Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS - März 2019 VMware Cloud on AWS - VMware Docs

 
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS - März 2019 VMware Cloud on AWS - VMware Docs
Betriebshandbuch für
VMware Cloud on AWS
8. März 2019
VMware Cloud on AWS
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS - März 2019 VMware Cloud on AWS - VMware Docs
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

Die aktuellste technische Dokumentation finden Sie auf der VMware-Website unter:
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Falls Sie Anmerkungen zu dieser Dokumentation haben, senden Sie diese an:
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Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS - März 2019 VMware Cloud on AWS - VMware Docs
Inhalt

          Informationen zu Vorgängen von VMware Cloud on AWS                            5

     1 Informationen zu Software-Defined Data Center 6
               Bereitstellen und Verwalten eines SDDC (Software-Defined Data Center)          6
               Bereitstellen eines SDDC von der VMC-Konsole             9
               Umbenennen eines SDDC          12
               Löschen eines SDDC       13
               Anzeigen von Abrechnungsinformationen           13
               Rollen und Berechtigungen im SDDC         14

     2 Verwalten von SDDC-Hosts und -Clustern 15
               Hinzufügen eines Clusters      15
               Entfernen eines Clusters      16
               Hosts hinzufügen    17
               Hosts entfernen    18
               Informationen zum elastischen DRS        19
               Verwenden von Richtlinien und Profilen        23

     3 Arbeiten mit SDDC-Add-on-Diensten 28
               Verwenden des VMware Log Intelligence-Diensts            28

     4 Anfordern von Vorlagen, ISOs und weiteren Inhalten in Ihrem SDDC 29
               Verwenden Sie den Content Onboarding Assistant , um Inhalte in Ihr SDDC zu übertragen.   30
               Verwenden einer Inhaltsbibliothek zum Importieren von Inhalten in Ihr SDDC         33
               Hochladen von Dateien oder Ordnern in das SDDC                33

     5 Migrieren virtueller Maschinen 35
               Checkliste für Hybrid-Migration mit vMotion         39
               Erforderliche Firewallregeln für die Migration mit vMotion          42
               Checkliste für Hybrid-Migration mit HCX        43
               Hybrid-Checkliste für die Cold-Migration       45
               Erforderliche Firewallregeln für die Cold-Migration          46

     6 Zugreifen auf AWS-Dienste 48
               Zugreifen auf eine EC2-Instanz      48
               Zugriff auf einen S3-Bucket unter Verwendung eines S3-Endpunkts           50
               Zugriff auf einen S3-Bucket über das Internet-Gateway              51
               Verwenden von AWS CloudFormation zum Erstellen eines SDDC                52

VMware, Inc.                                                                                                 3
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

     7 Verwenden von lokalem vRealize Automation mit Ihrem Cloud-SDDC 55
               Vorbereiten Ihres SDDC auf die Arbeit mit vRealize-Produkten   55
               Verbinden von vRealize Automation mit Ihrem SDDC        56
               Aktivieren des vRealize Automation -Zugriffs auf die Remote-Konsole      58

     8 Einstellungen für die VMC-Konsole 59
               Festlegen der Sprache für die VMC Console    59

     9 Fehlerbehebung 60
               Anfordern von Hilfe und Support   60
               Anzeigen und Abonnieren der Seite „Dienststatus“   61
               Verbindung mit VMware Cloud on AWS kann nicht hergestellt werden         61
               Verbindung mit vCenter Server kann nicht hergestellt werden    62
               Subnetz kann beim Erstellen des SDDC nicht ausgewählt werden        63
               Geändertes Kennwort kann nicht in vCenter-Anmeldeseite kopiert werden         64
               Computing-Arbeitslasten können einen lokalen DNS-Server nicht erreichen       64

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Informationen zu Vorgängen von VMware
Cloud on AWS

Das Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS enthält Informationen über das Konfigurieren erweiter-
ter SDDC-Funktionen, die den fortlaufenden Betrieb Ihres VMware Cloud on AWS-SDDC unterstützen,
einschließlich Speicherverwaltung, Bereitstellung und nahtlose Interoperation mit Ihrem lokalen Daten-
center.

Zielgruppe
Dieses Handbuch richtet sich primär an VMware Cloud on AWS-Organisationsmitglieder mit der Clou-
dAdmin- oder einer anderen Rolle mit Administratorrechten für Objekte, die sich im Besitz Ihrer Organisa-
tion befinden. Es umfasst operative Bereiche wie die Bereitstellung Ihres SDDC mit Inhalten aus Ihrem
lokalen Datencenter, die Nutzung von AWS-Diensten wie S3 und Direct Connect sowie die Integration
von VMware Cloud on AWS mit anderen Tools von VMware und Amazon.

Wir gehen davon aus, dass Sie bereits Erfahrung mit der Verwendung eines SDDC mit einem Verwal-
tungsnetzwerk haben, wie im Handbuch Erste Schritte mit VMware Cloud on AWS beschrieben. Erfah-
rung mit dem Konfigurieren und Verwalten von vSphere in einer lokalen Umgebung und die Vertrautheit
mit Virtualisierungskonzepten werden vorausgesetzt. Fundierte Kenntnisse der Amazon Web Services
sind nützlich, aber nicht erforderlich.

VMware, Inc.                                                                                            5
Informationen zu Software-
Defined Data Center                                                                                   1
Ein Software-Defined Data Center (SDDC) von VMware Cloud on AWS enthält Computing-, Speicher-
und Netzwerkressourcen.

Jedes SDDC wird in einer Amazon Virtual Private Cloud (VPC) ausgeführt und bietet einen vollständigen
VMware-Stack, einschließlich softwaredefinierter vCenter Server-, NSX for vSphere- oder NSX-T-Vernet-
zung, softwaredefinierter vSAN-Speicherung und eines oder mehrerer ESXi-Hosts, die Computing- und
Speicherressourcen für Ihre Arbeitslasten bereitstellen.

Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:

n    Bereitstellen und Verwalten eines SDDC (Software-Defined Data Center)

n    Bereitstellen eines SDDC von der VMC-Konsole

n    Umbenennen eines SDDC

n    Löschen eines SDDC

n    Anzeigen von Abrechnungsinformationen

n    Rollen und Berechtigungen im SDDC

Bereitstellen und Verwalten eines SDDC (Software-
Defined Data Center)
Die Bereitstellung eines SDDC (Software-Defined Data Center) stellt den ersten Schritt zur Verwendung
des VMware Cloud on AWS-Diensts dar. Nach der Bereitstellung des SDDC können Sie zugehörige Infor-
mationen anzeigen und Verwaltungsaufgaben durchführen.

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die Sie vor der Bereitstellung Ihres SDDC berücksichtigen sollten.

Die bereitgestellte Standardtopologie wird unten angezeigt.

Verbundenes AWS-Konto
Wenn Sie ein SDDC auf VMware Cloud on AWS bereitstellen, wird dieses innerhalb eines AWS-Kontos
und einer VPC erstellt, die für Ihre Organisation reserviert und von VMware verwaltet wird. Sie müssen
das SDDC auch mit einem AWS-Konto in Ihrem Besitz verbinden, das als AWS-Kundenkonto bezeichnet
wird. Anhand dieser Verbindung kann das SDDC auf AWS-Dienste zugreifen, die zu Ihrem Konto gehö-
ren.

VMware, Inc.                                                                                             6
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

Bei der Bereitstellung eines Einzelhost-SDDC können Sie die Verknüpfung Ihres AWS-Kundenkontos um
bis zu zwei Wochen verzögern. Sie können ein Einzelhost-SDDC erst nach der Verknüpfung eines AWS-
Kontos vertikal auf ein SDDC mit mehreren Hosts hochskalieren. Bei der Bereitstellung eines SDDC mit
mehreren Hosts müssen Sie Ihr AWS-Kundenkonto verknüpfen, wenn Sie das SDDC bereitstellen.

