Italien an der Universität Bonn - Uni Bonn

Die Seite wird erstellt Aaron-Arvid Sturm
 
WEITER LESEN
Italien an der Universität Bonn - Uni Bonn
Italien
an der Universität Bonn

02 ­| Bonner Italien-Zentrum
04 | Kontakt | Impressum
05 | Sprachpraxis Italienisch
12 | Italienische Literaturwissenschaft
21 | Italienische Sprachwissenschaft
27 | Italienische Kulturwissenschaft
28 | Fachdidaktik
30 | Komparatistik/Germanistik
34 | Geschichtswissenschaft
43 | Katholische Theologie
44 | Klassische Philologie
49 | Klassische Archäologie
54 | Philosophie
57 | Rechtswissenschaften
57 | Politische Wissenschaft
65 | Italienische Filmreihe der Bonner Romanistik
67 | Weitere Veranstaltungen
71 | Oper
73 | Ausstellungen
77 | Veranstaltungen des Italienischen Kulturinstituts Köln
79 | Italienadressen im Raum Bonn
83 | Zertifikat für „Internationale Kompetenz“
84 | Informationen zum Deutsch-Italienischen Studiengang B.A.
86 | Informationen zum Deutsch-Italienischen Studiengang M.A.
87 | Ansprechpartner der Deutsch-Italienischen Studien
89 | Informationen zum Masterstudiengang Renaissance-Studien
92 | Informationen zum Trinationalen Promotionskolleg „Italianistica“
                                                                        Inhalt

                                                                           1
Italien an der Universität Bonn - Uni Bonn
Das Bonner Italien-Zentrum
                         Wir über uns

                         Das Bonner Italien-Zentrum ist Anlaufstelle für alle italieninteressier-
                         ten Studentinnen und Studenten der Universität Bonn und unterstützt
                         bei der Planung von Studien- und Praktikumsaufenthalten in Italien.
                         Den Studierenden der Deutsch-Italienischen Studien und der Itali-
                         anistik sowie italienischen Studierenden, die ihr Auslandssemester
                         in Bonn verbingen, bieten wir außerdem Beratung und Hilfe bei der
                         Studienplanung an. Ein weiterer Service ist unser Newsletter, in dem
                         wir wöchentlich auf interessante Praktikumsangebote im In- und Aus-
                         land und Veranstaltungen im Raum Bonn und Köln mit Italienbezug
                         hinweisen. Außerdem erscheint monatlich die Rassegna-Stampa, in der
                         eine Übersicht kürzlich erschienener, deutschsprachiger sowie italie-
                         nischsprachiger Zeitungsartikel zu aktuellen Themen gegeben wird.
                         Über die Homepage des Italienzentrums können sich Interessierte für
                         den gewünschten Newsletter anmelden.
Bonner Italien-Zentrum

                         Jedes Semester gibt das Bonner Italien-Zentrum ein kommentiertes
                         Vorlesungsverzeichnis heraus, in dem Seminare und Vorlesungen an
                         der Universität Bonn sowie kulturelle Veranstaltungen im Raum Bonn
                         und Köln mit Italienbezug vorgestellt werden. Ebenfalls finden sich
                         Italienadressen und Informationen zu (Promotions-)Studiengängen im
                         hinteren Teil des Hefts.

                         Die vorliegende Ausgabe widmet sich dem italienischen Futurismus
                         und zeigt Bilder von Umberto Boccioni, Gino Severini und Giacomo
                         Balla. Als Titelbild wurde das Gemälde „Dinamismo di cavalli“ von
                         Alessandro Bruschetti gewählt. Gründungsjahr des Futurimus ist das
                         Jahr 1909; in diesem Jahr feiern wir allerdings das Jubiläum einer ande-
                         ren Avantgarde-Bewegung, des Dadaismus. Dazu zeigt das Arp-Muse-
                         um in Rolandseck die Ausstellung »Genese Dada. 100 Jahre Dada«.

                         Vorankündigungen

                         Die „Settimana intensiva“ der Internationalen Doktorschule „Italiani-
                         stica“, die von den Universitäten Bonn, Florenz und Paris (Sorbonne)
                         betrieben wird, führt jedes Jahr im Juni die DozentInnen und Dokto-
                         randInnen an einer der drei Universitäten zu Studientagen zusammen.
                         In diesem Jahr wird die Veranstaltung zum Thema „Come accedere
                         alla letteratura“ vom 15. bis 18. Juni unter der Leitung von

     2
Italien an der Universität Bonn - Uni Bonn
Prof. Dr. Paul Geyer von der Universität Bonn ausgerichtet und kann
auch als Vorlesung oder Hauptseminar im Master belegt werden. Wei-
tere Informationen können Sie S. 20 entnehmen.

Wie in jedem Semester findet die Italienische Filmreihe immer mitt-
wochs 18 Uhr c.t. im Übungsraum der Romanistik (0.013) unter der
Leitung von Prof. Dr. Daniela Pirazzini statt. Auch dieses Mal wurde
wieder ein interessantes Programm zum Thema „Sequenze. Narrazio-
ni cinematografiche di storia politica e culturale italiana. Le Migrazi-
oni“ zusammengestellt. Die Termine finden sich ab S. 65.

Darüber hinaus wird es vom 7. April bis zum 2. Mai im Italienischen
Kulturinstitut Köln eine ansprechende Ausstellung zum Thema „As-
semblaggi Ibridi“ (Paolo Matteucci) geben. Weitere Informationen
dazu erhalten Sie auf S. 76.

Eine weitere erfreuliche Neuigkeit ist, dass zum diesjährigen Som-
mersemester ein zusätzlicher Kurs in Form eines wöchentlich statt-
findenden Workshops angeboten wird. Das Thema lautet: „Grandi

                                                                           Bonner Italien-Zentrum
italiani nell‘arte, nella musica e nella scienza“; stattfinden wird der
Kurs jeden Mittwoch von 14-16 Uhr.

Außerdem wird das Bonner Italien-Zentrum wieder an der Auslands-
studienmesse teilnehmen, die am 25. Mai stattfindet. Das Forum
Beruf, das interessierten Studierenden einen direkten Einblick ins
Berufsleben bieten soll, ist ebenfalls für dieses Sommersemester in
Planung.

Studierende aller Fachrichtungen sowie italieninteressierte Bonner
Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an den hier vorge-
stellten Veranstaltungen teilzunehmen und das breite Informationsma-
terial des Italien-Zentrums zu nutzen. Gerne helfen wir auch italie-
nischen Studierenden bei der Orientierung in Bonn.

Zum Schluss möchten wir Sie noch darauf hinweisen, dass unser Büro
ins Romanische Seminar (Raum 0.005) verlegt wurde. Dort können
Sie uns zu den angegebenen Sprechzeiten sowie unter der gewohnten
Telefonnummer jederzeit erreichen.

Wir wünschen ein schönes und erfolgreiches Sommersemester 2016!

Prof. Dr. Paul Geyer und die Mitarbeiterinnen des Italien-Zentrums:
Sophia Kaiser, Karolina Küsters und Alina Lohkemper
                                                                                         3
Italien an der Universität Bonn - Uni Bonn
Kontakt
                    Bonner Italien-Zentrum
                    Universitätshauptgebäude
                    Romanisches Seminar
                    Raum 0.005
                    53113 Bonn
                    0228 73 9072
                    italien-zentrum@uni-bonn.de
                    www.bonner-italien-zentrum.de

                    Öffnungszeiten:
                    Bitte beachten Sie die Aushänge und die Hinweise auf der Homepage.

                    Aktuelle Veranstaltungsinformationen schicken wir Ihnen auch gerne
                    per Mail zu, ebenso wie den Praktikumsnewsletter, den das Italien-
                    Zentrum einmal pro Woche zusammenstellt. Zu beiden Newslettern
                    sowie für die Rassegna Stampa können Sie sich entweder auf unserer
                    Homepage oder per E-Mail an italien-zentrum@uni-bonn.de anmel-
                    den.
Kontakt/Impressum

                    Die Esperienze-Hefte, in denen DIS-Studierende ihre Erfahrungen in
                    Florenz und in Bonn schildern, können während der Sprechzeiten im
                    Italienzentrum abgeholt werden.

                    Impressum
                    Bonner Italien-Zentrum
                    V.i.S.d.P.:			                       Prof. Dr. Paul Geyer
                    Layout, Redaktion, Lektorat:         Sophia Kaiser
                    				                                 Karolina Küsters
                    				                                 Alina Lohkemper

                    Das kommentierte Vorlesungsverzeichnis „Italien an der Universität
                    Bonn“ stellt alle italienbezogenen Veranstaltungen an der Universität
                    Bonn zusammen. Die Vollständigkeit kann nicht garantiert werden.
                    Für die Veranstaltungen sind die jeweiligen Seminare und Fakultäten
                    verantwortlich.

