Der Tod des Neugeborenen an der Rose anno 1796

 
WEITER LESEN
Der Tod des Neugeborenen an der Rose anno 1796
Medizingeschichte                                                                                                                                                 99

Der Tod des Neugeborenen an der
Rose anno 1796
W. Hach1; V. Hach-Wunderle1,2
1Venenzentrum   Frankfurt am Main; 2Interdisziplinäres Gefäßzentrum des Nordwestkrankenhauses, Frankfurt am Main

 Schlüsselwörter                                          Keywords                                                 Menschen betroffen (12, 26). Beim Ge-
 Erysipel, Wundrose,          Tetanus,     Hufeland,      Erysipelas, rose disease, tetanus, Hufeland,             sichtserysipel gilt der Naseneingang als In-
 Osiander                                                 Osiander                                                 fektionspforte. Auch bei Kindern war das
                                                                                                                   Erysipel schon immer bekannt (▶ Abb. 1,
 Zusammenfassung                                          Summary                                                  ▶ Kasten 1).
 In der vorhygienischen Zeit lief das Erysipel in         In the era predating today’s standard hy-                   Die Infektion der Neugeborenen
 den Kriegslazaretten und Krankensälen als                giene practices, erysipelas occurred as an               kommt in unserer Zeit und Zivilisation
 Epidemie mit oftmals tödlichem Ausgang ab.               epidemic in sick bays and hospital wards,                kaum mehr vor. Als Risikofaktoren gelten
 Eine besondere, wenn auch seltene Form war               often with a fatal outcome. One particular,              das junge Lebensalter, Diabetes mellitus,
 die Rose der Neugeborenen. Auch hier gab es              though rare, form was neonatal rose disease.             Immunsuppression und nephrotisches
 kleinere Epidemien in den Geburtshäusern                 Minor epidemics of this disease also occurred            Syndrom (3). Die Eintrittspforte der Erre-
 des 18. und 19. Jahrhunderts. Eine detaillier-           in the birthing houses of the 18th and 19th              ger ist meistens der Nabel oder die Genital-
 te Beschreibung eines Krankheitsverlaufes                centuries. A detailed description of one such            region. Das Allgemeinbefinden des kleinen
 stammt von Christoph Wilhelm Hufeland aus                case was written by Christoph Wilhelm Hufe-              Patienten erscheint stark beeinträchtigt.
 dem Jahre 1796. Wahrscheinlich hatte sich                land in 1796. The infant probably acquired               Die beim Erysipel ansonsten scharf be-
 das Baby bei seiner Mutter angesteckt. Die               the infection from its mother. The pathogens’            grenzte Hautrötung ist durch das Ödem
 Eintrittspforten der Erreger befanden sich üb-           portal of entry was usually the navel and the            verwischt und erschwert die Diagnose. Im
 licherweise am Nabel und in der Genitalregi-             genital region, where they caused a dramatic             Feer´schen Lehrbuch anno 1952 heißt es,
 on. Sie verursachten hier eine dramatische               local reaction. From the outset, the infection           „mächtige Ödeme bilden sich vor allem in
 Lokalreaktion. Von vornherein verlief die In-            took the form of sepsis, so that a fatal out-            der Genitalgegend, wo sich am Skrotum und
 fektion als Sepsis. Damit erschien der tödli-            come appeared certain. In Hufeland’s case                an der Vulva eine tiefgreifende nomaartige
 che Ausgang vorgegeben. Möglicherweise                   study, the disease may also have been com-               Gangrän einstellen kann. Der Entwicklung
 war Hufelands Krankheitsfall auch mit einem              bined with tetanus (lockjaw). Today, neonatal            einer Sepsis ist das Tor geöffnet“ (7).
 Tetanus (Kieferbackenzwang) kombiniert.                  rose disease is no longer found in our cultural             Vor der antibiotischen Ära hatte das
 Heute gibt es die Rose des Neugeborenen in               region.                                                  Erysipel beim Neugeborenen eine ungüns-
 unserem Kulturkreis nicht mehr.                                                                                   tige Prognose. Insbesondere wenn die
                                                                                                                   Hautrötungen gleichzeitig an verschiede-
                                                                                                                   nen Orten auftraten oder sich schnell aus-
 Korrespondenzadresse                                     Zitierweise dieses Beitrages/Cite as:                    breiteten, zeigte sich ein bösartiger Krank-
 Prof. Dr. Wolfgang Hach
                                                          Neonatal death from rose disease in 1796                 heitsverlauf an (6, 17). Ältere Säuglinge
 Venenzentrum Frankfurt
 Fahrgasse 89, 60311 Frankfurt a.M.
                                                          Phlebologie 2014; 43: 99–104                             und Kinder haben den Infekt besser über-
                                                          DOI: http://dx.doi.org/10.12687/phleb2196-2-2014
 Tel. 069/20707, Fax 069/293930
                                                          Eingereicht: 23. Februar 2014
                                                                                                                   standen.
                                                          Angenommen: 28. Februar 2014

