Für pädagogisch Tätige Wetteraukreis

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Für pädagogisch Tätige Wetteraukreis
Für pädagogisch Tätige
     b i l d ung   in Kindertageseinrichtungen im Wetteraukreis
Fort
    2021
                   Fachbereich Jugend und Soziales
Für pädagogisch Tätige Wetteraukreis
FORTBILDUNG

              Fortbildungsprogramm für pädagogisch Tätige 2021

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Für pädagogisch Tätige Wetteraukreis
Sehr geehrte Damen und Herren,                           im Wetteraukreis hat sich dieser Herausforderung
                                                         konzeptionell gestellt. Referenten und Referentinnen
das zurückliegende Jahr fordert uns, insbesondere        wurden geschult und nun können wir Ihnen im vor-
durch die noch gegenwärtige Corona-Pandemie,             liegenden Programm erstmals auch Online Seminare
beruflich und privat in einem erheblichen Maß.           anbieten!
Selbstverständlichkeiten wie klare Abläufe und ein
sicherer Rahmen, die für Kinder und Familien ein         Wir bitten die Träger, diese neuen Fortbildungsvari-
wesentlicher Baustein für eine gesunde Entwicklung       anten zu unterstützen, indem sie die technischen
sind, sind plötzlich nicht mehr gegeben. In Zeiten des   und räumlichen Voraussetzungen für die Teilnahme
Betretungsverbots wurde die große gesellschaftliche      an einer solchen Online-Fortbildung schaffen. Allen
Aufgabe, die Sie alle vor Ort tagtäglich leisten, sehr   Erzieherinnen und Erziehern möchte ich Mut machen,
deutlich erkennbar. Auch ich möchte an dieser Stelle     sich auf dieses neue Format einzulassen und es
die Gelegenheit nutzen und mich bei Ihnen allen –        auszuprobieren. Es ist meist sehr viel einfacher als
den Trägerverantwortlichen, den Leitungskräften sowie    anfangs gedacht!
jeder einzelnen Erzieherin und jedem einzelnen Erzie-
her – für Ihren Einsatz und Ihr Engagement in diesen     Eine weitere Neuerung im Programm sind sechs je
schwierigen Zeiten sehr herzlich bedanken!               3-tägige Fortbildungen zum Hessischen Bildungs-
                                                         und Erziehungsplan, an denen Sie als Team bzw. als
Sie alle – Fachkräfte, Eltern und Kinder – sind nun      „Teilteam“ teilnehmen können. Die Teilnahme kann als
aufgefordert, mit dieser „neuen Normalität“ umzuge-      Nachweis für die Qualitätspauschale beim Regierungs-
hen, um der wichtigen Aufgabe nachzukommen, alle         präsidium eingereicht werden.
Kinder zu unterstützen, zu integrieren, zu bilden, zu
erziehen und zu betreuen. Dabei möchten wir Sie auch     Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Durchstöbern
in diesem Jahr wieder bestmöglich unterstützen und       und Auswählen unserer vielfältigen Angebote, die Sie
stärken.                                                 motivieren und so – zum Wohle der Kinder – in Ihrer
                                                         Tätigkeit unterstützen und voranbringen sollen.
Wie immer ist das umfassende Fortbildungsprogramm
in sieben verschiedene Themenbereiche gegliedert         Mit freundlichen Grüßen
(Bildung, Erziehung und Betreuung, Kinderschutz,
Teamarbeit, Integration/Inklusion, Qualitätsmanage-
ment, Bildungs- und Erziehungsplan), um Ihnen den
Überblick der zahlreichen Angebote zu erleichtern.

Die Pandemie hat uns in nahezu allen Bereichen           Stephanie Becker-Bösch
aufgezeigt, dass digitale Formate eine gelingende        Erste Kreisbeigeordnete
                                                         und Sozialdezernentin
Alternative zum herkömmlichen Zusammentreffen
darstellen können. Die Fachstelle Familienförderung

                                                                                                                3
Für pädagogisch Tätige Wetteraukreis
Beobachten und Dokumentieren mit System.....................19
                                   INHALT                                                                Medienerziehung in der Kindertagesstätte .........................19

                                                                                                              KINDER UNTER 3 JAHREN

          BILDUNG, ERZIEHUNG UND
          BETREUUNG IN DER PRAXIS                                                                        Pädagogische Arbeit mit Kindern unter 3 Jahren...............21
                                                                                                            Modul 1: Bindungstheorie.....................................................21
                                                                                                            Modul 2: Bildung und Lernen..............................................21
    Kraftquelle Humor – gut gelacht ist halb geschafft........... 7
                                                                                                            Modul 3: Meilensteine der Entwicklung
    Wir haben gut Lachen!............................................................... 7                  im Alter von 1–3 Jahren........................................................21
    ONLINE: Mobbing in der Kita erkennen und konstruktiv                                                 ONLINE-SEMINARE: Wenn kleine Kinder in der
    begegnen........................................................................................ 8   Kita hauen, kratzen, beißen – was tun?.............................. 22
    Grenzwahrender Umgang ......................................................... 9                       Modul 4: Wenn kleine Kinder in der Kita hauen,
    Mit Konflikten besser umgehen lernen.................................. 9                                kratzen, beißen – was tun?................................................ 23
    Sprachförderung im Alltag – wie geht das?.........................10                                 Frühkindliche Entwicklung und deren Förderung
    Achtsamkeit erleben                                                                                  bei Kindern unter 3 Jahren..................................................... 23
    und in den Kita-Alltag integrieren..........................................10
    Resilienz-Bildung .......................................................................11
    Resilienz und Schutzfaktoren in der Erziehung...................11
    Kleine Auszeiten für Kinder mit und ohne Behinderung –                                                    SCHUTZ DES KINDES
    Inklusion erleben und genießen..............................................12
    Entspannung ist wichtig und will gelernt sein....................13
    „Für das Leben lernen!“ – Ganzheitlich lernen                                                        Umgang mit Anzeichen von Kindeswohlgefährdung
    und den Übergang in die Schule sanft gestalten...............13                                      nach § 8a SGB VIII..................................................................... 25
    Ergebnisse aus der Hirnforschung für Erzieher/innen......14                                          Umsetzung des § 8a SGB VIII in der
                                                                                                         Kindertageseinrichtung............................................................ 25
    Elterngespräche lösungsorientiert führen............................14
                                                                                                         FoKoGi – Forensisches Konsil Gießen in Hessen...............26
    Eltern als Erziehungspartner in der Kita...............................15
                                                                                                         Kinder stark machen.................................................................26
    Neue Entwicklungen in der Elternarbeit...............................15
                                                                                                         Doktorspiele?! Oder sexuelle Übergriffe?!........................... 27
    Ich bin, was ich kann.................................................................16
    „Ich will doch gar nicht hauen“...............................................16
    „Geh mal weg. Jetzt komme ich“ –
    Was auffällige Kinder uns sagen wollen...............................17
                                                                                                              TEAM
    Kommunikation ist das wichtigste Werkzeug
    in der Erziehung..........................................................................17
                                                                                                         Gelassenheit im Erzieher/innen-Alltag –
    Naturerlebnis und Waldpädagogik
                                                                                                         Ein Krafttag für mich.................................................................29
    für Kinder mit und ohne Behinderung...................................18
                                                                                                         Älter werden in der Arbeit mit Kindern................................29
    Kinderkonferenzen –
    eine komplexe Form der Partizipation..................................18                             Grundlagen der Konzeptionsentwicklung............................30

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Für pädagogisch Tätige Wetteraukreis
Excel im Kitabereich.................................................................30
Sicherheitsbeauftragte in der Kita.........................................31                        BILDUNGS- UND ERZIEHUNGSPLAN
Redetraining I: Begründen – Durchsetzen –
Verhandeln...................................................................................31

                                                                                                                                                                                                        I N H A L T
                                                                                                  Modul 6: Neurowissenschaftliche Erkenntnisse für
                                                                                                  den Bildungsalltag.....................................................................42
   QUALITÄTSMANAGEMENT/–                                                                          Modul 7: Das medienkompetente Kind ...............................43
   SICHERUNGSMASSNAHMEN                                                                           Modul 8: Bildung für nachhaltige Entwicklung...................44
                                                                                                  Modul 13: Kinderrecht und Partizipation ............................45

