IKT der Zukunft - Informations- und Kommunikationstechnologien - Wien, am 13. November 2019 - FFG
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IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien Ausschreibungsleitfaden zu F&E-Dienstleistungen 2019: Challenge AI for Good Einreichfrist: 27.April 2020 12:00:00 Uhr Wien, am 13. November 2019
Inhalt
Tabellenverzeichnis............................................................................................... 3
1 Das Wichtigste in Kürze ..................................................................................... 4
2 Das Programm „IKT der Zukunft“ ....................................................................... 7
3 Einleitung ......................................................................................................... 8
4 Ausschreibungsinhalte für F&E-Dienstleistung .................................................... 9
4.1 Allgemeine Beschreibung (relevant für beide Themen) ............................................... 9
4.2 F&E-Dienstleistung: Artificial Intelligence in den Medien .......................................... 12
4.3 F&E-Dienstleistung: Artificial Intelligence in der Landwirtschaft ............................... 13
5 Weitere Anforderungen und Vorgaben zur Einreichung ...................................... 15
6 Ausschreibungsdokumente .............................................................................. 16
7 Rechtsgrundlagen ........................................................................................... 18
8 Weitere Vorgaben und Hinweise ....................................................................... 19
8.1 Disseminationsverpflichtung ..................................................................................... 19
8.2 Aufbereitung von Projektzusammenfassungen für die Öffentlichkeit ....................... 19
8.3 Empfehlungen und Services ...................................................................................... 20
8.3.1 Stand des Wissens.............................................................................................. 20
8.3.2 Service FFG-Projektdatenbank .......................................................................... 20
8.3.3 Service BMVIT Open4Innovation ....................................................................... 20
9 Weitere Förderungsmöglichkeiten .................................................................... 21
Impressum ......................................................................................................... 23
IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 2 von 24Tabellenverzeichnis Tabelle 1 Themenspezifische Einreichmöglichkeit 4 Tabelle 2 Zeitplan 5 Tabelle 3 Übersicht Ausschreibungsdokumente 16 Tabelle 4 weitere thematische Förderungsmöglichkeiten 21 Tabelle 5 weitere themenoffene Förderungsmöglichkeiten 21 Tabelle 6 weitere internationale Förderungsmöglichkeiten 22 IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 3 von 24
1 Das Wichtigste in Kürze Im Rahmen der vom BMVIT unterstützte Initiative IKT der Zukunft stehen für die kommende Ausschreibung zu F&E-Dienstleistungen insgesamt 168.000,- EURO zur Verfügung. Es ist geplant, jeweils eine F&E-Dienstleistung für die zwei Themen AI in den Medien und AI in der Landwirtschaft zu finanzieren. Projektanträge sind bei der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) bis spätestens 27. April 2020, 12:00:00 Uhr einzubringen. Die Einreichung ist ausschließlich via eCall möglich und hat vollständig und rechtzeitig bis zum Ende der Einreichfrist zu erfolgen. Eine spätere Einreichung wird nicht mehr angenommen und führt automatisch zum Ausschluss aus dem Auswahlverfahren. Tabelle 1 Themenspezifische Einreichmöglichkeit Eckpunkt F&E-Dienstleistung F&E-Dienstleistung Kurzbeschreibung Challenge AI for good Challenge AI for good / Erläuterung Ausschreibungs- Medien Landschaft schwerpunkt Förderung pro max. 70.000 exkl. UST max. 70.000 exkl. UST Projekt Max. Finanzierung bis 100% Finanzierung bis 100% Förderungsquote Max. Laufzeit in 9 9 Monaten Kooperations- ja ja erfordernis Verfügbares Für diesen Schwerpunkt Für diesen Schwerpunkt Fördergeld 84.000 € 84.000 € Einreichfrist 27.04.2020, 12:00:00 Uhr 27.04.2020, 12:00:00 Uhr Einreichsprache Deutsch Deutsch Information im https://www.ffg.at/ausschreibungen/iktdz- https://www.ffg.at/ausschreibungen/iktdz- Web challenge-ai-for-good-2019 challenge-ai-for-good-2019 IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 4 von 24
Einreichberatung
Ana Almansa DW: 05 7755- 5029, ana.almansa@ffg.at
Tabelle 2 Zeitplan
Abwicklungsschritt Termin
Ausschreibungseröffnung 13.11.2019
Informationsveranstaltung Mitte Jänner 2020
Frist für schriftliche Anfragen 24. Februar 2020, 12:00
Beantwortung der Fragen in Downloadcenter 11. März 2020
Einreichschluss 27. April 2020, 12:00
Formalprüfung Mai 2020
Evaluierung 23.-24. Juni 2020
Förderentscheidung Mitte bis Ende Juli 2020
Kick-off je Projekt September 2020
Austausch über die Projekte hinweg November 2020
Zwischenpräsentation Dezember 2020
Ergebnispräsentation Mai/Juni 2021 (vor dem
Projektendetermin)
IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 5 von 24Bitte beachten Sie:
Sind die Formalvoraussetzungen für eine Projekteinreichung entsprechend den
Konditionen und Kriterien des jeweiligen Förderungsinstruments nicht erfüllt und
handelt es sich um nicht-behebbare Mängel, wird das Förderungsansuchen bei der
Formalprüfung aufgrund der erforderlichen Gleichbehandlung aller
Förderungsansuchen ausnahmslos aus dem weiteren Verfahren ausgeschieden und
formal abgelehnt.
IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 6 von 242 Das Programm „IKT der Zukunft“ Diese Ausschreibung wird im Rahmen des Programms IKT der Zukunft eröffnet. Im Programm IKT der Zukunft fördert das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) angewandte Forschung und Technologieentwicklung auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Verschränkung mit Anwendungsfeldern. Das Programm unterstützt IKT-Innovationen in einem umfassenden Verständnis, um einen Beitrag dazu zu leisten, Österreich von der Gruppe der Innovation Follower in die Gruppe der innovativsten Länder der EU zu führen. Die strategischen Programmziele sollen durch die Summe der geförderten Projekte aller Ausschreibungen für die Laufzeit von 2012 – 2020 erreicht werden. Die Ausschreibungsschwerpunkte und -ziele jedoch ändern sich von Ausschreibung zu Ausschreibung und werden vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie nach strategischen Gesichtspunkten festgelegt. IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 7 von 24
3 Einleitung Artificial Intelligence (AI) gestützte Anwendungen auf verschiedenen Ebenen haben ein sehr großes Potenzial in den Bereichen Medien und Landwirtschaft: wissenschaftlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Das BMVIT interessiert sich insbesondere für die Rolle und mögliche Auswirkungen der Verwendung der künstlichen Intelligenz in den angeführten Bereichen für Österreich. Allerdings fehlt es weitgehend an einem erweiterten Überblick und einer tiefer gehenden Analyse der Möglichkeiten, potenzieller Auswirkungen und anstehender Herausforderungen. Die hier ausgeschriebenen F&E-Dienstleistungen widmen sich diesem Ziel. Das gewonnene Wissen soll den Bedarf nach künftiger F&E in den adressierten Bereichen aus österreichischer Sicht aufzeigen. Aus diesen neuen Erkenntnissen heraus sollen F&E-Herausforderungen abgeleitet werden, welche es zu lösen gilt und die als wesentlich betrachtet werden. Die Auswahl der Herausforderungen soll repräsentativ für Österreich sein, weshalb eine umfassende Themenabdeckung sowie die Einbeziehung aller wesentlichen nationalen Stakeholder unverzichtbare Anforderungen für die F&E-Dienstleistung darstellen. Die Initiative IKT der Zukunft sowie die Ausschreibung F&E-Dienstleistungen: Challenge AI for good werden durch Zuwendungen des BMVIT finanziert. IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 8 von 24
4 Ausschreibungsinhalte für F&E-
Dienstleistung
4.1 Allgemeine Beschreibung (relevant für beide Themen)
Die hier ausgeschriebene F&E Dienstleistungen verfolgen das Ziel das Potential von Artificial
Intelligence (AI) gestützten Anwendungen in den Bereichen Medien und Landwirtschaft in
Österreich zu identifizieren. Dabei soll der nationale Forschungs- und Anwendungsstand
erhoben und auch im Vergleich zu internationalen Entwicklungen beurteilt werden. Ziel ist
die Definition konkreter Challenges, die durch innovative und interdisziplinäre
Forschungsansätze gelöst werden könnten. Ein Beispiel für eine konkrete Challenge wäre:
Frühzeitige Identifikation von Fake News, die viral werden können.
Die gewünschten Leistungen für die ausgeschriebenen F&E-Dienstleistungen sind im
Folgenden spezifiziert (siehe gemeinsame Beschreibung für beide Schwerpunkte in den
nächsten Seiten plus weiterführende schwerpunktspezifische Spezifikationen jeweils in Kap.
4.2 und 4.3).
