GABB - in Kooperation mit der Regierung und dem Sonderausschuss des CESW
3.1. Arbeitsgruppe GABB IV und zukünftige Arbeitsgruppe GABB V
3.2. Strategischer Ausschuss für Berufsausbildung (STAB)
4. Begleitung der Umsetzung des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK)
4.1. Aktive Mitarbeit an einzelnen Teilprojekten
4.2. Begleitung von einzelnen Teilprojekten
4.3. Analyse des Wirtschaftsstandorts DG
5. Kooperationen und Externe Beziehungen
5.1. DGstat - Abkommen zur statistischen Zusammenarbeit in der DG
5.2. IBA (Interregionale Arbeitsmarktbeobachtungsstelle der Großregion):
5.3. Wirtschafts- und Sozialausschuss der Großregion (WSAGR)
5.4. Wirtschafts- und Sozialrat der Euregio Maas-Rhein (WSR der EMR)
5.5. Wirtschafts- und Sozialräte Belgiens
5.6. Zentraler Wirtschaftsrat (CCE) / Nationaler Arbeitsrat (CNT):
6. Mitarbeit / Vertretungen / Mandate
2
evtl. auch auf Anfrage anderer Einrichtungen (Arbeitsamt der DG,...)
Seite 9/83Zusatzprogramm (“Kür”)
7. Gutachten und Stellungnahmen aus Eigeninitiative, z.B. über:
7.1. Projekte, die nicht über das Arbeitsamt abgewickelt werden
7.2. Pilotprojekte im Bereich Ausbildung und Beschäftigung
7.3. Angelegenheiten, welche die übrigen übertragenen Materien betreffen
7.4. aktuelle Themen
8. Öffentlichkeitsarbeit
8.1. Ständige Aktualisierung der WSR-Website
8.2. Veröffentlichungen (Positionspapiere, Analysen, Pressemitteilungen,...)
8.3. Mittagskonferenzen zu diversen Themen:
Wirtschafts- und Sozialbericht, Mobilität in der DG, Energiewandel,…
9. Dokumentationsdienst
9.1. Redaktion und Koordination der „Statistiksammelmappe“
9.2. Interner Newsletter „Für Sie gelesen…“
9.3. Dokumentationsarchiv
Seite 10/833 Gutachten des Jahres 2014
In diesem Jahr hat der WSR zwei Gutachten verabschiedet: eine Stellungnahme auf Anfrage der
Regierung der DG und eine Stellungnahme laut Art. 13 des Gesetzes vom 13.02.2008 über die
Ausbildungsbeihilfen.
Stellungnahme zur Ideensammlung für das zweite Regionale
Entwicklungskonzept (REK) der Deutschsprachigen Gemeinschaft (25.03.2014)
Der WSR hat sich in zwei Plenarsitzungen mit der Ideensammlung für das zweite Regionale
Entwicklungskonzept, kurz REK II genannt, auseinandergesetzt und am 25. März 2014 eine
Stellungnahme verabschiedet.
In dieser Stellungnahme gehen die Sozialpartner einleitend auf den Kontext und die Ideensammlung
im Allgemeinen ein. Begrüßt wird die Tatsache, dass einige der im Vorfeld von der AG GABB
übermittelten Handlungsempfehlungen bereits in die Ideensammlung eingeflossen sind. Diese
werden alsdann durch weitere Positionen des WSR ergänzt.
Detaillierter bezieht der WSR schließlich Stellung zu folgenden Themenfeldern: Ausbau der
Netzwerke, Ausbildungszentren der Zukunft, Destination Ostbelgien: Erlebnisräume mit
Qualitätsanspruch, Energielandschaft DG, Engagement bewegt, Entwicklungsperspektiven für die
Sekundarschule, Familienpolitisches Gesamtkonzept, Flächendeckende Gesundheitsversorgung,
Förderung der Mehrsprachigkeit in der DG, Gestaltung der Wohnungsbaukompetenz, Gutes Personal
für gute Schulen, Individualisierung des Unterrichts, Inklusion von Menschen mit Behinderung,
Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, Nachhaltiges UmBauen und Wohnen, Neue
Perspektiven für Beschäftigung und Arbeitsvermittlung, Platz der Solidarwirtschaft, Raumordnung
und Landschaftsgestaltung, Seniorenpolitisches Gesamtkonzept, Standortmarketing Ostbelgien,
Zukunftsfähige und lebendige Dörfer sowie Validierung von „außerhalb der Schule“ erworbenen
Kompetenzen.
Abschließend weisen die Sozialpartner, wie bereits im Kontext aufgezeigt, nochmals darauf hin, dass
sie das REK bereits seit dessen Anfangstagen recht intensiv begleiten. Es ist seitdem sozusagen in
ihrem strukturellen Denken für die regionale Entwicklung der DG aufgegangen. Daher hat der WSR
zum Beispiel auch die Empfehlungen in seinem Positionspapier zu den Wahlen 2014 so gestaltet,
dass sie sich jeweils einem der fünf Themenbereiche des noch laufenden REK I zuordnen lassen. In
die Vorbereitung des REK II wurde bereits viel Arbeit investiert, weshalb das definitive Dokument mit
Spannung erwartet wird. Die im WSR vertretenen Sozialpartner werden dieses REK II jedenfalls mit
genauso viel Interesse und Aufmerksamkeit verfolgen und begleiten wie dessen Vorgänger. Einige
der Maßnahmen würden sie gerne federführend selber durchführen.
