Naturoase Garten Tipps für naturnahes Gärtnern - Natürlich gut! - Stadt ...

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Naturoase Garten Tipps für naturnahes Gärtnern - Natürlich gut! - Stadt ...
© Barbara Kreie

                      Naturoase Garten
                      Tipps für naturnahes Gärtnern
                      Natürlich gut!

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Naturoase Garten Tipps für naturnahes Gärtnern - Natürlich gut! - Stadt ...
Impressum

    Stadt Schneverdingen

    Schulstraße 3
    29640 Schneverdingen
    Tel. +49 5193 93-0
    Fax +49 5193 93-190
    rathaus@schneverdingen.de
    www.schneverdingen.de

    Gestaltung: B:SiGN GmbH, www.bsign.de

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Inhalt

Das Erlebnis Garten

Auf den folgenden Seiten werden Ihnen alternative Möglichkeiten gezeigt, wie Sie die
Gestaltung Ihres Gartens naturnah angehen können. Gehen Sie neue Wege und tun Sie
sich und der Natur etwas Gutes.

Was bedeutet „naturnah?“..................................................................................................................................................4

Die richtige Blüte.......................................................................................................................................................................6

Heldensterben.............................................................................................................................................................................8

Stauden – Augenweide und Insektenweide........................................................................................................10

Heckenvielfalt...........................................................................................................................................................................12

Naturnahe Blühflächen......................................................................................................................................................14

Individualität entdecken....................................................................................................................................................16

Kleine Naturerlebnisse........................................................................................................................................................18

Gärtnern in Zeiten des Klimawandels......................................................................................................................20

Torffrei das Klima schützen.............................................................................................................................................22

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© Anne Mader
    Was bedeutet „naturnah“?
    Wie Sie Ihrem Garten Lebendigkeit verleihen.

    Ein Garten kann komplett naturnah gestal­      Wie sieht ein naturnaher Garten aus?
    tet sein oder auch nur einzelne naturnahe
    Elemente enthalten. Vom kleinen Blumen­     Jeder hat eine andere Vorstellung von
    topf mit naturnaher Bepflanzung bis hin     seinem „Traumgarten“. Den finanziellen
    zur Wildblumenwiese ist alles denkbar.      und den zeitlichen Rahmen für die Anlage
                                                und die Pflege eines Gartens steckt jeder
    Naturnähe im Garten kann sich auf die Aus­ anders. Und jeder besitzt andere Erwartun­
    wahl der Pflanzen beziehen, auf die Art der gen an seinen Garten. Für manchen steht
    Rasenpflege, auf die Bodenbearbeitung,      die Pflegeleichtigkeit im Vordergrund, für
    die Gestaltung von Wegen, die Anlage von andere die Vielfalt der Pflanzen.
    Kleinbiotopen wie Teich oder Trockenmauer.

    Der Gegensatz von naturnah ist naturfern.
    So sieht landauf, landab leider ein Großteil
    unserer Gärten aus – auch in Schneverdingen.

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© Anne Mader

               Einige grundlegende Regeln sollte               · 
                                                                 In einem naturnahen Garten wird Leben
               jeder, der Naturnähe auf sein Grund-              in erster Linie zugelassen und nicht be­
               stück holen möchte, beherzigen:                   kämpft.

               · 
                 Pestizide, also chemische Pflanzen­           Auf den folgenden Seiten erfahren Sie
                 schutzmittel, sind ein massiver Eingriff im   Grundlegendes zu verschiedenen Aspekten
                 Garten. Sie schützen nicht nur Pflanzen       des naturnahen Gärtnerns.
                 vor Fraß und Krankheiten, sondern ste­
                 hen vielfach in Verdacht beim Menschen               Dieses Icon kennzeichnet Tipps,
                 Krankheiten auszulösen und auch solche               die Sie zur Um­setzung im
                 Tiere zu schädigen, die wir eigentlich               eigenen Garten nutzen können.
                 schützen möchten, wie z. B. Bienen,
                 Vögel oder Igel. Die bessere Wahl ist der     Naturnähe in seinen Garten zu holen ist
                 biologische Pflanzenschutz.                   einfacher als man denkt – und lohnt sich.

               · 
                 Für industriell hergestellten Mineral­
                 dünger gibt es naturnahe Alternativen,
                 die Ressourcen schonen, den Boden und
                 das Grundwasser schützen.