                                                           English version available at:                           Pathophysiologie
                                                           www.phlebologieonline.de
                                                                                                                   Beim Erysipel handelt es sich patholo-
                                                                                                                   gisch-anatomisch um die bakterielle Besie-
                                                                                                                   delung im Bereiche der Haut, also um eine
Die Rose, die Schöne, das Wilde Feuer, und                Streptokokken der Gruppe A (Streptococ-                  lokale Infektion. Die Streptokokken lösen
wie das ▶ Erysipel in seiner langen Ge-                   cus pyogenes), seltener durch andere Erre-               die Mucopolysaccacharide des Bindegewe-
schichte sonst noch genannt wurde, galt in                ger ausgelöst wird. Meistens erfolgt die In-             bes durch das Enzym Hyalorudinase auf
alten Zeiten als eine geheimnisvolle Krank-               fektion über Hautläsionen bei der Stasen-                und können sich dadurch leicht ausbreiten
heit. Natürlich, heute kennen wir sie genau               dermatitis und der chronisch-venösen In-                 (26). Der Entzündungsprozess führt zum
und brauchen sie nicht mehr zu fürchten.                  suffizienz, sowie beim primären und se-                  schmerzhaften Erythem, bei komplizier-
Es handelt sich um eine spezielle Form der                kundären Lymphödem infolge der Lymph-                    tem Krankheitsverlauf auch zu Blasenbil-
Zellulitis, die durch beta-hämolysierende                 abflussstörung. Deshalb sind oft ältere                  dung und Phlegmone bzw. Abszedierung

© Schattauer 2014                                                                                                                           Phlebologie 2/2014
100                           W. Hach; V. Hach-Wunderle: Tod des Neugeborenen an der Rose

                              mit Nekrosen. Im Besonderen sind die                                                                     Erysipel eine von Mensch zu Mensch leicht
                              Lymphbahnen betroffen, das führt zum se-             Bezeichnungen für die Rose                          übertragbare Infektionskrankheit, die in
                              kundären Lymphödem und zur Rezidiv-                  im 19. Jahrhundert (20)                             den Hospitälern und Lazaretten wie eine
                              neigung. Aber im Prinzip gilt die Krank-                                                                 Epidemie abgelaufen ist. Besonders in
                              heit als selbstlimitierend (2).                      Der Rothlauf                                        Kriegszeiten wüteten Wundfieber und
                                 Die systemische Infektion mit Strepto-            Die Schöne                                          Wundrose in den Krankensälen, forderten
                              coccus pyogenes ruft dagegen andersartige,           Das Lagerfeuer, Glockfeuer, Flogfeuer               unter den Verletzten und Operierten un-
                              schwere Krankheitsbilder wie die nekroti-            Das wilde oder heilige Feuer                        zählige Opfer (27) (▶ Abb. 2). Bei Stannius
                              sierende Fasziitis, Pneumonie, Perikarditis,         Der Anschuss                                        1837 heißt es (25): „In manchen Jahren
                              Peritonitis, Meningitis oder Endokarditis            Erysipelas, Erythropelas                            kommt das Erysipelas bei Geisteskranken (in
                              sowie die Puerperalsepsis hervor, und die            Brunus (= braun)                                    den geschlossenen Anstalten) außerordent-
                              gehen mit einer mit hoher Letalität einher,          Icteritia rubra                                     lich häufig vor; da muß man denn oft lange
                              auch heute noch.                                     Ignis St. Antonii, Ignis sylvestris, sylvaticus     Zeit von allen ableitenden Mitteln, die bei
                                                                                                                                       Geisteskranken doch so nützlich sind, ganz
                              Infektionsmodus                                                                                          absehen; kaum ist ein Haarseil, eine Moxa,
                                                                                                                                       ein Vesicans in Anwendung gebracht, so
                              Der Streptococcus pyogenes kommt weltweit           erkranken nahezu immer Einzelpersonen,               stellt sich eine erysipalöse Entzündung ein;
                              vor und wird durch Tröpfchen- oder                  gegebenenfalls mit bestimmten Risikofak-             dasselbe geschieht nach oberflächlicher Ver-
                              Schmierinfektion übertragen. Bei der In-            toren.                                               letzung der Haut; ein leichter Stoß, die Oeff-
                              fektion zum Erysipel spielen deshalb indi-             Das war früher, in der vor-antibioti-             nung einer Vene beim Aderlaß, die Applika-
                              viduelle Voraussetzungen die entscheiden-           schen und insbesondere in der „vor-hygie-            tion von Blutegeln bewirken das Auftreten
                              de Ursache. Mit anderen Worten, heute (!)           nischen“ Zeit, ganz anders. Damals war das           eines Erysipelas“.