Stellungnahme zum Jahresbericht 2013 des Arbeitsamtes der DG über die
Ausbildungsbeihilfen für Arbeitnehmer in Unternehmen – In Anwendung von
Art.13, Punkt 4 des Erlasses der Regierung der DG vom 13.02.2008 über die
Ausbildungsbeihilfen für Arbeitnehmer in Unternehmen (2 2. April 2014)
In vorerwähntem Erlass wird das Arbeitsamt der DG (ADG) verpflichtet, jährlich einen Bericht über
die Ausbildungsbeihilfen für Arbeitnehmer in Unternehmen zu erstellen. Zudem wird festgelegt,
Seite 11/83welche Elemente dem WSR zwecks Erstellung einer Stellungnahme zugestellt werden müssen. Da die
im WSR vertretenen Sozialpartner sich jedoch auch im ADG-Verwaltungsrat intensiv mit diesem
Bericht auseinandersetzen, befassen sie sich im WSR nur noch grundlegend mit diesem Dossier.
Nachdem der WSR sich in seiner März- und April-Sitzung mit dem Jahresbericht über die
Ausbildungsbeihilfen für Arbeitnehmer in Unternehmen auseinandergesetzt hat, konnte am 22. April
eine Stellungnahme verabschiedet werden.
Darin teilt der WSR wie in den Vorjahren die positive Meinung der Betriebe über die Maßnahme der
Ausbildungshilfen des Arbeitsamtes der DG. Die Resonanz und die Durchführung der Maßnahme
werden als zufriedenstellend eingestuft. Der WSR wiederholt jedoch seine Bemerkung aus den
Vorjahren, dass die nötigen Mittel bereitgestellt und eine verbesserte Information für die Betriebe
erreicht werden müssen.
Im Anschluss gehen die Sozialpartner u.a. auf die Anzahl der Anträge und der Ausbildungsstunden
sowie auf die ausgebildeten Personen (Geschlechteranteil, Altersverteilung, Schulabschluss,
Wohnort, …) ein.
Was die Ausbildungsbereiche anbelangt, so erscheint es dem WSR doch bedenklich, dass es im
Bereich „Wissenstransfer“ zu keiner einzigen Ausbildung gekommen ist. Denn vor dem Hintergrund
des demografischen Wandels liegt dem WSR das Thema „Wissenstransfer im Betrieb und Umgang
mit alternden Belegschaften“ ganz besonders am Herzen. Deshalb sollte das in der Wallonie
angewandte System der Beihilfen für Wissenstransfer (von älteren zu jüngeren Arbeitnehmern)
seiner Ansicht nach überprüft und gegebenenfalls für die DG übernommen werden. Auch das im
Rahmen von „Midchall 45+“ gestartete Tutorenprogramm sollte nochmals überprüft werden. Der
WSR stellt sich die Frage, inwieweit das ADG hier Handlungsbedarf sieht.
Zum Schluss bedauern die im WSR vertretenen Sozialpartner, dass der Anteil der Ausbildungsstunden
im Bereich „Investitionen“ um 20% gesunken ist - denn oft bedeutet „Investition“ auch „Innovation“.
(Die vollständigen Gutachten finden Sie auf unserer Website www.wsr-dg.be )
Seite 12/834 Studien und Projekte des WSR
4.1 Der Wirtschaftsstandort DG
Im Rahmen der 4. Auflage des GABB (s.S.23) wurde der Arbeitsgruppe GABB u.a. die Rolle einer
„Denkfabrik“ zugewiesen. Als erstes Thema wählte die Arbeitsgruppe den „Wirtschaftsstandort DG“
aus, mit dem Ziel, ein Leitbild für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes DG zu entwickeln. Die
Ergebnisse und Handlungsempfehlungen sollten alsdann in die Vorbereitung des REK II einfließen.
Dazu wurde 2012 zunächst eine „Vergleichende regionalökonomische Analyse der DG“ durch externe
Autoren erstellt (s. Jahresbericht 2012). Es folgte eine Meta-Analyse der bestehenden
Untersuchungen, die aufzeigte, dass die herausgefilterten Schwächen oft mit dem Schema der
Ergebnisse der Vergleichsanalyse übereinstimmten. Der theoretische Überbau bestätigte die
Ergebnisse der Analysen und umgekehrt. Es ließen sich Schwachstellen des Standorts DG ableiten,
deren Behebung entsprechende Maßnahmen erfordert. Um nun ein Vorankommen der
Standortentwicklung zu gewährleisten, nahm die AG GABB eine Priorisierung vor. Dabei wurde
sowohl das REK als auch das Regierungsprogramm einer Analyse unterzogen, um Doppelarbeit zu
vermeiden. Ende 2013 konnten der Regierung der DG schließlich 41 Handlungsempfehlungen
überreicht werden. (s. Jahresbericht 2013)
Am 24. April 2014 konnte nun der Gesamt-Abschlussbericht dieser Arbeit der Regierung der DG und
auch der breiteren Öffentlichkeit im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt werden. An der
Pressekonferenz nahmen Journalisten des WDR, der Nachrichtenagentur Belga und von 100,5 Das
Hitradio teil (s. Pressemitteilung der Regierung, Anlage 5).
www.wsr-dg.be
stephan.mathieu@wsr-dg.be
4.2 Diversität auf dem Arbeitsmarkt als Chance für die Wirtschaft der DG
Phänomene wie demografischer Wandel, Globalisierung und Immigration führen heutzutage zu einer
neugestalteten Gesellschaft, die immer heterogener und vielfältiger wird. In dieser neuen, bunteren,
dadurch aber auch komplexeren Welt wächst auch der Wunsch nach mehr Demokratie und
Gerechtigkeit für jeden. Dazu gehören zwangsläufig eine Gleichstellung aller Menschen und eine
bessere Integration der schwächsten Bevölkerungsgruppen.