Die F&E-Dienstleistung soll zumindest folgende Leistungen umfassen:
- Erhebung des nationalen und internationalen Forschungsstands und deren Vergleich
- Erhebung nationaler und Screening internationaler Anwendungen
- Identifikation der wesentlichen nationalen Stakeholder (Forschungseinrichtungen,
Unternehmen, Policyebene, AnwenderInnen) und geeignete Einbindung dieser in die
F&E-Dienstleistung, um die Aussagekraft der Ergebnisse zu garantieren (z.B. durch
Befragungen, Interviews oder Workshops)
- Erforschung der Hintergründe und Einflussfaktoren, welche eine Rolle oder Relevanz
für die Positionierung Österreichs als F&E-Standort bzw. als Standort für die
wirtschaftliche Nutzung von AI gestützten Anwendungen in den adressierten
Bereichen spielen.
- Tiefer gehende Analyse der Möglichkeiten und Bedürfnisse, um potenzielle
Auswirkungen und anstehende F&E-Herausforderungen zu finden. Ausgehend von
den oben genannten F&E-Tätigkeiten sind folgende Ergebnisse zu erreichen:
o Definition von mindestens drei konkreten Challenges, die drängende
Forschungsfragen adressieren:
IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 9 von 24
Detaillierte und konkrete Darstellung der inhaltlichen Challenges, die
durch innovative und interdisziplinäre Forschungsansätze gelöst
werden könnten
Der Umfang und die Gliederung der Darstellung der Challenges ist
beim Projektantrag zu indizieren und bei der Zwischenpräsentation
(siehe Zeitplan unten) mit den Fördergebern (BMVIT und FFG)
abzustimmen
Anführen der relevanten Stakeholder
o Definition konkreter Anforderungen, welche über die F&E-Perspektive
hinausgehen und relevante Aspekte für die erfolgreiche Positionierung
Österreichs wie oben angeführt darstellen (z.B. in Bezug auf
Vernetzungsplattformen, Awarenessbuilding oder Schaffung relevanter
Rahmenbedingungen).
Die F&E-Dienstleistungen müssen unter Einsatz wissenschaftlicher Methoden durchgeführt
werden. Die Wahl der konkreten Methoden der F&E Dienstleistung obliegt dem
Auftragnehmer/der Auftragnehmerin, allerdings sind folgende Elemente in jedem Fall zu
berücksichtigen:
- Interdisziplinäre ExpertInnenworkshops
- NutzerInnenbeteiligung
- Umfassende Befragungen der Stakeholder
Es ist ein Konsortium aus mindestens zwei Partnern zu bilden, die zusammen sowohl eine
ausgewiesene Expertise im Bereich IKT vorzugsweise AI, als auch über das jeweilige
Anwendungsfeld (Medien, Smart City bzw. Landwirtschaft) aufweisen. Darüber hinaus sind
zur Durchführung Kenntnisse der nationalen Forschungslandschaft erforderlich.
Je nach Bedarf organisieren BMVIT/FFG einen Workshop, bei dem die Ausschreibung
präsentiert wird und im Rahmen dessen ein erster Austausch zum Thema und zu den Zielen
der F&E Dienstleistung zwischen potentiellen AuftragnehmerInnen, ExpertInnen und
Stakeholdern stattfinden kann. Die Vorbereitungsworkshops werden voraussichtlich im
Jänner 2020 stattfinden und auf https://www.ffg.at/ausschreibungen/iktdz-challenge-ai-for-
good-2019 bekannt gegeben.
Die F&E-Dienstleistungen sind in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber durchzuführen.
Die vollständigen Projektergebnisse sind als Endbericht nach Projektabschluss zu
veröffentlichen.
Aufgrund der hohen Relevanz des Themas ist bei der Erstellung der F&E Dienstleistung der
Fördergeber (BMVIT und FFG) während der Laufzeit des Vorhabens einzubinden. Das betrifft
im konkreten folgende Punkte:
IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 10 von 24- Kick-off Meeting zu Projektbeginn
- Abstimmung hinsichtlich zu involvierender ExpertInnen
- Präsentation der Zwischenergebnisse nach der Hälfte der Projektlaufzeit
- Abschlusspräsentation des Endberichts
In diesem Zusammenhang begrüßt das BMVIT die Einrichtung eines Gremiums aus 2-3
unabhängigen externen ExpertInnen zur Verbreiterung der Forschungsperspektive und zur
Qualitätssicherung. Nach der Finanzierungszusage der FFG und vor Projektstart ist der FFG
ein Besetzungsvorschlag zu unterbreiten. FFG/BMVIT behalten sich vor, einzelne oder alle
Vorschläge abzulehnen, alternative Vorschläge einzufordern oder selbst Expertinnen und
Experten zu nominieren.