                                                                                                                                       Die Rose der
                                                                                                                                       Neugeborenen
                                                                                                                                       Kleine Epidemien von Erysipel traten im
                                                                                                                                       18. und 19. Jahrhundert auch unter den
                                                                                                                                       Neugeborenen in den Geburtshäusern auf,
                                                                                                             Abb. 1
                                                                                                             Von einer Schleim-
                                                                                                                                       nur wurde darüber kaum berichtet. In der
                                                                                                             hautinfektion des Ves-    Regel verlief die Krankheit tödlich. Seltener
                                                                                                             tibulum nasi ausge-       wurde über eine Heilung berichtet (19, 24).
                                                                                                             hendes Erysipel. Typi-    In den Krankheitsberichten dieser Zeit hat
                                                                                                             sche flammenförmige       die Krankheit bei den behandelnden Ärz-
      ©Dr. Karl Thomae GmbH

                                                                                                             Ausläufer. Aus: Bildta-   ten wohl immer einen tiefen Eindruck hin-
                                                                                                             feln Thomae. Klinische    terlassen (20). Eine Kasuistik ist besonders
                                                                                                             Visite Blatt 113. Dr.     gut dokumentiert, aber in der Literatur tief
                                                                                                             Karl Thomae GmbH.
                                                                                                                                       vergraben, und deshalb blieb sie so gut wie
                                                                                                             Biberach an der Riss
                                                                                                             1966.                     unbekannt: Christoph Wilhelm Hufeland1
                                                                                                                                       (1762–1861) hat den dramatischen Krank-

                                                                                                                                       1 Christoph Wilhelm Hufeland (1762–1836) gehör-
                                                                                                                                         te nicht nur in Deutschland, sondern in unserem
                                                                                                                                         gesamten Kulturkreis zur den berühmtesten Ärz-
                                                                                                                                         ten. Seine sozialmedizinischen Reformen und seine
                                                                                                                                         Vorbildfunktion in humanistischer Hinsicht wirken
                                                                                                                                         bis in die heutige Zeit fort. Nach dem Medizinstu-
                                                                                                                                         dium in Jena und Göttingen hatte er zunächst die
                                                                                                                                         umfangreiche Praxis seines Vaters in Weimar über-
                                                                                                                                         nommen, war Hofarzt und Leibarzt der großen
                              Abb. 2 Kasuistik von Richard von Volkmann anno 1875. Handarbeiter, 43 Jahr. Aufgenommen 1873.
                                                                                                                                         Dichter der Weimarer Klassik. Von 1793 bis 1801
                              Caries der linken grossen Zehe aus einem vernachlässigten Frostgeschwür entstanden. Abnahme der            lehrte er an der Universität Jena. Dann erhielt er
                              Zehe, abends heftiger Schüttelfrost, Delirien, fortschreitendes Erysipel. Lymphangoitisstreifen am         den Ruf als Leibarzt am Königshof nach Berlin.
                              Oberschenkel. Die ganze Extremität ist erysipelatös entzündet. Tod am 7. Tag. Bei der Sektion schwere      Hier wirkte er maßgeblich an der Preußischen Bil-
                              parenchymatöse Veränderungen an den inneren Organen (27).                                                  dungsreform mit (8, 11).

                              Phlebologie 2/2014                                                                                                                     © Schattauer 2014
W. Hach; V. Hach-Wunderle: Tod des Neugeborenen an der Rose                 101