Vor diesem Hintergrund entstand das Konzept „Diversität“. Der WSR beschränkt sich in seinem ESF-
Projekt jedoch auf die „Diversität auf dem Arbeitsmarkt“. Die Erfahrung vieler verschiedener Akteure
zeigt, dass die Einbindung bestimmter benachteiligter Zielgruppen (Ältere/Jüngere, Personen mit
Migrationshintergrund, Frauen, Personen mit einer Behinderung) vor dem Hintergrund des
demografischen Wandels und der Diversität der heutigen Gesellschaft als Chance für den
Arbeitsmarkt gewertet wird.
Ziel der Studie war es nun, zu zeigen, warum Diversität auf dem Arbeitsmarkt der DG gefördert
werden soll und wie sie gefördert werden kann. Zunächst einmal bestand die Hauptaufgabe in der
Definition der Diversität und damit verbundener Begriffe, des rechtlichen Rahmen und der
verschiedenen Zielgruppen. Auch wurde eine Diagnose der aktuellen Situation der DG in punkto
Seite 13/83Diversität erstellt (Statistiken, rechtlicher Rahmen, Maßnahmen/Hemmnisse). Der WSR nahm
schließlich die verschiedenen Zielgruppen (Behinderte, Frauen, Jüngere/Ältere, Migranten) näher
unter die Lupe und veranstaltete zu diesem Zweck je Zielgruppe einen Workshop. So sollte den
Experten und den Arbeitgebern die Möglichkeit gegeben werden, frei und spontan über die
Beschäftigung des jeweiligen Zielpublikums und die damit verbundenen Erfahrungen und Vorteile
oder auch Schwierigkeiten auszutauschen.
In diesem Jahr fanden die beiden letzten Workshops statt: „Zu jung oder zu alt für den Arbeitsmarkt?
Wie jedes Alter von Vorteil sein kann!“ am 13. Februar 2014 (s. Anlage 6) und „Interkulturalität auf
dem Arbeitsmarkt – Chancen und Herausforderungen für die DG“ am 6. Mai 2014 (s. Anlage 7).
Anhand der Studienergebnisse formulierte der WSR abschließend Handlungsempfehlungen zur
Förderung der Diversität auf dem Arbeitsmarkt. Die Ergebnisse der Studie wurden am 9. Oktober
2014 im Rahmen einer WSR-Mittagskonferenz offiziell vorgestellt (s. hierzu auch S.17 und Anlage 8).
Zwecks Beratung und Begleitung der Umsetzung der Studie wurde ein Begleitausschuss eingesetzt
(s.S.29).
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caroline.mathieu@wsr-dg.be
4.3 Pilotprojekt „DUOday“ in der DG
Das Konzept des DUOday besteht darin, dass ein Betrieb oder öffentlicher Dienst seine Türen an
einem bestimmten Tag für eine arbeitsuchende Person mit Behinderung öffnet. Für diesen einen Tag
wird ein Duo gebildet zwischen der Person mit Behinderung und einem Mitarbeiter des Betriebes
bzw. Dienstes. Während des ganzen Tages nimmt der „Praktikant“ (möglichst) aktiv an den üblichen
Aufgaben des Mitarbeiters teil, um so einen reellen Arbeitsplatz entdecken zu können.
Aufgrund des großen Erfolgs der letzten Jahre in den übrigen Landesteilen wird nun erstmals ein
nationaler DUOday organisiert. Dieser wird am 26. März 2015 stattfinden, unter Beteiligung der
Deutschsprachigen Gemeinschaft (via WSR und Dienststelle für Personen mit Behinderung, DPB).
Als Vorbereitung auf diesen nationalen DUOday wurde am 16. Dezember 2014 erstmals ein DUOday
in der DG organisiert. Dieser war mit 8 Duos in 7 Betrieben bzw. Einrichtungen und ausschließlich
positiven Rückmeldungen ein großer Erfolg. Der WSR zeichnete als Projektträger mit Unterstützung
der Dienststelle für Personen mit Behinderung (DPB) verantwortlich für die Organisation,
Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Betriebsakquise, während die DBP die Auswahl der
behinderten Kandidaten und die Versicherungskosten für die Praktikanten übernahm (s. Anlage 9).
Das Pilotprojekt DUOday in der DG wurde durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und die DG
kofinanziert. Die Teilnahme am ersten nationalen DUOday am 26. März 2015 wird hingegen
unabhängig vom ESF organisiert.
Zwecks Planung und Vorbereitung beider DUOday-Veranstaltungen finden regelmäßig
Begleitausschusssitzungen statt (s.S.29).
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caroline.mathieu@wsr-dg.be
Seite 14/834.4 Auswertung der in der lokalen Presse veröffentlichten Stellenanzeigen
Um die Entwicklung des Arbeitsmarktes beobachten und zukunftsweisende Empfehlungen für
politische Maßnahmen formulieren zu können, wird zuverlässiges Zahlenmaterial benötigt. Die zur
Verfügung stehenden Daten bieten jedoch nur eine begrenzte Sicht auf Teilaspekte des
Arbeitsmarktes. Aus diesem Grund nimmt der WSR jährlich eine Auswertung der in der lokalen
Presse veröffentlichten Stellenanzeigen vor. Diese Auswertung soll Aufschluss darüber geben, welche
Berufsgruppen an welchem Standort gesucht werden und welches die Anforderungsprofile der
potenziellen Bewerber sind. Sie findet Aufnahme im „Wirtschafts- und Sozialbericht“ (s. 4.6), den der
WSR jährlich aktualisiert und in seiner Schriftenreihe POINTIERT! veröffentlicht (s. 4.7).
