Miteinander.leben - Betriebliches Sozialministerin Carola Reimann besucht - Diakonie ...
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Das Magazin der Diakonie Himmelsthür
miteinander.leben
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Vorbildlich eit
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Zusammen
Seite 15
Betriebliches Sozialministerin Carola Reimann besucht
Gesundheitsmanagement Diakonie Himmelsthür
Seite 4 Seite 7
MÄRZ 2020INHALT
GEDANKEN MENSCHEN EREIGNISSE
3 Ansteckende Gesundheit 12 Luca liebt Musik 16 Kunst an der Mauer
Grußwort Luca versteht Musik auf seine
eigene Art und Weise!
4 » … und jetzt langsam die Arme
kreisen lassen!« 12 »Die Straße ist schön glatt,
Betriebliches Gesundheits- das ist viel besser.«
management in der Diakonie Breite Furt auf holprigem Kopf-
Himmelsthür hat viele Gesichter steinpflaster in Wietze
6 Zuversicht! –
Sieben Wochen ohne
Schwarzmalerei
Angedacht
17 »Hier fühle ich mich wohl«
NEUIGKEITEN Wachsender Standort
Hannover-List
7 Sozialministerin besucht
Diakonie Himmelsthür
Carola Reimann besichtigt 13 »Musik tut gut!« PINNWAND
Modellprojekt für Menschen Musik ist für die meisten
mit erworbenen Hirnschäden Menschen ein guter Freund im 18 Termine & Impressum
Alltag, denn Musik tut gut.
19 Service & Kontakt
14 Offen und echt
Ralf Simon stellt sich als neuer
Regionalgeschäftsführer vor
14 Jubiläen
15 Vorbildliche Zusammenarbeit LESERBRIEFE
Stiftungspreis geht an Katharina
Wenn Sie zu Artikeln dieser
Seelhoff
Ausgabe Stellung nehmen
oder selbst einen Artikel
8 Ein Bild sagt mehr als
veröffentlichen möchten,
tausend Worte
schreiben Sie uns an die
Speisepläne beschreiben und
Redaktionsanschrift:
zeigen das Essen
Diakonie Himmelsthür
9 Essensplan mit Fotos Unternehmenskommunikation
Stadtweg 100 • 31139 Hildesheim
redaktion@dh-himmelsthuer.de
Redaktionsschluss der nächsten
10 BTHG-Fragen und
Ausgabe Anfang Juni 2020
die Antworten
ist der 15.04.2020.
Was verändert sich durch das
Die Redaktion behält sich den
Bundesteilhabegesetz?
Abdruck der eingesendeten
Beiträge und eine redaktionelle
11 Bewegung für alle
Überarbeitung vor.
Sportgeräte in Lüdersen kommen
gut an
2 März 2020 miteinander.lebenGEDANKEN
INES TRZASKA
KAUFMÄNNISCHE DIREKTORIN
ANSTECKENDE GESUNDHEIT
GRUSSWORT
Liebe Leserin, lieber Leser,
Es gibt nicht nur ansteckende Krankheiten, es gibt auch an- Seele und Geist bewirken kann. Einnahmeempfehlung von
steckende Gesundheit. Dass Krankheiten und Lachen anste- Hoffnung: am besten täglich; Überdosierung ist nicht möglich.
ckend sein können, ist allgemein bekannt – aber Gesundheit?
Es macht Mut, wenn man hört, dass regelmäßiger Sport zur Mit dem, was wir für uns selbst tun können, mit dem Wissen
echten Verbesserung der verloren gedachten Beweglichkeit um die Unterstützung der uns nahestehenden Menschen und
geführt hat. Genauso wird gemeinsames Kochen Lust auf mit der Hoffnung und dem Glauben entwickeln wir unsere
mehr gesunde Speisen machen. Man könnte sich auch von Widerstandsfähigkeit. Wir haben einen persönlichen Anteil
denen „anstecken“ lassen, die regelmäßig Yoga machen oder an unserer Gesundheit. Die Kraft, die in uns steckt, ermög-
tanzen gehen. Ein Vorbild ist mir ein Kollege, der sich seit licht uns mit den Widrigkeiten des Lebens umzugehen und
einigen Jahren ausgesprochen gesund fühlt mit einer trans- gesundheitliche Krisen gut zu überstehen.
plantierten Niere. Er geht entspannt mit den Nebenwirkun-
gen der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten um und Um gesund zu bleiben, sind gute Arbeitsbedingungen sehr
gestaltet dankbar seine Gesundheit. wichtig. Deswegen hat das Thema Gesundheit für den Vor-
stand der Diakonie Himmelsthür eine hohe Bedeutung. Dazu
Zu unseren kleinen Wehwehchen haben wir ja manchmal eine finden Sie auf Seite 4 nähere Informationen.
sehr innige Beziehung. „Mein Rücken!“ heißt es dann schon
fast liebevoll. Und mit zunehmendem Alter, ich spreche aus Aber es braucht eben auch für jede und jeden den eigenen
Erfahrung, zählen körperliche Beschwerden fast schon zum Antrieb und die Entschlossenheit, selbst auf die persönliche
alltäglichen Gesprächsstoff. Eine schöne Alternative wäre es Gesundheit zu achten, diese aktiv zu stärken und zu schützen.
doch, gemeinsam die Gesundheit zu feiern und zu zelebrieren. Denn die wichtigste Energiequelle, die wir haben, ist unsere
Gesundheit bildet sich eben nicht nur in der Abwesenheit von Gesundheit! Sind wir gesund und fühlen wir uns gut, gelingt
Krankheiten ab, und nicht nur Sportskanonen sind gesund, uns so manches leichter.
geschweige denn diejenigen mit den angeblichen Idealmaßen.
Gesundheit ist nicht statisch und auch kein Dauerzustand. Bleiben Sie gesund!
Gesund zu sein bedeutet auch, sich immer wieder mit den
Unwägbarkeiten des Lebens und mit dem eigenen - mögli- Ihre
cherweise wechselnden - gesundheitlichem Befinden ausei-
nanderzusetzen. Gottes Wunsch ist es, dass es uns gut geht.