    4
Italien an der Universität Bonn - Uni Bonn
Sprachpraxis Italienisch
Die Lehrveranstaltungen finden in den Hörsälen des Hauptgebäudes
(HG), im Institut français Bonn (IFB, Adenauerallee 35), im
Übungsraum 0.013 (ÜR Rom.) der Abteilung für Romanistik und in
Raum 305 des Etscheidgebäudes statt.

Bemerkung: Die Sprachpraktischen Propädeutika 1T bzw. 2T (Franzö-
sisch, Italienisch, Spanisch) im Begleitfach Romanistik und im Optional-
bereich bzw. Freien Wahlpflichtbereich sind mit einem Tutorium
verbunden. Es dient in Ergänzung zum Sprachkurs der Einführung in
Grundbegriffe, Hilfsmittel und Methoden der romanischen Literatur-,
Kultur- und Sprachwissenschaft, die in den Vertiefungsmodulen im
zweiten und dritten Studienjahr (Begleitfach Romanistik) als bekannt
vorausgesetzt werden. Zudem enthält das Programm Übungen zum
Textverständnis, wobei die Auswahl der Texte auch die fachlichen
Schwerpunkte der fachfremden Teilnehmer/innen berücksichtigt. Das

                                                                           Sprachpraxis Italienisch
Tutorium wird in Form eines eigenständig und in weitgehend freier
Zeiteinteilung zu durchlaufenden Lernprogramms in Verbindung
mit zeitlich flexiblen Kontaktterminen durchgeführt.

Sprachpraktische Propädeutika Italienisch

Übung, 507020601

         Sprachpraktisches Propädeutikum Italienisch 1
         Gruppe A: Mo, 8-10, IFB/Raum 3
                  Do, 8-10, IFB/Raum 3            Dr. Stefania Masi

Das Sprachpraktische Propädeutikum Italienisch 1/1T ist der erste Teil
der Einführung in die italienische Sprache. In diesem ersten Teil sol-
len erste Kenntnisse der morphologischen, syntaktischen, semantischen
und pragmatischen Regularitäten der italienischen Sprache vermittelt,
ein Grundwortschatz im Umfang von 1000 Wörtern erlangt sowie die
Grundlage zur selbständigen mündlichen und schriftlichen Textpro-
duktion geschaffen werden (Niveau A1).

Literatur:
Nuovo Progetto italiano 1a (Libro, CD-Rom), Edilingua.

                                                                                          5
Italien an der Universität Bonn - Uni Bonn
Übung, 507020701

                                   Sprachpraktisches Propädeutikum Italienisch 2
                                   Di, 18-20, HG/Hörsaal VI
                                   Do, 14-16, HG/Hörsaal XIII            Dr. Mattia Di Taranto

                           Il corso è rivolto a studenti di romanistica.
                           Obiettivo del corso è il raggiungimento del livello linguistico di auto-
                           nomia A2 secondo il Quadro Comune Europeo di Riferimento delle
                           Lingue. Verranno esercitate le abilità di ascolto, comprensione, scrit-
                           tura e produzione orale. Elementi grammaticali: approfondimento dei
                           possessivi; ripetizione dell‘uso dell‘imperfetto vs. passato prossimo;
                           trapassato prossimo; pronomi atoni diretti ed indiretti; pronomi ci e ne;
                           verbi pronominali; imperativo; condizionale semplice e composto.

                           Literatur:
                           T. Marin, S. Magnelli, Nuovo progetto italiano: 1b.
Sprachpraxis Italienisch

                           Sprachpraxis Italienisch 1

                           Übung, 507020502

                                   Hören, Sprechen und Schreiben I
                                   Gruppe A: Mo, 12-14, IFB/Raum 3                Angela Usai
                                   Gruppe B: Mi, 8-10, HG/Hörsaal XIV         Dr. Mattia Di Taranto

                           Gli studenti che partecipano a questo corso hanno già raggiunto il
                           livello A2 di conoscenza della lingua italiana. Obiettivo del corso è il
                           raggiungimento del livello di competenza linguistica B1 del QCER
                           attraverso l’esercitazione delle abilità di ascolto, produzione orale e
                           scritta.
                           Per quanto riguarda l’ascolto ciò significa essere in grado di:
                           comprendere non solo le informazioni generali, ma anche quelle
                           specifiche di un dialogo o di un discorso purché le parole siano pro-
                           nunciate in maniera chiara e si tratti di argomenti familiari, affrontati
                           abitualmente come scuola, lavoro, tempo libero ecc.; seguire le parti
                           più significative di una discussione; comprendere semplici informazi-
                           oni tecniche; comprendere i punti salienti di trasmissioni radiofoniche
                           e telegiornali; seguire un film in cui lo sviluppo della storia sia breve
                           e in buona parte espresso da immagini; prendere appunti per farne
                           successivamente uso personale a condizione che il discorso sia chiaro e
                           ben strutturato
      6
Italien an der Universität Bonn - Uni Bonn
Per quanto riguarda la produzione orale, alla fine del corso, lo studente
dovrà essere in grado di:
sostenere una conversazione su argomenti familiari di vario tipo,
purché rientrino nel suo campo d’interesse; produrre una narrazione
e una descrizione chiara e semplice di avvenimenti reali e immaginari;
riferire di esperienze, descrivendo sentimenti e impressioni; raccontare
la trama di un libro o di un film; esporre fatti o avvenimenti storici

Relativamente alla produzione scritta, lo studente dovrà essere in
grado di:
scrivere su una gamma di argomenti che rientrino nel suo campo
di interesse; descrivere un avvenimento, un viaggio, un’esperienza
ecc.; raccontare una storia; scrivere brevi e semplici relazioni e saggi;
riassumere brevi testi; scrivere messaggi con informazioni di interesse
immediato da trasmetter ad amici o altre persone frequentate; parafra-
sare in modo semplice brani scritti, usando parole e strutture del testo
originale

Literatur:

                                                                               Sprachpraxis Italienisch
I materiali per il corso saranno indicati dal docente all’inizio delle
lezioni.

Übung, 507020506

         Lesen und Grammatik I
         Gruppe A: Di, 12-14, IFB/Raum 3                 Angela Usai
         Gruppe B: Fr, 12-14, HG/Hörsaal V           Dr. Mattia Di Taranto

Gli studenti che partecipano a questo corso possiedono una cono-
scenza della lingua italiana corrispondente al livello A2 del Quadro
comune europeo di riferimento per la conoscenza delle lingue (QCER).
Obiettivo del corso è il raggiungimento del livello di competenza
linguistica B1.
Durante l’attività didattica verranno sviluppate le abilità di lettu-
ra, sostenute anche da un adeguato apprendimento delle strutture
grammaticali sotto indicate. Per quanto riguarda la lettura lo studente
dovrà essere in grado di: comprendere la descrizione di avvenimenti,
sentimenti, desideri ecc; comprendere brevi testi narrativi; ricercare le
informazioni principali, ma anche specifiche necessarie per portare a
termine un determinato compito; riconoscere la linea argomentativa
adottata nell’esposizione di un problema; riconoscere le informazioni
significative in articoli di giornale a struttura lineare che trattino argo-
menti attuali.
                                                                                             7
Italien an der Universität Bonn - Uni Bonn
Gli argomenti grammaticali che verranno trattati durante il corso
                           saranno: I pronomi combinati, i pronomi relativi, la comparazione,
                           il superlativo relativo ed assoluto, il passato remoto, il congiuntivo
                           presente e passato, il condizionale presente e passato, l’uso delle pre-
                           posizioni e di alcuni connettori, gli aggettivi indefiniti, le proposizioni
                           coordinate, le secondarie temporali, causali, comparative, concessive,
                           esclusive, oggettive, soggettive.

                           Literatur:
                           I materiali per il corso saranno indicati dal docente all’inizio delle
                           lezioni.

