BEETHOVEN PIANO CONCERTOS 1 & 2 - OLIVIER CAVÉ KAMMERAKADEMIE POTSDAM PATRICK HAHN - CHANDOS RECORDS
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Ludwig van beethoven (1770-1827) piano concerto in c major no.1, op.15 1 I. Allegro con brio 14’14 2 II. Largo 10’34 3 III. Rondo. Allegro 8’47 piano concerto in b flat major no.2, op.19 4 I. Allegro con brio 14’18 5 II. Adagio 8’25 6 III. Rondo. Molto allegro 6’16 TOTAL TIME: 62’42
olivier cavé piano kammerakademie potsdam patrick hahn conductor Yuki Kasai (concertmaster), Julita Forck, Renate Loock, Christiane Plath, Jonathan Masaki Schwarz, Lisa Werhahn, Judith Wolf Violin i Maia Cabeza (principal), Amane Horie, Mayu Konoe, Thomas Kretschmer, Klara Mille, Laura Rajanen, Meike-Lu Schneider Violin ii Christoph Starke (principal), Ralph Günthner, Kristina Labitzke, Laura Moehr Viola Jan-Peter Kuschel (principal), Christoph Hampe, Timothy Hopkins, Alma-Sophie Starke cello Tobias Lampelzammer (principal), Johannes Ragg double bass Bettina Lange flute Jan Böttcher, Sabine Kaselow oboe Markus Krusche, Anika Buchmiller clarinet Christoph Knitt, Florian Bensch bassoon Elliot Seidman, Perez Izquierdo Guillermo horn Nathan Plante, David Rodeschini trumpet Reinhard Toriser timpani › MENU
deutsch das vorbild überflügelt von clemens matuschek Auch Titanen brauchen Vorbilder. Er werde „gewiss ein zweiter Wolfgang Amadeus Mozart, wenn er so fortschritte, wie er angefangen“ lobte den zwölfjährigen Ludwig van Beethoven sein Lehrer Christian Gottlob Neefe. Immerhin spiele er schon „sehr fertig und mit Kraft Klavier“. Und als die Bonner Nachwuchshoffnung zehn Jahre später, 1792, zum Studium nach Wien zog, gab ihm sein Förderer Graf Waldstein als Ansporn mit auf den Weg: „Durch ununterbrochenen Fleiß erhalten Sie: Mozarts Geist aus Haydns Händen.“ Das Idol war zwar inzwischen verstorben, und Beethoven musste als Mentor mit dem etwas weniger glamourösen Kollegen Haydn Vorlieb nehmen. Doch Mozarts Vermächtnis dominierte noch immer das Wiener Musikleben. Insbesondere galt das für die Gattung Klavierkonzert. Mozart hatte es geschafft, aus den Überbleibseln des barocken Concertos, dem kapriziösen Stil der Bach-Söhne, der klassischen Sonate und den klanglichen Errungenschaften des modernen Sinfonieorchesters eine neue, unwiderstehliche Konzertform zu kreieren. Beethoven war sich sicher: „Wir werden niemals imstande sein, etwas Ähnliches zu machen!“ Andererseits blieb ihm kaum eine andere Wahl: Infolge der napoleonischen Besetzung des Rheinlands erhielt er bald keine finanzielle Unterstützung mehr aus der Heimat und musste auf eigenen Füßen stehen. So machte er innerhalb kürzester Zeit als Pianist Furore. „Beethoven wird allgemein wegen seiner besonderen Geschwindigkeit und wegen der außerordentlichen Schwierigkeiten bewundert, die er mit großer Leichtigkeit exponiert“, heißt es etwa in Schönfelds Jahrbuch der Tonkunst aus dem Jahre 1796. Stolz konstatiert er: „Für mich gibt es kein größeres Vergnügen, als meine Kunst zu treiben und zu zeigen.“ Was seine Kunst vor allen anderen Pianisten auszeichnete, darüber bestanden für Beethoven keine Zweifel. Jedenfalls andere Qualitäten als die der „heutigen Klavierspieler, die nur mit eingeübten Passagen die Klaviatur auf- und abrennen, putsch-putsch-putsch! Was heißt das? Nichts! Wenn wahre Klaviervirtuosen spielen, so ist es etwas Zusammenhängendes, etwas Ganzes; man kann es geschrieben gleich als ein gut durchgeführtes Werk betrachten.“ Beethoven suchte stets die Balance
deutsch zwischen Inhalt und Form, Virtuosität und Tiefsinn. Und er war berühmt dafür, aus dem Stand quasi druckreif improvisieren zu können. Die Allgemeine Musikalische Zeitung formulierte es 1798 so: „Es ist wirklich ganz außerordentlich, mit welcher Leichtigkeit und zugleich Festigkeit der Ideenfolge er auf der Stelle jedes ihm gegebene Thema nicht etwa in den Figuren variiert – womit mancher Virtuose Glück und Wind macht –, sondern wirklich ausführt.“ Dieser profunde Ansatz spiegelt sich auch in seinen Klavierkonzerten wider, der damals wie heute prestigeträchtigsten Form pianistischer und kompositorischer Selbstinszenierung. Wie Olivier Cavé bestätigt, sind sie weniger als Virtuosenfutter konzipiert, sondern „stellen die Musik über die pianistische Schreibweise“. Zur Verfügung standen Beethoven vorerst die beiden Konzerte, die auf dieser CD gebündelt sind. Beide folgen dem von Mozart perfektionierten dreisätzigen Modell mit einem sinfonischen Kopfsatz, in dem zunächst das Orchester allein die Themen vorstellt, einem lyrischen Mittelsatz und einem spritzigen Finale in Rondoform. Die offizielle Nummerierung ist irreführend: Das C-Dur-Konzert Nr. 1 entstand ab 1795 in Wien; die Wurzeln des B-Dur-Konzerts Nr. 2 reichen bis in die Bonner Jahre zurück. Aus Marketing-Gründen ließ Beethoven das neuere Werk aber zuerst drucken. Ohnehin spielte er sie in den 1790er Jahren parallel und überarbeitete sie in diesem Zuge mehrfach. Beide bestechen nach Einschätzung von Olivier Cavé durch „große Frische und erstaunliche Kühnheit“. Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15 „Die sinfonische Größe des ersten Konzerts beeindruckt mich immer wieder“, schwärmt Olivier Cavé. In der Tat sorgen Pauken und Trompeten – eine Neuerung gegenüber dem älteren Konzert Nr. 2 – für eine „majestätische, gesetzte, fast pompöse“ Atmosphäre (Patrick Hahn). Mindestens ebenso fasziniert den Dirigenten, wie Beethoven mit minimalen Mitteln maximale Musik schreibt: „Allein schon das erste Thema: Das ist Oktavsprung, mehr nicht! Mein Gott, ist das einfach – aber so genial.“ Hier zeigt sich Beethovens Art, Themen aus kleinsten Motivbausteinen zu konstruieren, die wenig später seine Sinfonien prägen wird. Im weiteren Verlauf auch des langsamen Satzes überraschen zudem immer wieder Modulationen in ferne Tonarten, die in unseren heutigen Ohren ganz natürlich klingen, die damals aber für Aufsehen oder gar Unverständnis sorgten. Ein wahres Feuerwerk brennt dann der dritte Satz ab, indem er das zackige Rondo-Thema mit immer neuen Einfällen abwechselt.