Diese Sicherheit ist eine Medizin, die Heilung für Körper,
miteinander.leben März 2020 3GEDANKEN
von Katrin Rother
» … UND JETZT
LANGSAM DIE ARME
KREISEN LASSEN!«
BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT IN DER
DIAKONIE HIMMELSTHÜR HAT VIELE GESICHTER
D
as Thema Gesundheit ist ein „Dauerbrenner“ bei Das Thema Gesundheit ist sehr komplex und umfasst drei gro-
Gesprächen, die Menschen privat oder auch dienst- ße Themenbereiche: Die gesetzlich verankerten Maßnahmen
lich führen. Jede und jeder möchte gern gesund zum Thema Arbeitssicherheit, das Betriebliche Eingliederungs-
bleiben oder es wieder werden. Und auch der Arbeitsplatz soll management und die freiwilligen Maßnahmen zum Thema
die Gesundheit nicht nachteilig beeinflussen. Daran haben Gesundheit, die der Arbeitgeber zusätzlich anbieten kann.
Mitarbeitende sowie Arbeitgeber das gleiche Interesse. Also
ist es nur folgerichtig, dass die Diakonie Himmelsthür das Im Lauf des vergangenen Jahres wurden zwei Aktionen
Thema Gesundheit immer mal wieder ganz nach vorn stellt. gestartet, um herauszufinden, wie der aktuelle Stand bei der
Diakonie Himmelsthür ist. Dazu wurden Methoden ausge-
So bestand für das vergangene Jahr der Auftrag zu erheben, wählt, an denen sich alle Mitarbeitenden beteiligen konnten.
welche Angebote zum Thema Gesundheit es aktuell im Un- So haben im Sommer telefonische Interviews mit freiwilligen
ternehmen gibt. Bei Bedarf sollten weitere Gesundheitsange- Personen stattgefunden. Und im November vergangenen
bote entwickelt werden, die sich insbesondere vor Ort in den Jahres hatten die Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich an
einzelnen Bereichen gut und einfach umsetzen lassen. einem unternehmensweiten Ideenwettbewerb zu beteiligen.
4 März 2020 miteinander.lebenGEDANKEN
Das Ergebnis der Befragungen ist, dass zwei der drei The- Von zentraler Seite aus werden gerade einige Themen, wie
menbereiche des Betrieblichen Gesundheitsmanagements zum Beispiel die Bezuschussung zu externen Sportangeboten,
bereits fest in den betrieblichen Strukturen der Diakonie geprüft. Für die dezentrale Umsetzung ist ein „Methoden-
Himmelsthür verankert sind. Diese Angebote waren auch den koffer“ zusammengestellt worden, in dem alle Möglichkeiten
meisten Mitarbeitenden bekannt. So finden zum Beispiel zum zu finden sind, die sich für eine Umsetzung an den einzelnen
Thema Arbeitssicherheit jährliche Sicherheitsunterweisun- Orten eignen. Dieses Ergebnis soll an alle Mitarbeitenden
gen und Begehungen statt, es gibt Sicherheitsausschüsse und kommuniziert werden und Teams anregen, diese Angebote zu
zahlreiche Informationen und Arbeitshilfen im Intranet und erproben.
im Qualitätsmanagement. Ebenso verhält es sich zum The-
ma Betriebliches Eingliederungsmanagement. Hierbei unter- Oftmals sind es ja eher die regelmäßigen kleinen Impulse im
stützt die Schwerbehindertenvertretung die Leitungen, die Alltag, die Veränderungen bewirken, und nicht die großen
Mitarbeitenden in den Eingliederungsgesprächen umfassend Umwälzungen. Denkbar wäre es zum Beispiel, vor einer Team-
über alle vorhandenen Möglichkeiten zu informieren. besprechung ein paar Bewegungsübungen zu machen oder
vielleicht einmal ein Mitarbeitendengespräch „to go“ auszu-
Das Ergebnis der Befragung zum Thema der freiwilligen Leis- probieren. Die täglichen Naschereien in den Pausenräumen
tungen war dies: Den Mitarbeitenden ist zwar eine Vielzahl könnten um etwas Gesundes ergänzt werden. Ebenso könnte
an Möglichkeiten bekannt, diese werden aber oftmals im ein Klausur- oder Teamtag dazu anregen, sich mit dem Thema
beruflichen Alltag nicht als spezielle Angebote zum Thema Gesundheit zu beschäftigen.
Gesundheit wahrgenommen. Dass es zum Beispiel Obst und
Lockerungsübungen in den zentralen Fortbildungen gibt, eine Die Diakonie Himmelsthür nutzt das Jahr 2020, um regel-
jährliche Pilgertour, Informationen über externe Angebote mäßig über verschiedene Kanäle an das Thema Gesundheit zu
wie „Mit dem Rad zur Arbeit“ oder spezielle Fortbildungen erinnern und praktische Tipps dazu zu geben.
rund um das Thema Gesundheit, gilt bereits als Selbstver-
ständlichkeit. Wenn Sie bei sich Maßnahmen umsetzen (ob in der Diako-
nie Himmelsthür oder anderswo), die Sie anderen empfeh-
Eine große Herausforderung ist die praktische Umsetzung len können, kommen Sie gerne auf uns zu (katrin.rother@
der schon vorhandenen Angebote: Vor einigen Jahren gab dh-himmelsthuer.de; Telefon: 05121 604-281). Wir geben
es einen ersten Anlauf, Gesundheitszirkel an den einzelnen Ihre Tipps weiter und nehmen diese Themen in den internen
Orten zu implementieren. In einigen Bereichen wirken die- „Methodenkoffer“ auf.
se Strukturen bis heute und beeinflussen die tägliche Arbeit.
So gibt es in Sassenburg-Triangel zum Beispiel Massagen am Am Ende dieses Textes können Sie gleich ganz konkret etwas
Arbeitsplatz und Teamveranstaltungen, die die Mitarbeiten- zum Thema umsetzen: Schließen Sie einfach Ihre Augen
den aktiv organisieren und dann natürlich auch nutzen. An und halten Sie diese ein paar Atemzüge lang geschlossen.
anderen Orten gibt es diese Gesundheitszirkel nicht (mehr). So beugen Sie brennenden Augen vor und tun damit aktiv
Hier ist Initiative gefragt! etwas für sich und Ihre Gesundheit.