                                                                                                            5
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    Die richtige Blüte
    Mehr als der Gärten Zier

    Blüten finden sich auf nahezu jedem             Mindestens ebenso wichtig ist der eiweiß­
    Grundstück. Doch Blüte ist nicht gleich Blü­    reiche Pollen, der an den Fortpflanzungs­
    te. Viele Blühpflanzen sind durch Züchtung      organen der Blüte, den Staubblättern
    so verändert worden, dass sie zwar noch         (Staubgefäßen) entsteht. Pollen wird von
    unser Auge erfreuen, für Insekten aber          den blütenbesuchenden Insekten manch­
    keinerlei Bedeutung mehr haben. Welche          mal direkt gefressen – insbesondere unter
    Konsequenzen dies hat, lesen Sie auf den        den rund 6.500 heimischen Käferarten
    nachfolgenden Seiten.                           finden sich zahlreiche, die von Blütenpollen
                                                    leben.
    Blüte und Insekt sind ein eingespieltes
    Team. Insekten besuchen Blüten vor allem        Wildbienen, aber auch die Honigbienen,
    deswegen, um auf oder in ihnen Nahrung          sammeln Pollen bei ihren Blütenbesuchen
    aufzunehmen. Diese Nahrung ist zum              mit Sammelvorrichtungen an ihrem Körper
    einen der kohlenhydratreiche Nektar, um­        und lagern ihn zur Ernährung ihrer Larven in
    gangssprachlich auch als „Flugbenzin“ der       Brutröhren, bzw. in den Waben des Bienen­
    Insekten bezeichnet. Nektar entsteht in         stocks ein. Bienen, die Pollen gesammelt
    speziellen Drüsen, die meist in, gelegentlich   haben, sind gut an Pollenklumpen an den
    aber auch außerhalb der Blüten liegen.          Beinen oder an gelb-orange gefärbten
                                                    Bauchpartien erkennbar.
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Gartentipp:

               Durch gärtnerische Züchtung werden            Achten Sie beim Kauf von Blütenpflanzen
               Staubblätter in zusätzliche Blütenblätter     möglichst auf ungefüllte oder wenig
               umgewandelt. Aus ursprünglich einfachen,      gefüllte Blüten. Viele Pflanzen, sowohl Ge­
               ungefüllten Blüten mit einem äußeren          hölze als auch Stauden, werden sowohl in
               Kranz von Blütenblättern und mittig lie­      gefüllten als auch in ungefüllten Varianten
               genden Staubgefäßen sind auf diese Weise      angeboten. Beispiel: die Rose. Statt voll­
               halb oder komplett gefüllte Blüten ent­       ständig gefüllte Edelrosen in den Garten zu
               standen. Die auffälligen Blütenblätter, die   setzen, können Sie sich auch für ungefüllte
               ursprünglich nur als Schaublätter entstan­    Schönheiten entscheiden. Das Angebot
               den sind um Insekten anzulocken, bilden       ist mittlerweile riesig und beinhaltet klein-
               jetzt die gesamte Blüte. Die Staubblätter     und großblütige Arten und Sorten in unter­
               sind entweder komplett zurückgebildet         schiedlichsten Farben, mit und ohne Duft.
               oder durch den dichten Wuchs der zahlrei­     Auch unter den heimischen Wildrosen gibt
               chen Blütenblätter für Insekten nicht mehr    es kleine und große Arten. Fragen Sie in
               zugänglich. Aus Sicht der Insekten sind       Gärtnereien nach naturnahen Rosen oder
               diese Blüten eine „Mogelpackung“.             Wildrosen oder suchen Sie im Internet nach
                                                             den verschiedenen Anbietern.
© Anne Mader
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Heldensterben
Wenn die Nahrung knapp wird

In den Medien ist heute immer wieder die     So wird zum Beispiel insektenfressenden
Rede vom „Insekten- oder Bienensterben“.     Tierarten wie Vögeln, Fledermäusen oder
Was steckt genau dahinter?                   Igeln die Nahrung knapp. Insbesondere zur
                                             Zeit der Jungenaufzucht der Vögel ist die
Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Insektenknappheit fatal, denn 80 Prozent
in den letzten 30 Jahren rund 80 Prozent     aller Vogelarten in Deutschland nutzen
der Gesamtmenge aller Insekten zurück­       Insekten und Spinnen zur Aufzucht ihres
gegangen ist. Zwar beruht dieses Ergebnis Nachwuchses. So ist auch bei ihnen seit
auf Untersuchungen in einem recht kleinen Jahren ein teilweise massiver Rückgang
Gebiet. Unter Fachleuten herrscht jedoch     feststellbar – auch bei den einst häufigen
Einigkeit darüber, dass diese Bilanz auf das „Allerweltsvogelarten“. Im Notfall aufge­
gesamte Bundesgebiet und vermutlich          nommene Früchte oder Beeren sind für die
darüber hinaus übertragbar ist.              Jungvögel nicht ausreichend eiweißreich.
                                             Aufgrund der Nahrungsknappheit werden
Uns fällt vielleicht nur auf, dass wir kaum  von vornherein weniger Eier gelegt, immer
noch Schmetterlinge sehen oder unser         weniger Jungvögel überleben und ver­
Auto länger sauber bleibt. Für die Natur hat mehren sich.
das Insektensterben allerdings dramatische
Auswirkungen.                                Rund 30.000 Insektenarten leben in
                                             Deutschland, lediglich 2 Prozent hiervon
                                             sind Bienen.

