MBF - Wir wünschen Ihnen "schöni Wiehnacht"! - Stiftung MBF
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2 Unternehmung Stiftung MBF Mut, Offenheit & Energie Unsere Begleiter im 2022+ Liebe Leserinnen und Leser Wenn wir auf das Jahr 2022 zurückblicken, se- Die Geschwindigkeit und die Dimension, mit der sich hen wir ganz klar, dass Mut, Offenheit und Energie Veränderungen heute vollziehen, stellen uns in der oft und von vielen Personen sehr vielseitig in der Stiftung MBF immer wieder vor Herausforderungen. Stiftung MBF gelebt wurden. Sei es bei der weite- Manches, das wir gewohnt sind, wird anders werden. ren Einführung der agilen Unternehmenskultur, bei Es braucht Mut, die Komfortzone zu verlassen, um der Planung verschiedener Anlässe, in der Arbeit Neues zu entdecken. Es braucht Offenheit und einen der verschiedenen Projektgruppen, in schweren Si- wachen Blick, um abzuschätzen, wohin die Reise ge- tuationen oder im Alltag hier in der Stiftung MBF. hen könnte und es braucht Energie, sich auf den Weg Wir sind stolz auf das Stiftung MBF-Team, die die- zu machen. Nur so werden wir uns Wertvolles bewah- se grossartigen Eigenschaften immer wieder und ren und die Chancen packen können, die in diesen auf verschiedene Art und Weise einbringen. Entwicklungen für die ganze Stiftung MBF stecken. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen An- gestellten, bei den Mitarbeitenden, Bewohnenden, Schüler*innen sowie bei den Mitgliedern des Stif- tungsrates und des Vereinsvorstandes für die grosse Unterstützung, das Mitwirken und die Treue im vergangenen Jahr herzlich bedanken! Wir wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Le- ser, ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest, beste Gesundheit, viel Freude mit der Weihnachts- ausgabe des MBF Aktuells und vor allem auch Mut, Offenheit und Energie. v.l.n.r.: Nicole Füllemann McMenamin, Urs Jakob, Zbigniew Gruchola Ihre Geschäftsleitung der Stiftung MBF Inhaltsverzeichnis Leben, Lernen Dienstleistungen Unternehmung und Arbeiten und Berufliche Eingliederung Stiftung MBF 14 Ich habe auch Rechte! 22 Logs-Produktion 3 Das Leben endet, Ein Bericht über den «Workshop aus 4 m³ Eiche die Erinnerung bleibt inklusiv UNO BRK» von Sebit in stiller Trauer sagen wir danke 24 Seit fast drei Jahren 15 Rotary-Lager 2022 Berufliche Eingliederung 4 Danke sagen Mit viel guter Laune nach ist uns wichtig Frutigen Heilpädagogische 6 Verein zur Unterstützung 16 Eine runde Sache Schule der Stiftung MBF Neue Bilder im Buchenweg 25 Schulleitungs-Team HPS Fricktal 7 Neue Führungskultur 17 Ein Tag zum Feiern Projektgruppe: 10 Jahre Wohngruppe zur Quelle 26 HPS Fricktal Lehrplan 21 Arbeitszeiten Wohnen 18 Wohngruppe Grün 27 Rezept für Mistkäfer-Brot 8 Schritt für Schritt nachhaltiger Ferienwoche in Hagnau Unser Umgang mit Umweltres- sourcen 19 Feuerteufel einpacken Personal 9 Rezept: Studentenschnitte und Karriere 20 Unsere Hochzeit 10 Rückblick auf unsere Claudia und Martin 28 Viviene Delz, Teamleiterin Adventsausstellung Ateliers 20–23 21 Wir bieten per sofort 12 Kurzmeldungen geschützte Arbeitsplätze 29 Zwei Jubilare in der Küche 10 und 20 Jahre Stiftung MBF 31 Weihnachts-Rätsel 30 Neue Einblicke 32 Veranstaltungen in unsere Stiftung und Termine
Unternehmung Stiftung MBF 3 Das Leben endet, die Erinnerung bleibt in stiller Trauer sagen wir danke Am 20. September 2022 hat uns Nebst seiner grossen fachlichen Expertise hat René Berger, völlig unerwartet René insbesondere als Mensch überzeugt. In bes- und viel zu früh verlassen. Wir ter Erinnerung bleiben unzählige Begegnungen, alle trauern um eine ausserge- viele Stiftungsrats- und Baukommissionssitzungen wöhnliche Persönlichkeit und um sowie Gespräche, in denen es René stets gelun- einen lieben Freund. Erneut stel- gen ist, komplexe Sachverhalte auf den Punkt zu len wir uns die Frage nach dem bringen und konkrete Lösungen dezidiert einzufor- warum? Warum wurde René mit- dern. Er hat die Dinge beim Namen genannt und ten aus seinem regen Leben ge- seine Haltung immer klar zum Ausdruck gebracht. rissen? Warum war es ihm ver- René war aber nie dogmatisch und er liess sich gönnt, nach seinem engagierten stets vom besseren Argument überzeugen. Er war Berufsleben die wohl verdiente ein stiller «Chrampfer» im Hintergrund, das Schein- Pensionierung zu geniessen? werferlicht hat er nie gesucht. Diese zurückhalten- Antworten suchen wir vergebens. de und hilfsbereite Art war typisch für ihn und sie Für die Stiftung MBF hat René Ausserordentli- wirkte für uns alle sehr sympathisch. ches geleistet und er verkörperte die Institution bei- Lieber René, die Stiftung MBF verdankt dir un- spielhaft. So hat er massgeblich zum Zusammen- endlich viel. Dankeschön für deine Liebe zu unse- wachsen der beiden Stiftungen WBF «Werkstätte rer Stiftung, dein vorbildliches Engagement im für Behinderte im Fricktal» und FBR «Förderung Dienste der Menschen mit Unterstützungsbedarf Behinderter im Raum Rheinfelden» zur Stiftung im Fricktal. Dankeschön für dein uns zur Verfügung MBF beigetragen. Seit 2000 war er ein äusserst gestelltes Fachwissen, dein Mitdenken im Sinne aktives und geschätztes Mitglied im Stiftungsrat der Sache, deine vielfältigen und wertvollen Impul- der Stiftung MBF. Als Vizepräsident hat er wäh- se und Anregungen zum Wohle der Stiftung MBF. rend 22 Jahren das Ressort Immobilien und Bau- Und schliesslich dankeschön dafür, dass wir das wesen, früher auch den Arbeitsbereich Personal Privileg hatten, während langer Zeit so konstruktiv verantwortet. Unter seiner umsichtigen und profes- mit dir zusammenarbeiten zu dürfen. sionellen Leitung wurden ab 2002 bis heute die er- Aus dem Leben bist du uns genommen, die viel- forderlichen Immobilien und Infrastrukturen bereit- fältigen Erinnerungen aber leben weiter. Dein Ver- gestellt und unzählige Bauprojekte realisiert. So mächtnis halten wir in Ehren und wir werden dich u.a. der Umbau der Liegenschaften in Laufenburg, nicht vergessen. Stein, Rheinfelden, Möhlin, Kaisten, Eiken, Effin- gen oder der Ausbau des Feldhofs Frick, die Neu- Stiftungsrat, Vereinsvorstand bauten Widacher und des Ateliers Buchenweg so- und Geschäftsleitung wie des Gemeinschaftsgebäudes und des Parkhauses in Stein. Auch beim Umbau des Schul- hauses in Mumpf durften wir auf das Wissen von René vertrauen. Aktuell war René massgeblich be- teiligt am zukunftsorientierten und nachhaltigen Projekt einer gemeinsamen Grundwasserwärme- nutzung mit der Firma Erne Holzbau AG. Mit der Umsetzung dieses Vorhabens kann die heutige Wärmeversorgung mit Gas abgelöst werden.