                           Sprachpraxis Italienisch 2

                           Übung, 507022302

                                    Hören, Sprechen und Schreiben II
Sprachpraxis Italienisch

                                    Gruppe A: Do, 10-12, IFB/Raum 3
                                    Gruppe B: Mi, 12-14, IFB/Raum 3                  Dr. Stefania Masi

                           Obiettivo del corso è il raggiungimento del livello B2 secondo il Qua-
                           dro comune europeo di riferimento delle lingue nella comprensione
                           di testi orali e nella produzione orale e scritta. Per la ricezione orale
                           lo studente è in grado di comprendere ciò che viene detto dal vivo o
                           registrato su argomenti che si affrontano normalmente nella quotidia-
                           nità. Per la produzione scritta si stenderanno testi di scrittura creativa
                           (avvenimenti reali o immaginari) o commenti a brani letti. Per la pro-
                           duzione orale lo studente è in grado di parlare di svariati argomenti
                           attinenti al proprio campo di interessi, con buona padronanza gram-
                           maticale e lessicale, e con una pronuncia chiara.

                           Literatur:
                           Ruggieri, Lorenza: La grammatica vien leggendo! Livello intermedio
                           B1-B2, Edilingua. ISBN 978-88-9843-308-7.

      8
Italien an der Universität Bonn - Uni Bonn
Übung, 507022306

         Lesen und Grammatik II
         Gruppe A: Mi, 10-12, IFB/Raum 3
         Gruppe B: Di, 10-12, Am Hof 3-5/Raum 305        Dr. Stefania Masi

Scopo del corso è il raggiungimento del livello B2 secondo il Quadro
europeo di riferimento delle lingue. Per la parte di grammatica, gli argo-
menti da apprendere sono: il periodo ipotetico, il passivo, le forme im-
personali e passivanti, le forme implicite dei verbi, il discorso indiretto
e la subordinazione. Per la ricezione scritta ciò significa leggere in modo
ampiamente autonomo, anche se incontrando difficoltà con espressioni
idiomatiche poco frequenti, testi del livello corrispondente.

Literatur:
Nuovo progetto italiano 2b. T. Marin, S. Magnelli, Edilingua.
Per la lettura, verranno date indicazioni all‘inizio del semestre.

                                                                                Sprachpraxis Italienisch
Übung, 507022307

         Lesen und Grammatik II (DIS)
         Fr, 10-12, IFB/Raum 3 		                     Dr. Mattia Di Taranto

Sprachpraxis Italienisch 3

Übung, 507022701

         Deutsch-italienische Übersetzung
         Gruppe A: Mo, 12-14, IFB/Raum 2
         Gruppe B: Mi, 8-10, IFB/Raum 3                   Dr. Stefania Masi

Il corso è rivolto agli studenti di romanistica e DIS. Obiettivo del corso
è il raggiungimento del livello linguistico di autonomia C1 secondo
il Quadro comune europeo di riferimento delle lingue, ottenendo
un‘effettiva padronanza della lingua ad alto livello in quasi tutte le
situazioni. Gli studenti si confronteranno con la traduzione di testi sia di
narrativa che riguardanti argomenti generali e di attualità. Le traduzioni
svolte a casa dagli studenti verranno corrette e analizzate a lezione, e
utilizzate per esaminare ambiti lessicali e sintattici specifici della lingua
italiana, anche in maniera contrastiva rispetto al tedesco. Il testo tradotto
verrà utilizzato anche come spunto di conversazione, permettendo di
                                                                                                  9
Italien an der Universität Bonn - Uni Bonn
esercitare l‘abilità di produzione orale.
                           Il testo scelto per la Klausur riprenderà uno degli ambiti di traduzione
                           esaminati durante il corso.

                           Literatur:
                           I testi da tradurre saranno forniti all‘inizio del corso. Si consiglia l’uso
                           non solo di un dizionario bilingue tedesco-italiano, ma anche di uno
                           monolingue italiano e di un dizionario dei sinonimi e dei contrari.

                           Übung, 507022704

                                    Italienisch-deutsche Übersetzung
                                    Mi, 10-12, HG/0.013 ÜR Rom.                       Dr. Birgit Tappert

                           Die Übung will die Fähigkeit vermitteln, schwierige Texte unter-
                           schiedlicher Textsorten in eine dem stilistischen Rang des Originals
                           adäquate deutsche Fassung zu bringen. Eingeübt werden insbesondere
                           Verfahren der kontrastiven Stilistik und Techniken zum Umgang mit
Sprachpraxis Italienisch

                           komplexen syntaktischen Strukturen. Unverzichtbares Hilfsmittel
                           zur – obligatorisch schriftlichen – Vorbereitung der Sitzungen ist ein
                           einsprachiges Wörterbuch.

                           Sprachpraxis Italienisch 4

                           Übung, 507026301

                                    Deutsch-italienische Übersetzung
                                    Di, 16-18, HG/Hörsaal VI		                    Dr. Mattia Di Taranto

                           Obiettivi: in quanto corso appartenente al Master, i partecipanti
                           avranno già una conoscenza della lingua corrispondente al livello C1/
                           C2 secondo il Quadro Comune di Riferimento delle Lingue. Il corso si
                           propone di perfezionare la padronanza della lingua scritta e formale,
                           di ampliare le conoscenze lessicali e diversificare l‘espressione linguis-
                           tica traducendo testi di tipo principalmente letterario, coerentemente
                           con l‘impostazione del parallelo corso „Essay“.

                           Contenuti: verranno tradotti testi appartenenti ai seguenti ambiti:
                           letteratura italiana e storia d‘Italia, ma altresì articoli di giornale che
                           trattano di argomenti legati alla vita culturale presente e passata e a
                           fatti di attualità di primario interesse. Il confronto in classe offrirà lo
      10
spunto per osservazioni di natura lessicale, sintattica e legata ai vari sti-
li e registri, oltre che per esercitare una competenza orale appropriata
all‘argomento trattato.

Literatur:
I testi da tradurre saranno a disposizione all‘inizio del semestre, e
dovranno essere fotocopiati dagli studenti.

Übung, 507026305

         Essay
         Mi, 18-20, HG/Hörsaal VI		                   Dr. Mattia Di Taranto

Il corso si propone di fornire una panoramica della letteratura italiana
moderna (dalla fine del XVIII agli inizi del XX secolo), opportuna-
mente corredata da informazioni di carattere storico-culturale utili a
contestualizzare gli autori presi in esame. Durante il corso saranno
analizzati testi, in versi e in prosa, di alcuni dei maggiori autori italiani

                                                                                Sprachpraxis Italienisch
del periodo in modo che gli studenti frequentanti arricchiscano il
proprio bagaglio lessicale e al contempo acquisiscano la capacità di
scrivere un breve componimento di analisi testuale in stile saggistico. I
testi oggetto di analisi verranno forniti in fotocopia dal docente.
Questo corso di produzione scritta è adatto anche agli studenti Magi-
ster che vogliono prepararsi agli esami finali.

Literatur:
Al fine di incrementare il vocabolario passivo e perfezionare la sintassi,
si consiglia la lettura dei seguenti romanzi: 1. „Il nome della rosa“ di
Umberto Eco; 2. „Il visconte dimezzato“ di Italo Calvino. La lettura di
almeno uno dei due romanzi indicati è obbligatoria.

Workshop (Anmeldung über cora.rok@uni-bonn.de)

         Grandi italiani nell´arte, nella musica e nella scienza
         Mi, 14-16, HG/Hörsaal III                 Dr. Mattia Di Taranto

Il presente corso si propone di illustrare la vita e l‘opera di alcune delle
personalità più celebri e influenti della cultura italiana. In ciascuna le-
zione verrà approfondita e discussa, con l‘ausilio di materiali didattici
forniti dal docente, la biografia intellettuale di grandi musicisti (come,
ad esempio, Verdi e Puccini), artisti (fra cui Michelangelo e Caravag-
gio) e scienziati (come Volta, Marconi e Fermi).
                                                                                           11
Italienische Literaturwissenschaft
                                     Vertiefungsmodul Italienische Literaturwissenschaft B

                                     Vorlesung, 507026604

                                             Migrationsnarrative in der französischen,
Italienische Literaturwissenschaft

                                             frankokanadischen und italienischen Literatur
                                             Fr, 12-14, HG/Hörsaal VI                  PD Dr. Rolf Lohse

                                     In Zeiten starker Migration und hoher Mobilität ist angesichts einer
                                     wachsenden Zahl von Begegnungen von Menschen mit verschiedenen
                                     kulturellen Hintergründen die Frage nach den Potentialen interkultu-
                                     rellen Austauschs von großer Aktualität. Gleichzeitig besteht aufgrund
                                     der noch nicht abgeschlossenen Diskussion um den Begriff „Interkul-
                                     turalität“ (Földes 2009) noch erheblicher Forschungsbedarf hinsichtlich
                                     von Theorie, Begriffsinhalt und Begiffsverwendung. Die VL „Migra-
                                     tionsnarrative“ wird sich der Frage der Wahrnehmung des Fremden
                                     und der daraus resultierenden Infragestellung eigener Positionen und
                                     Orientierungen in der französischen, in der frankokanadischen und in
                                     der italienischen Literatur stellen und eine Reihe exemplarischer Texte
                                     unterschiedlicher Gattungen Romane, Theaterstücke, Bande dessinées
                                     vorstellen.