Fotos: primipil / stock.adobe.com; Maesto7 /stock.adobe.com
miteinander.leben März 2020 5GEDANKEN
ANGEDACHT
ZUVERSICHT! –
SIEBEN WOCHEN OHNE
SCHWARZMALEREI
von Ute Quednow
A
ls ich das Motto der evangelischen Kirche für die Wenn wir darüber nachdenken und im Alltag die Augen of-
diesjährige Fastenzeit las, dachte ich: „Ja, sich das fenhalten, werden uns viele Dinge auffallen, die schön sind
vorzunehmen ist gerade in diesem Jahr sehr pas- und das Leben bunt und hell machen. Wir Menschen sind
send. Denn fasten hat für viele etwas zu tun mit schwer er- ja nicht nur die, die die Dunkelheit verstärken. Viele Men-
reichbar, anstrengend, entbehrungsreich.“ schen setzen sich langmütig und leidenschaftlich dafür ein,
die Welt zum Guten zu verändern. Sie schenken mit ihrem
Und die Schwarzmalerei, oder in schwerer Sprache der Handeln anderen neuen Lebensmut, führen verfahrene
Pessimismus, lauert in diesem Jahr überall, so scheint es: Situationen einer sinnvollen Lösung zu oder motivieren ihre
ob wir auf die Veränderungen beim Klima schauen und die Mitmenschen, sich ebenfalls für das einzusetzen, was sie für
Langsamkeit unserer Reaktionen; ob wir auf die überfüllten gut und richtig halten.
Flüchtlingslager schauen und die Unfähigkeit der Politik,
hier eine menschliche Lösung zu finden; ob wir auf die ak- Vielleicht führe ich während der Fastenzeit mal wieder Tage-
tuellen Kriegshandlungen blicken, den Mangel an Arbeits- buch, quasi ein Regenbogentagebuch: Dort kommt alles
kräften oder die Ausgrenzung bestimmter Menschen aus Bunte und Schöne hinein, was mir am Tag begegnet oder
der Gesellschaft. Es ist wirklich schwer, angesichts dieser was ich selbst bewirkt habe. Der Regenbogen steht dabei
Zustände nicht die Zuversicht zu verlieren, dass es hier eine für das nachhaltige Versprechen Gottes an die Menschheit
gute Entwicklung geben könnte. Da ist man eher geneigt, nach der allumfassenden Sintflut: „Solange die Erde steht
im Sinne der Jahreslosung auszurufen: „Ich möchte glauben; soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Som-
hilf meinem Unglauben!“ mer und Winter, Tag und Nacht.“ Diese Zusage stärkt die
Zuversicht in mir. Und das Gute ist: Diese Zusage Gottes
Andererseits will uns das Motto der Fastenzeit gerade be- gilt auch noch heute.
Foto: sborisov / stock.adobe.com
sonders ermutigen, den Blick nicht nur dahin zu wenden, wo
es finster ist. Ohne Schwarzmalerei auszukommen gelingt In diesem Sinne wünsche ich uns eine Fastenzeit in allen
nur, wenn wir uns ausrichten auf das Helle, Bunte und Schöne Farben des Regenbogens!
im Leben. Und es gelingt leichter, wenn wir sogar daran mit-
tun, dass Licht und Farbe zunehmen und neue Hoffnung Ihre
wächst. Ute Quednow
6 März 2020 miteinander.lebenNEUIGKEITEN
von Andreas Mayen
SOZIALMINISTERIN
BESUCHT DIAKONIE
HIMMELSTHÜR
CAROLA REIMANN BESICHTIGT MODELLPROJEKT FÜR MENSCHEN
MIT ERWORBENEN HIRNSCHÄDEN
E
in Autounfall, ein Schlaganfall, Sorsum ist Mitte 20 bis Mitte 30, sie wechseln auf Arbeitsplätze in der Werk-
ein Herzinfarkt. Nach einem haben meist einen schweren Unfall hin- statt des proTeam Himmelsthür oder bei
solchen Schicksalsschlag ist von ter sich. Die andere Hälfte ist zwischen der Lebenshilfe. Heller: „Manchen ge-
einem Tag auf den anderen nichts mehr 45 und 63 Jahren alt. Sie sind nach lingt auch der Weg zurück in den ersten
wie es war. Für Menschen mit erworbe- einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder Arbeitsmarkt.“ Darüber freut sich auch
nen Hirnschädigungen hat die Diako- einer Hirnblutung zur Diakonie Him- Sozialministerin Reimann: „Das Thema
nie Himmelsthür seit drei Jahren ein in melsthür gekommen. Arbeit ist sehr wichtig.“ Dafür stelle
Niedersachsen einzigartiges Angebot. das Land auch ein Budget für Arbeit als
Die Niedersächsische Sozialministerin Ein zentraler Aspekt ist die Wiederein- Lohnkostenzuschuss bereit, damit die
Dr. Carola Reimann hat der Diakonie gliederung in den Arbeitsmarkt. „Die Integration in den ersten Arbeitsmarkt
Himmelsthür zum Jahresanfang einen Rückkehr in das Arbeitsleben ist für leichter falle. Reimann: „Dafür müssen
Besuch in Sorsum abgestattet, um die die Bewohner wichtig“, erklärt Marian- die Arbeitgeber aber auch offen sein.“
Arbeit dort kennenzulernen. „Die Plätze ne Heller, Fachbereichsleiterin Tagesför- Doch wann, wenn nicht jetzt, sagt sie
waren vom ersten Tag an voll ausgelas- derstätten. Sie ist für die berufliche In- mit Blick auf die gute Lage am Arbeits-
tet. Inzwischen haben wir eine Warte- tegration der Bewohner zuständig. Viele markt.
liste“, sagt Ulrich Stoebe, Direktor der
Diakonie Himmelsthür.
