Vonovia Update Mehr Rendite durch die Fusion zum größten Vermieter Europas? - von Michael C. Jakob - AlleAktien

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Vonovia Update Mehr Rendite durch die Fusion zum größten Vermieter Europas? - von Michael C. Jakob - AlleAktien
Immobilien

Vonovia
Update
Mehr Rendite durch die Fusion zum größten Vermieter
Europas?

von Michael C. Jakob

                                             14. Oktober 2021
Vonovia Update Mehr Rendite durch die Fusion zum größten Vermieter Europas? - von Michael C. Jakob - AlleAktien
Hauptsitz              Bochum,
                       Deutschland

ISIN                   DE000A1ML7J1

WKN                    A1ML7J

Ticker-Symbol          VNA.DE

Sektor                 Immobilien

Kurs                   52 EUR

Ausstehende Aktien     573 Mio.

Marktkapitalisierung   29,8 Mrd. EUR

Enterprise Value       53,2 Mrd. EUR

Nettoverschuldung      23,4 Mrd. EUR

EBIT-Marge             43,6 %

FFO-Marge              30,8 %

FFO-Rendite            4,8 %

Dividendenrendite      3,4 %

Datum                  14.10.2021

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Überblick:
Vonovia Update

 • Wohnen ist neben Essen und Trinken das Wichtigste im Leben. Wohnen ist eines
   der wichtigsten Güter, das wir haben. Das hat schon der Psychologe Maslow gewusst.
   In Deutschland wohnen jedoch nicht mal die Hälfte der Deutschen in einer eigenen Im-
   mobilie. Wohnungen und Häuser werden immer teurer, denn Fläche ist knapp und die
   Menschen zieht es in die Städte. Deshalb ist es so wichtig, dass es Vermieter gibt, die
   Wohnungen kaufen und an andere Leute vermieten.

 • Vonovia ist Deutschlands größter Vermieter. Die Nummer 1 in diesem Geschäft ist
   die deutsche Vonovia aus Bochum mit über 400.000 Wohnungen in über 400 Städten.
   Das Unternehmen stellt preiswerten Wohnraum in Großstädten zur Verfügung. Weil Vo-
   novia so groß ist, können sie auf attraktive Skaleneffekte zurückgreifen. Sie bauen eigene
   Wohnungen, besitzen eigene Hausverwaltungen und Handwerkerservices. So können sie
   Geld einsparen, anders als private Vermieter.

 • Bald ist Vonovia Europas größter Vermieter. Vonovia wächst allerdings nicht nur
   durch Neubauprojekte, sondern auch über strategische Übernahmen. Die wichtigste
   Übernahme der Unternehmensgeschichte hat dieses Jahr stattgefunden. Vonovia kauft
   den Wettbewerber Deutsche Wohnen auf. Dadurch entsteht ein riesiger Immobilien-
   konzern mit noch größeren Synergieeffekten. Um die Übernahme durchzukriegen, hat
   sich Vonovia auch mit der Berliner Regierung gutgestellt. Eine Win-Win-Situation für Vo-
   novia und Berlin.

 • Die Vonovia-Aktie ist attraktiv bewertet. Vonovia hat in den letzten 12 Monaten mehr
   als 10 % vom Kurs verloren. Dabei ist das Geschäftsmodell sehr solide und das Unter-
   nehmen wirtschaftet nachhaltig. Wir haben uns deshalb die Aktie genauer angesehen
   und durchgerechnet: Lohnt sich die Übernahme der Deutsche Wohnen und ist die Vono-
   via-Aktie jetzt einen Kauf wert? Erfahre es jetzt in diesem Update.

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1. Geschäftsmodell:
               Deutschlands größter Vermieter

               Geschäftsmodell von Vonovia

Vonovia ist ein Immobilienkonzern und verdient seine Umsätze mit Verkauf
und Vermietung von Wohnungen
9%
Recurring Sales
Vonovia verkauft regelmäßig einzelne
Eigentumswohnungen an Privatanleger und
generiert dadurch zusätzliche Umsätze.