Ausbildungsbeauftragte – Modul 1........................................ 33
Ausbildungsbeauftragte – Modul 2....................................... 33
Supervision für Leitungskräfte............................................... 33                       SPEZIAL

                                                                                                  Anmeldeverfahren ab 2021...................................................... 47
        INTEGRATION / INKLUSION                                                                   Themenorientierte Arbeitskreise ..........................................48
                                                                                                  Regionale Arbeitskreise Leitungskräfte................................48
                                                                                                  Regionale Arbeitskreise Integration......................................44
Grundlagen des Genehmigungsverfahrens                                                             Ernährungsberatung – gesund und fit.................................49
Integration und Erstellung eines Hilfeplans........................ 35
                                                                                                  Hilfe für Fritz und Franzi..........................................................50
   Modul 1: Vorstellung und Erläuterung des Genehmigungs-                                         Frühe Hilfen.................................................................................51
   verfahrens für die Integrationsmaßnahme in Kindertages-
                                                                                                  Fortbildung zur Mundgesundheit........................................... 52
   stätten des Wetteraukreises für alle Erzieher/innen in der
   Integrationsmaßnahme........................................................ 35                Abrufangebot von Pro Familia Friedberg.............................. 53
                                                                                                  Referentinnen und Referenten...............................................54
   Modul 2: Erstellung des individuellen Hilfeplans
   für Erzieher/innen................................................................. 35         Terminübersicht der Fortbildungen.......................................56
Auditive Verarbeitungsstörungen bei Kindern....................36                                 Anmeldung..................................................................................59
„Rund um den Mund“...............................................................36               Organisatorisches......................................................................60
Wahrnehmungsentwicklung, Wahrnehmungs-                                                            Impressum....................................................................................61
störung, Sensorische Integration........................................... 37                    Teamvorstellung.........................................................................62
Inklusion von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten........38
Inklusion mit Kindern mit Aufmerksamkeits-
störungen (ADS/ADHS).............................................................38
Dieses Kind ist anders als andere Kinder............................39
Gestärkte Haltung im Umgang mit
traumatisierten Kindern...........................................................40

                                                                                                                                                                                                    5
Für pädagogisch Tätige Wetteraukreis
BILDUNG, ERZIEHUNG UND
BETREUUNG IN DER PRAXIS
6
Für pädagogisch Tätige Wetteraukreis
Humor, die Fähigkeit, Dinge aus der anderen Perspektive
Bildung, Erziehung und Betreuung

                                                                                                                             BETREUUNG IN DER PRAXIS
                                                             zu betrachten, ist auch wohltuend für die eigene Psycho-

                                                                                                                             BILDUNG, ERZIEHUNG UND
in der Praxis                                                hygiene der Erzieher/innen und kann darüber hinaus auch
                                                             die Kommunikation zwischen Erzieher/innen und Eltern
                                                             erleichtern.

Kraftquelle Humor – gut gelacht ist halb geschafft
                                                             Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
Lachen und Humor sind Vertrauensbildner und
Kommunikationsbeschleuniger!                                 1 Termin         Di | 11.05.2021 | 09:00 16:00 Uhr
                                                             UWK20751H1       Leitung: Danielle Goenen
Kinder lachen gerne. Das soziale Klima verbessert sich                        105 € Schriftl. Anmeldung
und die Erziehung oder Tagesabläufe funktionieren rei-
bungsloser. Humor kann man als Handwerkszeug für eine
erfolgreiche Kinder-Erzieher/in-Kommunikation einsetzen.
Dazu bedarf es einer ersten Beschäftigung mit der Frage
nach der Humorentwicklung bei Kindern.
                                                                       ONLINE
Die gezielte Wahrnehmung und Nutzung dieser Humo-
rangebote kann das Verhältnis zwischen Erzieher/innen        Wir haben gut Lachen!
und Kindern positiv beeinflussen, Missverständnisse oder
Konflikte klären und entschärfen und nicht zuletzt die       Humor als wertvolle Ressource im Erzieher/innen-Alltag
Entwicklung des kindlichen Selbstbewusstseins fördern.       Lachen ist motivierend und ein Lernbeschleuniger, es för-
In diesem Seminar geht es jedoch nicht nur um den Kin-       dert die Leistung von Erzieher/innen und Kindern. Humor
derhumor, sondern auch um die ebenso wichtigen Partner       kann man als Handwerkszeug für eine erfolgreiche Kin-
in der Erziehung selbiger: die Erwachsenen. Im Alltag ver-   der-Erzieher/in-Kommunikation einsetzen. Dazu bedarf
suchen wir pausenlos, perfekt zu sein und Widersprüche       es einer ersten Beschäftigung mit der Frage nach der Hu-
zu vermeiden. Dabei kann die Pflege des Humors manche        morentwicklung bei Kindern.
Kritik, manch Missverständnis leichter erscheinen lassen     Die gezielte Wahrnehmung und Nutzung dieser Humoran-
und macht uns dadurch schlagfertiger gegenüber unfairen      gebote kann das Vermitteln von Erziehungsinhalten und
Anforderungen. Humor ist effektiv – für die Bewältigung      Regeln erleichtern, Missverständnisse oder Konflikte klä-
der anstehenden Erziehungsaufgaben, für ein gesundes         ren und entschärfen und nicht zuletzt die Entwicklung
Arbeitsklima im Team und die Förderung der Leistungsfä-      des kindlichen Selbstbewusstseins fördern.
higkeit der pädagogischen Fachkräfte.
                                                             In diesem Online-Seminar werden die kreativen und wert-
Es werden die kreativen und wertschätzenden Seiten           schätzenden Seiten des Humors aufgezeigt und genauer
des Humors aufgezeigt und genauer beleuchtet. Eine gut       beleuchtet. Eine gut praktizierte humorvolle und flexible
praktizierte humorvolle und flexible Kommunikation kann      Kommunikation kann der Zugang zum Ohr des Kindes und
so der Zugang zum Ohr der Kinder, der Kolleg/in oder der/    so der Schlüssel zu einer erfolgreichen Erziehungsarbeit
des Vorgesetzten und der Schlüssel zu überzeugenden          sein.
Argumentationen sein. Dabei hilft der Humor, den Leis-
tungsdruck zu reduzieren und Handlungskompetenzen
im beruflichen Alltag zu erweitern. Eine gesunde Portion

                                                                                                                         7
Für pädagogisch Tätige Wetteraukreis
Die Teilnehmer/innen werden in kleinen Interaktionen die   Mobbing in der Kita erkennen und konstruktiv
    Funktionsweise des Humors ausprobieren und Techniken       begegnen
    und Methoden kennen lernen. Dabei geht es um die Un-
                                                               Mobbing verläuft sehr unterschiedlich: Es kann grob und
    terscheidung des wertschätzenden/sozialen Humors von
                                                               für alle sichtbar sein, aber ebenso gut auch subtil und
    aggressivem Humor und um die Wahrnehmung und Nut-
                                                               versteckt. Kinder, die gemobbt werden, erleben Aus-
    zung von Humorangeboten der Kinder.
                                                               grenzung, Bestrafung und Abwertung. Diese intensiven,
    Im Online-Seminar können die Teilnehmenden im Chat         schmerzvollen Erfahrungen werden meist über lange Zeit,
    Fragen an die Referentin stellen, in Interaktion gehen     oft bis hinein ins Erwachsenenalter als sehr belastend er-
    oder kurze Abfragen beantworten.                           innert. Nicht selten haben besonders intensive, langan-
                                                               haltende Mobbingerfahrungen auch traumatisierenden
                                                               Charakter.
                                                               Der Begriff „Mobbing“ stammt aus dem englischen und
     ONLINE                                                    bedeutet so viel wie Pöbel (mob) oder „anpöbeln, über je-
    1 Termin         Di | 23.11.2021 | 13:00 17:00 Uhr         manden herfallen“ (to mob). Inwieweit es unter Kinder-
    UWK20751H2       Leitung: Danielle Goenen                  gartenkindern bereits Mobbing gibt, wurde in der Fachöf-
                     105 € Schriftl. Anmeldung                 fentlichkeit lange kontrovers diskutiert und ist zwischen-
                                                               zeitlich unbestritten. Mobbing gilt als ernstzunehmende
    Kopfhörer/Lautsprecher und Webcam für Audio und Vi-
                                                               Vorform von Jugendgewalt. In einer Kita benötigen betrof-
    deo-Zugang wird benötigt.
                                                               fene Kinder die Unterstützung einer sozialpädagogischen
    Den Link zur Veranstaltung erhalten Sie über das           Fachkraft, die nicht wegschaut und sachkundig hilft.
    Humor-Institut.                                            Das Seminar vermittelt dazu praxisorientiert die nötigen
                                                               Kenntnisse, sodass sowohl das Erkennen von Mobbing als
    Mit der Anmeldung geben Sie die Einwilligung, dass Ihre
                                                               auch der fachkundige Umgang damit erleichtert wird.
    E-Mail-Adresse durch die vhs an das Humor-Institut,
    zwecks Zusendung des Teilnahme-Links, gesendet wird.
                                                               Inhalte:

                                                               •   Mobbing bei Kita-Kindern
                                                               •   Erkennen von Mobbingsituationen
                                                               •   Inneres und äußeres Erleben der betroffenen Kinder
                                                               •   Motivationen der Kinder, die mobben
                                                               •   Einfluss von Mobbing auf die Gruppendynamik
                                                               •   Sozialpädagogische Präventions- und Interventions-
                                                                   möglichkeiten

                                                               Friedberg         Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
                                                               1 Termin          Mo | 31.05.2021 | 09:00 16:00 Uhr
                                                               UWK20251H1        Leitung: Christiane Engländer
                                                                                 95 € Schriftl. Anmeldung

8
Für pädagogisch Tätige Wetteraukreis
Inhalte:

                                                                                                                             BETREUUNG IN DER PRAXIS
                                                                                                                             BILDUNG, ERZIEHUNG UND
                                                             •   Eigene (Körper-) Grenzen erspüren und verbalisieren
                                                             •   (Körper-) Grenzen anderer Menschen erspüren
                                                             •   Grenzregulation als Ausdruck fachlichen Handelns
                                                             •   Reflexion der eigenen Haltung
                                                             •   Praxistransfer

                                                             Friedberg         Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
                                                             1 Termin          Di | 01.06.2021 | 09:00 16:00 Uhr
                                                             UWK20252H1        Leitung: Christiane Engländer
                                                                               95 € Schriftl. Anmeldung

Grenzwahrender Umgang                                        Mit Konflikten besser umgehen lernen

Grenzen strukturieren die alltägliche Welt und treten in     Konflikte sind normal in unserem Leben. Oft fällt es uns
den unterschiedlichsten Formen auf. Sie ermöglichen Ori-     nicht leicht einen Konflikt zu lösen. Wir lernen mit wel-
entierung, stiften Identität, bieten Schutz und Richtli-     cher Argumentation und Taktik der vorhandene Konflikt
nien. Um neue Erfahrungen zu machen, ist es notwendig,       schneller und effektiver gelöst werden kann. Das Ganze
den eigenen Grenzübertritt zu wagen. Zumeist unbewusst       wird sehr praktisch an realen Konflikten geübt und macht
werden im sozialen Miteinander tagtäglich Grenzen an-        es somit sehr lebensnah.
derer überschritten, was häufig zu Abwehr und Konflik-
ten führt. Der Ursprung dieser Konflikte liegt u. a. darin
begründet, dass alle Menschen unterschiedliche Grenzen       Inhalte:
haben. Die Beschäftigung mit den Themen Grenzsetzung
                                                             • Welche Konflikte beschäftigen uns am meisten?
und Grenzachtung bleibt zeitlebens eine bedeutsame
                                                             • Welche Konfliktarten gibt es?
Entwicklungsaufgabe.
                                                             • Welche Antworten helfen und welche verhärten den
Auch in Kitas und Grundschulen herrscht eine weitver-          Konflikt?
breitete Kultur der Grenzverletzungen, die sowohl die Kin-   • Arbeiten an realen Konflikten
der als auch die Erwachsenen betrifft. Anhand prakti-
scher Körperübungen begeben sich die Teilnehmenden im
geschützten Raum achtsam an die eigenen Grenzen. Es          Friedberg         Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
gibt Raum für Praxisaustausch und neue Informationen,        1 Termin          Mo | 14.06.2021 | 09:00 12:00 Uhr
um so mehr Handlungssicherheit in beruflich herausfor-       UWK20105H1        Leitung: Guido Glück
dernden Situationen zu erlangen.                                               35 € Schriftl. Anmeldung

                                                                                                                         9
Für pädagogisch Tätige Wetteraukreis
Sprachförderung im Alltag – wie geht das?
     Diese Fortbildung will die Kompetenzen stärken, auf die
     unterschiedlichen sprachlichen Fähigkeiten der Kinder,
                                                                  Achtsamkeit erleben und in den Kita-Alltag
     ob mit oder ohne Migrationshintergrund, fördernd ein-
                                                                  integrieren
     zugehen. Oft geschieht dies schon intuitiv im Alltag. Die-
     ses intuitive Verhalten bei gelingender Kommunikation        Schon mit kleinen Achtsamkeitsübungen gelingt es Kin-
     zwischen Erzieher/in und Kind wird bewusst gemacht.          dern und pädagogischen Fachkräften, Dinge wieder be-
     Diese Verhaltensweisen werden bei der alltagsintegrierten    wusster zu spüren. In unserem Alltag machen wir viele
     Sprachförderung bewusst eingesetzt. Sie geschieht im Di-     Dinge ganz selbstverständlich – essen, trinken, laufen,
     alog mit dem Kind und kann ohne zusätzlichen Zeitoder        atmen und vieles mehr. Manchmal auch gleichzeitig, ohne
     Raumbedarf im Alltag in den verschiedensten Situationen      es richtig wahrzunehmen.
     angewandt werden.
                                                                  Mit kleinen Achtsamkeitsübungen werden die Teilneh-
     Die besondere Situation von Kindern, die nicht oder kaum     mer/innen des Seminares viele Dinge wieder bewusster
     deutsch sprechen und/oder verstehen, soll besonders be-      und aufmerksamer erleben. Die kleinen Übungen können
     leuchtet werden. Was stärkt diese Kinder und deren Fa-       alle selbst ausprobieren, sind ganz leicht und machen
     milien? Welche Ressourcen bringen sie mit? Welche Be-        viel Spaß. Wir werden wieder aufmerksamer und auszu-
     deutung hat der kulturelle Hintergrund und Mehrsprachig-     probieren kann viel Spaß machen. Essen mit geschlosse-
     keit? Welches Verhalten wirkt förderlich? Wir sammeln        nen Augen zu probieren, rückwärts zu laufen und vieles
     Materialien und Spielideen sowie Möglichkeiten, um die       mehr werden wir selbst ausprobieren und achtsam den
     Kommunikation mit dem Kind zu erleichtern.                   Tag verbringen.

     Methodisch wechseln sich an beiden Tagen Impulsrefe-         Wir wollen alle Sinne im Seminar aktivieren und ganz un-
     rate mit Diskussion und Gruppenarbeiten zum prakti-          terschiedlich einsetzen. Außerdem werden wir auch mal
     schen Umsetzen der Ideen ab.                                 alte Gewohnheiten ändern und ausprobieren, wie sich das
                                                                  anfühlt. Das macht den Teilnehmer/innen im Seminar und
                                                                  dann auch den Kindern viel Spaß, denn Neues ausprobie-
     Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz            ren regt die Fantasie an.
     2 Termine        Mi | 16.06.2021 | 09:00 16:00 Uhr
                                                                  Achtsamkeitsübungen helfen den Kindern und allen Be-
                      Mi | 23.06.2021 | 09:00 16:00 Uhr
                                                                  teiligten, Dinge neu zu spüren, die Wahrnehmung und
     UWK12001H1       Leitung: Elenor Fritzsch
                                                                  die Konzentration zu steigern. Nicht immer muss daraus
                      180 € Schriftl. Anmeldung
                                                                  gleich eine ganze Entspannungsstunde werden, denn es
                                                                  geht darum auch kleine Dinge neu zu erleben und be-
                                                                  wusst mal anders zu machen. Deshalb werden wir im Se-
                                                                  minar einfach nur ganz anders essen und uns mal ganz
                                                                  anders bewegen. Damit schaffen wir neue Reize und
                                                                  regen spielerisch die Fantasie an. Auch Fantasiereisen,
                                                                  Meditationsübungen helfen achtsamer zu werden.