4 Unternehmung Stiftung MBF E in S te r n L ic h t m it t e n d e r D u n k e lh eit in E in S te r n O r ie n t ie r u n g H e k t ik t e n d e r a ll t ä g li c h e n in m it E in S te r n H o f f n u n g s z e ic h e nh k e it e n m it t e n v ie le r M ö g li c in D e r b e s o n d e r e Set e r n in d e r M it t
Unternehmung Stiftung MBF 5 Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Partnerinnen und Partner der Stiftung MBF, liebe Angehörige und gesetzliche Vertretungen und liebe freiwilligen Helferinnen und Helfer Licht – Orientierung – Hoffnung – in der Mitte Diese Hoffnung möge Sie über die Adventszeit und Weihnachten hinaus begleiten und stärken. Wir möchten uns herzlich für die angenehme Zusammenarbeit, für die gemeinsam erledigten Aufgaben und umgesetzten Projekte sowie für Ihr Vertrauen und Ihre Treue im vergangenen Jahr 2022 bedanken. Unseren vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer danken wir von Herzen für ihr Engagement. Mit eurem Einsatz tragt ihr dazu bei, dass wir die Welt der uns anvertrauten Menschen mit Unterstützungsbedarf einen kleinen Teil verändern können. Im Namen der gesamten Stiftung MBF wünschen wir Ihnen, Ihrer Familie und Ihrem Team eine besinnliche Weihnachtszeit. Denn es sind die gemeinsamen Momente mit unseren Liebsten, die die Weihnachtszeit so wundervoll machen. Im Namen der gesamten Stiftung MBF Geschäftsleitung Nicole Füllemann Zbigniew Gruchola Urs Jakob McMenamin Leiter Wohnen – Ateliers Leiter HPS Fricktal Leiterin Dienste und Betriebe a.i.
6 Unternehmung Stiftung MBF Verein zur Unterstützung der Stiftung MBF Veränderung im Vorstand Der Vereinsvorstand, sitzend v.l.n.r.: Dorli Hasler, Yvet- Für die bevorstehenden Weihnachts- und te Dünner, Käthi Friedli, stehend: Ernst Auer, Chris- Neujahrstage wünschen wir Ihnen und Ihren toph Egloff, Eduard Feldmann und Adrian Hüsser. Angehörigen frohe Festtage und fürs kom- An der diesjährigen Generalversammlung des mende Jahr alles Gute in bester Gesundheit. Vereins zur Unterstützung der Stiftung MBF sind Yvonne John und Antonia Zumsteg aus dem Ver- einsvorstand ausgetreten. Beide haben sich lang- jährig zugunsten der Menschen mit Unterstützungs- bedarf im Fricktal engagiert. Wir danken Yvonne und Antonia auch an dieser Stelle herzlich für ihr tatkräftiges Mitwirken und soziales Engagement und wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute. Neu in den Vereinsvorstand eingetreten und einstimmig gewählt sind am 25. Mai 2022 Yvette Dünner aus Sulz und Christoph Egloff aus Wil. Yvette übernimmt das Amt der Aktuarin und Chris- toph das Amt des Vizepräsidenten. Wir heissen Ernst Auer beide herzlich willkommen und freuen uns auf eine Präsident des Vereins zur gemeinsame, erfolgreiche Zusammenarbeit. Unterstützung der Stiftung MBF
Unternehmung Stiftung MBF 7 Neue Führungskultur Projekt: Arbeitszeiten Wohnen Im Sommer formierte sich die Projektgruppe «At- Jessica Kramer traktive Arbeitszeiten in den Wohngruppen», zu der Betreuerin man sich freiwillig melden konnte. Wohngruppe Braun Nach einem Infoanlass zur agilen Projektführung unter der Leitung von Zehra Zirin entstanden die ers- ten Ideen und Ansätze zu diesem Thema. Die Lösungsentwicklung und Zusammenarbeit soll selbstorganisiert gestaltet werden und die Mög- Barbara Bircher lichkeit bieten, Erfahrungen mit Selbstorganisation Betreuerin zu sammeln. Die Führung des Projekts soll im Team Wohngruppe Seerose gemeinsam wahrgenommen werden anstatt, dass ein Projektleiter die Entscheidungen fällt. So kön- nen Lösungen breiter abgestützt und auf Basis der direkt betroffenen Fachpersonen erarbeitet werden. Wir haben verschiedene Methoden kennenge- Esther Hüsler lernt, wie z. B. die Check-In-Methode, das Kan- Betreuerin ban-Board oder das Team-Canvas. Wohngruppe Rot Manuela Butz-Frank Betreuerin Wohngruppe zum Weiher Celine Jaeck Betreuerin Wohngruppe Blau Claudia Jaeck Hier ein Foto des Team-Canvas, welches am Betreuerin Workshop entwickelt wurde und an dem in den Wohngruppe Orange nächsten Sitzungen weitergearbeitet wurde. Neu und herausfordernd für uns ist es, dass bei den Sitzungen keine Führungskraft anwesend ist und wir alle aus den verschiedensten Wohnberei- chen kommen. Unser Ziel ist es, uns aufeinander ab- Soraya Tewfik zustimmen und Aufgaben klar zu verteilen, sowie die Betreuerin nächsten Schritte gemeinsam zu planen, so dass Wohngruppe zur Quelle selbstorganisierte Arbeit entsteht. Claudia Amrein Betreuerin Wohngruppe Grün
8 Unternehmung Stiftung MBF Schritt für Schritt nachhaltiger Unser Umgang mit Umweltressourcen Die beiden Öl-Heizungen wurden durch Luft-Was- ser-Wärmepumpen ersetzt. Diese Heizungsart entzieht der Umgebungsluft Wärme und spart so ca. ²⁄ ³ Energie im Vergleich zu einer Öl-Heizung. Ausserdem werden keine Abgase ausgestossen. Langfristig will die Stiftung MBF alle bestehen- den Öl- und Gasheizungen ersetzen. Als Nächstes wird beim Gebäude Linde das Dach saniert und ebenfalls eine Photovoltaikanlage aufgebaut. Gleichzeitig wird die bestehende Gasheizung vom Gemeinschaftsgebäude und Wohnheim durch eine moderne Grundwasser-Wärmepumpe ersetzt. Bei dieser Heizung wird die Wärme aus dem bei uns reichlich vorhandenen Grundwasser entzogen. Das Besondere bei diesem Projekt ist, dass die Anlage mit unserem Nachbarn der Firma ERNE Holzbau AG realisiert wird. So können Teile der Heizung, des Leitungssystems und die Entnahme- Solarstrom-Anlage auf dem Dach des Rüchligs und Rückgabebrunnen gemeinsam genutzt wer- den. Das System wird so aufgebaut, dass in einem Kein Tag vergeht, an dem wir keine Schlagzeilen zu nächsten Schritt auch noch das Gebäude Rüchlig Themen wie Energiekrise, Strommangellage oder angeschlossen werden kann und die Gasheizung Energiewende lesen. damit ausgedient hat. Dass mit unserer Umwelt und den zur Verfü- Auch im Kleinen haben wir noch sehr viel Po- gung stehenden Energien sorgsam umgegangen tential um kostbare Energie einzusparen. So wer- werden muss, ist selbstverständlich auch für die den konsequent alte Stromfresser, wie zum Bei- Stiftung MBF ein erklärtes Ziel. spiel Beleuchtungen, Kühlgeräte und Maschinen, Bereits beim Einkauf von Waren und Dienstleis- durch sparsamere ersetzt. Durch eine geplante In- tungen legt die Stiftung MBF Wert auf Ökologie. standhaltung tragen wir zum Werterhalt einer mög- Wir wollen Abfälle und Reststoffe nicht nur fach- lichst langen Nutzungszeit von Gebäuden und Ein- gerecht recyclen oder entsorgen, sondern am bes- richtungen bei. ten dafür sorgen, dass sie gar nicht erst anfallen. Wir alle können einen wertvollen Beitrag zum Die Stiftung MBF betreibt ihre Liegenschaften Umweltschutz und zur Versorgungssicherheit leis- zukunftsgerichtet, nachhaltig, effizient und wirt- ten. Indem wir Räume nicht überheizen und im Win- schaftlich. Dabei zielt sie auf nachhaltige Investiti- terhalbjahr die Kippfunktion der Fenster nicht brau- onen zur Einsparung von Energie ab, sowie für das chen und stattdessen Stosslüften, sparen wir Nutzen von alternativen Energien. Seit 2016 be- beispielsweise Heizenergie. Beleuchtungen und steht auf dem Dach des Gebäudes Rüchlig eine Geräte, die gerade nicht gebraucht werden, schal- Photovoltaikanlage, mit der an sonnigen Tagen ten wir aus. Strom produziert wird. Dieser umweltfreundliche Wir bleiben dran an diesem spannenden und Sonnenstrom wird grösstenteils gleich im Gebäu- hoch aktuellen Thema. de – und für die beiden Elektroautos vom Gebäu- demanagement verbraucht. Die beiden Neubauten Widacher und Laufen- burg wurden nach dem Minergie-Standard gebaut. Dieser Standard schreibt eine gute Isolation der Aussenhaut sowie eine energiesparende Heizung und Lüftung vor. Ausserdem besitzen auch diese Gebäude eine Solarstrom-Anlage. Letztes Jahr wurde die Wohngruppe Seerose und die Wohn- gruppe zum Weiher energetisch saniert. Dach und Clemens Wunderlin Fassaden wurden erneuert und zusätzlich isoliert. Leiter Gebäudemanagement