                                     Literatur:
                                     Eine Liste mit italienischen, französischen, frankokanadischen Texten
                                     wird noch vor Beginn des Semesters in Ecampus eingestellt.

                                     Vorlesung, 507026807

                                             Der italienische Roman um 1900
                                             Do, 16-18, HG/Hörsaal III		               Prof. Dr. Paul Geyer

                                     Plan:
                                     Epochengeschichtliche Situierung
                                     Gattungsgeschichtliche Situierung
                                     Theoriegeschichte des Romans
                                     Entstehungsgeschichte des Romans

        12
Literatur:
Giovanni Verga (1840-1922): Mastro don Gesualdo (1889)
Gabriele D’Annunzio (1863-1938): Il Piacere (1889)
Luigi Pirandello (1867-1936): Il fu Mattia Pascal (1904)
Italo Svevo (1861-1928): La coscienza di Zeno (1923),

Übung, 507023601

        Italienische Literatur

                                                                         Italienische Literaturwissenschaft
        vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart
        Fr, 12-14, HG/0.013 ÜR Rom.                 Dr. Birgit Tappert

Die Übung gibt einen Überblick über die Geschichte der italienischen
Literatur (Epochen und Strömungen, Autorinnen / Autoren, Werke,
Gattungen) von der Romantik bis zur Gegenwart. Begleitet wird die
Überblicksdarstellung von der gemeinsamen Lektüre und Interpre-
tation exemplarischer Textauszüge, die zu Beginn des Semesters zur
Verfügung gestellt werden. Von den Seminarteilnehmern wird die
sorgfältige Vorbereitung der Texte sowie die mündliche Vorstellung
eines Themas (Autor / Text / Gattung) erwartet.

Literatur:
Zur Vertiefung der vermittelten Inhalte wird die begleitende Lektüre
von Gesamtdarstellungen zur italienischen Literaturgeschichte emp-
fohlen, z.B.
Hardt, Manfred: Geschichte der italienischen Literatur. Von den
Anfängen bis zur Gegenwart, Frankfurt a.M. 2003 (= Aktualis. Nachdr.
der 1996 ersch. 1. Aufl.).
Kapp, Volker (Hg.): Italienische Literaturgeschichte, 3., erw. Aufl.,
Stuttgart 2007.
Petronio, Giuseppe: Geschichte der italienischen Literatur, 3 Bde, Bd.
3: Vom Verismus bis zur Gegenwart, Tübingen, Basel 1993.
Wittschier, Heinz-Willi: Die italienische Literatur. Einführung und
Studienführer. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, 3., erg. Aufl.,
Tübingen 1985.

Blockveranstaltung, 507023603

        Atelier: Gründungsmythen Europas
        in Literatur, Kunst und Musik
        Do, 16.06. und Fr, 17.06.       Prof. Dr. Michael Bernsen

                                                                                       13
Der Workshop dient - wie in jedem Jahr - der Präsentation aller neu in
                                     das Trinationale Graduiertenkolleg ‚Gründungsmythen Europas in Li-
                                     teratur, Kunst und Musik‘ aufgenommenen Doktoranden. Die Dokto-
                                     randen stellen ihr Thema in einem 15 Minuten dauernden Vortrag vor
                                     und diskutieren es mit den anwesenden Dozenten der drei beteiligten
                                     Universitäten Bonn, Paris-Sorbonne und Florenz.

                                     Dazu sind ausdrücklich interessierte Studierende aus dem Bachelor-
                                     und Masterbereich der Romanistik, der Italianistik und der Französi-
                                     stik eingeladen, die auf diese Weise an eine Promotion herangeführt
Italienische Literaturwissenschaft

                                     werden sollen. Diejenigen Studierenden, die einen Leistungnachweis
                                     erbringen müssen, werden in Absprache mit dem Veranstalter ein The-
                                     ma aus dem Bereich der ‚Gründungsmythen Europas‘ bearbeiten. Das
                                     Programm des Workshops ist auf e-campus eingestellt, wo sich auch
                                     eventuell benötigte Materialien finden lassen.

                                     Die Veranstaltung findet im Stucksaal des Poppelsdorfer Schlosses
                                     statt.

                                     Vertiefungsmodul Italienische Literaturwissenschaft C

                                     Seminar, 507023407

                                             New Italian Epic
                                             Di, 12-14, HG/0.013 ÜR Rom.		                   Jennifer Sobotta

                                     Was ist die New Italian Epic?
                                     Diese und weitere grundlegende Fragen sollen in diesem Seminar zu-
                                     nächst geklärt werden, bevor sich die Studierenden intensiv mit sieben
                                     Kriterien auseinandersetzen, anhand derer es möglich sein soll, Texte
                                     als Werke der New Italian Epic zu identifizieren. Die Lektüre und Ana-
                                     lyse dieser Texte (teilweise vollständig, teilweise in Ausschnitten), vor
                                     allem aber die kritische Auseinandersetzung mit den sieben Punkten,
                                     sollen dazu führen, am Ende des Seminars ein möglichst deutliches
                                     Bild der New Italian Epic zeichnen und ihre (mögliche) Bedeutung für
                                     die italienische Gegenwartsliteratur herausstellen zu können.
                                     Literatur:
                                     Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Ein zentraler Text liegt bisher
                                     nicht in deutscher Übersetzung vor und wird in italienischer Origi-
                                     nalsprache gelesen, gute Kenntnisse des Italienischen sind deshalb
                                     empfehlenswert. Weitere Informationen erhalten die Studierenden in
                                     der ersten Sitzung.
        14
Seminar, 507023409

        Der Dekadenzroman
        in Frankreich und Italien
        Mo, 10-12, HG/Hörsaal V 		                 Andreas Haarmann

Das Seminar bietet einen Einblick in die Literatur des ausgehenden 19.
Jahrhunderts. Beispielhaft wird je ein Werk von J.-K. Huysmans und
G. D‘Annunzio unter poetologischen und (literatur-)geschichtlichen

                                                                          IItalienische Literaturwissenschaft
Aspekten untersucht. Im Mittelpunkt stehen die Romane À rebours
und Il piacere, die bei mangelnder Vertrautheit mit einer der beiden
Sprachen in der unten genannten Übersetzung zu bearbeiten sind.
Für den Erwerb eines Leistungsnachweises ist ein Impulsreferat sowie
die Ausfertigung einer Hausarbeit erforderlich.

Literatur:
Primärwerke:
D‘Annunzio, Gabriele: Il piacere. Mailand: Mondadori, 2010. [Oder
andere]
D‘Annunzio, Gabriele: Lust. Stuttgart: Reclam, 1995.
Huysmans, Joris-Karl: À rebours. Paris: Gallimard, 1977. [Oder andere]
Huysmans, Joris-Karl: Gegen den Strich. München: dtv, 2007.
Die zwei Romane sollten zu Semesterbeginn bereits bekannt sein.

Eine umfangreiche Liste mit Sekundärliteratur wird in der ersten
Sitzung ausgehändigt. Fragen zu Organisation, Kursablauf und -pro-
gramm können jederzeit per Mail an mich gerichtet werden.

Seminar, 507023607

        Vom Bestseller zum Klassiker der Moderne.
        Giuseppe Tomasi di Lampedusas
        Roman ‘Il Gattopardo’
        Mi, 12-14, HG/0.013 ÜR Rom.             Dr. Birgit Tappert

Als der Gattopardo 1958 in den Buchhandel kam, war sein Verfasser
Giuseppe Tomasi di Lampedusa selbst in Literatenkreisen ein Unbe-
kannter. Der einzige Roman des sizilianischen Aristokraten wurde
überraschend sofort zu einem Welterfolg, obgleich seine historische
Thematik im Widerspruch zum gegenwartsorientierten Neorealismus
stand. Zur internationalen Bekanntheit des in Italien kontrovers aufge-
nommenen Werks trug die hochkarätig besetzte Filmversion Lucchino
Viscontis bei. Heute gilt der Bestseller von einst längst als Klassiker
                                                                                         15
der Moderne. Seine thematische Traditionalität steht im Kontrast zu
                                      seiner narrativen Modernität. Das Seminar setzt sich zum Ziel, den
                                      vielschichtigen Roman unter thematischen, erzähltechnischen und
                                      ästhetischen Aspekten zu analysieren. In die Interpretation sollen auto-
                                      biographische und literaturkritische Texte des Romanciers einbezogen
                                      werden. Die Lektüre des Romans vor Semesterbeginn ist dringend zu
                                      empfehlen.