14 %
Development                                          52 %
Vonovia übernimmt die gesamte Projekt-               Rental
entwicklung selbst. Bei Fertigstellung               Den Großteil der Umsätze erzielt Vonovia
werden die Wohnungen an das Rental-                  mit der Vermietung und Wertsteigerung in
Segment oder Dritte verkauft.                        Deutschland, Österreich und Schweden.
                                             !
                                                     Dabei kauft das Segment die Wohnungen
25 %                                                 von Vonovias Development-Sparte zu
                                                     Marktpreisen und hat lediglich
Value-add                                            Instandhaltungs- und operative Kosten.
Vonovia bietet Instandhaltungs- und                  Vonovia ist in über 400 Städten aktiv und
Modernisierungsdienstleistungen mithilfe             vermietet mehr als 400.000 Wohnungen.
einer eigenen Handwerkerorganisation an.
Außerdem verkauft Vonovia Multimedia-
Dienste, Home-Automation sowie
Energieerzeugung und -versorgung.

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Wer in Deutschland eine Wohnung mieten möchte, der trifft sehr wahrscheinlich auch auf das
            Angebot von Vonovia. Denn Vonovia ist Deutschlands größter Immobilienkonzern mit über
            400.000 Wohnungen in 400 Städten. Kein anderer Konzern bietet Menschen so viel Wohn-
            raum an, wie es Vonovia tut. Das Unternehmen ist dabei in Deutschland, Österreich und Schwe-
            den aktiv.

            Das Geschäftsmodell von Wohnimmobilien ist vergleichsweise einfach. Vonovia kauft oder baut
            Wohnungen und sucht Mieter für diesen Wohnraum. Der Mieter schließt einen Vertrag ab und
            muss dafür jeden Monat seine Miete an Vonovia überweisen. Im Gegenzug muss Vonovia die
            Wohnungen instand halten und reparieren. Das Geschäftsmodell ist planbar, denn selbst in der
            schlimmsten Wirtschaftskrise bleiben Wohnungen zur selben Miete vermietet und das Geld
            fließt. Mit dem überschüssigen Cash Flow wird der Kredit bezahlt und neue Immobilien werden
            erworben.

            In Vonovias Fall wird ein Großteil der Wohnungen selbst gebaut. Vonovia ist nämlich ein Im-
            mobilienprojektentwickler, der Wohnungen baut und diese dann selbst behält oder weiter-
            verkauft. Dadurch ist Vonovia weniger abhängig von den Kaufpreisen für Immobilien in den
            Städten und kann sich günstigere Wohnungen sichern. Außerdem ist Vonovia sehr aktiv in der
            Modernisierung von Wohnungen. Das liegt besonders am deutschen Recht, wo Mieterhöhungen
            am besten möglich sind, wenn eine Wohnung modernisiert wird. Deshalb wertet Vonovia seine
            Wohnungen regelmäßig auf und erzeugt so Umsätze.

            Vonovias Stärke ist, dass sie nicht nur ein Vermieter sind wie viele private Immobilieninvestoren.
            Stattdessen betreibt Vonovia alles selbst. Sie bauen ihre eigenen Wohnungen, machen die Haus-
            verwaltung selbst und haben ein eigenes Team aus Handwerkern. Das spart Geld ein und sorgt
            so für höhere Gewinne. Denn normalerweise wollen alle Beteiligten eine Marge haben. Vono-
            via streicht diese Margen einfach selbst ein und ist dadurch von keinem Unternehmen mehr
            abhängig.

Vonovia deckt die ganze Wertschöpfungskette der Immobilienwirtschaft ab.
Der profitabelste Bereich bleibt die Vermietung und Hausverwaltung

Wertschöpfungskette

            Rental                   Value-add                Development              Recurring Sales

Beitrag zum EBITDA (2020)

                                          81 %                                              8%           6%   5%

Vonovia kontrolliert die gesamte Wertschöpfungskette der Wohnimmobilien. Sie sind von keinem ande-
ren Unternehmen abhängig und können so die Gewinne der Handwerker, Hausverwaltung und Projektent-
wickler selbst einstreichen. Vonovia ist deshalb ein tolles Investment für Anleger, die selbst keine eigene
Wohnung haben wollen. Man kann direkt in den effizientesten Vermieter Deutschlands investieren und hat
auch kein Klumpenrisiko durch die breite Anzahl an Wohnungen.