heitsverlauf anno 1796 in seinem Journal              Während dieser ganzen Zeit wurde das
für praktische Medizin beschrieben (14).          Kind theils von einer andern Amme gesäugt,
Man sprach damals von der „Rose“ (24;             theils wie vorher gefüttert. Den 12ten Mor-
▶ Abb. 3).                                        gens bekam es den ▶ Kinnbackenzwang (4,
                                                  23). Gegen 6°° Abends hatte der Krampf
Hufelands Kasuistik                               gäntzlich nachgelassen. Die Nacht war sehr
                                                  unruhig. Den 13ten früh entdeckte ich in der
„Meine eigene Frau (Hufelands Patientin,          linken Weiche einen hellroten Fleck von der
nicht Ehefrau) wurde am 29. Aug. 1796             Größe eines Taubeneyes. Die Röthe breitete
zum erstenmale von einem gesunden Mäd-            sich bald weiter besonders um die Ge-
chen glücklich entbunden. Die Mutter be-          schlechtstheile. Sie erhielt ein gelindes Brech-
fand sich die ersten Tage nach der Geburt         mittel. In den Unterleib wurde Althesalbe
wohl. Da sie noch wenig Milch hatte, so wur-      mit Laudanum eingerieben und über die
de das Kind täglich zweymal von einer ge-         entzündeten Stellen Läppchen, in warme
sunden Amme gesäuget, und bekam zwi-              Milch getunkt, gelegt. Bis zum 15ten war der
schendurch etwas Muuß, aus Bisquit mit            ganze linke Schenkel bis zum Kreuz ange-
Wasser und Zucker bereitet. Zum Abführen          schwollen und dunkelroth, aus der Scham
des Kindespechs erhielt es Rhabarbersyrup         floß ein gelber Schleim. Die Stühle waren
mit Bittersalzerde. Am fünften Tage nach          dabei immer grün und gehackt und folgten           Abb. 3 Originalseite des Artikels von Hufeland
Mittag befiel die Mutter nach einem heftigen      selten. Den 16ten war die Geschwulst sehr          im Journal der praktischen Medizin. 1796. Bd X/4;
                                                                                                     Seite 147.
Schreck ein Fieber mit schnellem, nicht sehr      gemindert, hingegen der rechte Schenkel und
vollem und harten Pulse, brennener Hitze,         ein Theil des Rückens entzündet. Den 17ten
so, dass die Haut hin und wieder roth unter-      war die Geschwulst an der linken Seite fast
lief, Kopfweh, Irrerede, heftigen Durst, trock-   ganz verschwunden, die Haut wurde kraus
ner schleimigte Zunge. Die Reinigung stand,       und fing an sich abzuschilfern. Bis zum
                                                                                                      Lokale Behandlung der
der Leib wurde aufgetrieben und schmerz-          19ten nahm die Entzündung an der rechten            Rose bei Hufeland (1)
haft. Sie erhielt 2 Klystiere, wonach zweymal     Seite immer mehr zu, und verbreitete sich
mäßige Ausleerung erfolgte. Die Nacht war         vom Kreuz bis zum Plattfuß, alle Teile wa-          •   Althe-Salbe (Altheae = Eibisch)
sehr unruhig, die Hitze dauerte fort, sie ver-    ren hochroth gefärbt und hart wie Holz an-          •   Styrax-Salbe (Harz von Storax officinalis,
fiel in einen tiefen Schlaf, während welchem      zufühlen. Eine Stelle von der Größe eines               Styraxbaum aus Kleinasien, Ostindien)
ein allgemeiner Schweiß erfolgte. Beym Er-        Groschens wurde blau und setzte eine                •   Umschläge mit warmer Milch
wachen war sie ziemlich munter. Am folgen-        Brandblase. Es wurden ▶ Styraxsalbe darü-           •   Umschläge mit Fenchelswasser (Semina
den Tage befand sie sich wieder so wohl, als      ber gelegt, Klystire, Mannaaufguß mit Zink-             Foeniculi als Zusatz zum Thee)
zuvor.                                            blüthe und ▶ Laudanum gegeben und die               •   Umschläge mit Blättrigter Weinsteinerde
                                                  Milchumschläge fortgesetzt. Am Tage schlief             (Sal essentiale tartari in Wasser)
                                                  das Kind einige Stunden, nahm die Brust be-
                                                  gierig, fuhr aber bey der geringsten Bewe-
                                                  gung der Mutter, während des Säugens, hef-
 Kinnbackenzwang bey                              tig zusammen. Die Nächte waren schlafloß           züglich war eine Stelle vom Nabel bis an die
 Neugebornen (Tetanus) (4)                        und sehr unruhig.                                  Schaam in der Breite von 2 Fingern sehr
                                                      Den 20sten fing die Geschwulst an bleich       stark aufgetrieben und hochroth. Die Um-
 •   In Languedock, Provence, Schweiz und         zu werden, auch die Härte nahm ab. Die             schläge wurden nach Möglichkeit fortgesetzt,
     Minorka sehr häufig                          Brandstelle gab ein gutes Eiter. Am 23sten         eine Mischung aus Fenchelwasser, Rhabar-
 •   Befällt junge Kinder zwischen 3ten und       und 24sten schien sich alles sehr zu bessern.      ber und blättrigter Weinsteinerde, nebst
     12ten Tage                                   Die Haut schilferte ab und die Brandstelle         Klystire gegeben, die aber die mehrste Zeit
 •   Endigt sehr oft mit dem Tode                 schloß sich.                                       ohne Wirkung wieder abgingen, weswegen
 •   Dunkles Weinen, geringe Oefnung des              Den 25sten aber verschlimmerte sich –          zu der vorigen Mischung…
     Mundes                                       wahrscheinlich durch den Gram der Mutter              den 28sten noch etwas Jalappapulver zu-
 •   Fehlende Bewegung der Lippen                 – alles wieder. Der Unterleib wurde aufge-         gesetzt wurde, wonach einige gehackte, mit
 •   Unmögliches Saugen, doch leichtes            blasen, das Kind schrie fast beständig, nahm       Schleim vermischte Stühle erfolgten, und der
     Schlingen                                    die Brust mit Heißhunger. An beyden Bei-           Bauch etwas weicher wurde. Abends Minde-
 •   Verstopfung des Leibes                       nen, dem Rücken, im Nacken und an den              rers Geist mit Fliederthee (▶ Abb. 4).
 •   Steifigkeit des Halses, Stamms und Glie-     Ellenbogen zeigten sich bis zum…                      Den 29sten war fast der ganze Körper,
     der vom Todtenkrampf                             27sten immer neue Flecken, die sich zuse-      das Gesicht und die Brust ausgenommen,
                                                  hends ausbreiteten und anschwollen, vor-           angeschwollen, die Knie und Ellenbogen sehr

© Schattauer 2014                                                                                                                Phlebologie 2/2014
102   W. Hach; V. Hach-Wunderle: Tod des Neugeborenen an der Rose