                                      Literatur:
IItalienische Literaturwissenschaft

                                      Die Anschaffung des Romans wird empfohlen. Zuletzt ist er 2013 bei
                                      Feltrinelli in der Reihe „Grandi letture Feltrinelli“ erschienen. Der Text
                                      liegt in zwei mehrfach neu aufgelegten deutschen Übersetzungen vor:
                                      Der Leopard, übers. von Charlotte Birnbaum, München: Piper, 11959.
                                      Der Gattopardo, hrsg. u. mit einem Nachwort von Gioacchino Lanza
                                      Tomasi, übers. v. Giò Waeckerlin Induni, München / Zürich: Piper,
                                      12004.
                                      Als einführende Lektüre eignet sich beispielsweise:
                                      Giovanni di Stefano: „ Giuseppe Tomasi di Lampedusa: Il Gattopar-
                                      do”, in: Manfred Lentzen (Hg.): Italienische Romane des 20. Jahrhun-
                                      derts in Einzelinterpretationen, Berlin 2005, S. 208-227.

                                      Seminar, 507027407

                                              Die Lyrik Eugenio Montales
                                              Di, 14-16, HG/0.013 ÜR Rom.            Prof. Dr. Michael Bernsen

                                      Eine Beschäftigung mit dem Lyriker Eugenio Montale ist deshalb von
                                      besonderem Interesse, weil sich seine unterschiedlichen Schaffenspha-
                                      sen fast über das gesamte 20. Jahrhundert erstrecken. Anhand seiner
                                      Gedichtsammlungen Ossi di seppia von 1925, Le occasioni von 1939,
                                      La bufera e altra von 1956 und Satura von 1971 lassen sich Einblicke
                                      in ganz verschiedene literarische Strömungen des Jahrhunderts
                                      gewinnen. Der Träger des Literaturnobelpreises Montale ragt aus der
                                      lyrischen Produktion des 20. Jahrhunderts hinaus, weil er mit einem
                                      untrüglichen Gespür alle Neuerungen der Epochen aufgreift und in
                                      seiner Dichtung reflektiert.

                                      Literatur:
                                      Eine Liste der Themen des Seminars für die einzelnen Sitzungen ist
                                      auf e-campus eingestellt. Dort wird sich auch zu Beginn des Semesters
                                      eine aktualisierte Bibliographie finden. Anhand ausgewählter Texte,
                                      die ebenfalls bereits auf ecampus eingestellt worden sind, sollen sich
                                      die Teilnehmer einen Überblick über das Werk dieses großen Lyrikers
        16
verschaffen. Die Texte werden in gemeinsamer Textarbeit im Verlauf
des Seminars besprochen.

Vertiefungsmodul Italienische Literaturwissenschaft D

Seminar, 507023405

        Formen der Entfremdung im italienischen Film

                                                                            Italienische Literaturwissenschaft
        Mi, 8.30-10, HG/0.013 ÜR Rom.		                        Cora Rok

Entfremdung - Verdinglichung, Kontrollverlust, Machtlosigkeit,
Fremdbestimmung, Rollenverhalten, Indifferenz, Langeweile, Sinnver-
lust, Selbstverlust.
Der Begriff der Entfremdung hat eine Vielzahl von Bedeutungen und
lässt sich aus verschiedenen Fachgebieten wie der Soziologie, der
Psychologie, der Philosophie, der Theologie, der Ökonomie oder der
Juristik heraus untersuchen.
Doch woher kommen Entfremdungsgefühle eigentlich? Gibt es einen
ursprünglichen Idealzustand, von dem sich das Individuum oder gar
die Gesellschaft „entfernt“ hat? Und wer hat schuld daran, wenn sich
Menschen wie ein „Rädchen im Getriebe“ fühlen, es so scheint, als
könne man sich die Gegebenheiten, in denen man sich unversehens
vorfindet, nicht aneignen, als könne man keine „echten“ Gefühle
empfinden, keine „resonante“ Beziehung zu sich selbst, seinen Mit-
menschen, seiner Arbeit und zur Gesellschaft aufbauen?
In der italienischen Filmgeschichte finden sich viele Werke, die sich auf
unterschiedliche Weise dem Thema angenommen haben. Michelangelo
Antonionis La notte (1960), Elio Petris La classe operaia va in paradiso
(1971), Luigi Lo Cascios La città ideale (2012) und Paolo Sorrentinos
La Grande bellezza (2013) werden die Analysegegenstände bilden,
anhand derer verschiedene Theorien, die einen Zugang zum Phäno-
men der Entfremdung ermöglichen, exemplifiziert werden können.
Im Vordergrund werden dabei die künstlerische Inszenierung von
Entfremdungserscheinungen (Motive, Figurenkonzeption) und die
Herausarbeitung filmtechnischer Gestaltungsmittel (Schnitt, Kamera-
perspektive etc.) stehen.

Literatur:
Zur Einführung in die Thematik empfiehlt sich:
Christoph Henning, Theorien der Entfremdung zur Einführung, Ham-
burg 2015.
Peter Zima, Entfremdung: Pathologien der postmodernen Gesellschaft,
                                                                                               17
Tübingen 2014.
                                     Zur Einstimmung ein Artikel über das Thema „Entfremdung innerhalb
                                     des städtischen Lebensumfelds“: https://www.direkteaktion.org/220/
                                     die-entfremdete-stadt.
                                     Zu filmwissenschaftlichen Studien:
                                     Irmbert Schenk, Film und Kino in Italien. Studien zur italienischen
                                     Filmgeschichte, Marburg 2014.
                                     Beil/Kühnel/Neuhaus, Studienhandbuch Filmanalyse. Ästhetik und
                                     Dramaturgie des Spielfilms, München 2012.
Italienische Literaturwissenschaft

                                     Vertiefungsmodul Italienische Literaturwissenschaft C und D

                                     Seminar, 507023606

                                             „Ma per fare la storia, ci vuole un Antagonista!” –
                                             Von der dramatischen Lektüre
                                             zur Inszenierung und Theaterkritik
                                             am Beispiel der Theaterproduktion
                                             “Xeno – ovvero l’Antagonista“
                                             Di, 16-18, HG/0.013 ÜR Rom.                   Eugenia Fabrizi

                                     Am 12. Mai debütierte in Bonn das europäische Ensemble G.I.F.T.
                                     (German Italian French Theater) mit seiner Darbietung des Stückes
                                     „XENO – ovvero l’ANTAGONISTA“ von Luca Paglia. Gespielt wurde
                                     in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Regie führten der
                                     Autor selbst und Eugenia Fabrizi.
                                     Drei Handlungsstränge bilden das Gerüst des Stückes: Das Römische
                                     Reich, „Prototyp der EU“, ist durch schwerfällige Bürokratie unfähig,
                                     Entscheidungen zu treffen. Die Goten möchten in die Zivilisation des
                                     Imperiums aufgenommen werden, sehen sich jedoch gezwungen, ein
                                     Bündnis mit einer aufstrebenden fernöstlichen Macht einzugehen. Das
                                     liberale Venedig entpuppt sich als weitaus weniger offen, als Desde-
                                     mona Othello, einen Exoten, heiratet. Hitler, jung, mittellos und abge-
                                     brannt, seinen Groll auszubrüten, der ihn dahin treibt, folgenschwere
                                     Entscheidungen zu treffen.
                                     In der Figur des Othello, dessen Geschichte den Knotenpunkt der
                                     Theatercollage bildet, verschmilzt die literarische Figur mit aktuellen
                                     Lebensschicksalen von Flüchtlingen. Durch die Menschengeschich-
                                     te hindurch beleuchtet „XENO“ ausschnitthaft dunkle Seiten des
                                     Menschseins. Dasjenige, was manchmal dem Egoismus oder dem
                                     Selbstzweck erliegt – und dies trotz der Werte von Gleichheit, die uns
                                     die Gesellschaft lehrt. Kurz gesagt, geht es in dem Stück um die Grün-
        18
de von Xenophobie.
Soweit die Idee, die Intention und die Vorlage; aber wie geht man den
Weg von der Lektüre zur Uraufführung? Vor welche Aufgaben sehen
sich Dramaturg, Regisseur und Schauspieler gestellt, wenn Text zu le-
bendigem Spiel vor Publikum werden soll? Und dann? Diesen Fragen
widmet sich das Seminar. In einer ersten Phase sollen sich die Teilneh-
mer dramaturgische Tätigkeit nachvollziehen lernen und solche ein-
üben. Szene für Szene werden detailliert Text und Figuren analysiert.
Neben Shakespeares Othello finden sich weitere Zitate anderer Werke
und es lassen sich Bezüge zu deren Autoren und Werke herstellen. An-

                                                                          Italienische Literaturwissenschaft
hand von Referaten sollen die historischen und literarischen Figuren,
die als Vorlage gedient haben, näher betrachtet werden. Schwerpunkt
dieser ersten Seminarphase bildet daher die Funktion von Intertextua-
lität in „XENO“ bezüglich des Gesamtwerkes und dessen Intention.