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2. Vonovia wird zum größten
Wohnimmobilienkonzern Europas

Vonovia sichert sich die Mehrheit an Deutsche Wohnen

Die Stärke von Vonovias Geschäftsmodell ist die Anzahl an Wohnungen, die dem Unternehmen
gehören. Denn durch die hohe Anzahl entstehen große Synergien. Man kann die Hausver-
waltung selbst betreiben, ein eigenes Netzwerk aus Handwerkern aufbauen und so eine Menge
Geld einsparen. Außerdem sinken die Risiken einzelner Mieter. Ein Mietnomade oder ein Ge-
bäudebrand sind für private Vermieter eine Katastrophe, aber bei Vonovia nur ein kleiner Scha-
den. Je mehr Wohnungen dazukommen, desto attraktiver wird das Geschäftsmodell. Genau
deshalb baut und kauft Vonovia kontinuierlich neue Wohnungen. Zum Beispiel hat sich Vono-
via Kaufoptionen an dem Wohnimmobilienkonzern Adler Group gesichert. Dadurch könnte
Vonovia an weitere Wohnungen kommen, um sein eigenes Netzwerk zu stärken. Aber der wich-
tigste Deal ist zwischen Vonovia und der Deutsche Wohnen.

Deutsche Wohnen ist der größte private Vermieter in Berlin mit über 160.000 Wohnungen,
von denen 110.000 in Berlin sind. Das Unternehmen ist Deutschlands zweitgrößter Wohn-
immobilienkonzern und Vonovia versucht schon lange, mit Deutsche Wohnen zu verschmelzen.
Bisher ist eine Fusion zweimal gescheitert. Diesmal hat Vonovia es jedoch geschafft. Sie werden
Deutsche Wohnen für 19 Mrd. Euro bzw. 53 Euro je Aktie übernehmen. Genügend Aktionäre
haben das Angebot angenommen. Auch das Kartellamt hat seine Zustimmung gegeben. Die
kritischste Stimme war die Stadt Berlin, denn Berlin wird als Wohnort immer beliebter und die
Mieten steigen dort deshalb immer stärker an.

Aus diesem Grund gibt es eine Vereinbarung mit der Stadt Berlin: Deutsche Wohnen verkauft
15.000 Wohnungen an die Stadt Berlin, um seine Marktmacht zu reduzieren. Das ist bereits ge-
schehen: Deutsche Wohnen hat 15.000 Wohnungen für 2,4 Mrd. Euro verkauft.

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Außerdem verpflichtet sich Vonovia, in den nächsten drei Jahren die Mieten für Bestands-
                immobilien um durchschnittlich maximal 1 % pro Jahr zu erhöhen. Neuvermietungen dürfen
                stärkere Mietsteigerungen haben. Insgesamt erwartet Vonovia aus diesem Deal jährliche Syn-
                ergieeffekte von rund 105 Mio. Euro pro Jahr. Das wäre eine langfristige Chance für das Unter-
                nehmen. Durch diese Ersparnis kann man langfristig auch günstigere Mieten anbieten als zum
                Beispiel andere Wettbewerber oder private Vermieter. Die Fusion ist damit eine der größten
                Chancen des Unternehmens.

                Es gibt allerdings ein Problem bei dieser Fusion. Die Berliner Bevölkerung ist kein Freund von
                großen Immobilienkonzernen. In Berlin gab es kürzlich einen Volksentscheid, bei dem alle Ber-
                liner für oder gegen die Enteignung von großen Immobilienkonzernen wie Deutsche Wohnen
                stimmen konnten. 56 % der Berliner sind für eine Enteignung. Vonovia wird nach der Fusion
                über 500.000 Wohnungen besitzen und mehr als ein Viertel davon in Berlin. Allerdings ist der
                Volksentscheid nur symbolisch. Er ist ein Signal an die Berliner Politik, etwas gegen die steigen-
                den Mieten zu tun. Die Vorsitzende der Berliner SPD Franziska Giffey hält selbst wenig von Ent-
                eignungen. Denn die Wurzel des Problems ist, dass die Nachfrage nach Wohnungen in Berlin
                steigt. Es ziehen immer mehr Menschen nach Berlin und neuer Wohnraum muss geschaffen
                werden. Wenn man Vonovia enteignet, muss sich Berlin weiter verschulden und es gibt weiter-
                hin Wohnungsknappheit. Deshalb gehen wir davon aus, dass Berlin in Zukunft noch mehr in
                die Förderung von Neubauten investieren wird.