10
Das Seminar soll pädagogische Fachkräfte ermuntern,           • Resilienz-Förderung im pädagogischen Alltag: Wie kann

                                                                                                                               BETREUUNG IN DER PRAXIS
Achtsamkeitsübungen auszuprobieren und in den Alltag            resilientes Verhalten über die konkreten Angebote ge-

                                                                                                                               BILDUNG, ERZIEHUNG UND
zu integrieren. Der Kurs besteht aber nicht nur aus Theo-       zielt gefördert werden, z. B. mit Spielen?
rie. Es werden auch viele praktische Übungen in den Kurs
eingebaut und ausprobiert.
                                                              Friedberg         Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
                                                              2 Termine         Mi | 10.03.2021 | 09:00 16:00 Uhr
Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz                               Do | 11.03.2021 |09:00 16:00 Uhr
1 Termin         Mo | 26.04.2021 | 10:00 16:30 Uhr            UWK20622H1        Leitung: Petra Döbner-Jakubowitz
UWK20871H1       Leitung: Carmen Bleck                                          180 € Schriftl. Anmeldung
                 75 € Schriftl. Anmeldung

                                                              Resilienz und Schutzfaktoren in der Erziehung
Resilienz-Bildung
                                                              Viele Menschen kommen selbst bei schwierigen Situa-
Wieso ist dieses Thema so wichtig, und wie können wir
                                                              tionen gut zurecht und gestalten sich ihr Leben positiv.
Kindern dabei helfen, widerstandsfähig zu werden... für ihr
                                                              Warum gelingt ihnen das und andere Menschen scheitern
Leben
                                                              in der gleichen Situation? Die Resilienzforschung und das
Viele Kinder werden heute mit Unsicherheiten, Belas-          Schutzfaktorenmodell können dazu viele interessante
tungen und schwierigen Lebenssituationen konfrontiert.        Antworten geben, die uns in unserem pädagogischen
Und dennoch entwickeln sich einige trotz dieser erhöhten      Handeln helfen können. Welche elementaren Bedürfnisse
Entwicklungsrisiken in ihrer Biografie erstaunlich posi-      haben Menschen und was passiert, wenn sie nicht befrie-
tiv und kompetent. Was diese Kinder stark macht und wie       digt werden?
Kinder darin unterstützt werden können, solche entschei-
denden Bewältigungskompetenzen entwickeln zu können
– darum geht es in diesem Seminar.                            Inhalte:
Die Inhalte des Seminars werden auf der Grundlage des         •   Welche Merkmale hat ein resilienter Mensch?
Hessischen Bildungsund Erziehungsplans erarbeitet.
                                                              •   Welche Schutzfaktoren sind bekannt?
                                                              •   Modell ganzheitliches Lernen verstehen
Inhalte:                                                      •   Grundbedürfnisse von Menschen
                                                              •   Praktische Umsetzungsideen für den Alltag sammeln
• Einführung in den Begriff und die Bedeutung von
  Resilienz
• Erkenntnisse der Resilienz-Forschung                        Friedberg         Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
                                                              1 Termin          Mo | 03.05.2021 | 09:00 16:00 Uhr
• Risiko- und Schutzfaktoren
                                                              UWK20104H1        Leitung: Guido Glück
• Erkennen von Stärken und Ressourcen der Kinder
                                                                                35 € Schriftl. Anmeldung
• Ansätze und Ideen zur Umsetzung des Themas in der
  Zusammenarbeit mit Eltern

                                                                                                                          11
Im Seminar erhalten Sie die Gelegenheit, die Übungen
                                                                 praktisch auszuprobieren, Anregung für eine gute Umset-
                                                                 zung und ganz nebenbei Entspannung selbst zu erfahren.

                                                                 Inhalte:

                                                                 •   Kindgerechte Auszeiten genießen
                                                                 •   Stress abbauen
                                                                 •   Kleine Auszeiten als Ritual
                                                                 •   Ruheinseln gestalten
                                                                 •   Regeln und/oder Rituale
                                                                 •   Vorlesezeiten etablieren
                                                                 •   Fantasiereise, Märchen
                                                                 •   Gemeinsam Malen (Mandala, Geschichten, mit ver-
                                                                     schiedenen Körperteilen)
                                                                 •   Entspannungsmöglichkeiten je nach Handicap/Behin-
                                                                     derung
                                                                 •   Konzentration fördern
                                                                 •   Kleine und fantasievolle Atemübungen
                                                                 •   Progressive Muskelspannung spielerisch ausprobieren
     Kleine Auszeiten für Kinder mit und ohne Behinderung
                                                                 •   Literatur- und Musiktipps
     – Inklusion erleben und genießen
     Kinder mit Behinderung haben es manchmal doppelt
                                                                 Friedberg         Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
     schwer. Mit einem Handicap groß zu werden, erfordert
                                                                 1 Termin          Mo | 06.09.2021 | 10:00 16:30 Uhr
     von allen Beteiligten viel Engagement und Kraft.
                                                                 UWK20881H1        Leitung: Carmen Bleck
     Das Seminar soll pädagogische Fachkräfte unterstützen,                        75 € Schriftl. Anmeldung
     Entspannung und Ruhe immer wieder im Alltag der Kinder
                                                                 Bitte bequeme Kleidung, Decke, Gymnastikoder Yoga-
     zu etablieren. Schon kleine Auszeiten zeigen, wie leicht
                                                                 matte, Kissen, ggf. Getränke und Pausensnack mitbringen.
     dies möglich ist, und ganz nebenbei fördern diese Auszei-
     ten spielerisch Ruhe und Konzentration.
     Im Seminar schauen wir uns verschiedene Möglichkei-
     ten der Entspannung an und probieren diese aktiv aus.
     Entspannung bedeutet nicht immer Ruhe und ruhig sein.
     Manchmal ist gerade Bewegung wichtiger als Entspan-
     nung. Diverse Bewegungsspiele, viele Übungen und Me-
     thoden helfen dabei und stärken auch noch die Gruppen-
     dynamik sowie den achtsamen Umgang miteinander.

12
Um Kinder nicht nur auf die Schule, sondern vielmehr auf

                                                                                                                              BETREUUNG IN DER PRAXIS
                                                             das Leben vorzubereiten, benötigt es stattdessen ganz-

                                                                                                                              BILDUNG, ERZIEHUNG UND
                                                             heitliche Bildungsangebote.
Entspannung ist wichtig und will gelernt sein
                                                             Die im Hessischen Bildungsund Erziehungsplan geforderte
Die Kindertagesstätte bietet jeden Tag ein buntes Pro-       Konsistenz im Bildungsverlauf erfordert zudem eine Ko-
gramm an. Das ist für Kinder sehr interessant, aber auch     operation von Kita, Schule und Elternhaus.
anstrengend und aufregend. Entspannung ist also nötig,
um diese vielen Eindrücke und Erfahrungen gut verarbei-
ten und wieder neue Kräfte sammeln zu können. Welche         In dieser Fortbildung geht es darum:
Ideen, Methoden und Möglichkeiten gibt es in der Kita, für
                                                             • die Gestaltung ganzheitlicher und lebenspraktischer
Entspannung zu sorgen? Das wollen wir erforschen und
auch praktisch ausprobieren.                                   Lernprozesse weiter zu entwickeln,
                                                             • eine selbstbewusste Haltung zu entwickeln, um mit der
                                                               Grundschule eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu
Inhalte:                                                       gestalten,
                                                             • die Bedürfnisse der Fünf- und Sechsjährigen besser
• Entspannung als Methode in der Erziehungsarbeit
                                                               kennen und verstehen zu lernen,
• Praktische Umsetzungsmöglichkeiten in der Kita
                                                             • die wichtige Phase des Übergangs sinnhaft zu gestalten,
  finden
                                                             • künftig mit Eltern in einen angstfreien und angemesse-
• Entspannung als notwendiges Gegengewicht im
                                                               nen Dialog über die bestmögliche Entwicklungsunter-
  pädagogischen Handeln
                                                               stützung für ihr Kind zu gehen.
• Entspannungsmethoden kennenlernen und ausprobie-
  ren
                                                             Friedberg       Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz            2 Termine       Do | 08.07.2021 | 09:00 16:00 Uhr
1 Termin         Di | 09.03.2021 | 14:00 17:00 Uhr                           Fr | 09.07.2021 | 09:00 16:00 Uhr
UWK20102H1       Leitung: Guido Glück                        UWK20301H1      Leitung: Christian Kees
                 35 € Schriftl. Anmeldung                                    180 € Schriftl. Anmeldung

„Für das Leben lernen!“ – Ganzheitlich lernen und den
Übergang in die Schule sanft gestalten
Die Vorbereitung der Kinder auf die nächste Bildungsein-
richtung, die Grundschule, beginnt nicht erst im letzten
Kindergartenjahr, sondern bereits bei der Aufnahme des
Kindes in die Kindertagesstätte!
Doch oftmals ist es der Druck von außen durch Gesell-
schaft, Eltern oder Schule, der Erziehende dazu auffor-
dert, besonders im letzten Kindergartenjahr „verschulte“
Bildungsangebote zu setzen...