„Die Bewohner sollen möglichst so
leben wie vorher“, erklärt Fachbereichs-
leiter Wohnen, Horst Müller. Deshalb
leben die bis zu 20 Bewohnerinnen
und Bewohner jeweils in einem eige-
nen Apartment. Das ermöglicht ihnen
eine möglichst große Selbstständig-
keit. „Gleichzeitig können wir sie direkt
und personenbezogen unterstützen“, so
Müller. „Früher wären Menschen mit er-
worbenen Hirnschäden in einem Alten-
und Pflegeheim gelandet. Faktisch ein
Abstellgleis. Dabei haben die Menschen
vor Unfall oder Krankheit ein normales
Leben geführt mit Beruf, Familie und
Kindern. Für sie und auch für die Ange-
hörigen sind die neuen Lebensumstände
eine besondere Herausforderung.“ Ines Trzaska (vorne rechts), Kaufmännische Direktorin der Diakonie Himmelsthür, und Ulrich
Stoebe (links), Direktor der Diakonie Himmelsthür, mit Sozialministerin Carola Reimann
Die eine Hälfte der Bewohnerinnen und dem Bundestagsabgeordneten Bernd Westphal, dahinter Carsten Wirges, Geschäftsführer
und Bewohner in den Apartments in der Region Hildesheim.
miteinander.leben März 2020 7NEUIGKEITEN
von Sebastian Stein
EIN BILD SAGT MEHR
ALS TAUSEND WORTE
SPEISEPLÄNE BESCHREIBEN UND ZEIGEN DAS ESSEN
W
ie oft er mittlerweile Essen fotografiert hat? Friedrich Wirt, Leiter der
Küche der Catering Gesellschaft Himmelsthür (CGH), schüttelt den
Kopf. „Das ist schwierig zu sagen“, antwortet er und richtet den nächsten
Teller zwischen Lampen und Kamera aus. „Es sind sicherlich so ein- bis zweitausend
Stück.“
Bereits 2017 wurde die Küche zum Fotostudio, als dort die Umsetzung eines
Kundenwunsches begann: Die angebotenen Essen der CGH sollten nicht nur
namentlich auf dem Speiseplan erwähnt, sondern auch bebildert werden. „So be-
kommen alle Menschen die Möglichkeit, das Speiseangebot auch ohne Wörter
zu erfassen“, berichtet Wirt.
Dabei war es anfangs gar nicht so einfach, das Essen so zu fotografieren, dass es
auch immer ansprechend aussieht. „Ich habe es mir einfacher vorgestellt“, er-
zählt Friedrich Wirt von den Anfängen des Projekts. Vom lang jährigen Koch zum
Essens-Fotografen gehörte neben viel technischem Material und dem Wissen um
digitale Fotografie auch die Erfahrung. „Das hat anfangs schon etliche Aufnahmen
gedauert, bis alle zufrieden waren.“
Herausfordernd seien auch Variationen. Denn die saisonalen Veränderungen bei
den Zutaten haben auch Auswirkungen auf die fotografierten Gerichte. „Sobald INFO
sich eine Beilage ändert, müssen wir ein Gericht neu fotografieren – selbst wenn es
schon mehrmals vor der Kamera stand“, berichtet Wirt. Denn natürlich müsse zu Mitarbeitende der Diakonie
sehen sein, dass beispielsweise zu einem Stück Fleisch nun Bohnen statt Brokkoli Himmelsthür finden die
angeboten werden. bebilderten Speisepläne sowie
Vorlagen zur Aufbereitung
Anfangs stand der bebilderte Speiseplan nur innerhalb der Diakonie Himmelsthür für die Kundinnen und Kunden
zur Verfügung. Mittlerweile profitieren aber alle Kundinnen und Kunden von dem im Intranet.
Angebot. „Wir bekommen dazu viele positive Rückmeldungen“, freut sich Friedrich
Wirt.
8 März 2020 miteinander.lebenNEUIGKEITEN
METACOM Symbole: © Annette Kitzinger. European Easy-to-Read-Logo: Inclusion Europe. Textübertragung: Anke Miethe, Unterstützte Kommunikation & Büro für Leichte Sprache, Diakonie Himmelsthür. Prüfung: Büro für Leichte Sprache, Lebenshilfe Braunschweig.
DIESEN ARTIKEL FINDEN SIE IN „SCHWERER“ SPRACHE AUF DER VORHERIGEN SEITE.
Essens·plan mit Fotos
In der Diakonie Himmelsthür können ALLE wissen:
Das gibt es zu essen.
Denn in dem Essens·plan sind Fotos zu sehen.
Dafür muss man nicht lesen können.
Früher haben wir den Essens·plan nur in Wörtern geschrieben.
Ein Bewohner hat dann den Vorschlag gemacht:
Das Essen soll man auf einem Foto sehen können.
Gesagt, getan.
Das war eine große Arbeit für die CGH.
CGH ist die Abkürzung von der Küche in der Diakonie Himmelsthür.
Das bedeutet: Catering Gesellschaft Himmelsthür.
Catering bedeutet:
In dieser Firma wird Essen gekocht.
Dann wird das Essen zum Kunden gefahren.
Essens·plan
Friedrich Wirt hat Fotos von jedem Mittag·essen gemacht.
Friedrich Wirt ist der Chef von der Küche. 1
Die Betreuer können diese Fotos vom Mittag·essen
Gedünstete
ausdrucken und in den Gruppen aufhängen.
Hähnchen·brust, Nachtisch:
Spargel mit
Champignons, Nachtisch:
Hollandaise·soße,
Wild·reis
Es gibt ein neues Mittag·essen?
Dann muss Friedrich Wirt das wieder fotografieren.
Auch wenn es zum Fleisch keinen Brokkoli gibt,
sondern einmal Bohnen.
miteinander.leben März 2020 9NEUIGKEITEN
von Katja Winsmann
BTHG-FRAGEN UND
DIE ANTWORTEN
WAS VERÄNDERT SICH DURCH DAS BUNDESTEILHABEGESETZ?
Z
um 1. Januar 2020 ist die dritte und somit entschei- sichernde Leistungen in Form von Grundsicherung. Um Leis-
dende Stufe des Bundesteilhabegesetzes in Kraft tungen zu erhalten, muss ein Antrag gestellt werden. In der
getreten. Nicht nur Mitarbeitende und gesetzliche Grundsicherung sind auch die Barmittel (bisher: Taschengeld)
Betreuerinnen und Betreuer, sondern auch die Menschen und die Kosten für Bekleidung enthalten. Das Bekleidungs-
mit Assistenzbedarf hatten und haben etliche Fragen zu den geld wird also zukünftig in monatlichen Teilbeträgen und nicht
sie betreffenden Änderungen. Im Folgenden finden Sie auf mehr als ein Jahresbetrag gezahlt. Für Bekleidungseinkäufe
einige ausgewählte Fragen die Antworten. muss daher Geld auf dem eigenen Konto angespart werden.