                Benjamin war erst letzte Woche in Berlin im Zentrum und hat sich das aus nächster Nähe an-
                gesehen. Rund um den Alexanderplatz werden beispielsweise alte Gebäude abgerissen, die
                nur ein Stockwerk haben. Zum Beispiel der Netto Marken-Discount in der Schillingstraße. Die
                Immobilie wird ersetzt durch ein deutlich höheres Gebäude, in dem mehr Menschen auf der-
                selben Fläche leben können — ganz zentral in Berlin-Mitte. In Berlin finden sich überall solche
                Immobilien, die nach und nach ersetzt werden.

Vonovia spart mit Deutsche Wohnen rund 105 Mio. Euro pro Jahr.
Im Gegenzug musste man mit dem Land Berlin eine Einigung finden

Transaktionsdetails                                                Zugeständnisse an die Stadt Berlin

                 Mehrheit der Anteile gesichert: 07.10.2021                          Die Stadt darf dem Konzern 20.000 Wohnungen
                 Transaktionsvolumen: 19 Mrd. Euro                                   abkaufen und die Miete für Berliner darf nur noch
                 Finanzierung: Brückenfinanzierung aus Eigen-                        um 1 % pro Jahr für die nächsten 3 Jahre erhöht
                 und Fremdkapital                                                    werden. Außerdem baut Vonovia in den nächsten
                 Fusionswert: 80 Mrd. Euro (500.000 Wohnungen)                       Jahren 13.000 neue Wohnungen in Berlin.

 Synergiepotential in Mio. Euro Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Jahr (Ohne den Verkauf der 20.000 Wohnungen)

    Vonovia kann durch die            Vonovia sieht bei DW          Bessere Verhandlungs-                 Bis 2024 will Vonovia alle
    Fusion mit DW viele               Potenzial mit dem             position führt zu besseren            Synergien umsetzen. Die
    Mitarbeiter effizienter           verstärkten Verkauf von       Einkaufspreisen und                   Kosten dafür (z.B. Ab-
    einsetzen, wodurch die            Eigentumswohnungen an         effizienterer Nutzung der             findungen) sollen einmalig
    Betriebskosten sinken.            Dritte.                       internen Handwerker.                  200 Mio. Euro kosten.

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                58

          Betriebskosten                   Wertschöpfung                   Kostenvorteil                             Total

Vonovia fusioniert mit der Deutsche Wohnen und wird damit zum größten Wohnimmobilienkonzern Euro-
pas. Die Fusion ist für die Aktionäre besonders attraktiv, denn es entstehen jährliche Einsparungen von
105 Mio. Euro durch die Zusammenlegung von Hausverwaltungen und Handwerkerbetrieben. Im Gegenzug
hilft Vonovia der Stadt Berlin, indem sie eigene Wohnungen zum Verkauf anbieten. Bei diesem Deal gewin-
nen sowohl die Aktionäre von Vonovia, Deutsche Wohnen als auch die Stadt Berlin. Insgesamt hat Deutsche
Wohnen sogar 20.000 Wohnungen angeboten. Bisher wurden allerdings nur 15.000 gekauft.

