AUFBRECHEN GEMEINDEBRIEF - EMK ZIONSGEMEINDE NÜRNBERG
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Bezirk Nürnberg
Einladend - missionarisch - gesellschaftsbezogen Zionskirche
Gemeindebrief April – Mai 2021
AufbrechenLiebe Leserinnen und Leser Nicht auf alle Fragen haben sie eine
des Gemeindebriefes! Antwort bekommen, aber die Richtung
ist klar. Weitersagen von dem, was sie in
Aufbrechen den letzten Jahren mit Jesus erlebt ha-
ben. Seine Liebe in die Welt tragen. Le-
„Wo kämen wir hin, wenn wir losgehen ben außerhalb der Komfortzone, aber
würden, um zu sehen, wo wir hinkom- Leben mit ganz viel Sinn.
men, wenn wir losgehen?“
So brechen sie auf. Zum zweiten Mal in
Sie sitzen zusammen, ratlos, unschlüs-
ein neues Leben. Sie gehen in dem Wis-
sig, ängstlich... Was ist der nächste
sen, dass Jesus mit ihnen ist. Sie leben
Schritt? Das was bisher war, geht nicht
die Vision, die Jesus sie gelehrt hat: dass
mehr. Ihr Freund und Meister lebt nicht
Gottes Reich anbricht; dass Menschen,
mehr. Was sollen sie tun?
die auf Gott vertrauen neue Kraft bekom-
Einige stehen auf. „Wir gehen nach
men; dass in der Gemeinde Gottes Unter-
Hause! Das ist zwar auch nicht prickelnd,
schiede keine Rolle spielen, weil alle
aber besser als hier rumzusitzen und die
Gottes geliebte Söhne und Töchter sind;
Zeit verstreichen zu lassen.“ Zurück in
dass Wunder geschehen, wenn Gott im
den alten Beruf, zurück in die gewohn-
Spiel ist; dass Silber und Gold nicht das
ten Muster. Es fühlt sich nicht richtig an,
Wichtigste im Leben ist.
aber es scheint keine Alternative zu ge-
ben. So brechen sie immer wieder auf zu
neuen Ufern und die Botschaft der be-
Aufbrechen, um zurückzugehen.
dingungslosen Liebe Gottes zieht
Sie sitzen in ihren Booten seine Kreise von Jerusalem über
als ein Geruch von frisch Ephesus und Korinth nach Rom
gebratenem Fisch an ihre und weiter auf alle Kontinente
Nasen strömt. der Erde. Sie brechen auf so wie
Am Ufer steht einer und sie es von Jesus gehört haben:
wartet auf sie. Er hat »Gott hat mir alle Macht gege-
Frühstück bereitet und er ben, im Himmel und auf der Erde.
scheint so vertraut. Sie reden Geht nun hin zu allen Völkern und ladet
viel und in ihnen wacht die Hoffnung die Menschen ein, meine Jünger und
auf, dass das Leben mit Jesus noch nicht Jüngerinnen zu werden.
zu Ende ist. Er schickt sie los und ermu- Tauft sie im Namen des
tigt sie auf ihn zu vertrauen. Menschen- Vaters, des Sohnes und
fischer – mit der besten Botschaft der des Heiligen Geistes!
Welt in der Tasche! Jesus Und lehrt sie, alles zu
lebt! Noch wissen sie tun, was ich euch ge-
nicht, wie das neue Le- boten habe!
ben aussehen wird. Seid gewiss:
2Ich bin immer bei Lasst uns aufbrechen, aufstehen und
euch, jeden Tag, bis zum Ende losgehen, Schritte wagen und die beste
der Welt.« (Matthäus 28, 18-20) Botschaft der Welt in diese Welt bringen.
Nur Mut! Jesus bricht mit uns auf!