deutsch Eine besonders schöne Anekdote kursiert um die Uraufführung (vermutlich) am 18. Dezember 1795. Beethoven war erst auf den letzten Drücker fertiggeworden und lud daher zu einer Extraprobe zu sich ins Wohnzimmer. Dort stellte sich jedoch heraus, dass sein Klavier einen Halbton zu tief gestimmt war. Für den geborenen Improvisator kein Problem: Er spielte den Solopart kurzerhand in Cis-Dur. Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19 Die kleinere Besetzung mit nur sieben Bläsern und der allgemein heitere Tonfall des B-Dur-Konzerts verweisen noch sehr viel eindeutiger auf das Vorbild Mozart. „Typisch Beethoven“ sind dagegen kleine Frechheiten wie der Übergang zum lyrischen Seitenthema nach etwa einer Minute: Er schließt das Hauptthema mit drei Forteschlägen ab und rückt sie dann im Piano einen Halbton höher – fertig ist die Überleitung. Das verträumte Adagio an zweiter Stelle erinnert an den Parallelsatz in Mozarts letztem Klavierkonzert. Die Dialogstruktur am Ende aber – Streicher gegen Klavier – stößt in ganz neue Ausdrucksbereiche vor. Das Finale stürmt mit einem widerspenstigen Rondo-Thema voran, das klingt, als habe das Klavier Schluckauf. Nur ein einziges Mal, kurz vor Schluss, gönnt Beethoven sich und uns einen kleinen Scherz im Stile seines neuen Lehrer Haydns und verwandelt das zickige Thema in eine konformere Melodie mit umgekehrtem Rhythmus. „Der berühmte Herr Ludwig van Beethoven hat mit einem von ihm selbst verfassten Konzert auf dem Pianoforte den ungeteilten Beifall des Publikums geerntet“, berichtete die Wiener Zeitung über die Erstaufführung im März 1795 im Burgtheater. Beethoven hatte sein Vorbild am Klavier endgültig überflügelt.
deutsch Olivier cavé piano OLIVIER CAVÉ IST 1977 IN DER SCHWEIZ GEBOREN. ER STUDIERTE BEI NELSON GOERNER, MARIA TIPO SOWIE ALDO CICCOLINI UND GAB SEIN ERSTES KONZERT 1991, BEGLEITET VON DER CAMARATA LYSY UNTER DER LEITUNG VON YEHUDI MENUHIN. 2008 ERLEBTE SEINE KARRIERE EINEN NEUEN AUFSCHWUNG DANK SEINES ERSTEN ALBUMS BEI AEON (OUTHERE MUSIC), DAS DEN SONATEN DOMENICO SCARLATTIS GEWIDMET WAR. IN GANZ EUROPA LOBTE DIE PRESSE DEN SCHWEIZER PIANISTEN NEAPOLITANISCHEN URSPRUNGS FÜR DIESE „RÜCKKEHR ZU DEN QUELLEN“. SEIN ZWEITES, MUZIO CLEMENTI GEWIDMETES ALBUM BEI AEON HATTE NOCH GRÖSSEREN ERFOLG: ES KAM IM HERBST 2010 HERAUS, GEWANN 5 „DIAPASONS“, 4 „ÉTOILES CLASSICA“ UND DIE HÖCHSTE AUSZEICHNUNG DER JAPANISCHEN ZEITSCHRIFT GEIJUTSU RECORDS. IM HERBST 2011 HATTE SEINE TOURNEE „RUND UM DAS ITALIENISCHE KLAVIER“ AN DER OSTKÜSTE DER USA RIESENERFOLG. DIE DUKE UNIVERSITY UND DIE WEST VIRGINIA UNIVERSITY LUDEN IHN EIN, MEISTERKLASSEN ZU GEBEN. IM FEBRUAR 2012 TRAT ER UNTER DER LEITUNG VON RINALDO ALESSANDRINI MIT DEM SAN FRANCISCO SYMPHONY ORCHESTRA AUF. SEINE INTERPRETATION VON MOZARTS KONZERT KV 503 WURDE VOM PUBLIKUM BEJUBELT UND VON DER KRITIK ALS „EIN MODELL PIANISTISCHER FEINFÜHLIGKEIT“ HERVORGEHOBEN. IM AUGUST 2012 MACHTE OLIVIER CAVÉ BEIM FESTIVAL VON LA ROQUE D’ANTHÉRON EIN ÄUSSERST BEACHTETES DEBÜT IN FRANKREICH. SEINE JOHANN SEBASTIAN BACH GEWIDMETE DRITTE CD BEI AEON, „NEL GUSTO ITALIANO“ KAM IM FRÜHJAHR 2013 HERAUS. EIN PROGRAMM, DAS DER PIANIST IM THEATER LA FENICE IN VENEDIG UND BEIM KLAVIERFESTIVAL IN LA ROQUE D’ANTHÉRON INTERPRETIERTE, WURDE VON DER KRITIK ALS „EINE ENTDECKUNG DES 33. FESTIVALS“ GEFEIERT. BEIM MENUHIN FESTIVAL GSTAAD DEBÜTIERTE ER IM AUGUST 2013 UND IN NEW YORK IM MÄRZ 2014, U.ZW. MIT EINEM REZITAL IN DER FRICK COLLECTION, VON DEM DIE NEW YORK TIMES BEGEISTERT BERICHTETE. IM JAHR 2015 WURDE SEIN VIERTES ALBUM BEIM LABEL AEON, „CHIARO E SCURO“, MIT WERKEN VON JOSEPH HAYDN UND DOMENICO SCARLATTI EINSTIMMIG VON KRITIK UND PUBLIKUM GELOBT. DIE AUFNAHME ERHIELT VON DER AMERIKANISCHEN ZEITSCHRIFT FORBES DEN ERSTEN PLATZ UNTER DEN „10 BEST CLASSICAL RECORDINGS 2015“. FÜR SEINE ERSTE AUFNAHME BEI ALPHA ARBEITETE OLIVIER CAVÉ MIT DEM DIRIGENTEN RINALDO ALESSANDRINI ZUSAMMEN, UM DREI KONZERTE FÜR KLAVIER UND ORCHESTER VON MOZART AUFZUZEICHNEN. DAS ALBUM WURDE EINSTIMMIG VON DER KRITIK GELOBT UND ERHIELT DIE AUSZEICHNUNG „CHOC CLASSICA“
deutsch patrick hahn dirigent Der Dirigent, Komponist und Pianist Patrick Hahn hat durch seine Fähigkeit, sinfonisches, Opern- und Chorrepertoire souverän zu dirigieren, weithin Aufmerksamkeit erregt und sich als einer der vielseitigsten jungen Dirigenten profiliert. Mit nur 24 Jahren wurde er ab der Spielzeit 2021/22 zum Generalmusikdirektor der Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH berufen und ist damit der jüngste GMD in Deutschland. Patrick Hahn hat mit groSSen Orchestern und Opernhäusern in Europa und Asien zusammengearbeitet, so zum Beispiel mit den Münchner Philharmonikern, den Symphonikern Hamburg, der Dresdner Philharmonie, dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich, dem Klangforum Wien, den Wiener, Luzerner und Düsseldorfer Symphonikern, der Bayerischen Staatsoper München und der Hamburgischen Staatsoper, um nur einige zu nennen. In enger Zusammenarbeit mit Kirill Petrenko leitete er die Proben für die Neuproduktionen von Salome und Die Tote Stadt an der Bayerischen Staatsoper und Fidelio mit den Berliner Philharmonikern bei den Osterfestspielen Baden-Baden. Patrick Hahn wurde in einem Knabenchor ausgebildet und hat eine natürliche Affinität zu Chorwerken. Im Jahr 2019 wurde er eingeladen, das Weihnachtskonzert des Chores des Bayerischen Rundfunks zu dirigieren, eine Veranstaltung, die in über 20 Länder Europas live übertragen wurde. Für dieses besondere Konzert erhielt er den Auftrag, ein Stück mit dem Titel Ballad of Christmas Ghosts zu komponieren, das auf einem Text des schottischen Dichters Andrew Lang basiert. Als klassischer Pianist ist Hahn mit dem Mozarteum Orchester Salzburg und als Liedbegleiter im Wiener Musikverein aufgetreten. Aber er spielt nicht nur klassische Musik, sondern begleitet sich auch selbst am Klavier und singt kabarettistische Lieder des österreichischen Satirikers und Komponisten Georg Kreisler. Als Jazzpianist erhielt er Auszeichnungen beim Chicago Jazz Festival und den ‚Outstanding Soloist Award’ der University of Wisconsin-La Crosse als bester Jazzpianist des 37. jährlichen Jazzfestivals.