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3. Bewertung:
Solide Renditechance bei
nichtzyklischem Geschäftsmodell

Vonovia ist ein Immobilienkonzern, deshalb ist der AlleAktien
Qualitätsscore nicht ermittelbar

Vonovia ist ein Immobilienkonzern und deshalb kann man den AlleAktien Qualitätsscore (AAQS)
in diesem Fall nicht ermitteln. Denn Immobilienkonzerne haben eine wesentlich höhere Ver-
schuldung als klassische Unternehmen und sie arbeiten mit geringer Rendite auf das eingesetzte
Kapital. Das ist auch kein Problem, denn die Rendite entsteht vor allem durch den Kredithebel.
Aber die Umsatz- und Gewinnentwicklung von Vonovia zeigt in die richtige Richtung. Vonovia
wird kontinuierlich größer und profitabler bei gleichzeitig sehr stabilem Geschäft.

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ISIN DE000A1ML7J1    WKN A1ML7J     Ticker VNA.DE   Datum 08.10.2021
                                              Kaufen, wenn die Wachstumsaussichten                          1. #1 Vermieter in Deutschland
     AA Kategorie Average Grower              intakt sind und die Bewertung im            Burggraben        2. Nichtzyklische Mietnachfrage durch Wohnimmobilien
                                              historischen Schnitt liegt.                                   3. Kosteneinsparpotentiale durch eigene Hausverwaltung

     Kennzahlen                                     Umsatz                                             3.391 Mio. EUR              Renditeerwartung
Hauptsitz                    Deutschland      5.000                                                                            FFO-Rendite 2021e            4,8 %
Marktkapitalisierung       29,8 Mrd. EUR                                                              3,8 % p.a.               Wachstum EBITe               5,5 %
FFO (2020)                1.348 Mio. EUR      4.000
                                                                                                                               Erwartete Rendite            10,3 %
Gewinn/Aktie (2020)             2,38 EUR      3.000                         11,7 % p.a.
Kurs                              52 EUR
KGV (2020)                           21,8     2.000                                                                                Bewertung
                                                                                                                                  Umsatzwachstum (10J)        >5 %
                                              1.000
                                                                                                                              ☐
                                                                                                                              ☐   Umsatzwachstum (3Je)        >5 %
     Rentabilität                                                                                                             ☐   EBIT-Wachstum (10J)         >5 %
Eigenkapital                24.832 Mio.                                                                                           EBIT-Wachstum (3Je)         >5 %
                                                         10     11 12 013 014 015 016 017 018 019    20 21e 22e 23e           ☐
Eigenkapital (tangible)     23.337 Mio.                20     20 20   2   2   2   2   2   2   2   2 0
                                                                                                       20 20   20             ☐   Verschuldung                15 %
                                                                                                      5,5 % p.a.
                                              2.000
                                                                                                                              ☐
                                                                                                                              ☐   Renditeerwartung            >10 %
                                               1.500
     Risiko                                                                 30,4 % p.a.
Nettoverschuldung            23.453 Mio.       1.000
                                                                                                                               AlleAktien Qualitätsscore
Nettoverschuldung/EBIT              15,9x
                                                500
Zinsdeckungsgrad                     3,5x
Gewinnkontinuität (10J)                9J                                                                                               Kein Score
Drawdown EBIT (10J)             > -100 %                 0      11 12 013 014 015 016 017 018 019    20 21e 22e 23e
                                                -500 201      20 20   2   2   2   2   2   2   2   2 0                                   für REITs
                                                                                                       20 20   20
Drawdown Erholungszeit                 3J
AlleAktien DCF-Modell (AlleAktien Discounted Cashflow Modell) und
AlleAktien FMV-Modell (AlleAktien Future Multiple Valuation)

Im AlleAktien DCF-Modell berechnen wir die Renditeerwartung einer Aktie mathematisch an-
hand einer einfachen Annahme: Ein Unternehmen ist heute so viel wert wie alle Gewinne, die
es langfristig erwirtschaften wird. Je höher die zukünftigen Gewinne, umso höher der Wert der
Firma heute. In meinem DCF-Modell habe ich die Übernahme der Deutsche Wohnen berück-
sichtigt. Durch die Übernahme und Mieterhöhungen dieses Jahr erhöht sich der Umsatz, um
rund 50 %. Außerdem gehe ich davon aus, dass sich die Marge in den nächsten Jahren dank
der Synergien und der höheren Marge bei Deutsche Wohnen ebenfalls erhöhen wird. Da die
Übernahme mit Hilfe von neuen Aktien und Anleihen finanziert wird, erhöht sich für Vonovia
die Anzahl der Aktien. Das habe ich ebenfalls berücksichtigt. Wenn man das alles zusammen-
nimmt, kommt Vonovia auf eine faire Renditeerwartung von 10 % pro Jahr.