Bis heute brechen Menschen auf, bre-
chen Gemeinden auf, um Menschen zu
Herzliche Grüße
Jüngerinnen und Jünger Jesu zu ma-
chen, damit die Welt verändert wird. Ihre / Eure
Pastorin
Birgitta
„Wo kämen wir hin, Hetzner
wenn wir losgehen würden,
um zu sehen, wo wir hinkommen,
wenn wir losgehen?“
3Hoffnung
aufbrechen – aufbrechen -
Mut fassen um der unerwartete
Einsamkeit zu Begegnungen um der
entfliehen Sehnsucht zu folgen
aufbrechen – aufbrechen –
Fesseln der Angst jeden Tag verändern
sprengen um der um Neues zu wagen
Dunkelheit zu aufbrechen –
entrinnen zum ersten Schritt
aufbrechen – um neuen Weg zu
erstarrte entdecken
Gewohnheiten um aufbrechen –
lähmende auf den Weg machen
Vorstellungen und verändert
abzustreifen anzukommen
aufbrechen –
sorgenvolle Gedanken Text und Bild:
vertreiben und Helga Böhnke
Lebensfreude erlangen
Aufbrechen
Haben Sie dunklen Ei-Zu-
schon einmal hause heraus-
– live oder im arbeitet. Ein
Film – einem hässliches zu-
Küken zuge- sammenge-
sehen, wie es pferchtes Et-
aus seinem Ei was, das sich
schlüpft? Wie bis zur Er-
es mühsam schöpfung von
von innen her Schalenresten
mit dem
befreit, sich
Schnabel ein
langsam
Loch in die
Schale klopft dehnt und
und sich dann streckt und sich schließlich zu seiner
Stück für Stück aus seinem engen und wahren Gestalt entfaltet.
4Aufbrechen Menschen zweiter Klasse behandelt,
hatten keine Entwicklungsperspektive.
Es steckt etwas Mühsames in den
Aufbrüchen des Lebens. Auch im Früh- Gott sagte zu seinem Volk: Ich will euch
jahr, in der Jahreszeit des Aufbrechens herausführen aus der Gefangenschaft.
ist Aufbruch nur scheinbar Leichtigkeit. Ich will euch in ein Land führen, in dem
Milch und Honig fließen. Ein Land, in
dem euch alle Möglichkeiten, euch zu
entfalten, offenstehen.
Das Volk Israel konnte Ägypten nicht so
ohne weiteres verlassen. Die harte
Schale der Gefangenschaft musste erst
mühsam aufgebrochen werden. 10 harte
Schläge in die ägyptische Schale muss-
ten erfolgen, um sie zu zerstören. Dazwi-
schen Geduld, Warten und Rückschläge.
Was überschneit war und in winterlicher
Ruhe und Kargheit in der Abgeschlos- Dann der Aufbruch ins Ungewisse – neue
senheit eines Samenkorns gewartet hat, Gefahren und Risiken zeigten sich, und
durchbricht die harte Schale und drängt die Israeliten schauten zurück in die Ver-
mit ungeahnter Energie und Kraft nach gangenheit. Plötzlich waren all die
draußen. Muss sich den Weg erkämpfen Nachteile vergessen, nur daran, dass sie
und die starre, einengende Hülle ab- versorgt waren und dass sich nichts Un-
streifen. Wächst, entfaltet sich, wird zu vorhersehbares, das ihnen Angst
kunstvoller Blüte. machte, ereignete, nur daran erinnerten
sie sich, und die Zeit in Ägypten färbte
Auch in der sich rosarot. Sie sehnten sich nach die-
Bibel gibt es sem einfachen und begrenzten, aber si-
viele Bei- cheren Leben zurück.
spiele von
Aufbrechen
und Aufbrü-
chen.
Eines der be-
kanntesten
Beispiele ist
der Aufbruch
der Israeliten aus Ägypten.
Jahrzehnte wurden die Israeliten in
Ägypten unterdrückt. Sie wurden als
5Wie oft ergeht es Wenn sich unser Leben entfalten soll,
uns ähnlich. Wir sind gefang- müssen wir anfangen, die Schalen zu
en in Routinen und Terminen, fühlen zerbrechen. Wir müssen das Risiko ein-
uns eingeengt und beschnitten, sehnen gehen, in ein neues Land aufzubrechen,
uns danach, all das, was uns bedrückt auch wenn wir keine Ahnung haben, was
und beengt, abzustreifen. Wir wollen uns dort erwartet.
uns nicht unser Leben von außen diktie-
Wenn sich unser Leben entfalten soll,
ren lassen. Wir sehnen uns nach Freiheit,
muss Routine und Gewohnheit zerstört
haben Träume und Visionen, wollen uns
werden. Wir müssen es zulassen, dass
entfalten, wollen neue Wege gehen, un-
sich neue Blickwinkel und Sichtweisen
ser Leben nicht fremdbestimmen lassen,
vor uns auftun. Wir müssen Veränderun-
sondern selbst gestalten.
gen aktiv herbeiführen, es wird nichts
Aber wir scheuen davor zurück, diesen einfach so von selbst geschehen. Wir
Zwängen aktiv zu entfliehen. werden oft an die Grenzen unserer Kräfte
kommen. Aber irgendwann werden wir
Das, was wir haben, kennen wir, da füh-
neues Land sehen. Wir werden spüren,
len wir uns sicher, da können wir abse-
dass sich etwas weitet. Wir werden uns
hen, wie sich unser Leben entwickeln
mehr und mehr entfalten und erst im
wird. Es ist nicht optimal, aber bekannt.