Von jeder vorgeschlagenen Person ist eine Unvereinbarkeitserklärung einzuholen, in der
dessen Unabhängigkeit vom Projekt und von Mitgliedern des Projektteams erklärt wird, und
auf Verlangen der FFG vorzulegen. Neben Aspekten der wirtschaftlichen Abhängigkeiten
gelten dabei auch Kooperationen mit den Projektpartnern aus dem Projektteam in den
letzten drei Jahren vor Projektbeginn als unvereinbar.
Die Aufgaben des Gremiums umfassen die kritische Reflexion der angestrebten oder
erarbeiteten Projektergebnisse und das Einbringen externer fachlicher Expertise im Rahmen
von mindestens drei offiziellen, gemeinsamen Projektpräsentationen bzw.
Ergebnisbesprechungen (drei Halbtage).
Das Gremium übernimmt folgende Aufgaben:
Zu Projektstart: Klarlegung/Reflexion der Projektziele, des Arbeitsprogramms und der zu
erwartenden Ergebnisse mit dem Projektteam, Einbringen eventueller relevanter
Aspekte;
in der Projektmitte: Diskussion und Bewertung der Zwischenergebnisse, Feststellung von
Abweichungen und gegebenenfalls Identifikation notwendiger Korrekturmaßnahmen;
bei Projektende vor Fertigstellung des Endberichts: Diskussion und Bewertung der
Projektergebnisse, gegebenenfalls Feststellung von Abweichungen und Identifikation
notwendiger Korrekturmaßnahmen zur Erreichung der Projektziele.
Die Kosten für die Mitglieder des Gremiums müssen alle Aufwendungen für die
funktionsbedingten Erfordernisse abdecken. Insgesamt sollen die Kosten für das Gremium als
Ganzes eine Größenordnung von 6.000 € bis 9.000 € nicht überschreiten.
Fragen zu diesen Ausschreibungsschwerpunkten können bis 24. Februar 2020 ausschließlich
in schriftlicher Form an ikt@ffg.at erichtet werden. Die Anfragen werden gesammelt und
anonymisiert beantwortet. Im Sinne der Gleichbehandlung wird ersucht die Fragen so zu
stellen, dass ein Rückschluss auf den/die FragestellerIn nicht möglich ist.
IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 11 von 24Die Beantwortung der Fragen wird bis 11. März 2020 in der Ausschreibungswebseite
https://www.ffg.at/ausschreibungen/iktdz-challenge-ai-for-good-2019 veröffentlicht.
Budget pro F&E Dienstleistung: 70.000 exkl. UST
Laufzeit: max. 9 Monate
4.2 F&E-Dienstleistung: Artificial Intelligence in den Medien
Ausgangslage / Aktueller Entwicklungsstand
Zahlreiche Anwendungsgebiete von AI durchdringen schon seit langem die
Medienlandschaft. Besonders der verantwortungsvolle Einsatz von AI kann zu einer
erheblichen Erleichterung und Unterstützung bei der Erstellung von Print, Audio oder
Videobeiträgen führen. Im Wesentlichen können im Bereich der Medien folgende
Anwendungsfelder unterschieden werden (Vgl. Goldhammer, Dieterich & Prien, 2019):
- Assistierende Technologien sind Anwendungen die BerichterstatterInnen bei Ihrer
Tätigkeit unterstützen und zum Beispiel Recherchearbeit abnehmen, komplexe
verteilte Daten gemeinsam verwalten und analysieren oder Audiotranskripte
anfertigen. Denkbar ist auch die Aufbereitung, Auswertung und Verwaltung einer
großen Anzahl an Daten.
- Generative Technologien sind Anwendungen bei denen AI weitgehend automatisiert
Medieninhalte erstellen. Dabei können die unterschiedlichen Medienformen (Text,
Video, Foto, Audio,…) betroffen sein.
- Distributive Technologien unterstützen die zielgerichtete Verbreitung der
Medieninhalte über Social Media und andere Plattformen.
Ein weiterer Aspekt im Zusammenhang von AI und Medien ist die Entwicklung im Bereich des
Erkennens von synthetischen, durch AI geschaffene Medieninhalte insbesondere im
Zusammenhang von Fake News und Deep Fakes.