Unternehmung Stiftung MBF 9 Rezept: Studentenschnitte Backofenblech: Haushaltgrösse Zutaten (Rand und Boden): 800 g Ruchmehl 200 g Butter 250 g Zucker 3 dl Wasser • Alles zusammen gut mischen, kurz kneten und den Teig eine halbe Stunde ruhen lassen. • Backblech mit Backtrennpapier auslegen. Teig auswallen und darauflegen. Mit einer Gabel stupfen. Zutaten (Teig): 500 g gemischte Haselnüsse oder Mandeln 300 g Zucker 2 EL Zimt ½ EL Lebkuchengewürz 300 g Zwieback gerieben oder Petit Beurre (Reste-Tipp: Weihnachtsgutzi aufbrauchen, dabei darf der Zucker reduziert werden.) 30 g Backpulver 3 EL Schoggipulver • Alle trockenen Zutaten in der Schüssel gut mischen 6 Eier 2 dl Rahm 5 dl Milch • Alles gut verrühren und zu den obigen Zutaten mischen. Wer möchte kann den Teigboden mit einer beliebigen Konfitüre einstreichen. Die Masse auf dem Blech verteilen. • Bei 200° C Umluft oder Ober-Unterhitze 35 min. backen. • Mit Schokoladenglasur bestreichen. Tipp: Am besten schmecken die Studentenschnitten Monika Adler wenn man den Kuchen mindestens 24 Stunden im Kühl- Gruppenleiterin Küche schrank stehen lässt. Haben Sie Fragen an uns? Oder haben Sie Vorschläge für Themen, über die Sie gerne im MBF Aktuell lesen würden? Senden Sie uns diese gerne zu und wir gehen in der nächsten Ausgabe darauf ein (E-Mail-Adresse: sgraeve@stiftung-mbf.ch)
10 Unternehmung Stiftung MBF Rückblick auf unsere Adventsausstellung am 18. und 19. November 2022 Die diesjährige Adventsausstellung fand in einem kleineren Rahmen statt, doch überzeugte sie umso mehr mit Weihnachtsstimmung, heimeliger Atmo- sphäre sowie tollen und einmaligen Produkten. Wir haben hier einen Einblick für Sie zusammengefasst: Unser Verpflegungstand verwöhnte die Besuchenden mit Suppe, Grillwürsten und Süssem. Das Angebot wurde mit frischem, feinem Popcorn abgerundet. Die Drehorgel sorgte für weihnachtliche Stimmung. Zahlreiche Besuchende bestaunten das vielseitige Angebot.
Unternehmung Stiftung MBF 11 Der Innenhof verwandelte sich im Lichterglanz zu einer adventlichen Ausstellung mit einzigartigem Charme. Eine Vielzahl an einzigartigen Produkten fanden bei den Besuchenden besten Anklang.
12 Unternehmung Stiftung MBF Kurzmeldungen Wir verabschieden uns und sagen «Adieu» Unsere Wohngruppe Rütti wurde im Herbst 2022 aufgelöst. Die Bewohnenden haben sich bereits in anderen Wohngruppen der Stiftung MBF gut ein- gelebt. Auch die Angestellten führen ihre Tätigkeit in anderen Wohngruppen fort. Wimmel-Quiz am Tag der offenen Tür der HPS Fricktal Wir freuten uns sehr, Charlotte Winkler aus Frick ihren Gewinn nach der Teilnahme am Wimmel-Quiz persönlich übergeben zu dürfen. Urs Jakob, Leiter HPS Weitere Gewinner*innen sind: Johanna Hartung und Andreas Spöcker. Fricktal; Charlotte Winkler; Sophie Chevalieva, Schüle- Vielen Dank für die zahlreiche Beteiligung am Quiz und für Ihren rin und Sidney Baggenstos, Besuch am Tag der offenen Tür in Mumpf! Schülerin 75 Jahre Jehle AG Herzlichen Glückwunsch! Zum 75-jährigen Firmenjubiläum der Firma Jehle AG in Etzgen wurden ihre Geschäftskunden und Lieferanten zum Jubiläumsanlass, mit eigener Hausmesse, am 20.10.2022 eingeladen. Wir freuten uns sehr darüber, dass wir die Stiftung MBF vor Ort präsentieren durften! Herzlichen Glückwunsch der Jehle AG zu diesem tollen Jubiläum. Tag der Zukunft Am 10.11. besuchten uns zwei Jugendliche und schnupperten am Tag der Zukunft in der Stiftung MBF. Wir haben uns sehr gefreut! Elias Steinacher
Unternehmung Stiftung MBF 13 Coop Tag der guten Tat Am diesjährigen Tag der guten Tat sammelte die Coop Genossenschaft CHF 15 000.– an diversen Verkaufsstellen zugunsten der Stiftung MBF. Wir sagen von Herzen danke für diese grosszügige Spende! Angestelltenabend 2022 Am 19. August genossen die Angestell- ten der Stiftung MBF einen bunten, abwechslungsreichen Abend in geselli- ger Stimmung. Ein besonderes High- light war das gemeinsame Musizieren auf Mundharmonikas. Wir hatten viel Twint und sumup Freude an einem tollen Abend! Ab sofort können sie bei uns auch bargeldlos einkaufen. Sowohl im Lädeli Buche, Lädeli Feldhof wie auch am Empfang ist es möglich per Twint oder per Kartenzahlung unsere Produkte zu erwerben. Regelmässige News aus der Stiftung MBF Sie möchten regelmässig News aus der Stiftung MBF erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter:
14 Leben, Lernen und Arbeiten Ich habe auch Rechte! Workshop inklusiv UNO-BRK Wir haben am Workshop von Sebit im Lindensaal Wir finden es wichtig, dass so viele Menschen über die UNO-BRK mitgemacht. wie möglich die UNO-BRK kennen und dass alle über ihre Rechte Bescheid wissen. Was heisst UNO-BRK? UNO ist eine Abkürzung und heisst auf Englisch: United Nations Organization. Auf Deutsch heisst es: Organisation der Vereinten Nationen. BRK heisst: Behinderten-Rechts-Konvention. Die UNO- Betreuerinnen Atelier 12: BRK setzt sich auf der ganzen Welt für die Rech- te von Menschen mit Behinderung ein. Im Workshop haben wir von Sebit ein Heft (Bro- schüre) bekommen. Darin werden in Leichter Spra- che unsere Rechte erklärt. Zu jedem Recht steht auch der dazugehörige Gesetzes-Artikel. Wir ha- ben im Workshop gelernt, Informationen zu unseren Fiona Hagnauer Rechten in der BRK Broschüre zu finden. Zum Bei- spiel haben wir folgendes Thema besprochen: Das Recht auf eine*n Partner*in und das Recht zu heira- ten (Artikel 23 (1) UNO BRK). Dazu sagt Natascha: «Ich will mit einem Mann zusammen sein und heira- ten. Ich will mit meinem Freund zusammenwohnen. Das konnte ich während dem Workshop ins Mikro- Anna Nitchaeff fon sagen. Ich habe das Recht, einen Freund zu ha- ben. Ich habe aber auch Ängste: zum Beispiel, dass Mitarbeitende Ateliers 12: meine Mitbewohner*innen traurig sind, wenn ich ausziehe oder dass ich Probleme mit meinem Freund haben könnte.» Wir haben viel über Selbstbestimmung geredet. Selbstbestimmung heisst, selbst entscheiden zu können. Zum Beispiel beim Reisen, Wohnen, Ko- chen, Arbeit, Beziehungen, Freizeit, Weiterbildung. Jana Wetterwald Es ist wichtig, Dinge zu lernen und zu üben, um selbständiger zu werden: Zum Beispiel mit dem Bus oder Zug fahren. Es ging beim Workshop auch darum, dass wir überall dabei sein dürfen (Teilha- be) und unsere Meinung sagen dürfen. Auch für Betreuer*innen ist es wichtig, sich mit der UNO-BRK zu beschäftigen und über die eige- Natascha Wunderlin ne Arbeit und Haltung nachzudenken, um Men- schen mit Behinderung gut zu unterstützen. Christine Zaugg Natascha Wunderlin Christine Zaugg Roger Schubiger