deutsch kammerakademie potsdam Das Debüt in der Hamburger Elbphilharmonie, erfolgreiche Tourneen durch Europa, Asien und Südamerika und der Klassik-Preis 2015 in der Kategorie „Ensemble/Orchester des Jahres“ sind nur einige Höhepunkte der spannenden Entwicklung der Kammerakademie Potsdam. Als führendes Kammerorchester des Landes Brandenburg und Hausorchester des Potsdamer Nikolaisaals besticht die Kammerakademie Potsdam durch höchste künstlerische Qualität, herausragende Live-Auftritte und sowohl zeitgenössische als auch historisch informierte Interpretationen. Das musikalisch äuSSerst vielseitige Orchester verfügt über einen dynamischen Musizierstil und bietet in der Saison 2020/21 ein Programm, das so breit gefächert ist wie nie zuvor. Antonello Manacorda wurde in der Saison 2010/11 zum künstlerischen Leiter und Chefdirigenten ernannt; zu seinen Vorgängern gehören Sergio Azzolini, Andrea Marcon und Michael Sanderling. In den letzten Saisons konnten renommierte Künstlerinnen und Künstler wie Jörg Widmann, Antoine Tamestit, Veronika Eberle, Andreas Ottensamer und Kristian Bezuidenhout als Artist in Residence gewonnen werden. Darüber hinaus pflegt die Kammerakademie Potsdam eine langjährige Zusammenarbeit mit vielen namhaften Solistinnen und Solisten, unter anderem mit Emmanuel Pahud, Albrecht Mayer, Antje Weithaas, Ute Lemper, Anna Prohaska, Julia Fischer, Daniel Müller-Schott, Gábor Boldoczki, Isabelle Faust, Igor Levit, Avi Avital und Fazil Say. International gefeierte Dirigenten wie Trevor Pinnock, Paul McCreesh und Konrad Junghänel sind regelmäSSig bei dem Orchester zu Gast. Die Kammerakademie Potsdam gastiert bei renommierten Festivals und in Konzerthäusern wie der Elbphilharmonie Hamburg, dem BOZAR Brüssel, dem Concertgebouw Amsterdam, der Kölner und der Berliner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt und dem Heidelberger Frühling. Musikalische und kulturelle Bildung ist seit jeher ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Kammerakademie Potsdam. Eine besondere Zusammenarbeit besteht mit der Grundschule Drewitz, wo das Dreigespann aus Orchester, Schule und Gemeindezentrum durch die Kulturstaatsministerin mit dem begehrten BKM Sonderpreis „Kultur öffnet Welten“ ausgezeichnet wurde. › MENU
surpassing the model by clemens matuschek Even a towering, titanic genius needs a role model. In praising his pupil Ludwig van Beethoven, english Christian Gottlob Neefe prophesied that the twelve-year old would ‘undoubtedly become a second Wolfgang Amadeus Mozart if he went on as he had begun’, since he could already ‘play the piano with great skill and energy’. Ten years later, in 1792, when Bonn’s young hopeful went to study in Vienna, his patron Count Waldstein spurred him on with a farewell message: ‘Through hard, unremitting effort, you shall receive Mozart’s spirit at the hands of Haydn.’ For in the meantime his idol Mozart had died: Beethoven would have to make do with his rather less glamorous colleague Haydn as a mentor. Yet Vienna was still dominated by Mozart’s musical legacy – particularly so in the case of the piano concerto. Out of the remnants of the baroque concerto, the capricious keyboard style of the Bach sons, the classical sonata, and the achievements in sound of the modern symphony orchestra, Mozart had managed to create a compelling new concerto genre. Beethoven was ruefully convinced that ‘We shall never be able to do anything of the kind!’ On the other hand, he was left with little choice but to try: following Napoleon’s occupation of the Rhineland he soon received no further financial support from his native city, and had to stand on his own two feet. He very quickly made his mark as a concert pianist – causing quite a stir. ‘Beethoven is generally admired for his brilliant rapidity in performance, and for the extraordinary difficulties he can surmount with the utmost ease’, was the commentary in Schönfelds Jahrbuch der Tonkunst for the year 1796. Beethoven himself proudly asserted, ‘For me there is no greater pleasure than to exercise my art, and to demonstrate it.’ Beethoven was in no doubt about what distinguished him from every other ‘pianist of today, rushing up and down the keyboard in well-practised passagework, bish bash bosh! What does it all mean? Absolutely nothing! When genuine piano virtuosi improvise, there is a sense of coherence, of wholeness; if it is then written down, it can be seen to be a properly composed work.’ Beethoven was always seeking the equilibrium between content and form, virtuosity and profundity. He won fame for being able to spontaneously improvise music that was virtually ready for publication.