Was ändert sich im neuen Wohn- und Betreuungsvertrag? Es gibt außerdem Mehrbedarfe, die bei Notwendigkeit
Durch die neuen gesetzlichen Regelungen zur Trennung von beantragt werden können. Hierzu gehört zum Beispiel die
Fachleistungen und existenzsichernden Leistungen war es er- Anschaffung und Reparatur von orthopädischen Schuhen.
forderlich, die bisherigen Wohn- und Betreuungsverträge an
die neuen gesetzlichen Vorgaben anzupassen. Daher wurde Was bringt das neue Gesamtplanverfahren?
es notwendig, dass alle Kundinnen und Kunden einen neuen Im Gesamtplanverfahren stellt der Leistungsträger (bisher:
Wohn- und Betreuungsvertrag erhielten. Kostenträger) den Bedarf eines Menschen mit Assistenzbe-
darf zur Teilhabe am Leben in der Gesellschaft fest. Er be-
Was ist neu bei den Fachleistungen? willigt darüber abschließend in einem Verwaltungsakt Ein-
Die Kosten der Fachleistungen werden weiterhin vom Leis- gliederungshilfeleistungen. Diese werden konkreter formu-
tungsträger (bisher: Kostenträger) direkt an den Leistungs- liert als bisher und können auch auf ihre Wirkung hin über-
erbringer (also zum Beispiel an die Diakonie Himmelsthür) prüft werden.
gezahlt. Die Höhe der Zahlungen wird bis Ende 2021 weiter-
Foto: fizkes / stock.adobe.com
hin mit Hilfe des HMB 1 -Verfahrens und den dazugehörigen Der Mensch mit Assistenzbedarf ist in diesem Verfahren zu
Hilfebedarfsgruppen 1 bis 5 ermittelt. beteiligen.
Was ändert sich beim Taschen- und Bekleidungsgeld? Die im Gesamtplan benannten Ziele bilden die Grundlage für
Menschen, die die Kosten für zum Beispiel Unterkunft und die Planung, Durchführung und Vergütung der Leistungs-
Verpflegung nicht selbst zahlen können, erhalten existenz- erbringer wie zum Beispiel für die Diakonie Himmelsthür.
HMB: Hilfebedarf von Menschen mit Behinderung
1
10 März 2020 miteinander.lebenNEUIGKEITEN
von Gerald Bode
BEWEGUNG
FÜR ALLE
SPORTGERÄTE IN LÜDERSEN KOMMEN GUT AN
D
ie Außen-Sportgeräte für den Bewegungspark beeinträchtigten und nicht beeinträchtigten Menschen.
der Diakonie Himmelsthür auf dem Gelände des Daher steht der Bewegungspark auch den Bürgerinnen und
Hauses Lüdersen wurden bereits im Herbst 2019 Bürgern der Ortschaft Lüdersen offen. Alle sind herzlich ein-
aufgestellt und feierlich eingeweiht. geladen, die Geräte zu nutzen. Zwar werden in der Winterzeit
die Geräte weniger in Anspruch genommen, aber der ein oder
Das Projekt und somit die Anschaffung der Sport- und Fit- andere Anwohner nutzt dennoch die Gelegenheit, sich auch
nessgeräte entstand vor einem besonderen Hintergrund: in den kälteren Monaten auf dem Gelände zu ertüchtigen. Ab
Einerseits soll die Mobilität der älteren Bewohner des Hau- dem Frühjahr erhoffen wir uns dann eine deutliche Zunah-
ses erhalten werden, indem die Geräte in eine ansprechende me der Nutzung. Vorstellbar sind auch begleitete, inklusive
Gartenanlage eingebettet wurden und so einen großen Anreiz Bewegungsangebote für die Bewohnerinnen und Bewohner,
bieten, sich darauf sportlich zu betätigen. Andererseits fördert gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern der Ortschaft –
die Aussenanlage die Begegnung und den Austausch zwischen gelebte Inklusion.
miteinander.leben März 2020 11MENSCHEN
LUCA VERSTEHT MUSIK AUF SEINE EIGENE ART UND WEISE!
LUCA LIEBT MUSIK
von Vera-Maria Werscheck
L
uca ist 18 Jahre alt und wohnt seit vielen Jahren im
Haus Micha in Emmerke. Vor einigen Jahren fiel ei-
ner Betreuerin sein außergewöhnliches rhythmisches
Empfinden auf. Sowie Luca Musik hörte, fing er an mit den
Fingern zu trommeln und bewegte sich dazu. Die Betreue-
rin stellte einen Kontakt zur Musikschule her und er konnte
sich dort vorstellen. Im Rahmen der Inklusion bewilligte die
Lesster-Musikschul-Stiftung nach einem Kennenlernen eine
Förderung für Luca, zunächst für ein Jahr.
Die Förderung wird seitdem jedes Jahr neu bewilligt und Luca
erhält nun bereits seit 2015 jeden Montag eine Einzelstunde
Schlagzeugunterricht. Die Diakonie Himmelsthür übernimmt
die Fahrtkosten.