In der zweiten Phase stellt sich das Seminar dem Problem, wie ein/e
Regisseur/in in Kooperation mit den Ergebnissen des/der Dramaturg/
in eine künstlerische Idee entwickelt, die dem Publikum die Textinter-
pretation auf einer Bühne mit dramaturgischen Mitteln näherbringt.
Zu klärende Fragen sind hier: Wie könnte ein Bühnenbild aussehen?
Welche Kostüme wählt man? Ist eine naturalistische oder verfrem-
dende Schauspielweise angemessen? Und: Wie wirbt man um Zu-
schauer?
Ende November wird G.I.F.T. erneut mit „XENO – ovvero
l’ANTAGONISTA“ in Bonn gastieren. Der Besuch einer der Auffüh-
rungen ist daher Pflicht. Anschließend wird es die Gelegenheit geben
mit dem Ensemble sowie dem Autor und Koregisseur in einen Dialog
zu treten. Die Beschäftigung mit der tatsächlichen Inszenierung von
„XENO“ bildet dann die dritte Phase des Seminars. Wie beschreibt
man angemessen ein Theatererlebnis? Wo lagen die Schwerpunkte
des Schauspiels und der Inszenierung? Wie entsteht aus den Beobach-
tungen heraus eine fundierte und reflektierte Kritik?

                                                                                          19
Mastermodul Italienische Literaturwissenschaft B

                                     Blockveranstaltung, 507027001

                                             Settimana intensiva:
                                             Come accedere alla letteratura             Prof. Dr. Paul Geyer
                                             Mi, 15.06., 15 Uhr - Fr., 17.06., 17 Uhr
                                             Senatssaal der Universität Bonn
Italienische Literaturwissenschaft

                                     Die „Settimana intensiva“ der Internationalen Doktorschule „Italia-
                                     nistica“, die von den Universitäten Bonn, Florenz und der Sorbonne
                                     (Paris-IV) betrieben wird, führt jedes Jahr im Juni die DozentInnen
                                     und DoktorandInnen an einer der drei Universitäten zu Studientagen
                                     zusammen und kann auch im Rahmen eines Master-Studiengangs als
                                     Vorlesung oder Hauptseminar belegt werden. Dieses Jahr finden die
                                     Vorträge der „Settimana“ vom Mittwoch, dem 15. Juni, um 15 Uhr bis
                                     zum Freitag, dem 17. Juni, um 17 Uhr, in Bonn statt. Sie stehen unter
                                     dem Rahmenthema „Come accedere alla letteratura“ und werden
                                     theoretisch-methodologische Grundsatzreferate wie auch die konkrete
                                     Vorstellung von Forschungsprojekten bieten. Am Samstag, dem 18.
                                     Juni, ist ein ganztägiger Ausflug an die Loreley mit anschließender
                                     Schiffahrt geplant.

                                     Seminar, 507029940

                                             Kolloquium für Doktoranden und Masterkandidaten:
                                             Authentizität
                                             Do, 18-20, HG/Hörsaal III		         Prof. Dr. Paul Geyer

                                     Wir lesen Theorietexte zum Komplex des Authenischen bzw. Inauthen-
                                     tischen.
                                     Die Vorbesprechung findet am 21. April, 18 Uhr c.t. statt.

        20
Italienische Sprachwissenschaft
Grundlagenmodul Italienische Sprachwissenschaft

Vorlesung, 507022101

        Theorien und Methoden
        der romanischen Sprachwissenschaft
        Gruppe A: Mi, 12-14, HG/Hörsaal X Prof. Dr. Franz Lebsanft

                                                                        Italienische Sprachwissenschaft
        Gruppe B: Mi, 10-12, HG/Hörsaal X Prof. Dr. Daniela Pirazzini

Ziel der kolloquial durchgeführten Vorlesung ist es, einen Überblick
über die zentralen theoretischen Ansätze in den unterschiedlichen
Teilbereichen der Romanischen Sprachwissenschaft zu vermitteln. So
soll auf systematische Weise dargestellt werden:
welchen Fragen innerhalb eines theoretischen Rahmens nachgegangen
wird; welche Methoden jeweils verwendet werden, um die Fragestel-
lungen zu lösen; welche Modelle hierbei zur Darstellung der Ergeb-
nisse entwickelt werden.
Die auf diese Weise umrissenen sprachwissenschaftlichen Theorien
werden jeweils im kulturellen und historischen Kontext ihrer Entste-
hung betrachtet, um aufzudecken, inwiefern andere Disziplinen (etwa
aus dem philosophischen oder naturwissenschaftlichen Bereich) die
Entwicklung linguistischer Konzepte beeinflusst haben, inwiefern sich
diese also in generelle geistesgeschichtliche Tendenzen und Strö-
mungen einordnen lassen.

Übung, 507022107

        Grundbegriffe und Propädeutik/
        Synchrone Sprachwissenschaft (Ital.)
        Mi, 16-18, HG/Hörsaal XIV			                   Sara Colombo

Die Veranstaltung vermittelt einen ersten umfassenden Überblick
über Probleme und Methoden der italienischen bzw. romanistischen
Sprachwissenschaft. Die Studierenden sollen mit den wichtigsten Ter-
minologien vertraut gemacht werden und grundlegende Kenntnisse
in den Bereichen Phonetik/Phonologie, Morphologie, Lexikologie,
Lexikographie, Semantik, Syntax, Textwissenschaft und Pragmatik
erwerben. In einem weiteren Teil des Grundlagenmoduls sollen Ein-

                                                                                      21
blicke in die grundlegenden Techniken der sprachwissenschaftlichen
                                  Arbeitsweise und die Fähigkeit, diese Techniken konkret anzuwenden,
                                  vermittelt werden. Neben einem methodischen Überblick vermittelt die
                                  Veranstaltung zudem Kenntnisse über relevante Hilfsmittel, Standard-
                                  werke, Grammatiken und Lexika. Die gemeinsame empirische Arbeit
                                  an multimedialen Texten, Grammatiken und Lexika soll bei den Teil-
                                  nehmern die Fähigkeit zu einer wissenschaftlichen Herangehensweise
                                  an Sprache schulen.

                                  Vertiefungsmodul Italienische Sprachwissenschaft A
Italienische Sprachwissenschaft

                                  Vorlesung, 507027101

                                          Kontiguität und Similarität als konstitutive Prozesse
                                          der romanischen Sprachentwicklung (Frz./Ital.)
                                          Fr, 10-12, HG/Hörsaal III          Prof. Dr. Daniela Pirazzini

                                  Kontiguität und Similarität sind entscheidende Phänomene der Textlin-
                                  guistik und Semantik. Die Kontiguität (contiguus “angrenzend, ansto-
                                  ßend, zusammenhängend”) besagt, dass zwischen Gegenständen oder
                                  Begriffen eine Näherelation besteht. Daher beruht das Prinzip der Me-
                                  tonymie auf der Kontiguität, da Bedeutungen benachbart und miteinan-
                                  der verknüpft sind (vgl. Kollokationen). Die Similariät hingegen (similis
                                  “ähnlich”) meint, dass Gegenstände oder Begriffe im Vergleich gemein-
                                  same Merkmale aufweisen. Somit bildet die Similarität den Grundstock
                                  jedweder Metapherntheorie, weil Vergleiche gezogen und Ähnlich-
                                  keiten von Begriffen aufgezeigt werden. Durch den primärdialektalen
                                  Ursprung der romanischen Sprachen aus dem Lateinischen waren die
                                  Kontiguität sowie die Similarität konstitutiv für die Herausbildung und
                                  Fortentwicklung der sprachlichen Traditionen in der Romania.
                                  Die Vorlesung gibt mithilfe dieser zwei repräsentativen Prozesse einen
                                  Überblick in die klassischen Themen der romanischen Sprachgeschichte
                                  und zeichnet deren Entwicklung bis zur Gegenwart nach.