As the Allgemeine Musikalische Zeitung commented, in 1798: ‘It is indeed utterly remarkable to witness how easily – yet with such a robust flow of ideas – he can vary any theme given to him, not just by altering its figuration to make an impressive but superficial effect, as does many a virtuoso, but by drawing out all its true potential.’ This profound approach is reflected in his piano concertos, the genre that gave – and still gives – the english greatest opportunity for pianistic and compositional profile and prestige. As Olivier Cavé confirms, these are not really virtuoso warhorses, they ‘put the music first and foremost, ahead of the pianistic writing’. At this time, Beethoven had his first two piano concertos – the works coupled on this CD – at his soloistic disposal. Both of them follow the three-movement model perfected by Mozart, with a symphonic first movement in which the themes are first presented in an opening orchestral tutti, then a lyrical central movement, and a lively finale in rondo form. The official numbering is misleading: the Concerto in C major (No.1) was composed in 1795 in Vienna, while the roots of the Concerto in B flat major (No.2) reach back into his early years in Bonn. For marketing reasons Beethoven had the more recent work published first, but he played both concertos alternately in the 1790s, revising them frequently as he did so. As Olivier Cavé says, both works captivate with their ‘great freshness and astonishing daring’. Piano Concerto No.1 in C, Op.15 ‘The symphonic greatness of the first Concerto never fails to impress me’, enthuses Olivier Cavé. Certainly, the drums and trumpets – an innovation lacking in the older Concerto No.2 – provide what conductor Patrick Hahn describes as ‘a majestic, earnest, almost grandiose atmosphere’. Hahn is equally fascinated by Beethoven’s ability to write such powerful music with minimal means: ‘Just take the opening theme – it’s an upwards octave leap, no more than that! My God! – so simple, but so brilliant.’ Here we can see Beethoven characteristically constructing themes out of the smallest motivic building blocks, a technique that was very soon to become the hallmark of his symphonies. In the course of the second movement too, there are frequent and surprising modulations to distant keys – though sounding natural enough to modern ears, back then the reaction was one of shock and incomprehension. The third movement sets off fireworks, alternating the jagged rondo theme with constantly new ideas. According to a piquant anecdote about the first performance (which probably took place on 18 December 1795), Beethoven had completed the piece at the last minute, so arranged
an extra rehearsal in his own drawing room. It was then discovered that his piano was tuned a semitone too low. Not a problem for this born improviser – he rattled off the piano part in C sharp major. Piano Concerto No.2 in B flat, Op.19 The generally serene atmosphere of the B flat major Concerto, and its more modest orchestration (with english only seven wind instruments) points even more clearly to the model of Mozart. Yet the are typically Beethovenian touches of bold impudence, such as the way he leads into the second subject about a minute into the first movement, closing the main theme with three forte blows, then repeating them softly, in piano, a semitone higher – and thas is the entire bridge passage! The dreamy Adagio that follows recalls the parallel slow movement in Mozart’s last Piano Concerto, though its final duologue between strings and piano seems to advance into entirely new expressive regions. The finale throws itself headfirst into a wayward, hiccuping rondo theme in the solo piano: only once, shortly before the ending, does Beethoven allow himself – and his listeners – a little joke in the style of his new teacher Haydn, transforming the petulant theme into a more compliant melody by reversing its rhythm. ‘The celebrated Herr Ludwig van Beethoven, performing his own Concerto on the pianoforte, was rapturously applauded by the audience,’ was how the Wiener Zeitung reported the Concerto’s first performance in March 1795 at the Burgtheater. Beethoven had conclusively overtaken his pianistic precursor.
