Intonation - "Musik. Wozu? Dazu!" - Berichte aus dem Leben der Stuttgarter Musikschule - Die Stuttgarter Musikschule
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inton ation
Berichte aus dem Leben der Stuttgarter Musikschule
mit Halbjahresprogramm Februar 2019 - Juli 2019
Ausgabe 42, 2019/1
„Musik.
Wozu?
Dazu!“Mitglied im Verband deutscher Musikschulen (VdM)
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart
Tel: 0711/216-66220
Fax: 0711/216-66240
E-Mail: stuttgarter.musikschule@stuttgart.de
Homepage: www.stuttgart.de/musikschule
Leitung
Friedrich-Koh Dolge Musikschuldirektor friedrich-koh.dolge@stuttgart.de
Prof. Dr. Andreas Jäger Stellvertretender Musikschulleiter andreas.jaeger@stuttgart.de
Öffnungszeiten, gültig während der Schulzeiten
Personal, Sekretariat, Haushalt, Raumplanung Mo, Mi-Fr 8.30-12.30 Uhr
Schlüsselverwaltung Mo-Do 13.30-15.00 Uhr und nach Vereinbarung
Thekla Schmid 216-66223 thekla.schmid@stuttgart.de
Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, Instrumentenausleihe,
Stiftung, Jugend musiziert, Rechnungswesen Mo, Mi-Fr 9.30-12.30 Uhr
Mi 13.30-16.30 Uhr
Simone Haas Öffentlichkeit, Stiftung, Rechnungswesen 216-66224 simone.haas@stuttgart.de
Instrumentenausleihe
Stephanie Kummert Öffentlichkeit, Veranstaltungen, GEMA 216-66229 stephanie.kummert@stuttgart.de
Jennifer Schurr Freiwilliges Soziales Jahr 216-66236 jennifer.schurr@stuttgart.de
Stellvertretender Musikschulleiter
Prof. Dr. Andreas Jäger 216-66222
Schülerverwaltung Mo, Mi-Fr 10.00-12.30 Uhr
Mo-Do 13.30-17.00 Uhr
Buchstaben (Schülername)
A-H: Christina Burkhardt 216-66225 christina.burkhardt@stuttgart.de
I-Ma und EMP: Brigitte Leineweber 216-66226 brigitte.leineweber@stuttgart.de
Me-N und EMP: Alexandra Lätzel 216-66228 alexandra.laetzel@stuttgart.de
O-Z: Carmen Teijeiro 216-66227 carmen.teijeiro@stuttgart.de
Bezirksleitung, erreichbar während der Schulzeiten
Bad Cannstatt, Kreuznacher Str. 13 Katja Fischer 0711/216-89456 01520-9373581, katja.fischer@stuttgart.de
Hedelfingen, Hedelfinger Str. 163 Katja Fischer
Degerloch, Mittlere Str. 17 Andreas Digel 01520-9373585, andreas.digel@stuttgart.de
Sillenbuch, Gorch-Fockstr. 30 Andreas Digel 0711/4790364
Feuerbach, Grazer Str. 34 Günther Schwarz 0711/8566922 01520-9373583, guenther.schwarz@stuttgart.de
Weilimdorf, Ditzinger Str. 7 Günther Schwarz
Stadtmitte, Rotebühlplatz 28 Wolfgang Albrecht 0711/216-66233 01520-9373586, wolfgang.albrecht@stuttgart.de
Botnang, Griegstr.18 Wolfgang Albrecht
Vaihingen, Schwabenplatz 3 Katharina Künstler 01520-9373582, katharina.kuenstler@stuttgart.de
Möhringen, Filderbahnstr. 29 Katharina Künstler
Zuffenhausen, Burgunderstr. 32 Ulrike Fromm-Pfeiffer 0711/ 216-57355 01520-9373584, ulrike.fromm-pfeiffer@stuttgart.de
Fachbereichsleitung Querschnittsfachbereichsleitung
erreichbar über die Schülerverwaltung
Blockflöte Volkmar Geisshardt Alte Musik Volkmar Geisshardt
Bläser Oliver Hasenzahl Bildungskooperationen Prof. Dr. Andreas Jäger
Elementare Musikpädagogik Monika Hagmayer RockPopJazz Branko Arnsek
Gesang Ingeborg Krebs-Kluge STUVO Monika Giurgiuman
Gitarre Irina Kircher de Montes (Studienvorbereitung und Begabtenförderung)
Klavier Felipe Valério
Schlagzeug Gergely Nagy
Streicher Simone Riniker MaierInhalt
Vorwort
Inhalt
Braucht die Musik der Zukunft noch
Musikpädagogen, ausübende Künstler
und Komponisten, oder werden wir nur
noch konsumieren, was künstlich, nicht Schwerpunkte: Rückblick 10. Musikfest
von Menschenhand, erschaffen wurde? für Kinder und Jugendliche
Werden wir noch von der Kunst und und Digitalisierung
der Musik als schöpferischem Akt des Titelbild:
Menschen sprechen können, oder über- Beim Abschlusskonzert des Musikfestes, Hegelsaal
nimmt die künstliche Intelligenz mit ihren Foto: Moritz Metzger
treffsicheren Algorithmen das kulturelle Gemeinschaft und mehr 4
Schaffen? Ralf Püpcke
Projektwoche 7
Musiker selbst entwerfen derzeit Ideen Neue Homepage 10
für einen virtuellen Musikunterricht. Das Jennifer Schurr
Internet ist voll von solchen Online-An- Tutorials als Übe-Hilfe 11
geboten unterschiedlichster Qualität. Es Gergely Nagy
stellt sich jedoch zugleich die Frage, ob all
Digitale Emotionen? 12
Liebe Leser*innen! diese von uns Musikern selbst entwickel- Alexander G. Adiarte
ten und vorangetriebenen Innovationen
Die neue Stadtteilmusikschule Ost 13
Hilfe, die Digitalisierung ist da! eine Konkurrenz zu unserem musikpäd- Wolfgang Albrecht
Die Anzahl der digital vernetzten Geräte agogischen Schaffen bedeuten.
Gelingende Konzentration 14
verdoppeln sich derzeit Jahr für Jahr. Der Romuald Noll
amerikanische Telekommunikationsgigant Die Digitalisierung wird vor der Mu-
Salsa an der Stuttgarter Musikschule 16
Cisco Systems prognostiziert, dass im Jah- sikpädagogik keinen Halt machen. Dazu Branko Arnsek
re 2020 rund 50 Milliarden Geräte mitei- sind wir Musiker selbst zu kreativ, zu
Halbjahresprogramm 17
nander vernetzt sein werden. Angesichts innovativ und letztlich auch zu mutig,
einer Weltbevölkerungszahl von rund 7,6 um uns nicht mit den Möglichkeiten der Veranstaltungsübersicht 21
Milliarden Menschen, eine unvorstellbare Digitalisierung in der Musik zu beschäf- Hörgang 22
Zahl, die fast das 7fache der gesamten tigen. Aber gerade dieses Paradoxon Hörgang Konzertauswahl 23
menschlichen Existenz ausmacht. Ana- wird uns erkennen lassen, dass Kunst,
Frankreich-Austausch 24
lysten sagen ebenfalls für 2020 voraus, Kultur und Musik, die menschliche In- Claudia Schwanhäußer
dass von den 50 Milliarden Geräten, allein teraktion schlechthin, durch nichts zu
Zeitreise: Filmmusik und mehr 25
6,1 Milliarden Smartphones sein werden. ersetzen sind. Gerade die Sicherung und David Mason
Seit 2016 hat sich diese Zahl vervierfacht. Weitergabe des kulturellen Erbes, die
Ensemble Serenata in Frankreich 26
Bereits heute sind Informationen in einer Pflege unserer kulturellen Vielfalt, die Oliver Hasenzahl
großen Vielfalt, zu jeder Tageszeit und an Weitergabe von unserem reichhaltigen
Richtig oder falsch? 28
jedem Ort mit den kleinsten Geräten ab- Wissens- und Erfahrungsschatz wird ein
Dorota Welz
rufbar und verfügbar. bewusster, emotionaler menschlicher
Akt bleiben. Ein menschlicher Akt, um Musik und Bewegung 30
Holger Spegg
Computer der letzten Generation, so- auch unserem Gegenüber zu zeigen,
genannte neuronale Netzwerke, sind was uns am Menschen liegt, um einen Ruhestand – was ist das? 31
Gertrud Schwenk-Jetter
bereits in der Lage selbstständig zu ler- authentischen Kontakt herzustellen, um
nen und zu komponieren. „Deep Bach“ für eine menschliche Atmosphäre, für Portraits 32
ist zum Beispiel ein Computer, ein neu- Aufmerksamkeit und vor allem für Wert- Notenwitze 34
ronales Netzwerk, das nichts von musi- schätzung zu sorgen. Prüfungstermine 35
kalischen Strukturen weiß, sondern sich
nur durch Zuhören seine eigenen Regeln Kunst, Kultur, Musik werden in einer
ausdenkt und einen Choral im Stile von total digitalisierten Welt, die von Perfek- Menschen bleiben. Musik ist und wird
Johann Sebastian Bach aussetzt. Oder tion und maschinellem Pragmatismus ge- der Inbegriff des lebendigen Ausdrucks
„Iamus“: ein von Forschern der Universi- prägt sein wird, das letzte Refugium des menschlichen Daseins sein!