In der Musikschule spielt Luca Schlagzeug, tanzt und singt
aus ganzer Seele. Sein Lehrer sagt: ,,Die Arbeit mit Luca ist
eine große Freude und Bereicherung für jeden, der mit ihm
zu tun hat". Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung der bekommt er weiterhin die Möglichkeit, am Einzelunterricht
Musikschule hatte Luca sogar seinen ersten Auftritt. Auch der Musikschule Hildesheim teilzunehmen. Sein Musikschul-
während Lucas Schulzeit in der Luise-Scheppler-Schule wur- lehrer erzählt, dass es jede Woche eine große Freude sei mit
de sein Talent in der Schulband bereits entdeckt und geför- Luca neue Erfahrungen zu sammeln. „Ich bin überzeugt, dass
dert. Später wechselte er in die BockfeldSchule, wo seine es für Luca eine große Bereicherung in seiner gesamten Ent-
musische Begabung ebenfalls gefördert wird. An schulischen wicklung bedeutet. Luca hat auf seine eigene Art die Rolle des
Veranstaltungen nimmt er mit der Band regelmäßig teil. Und Schlagzeugs in der Musik erkannt und setzt diese im Rahmen
auch wenn Lucas Schulzeit im Sommer wohl zu Ende geht, seiner Möglichkeiten überraschend professionell um".
von Lothar H. Blum
»DIE STRASSE IST SCHÖN GLATT!« Quelle Text (Auszug) und Bild: Cellesche Zeitung vom 03.12.2019
BREITE FURT AUF HOLPRIGEM KOPFSTEINPFLASTER IN WIETZE
M
it dem gut gefederten Auto ist das holprige Kopf-
steinpflaster vor der Diakonie Himmelsthür in
Wietze kein Problem. Da rumpelt das Fahrzeug in
der 30er-Zone einfach drüber weg. Aber für Rollstuhlfahrer
und Menschen mit Rollatoren stellt das historische Pflaster
schon eine echte Barriere dar. Deshalb sind die Bewohner-
innen Anett Zander und Susanne Neumeier jetzt sehr froh,
dass die Gemeinde Wietze eine vier Meter breite Furt direkt
vor dem Eingang des Wohnangebots geschaffen hat: „Schön
glatt, das ist viel besser“, sagt Anett Zander bei einer ersten
Probefahrt im Rollstuhl und auch Susanne Neumeier ist be-
geistert: „Gut“, sagt sie kurz.
12 März 2020 miteinander.lebenMENSCHEN
von Michaela Grafen
»MUSIK TUT GUT!«
MUSIK IST FÜR DIE MEISTEN MENSCHEN EIN
GUTER FREUND IM ALLTAG, DENN MUSIK TUT GUT.
W
ir hören Musik zu besonderen Anlässen, sie be- Es ist also kein Wunder, dass die Menschen in der Diakonie
gleitet uns von Kindheit an durch die Jahres- Himmelsthür gerne zur Musiktherapie gehen oder sich auf
zeiten, in der Familie oder im Urlaub. Musik ist das gemeinsame Musizieren in der Morgenrunde sehr freuen.
besonders schön in der Gemeinschaft von Gleichgesinnten, Ein Höhepunkt ist in den Wohngruppen und den Tagesförder-
mit denen wir unsere Lieblingslieder teilen oder den Frühling stätten das gemeinsame Singen. Mitarbeitende bringen mit
begrüßen. Viele Menschen suchen ihre Lieblingsmusik im In- der Gitarre und einem ansteckenden Lied ordentlich Stim-
ternet oder hören gerne Radio. Musik gehört für die meisten mung in die Gruppe.
Menschen einfach zum Alltag, auch wenn sie selber kein Ins-
trument spielen. Im letzten Jahr entfachte dieses Musikerlebnis bei Marcel
Ziebs so großes Interesse am Gitarrenspiel, dass die Wohn-
Musik begeistert und beschwingt uns, sie lässt uns aber auch gruppe durch Spendengelder eine eigene Gitarre und das
Traurigkeit oder negative Gefühle besser verarbeiten. Lange Zubehör erhalten hat. Seitdem bekommt Herr Ziebs regel-
schon sind sich Mediziner und Wissenschaftler darüber einig, mäßig Unterricht von einem ehrenamtlichen Gitarrenlehrer
dass Musik großen Einfluss auf die psychische und körper- und spielt und übt leidenschaftlich selber (siehe Foto). Zu
liche Gesundheit nehmen kann. Musik ist eine ganz besonde- Weihnachten hat er alle Teilnehmenden an der Weihnachts-
re Sprache, die unaussprechliches ausdrücken und Menschen feier mit seiner Musik hellauf begeistert!
ins Gespräch bringen kann.
Unser Dank gilt deshalb den Spenderinnen und Spendern, die
diese und andere individuelle und gemeinschaftliche Förde-
rungen überhaupt erst möglich gemacht haben. Musikinstru-
mente werden in den Wohngruppen gerne genutzt. Wer nicht
singen mag, greift zum Glockenspiel oder trommelt mit. Die
Freude an der Musik wird aus der Therapiestunde mit in den
Alltag und das gemeinsame Musizieren genommen.
Musiktherapie hat sich in den Häusern der Diakonie Him-
melsthür längst bewährt, kann aber oft aus Kostengründen
nicht gegeben oder nicht vollumfänglich gebucht werden.
Darum geben Sie den Ton an, liebe Leserin und lieber Leser,
und beteiligen Sie sich mit Ihrer Spende an unseren Projekten
für die Menschen mit Assistenzbedarf: Denn Musik tut gut!
SPENDENKONTO
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE93 2512 0510 0004 4111 00
miteinander.leben März 2020 13MENSCHEN
OFFEN UND ECHT
RALF SIMON STELLT SICH ALS NEUER REGIONALGESCHÄFTSFÜHRER VOR
M
ein Name ist Ralf Simon und ich bin seit dem 1. Januar
2020 neuer Geschäftsführer für die Region Nieder-
sachsen Süd der Diakonie Himmelsthür. Diese Aufga-
be hatte ich bereits seit September 2019 kommissarisch über-
nommen und bin nun dauerhaft mit ihr betraut worden.
Bei der Diakonie Himmelsthür habe ich 1985 als Zivildienst-
leistender im Bernhard-Isermeyer-Haus in Hildesheim-
Himmelsthür angefangen. Anschließend war ich unter ande-
rem als Wohnbereichsleitung im Haus Lüdersen und als Fach-
bereichsleitung in Nienburg tätig. Zudem hatte ich mehrere
Jahre die Position der stellvertretenden Regionalgeschäfts-
führung in der Region Niedersachsen Mitte inne.