                                                                                    © Micha Kreie
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© Barbara Kreie

                                                                                    © Barbara Kreie
Insekten sind wichtige Glieder von Nah­      „Bienensterben“ meint die Honigbiene oder
rungsketten bzw. Nahrungsnetzen. Der         deren wildlebende Verwandte, die Wild­
Rückgang der Insekten bewirkt, dass diese    bienen. Auch unser Nutztier Honigbiene ist
Netze brüchig werden und zu zerbrechen       den schädigenden Einflüssen von Pestiziden
drohen – mit weitreichenden Auswirkungen.    ausgesetzt. Die Schwächung der einzelnen
                                             Bienen betrifft letztendlich das gesamte
Der Rückgang der Insekten hat verschiede­ Volk. In der Imkerei ist man bemüht, Verluste
ne Ursachen. Nahrungsknappheit durch viel durch Umwelteinflüsse und Brutkrankhei­
zu wenige Blüten in der freien Landschaft    ten mit gezielten Maßnahmen auszuglei­
als auch im Siedlungsbereich ist eine davon. chen. Die Honigbiene ist bei der Wahl ihrer
Der massive Einsatz von Pflanzenschutz­      Nahrung wenig wählerisch und bevorzugt
mitteln (Pestiziden), insbesondere in der    Massentrachten wie zum Beispiel den Raps
Landwirtschaft, aber auch im Gartenbau,      oder die Besenheide. Von den 560 Wild­
eine weitere. Von einigen Pestiziden ist     bienenarten in Deutschland steht über die
bekannt, dass sie auf zahlreiche Insekten    Hälfte auf der Roten Liste der gefährdeten
nicht unmittelbar tödlich wirken, aber ihr   Arten.
Orientierungsvermögen schwer schädigen.
                                             Ein Drittel aller bei uns lebenden Wildbie­
Für uns Menschen haben Insekten eine         nenarten sind Nahrungsmittelspezialisten.
herausragende Bedeutung als Bestäuber,       Ihr Überleben hängt vom Vorkommen
auch von Kulturpflanzen. Wer soll diese      einzelner Pflanzenarten ab. Bei naturnaher
Leistung übernehmen, wenn die Insekten       Gestaltung können Gärten wichtige Lebens­
immer weniger werden?                        räume für Wildbienen sein.

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© Barbara Kreie
     Stauden – Augenweide und Insektenweide
     Schön und beständig

     Staudenreiche Gärten sind Blickfänge,         Stauden sind weiche und krautige Blüten­
     Orte zum Wohlfühlen, zum Staunen und          pflanzen, die sehr wenig verholzen.
     Verweilen. Aber nicht nur jeder Garten,       Im Gegensatz zu anderen krautigen
     sondern auch jede Terrasse und jeder          Pflanzen leben Stauden mehrere oder viele
     Balkon lassen sich mit Stauden aufwerten.     Jahre, sterben zum Ende einer Vegetations­
     Für viele sicher ungewohnt, aber durchaus     periode oberirdisch ab und treiben zu Beginn
     nachahmenswert: In diversen Töpfen oder       der neuen Wachstumszeit neu aus ihren
     in Balkonkästen miteinander kombiniert        Wurzeln, Rhizomen, Knollen oder Zwiebeln
     wirken Stauden oft besonders reizvoll. Sie    aus. Sie unterscheiden sich damit von ein­
     müssen nicht immer in Beete gepflanzt         jährigen Pflanzen, die in einer Wachstums­
     werden. Ausschlaggebend für Stauden ist       periode keimen, wachsen, blühen, aussamen
     nicht der Platz, sondern das Gewusst-wie.     und absterben, wie wir es zum Beispiel von
     In Balkonkästen können naturnahe Stau­        der Ringelblume oder der Kapuzinerkresse
     den einjährige Pflanzen ersetzen. Das lockt   kennen. Und sie unterscheiden sich von
     Insekten an, ist nachhaltig und spart Geld.   den Zweijährigen, wie beispielsweise dem
     Manche Stauden samen sich leicht von          Fingerhut, der im ersten Jahr heranwächst
     selber aus oder bilden Wurzelausläufer und    und im zweiten Jahr blüht, fruchtet und
     suchen sich auf diese Weise ihren eigenen     abstirbt.
     Platz im Garten.