tät Malaga entwickelter Supercomputer, Menschen sein. Das letzte Refugium, in
der völlig selbstständig Musik kreieren dem der Mensch in seiner Unvollkom- Ich wünsche Ihnen wie immer viel
kann. „Jukedeck“, „Amper“ oder „Hum- menheit Mensch sein kann und darf. Eine Freude und Spaß beim Lesen unserer
tap“, die sekundenschnell Songs erstel- große Verantwortung, die damit auf der intonation und verbleibe mit herzlichen
len, indem Nutzer nur eine Melodie in ihr Kunst, der Kultur und der Musik lastet. musikalischen Grüßen
Smartphone summen. „Popgun“ entwi- Gleichzeitig eröffnen sich jedoch auch
ckelt eine künstliche Intelligenz namens neue, große Chancen für uns Kunstschaf- Ihr
„Alice“, die in Echtzeit mit Musikern fende. Kunst, Kultur und Musik werden
komponiert und dabei auch eine Klavier- in einer digitalisierten Welt an Bedeutung
melodie vervollständigen kann. Die Liste gewinnen, denn Kreativität und Emotio- Friedrich-Koh Dolge
ließe sich beliebig fortsetzen. nen wird weiterhin eine Domäne für uns Musikschuldirektor
3Aktuell
Schwerpunkt
Aktuell
Musikfest
Gemeinschaft und mehr
beim 10. Stuttgarter Musikfest für Kinder und Jugendliche 2018
Passend zum Motto „Musik. Wozu? - Musik macht Karriere“ im Mercedes- ren Ensembles und Klassenorchester aus
Dazu!“ konnten wir mit dem 10. Stutt- Benz Museum, veranstaltet vom Rotary Grundschulen, Realschulen und Gymna-
garter Musikfest für Kinder und Jugend- Club Stuttgart-Fernsehturm zu Gunsten sien Stuttgarts zu Gast und begeisterten
liche 2018 aufzeigen, dass die Musik der Stiftung Stuttgarter Musikschule. rund 500 Grundschüler.
immer auch ein besonders sinnstiftendes Beim Musikschulfest wurde ein buntes
Gemeinschaftserlebnis bietet. Denn je- Mitmachprogramm geboten, mit Work- Fester Bestandteil während des Mu-
der hatte in den zwei Musikfest-Wochen shops, Aktionen und Konzerten. Auch im sikfestes ist auch das Jahreskonzert der
sicher wieder seine ganz persönlichen großen Foyer wurde dabei getrommelt, Freunde und Förderer der Stuttgarter
Musikfest-Momente, ob gemeinsam gezupft und geblasen. Beim musikali- Musikschule, bei dem diesmal drei Blas-
musizierend und singend auf der Bühne schen Klassentreffen im Theaterhaus wa- orchester der Stuttgarter Musikschule
oder zuhörend und mitklatschend im
Publikum.
Zur Jubiläumsausgabe mit über 60
Veranstaltungen kamen erneut rund
10.000 Besucher und aktive Teilnehmer.
Sie alle wurden mit einer großen Vielfalt
an Veranstaltungen belohnt. Erstmals
fand im Anschluss an das Symposium
zur musikalisch-kulturellen Teilhabe das
Eröffnungskonzert im Konzertsaal der
Musikhochschule statt. Das Württem-
bergische Kammerorchester Heilbronn
und das Junge Kammerorchester der
Stuttgarter Musikschule mit der Solistin
Julia Hoover begeisterten gleich zum
Auftakt das Publikum. Zwei Tage spä-
ter produzierte Regio-TV einen schönen
Fernseh-Beitrag über das Benefizkonzert
„KONZERTIVE Wirtschaft trifft Musik
„Es ist immer etwas Besonderes, mit erfahrenen Musikern das Pult zu teilen.“ - Luisa Schwegler
„Es war eine sehr schöne Gelegenheit, in die professionelle Musikerwelt hineinzuschnuppern“ - Julia Hoover
„Es hat sehr viel Spass gemacht, mit einem Profiorchester zusammen zu spielen“ - Celine Eberhardt
4auftraten. Ein besonderes Projekt für alle Das beeindruckende Abschlusskonzert tern, Chören und Ensembles, die sich
Altersklassen auf einer Bühne waren die „Don Quijote – Ein spanisches Märchen“ als Kooperationspartner engagierten,
Aufführungen „Heilige Nacht“, eine Ge- gestalteten fast 200 Kinder, Jugendliche außerdem allen Ausführenden und en-
meinschaftsproduktion unter der Leitung und Erwachsene gemeinsam. Die Profis gagierten Lehrkräften sowie den Förder-
von Wolfgang Albrecht mit Chören, dem der Stuttgarter Philharmoniker musizier- partnern, ohne deren Unterstützung das
Streichorchester Stadtmitte, der Musik- ten gemeinsam mit dem ambitionierten Musikfest in dieser Form nicht möglich
theaterklasse, dem Fachbereich Gesang Nachwuchs des Jugendsinfonieorches- wäre. Wir freuen uns auf neue gemeinsa-
und dem jungen Blechensemble. Es gab ters der Stuttgarter Musikschule unter me Projekte und starten gleich zu Jahres-
viele weitere tolle Projekte, Mitmachakti- der Leitung von Dirigent Alexander G. beginn 2019 mit den Planungen für das
onen und Konzerte aus dem Umfeld der Adiarte und der Konzeption von Jasmin 11. Stuttgarter Musikfest für Kinder und
Stuttgarter Musikschule. Von der Instru- Bachmann. Ein großer Dank gilt den Jugendliche im Jahr 2020.
mentenvorstellung, dem TUTTI TAG und Stuttgarter Kulturinstitutionen, Orches- Ralf Püpcke
der Nussknacker-Bilderbuch-Show über
den kleinen Dodo und die Abenteuer des
Cipollion bis hin zu den Projekttagen und
zur selbstgebauten Traumflöte. Zudem
engagierten sich zahlreiche Kooperati-
onspartner wie die Stadtbibliothek Stutt-
gart, das SWR Symphonieorchester, das
SWR Vokalensemble, die Internationale
Bachakademie Stuttgart, die Stiftsmusik,
das Instrumentenmuseum im Fruchtkas-
ten, drei Knaben- und Mädchenchöre
oder die Kinderkonzerte im Olgäle mit
ihren jeweiligen Programmen.
Fotos vom Eröffnungskonzert, Musikschulfest und Abschlusskonzert: Moritz Metzger
5Schwerpunkt
Musikfest
... und noch mehr ...
Ein kleiner Ausschnitt der vielen Veranstaltungen
Von Duke Ellington bis Justin Bieber:
„Big Band trifft Gesang“ war das Motto
des Konzerts, zu dem die Big Band der
Stuttgarter Musikschule gemeinsam mit
der Gesangsklasse von Ines Martinez am
29. November eingeladen hatte. Und
diese Einladung fand Gehör. Schnell
mussten noch zusätzliche Stühle in den
Karl-Adler-Saal geholt werden, damit alle
Gäste einen Sitzplatz hatten.