Olivier cavé piano HAVING STUDIED UNDER NELSON GOERNER, MARIA TIPO AND ALDO CICCOLINI, OLIVIER CAVÉ GAVE HIS FIRST CONCERT WITH THE CAMERATA LYSY UNDER THE DIRECTION OF YEHUDI MENUHIN IN SEPTEMBER OF 1991. HE BEGAN APPEARING EUROPE-WIDE EARLY ON AS A SOLOIST AND IN RECITALS WITH ORCHESTRA. HIS CAREER TOOK A TURN IN SEPTEMBER 2008 UPON THE RELEASE OF A FIRST english RECORDING FOR AEON (OUTHERE MUSIC GROUP), WHICH FEATURES SONATAS BY DOMENICO SCARLATTI. CRITICS ACROSS EUROPE PRAISED THE SWISS PIANIST WITH NEAPOLITAN ROOTS FOR HAVING ‘RETURNED TO THE SOURCE’. DEDICATED TO MUZIO CLEMENTI, OLIVIER CAVÉ’S SECOND RECORDING IS EVEN MORE STRIKING THAN HIS FIRST. RELEASED IN THE AUTUMN OF 2010, THE CD WAS GIVEN A 5 DIAPASON RATING, 4 STARS FROM CLASSICA AND THE HIGHEST AWARD FROM THE JAPANESE MAGAZINE GEIJUTSU RECORDS. HIS TOUR ALONG THE AMERICAN EASTERN SEABOARD, DURING WHICH HE PRESENTED A PROGRAM ENTITLED IL PIANOFORTE ITALIANO AND GAVE MASTER CLASSES AT DUKE AND WEST VIRGINIA UNIVERSITIES, WAS A SUCCESS AND PRECEDED HIS DEBUT WITH THE SAN FRANCISCO SYMPHONY ORCHESTRA IN FEBRUARY 2012 UNDER THE DIRECTION OF RINALDO ALESSANDRINI, WHERE THE PIANIST WAS PRAISED AS A ‘MODEL OF REFINEMENT BEHIND THE KEYBOARD’. THE PERFORMANCES DREW WIDE ATTENTION FROM BOTH PUBLIC AND PRESS. IN AUGUST 2012, OLIVIER CAVÉ MADE A REMARKABLE DEBUT AT LA ROQUE D’ANTHÉRON INTERNATIONAL PIANO FESTIVAL IN FRANCE. HE RELEASED HIS THIRD DISC WITH AEON IN MAY 2013, DEDICATED THE MUSIC OF JOHANN SEBASTIAN BACH AND ENTITLED, CONCERTI, CAPRICCIO E ARIA – NEL GUSTO ITALIANO, A PROGRAM THAT HE INTERPRETED AT VENICE’S TEATRO LA FENICE. OLIVIER CAVÉ MADE A SECOND APPEARANCE AT LA ROQUE D’ANTHÉRON INTERNATIONAL PIANO FESTIVAL IN THE SUMMER OF 2013 WHERE HE WAS HAILED AS ‘A REVELATION OF THE 33RD EDITION,’ FOLLOWED BY A DEBUT AT THE MENUHIN FESTIVAL GSTAAD IN AUGUST. IN MARCH 2014, A GLOWING REVIEW IN THE NEW YORK TIMES MARKED THE PIANIST’S NEW YORK CITY DEBUT AT THE FRICK COLLECTION. OLIVIER CAVÉ’S FOURTH ALBUM, CHIARO E SCURO, WAS RELEASED WITH AEON IN 2015, DEDICATED TO THE MUSIC OF JOSEPH HAYDN AND DOMENICO SCARLATTI. THE RECORDING, WHICH TOPPED FORBES’ 10 BEST CLASSICAL RECORDINGS 2015 LIST, RECEIVED UNANIMOUS CRITICAL AND POPULAR ACCLAIM. OLIVIER CAVÉ MADE HIS PARIS DEBUT IN OCTOBER 2016 AT SALLE GAVEAU UPON THE RELEASE OF HIS FIRST ALBUM FOR ALPHA, IN WHICH HE COLLABORATED WITH THE ITALIAN CONDUCTOR RINALDO ALESSANDRINI IN A RECORDING OF THREE MOZART CONCERTOS FOR PIANO AND ORCHESTRA. UNANIMOUSLY APPLAUDED BY CRITICS, THE ALBUM WAS AWARDED THE CHOC CLASSICA; AND THE CONCERT WAS BROADCASTED LIVE BY MEDICI.TV.
patrick hahn conductor Conductor, composer and pianist Patrick Hahn has widely been attracting attention for his ability to lead symphonic, operatic and choral repertoires with poise, positioning himself as one of the most versatile young conductors. At just 24 years of age, he has been appointed as the General Music Director of the Wuppertaler Bühnen und english Sinfonieorchester GmbH from the 2021/22 season, becoming the youngest GMD in Germany. Patrick Hahn has collaborated with major orchestras and opera houses in Europe and Asia such as the Munich Philharmonic Orchestra, the Hamburg Symphony Orchestra, the Dresden Philharmonic Orchestra, the Tonkünstler Orchestra Niederösterreich, Klangforum Wien, the Vienna, Lucerne and Düsseldorf Symphony orchestras, the Bavarian State Opera Munich and the Hamburg State Opera, among many others. In close collaboration with Kirill Petrenko, he led rehearsals of the new productions of Salome and Die Tote Stadt at the Bavarian State Opera and Fidelio with Berlin Philharmonic at the Easter Festival Baden-Baden. Coming from a boys’ choir background, Patrick Hahn has a natural affinity with choral works. In 2019 he was invited to conduct the Christmas concert of the Chor des Bayerischen Rundfunks, an event that was broadcasted live in over 20 countries within Europe. For this special concert he was commissioned to compose a piece called Ballad of Christmas Ghosts, set on a text by Scottish poet Andrew Lang. As a classical pianist, Hahn has appeared with the Mozarteum Orchestra Salzburg and as a Lied accompanist at the Musikverein in Vienna. Aside from his work in classical music, he accompanies himself on the piano singing cabaret-songs by the Austrian satirist and composer Georg Kreisler. As a jazz pianist, he received awards from the Chicago Jazz Festival and the ‘Outstanding Soloist Award’ from the University of Wisconsin-La Crosse as the best jazz pianist of the 37th Annual Jazz Festival.