Rückblick erkennen, wie sehr unser bis-
Wir sitzen quasi in einer vertrauten
heriges Leben uns eingeengt hat. Wir
Schale – beengt, aber abgesichert.
werden zu neuen Menschen erblühen
und irgendwann neue Frucht bringen.
Wir werden unseren geschützten Raum
verlassen haben und vielen Gefahren
und Bedrohungen ausgesetzt sein. Doch
wir werden erkennen, dass sich dieser
Aufbruch gelohnt hat.
6Auch Ostern ist die Die Zeit rinnt uns davon. Wir versäumen
Geschichte eines Aufbrechens. es, aufzubrechen. Wir sehnen uns nach
neuem Leben. Und haben doch Angst,
unser altes zu verlassen.
Der Mensch gewordene Gott ruft uns zu:
„Ich war tot und sieh, ich lebe – leben
sollst auch du!“
Auch wir dürfen es wagen, erstarrte Rou-
tinen aufzubrechen. Auch wir dürfen auf
unseren eingefahrenen Wegen darüber
reflektieren, was unserem Alltag an Le-
bendigkeit und Zukunft fehlt. Auch wir
dürfen es wagen, los zu gehen. Irgend-
wann werden wir wie die Emmausjünger
spüren, dass Gott uns begleitet. Und
wenn wir es dann zulassen, dass er uns
anspricht und uns nahekommt, werden
wir plötzlich das neue Leben sehen, wer-
den den Mut haben, die Schalen unseres
bisherigen Lebens aufzubrechen. Dann
Der Mensch gewordene Gott – ange- wird Ostern für uns geschehen und wir
werden uns zu dem Menschen entfalten,
schwärzt, verleugnet, verhöhnt, gekrönt
mit einer Dornenkrone, angespuckt, mit dessen Blüten und Früchten Gott
sein Reich schmückt.
bloßgestellt, verwundet, ans Kreuz ge-
schlagen, leidend, gestorben, zerbro- Lasst uns mit Jesus auferstehen und zu
chen, ins Grab gelegt. Gottes Reich aufbrechen!
Umgeben von engen Steinmauern er-
schien er uns tot.
Doch Gott bleibt nicht in der Sicherheit
und Begrenztheit des Todes. Er bricht
die steinerne Hülle auf, und hervor er-
strahlt ein Leuchten, das uns Leben
bringt.
Neues Leben, Leben, das sich erst jetzt
entfalten kann.
Eigentlich müsste ich … Eigentlich sollte
ich … Eigentlich würde ich gerne … Aber Angelika Hunger, Ei-Bilder von Silke Huscher
…
7Wir zitieren gibt nicht täglich etwas zu lesen. Der Im-
nachfolgend einen Artikel puls ist jeweils für die ganze Woche ge-
aus „unterwegs“ Nr. 2/2021 vom dacht.
17.01.2021:
Wo Menschen sich zusammentun, um
„#emkplastikfrei“ durchzuführen, bie-
40 Tage plastikfrei ten sich wöchentliche Treffen an, die
7 Wochen bewusster leben. Eine Fasten- dem Austausch und er gegenseitigen Er-
aktion für die EmK. mutigung dienen. Online-Meetings eig-
nen sich hier hervorragend. Gerade in
Mit viel Liebe und Herzblut hat der Aus- Corona-Zeiten ist der Umgang mit Plas-
schuss der Süddeutschen Jährlichen tik eine enorme Herausforderung. Wer
Konferenz für Gerechtigkeit, Frieden sich beispielsweise entschieden hat,
und Bewahrung der Schöpfung (AGSF) Restaurants zu unterstützen und das Es-
eine Broschüre für Gruppen, Gemeinden sen abzuholen, kämpft nach der Mahl-
oder interessierte Einzelpersonen er- zeit oft mit einem regelrechten Müll-
stellt. Neben kurzen persönlichen geist- berg.