AWS-VPC-Subnetzkonfiguration und
Verfügbarkeitsanforderungen
Die VPC und das Subnetz, die Sie zum Verbinden des SDDC mit Ihrem AWS-Konto verwenden, müssen
mehrere Anforderungen erfüllen:

n    Sie müssen für das SDDC reserviert sein. Keine anderen AWS-Dienste oder -Instanzen dürfen eine
     Verbindung zu diesem Subnetz herstellen.

n    Selbst wenn Sie verschiedene VPC-Subnetze verwenden, dürfen Sie nie mehr als ein SDDC mit ei-
     ner bestimmten VPC verbinden. Es liegt eine 1:1-Beziehung zwischen einem SDDC und einer VPC
     vor.

n    Das bzw. die für das SDDC verwendete(n) Subnetz(e) sowie alle Subnetze, in denen AWS-Dienste
     oder -Instanzen mit dem SDDC kommunizieren, müssen der Hauptroutentabelle der VPC zugeordnet
     sein.

n    Der IP-Adressbereich des Subnetzes muss innerhalb der Infrastruktur Ihres Unternehmensnetzwerks
     eindeutig sein. Er darf sich mit keinem der IP-Adressbereiche Ihrer lokalen Netzwerke überschnei-
     den.

Wichtig Vergewissern Sie sich, dass Ihre verbundene Amazon-VPC in jeder Verfügbarkeitszone (Avai-
lability Zone, AZ) in der AWS-Region, in der das SDDC erstellt wird, ein Subnetz enthält. Auf diese Weise
können Sie alle AZs identifizieren, in denen ein SDDC bereitgestellt werden kann, und die AZ auswählen,
die Ihren SDDC-Platzierungsbedürfnissen am besten entsprechen. Und dies unabhängig davon, ob Sie
Ihre VMC-Arbeitslasten in der Nähe oder isoliert von Ihren bestehenden AWS-Arbeitslasten, die in einer
bestimmten AZ ausgeführt werden, halten möchten. Informationen zur Verwendungsweise der Amazon-
VPC-Konsole zum Erstellen eines Subnetzes in Ihrer VPC finden Sie unter Erstellen eines Subnetzes in
Ihrer VPC in der AWS-Dokumentation.

Einzelhost-SDDC-Startkonfiguration für VMware Cloud on AWS
Die Einzelhost-SDDC-Startkonfiguration beschleunigt den Einstieg in die VMware Cloud on AWS-Erfah-
rung. Hierbei handelt es sich um ein zeitlich begrenztes Angebot, das entwickelt wurde, damit Sie den
Nutzen von VMware Cloud on AWS in Ihrer Umgebung testen können. Die Nutzungsdauer einer Einzel-
hostumgebung ist auf Intervalle von 30 Tagen begrenzt. Während der Nutzungsdauer des Einzelhost-
SDDC können Sie dieses jederzeit ohne Datenverluste vertikal auf eine SDDC-Produktionskonfiguration
mit drei oder mehr Hosts vertikal hochskalieren. Wenn Sie das Einzelhost-SDDC vor dem Ende der Nut-
zungsdauer nicht vertikal hochskalieren, wird das SDDC zusammen mit allen enthaltenen Arbeitslasten
und Daten gelöscht.

VMware, Inc.                                                                                            7
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

Ausgeweitete Cluster für VMware Cloud on AWS
Sie können ein SDDC mit einem Cluster erstellen, der sich über zwei Verfügbarkeitszonen erstreckt. Ein
ausgeweiteter vSAN-Cluster wird verwendet, um einen einzelnen Datenspeicher für den Cluster zu erstel-
len und die Daten über beide Verfügbarkeitszonen hinweg zu replizieren. Falls der Dienst in einer Verfüg-
barkeitszone unterbrochen wird, werden in der anderen Verfügbarkeitszone Arbeitslast-VMs gestartet.

Für ausgeweitete Cluster gelten folgende Einschränkungen:

n    Sie können einen ausgeweiteten Cluster nicht in einen Cluster mit nur einer Verfügbarkeitszone kon-
     vertieren (oder umgekehrt).

n    Ein bestimmtes SDDC kann entweder Cluster mit nur einer Verfügbarkeitszone oder ausgeweitete
     Cluster enthalten, nicht jedoch eine Kombination aus beiden.

n    Derzeit kann ein bestimmtes SDDC nur einen ausgeweiteten Cluster enthalten.

Netzwerk
Die bereitgestellte Netzwerk-Standardtopologie wird unten angezeigt.

Abbildung 1‑1. Standardtopologie eines SDDC

Verwaltungs-Gateway                 Das Verwaltungs-Gateway ist ein NSX Edge Security-Gateway, das Nord-
(MGW)                               Süd-Netzwerkkonnektivität für den im SDDC ausgeführten vCenter Server
                                    und NSX Manager bereitstellt. Die internetseitige IP-Adresse (öffentliche IP
                                    Nr. 1) wird automatisch aus dem Pool der öffentlichen IP-AWS-Adressen
                                    zugewiesen, wenn das SDDC erstellt wird. Dem im SDDC befindlichen logi-

VMware, Inc.                                                                                                   8
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

                                    schen Verwaltungsnetzwerk wird standardmäßig der CIDR-Block
                                    10.0.0.0/16 zugewiesen. Bei der Erstellung des SDDC können Sie einen
                                    anderen Adressblock zuweisen, um Adresskonflikte mit anderen Umgebun-
                                    gen zu vermeiden, die Sie mit dem SDDC verbinden.

Computing-Gateway                   Das Computing-Gateway bietet Nord-Süd-Netzwerkkonnektivität für virtuel-
(CGW)                               le Maschinen, die im SDDC ausgeführt werden. VMware Cloud on AWS er-
                                    stellt ein logisches Standardnetzwerk, um Netzwerkfunktionen für diese
                                    VMs bereitzustellen. Mit dem vSphere Client können Sie zusätzliche logi-
                                    sche Netzwerke erstellen.

Sie müssen IPsec-VPNs, Firewallregeln und andere Netzwerkelemente konfigurieren, um eine vollständi-
ge Kommunikation zwischen Ihrem lokalen Datencenter und dem Cloud- SDDC zu ermöglichen.

Bereitstellen eines SDDC von der VMC-Konsole
Stellen Sie ein SDDC bereit, um Ihre Arbeitslasten in der Cloud zu hosten.

Wählen Sie zum Erstellen eines SDDC einen AWS-Bereich aus, in dem das SDDC gehostet werden soll,
benennen Sie es und geben Sie an, wie viele ESXi-Hosts es enthalten soll. Wenn Sie noch kein AWS-
Konto haben, können Sie ein Startkonfigurations-SDDC erstellen, das einen einzigen ESXi-Host enthält.
Es liegt eine 1:1-Beziehung zwischen SDDCs und AWS-Kundenkonten vor. Sie können ein SDDC mit ei-
nem einzelnen AWS-Kundenkonto und Amazon VPC verbinden.

Verfahren

1    Melden Sie sich bei der VMC Console unter https://vmc.vmware.com an.

2    Klicken Sie auf SDDC erstellen.

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Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

3    Konfigurieren Sie SDDC-Eigenschaften.

     a    Wählen Sie den AWS-Bereich aus, in dem das SDDC bereitgestellt werden soll.

          Die folgenden Bereiche sind verfügbar:

          n    USA, Westen (Oregon)

          n    USA, Osten (Nord-Virginia)

          n    Europa (London)

          n    Europa (Frankfurt)

          n    Asien-Pazifik-Raum (Sydney)

          n    Asien-Pazifik-Raum (Tokio)

          n    Europa (Irland)

          n    USA, Westen (Nordkalifornien)

          n    USA, Osten (Ohio)

          n    Asien-Pazifik-Raum (Singapur)

          n    Kanada (zentral)

          n    Europa (Paris)

     b    Wählen Sie Bereitstellungsoptionen aus.

          Option                             Beschreibung

          Einzelhost                         Wählen Sie diese Option aus, um das Einzelhost-Startkonfigurations-SDDC
                                             zu erstellen. Einzelhost-Startkonfigurations-SDDCs laufen nach 30 Tagen ab.
                                             Weitere Informationen finden Sie unter Bereitstellen einer Einzelhost-SDDC-
                                             Startkonfiguration.

          Mehrere Hosts                      Wählen Sie diese Option aus, um ein SDDC mit drei oder mehr Hosts zu er-
                                             stellen.

          Stretched Cluster                  Wenn Sie ein SDDC mit mehreren Hosts erstellen, haben Sie auch die Mög-
                                             lichkeit, einen ausgeweiteten Cluster (Stretched Cluster) zu erstellen, der sich
                                             über zwei Verfügbarkeitszonen erstreckt. Der ausgeweitete Cluster für mehre-
                                             re Verfügbarkeitszonen bietet Fault Tolerance und Verfügbarkeit im Falle eines
                                             Problems mit einer der Verfügbarkeitszonen. Ein ausgeweiteter Cluster muss
                                             mindestens sechs Hosts umfassen, und Sie müssen eine gerade Anzahl von
                                             Hosts bereitstellen.

