Politikpanel Deutschland - Uni Freiburg
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Politikpanel Deutschland
Ausgewählte Ergebnisse der dritten Welle
einer Bevölkerungsumfrage zu den Auswirkungen des
Corona-Virus
Februar 2021
Prof. Dr. Uwe Wagschal (Universität Freiburg)
Dr. Sebastian Jäckle (Universität Freiburg)
PD Dr. Achim Hildebrandt (Universität Stuttgart) und
PD Dr. Eva-Maria Trüdinger (Universität Stuttgart)
Kontakt:
Prof. Dr. Uwe Wagschal
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Seminar für Wissenschaftliche Politik
Werthmannstraße 12
79085 Freiburg
E-Mail: politikpanel@politik.uni-freiburg.de
Telefon: 0761/203-9361
https://www.politikpanel.uni-freiburg.de/
1Themenübersicht:
I – Belastungen und Ängste infolge der Pandemie 3
I.a – Generelle Belastung durch die Verbreitung des Corona-Virus und die aktuellen
Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus 3
I.b – Finanzielle Auswirkungen der Pandemie 5
I.c – Ängste infolge der Pandemie 6
II – Bewertung der staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie 8
II.a – Eignung der Maßnahmen, um die gesundheitlichen Folgen der Pandemie in den
Griff zu bekommen 8
II.b – Eignung der Maßnahmen, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie in den Griff
zu bekommen 9
II.c – Bewertung der Maßnahmen als übertrieben 10
II.d – Selbstverantwortung anstelle von staatlichen Maßnahmen 12
III – Optionen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie 14
IV – Vertrauen in Medien bei Corona-Berichterstattung 15
V. Zustimmung zu Maßnahmen der Regierung 16
VI. Zufriedenheit mit dem Management der Krise 17
VII. Impfung 18
Das Politikpanel Deutschland ist eine Online-Befragung der Universität Freiburg unter der Leitung von
Prof. Dr. Uwe Wagschal (Seminar für Wissenschaftliche Politik), die seit der Bundestagswahl 2017 in
unregelmäßigen Abständen durchgeführt wird. Dabei wurden bislang mehrere zehntausende Personen
befragt. Die aktuelle Umfrage zur Corona-Krise führt das Team des Politikpanel gemeinsam mit PD Dr.
Achim Hildebrandt (Universität Stuttgart) und PD Dr. Eva-Maria Trüdinger (Universität Stuttgart) durch.
Die vorliegende Umfrage (dritte Panel-Welle) wurde im Zeitraum vom 4. bis zum 15. Februar 2021
durchgeführt. Insgesamt wurden 6.165 Personen zu ihren Erfahrungen und Einstellungen in der
Corona-Pandemie online befragt, wobei 5.701 den Fragebogen komplett beendeten.
Über ein Gewichtungsverfahren können die Daten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand von
soziodemographischen Merkmalen, wie Alter und Geschlecht sowie dem Wohnort in Ost- bzw.
Westdeutschland an die reale Verteilung in der Bevölkerung angepasst werden. Hierdurch ist es
möglich ähnlich wie bei einer Zufallsstichprobe verallgemeinerbare Aussagen über die gesamte
Bevölkerung anzustellen. Diese Gewichtung und die bei allen Fragen gegebene Möglichkeit auch keine
Antwort zu geben, erklären auch die leicht unterschiedlichen Fallzahlen in den folgenden
Auswertungen.
2I – Belastungen und Ängste infolge der Pandemie
I.a – Generelle Belastung durch die Verbreitung des Corona-Virus und die aktuellen
Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus
Frage: Durch die Corona-Pandemie fühlen sich einige Menschen belastet. Wie sieht das bei Ihnen
persönlich aus?
Alles in allem, wie sehr fühlen Sie sich in Ihrem Leben durch die Verbreitung des Corona-Virus und
die aktuellen Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus belastet?
Belastung durch die Verbreitung und die Maßnahmen zur
Bekämpfung des Virus
45
40 38.6
36.9
34.9
35
30 28.2 27.2
24.2
25 22.9
21.6
20.1
20
15 12.0
10.9 11.5
10
4.8
5 3.4 2.6
0
überhaupt nicht belastet wenig belastet mittelmäßig belastet stark belastet sehr stark belastet
Mai 20 Nov 20 Feb 21
Welle 1 Mai 2020: N = 7727; Welle 2 Nov 2020: N= 6669; Welle 3 Feb 2021: N= 5684; gewichtet nach Alter, Geschlecht,
Ost-West.