Im AlleAktien FMV-Modell habe ich angenommen, dass Vonovia langfristig mit dem 25-fachen
Cash Flow (FFO) bewertet wird. In meinen Augen ist das ein fairer Wert für ein stabiles, wach-
sendes Unternehmen, das auch in Krisen profitabel arbeitet. Ich gehe außerdem davon aus,
dass 50 % der Cash Flows an die Aktionäre ausgeschüttet werden können. In diesem Fall er-
reicht die Vonovia-Aktie eine Renditeerwartung von 11 % pro Jahr.

Das Internal Rate of Return-Modell (IRR) im AAQS zeigt auch, dass bei Vonovia die Renditeaus-
sichten gut sind: Aktionäre erhalten bereits heute eine Rendite von 4,8 % pro Jahr und 5,5 %
Wachstum pro Jahr. Damit kommt Vonovia auf attraktive 10,3 % Renditeerwartung pro Jahr.

Das AlleAktien DCF-Modell ist auf den folgenden Seiten und auf AlleAktien.de als Download1
verfügbar. Das AlleAktien FMV-Modell ist im unteren rechten Teil des DCF-Modells eingebettet.

Renditeerwartung in Abhängigkeit vom Einstiegskurs

Einstiegskurs         Renditeerwartung                 Einstiegskurs         Renditeerwartung
                      pro Jahr                                               pro Jahr

35 EUR                14,5 %                           55 EUR                9,5 %

40 EUR                13,0 %                           60 EUR                8,5 %

45 EUR                11,7 %                           65 EUR                7,6 %

50 EUR                10,5 %                           70 EUR                6,8 %

1        alleaktien.de/vonovia-update-mehr-rendite-durch-die-fusion-zum-groessten-vermieter-europas/

                                                                                                       11
AlleAktien

                 Alle Angaben in Mio. EUR
                                                                                                                 Prognose »
                                                                     2017             2018        2019    2020                 2021        2022         2023      2024          2025    2026    2027    2028    2029    2030     2031
Fundamental     Umsatz                                              2.822            3.611       4.112   4.370                6.499       6.824        7.165     7.524         7.900   8.295   8.627   8.972   9.331   9.704   10.092
                Umsatz-Wachstum, %                                                     28%         14%      6%                 49%           5%           5%        5%            5%      5%      4%      4%      4%      4%       4%
                EBITDA-Marge, %                                      45%              42%         38%     42%                  45%         48%          50%       50%           50%     50%     50%     50%     50%     50%      50%
                EBITDA                                              1.272            1.534       1.580   1.822                2.925       3.241        3.583     3.762         3.950   4.147   4.313   4.486   4.665   4.852    5.046
            25% FFO (25% Abzug für Steuern, Zinsen...)                975            1.132       1.219   1.348                2.193       2.431        2.687     2.821         2.962   3.111   3.235   3.364   3.499   3.639    3.784

                                                                 12.10.21      Fairer Wert                       AlleAktien Future Multiple Valuation (FMV)
Bewertung        Marktkapitalisierung, Mio.                        38.932           41.110 EUR                                     FFO 2031, Mio.                3.784   EUR
                 Anzahl Aktien (diluted), Mio.                        749              749                                         FFO-Multiple 2031                25
                 Kurs pro Aktie                                      52,0             54,9 EUR                                     Ausschüttungsquote             50%
                 Unterbewertung                                                        6%                                          Marktkap. heute, Mio.        38.932   EUR
                                                                                                                                   Dividenden bis 2031, Mio.    16.864   EUR
                                                                                                                                   Marktkap. 2031, Mio.         94.612   EUR
                 Diskontierungsfaktor (WACC)                         10%                                                           Marktkap. + Div. 2031       111.475   EUR
                                                                                                                                   Gesamtrendite                  11%