In den letzten Jahren habe ich zahlreiche Angebote, insbeson- Sehr spannend finde ich, offen zu sein, den ständig wechseln-
dere für schwer beeinträchtigte Menschen, entwickelt. Ich bin den Anforderungen in Unternehmensalltag und Marktumfeld
fest davon überzeugt, dass echte Teilhabe nicht nur von den gerecht zu werden und immer wieder passgenaue Projekte zu
individuellen Fähigkeiten, sondern auch von der individuellen erarbeiten und zu begleiten. Vernetztes Denken und Echtheit
Persönlichkeit eines jeden Menschen abhängt. Besonders sind für mich wesentlich, wenn wir die Zukunft unseres Unter-
wichtig ist mir deshalb, sinnstiftende Strukturen zu gestalten nehmens positiv beeinflussen wollen.
und neue Wege zu gehen. Das gelingt nur gemeinsam mit
Kundinnen und Kunden sowie Kolleginnen und Kollegen. Ihr Ralf Simon
JUBILÄEN OKTOBER
NOVEMBER
Wir gratulieren herzlich den Mitarbeitenden, DEZEMBER
die im vierten Quartal 2019 ein Jubiläum in der 2019
Diakonie Himmelsthür gefeiert haben.
10 JAHRE: Manuela Proft Petra Guschel
Claudia Demuth Jens Reisewitz Sabine Wolf
Birgit Dießel Sara Maria Siegmann Gudrun Wunderlich
Nina Dyck Christian Welter
Manuela Friedrichs 40 JAHRE:
Rosemarie Hilbert 25 JAHRE: Margarete von Behren
Marlene Löschen Karin Buck
Claudia Meyer Sabine Goldhahn
14 März 2020 miteinander.lebenMENSCHEN
von Oliver Brinkhus
VORBILDLICHE
ZUSAMMENARBEIT
STIFTUNGSPREIS GEHT AN KATHARINA SEELHOFF
E
in Vortrag in der Akademie für
Reha-Berufe über die eigenen
Erfahrungen einer jungen Frau
mit dem Krankheitsbild „Schizophrenie“
war für Katharina Seelhoff der Stein des
Anstoßes. Beeindruckt von den Schil-
derungen dieser jungen Frau berichtete
sie Maren Hemelt, die in Wildeshau-
sen in einem ambulanten Wohnbereich
lebt, von dem Vortrag. Seelhoff ist dort
Mitarbeiterin und unterstützt unter
anderem Maren Hemelt. Dieser kam
gleich die Idee, dass die Erfahrungen,
die sie mit ihrer eigenen Erkrankung,
der Borderline-Persönlichkeitsstörung,
gemacht hat, vielleicht auch für andere
interessant sein könnte. Seelhoff unter-
stütze die Idee und entwickelte daraus
zudem das Thema für ihre Facharbeit im
Rahmen ihres letzten Ausbildungsjahres
zur Heilerziehungspflegerin.
Holten den Ludwig-Schlaich-Stiftungspreis als erste nach Niedersachen:
Fortan wurde fleißig am Bildungs- (von links) Schulleiter Ingo Tietmann, Maren Hemelt, Katharina Seelhoff.
konzept für den Vortrag von Maren
Hemelt gearbeitet. Unterstützung
bekam sie von Praxisanleiterin Sylvia den Versuch wert und damit die Bewerbung auf den Preis eine beschlossene Sache.
Eckert, die mit ihrer Expertise wichti-
ge Impulse für das Konzept beitragen Als der Brief mit der Nominierung für den Stiftungspreis eintraf, informierte
konnte. In mehreren Treffen zwischen Katharina Seelhoff als erste Maren Hemelt. „Ich fahre sofort mit.“, war die spontane
Katharina Seelhoff und Maren Hemelt Reaktion von Hemelt.
wurde der Vortrag intensiv vorbereitet.
Letztlich lauschten etwa 50 Schüle- Im Rahmen der Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten
rinnen und Schüler aus zwei Klassen für Heilerziehungspflege in Potsdam wurde der Ludwig-Schlaich-Stiftungspreis an
der Fachschule in Wildeshauen dem das glückliche Bewerbertrio aus Wildeshausen verliehen. Der Preis ging damit erst-
Vortrag von Maren Hemelt. Schullei- malig an das Bundesland Niedersachsen. In seiner Laudation stellte Werner Kiemle
ter Ingo Tietmann war anschließend als Mitglied des Kuratoriums heraus, dass gerade die Zusammenarbeit zwischen Refe-
überzeugt, dass das Bildungskonzept ein rentin und Verfasserin des Bildungskonzeptes das Kuratorium besonders beeindruckt
würdiger Anwärter auf den Ludwig- habe. Es sei sehr gut gelungen, auf die Bedürfnisse der Bewohnerin einzugehen, um
Schlaich-Stiftungspreis sein könnte, gemeinsam erreichbare Ziele zu erarbeiten, die sich Maren Hemelt selber ausgesucht
welcher herausragende Facharbeiten hat. Im Anschluss an die Preisvergabe wurden alle Beteiligten durch die Ludwig-
angehender Heilerziehungspfleger aus- Schlaich-Stiftung in ein lokales Restaurant eingeladen. Mit fachlichen Gesprächen
zeichnet. Seelhoff und Hemelt war es in gemütlicher Runde klang der Abend aus.
miteinander.leben März 2020 15EREIGNISSE
Kunst an der Mauer
European Easy-to-Read-Logo: Inclusion Europe. Textübertragung: Anke Miethe, Unterstützte Kommunikation & Büro für Leichte Sprache, Diakonie Himmelsthür. Prüfung: Büro für Leichte Sprache, Lebenshilfe Braunschweig.
von Almut Heimann
Die Wilderers hatten wieder ein großes Kunst·projekt.
Neben dem Atelier von den Wilderers Künstlern
steht eine große Mauer.
Die Stadt Hildesheim hat gesagt:
Hier soll ein Kunst·werk entstehen.
Dieses Mal mit Herrn Ole Görgens zusammen.
Es hat den Namen: Sprüh·werk.
Die Wilderers haben zum Thema Hildesheim
eine Skizze gemacht.
Dann hat Ole Görgens mit den Wilderers geübt:
Wie kann man mit Farbe in Spray·dosen
sprühen oder malen.
Dann wurde das Kunst·werk auf die Mauer gemalt.
Zum Schluss wurde noch die Skulptur daneben gestellt.
Die Skulptur haben die Wilderers im Jahr 2018 gemacht.
Mit dem Künstler Herrn Dieter Homeyer zusammen.
Die Skulptur hat auch das Thema Hildesheim.