lichen Impulsen will der Ausschuss über
das Thema „Plastik“ aufklären und Mög- „Es würde uns freuen“, so der AGFS,
lichkeiten aufzeigen, konkret etwas zu „wenn Sie sich von den Autoren (eine
ändern. Besonders persönliche Bei- bunte Mischung aus Frauen und Män-
spiele (durchaus auch bei Schwierigkei- nern im haupt- und ehrenamtlichen
ten) sollen dazu motivieren. Dienst) mit hineinnehmen lassen in de-
ren Gedanken und Erfahrungen und in
Diese Fastenaktion ist von besonderer aller Freiheit selbst entschieden, wie
Art: Der Unterschied zu den meisten an- Ihre persönliche Konsequenz dazu aus-
deren 40-Tage-Aktionen liegt darin, sieht“.
dass eine Woche lang „geübt“ wird. Es
Die Idee zu #emkplastikfrei entstand be-
reits 2018. Berichte und Bilder von plas-
tik-übersäten Stränden oder Vögeln und
Meerestieren, die durch Plastik elendig
verenden, hat die Mitglieder de AGFS
sehr betroffen gemacht, besonders der
Film „Plastic Planet“.
Es geht hier nicht um Mainstream, nicht
darum, als Evangelisch-methodistische
Kirche (EmK) auch noch auf einen Zug
mit aufzuspringen, sondern zu zeigen:
»Wir sind Teil dieser Gesellschaft. Als
Kirche machen wir uns Gedanken. Ge-
meinsam mit Anderen. Als EmK möchten
8wir unseren Neben ästhetischen Fragen geht es
wichtigen Beitrag leisten. hier um Kleidung und Umwelt, spezi-
Als Christen und Christinnen. Als ell um (Mikro)Plastik in Kleidung. Wie
Methodisten und Methodistinnen. Dabei können wir hier persönlich reagie-
wollen wir uns leiten lassen von Gottes ren?
Liebe. Das ist unsere Identität. Von Gott
kommen wir. Aus ihm leben wir.«
Zunächst hat der Ausschuss in der Fas-
tenzeit 2019 auf der Internetseite zur
Aktion #emkplastikfrei eingeladen. Auf
Distriktsversammlungen wurde immer
wieder geäußert, mehr daraus zu ma-
chen. So entstand diese wunderbare
Broschüre aus Veröffentlichungen auf
der Homepage. Manches wurde überar-
beitet oder neu aufgenommen.
Denise Courbain und der AGFS Süd / imh
Der Inhalt der
#emkplastikfrei-Broschüre:
· Woche 1 „Haustüre“ (Stefan Wei-
land): Hier geht es um unser persön-
liches Einkaufsverhalten und welche
ökologischen und globalen Zusam-
menhänge unser Plastikkonsum hat.
· Woche 2 „Badezimmer“ (Tobias Beiß- · Woche 6 „Küche und Einkauf“ (Denise
wenger): (Mikro-)Plastik im Bade- Courbain): Eine »Küchenandacht«.
zimmer. Rein und Unrein in der Bibel Praktische Beispiele aus dem Alltag
und was das mit uns zu tun hat. einer Familie und wie sie versucht,
· Woche 3 „Dachboden“ (Martina U- die Balance zu halten zwischen Ernst-
nold): Vermeidung von Plastik durch haftigkeit und Gelassenheit.
ein anderes Konsumverhalten. Krea- · Woche 7 Erfahrungsbericht (Nadja
tivität und Upcycling. Storz): Wie ich versuchte, Plastik zu
· Woche 4 „Esszimmer“ (Almuth Zipf fasten«.
und Daniel Obergfell): Was Lebens-
mittelverschwendung mit Plastik- Die Broschüre #emkplastikfrei kostet
konsum zu tun hat und was sich der 2.- Euro und ist erhältlich über bles-
Bezirk Esslingen dazu einfallen ließ. sings4you. Nach Deckung der Unkosten
· Woche 5 „Kleiderschrank“ (Achim fließt der gesamte Erlös in ein UNICEF-
Schubarth): So prächtig wie Salomo? Recycling-Projekt der Elfenbeinküste.
9Aufgebrochene Walnüsse Gleich vorab: es war ein voller Erfolg mit
großer Beteiligung und die Technik hat
gut funktioniert (Danke an den „Admi-
nistrator“ Jan Dommisse aus Erlangen).
Für uns Zionisten etwas ungewohnt,
aber sehr interessant, war die aktive Be-
teiligung der iranischen Gemeinde in
Fürth. Dies zeigte sich zum Beispiel an
den zweisprachigen Lesungen; hier se-
hen Sie den Psalm 103 in Farsi geschrie-
ben.