Gesammelt werden nur jene Stellenangebote, die einer sozialpflichtigen Beschäftigung bei einem
Arbeitgeber zugeordnet werden können. Da Arbeitgeber oft gleichzeitig in zwei oder gar in allen drei
lokalen Zeitungen inserieren, werden identische Angebote nicht mehrfach gewertet. Wiederholte
Schaltungen desselben Angebots zu einem späteren Zeitpunkt hingegen werden als Zweit- bzw.
Drittpublikation registriert. Folgende Informationen werden erfasst: Veröffentlichungszeitpunkt,
Berufsgruppe (ISCO-Code), Aktivität des Arbeitgebers (NACE-Code), Arbeitsort, Arbeitszeit (VZ/TZ),
Vertragsdauer und -art sowie die Erwartungshaltung bzgl. Ausbildungsniveau, Arbeitserfahrung, EDV-
und Sprachkenntnisse oder fachübergreifende (Zusatz-)Kenntnisse.
Im Jahre 2013 wurden insgesamt 1.791 Stellenanzeigen erfasst (im Vgl. zu 2.259 Anzeigen in 2012
und 2.855 in 2011), die in den 52 Samstagsausgaben der Tageszeitung Grenz-Echo sowie in den
jeweils 52 Ausgaben der Wochenzeitungen Wochenspiegel und Kurier-Journal erschienen sind.
Die Auswertung der in 2014 veröffentlichten Stellenangebote wird zu Beginn des Jahres 2015
vorliegen und wie gewohnt Aufnahme im „Wirtschafts- und Sozialbericht“ (s. 4.6) finden.
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4.5 Auswertung der Zahlen zur Kurzarbeit in der DG
Die Wirtschafts- und Finanzkrise hatte bekanntlich auch in der Deutschsprachigen Gemeinschaft die
Arbeitslosenrate ansteigen lassen. Dass dieser Anstieg dennoch überschaubar blieb, war vor allem
einer verstärkten Inanspruchnahme der Kurzarbeitsregelung zu verdanken. Dies geht auch aus den
Zahlen zur Kurzarbeit in der DG hervor, die der WSR monatlich analysiert. An dieser Stelle ist jedoch
darauf hinzuweisen, dass die Kurzarbeitszahlen auch stets die der schlechtwetterbedingten
Kurzarbeit enthalten.
Die Anzahl Tage Kurzarbeit hat sich in den Jahren 2001 bis 2007 kontinuierlich verringert von 85.443
auf 49.713 Tage. Nachdem in 2008 ein erster leichter Anstieg auf 52.272 Tage verzeichnet wurde,
explodierte die Anzahl in 2009 regelrecht mit insgesamt 108.105 Tagen. 2010 und 2011 verringerte
sich die Anzahl Kurzarbeitstage wieder auf 91.212 bzw. 65.952 Tage. Letzterer Wert wurde lediglich
2007 und 2008 unterschritten. Seither stieg die Anzahl Tage Kurzarbeit wieder kontinuierlich an und
zwar auf 74.572 Tage in 2012 und auf 90.620 Tage in 2013. Damit wurde der dritthöchste Wert seit
Beginn der Auswertung (2001) erreicht.
Seite 15/83Die Auswertung der Zahlen zur Kurzarbeit 2014 wird zu Beginn des Jahres 2015 vorliegen und
ebenfalls Aufnahme im Wirtschafts- und Sozialbericht finden (s. 4.6).
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4.6 Wirtschafts- und Sozialbericht 2014
Täglich werden von zahlreichen Behörden, Organisationen oder Privatfirmen Zahlen erhoben. Viele
dieser Daten und Statistiken werden veröffentlicht, während andere unkommentiert in Datenbanken
verschwinden. Die relevanten Daten dann bei Bedarf herauszufiltern, ist eine sehr aufwändige Arbeit.
Auch für die DG gibt es eine Fülle an verfügbaren Daten zu den verschiedensten Bereichen.
Schwierigkeiten bereitet allerdings die Tatsache, dass viele dieser Daten nur schwer bzw. gar nicht
zugänglich sind oder dass die DG in vielen Statistiken nicht als eigenständige Einheit berücksichtigt
wird.
Da der WSR sich naturgemäß sehr intensiv mit dem Arbeitsmarkt der DG beschäftigt, hat er es sich
2012 zur Aufgabe gemacht, die für seinen Arbeitsbereich relevanten Daten zusammenzustellen,
kompakt darzustellen und zu kommentieren. Diese Analyse und die verwendete Zeitreihe sollten es
erlauben, Trends und Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt im Allgemeinen (im erweiterten Sinne)
und speziell vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise des Jahres 2009 und deren Folgen
aufzuzeigen.
Der Wirtschafts- und Sozialbericht stellt inzwischen ein wertvolles Arbeitsinstrument dar für alle, die
sich mehr oder weniger intensiv mit dem Thema „Arbeitsmarkt in der DG“ beschäftigen. Dies ist auch
der Grund, warum der WSR eine jährliche Neuauflage in Form einer POINTIERT!-Ausgabe
veröffentlicht (s. 4.7). Der „Wirtschafts- und Sozialbericht 2014 - Eine Analyse des WSR für die Jahre
2009 bis 2013“ wurde am 26. Juni 2014 offiziell im Rahmen einer Mittagskonferenz vorgestellt
(s.S.17).