Leben, Lernen und Arbeiten 15 Rotary-Lager 2022 Mit viel guter Laune nach Frutigen Das diesjährige Rotary-Lager fand vom 20. bis 24. Juni 2022 statt. Gut gelaunt besammelten wir uns am Montagmorgen in Stein. Siebzehn Men- schen mit Unterstützungsbedarf und das Leiter- team Ingrid Schäuble, Angel Mediavilla, Patrik Erb, Claudia Kamali und Jeanette Müller begaben sich in die 46. Lagerwoche nach Frutigen. Nach unse- rer Ankunft und dem Mittagessen galt es die Zim- mer zu beziehen. Wir hatten die ganze Woche viel Spass mit stets guter Laune. In der Freizeit konn- ten wir Minigolf spielen, baden, Fussball spielen, malen, spazieren, einkaufen oder gar unter Beglei- tung TV schauen. Unterwegs per Schiff auf dem Blausee Jeden Nachmittag fuhren wir weg und unternah- men etwas. Das erste Ziel war ein kurzer Spazier- gramm. Wir begaben uns nach Spiez und nach ei- gang am Blausee, verbunden mit einer kleinen ner kurzen Schifffahrt erreichten wir das Dorf Fau- Schifffahrt. Ein weiterer Besuch galt dem Oeschi- lensee. Nach einer kurzen Pause ging es für einige nensee. Mit der Gondel ab Kandersteg erreichten zu Fuss am Seeufer entlang zurück nach Spiez. wir den herrlich gelegenen Bergsee. Diejenigen, die nicht so gut gehen konnten, durften mit dem Bähn- Rotary-Besuch li zum See hinunterfahren. Am Donnerstag stand In Begleitung des Stiftungsratspräsidenten Hans eine Schifffahrt auf dem Thunersee auf dem Pro- A. Wüthrich besuchte uns am Mittwoch eine Dele- gation der Rotarier*innen. Am Morgen regnete es leicht. So begrüssten wir die Gäste mit dem Lied «noch äm Räge schint d’Sunne» und den selbstge- malten Bildern dazu, damit das Wetter auch an die- sem Mittwoch schön würde. Und in der Tat, oben auf der Engstligenalp angekommen schien die Sonne. Nach dem Picknick, einer kleinen Wande- rung und dem Zvieri-Halt bestaunten wir den im- posanten Wasserfall. Am Abend, nach dem ge- meinsamen Nachtessen, verabschiedeten wir die Rotarier mit einer Hallo-Welle. Unterwegs auf der Engstligenalp Ein Dankeschön Wir bedanken uns herzlich beim Rotary-Club Rheinfelden-Fricktal für die Finanzierung dieser er- neut gelungenen Lagerwoche. Es ist zur Tradition geworden, dass wir von der Stiftung MBF diese Lagerwoche im Berner Oberland durchführen dür- fen. Ein grosses Dankeschön für dieses rotarische Engagement für die Menschen mit Unterstützungs- bedarf, die mit diesem Lager viel Abwechslung zum Alltag geniessen durften. Gruppenbild mit den Gästen vom Rotary-Club Rheinfelden-Fricktal Jeanette Müller auf der Engstligenalp Betreuerin Atelier 21
16 Leben, Lernen und Arbeiten Eine runde Sache Neue Bilder im Buchenweg Jetzt geht’s rund! Fast ein ganzes Jahr lang waren Kreise und Farben ein bevorzug- tes Thema im Malatelier. Viele Kursbesucher*innen haben die- ses Thema gerne aufgegriffen und Kreise um einen Mittelpunkt gemalt. Meist wurden Wachs- kreiden verwendet, aber auch Acrylfarbe, Farb- oder Filzstifte – Ruth Noe hält ihr Kunstwerk aus Kreisen hoch je nach Belieben. Die tollen Ergebnisse sind nun im Buche zu besichtigen. Die Teilnehmer*innen der Malkurse müssen aber nicht un- bedingt nach einem vorgegebe- nen Thema malen. Wer eigene Afsaneh Balouchi neben ihrem Ideen hat kann diese gerne um- Kreis-Kunstwerk setzen. Das Malen ist ein Ange- bot zum Ausgleich und soll die Franziska Bontus und ihr Kunstwerk Möglichkeit bieten, sich kreativ zu betätigen und vom Alltag et- was abzuschalten. Ein Malkurs dauert vier Monate, während de- nen die Teilnehmer*innen einmal pro Woche etwa 1,5 Stunden ins Malatelier kommen. In einer Gruppe sind in der Regel vier Personen. Wenn dabei die Ide- en wachsen und schöne Bilder entstehen, dann ist die Freude gross – bei den Künstler*innen Engjell Topalli neben seinem Kreis-Kunstwerk sowie auch beim Publikum. Wir im Buchenweg freuen uns auf jeden Fall über die schö- nen bunten Kreisbilder, die beim Anschauen fast schon ein biss- Christine Zaugg mit ihrem chen hypnotisch wirken. Und Kunstwerk wer sich von einem Bild hat hyp- notisieren lassen, der kann es natürlich auch erwerben. Ein Kunstwerk von Engjell Topalli Ich freue mich auf weitere span- nende und kreative Projekte. Regina Matt Betreuerin Atelier 22 Loredana Falso neben ihrem Kreis-Kunstwerk
Leben, Lernen und Arbeiten 17 Luca Barosi neben seinen Kreisen Roger Schubiger neben seinen Kreis-Kunstwerken Ein Tag zum Feiern 10 Jahre Wohngruppe zur Quelle Mit Sonnenblumen dekoriert und einem grosszü- gig gedeckten Brunch-Buffet empfingen wir unse- re Gäste zu unserem 10-jährigen Jubiläum hier in Rheinfelden in der Wohngruppe zur Quelle. Die Vorbereitungen liefen schon Wochen vor dem 27. August in vollen Zügen. Die Bewohner*in- nen halfen kräftig mit, indem sie Kuchen backten, Zöpfe flochten und am Tag zuvor die Fleisch- und Käseplatten belegten. Angehörige, Freunde, ehemalige Betreuer*innen, wie auch die Geschäftsleitung kamen alle zu unse- rem Jubiläum. Es waren insgesamt etwa 40 Perso- nen die uns mit Karten, Geschenken und einer kurzen Rede von Zbigniew Gruchola beglückten. Wir alle haben es sehr genossen wieder einmal so viele Gäste bei uns in der Wohngruppe zur Quel- le zu haben und freuen uns schon auf die nächsten 10 Jahre oder einfach auf die nächste Feier. Fabienne Keller Betreuerin Wohngruppe zur Quelle
18 Leben, Lernen und Arbeiten Wohngruppe Grün Ferienwoche in Hagnau Die Zeit des Wartens ist vorbei und wir fuhren am ders den Biergarten am See, in dem wir unseren Montag mit zwei Autos der Stiftung MBF Richtung Hunger und Durst stillten. Zurück in Hagnau liefen Bodensee in die Ferien. Da unsere Zimmer nicht wir runter ins Dorf weil wir Lust auf Pizza hatten. bezugsbereit waren, erkundeten wir das Hagnau- Die Pizzeria war sehr klein, dafür die Pizzen umso er Dorf und stillten unseren Durst im schönen Re- grösser. Wir nutzten einen etwas längeren Rück- staurant Seeblick. Wie der Name bereits aus- weg als Verdauungsspaziergang. Am Donnerstag drückt, erweckte die Aussicht zum Bodensee das war Shopping-Tag in Konstanz. Wir kauften uns Gefühl des Ankommens in den Ferien. Zurück im T-Shirts, Sonnenhüte, Wimmelbücher und weitere Hotel konnten wir unsere schönen Zimmer mit Bal- Sachen die das Herz begehrte. Da Shopping mit kon und Seesicht beziehen. Das Abendessen und der Zeit anstrengend ist, brauchten wir immer wie- das gute, sehr zuvorkommende