                                             Hinweis Für die Region USA, Westen (Nordkalifornien) und Kanada (zentral)
                                             werden ausgeweitete Cluster derzeit nicht unterstützt.

VMware, Inc.                                                                                                              10
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

     c    Geben Sie einen Namen für Ihr SDDC ein.

     d    Wenn Sie ein SDDC mit mehreren Hosts erstellen, geben Sie die anfängliche Anzahl der Hosts
          an, die im SDDC enthalten sein soll.

          Sie können bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt Hosts hinzufügen oder entfernen.

          Hinweis Die Anzahl der Hosts im SDDC wirkt sich auf Speicherkapazität, Leistung und Redun-
          danz aus. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Speicherkapazität und Datenredundanz.

          Hostkapazität und Gesamtkapazität werden aktualisiert und spiegeln dann die Anzahl der
          Hosts wider, die Sie angegeben haben.

4    Stellen Sie eine Verbindung mit einem AWS-Konto her.

     Option                                Beschreibung

     Vorerst überspringen                  Wenn Sie kein AWS-Konto haben oder derzeit keine Verbindung mit einem beste-
                                           henden Konto herstellen möchten, können Sie diesen Schritt bis zu 14 Tage lang
                                           verschieben. Diese Option ist momentan nur für Einzelhost-SDDCs verfügbar.

     Verwenden eines vorhandenen AWS-      Wählen Sie im Dropdown-Menü AWS-Konto auswählen ein AWS-Konto aus, um
     Kontos                                ein AWS-Konto zu verwenden, das bereits mit einem anderen SDDC verbunden
                                           war. Wenn im Dropdown-Menü keine Konten aufgelistet sind, müssen Sie die Op-
                                           tion Mit einem neuen AWS-Konto verbinden verwenden.

                                           Hinweis Stellen Sie sicher, dass Sie kein Konto auswählen, das derzeit mit ei-
                                           nem aktiven SDDC verbunden ist. Die Verbindung von mehreren SDDCs mit
                                           demselben AWS-Konto wird von VMware Cloud on AWS nicht unterstützt.

     Verbinden mit einem neuen AWS-Kon-    Wählen Sie im Dropdown-Menü AWS-Konto auswählen die Option Mit einem
     to                                    neuen AWS-Konto verbinden aus und folgen Sie den Anweisungen auf der Sei-
                                           te. In der VMC Console wird der Fortschritt der Verbindung angezeigt.

     Wichtige Informationen zu Anforderungen für die von Ihnen in diesem AWS-Konto erstellten Subnet-
     ze finden Sie unter AWS-VPC-Subnetzkonfiguration und Verfügbarkeitsanforderungen.

5    Klicken Sie auf WEITER, um einen Bereich von IP-Adressen für das Verwaltungssubnetz im SDDC
     anzugeben.

     Geben Sie einen IP-Adressbereich für das Verwaltungsnetzwerk als CIDR-Block ein oder lassen Sie
     das Textfeld leer, um die Standardeinstellung zu verwenden (10.2.0.0/16). Nachdem das SDDC er-
     stellt wurde, können Sie die für das Verwaltungsnetzwerk angegebenen Werte nicht mehr ändern.
     Beachten Sie daher beim Angeben dieses Adressbereichs Folgendes:

     n    Wählen Sie einen IP-Adressbereich aus, der nicht mit dem AWS-Subnetz überlappt, mit dem Sie
          eine Verbindung herstellen. Wenn Sie Ihr SDDC mit einem lokalen Datencenter verbinden möch-
          ten, muss der IP-Adressbereich des Subnetzes innerhalb Ihrer Unternehmensnetzwerk-Infra-
          struktur eindeutig sein. Er darf sich mit keinem der IP-Adressbereiche Ihrer lokalen Netzwerke
          überschneiden.

VMware, Inc.                                                                                                                11
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

     n    Der IP-Adressbereich 192.168.1.0/24 ist für das logische standardmäßige Computing-Gateway-
          Netzwerk des SDDC reserviert, das Sie bereitstellen. Bei Angabe eines Adressbereichs des Ver-
          waltungsnetzwerks, der sich mit 192.168.1.0/24 überschneidet, darf während der Bereitstellung
          kein standardmäßiges logisches Computing-Gateway-Netzwerk erstellt werden. Das heißt, Sie
          müssen eines manuell erstellen, nachdem das SDDC bereitgestellt wurde.

          Darüber hinaus sind die CIDR-Blöcke 10.0.0.0/15 und 172.31.0.0/16 für die interne Verwendung
          reserviert. Der CIDR-Block des Verwaltungsnetzwerks darf sich mit keinem dieser Bereiche über-
          schneiden.

     n    CIDR-Blöcke der Größe 16, 20 oder 23 werden unterstützt. Der primäre Faktor beim Auswählen
          einer Verwaltungs-CIDR-Blockgröße besteht in den voraussichtlichen Skalierbarkeitsanforderun-
          gen des SDDC. Wenn Sie Ihr SDDC auf eine Größe von mehr als vier Hosts skalieren möchten,
          ziehen Sie einen /20-CIDR-Block in Betracht. Für CIDR-Blöcke der Größe 20 oder 16 ist die ma-
          ximale Anzahl an Hosts, die Ihr SDDC enthalten kann, auf 160 beschränkt. Unabhängig von der
          Anzahl der AZs, die es einnimmt, kann ein SDDC über höchstens zehn Cluster mit maximal 16
          Hosts pro Cluster verfügen.

          Ein /23-CIDR-Block ist für Tests oder für SDDCs geeignet, von denen Sie wissen, dass sie keinen
          nennenswerten Kapazitätsanstieg erfordern. Die maximale Anzahl an Hosts, die Ihr SDDC ent-
          halten kann, hängt für CIDR-Blöcke der Größe 23 von der angegebenen CIDR-Blockgröße und
          davon ab, ob das SDDC eine einzelne Verfügbarkeitszone (AZ) oder mehrere AZs einnimmt.

               CIDR-
               Blockgrö-
               ße          Anzahl an Hosts (einzelne AZ)                               Anzahl an Hosts (mehrere AZs)

               23          27                                                          22

               20, 16      160 (10 Cluster mit maximal 16 Hosts pro Cluster, unabhängig von der Anzahl der AZs)

6    Bestätigen Sie, dass Sie die bei der Bereitstellung eines SDDC entstehenden Kosten verstehen und
     übernehmen, und klicken Sie anschließend auf SDDC BEREITSTELLEN, um das SDDC zu erstel-
     len.

     Die Berechnung von Gebühren beginnt, wenn Sie auf SDDC BEREITSTELLEN klicken. Sie können
     den Bereitstellungsvorgang nicht mehr anhalten oder abbrechen, nachdem er gestartet wurde. Sie
     können das SDDC erst verwenden, wenn die Bereitstellung abgeschlossen ist. Die Bereitstellung
     dauert normalerweise ca. zwei Stunden.

Nächste Schritte

Zum Verbinden mit vCenter Server und Verwalten Ihres neuen SDDC müssen Sie entweder eine VPN-
Verbindung mit dem Verwaltungs-Gateway oder eine Firewallregel konfigurieren, um den Zugriff auf
vCenter Server zu ermöglichen.

Umbenennen eines SDDC
Sie können ein vorhandenes SDDC umbenennen.

SDDC-Namen dürfen höchstens 128 Zeichen lang sein. Sie müssen nicht eindeutig sein.

VMware, Inc.                                                                                                           12
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

Verfahren

1    Melden Sie sich bei der VMC Console unter https://vmc.vmware.com an.

2    Klicken Sie auf der Karte für das SDDC, das Sie entfernen möchten, auf Aktionen > SDDC umbe-
     nennen.

3    Geben Sie den neuen SDDC-Namen ein und klicken Sie auf UMBENENNEN.

Löschen eines SDDC
Beim Löschen eines SDDC werden alle ausgeführten Arbeitslasten beendet und alle SDDC-Daten und -
Konfigurationseinstellungen, einschließlich der öffentlichen IP-Adressen, gelöscht. Das Löschen eines
SDDC kann nicht rückgängig gemacht werden.