Aufgesammelt, getrocknet, geknackt –
und dann gepresst zu feinem Walnussöl.
Der Verkauf des Öls und der „Abfallpro-
dukte“ Walnussmehl und –satz brachte
nochmals knapp über 250 € Reinerlös für
unser Missionsprojekt. Dank an alle Käu-
fer!
Regionaler Die Predigt wurde in drei verschiedenen
Formen angeboten, die jede/r Teilneh-
Zoom-Gottesdienst mer/in selbst wählen konnte:
Ø Eine „klassische“ Predigt mit Pas-
tor Andreas Jahreiß
Ø Eine ebenfalls „normale“ Predigt,
aber auf Farsi mit Akbar Sadeg-
hnezhad
Ø Ein Godly Play mit unserer Pastorin
Birgitta Hetzner.
Am 14.02. trafen sich die Bezirke
Martha-Maria, Fürth-Erlangen, Nürn-
berg-Paulus mit Hersbruck und wir von
Nürnberg-Zion virtuell zu einem ge-
meinsamen Gottesdienst auf der Platt-
form Zoom.
10Hier Pastor mir als Nächster gerade über den Weg
Andreas Jahreiß vom Bezirk läuft.
Nürnberg Paulus bei der Predigt: Garniert war der Gottesdienst unter an-
derem mit berührender iranischer Musik.
Natürlich habe ich vom Text nichts ver-
standen, aber Melodie und Klangfarbe
sind international – ein schönes Bei-
spiel, wie wir gemeinsam trotz unserer
Verschiedenheit in großer Vielfalt Got-
tesdienst feiern können.
Ein gelungener Auftakt, der Lust auf
mehr solche gemeinsame Veranstaltun-
gen macht. Markus Hunger
Der Barmherzige Samariter:
Pastor Jahreiß machte deutlich, dass Leben mit Passion
der Begriff „barmherzig“ nicht gleichzu-
setzen ist mit „gut“, auch wenn in ande- Vieles sieht man gerade nicht – weil es in
ren Sprachen der Bibelabschnitt „der virtuellen Räumen geschieht und des-
gute Samariter“ heißt. Denn „gut“ ist halb für unsere Augen nur schwer wahr-
abhängig vom Maßstab: was war z.B. vor nehmbar ist. So ist es auch ein wenig mit
80 Jahren ein „guter Deutscher“? unserer „Leben mit Passion“-Aktion.
Barmherzig hat dagegen mit „Erbarmen“ 35 Personen bekamen jeden Morgen per
und mit „Herz“ zu tun. Gott zeigt sich mail bzw. am Ende der Woche per Aus-
uns Menschen barmherzig (s. Gleichnis druck und Post einen Impuls für die neue
vom verlorenen Sohn); so können auch Woche / den neuen Tag. Gemeinsam be-
wir barmherzig sein. dachten wir die Passionstexte aus dem
Lukasevangelium, ließen uns fragen, wo
Die Frage nach dem Nächsten, die am An- wir darin vorkommen, waren miteinan-
fang der Bibelstelle steht, dreht Jesus der auf der Suche nach
um. Nicht die Frage „Wer ist mein Nächs- „Leben mit Passion“.
ter?“ ist wichtig, sondern „Wie soll ich
handeln?“ - Dann ist es völlig egal, wer Leben mit Passion – Leben
mit der Passionsge-
schichte Jesu und Leben
mit Leidenschaft. Unter
diesem Motto standen die
Impulse, die Pastor Markus Bauder (Bild)
verfasst hatte. Wertvolle kurze und kna-
ckige Gedanken gaben uns für die Tage
der Passionszeit eine Menge zum Nach-
denken und Reflektieren.
11Ein Beispiel gefällig? Weltgebetstag aus Vanuatu -
Lesen sie dazu Lukas 22, 47 -54a. Worauf bauen wir?
„Manchmal gewinnt das Böse. Man kann
daran nichts machen oder ändern. Das
ist so in dieser Welt. Gefangen in der ei-
genen Idee und dem gefassten Plan ist
es sehr schwer, inne zu halten oder gar
umzukehren. Es ist im wahrsten Sinn des
Wortes ein ‚Teufelskreis‘, aus dem man
nicht oder nur sehr schwer wieder her-
auskommt. Man hat sich mit den fal- Ein absolutes Novum in der Geschichte
schen Leuten eingelassen, sich auf die des Weltgebetstages – die ganze Welt
falsche Seite geschlagen. Man hat bei ei- betet online nach der Liturgie, die
nem Plan zugestimmt, der nun seinen fa- Frauen aus Vanuatu gestaltet haben.
talen Lauf nimmt. Oder man hat gar Dabei sein konnte man am 5. März 2021
nicht zugestimmt, aber keine Chance zum Beispiel beim ökumenischen On-
mehr, sich davon zu distanzieren. line- und TV-Gottesdienst aus der St.