kammerakademie potsdam The debut at Elbphilharmonie Hamburg, successful tours throughout Europe, Asia and South America and the 2015 Classical prize in the “Ensemble/Orchestra of the Year” category are just a few highlights of the Kammerakademie Potsdam’s exciting development. A leading chamber orchestra in the state of Brandenburg and resident english orchestra of Potsdam’s Nikolaisaal, Kammerakademie Potsdam impresses with the highest artistic quality, outstanding live performances and both contemporary and historically-informed interpretations. Musically versatile and with a vibrant style of music-making, the orchestra offers a more wide-ranged programme than ever in 2020/21. Antonello Manacorda was appointed artistic director and principal conductor in the 2010/11 season; his predecessors include Sergio Azzolini, Andrea Marcon and Michael Sanderling. During the last seasons the orchestra succeeded in winning highly acclaimed artists such as Jörg Widmann, Antoine Tamestit, Veronika Eberle, Andreas Ottensamer und Kristian Bezuidenhout as Artist in Residence. The Kammerakademie Potsdam also fosters long- standing collaborations with famous soloists including Emmanuel Pahud, Albrecht Mayer, Antje Weithaas, Ute Lemper, Anna Prohaska, Julia Fischer, Daniel Müller-Schott, Gábor Boldoczki, Isabelle Faust, Igor Levit, Avi Avital and Fazil Say. The internationally renowned conductors Trevor Pinnock, Paul McCreesh and Konrad Junghänel perform with the orchestra on a regular basis. The Kammerakademie Potsdam will be making appearances at prestigious festivals and concert venues including the Elbphilharmonie Hamburg, Bozar Brüssel, Concertgebouw Amsterdam, Philharmonie Köln, Philharmonie Berlin, Alte Oper Frankfurt and Heidelberger Frühling. Musical and cultural education has always been a vital part of the Kammerakademie Potsdam’s work. A particularly special collaboration has been formed with the Drewitz Primary School, where the trio of orchestra, school and community centre, and has been awarded the coveted “Kultur öffnet Welten” prize by the Minister for Culture and Media. › MENU
dépasser son modèle par clemens matuschek Les titans eux aussi ont besoin de modèles. Ainsi, Christian Gottlob Neefe, pour faire l’éloge de son jeune élève, Ludwig van Beethoven, alors âgé de douze ans, disait de lui : il deviendra « certainement un deuxième Wolfgang Amadeus Mozart s’il progresse comme il a commencé ». Il faut dire que Beethoven jouait déjà du piano « avec beaucoup d’adresse et de force ». Et lorsque ce jeune talent de Bonn partira pour Vienne dix ans plus tard, en 1792, pour y poursuivre ses études, son protecteur, le comte Waldstein, lui dira en guise d’encouragements : « Par une application ininterrompue, vous français recevrez l’esprit de Mozart des mains de Haydn. » Son idole étant morte entre-temps, Beethoven dut se contenter d’un mentor un peu moins séduisant, Joseph Haydn. Mais l’héritage de Mozart continuait de dominer la vie musicale de Vienne. C’était particulièrement vrai pour le genre du concerto pour piano et orchestre. Mozart était parvenu à créer une forme de concerto nouvelle et irrésistible à partir des vestiges du concerto baroque, du style capricieux des fils Bach, de la sonate classique et des conquêtes sonores de l’orchestre symphonique moderne. Beethoven se serait exclamé à ce propos, plein d’admiration : « Nous ne serons jamais capable de créer quelque chose de semblable ! » D’un autre côté, il n’avait guère le choix : à la suite de l’occupation de la Rhénanie par les troupes de Napoléon, il ne reçut bientôt plus aucun subside en provenance de sa ville natale et dut se débrouiller seul. En très peu de temps, il fit fureur en tant que pianiste : « Beethoven est généralement admiré à cause de la rapidité particulière de son jeu et des difficultés extraordinaires qu’il exécute avec une grande aisance », peut-on lire, par exemple, dans le Jahrbuch der Tonkunst von Wien und Prag de Schönfeld en 1796. C’est l’époque où le musicien déclarait avec fierté : « Il n’y a pas de plus grand plaisir pour moi que de pratiquer et de montrer mon art. » Beethoven n’avait aucun doute sur ce qui distinguait son art de celui des autres pianistes. Il avait à coup sûr des qualités différentes de celles des « pianistes d’aujourd’hui, qui parcourent le clavier de haut en bas en n’employant que des passages qu’ils ont soigneusement étudiés, hop-hop-hop ! Qu’est-ce que cela veut dire ? Rien ! Quand de véritables virtuoses du piano jouent, ils créent quelque chose de
cohérent, qui forme une totalité ; une fois mis sur papier, on peut le considérer aussitôt comme une œuvre bien réalisée ». Beethoven a toujours cherché à atteindre un équilibre entre le contenu et la forme, la virtuosité et la profondeur. Et il était célèbre pour sa capacité à improviser, sans préparation aucune, un morceau d’une finition parfaite. Ce que l’Allgemeine Musikalische Zeitung formulait de la manière suivante en 1798 : « Il est vraiment tout à fait extraordinaire de voir avec quelle facilité et en même temps quelle fermeté dans la succession des idées il s’empare sur-le-champ de n’importe quel thème qu’on lui donne et, sans se contenter d’en varier les figures (procédé grâce auquel plus d’un virtuose s’en sort avec du succès – et du vent), il le développe véritablement. » Cette approche profonde se reflète également dans ses concertos pour piano, alors comme aujourd’hui le genre musical le plus prestigieux par lequel un pianiste et un compositeur peuvent se présenter français à leur public. Comme le confirme Olivier Cavé, les concertos de Beethoven ne sont pas conçus pour fournir de la matière aux virtuoses et « placent la musique au-dessus de l’écriture pianistique. » Le pianiste-compositeur avait alors à son répertoire les deux concertos regroupés sur ce disque. Tous deux suivent le modèle en trois mouvements mis au point par Mozart, avec un premier mouvement symphonique dans lequel l’orchestre commence par introduire seul les thèmes, un mouvement médian lyrique et un finale plein d’entrain, en forme de rondo. Il ne faut pas se laisser induire en erreur par