Die Belastung durch die Pandemie hat seit Mai 2020 zugenommen. Insbesondere diejenigen, die
sich noch während der ersten Welle überhaupt nicht oder nur wenig belastet gefühlt hatten, sind
weniger geworden. Insgesamt zeigt sich ein graduelles Anwachsen der Belastung, wobei diejenige
Gruppe, die sich am stärksten belastet fühlt, relativ konstant bleibt.
3Die wahrgenommene Belastung fällt allerdings in einzelnen Regionen Deutschlands sehr
unterschiedlich aus, wie die folgenden Karten zeigen. Eine dauerhaft hohe Belastung zeigen die
Regionen um Dresden und Chemnitz in Sachsen (jedoch nicht die Region um Leipzig),
Mittelfranken aber auch Schwaben, Ober- und Niederbayern, sowie die Regierungsbezirke
Darmstadt und Gießen in Hessen. Insgesamt zeigt der Vergleich der Karten aber auch, dass die
wahrgenommene Belastung im Februar 2021 flächendeckender im gesamten Land
vergleichsweise hoch ausgeprägt ist und die Befragten nur noch in einzelnen, wenigen Gebieten
eine geringe Belastung verspüren. Zu diesen gehören Schleswig-Holstein, die Region um Koblenz
sowie die Region Leipzig.
Anteil der Befragten, die sich stark oder sehr stark belastet durch die Pandemie fühlen
Welle1 Mai 2020 Welle 2 Nov 2020 Welle 3 Feb 2021
Quellen: Zuteilung zu Regionen nach PLZ. Kartendaten: © GeoBasis-DE / BKG (2020); N = 5495, gewichtet nach Alter,
Geschlecht und Ost-West.
4I.b – Finanzielle Auswirkungen der Pandemie
Frage: Und wenn Sie speziell an die finanzielle Situation in Ihrem Haushalt denken: Wie beurteilen
Sie die aktuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Finanzen in Ihrem Haushalt?
Finanzielle Auswirkungen der Corona-Pandemie
70
64.7
61.1
60 57.4
50
40
30
23.5
19.5
20 16.9
13.3
9.1 8.4 7.1
10 7.1 6.1
1.6 1.5 2.6
0
Sehr negativ eher negativ keine Veränderung eher positiv sehr positiv
Mai 20 Nov 20 Feb 21
Welle 1 Mai 2020: N = 7715; Welle 2 Nov 2020: N= 6656; Welle 3 Feb 2021: N= 5684; gewichtet nach Alter, Geschlecht,
Ost-West.
Die deutliche Mehrheit der Befragten verspürt keine Veränderung der finanziellen Situation ihres
Haushalts durch die Corona-Pandemie. Weniger als ein Viertel der Befragten (23,0%) berichtet jedoch
über sehr negative oder eher negative Auswirkungen der Pandemie auf seine Finanzen. Im Vergleich
zu den beiden vorherigen Befragungswellen fällt indes auf, dass insbesondere dieser Anteil
geschrumpft ist, wohingegen der Anteil der Personen, bei denen die Pandemie sogar zu finanziellen
Verbesserungen geführt hat deutlich angestiegen ist. Knapp 16% der Befragten sehen die finanziellen
Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den eigenen Geldbeutel als eher oder sehr positiv.
5I.c – Ängste infolge der Pandemie
Frage: Wovor haben Sie in der Corona-Pandemie am meisten Angst?
Durch Anklicken können Sie eine Rangfolge erstellen. Die Auswirkung, die Sie am meisten ängstigt
klicken Sie bitte als erstes an - hier wird der Rangplatz 1 vergeben. Dann folgen die weiteren, bis zu
derjenigen Auswirkung, vor der Sie am wenigsten Angst haben.
Wenn Sie vor einer oder mehreren Auswirkungen gar keine Angst haben, klicken Sie diese bitte nicht
an!
Berechnet man den Mittelwert der Rangplätze (von 1 = macht mir am meisten Angst, bis 6 = macht
mir am wenigsten Angst) erhält man folgendes Bild.
Größte Angst (Mittelwert des Rangplatzes)
Schwere Erkrankung bei mir oder mir nahestehender Person 2.82
Einschränkungen meiner Lebensgewohnheiten 3.35
Starker Einbruch der deutschen Wirtschaft 3.42
Einschränkungen demokratischer Rechte 4.21
Vereinsamung 4.41
Eigene Arbeitslosigkeit 5.64
Welle 3 Feb 2021: N= 5684; gewichtet nach Alter, Geschlecht, Ost-West.
Nach der Angst um die eigene Gesundheit bzw. die Gesundheit von einem nahestehenden
Personen, welches mit Abstand die größte Angst der Befragten in der Umfrage ist, folgen Ängste um
die Einschränkung der Lebensgewohnheiten aber auch die Angst vor einer großen Wirtschaftskrise.