Servicepersonal der eine Stärkung. im Hotel, waren weitere Highlights des Tages. Das Wirte-Ehepaar empfahl uns für unser letz- Nach dem Aufstehen erwartete uns ein reich- tes Abendessen ein spezielles Restaurant mitten haltiges Buffet, das keine Wünsche offenliess. Die- in den Reben. Die Atmosphäre war einzigartig und ses brachte uns dazu lange am Tisch zu verweilen es gab endlich Wurstsalat zum Essen. In der Nacht und jeden Tag gemütlich zu starten. An unserem verabschiedete uns Petrus mit viel Donner, der uns ersten Ausflug fuhren wir mit dem Schiff zur Insel den Schlaf raubte. Am Morgen weinte der Himmel Mainau. Die Schönheit und Besonderheit der Blu- als wir mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck wie- men- und Pflanzenpracht, dargestellt in verschie- der zurück nach Stein fuhren. denen Motiven, machte den Ausflug zu einer Be- Wir dürfen auf abwechslungsreiche Ferientage sonderheit. Zu Fuss erkundeten wir die Insel und mit schönem Wetter zurückschauen. waren überrascht was es sonst noch zu sehen gab, wie zum Beispiel Tiere, Teiche, Parks und vieles Bewohnende Wohngruppe Grün mehr. Am Mittwoch machten wir einen Ausflug nach Lindau, welches bereits zum Bayrisches Bun- desland gehört. Es gab vieles zu entdecken, wie die schöne Altstadt, den Leuchtturm und beson- V.l.n.r. die Bewohnenden der Wohngruppe Grün: Daniel Hueber, Ruth Rebmann, Ruth Obrist, Rosmarie Müller, Adrian Sprecher, Käthy Hasler
Leben, Lernen und Arbeiten 19 Feuerteufel einpacken Wie habe ich es geschafft, die Feuerteufel zu verpacken. Meine Wenigkeit musste Fabian Hossli anfragen, ob ich dieses tun kann, und ich kann es, glaube ich, nicht schlecht. Es sind mir bis jetzt keine Beschwerden untergekommen, also werde ich es weiterhin gewissenhaft tun. Ich muss pro Lage sieben «Teufelchen» hochkant und eine Reihe quer unten dran legen, d. h. 3× hochkant und 1× quer. Und dieses, drei Mal. ich hoffe nur, dass die Schachteln sich nicht in der Grösse ändern, sonst werde ich auch das hinbekommen. sste bei r A rb ei t kam: Ich mu Wie ich zu d ie se rbeit ch fr a g en , o b ich diese A Die Bestellkarte sollte man nicht vergessen, n na , wieviel. einigen Leute br a u ch t das Wissen sonst darf man die ganze Schachtel wieder en n es ssen. tun kann. D ti g a n g eor dnet sein mü entleeren und die Bestellkarte unten reinpacken. e rich Und dass si Das ist der Weg von e Schachtel iner leeren Feuerteufel. zu einer vo Feuerteufel O hne das Fa ll en natürlich, br izieren d und diesen er Thomas Friedli Weg kenne noch nicht. ich Mitarbeiter Atelier 31
20 Leben, Lernen und Arbeiten Unsere Hochzeit Claudia und Martin Claudia Weiss-Meier und Martin Weiss an ihrer Hochzeit mit der Teamleiterin Heike Butowski Wir Standen. Vor dem Traualtar am 23 Juli wir haben eine lange Vorbereitungzeit gewesen mich hat eine gute Freundin zum Altar gefurt meine zu- kunftige Frau hat Heike zum Altar gefurt und es war ein schön Moment Als meine zukünftige Frau da zum Altar zu laufen kommt es war einen schönen Tag und Schöhn Heiss Tag und schöne Geschenke und einen schönen Abend mit einem guten Essen und Feiern Martin und Claudia Martin Weiss Mitarbeiter Verpackung 2
Leben, Lernen und Arbeiten 21 n Fä- M e n s c h e n m it unterschiedliche F bietet zu haben und Die Stiftung MB tze . A u fg a b e n ützte Arbeitsplä n, higkeiten gesch o w ie W e rt s c h ä tzung zu erfahre erhalten s serer Stiftung. Anerkennung zu it s a llt a g s in u n mente des Arbe sind wichtige Ele h b ie te n p e r s ofort oder nac Wir Vereinbarung z t e A r b e it sp lät ze Geschüt (44-100 %) ben resse geweck t ha Wenn wir Ihr Inte es ch rie be nen Stelle bteilungen der ausg In folgenden A und Sie sich von n Sie sich hlen , dann melde – Hausdienst angesprochen fü lle für ndschaftsunterh alt ler, Kontak ts te – Garten- und La bei Andrea Moh Behinderung. – Mechanik M enschen mit ünfte unter rne weitere Ausk – Montage Sie gibt Ihnen ge ung-mbf.ch . / amohler@stift – Schreinerei 062 866 12 40 ung rces – Konfek tionier Human Resou ch er ei Stiftung M B F, , 43 32 Stein – Wäs e 61, Post fach Münchwilerstrass Anforderungen der ein Antrag .ch eine IV-Rente (o ww w. stiftung-mbf – Sie beziehen in Abklärung) auf IV-Rente ist gt 44 % eitspensum beträ – Ihr Mindestarb ntnisse nötig – Keine Vorken n Wir bieten Ihne ns um nach Absprache – Arbeitspe Unterstützung narbeitung und – Individuelle Ei en durch Fachperson sreiche es sa nt e und abwechslung – Eine inter Tätigkeit fgestelltem Team – Arbeiten in au g pa sste Entlohnun – Fähigkeitsange g un d an der Arbeitsallta – Teilnahme am Gesellschaf t
22 Dienstleistungen und Berufliche Eingliederung Logs-Produktion aus 4 m³ Eiche Chancen: – Um den Liefertermin einhalten zu können, muss- ten alle unsere Mitarbeitenden an den geschütz- ten Arbeitsplätzen in der Schreinerei alle Arbeits- schritte perfekt ausführen können. Dafür haben wir alle 15 Mitarbeitenden einzeln in die 17 ver- schiedenen Arbeitsschritte eingeschult und die dafür benötigten Schablonen angefertigt. – Die bisherigen Bearbeitungen auf der CNC-Ma- schine konnten optimiert werden, so dass weni- ger Ausschuss entstand. Es wurden neue Frä- ser mit künstlichen Diamantschneiden eingesetzt. Risiken: – Es brauchte eine kontinuierliche Kontrolle der ausgeführten Arbeitsschritte, so dass sich kei- ne Fehler einschlichen. – Es durfte sich keine Schablone / Einrichtung / Maschine verstellen. – Die Motivation der Mitarbeitenden konnte mit Einpressen der Verbindungshülse der Zeit verloren gehen. – Die zeitgerechte Anlieferung unserer Zuliefe- Das Unternehmen COOP wurde auf ein Eigenpro- ranten war wichtig, wie auch die entsprechen- dukt aus unserer STEIN MADE-Kollektion aufmerk- de Qualität des Materials. sam. Das Küchenhilfsmittel nennt sich Logs und ist ein Pfannenuntersetzer. Es ist jedoch kein ge- Fakten wöhnlicher Pfannenuntersetzer. Wer ihn einmal in – Die CNC-Maschine fräste während drei Mona- der Hand hatte, weiss wovon wir reden. Der Pfan- ten die Eicheneinzelteile heraus. nenuntersetzer ist dekorativ, edel, platzsparend, – An den Kantenschleifmaschinen wurde eine verspielt, nachhaltig, kurzum eine handwerkliche Strecke von über 19 km gefast (Kantenbruch). Exaktheit, ja schon fast ein Handschmeichler und – 5 6 000 Hülsen / 16 000 Magnete / 28 000 Kunst ganz wichtig, funktional für Pfanne und Gratinform. achsen wurden eingepresst. Das sind 72 000 Nach verschiedenen Abklärungen mit dem Kun- Bohrungen, welche auf der CNC-Maschine den, kam es im Februar 2022 zu einer Bestellung gebohrt wurden. von 4000 Stück. Das Detail- und Grosshandel unternehmen COOP wird das Produkt in ihrer Pro- Wir können nun auf eine grossartige, erfolg- duktelinie à Table aufnehmen und diese in 200 CO- reiche Produktionszeit zurückblicken. Unsere Mit- OP-Filialen verkaufen. Für uns als Schreinerei arbeitenden leisteten beste Arbeit und waren top bedeutete die Bestellung eine grosse Herausfor- motiviert. BRAVO! Die