                                                                                                       haft werden. Die Farbe der Geschwulst wird
                                                                                                       in der Folge dunkelroth, blau, es entstehen
                                                                                                       Brandblasen, Petechien; selbst die Gelenke,
                                                                                                       wenn sie von der Rose befallen werden, wer-
                                                                                                       den steif; der Unterleib wird aufgetrieben, als
                                                                                                       wenn lauter Kartoffeln darinn enthalten wä-
                                                                                                       ren. Trismus und Gelbsucht treten bisweilen
                                                                                                       noch vor dem Tode hinzu.
                                                                                                          Zur Entstehung der Krankheit trägt wohl
                                                                                                       in manchen Fällen die epidemische Consti-
                                                                                                       tution viel bey. Hr. Prof. Ösiander sah im
                                                                                                       Entbindungshause zu Göttingen mehrere
                                                                                                       Kinder auf diese Art erkranken, da gerade
                                                                                                       viele Wöchnerinnen an einer galligt-rheu-
                                                                                                       matischen Krankheit litten. Hier erkrankten
                                                                                                       im September 1796 fast zu gleicher Zeit 3
                                                                                                       Kinder. Sollte die Rose wohl durch Anste-
                                                                                                       ckung entstehen können? Bey denen hier fast
                                                                                                       zugleich erkrankten Kindern traf es sich,
                                                                                                       dass die Hebamme an einer Blatterrose im
                                                                                                       Gesichte litte, die eben von Feuchtigkeit trief-
                                                                             Abb. 4                    te“ (14). In der von Hufeland beschriebe-
                                                                             Jalappa (aus: D. Valen-
                                                                                                       nen Kasuistik erkrankte die Mutter am 5.
                                                                             tini: Museum museo-
                                                                             rum. Frankfurt 1704)      Lebenstage ihres neugeborenen Kindes an
                                                                                                       einem hochfieberhaften Infekt, bei dem es
                                                                                                       nicht ausgeschlossen ist, dass es sich auch
                                                      hervor. Unter diesen Umständen ließ ich alle     um ein Erysipel gehandelt haben könnte.
                                                      Hoffnung zur Genesung fahren, doch aber             Hufeland war ein konsequenter Ver-
                                                      noch ob und an ein Klystir geben, wo-            fechter der strengen Hygiene. In Jena hielt
                                                      durch…                                           er täglich 4 Stunden Vorlesung über Spe-
                                                         am 31sten Morgens und Nachmittags or-         zielle Therapie und Krankheitserscheinun-
                                                      dentlich figurirte, dunkelgelb gefärbte Ex-      gen, in die auch die Frauen- und Kinder-
                                                      cremente abgingen, was in der ganzen             heilkunde einbezogen war. Er beherrschte
                                                      Krankheit nicht geschehen war. Abends starb      demnach das medizinische Wissen seiner
                                                      das Kind ganz sanft ohne alle krampfhafte
                                                      Bewegung.“
                                                                                                        Medikation der Rose bei
                                                      Hufelands Epikrise
                                                                                                        Hufeland (1)
                                                      Neben dieser Kasuistik hat Hufeland noch
                                                      weitere Krankheitsverläufe geschildert und        •   Manna (Harz von Haynbuchen und
                                                      andere Beobachtungen aus der Literatur                Eschen, Auflösung in Wasser und Wein-
                                                      einbezogen (18). So kommt er zu einer zu-             geist)
                                                      sammenfassenden Beurteilung der Rose              •   Laudanum liquidum Sydenhami (Opium,
                                                      anno 1796. Darin wird erstmalig die Ver-              Safran, Zimmt und Nelken mit spani-
                                                      mutung geäußert, dass es sich um eine In-             schem Wein digerirt)
                                                      fektion handeln könne. Aber die Differen-         •   Zinkblüthe (Verkalkung des Zinks bey
      Abb. 5 Christoph Wilhelm Hufeland (1762–1836)   zierung des Tetanus als eigenständiges Ge-            offenem Feuer)
      in seiner Berliner Zeit (8).                    schehen geht nicht eindeutig hervor.              •   Rhabarber (Radix Rhabarbari als Abführ-
                                                         „Die Krankheit erscheint in den ersten             mittel)
                                                      Tagen des Lebens, bis zur 6ten Woche.             •   Minderersgeist (Eßigsalmiak in Wasser
      dick, krumm und steif. Der Unterleib wurde      Hauptsächlich an den eingewickelten untern            gelöst gegen Exantheme)
      wieder dicker, und ließ sich, als wenn lauter   Extremitäten, dem Nacken, in den Weichen,         •   Japappa-Pulver (Radix Jalappae aus
      Kartoffeln darinn wären, anfühlen; vorzüg-      findet man rothe Flecken, die sich schnell            Madera als Abführmittel)
      lich stand die Leber unter den Rippen sehr      weiter arbeiten, hart wie Holz und schmerz-

      Phlebologie 2/2014                                                                                                           © Schattauer 2014
W. Hach; V. Hach-Wunderle: Tod des Neugeborenen an der Rose                         103