Angst davor die eigene Arbeit zu verlieren haben hingegen die allerwenigsten. An dieser
Reihenfolge der Ängtse hat sich seit der letzten Umfrage im November 2020 nur wenig geändert. Im
Vergleich zum Mai 2020 fällt dagegen auf, dass die Ängste um die Gesundheit zugenommen und
die um die wirtschaftlichen Konsequenzen eher abgenommen haben.
6Mai 2020: Wovor haben Sie am meisten Nov 2020: Wovor haben Sie am meisten
Angst? Angst?
Keine Angst Keine Angst
Eigene angegeben Eigene angegeben
Arbeitslosigkeit 1% Arbeitslosigkeit 1%
4% 3%
Vereinsamung Vereinsamung
6% 6%
Einschränkungen Schwere
meiner Erkrankung bei
Einschränkungen
Lebensgewohnheiten mir oder mir
meiner Schwere
12% nahestehender
Lebensgewohnheiten Erkrankung bei
Person
10% mir oder mir
39%
nahestehender
Einschränkungen Person
demokratischer 48%
Einschränkungen Rechte
demokratischer 16%
Rechte
18%
Starker Starker
Einbruch der Einbruch der
deutschen deutschen
Wirtschaft Wirtschaft
20% 16%
Feb 2021: Wovor haben Sie am meisten Angst?
Eigene Arbeitslosigkeit Keine Angst angegeben
3% 1%
Vereinsamung
9%
Einschränkungen meiner
Lebensgewohnheiten
12%
Schwere Erkrankung bei
mir oder mir
nahestehender Person
48%
Einschränkungen
demokratischer Rechte
15%
Starker Einbruch der
deutschen Wirtschaft
12%
48 Prozent der Befragten geben an, am meisten Angst vor einer schweren Erkrankung bei Ihnen selbst
oder bei ihnen nahestehenden Personen zu haben (konstant gegenüber November 2020), deutlich
seltener als größte Angst genannt werden eigene Arbeitslosigkeit oder die Angst vor Vereinsamung,
auch wenn Letztere seit November angestiegen ist. Immerhin fast 10 Prozent der Befragten sehen
Vereinsamung mittlerweile als die Konsequenz der Corona-Pandemie, die sie am meisten änstigt. Die
Angst vor einem starken Einbruch der Wirtschaft hat seit Mai 2020 kontinuierlich abgenommen. Und
nur etwa einem Prozent der Befragten macht keine einzige der sechs Auswirkungen der Corona-
Pandemie Angst.
7II – Bewertung der staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie
II.a – Eignung der Maßnahmen, um die gesundheitlichen Folgen der Pandemie in den Griff zu
bekommen
Frage: Staatliche Stellen in Deutschland haben im Zuge der Corona-Pandemie eine Vielzahl von
Maßnahmen getroffen, über die man unterschiedlicher Meinung sein kann. Was denken Sie darüber?
Ich halte die Maßnahmen für geeignet, um die gesundheitlichen Folgen der Corona-Pandemie in den
Griff zu bekommen.
Eignung der Maßnahmen: Gesundheit
45
38.8
40 37.4 38.1
35
30
25 22.6 23.3
20.4
20 17.1
15.5
15 12.8 11.8 13.2 13.7 13.1
11.4 10.6
10
5
0
Stimme überhaupt nicht Stimme eher nicht zu teils/teils Stimme eher zu Stimme voll und ganz zu
zu
Mai 20 Nov 20 Feb 21
Welle 1 Mai 2020: N = 7709; Welle 2 Nov 2020: N= 6648; Welle 3 Feb 2021: N= 5676; gewichtet nach Alter, Geschlecht,
Ost-West.
Knapp über die Hälfte der Befragten hält die Maßnahmen für geeignet, um die gesundheitlichen
Folgen der Pandemie in den Griff zu bekommen. Seit Mai 2020 ist dabei allerdings der Anteil
derjenigen, die die Maßnahmen für voll und ganz geeignet halten um mehr als 10 Prozentpunkte
gesunken. Insbesondere der Anteil derjenigen, die sich unsicher sind, ob die Maßnahmen ausreichend
sind (teils/teils), ist demgegenüber gestiegen.
8II.b – Eignung der Maßnahmen, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie in den Griff zu
bekommen
Frage: Staatliche Stellen in Deutschland haben im Zuge der Corona-Pandemie eine Vielzahl von
Maßnahmen getroffen, über die man unterschiedlicher Meinung sein kann. Was denken Sie darüber?
Ich halte die Maßnahmen für geeignet, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in den
Griff zu bekommen.