                                                         Renditeerwartung Unterbewertung
Renditetabelle                                                        4%             707%
                                                                      6%             161%
                                                                      8%               52%
                                                                     10%                6%
                                                                     12%              -20%
                                                                     14%              -36%
                                                                     16%              -46%
                                                                     18%              -54%
                                                                     20%              -60%
4. Fazit: Solides, „langweiliges“
Geschäftsmodell

Ich halte die Vonovia-Aktie für kaufenswert

Ein Dach über dem Kopf ist neben Essen und Trinken eine der wichtigsten Sachen in unserem
Leben. Millionen von Menschen haben keine eigene Wohnung und sind deshalb auf das An-
gebot eines Vermieters wie der Vonovia aus Bochum angewiesen. Vonovia ist mit über 400.000
Wohnungen Deutschlands größter Vermieter und bald Europas größter Vermieter. Vonovias
Geschäftsmodell ist bereits sehr interessant, denn die Größe bietet erhebliche Vorteile: Man
kann eigene Immobilien zu besseren Konditionen bauen, hat eigenes Personal für die Haus-
verwaltung oder auch eigene Handwerker. Vonovia nutzt all diese Hebel und ist hierdurch pro-
fitabler als die meisten anderen Vermieter. Gleichzeitig sind Wohnimmobilien nicht zyklisch.
Selbst in Wirtschaftskrisen bezahlen wir alle fleißig unsere Miete, denn keiner will obdach-
los sein. Die spannende Änderung in Vonovias Unternehmensgeschichte ist die Fusion dieses
Jahr mit Deutsche Wohnen. Für 19 Mrd. Euro kauft Vonovia die Nummer 2 für Immobilien in
Deutschland und erzeugt damit gewaltige Synergien von 105 Mio. Euro pro Jahr. Im Gegenzug
hilft man der Stadt Berlin dabei, die Mietpreise zu senken. Eine geniale Win-Win-Situation, die
sehr lukrativ ist.

Im mathematischen Modell zeigt sich: Die zu erwartende Rendite liegt bei 10,5 % pro Jahr bei
moderaten Risiken. Ideale Bedingungen also, um sich als langfristiger Aktionär zu beteiligen.
Wir sind deshalb von der Vonovia-Aktie überzeugt und schätzen sie als kaufenswert beim aktu-
ellen Kurs von 52 Euro ein.

Aufrichtige Grüße,
Michael C. Jakob

                                                                                             13
Michael C. Jakob Partner bei AlleAktien

                                                                                                                                               Michael C. Jakob ist Gründer und Geschäftsführer von AlleAktien.
                                                                                                                                               Michael analysiert vorrangig globale Software- und Finanzunter-
                                                                                                                                               nehmen mit einer Vorliebe für US- und China-Aktien. Er verfolgt
                                                                                                                                               die AlleAktien Cluster-Nummer-1-Strategie: Nur die besten Ak-
                                                                                                                                               tien jeder Branche kommen in das Portefeuille.

                                                                                                                                               Michael studierte BSc. Informatik am KIT Karlsruhe und MSc.
                                                                                                                                               Management, Technolo�y and Economics an der ETH Zürich in
                                                                                                                                               der Schweiz und am Massachusetts Institute of Technolo�y in
                                                                                                                                               Boston. Vor AlleAktien war er beim Vermögensverwalter UBS
                                                                                                                                               und der globalen Managementberatung McKinsey&Company.

                                                               AlleAktien
                                                               unabhängige Aktienanalysen in Bestqualität

                                                               Wir helfen Privatanlegern und institutionellen Investoren, die besten Investmententschei-
                                                               dungen für ihr Portfolio zu treffen. AlleAktien ist der unabhängige und wissenschaftlich-
                                                               orientierte Aktien-Researchanbieter in Deutschland. Das starke Fundament darunter bildet das
                                                               tief verankerte Wertesystem hinter AlleAktien: Ehrlichkeit, Integrität und Unabhängigkeit sind
                                                               bei der Aktienanalyse und Beratung entscheidend.