Ziel der Forschungsvorhabens
Trotz erster Anwendungen von AI in der Medienlandschaft bestehen - vor allem aufgrund der
umfassenden Digitalisierung der medialen Inhalte und der enormen Informationsdaten -
zahlreiche weitere Einsatzpotenziale - im Sinne einer unterstützenden, positiven und
optimierenden Anwendung. Ziel des hier ausgeschriebenen Projektes ist, auf der Basis der im
IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 12 von 24Kapitel 4.1 geschilderte F&E-Leistungen neue Erkenntnisse zu gewinnen, die relevant für die
künftige Umsetzung einer unterstützenden, positiven und optimierenden Anwendung von AI
im Bereich der Medien sind. Bei der Definition der konkreten Challenges für F&E und darüber
hinausgehende Aspekten (siehe Kapitel 4.1) spielen die Zusammenführung der aktuellen
Wissens- und Anwendungsbasis und auch die Einschätzung künftiger Entwicklungen im
Bereich Artificial Intelligence in den Medien eine wichtige Rolle.
Als inhaltliche Leitfragen und mittels wissenschaftlichen Methoden sind zumindest folgende
Punkte zu beantworten:
- Kurze Darstellung der Medienlandschaft
- Welche Anwendungsfelder von AI gibt es derzeit in der nationalen Medienlandschaft
und welche sind konkret in Planung?
- Welche konkreten Bedarfe zur Unterstützung der journalistischen Tätigkeit gibt es,
und können diese mit AI gestützten Technologien gelöst werden?
- Welche Anwendungen scheinen sinnvoll und welche können nicht mit dem Ethos
qualitativ hochwertiger Berichterstattung in Einklang gebracht werden.
- Was ist bei der Entwicklung von AI Anwendungen in den Medien zu berücksichtigen?
- Welche Anwendungsfelder gibt es bereits international und wie stehen diese im
Vergleich zu den nationalen?
- Wie können Fake News und Deep Fakes erkannt werden?
- Welche Ansätze gibt es potentiell virale Inhalte zu erkennen und deren Ausbreitung
vorherzusagen?
- Welches Potential ist im Bereich Multilingualität durch AI zu erwarten?
Budget für diese F&E Dienstleistung: 70.000 exkl. UST
Laufzeit: max. 9 Monate
4.3 F&E-Dienstleistung: Artificial Intelligence in der Landwirtschaft
Ausgangslage / Aktueller Entwicklungsstand
Digitalisierung im Allgemeinen und AI gestützte Anwendungen im Speziellen haben ein
hohes Potential landwirtschaftliche Prozesse zu optimieren. Damit können Landwirte in einer
wirtschaftlich schwierigen Zeit, in der der Markt immer mehr in den Händen von
Großunternehmen liegt, nicht nur kostensparend und gewinnbringend wirtschaften, sondern
auch anderen gesellschaftspolitischen Anforderungen begegnen. Mit konkreten
Anwendungen in den Bereichen Smart und Precision Farming kann damit nicht nur der Ertrag
IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 13 von 24gesteigert werden, sondern auch ressourcenschonender und klimafreundlicher
gewirtschaftet werden.
Ziel der Forschungsvorhabens
In der ausgeschriebenen F&E Dienstleistung sollen auf der Basis der im Kapitel 4.1
geschilderten F&E-Leistungen neue Erkenntnisse gewonnen worden, die relevant für die
künftige Umsetzung einer gewinnbringenden, ressourcenschonenderen und
klimafreundlicheren Anwendung von AI im Bereich der Landwirtschaft sind. Dabei spielt die
Zusammenführung der aktuellen Wissens- und Anwendungsbasis und auch eine
Einschätzung künftiger Entwicklungen im Bereich Artificial Intelligence in der Landwirtschaft
eine wichtige Rolle. Die wesentliche Zielsetzung der F&E Dienstleistung, die Definition von
mindestens drei konkreten Challenges, ist im Kapitel 4.1 dargelegt. Als inhaltliche Leitfragen
und mittels wissenschaftlichen Methoden sind in der F&E-Dienstleistung zumindest folgende
Punkte zu bearbeiten:
- Smart Farming
o Einsatz von AI gestützte Technologien im Bereich der Automatisierung von
Arbeitsabläufen, Einsatz von intelligenten landwirtschaftlichen Maschinen,
Einsatz von Internet of Things, GPS Anwendungen, Drohnen, Sensoren usw.
o Um folgende Ziele zu erreichen: betriebliche Prozesseffizienz, Einsparungen
von Ressourcen, Optimierung der Bewirtschaftung, automatisierte
Dokumentation, automatisierte Schadensmeldung, verbessertes
Erntemanagement, Bestimmen des Erntezeitpunkts, Nachverfolgbarkeit der
landwirtschaftlichen Produkte, effiziente Nutzung der gewonnenen Daten
usw.