Motivation war immer derung und zugleich eine gute Arbeitsauslastung hoch, da wir verschiedene Arbeitsposten einrich- für die kommenden Monate. Ein wichtiger Teil für teten und Abwechslung garantiert wurde. Alle das Gelingen dieses Projektes war die sofortige 2,5 Stunden wurde der Arbeitsplatz gewechselt. Bestellauslösung der verschiedenen Materialien. Alle Zulieferanten konnten uns das Material zeit- Aus bekannten Gründen rechneten wir mit länge- gerecht liefern und mit unserem modernen Ma- ren Materialbeschaffungszeiten. Die Knacknuss schinenpark hatten wir keine Pannen. Die Endkon- dabei war, 4 m³ Eiche, FSC 100 % auf ein Spezi- trolle und Verpackung wurden in der Schreinerei almass eingeschnitten zu finden. durchgeführt. Wir sind stolz eine solch grosse Se- Auf die weiteren Produktionsschritte durften wir rie qualitativ hochstehend gemeistert zu haben. uns auf die Erfahrung der letzten 250-Stück- Serien abstützen. Doch die Dimension 16-mal mehr als bis anhin herzustellen, bargen Chancen wie auch Risiken.
Dienstleistungen und Berufliche Eingliederung 23 Unser STEIN MADE-Logs mit der à Table-Verpackung Einpressen der Magnete Gefräste Kontur und Löcher des Logs Aussagen der Mitarbeitenden: – Florian Rigassi: «Die Endmontage der 24000 Tei- le war der Hit.» – Fabian Schwere: «Es brauchte sehr viel Durch- haltevermögen, Willen und Konzentration, um die vielen Einzelteile zu fertigen.» – Selajdin Shema: «Das Abpacken war einer der schönsten Arbeitsschritte, weil man sah, was man vollendet hat.» – Adrian Sidler: «Die zwei verschiedenen Fasen an diesem Produkt, sind eine spezielle Augen- weide.» – Kevin Fernandez: «Meine Lieblingsarbeit war das Fasen.» – Tobias Schmid: «Ich finde es cool, dass gerade Christian Geiser COOP eine solch grosse Bestellung gemacht Teamleiter Schreinerei hat, von unserem perfekten Eigenprodukt Logs.» Ab sofort sind unsere Logs in den grösseren Coop Supermärkten wie auch Coop City Waren- häuser erhältlich. Wir sind sehr stolz darüber und freuen uns sehr darüber! Tobias Feldmann Gruppenleiter Schreinerei
24 Dienstleistungen und Berufliche Eingliederung Seit fast drei Jahren Berufliche Eingliederung Etablierung der Beruflichen Eingliederung antwortung beispielhaft nachgekommen und hat al- Seit über zwei Jahren arbeiten wir kontinuierlich an les Mögliche darangesetzt seinen geschätzten Mit- der Entwicklung und Etablierung der Abteilung Be- arbeiter zu unterstützen, damit dieser wieder Fuss rufliche Eingliederung (BE). In den letzten zwei Jah- im Arbeitsprozess fassen kann. Um diesem Arbeit- ren haben auch wir aufgrund der Corona-Pandemie nehmer den Wiedereinstieg so gut wie möglich zu ein paar Rückschläge hinnehmen müssen. Die ge- erleichtern und um ihn nicht zu überfordern, wurden wünschte Zahl an BE-Teilnehmenden wurde hier- zahlreiche Gespräche geführt und tolle Ideen aus- durch geschmälert und unser Entwicklungsprozess getauscht. Besonders erwähnenswert ist die aus- wurde verlangsamt und verzögert. Nun sind wir aber gesprochen tolle und zielgerichtete Zusammenar- wieder auf Kurs und entwickeln uns sehr erfreulich! beit der IV-Stelle mit der Personalabteilung der Seit April 2022 ist Aneliya Köck zum Team gestos- Firma, dem direkten Vorgesetzten als auch uns, als sen. Sie bringt 15 Jahre Berufserfahrung als Grup- Jobcoach. Unsere Aufgabe, die wir als Stiftung MBF penleiterin in den Betrieben mit und kennt die Bedürf- in der beruflichen Eingliederung übernehmen, ist die nisse der BE-Teilnehmenden dadurch sehr gut. wöchentliche Begleitung des BE-Teilnehmenden durch Gespräche und Besuche beim Arbeitgeber, Neuer Höchststand im Bereich Berufliche die eine situationsgerechte und anpassungsfähige Eingliederung Unterstützung gewährleisten. Heute können wir mit Stolz sagen, dass wir in der Ab- teilung Berufliche Eingliederung zurzeit 14 Frauen Weitere Aufgaben der Beruflichen und Männer betreuen, die in unseren Betrieben und Eingliederung unseren Diensten integriert und beschäftigt sind. Die- Eine weitere wichtige Aufgabe der beruflichen Ein- se BE-Teilnehmenden wurden uns von der IV-Stelle gliederung ist die interne Begleitung der BE-Teil- Aargau zugewiesen, die sich, gemeinsam mit ande- nehmenden im Aufbautraining. Hier werden sie in- ren IV-Stellen, als sehr treuer Partner für unsere Stif- tensiv bei ihrer Arbeit von ihren Gruppen- und tung MBF erwiesen hat. Die BE-Teilnehmenden sind Teamleitungen begleitet, wobei wöchentliche Ge- in allen Abteilungen vertreten: von unserem Garten- spräche mit dem Jobcoach die Fortschritte über- und Landschaftsunterhalt, über die Montage und der prüfen und dokumentieren. Der Entwicklungser- Schreinerei bis hin zur Küche und Hauswirtschaft. folg wird kontinuierlich reflektiert und ganz Mit grosser Freude begleiten wir überdies auch individuell werden Prozesse, Konzepte und Res- noch sieben Lernende, die in diesem Jahr in der Stif- sourcen angepasst und optimiert, um den BE-Teil- tung MBF ihre Lehre angefangen haben bzw. nehmenden die bestmögliche Unterstützung zu- weiterführen. Unser grösstes Ziel, als auch unser kommen zu lassen. Wir verzeichnen regelmässig wichtigster Auftrag gegenüber dieser jungen Men- sehr erfreuliche Erfolge, bei denen die Teilnehmen- schengruppe, ist es, ihnen eine bestmögliche Unter- den für Praktika im ersten Arbeitsmarkt aufgenom- stützung im ersten Arbeitsmarkt zu sein. Ganz be- men werden. sonders freuen wir uns darüber nun einen Lernenden im ersten Arbeitsmarkt via «Supported Education» Ausblick zu begleiten. Unser Anspruch und unser Traum ist Mit Beginn des Jahres 2023 wird Franziska Rolke es, genau diese Anspruchsgruppe in Zukunft schritt- wieder aus ihrem Mutterschaftsurlaub zurückkeh- weise und konstant ausbauen zu können. ren und das Team der beruflichen Eingliederung ist somit wieder vollständig. Die Abteilung Berufli- Vision und Erfolgsgeschichte che Eingliederung ist voller Tatendrang und freut Vor drei Jahren wurde auch die Idee geboren, Men- sich sehr darauf neue Herausforderungen und Auf- schen zu begleiten, die in eine schwierige Lebens- gaben anzunehmen und zum Erfolgskonzept der situation geraten sind und ihren Arbeitsaufgaben Stiftung MBF beizutragen. nicht mehr umfänglich nachkommen können, aber von der IV-Stelle und dem Arbeitsgeber so gut un- terstützt werden, dass sie an ihrem Arbeitsplatz wieder integriert werden können. Eine Geschichte dazu: Ein BE-Teilnehmer konn- Aneliya Köck te aufgrund eines Burnouts seinen Job nicht mehr Jobcoach Berufliche ausführen. Der Arbeitgeber ist seiner sozialen Ver- Eingliederung