Zeit. Ein zweiter Vorlesungszyklus betraf                                                                 nen (14, 21). „Die Schwangere wurde am 6.
die Makrobiotik, die Kunst, das menschliche       Ursachen der Rose,                                      April 1794 in das Entbindungshospital auf-
Leben zu verlängern, die sich auch zu ei-         anno 1836 (18)                                          genommen. Vom Kratzen an den Varicibus
nem großen Teil auf die Hygiene und Er-                                                                   der Füße hatte sie ein Geschwür nahe am
ziehung der Kinder bezog (11) (▶ Abb. 5).                                                                 Knöchel des rechten Fußes bekommen, das
    Mit seiner ersten Ehefrau Juliane Ame-
                                                  •   Epidemische Constitution
                                                                                                          durch die Behandlung mit fetten Salben au-
lung (1771–1845) hatte Hufeland selbst 7
                                                  •   Schlechte Diät der Mutter
                                                                                                          ßer dem Hospital übelriechend geworden
Kinder. Er wusste also mit Neugeborenen
                                                  •   Verdorbene Atmosphäre der Wochen-
                                                                                                          war, aber unter täglichem Waschen mit rei-
                                                      stube (Trocknen der Windeln am Ofen)
umzugehen. In dem Ratgeber Erinnerun-                                                                     nem Wasser heil wurde. Die Schwangere be-
gen an alle Mütter, denen die Gesundheit ih-
                                                  •   Zu festes Umbinden der Nabelbinde
                                                                                                          fand sich von da an gesund. Am 3. Junius
rer Kinder am Herzen liegt (1794) beschrieb
                                                  •   Einwickeln in feuchten wollnen Windeln
                                                                                                          um Mitternacht kam der Kopf ins Einschnei-
                                                      und Druck
er speziell die Richtlinien für die Pflege des                                                            den. Die Gebärende wurde wegen den von
neugeborenen Kindes. Darin heißt es (15):
                                                  •   Erkältungen der Mutter oder Ammen
                                                                                                          Varicen stark angeschwollenen Genitalien
„Die wichtigste Regel ist: Man wasche alle
                                                  •   Anhängung von verdorbenem Kinds-
                                                                                                          äußerst schonend behandelt.“
                                                      pech
Morgen das Kind vom Kopfe bis zu den Fü-
ßen mit kaltem Wasser. Es ist unglaublich,                                                                Literatur über Ursachen der Rose
von welcher außerordentlichen Wirkung die-                                                                bei Georg Friedrich Most4
ses einfache Mittel ist. Gewöhnlich lasse ich    selben (anno 1794) von dem Schweizer
damit den Anfang schon in der dritten Wo-        Arzt und Chemiker Christoph Girtanner                    Als ▶ Ursache sah Most: „Verdorbene, mit
che machen, so daß man das bis dahin war-        (14)2. Darin heißt es: „Die Rose der Neuge-              faulen Dünsten angefüllte, feuchte Luft, da-
me Waschwasser kühler und immer kühler           borenen ist gemeiniglich tödtlich. Wenn sie              her das häufige Erscheinen der Krankheit in
nimmt, bis man endlich zum ganz kalten           um den Nabel, oder in der Gegend der Zeu-                Findelhäusern, schlecht eingerichteten Ge-
kommt. Sehr bald gewöhnen sich die Kinder        gungstheile, zuerst sich zeigt, geht sie in              bäranstalten, Spitälern; rohe Behandlung
daran.“                                          Brand über. Bey Knaben zeigt sie sich gemei-             der Nabelschnur; das Einwickeln der Kinder
    Und weiter schreibt Hufeland: „Ein           niglich zuerst am Hodensacke; dann schwel-               in heisse und feuchte Tücher, das gewaltsa-
Kind dunstet weit mehr aus, und die Wäsche       len die Zeugungstheile auf, und unter der                me Hineindrucken des Nabels, um den Na-
wird folglich weit eher unbrauchbar, als bey     Vorhaut zeigt sich ausgetretene Lymphe. Die              belbruch zu verhüten, Unreinlichkeit, Erkäl-
einem Erwachsenen. Ein jeder, der es kann,       Krankheit ist nicht ansteckend. Die Ursache
sollte seinem Kinde alle Tage weiße, trockne     derselben ist bis jetzt noch unbekannt. Doch
Wäsche geben. Und lieber lasse mans an et-       scheint sie vorzüglich dann zu entstehen,
                                                                                                          3 Friedrich Benjamin Osiander (1759–1835) stand
was anders fehlen, um ihm diese große            wenn die Mutter schwächlich ist, oder wenn                 mit der Geschichte des Göttinger Accouchier-Hau-
Wohltat verschaffen zu können.“ Sicherlich       sie die Gewohnheit hat, im Ueberfluss geisti-              ses in enger Verbindung (22). Die Institution wurde
wurden diese Prinzipien der Hygiene von          ge Getränke zu trinken.“ (9)                               1791 durch Albrecht von Haller (1708–1777) initi-
                                                                                                            iert und der Universität zur Ausbildung der Stu-
den streng gottesfürchtigen Eltern Hufe-
                                                                                                            denten angeschlossen. Anfangs kamen nur arme
land und ihren Kindern vorgelebt.                Literatur zur Ursache der Rose bei                         und uneheliche Frauen zur Entbindung herein.
                                                                                                            Man schämte sich vor den Männern, und deshalb
                                                 Friedrich Benjamin Osiander                                hatte die neue Klinik einen ständigen Mangel an
Informationen aus der                            Der bekannte Göttinger Geburtshelfer Osi-                  Patienten. Die Frauen mussten sich verpflichten, 6
                                                                                                            Wochen vor und 2 Wochen nach der Niederkunft
Literatur um 1796                                ander3 (s.u.) schilderte in seinem zweibän-                leichte Arbeiten durchzuführen, beispielsweise am
                                                 digen Werk Neue Denkwürdigkeiten für                       Spinnrad zum Ersatz der Wäsche. Ernährung und
Das Erysipel war in der vorhygienischen          Aerzte und Geburtshelfer (1797) den tödli-                 hygienische Verhältnisse sollen gut gewesen sein.
                                                                                                            Osiander entwickelte die Geburtshilfe zu einer
Zeit weit verbreitet und wurde in den zeit-      chen Krankheitsverlauf eines Neugebore-                    „Entbindungskunst“ (5). Er hat in diesem Rahmen
genössischen Lehrbüchern ausführlich be-                                                                    eine ungewöhnlich große Zahl von geburtshilfli-
schrieben, zumal die Diagnose infolge der                                                                   chen Operationen vorgenommen und geriet damit
typischen Hautveränderungen ja leicht            2 Christoph Girtanner (1760–1800) hat in Göttin-           in Widerspruch zu der renommierten Wiener
                                                   gen studiert und sich zunächst in seiner Vaterstadt      Schule von Lucas Johann Boer (1751–1835) (24).
möglich erschien (24). Die Erkrankung der          St. Gallen als praktischer Arzt niedergelassen. Dann     Osiander hat mehrere Lehrbücher geschrieben,
Neugeborenen wurde dabei als Sonder-               zog er nach dem zusätzlichen Studium der Chemie          auch für Hebammen.
form herausgestellt.                               nach Göttingen um, hatte hier mit der Universität      4 Georg Friedrich Most (1794–1845) stammte aus
                                                   jedoch keinen Kontakt. Er nahm ausgedehnte Rei-          Rostock und hat in Göttingen Medizin und Philo-
                                                   sen durch Europa vor, schrieb viele Artikel und Bü-      sophie studiert. Später ging er in seine Heimatstadt
Literatur bei Christoph Girtanner                  cher über alle möglichen Themen, zuletzt auch            zurück. Hier lehrte er an der Universität und gab
                                                   über Politik und Historie. Seine bekanntesten me-        zahlreiche Schriften heraus, auch populärmedizini-
über den Verlauf                                   dizinischen Werke sind die dreibändigen Abhand-          scher Art. Seine bekanntesten Werke sind die Enzy-
                                                   lungen über die venerischen Krankheiten und das          klopädie der medizinischen Praxis und die Enzyklo-
Viel gelesen in dieser Zeit wurden die Ab-
                                                   hier zitierte Kinderbuch. Girtanner zog viele Miss-      pädie der gesammten Staatsarzneykunde. Er erhielt
handlungen über die Krankheiten der Kin-           billigungen auf sich, weil er es mit der Urheber-        zahlreiche hohe Auszeichnungen und starb an der
der und über die physische Erziehung der-          schaft seiner Aussagen nicht so genau nahm (10).         Cholera (13).