Mitgefangen – mitgehangen. Martini-Kirche in Münster.
Ob alle, die da jetzt im Garten stehen Der Text, unter dessen Motto der dies-
und Jesus gefangen nehmen, dies tat- jährige Weltgebetstag stand, steht im
sächlich wollen? Und sicher ist jeder Matthäusevangelium, Kapitel 7,24 - 27.
froh, dass er einen anderen vorschieben Verschiedene Frau ließen uns in dem On-
kann. Oder man sagt sich, so ist es nun line-Gottesdienst an ihren Visionen teil-
halt. Ich als Einzelner (in der Firma, der haben – hier eine kleine Auswahl:
Clique, der Familie, der Klasse) kann ja
doch nichts ändern. Ich baue darauf, dass viele
Menschen den Schrei der
Gebet: Herr, er- Erde hören und handeln.
barme dich über
alle, die in ei- Ich baue darauf, dass wir gemeinsam
nem solchen eine Kirche gestalten können, in der sich
Teufelskreis der wirklich alle willkommen fühlen. Eine
Finsternis stecken und hilf‘ ihnen her- Kirche, in der wir uns selbstkritisch mit
aus.“ unseren lang geprägten Vorurteilen und
Privilegien, unseren Gottesbildern und
Und falls Sie dieses Mal nicht dabei wa- unserer Sprache auseinandersetzen
ren: Es kommen sicher ähnliche Aktio- können. Eine Kirche, in der wir all dies in
nen – dann einfach anmelden! Gemeinschaft und Barmherzigkeit ge-
Birgitta Hetzner und Angelika Hunger meinsam tun und erlernen können. In
der wir Wege finden, Rassismus und Dis-
kriminierung abzubauen. Eine Kirche, in
12der wir ermutigt Mut gibst und die Kraft, Unrecht zu se-
mehr Diversität zulassen hen, darauf hinzuweisen und für Gerech-
können. Das wäre großartig, und tigkeit einzustehen. Und, Gott, ich baue
ich hoffe auf viele Hände, kluge Köpfe, darauf, dass du Leid siehst, dass du das
große Herzen und ‚ne Menge Menschen, Leid
die daran kennst,
mitbauen dass du
möchten. So mitfühlst
können wir mit uns.
gemeinsam Dass du
eine Gemeinschaft gestalten, wie Gott immer an
sie sich gedacht hat. Eine Kirche, die der Seite der Unterdrückten stehst. Gott,
langfristig und nachhaltig diese Welt ich baue auf dich!
verändern wird.
Neugierig geworden? Den Online-Got-
Ich baue darauf, dass Gott Wort hält. Ich tesdienst versäumt? Alles kein Problem –
baue darauf, dass seine Kirche auf den Sie finden ihn (und weitere Informatio-
Felsen von Jesu Wort und Beispiel ge- nen) zum Nachhören und Nachbeten un-
gründet ist. Manchmal in den letzten ter https://weltgebetstag.de/
Jahren habe ich den Eindruck, diese Kir-
che ist nur Männer-gemacht und im
Grunde meistens unglaubwürdig. Aber
wenn ich an die echte Kirche denke, an
die Kirche Gottes, dann ist es eine Kir-
che, in der alle Platz haben, Männer und
Frauen, Alte und Junge, die, die Frauen
lieben oder Männer, Langsame und
Schnelle, Sympa-
thische und
Unbequeme.