Heilpädagogische Schule 25 Schulleitungs-Team HPS Fricktal v.l.n.r.: Regina Stieger, Urs Jakob und Sibylla Dreher Edi Steiner, stellvertretender Schulleiter der HPS Die Schulleitung der HPS Fricktal bilden ab Au- Fricktal, wechselte zum Schuljahresende 21/22 in gust 2022: den wohlverdienten Ruhestand. – Urs Jakob, Leiter HPS Fricktal und Mitglied der Die Geschäftsleitung dankt Edi für seine enga- Geschäftsleitung Stiftung MBF gierte Mitarbeit, vor allem bei der Trägerschafts- – Regina Stieger, Abteilungsleiterin Kindergarten übernahme der HPS Fricktal durch die Stiftung und Primarstufe MBF und der Zusammenführung der beiden Schul- – Sibylla Dreher, Abteilungsleiterin Ober- und standorte. Seine vielseitige Erfahrung, ergänzt Werkstufe durch sein IT-Wissen, waren enorm hilfreich. Wir wünschen ihm viel Glück, Erfüllung und Freude und Urs und Regina arbeiten bereits seit zwei Jahren hoffen, dass er weiter mit der Stiftung MBF verbun- gemeinsam in der Schulleitung. Neu stösst Sibylla den bleibt. Dreher hinzu. Wir wünschen dem neuen Schulleitungs-Team für die Aufgaben alles Gute. Urs Jakob Leiter HPS Fricktal
26 Heilpädagogische Schule HPS Fricktal Lehrplan 21 Unser erstes Betriebsjahr in Mumpf ist vorbei. stimmtes Vorgehen entstanden. Damit sind wir im Nach den letztjährigen Umzugs- und Startvorbe- August gestartet, wohlwissend laufend zu lernen. reitungen wirkt das rückblickend manchmal noch Gemäss den Bildungszielen des Lehrplan 21 unwirklich. Der Alltag mit den Schülerinnen und sollen Schülerinnen und Schüler zu einer eigen- Schülern zeigt sich so vielschichtig und rasch. ständigen und selbstverantwortlichen Lebensfüh- Kein Tag ist gleich. Im Hier und Jetzt erleben wir rung befähigt werden. Der Bildungsauftrag wird viel Tolles und manchmal auch Zähes – einfach al- erfüllt, wenn die verbindlichen Inhalte berücksich- les, was zum Lernen und Grösser- bzw. Erwach- tigt werden und die Schule Gelegenheiten zur per- senwerden gehört. sönlichen Auseinandersetzung mit zentralen The- Gemäss Vorgabe der Abteilung Sonderschu- men/Kenntnissen bietet. Eine Reduktion auf den lung, Heime und Werkstätten des Kantons Aargau funktionalen Erwerb von Wissen ist nicht er- müssen alle Heilpädagogischen Schulen ab Au- wünscht. Für Schülerinnen und Schüler mit kom- gust 2022 den neuen Aargauer Lehrplan 21 Volks- plexen Behinderungen gewinnen alle erworbenen schule umsetzen. Fähigkeiten, Fertigkeiten und zu bewältigende Ent- Der Lehrplan 21 wurde in der Grundform nicht wicklungsaufgaben an Bedeutung. für Schülerinnen und Schüler an Sonderschulen entwickelt. Die Hochschule für Heilpädagogik Zü- Im Zentrum steht die Befähigungsvision mit rich hat im Auftrag von 19 Kantonen die Broschü- sechs Befähigungsbereichen und der Frage: «Wozu re «Anwendung Lehrplan 21 für Schüler*innen mit lernen? Wozu soll ein*e Schüler und Schülerin be- komplexen Behinderungen in Sonder- und Regel- fähigt werden?» Davon sind dann abzuleiten: schulen» herausgegeben. Wir haben uns mit vier – Förderziele – Was lernen? Kompetenzen für weiteren HPS zusammengeschlossen und die die Befähigung; Erfahrungen, Interessen, Be- Hochschule für Heilpädagogik Zürich ins Boot ge- reitschaften und Potentiale berücksichtigen/ holt. Aus diesem intensiven Prozess ist ein abge- aufbauen – Verbesserung der Beteiligungs- und Behinde- rungssituation – Wissen/Können zur Ermögli- chung von Lernen und Beteiligen am Schulleben Personale – Verbesserung der Behinderungssituation – Kompetenzen Funktionsfähigkeit steigern für ein besseres Ler- nen (und Beteiligen am Schulleben); behinde- rungsspezifische Umweltanpassungen, Assis- Sich selbst sein und tenz, Hilfsmittel, Therapien werden Für alle Beteiligten der HPS Fricktal und für die Dranbleiben Sich und und andere Eltern bedeutet der Lehrplan 21 Umstellung, Heraus- bewältigen anerkennen forderung und Chance zugleich, passende Lern- und Lebensfelder für die Schüler*innen zu bieten. Methodische Befähigung Soziale Wie eingangs erwähnt, oft mit Freude und ab und Kompetenzen Kompetenzen zu zäh. Sich Erwerben und austauschen nutzen und dazugehören Mitbestim- men und gestalten Modell Hochschule für Heilpädagogik Zürich aus: Anwendung Lehrplan 21 für Schüler*innen mit komplexen Behinderungen in Urs Jakob Sonder- und Regelschulen, 2019 Leiter HPS Fricktal
Heilpädagogische Schule 27 Rezept für Mistkäfer-Brot Kommunikation ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Die Unterstützte Kommunikation (UK) ist ein wichtiger Bestandteil des Alltags in der Stiftung MBF. Zum Beispiel ist sie in der HPS Fricktal Teil des Unterrichts. Aber auch in den Wohn- und Arbeitsgruppen wird sie vielseitig eingesetzt. Sie hilft ergänzende und alterna- tive Kommunikationsformen zu entwickeln und anzubieten, damit die Schüler*innen, Mitarbeitende und Bewohnende mit ihrem Umfeld in Kontakt treten können. Eingesetzte Hilfsmittel sind beispielsweise Piktogramme, elektronische Geräte, Bilder, Fotos sowie Gegenstände. Testen Sie hier einmal ein UK- Rezept nur mit Piktogrammen und schlüpfen Sie in den Blickwinkel der Menschen mit Unterstützungsbedarf. 180 Romy Zimmermann Lehrperson HPS Fricktal
28 Personal und Karriere Viviene Delz Teamleiterin Ateliers 20–23 Mein beruflicher Werdegang «Arbeit vermittelt soziale Zugehörigkeit und be- startete zunächst im Gesund- stimmt die gesellschaftliche Anerkennung einer heitszentrum Fricktal. Dort ab- Person ebenso wie ihre Selbstachtung». solvierte ich eine Ausbildung in Die Stiftung MBF und ich haben einiges ge- der Pflege. Seit 2013 arbeite ich meinsam: Wir stehen für die Rechte von Menschen nun in der Stiftung MBF, zu Be- mit Unterstützungsbedarf ein. Ein Leben in Würde, ginn noch als Betreuerin in der Chancengleichheit, Arbeit, Meinungsfreiheit, Au- Wohngruppe Gelb. Die Arbeit tonomie und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. mit Menschen mit Unterstüt- Die Arbeit mit Menschen mit Unterstützungsbedarf zungsbedarf gefiel mir dort so ist für mich seit Tag 1 eine Herzensangelegenheit. gut, dass ich gleich im An- Privat bin ich mit meinen zahlreichen Neffen schluss daran die Ausbildung und meinem Garten ziemlich beschäftigt. Ich liebe zur Fachfrau Betreuung begann. es Freunde zu bewirten und Sport zu treiben. Au- Nach der Ausbildung entschied sserdem habe ich ein Herz für Tiere. ich mich zum Studium «Soziale Arbeit», welches ich in der Wohngruppe Rot durchlaufen durfte. «Ich kann es nicht leiden, wenn … Nach dem Studium arbeitete ich lediglich ein Jahr in der Wohngruppe Rot. Danach wechselte … man am Wochenende den halben ich zur Sekundarschule Sandgruben in Basel, in Tag verschläft. Ich bin gerne früh der ich Jugendliche in einer Integrationsklasse un- wach und verbringe den Morgen lie- terrichtete. ber beim Wandern in den Bergen Aufgrund des Stellenangebots der Stiftung als im Bett.» MBF, die Teamleitung der Ateliers 20–23 überneh- men zu können, kehrte ich schon nach einem Jahr wieder zurück. Für mich war klar, dass ich mein Know-how innerhalb dieser Funktion in den Berei- chen Pflege sowie Gesundheit und des agogi- schen und sozialpädagogischen Bereichs verein- baren kann. Des Weiteren erscheint es mir als erfüllend, Menschen mit Unterstützungsbedarf in Arbeits-, bzw. Beschäftigungsangeboten zu begleiten und zu unterstützen.