Das bedeutet:
Nun sieht man auf der Mauer und auf dem Stein
Dinge aus der Stadt Hildesheim.
Auf diese Kunst können die Wilderers richtig stolz sein.
16 März 2020 miteinander.lebenEREIGNISSE
WACHSENDER STANDORT HANNOVER-LIST
»HIER FÜHLE ICH MICH WOHL«
von Sigrid Jahnel
N
ils Werner zeigt stolz sein Zimmer in der neuen Wohnangebote zu reagieren. Gute Kontakte im Stadtteil zu
Wohngemeinschaft im Hinrichsring. „Hier fühle ich Vermietern, Wohnungsgenossenschaften und Maklern mach-
mich wohl. Die Mitbewohner kenne ich schon aus der ten es möglich, weitere Wohnungen zu erwerben und anzu-
alten Schule. Manchmal sitzen wir zusammen auf der Dach- mieten. „Die Diakonie Himmelsthür ist ein solider Partner,
terrasse. Dafür haben wir jetzt eine Bierzeltgarnitur gekauft.“ der Vermietern langfristige Mietverhältnisse bieten kann,“
sagt Lück. Inzwischen kann der Standort 30 Menschen mit
Herr Werner wohnt seit Dezember 2015 im Wohnbereich Assistenzbedarf betreuen und bietet vom Einzimmerappar-
Hannover-List. Gestartet war das Wohnprojekt im Januar tement bis zur Wohngemeinschaft den Bewohnern und Be-
2014 mit der Anmietung von zwei Wohnungen im ehemali- wohnerinnen individuelle Wohn- und Betreuungskonzepte.
gen Pfarrhaus der Gethsemane-Gemeinde. Schnell waren die Als zentrale Anlaufstelle konnte 2016 ein Ladenlokal in der
beiden Vierer-Wohngemeinschaften in dem Altbau belegt. Dahnstraße gemietet werden. Hier haben die Mitarbeiten-
den ihr Büro und für die Bewohnerinnen und Bewohner des
Herr Werner hatte von dem neuen Wohnbereich gehört, sich Wohnbereichs gibt es dort die Möglichkeit für gemeinsame
im Mai 2014 die Räume angesehen und entschieden, dort Aktivitäten.
einzuziehen. Er musste noch ein Jahr warten, bis es soweit
war. Der Wohnbereich List mit seinen dezentralen Strukturen Nils Werner war zunächst in eine Wohngemeinschaft der
ist gerade für viele junge Menschen mit Assistenzbedarf sehr Stormstraße mit drei Mitbewohnenden gezogen und hat spä-
attraktiv, um in ein selbstständiges Leben zu starten. Die Er- ter das Wohnen in einer Zweier-Wohngemeinschaft auspro-
weiterung des Wohnbereiches durch Anmietung von bezahl- biert. Auf die Frage, wo es bisher am besten war, antwortet
baren und geeigneten Wohnungen gestaltete sich schwierig. er: „Da, wo ich jetzt wohne.“ Er hat auch Ideen, was sich im
Wohnbereich noch verändern sollte: „Ein zweites Büro wäre
Mit sehr viel Engagement startete 2015 Jan-Niklas Lück als gut.“ Und es fehlten in der Wohngemeinschaft noch eine
Wohnbereichsleitung in der List. Ein Schwerpunkt seiner Ar- Salatschüssel und eine Auflaufform. „Ein Einkauf ist schon
beit war es, auf die starke Nachfrage durch Erweiterung der geplant. Dann komme ich mit!“ freut sich Nils Werner.
miteinander.leben März 2020 17PINNWAND
TERMINE
BAD PYRMONT HILDESHEIM SORSUM
12.03.2020 | 16.00-18.00 Uhr 11.03.2020 | 16.00-18.00 Uhr 20.06.2020 | 13.00-17.00 Uhr
Wohnzimmerkonzert „White Coffee“ FAIRstrickt Sommerfest
Begegnungsstätte, Brunnenstr. 10 Treffer, Peiner Str. 6 Campus, Stadtweg
19.03.2020-21.03.2020 01.10.2020
BETHELN Wilderers bei der Gemeinschaftsaus- 14. Fachtagung
stellung „KunstKlusiv“ Netzwerk Intensivbetreuung
29.05.2020 | 10.00 Uhr
Rasselmania, Bischofskamp 18 Festsaal, Stadtweg 107
Einführung Regionalgeschäftsführer
Ralf Simon
20.03.2020 | 14.30-17.00 Uhr
Tagesförderstätte Leinebergland,
Fototermin und Bilderrahmen basteln TRIANGEL
Dorfstraße 10
Anmeldung bis 16.03.2020
30.08.2020-04.09.2020
Treffer, Peiner Str. 6
Festwoche 60-jähriges Bestehen
HANNOVER Haus Triangel
09.05.2020 | 11.00-17.00 Uhr
Gifhorner Str. 39, Sassenburg
23.04.2020 | 12.00 Uhr Ausstellung - Wir öffnen unsere Galerie
Wilderers Künstler im Mittagsgespräch Atelier Wilderers, Steingrube 19A
Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz 20.03.2020 | 19.00 Uhr
WILDESHAUSEN
Konzert mit Manny von Wehrstedt 30.04.2020 | 15.00-19.00 Uhr
08.05.2020 | 10.00-12.00 Uhr Treffer, Peiner Str. 6 Frühlingsfest
Eröffnung Servicehaus Läuferweg 20 Gelände Dr.-Klingenberg-Straße
und Tagesförderstätte der GIB 21.03.2020 | 19.00-21.00 Uhr
Stadt-Geflüster 21.05.2020 | 10.30 Uhr
16.05.2020 | 11.00-15.00 Uhr Treffer, Peiner Str. 6 Ökumenischer Gottesdienst
Einweihungsfest und Tag der offenen Burgberg Wildeshausen
Tür im Servicehaus Läuferweg 20 und 25.03.2020, 22.04.2020
in der Tagesförderstätte GIB 16.30-18.30 Uhr
Offenes Atelier: Malen für Jedermann
Anmeldung erbeten: 05121 604-307
Atelier Wilderers, Steingrube 19A
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18 März 2020 miteinander.lebenPINNWAND
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nischen Wohnheimen Himmelsthür Region Niedersachsen Nord
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