© Schattauer 2014                                                                                                                        Phlebologie 2/2014
104   W. Hach; V. Hach-Wunderle: Tod des Neugeborenen an der Rose

      tung, schlechte Kindesnahrung, reizende, er-    bis an die Pfortader angefüllt war“. Die       schreibungen in der Hufelandschen Zeit
      hitzende Diät. Zorn, Schreck, Geilheit der      Mutter erkrankte anschließend an einer         erinnern an eine Sepsis, an einen von vorn-
      stillenden Mutter oder Amme“ (18).              Form des Wahnsinns, was Osiander da-           herein systemischen, tödlichen Verlauf. Viel-
                                                      durch erklärte, dass bei ihr die Mutter-       leicht prägte die Neugeborenen-Periode
      Autoptische Befunde bei Friedrich               milch ins Gehirn abgeflossen sei.              mit ihren „Geburtswunden“ und ihrer be-
      Benjamin Osiander 1797                                                                         sonderen Immunitätslage ein primär septi-
                                                                                                     sches Krankheitsbild, wie es auch später
      Der Befund einer Leichenöffnung wurde           Beurteilung aus heutiger                       Richard von Volkmann bei den todkran-
      von Osiander ausführlich beschrieben. Das       Sicht                                          ken Verwundeten in den Kriegslazaretten
      Kind erkrankte daran am 7. Tage nach der                                                       und bei seinen operierten Patienten in den
      Geburt und verstarb zwei Tage später. Im        Bis zum Zeitalter der Antibiose war die Ro-    Krankensälen beschrieben hat. Ein sekun-
      Bericht heißt es (21): „Das Skrotum war,        se der Neugeborenen immer wieder einmal        däres Lymphödem, das für uns heute ja die
      wie ein Hühnerey, aufgetrieben, und beim        aufgetreten. Heute ist die Krankheit in Ver-   größte Bedeutung hat, stand früher weder
      Einschneiden zeigte sich gelblich sulzige Ma-   gessenheit geraten und wird in den aktuel-     als Ursache noch als Folge zur Debatte.
      terie, ebenso die Zellhaut zwischen Bauchde-    len Lehrbüchern der Pädiatrie nicht mehr
      cke und dem Peritonaeo. Aus dem Perito-         erwähnt (16). So dramatische Krankheits-          Wenn du weinen kannst, so danke Gott.
      neum floß ein safrangelbes Serum heraus.        verläufe wie damals gibt es nicht mehr, zu-       (Goethe, Epilog zu „Essex“)
      Auch die im Darm enthaltenen Excremen-          mindest nicht in unserem Kulturkreis.
      ten waren sehr gelb. In der entzündeten Le-        Aber die Antibiotika haben diesen Er-       Die Literatur zu diesem Artikel finden Sie
      bergegend war eine gelbe eiterähnliche Mate-    folg nicht allein zu verbuchen. Im Verlauf     unter: www.phlebologieonline.de
      rie. Besonders merkwürdig schien mir, daß       der Jahrhunderte hat sich der Krankheits-
      mit eben solchem Eyter die Vena umbilicalis     charakter des Erysipels verändert. Die Be-