                                                                                                                         13
Ergebnisse aus der Hirnforschung für Erzieher/innen           Elterngespräche lösungsorientiert führen
     Die beeindruckenden Ergebnisse aus der Hirnforschung          Elterngespräche sind in Krippen und Kindertagesstätten
     werfen einen neuen Blick auf die Gehirnentwicklung von        wichtiger Bestandteil zur Pflege der Erziehungspartner-
     Kindern. Für viele Erzieher/innen sind sie eine Bestätigung   schaft mit den Eltern, wie beispielsweise Entwicklungs-
     des eigenen erzieherischen Handelns. Darüber hinaus ist       gespräche oder Tür-und-Angel-Gespräche. Als Fachkraft
     es jedoch notwendig, das intuitiv richtige Handeln auch       werden Sie im Rahmen ihrer pädagogischen Arbeit oft-
     argumentativ überzeugend vertreten zu können. Dies gilt       mals mit schwierigen Situationen konfrontiert und müs-
     insbesondere für die Elternarbeit.                            sen zusätzlich Gespräche mit Eltern führen, in denen
                                                                   heikle Themen oder Konflikte zur Sprache kommen. Viele
                                                                   Erzieherinnen und Erzieher fühlen sich hierbei unsicher
     Ziele:                                                        und nicht optimal vorbereitet auf schwierige Gesprächs-
                                                                   situationen.
     Die Teilnehmer/innen werden ihr professionelles Handeln
     kritisch überprüfen und mit Rückgriff auf die Neurobiolo-     Sie lernen in diesem Workshop Grundlagen der Kommuni-
     gie begründen.                                                kation sowie lösungsorientierte Gesprächstechniken ken-
                                                                   nen, die es ermöglichen, mit den Eltern in einen konst-
                                                                   ruktiven Dialog zu treten und eine professionelle Haltung
     Inhalte:                                                      beizubehalten.

     •   Bedeutung der Spiegelneuronen                             In diesem Workshop wechseln sich theoretische Einhei-
     •   Prozess der Wahrnehmung                                   ten, Kleingruppenarbeit und das direkte Ausprobieren des
     •   Wann geschieht Lernen?                                    Gelernten ab.
     •   Wie viel Angebote braucht das Kind? Oder: Immer gibt
         es jemanden, der das Kind entwickeln will.
                                                                   Inhalte:

     Methoden:                                                     •   Kommunikationspsychologische Grundlagen
                                                                   •   Das Menschenbild im lösungsorientierten Ansatz
     Kurzvorträge, Kleingruppenarbeit, Videobeispiele,             •   Strategien lösungsorientierter Gesprächsführung
     Übungen
                                                                   •   Äußerer Rahmen und Gesprächsvorbereitung
                                                                   •   Schwierige Gesprächssituationen
                                                                   •   Die eigene Haltung
     Friedberg         Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
                                                                   •   Achtsamkeit
     2 Termine         Mo | 01.11.2021 | 09:00 16:00 Uhr
                       Di | 02.11.2021 | 09:00 16:00 Uhr
     UWK20351H1        Leitung: Lore Lang                          Friedberg         Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
                       165 € Schriftl. Anmeldung                   2 Termine         Mo | 20.09.2021 | 09:00 16:00 Uhr
                                                                                     Fr | 24.09.2021 | 09:00 16:00 Uhr
                                                                   UWK20461H1        Leitung: Susanne Riegelmann
                                                                                     175 € Schriftl. Anmeldung

14
Neue Entwicklungen in der Elternarbeit

                                                                                                                              BETREUUNG IN DER PRAXIS
                                                                                                                              BILDUNG, ERZIEHUNG UND
                                                             Die Interessen und Aufgaben von pädagogischen Fach-
                                                             kräften in der Kindertagesbetreuung entsprechen nicht
Eltern als Erziehungspartner in der Kita
                                                             zwangsläufig den Erwartungen der Eltern. Durch intensi-
Die Kindertagesstätte und die Eltern sind ein partner-       ven Austausch und verstärkte Kooperation wird es mög-
schaftliches System. Wie gelingt es, dieses System zu ge-    lich, gemeinsame Vorstellungen zu entwickeln.
stalten und lebendig zu halten? In der Kita gibt es viele
                                                             In dieser Fortbildung werden wir durch einen Perspekti-
unterschiedliche Möglichkeiten, in diesem Bereich tätig zu
                                                             venwechsel ungenutzte Handlungsansätze in der Eltern-
sein. Es geht um viele praktische Ideen und Lösungen, die
                                                             arbeit entdecken. Gezielte Methoden und Formen der El-
uns die Arbeit mit den Eltern erleichtern und effektiver
                                                             ternarbeit unterstützen uns dabei, die Familienarbeit zu
werden lassen. Wie moderieren und begleiten wir Eltern
                                                             intensivieren. Wir sammeln neue Ideen, wie wir die Zu-
durch den gemeinsamen Erziehungs-Prozess und geben
                                                             sammenarbeit mit Eltern zukunftsorientiert gestalten kön-
Sicherheit und Unterstützung?
                                                             nen.

Inhalte:
                                                             Inhalte:
• Was ist der Unterschied zwischen Elternarbeit und Er-
                                                             • Methoden der Elternarbeit
  ziehungspartnerschaft?
                                                               Kommunikation – intensiverer Austausch mit den
• Zeitersparnis durch besseren Informationsaustausch
                                                               Eltern
• Möglichkeiten für effektive Elternkontakte nutzen
                                                               Motivation – Eltern für die Mitarbeit gewinnen
• Elternabende professionell gestalten
                                                               Kooperation – die Kompetenzen der Eltern mit
• Kita als Schnittstelle zum Hilfenetzwerk
                                                               einbeziehen
                                                             • Formen der Elternarbeit
Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
                                                               Elternabende professionell gestalten
1 Termin         Di | 26.01.2021 | 09:00 16:00 Uhr
                                                               Moderations- und Visualisierungstechniken
UWK20101H1       Leitung: Guido Glück
                 35 € Schriftl. Anmeldung                    • Zukunftsorientierung
                                                               Entwicklung von neuen Perspektiven und Ideen

                                                             Friedberg       Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
                                                             1 Termin        Mo | 27.09.2021 | 09:00 16:00 Uhr
                                                             UWK20891H1      Leitung: Heidemarie Mohrig-Jost
                                                                             95 € Schriftl. Anmeldung