Vor einem beinahe aus den Nähten
platzenden Saal begann die Big Band un-
ter der Leitung von Ralf Hesse mit zwei
mitreißenden Souljazz-Klassikern, ließ
später aber auch noch weiche Balladen-
klänge, fetzige Funk-Riffs oder swingen-
de Klassiker von Duke Ellington erklin-
gen. Hierbei zeigten viele Bandmitglieder sowohl solistisch, in Ensembles mit der Dieser Abend machte Lust auf mehr,
in beeindruckenden Improvisationen ihr Big Band als auch Pop-Chor unter dem und so wird die Zusammenarbeit zwi-
Können als Solisten. Besonders zu er- Namen Nice Vox auf. Carolin Schilling, schen Big Band und Gesang sicherlich eine
wähnen ist der Gitarrist Florian Clarius, die Pianistin der Big Band, war auch als Fortsetzung finden. Der Popchor Nice Vox
der sich als langjähriges Mitglied der Big Sängerin zu hören mit der Ballade „What probt dienstags von 18:30 bis 19:30 im
Band erstaunlich entwickelt hat. A Difference A Day Makes“. Neben Lara TPR, Raum B.1.04. Kontakt: ines@ines-
Mateescu und Anastasia Volynska über- martinez.de. Die Big Band probt donners-
Im Fokus dieses Programms stand al- zeugte Jeremy Anderson, begleitet von tags von 18:30 bis 20:00 im Treffpunkt
lerdings der Gesang. Schüler*innen der Jonas Gammerl an der Gitarre, mit dem Rotebühlplatz, Emilie-Zumsteeg-Saal.
Gesangsklasse von Ines Martinez traten Justin-Bieber-Titel „Cold Water“. Kontakt: ralfhesse72@gmail.com
Zu einem großen Winterkonzert lud und Bad Cannstatt, die Cannstatter Stadt- setzten Kreuzkirche: Mit drei Weihnachts-
der Bezirk Bad Cannstatt/Hedelfingen am streicher, das Orchester Hedelfingen, der liedern, zusammen musiziert und gesun-
Freitag, 7. Dezember in die Kreuzkirche Klinikchor sowie einige Solobeiträge. Das gen, wurde die besinnliche Adventszeit
Hedelfingen ein. Für ein bunt gemischtes große Finale bestritten die über 100 Mu- eingeläutet. Auch beim Tuttitag im Rote-
musikalisches Programm sorgten Blockflö- sikerinnen und Musiker gemeinsam mit bühlzentrum wurde mit Begeisterung von
tenensembles aus Hedelfingen, Sillenbuch dem zahlreichen Publikum in der voll be- Jung und Alt gemeinsam musiziert:
6Schwerpunkt
Musikfest
Projektwoche im Rahmen des Musikfestes
Im Rahmen des 10. Musikfestes für Kinder und Jugendliche haben sich viele Lehrer*innen etwas besonderes ausgedacht, und so
konnten die Schüler*innen an vielseitigen, interessanten Projekten teilnehmen. Einige davon stellen wir hier vor:
Beim Wickelkurs für Marimbaschlä-
gel wurde den Schüler*innen von Lukas
Ehret gezeigt, wie ein Marimbaschlägel
entsteht. In Kleingruppen wickelten die
Schüler*innen fleißig gemeinsam die sel-
ber mitgebrachte Wolle (in Lieblingsfarbe
:)) gleichmäßig und in abgezählten Krei-
sen um den Kern/Kopf herum. Anschlie-
ßend wurde am Instrument getestet, ob
der Klang nach Wunsch und bei allen
Schlägeln gleich ist. Stolz präsentieren sie
hier ihre Ergebnisse.
Lukas Ehret
Bei Führungen im Instrumentenmuse-
um am Schillerplatz gab es viele leucht-
ende Augen. Die Kinder konnten nicht
nur die wertvollen, zum Teil kuriosen
Exponate anschauen, sondern manche
auch anhören. Sie erfuhren alles über die
Klangerzeugung, und wie der Mensch
eigentlich schon immer Musik gemacht
hat – beispielsweise mit Knochenflöten
und Schulterblatttrommeln. Am Flaschen-
klavier konnte der Zusammenhang von
Wasserfüllmenge und Tonhöhe erforscht
werden, am durchsichtigen Klavier konnte
man die Tonerzeugung direkt vor Augen
sehen. Im Klanglabor durfte dann nach
Herzenslust selber ausprobiert werden,
auf singenden Sägen, Kuhglockenklavier,
Tontöpfen, die den Klang verstärken,
und mit elektronischer Klangerzeugung.
Allen, die nicht mitgehen konnten, sei der
Besuch auch ohne Führung empfohlen,
oder der Besuch eines der Konzerte, die
im Museum auch auf den historischen In-
strumenten zu hören sind.
Katharina Künstler
7Workshop: Noten lesen – leichter ge-
macht. Unser Notensystem ist genial!
Wenn man es mit der Neumenschrift des
Mittelalters vergleicht, dann sind unsere
fünf Linien geradezu übersichtlich. Dann
muss man nur noch die C-Dur Tonleiter
auf- und abwärts aufsagen können und
kann sich damit den ganzen Rest er-
schließen, egal welchen Schlüssel man
vorfindet. So wandte sich der Kurs an alle
Kinder, die einmal unabhängig vom Instru-
ment und seinen Erfordernissen sich dem
Notenlesen widmen wollten.
Wir beschränkten uns im Kurs auf Vio-
lin- und Bassschlüssel mit dem zentralen
c’ in der Mitte, das nicht ganz zufällig
auch in der Mitte des Klaviers liegt.
Weiter ging es mit Aufgabenblättern Kaum war das Blatt mit dem Weih-
Zunächst besprachen wir das System in Gruppenarbeit. Einzelne Wörter, die nachtswitz gelöst, mussten alle gehen,
an der Tafel, dann platzierten sich alle aus Buchstaben und Noten in beiden da die Zeit um war. Zum geplanten No-
Kinder im Notensystem aus Seilen und Schlüsseln bestanden, mussten heraus- tenlesewettkampf kamen wir gar nicht
bestimmten ihren Notennamen. Dazu gefunden werden. Besonders die jün- mehr. Schade eigentlich – der nächste
sagten wir gefühlte 100 Mal die Tonlei- geren Kinder waren von dieser Aufgabe Kurs wird bestimmt länger, damit wir in
ter auf, bis sie sich jedes Kind merken fasziniert. Die Älteren wandten sich den Ruhe fertig werden.
konnte. Notenwitzen zu. Sibylle Berweck
Beim Workshop „Ich baue mir mei-
ne Traumflöte selbst“ konnten die
Schüler*innen erfahren, wie eine Block-
flöte gebaut wird, und die einzelnen
Arbeitsschritte vom Baum bis zur ferti-
gen Blockflöte kennenlernen. Da wurde
geschliffen und gebohrt bis jeder eine
vollwertige Blockflöte fertig gestellt hat-
te, auf der man dann auch richtig spie-
len kann. Die Schüler*innen bekamen
vorgefertigte Teile, die zuerst einmal
innen sorgfältig ausschliffen wurden,
damit die Flöte nachher schön klingen
kann. Das Tonlochbohren anschließend
war eine ganz wichtige und spannen-
de Angelegenheit, dabei durften alle
selbst Hand anlegen und jedes einzelne
Tonloch der Flöte selbst bohren. Dabei
wurde gleichzeitig eine ganze Menge
darüber gelernt, wie eine Blockflöte
überhaupt funktioniert und wie die ein-
zelnen Teile benannt werden.
Im Percussionsstudio Bad Cannstatt
hatten Schüler und Schülerinnen die
Gelegenheit, an Drumset, Keyboard,
E-Gitarren und E-Bass Stücke wie Smoke
on the water oder Knocking on heaven`s
door zu erarbeiten. Für die Kleineren gab
es rockige Versionen von Bruder Jakob,
und da wir kurz vor Weihnachten standen,
auch Weihnachtslieder wie z.B. Jingle Bells.