Verfahren

1    Melden Sie sich bei der VMC Console unter https://vmc.vmware.com an.

2    Klicken Sie auf der Karte für das SDDC, das Sie entfernen möchten, auf Aktionen > SDDC löschen.

3    Bestätigen Sie, dass Sie verstehen, welche Auswirkungen das Löschen eines SDDC hat.

     Wählen Sie alle folgenden Optionen aus:

     n    Alle Arbeitslasten in diesem SDDC werden beendet.

     n    Alle Daten- und Konfigurationseinstellungen in diesem SDDC gehen verloren.

     n    Alle UI- und API-Zugriffe auf dieses SDDC gehen verloren.

     n    Alle öffentlichen IP-Adressen für dieses SDDC werden freigegeben.

     n    Alle virtuellen Direct Connect-Schnittstellen werden gelöscht.

     oder klicken Sie auf ABBRECHEN, um den Prozess ohne Auswirkungen auf das SDDC abzubre-
     chen.

4    Klicken Sie auf SDDC LÖSCHEN.

Anzeigen von Abrechnungsinformationen
Abrechnungen für VMware Cloud on AWS werden über VMware Cloud Services verarbeitet.

Ihr Abrechnungszeitraum beginnt an dem Tag des Monats, an dem der erste Dienst für Ihre Organisation
eingerichtet wurde. Wenn Sie beispielsweise den ersten Dienst in Ihrer Organisation am 15. des Monats
eingerichtet haben, geht Ihr Abrechnungszeitraum vom 15. des Monats bis zum 14. des Folgemonats.

Die Hostnutzung für VMware Cloud on AWS wird in Abstimmung mit dem Abrechnungszeitraum verfolgt.
Bei der auf der Rechnung ausgewiesenen Hostnutzung handelt es sich um die gesamte Hostnutzung
während des Abrechnungszeitraums.

VMware, Inc.                                                                                            13
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

Andere Nutzungstypen, einschließlich Datenübertragung, Nutzung von IP-Adressen und Neuzuordnun-
gen, sowie die EBS-Nutzung werden am 5. jedes Monats erfasst und umfassen die Nutzung bis zum letz-
ten Tag des Vormonats. Für diese Nutzungstypen gibt es eine zeitliche Verzögerung zwischen dem Be-
ginn der Nutzung und dem Zeitpunkt, an dem die Kosten auf der Rechnung ausgewiesen werden. Der
Maß der Zeitverzögerung richtet sich danach, wo sich der Beginn Ihres Abrechnungszeitraums im Ver-
hältnis zum 5. des Monats befindet.

Betrachten wir beispielsweise zwei Benutzer, Alice und Bob. Der Abrechnungszeitraum von Alice beginnt
am 3. des Monats, während der Abrechnungszeitraum von Bob am 12. beginnt.

Die Rechnung von Alice am 3. Juni umfasst Folgendes:

n    Hostnutzung vom 3. Mai bis zum 2. Juni

n    Anderweitige Nutzung vom 1. April bis zum 30. April

Die Rechnung von Bob am 12. Juni umfasst Folgendes:

n    Hostnutzung vom 12. Mai bis zum 11. Juni

n    Anderweitige Nutzung vom 1. Mai bis zum 31. Mai

Verfahren

u    Zeigen Sie Ihre Rechnung wie unter https://docs.vmware.com/de/VMware-Cloud-services/ser-
     vices/Using-VMware-Cloud-Services/GUID-B57490E3-1916-4214-B193-9D9E7AF3B10A.html be-
     schrieben an.

Rollen und Berechtigungen im SDDC
Die Rolle „CloudAdmin“ und die Rolle „CloudGlobalAdmin“ sind in Ihrem Cloud-SDDC vordefiniert. Wenn
Sie sich anmelden, weist Ihnen VMware eine dieser Rollen für jedes Objekt in der Objekthierarchie zu.

CloudAdmin                          Die Rolle „CloudAdmin“ verfügt über die erforderlichen Rechte, mit denen
                                    Sie Arbeitslasten in Ihrem SDDC erstellen und verwalten können. Auf be-
                                    stimmte von VMware unterstützte und verwaltete Verwaltungskomponen-
                                    ten, z. B. Hosts, Cluster und Verwaltungs-VMs, können Sie jedoch nicht zu-
                                    greifen und diese nicht konfigurieren.

CloudGlobalAdmin                    Die Rolle „CloudGlobalAdmin“ ist mit globalen Rechten verknüpft und er-
                                    möglicht Ihnen das Erstellen und Verwalten von Objekten der Inhaltsbiblio-
                                    thek sowie die Durchführung einiger weiterer globaler Aufgaben.

Unter Grundlegende Informationen zur Autorisierung in vSphere im Handbuch Verwaltung des VMware
Cloud on AWS-Datencenters finden Sie weitere Informationen zu Rollen und Rechten im System.

VMware, Inc.                                                                                                     14
Verwalten von SDDC-Hosts und
-Clustern                                                                                       2
Sie können Cluster und Hosts zu Ihrem Cloud-SDDC hinzufügen und daraus entfernen, solange dies
nicht dazu führt, dass deren Anzahl im SDDC unter das zulässige Minimum fällt oder das zulässige Maxi-
mum überschreitet.

Der während der SDDC-Erstellung anfänglich erstellte Cluster hat den Namen „Cluster-1“. Weitere von
Ihnen erstellte Cluster werden fortlaufend nummeriert mit (Cluster-2, Cluster-3 usw.).

Wenn Sie einem SDDC mit mehreren Clustern Hosts hinzufügen, können Sie auswählen, welchen Clus-
tern die Hosts hinzugefügt werden sollen.

Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen:
n    Hinzufügen eines Clusters

n    Entfernen eines Clusters

n    Hosts hinzufügen

n    Hosts entfernen

n    Informationen zum elastischen DRS

n    Verwenden von Richtlinien und Profilen

Hinzufügen eines Clusters
Sie können die maximal für Ihr Konto konfigurierte Anzahl an Clustern zu einem Cloud-SDDC hinzufügen.

Weitere Cluster werden im selben Verfügbarkeitsbereich wie das ursprüngliche SDDC erstellt.

Derzeit wird das Hinzufügen eines Clusters in einem SDDC, das in mehreren Verfügbarkeitszonen bereit-
gestellt wurde, nicht unterstützt.

Logische Netzwerke, die Sie für Ihr SDDC erstellt haben, werden automatisch auf allen Clustern freigege-
ben. Computing- und Speicherressourcen werden für alle Cluster ähnlich konfiguriert. Beispiel:
n    Jeder Cluster enthält einen Computing- und einen Verwaltungsressoucenpool mit denselben Berech-
     tigungen wie im ursprünglichen SDDC-Cluster.

n    Jeder Cluster enthält einen vSAN- und einen workloadDatastore mit denselben Berechtigungen wie
     im ursprünglichen SDDC-Cluster.

VMware, Inc.                                                                                          15
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

Verfahren

1    Melden Sie sich bei der VMC Console unter https://vmc.vmware.com an.

2    Wählen Sie auf der Karte für das SDDC, dem Sie einen Cluster hinzufügen möchten, Aktionen >
     Cluster hinzufügen aus.

3    Geben Sie die Anzahl der für jeden Host im Cluster zu aktivierenden CPU-Kerne an.

     Standardmäßig sind alle CPU-Kerne auf jedem Host in diesem Cluster aktiviert. Wenn Sie einige der
     Kerne deaktivieren möchten, um Lizenzierungskosten für pro Kern lizenzierte Anwendungen einzu-
     sparen, können Sie einen Teil der verfügbaren Kerne aktivieren. Dieser Teil gilt für alle Hosts im Clus-
     ter. Andere Kerne in jedem der Hosts werden deaktiviert und bleiben für die Lebensdauer des Hosts
     deaktiviert.

     Wichtig Eine Verringerung der Anzahl an Kernen wirkt sich auf die Computing-Leistung aller Ar-
     beitslasten auf dem Host aus und macht Beeinträchtigungen der Systemleistung wahrscheinlicher.
     vCenter- und vSAN-Overhead kann beispielsweise deutlicher spürbar sein, und Vorgänge wie das
     Hinzufügen von Clustern und Hosts können länger dauern.