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4.7 Kurzstudien der Veröffentlichungsreihe „POINTIERT!“
Mit seiner Veröffentlichungsreihe POINTIERT! möchte der WSR Verantwortungsträgern aus Politik und
Praxis einen kurzen, aber fundierten Einstieg in eine bestimmte Materie ermöglichen. Er hofft, so
einen konstruktiven Beitrag liefern und praktisches Handeln unterstützen zu können. Dazu greift er
lokales, nationales und internationales Expertenwissen auf. In diesem Jahr wurde mit dem
„Wirtschafts- und Sozialbericht 2014 – Eine Analyse des WSR für die Jahre 2009 bis 2013“ die
Ausgabe Nr.6 der Schriftenreihe POINTIERT! veröffentlicht (s. 4.6).
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(Die Endberichte aller Studien und Projekte finden Sie auf www.wsr-dg.be )
Seite 16/835 Die Mittagskonferenzen des WSR
Seit nunmehr fünf Jahren organisiert der WSR regelmäßig Mittagskonferenzen zu aktuellen und
gesellschaftlich relevanten Themen. Ziel ist es, ein gemischtes Publikum aus den Bereichen
Wirtschaft, Politik, Öffentlicher Dienst und Sozialorganisationen zu einem bestimmten Thema
zusammenzubringen, Denkanstöße zu liefern, den Austausch zu fördern, Ideen miteinander zu
konfrontieren und im Dialog miteinander den Horizont zu erweitern.
Dabei kann der WSR mittlerweile auf ein gewisses Stammpublikum zählen, dem sich je nach
Konferenzthema weitere Experten und Interessenten anschließen. Die Mittagskonferenz beginnt
stets mit dem Vortrag eines (meist) externen Referenten, an den sich eine Publikumsdiskussion
anschließt. Die Gastredner können aus allen denkbaren Bereichen kommen: Politik, Wirtschaft,
Forschung, Technologie, Medizin, Journalismus oder auch Kunst. Regelmäßig nehmen je nach Thema
15 bis 35 Personen an einer Mittagskonferenz teil.
In 2014 haben drei Mittagskonferenzen stattgefunden:
„Mobilität in der DG“ (Gaby Schröder und Stefanie Krings von der „FahrMit“-
VoG, 27.03.2014)
Anlässlich der ersten Mittagskonferenz des Jahres 2014 hielt Frau Gaby Schröder von der FahrMit
VoG ein Impulsreferat zum Thema „Mobilität“. Sie berichtete über die Funktionsweise der
Mitfahrzentrale in der Eifel, deren Arbeit sich aber nicht auf dieses Tätigkeitsfeld beschränkt.
Zahlreiche andere Sensibilisierungs- und Mobilitätsförderungsaktionen wurden und werden noch
durchgeführt. Im Anschluss an das Referat fand eine rege und interessante Diskussion statt, die den
Teilnehmern sicher einige Denkanstöße mit auf den Weg gegeben hat.
Teilnehmer der Mittagskonferenz vom 27.03.2014
„Wirtschafts- und Sozialbericht der DG“ (Stephan Mathieu, Ratssekretär und
Caroline Mathieu, Studienbeauftragte des WSR, 26.06.2014)
Der Ratssekretär und die Studienbeauftragte des WSR stellten den neuen „Wirtschafts- und
Sozialbericht der DG“ vor. Der Bericht beinhaltet eine Analyse der arbeitsmarktrelevanten Statistiken
Seite 17/83für die DG (2009-2013). Aufgrund der äußerst positiven Rückmeldungen zu dem erstmals in 2012
erstellten Bericht sah der WSR sich ermutigt, jährlich eine aktualisierte Fassung zu veröffentlichen (s.
auch 4.6).
Die Studienbeauftragte und der Präsident des WSR Teilnehmer der Mittagskonferenz vom 26.06.2014
„Diversität auf dem Arbeitsmarkt als Chance für die Wirtschaft der DG “
(Caroline Mathieu, Studienbeauftragte des WSR, 09.10.2014)
Frau Mathieu, Studienbeauftragte des WSR, stellte in dieser dritten Mittagskonferenz des Jahres
2014 die Ergebnisse der ESF-Studie des WSR zum Thema „Diversität auf dem Arbeitsmarkt“ vor.
Dabei ging sie insbesondere auf die vier erkenntnisreichen Arbeitgeberworkshops sowie auf die
herausgefilterten Handlungsempfehlungen ein (s. auch 4.2).
Teilnehmerfeld der Mittagskonferenz vom Die Studienbeauftragte (li.) und der Ratssekretär
09.10.2014 dankten Frau Cornet (2. von li.) und Frau
Constantinidis (re.), die die Studie während 2,5
Jahren wissenschaftlich begleitet haben.
Seite 18/836 Arbeitsgruppen, (Projekt-)Begleitausschüsse und sonstige
Kooperationen
Der WSR setzt zwecks Begleitung der Umsetzung seiner Projekte und Studien entsprechende
Arbeitsgruppen und Begleitausschüsse ein. Aber auch die aktive Mitarbeit in externen Arbeitskreisen
und Gremien zählt er zu seinen Aufgaben. Diese zahlreichen Vertretungen werden durch einzelne
Ratsmitglieder oder -mitarbeiter wahrgenommen. In den monatlichen Plenarsitzungen erstatten die
Vertreter dann jeweils Bericht über Verlauf, Abschluss und Bewertung der einzelnen Projekte.
Folgende Tabelle liefert einen Überblick der in 2014 rund 40 ausgeübten Mandate. Dabei dient die
Aufteilung in Rubriken lediglich der besseren Übersicht und keinesfalls einer Klassifizierung.