Eignung der Maßnahmen: Wirtschaft
35 32.9
30.7
29.5 29.5
30
27.4 26.8
25
20 18.3 18.6
17.6 17.2
16.3
15.1
15
10
7.0 7.6
5.5
5
0
Stimme überhaupt nicht Stimme eher nicht zu teils/teils Stimme eher zu Stimme voll und ganz zu
zu
Mai 20 Nov 20 Feb 21
Welle 1 Mai 2020: N = 7697; Welle 2 Nov 2020: N= 6630; gewichtet nach Alter, Geschlecht, Ost-West.
Weiterhin deutlich skeptischer sind die Befragten hinsichtlich der Frage, ob die Maßnahmen geeignet
sind, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie in den Griff zu bekommen. Nur etwa 32,4 Prozent
gehen davon aus (stimme eher zu + stimme voll und ganz zu). Gegenüber der Umfrage im November
2020 hat sich die Zustimmung für die Maßnahmen im Bereich Wirtschaft um etwa 4,7 Prozentpunkte
verringert.
9II.c – Bewertung der Maßnahmen als übertrieben
Frage: Staatliche Stellen in Deutschland haben im Zuge der Corona-Pandemie eine Vielzahl von
Maßnahmen getroffen, über die man unterschiedlicher Meinung sein kann. Was denken Sie darüber?
Ich halte die Maßnahmen für übertrieben.
Ich halte die Maßnahmen für übertrieben
40
34.2
35 33.1 33.6
30
25
21.6 21.3 22.1
19.4
20
17.1 16.7
15.1 15.2
15 12.8 13.4
12.1 12.4
10
5
0
Stimme überhaupt nicht Stimme eher nicht zu teils/teils Stimme eher zu Stimme voll und ganz zu
zu
Mai 20 Nov 20 Feb 21
Welle 1 Mai 2020: N = 7712; Welle 2 Nov 2020: N= 6645; Welle 3 Feb 2021: N=5670; gewichtet nach Alter, Geschlecht, Ost-
West.
Die Ergebnisse zeigen: Lediglich 29,1 Prozent der Befragten halten die Maßnahmen der Regierung
für übertrieben (stimme eher zu + stimme voll und ganz zu). Im Vergleich zur letzten Umfrage im
November 2020 ist dies ein leichter Rückgang in der Ablehnung der Regierungsmaßnahmen. Eine
Mehrheit der Befragten hält die staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung nicht für übertrieben (55,7
Prozent).
10Ich halte die Maßnahmen für übertrieben (% stimme zu)
100 95.6 97.5
92.9
90
81.1
77.9
80 74.2
70.8 72.4
70
63.1
60
52.4 52.7
51.2
49.4 49.8 47.8
50
40
30 25
21.3 22.5
20 12.8 11.6 14.8
12.8 12.1 11.8 13 13.8
10.5
10
0
CDU/CSU SPD Linke Grüne FDP AfD WIR andere Partei Nichtwähler
2020/Die
Basis
Mai 20 Nov 20 Feb 21
Welle 1 Mai 2020: N = 7808; Welle 2 Nov 2020: N= 6645; Welle 3 Feb 2021: N= 5554; gewichtet nach Alter, Geschlecht,
Ost-West. Die Kategorien „stimme eher zu“ und „stimme voll und ganz zu“ wurden für diese Analyse zusammengefasst zu
„stimme zu“. In der dritten Welle wurden die beiden Protestbewegungen „Die Basis“ und WIR 2020“ zusammengefasst. In
den beiden vorherigen Wellen „Widerstand 2020/WIR2020“.
Jedoch gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Anhängern der einzelnen Parteien. Die Anhänger
der beiden Regierungsparteien CDU/CSU und SPD sprechen sich sehr deutlich und auch über den
gesamten Befragungszeitraum seit Mai 2020 stabil für die Corona-Maßnahmen aus. Nur ca. 12
Prozent halten diese für übertrieben. Interessanterweise halten die Anhänger der Grünen, obgleich
diese im Bund in der Opposition sind, die Maßnahmen mittlerweile soger noch seltener für übertrieben
als diejenigen von CDU/CSU und SPD. Auch diejenigen Befragten mit Wahlpräferenz „Die Linke“
stimmen den Maßnahmen größtenteils zu. Anders sieht dies bei den Anhängerinnen und Anhängern
der FDP aus. Hier sagt etwa die Hälfte, die Maßnahmen seien übertrieben. Im Gegensatz zu den
Anhängern der AfD ist bei der FDP allerdings keine Steigerung dieses Werts über die drei
Befragungswellen zu verzeichnen. In Bezug auf die AfD, bei der mittlerweile vier Fünftel die
Maßnahmen für übertrieben halten, und die beiden Protestbewegungen „Widerstand 2020“ und „Die
Basis“ zeigt sich allerdings die deutliche Polarisierung innerhalb der Gesellschaft in Bezug auf die
Frage der Corona-Maßnahmen.