                                  Literatur:
                                  Annegret Bollée/Ingrid Neumann-Holzschuh: Spanische Sprachge-
                                  schichte. Stuttgart 2003.
                                  Christoph Gabriel/Trudel Meisenburg: Romanische Sprachwissen-
                                  schaft. Tübingen 2007, S. 71-87.
                                  Johannes Klare: Französische Sprachgeschichte. Stuttgart 1998.
                                  Carlo Tagliavini: Einführung in die romanische Philologie. München
                                  1973.
       22
Übung, 507022110

        Diachrone Sprachwissenschaft:
        Dalla scuola poetica siciliana
        alla politica linguistica del Fascismo
        Fr, 8.30-10, HG/Hörsaal VI		                 Dr. Angelo Variano

Im Kurs über diachronische Phänomene im Italienischen, der in
italienischer Sprache gehalten wird, konzentriert sich der Fokus auf
bedeutende linguistischen Phänomene der Sprachentwicklung im Lauf
der Jahrhunderte. Untersucht werden phonetische, morphologische
und syntaktische Aspekte ausgewählter Texte, welche ein Spektrum

                                                                           Italienische Sprachwissenschaft
von ersten Schriften in Vulgärlatein bis zu Zeugnissen des heutigen
italienischen Sprachgebrauchs innerhalb und außerhalb von Italien
umfassen. Allgemeinere Aspekte der Geschichte der italienischen Spra-
che werden sodann anhand von Texten von für die Sprachgeschichte
besonders bedeutsamen Autoren wie Giacomo Lentini, Guittone
d’Arezzo, Guido Guinizzelli, Guido Fava, Niccolò Machiavelli, Galileo
Galilei, Alessandro Manzoni und Giovanni Verga besprochen.

Literatur:
Marazzini, Claudio, Breve storia della lingua italiana, Bologna, Il Mu-
lino, 2004.
Migliorini, Bruno, Storia della lingua italiana, Firenze, Sansoni, 1987.

Vertiefungsmodul Italienische Sprachwissenschaft C und D

Seminar, 507024307

        Alte und neue Euphemismen (Frz./Ital.)
        Mo, 16-18, HG/0.013 ÜR Rom.     Prof. Dr. Daniela Pirazzini

Aus dem Altgriechischen von εủφημισμός (Präfix eu- „gut, wohl“ und
der Stamm pheme „Aussprache, Kunde, Gerücht“) stammend steht di-
ese Formulierungsstrategie für die Bezeichnung einer unangenehmen,
schlimmen Sache durch einen mildernden Ausdruck. Nicht selten
werden Euphemismen als Deckausdrücke für bestimmte tabuisierte
Sachverhalte betrachtet, denn „l‘euphémisme est un acte de négation
du nom” (Bonhomme 2005: 241) und der Inbegriff des uneigentlichen
Sprechens.„Uneigentliches Sprechen ist (...) dann gegeben, wenn ein
Sprecher etwas nicht so meint, wie er es sagt und dabei offensichtlich
anders verstanden werden möchte“ (Berg nach Zöllner 1997: 94).
                                                                                         23
Linguistisch gesehen tilgt der Euphemismus „aus einer für objektiv
                                  geltenden Aussage Seme, die störend oder überflüssig erscheinen und
                                  substituiert ihnen neue Seme“ mit der pragmatischen Zielsetzung der
                                  Vermeidung unangenehmer psychischer Reaktionen. Die negative,
                                  affektive Konnotation wird neutralisiert oder in eine positive Konnota-
                                  tion umgewandelt (Danninger nach Zöllner 1997: 127).
                                  Das Seminar möchte sich diesem fachübergreifenden Phänomen im
                                  historischen Wandel des Diskurses in unterschiedlichsten Textsorten
                                  widmen und die sprachlichen, sozialen und psychologischen Bedin-
                                  gungen untersuchen, die auf den Hörer/Leser und auf den Sprecher/
                                  Schreiber einwirken. Des Weiteren soll die Bedeutung der Euphe-
                                  mismen zur Verbalisierung von Emotionen fokussiert werden. Um
Italienische Sprachwissenschaft

                                  die Wirkung der Euphemismen zu erfassen, muss parallel dazu das
                                  Zeichenarsenal analysiert werden, das die verhüllende oder verschlei-
                                  ernde Wirkung erzeugt. Die Unterscheidung in rhetorische, soziolin-
                                  guistisch-pragmatische und stilistisch-semantische Aspekte wird die
                                  Analysearbeit erleichtern.

                                  Literatur:
                                  Pflichtlektüre:
                                  Benveniste, Émile: „Euphémismes anciens and modernes“, in: Prob-
                                  lèmes de linguistique générale, vol. 1, pp. 308–314. [originally publis-
                                  hed in: Die Sprache, I (1949), pp. 116–122].

                                  Seminar, 507026701

                                          Frauen im Diskurs
                                          Do, 14-16, HG/Hörsaal III			                      Marina Bletsas

                                  Vor 70 Jahren, 1946, gaben Frauen erstmalig ihre Stimme im itali-
                                  enischen Staat ab: zunächst bei Lokalwahlen zur Neubildung der
                                  Stadtverwaltungen nach dem Krieg, bald darauf für das institutionelle
                                  Referendum, das aus Italien eine Republik machte. Bis zur Anerken-
                                  nung des allgemeinen Wahlrechts 1945 war es ein langer Prozess gewe-
                                  sen, der sich seit dem ausklingenden 19. Jahrhundert u.a. in parlamen-
                                  tarischen Diskussionen immer wieder niederschlug. Davon ausgehend
                                  wird es im Seminar darum gehen, dem Weg zur Ausweitung des
                                  Wahlrechts auf Frauen aus linguistisch-argumentativer Perspektive
                                  nachzugehen.

                                  Literatur:
                                  Vor Vorlesungszeitbeginn werden auf e-campus einschlägige Lektüren
                                  zur Verfügung gestellt.
       24
Mastermodul Italienische Sprachwissenschaft A

Seminar, 507026706

        Die Rolle der Metapher für die Argumentation
        im alten und neuen Diskurs (Frz./Ital.)
        Fr, 14-16, HG/0.013 ÜR Rom.        Prof. Dr. Daniela Pirazzini

Metaphern als Verbindungen zweier konzeptueller Bereiche sind ein
grundlegendes Charakteristikum, ein konstitutiver Bestandteil von
sprachlichen Argumentationsstrategien an sich und in jeder Einzel-

                                                                          Italienische Sprachwissenschaft
sprache werden bestimmte Konzepte systematisch mit Termini aus
anderen Begriffsfeldern ausgedrückt. So kann beispielsweise Zeit mit
Termini aus dem Bereich des Geldes konzeptualisiert werden (Zeit
gewinnen/verlieren) und Liebe kann unter anderem sogar mit Krieg
assoziiert werden (eine Frau erobern). Metaphern dienen demnach kei-
nesfalls nur als Redeschmuck, denn „man kann auch ohne Metaphern
nicht denken“ (Weinrich 62000; 1966: 44).