Bezeichnung Mitglieder / Partner Aufgaben des WSR Vertreter des WSR
Strategie, Kooperation, Austausch
AG GABB (s.S.23) WSR, Sonderausschuss des Expertise, Umsetzung der B. Despineux, O. Bodem,
CESW, Regierung der DG, Beschlüsse, Sekretariat und V. Klinges, R. Rahier, G.
Ministerium der DG (MDG) Protokollführung Reuter, G. Sonnet und I.
Schröder-Campioni sowie
S. Mathieu (Ratssekretär)
und S. Janssen (Protokoll)
STAB (s.S.23) WSR, Regierung, MDG, Expertise, Umsetzung der B. Despineux, O. Bodem,
Arbeitsamt der DG (ADG), Beschlüsse, Sekretariat und V. Klinges, G. Reuter, G.
IAWM, Schulen (BS St.Vith, Protokollführung Sonnet und I. Schröder-
RSI Eupen), Mittelstands- Campioni sowie S.
vereinigung (MSV), AG Mathieu (Ratssekretär,
Integration des RESI Protokoll)
AG Konzertierung (s.S.24) WSR, Sonderausschuss des Expertise, Informationsaus- B. Despineux, O. Bodem,
CESW, Regierung, MDG, tausch und Protokollführung A. Convents, G. Reuter/V.
Hilt, V. Klinges, R. Rahier,
I. Schröder-Campioni, A.
Zimmermann und S.
Mathieu (Ratssekretär,
Protokoll)
AG Familienzulagen (s.S.25) Regierung, MDG, PDG- Expertise und Beratung B. Despineux, R. Rahier, V.
Fraktionen, Dienststelle für Klinges, A. Zimmermann
Personen mit Behinderung
(DPB), Familienzulagenkasse
Ostbelgien, WSR
AG Justiz (s.S.25) Regierung, MDG, PDG- Expertise und Beratung G. Sonnet, E. Niessen, V.
Fraktionen, WSR Klinges, E. Thönnes
Seite 19/83AG Gesundheit, Senioren und Regierung, MDG, PDG- Expertise und Beratung A. Zimmermann, C.
Psychiatrie (s.S.25) Fraktionen, WSR Maréchal, V. Hilt (G.
Reuter), R. Rahier (J.
Nicolaye)
Technische AG Staatsreform/ Regierung, MDG, ADG, WSR Teilnahme an den Sitzungen S. Mathieu (Ratssekretär)/
AG Beschäftigung (s.S.26) und Information der B. Despineux, R. Rahier, V.
Sozialpartner/Expertise und Klinges, A. Zimmermann
Beratung
AG Integration des RESI RESI, ZFP, WSR Beratung und Begleitung im S. Mathieu (Ratssekretär)
(s.S.26) Bereich Beschäftigung
Begleitgremium Regierung, MDG, Gemeinden, Beratung und Begleitung C. Mathieu (Studien-
Seniorenkonzept (s.S.27) Sportrat der DG, RfE, Beirat beauftragte)
zur Gesundheitsförderung,
Beirat für Familien- &
Generationsfragen, Beirat für
den stationären,
teilstationären & häuslichen
Bereich, WSR, mehrere
Senioren
Studienkreis „Schule & ADG, IHK, WFG, Vertreter von Sekretariat, Protokollführung, S. Mathieu (Ratssekretär,
Wirtschaft“ (s.S.27) Wirtschaft und Schulen, Teilnahme an der Planung Protokoll)
Regierung, MDG, WSR und Umsetzung von Aktionen
WFG-Generalversammlung WFG, OBI, Gemeinden, IHK, Expertise und Beratung E. Thönnes
(s.S.28) AVED, Regierung, PDG-
Fraktionen, MSV, CSC, FGTB,
Bauerngilde, FWA, SPI+, TAO,
ADG, Sonderausschuss des
CESW, WSR
Arbeitskreis „Sozialökonomie“ Vertreter der Sozialökonomie, Beratung und Begleitung S. Mathieu (Ratssekretär)
(s.S.28) Regierung, MDG, DPB, ADG,
WSR
Strategischer BA Regionale MDG, VSZ, TAO, WFG, Beratung und Begleitung V. Klinges und R. Rahier
Wertschöpfungskette (Made in Vertreter von LA und
Ostbelgien) (s.S.28) Dachmarkenbeirat, WSR
Rat für Stadtmarketing (s.S.29) Stadt Eupen, Sportbund, Beratung und Begleitung P. Meyer (CAB)
Tourist Info, IHK, WFG, VEG,
Chudoscnik Sunergia,
Kulturelles Komitee, MSV,
Horeca-Gewerbe, FHG, WSR
Studien, Projekte, Statistik
BA „Diversität“ (s.S.29) WSR, Regierung, MDG, ADG, Planung, Koordination und C. Mathieu (Studien-
DPB, Frauenliga, RESI, ZFP, Durchführung der Studie beauftragte) und B.
Dienst für soziale & berufliche Despineux, V. Klinges, R.