11II.d – Selbstverantwortung anstelle von staatlichen Maßnahmen
Frage: Staatliche Stellen in Deutschland haben im Zuge der Corona-Pandemie eine Vielzahl von
Maßnahmen getroffen, über die man unterschiedlicher Meinung sein kann. Was denken Sie darüber?
Ich denke, dass jede Person selbst über ihren Umgang mit dem Coronavirus entscheiden sollte - nicht
die Politik.
Jeder sollte selbst über den Umgang mit Corona
entscheiden
60
50.3
50
45.0
41.5
40
30
21.3 20.5
18.5
20
14.6 14.0
11.5 10.0 12.9
11.2 10.5
9.5 8.9
10
0
Stimme überhaupt nicht Stimme eher nicht zu teils/teils Stimme eher zu Stimme voll und ganz zu
zu
Mai 20 Nov 20 Feb 21
Welle 1 Mai 2020: N = 7649; Welle 2 Nov 2020: N= 6645; Welle 3 Feb 2021: N= 5672; gewichtet nach Alter, Geschlecht,
Ost-West. Die Kategorien „stimme eher zu“ und „stimme voll und ganz zu“ wurden für diese Analyse zusammengefasst zu
„stimme zu“.
Bei der Frage ob Einzelpersonen komplett selbstverantwortlich über ihren Umgang mit dem Corona-
Virus entscheiden sollten, zeigt sich über die drei Befragungswellen eine klare Tendenz. Dies wird
von der überwiegenden Mehrheit der Befragten nicht befürwortet und diese Ablehnung steigt auch
kontinuierlich an. Mittlerweile stimmt nur etwa ein Fünftel dieser Aussage voll und ganz oder eher zu.
Im Vergleich zur ersten Befragungswelle im Mai ergibt sich damit eine deutliche Tendenz zur
Befürwortung von weniger Selbstverantwortung im Umgang mit der Pandemie.
12Jeder sollte selbst über den Umgang mit Corona
entscheiden (% stimme zu)
100 95.3
91.9 94.2
90
80 75.6
72.6
68.2 68.4
70 63.7
60 55.9
46.3 48.648.3
50 43.5 42.6
40 36.5
30
20 15.8 16.2
15.0
7.96.6 7.96.16.6 9.06.6
10 4.1 3.7
0
CDU/CSU SPD Linke Grüne FDP AfD WIR andere Partei Nichtwähler
2020/Die
Basis
Mai 20 Nov 20 Feb 21
Welle 1 Mai 2020: N = 7649; Welle 2 Nov 2020: N= 6645; Welle 3 Feb 2021: N=5672; gewichtet nach Alter, Geschlecht,
Ost-West. Die Kategorien „stimme eher zu“ und „stimme voll und ganz zu“ wurden für diese Analyse zusammengefasst zu
„stimme zu“. In der dritten Welle wurden die beiden Protestbewegungen „Die Basis“ und WIR 2020“ zusammengefasst. In
den beiden vorherigen Wellen „Widerstand 2020/WIR2020“.
Die Unterschiede zwischen den Parteien, die bei dieser Frage in den beiden vorangegangenen
Wellen bereits deutlich ausgeprägt waren, nehmen nochmals zu. So stimmen im Vergleich zu Mai
nur noch etwa halb soviele CDU/CSU-Anhänger der Aussage zu, dass jeder selbst über den
Umgang mit Corona entscheiden sollte. Bei den Grünen reduziert sich dieser Wert sogar auf unter
vier Prozent. Auch bei den Anhängern der FDP ist ein leichter Rückgang hin zu weniger
Eigenverantwortung zu verzeichnen. Mehr als Dreiviertel der Anhänger der AfD hingegen stimmen
der Aussage zu. Dieser Wert wird nur noch von der Gruppe derjenigen übertroffen, die als
Wahlpräferenz entweder „WIR 2020“ oder „Die Basis“ angegeben haben.
13III – Optionen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie
Frage: Welche Maßnahmen halten Sie für sinnvoll, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-
Pandemie in Deutschland zu bekämpfen?