4    Wählen Sie die Anzahl der Hosts im Cluster aus.

5    Klicken Sie auf Cluster hinzufügen.

Ein Fortschrittsbalken zeigt den Fortschritt der Clustererstellung an.

Entfernen eines Clusters
Sie können jeden Cluster in einem SDDC entfernen mit Ausnahme des ersten Clusters: Cluster-1.

Wenn Sie einen Cluster löschen, werden alle Arbeitslast-VMs im Cluster sofort beendet, und alle Daten
und Konfigurationsinformationen werden gelöscht. Sie verlieren den API- und UI-Zugriff auf den Cluster.
Öffentliche IP-Adressen, die VMs im Cluster zugeordnet sind, werden freigegeben.

Derzeit wird das Löschen eines Clusters aus einem SDDC, das mit einem Cluster mit mehreren Verfüg-
barkeitsbereichen bereitgestellt wurde, nicht unterstützt.

Voraussetzungen

n    Migrieren Sie alle Arbeitslast-VMs, die Sie beibehalten möchten, zu einem anderen Cluster im SDDC.

n    Erstellen Sie eine Kopie der Daten, die Sie behalten möchten.

Verfahren

1    Melden Sie sich bei der VMC Console unter https://vmc.vmware.com an.

2    Klicken Sie auf das SDDC und dann auf Übersicht.

VMware, Inc.                                                                                               16
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

3    Klicken Sie auf der Karte für den Cluster, den Sie entfernen möchten, auf Cluster löschen.

     Bevor Sie den Cluster löschen können, müssen Sie alle Kontrollkästchen aktivieren, um zu bestäti-
     gen, dass Sie die Konsequenzen dieser Aktion verstanden haben. Wenn alle Kontrollkästchen akti-
     viert sind, wird die Schaltfläche Cluster löschen aktiviert. Klicken Sie darauf, um den Cluster zu lö-
     schen.

Hosts hinzufügen
Fügen Sie dem SDDC Hosts hinzu, um die verfügbare Computing- und Speicherkapazität im SDDC zu
erhöhen.

Sie können Hosts zum SDDC hinzufügen, dürfen dabei aber die maximale Anzahl an Hosts, die Ihrem
Konto zugeteilt ist, nicht überschreiten.

Verfahren

1    Melden Sie sich bei der VMC Console unter https://vmc.vmware.com an.

2    Klicken Sie auf das SDDC und dann auf Übersicht.

VMware, Inc.                                                                                                  17
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

3    Wählen Sie aus, wo die Hosts hinzugefügt werden sollen.

     n    Wenn das SDDC nur einen Cluster aufweist, wählen Sie auf der Karte „SDDC“ Aktionen > Hosts
          hinzufügen aus.

     n    Wenn das SDDC über mehr als einen Cluster verfügt, wählen Sie Aktionen > Hosts hinzufügen
          auf der Karte des Clusters aus, dem Sie die Hosts hinzufügen möchten.

     Die Seite „Hosts hinzufügen“ wird angezeigt.

4    Wählen Sie die Anzahl der hinzuzufügenden Hosts aus und klicken Sie auf Hosts hinzufügen.

     Wenn Sie Hosts zu einem Cluster mit mehreren Verfügbarkeitsbereichen hinzufügen, müssen Sie sie
     in einem Vielfachen von zwei Hosts gleichzeitig hinzufügen.

Ein oder mehrere Hosts werden dem SDDC-Cluster hinzugefügt.

Hosts entfernen
Sie können Hosts aus Ihrem SDDC entfernen, solange die Anzahl der Hosts in Ihrem SDDC-Cluster über
der Mindestanzahl bleibt.

Die Mindestanzahl von Hosts für einen Cluster mit einer einzigen Verfügbarkeitszone beträgt 3. Die Min-
destanzahl für einen Cluster mit mehreren Verfügbarkeitszonen beträgt 6.

VMware, Inc.                                                                                              18
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

Sobald Sie die Clustergröße verringern, erhöht sich die Speicherlatenz aufgrund des durch die Hostent-
fernung verursachten Mehraufwands bei der Verarbeitung. Die aufgrund dieses Mehraufwands benötigte
Zeit richtet sich nach der Menge der beteiligten Daten. Es kann nur eine Stunde dauern, in Extremfällen
sind aber auch 24 Stunden möglich. Während der Verringerung der Clustergröße (vertikal) kann es auf
Arbeitslast-VMs, die von den betroffenen Clustern unterstützt werden, zu einem starken Anstieg der Spei-
cherlatenz kommen.

Beim Entfernen eines Hosts werden die VMs, die auf diesem Host ausgeführt werden, auf andere Hosts
im SDDC-Cluster evakuiert. Der Host wird in den Wartungsmodus versetzt und dann entfernt.

Voraussetzungen

Stellen Sie sicher, dass der Cluster über ausreichend Kapazität für die Arbeitslast-VMs verfügt, die von
den Hosts evakuiert werden, die Sie entfernen.

Verfahren

1    Melden Sie sich bei der VMC Console unter https://vmc.vmware.com an.

2    Klicken Sie auf Ihr SDDC und dann auf Übersicht.

3    Wählen Sie Aktionen > Hosts entfernen aus.

     n    Wenn das SDDC nur einen Cluster enthält, wählen Sie auf der SDDC-Karte Aktionen > Hosts
          entfernen aus.

     n    Wenn das SDDC mehrere Cluster enthält, wählen Sie auf der Karte des Clusters, von dem Sie
          die Hosts entfernen möchten, Aktionen > Hosts entfernen aus.

4    Wählen Sie die Anzahl der Hosts aus, die Sie entfernen möchten.

     Wenn Sie Hosts aus einem Cluster mit mehreren Verfügbarkeitsbereichen entfernen, müssen Sie sie
     in einem Vielfachen von zwei Hosts gleichzeitig entfernen.

     Hinweis Alle vSAN-Speicherrichtlinien weisen Anforderungen bezüglich der Mindestanzahl an
     Hosts auf. Wenn Sie versuchen, die Anzahl der Hosts so zu reduzieren, dass sie unter diesem Mini-
     mum liegt, schlägt der Vorgang fehl. Weitere Informationen finden Sie unter vSAN-Richtlinien im Do-
     kument Verwalten des VMware Cloud on AWS-Datencenters.

5    Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Ich weiß, dass diese Aktion nicht rückgängig gemacht wer-
     den kann.

6    Klicken Sie auf Entfernen.

Informationen zum elastischen DRS
Mit elastischem DRS können Sie Richtlinien für die automatische Skalierung Ihres Cloud-SDDC durch
das bedarfsgesteuerte Hinzufügen oder Entfernen von Hosts festlegen.

Um elastisches DRS zu aktivieren, wenden Sie eine Richtlinie auf einen Cluster in Ihrem SDDC an. Die
Richtlinie weist die folgenden Elemente auf:

n    Aktivieren oder Deaktivieren von elastischem DRS für den Cluster

VMware, Inc.                                                                                               19
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

n    Angabe der minimalen und maximalen Anzahl von Hosts für den Cluster

n    Angabe, ob die angewendete Richtlinie durch Übernahme von Empfehlungen Kosten oder Leistung
     optimieren soll

Elastisches DRS verwendet einen Algorithmus zum Überwachen des aktuellen SDDC-Bedarfs und gibt
Empfehlungen für die vertikale oder horizontale Skalierung des Clusters aus. Ein Entscheidungsmodul re-
agiert auf eine Empfehlung für die horizontale Skalierung durch die Bereitstellung eines neuen Hosts im
Cluster. Sie reagiert auf eine Empfehlung für eine vertikale Skalierung durch Entfernen des am wenigsten
genutzten Hosts aus dem Cluster.

Elastisches DRS wird für die folgenden Typen von SDDCs nicht unterstützt:

n    SDDCs, die mit auf mehrere Verfügbarkeitszonen ausgeweiteten Clustern bereitgestellt werden

n    Einzelhost-Starter-SDDCs

Funktionsweise des Algorithmus von Elastic DRS
Elastic DRS verwendet einen Algorithmus zum Aufrechterhalten einer optimalen Anzahl an bereitgestell-
ten Hosts, damit die Clusternutzung hoch und zugleich die gewünschte Leistung von CPU, Arbeitsspei-
cher und Speicher erhalten bleibt.