Das ist die Kir-
Gut dass es solche technischen Möglich-
che Gottes. keiten gibt. Gut, dass der Weltgebetstag
Und an dieser
nicht ausfallen musste. Und gut, dass
solidarischen Kirche möchte ich mitar-
wir 2022 hoffentlich wieder vor Ort mit-
beiten.
einander beten können. Denn Vieles
Gott, ich baue auf dich. ich baue darauf, kann die Technik nicht ersetzen – zum
dass du uns liebst. Dass du uns so liebst, Beispiel die kulinarischen Köstlichkeiten
wie wir sind. Wie wir geschaffen worden aus den Ländern der Vorbereitenden J.
sind. Und ich baue darauf, Gott, dass du Angelika Hunger
uns durch deine Liebe immer wieder den
13Gemeindefreizeit fällt aus Beschränkung von
Veranstaltungen
Als wir die Texte für den Gemeindebrief
schreiben, ist uns schon länger eigent- Der Lockdown hält zum Zeitpunkt unse-
lich klar, dass eine Gemeindefreizeit wie res Redaktionsschlusses noch an. Noch
gewohnt nicht stattfinden kann. Des- hoffen wir, dass wir vielleicht ab Ostern
halb haben wir auch das Haus schon kurz wieder aufbrechen dürfen in gemeinsa-
nach dem Erscheinen des letzten Ge- mes Feiern in Zion.
meindebriefes kostenfrei storniert. Aber Bitte informieren Sie sich auf der Home-
wir wollen nicht einfach nix machen. Es page der Zionsgemeinde über die aktu-
gibt erste Überlegungen für einen Ge- ellen Veranstaltungen.
meindetag online – mit einem themati-
schen Input am Morgen, Kaffeegruppen
am Nachmittag und einem Spiel-Unter-
haltungsabend am Abend per Zoom.
Gerne darf man auch nur an einem Teil Trotz Lockdown können Sie weiterhin im
des Tages teilnehmen. Sollten die Zah- FairKauf einkaufen. Wer keinen Schlüs-
len so sein, dass auch ein Teil vor Ort in sel hat, möge sich bitte dazu bei Pastorin
der Kirche stattfinden kann, werden wir Birgitta Hetzner melden.
das sicher auch so einplanen. Es gibt übrigens auch ganz neue Pro-
Nähere Informationen kommen mit den dukte zu entdecken: z.B. zwei neue
wöchentlichen Mitteilungen. Schokoladen der Gepa, die es nur für be-
Birgitta Hetzner
grenzte Zeit geben wird: Mokka-Sahne
und Lemon-Crisp (in Kürze auch noch
Wanderung an Himmelfahrt Joghurt Erdbeer). Gut zum Espresso pas-
Und auch hier gilt: Zum jetzigen Zeit- sen die neuen kleinen Schokoriegel von
punkt kann man nichts Konkretes sagen El Puente, die mit 11 bzw. 13gr. genau
außer: Wenn es erlaubt ist, wird es eine die richtige Größe als Beigabe zum Es-
Himmelfahrtswanderung geben. presso haben.
Die Wanderung wird vom Gemeindebe- Frauengruppe
zirk Nürnberg-Paulus vorbereitet. Aus
dem Gemeindebezirk Ansbach gibt es In- Wegen Corona zurzeit keine Termine.
teresse, an dieser Wanderung auch da- Nähere Informationen erhalten Sie bei:
bei zu sein. Konkrete Informationen Sabine Seidel, Telefon: 0911/508762,
werden über die wöchentlichen Mittei- sab-seidel@t-online.de
lungen weitergegeben.
14zenden des Haus- und Finanzausschus-
Seniorentreff ses, Bernd-Dieter Fischer, weiter zu mel-
Wegen Corona zurzeit keine Termine. den. Vielen Dank!
Der Seniorentreff findet donnerstags
vierzehntägig statt, im Wechsel mit der Sonderausgabe
Paulusgemeinde jeweils um 14.30 Uhr. des Gemeindebriefes
Themen und Termine sehen Sie im Ter-
minkalender. Die Kirche und das liebe Geld: was ma-
Für Informationen: chen wir in Zion eigentlich mit ihren
Michael Bezold, Tel. 0911/356476 Spenden? Wie steht die Gemeinde finan-
ziell da? Diese und ähnliche Fragen wol-
Bastelkreis len wir Ihnen beantworten! Dazu wird es
eine Sonderausgabe des Gemeindebrie-
Wegen Corona zurzeit keine Termine. fes geben, die voraussichtlich Anfang
Der Bastelkreis trifft sich nach Abspra- Mai erscheinen wird.
che. Kontakt: bastelkreis@zionsge-
mein.de; Tel: 0911-550172 Wichtig! Wichtig!
Radio AREF Bitte Änderungen von Adresse, Tele-
Reinhören, mitsingen, entspannen, In- fon, Fax, eMail gleich melden, damit
ternet surfen, beten, mitmachen ….! wir unser Anschriftenverzeichnis aktu-
alisieren und Postrücklauf vermeiden
Radio AREF sendet an Sonn- und Feierta- können. Danke!
gen von 10-12
Uhr im Groß-
raum Nürnberg
Wie Sie Zion mit einem Klick
auf UKW 92.9 helfen können:
und im
Internet unter Beziehen Sie diesen Ge-
www.aref.de meindebrief per Post,
aber Sie haben auch einen
Internet-Zugang und ein Mail-Postfach?