Jeder durfte alle Instrumente auspro-
bieren, sodass auch Gitarrenschüler der
Musikschule mal am Drumset oder am
Keyboard saßen. Alle hatten viel Spaß
beim gemeinsamen Musizieren.
Stefan Großekatöfer
8Jugendliche aus dem Fachbereich Bläser musizierten im Emma-Reichle-Heim für die Bewohner. Bei diesem Projekt kamen
verschiedene Generationen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen miteinander in Kontakt. Eine starke Verbindung
entstand u.a. bei bekannten Advents- bzw. Weihnachtsliedern wie z. B. Gloria in excelisis Deo. Textsicher sangen die Bewohner
dieses bekannte Lied mit und kamen in Verbindung mit den jungen Musikerinnen. Die Horizonte der Zuhörer und Musiker ver-
banden sich zu einem gemeinsamen Berührungspunkt. Einen herzlichen Dank an die Musikerinnen, die zum wiederholten Male
im Emma-Reichle-Heim zusammen musizierten. Katja Schorpp
Auf verschiedene kleine Entdeckungs- Auf eine spannende Reise nach Holly-
reisen in die große Welt der Musik wur- wood konnten sich die Schüler*innen
den im Rahmen des Stuttgarter Mu- bei einem Filmabend begeben. Der
sikfestes 2018 die Schüler*innen der preisgekrönte Dokumentarfilm „Score“
Geigenklasse von Mareike Bronner ge- zeigt eindrücklich, welche wichtige Rolle
schickt. Wer sich dafür interessierte, wie die Werke von Filmkomponisten für die
eine Geige überhaupt hergestellt wird, großen Kinofilme haben. In Interviews
war genau richtig beim Besuch in der erklärten die Komponisten anschaulich
Meisterwerkstatt von Geigenbaumeis- ihre Arbeit, die Orchester wurden bei
ter Hans-Jörg Homolka. An zwei Termi- den Aufnahmen begleitet, aber natürlich
nen erhielten die Schüler einen Einblick wurden auch immer wieder Szenen aus
in dieses faszinierende Handwerk. Von bekannten Filmen mit unvergesslichen
der Auswahl der richtigen Hölzer über Melodien gezeigt. Am Ende des Film-
die Fertigung der verschiedenen Teile bis abends stand für die Teilnehmer die Ant-
hin zur Lackierung wurden alle Schritte wort auf das Motto des diesjährigen Mu-
bis zum fertigen Instrument vorgestellt. sikfestes fest: „Musik. Wozu? Dazu!“ Um
Die Faszination für die Herstellung hand- einen Kinofilm zu einem echten Erlebnis
gefertigter Streichinstrumente lebt in für alle Sinne zu machen.
einem Geigenbaumeister wie Hans-Jörg
Homolka und seinen Mitarbeitern. Es war Mareike Bronner
für alle ein tolles Erlebnis, diese Welt des
Geigenbaus entdecken zu dürfen.
9Schwerpunkt
Digitalisierung
Neue Homepage
Die Stuttgarter Musikschule präsentiert sich online in neuem Gewand
Seit dem 10. Dezember 2018 ist die den. Die Anmeldung kann sofort online Besonders interessant ist für Schüler-
neue Homepage der Stuttgarter Musik- erledigt werden, die Daten werden direkt *innen auch der interne Bereich, hier
schule online und bietet viele neue an die Schülerverwaltung übermittelt. können die Instrumentallehrer*innen
Funktionen. Informationen und Tutorials für ihre
Auch für Schüler*innen der Stuttgarter Schüler*innen bereitstellen, wodurch der
Gerade für Eltern, die daran interes- Musikschule bietet die neue Homepage Austausch auch über die Unterrichtszeit
siert sind, ihre Kinder in der Musikschule interessante Inhalte, wie zum Beispiel hinausgeht und die Schüler beim Üben
anzumelden, zeigt die Homepage viele eine Übersicht über alle Ensembles der unterstützt (siehe Seite 11). Überzeugen
Informationen auf einen Blick. So kann Musikschule, und dazu die direkten An- Sie sich doch selbst und besuchen uns
zum Beispiel durch eine Suchfunktion sprechpartner. Außerdem gibt die Home- online unter www.stuttgarter-musik-
schnell überprüft werden, welche Fächer page einen umfassenden Überblick über schule.de
an welchem Standort unterrichtet wer- alle anstehenden Veranstaltungen. Jennifer Schurr
10Schwerpunkt
Digitalisierung
Tutorials als Übe-Hilfe
Neue Möglichkeiten auf der Homepage
Mittlerweile gibt es unsere AG Digital Homepage einer Musikschule, auf der der schon verstorbenen Kollegen Bernd
mit Friedrich-Koh Dolge, Andreas Jäger, die eigenen Lehrer mit Übungen / Erklä- Hennemann, der diese ursprünglich als
Oliver Hasenzahl und Felipe Valério seit rungen / Hilfestellungen die Schüler über Refrain für unsere Instrumentenberatung
eineinhalb Jahren. Als Ziel haben wir uns die ganze Woche begleiten können, gibt komponiert hat.
gesetzt, mit dem digitalen Wandel mit- es das wahrscheinlich noch nicht.
zuhalten und die neuen Möglichkeiten im Nun sind wir gespannt, wie unsere Tu-
und rund um den Unterricht in angemes- Ich persönlich liebe die Filme von Ste- torials von den Schülern aufgenommen
senem Umfang einzusetzen. ven Spielberg, aber uns war auch be- werden, und hoffen, dass wir ihnen da-
wusst, dass wir unsere Kolleg*innen, die durch ein Stück in ihrer musikalischen
Uns beschäftigte unter anderem, wie dann schließlich die Aufnahmen selber in Entwicklung weiterhelfen können.
wir unsere Schüler außerhalb des Unter- der Musikschule drehen werden, mit zu
richts erreichen können, da wir sie ja nor- vielen Knöpfen auf den Aufnahmegerä- Gergely Nagy
malerweise nur einmal pro Woche sehen. ten nicht belasten dürfen. So haben wir
In manchen Ländern haben die Schüler uns für Tablets mit exzellenten Mikrofo-
mehrmals pro Woche Unterricht, da kann nen entschieden.
man natürlich in kürzerer Zeit mehr er-
reichen oder auch einfach mal mit dem Eine große Hilfe war mir dabei mein
Schüler üben und ihn dabei unterstützen. ehemaliger Schüler Florian Dehling, der
nach seiner Ausbildung bei SWR und
Ideen hatten wir reichlich, wie z. B. zu- WDR momentan wissenschaftlicher Mit-
sätzlicher Unterricht oder Hausaufgaben- arbeiter am Institut für Medien- und Pho-
betreuung per Skype und vieles mehr. Da totechnik der TH Köln Rundfunk ist. All
diese Ideen wegen der immer strengeren diese wertvollen Geräte wurden freund-
Datenschutzbestimmungen und der tech- licherweise von der „Stiftung Stuttgarter
nischen Ausstattung erstmal zur Seite ge- Musikschule“ gesponsert.
schoben werden mussten, haben wir uns
zunächst auf kurze Tutorials konzentriert. Jetzt mussten wir nur noch eine „Mas-
ke“ entwickeln, also ein Intro mit einer
Tutorials sind keine Neuheit, man fin- schönen kurzen Melodie für die Videos.
det unzählige in YouTube, aber auf der Die Melodie stammt von unserem lei-
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b-Serie eine großartige und preiswerte Möglichkeit,
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11Schwerpunkt
Digitalisierung
Digitale Emotionen?