- Precision Farming, die präzise und teilflächenspezifische Bewirtschaftung, soll als
eigenes Themenfeld behandelt werden
- Kurze Darstellung der österreichischen Landwirtschaft (Umsatz, Beschäftigte,
Ausmaß der Anbaugebiete, Sektoren,…)
- Welche Anwendungsfelder von AI gibt es derzeit in der österreichischen
Landwirtschaft und welche werden international eingesetzt? Vergleich beider
Darstellungen.
- Überblick über etwaige europäische oder nationale Initiativen.
- Welche konkreten Bedarfe zur Unterstützung nationalen Landwirtschaft gibt es, und
können diese mit AI gestützten Technologien gelöst werden?
- Was ist bei der Entwicklung von AI Anwendungen in der Landwirtschaft zu
berücksichtigen?
Budget für diese F&E Dienstleistung: 70.000 exkl. UST
Laufzeit: max. 9 Monate
IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 14 von 245 Weitere Anforderungen und
Vorgaben zur Einreichung
Weitere Anforderung Vorgabe(n)
Notwendige Unterlagen zum Nachweis der Auszug aus dem Gewerberegister oder beglaubigte
Befugnis sowie der technisch Abschrift des Berufsregisters oder des Firmenbuches
/wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Handelsregister) des Herkunftslandes des Bieters
als Anhang der eCall Projektdaten oder die dort vorgesehene Bescheinigung oder – falls
hochzuladen im Herkunftsland keine Nachweismöglichkeit
besteht – eine eidesstattliche Erklärung des
Bewerbers, jeweils nicht älter als 12 Monate.
Bieter, die im Gebiet einer anderen Vertragspartei
des EWR-Abkommens oder in der Schweiz ansässig
sind und die für die Ausübung einer Tätigkeit in
Österreich eine behördliche Entscheidung
betreffend ihre Berufsqualifikation einholen müssen,
haben ein darauf gerichtetes Verfahren möglichst
umgehend, jedenfalls aber vor Ablauf der
Angebotsfrist einzuleiten. Gleiches gilt für den
Subunternehmer, an die der/die Bieter Leistungen
vergeben will. Der Bieter hat den Nachweis seiner
Befugnis durch die Vorlage der entsprechenden
Gewerbeberechtigung grundsätzlich in seinem
Angebot zu führen. Die Auftraggeberin behält sich
vor, die Befugnis von allfälligen Subunternehmern
gesondert zu prüfen.
Aktueller Firmenbuchauszug (max. 6 Monate alt)
Der Bieter hat auch einen Nachweis über den
Gesamtumsatz und die Umsatzentwicklung für die
letzten drei Jahre bzw. für den seit
Unternehmensgründung bestehenden Zeitraum bei
NewcomerInnen (darunter sind Unternehmen zu
verstehen, die vor weniger als drei Jahren gegründet
wurden) vorzulegen.
Formal- und Vertragsfragen Anfragen (siehe dazu im Detail Pkt. 3.2 F&E-
Leitfaden) sind ausschließlich schriftlich per E-Mail
an ikt@ffg.at in deutscher Sprache bis 24.02.2020
zu stellen.
Verhandlungsgespräch Termine
Kurze Erläuterung Protokoll, Geheimhaltung
IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 15 von 246 Ausschreibungsdokumente
Reichen Sie das Projekt ausschließlich elektronisch via eCall unter der Webadresse
https://ecall.ffg.at/ ein.
Verwenden Sie die bereitgestellten Vorlagen und Ausschreibungsdokumente in der Webseite
https://www.ffg.at/ausschreibungen/iktdz-challenge-ai-for-good-2019.
Konditionen, Ablauf der Anbotslegung, Prüfung und Ablauf der Bewertung des Anbotes und
weitere relevante Informationen werden in den gesonderten Leitfäden für das
Förderinstrument F&E-Dienstleistungen beschrieben. Diese sind ein integraler Bestandteil
der Ausschreibungsunterlagen. Die nachfolgende Übersicht zeigt die relevanten Dokumente:
Tabelle 3 Übersicht Ausschreibungsdokumente
Finanzierungsinstrument Einreichunterlagen
Kooperatives F&E-Projekt Ausschreibungsleitfaden
Industrielle Forschung oder Instrumentenleitfaden F&E-Dienstleistungen
Experimentelle Entwicklung Vorlagen:
Projektbeschreibung (Inhalt des Anbotes)
Mustervertrag für F&E-Dienstleistungen
Rechnungsvorlage
Im Kostenplan sind die Personalkosten jeweils mit Zuordnung zu einem Arbeitspaket sowie die
Gesamtkosten je Arbeitspaket anzugeben.