Eingliederung (ÖSHZ), Rahier, A. Zimmermann,
Seite 20/83Zentrum für Chancengleich- I. Schröder-Campioni
heit, CRP-Henri Tudor, ULg- sowie S. Mathieu
Unité de recherche EGID (Ratssekretär)
BA „DUOday“ (s.S.29) WSR und DPB (sowie die Planung, Koordination und C. Mathieu (Studien-
Partner aus den übrigen Durchführung des DUOday beauftragte), S. Mathieu
Landesteilen) der DG (und des nationalen (Ratssekretär)
DUOday in 2015)
Arbeitsgemeinschaft DGstat
(s.S.30) :
a) Arbeitsgruppe: MDG, ADG, WSR Kontenführung, Daten- C. Mathieu (Studien-
sammlung & -aufbereitung
beauftragte) und R. Jost
(Verwaltung)
b) Lenkungsausschuss: MDG, ADG, IHK, WFG, IAWM, Protokollführung, Analyse des B. Despineux, V. Klinges
TAO, DPB, Sonderausschuss Zahlenmaterials, Teilnahme und R. Rahier sowie C.
des CESW, Regierung, WSR an der Planung und Mathieu (Protokoll) und
Umsetzung strategisch R. Jost (Verwaltung)
wichtiger Punkte und
Aktionen
Interregionale Arbeitsmarkt- DGstat, ADEM (Lux.), Info- Teilnahme an der Planung, C. Mathieu
beobachtungsstelle (IBA) Institut (Saarland), CRD-Eures der Recherche und der (Studienbeauftragte des
Saar-Lor-Lux (s.S.31) und OREFQ (Lothringen), Redaktion der Studien- WSR und DGstat-Mitglied)
IWEPS (Wallonie) projekte zum Thema
Arbeitsmarkt
HIVA-Studie zur KUL Leuven, Regierung, MDG, Beratung und Begleitung B. Despineux, V. Klinges
sozioprofessionellen ADG, DPB, ÖSHZ, WSR
Integration/Sozialökonomie
(s.S.31)
Sozialpartnerschaftliche Einrichtungen
WSR der Euregio Maas-Rhein Der WSR der EMR zählt 30 Expertise und Stellungnahme M. Musovic, V. Klinges,
(EMR) (s.S.32) Mitglieder, d.h. 6 je Partner- zu Fragen der sozialen, R. Rahier und E. Thönnes
region. wirtschaftlichen & kulturellen
Entwicklung in der Euregio
Für die DG: MDG, ADG, WSR Maas-Rhein
Wirtschafts- und Sozial- Der WSAGR zählt 36 Expertise und Stellungnahme M. Musovic, R. Rahier,
ausschuss der Großregion Mitglieder, d.h. 6 je Teilgebiet zu sozio-ökonomischen V. Klinges und K. Meskens
(WSAGR) (s.S.32) Fragen in der Großregion
Für die DG: MDG, ADG, WSR
sowie Experten von IAWM,
WFG und Klinik St. Joseph
Sonderausschuss des CESW WSR und Sonderausschuss sind z.T. identisch besetzt, was die Kooperation und den
(s.S.33) Informationsaustausch vereinfacht. Gemeinsame Sitzungen finden im Rahmen des GABB
und der Konzertierungsrunden statt. (s. oben)
Seite 21/83CESW, SERV, CESRBC (s.S.33) / Gemeinsame Arbeitssitzungen der Vorstände und/oder Sekretäre.
CCE/CNT (s.S.34.)
Anlässlich verschiedener Aufgaben wird auf diese Kontakte zurückgegriffen.
Europäische Förderprogramme
ESF-Projektauswahlkomitee, Begutachtung und Auswahl von ESF-Projektanträgen, V. Klinges, M. Musovic
-Begleitausschuss und AG Beratung und Begleitung sowie C. Mathieu
Bewertung (s.S.34) (Verwaltung)
Interreg IV-BA der DG (s.S.34) Begutachtung und Auswahl von Interreg-Projektanträgen, M. Musovic, V. Klinges
Beratung und Begleitung
Nationale Jugendagentur VoG Bewertung von Projektanträgen, Beratung und Begleitung V. Klinges
– Bewertungsausschuss
ERASMUS+ (s.S.35)
Lokale Aktionsgruppe (LAG) WFG (Projektträger), die 5 Beratung und Begleitung S. Janssen (Verwaltung)
LEADER „100 Dörfer - 1 Eifel-Gemeinden, NPHVE,
Zukunft“ (s.S.35) Agra-Ost, Bauernbund,
Ländliche Gilden, FWA, FRW,
Förderverein Forst & Holz,
LFV, TAO, BNVS, ZAWM,
Regierung, MDG, WSR
Projekt-Begleitausschüsse (ab S.36)
BA „Ausbildung Familien-, KPVDB und Familienhilfe- Expertise und Begleitung M. Musovic
Pflegehelfer/in und dienst (Projektträger)
Kinderbetreuer/in“
BA „2. Bildungsweg“ ADG und Institut für Expertise und Begleitung I. Schröder-Campioni
Weiterbildung (Projektträger)
BA „Xistence – Innovation - WFG (Projektträger) Expertise und Begleitung V. Klinges, R. Rahier
Unternehmensnachfolge“
BA „Werkstatt Cardijn“ Siebdruckatelier CAJ Expertise und Begleitung V. Klinges
(Projektträger)
BA der “Weiterbildungs- MDG (Projektträger) Expertise und Begleitung I. Schröder-Campioni
koordinationsstelle” (WBK)
BA „Projekt IT-Skills“ ZAWM (Projektträger) Expertise und Begleitung V. Klinges
BA „Perspektive IV“ KAP (Projektträger) Expertise und Begleitung I. Schröder-Campioni
BA „Bauberufe“ ADG (Projektträger) Expertise und Begleitung V. Hilt
BA „Büroberufe“ ADG (Projektträger) Expertise und Begleitung V. Hilt
Seite 22/83BA Integrationsmaßnahme SOBAU (Projektträger) Expertise und Begleitung V. Klinges, M. Musovic
„Eifel“
BA Vorschaltmaßnahme Caritas-Gruppe Expertise und Begleitung V. Klinges, M. Musovic
„Eifel“ (Projektträger)
BA „FridA“ Frauenliga (Projektträger) Expertise und Begleitung A. Zimmermann
BA „Work & Job“ proaktiv VoG (Projektträger) Expertise und Begleitung V. Klinges
Strategie, Kooperation, Austausch
6.1 Arbeitsgruppe GABB
Das Gemeinschaftliche Ausbildungs- und Beschäftigungsbündnis der DG (kurz GABB) wurde bereits
im Jahre 1998 als partnerschaftliche Initiative von Regierung, WSR und Sonderausschuss des WSR der
Wallonie (CESW) ins Leben gerufen. In diesem Jahr konnte bereits die fünfte Auflage, das sogenannte
GABB V (Laufzeit 2014-2019), unterzeichnet werden.