Ich bin begeistert von der Technik und sind. Wenn jemand im Orchester fehlt sind es immer die Begegnungen, die am
fasziniert von den Möglichkeiten, die und sich bei mir nicht abgemeldet hat, Stärksten in Erinnerung bleiben. Die un-
das Internet und alle wunderbaren Apps frage ich die anwesenden Schüler*innen. zähligen Fotos, die ich mit meiner Kame-
bieten und die mein Leben verändern. Oft sind sie durch das Netzwerk besser ra gemacht habe, helfen mir bei der Erin-
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie informiert. Ich finde es auch gut, dass ich nerung, doch es waren die tatsächlichen
GoogleMaps mich sicher ans Ziel bringt, selber nicht in dieser Gruppe anwesend Begegnungen, die mir etwas bedeuten.
mir sogar den Verkehrsfluss anzeigt bin. Einerseits, weil die Schüler*innen
und, wenn günstig, auch eine alterna- ihren eigenen Raum haben, andererseits Ich beobachte, wie sich unser sozia-
tive Route anbietet. Schon längst habe aber auch, weil ich keine Zeit investieren les Verhalten im Alltag verändert. In der
ich meinen Kalender in einer Cloud ge- kann und möchte, um all den Dialogen Bahn verbringen die meisten Menschen
speichert. Vorbei sind die Tage, wo ich zu folgen. (auch ich) die Zeit mit ihrem Smartphone.
alles in einen Papierkalender eintragen Ein spontanes Gespräch zwischen zwei
musste. Ich kann meine Termine jeder- Mir sind die Vorteile der Digitalisierung Fremden, die zufällig nebeneinander
zeit vom Smartphone oder vom Rechner unserer Welt sehr bewusst. Aber ich bin sitzen, ist sehr selten. Es ist absolut toll,
aus abrufen, je nachdem, wo ich mich auch gleichzeitig sehr skeptisch und vor- dass uns so viele Informationen zur Ver-
gerade befinde. Meine Kontaktliste ist sichtig gegenüber diesen Veränderungen fügung stehen: Ein paar Suchwörter ein-
ein wertvoller Schatz, und mein „digita- und der Rolle, die sie in unserem alltägli- tippen, und schon können wir uns über
les Hirn“ hilft mir, bei meinen täglichen chen Leben spielen. fast alles in der Welt informieren. Das ist
Aufgaben den Überblick zu behalten. genial. Aber: Ein Schlafmonitor oder ein
Dank facebook habe ich leichten Zugang Vor allem bin ich ein heftiger Verteidi- Schrittzähler, der uns hilft, unsere Le-
und Kontakt zu Freund*innen aus aller ger der handy-freien Orchesterproben! bensweise zu analysieren und möglicher-
Welt - meine Freund*innen aus der High Selbst wenn manche Instrumentengrup- weise zu optimieren, ändert nichts an der
School- und College-Zeit in den USA so- pen einige Zeit während eine Probe nicht Tatsache, dass sich unser Körper immer
wie alle musikalischen Freund*innen, die aktiv spielen, weil einzelne Gruppen et- zwischen Spannung und Entspannung
ich auf Konzertreisen mit den Orchestern was intensiver alleine proben, möchte ich hin und her bewegt.
der Stuttgarter Musikschule kennenlern- nicht, dass die anderen Spieler*innen sich
te. Es ist leicht und einfach, in Kontakt dann heimlich aus der Probe „ausschal- Deswegen bin ich sehr froh, dass ich
zu kommen und in Kontakt zu bleiben. ten” und sich mit etwas anderem be- mich in meinem Leben mit Musik be-
Das ist toll! schäftigen. So verlieren sie den Kontakt schäftige. Ein Bereich, bei dem immer
zur Probe, zur Musik und zum Orchester. noch der unmittelbare menschliche Kon-
Ich staune jede Woche, wenn ich be- takt am Wichtigsten ist: der Blick vor
obachte, wie die 9-13jährigen Schüler*- Darin liegt die Gratwanderung unseres dem Einsatz, das gemeinsame Einatmen,
innen in meinem jüngsten Orchester die digitalen Lebens. Die Technik und das die Übereinstimmung im Augenblick, die
Pausen öfters mit ihrem Handy verbrin- Internet bieten uns unzählige Möglich- Gemeinschaftsarbeit, um das Musikstück
gen als mit den anderen Kindern des keiten, die unser Leben verschönen, er- gut kennenzulernen, beispielsweise um
Orchesters. Manchmal spielen sie Spie- leichtern und vielleicht auch verbessern. zu wissen, wann eine Stimme die Haupt-
le zusammen. Manchmal schauen sie Jedoch sind und bleiben wir Menschen stimme ist und wann Begleitstimme,
lustige Videos an. Manchmal machen aus Fleisch und Blut, mit Gedanken und und letztendlich das Erlebnis, wie alle
sie sogar ihre Hausaufgaben. Egal wie Gefühlen. zusammen zu einem größeren Ganzen
„gut” dies alles sein mag, es ist ein gro- zusammenwachsen, eine musikalische
ßer Unterschied zu den Zeiten von vor Eine Zeit lang habe ich komponiert. Passage zu einem emotionalen Höhe-
nur fünf Jahren, als die Schüler*innen Meine Faszination für Musik war so groß, punkt wird, der alle in seinen Bann zieht
in den Pausen die vielen Wege im Treff- dass ich viel Zeit mit Tönen und deren und im besten Fall überspringt auf die
punkt Rotebühlplatz miteinander erkun- Zusammensetzung in meiner eigenen Zuhörer*innen im Konzertsaal.
det haben und dort miteinander gespielt Ordnung verbracht habe. Allerdings bin
haben. Damals habe ich ständig ermah- ich irgendwann zum Dirigieren überge- Das sind die Momente, die nicht di-
nen müssen: „Das Rotebühlzentrum ist gangen und dabei geblieben. Im Nachhi- gitalisiert werden können. Das sind die
kein Spielplatz!“ Jetzt sitzen sie still und nein ist mir klar, dass mir der persönliche Momente, wo ich dankbar bin, Musiker
starren auf den Bildschirm. Es bleibt die Kontakt mit den anderen Musiker*innen zu sein.
Frage, was für die Kinder „richtig“ ist. am Wichtigsten ist. Es ist das Musizieren
mit anderen Menschen, das mir so viel Alexander G. Adiarte
Ich finde es schön, dass die älteren Freude in mein Leben gebracht hat und
Schüler*innen in den Orchestern mitein- nicht nur die Musik an sich. Wenn ich mit
ander in WhatsApp Gruppen verbunden einem Orchester durch die Welt reise,
12Aktuell
Neue Stadtteilmusikschule
Die neue Stadtteilmusikschule Ost
Der letzte Trabi läuft in Zwickau vom Die seit langem sehr erfolgreich ar- Außerdem werden noch folgende
Band. Harry Potter erlebt seinen elften beitende Musiktheaterklasse (MTK) wird Fächer angeboten:
Geburtstag – der Tag, an dem er erfährt, zum Hauptfach unter dem Titel Stage
wer er wirklich ist. Der Ötzi wurde gefun- Coaching (SC) weiterentwickelt. Unter- Elementare Musikerziehung (EMP)
den. Der VfB stand (tatsächlich) im DFB- richtet wird in den Fächern: Gesang, Blockflöte
Pokalfinale in Berlin. Tanz, Sprecherziehung, Theater und Klavier
Bühnenchor. Ergänzt wird dieses neue Gitarre
Ja liebe Leserinnen, liebe Leser, das al- Hauptfach durch das Opernorchester, be- Violine/Viola
les und noch viel mehr ist vor 25 Jahren stehend aus dem Bläserensemble Serena- Violoncello
passiert. Und das „noch viel mehr“ ist ta mit einer kleinen Streicherbesetzung Trompete
unter anderem: Unser stellvertretender unter der Leitung von Oliver Hasenzahl. Tuba
Musikschulleiter Herr Prof. Dr. Andreas
Jäger begann mit der Planung der Stadt- Der Saal der Stadtteilmusikschule Ost Wir freuen uns auf viele neue
teilmusikschule Ost! wird die neue Heimat der SC sein. Es Schüler*innen und laden Sie alle herz-
gibt dort eine Probebühne, die mit allem lich ein, unsere Stadtteilmusikschule zu
Nein – es lag natürlich nicht an ihm, ausgestattet ist, was des Stage Coaching besuchen.
dass es so lange mit der Fertigstellung Herz begehrt. Wolfgang Albrecht
gedauert hat. Es lag sehr viel mehr an sei-
nem beharrlichen und unerschütterlichen
Durchhaltevermögen, dass wir nun, nach
25 Jahren, diese eminent wichtige Stadt-
teilmusikschule in Ost tatsächlich er-
öffnen können. Vielen Dank an Andreas
Jäger für diese Arbeit!