Bewertung von ökonomischen Maßnahmen
(% sehr sinnvoll)
0 10 20 30 40 50 60
51.0
Einführung einer Vermögensabgabe für Reiche 56.4
58.3
Verlängerung des Kurzarbeitergeldees 50.5
53.6
Nicht rückzahlbare Zuschüsse für Soloselbstständige 49.2
47.4
51.0
Staatliche Kredite für Unternehmen 32.6
31.1
19.4
Ausgabenkürzungen in anderen Bereichen 32.8
30.8
20.2
Einkaufsgutscheine für alle 20.6
24.7
Senkung der Mehrwertsteuer 26.5
24.6
19.4
Eine hohe Schuldenaufnahme 14.1
16.4
10.8
Wiedereinführung des Solidaritätszuschlages für alle 16.4
15.6
10.8
Verkauf staatlicher Gold- und Devisenreserven 10.8
10.7
2.6
Generelle Steuererhöhungen 3.7
3.4
Mai 20 Nov 20 Feb 21
Welle 1 Mai 2020: N = 7522-7682; Welle 2 Nov 2020: N= 6269-6605; Welle 3 Feb 2021: N=5424-5649; gewichtet nach Alter,
Geschlecht, Ost-West. Die Items „Verlängerung des Kurzarbeitergeldes“, „Nicht rückzahlbare Zuschüsse für
Soloselbständige“ und „Senkung der mehrwertsteuer“ wurden im Mai 2020 nicht gestellt.
Wie soll die Corona-Krise wirtschaftlich und finanziell bewältigt werden? Hierzu wurde gefragt,
inwieweit bereits von der Politik beschlossene sowie mögliche andere Maßnahmen sinnvoll oder nicht
sinnvoll seien. Die Mehrheit hat weiterhin eine klare Vorstellung davon, wer für die Kosten der
Pandemie aufkommen soll: über 58 Prozent der Befragten halten mittlerweile eine Vermögensabgabe
für Reiche für sehr sinnvoll, das sind nochmals zwei Prozentpunkte mehr als in der November-
Umfrage. Eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes hält ebenfalls eine Mehrheit von über 53 Prozent
für sehr sinnvoll (nur 7 Prozent sagen dies sei nicht sinnvoll) und auch die nicht rückzahlbaren
Zuschüsse für Soloselbständige werden überwiegend positiv bewertet (92 Prozent sagen diese seien
sehr oder teilweise sinnvoll). Dagegen sehen nur gut drei Prozent generelle Steuererhöhungen als
etwas sehr Sinnvolles an (30 Prozent sagen dies wäre zumindest teilweise sinnvoll). Auch der Verkauf
des staatlichen „Tafelsilbers“ wie Gold- und Devisenreserven findet wenig Zustimmung, genauso wie
eine erhöhte Schuldenaufnahme oder eine Wiedereinführung des Solidaritätszuschlags für alle:
Gerade einmal rund 16 Prozent der Befragten erachten diese Option für sehr sinnvoll. Besonders viel
Zustimmung hingegen zeigt sich für die in der Corona-Krise eingeführten Maßnahmen wie die
Verlängerung des Kurzarbeitergeldes sowie die nicht rückzahlbaren Zuschüsse für
Soloselbstständige.
14IV – Vertrauen in Medien bei Corona-Berichterstattung
Frage: Inwiefern halten Sie die folgenden Informationsquellen in Bezug auf die Corona-
Berichterstattung für vertrauenswürdig?
Dargestellt ist der Mittelwert nach Wahlpräferenz (Sonntagsfrage); 0 = nicht vertrauenswürdig; 2 =
vertrauenswürdig. Positionen innerhalb der gestrichelten Linie stehen für eher kein Vertrauen in das
jeweilige Medium, Positionen außerhalb dafür, dass die Anhänger der Partei dem Medium eher
Vertrauen schenken.
Durchschnittliches Vertrauen in Medien bei Corona-
Berichterstattung nach Sonntagsfrage
Offizielle Webseiten (z.B.
Gesundheitsministerium,
Robert-Koch-Institut)
2.0
Soziale Netzwerke im
Tageszeitungen Internet wie Facebook
1.5
oder Instagram
1.0
0.5 Internet-Blogs und
Radio
YouTube
0.0
Öffentlich-rechtliches Magazine und
Fernsehen Wochenzeitungen
Online-Ausgaben
Private Fernsehsender
bekannter Medien
CDU/CSU SPD Linke Grüne FDP AfD Die Basis/WIR 2020 Andere
N = 5355 (ohne Nichtwähler und nicht Wahlberechtigte), gewichtet nach Alter, Geschlecht, Ost-West.