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Gartentipp:

Damit Stauden nicht nur durch ihre Optik
bestechen, sondern ihre Blüten auch Insek­
ten ernähren, sollten sie möglichst natur­
nah sein. Pflanzen Sie bevorzugt Stauden
mit ungefüllten Blüten, die Insekten Nektar
und Pollen liefern. Alte Bauerngartenstau­
den wie Phlox, Aster, Kugeldistel oder Fett­
henne sind wahre Schönheiten und noch
dazu robust und wenig pflegeaufwändig.
Sie erhalten diese Pflanzen zum Beispiel in
gut sortierten Gärtnereien. Eine Alternati­
ve hierzu sind Wildstauden, von denen viele
für den Garten geeignet sind, beispielswei­
se Lungenkraut, Schlüsselblume oder Kö­

                                                                                        © Anne Mader
nigskerze. Sie finden diese unter anderem
in speziellen Wildstaudengärtnereien oder
auf Pflanzenmärkten. Bitte entnehmen Sie
diese Pflanzen nicht der Natur!

Beispiele für Stauden und ihre
Besucher:

· Lungenkraut                                 · Kugeldistel
   Blüten sind Nahrung für Hummeln und            Bienen und Schmetterlinge als Blüten­
   Schmetterlinge im zeitigen Frühjahr            besucher

· Echte Schlüsselblume                        · Verschiedene Astern
   Blätter ernähren die Raupen mehrerer           Späte, oft letzte Futterquelle für Bienen
   stark gefährdeter Schmetterlingsar­            und Schmetterlinge
   ten, Blüten werden von Hummeln und
   Schmetterlingen besucht                     · 
                                                 Phlox
                                                 Nahrung u. a. für Nachtfalter
· 
  Kleinblütige Königskerze
  Nahrungspflanze für Schmetterlingsrau­
  pen, Blüten werden von Bienen, Schweb­
  fliegen u. a. besucht

                                                                                                       11
© Barbara Kreie
     Heckenvielfalt
     Eintönig war gestern

     Vor allem in neueren Baugebieten stechen       Wie deutlich anders sind Hecken aus heimi­
     häufig einförmige grüne Grundstücksein­        schen Sträuchern!
     friedungen in Form von Lebensbaum- oder
     Kirschlorbeerhecken ins Auge. Wir haben     Sie haben die Auswahl zwischen einer
     uns mittlerweile (fast) an sie gewöhnt, aberVielzahl von Arten, die nicht nur attraktiv
     Hand aufs Herz: Erinnern diese Hecken Sie   aussehen und durch Form, Farbe und Duft
     nicht manches Mal eher an einen Friedhof,   bestechen, sondern auch Insekten, Vögeln
     als an einen lebendigen Garten?             und kleinen Säugetieren Nahrung, Schutz-
                                                 und Brutraum bieten. Allein am heimischen
     Wer meint, Kirschlorbeer oder Lebensbaum Weißdorn können über 100 Schmetter­
     im Garten erspart jegliche weitere Pflege,  lingsarten leben. Heimische Sträucher
     täuscht. Auch diese Gehölze müssen          lassen uns über Blattaustrieb, Blüte und
     zurückgeschnitten werden, will man nicht    Fruchtbehang die Jahreszeiten intensiv er­
     irgendwann gegen eine ausladende grüne      leben. Die Kätzchen der Salweide z. B. sind
     Wand gucken und es sich mit seinen Nach­ die ersten Boten des Frühlings. Zusammen
     barn verderben. Das Laub von Lebensbaum mit den zartgelben Blüten der früh blühen­
     und Kirschlorbeer ist schwer verrottbar und den Kornelkirsche locken sie früh fliegende
     säuert den Gartenboden an. Beide Arten      Insekten wie den Zitronenfalter oder die
     sind zudem giftig.                          Honigbiene an. Und die Früchte einiger
                                                 Arten lassen sich zu kulinarischen Köstlich­
                                                 keiten verarbeiten.
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Eine Auswahl heimischer Arten für
                Gartentipp:                   Ihren Garten:

Lassen Sie sich nicht von der Werbung ver­    · Gewöhnliche Berberitze
führen! Pünktlich zur Pflanzzeit möchten      · Kornelkirsche
nicht nur Gärtnereien und Baumschulen         · Roter Hartriegel
kostengünstige, in Massen produzierte         · Gemeine Hasel
Gehölze an den Gartenbesitzer bringen.        · Ein-/ Zweigriffeliger Weißdorn
Auch Discounter und Baumärkte bieten zu       · Gewöhnliches Pfaffenhütchen
niedrigen Preisen die Gehölze an, die nach    · Gewöhnlicher Liguster
landläufiger Meinung in unseren Gärten zu     · Gemeine Felsenbirne
stehen haben. Zwar besitzen auch diese        · Schlehe
für manche Vögel eine Bedeutung als Schutz    · Hundsrose
vor Niederschlag und Winterkälte oder als     · Essigrose
Standort für ein Nest, Nahrung haben diese    · Salweide
Sträucher jedoch kaum zu bieten.              · Schwarzer Holunder
                                              · Trauben-Holunder
Fragen Sie in Gärtnereien und Baumschu­       · Gemeiner Schneeball
len nach heimischen Sträuchern! Diese sind    · Europäische Stechpalme
nicht teurer als Lebensbaum und Kirschlor­
beer, erfordern nicht mehr Pflege als diese   Möchten Sie ganzjährigen Sichtschutz,
und werten unsere Gärten ökologisch auf.      bietet sich eine dichtgepflanzte Hecke aus
                                              Rot- oder Hainbuche an. Das abgestorbene
                                              Laub bleibt über eine lange Zeit hängen
                                              und bietet auch im Winter Schutz vor Wind
                                              und Blicken.
 © Anne Mader