Wie begründet man als Bezirksleiter
einen ganz neuen Bezirk? Wie beginnt
man einen neuen Stadtbezirk aufzubau-
en? Meine ersten Gänge führten mich
zu den Rektorinnen und Rektoren der
Grund- und Werkrealschulen im Stadtteil
Ost und ich durfte dabei sehr beglücken-
de neue Bekanntschaften machen.
Aus diesen Gesprächen entstanden
neue Ideen, die teilweise in Schulkoope-
rationen mündeten. So entstand auch die
Idee einer ersten Instrumentenberatung,
bei der alle Grundschulen des Stadtge-
bietes Ost eingeladen und teilnehmen
werden. Mietklaviere ab 4 9.99
Deshalb wird es am: 13. März 2019 um
10.00 Uhr in der Ameisenbergschule die
erste Instrumentenberatung der neuen
Stadtteilmusikschule Ost geben.
Und selbstverständlich sind auch alle
anderen interessierten Kinder mit ihren
Eltern zu dieser ersten Instrumentenbera-
tung eingeladen.
13Fortsetzung von:
„Hilfe, ich muss auf die Bühne“
Gelingende Konzentration
Aspekte der „Pädagogik des Vorspiels“ Teil 2
Für ein gelingendes Vorspiel sind,
wenn alles künstlerisch erarbeitet wur-
de, Konzentration – d.h. das Ausblenden
aller Gedanken, die nicht zweckdienlich
sind – und die Fokussierung aller Kräfte
auf die künstlerische Darstellung die ent-
scheidenden Faktoren. Aber sicher haben
viele schon die Erfahrung gemacht, dass
genau dieses, das Aufbauen einer guten
Konzentrationshaltung in der Vorspielsi-
tuation, ein Problem darstellt. Statt sich
nur auf die künstlerische Darstellung des
Werkes zu fokussieren, schwirren einem
plötzlich die seltsamsten Gedanken im
Kopf herum, die mit der zu bewältigen-
den Aufgabe nichts zu tun haben.
Da kann zur Beruhigung gesagt wer-
den: Dies ist kein mentaler Defekt, son-
dern kann im Zusammenhang mit evo-
lutionspsychologischen Entwicklungen
betrachtet werden: Einige Millionen Jahre
sorgte die Ausschüttung von Stresshor-
monen in stressreichen oder gar lebens-
bedrohlichen Situationen dafür, dass wir,
kam der Säbelzahntiger um die Ecke,
nicht anfingen, geordnet zu denken und
damit in Gefahr zu geraten zu langsam
zu reagieren, sondern unter Aufbietung
aller Kräfte auf den nächsten Baum ent- genannten „blackout“ und halten den/ be die Herausforderung und freue mich
kommen konnten gemäß der evolutions- die KünstlerIn davon ab, sein/ihr Können schon darauf, mich danach verschwitzt
psychologischen fight-or-flight-Reaktion. gebührend demonstrieren zu können. zurückzulehnen und zu sagen: Geschafft,
Dass Stresssituationen seit wenigen nun belohne ich mich. Das ist eine herrli-
hundert Jahren auch in der Aufführung Es sind also die Stresshormone, deren che down-to-earth-Einstellung und man
diffiziler Instrumentalwerke bestehen übermäßige Ausschüttung es zu mini- würde sie vielleicht nicht von einem Jahr-
können, hat sich genetisch noch nicht mieren oder zu verhindern gilt. Oder als hundertmusiker wie Hindemith erwarten.
zu Gunsten von uns Musiker*innen nie- Frage formuliert: Wie können wir uns Aber für ihn war das die Strategie, das
dergeschlagen (zumal wir hier auch nicht mental so aufstellen, uns selbst so beein- Konzertieren in seinen Lebensrhythmus
von einer lebensbedrohlichen Situation flussen, dass wir ein Vorspiel möglichst einzubetten, und das „Glas Bier danach“
sprechen, welche die Anpassung oder das gar nicht als Stress einordnen? Hier ist na- war das Schlüsselwort für Stressminimie-
Aussterben der Individuen zur Folge hat). türlich der individuelle Charakter jedes/r rung im Vorfeld. Für Andere mögen kom-
Einzelnen von Bedeutung, und in diesem pliziertere Wege zu beschreiten sein, und
So werden Stresshormone auch in der Bereich zu helfen, ist sicher auch eine der es würde hier den Rahmen sprengen, alle
stressreichen Situation der Konzertauf- schwierigsten Aufgaben für jede/n Päd- erdenkbaren aufzuzeigen. Jeder ist auf-
führung nach wie vor ausgeschüttet, stö- agogen/in, denn die menschliche Psyche gerufen, die für ihn wirkungsvollsten zu
ren jetzt aber, da sie hier nicht auf sinn- ist vielschichtig. Dem einen gelingt es suchen und, ja, durchaus zu erarbeiten.
volle Art und Weise das weitere Handeln schon, die Stressempfindung zu mini-
eines Menschen einleiten, sondern genau mieren, wenn er sich vorstellt, dass er am Auf zwei sehr einschränkende und
jenes konzentrierte, klare Gestalten, Den- nächsten Tag einen gemütlichen Abend zugleich aus meiner Sicht weitverbrei-
ken, Hören und Reagieren be- oder sogar mit Freunden verbringen wird. tete Hemmnisse sei verwiesen. Schäd-
verhindern, welches wir jetzt bräuchten, lich, weil Stress erzeugend, ist sicher ein
um die im ersten Teil beschriebenen drei Paul Hindemith sagte: „Warum spielt falsch verstandener, Ich-bezogener Per-
Wirkebenen optimal erleben zu können. man Konzerte? Wegen dem ersten Glas fektionismus. Wenn es um das Erarbei-
Im schlimmsten Falle führen sie zum so- Bier danach.“ Das heißt übersetzt: Ich lie- ten eines bestmöglichen künstlerischen
14Zieles geht, kann man nicht genug „Per- Perfektionismus befreien und Ich-bezo- Spannungen freimachen, fühle in der
fektionismus“ anstreben. Aber auf dem gener Perfektionismus negativen Stress Fingerspitze das Gewicht des Fingers, der
Podium geht es um etwas Anderes. Hier verursachen. Hand, des Unterarmes, des ganzen Ar-
zählt nicht, wie man als Person dasteht, mes, das Gewicht des Oberkörpers etc.
wie man ankommt, was einem gelingt Eine weitere, leider weit verbreitete
und was nicht, das ist alles unwichtig. Es Ursache unsäglicher Probleme entsteht, In der Konzertsituation wird das Aus-
geht um das Erleben und Durchleben des wenn auf dem/r Schüler*in von Eltern schütten von Stresshormonen und das
aufzuführenden Werkes, um das Aufge- oder Lehrer*innen ausgehender Druck Empfinden von Stress nie gänzlich absor-
hen in diesem und um das Hineinnehmen lastet, also eine Art „Über-Ich-Perfektio- biert sein. Dieser Zustand des „Lampen-
des Publikums in dieses Erleben. Es geht nismus“ generiert wird. fiebers“ ist völlig normal, wird von vielen
um Interpretation, d.h. das Bekenntnis zu Musikern gar als einer besonderen künst-
einer künstlerischen Überzeugung, die Wir sprachen von den drei Ebenen des lerischen Leistung förderlich angesehen.