la numérotation officielle : le Concerto n° 1 en do majeur a été composé à Vienne à partir de 1795, tandis que le Concerto n° 2 en si bémol majeur plonge ses racines jusque dans les années où Beethoven était encore à Bonn. Pour des raisons de marketing, le compositeur a néanmoins choisi de faire imprimer son œuvre la plus récente en premier. Il les jouait de toute façon tous deux dans les années 1790 et en a profité pour les réviser à plusieurs reprises. Selon Olivier Cavé, ces deux œuvres fascinent par « leur grande fraîcheur et leur audace étonnante. » Concerto pour piano n° 1 en do majeur op. 15 « L’ampleur symphonique du premier concerto ne manque jamais de m’impressionner », s’enthousiasme Olivier Cavé. Et de fait, timbales et trompettes – une innovation par rapport au deuxième concerto, plus ancien– créent une atmosphère « majestueuse, calme, presque pompeuse », selon le chef d’orchestre Patrick Hahn. Celui-ci est au moins autant fasciné par la façon dont Beethoven fait naître tant de musique à partir d’éléments aussi minimes : « Rien que le premier thème : c’est un saut d’octave, rien de plus ! C’est tellement simple – et tellement génial. » On découvre déjà ici l’art qu’avait Beethoven
de construire des thèmes à l’aide de tout petits éléments motiviques, cet art qui caractérisera un peu plus tard ses symphonies. Dans la suite de ce mouvement et pendant le mouvement lent, on est régulièrement surpris par des modulations vers des tonalités éloignées, ce qui paraît tout à fait naturel à nos oreilles d’aujourd’hui, mais qui a fait sensation à l’époque et suscité une certaine incompréhension. Le troisième mouvement déclenche un véritable feu d’artifice, faisant alterner le thème énergique du rondo avec des idées toujours nouvelles. Une anecdote tout à fait savoureuse circule à propos de la création de l’œuvre, qui eut lieu (vraisemblablement) le 18 décembre 1795. Beethoven n’ayant terminé de composer son concerto qu’à la dernière minute, il convia les musiciens à une répétition supplémentaire chez lui. Arrivés sur place, les musiciens constatèrent néanmoins que son piano était accordé un demi-ton trop bas par français rapport aux autres instruments. Pas de quoi décontenancer cet improvisateur-né : il joua sans hésiter la partie de soliste en la transposant en do dièse majeur. Concerto pour piano n° 2 en si bémol majeur op. 19 L’instrumentation plus restreinte, comportant seulement sept instruments à vent, et l’atmosphère généralement joyeuse du Concerto en si bémol majeur renvoient plus nettement encore au modèle mozartien. Mais on y trouve de petites impertinences typiquement beethovéniennes, comme la transition vers le thème secondaire, lyrique, du premier mouvement, au bout d’une minute environ : Beethoven conclut le thème principal par trois accords forte, et les répète piano un demi-ton au-dessus – et voilà pour la transition. Le deuxième mouvement, un Adagio rêveur, rappelle son pendant dans le dernier concerto pour piano de Mozart. Mais la structure dialoguée à la fin – entre les cordes et le piano – s’aventure dans des registres expressifs entièrement nouveaux. Le finale se précipite de l’avant avec un thème de rondo effronté, qui donne l’impression que le piano a le hoquet. Une seule fois, juste avant la fin, Beethoven se permet, pour lui et pour nous, une petite plaisanterie dans le style de son nouveau professeur Haydn, en transformant le thème capricieux en une mélodie plus sage au rythme inversé. « Le célèbre M. Ludwig van Beethoven s’est attiré au pianoforte les applaudissements unanimes du public avec un concerto tout nouveau dont il est lui-même l’auteur », rapporte le Wiener Zeitung à propos de la première exécution en mars 1795, au Burgtheater de Vienne. Beethoven avait définitivement dépassé son modèle au piano.
Olivier cavé piano OLIVIER CAVÉ NAÎT EN SUISSE EN 1977. ÉLÈVE DE NELSON GOERNER, MARIA TIPO ET ALDO CICCOLINI, IL DONNE SON PREMIER CONCERT EN 1991, ACCOMPAGNÉ DE LA CAMERATA LYSY SOUS LA BAGUETTE DE YEHUDI MENUHIN. EN 2008, SA CARRIÈRE PREND UN NOUVEL ESSOR DANS LE SILLAGE DE LA SORTIE DE SON PREMIER ALBUM CHEZ AEON (OUTHERE MUSIC GROUP) DÉDIÉ AUX SONATES DE DOMENICO SCARLATTI. AUX QUATRE COINS DE L’EUROPE, LA PRESSE SALUE CE « RETOUR AUX SOURCES » DU PIANISTE SUISSE D’ORIGINE NAPOLITAINE. CONSACRÉ À MUZIO CLEMENTI, SON DEUXIÈME ENREGISTREMENT CHEZ AEON FRAPPE PLUS FORT ENCORE : SORTI À L’AUTOMNE 2010, IL DÉCROCHE 5 DIAPASONS, 4 éTOILES CLASSICA ET LA PLUS HAUTE DISTINCTION DE LA REVUE JAPONAISE GEIJUTSU RECORDS. EN AUTOMNE 2011, SA TOURNÉE SUR LA CÔTE EST DES ÉTATS-UNIS « AUTOUR DU PIANO ITALIEN » RENCONTRE UN SUCCÈS RETENTISSANT. LA DUKE UNIVERSITY ET LA WEST VIRGINIA français UNIVERSITY L’INVITENT À DONNER DES MASTERCLASSES. IL SE PRODUIT AVEC LE SAN FRANCISCO SYMPHONY ORCHESTRA EN FÉVRIER 2012 SOUS LA DIRECTION DE RINALDO ALESSANDRINI. SON INTERPRÉTATION DU CONCERTO K.503 DE MOZART EST ACCLAMÉE PAR LE PUBLIC ET SALUÉE PAR LA CRITIQUE COMME « UN MODÈLE DE RAFFINEMENT PIANISTIQUE ». EN AOÛT 2012, OLIVIER CAVÉ FAIT DES DÉBUTS TRÈS REMARQUÉS EN FRANCE, AU FESTIVAL DE PIANO DE LA ROQUE D‘ANTHÉRON. DÉDIÉ À JOHANN SEBASTIAN BACH, SON TROISIÈME DISQUE CHEZ AEON NEL GUSTO ITALIANO EST ÉDITÉ AU PRINTEMPS 2013. UN PROGRAMME QUE LE PIANISTE A INTERPRÉTÉ AU THÉÂTRE LA FENICE DE VENISE ET AU FESTIVAL DE PIANO DE LA ROQUE D‘ANTHÉRON, OÙ IL EST SALUÉ PAR LA CRITIQUE COMME « UNE RÉVÉLATION DU 33ÈME FESTIVAL ». IL FAIT SES DÉBUTS AU MENUHIN FESTIVAL DE GSTAAD EN AOÛT 2013 ET À NEW YORK LORS D’UN RÉCITAL À LA FRICK COLLECTION EN MARS 2014, UN CONCERT BRILLAMMENT RELATÉ DANS LE NEW YORK TIMES. EN 2015, SON QUATRIÈME ALBUM SOUS LE LABEL AEON, CHIARO E SCURO, DÉDIÉ À JOSEPH HAYDN ET DOMENICO SCARLATTI, EST UNANIMEMENT SALUÉ PAR LA CRITIQUE ET LE PUBLIC. L’ENREGISTREMENT EST CLASSÉ N° 1 DES « 10 BEST CLASSICAL RECORDINGS 2015 » PAR LE MAGAZINE AMÉRICAIN FORBES. POUR SON PREMIER ENREGISTREMENT CHEZ ALPHA, OLIVIER CAVÉ COLLABORE AVEC LE CHEF D‘ORCHESTRE RINALDO ALESSANDRINI AUTOUR DE TROIS CONCERTOS POUR PIANO ET ORCHESTRE DE MOZART. L‘ALBUM EST UNANIMEMENT SALUÉ PAR LA CRITIQUE ET OBTIENT LE CHOC de CLASSICA.