Der Algorithmus verwendet die folgenden Parameter:

n    Minimale und maximale Anzahl der Hosts, die vom Algorithmus vertikal hoch- oder herunterskaliert
     werden sollen.

n    Schwellenwerte für die CPU-, Arbeitsspeicher- und Speichernutzung, sodass die Hostzuteilung hin-
     sichtlich Kosten oder Leistung optimiert wird. Diese Schwellenwerte sind für jeden Richtlinientyp vor-
     definiert und können vom Benutzer nicht geändert werden.

Der Algorithmus wird alle 5 Minuten ausgeführt und überwacht die Ressourcennutzung über einen be-
stimmten Zeitraum. Der Algorithmus berücksichtigt Spitzen und die Unregelmäßigkeit der Nutzung und
legt fest, ob ein Cluster horizontal hoch- oder herunterskaliert werden soll, indem er eine Warnung gene-
riert. Diese Warnung wird sofort verarbeitet, indem ein neuer Host im Cluster bereitgestellt oder ein Host
aus dem Cluster entfernt wird.

Empfehlung für horizontales Hochskalieren
Eine Empfehlung für horizontales Hochskalieren wird generiert, wenn die CPU-, die Arbeitsspeicher- oder
die Speichernutzung kontinuierlich über dem jeweiligen Schwellenwert liegt. Wenn beispielsweise die
Speichernutzung 75% überschreitet, aber die Arbeitsspeicher- und die CPU-Nutzung unter ihrem jeweili-
gen Schwellenwert bleiben, wird eine Empfehlung für horizontales Hochskalieren generiert. Die Empfeh-
lung für horizontales Hochskalieren hat keine Aktion zur Folge, wenn die Anzahl der Hosts im Cluster be-
reits den als Maximum festgelegten Wert aufweist. Ein vCenter Server-Ereignis wird gesendet, um auf
Start, Abschluss oder Fehlschlagen des horizontalen Hochskalierens auf dem Cluster hinzuweisen.

VMware, Inc.                                                                                              20
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

Empfehlung für horizontales Herunterskalieren
Eine Empfehlung für horizontales Herunterskalieren wird generiert, wenn die Nutzung von CPU, Arbeits-
speicher und die Speicher kontinuierlich unter dem jeweiligen Schwellenwert liegt. Die Empfehlung für
horizontales Herunterskalieren hat keine Aktion zur Folge, wenn die Anzahl der Hosts im Cluster bereits
auf den als Mindestwert festgelegten Wert gesunken ist. Ein vCenter Server-Ereignis wird gesendet, um
auf Start, Abschluss oder Fehlschlagen des horizontalen Herunterskalierens auf dem Cluster hinzuwei-
sen.

Hinweis Sobald Sie die Clustergröße verringern, erhöht sich die Speicherlatenz aufgrund des durch die
Hostentfernung verursachten Mehraufwands bei der Verarbeitung. Die aufgrund dieses Mehraufwands
benötigte Zeit richtet sich nach der Menge der beteiligten Daten. Es kann nur eine Stunde dauern, in Ext-
remfällen sind aber auch 24 Stunden möglich. Während der Verringerung der Clustergröße (vertikal) kann
es auf Arbeitslast-VMs, die von den betroffenen Clustern unterstützt werden, zu einem starken Anstieg
der Speicherlatenz kommen.

Zeitverzögerungen zwischen zwei Empfehlungen
Der Algorithmus umfasst eine Sicherheitsprüfung, um die Verarbeitung häufig generierter Ereignisse zu
vermeiden, und damit der Cluster bezüglich Änderungen aufgrund des zuletzt verarbeiteten Ereignisses
„abkühlen“ kann. Folgende Zeitintervalle zwischen Ereignissen werden erzwungen:

n    30 Minuten Verzögerung zwischen zwei aufeinander folgenden horizontalen Hochskalierereignissen.

n    3 Stunden Verzögerung zum Verarbeiten eines horizontalen Herunterskalierereignisses nach einem
     horizontalen Hochskalieren des Clusters.

Interaktionen von Empfehlungen mit anderen Vorgängen
Die folgenden Vorgänge interagieren möglicherweise mit Elastic DRS-Empfehlungen:

n    Vom Benutzer initiiertes Hinzufügen oder Entfernen von Hosts.

     Normalerweise brauchen Sie Hosts nicht manuell einem Cluster hinzuzufügen oder daraus zu entfer-
     nen, wenn Elastic DRS aktiviert ist. Sie können diese Vorgänge weiterhin durchführen, aber eine
     Elastic DRS-Empfehlung macht sie möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt rückgängig.

     Wenn ein vom Benutzer initiierter Vorgang zum Hinzufügen oder Entfernen von Hosts in Bearbeitung
     ist, wird die aktuelle Elastic DRS-Empfehlung ignoriert. Nach Abschluss des vom Benutzer initiierten
     Vorgangs empfiehlt der Algorithmus möglicherweise basierend auf den Änderungen bei der Ressour-
     cennutzung und der aktuell ausgewählten Richtlinie ein horizontales Hoch- oder Herunterskalieren.

     Wenn Sie einen Vorgang zum Hinzufügen oder Entfernen eines Hosts starten, während Elastic DRS-
     Empfehlungen angewendet werden, schlägt der Vorgang mit einem Ausnahmefehler aufgrund gleich-
     zeitiger Aktualisierung fehl.

n    Geplanter Wartungsvorgang

VMware, Inc.                                                                                              21
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

     Ein geplanter Wartungsvorgang bedeutet, dass ein bestimmter Host durch einen neuen Host ersetzt
     werden muss. Während ein geplanter Wartungsvorgang in Bearbeitung ist, werden aktuelle Empfeh-
     lungen des Elastic DRS-Algorithmus ignoriert. Nach Abschluss der geplanten Wartung werden aktua-
     lisierte Empfehlungen angewendet. Wenn ein Ereignis für eine geplante Wartung empfangen wird,
     während eine Elastic DRS-Empfehlung für denselben Cluster angewendet wird, wird die geplante
     Wartungsaufgabe in die Warteschlange gestellt. Nach Abschluss der Aufgabe der Elastic DRS-Emp-
     fehlung wird die geplante Wartungsaufgabe gestartet.

n    Automatische Wartung

     Als Ergebnis der automatischen Wartung wird ein fehlgeschlagener Host durch einen neuen Host er-
     setzt. Während die automatische Wartung in Bearbeitung ist, wird die aktuelle Empfehlung des Elas-
     tic DRS-Algorithmus ignoriert. Nach Abschluss der automatischen Wartung werden aktualisierte Emp-
     fehlungen angewendet. Wenn ein Ereignis für eine automatische Wartung empfangen wird, während
     eine Elastic DRS-Empfehlung für denselben Cluster angewendet wird, wird die automatische War-
     tung in die Warteschlange gestellt. Nach Abschluss der Aufgabe der Elastic DRS-Empfehlung wird
     die automatische Wartungsaufgabe gestartet.

n    SDDC-Wartungsfenster

     Wenn ein SDDC einer Wartung unterzogen wird oder eine Wartung des SDDC in den nächsten
     6 Stunden geplant ist, werden EDRS-Empfehlungen ignoriert.

Auswählen einer Richtlinie für Elastic DRS
Legen Sie auf einem Cluster die Richtlinie für Elastic DRS fest, um eine Optimierung hinsichtlich Kosten
oder Leistung vorzunehmen, indem Sie horizontal hoch- oder herunterskalieren.

Elastic DRS ist standardmäßig deaktiviert.

Verfahren

1    Melden Sie sich bei der VMC Console unter https://vmc.vmware.com an.

2    Klicken Sie auf das SDDC und dann auf Übersicht.

3    Klicken Sie auf der Karte für das SDDC oder den Cluster auf EDRS-Einstellungen bearbeiten.

4    Wählen Sie die zu verwendende Richtlinie für Elastic DRS aus.

     Option                                Beschreibung

     Für beste Leistung optimieren         Wählen Sie die Minimale Clustergröße und die Maximale Clustergröße aus.
                                           Elastic DRS fügt Hosts schneller hinzu und entfernt Hosts langsamer, um eine
                                           bestmögliche Leistung sicherzustellen.