                          500k                                                                                                                500+                                                                                                                            #1
                                       Ehreninvestoren                                                                                        tiefgründige Analysen                                                              unabhängiger Qualitätsführer
                       sind langfristige Privatanleger                                                                                             und Studien                                                                       für Aktienanalysen
                                                                                                                                                                                                                                                           laut Privatanlegern

                                                                                                                                                                                                                                                                          oft
                                                                                                                                                                                                                                                                      logie

                                                                                                                                                                                                                                                                 Micros alyse
                                                                                                                                                                                                                                                                Techno

                                                                                                                                                                                                                                                                   k t ienan                        fikation
                                                                                                                                                                                                                                                                                                             beim
                                                                                                                                                                                                                                                                 A          eme un
                                                                                                                                                                                                                                                                                   d breite
                                                                                                                                                                                                                                                                                            Diversi
                                                                                                                                                                                                                                                                                            t
                                                                                                                                                                                                                                                                                   st         Wel
                                                                                                                                                                                                                                                                            e Ökosy    en der
                                                                                                                                                                                                                                                                    Mächtig -Unternehm
                                                                                                                                                                                                                                                                           n IT
Versorger                               Nichtzyklischer Konsum                   Technologie                      Zyklischer Konsum                     Informationstechnologie                Zyklischer Konsum                                                    größte
Encavis                                   Chocoladefabriken Okta                                       Volkswagen                                 S&P Global                                Sea Limited                                                                                   Jakob
Aktienanalyse                             Lindt & Sprüngli  Aktienanalyse                              Update                                     Aktienanalyse                             Aktienanalyse                                                                von Mi
                                                                                                                                                                                                                                                                               chael C.

                                          Aktienanalyse
Hochprofitables Pure Play für Erneuerbare Energien mit      Identität als Primary Cloud und Microsoft-Disruptor
                                                                                                       Gewinner der E-Mobilität mit Strategieverschärfung,
                                                                                                                                                  Der weltweit führende Verkäufer von Vertrauen
                                                                                                                                                                                            Südostasiens
                                                                                                                                                                                                mit      größter Multibagger im Payment,
unkonventioneller Wachstumsstrategie                                                                              um den Wandel zu meistern             beeindruckenden Gewinnmargen           Gaming und eCommerce
                                        Schweizer Qualität und ein Burggraben aus Schokolade
von Benjamin Franzil                    von Michael C. Jakob                     von Michael C. Jakob             von Benjamin Franzil                  von Benjamin Franzil                   von Michael C. Jakob

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           ril   2021
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    30. Ap

                                                     21. Juli 2021                             11. Juni 2021                  17. Juni 2021                      23. August 2021                    24. September 2021                     10. September 2021
Tiefgehende Aktienanalysen

                                                                        Store Capital Aktienanalyse

                                                                        Überrendite durch Fokus auf Mittelstand —
 Immobilien

 Store Capital
 Aktienanalyse

                                                                        gemeinsam mit Warren Buffett
 Überrendite durch Fokus auf Mittelstand —
 gemeinsam mit Warren Buffett

 von Michael C. Jakob

                                                 20. November 2020

                                                                        Realty Income Update

                                                                        Ist die monatliche Dividende von 4,7% sicher?
 Immobilien

 Realty Income
 Update

                                                                        Kaufen?
 Ist die monatliche Dividende von 4,7% sicher? Kaufen?

 von Jonathan Neuscheler

                                                       8. Juni 2020

                                                                        Airbnb Aktienanalyse

                                                                        Software is eating tourism — die digitale
 Kommunikation

 Airbnb
 Aktienanalyse

                                                                        Disruption der Immobilienbranche
 Software is eating tourism —
 die digitale Disruption der Immobilienbranche

 von Michael C. Jakob

                                                         2. Juli 2021

                                                                        Encavis Aktienanalyse

                                                                        Hochprofitables Pure Play für Erneuerbare
 Versorger

 Encavis
 Aktienanalyse

                                                                        Energien mit unkonventioneller
 Hochprofitables Pure Play für Erneuerbare Energien mit
 unkonventioneller Wachstumsstrategie

 von Benjamin Franzil

                                                                        Wachstumsstrategie

                                                        21. Juli 2021
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