Ebenso wie die Metaphern sind das Argumentieren und das Gegenar-
gumentieren in alltäglicher, spontaner Kommunikation allgegenwärtig
und erfüllen eine ganze Reihe wichtiger Zwecke: Sie entlasten von
konkreten Handlungszwängen, zerstreuen mögliche Zweifel des Ge-
sprächspartners und dienen zur Stützung oder Widerlegung von Mei-
nungen und Thesen. Sie bestärken die gemeinsamen Überzeugungen,
die Vertrautheit und die affektiven Beziehungen zwischen den Kom-
munikationspartnern, wobei auch die Bedeutung des Argumentierens
und Gegenargumentierens für die Selbstdarstellung des Sprechers
nicht übersehen werden darf. So wie „alles Sprechen […] in der Ge-
schichte [steht]“ (Coseriu 1988: 76), ist auch das Argumentieren in die
politischen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten innerhalb einer
Sprachgemeinschaft eingebunden, welche die Produktions- und Re-
zeptionsbedingungen eines jeden argumentativen Diskurses darstellen
und sich demnach unmittelbar auf konkrete Verbalisierungsstrategien
auswirken, womit die Grundlager für die Herausbildung spezifischer
Traditionen gelegt ist. Fortwährend nutzen die Argumentierenden
dabei die grundlegenden, konzeptuellen Metaphernmodelle, wie etwa
den uralten Kampf zwischen „Gut“ und „Böse“ mit den traditionellen
Rollen des „Helden“, des „Gegners/Feindes“ und des „Opfers“ oder
die Vorstellung des Lebens als einer Art „Hindernislauf“ (per aspera
ad astra: auf steinigen Wegen zu den Sternen), wodurch nicht nur un-
sere Wahrnehmung der Argumentation, sondern auch der alltäglichen
Wirklichkeit und der Welt insgesamt maßgeblich geprägt wird.
                                                                                       25
Anhand verschiedener literarischer und nicht-literarischer Textsorten
                                  aus unterschiedlichen Diskursbereichen wird in dem Hauptseminar
                                  der Frage nachgegangen, welche Typen argumentativer (Makro)
                                  Strukturen sich in bestimmten Epochen identifizieren lassen. Hierbei
                                  spielt auch die Beschreibung und Klassifikation der argumentativen
                                  Strukturen und der dafür verwendeten sprachlichen Gestaltungsmittel
                                  eine zentrale Rolle. Neben solchen Veränderungen auf formaler und
                                  textstruktureller Ebene, wird aus diachroner Perspektive ebenfalls be-
                                  trachtet, inwiefern die Auswahl und die Art der Argumente, die in den
                                  verschiedenen wissenschaftlichen, philosophischen, politischen etc.
                                  Diskursbereichen zur Stützung einer These angeführt werden können,
                                  im Laufe der Jahrhunderte durch die Herausbildung und Entwicklung
Italienische Sprachwissenschaft

                                  bestimmter kulturell geprägter metaphorischer Konzepte und Wert-
                                  vorstellungen (wie Kraft, Mut, Ritterlichkeit, Frömmigkeit, aber auch
                                  Freiheit und Gleichheit) beeinflusst und verändert wurden. So wird
                                  gefragt, welche Rückschlüsse spezifische Versprachlichungsmuster
                                  der Argumentation auf die Konzeptualisierung bestimmter Wahrneh-
                                  mungsbereiche in einer Einzelsprache zulassen, um schließlich dem
                                  Phänomen nachzugehen, wie durch metaphorischen Sprachgebrauch
                                  letztlich „Meinung gemacht“ wird.

                                  Literatur:
                                  Pflichtlektüre:
                                  Kertész, András/Rákosi, Csilla, (2009): „Cyclic vs. circular argumentati-
                                  on in the Conceptual Metaphor Theory“, .in: Cognitive Linguistics 20,
                                  4, 703–732.
                                  Pielenz, Michael (1993): Argumentation und Metapher. Tübingen:
                                  Narr. (= Tübinger Beiträge zur Linguistik. 381)

       26
Italienische Kulturwissenschaft
Grundlagenmodul Italienische Kulturstudien

Übung, 507023004

        Einführung in die Civiltà italiana
        Gruppe A: Di, 16-18, HG/Hörsaal XV                   Angela Usai
        Gruppe B: Mo, 14-16, HG/Hörsaal VI

                                                                             Italienische Kulturwissenschaft
Il corso si svolge parallelamente alla Vorlesung della dottoressa
Schmidt-von Essen, e vuole presentare, in italiano, i decenni 1950>
2010 della storia d‘Italia.
Il materiale sarà a disposizione dei discenti su eCampus.

Literatur:
Gli argomenti saranno presentati all‘ inizio del corso e il materiale sarà
a disposizione in forma digitale (Basis).

Übung, 507023007

        Kulturstudien / Studi interculturali
        Fr, 8.30-10, HG/0.013 ÜR Rom. Dr. Maren Schmidt-von Essen

Die Übung soll insbesondere einen einführenden Überblick über die
Geschichte Italiens von der Antike bis zur Entstehung der Republik
unter der Führung De Gasperis vermitteln. Das besondere Augenmerk
gilt dabei der spezifischen Bedeutung der Geschichte für das nationale
Selbstverständnis Italiens sowie der Entwicklung der wechselvollen
Beziehungen zwischen dem italienischen und deutschen Kulturraum.

Literatur:
Eine Auswahlbibliographie wird zu Beginn des Semesters bei eCam-
pus zur Verfügung gestellt.

                                                                                               27
Vertiefungsmodul Italienische Kulturstudien

               Lektoren-Vorlesung, 507023002

                        Lektoren-Vorlesung
                        Mi, 12-14, HG/Hörsaal III			                          Angela Usai

               Si tratta di lezioni frontali di Educazione Civica (Politik) italiana, riser-
               vato esclusivamente a studenti di livello C1 - ossia a studenti/ estuden-
               tesse che hanno superato positivamente il corso „Sprachpraxis II“.

               Literatur:
               I contenuti saranno presentati nel primo incontro del semestre, e il
               materiale sarà a disposizione su eCampus.

               Fachdidaktik
               Vertiefungsmodul Lehramt Italienisch

               Übung, 507026602

                        Kultur und Interkulturalität
                        und ihre Didaktik
                        Mo, 10-12, HG/Hörsaal VI           Dr. Maren Schmidt-von Essen
Fachdidaktik

               Themen:
               Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft; Grundlagen
               der interkulturellen Kommunikation; kulturwissenschaftlicher Län-
               dervergleich; nationale Stereotype sowie Selbst- und Fremdbilder; Ge-
               schichte der deutsch-italienischen Beziehungen (Politik, Kulturtrans-
               fer, Erinnerungsorte und Sprachkontakt); interkulturelle Analyse von
               Texten, (audio)visuellen und elektronischen Medien; Theorien, Ziele
               und Verfahren des interkulturellen Lernens und deren Umsetzung im
               Unterricht; Didaktik der Kultur und der Interkulturalität; interaktive
               Anwendung von Medien und Mitteln.
               Es handelt es sich um eine fremdsprachendidaktische Übung, in deren
               Rahmen die Studenten interaktiv Inhalte erarbeiten, Methoden erpro-
               ben und dabei ebenso ihre Teamfähigkeit wie ihre autonome Hand-
               lungsfähigkeit unter Beweis stellen.
   28
Literatur:
Baasner, Frank / Thiel, Valeria: Kulturwissenschaft Italien, Stuttgart:
Klett 2004.
Erll, Astrid / Gymnich, Marion: Interkulturelle Kompetenzen. Erfolg-
reich kommunizieren zwischen den Kulturen, Stuttgart: Klett 2013, S.
168-173.
Mattes, Wolfgang: Methoden für den Unterricht. Kompakte Über-
sichten für Lehrende und Lernende, Paderborn: Schöningh 2011.
Reimann, Daniel: „Luoghi della memoria im Italienischunterricht. Ein
kulturwissenschaftliches Konzept und sein Potential im Hinblick auf
transkulturelle kommunikative Kompetenz und europäische Identi-
tätsbildung“, in: ders.: Transkulturelle kommunikative Kompetenz.
Theorie und Praxis eines neokommunikativen und kulturell bildenden
Französisch-, Spanisch-, Italienisch- und Portugiesischunterrichts,
Stuttgart: ibidem 2014, S. 583-607.

Eine kleine Auswahlbibliographie wird zu Beginn des Semesters zur
Verfügung gestellt.

Fachdidaktik II Master of Education Italienisch

Seminar, 801010022

        Vorbereitungsseminar Italienisch
        Do, 20-22, HG/0.013 ÜR Rom.                 Dr. Roland Ißler
        				                                            Simone Lentzen

Wissenschaftliche Theorien und Methoden des Fremdsprachenun-
                                                                           Fachdidaktik
terrichts werden im Hinblick auf ihre Anwendung im Unterricht
reflektiert und Unterrichtskonzepte vor dem Hintergrund fachdidak-
tischer und fachwissenschaftlicher Grundlagen entwickelt. Neben der
theoriegeleiteten adressatengerechten und curriculumsorientierten
Unterrichtsplanung sind auch Grundlagen der Leistungsmessung und
-bewertung zu erwerben. Zu den zentralen Inhalten des Vorberei-
tungsseminars zählen ferner die Definition eines Lehrerleitbildes und
die Reflexion der Rolle des Unterrichtsfachs Italienisch im Schulprofil.
Angebahnt werden soll bereits die Planung eines eigenen Studien-und
Unterrichtsprojekts, dessen Durchführung und Ausarbeitung in die
Phase des Praxissemesters fällt und im zweiten Teil des Moduls im
Rahmen durch ein ergänzendes Seminar begleitet wird.

                                                                               29
Sie können auch lesen