                                                                                     © Barbara Kreie

                                                                                                       13
© Barbara Kreie
     Naturnahe Blühflächen
     Tankstellen für Insekten

     In Gartencentern, Drogeriemärkten, auf      Egal ob Sie eine Wildblumenwiese in der
     Verbrauchermessen und andernorts wer­       Größe von 1 m² oder 1.000 m², einen Blüh­
     den heute Saatgutmischungen für Blüh­       streifen in der Sonne oder im Halbschatten
     flächen angeboten. In den kleinen Tüten     anlegen oder Ihr Flachdach begrünen
     befinden sich häufig Samen von Pflanzen,    möchten – Blühflächen sind eine Bereiche­
     die aus Amerika, Asien oder dem Mittel­     rung für jedes Grundstück.
     meerraum stammen und für unsere hei­
     mischen Blütenbesucher oft wertlos oder     Da die Saatgutmischungen zumeist die
     zumindest weniger wertvoll als heimische    Samen zahlreicher Wildpflanzenarten mit
     Pflanzenarten sind. Viele dieser Blumen     unterschiedlichen Blühzeitpunkten enthal­
     werden nur von den „Allesfressern“ unter    ten, blüht es auf den Flächen in der Regel
     den Insekten besucht, wie beispielsweise    über Monate hinweg. Manche Arten sind
     von der Honigbiene oder manchen Hum­        einjährig und dominieren den Blühaspekt
     melarten. Lassen Sie sich nicht täuschen    im ersten Jahr nach der Aussaat. Andere
     von Begriffen wie „Bienenschmaus“ oder      Arten müssen sich erst entwickeln und er­
     dergleichen. Nur mit heimischen Blüten­     scheinen im zweiten Jahr oder noch später.
     pflanzen erreicht man eine breite Palette   So gibt es auf der Wildblumenwiese immer
     heimischer Insekten.                        wieder Neues zu entdecken.

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Gartentipp:

                Im Internet finden Sie Anbieter von Saat­   Der Boden sollte fein-krümelig vorbereitet
                gut aus heimischen Wildpflanzen. Unter      und frei von jeglichem Bewuchs sein.
                den Suchbegriffen „Saatgut – heimisch“
                erhalten Sie die Bezugsquellen für Samen­   Um das feine Saatgut besser aufbringen
                mischungen, die ihre Herkunft im nord­      zu können, sollte es mit etwas Sand oder
                westdeutschen Tiefland haben. Diese sind    einen im Handel erhältlichen Füllstoff
                angepasst an die hiesigen Umweltbedin­      vermischt werden. Nach dem Einharken
                gungen und gedeihen hier am besten.         muss die Fläche insbesondere während
                                                            der Keimung und in der Zeit danach feucht
                Auch eine Wildblumenfläche oder -wiese      gehalten werden.
                bedarf einer gewissen Vorbereitung, Pla­
                nung und Pflege. Werfen Sie das Saatgut     Zeigen sich die ersten zarten Pflänzchen,
                einfach auf den Boden und kümmern sich      sollten konkurrenzstarke Wildkräuter wie
                nicht weiter darum, wird das Ergebnis Sie   Löwenzahn und Gräser wie Quecke zwi­
                vermutlich enttäuschen.                     schen ihnen entfernt werden.

                Alles beginnt mit der Wahl des Standorts    Auch nach der Blüte hat die Fläche noch
                und der passenden Saatgutmischung.          einen Nutzen. Lassen Sie die verblühten,
                Manche Wildblumen mögen die pralle          samentragenden Pflanzen den Winter über
                Sonne, andere lieben es feucht.             für futtersuchende Vögel stehen, und
                                                            schneiden Sie die Stängel erst zum Ende
                                                            des Winters oder im Frühjahr ab.
© Micha Kreie
Individualität entdecken
Augenschmaus statt Stein an Stein