patrick hahn chef d’orchestre Chef d’orchestre, compositeur et pianiste, Patrick Hahn a attiré l’attention du monde musical par sa capacité à diriger avec la même aisance les œuvres de différents répertoires, symphonique, lyrique ou choral, s’affirmant comme l’un des chefs d’orchestre les plus polyvalents de sa génération. À 24 ans seulement, il a été nommé directeur général de la musique des Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH (qui regroupe les théâtres municipaux et l’orchestre symphonique de Wuppertal) à partir de la saison 2021-2022, devenant ainsi le plus jeune chef à occuper un poste de ce genre en Allemagne. Patrick Hahn a collaboré avec des orchestres et opéras de premier plan, en Europe et en Asie, comme l’Orchestre philharmonique de Munich, l’Orchestre symphonique français de Hambourg, l’Orchestre philharmonique de Dresde, l’Orchestre des Tonkünstler de Basse-Autriche, le Klangforum de Vienne, les orchestres symphoniques de Vienne, Lucerne et Düsseldorf, l’Opéra d’État de Bavière à Munich et l’Opéra d’État de Hambourg, parmi beaucoup d’autres. En étroite collaboration avec Kirill Petrenko, il a dirigé les répétitions des nouvelles productions de Salome de Richard Strauss et de Die Tote Stadt de Korngold à l’Opéra d’État de Bavière et celles de Fidelio de Beethoven avec l’Orchestre philharmonique de Berlin au Festival de Pâques de Baden-Baden. Ayant été petit chanteur dans un chœur de garçons, Patrick Hahn a une affinité naturelle avec les œuvres chorales. En 2019, il a été invité à diriger le concert de Noël du Chœur de la radio bavaroise, qui a été diffusé en direct dans plus de vingt pays en Europe. Pour ce concert particulier, il a été chargé de composer une pièce intitulée Ballad of Christmas Ghosts, sur un texte du poète écossais Andrew Lang. en tant que Pianiste, Hahn s’est produit avec l’Orchestre du Mozarteum de Salzbourg et comme accompagnateur de lieder au Musikverein de Vienne. À côté de ses activités de musicien classique, il s’accompagne lui-même au piano pour chanter des chansons de cabaret de Georg Kreisler, poète satirique et compositeur autrichien. Comme pianiste de jazz, il a reçu le prix du Festival de jazz de Chicago et l’« Outstanding Soloist Award » de l’Université du Wisconsin-La Crosse au titre de meilleur pianiste du trente-septième festival annuel de jazz.
kammerakademie potsdam Les débuts de l’ensemble à la Philharmonie de l’Elbe de Hambourg, ses tournées couronnées de succès à travers l’Europe, l’Asie et l’Amérique du Sud et le prix de la musique classique qu’il a reçu 2015 dans la catégorie « Ensemble/Orchestre de l’année » ne sont que quelques-uns des points forts qui jalonnent l’histoire exaltante de la Kammerakademie Potsdam. Orchestre de chambre de premier plan dans le Land de Brandebourg et orchestre en résidence à la Nikolaisaal de Potsdam, la Kammerakademie Potsdam frappe par sa très haute qualité artistique, ses exécutions exceptionnelles en concert et un répertoire qui va d’œuvres de musique ancienne dans des interprétations historiquement informées à des œuvres contemporaines. Musicalement polyvalent et caractérisé par un style musical brillant, l’orchestre propose pour la saison 2020-2021 français un programme musical plus varié que jamais. Antonello Manacorda est le directeur artistique et le chef d’orchestre principal de l’ensemble depuis la saison 2010-2011 ; parmi ses prédécesseurs figurent Sergio Azzolini, Andrea Marcon et Michael Sanderling. Au cours des dernières saisons, l’orchestre a accueilli comme artistes en résidence des musiciens réputés – Jörg Widmann, Antoine Tamestit, Veronika Eberle, Andreas Ottensamer et Kristian Bezuidenhout. La Kammerakademie Potsdam travaille par ailleurs depuis longtemps avec de nombreux solistes connus, notamment Emmanuel Pahud, Albrecht Mayer, Antje Weithaas, Ute Lemper, Anna Prohaska, Julia Fischer, Daniel Müller-Schott, Gábor Boldoczki, Isabelle Faust, Igor Levit, Avi Avital et Fazil Say. Des chefs d’orchestre de renommée internationale comme Trevor Pinnock, Paul McCreesh et Konrad Junghänel viennent régulièrement diriger l’orchestre comme chefs invités. La Kammerakademie Potsdam se produira dans de prestigieuses salles de concert comme la Philharmonie de l’Elbe de Hambourg, le Bozar de Bruxelles, le Concertgebouw d’Amsterdam, la Philharmonie de Cologne et celle de Berlin ou le Vieil Opéra de Francfort ainsi qu’au festival du Printemps de Heidelberger. L’éducation musicale et culturelle a toujours été un aspect essentiel du travail de la Kammerakademie Potsdam. Une collaboration particulière a été mise en place avec l’école primaire de Drewitz, où le trio formé par l’orchestre, l’école et le centre communautaire a reçu le prix très convoité « Kultur öffnet Welten » décerné par la ministre de la Culture et des Médias. › MENU
Recorded in september 2018 at teldex studio berlin johannes kammann recording pRODUCEr johann günther balance engineer john thornley english TRANSLATION dennis collins french TRANSLATION Valérie Lagarde DESIGN & Aline Lugand-Gris Souris ARTWORK marco borggreve cover image & inside photo (olivier cavé p.3) gerhard donauer – c&g pictures inside photo (patrick hahn p.10) beate wätzel inside photo (kammerakademie potsdam p.12-13) ALPHA CLASSICS DIDIER MARTIN DIRECTOR LOUISE BUREL PRODUCTION AMÉLIE BOCCON-GIBOD EDITORIAL COORDINATOR ALPHA 649 P olivier cavé 2020 © Alpha Classics / Outhere Music France 2020 › MENU
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