                                                                                                                         15
Ich bin, was ich kann                                        Kosten anderer aus. Diese Kinder brauchen einen Rah-
                                                                  men, ihre inneren Konflikte friedlich auszuleben und aus-
     Die Entwicklungsstufen im Kindesalter nach E. H. Erikson
                                                                  zusprechen. Mit dem Heranwachsen aber wird ihnen die
     aus einer systemisch-lösungsorientierten Perspektive
                                                                  Fähigkeit abverlangt, ihre Gefühle und die damit verbun-
     Der Entwicklungspsychologe Erik H. Erikson hat die Ent-      denen großen Energien in konstruktive Bahnen zu lenken,
     wicklungsschritte des Kindes in klaren Bildern beschrie-     das bedeutet auch, dass sich die Ausdrucksfähigkeit dif-
     ben. Aus der Sicht des Kindes sagt er für den Säugling:      ferenzieren wird.
     „Ich bin, was ich bekomme.“ Im Trotzalter sagt das Kind:
     „Ich bin, was ich will.“ Dem Kindergartenkind ist es wich-
     tig, das zu sein, was es kann und was es sich vorstellt.     Ziele:
     Und das Schulkind sagt: „Ich bin, was ich weiß und lerne.“
                                                                  Die Kinder sollen lernen, mit ihrer Wut bzw. Aggression
     Diese Phasen geben eine wichtige und praxisnahe Orien-       angemessen umgehen zu können, die eigenen Gefühle zu
     tierung in der Kindertagesstätte für den Umgang mit Kin-     erkennen und spielerisch das Handlungsrepertoire zu er-
     dern unter drei Jahren bis hin zum Schulkind. Auch für       weitern und die Ohnmacht zu überwinden.
     die Gespräche mit Eltern und Elternabende sind wichtige
     Impulse enthalten, die der Kindertagesstätte und dem El-     Pädagogisches Personal geht den Kindern als Vorbild
     ternhaus in der Begleitung des Kindes Sicherheit geben.      voran und kann ohne viele Worte Wesentliches bewirken.
     Ein Ausblick in die folgenden Phasen zeigt den größe-
     ren Zusammenhang, in dem die Arbeit in der Kita steht.
     Durch den systemisch-lösungsorientierten Ansatz wird         Methode:
     auf all das geachtet, was dem Kind bereits gelingt. So
                                                                  Mithilfe von Arbeitstechniken (Partnerinterview u. a.) su-
     entsteht Zuversicht und Ermutigung mitten im Alltag.
                                                                  chen wir zunächst den Kontakt zu unseren eigenen Ag-
                                                                  gressionen. Der spielerische Umgang mit ungewohnten
                                                                  Ausdrucksformen soll uns zeigen, wie befreiend neue
     Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
                                                                  Handlungs-Spiel-Räume im wortwörtlichen Sinne sein
     1 Termin         Do | 17.06.2021 | 09:00 16:00 Uhr
                                                                  können.
     UWK20501H1       Leitung: Angelika Grubert
                      95 € Schriftl. Anmeldung                    Entsprechende Wahrnehmungsschulung wird in einem
                                                                  nächsten Schritt die Grundlage dafür legen, die Signale
                                                                  der Kinder zu verstehen und den Blick „hinter die Kulis-
                                                                  sen“ zu unterstützen, und schließt den Umgang mit Gren-
                                                                  zen und den Regeln fairen Streitens mit ein.
     „Ich will doch gar nicht hauen“
     Umgang mit kindlichen Aggressionen
     Das Wort „Aggression“ bedeutet soviel wie Herangehen         Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
     und Angriff. Man bezeichnet denjenigen als aggressiv, der    2 Termine        Do | 22.04.2021 | 09:00 16:00 Uhr
     einen anderen Menschen direkt (z. B. durch Schlagen)                          Fr | 23.04.2021 | 09:00 16:00 Uhr
     oder indirekt (durch seelische Kränkung) verletzt. Aggres-   UWK20601H1       Leitung: Johannes Jacobsen
     sionen können sich auch gegen die eigene Person richten.                      180 € Schriftl. Anmeldung

     Solch aggressive Kinder, die scheinbar grundlos explo-
     dieren, leben innere Spannungen und Gereiztheiten auf

16
BETREUUNG IN DER PRAXIS
                                                                                                                              BILDUNG, ERZIEHUNG UND
„Geh mal weg. Jetzt komme ich“ – Was auffällige              Kommunikation ist das wichtigste Werkzeug in der
Kinder uns sagen wollen                                      Erziehung
Wer kennt sie nicht, die Kinder, die uns mit ihrem hefti-    Als pädagogische Fachkräfte sollten wir unseren Werk-
gen Verhalten aus der Reserve locken wollen und uns for-     zeugkasten regelmäßig betrachten und überprüfen. Als
dern. Aber auch die im Stillen agierenden Kinder, die von    Erzieherin oder Erzieher kommunizieren wir den ganzen
uns fast übersehen werden. Auffälligkeiten und Störungen     Tag mit den Kindern, den Eltern und unseren Kolleg/in-
gehören zum Alltag im Miteinander und veranlassen uns,       nen. Je besser ich meine Sprache einsetzen kann, umso
genauer hinzuschauen. Die Sinnhaftigkeit dieses Verhal-      effektiver und erfolgreicher bin ich in meinem Beruf. Das
tens ist oftmals erst auf dem zweiten Blick erkennbar.       macht glücklich und schafft ein hohes Maß an Zufrie-
                                                             denheit. Die verschieden Ebenen der Sprache werden
Gleichzeitig lösen die Kinder mit ihrem Verhalten in uns
                                                             beleuchtet und viele praktische Übungen zum eigenen
diffuse Gefühle aus und blockieren manchmal unser Han-
                                                             Sprachverhalten werden umgesetzt. Gibt es typische
deln. Um diese Irritation oder Störung zu beheben, müs-
                                                             Kommunikationsstörungen, was ist eigentlich positive
sen sich alle ändern, nicht nur das Kind. Es müssen neue
                                                             Kommunikation, oder gewaltfreie Sprache. Diese Fragen
Wege für das Miteinander gefunden werden und so erhält
                                                             und viele weitere Fragen werden im Seminar geklärt.
das anfangs nur störende Verhalten einen Sinn.

                                                             Inhalte:
Ziele:
                                                             • Kommunikationsstörungen erkennen und beheben
Die Teilnehmer/innen lernen
                                                             • Sprache hat verschiedene Ebenen
• die Signale von auffälligen Kindern besser zu verstehen    • Stimme, Ausdruck, Gestik und Körpersprache bei sich
• einzuschätzen, was das Kind braucht, welche Unter-           selbst erkennen
  stützung notwendig ist                                     • Positive Kommunikation erlernen
• zu klären, was für diese Kinder richtig, wichtig und an-   • Gewaltfreie Kommunikation erlernen
  gemessen ist
• wie sie Grenzen setzen und Freiräume gewähren
                                                             Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
• konstruktiv mit Aggressionen umzugehen
                                                             1 Termin         Mo | 22.03.2021 | 09:00 16:00 Uhr
• entspannter mit ihrem eigenem Ärger und Gefühl der
                                                             UWK20103H1       Leitung: Guido Glück
  Ohnmacht zu leben                                                           35 € Schriftl. Anmeldung

Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
1 Termin         Mi | 21.04.2021 | 09:00 16:00 Uhr
UWK20602H1       Leitung: Johannes Jacobsen
                 90 € Schriftl. Anmeldung

                                                                                                                         17
Naturerlebnis und Waldpädagogik für Kinder mit und           Kinderkonferenzen – eine komplexe Form der
     ohne Behinderung                                             Partizipation
     Draußen in der Natur zu sein ist für viele Kinder heute      Die Kinderkonferenz dient als praktische Methode, um
     nicht mehr selbstverständlich. Dabei bietet die Natur Kin-   Kinder und Erwachsene mit demokratischen Prinzipien
     dern ein unerschöpfliches Erfahrungsfeld und Möglichkei-     und Spielregeln vertraut zu machen und Partizipation er-
     ten, ihre Umwelt zu entdecken und sich auszuprobieren.       lebbar zu machen. Kinderkonferenzen sind eine komplexe
     Die Bewegung in der Natur ermöglicht dem Kind, seine         Partizipationsform, die viele Lernfelder für Kinder und Er-
     Grenzen zu erfahren und einzuschätzen, ein positives         wachsene bietet: Meinungsbildung und Meinungsäuße-
     Körperbewusstsein zu entwickeln und dadurch entschei-        rung, Gesprächsregeln und Gesprächsführungskompeten-
     dende Kompetenzen zu einem seelischen Wohlbefinden           zen, Abstimmungsmethoden, um Entscheidungen zu tref-
     zu erlangen. Dies gilt natürlich auch für Kinder mit Ein-    fen, Ideenentwicklung und Planung von Projekten, Em-
     schränkungen, ihnen Erfahrungsfelder zu ermöglichen, die     pathie und Perspektivübernahme durch das Delegations-
     sie in ihrer Entwicklung unterstützen. Gemeinsam wol-        prinzip, Visualisierungen und Informationsweitergabe.
     len wir schauen, was im Alltag möglich ist, und wo es sich
     lohnt, noch einmal genauer hinzusehen.
                                                                  Inhalte:

                                                                  • Wie können Kinderkonferenzen eingeführt, geplant und
     Inhalte:
                                                                    gestaltet werden?
     • Einführung in das Konzept der Naturerlebnispädagogik       • Welche Rahmenbedingungen brauchen Kinderkonferen-
       und der Waldpädagogik                                        zen?
     • Der Alltag im Wald im Wandel der Jahreszeiten              • Wie können kindliche Grundkompetenzen im Vorfeld
     • Bildung und Förderung mit dem Hintergrund der Bil-           gefördert werden?
       dungspläne                                                 • Welche Rolle und welches Handwerkszeug benötigen
     • Besonderes an der naturpädagogischen Arbeit mit Kin-         pädagogische Fachkräfte?
       dern
     • Viel Praxis in der Natur mit Selbsterleben und Freude
                                                                  Methoden:
                                                                  Kurzvorträge, Videobeispiele, Praxistests, Reflexion der
     Am Nachmittag wird es einen praktischen Teil in der Natur
                                                                  eigenen Erfahrungen, Arbeit in Kleingruppen und im Ple-
     geben. Dieser findet bei jedem Wetter (außer bei Gewitter)
                                                                  num werden sich abwechseln. Ein Handout und eine Fo-
     draußen statt. Bitte achten Sie auf angemessene Beklei-
                                                                  todokumentation der Seminarergebnisse werden zur Ver-
     dung. Der genaue Ort steht hierfür noch nicht fest, even-
                                                                  fügung gestellt.
     tuell müssen Fahrgemeinschaften gebildet werden.

                                                                  Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
     Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
                                                                  1 Termin         Mi | 17.11.2021 | 09:00 16:00 Uhr
     1 Termin         Fr | 28.05.2021 | 09:00 16:00 Uhr
                                                                  UWK20651H1       Leitung: Susanne Busching
     UWK20621H1       Leitung: Petra Döbner-Jakubowitz
                                                                                   95 € Schriftl. Anmeldung
                      95 € Schriftl. Anmeldung

18
BETREUUNG IN DER PRAXIS
                                                                                                                             BILDUNG, ERZIEHUNG UND
Beobachten und Dokumentieren mit System
Bei der Arbeit mit vielen Kindern in der Kita werden wir
Tag für Tag mit einer Fülle von Informationen, Beob-
achtungen und Themen konfrontiert. Was muss ich mir
davon, für eine gute pädagogische Arbeit, behalten? Wel-
chen Informationen und Beobachtungen brauche ich spä-
ter, um kluge Entscheidungen zu treffen, richtige Inter-
ventionen zu starten und den Kindern individuell gerecht
zu werden?                                                  Medienerziehung in der Kindertagesstätte
Viele sehr zeitaufwendige und schlechte Beobachtungs-       „Kinder heute sind die digital Natives“, wird immer be-
instrumente und fehlendes Wissen über die Effektivität      hauptet. Was heißt das denn überhaupt und stimmt das?
von guten, pädagogischen Beobachtungsverfahren führen       Viele Kinder wachsen mit einem sehr hohen Medienkon-
zu Enttäuschung und Skepsis. Mit den richtigen Beob-        sum auf. Welche Folgen hat das für ihre Entwicklung.
achtungsinstrumenten kann man qualitativ besser arbei-      Gibt es neue Erziehungsherausforderungen für Profis
ten und viel Zeit sparen. Die pädagogischen Interventio-    und Eltern? Was lernen medienverwöhnte Kinder und
nen sind individuell passender und effektiver, erwünsch-    was nicht? Wie können wir gemeinsam eine Balance wie-
tes Verhalten wird schneller von den Kindern gezeigt oder   derherstellen? Wieviel und welcher Medienkonsum ist
Handlungsanweisungen werden schneller und besser um-        vertretbar und wann ist es zu viel? Diese Fragen versucht
gesetzt.                                                    das Seminar zu ergründen. Im Seminar sollen die Zusam-
                                                            menhänge zwischen Mediengebrauch und frühkindlicher
Inhalte:                                                    Entwicklung geklärt werden und eine klare Haltung zum
                                                            Thema entwickelt werden.
• Vergleich diverser Dokumentationssysteme
• Überblick verschaffen, was muss man dokumentieren
• Zeitersparnis durch Dokumentation                         Inhalte:
• Entwicklungsverläufe kontinuierlich dokumentieren         • Wieso gibt es zu Medienkonsum und Medienerziehung
  ohne großen Aufwand                                         so viele unterschiedliche Meinungen?
• Soziometrisches Arbeiten in der Dokumentation als         • Mein persönliches Medienverhalten
  Zeit-Turbo                                                • Positive Argumente für die digitalen Medien
                                                            • Gefahren durch Medienkonsum
Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz           • Was ist in welchem Alter richtig?
1 Termin         Mo | 14.06.2021 | 14:00 17:00 Uhr          • Was heißt die Balance wiederfinden?
UWK20106H1       Leitung: Guido Glück
                 35 € Schriftl. Anmeldung                   Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
                                                            1 Termin         Di | 13.07.2021 | 14:00 17:00 Uhr
                                                            UWK20107H1       Leitung: Guido Glück
                                                                             35 € Schriftl. Anmeldung

                                                                                                                        19
UNTER   DREI
Kinder unter 3 Jahren                                        Modul 2: Bildung und Lernen
                                                             • Wie Kinder unter 3 Jahren lernen

                                                                                                                               D R E I
Pädagogische Arbeit mit Kindern unter 3 Jahren               • Welche Anregungen brauchen sie (Spielmaterialien,
                                                               Raumgestaltung, Angebote)?
Grundseminar für Kindertageseinrichtungen, die in den U3-
                                                             • Welche Rolle hat die Erzieherin bei der Spielbegleitung?
Bereich einsteigen
                                                             • Kurzeinblick in die Portfolioarbeit der Krippe
                                                             • Pädagogische Planung für Kinder unter 3 Jahren

                                                                                                                               U N T E R
Die pädagogische Arbeit mit Kindern unter 3 Jahren ist
sehr facettenreich und einfach ganz anders als die Arbeit
                                                             Friedberg         Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
mit älteren Kindern. Die Grundlagen der kindlichen Ent-
                                                             1 Termin          Fr | 11.06.2021 | 09:00 16:00 Uhr
wicklungsschritte und die möglichen Förderebenen für die
                                                             UWK30131H2        Leitung: Susanne Busching
tägliche pädagogische Praxis werden in vier Modulen erar-
                                                                               95 € Schriftl. Anmeldung
beitet und reflektiert.

Methoden:                                                    Modul 3: Meilensteine der Entwicklung im Alter von
                                                             1–3 Jahren
Kurzvorträge, Videobeispiele, Praxistests, Reflexionen der
                                                             Entwicklungspsychologische Grundlagen:
eigenen Erfahrung, Arbeit in Kleingruppen und im Plenum
werden sich abwechseln. Ein Handout und eine Fotodo-         •   Sozio-emotionale Entwicklung
kumentation der Seminarergebnisse werden zur Verfü-          •   Kognitive Entwicklung
gung gestellt.                                               •   Motorische Entwicklung
                                                             •   Sprachentwicklung
                                                             •   Entwicklungsunterstützung durch die pädagogische
Modul 1: Bindungstheorie                                         Fachkraft
• Was versteht man unter Bindung?
• Prozess des Bindungsaufbaus                                Sauberwerden, Pflege und Wickeln:
• Kennzeichen sicherer und unsicherer Bindung und Aus-       • Entwicklungspsychologische Grundlagen
  wirkungen auf die kindliche Entwicklung                    • Pflege- und Entwicklungsgrundsätze nach
• Bindungsmuster                                               Emmi Pikler
• Resilienz                                                  • Zusammenarbeit mit den Eltern
• Bindung und frühkindliche Gehirnentwicklung                • Rolle der Erzieherin
• Bindung und Lernen
                                                             Tagesablauf, Gestaltung von Übergängen:
Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz            • Tagesablauf und Übergabesituationen (Mahlzeiten,
1 Termin         Fr | 21.05.2021 | 09:00 16:00 Uhr             Ruhen und Schlafen, Rituale, Feste, Ausflüge)
UWK30131H1       Leitung: Susanne Busching                   • Elemente der Übergangsgestaltung
                 95 € Schriftl. Anmeldung
                                                             • Besonderheiten in der Zusammenarbeit mit den
                                                               Eltern