Kiesgärten liegen im Trend. Sehen sie doch    Gesellschaftlicher Druck und allgemein an­
modern aus, wirken ohne großes Zutun          erkannte Werte und Normen resultieren in
immer sauber und adrett. Und relativ          einem Ordnungssinn, hinter dem wir häufig
pflegeleicht sind sie zudem. Damit scheinen   nicht wirklich stehen. Viele kennen das: Aus
sie das optimale Mittel zum persönlichen      Angst vor dem, was wohl die Nachbarn,
Zeitgewinn. Aber halt! Die Kiesgärten, die    Freunde oder auch die breite Öffentlich­
sich in Dörfern und Städten zunehmend         keit sagen, wird viel Zeit und Energie in ein
ausbreiten, sind in der Regel extrem natur­   ordentliches, aufgeräumtes Grundstück
ferne Flächen, die kaum Leben beherber­       investiert.
gen und durch ihre strenge Gestaltung
in den Augen vieler Menschen steril und    Dabei sind es doch gerade die naturnahen,
abweisend wirken.                          verspielteren, lebendigen Gärten, die bei
                                           den „Offenen Gartenpforten“ oder ähn­
Hand aufs Herz: Empfinden Sie die weitest­ lichen Veranstaltungen die breiten Massen
gehend vegetationslosen Kiesflächen in     in ihren Bann ziehen. Warum setzen wir
Privatgärten und im Straßenseitenraum      auf unserem eigenen Grundstück nicht
tatsächlich attraktiv und sehenswert oder um, was uns andernorts gefällt? Mut zum
halten Sie diese lediglich für sauber und  eigenen (Garten-)Stil führt möglicherweise
ordentlich?                                zu interessanten Gesprächen über den
                                           Gartenzaun.

                                                                                       © Anne Mader
© Barbara Kreie

                                                     Gartentipp:

Kiesgärten mit wenig oder naturfernem         Die Niedersächsische Bauordnung (NBauO)
Bewuchs wie exotischen Gräsern oder           schreibt vor, dass die nicht überbauten
Formgehölzen bringen zahlreiche Nachteile     Flächen aller Baugrundstücke Grünflächen
für Mensch und Natur.                         sein müssen, soweit sie nicht für eine
                                              andere zulässige Nutzung erforderlich sind,
Zu den Leistungen der Pflanzen gehört die     zum Beispiel für ein Gewächshaus. Kies-
Abgabe von Wasserdampf. Die hierbei ent­      oder Schotterflächen, ob mit oder ohne Un­
stehende Verdunstungskälte, können wir        terfolie, sind keine Grünflächen, sofern auf
vor allem an heißen Sommertagen in einem      ihnen die Bepflanzung nicht vorherrschend
dichten Laubwald spüren, aber sie entsteht    ist. Der Landkreis als untere Bauaufsichts­
natürlich an jeder noch so kleinen Pflanze    behörde kann im Einzelfall die Umwandlung
in unserem Garten. Kiesflächen hingegen       bestehender Kies- und Schotterflächen in
heizen sich auf und bilden zusätzliche Hit­   Grünflächen anordnen.
zeinseln in den Ortschaften . Im Gegensatz
zu bepflanzten Flächen binden Kiesflächen     Eine naturnahe Alternative: Regionales
keinen Feinstaub. Die Belastung unserer       Material aus der Kieskuhle, keine Folie, bzw.
Atemluft steigt. Kiesflächen haben somit      kein Vlies, eine naturnahe Bepflanzung/
einen negativen Einfluss auf das Kleinklima   Einsaat.
unserer Dörfer und Städte.

                                                                                              17
© Barbara Kreie
     Kleine Naturerlebnisse
     Mit Wildheit zur natürlichen Ordnung

     Zu viel Ordnung im Garten zerstört Leben.     In einem Laubsauger werden auf einen
     Weniger Ordnung und mehr Gelassenheit         Schlag tausende von nützlichen Asseln,
     bringt mehr Naturnähe in Ihren Garten.        Ohrwürmern und Tausendfüßern vernich­
                                                   tet. Nebst Regenwürmern sind sie jedoch
     Verblühte Stauden werden im Herbst der        unverzichtbar für einen gesunden, frucht­
     Ordnung halber oft bis kurz oberhalb des      baren Boden und zudem wichtige Nahrung
     Bodens abgeschnitten. Mit dieser Methode      für beispielsweise Igel, Spitzmaus und viele
     nimmt man vielen Tieren die Möglichkeit im    Gartenvögel.
     Herbst und Winter Nahrung und Überwin­
     terungsplätze zu finden.                      In einen dauerhaft grünen, saftigen, wild­
                                                   kraut- und moosfreien Rasen muss viel
     Wird Laub unter Gehölzen regelmäßig           Zeit, Energie und Geld investiert werden.
     entfernt, kommt es zu Nährstoffverlusten,     Ist es das wert oder geht es auch anders?
     die die Pflanzen auf Dauer schwächen.
     Keine Laubverrottung ohne Kleinsttiere.       Wird der Garten bis in die kleinste Ecke auf­
     Neben Bakterien und Pilzen spielen sie eine   geräumt, entlaubt, entkrautet und inten­
     entscheidende Rolle bei der Umwandlung        sivst gepflegt, bleibt kein Raum für zarte
     der Blätter in fruchtbaren Humus. Aus dem     Wildpflanzen, Wildbienen und Schmetterlin­
     Laub sprießt neues Leben.                     ge. Dabei kann ein Garten auch ein Ort für
                                                   Naturerlebnisse im Kleinen sein.
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Gartentipp:

Samenstände verblühter Stauden ernähren     Aus Gründen des Naturschutzes,
bis in den Winter hinein samenfressende     der Bodenfruchtbarkeit und des Lärm­
Vogelarten wie Distelfinken, Grünfinken,    schutzes sollte auf den Einsatz lautstarker
Feldsperlinge oder Goldammern. Diese        Geräte verzichtet und stattdessen zur
Methode ist billiger und artgerechter als   Laubharke gegriffen werden. Wo ein Kom­
die Fütterung am Vogelhaus. Trockene        postieren des Laubs in einem Komposter
Samenstände können zudem Blickfang im       oder auf Rabatten nicht möglich ist, lässt
winterlichen Garten sein. Bleiben hohle     sich in einer ungenutzten Ecke das Laub
Staudenstängel stehen, können in oder an    vielleicht zu einem Haufen zusammen­
ihnen die verschiedensten Insekten den      harken, und so zahlreichen kleinen und
Winter überdauern. Unter der schützenden    größeren Tieren einen Unterschlupf für den
Decke von Staudenresten finden ebenfalls    Winter bieten – am besten in Verbindung
viele Kleintiere über den Winter Unter­     mit einem Reisighaufen.
schlupf. Unter dem trockenen Laub einer
einzigen Staude wartet zum Beispiel eine    Rasen ist auch oder gerade mit Gänseblüm­
Vielzahl von Marienkäfern auf die ersten    chen und Ehrenpreis schön und multifunk­
wärmenden Sonnenstrahlen.                   tional.

Laub ist ein Bestandteil unserer belebten   Seltenere Pflege ungenutzter Ecken und
Umwelt und Teil des Nährstoffkreislaufs.    Nischen lässt Raum für Wildpflanzen, die
                                            wiederum Schmetterlinge, Wildbienen und
                                            Hummeln anziehen.
 © Anne Mader

                                                                                          19
© Jutta Hoppe
     Gärtnern
     in Zeiten des Klimawandels

     Der Klimawandel lässt auch unsere Gärten      Was uns unter anderem erwartet:
     nicht kalt. Vor allem die trockenen, warmen
     Frühjahre und Sommer sowie die gelegent­      · 
                                                     insbesondere auf den in Schneverdingen
     lich auftretenden Starkregenereignisse          weit verbreiteten Sandböden vermehrte
     stellen unsere Gärten auf die Probe und         Trockenschäden an Pflanzen
     geben uns einen Vorgeschmack auf die
     künftige Klimaentwicklung in unseren          · 
                                                     immer häufiger länger andauernde
     Breiten. Zu geringe oder zu starke Nieder­      trockene Abschnitte, gelegentlich unter­
     schläge, zu hohe Temperaturen, häufige          brochen von Starkregen-Ereignissen
     Stürme, fehlende Frosttage - wir tun gut
     daran, bei der Gestaltung und Pflege unse­    · 
                                                     zunehmend früher beginnende
     rer Grundstücke und Gärten klimatische          Vegetationszeit
     Aspekte künftig mehr als bisher zu berück­
     sichtigen. Auf diese Weise können wir den     · 
                                                     zunehmender Erwärmungstrend im
     witterungsbedingten Extremen etwas              Sommerhalbjahr, dem viele vertraute
     gelassener entgegensehen und ersparen           Pflanzenarten nicht gewachsen sind
     uns manchen Frust, Zeit und Geld.
                                                   · 
                                                     so genannte Kulturschädlinge vermehren
                                                     sich schneller und zahlreicher, einige neu
                                                     hinzukommende Arten können durch
                                                     die höheren Temperaturen erst jetzt in
                                                     unserer Klimazone Fuß fassen
20
Gartentipp:

                                                                                  © Barbara Kreie
Bei der Neuanlage Ihres Grundstücks
einschließlich Ihres Gartens können Sie
gezielte Maßnahmen für eine bessere
Versickerung und Nutzbarkeit des Regen­
wassers ergreifen. Nach Abschluss der
Bautätigkeit sollte der verdichtete Boden
unbedingt mittels entsprechendem Gerät
oder aber durch Gründüngung aufgelo­
ckert werden. Künftig darauf wachsende
Pflanzen können dann einen kräftigen
Wurzelkörper ausbilden und sind weniger
anfällig gegen Trocken- und Vernäs­         Verbauen Sie wenig Betonverbundstein
sungsschäden. In Sandböden sorgt flach      und Asphalt, und wählen Sie statt dessen
eingearbeiteter, gut verrotteter Kompost    versickerungsfähige Beläge wie wasser­
für eine bessere Wasserhaltefähigkeit und   gebundene Decken, Rasenfugenpflaster
eine bessere Versorgung der Pflanzen.       oder Graswege.
Mittels einer Mulchdecke lässt sich die
Bodenfeuchtigkeit im Wurzelbereich der      Begrünte Fassaden und Dächer schirmen
Pflanzen erhöhen.                           gegen Hitze ab und schenken Verduns­
                                            tungskälte.
Sammeln Sie Regenwasser für Trocken­
zeiten in Regentonnen oder vielleicht       Beispiele für robuste, naturnahe
sogar in einer unterirdischen Zisterne.     Stauden und Wildstauden für trocken-
                                            heiße Sommer:

                                            ·    Edeldistel
 © Jutta Hoppe

                                            ·   Wolfsmilch
                                            ·     Steinquendel
                                            ·   Fetthenne
                                            ·     Katzenminze
                                            ·    Mauerpfeffer
                                            ·    Duftnessel
                                            ·        Ysop
                                            ·       Wollziest
                                            ·     Salbei
                                            ·    Ehrenpreis
                                            ·      Königskerze
                                            ·     Küchenschelle
                                            ·       Wilder Majoran
                                            ·       Tauben-Skabiose
                                            ·     Karthäuser-Nelke
                                                                                                    21
© Barbara Kreie
     Torffrei das Klima schützen
     Alternativen zum Moor im Blumentopf

     Hochmoore wie das Pietzmoor locken durch      Dies hat fatale Auswirkungen auf hoch­
     ihre einzigartige Atmosphäre Tausende von     spezialisierte Tier- und Pflanzenarten, die
     Besuchern an. Bedauerlich, dass sich diese    sich über Jahrtausende an den besonderen
     Begeisterung beim nächsten Einkauf im         Lebensraum Hochmoor angepasst haben und
     Gartencenter oder Baumarkt nicht spiegelt.    nur in diesem existieren können. Mit dem Torf
     Rund 11 Mio. m³ Torf aus Hochmooren           verschwinden auch diese Spezialisten.
     werden pro Jahr deutschlandweit allein für
     Gartenbausubstrate verbraucht. Die Palet­     Noch gravierender sind die Auswirkungen
     te reicht vom preisgünstigen Gartentorf bis   auf das Weltklima: In intakten, das heißt
     zu diversen Blumenerden. Vor allem in Ost­    dauerhaft wassergesättigten Hochmooren,
     europa werden riesige Hochmoore zur           wird Kohlendioxid (CO2) aus der Luft in
     Deckung des europäischen Bedarfs ab­          großen Mengen von Torfmoosen aufge­
     getorft. Aber auch im moorreichen Nieder­     nommen und im sich daraus bildenden
     sachsen liegen noch zahlreiche Torfabbau­     Torf deponiert. In einer 15 cm dicken
     gebiete. Weltweit sind Hochmoore von          nassen Torfschicht ist etwa so viel CO2
     Brand, Entwässerung und Abbau bedroht.        gebunden wie in einem 100-jährigen Wald
                                                   auf gleicher Fläche.

22
Gartentipp:

Werden Moore für eine land- oder forst­      Mittlerweile gibt es auf dem Markt einige
wirtschaftliche Nutzung oder zum Zwecke      Torfersatzprodukte sowie torffreie Blu­
der Abtorfung trocken gelegt, entweichen     menerden mit unterschiedlichen Inhalts­
CO2 und weitere klimaschädliche Treibhaus­   stoffen und in verschiedenen Preisklassen.
gase aus dem Torfkörper in die Atmosphä­
re. In Deutschland sind entwässerte Moore    Torfersatzprodukte sind beispielsweise
die größte Treibhausgas-Einzelquelle         Holz- oder Kokosfasern, die ebenso wie die
außerhalb der Energiebranche.                Pflanzenfasern im Torf eine Strukturver­
                                             besserung des Bodens im gärtnerischen
Auch das Pietzmoor wurde früher über         Sinne bewirken und die Wasserhaltefähig­
Gräben entwässert; über Jahrhunderte         keit in leichten Böden erhöhen können.
nutzten die Schneverdinger den Torf zur
Hausfeuerung. Seit mehreren Jahrzehnten      Torffreie Blumenerde unterscheidet sich
laufen im Pietzmoor Renaturierungsmaß­       optisch kaum von feinkrümeliger konven­
nahmen mit dem Effekt, dass der Wasser­      tioneller Blumenerde und ist genauso wie
stand wieder steigt.                         diese einsetzbar.

                                             Fragen Sie den Händler Ihres Vertrauens.
 © Doris Blume-Winkler

                                                                                          23
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aufblüh

Servicezeiten der Stadtverwaltung Schneverdingen

vormittags         montags – freitags    08:00 – 12:00 Uhr

nachmittags        montags – mittwochs 14:00 – 16:00 Uhr
                   donnerstags         14:00 – 18:00 Uhr

Das Rathaus der Stadt Schneverdingen ist nach vorheriger Terminabsprache zugänglich.
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                                                        Auf FSC-Papier gedruckt | Stand: April 2021
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