Folgende WSR-Vertreter sind Mitglied der Arbeitsgruppe GABB: Frau Gabrielle Sonnet, Frau Irene
Schröder-Campioni, Herr Bernd Despineux, Herr Olaf Bodem, Herr Volker Klinges, Herr Renaud
Rahier und Herr Guido Reuter. Für die Verwaltung nehmen Herr Stephan Mathieu (Ratssekretär) und
Frau Sandra Janssen (Protokollführung) an den Sitzungen teil.
In 2014 hat die Arbeitsgruppe 5 Sitzungen abgehalten und zwar am 25. Februar, 22. April, 24. Juni,
28. Oktober und 16. Dezember 2014. Schwerpunktthemen waren der Abschluss und die Evaluation
des GABB IV sowie die Vorbereitung des GABB V.
Am 24. April 2014 fand eine Pressekonferenz statt zwecks Vorstellung der Studie zum
Wirtschaftsstandort DG (s. auch S.13 und Anlage 5).
Am 16. Dezember 2014 konnte schließlich das Abkommen zum GABB V mit der neuen Regierung im
Rahmen einer Pressekonferenz unterzeichnet werden. Sozialpartner und Regierung stellten die
Schwerpunkte ihrer Zusammenarbeit für die laufende Legislaturperiode vor. Diese lauten
kurzgefasst: Begleitung der zweiten Umsetzungsphase des REK, die AG GABB als „Denkfabrik“,
Begleitung der 6. Staatsreform sowie Strategischer Ausschuss für Berufsausbildung (STAB, s. 6.2). Zu
Beginn des kommenden Jahres werden die ersten Arbeitsschritte festgelegt (s. Anlage 10).
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6.2 Strategischer Ausschuss für Berufsausbildung - STAB
Der Strategische Ausschuss für Berufsausbildung, kurz STAB genannt, wurde 2005 als Nachfolger des
„Rundtischs zur beruflichen Ausbildung“ ins Leben gerufen. Der STAB hat zur Aufgabe, die
Berufsausbildung in der DG als Ganzes zu beleuchten und Strategiearbeit zu leisten. In diesem Sinne
Seite 23/83entwickelt er strategische Leitlinien oder Konzepte und bewirkt die Entwicklung von Synergien
zwischen den Partnern Schule-Mittelstand-Wirtschaft.
Die WSR-Mitglieder im STAB sind Frau Irene Schröder-Campioni, Herr Bernd Despineux, Herr Olaf
Bodem, Herr Volker Klinges und Herr Guido Reuter sowie für die Verwaltung Herr Stephan Mathieu
(Ratssekretär) und Frau Caroline Mathieu (Studienbeauftragte).
Arbeitsthema 2012-2013 war das Querschnittsthema „Migration“. In diesem Rahmen fand eine
Zusammenarbeit mit der AG Integration des RESI statt, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, ein
Gesamtkonzept Integration für die DG zu erstellen (s. auch Vorjahresberichte). Dieser acht Kapitel
umfassende Konzeptvorschlag konnte schließlich im März 2014 zunächst der Regierung und
anschließend der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden (s. Anlage 11).
In diesem Jahr fand eine Sitzung am 13. Februar 2014 statt, zwecks Vorstellung der
„Entwicklungsperspektiven für die Sekundarschule 2025“ durch die Herren Cohnen (Ministerium der
DG) und Melchior (Regierung der DG).
Zu Beginn des Jahres 2015 wird der STAB seine Arbeit wieder aufnehmen und seine Arbeitsthemen
aus den Handlungsempfehlungen der AG GABB (s. 6.1) herausfiltern.
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6.3 Konzertierungsrunde
Bei diesen sogenannten Konzertierungsrunden setzen sich Vertreter von Regierung, Ministerium,
WSR und Sonderausschuss des wallonischen WSR an einen Tisch, um gemeinsam aktuelle
Fragestellungen und Themen zu erörtern und den gegenseitigen Informationsaustausch zu
gewährleisten.
An den Konzertierungsrunden nehmen für den WSR teil: Frau Astrid Convents, Frau Gabrielle
Sonnet/Frau Vera Hilt, Frau Irene Schröder-Campioni, Frau Anneliese Zimmermann, Herr Bernd
Despineux, Herr Olaf Bodem, Herr Volker Klinges, Herr Renaud Rahier sowie Herr Stephan Mathieu
(Ratssekretär, Protokollführung).
In 2014 haben insgesamt 5 Konzertierungssitzungen stattgefunden: am 20. Februar, 24. April, 4.
September, 23. Oktober und 11. Dezember 2014. Es wurde regelmäßig Bericht erstattet über den
aktuellen Stand der Dinge im GABB, im REK, bezüglich des Haushalts der DG und der 6. Staatsreform.
Weitere Themen waren u.a. die Finanzierung des WSR, die Vertretung des WSR in den
themenbezogenen Arbeitsgruppen zu den Zuständigkeitsübertragungen und deren praktische
Gestaltung, die 5-Parteien-Gespräche sowie die Stellungnahme des WSR zur Regierungserklärung.
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