     Für niedrigste Kosten optimieren      Wählen Sie die Minimale Clustergröße und die Maximale Clustergröße aus.
                                           Elastic DRS fügt Hosts langsamer hinzu und entfernt Hosts schneller, um mög-
                                           lichst niedrige Kosten sicherzustellen.

5    Klicken Sie auf Speichern.

VMware, Inc.                                                                                                              22
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

Verwenden von Richtlinien und Profilen
Ein CloudAdmin-Benutzer kann Richtlinien und Profile im SDDC festlegen, die die Platzierung von Ar-
beitslast-VMs regeln.

Erstellen und Verwalten von Computing-Richtlinien
Computing-Richtlinien bieten eine Möglichkeit, anzugeben, wie der vSphere Distributed Resource Sche-
duler (DRS) VMs auf Hosts in einem Ressourcenpool platzieren soll. Verwenden Sie den Computing-
Richtlinieneditor von vSphere Client zum Erstellen und Löschen von Computing-Richtlinien.

Sie können eine Computing-Richtlinie erstellen oder löschen, aber nicht ändern. Wenn Sie ein Kategorie-
Tag löschen, das in der Definition der Richtlinie verwendet wird, wird die Richtlinie ebenfalls gelöscht. Das
System führt keine Prüfung auf Richtlinienkonflikte durch. Wenn beispielsweise mehrere VMs, die dersel-
ben VM-Host-Affinitätsrichtlinie unterliegen, auch einer VM-VM-Anti-Affinitätsrichtlinie unterliegen, kann
DRS die VMs nicht so platzieren, dass beide Richtlinien erfüllt werden.

Hinweis Die Affinitätsrichtlinien in Ihrem VMware Cloud on AWS-SDDC sind nicht identisch mit den
vSphere-DRS-Affinitätsregeln, die Sie lokal erstellen können. Sie können vielfach in der gleichen Art ver-
wendet werden, weisen jedoch signifikante operative Unterschiede auf. Eine Computing-Richtlinie gilt für
alle Hosts in einem SDDC und kann normalerweise nicht in derselben Weise erzwungen werden wie eine
DRS-„Muss“-Richtlinie. Die Seiten zum Erstellen bzw. Löschen von Richtlinien enthalten weitere Informa-
tionen zu Vorgehensweisen für jeden der Richtlinientypen.

Überwachen der Übereinstimmung
Öffnen Sie die VM-Zusammenfassungsseite im vSphere Client, um die für eine VM geltenden Computing-
Richtlinien und ihren Übereinstimmungsstatus mit jeder Richtlinie anzuzeigen.

Erstellen oder Löschen einer VM-Host-Affinitätsrichtlinie
Eine VM-Host-Affinitätsrichtlinie beschreibt eine Beziehung zwischen einer Kategorie von VMs und einer
Kategorie von Hosts.

VM-Host-Affinitätsrichtlinien können nützlich sein, wenn die hostbasierte Lizenzierung erfordert, dass
VMs, auf denen bestimmte Anwendungen ausgeführt werden, auf Hosts platziert werden, die für die Aus-
führung dieser Anwendungen lizenziert sind. Sie können auch nützlich sein, wenn virtuelle Maschinen mit
arbeitslastspezifischen Konfigurationen eine Platzierung auf Hosts mit bestimmten Eigenschaften erfor-
dern.

Eine VM-Host-Affinitätsrichtlinie stellt eine Affinitätsbeziehung zwischen einer Kategorie von virtuellen
Maschinen und einer Kategorie von Hosts her. Nachdem die Richtlinie erstellt wurde, stellt das Platzie-
rungsmodul in Ihrem SDDC VMs in der Kategorie bereit, die von der Richtlinie für Hosts in der von der
Richtlinie abgedeckten Kategorie abgedeckt wird. Sie können vorhandene Tags und Kategorien verwen-
den oder neue erstellen, die speziell auf Ihre Anforderungen zugeschnitten sind. Weitere Informationen
zum Erstellen und Verwenden von Tags finden Sie unter vSphere-Tags und -Attribute.

VMware, Inc.                                                                                               23
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

Um zu verhindern, dass eine VM-Host-Affinitätsrichtlinie das Upgrade eines Hosts oder Clusters blockiert,
sind VM-Host-Affinitätsrichtlinien auf verschiedene Arten eingeschränkt.

n    Eine Richtlinie kann einen Host nicht zwingen, in den Wartungsmodus zu wechseln.

n    Eine Richtlinie kann nicht verhindern, dass ein für HA konfigurierter Host ein Failover ausführt. VMs
     mit einer Affinität für den fehlerhaften Host können auf einen beliebigen verfügbaren Host im Cluster
     migriert werden.

n    Eine Richtlinie kann nicht verhindern, dass eine VM eingeschaltet wird. Wenn eine VM, die einer
     Host-Affinitätsrichtlinie unterliegt, eine Ressourcenreservierung angibt, die kein Host erfüllen kann,
     wird sie auf jedem verfügbaren Host eingeschaltet.

Diese Einschränkungen werden aufgehoben, sobald ein konformer Host verfügbar wird.

Voraussetzungen

Dieser Vorgang ist auf Benutzer mit der CloudAdmin-Rolle beschränkt.

Verfahren

1    Erstellen Sie eine Kategorie und ein Tag für VMs, die Sie in eine VM-Host-Affinitätsrichtlinie aufneh-
     men möchten.

     Wählen Sie einen Kategorienamen aus, der allgemeine Eigenschaften, z. B. Lizenzanforderungen,
     von VMs beschreibt, die Sie als Mitglieder dieser Kategorie kennzeichnen möchten.

2    Erstellen Sie eine Kategorie und ein Tag für Hosts, die Sie in eine VM-Host-Affinitätsrichtlinie aufneh-
     men möchten.

     Wählen Sie einen Kategorienamen aus, der allgemeine Eigenschaften, z. B. die installierten Lizenzty-
     pen, von Hosts beschreibt, die Sie als Mitglieder dieser Kategorie kennzeichnen möchten.

3    Kennzeichnen Sie die VMs und Hosts, die Sie in eine VM-Host-Affinitätsrichtlinie aufnehmen möch-
     ten.

4    Erstellen Sie eine VM-Host-Affinitätsrichtlinie.

     a    Klicken Sie in Ihrem SDDC auf VCENTER ÖFFNEN.

     b    Klicken Sie auf der Startseite des vSphere Clients auf Richtlinien und Profile > Computing-
          Richtlinien.

     c    Klicken Sie auf Hinzufügen, um den Assistenten Neue Computing-Richtlinie zu öffnen.

     d    Füllen Sie das Feld Name für die Richtlinie aus und wählen Sie VM-Host-Affinität im Dropdown-
          Steuerelement Richtlinientyp aus.

          Der Richtlinienname muss innerhalb Ihres SDDC eindeutig sein.

VMware, Inc.                                                                                                  24
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

     e    Geben Sie eine Beschreibung der Richtlinie ein und verwenden Sie dann die Dropdown-Steuer-
          elemente VM-Tag und Host-Tag, um eine Kategorie und ein Tag auszuwählen, für die die Richt-
          linie gilt.

          Sofern Sie nicht mehrere VM-Tags einer Kategorie zugewiesen haben, füllt der Assistent das VM-
          Tag aus, nachdem Sie die Kategorie des Tags ausgewählt haben.

     f    Klicken Sie auf Erstellen, um die Richtlinie zu erstellen.

5    (Optional) Öffnen Sie zum Löschen einer Computing-Richtlinie den vSphere Web Client, klicken Sie
     auf Richtlinien und Profile > Computing-Richtlinien, um jede Richtlinie als Karte anzuzeigen. Kli-
     cken Sie auf LÖSCHEN, um eine Richtlinie zu löschen.

Erstellen oder Löschen einer VM-VM-Anti-Affinitätsrichtlinie
Eine VM-VM-Anti-Affinitätsrichtlinie beschreibt eine Beziehung innerhalb einer Kategorie von VMs.

Eine VM-VM-Anti-Affinitätsrichtlinie wirkt einer Platzierung von virtuellen Maschinen in derselben Katego-
rie auf demselben Host entgegen. Diese Art von Richtlinie kann hilfreich sein, wenn Sie virtuelle Maschi-
nen, die kritische Arbeitslasten ausführen, auf separaten Hosts platzieren möchten, damit der Ausfall ei-
nes Hosts keine Auswirkungen auf andere VMs in der Kategorie hat. Nachdem die Richtlinie erstellt wur-
de, versucht das Platzierungsmodul in Ihrem SDDC, VMs in der Kategorie auf separaten Hosts bereitzu-
stellen. Sie können vorhandene Tags und Kategorien verwenden oder neue erstellen, die speziell auf Ihre
Anforderungen zugeschnitten sind. Weitere Informationen zum Erstellen und Verwenden von Tags finden
Sie unter vSphere-Tags und -Attribute.