                                              SWOP. Medien und Konferenzen GmbH
                                                     FKS00018689_31248
                                                           4463.pdf
W. Hach; V. Hach-Wunderle: Tod des Neugeborenen an der Rose                           --

                                                        11. Hach W, Hach-Wunderle V. Christoph Wilhelm                nal der practischen Heilkunde, Bd XXV, 3. St.
Literatur                                                   Hufeland (1762–1836), die Lebenskraft und die             145–162.
                                                            Vorahnung einer venösen Thrombose. Gefässchi-       20.   Oberkampff LC. Die Hautkrankheiten und ihre
1. Arnemann J. Praktische Arzneymittellehre. Wien:          rurgie 2013; 18: 736–742                                  Behandlung. Hannover: Helwingsche Hof- und
    V. Ghelen 1799.                                     12. Hach W, Mumme A, Hach-Wunderle V. Venen-                  Buchhandlung 1835.
2. Böker W, Denk H, Heitz Ph U. Pathologie.                 Chirurgie. Stuttgart: Schattauer 2013.              21.   Osiander FB. Neue Denkwürdigkeiten für Aerzte
    München Jena: Urban und Fischer 2004.               13. Hirsch A. Biographische Lexikon der hervorra-             und Geburtshelfer. Göttingen: Rosenbusch 1797,
3. Celestin R, Brown J, Kihiczak G, Schwartz RA.            genden Ärzte aller Zeiten und Völker. Wien, Ber-          1. Bd.
    Erysipelas: a common potentially dangerous infec-       lin: Urban & Schwarzenberg 1886.                    22.   Osiander FB. Kathinka Rinke. Das Göttinger Ac-
    tion. Acta Dermatovenerol Alp Panonica Adriat.      14. Hufeland CW. Journal der praktischen Medizin.             couchierhaus. Wikipedia.org
    2007; 16: 123–127.                                      1796. Bd X/4; 147-                                  23.   Richter AG. Die chronischen Krankheiten nach
4. Daniels DCF. Pathologie, oder vollständige Lehre     15. Hufeland CW. Erinnerungen an alle Mütter, denen           den hinterlassenen Papieren des verstorbenen D.
    von den Krankheiten. Leipzig Weißenfels: Severin        die Gesundheit ihrer Kinder am Herzen liegt.              Aug. Gottl. Richter. Berlin: Nicolaische Buchhand-
    1794.                                                   Honäus. Bielefeld 1793                                    lung. Berlin 1821; 6. Abth. 8. Bd., S. 368.
5. Fasbender H. Geschichte der Geburtshilfe. Hildes-    16. Koletzko B. Kinder- und Jugendmedizin. Heidel-      24.   Siebold ECI von. Versuch einer Geschichte der Ge-
    heim: Olms 1964.                                        berg: Springer 2012, 14. Aufl.                            burtshülfe. Bd II. Tübingen: Pietzcker 1902.
6. Feer E. Lehrbuch der Kinderheilkunde. Jena:          17. Lust F. Diagnostik und Therapie der Kinderkrank-    25.   Stannius H. Theoretisch-practische Darstellung
    Fischer 1922.                                           heiten. Berlin, Wien: Urban & Schwarzenberg               der Hautkrankheiten. Bd 1; 167–196. Berlin. En-
7. Feer E. Lehrbuch der Kinderheilkunde. Hsg. H             1927.                                                     slin 1837.
    Kleinschmidt. Jena: Fischer 1952.                   18. Most GM. Encyklopaedie der gesammten medi-          26.   Stevens DL. Erysipelas and Cellulitis. In Jong ECJ,
8. Genschorek W. Christoph Wilhelm Hufeland.                cinischen und chirurgischen Praxis mit Einschluss         Stevens DLJ. Netter´s infectional diseases. Philad-
    Leipzig: Hirzel 1977.                                   der Geburtshülfe, der Augenheilkunde und der              elphia: Elsevier Saunders 2012.
9. Girtanner C. Krankheiten der Kinder und über die         Operativchirurgie. Leipzig: Brockhaus 1862, 3.      27.   Volkmann R. Accidentelle Wundkrankheiten. In:
    physische Erziehung derselben. Berlin: Rottmann         Aufl., Band 1: 627–631.                                   Beiträge zur Chirurgie. Leipzig: Breitkopf und
    1794.                                               19. Nees von Esenbeck CG. Bemerkungen und Er-                 Härtel 1975.
10. Girtanner C. wikisource.org                             fahrungen über das Erysipelas neonatorum. Jour-

© Schattauer 2014                                                                                                                                Phlebologie 2/2014
Sie können auch lesen