man vertritt. Hier wird auch deutlich, wie künstlerischen Ichs: des gestaltenden, Ebenso normal sind kalte oder schwit-
wichtig das Erziehen des/r Schülers/in hin des technischen-ausführenden, des hö- zende Hände und ähnliche Kapriolen des
zu einer eigenständigen künstlerischen renden Ichs. Im rechten Zusammenspiel vegetativen Nervensystems. Man kann
Haltung ist. Soll er/sie auf dem Podium dieser Ebenen liegt die letztlich wich- nicht den hinter einem Tor eingesperrten
Eigenes oder Eingetrichtertes vertreten, tigste Kraftquelle, Konzertsituationen bellenden Wachhund zum Schweigen
soll er/sie also künstlerische/r, oder „Ich“- erfolgreich zu meistern, bestehend da- bringen. Ich kann mich aber einfach von
bezogene/r Perfektionist/in werden? rin, diese beim täglichen Üben zu anti- ihm abwenden und mich einem anderen,
zipieren und den Bereich der Arbeit am schönen Gegenstand zuwenden, dessen
Insofern ist das Konzert also auch et- seelischen Gleichgewicht in die künstle- Faszination meine Aufmerksamkeit total
was wie Urlaub vom Üben. Üben kommt rische Arbeit einzubauen. Wie kann das fesselt, sodass ich mich vom kläffenden
„danach“ wieder. Der künstlerische Per- geschehen? Wenn ich ein künstlerischer Störenfried entferne und ihn schließlich
fektionist sagt: jedes Konzert ist eine (kein Ich-bezogener) Perfektionist bin, nicht mehr wahrnehme. Und dieses Ab-
Übung, denn ich möchte immer weiter kann das gestaltende Ich die Haltung wenden geschieht durch die beschrie-
fortschreiten. Ich habe einen Gipfel er- pflegen: Ich arbeite sorgfältig aus Liebe bene Vernetzung des Positiven, die ich
klommen, aber jetzt sehe ich, da kommt zur Musik, daher arbeite ich schnell ge- in der täglichen Arbeit schon eingeübt
ja ein weiterer, höherer. Der Ich-bezo- nug und besser geht es nicht, dies sind habe: Richtige Seelenhaltung, hochkon-
gene Perfektionist hingegen sagt: Mist, meine Grenzen. Ich habe eine glasklare zentrierter Gestaltungswille und optimal
wieder das dritte Viertel in Takt 46 nicht Vorstellung davon, welches Klangbild ich justierter Körper sind zur Einheit verbun-
getroffen. erreichen will. Diese Vorstellung verfolge den, sodass beispielsweise schon das
ich täglich hochkonzentriert (wir können bewusste Einnehmen der richtigen Kör-
Ein gutes Beispiel für künstlerischen Musik ca. drei Sekunden vorausdenken, perhaltung den ganzen Menschen ins Lot
Perfektionismus war Wilhelm Kempff, Voraus vorstellen und diesen Zeitraum als bringen wird.
er konnte in einem Konzert göttlich Kla- „jetzt“ empfinden. Diese hochkonzen-
vier spielen, aber auch haarsträubende trierten „drei Sekunden Jetztzeit“ müssen Zu guter Letzt: Übung macht den Meis-
Fehler begehen. Ich hörte ihn in einem wir unbedingt, möglichst immer, nutzen, ter. Am besten ist es, schon in jungen
Klavierabend den Beginn der 6. Franzö- denn im Konzert werden wir mit Sicher- Jahren häufig aufs Podium zu springen.
sischen Suite spielen. Mit gen Himmel heit sehr angestrengt nachdenken, wes- Schüler sollten regelmäßig konzertieren
gewandtem Blick begann er und griff wegen Schumann sagte: „Klimpere nie“. und auch in ihrer Klasse eine Experimen-
gleich gründlich daneben. Sofort aber tierbühne haben, welche sie auf größere
war der Fehler wie ausgeblendet und er Ich koppele diese innere Haltung mit Podien vorbereitet. Wenn das Auftreten
spielte weiter, als wäre nichts gewesen. einer optimalen Körperhaltung, die ich so richtig eingeübt und positiv besetzt
Dafür war Kempff berühmt und er wur- ebenfalls so oft wie irgendmöglich ein- ist, wird das Konzertieren zu einem schö-
de gefragt: Wie gehen Sie mit solchen nehme. Zum Beispiel als Pianist: ich sitze, nen, im Idealfall wunderschönen Erleb-
Fehlern um, wie schaffen Sie es, so gar als würde ich freihändig Fahrradfahren, nis, wo es nicht darum geht, die Situation
nicht aus dem Konzept zu geraten? Die (also aktiv in der Lendenwirbelsäule), die zu „überleben“, sondern das Publikum
Antwort war: Da bin ich wie ein Kind, ich Schultern sind grenzenlos entspannt, die an der Tiefe der eigenen Empfindungen
vergesse das gleich wieder. Warum konn- Beine befinden sich in leichter Außen- teilnehmen zu lassen.
te er so schnell ausblenden? Weil es ihm rotation, ich atme aus dem Zwerchfell, Romuald Noll
nicht um die eigene Leistung, sondern daher kann ich meinen Körper genau
um das Werk ging. So wird künstlerischer wahrnehmen, kann mich von unnötigen
15Aus den Fachbereichen
RockPopJazz
Salsa an der Stuttgarter Musikschule
Seit guten 20 Jahren gibt es schon das eine Symbiose mit der europäischen tina in München, Salsa picante in Düssel-
Salsa-Ensemble mit dem Namen „Salsa Musikkultur ein. Das Lied „La Paloma“, dorf oder auch Wawanxo* in Stuttgart.
pa´ ti“ (span.: Soße für dich) an der Stutt- welches in Deutschland durch Freddy In der jüngeren Vergangenheit hat es der
garter Musikschule. Der Name ist ein Sy- Quinn 1961 wieder zum Hit wurde, ist deutsche Filmemacher Wim Wenders mit
nonym und an Carlos Santanas Welthit zum Beispiel eine kubanische Havanera seinem Film „Buena vista social club“ aus
„Samba pa´ ti“ (span.: Samba für dich) aus dem Jahr 1863, die schon vorher dem Jahr 1999 geschafft, kubanische
angelehnt. von Hans Albers oder später von Mireille Son-Musik einem begeisterten Publikum
Mathieu gesungen wurde. weltweit näher zu bringen.
An dieser Stelle möchte ich nun etwas
Hintergrundinformation zur Salsamusik Der Erfindungsgeist der Musiker, Das Salsafieber ist ungebrochen. Sogar
und zu deren Bedeutung für unseren Kul- hauptsächlich aus Kuba, spiegelt sich in die traditionellen Tanzschulen haben in-
turkreis vermitteln. dem Pantheon der Rhythmen wieder, die zwischen Salsa in ihrem Angebot. Zudem
bei uns in den Tanzschulen zum Stan- touren jedes Jahr etliche Salsa-Orchester
„Salsa“ ist ein Begriff, den der Promo- dard gehören, wie Rumba, Chacha oder durch Deutschland. Spezielle „Cubapartys“
ter Izzy Sanabria des Labels „Fania“ 1974 Mambo. Der Kubaner Perez Prado hat- mit Livebands erweitern das Angebot.
einführte und populär machte. Das Label te in den 50er Jahren einen weltweiten
Fania bemühte sich seit seiner Gründung Hype mit seinem Mambo ausgelöst. Die Zurück zum Ensemble der Musikschule
1964, den lateinamerikanischen Musi- Titel „Cherry Pink and Apple Blossom Stuttgart „Salsa pa´ ti“. Die Band spielt in
kern in den USA eine musikalische Hei- White“ und „Patrizia“ waren Megahits. für die jeweilige Besetzung zugeschnitte-
mat zu geben, so wie Motown dies schon Der „Mambo No. 5“ aus dem Jahr 1952 nen Arrangements Salsa Klassiker sowie
für die schwarzen Musiker seit 1959 war. feierte mit der Version des deutschen englischsprachige Titel. Die Rhythmen
Sängers Lou Bega hierzulande 1999 ein dazu heißen zum Beispiel: Guaguanco,
Man bedenke, dass die Hispanics Comeback und belegte allein in Deutsch- Cumbia, Merengue, Guaracha, Pambi-
(Amerikaner mit Lateinamerikanischen land elf Wochen Platz 1 der Singlecharts. che, Mambo, Chacha, Son, Danzon usw.
Wurzeln) 24% aller New Yorker stellen.