In Bezug auf die Corona-Berichterstattung vertrauen weiterhin die Anhänger der CDU/CSU, der SPD
und der Grünen stark offiziellen Webseiten sowie den etablierten, öffentlich-rechtlichen Medien und
Zeitungen. Die Anhänger der Linken und insbesondere der FDP weisen hier durchweg ein geringeres
Vertrauen auf. AfD-Anhänger und die Anhänger der Protestbewegung Die Basis/WIR 2020 weichen
deutlich vom Rest der Bevölkerung ab. Sie halten so gut wie alle Informationsquellen im Durchschnitt
für eher nicht vertrauenswürdig, insbesondere das öffentlich rechtliche Fernsehen schneidet bei ihnen
besonders schlecht ab. Die beiden Informationsquellen, denen von ihnen noch am ehesten vertraut
wird (Internet-Blogs und Youtube sowie Soziale Netzwerke) sind gerade diejenigen, denen die
restliche Bevölkerung am wenigsten Vertrauen entgegenbringt. Über die drei Befragungswellen
hinweg haben sich beim Vertrauen in die Medien keine nennenswerten Veränderungen ergeben. Die
aktuell beobachtete Polarisierung auch in Bezug auf die Informationsquellen war bereits im Mai und
November letzten Jahres ersichtlich.
15V. Zustimmung zu Maßnahmen der Regierung
Frage: Welche der folgenden Maßnahmen sollten staatliche Stellen Ihrer Meinung nach anwenden
dürfen, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen?
Zustimmung zu Maßnahmen der Bundesregierung
Besonders betroffene Gebiete abriegeln
Gottesdienste und religiöse Feiern verbieten
Eine generelle Maskenpflicht im öffentlichen Raum
verordnen
Die Grenzen zur Ein- und Ausreise schließen
Schulen und Kindergärten schließen
Kontaktsperren außerhalb des eigenen Haushalts
verordnen
Geschäfte schließen, die keine Waren des täglichen
Bedarfs anbieten
Telekommunikationsdaten aller Bürgerinnen und
Bürger nutzen, um Infektionswege nachzuverfolgen
Allen, die die Krankheit überstanden haben einen
Immunitätsausweis ausstellen, damit diese keine
Einschränkungen haben
Der Regierung das Recht einräumen, Gesetze zu
beschließen ohne das Parlament zu fragen
0 10 20 30 40 50 60 70 80
Feb 21 Nov 20 Mai 20
Welle 1 Mai 2020: N = 7651-7693; Welle 2 Nov 2020: N= 6563-6641; Welle 3 Feb 2021: N= 5596-5659; gewichtet nach
Alter, Geschlecht, Ost-West. Die Frage nach der generellen Maskenpflicht wurde im Mai 2020 nicht gestellt.
Neben den ökonomischen Maßnahmen wurde auch nach den Maßnahmen zur Eindämmung und
Begrenzung der Pandemie gefragt. Die höchste Zustimmung erzielten dabei die Abriegelung
betroffener Gebiete, das Verbot von Gottesdiensten und die Einführung einer generellen
Maskenpflicht. Auffällig im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Umfragen ist, dass die
Zustimmung zu freiheitseinschränkenden Maßnahmen im Vergleich zum November fast durchweg
angestiegen ist und zum Teil nun sogar höhere Werte aufweist als in der ersten Welle im Mai 2020.
Umfrage im November ist, dass dagegen der deutliche Rückgang der Zustimmung bei einzelnen
konkreten Maßnahmen der sozialen Distanzierung. Besonders deutlich ist dieser Wandel bei der
Einstellung der Teilnehmenden zu Schließungen von Schulen und Kindergärten. Hier hat sich die
Zustimmung seit November verdoppelt.
16VI. Zufriedenheit mit dem Management der Krise
Während die allgemeine Zufriedenheit mit den drei politischen Ebenen, Bundesregierung,
Landesregierung und Bürgermeister/in fast unverändert bleiben, hat die Zufriedenheit mit dem
Management der Corona-Krise seit der letzten Befragung deutlich abgenommen. Bei der
Bundesregierung geben nunmehr etwa 12 Prozent weniger an, dass sie mit deren Arbeit sehr
zufrieden oder eher zufrieden sind, bei den Landesregierungen sind es knapp 11 Prozent weniger.
Einzig die Bürgermeister/innen können sich vergleichsweise gut halten. Sie verlieren nur etwa 1,5
Prozent in der Gruppe derjenigen, die (eher) zufrieden sind. Auf der Bundesebene hat die Gruppe
derjenigen, die (eher) zufrieden sind mit 44,4 Prozent allerdings noch eine Mehrheit gegenüber
denjenigen, die (eher) nicht zufrieden sind (36 Prozent). Bei den Landesregierungen sieht dies anders
aus. Bei diesen sind diejenigen in der Mehrzahl, die (eher) nicht mit der Arbeit der Landesregierungen
zufrieden sind (41,5 Prozent unzufrieden vs. 34,1 Prozent zufrieden). Besonders gut kommen dabei
die norddeutschen Landesregierungen in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und
Schleswig-Holstein weg. Besonders schlecht werden dagegen die Landesregierungen im Sachsen,
Thüringen, Brandenburg und NRW bewertet.