Die Formalkriterien für förderwürdige Projekte sind in den Instrumentenleitfäden und
Projektbeschreibungen beschrieben.
IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 16 von 24Bitte beachten Sie:
Sind die Formalvoraussetzungen für eine Projekteinreichung entsprechend den
Konditionen und Kriterien des jeweiligen Förderungs-/Finanzierungsinstruments
(vgl. Abschnitt 4.1 im jeweiligen Instrumentenleitfaden) nicht erfüllt und handelt es
sich um nicht-behebbare Mängel, wird das Finanzierungsansuchen bei der
Formalprüfung aufgrund der erforderlichen Gleichbehandlung aller
Finanzierungsansuchen ausnahmslos aus dem weiteren Verfahren ausgeschieden
und formal abgelehnt. Eine detaillierte Checkliste hinsichtlich der Konditionen und
Kriterien finden Sie am Beginn der Formulare „Inhalt de Anbotes“.
IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 17 von 247 Rechtsgrundlagen Die Ausschreibung basiert auf der Richtlinie zur Förderung der wirtschaftlich – technischen Forschung, Technologieentwicklung und Innovation Themen-FTI-RL (https://www.ffg.at/sites/default/files/downloads/page/richtlinie_fti_2015_themen.pdf). Bezüglich der Unternehmensgröße ist die jeweils geltende KMU-Definition gemäß EU- Wettbewerbsrecht ausschlaggebend. Hilfestellung zur Einstufung finden sie unter: https://www.ffg.at/recht-finanzen/rechtliches_service_KMU Sämtliche EU-Vorschriften sind in der jeweils geltenden Fassung anzuwenden. Als Rechtsgrundlage für „Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen“ wird der Ausnahmetatbestand § 9 Z 12 Bundesvergabegesetz 2018 angewendet. IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 18 von 24
8 Weitere Vorgaben und Hinweise
8.1 Disseminationsverpflichtung
Für alle Projekte aus dem Förderprogramm IKT der Zukunft gilt:
Auf Publikationen, Veranstaltungsprogrammen bzw. auf Websites u. ä., die Ihre Projekte
darstellen, sind die BMVIT- und FFG-Logos anzuführen und explizit auf das Programm
hinzuweisen:
Programm „IKT der Zukunft“ – eine Initiative des Bundesministeriums für Verkehr,
Innovation und Technologie (BMVIT)
oder
gefördert im Programm „IKT der Zukunft“ vom Bundesministerium für Verkehr,
Innovation und Technologie (BMVIT)
8.2 Aufbereitung von Projektzusammenfassungen für die
Öffentlichkeit
Um die Wirkung des Programms zu erhöhen und für Zwecke der Qualitätssicherung ist die
Sichtbarkeit der Projekte ein wichtiges Anliegen des BMVIT.
Daher sollen kontinuierlich die Projektzusammenfassungen für die Öffentlichkeit aufbereitet
werden. Diese Projektzusammenfassungen können in weiterer Folge vom Fördergeber
veröffentlicht werden. Eine publizierbare Kurzfassung (zwei Seiten) ist obligatorisch. Eine
publizierbare Langfassung (15-25 Seiten) wird empfohlen. Hierbei sind die „Vorlagen für
publizierbare Kurzfassung“ zu verwenden, die Sie bei der jeweiligen Ausschreibung finden
(siehe https://www.ffg.at/iktderzukunft/vorlagen-berichtslegung).
Die publizierbare Zusammenfassung ist als eigenes Dokument in elektronischer Form als PDF
per eCall bzw. direkt im eCall an die FFG zu übermitteln.
Von der Veröffentlichung ausgenommen sind vertrauliche Inhalte (für Projekte mit
Patentanmeldungen, anderen Schutzstrategien wie Geheimhaltung, oder personenbezogene
Daten gibt es eine opt-out-Möglichkeit).
IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 19 von 248.3 Empfehlungen und Services 8.3.1 Stand des Wissens Es ist für die Programmausrichtung wesentlich, den Erkenntnisgewinn aus Vorprojekten und - studien in den jeweiligen Ausschreibungsschwerpunkten zu berücksichtigen und darauf aufzubauen bzw. Synergien zu nutzen. Daher wird bei der Bewertung der eingereichten Anträge verstärkt darauf geachtet, inwieweit Vorprojekte in Anträgen berücksichtigt werden. 8.3.2 Service FFG-Projektdatenbank Die FFG bietet als Service die Veröffentlichung von kurzen Informationen zu geförderten Projekten und eine Übersicht der Projektbeteiligten in einer öffentlich zugänglichen FFG Projektdatenbank an. Somit können Sie Ihr Projekt und Ihre Projektpartner besser für die interessierte Öffentlichkeit positionieren. Darüber hinaus kann die Datenbank zur Suche nach Kooperationspartnern genutzt werden. Nach positiver Förderungsentscheidung werden die AntragstellerInnen im eCall System über die Möglichkeit der Veröffentlichung von kurzen definierten Informationen zu ihrem Projekt in der FFG Projektdatenbank informiert. Eine Veröffentlichung erfolgt nach Unterzeichnung des Fördervertrags ausschließlich nach aktiver Zustimmung im eCall System. Nähere Informationen finden Sie unter https://www.ffg.at/content/fragen-antworten-zur-ffg- projektdatenbank. 8.3.3 Service BMVIT Open4Innovation Darüber hinaus bietet die Plattform open4innovation des BMVIT (www.open4innovation.at) eine Wissensbasis für Unternehmen, Forscher und Forscherinnen (community support, detailliertere Information, Erfolgsgeschichten,…). IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 20 von 24
9 Weitere Förderungsmöglichkeiten
Tabelle 4 weitere thematische Förderungsmöglichkeiten
Relevante thematische Kontakt Link
Förderungs-möglichkeiten
Mobilität der Zukunft Dr. Christian Pecharda
Telefon: 057755-5030
www.ffg.at/mobilitaetderzukunft
E-Mail:
christian.pecharda@ffg.at
IKT der Zukunft Dr. Peter Kerschl
Telefon: 057755-5022 www.ffg.at/iktderzukunft
E-Mail: peter.kerschl@ffg.at
IKT der Zukunft: benefit – Dr. Gerda Geyer
demografischer Wandel als Telefon: 057755-4205 www.ffg.at/benefit
Chance E-Mail: gerda.geyer@ffg.at
Tabelle 5 weitere themenoffene Förderungsmöglichkeiten
Relevante themenoffene Kontakt Link
Förderungs-möglichkeiten
Basisprogramm
Themenoffene Förderung von Sabine Bauer
www.ffg.at/programme/basispr
Entwicklungs-projekten für Telefon: 057755-1501
Unternehmen, laufende
ogramm
E-Mail: sabine.bauer@ffg.at
Ausschreibung
COIN Cooperation und DI Martin Reishofer
Innovation Telefon: 057755-2402 www.ffg.at/coin
E-Mail: martin.reishofer@ffg.at
IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 21 von 24Tabelle 6 weitere internationale Förderungsmöglichkeiten
Relevante internationale Kontakt Link
Förderungs-möglichkeiten
EUREKA, Profactory+ und
Eurostars Irina Slosar
www.ffg.at/programme/eureka
Programmunabhängiger Telefon: 057755-4901
Mechanismus zur Förderung der
http://pro-factory-plus.eu/
E-Mail: irina.slosar@ffg.at
jeweils nationalen Projektanteile
Europäische Programme DI Thomas Zergoi
Telefon: 057755-4201 www.ffg.at/ikt/international
E-Mail: thomas.zergoi@ffg.at
IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 22 von 24Impressum Medieninhaber, Verleger und Herausgeber: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Radetzkystraße 2, 1030 Wien Programmverantwortung IKT der Zukunft Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Abteilung III/I 5 - Schlüsseltechnologien für industrielle Innovation: IKT, Produktion, Nanotechnologien Mag. Michael Wiesmüller Mag. Lisbeth Mosnik Programmabwicklung Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) Bereich Thematische Programme Sensengasse 1, 1090 Wien Autorinnen und Autoren: Mag. Lisbeth Mosnik (BMVIT) Mag. Michael Wiessmüller (BMVIT) Mag. Daniela Murhammer-Sas (BMVIT) Mag. Dr. Ana Almansa (FFG) Version 1.1 Wien Stand: 14. November 2019 IKT der Zukunft – Informations- und Kommunikationstechnologien 23 von 24
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Radetzkystraße 2, 1030 Wien bmvit.gv.at
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