Unter dem Begriff Salsa (Soße) vereinen Auch hierzulande hielt die Salsawelle in Geprobt wird im TRP in C 107, jeweils
sich hauptsächlich Rhythmen der Ka- den 70er Jahren Einzug. Dies machte sich dienstags um 19:30 Uhr. Die Schüler-
ribikinseln Kuba und Hispañola (davon bemerkbar durch die neu entstandenen *innen sind in der Regel vom Alter her ab
Dominikanische Republik), Puerto Rico Salsa-Tanzschulen und auch durch die in 15 Jahren dabei.
und Kolumbien. Diese Rhythmen gingen Deutschland Anfang der 80er Jahre ge-
schon Anfang des letzten Jahrhunderts gründeten Salsabands wie Connexion La- Branko Arnsek
* der Autor war ein Gründungsmitglied
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DIE BESTEN SAITEN SEIT 15 JAHREN!
16Halbjahresprogramm
Veranstaltungen
Programm Februar 2019 bis Juli 2019
Soweit nicht anders vermerkt, musizieren Schülerinnen und Schüler der Stuttgarter Musikschule, ohne Eintrittskosten
*TPR = TREFFPUNKT Rotebühlplatz, Rotebühlplatz 28
Die mit gekennzeichneten Veranstaltungen sind für Kinder besonders geeignet.
Februar Mittwoch, 13. Februar, 19 Uhr März
TPR*, Karl-Adler-Saal
Samstag, 2. Februar, 17 Uhr Schaufenster Samstag, 2. März, 9-19 Uhr
Evangelische Laurentiuskirche, Reinbeckstr.8 *TPR, Robert-Bosch-Saal
Benefizkonzert Rago 11th International
Donnerstag, 14. Februar, 18.30 Uhr
zugunsten der Dr. Katharina Grund-Krehl-Stiftung, Feuerbach, Bezirksrathaus, Wilhelm-Geiger-Platz Competition 2019
Stuttgart Rohr, mit dem Jungen Streichorchester Großer Sitzungssaal Junior Guitar Solo
Stadtmitte (Ltg.: Claudia Cassel), den Vaihinger At the Stuttgarter Musikschule
Stadtmusikanten (Ltg.: Katharina Künstler) und vie- „…con fuoco“ Koordination: Irina Kircher de Montes
len anderen Schüler*innen der Stadtteilmusikschule Feuerbacher Feierabendkonzerte
Organisation: Katharina Künstler Die Konzertreihe der Stuttgarter Musikschule
im Bezirksrathaus in Zusammenarbeit Sonntag, 3. März, 19 Uhr
Auf dem Haigst 38
Sonntag, 3. Februar, 11 Uhr mit dem Bezirksamt Feuerbach,
*TPR, Robert-Bosch-Saal Ensemble Serenata Kammermusik in der Haigstkirche
Orchesterkonzert Leitung: Oliver Hasenzahl Preisträger*innen der Stuttgarter Musikschule
Organisation: Günther Schwarz Organisation: Monika Giurgiuman
Ministri, Leitung: Giga Khelaia
Junges Orchester, Leitung: Claudia Cassel
Capella Piccola, Leitung: Alexander G. Adiarte Samstag, 16. Februar, 10.30 Uhr Mittwoch, 13. März, 19 Uhr
Organisation: Alexander G. Adiarte Stadtteilmusikschule Degerloch *TPR, Karl-Adler-Saal
Mittlere Str. 17, Saal 1 EG
Mittwoch, 6. Februar, 19 Uhr forum blockflöte
*TPR, Karl-Adler-Saal
Musikwerkstatt Koordination: Volkmar Geisshardt
Koordination: Andreas Wilhelm und Stefan Louis
STUVO-Podium Mittwoch, 13. März, 19 Uhr
Konzert der Begabtenförderung TPR*, Emilie-Zumsteeg-Saal
und STUdienVOrbereitung Mittwoch, 20. Februar, 19 Uhr
Organisation: Monika Giurgiuman TPR*, Karl-Adler-Saal Schaufenster
Schaufenster
Mittwoch, 6. Februar, 19 Uhr Donnerstag, 14. März, 19 Uhr
*TPR, Feldenkraisraum Zett 2 *TPR, Karl-Adler-Saal
Freitag, 22. Februar, 19 Uhr
Feldenkrais zum Kennenlernen *TPR, B 103 Musik im Abitur
Offen für alle Interessierten ab 13 Jahren Musik im Abitur Schüler*innen präsentieren ihr Prüfungsprogramm
(jüngere Kinder auf Anfrage) für die fachpraktische Abitur-Prüfung in Musik
Schüler*innen präsentieren ihr Prüfungsprogramm
Anmeldung (mit Altersangabe) Organisation: Simone Riniker Maier
für die fachpraktischen Abitur-Prüfungen in Musik
bis Montag, 4.Feburar
Organisation: Oliver Hasenzahl
Ingeborg Dahlke 0157 30744389
ida@feldenkraisnet.de Mittwoch, 20. März, 19 Uhr
*TPR, Karl-Adler-Saal
Montag, 25. Februar, 17 Uhr
Samstag, 9. Februar, 10-12 Uhr Kulturzentrum Zuffenhausen, Burgunderstraße 32 STUVO-Podium
Kulturzentrum Zuffenhausen, Burgunderstraße 32 Kinderkonzert Konzert der Begabtenförderung
Kinder musizieren für Kinder ab 3 Jahre und STUdienVOrbereitung
Ein Instrument für dich Organisation: Britta ter Voert Organisation: Monika Giurgiuman
Unter Anleitung der Instrumentallehrer
können die Instrumente ausprobiert werden,
die in Zuffenhausen unterrichtet werden. Dienstag. 26. Februar, 19 Uhr Samstag, 23. März, 10 Uhr
Organisation: Ulrike Fromm-Pfeiffer Stadtteilmusikschule Sillenbuch, Atrium Ameisenbergschule, Ameisenbergstraße 2
Gorch-Fock-Str. 30, Musiksaal
Ein Instrument für Dich
Sonntag, 10. Februar, 11.30 Uhr Musikwerkstatt Instrumentenvorstellung mit
*TPR, Robert-Bosch-Saal Koordination: Andreas Digel anschließender Einzelberatung
Blasorchesterworkshop 2019 Organisation: Katja Conzelmann,
Abschlusskonzert zusammen mit dem SJBO Wolfgang Albrecht; Moderation: Markus Kern
für Aktuelle und Ehemalige, Auswärtige und
Mittwoch, 27. Februar, 18.30 Uhr
Stadtteilmusikschule Bad Cannstatt,
Einheimische, junge und ältere Musiker*innen Kreuznacher Str. 13
Samstag, 23. März, 11 Uhr
(Infos: www.sjbo-stuttgart.de) Stadtteilmusikschule Sillenbuch, Atrium
Leitung: Alexander Beer „Werkstattkonzert“ Gorch-Fock-Str. 30, Großer Saal.
Kurzes Vorspiel nach dem Unterricht Ein Vormittag mit Musik
Mittwoch, 13. Februar, 19.30 Uhr Organisation: Katja Fischer
Koordination: Andreas Digel
*TPR, Karl-Adler-Saal
Ensemblevorspiel PopRockJazz Donnerstag, 28. Februar, 19 Uhr
Der Querschnittsfachbereich PopRockJazz stellt mit *TPR, Karl-Adler-Saal Samstag, 23. März, 14 Uhr
seinen Schüler*innen für dieses Konzert instrumen- Steinway & Sons Stuttgart, Silberburgstr. 143
forum AlteMusik
tenübergreifend Bands zusammen. Involviert sind
Koordination: Volkmar Geisshardt „Stuttgarter Musikschule
die Kolleg*innen aller Instrumente des Fachbereichs
wie Trompete, Saxophon, Posaune, Klavier, Gitarre, goes Steinway & Sons“
Schlagzeug, Gesang, Kontrabass und E-Bass Duos mit Klavier und Blasinstrumenten
Organisation: Branko Arnsek Kammermusik für Klavier und Streicher
Organisation: Felipe Valério
Veranstalter: Steinway & Sons Stuttgart
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