                                                                                                                          21
Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz        Wenn kleine Kinder in der Kita hauen, kratzen,
     1 Termin         Di | 29.06.2021 | 09:00 16:00 Uhr       beißen – was tun?
     UWK30131H3       Leitung: Susanne Busching
                      95 € Schriftl. Anmeldung
                                                              Methoden:
                                                              Präsentationen, Praxistests, Reflexion der eigenen Erfah-
     ONLINE Workshops                                         rungen, Arbeit in Kleingruppen in Breakout-Räumen und
                                                              im Plenum werden sich abwechseln, ein Handout und
                                                              eine Dokumentation der Seminarergebnisse werden on-
     Für die Onlineworkshops sind folgende technische
                                                              line zur Verfügung gestellt.
     Voraussetzungen nötig:
     1. Ein Computer mit aktuellem Betriebssystem und
                                                                 ONLINE-Seminar 1
        Browser (z. B. Firefox, Opera, Chrome. Internet
        Explorer wird nicht unterstützt).
     2. ODER ein Tablet mit aktuellem Betriebssystem          2 Termine        Sa | 17.07.2021 | 09:00 12:00 Uhr
                                                                               Mo | 19.07.2021 | 09:00 12:00 Uhr
     3. Eine stabile Internetverbindung (Minimum 16000 DSL)   UWK30132H1       Leitung: Susanne Busching
                                                                               80 € Schriftl. Anmeldung
     Ablauf für die Teilnahme an Onlinemeetings:
                                                                ONLINE-Seminar 2
     1. Sie erhalten ein paar Hinweise für die Teilnahme-
        regeln und den Datenschutz rund um Online-Work-
        shops.                                                2 Termine        Sa | 17.07.2021 | 14:00 17:00 Uhr
     2. Sie erhalten einen Link und ein Passwort per E-Mail                    Mo | 19.07.2021 | 13:00 16:00 Uhr
        zu unserem Videodienst BigBlueButton. Die Teilnahme   UWK30132H2       Leitung: Susanne Busching
        am Meeting erfolgt nach Öffnen des Links auf dem                       80 € Schriftl. Anmeldung
        Computer und mobilen Endgeräten direkt über den
        Browser.
     3. Die Onlineversion entspricht den geltenden Daten-
        schutzbedingungen – DSGVO.

22
Modul 4: Wenn kleine Kinder in der Kita hauen,              Frühkindliche Entwicklung und deren Förderung bei
kratzen, beißen – was tun?                                  Kindern unter 3 Jahren

                                                                                                                            D R E I
Wenn Kinder unter 3 Jahren hauen, kratzen, beißen, sind     Kinder werden heute zunehmend als defizitär und über-
alle betroffen: Kinder, Team, Eltern. Und genau deshalb     fordert beschrieben. Entwicklungsstörungen und psychi-
ist der Umgang mit dem kindlichen Verhalten sehr viel-      sche Erkrankungen haben scheinbar zugenommen. Di-
schichtig. So auch die Themen der Fortbildung:              agnosen wie ADHS, LRS, Dyskalkulie etc. sind in aller
                                                            Munde. Vernachlässigte und misshandelte Kinder rücken

                                                                                                                            U N T E R
                                                            vermehrt in den Blick der öffentlichen und fachlichen
• Spurensuche nach möglichen Ursachen: Aggression, Ag-      Auseinandersetzung. Kindeswohlgefährdungen beschäfti-
  gressivität, Folge von Stressoren im Krippenalltag oder   gen Jugendämter und soziale Einrichtungen.
  Entwicklungsphänomen                                      Doch was heißt „normale Entwicklung“? Woran erkennt
• Beobachtungsschritte und -aspekte für die Situations-     man, dass sich ein Kind körperlich und seelisch gesund
  analyse                                                   entwickelt? Welche Stolpersteine können im Leben auf-
• Handeln in der Akutsituation und langfristige             treten? Woran erkennt man Bindungsstörungen? Welche
  Strategien                                                Konsequenzen für das spätere Leben können sie haben?
• Ungeeignete Maßnahmen im Umgang mit Beißen                Wie kann der frühkindliche Bindungsaufbau unterstützt
• Persönliche Haltung und die des Teams                     werden? Welche Hinweise gibt es auf Gefährdungen der
• Responsives Verhalten                                     kindlichen Entwicklung? Was sind passende individuelle
• Stressoren im Krippenalltag und Hilfen zur Stress-        und familiäre Behandlungs- und Beratungsansätze? Was
  regulation                                                können und sollten Kitas leisten?
• Medizinische Aspekte
• Zusammenarbeit mit den Eltern: Eskalations- und           Das Seminar ist auch für Tagespflegepersonen geöffnet.
  Deeskalationstechniken

Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz           Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
1 Termin         Mi | 30.06.2021 | 09:00 16:00 Uhr          1 Termin         Mo | 22.02.2021 | 16:00 19:00 Uhr
UWK30131H4       Leitung: Susanne Busching                  UWK30501H1       Leitung: Dr. med. Bernhard Stier
                 95 € Schriftl. Anmeldung                                    65 € Schriftl. Anmeldung
                                                            Bitte einen USB-Stick für die Speicherung der Seminarun-
                                                            terlagen mitbringen.

                                                                                                                       23
SCHUTZ DES KINDES
24
Umsetzung des § 8a SGB VIII in der Kindertagesein-
Schutz des Kindes                                            richtung
                                                             Für Leiterinnen und Leiter einer Kindertageseinrichtung
                                                             Die Umsetzung des § 8a SGB VIII in der eigenen Kinderta-

                                                                                                                                S C H U T Z
Umgang mit Anzeichen von Kindeswohlgefährdung                geseinrichtung beschäftigt sicherlich viele Leiter/-
nach § 8a SGB VIII                                           innen und löst sicherlich bei vielen Mitarbeiter/innen in
                                                             der Praxis eine große Verunsicherung aus:
Der § 8a SGB VIII regelt u. a., dass Einrichtungen der Ju-
gendhilfe zu denen auch Kitas gehören bei gewichtigen
Anhaltspunkten für Kindeswohlgefährdung verpflichtet
                                                             • Was ist die Idee des Schutzkonzeptes, und wie sieht es
sind, entsprechende Maßnahmen zum Schutz des Kindes
zu ergreifen.                                                  überhaupt aus?
                                                             • Wie ist der interne Ablauf bei der Feststellung eines ge-
Die Fortbildung soll pädagogische Fachkräfte darin unter-      wichtigen Anhaltspunktes?
stützen, die drei zentralen Fragestellungen zu klären:       • Was ist zu beachten bei der weiteren Zusammenarbeit
1. Was ist Kindeswohlgefährdung?                               mit den Eltern und in der Betreuung des Kindes?
                                                             • Wie sollte die Dokumentation aussehen?
2 Woran erkenne ich Anzeichen für Kindeswohlgefähr-          • Wann melde ich was an das Jugendamt?
  dung?
3. Was kann, was muss ich tun, wenn ich solche               Diese und ähnliche Fragen wollen wir klären und für die
   Anzeichen feststelle?                                     Leiter/innen konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.
                                                             Grundkenntnisse zum § 8a SGB VIII werden vorausge-
Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz            setzt.
1 Termin         Mo | 19.05.2021 | 09:00 16:00 Uhr
UWK40201H1       Leitung: Wildwasser Wetterau e.V.
                 85 € Schriftl. Anmeldung                    Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz
                                                             1 Termin         Di | 09.03.2021 | 09:00 12:00 Uhr
Friedberg        Kreishaus Gebäude B, Europaplatz            UWK40301H1       Leitung: Wildwasser Wetterau e.V.
1 Termin         Mo | 04.10.2021 | 09:00 16:00 Uhr                            50 € Schriftl. Anmeldung
UWK40201H2       Leitung: Wildwasser Wetterau e.V.
                 85 € Schriftl. Anmeldung

                                                                                                                           25
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