Personal und Karriere 29 Zwei Jubilare in der Küche 10 und 20 Jahre Stiftung MBF Was hat sich in den letzten 20 Jahren verändert? Als ich mit meiner Arbeit begann, kochten wir für ca. 80 Personen. Den Menüplan schrieben wir je- den Freitag von Hand und dann wurde er kopiert und von unserem internen Pöstler verteilt. Jeder kannte jeden und die Cafeteria war ein Begeg- nungsort für alle. Das Mittagessen wurde in zwei Kantinen eingenommen je 40 Personen. Heute ha- ben wir drei Kantinen und das dreifache an Essen sowie auch mehr Auswahl an Menüs. Mir gefällt meine Arbeit im Team und mir gefällt es, unsere Mitarbeitenden zu motivieren. Ich danke Jannik Fröhlich und Monika Adler und freue mich weiterhin auf gute Zusammenarbeit. Jannik Fröhlich und Monika Adler in der Küche der Stiftung MBF • 0 Dienstjahre Jannik Fröhlich, Mitarbeiter 1 Küche, geschützter Arbeitsplatz, 100 % • 20 Dienstjahre Monika Adler, Gruppenleiterin Küche, 40 % Drei Fragen von Jannik an Monika Was und wo hast du, bevor du in die Stiftung MBF gekommen bist, gearbeitet? Ricardo Aleixandre Nach einer 3-jährigen Lehre als Konditorin bin ich Teamleiter Küche Mutter von einer Tochter und drei Söhnen gewor- den. Bis im Herbst 1987 habe ich in der Café-Kon- ditorei meiner Schwiegereltern gearbeitet. Danach war ich bis 2002 Familienfrau. Wie hast du Arbeit in der Stiftung MBF Monika Adler gefunden? Gruppenleiterin Küche Ich besuchte oft die Cafeteria, die jeden Dienstag- und Donnerstagnachmittag offen hatte und muss wohl einmal gesagt haben, ich würde diese Arbeit auch gerne machen. Im Frühjahr 2002 suchte man für die Küche und Wäscherei Gruppenleiter*innen und so fand ich eine Arbeit als Gruppenleiterin in Jannik Fröhlich der Küche der Stiftung MBF. Mitarbeitender Küche
30 Personal und Karriere Neue Einblicke in unsere Stiftung Lernende der Stiftung MBF Hintere Reihe v.l.n.r.: Johanna Vogt , WG Grün; Kevin Schmid, WG Braun; Cynthia Flückiger, WG Rot; Eva Asgeirsson, WG Blau; Astrid Eckert, Ausbildungsverantwortliche, Cheyenne Curcio, WG Blau Vordere Reihe v.l.n.r.: Perihan Korkmaz, WG Gelb; Melanie Müller, Ateliers; Florjana Deva, WG Schlossberg / Rhyblick; Valerie Brüngger Ateliers; Salome Müller, Ateliers Wir, Perihan Korkmaz und Cynthia Cathrin Flückiger, und gingen zurück in die Aula um Erlebnisse und durften einen Bericht über unseren Lernenden-Treff Fragen auszutauschen. Unsere Fragen wurden schreiben. Für uns alle war es eine neue Erfahrung, alle beantwortet und wir konnten unsere Anre- denn an diesem Tag durften wir einen neuen Bereich gungen mitteilen. Durch diesen Einblick in die der Stiftung MBF genauer kennenlernen. Wir hatten HPS Fricktal könnten sich neue Wege nach der die Möglichkeit die HPS Fricktal in Mumpf zu besu- Ausbildung aufzeigen. So könnten wir z. B. auch chen und einen Einblick zu erhalten. in der HPS Fricktal arbeiten. Wir starteten damit, dass wir am Morgen nach Nach der Verabschiedung in Mumpf gingen Mumpf fuhren und in die HPS Fricktal gingen. Wir wir alle zusammen nach Obermumpf zum Bräteln. trafen zuerst Regina Stieger, Leiterin Eingangs- Beim gemeinsamen Austausch bemerkten wir, und Primarstufe. Anschliessend versammelten dass wir alle ähnliche Eindrücke sammeln konn- wir uns in der Aula und Regina erzählte uns viel ten. Wir tauschten uns untereinander über die po- Spannendes über die HPS Fricktal. sitiven Erlebnisse aus und darüber, was uns fas- Nach der Einführung durften wir uns aussu- zinierte und wo wir Verknüpfungen mit unserer chen, in welcher Klasse wir einen genaueren Ein- Theorie im Berufsleben sahen. Wir waren uns alle blick erhalten wollten. Das Angebot war gross, es einig, dass dieser Einblick für uns alle eine neue gab Klassenstufen vom Kindergarten bis hin zur und interessante Erfahrung war. Eine, welche Berufsreife. Für uns waren diese Einblicke neu und sich gerne wiederholen darf. spannend. Durch die grosse Auswahl war dies na- türlich noch spannender, denn wir haben selten die Möglichkeit mit Kindern und Jugendlichen zu arbei- ten. Wir durften mit den Schüler*innen zusammen- arbeiten und sehen, was ihre Tätigkeiten in der HPS sind. Es wurden dabei viele Fragen gestellt, Perihan Korkmaz durch uns oder durch die Kinder und Jugendlichen. Lernende Wohngruppe Gelb Uns fiel bereits früh auf, dass die Grundhaltung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kein grosser Unterschied zur Grundhaltung in der Erwachse- nenarbeit der Stiftung MBF ist. Agogik, Partizipa- tion und Autonomie, all das sahen wir dort. Die Zeit verging wie im Fluge und schon Cynthia Cathrin Flückiger mussten wir uns von den Klassen verabschieden Lernende Wohngruppe Rot
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