Die Erzwingung einer VM-VM-Anti-Affinitätsrichtlinie kann auf verschiedene Weise beeinträchtigt werden:

n    Wenn die Richtlinie für eine Anzahl von VMs gilt, die die Anzahl von Hosts im SDDC übersteigt, oder
     wenn eine virtuelle Maschine nicht auf einem Host platziert werden kann, der die Richtlinie erfüllt, ver-
     sucht DRS, die virtuelle Maschine auf einem beliebigen geeigneten Host zu platzieren.

n    Wenn ein Bereitstellungsvorgang einen Zielhost angibt, wird diese Spezifikation immer berücksichtigt,
     auch wenn sie gegen die Richtlinie verstößt. DRS versucht, die virtuelle Maschine in einem nachfol-
     genden Standardisierungszyklus auf einen kompatiblen Host zu verschieben.

Voraussetzungen

Dieser Vorgang ist auf Benutzer mit der CloudAdmin-Rolle beschränkt.

Verfahren

1    Erstellen Sie eine Kategorie und ein Tag für jede VM-Gruppe, die Sie in eine VM-VM-Anti-Affinitäts-
     richtlinie aufnehmen möchten.

2    Markieren Sie die virtuellen Maschinen, die Sie in die jeweilige Gruppe aufnehmen möchten.

3    Erstellen Sie eine VM-VM-Anti-Affinitätsrichtlinie.

     a    Klicken Sie in Ihrem SDDC auf VCENTER ÖFFNEN.

     b    Klicken Sie auf der Startseite des vSphere Clients auf Richtlinien und Profile > Computing-
          Richtlinien.

VMware, Inc.                                                                                                25
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

     c    Klicken Sie auf Hinzufügen, um den Assistenten Neue Computing-Richtlinie zu öffnen.

     d    Füllen Sie das Feld Name für die Richtlinie aus und wählen Sie VM-VM-Anti-Affinität im Drop-
          down-Steuerelement Richtlinientyp aus.

          Der Richtlinienname muss innerhalb Ihres SDDC eindeutig sein.

     e    Geben Sie eine Beschreibung der Richtlinie ein und verwenden Sie dann das Dropdown-Steuer-
          element VM-Tag, um die Kategorie und das Tag auszuwählen, für die die Richtlinie gilt.

          Sofern Sie nicht mehrere VM-Tags einer Kategorie zugewiesen haben, füllt der Assistent das VM-
          Tag aus, nachdem Sie die Kategorie des Tags ausgewählt haben.

     f    Klicken Sie auf Erstellen, um die Richtlinie zu erstellen.

4    (Optional) Öffnen Sie zum Löschen einer Computing-Richtlinie den vSphere Web Client, klicken Sie
     auf Richtlinien und Profile > Computing-Richtlinien, um jede Richtlinie als Karte anzuzeigen. Kli-
     cken Sie auf LÖSCHEN, um eine Richtlinie zu löschen.

Erstellen und Löschen einer Richtlinie zum Deaktivieren von DRS-
vMotion
Eine DisableDRSvMotion-Richtlinie, die auf eine virtuelle Maschine angewendet wird, verhindert, dass
DRS die virtuelle Maschine auf einen anderen Host migriert, es sei denn, der aktuelle Host fällt aus oder
wird in den Wartungsmodus versetzt.

Dieser Richtlinientyp kann für eine virtuelle Maschine nützlich sein, auf der eine Anwendung ausgeführt
wird, die Ressourcen auf dem lokalen Host erstellt und erwartet, dass diese Ressourcen lokal bleiben.
Wenn DRS die virtuelle Maschine zum Lastausgleich oder zur Erfüllung von Reservierungsanforderungen
auf einen anderen Host verschiebt, bleiben von der Anwendung erstellte Ressourcen zurück, und die
Leistung kann beeinträchtigt werden, wenn die Lokalität der Referenz kompromittiert ist.

Eine Richtlinie zum Deaktivieren von DRS-vMotion wird wirksam, nachdem eine gekennzeichnete VM
eingeschaltet wurde, und dient dazu, die VM auf dem derzeitigen Host zu behalten, solange der Host ver-
fügbar bleibt. Die Richtlinie beeinträchtigt nicht die Wahl des Hosts, auf dem eine virtuelle Maschine ein-
geschaltet wird.

Voraussetzungen

Dieser Vorgang ist auf Benutzer mit der CloudAdmin-Rolle beschränkt.

Verfahren

1    Erstellen Sie eine Kategorie und ein Tag für jede VM-Gruppe, die Sie in eine DisableDRSvMotion-
     Richtlinie aufnehmen möchten.

2    Markieren Sie die virtuellen Maschinen, die Sie in die jeweilige Gruppe aufnehmen möchten.

     Sie können vorhandene Tags und Kategorien verwenden oder neue erstellen, die speziell auf Ihre
     Anforderungen zugeschnitten sind. Weitere Informationen zum Erstellen und Verwenden von Tags
     finden Sie unter vSphere-Tags und -Attribute.

VMware, Inc.                                                                                                26
Betriebshandbuch für VMware Cloud on AWS

3    Erstellen Sie eine Richtlinie zum Deaktivieren von DRS-vMotion.

     a    Klicken Sie in Ihrem SDDC auf VCENTER ÖFFNEN.

     b    Klicken Sie auf der Startseite des vSphere Clients auf Richtlinien und Profile > Computing-
          Richtlinien.

     c    Klicken Sie auf Hinzufügen, um den Assistenten Neue Computing-Richtlinie zu öffnen.

     d    Füllen Sie das Feld Name für die Richtlinie aus und wählen Sie DRS-vMotion deaktivieren im
          Dropdown-Steuerelement Richtlinientyp aus.

          Der Richtlinienname muss innerhalb Ihres SDDC eindeutig sein.

     e    Geben Sie eine Beschreibung der Richtlinie ein und verwenden Sie dann das Dropdown-Steuer-
          element VM-Tag, um die VM-Kategorie auszuwählen, für die die Richtlinie gilt.

          Sofern Sie nicht mehrere VM-Tags einer Kategorie zugewiesen haben, füllt der Assistent das VM-
          Tag aus, nachdem Sie die Tag-Kategorie ausgewählt haben.

     f    Klicken Sie auf Erstellen, um die Richtlinie zu erstellen.

4    (Optional) Öffnen Sie zum Löschen einer Computing-Richtlinie den vSphere Web Client, klicken Sie
     auf Richtlinien und Profile > Computing-Richtlinien, um jede Richtlinie als Karte anzuzeigen. Kli-
     cken Sie auf LÖSCHEN, um eine Richtlinie zu löschen.

VMware, Inc.                                                                                              27
Arbeiten mit SDDC-Add-on-
Diensten                                                                                        3
Wenn Sie sich bei der VMC Console anmelden, sehen Sie Karten für Meine Dienste und Weitere Diens-
te. Sie können Dienste aus der Liste Weitere Dienste Ihrer Liste Meine Dienste hinzufügen, um sie in
Ihrem SDDC verfügbar zu machen.

Verwenden des VMware Log Intelligence-Diensts
Mit dem VMware Log Intelligence-Dienst können Sie in Ihrem SDDC generierte Protokolle erfassen und
analysieren.

Eine Testversion des VMware Log Intelligence-Diensts ist in einem neuen SDDC standardmäßig aktiviert.
Der Testzeitraum beginnt, wenn ein Benutzer in Ihrer Organisation auf das Log Intelligence-Add-on zu-
greift, und läuft innerhalb von dreißig Tagen ab. Nach Ablauf des Testzeitraums können Sie diesen Dienst
entweder abonnieren oder einen Teil der Dienstfunktionen ohne zusätzliche Kosten weiter verwenden.
Weitere Informationen zur Verwendung von VMware Log Intelligence finden Sie in der Dokumentation zu
VMware Log Intelligence.

VMware, Inc.                                                                                          28
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