Frage: Im Folgenden bitten wir Sie um Ihre Einschätzung der Arbeit der Bundesregierung, Ihrer
Landesregierung und Ihres Bürgermeisters/Ihrer Bürgermeisterin. Wie zufrieden sind Sie mit deren
Arbeit im Allgemeinen und konkret in Bezug auf die Bewältigung der Corona-Krise?
sehr eher teilweise eher sehr
zufrieden zufrieden zufrieden unzufrieden unzufrieden
Nov 20 6,8 32,4 29,3 18,2 13,4
Bundesregierung
Allgemein
Feb 21 6,2 33,5 27,7 19,3 13,3
Nov 20 20,4 36,0 14,0 10,5 19,1
Corona-Krise
Feb 21 10,2 34,2 19,5 12,8 23,2
Nov 20 8,2 32,7 31,9 17,6 9,7
Landesregierung
Allgemein
Feb 21 7,0 33,2 31,2 18,2 10,4
Nov 20 13,1 31,9 21,8 15,6 17,7
Corona-Krise
Feb 21 7,2 26,9 24,4 20,9 20,6
Nov 20 13,5 33,8 29,1 14,2 9,4
Bürgermeister/in
Allgemein
Feb 21 13,5 34,9 28,4 14,4 8,8
Nov 20 14,5 31,9 25,2 15,0 13,5
Corona-Krise
Feb 21 12,9 31,8 25,5 15,0 14,7
Welle 2 Nov 2020 N = 6651; Welle 3 Feb 2021 N = 5684; gewichtet nach Alter, Geschlecht, Ost-West. Dargestellt sind
Prozentwerte.
17VII. Impfung
Die Frage nach der Impfung wurde bei dieser Welle zum ersten Mal gestellt. Etwa Drei Viertel der
Befragten sind entweder schon geimpft (ca. 3%) oder würden sich auf jeden Fall oder eher impfen
lassen.
Würden Sie sich impfen lassen?
1. Impfung bereits erhalten ja, auf jeden Fall
59%
noch nicht geimpft
97%
bereits
geimpft
3%
nein, auf gar keinen Fall
11%
eher ja
eher nein 13%
7% ich bin unentschlossen
7%
N = 5657, gewichtet nach Alter, Geschlecht, Ost-West.
Impfbereitschaft derjenigen, die noch nicht geimpft sind nach Parteipräferenz
Bündnis Die würde
Andere bin nicht
CDU/CSU SPD LINKE 90/Die FDP AfD Basis/WIR nicht Gesamt
Partei wahlberechtigt
Grünen 2020 wählen
ja, auf jeden Fall 79,0 79,4 61,9 78,6 49,3 11,6 0,0 34,6 18,3 62,5 60,6
eher ja 13,4 11,6 17,1 14,2 17,0 8,4 0,0 13,8 14,2 8,3 13,6
ich bin unentschlossen 5,4 5,5 8,1 4,1 12,7 13,8 2,2 11,0 9,1 0,0 7,6
eher nein 1,9 2,7 5,7 2,7 10,1 21,0 13,2 13,5 18,3 8,3 6,9
nein, auf gar keinen Fall 0,4 0,8 7,2 0,4 10,9 45,2 84,6 27,2 40,1 20,8 11,2
Gesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0
N = 5532, gewichtet nach Alter, Geschlecht, Ost-West. Abweichungen in den Gesamt-Prozentwerten zur Grafik oben sind
darauf zurückzuführen, dass als Basis in der Tabelle nur diejenigen Personen verwendet werden, die noch nicht geimpft
sind. Dargestellt sind Prozentwerte.
Auch bei der Frage der Impfbereitschaft zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Anhängern
der einzelnen Parteien. Während sich über 90 Prozent der Anhänger von CDU/CSU, SPD und Grünen
(eher) impfen lassen würden, sind dies bei den Anhängern der Linken knapp 80 Prozent und bei denen
der FDP 66 Prozent. Eine deutlich geringere Impfbereitschaft weisen Personen mit Wahlpräferenz
AfD (20 Prozent) auf. Auffällig ist, dass kein einziger Anhänger der beiden Protestbewegungen
„WIR2020“ oder „Die Basis“ sich auf jeden Fall oder eher impfen lassen würde, fast 85 Prozent in
diesen beiden Gruppen lehnen eine Impfung für sich selbst kategorisch ab.
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