Eine Bitte an alle Nutzer und Be- Dann wäre es für uns eine große Hilfe
sucher unseres Gemeindezentrums (Zeit- und Kostenersparnis), wenn Sie
auf den Empfang per Mail umstellen
Im WC tropft ein Wasserhahn? Eine Glüh-
könnten. Bitte einfach einen kurzen Zu-
birne ist ausgefallen? Sie haben etwas
ruf (oder eine Email J) an Pastorin Bir-
gesehen, was repariert werden muss?
gitta Hetzner senden! Vielen Dank!
Dann bitten wir Sie herzlich, solche In-
formationen immer gleich an den Vorsit-
1516
Umzüge Geburtstage
Christoph und Co-
rina Seemüller sind Mitte Fürchtet euch nicht! Ihr sucht
Februar in ihr frisch Jesus, den Gekreuzigten. Er ist
umgebautes Haus im nicht hier, denn er ist auferstan-
Nürnberger Stadtteil St.
Johannis umgezogen.
den, wie er gesagt hat. (Mt. 28, 5 + 6)
Und auch Patrick und Marion Jones ha-
ben ein neues Zuhause gefunden. Sie
wohnen nun in Nürnberg-Neunhof.
Wir wünschen Euch Segen für das Leben
im neuen Heim. Glück und Freude,
schöne Stunden mit Freunden und
Freundinnen, Geborgenheit und Wärme
- Heimat!
Lasst es Euch gut gehen und lebt Euch
gut ein.
Das Steingrab ist aufgebrochen. Was tot
war, ist lebendig. Gott will auch uns
nicht im Tod lassen! Dass diese Hoffnung
lebendig bleibt auch in allem Älterwer-
den, das wünschen wir allen Geburts-
tagskindern.
Wir gratulieren allen ganz herzlich und
grüßen namentlich alle über 70jähri-
gen:
Mai 2021
April 2021
17Liebe Kinder!
Habt ihr auch schon einmal solche
Vogelschwärme gesehen??
Es sind Zugvögel, die im Sommer
aufbrechen und in wärmere Länder
fliegen. Aber im Frühjahr kehren sie
wieder zurück.
Es gibt eine ganze Reihe von Zugvögeln– kennt ihr zum Beispiel diese?:
Wenn euch das Thema
mehr interessiert, könnt
ihr mit euren Eltern oder
Großeltern einmal auf
diese Internetseiten
schauen:
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/birdwatch/zug-
vogelarten.html
https://www.lbv.de/ratgeber/tipps-voegel-bestimmen/die-wichtigsten-zugvoegel/
https://www.youtube.com/watch?v=nbfDz4Nh5bg
Viel Freude beim Stöbern und Beobachten wünscht euch Angelika Hunger
1819
Regelmäßige Veranstaltungen: (fallen zurzeit aufgrund der Coronaregelungen aus!)
Sonntag 9:30 Uhr Gebet vor dem Gottesdienst
10:00 Uhr Gottesdienst und Kleinkinderbetreuung,
Sonntagsschule
Dienstag 14:00 Uhr Bastelkreis (nach Absprache)
19:30 Uhr Frauengruppe (monatlich)
Mittwoch 19:30 Uhr Bibelgesprächsabend
Donnerstag 14:30 Uhr Seniorentreff (14-tägig)
Impressum: Redaktion: Pastorin Birgitta Hetzner, Angelika und Markus Hunger
Layout: Gerhard Marsing
==================================================================================================================================================================
Evangelisch-methodistische Kirche, Bezirk Nürnberg-Zionskirche, Hohfederstr. 33, 90489 Nürnberg
Pastorin Birgitta Hetzner E-Mail: birgitta.hetzner@emk.de
Tel. 0911/550172, Fax 0911/5815860
Homepages der Zionsgemeinde: http://www.emk.de
http://www.zionsgemein.de
Die Konten des Bezirks:
Sparkasse Nürnberg IBAN: DE 27 7605 0101 0001 1707 26
Evangelische Bank IBAN: DE 22 5206 0410 0005 3769 98
Evangelisch-meth. Kirche, Hohfederstr. 33, 90489 Nürnberg
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